Entwicklungskonzept für die Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. und für die Patenschaft der Stadt Karlsruhe mit dem Nationalpark Schwarzwald
| Vorlage: | 2022/0691 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 23.06.2022 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Forstamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach, Grünwettersbach, Hohenwettersbach, Palmbach, Stupferich, Wolfartsweier |
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Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2022/0691 Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: FA Entwicklungskonzept für die Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. und für die Patenschaft der Stadt Karlsruhe mit dem Nationalpark Schwarzwald Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Ausschuss für Umwelt und Gesundheit und Naturschutzbeirat 05.07.2022 6 X vorberaten Gemeinderat 26.07.2022 23 X Beschlussantrag (Kurzfassung) Der Gemeinderat befürwortet das vorgelegte Entwicklungskonzept und beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung, sobald die Haushaltslage dies ermöglicht. Aktuell stehen keine Haushaltsmittel zur Verfügung. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☒ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 15.000 €/Jahr Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: 3.770 €/Jahr Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☒ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Grüne Stadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☐ Ja ☒ durchgeführt am 24.05.2022 Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☒ abgestimmt mit KTG – 2 – Ergänzende Erläuterungen Seit dem 16.04.2021 ist die Stadt Karlsruhe mit den Stadtteilen Durlach, Grünwettersbach, Hohenwettersbach, Palmbach, Stupferich und Wolfartsweier Mitglied im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. Seit dem 14.05.2014 besteht die Patenschaft der Stadt Karlsruhe mit dem Nationalpark Schwarzwald. Auf Antrag der GRÜNEN-Gemeinderatsfraktion vom 23.02.2021, vom Gemeinderat am 23.03.2021 (TOP 41) in den Ausschuss für Umwelt und Gesundheit verweisen und dort am 11.05.2021 behandelt, hat die Verwaltung zusammen mit Karlsruhe Tourismus KTG den Entwurf für ein Entwicklungskonzept für die Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. und für die Patenschaft der Stadt Karlsruhe mit dem Nationalpark Schwarzwald erarbeitet. Der Konzeptentwurf wurde am 24.05.2022 in einer gemeinsamen Sitzung im Gemeindezentrum Stupferich den Ortschaftsräten aus den Mitglieds- Stadtteilen vorgestellt. Der Entwurf für das Entwicklungskonzept (Stand 16.05.2022) ist als Anlage beigefügt. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat – nach Vorberatung im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit Der Gemeinderat befürwortet das vorgelegte Entwicklungskonzept und beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung, sobald die Haushaltslage dies ermöglicht. Aktuell stehen keine Haushaltsmittel zur Verfügung.
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Entwicklungskonzept für die Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. und für die Patenschaft der Stadt Karlsruhe mit dem Natonalpark Schwarzwald Entwurf Stand 16.05.2022 Erarbeitet von Jana Kolodzie (Karlsruhe Tourismus KTG) und Ulrich Kienzler (Forstamt) in Zusammenarbeit mit der Naturpark-Projektgruppe (siehe Ziffer 8) 2 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung und Ausgangssituation .......................................................................... 3 1.1 Begriffserklärung/Definition „Naturpark“ ........................................................ 3 1.2 Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V 3 1.3 Rechtliche Anforderungen .............................................................................. 4 2. Anlass für die Konzeptentwicklung ........................................................................ 5 3. Ziele ...................................................................................................................... 6 4. Zielgruppen ........................................................................................................... 8 5. Geplante Maßnahmen ........................................................................................... 8 5.1 Information/Sichtbarkeit .................................................................................. 8 5.2 Produktentwicklung ........................................................................................ 9 5.3 Marketing (vor allem nach außen) ................................................................. 10 5.4 Bildung ......................................................................................................... 10 6. Kosten/Finanzierung/Ressourcen/Fördermöglichkeiten .......................................... 10 7. Sponsoren, Spenden oder Nachlässe .................................................................... 11 8. Akteure, Beratungs- und Entscheidungsgremien .................................................. 11 Beratungs- und Entscheidungsgremien bei Stadt und KTG: ..................................... 12 9. Kooperationen nach außen ................................................................................. 12 10. Bürgerschaftliches Engagement ........................................................................ 13 11. Evaluation und Perspektive ............................................................................... 13 12. Ideensammlung und Agenda für Maßnahmen und Aktivitäten ......................... 13 13. Agenda für die kommenden 2 – 3 Jahren ......................................................... 15 14. Mögliche Meilensteine für die Entwicklung einer aktiven Mitgliedschaft im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord ........................................................................... 16 15. Bio-Musterregion ............................................................................................. 16 16. Patenschaft der Stadt Karlsruhe mit dem Nationalpark Schwarzwald ................. 17 17. Weiterer Zeitplan ............................................................................................. 20 3 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord 1. Einleitung und Ausgangssituation 1.1 Begriffserklärung/Definition „Naturpark“ Naturparke sind im Bundesnaturschutzgesetz § 27 und im Landesnaturschutzgesetz § 30 rechtlich verankert und durch Rechtsverordnung legitimiert. Daraus leiten sie ihre zentralen Aufgabenbe- reiche ab: • Naturschutz und Landschaftspflege (Bewahren der Kulturlandschaft) • Erholung und nachhaltiger Tourismus • Bildung für nachhaltige Entwicklung • Nachhaltige Regionalentwicklung Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. wurde im Jahr 2000 gegründet, um die gewachsene Kulturlandschaft zu erhalten und behutsam weiterzuentwickeln. Mitglieder sind vor allem die im Naturpark gelegenen Städte und Gemeinden sowie derzeit 16 Verbände. Link: https://naturparkschwarzwald.de/naturpark_ev/mitglieder_np/ Seit 2003 ist der Naturpark per Rechtsverordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe formal aus- gewiesenes Großschutzgebiet. Mit einer Fläche von inzwischen rund 420.000 Hektar ist er aktuell der größte Naturpark Deutschlands. Rund 800.000 Menschen leben innerhalb der Flächenkulisse des Naturparks. Leitfaden für die strategische Entwicklung des Naturparks ist der Naturpark-Plan. Nach einem viel- seitigen Dialogprozess wurde im Dezember 2020, also noch vor dem Beitritt der Stadt Karlsruhe, der Naturparkplan 2030 beschlossen. Er schreibt den ursprünglichen Plan fort und beschreibt Ziele und Projekte für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Naturparks. Er ist zu verstehen als agiles, dynamisches Konzept mit Offenheit für neue Themen und Vorhaben. 1.2 Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. Der Gemeinderat hat bereits am 19.07.2016, nach Vorberatung in den entsprechenden Ortschaftsräten, dem Beitritt zum Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e.V. mit den Flächen Durlach, Grünwettersbach, Hohenwettersbach, Palmbach, Stupferich und Wolfartsweier zugestimmt. Am 18.02.2020 hat der Gemeinderat diesen Beschluss bestätigt, nachdem das Regierungspräsidium Karlsruhe die Änderung der Verordnung über den Naturpark „Schwarzwald Mitte/Nord“ vom 16. Dezember 2014 als höhere Naturschutzbehörde mit der Anhörung nach § 24 Absatz 1 Satz 1 Naturschutzgesetz auf den Weg gebracht hat. Gegenstand der Änderung war ausschließlich die Erweiterung des Gebiets des Naturparks. Das Arrondierungsverfahren mit den zahlreichen Flächenerweiterungen wurde im Januar 2021 zustimmend abgeschlossen. Die entsprechende Rechtsvorordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe vom 07.01.2021 trat am 13.02.2021 in Kraft. 4 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord Die Stadt Karlsruhe wurde zusammen mit weiteren Städten und Gemeinden durch den Beschluss der Mitgliederversammlung am 16.04.2021 mit den Stadtteilen Durlach, Grünwettersbach, Ho- henwettersbach, Palmbach, Stupferich und Wolfartsweier) offiziell Mitglied im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. Mit dieser Mitgliedschaft entwickelt die Stadt eine Achse vom stadt- nahen Raum über die vielfältige Kulturlandschaft des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord bis hin- ein in die wilde Welt des Nationalparks Schwarzwald, mit dem sie seit Mai 2015 eine Patenschaft verbindet. Die Erweiterungsflächen (Durlach, Hohenwettersbach, Stupferich, Grünwettersbach, Palmbach und Wolfartsweier) passen hervorragend zur Zielsetzung des Naturparks. Großflächige Land- schaftsschutzgebiete, Naturschutzgebiete, hochwertige Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH-Ge- biete) oder auch Waldschutzgebiete zeugen nahezu flächendeckend von den wertvollen Natur- räumen in unmittelbarer Nähe zur Großstadt. Viele geschützte Tier- und Pflanzenarten haben hier ihre Lebensräume und sind Zeugnis einer großen Biotopvielfalt. Die Mitgliedschaft im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. ist mit einem Mitgliedsbeitrag von derzeit jährlich 3.770 € verbunden. Innerhalb der Verwaltung liegt die Zuständigkeit rund um die Mitgliedschaft im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. beim Dezernat 5. Innerhalb des Dezernats ist federführend das Forstamt für die Koordinierung von Maßnahmen, Projekten und Planungen zuständig. Politisch wird die Stadt als Mitgliedsgemeinde im Naturpark durch den Oberbürgermeister, die zuständige Dezernentin oder die Ortsvorsteher*innen vertreten. Die Ortsvorsteher*innen haben untereinan- der bereits eine enge Abstimmung vereinbart. Jeweils ein(e) Ortsvorsteher*in übernimmt im jähr- lichen Wechsel den Abstimmungsvorsitz und vertritt das Stadtamt Durlach bzw. die Ortsverwal- tungen nach außen. Die KTG Karlsruhe Tourismus GmbH, macht sich für eine nachhaltige Destinationsentwicklung stark. Im Zusammenhang mit dem Naturpark gilt es, vorhandene Angebote bekannt zu machen, zu bündeln und sinnvoll in die Region zu vernetzen. Die KTG unterstützt bei der Entwicklung und Vermarktung von Naturparkprodukten sowie bei der Entwicklung von Naturparkprojekten. 1.3 Rechtliche Anforderungen Mit der Ausweisung als Naturpark gehen neben Förder- und Entwicklungsmöglichkeiten aber auch (naturschutz-) rechtliche Anforderungen einher: § 4 Abs. 2 der Naturparkverordnung listet detailliert, aber nicht abschließend, Fälle auf, die im Naturpark einer Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde bedürfen. Dies gilt z.B. für die Errich- tung baulicher Anlagen, die Anlage oder Änderung von Wegen, das Verlegen von Leitungen oder die Entfernung von Gehölzen. 5 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord Bedarf eine Handlung nach anderen Vorschriften bereits einer Gestattung (z.B. einer Baugeneh- migung), tritt gem. § 4 Abs. 4 der VO die Zustimmung der unteren Naturschutzbehörde in diesem Genehmigungsverfahren an die Stelle der Erlaubnis. Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen der jeweils zuständigen unteren Natur- schutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatli- cher (oder städtischer) Behörden durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass für Maßnahmen städ- tischer Dienststellen oder Ortsverwaltungen (z.B. eine Wegebaumaßnahme) das vorherige Einver- nehmen mit der unteren Naturschutzbehörde herzustellen ist. Nach § 4 Abs. 1 der Naturpark-VO gilt der darin festgeschriebene Erlaubnisvorbehalt aber grund- sätzlich nicht in den Gebieten des Naturparks, die zugleich - Erschließungszonen nach § 2 Abs. 6 oder - Naturschutzgebiet oder - Landschaftsschutzgebiet oder - Naturdenkmal oder - Biotop nach § 24a NatSchG oder - Biotopschutzwald nach § 30a LWaldG oder - Waldschutzgebiet nach § 32 LWaldG sind. Für diese Bereiche gehen die jeweiligen bauplanungsrechtlichen Regelungen oder speziellen Re- gelungen der jeweiligen Schutzgebietsverordnungen bzw. die gesetzlichen Vorschriften den Re- gelungen des Naturparks vor. Auch wenn die Vorhaben nach § 4 Abs. 1 der Naturpark-VO keiner Erlaubnis bedürfen, wäre bei Vorhaben im Naturpark der Schutzzweck des Naturparks dann als öffentliche Belange mit zu prü- fen. 2. Anlass für die Konzeptentwicklung Die Verwaltung hat am 11.05.2021 in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit unter Bezug auf einen Antrag der GRÜNEN-Gemeinderatsfraktion vom 23.02.2021 die Erarbei- tung eines Entwicklungskonzeptes für die Patenschaft der Stadt Karlsruhe mit dem Nationalpark Schwarzwald und die Mitgliedschaft im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord befürwortet. Der jetzt zur weiteren Beratung vorliegende Entwurf für ein Entwicklungskonzept betrifft zunächst ganz überwiegend die Mitgliedschaft im Naturpark. Der Entwurf basiert auf Besprechungsergeb- nissen einer Projektgruppe, bestehend insbesondere aus den Ortsvorsteher*innen sowie Vertre- tungen aus dem Forstamt, dem Gartenbauamt, dem Liegenschaftsamt, der Naturschutzbehörde, 6 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord dem Umwelt- und Arbeitsschutz sowie der KTG. Das Konzept soll die Grundlage für eine aktive Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord bilden und regelmäßig fortgeschrieben werden. Die Umsetzung des Konzeptes erfordert jedoch die dauerhafte Bereit- stellung von Finanzmitteln im städtischen Haushalt in den kommenden Jahren sowie die entspre- chenden personellen Ressourcen. 3. Ziele Der Naturpark steht für Natur erleben, Natur verstehen und dafür, unsere Kulturlandschaft zu bewahren und weiterzuentwickeln. Im Naturparkplan 2030 sind zehn Zukunftsthemen definiert, die jeweils mit strategischen Zielen konkretisiert werden. Die Zukunftsthemen sind: • Naturpark ist Erlebnis • Naturpark tut der Seele gut • Naturpark für alle • Naturpark schützt Natur und Landschaft • Naturpark ist Bildung • Naturpark und das Klima • Naturpark ist Vorbildregion für Nachhaltigkeit • Naturpark ist Wertschöpfung • Naturpark und die Landwirtschaft • Naturpark, der Wald und das Holz In der Projektgruppe wurden diese Themen aus der lokalen Sicht bewertet und gewichtet. Als Ergebnis wird empfohlen, dass sich Karlsruhe zunächst auf die folgenden vier Zukunftsthemen konzentriert: Naturpark ist Erlebnis Strategische Ziele sind: - Pflege und Weiterentwicklung bereits bestehender Angebote - Entwicklung neuer erlebnisbasierter Angebote - Fokus auf Förderung nachhaltiger Angebote - Regionale Produkte als Teil der touristischen Angebote - Nachhaltige Besucherlenkung Naturpark ist Vorbildregion für Nachhaltigkeit Strategische Ziele sind: - Nachhaltigkeit als zentrales Ziel im Naturpark - Nachhaltige Besucherlenkung durch attraktive Angebote - Achtsamkeit für Natur und sich selbst bewerben - Besucher*innen die Bedeutung von Nachhaltigkeit aufzeigen - Ökonomische Perspektiven von Nachhaltigkeit aufzeigen - Lokale und regionale Wertschöpfungsprozesse stärken - Raum für nachhaltige Arbeits - und Lebensstile - Raum für Umsetzung von Maßnahmen aus dem Biodiversitätskonzept - Beteiligte Stellen in der Stadt mit Vorbildcharakter 7 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord Naturpark ist Bildung Strategische Ziele sind: - Vernetzung mit bestehenden lokalen Umweltbildungseinrichtungen - Naturpark-Schulen stärken und fördern - Naturpark-Kindergärten stärken und fördern Naturpark für alle Strategische Ziele sind: - Inklusive Angebote in allen Handlungsfeldern - Neue Zielgruppen ansprechen - Zugänglichkeit verbessern - Das Prinzip „Mitwirken und Mitgestalten“ Die Projektgruppe schlägt vor, dass diese vier strategischen Ziele die Basis für die Arbeit von Karls- ruhe in und mit dem Naturpark bilden. Diese finden sich auch in den Möglichkeiten und Zielen, welche die Projektgruppe für die Arbeit mit und im Naturpark nennt: - Nachhaltige Erlebnisse vor der Haustür ermöglichen - Vorteile für Karlsruher*innen aufzeigen - Karlsruhe in die Naturpark-Infrastruktur einbeziehen - Besucherlenkung/Mobilität - Vereine, Gastronomie und Regionalvermarkter einbinden (eigene Informationsveranstal- tungen anbieten) - Erlebnis mit Bildung anbieten - „Stolz sein auf Landschaft“ => Erhalt Kulturlandschaft - Naturpark in KA ist der „Vorgarten der Stadt“ - Naturschutzfachliche Ziele im Blick behalten und fördern - Naturparkprodukte bewerben und nutzen (z. B. Wild, Honig) Die Mitgliedschaft im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord kann sich zudem zu einem zusätzlichen qualitätssteigernden Element des Korridorthemas im Dezernat 5 „Grüne Stadt Karlsruhe“ entwi- ckeln. Stadtgesellschaft und Verwaltung bringen dabei gemeinsam zukunftsfähige Entwicklungen auf den Weg, um das Ziel der klimaneutralen Stadt und die notwendige Anpassung an den Kli- mawandel zu erreichen. Ebenso stehen die Weiterentwicklung einer grünen und gesundheitsför- dernden Umgebung, sowie der Schutz von natürlichen Ressourcen und biologischer Vielfalt im Fokus. Die darin enthaltenen Ziele und die drei Handlungsfelder - Klima - Klimastadt - Stadtklima - Gesundheit - Gesunde Stadt - Bewegungsräume - Natur - Stadtnatur bilden ebenso wie die vier mit konkreten Umsetzungsschritten hinterlegten Leitprojekte die Grundlage für die genannten weiterführenden Ziele im Rahmen der Naturpark-Mitgliedschaft. Insbesondere für das Leitprojekt „Stadt der Biologischen Vielfalt“ bietet der Landschaftsraum der 8 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord Schwarzwald-Vorbergzone ausgesprochen gute Möglichkeiten, die biologische Vielfalt zu erhal- ten und zu fördern und dort konkrete Maßnahmen im Rahmen des bestehendes Biodiversitäts- konzeptes umzusetzen. Somit kann die Mitgliedschaft von Teilen des Stadtgebietes im Naturpark zu einem wichtigen zusätzlichen Image- und Marketingelement für die „Grüne Stadt Karlsruhe“ entwickelt werden. 4. Zielgruppen Die Projektgruppe sieht als wichtigste Zielgruppe für die Arbeit , die Projekte und die Aktivitäten, die Gruppe der heimischen/regionalen Bevölkerung. Hierbei soll der Schwerpunkt auf Jugend(- gruppen), Familien und Senioren gelegt werden. Da allein diesen drei übergeordneten Zielgruppen sehr differenzierte Lebenswelten (soziodemografischen und psychologischen Merkmalen, Ge- brauch bestimmter Medien etc.) zugrunde liegen, ist eine genauere Betrachtung der einzelnen Gruppen notwendig. Denn zunächst bestehen die Merkmale von Zielgruppen lediglich aus Markt- forschungsdaten, Informationen und Zahlen. Da die unterschiedlichen Lebenswelten der gewähl- ten Zielgruppen bei der künftigen Kommunikation und Schaffung von passenden Angeboten eine große Rolle spielen sollen, wird sich die Projektgruppe im Rahmen eines sogenannten Persona- Workshops dezidiert mit den Zielgruppen auseinandersetzen (Siehe Punkt 12, Maßnahmen 2022). Ziel ist es, aus den Zielgruppen einen idealtypischen Vertreter mit klarem Profil zu extrahieren, eine sogenannte Persona. Damit verringert sich der Streuverlust bei der Umsetzung von Maßnahmen, denn potentielle Besucher/Gäste stellen unterschiedliche Nutzen-Erwartungen an den Aufenthalt. 5. Geplante Maßnahmen Die Maßnahmen sollen für die Stadt, deren Stadtteile und für die Bevölkerung einen Mehrwert generieren. Aufbauend auf einer Bestandsanalyse, den formulierten Zielen für die Mitgliedschaft der Stadt im Naturpark sowie des Naturparks/Naturparkplans werden folgende Maßnahmen de- finiert: 5.1 Information/Sichtbarkeit Die lokale Bevölkerung in verschiedenen Altersgruppen gehört zu den wichtigsten Zielgrup- pen. Es gilt, regelmäßig darüber zu informieren, dass die Stadt mit den genannten Stadtteilen Mitglied im Naturpark ist und welche Angebote, Aktivitäten und Attraktionen damit für die Bevölkerung vor der Haustür und im gesamten Naturpark zur Verfügung stehen. Die zweite wichtige Zielgruppe sind örtliche Vereine, Unternehmen und touristische Leistungsträger, die gewonnen werden müssen, um den Naturpark in der Stadt erlebbar zu machen. 9 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord a. Über die Medien des Naturparks bestehende Angebote darstellen und in die bestehen- den Naturpark-Angebote oder Projekte integrieren Hierzu zählen u.a. die Website des Naturparks, der Naturpark-Blog, Social-Media-Kanäle usw. Mit Hilfe der Naturparkeigenen Medien werden die Karlsruher Angebote noch bes- ser sichtbar und örtlich nutzbar. Dazu gehören beispielsweise Erholungseinrichtungen, Rund-, Lehr- und Erlebniswege, regionale Anbieter, Angebote von örtlichen Vereinen, Direktvermarkter, ÖPNV-Angebote, bestehende Kooperationen, Partnerschaften und vieles mehr. Darüber hinaus sollte auch die Schutzgebietsausstattung dargestellt werden. Eine Bestandsanalyse soll hierfür eine gute Ausgangsbasis darstellen. b. Information der Bevölkerung durch regelmäßige Infos in der Presse, in Amts-/Ortsmit- teilungsblättern oder in digitalen Medien (Abstimmung mit PIA) c. Information der Bevölkerung über bestehende (Online)Medien; z. B. „Durlach erleben“, „Bergdörfer aktuell“, Ortsmitteilungsblätter d. Naturpark-Förderprojekte: Beispielsweise sind für 2022 Naturpark-Infostelen an drei markanten Zufahrtspunkten beantragt e. Naturpark-Infoelemente für den Innenraum (Standort Turmbergbahn) sowie Naturpark- fahnen (sind für 2022 bestellt) f. Ausbau Inhalte städtischer Website/Apps/Bürger-GIS/soziale Medien, Webstadtplan; Link zu Naturpark-Website an verschiedenen Stellen (z. B. Natur und Umwelt, Gesund- heit, Umweltbildung, Sport, ÖPNV....) i. https://www.karlsruhe-erleben.de/naturstadt/Naturpark-Schwarzwald (im Aufbau) ii. Integration eines Kanals in die Karlsruhe APP g. Binnenkommunikation mit Leistungsträgern zur Gewinnung von Partnern z.B. Natur- parkwirte u.a. durch Newsletter, Betriebsbesichtigungen h. Veranstaltungsformate wie der Round Table Tourismus der KTG explizit auf den Natur- park ausrichten 5.2 Produktentwicklung a) Naturparkförderprojekt für 2022 beantragt für eine Naturpark Augenblick-Runde (Rundwanderweg mit landschaftlichen Aussichtspunkten) b) Erhalt, Ausbau, Erweiterung und Bündelung vorhandener Angebote und Erholungs- infrastruktur (Basis bildet die Bestandserhebung) zu attraktiven Naturpark-Erlebnissen unter Einbeziehung des ÖPNV; damit gleichzeitig Elemente der Besucherlenkung schaffen 10 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord c) Neue „Produkte“ können nur angegangen werden, wenn die notwendigen finanzi- ellen und personellen Ressourcen vorhanden sind. 5.3 Marketing (vor allem nach außen) a. Nutzen der vom Naturpark angebotenen Marketingmaßnahmen b. Durchführung von Naturpark-Märkten (jährlich; erster Termin: 22.5.2022 an der Karlsburg in Durlach) c. Vollintegration in die touristische Kommunikation der KTG von A wie Anzeigen/ Ad- vertorials über B wie Bildmaterial erstellen bis S wie Social Media d. Vollumfängliche Nutzung der Kommunikationsplattformen des Naturparks in allen Teilbereichen: https://naturparkschwarzwald.de/ e. Veranstaltungen zusammen mit dem Naturpark in Karlsruhe durchführen f. Möglichkeit der Vorstellung von Unternehmen im Naturpark-Gebiet 5.4 Bildung a) Vernetzung lokaler Umweltbildungsangebote mit denen des Naturparks b) Antrag auf Umsetzung eines Naturparkkindergartens (ist durch die Wald-Kita Dachs- bau bereits gestellt, Audit im Juni) c) Ausbau von Schülererlebnissen und Schüleraktivitäten im Naturpark, u.a. verstärkter Fokus auf Angebote der Wald- und Naturpädagogik d) Beteiligung bei den „Grünen Projekten“ des Naturparks e) Integration von bürgerschaftlichem Engagement, beispielsweise bei Pflegeaktionen in der Kulturlandschaft 6. Kosten/Finanzierung/Ressourcen/Fördermöglichkeiten Die angestrebte aktive Mitgliedschaft im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. wird nur reali- sierbar sein, wenn hierfür dauerhaft Mittel im städtischen Verwaltungs- und Finanzhaushalt be- reitgestellt werden. Für die Umsetzung von Naturpark-Förderprojekten müssen zunächst in den Jahren 2022 und 2023 die Mittel im Sinne der Haushaltssicherung aus den vorhandenen Finanz- mitteln beteiligter Dienststellen und Gesellschaften (KTG) gewonnen werden. Insbesondere die Bereitstellung von projektbezogenen Mitteln in Höhe von mindestens 15.000 €/Jahr im Finanz- haushalt ist auf längere Sicht die Voraussetzung für die Nutzung der Fördermöglichkeiten von bis zu 70 %. Für die Förderprojekte muss der Antragsteller in Vorleistung treten. Die Fördermittel werden erst nach Vorlage des Verwendungsnachweises ausbezahlt. Insofern bedarf es ergänzend zum fachlichen Konzept weiterer Abstimmungen, an welcher Stelle im städtischen Haushalt die 11 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord Mittelverantwortung liegt (eventuell Teilhaushalt 8200 Forst). Ebenso sollten bei Karlsruhe Touris- mus (KTG) Mittel für Marketingmaßnahmen eingestellt werden. Derzeit sind keine zusätzlichen Personalressourcen für die Aufgaben der Mitgliedschaft im Natur- park vorhanden. Sie müssen zusätzlich zu den bestehenden Aufgaben erledigt werden. Dadurch sind Handlungsoptionen der Stadt als aktives Mitglied im Naturpark nur bedingt vorhanden. Ein darüberhinausgehendes verstärktes Engagement und neue Projekte sind nur mit zusätzlichen Res- sourcen möglich. 7. Sponsoren, Spenden oder Nachlässe Ergänzend zur öffentlichen Finanzierung können für konkrete Aktivitäten, Projekte und Maßnah- men möglicherweise örtliche Sponsoren, Spenden oder Nachlässe gewonnen werden. Dadurch können sowohl Einzelpersonen, als auch örtliche Firmen die Ziele des Naturparks sichtbar unter- stützen. Die Kompatibilität mit einer Naturpark-Förderung ist im Einzelfall zu prüfen. 8. Akteure, Beratungs- und Entscheidungsgremien Weitere Voraussetzung für eine aktive Mitgliedschaft im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord bil- det die ämterübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Stadt. Neben dem federführenden Dezernat 5 ist insbesondere im Hinblick auf die touristische Komponente das Dezernat 4 und übergeordnet das Dezernat 1 mit dem Naturpark befasst. Hauptakteure und Mitglieder der Projektgruppe sind dabei in der bisherigen Startphase (in alphabetischer Reihenfolge): • Forstamt • Gartenbauamt • KTG Karlsruhe Tourismus GmbH • Liegenschaftsamt • Stadtamt Durlach • Ortsverwaltungen Hohenwettersbach, Stupferich, Wettersbach, Wolfartsweier • Umwelt- und Arbeitsschutz • ZJD/Untere Naturschutzbehörde Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Stadtamt Durlach und den Ortsverwaltungen zu. Über diese können örtliche Ideen eingebracht werden, die Bevölkerung und die örtlichen Vereine können eingebunden werden und Aktivitäten können lokal geplant und durchgeführt werden. Entscheidend wird ein gleiches Informationsniveau der Beteiligten sein. Ergänzend sind je nach Thematik und Bedarf Kooperationen mit vielen weiteren Akteuren und Kooperationspartnern möglich oder erforderlich. Beispiele (stadtintern): - Marktamt - Presse- und Informationsamt - Hauptamt - Stadtplanungsamt 12 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord - Schul- und Sportamt - Tierpark Oberwald (Zoo) Beispiele (städtische Gesellschaften, Externe): - Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) - Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) - Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KME) - Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) - Örtliche Vereine aller Art (beispielsweise Bereiche Umwelt, Wandern, Kultur, Landnut- zung) - Kindergärten und Schulen Durch die Vielzahl an erforderlichen und/oder möglichen Beteiligten und Interessen ergibt sich ein sehr hoher und zeitintensiver Koordinierungs- und Abstimmungsaufwand. Dieser soll weiter vor- rangig in einer engeren Projektgruppe als „Netzwerk Naturpark“ ämterübergreifend mit vorhan- denen Personalressourcen geleistet werden. Mindestens einmal jährlich soll in den Ortschaftsräten und den zuständigen Gremien über den Sachstand berichtet werden. Dabei können Projektideen diskutiert und beschlossen werden. Sinnvoll sind gemeinsame Ortschaftsrat-Sitzungen zum Thema Naturpark mit Präsenz von Vertreter*innen der Naturpark-Geschäftsstelle. Die Bündelung und Integration von Interessen bilden die Voraussetzung, dass eine hohe Akzep- tanz für die Mitgliedschaft im Naturpark entsteht und sich daraus ein Mehrwert für die Stadt Karlsruhe respektive für die Mitglieds-Stadtteile ergibt. Beratungs- und Entscheidungsgremien bei Stadt und KTG: • Ortschaftsräte Durlach, Hohenwettersbach, Stupferich, Wettersbach (für Grünwetters- bach und Palmbach), Wolfartsweier • Ausschuss für Umwelt und Gesundheit • Gemeinderat • KTG Aufsichtsrat 9. Kooperationen nach außen Durch die Einbindung von touristischen Leistungsträgern, wie z.B. Hotellerie und Gastronomie sowie Dienstleistern, Produzenten regionaler Produkte sowie von Vereinen und Verbänden, die ebenfalls Mitglied im Naturpark sind, kann über die Stadtgrenzen hinaus ein Partnernetzwerk entstehen, das für die Schaffung attraktiver, umweltschonender und erlebbarer Angebote not- wendig ist. Dadurch können nach und nach überregionale Angebote ergänzt und erweitert wer- den oder sogar neu entstehen, die in Zusammenarbeit z.B. mit der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus e.V., der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald oder einzelnen Kommunen entwickelt werden können. Optionen der Vernetzung mit der umliegenden Naturpark-Region bilden bei- spielsweise ergänzend der Nachbarschaftsverband oder die regiomove-Idee. 13 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord 10. Bürgerschaftliches Engagement Aktionen, Projekte und Aktivitäten im Naturpark können auch Grundlage von bürgerschaftlichem Engagement in vielfältiger Weise sein. Örtlich aktive Vereine und Institutionen sind hier wichtige Multiplikatoren und Unterstützungsgruppen. Erfahrungsgemäß bedarf das bürgerschaftliche En- gagement einer professionellen und organisierten Unterstützung, die derzeit aufgrund der nicht vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen nicht von der Verwaltung geleistet werden kann. Niederschwellige Aktionen wie zum Beispiel im Rahmen der Sauberhaltung der Landschaft sollten dennoch angedacht und umgesetzt werden. 11. Evaluation und Perspektive Das vorliegende Konzept ist nicht als statisches oder fertiges Konzept zu verstehen. Es soll vor dem Hintergrund sehr eng begrenzter Ressourcen Anstöße geben für die Auftaktphase der Mit- gliedschaft im Naturpark mit niederschwelligen Angeboten und kostengünstigen Maßnahmen unter Nutzung vorhandener Infrastruktur. Das Konzept muss dann in einem dynamischen Prozess kontinuierlich weiterentwickelt werden und sich möglichst in bestehende städtische Konzepte, Aktionen und Maßnahmen integrieren lassen. Alle Maßnahmen und Projekte werden einer regel- mäßigen einfachen Erfolgskontrolle unterzogen, die Ergebnisse fließen in die Fortschreibung der Konzeption ein. Limitierend für eine aktive Mitgliedschaft wirken mittelfristig insbesondere die begrenzten Ressourcen. 12. Ideensammlung und Agenda für Maßnahmen und Aktivitäten Agenda 2022: Was Ziel- gruppe(n) Kooperationspartner Sonstiges Naturpark-Markt (Termin 22. Mai 2022, Durlach) Bevölkerung Stadtamt Durlach, MA, regionale Erzeuger Karlsburg, 38 Beschicker Augenblick-Runde (Wander-Rundweg mit Aussichtspunk- ten) Bevölkerung, Gäste KTG, Stadtamt Durlach, Ortsverwaltungen, versch. Ämter 25.000 €, Förderantrag für 2022 gestellt Aufstellung von Ste- len an Ortseingängen (Hinweistafeln) Gäste, Bevöl- kerung Stadtamt Durlach Info-Punkte (Präsentationsmodul) Gäste, Bevöl- kerung KTG, Stadtamt Durlach, KVV 270 - 740 € (Eigenanteil je Modul) Naturpark-Kita Kita(s) Kita „Im Dachsbach“, Stadtamt Durlach Antrag der Wald-Kita, „Im Dachsbau“ liegt vor; 14 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord Zertifizierungsfeier findet am 12.08.2022, 14 Uhr statt Öffentlichkeitsarbeit Bevölkerung, Gäste Vorhandene (soziale) Me- dien, Newsletter, Maga- zine (Stadtwerke, KVV o. ä.) Persona-Workshop zur Konkretisierung der Zielgruppen für Aktivitäten KTG, Projektgruppe u. a. Externe Begleitung/ VME 15 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord 13. Agenda für die kommenden 2 – 3 Jahren Was Zielgruppe(n) Kooperationspartner Sonstiges Naturpark-Markt als jährliche Veranstal- tung Bevölkerung, Gäste Stadtamt Durlach, Ortsver- waltungen, MA, regionale Erzeuger Verschiedene Örtlich- keiten Intensivierte Öffent- lichkeitsarbeit Gäste, örtl. Be- völkerung Vorhandene (soziale) Me- dien, vorhandene oder ei- gener Newsletter, Maga- zine (Stadtwerke, KVV o. ä.) Weitere Info-Punkte in OV, KTG (Präsenta- tionsmodule) Bevölkerung, Gäste KTG, Stadtamt Durlach, Ortsverwaltungen 270 - 740 € (Eigen- anteil je Modul) Info-Punkte vor Ort (sog. Naturpark- Sterne) Bevölkerung, Gäste KTG, Stadtamt Durlach, Ortsverwaltungen Ca. 15.000 €/Stück Gastronomie für die Naturpark-Idee ge- winnen Bevölkerung, Gäste Gastronomiebetriebe (Na- turparkwirte, Naturparkho- tels) Direktvermarkter re- gionaler Produkte für die Naturpark-Idee gewinnen Bevölkerung Landwirtschaftliche Be- triebe Branding Stadtbahn Naturpark/National- park Gäste, örtl. Be- völkerung KVV, VBK, AVG Ca. 10.000 €, evtl. Sponsoring Geführte Wander-/ Radtouren Bevölkerung Rad-/Wanderverbände, Umweltverbände, Vereine, KTG Geo-Touren Bevölkerung KTG, Stadtamt Durlach, Ortsverwaltungen, versch. Ämter Tourenvorschläge (Wandern, Rad, ÖPNV) Gäste, Bevölke- rung Rad-/Wanderverbände, Umweltverbände, Vereine, KTG, KVV/AVG Zertifizierung weitere Naturpark-Kitas Kita(s) Zertifizierung Natur- park-Schule(n) Schule(n) Kulturveranstaltun- gen, Ausstellungen Lokale Einrichtungen/Trä- ger/ Veranstalter/KME Bürgerschaftliches Engagement Bevölkerung Vereine, Umweltverbände, Stadtamt Durlach, Ortsver- waltungen Jährliche Sonderfahrt mit Bahn/ÖPNV in Natur- und National- park: („Karlsruhe wandert/ fährt Rad", Öffentlichkeit, Partnerstädte KTG, Naturpark, National- park, KVV/AVG, Wander- und Radvereine, DBRegio 16 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord Naturpark-Express o. ä.) „Naturpark-Brot“ Örtliche Bäckerei 14. Mögliche Meilensteine für die Entwicklung einer aktiven Mitgliedschaft im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord • Auftaktveranstaltung zur Feier der Mitgliedschaft (Sommer 2022) • Basis für Maßnahmen/Projekte ist gelegt (bis September 2022) - Informationsphase - Ideensammlung - Konzeptentwicklung • Projektideen sind inhaltlich/zeitlich gesammelt für 2023 und Folgejahre - Erfassung Wünsche/Bedürfnisse - Clustern nach Themen/Umsetzbarkeit - Monitoring/Evaluation • Sichtbarkeit des Naturparks in der Stadt ist erhöht - Infopoints etc. • Co-Finanzierung für Naturparkprojekte ist ab 2023 gesichert 15. Bio-Musterregion In den vom Land Baden-Württemberg ausgewiesenen Bio-Musterregionen engagieren sich land- wirtschaftliche Erzeuger, Verarbeiter, Vermarkter und Verbraucher direkt vor Ort. Übergeordnetes Ziel der Bio-Musterregionen ist mehr Bio für und aus Baden-Württemberg zu erreichen. Jede der aktuell 14 Regionen setzt ihre Schwerpunkte bei den Themen und Projekten, um die Potenziale des Öko-Sektors auszuschöpfen. Alle Akteure arbeiten eng mit dem Regionalmanagement zu- sammen. Gemeinsam kreieren sie passende Strategien und Lösungen, um die regionale Bio-Er- zeugung landwirtschaftlicher Produkte nachhaltig zu stärken. Die Arbeit bestehender Regionalini- tiativen und Fördermöglichkeiten des Landes und des Bundes werden hierbei stets berücksichtigt und mit einbezogen. Das Stadtgebiet Karlsruhe ist derzeit nicht Teil einer Bio-Musterregion. Die Entwicklung hin zu einer Bio-Musterregion für Landwirtschaft ist kein Kernthema des Naturparks. Allerdings unter- stützt der Naturpark die Ziele der Bio-Musterregion. Zudem ist die Geschäftsstelle der Bio-Muster- region „Mittelbaden+“ in der Geschäftsstelle des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord angesie- delt. Die Stadt beobachtet die weitere Entwicklung in der Region und begleite die Idee positiv und wohlwollend. Sofern in der Region eine Bio-Musterregion entstehen soll, wird die Stadt gesondert über eine Mitgliedschaft entscheiden. 17 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord 16. Patenschaft der Stadt Karlsruhe mit dem Nationalpark Schwarzwald Begriffserklärung/Definition „Nationalpark“ Ein Nationalpark ist nach den international anerkannten Kategorien der IUCN (International Union for Conservation of Nature; offiziell International Union for Conservation of Nature and Natural Resources; auf Deutsch Internationale Union zur Bewahrung der Natur) ein Schutzgebiet, das hauptsächlich zur Sicherung großflächiger natürlicher und naturnaher Gebiete und großräumiger ökologischer Prozesse eingerichtet wird (Prozessschutz, Natur Natur sein lassen). Diese Schutzge- biete sollen nach § 24 Abs. 2 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) die ökologische Unver- sehrtheit eines oder mehrerer Ökosysteme sichern, gleichzeitig aber auch Naturerfahrungs-, For- schungs-, Bildungs- und Erholungsangebote fördern. Sie sollen großräumig, weitgehend unzer- schnitten und von besonderer Eigenart sein. In Deutschland werden sich in den meisten National- parken die Urwälder von Morgen entwickeln. Ein Nationalpark soll mindestens 10.000 Hektar groß sein. Die IUCN-Kriterien verlangen, dass nach einer Entwicklungszeit von 30 Jahren 75 Prozent des Nationalparks zu den sogenannten Kernzo- nen gehören. Der Nationalpark Schwarzwald ist der einzige im Land Baden-Württemberg und gilt als wichtiger Beitrag, um im Land der Verantwortung für den Natur- und Artenschutz gerecht zu werden. Er ist auch ein wichtiger Beitrag, um den Menschen die Natur und deren Prozesse erlebbar zu ma- chen. Der Landtag von Baden-Württemberg hat das Gesetz zur Errichtung des Nationalparks Schwarzwald am 28. November 2013 beschlossen. Das Gesetz ist zum 1. Januar 2014 in Kraft getreten. Bereits am 14. Mai 2015 hat die Stadt Karlsruhe mit dem neu gegründeten Nationalpark Schwarz- wald eine Patenschaft geschlossen. Die Stadt hat damit ein sichtbares Zeichen gesetzt, dass sie den Nationalpark im Schwarzwald mit dem Schwerpunktziel des Prozessschutzes für ein bedeut- sames naturschutzfachliches Element erachtet, das gleichzeitig auch Ziele von Tourismus und Um- weltbildung integriert. Als Zweck der Patenschaft wurde damals formuliert: „Zweck der Patenschaft ist eine beiderseits nutzbringende Zusammenarbeit in den Bereichen Na- turschutz und Naturpädagogik, Marketing, Tourismus und Verkehr, Kultur sowie Forschung und Technologie mit den Zielen, die Aufgaben und Maßnahmen im Nationalpark über die Region hin- aus bekannt zu machen, die Naturerlebnis- und Naturpädagogikangebote der Stadt und des Na- tionalparks miteinander und mit den Kulturangeboten der Stadt zu verknüpfen, die Entwicklung 18 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord sanfter und umweltverträglicher Tourismus- und Verkehrskonzepte und ökologischer Entwick- lungskonzepte sowie die begleitende Forschung zu unterstützen.“ Folgende Ziele sind in der Patenschaftsvereinbarung genannt: • die Aufgaben und Maßnahmen der Nationalparkverwaltung auch der Bevölkerung in der benachbarten Region vorzustellen und zu erläutern, • die Neugier und Begeisterung für die Ökologie und Biologie unberührter Wildnis bei den Bürgerinnen und Bürgern in den benachbarten Ballungszentren zu wecken und die Besu- cher aus diesen Regionen dafür zu sensibilisieren; • sich in den Bereichen der Natur- und Umweltpädagogik auszutauschen, abzustimmen und gegenseitig zu bereichern; • die mannigfachen Möglichkeiten Natur pur zu genießen und Wildnis zu erleben aufzu- zeigen; • die Naturerlebnisangebote des Nationalparks mit den Kulturangeboten der Stadt zu ver- binden; • sanfte und umweltschonende Verkehrs- und Tourismuskonzepte im Nationalpark und in der Nachbarschaft mit zu entwickeln bzw. zu miteinander verknüpfen sowie entspre- chende Verbindungen und den Austausch zu fördern und zu bewerben; • bei der Erstellung ökologischer Entwicklungskonzepte zu unterstützen; • bei der Erforschung und Beobachtung der Wildnis-Prozesse zu kooperieren. In der Zwischenzeit hat sich der Nationalpark in der Region fest etabliert, die Nationalparkverwal- tung ist mit den notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen ausgestattet und der Na- tionalparkplan ist erstellt. Die Aufbauphase ist damit abgeschlossen, die Nationalparkregion und der Nationalpark selbst ist zu einer beliebten Ausflugs- und Tourismusdestination geworden. Zent- rale Anlaufstelle ist das neue Besucherzentrum am Ruhestein. Rund 80 % der Bevölkerung Baden- Württembergs beurteilen das 2014 gegründete Großschutzgebiet positiv. Und im Zeitraum von Juli 2020 bis Juni 2021 zählte der Nationalpark erstmals mehr als eine Million Besucher. Besucher- lenkung und Verkehrskonzept sind somit entscheidende Maßnahmen, damit der Naturschutz bei solchem Andrang nicht ins Hintertreffen gerät. Im Hinblick auf eine Unterstützung in der Grün- dungs- und Startphase des Nationalparks ist der Zweck der Patenschaft damit erreicht. Die be- schriebenen Ziele bleiben dennoch aktuell. 19 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord In der Praxis fokussieren sich die Kontakte und die Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwal- tung auf einzelne Projekte im Bereich von Umweltbildung, Forschung und Tourismus. Unterstüt- zend ist der Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald e.V. bei öffentlichen Veranstaltungen in Karlsruhe, wie zum Beispiel den Tagen der offenen Tür im Naturschutzzentrum Rappenwört oder im Waldzentrum präsent, um über den Nationalpark und seine Ziele zu informieren. Beispiele: • Austausch und projektbezogene Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Rappen- wört, der Waldpädagogik Karlsruhe und dem Netzwerk Natur und Umweltbildung Karls- ruhe (NUB) • Kooperation im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Projekten mit dem Zoo Karlsruhe (zum Beispiel Luchs, Konik- Pferde) • Öffentlichkeitsarbeit und Information bei Veranstaltungen in Karlsruhe, insbesondere durch den Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald e.V. • Nationalpark mit Besucherzentrum als touristisches Ziel bewerben (Karlsruhe Tourismus KTG) Die Kooperation des Naturschutzzentrums Rappenwört (NAZKA) mit dem Nationalpark umfasste und umfasst seit Gründung der Patenschaft 2015 konkret folgende Aktivitäten: • Gemeinsame Vortragspakete: z. B. "Wildkatzen am Oberrhein" im NAZKA und "Luchse im Schwarzwald" im NLP • Gemeinsame Lesereihe "Literatur mittendrin - Lesungen zur Natur in der Natur" - z. T. ge- meinsam mit der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe • Gemeinsame Schulprojekte: Vergleichende Untersuchungen von Lebensräumen in der Ober- rheinniederung und im Schwarzwald (z. B. Geologie, Gewässer, Wälder, Wiesen) • Gemeinsame Lehrerfortbildungen: Dschungel in Karlsruhe und Wildnis im Schwarzwald (zu den Themen der genannten Schulprojekte) • Gegenseitige Besuche mit Infoständen (zum Beispiel Wildnismobil) Das NAZKA möchte die Projekte gerne fortführen. Weitere Projekte würden allerdings deren Ka- pazitäten übersteigen. 20 Entwicklungskonzept für Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord Folgende Aktivitäten im Rahmen der Patenschaft sind denkbar, um die diese zukünftig noch stär- ker zu beleben: • Jährliche Besprechung zwischen Stadt Karlsruhe und Nationalparkverwaltung • Besuch des Gemeinderats im Nationalparkzentrum am Ruhestein • Jährlicher oder bedarfsweiser Sachstandbericht der Nationalparkverwaltung über wesent- liche Aktivitäten im Nationalpark in gemeinderätlichen Gremien (Ausschuss für Umwelt und Gesundheit) • Jährliche Sonderfahrt für die Karlsruher Bevölkerung mit Bahn/ÖPNV in Natur- und Natio- nalpark: („Karlsruhe wandert/ fährt Rad", Naturpark-Express o. ä.) • Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich der Umweltbildung (vorbehaltlich zur Ver- fügung stehender Ressourcen) • Gegenseitige Besuche zu konkreten Anlässen, Ziel für Betriebsausflüge städtischer Dienststellen Auch hier sind die zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Ressourcen bei der Stadt, aber auch beim Nationalpark relevant für die Intensität konkreter Maßnahmen und Projekte im Rahmen der Patenschaft. Derzeit sind im Haushalt der Stadt keine personellen oder finanziellen Ressourcen für die Patenschaft mit dem Nationalpark vorhanden oder eingeplant. Verständlicherweise setzt die Nationalparkverwaltung den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten im Nati- onalpark und in der Nationalparkregion, zu der Karlsruhe nicht gehört. Im Rahmen der Patenschaft unterstützt die Stadt aber das Ziel, den Nationalpark in der laufenden Legislaturperiode inhaltlich weiterzuentwickeln und räumlich zu erweitern. 17. Weiterer Zeitplan Beratung Konzeptentwurf in den Ortschaftsräten: gemeinsame Sitzung der Ortschaftsräte am 24. Mai 2022, danach Einarbeitung von Anregungen und Änderungs-/Ergänzungsvorschlägen, bei Bedarf gesonderte Behandlung in den Ortschaftsräten in den Juni -Sitzungen. Beratung im AUG: 05.07.2022 Beschlussfassung im GR 26.07.2022 Kenntnisnahme im KTG Aufsichtsrat 27.07.2022 I:\Naturpark Schwarzwald Mitte_Nord\Konzeptentwicklung\Entwicklungskonzept Mitgliedschaft Stadt Karlsruhe im NP Schwarzwald Mitte_Nord_16.05.2022.docx
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Niederschrift 41. Plenarsitzung des Gemeinderates 26. Juli 2022, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 23. Punkt 23 der Tagesordnung: Entwicklungskonzept für die Mitgliedschaft der Stadt Karlsruhe im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. und für die Patenschaft der Stadt Karlsruhe mit dem Nationalpark Schwarzwald Vorlage: 2022/0691 Beschluss: Der Gemeinderat befürwortet das vorgelegte Entwicklungskonzept und beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung, sobald die Haushaltslage dies ermöglicht. Aktuell stehen keine Haushaltsmittel zur Verfügung. Abstimmungsergebnis: Bei 43 Ja-Stimmen und 1 Nein-Stimme mehrheitlich zugestimmt Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 23 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit am 5. Juli 2022: Auch da können wir gleich abstimmen, und zwar ab jetzt. – Das ist eine mehrheitliche Zustimmung. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 16. August 2022