Vorstellung Biodiversitätskonzept und naturnahe Mahd
| Vorlage: | 2022/0712 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 24.06.2022 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Stupferich |
| Erwähnte Stadtteile: | Stupferich |
Beratungen
- Ortschaftsrat Stupferich (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 06.07.2022
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Bündnis ‘90/Die Grünen -Ortschaftsratsfraktion Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: GBA/UA Vorstellung Biodiversitätskonzept und naturnahe Mahd Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Stupferich 06.07.2022 3 x Für die Stadt Karlsruhe wurde ein umfassendes Biodiversitätskonzept erarbeitet. Wir bitten die Stadtverwaltung um die Vorstellung des Konzepts, der geplanten Maßnahmen und des Zeitplans für die Umsetzung mit Bezug zu Stupferich. Außerdem wird das neue Mahdkonzept zur Steigerung der Artenvielfalt auf öffentlichen Flächen mittlerweile flächendeckend in Karlsruhe eingesetzt. Auf das Wirken unserer Fraktion hin wurden Testflächen in der Erprobungsphase mit aufgenommen. Wir bitten um das Vorstellen der Monitoring- Ergebnisse der naturnahen Mahd insbesondere mit Bezug zu den Flächen in Stupferich.
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Extrahierter Text
Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Bündnis ‘90/Die Grünen -Ortschaftsratsfraktion Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: GBA/UA Vorstellung Biodiversitätskonzept und naturnahe Mahd Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Stupferich 06.07.2022 x Kurzfassung 1. Der Umwelt- und Arbeitsschutz wird die Biodiversitätskonzeption 2021 gerne im Ortschaftsrat vorstellen und auf geplante Maßnahmen in Stupferich eingehen. 2. Die naturnahe Mahd zur Förderung der Biodiversität des Gartenbauamtes der Stadt Karlsruhe ist Teil der Biodiversitätskonzeption 2021. Seit 2022 wird die naturnahe Mahd stadtweit als eigenes Mähprogramm umgesetzt. In der Ortschaft Stupferich wird die naturnahe Mahd nun auf vier Flächen durchgeführt. Alle zwei Jahre wird ein Monitoring auf 10 ausgewählten Flächen im Stadtgebiet durchgeführt, um die Entwicklung der Biodiversität auf den naturnahen Mahdflächen zu überwachen. Die Grünanlage in der Trollingerstraße ist eine der 10 Monitoringflächen, für die eine hohe Artenvielfalt attestiert werden kann. Im Vergleich zu den anderen Monitoringflächen hat sie die höchste Pflanzendiversität. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☒ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☒ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Grüne Stadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ – 2 – Ergänzende Erläuterungen 1. Vorstellung des Biodiversitätskonzept In Karlsruhe treffen mehrere Naturräume aufeinander. Um diese Vielfalt zu schützen, hat sich die Stadt mit der Biodiversitätskonzeption 2021 zum Ziel gesetzt, mit verschiedensten Maßnahmen die regionaltypischen Lebensräume und die darin vorkommenden Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und zu fördern. Die Biodiversitätskonzeption zeigt Möglichkeiten zum Erhalt der heimischen Arten und Lebensräume auf lokaler Ebene auf. Bei den Maßnahmen geht es weniger um den Schutz einzelner Arten, sondern um die Förderung und den Schutz ganzer Lebensgemeinschaften sowie regionalspezifischer Biotoptypen. Im Stadtteil Stupferich sind dies beispielsweise Maßnahmen zur Förderung von Ackerwildkräutern und zur Pflege- und Entwicklung von Streuobst- und Wertholzwiesen. 2. Neues Mahdkonzept und Ergebnisse des Monitorings In den Jahren 2020 und 2021 wurden auf 60 Pilotflächen die naturnahe Mahd ausgetestet. Die Ortschaft Stupferich hat sich auf Initiative der Bündnis 90/die Grünen mit zwei Grünflächen (Streuobstwiese an der Gerberastraße und Grünanlage an der Trollingerstraße) am Pilotversuch beteiligt. Der Pilotversuch der naturnahen Mahd wurde 2021 erfolgreich abgeschlossen und in ein eigenes Programm der Grünflächenpflege überführt. In der Ortschaft Stupferich sind folgende Flächen ins Programm der naturnahen Mahd aufgenommen worden: • Streuobstwiese an der Gerberastraße • Grünanlage Trollingerstraße • Treppenanlage Rebgärtenstraße und • Böschungsfläche am Ortseingang an der Kleinsteinbacher Straße 2021 wurde zur Überwachung der Biodiversität der naturnahen Mahd ein Monitoringkonzept erstellt. Im Rahmen dieses Konzeptes werden alle zwei Jahre auf zehn ausgewählten Monitoringflächen eine Funktions- und Zustandsbeurteilung sowie eine vegetationskundliche und faunistische Erhebung durchgeführt. Im Monitoringkonzept wurde die Grünanlage an der Trollingerstraße als Monitoringfläche aufgenommen. Erst im letzten Jahr (2021) wurde mit dem Monitoring begonnen. Deshalb kann im Monitoringbericht nur über den aktuellen Zustand der Biodiversität sowie über die Unterschiede zwischen den Monitoringsflächen berichtet werden. Die Ergebnisse des Monitoringberichts können wie folgt zusammengefasst werden: • 8 von 10 Monitoringflächen weisen eine hohe Artenvielfalt oder haben ein hohes Entwicklungspotential. Bei den übrigen Monitoringflächen wurden einige Entwicklungshemmnisse identifiziert. • Die Grünanlage an der Trollingerstraße (Monitoringfläche 8) wurde als artenreich eingestuft. Sie hat im Vergleich zu den anderen Monitoringflächen die höchste Pflanzendiversität. • Auf der Monitoringfläche in Stupferich wurden an den beiden Erhebungstagen 6 verschiedene Falter- und Heuschreckenarten gezählt. Nur zwei Monitoringflächen weisen bei den Indikatorengruppen der Falter und Heuschrecken eine höhere Artenzahl auf. Der Monitoringbericht der naturnahen Mahd 2021 ist im Anhang beigefügt.