Jahresbericht 2021 des Beirates für Menschen mit Behinderungen und der Kommunalen Behindertenbeauftragten

Vorlage: 2022/0655
Art: Informationsvorlage
Datum: 13.06.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Sozial- und Jugendbehörde
Erwähnte Stadtteile: Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Rüppurr, Weiherfeld-Dammerstock

Beratungen

  • Sozialausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 14.07.2022

    TOP: 2

    Rolle: Vorberatung

    Ergebnis: vorberaten ohne Änderungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 26.07.2022

    TOP: 14

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Anlage Bericht 2021
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Sozial- und Jugendbehörde Jahresbericht 2021 des Beirates für Menschen mit Behinderungen und der Kommunalen Behindertenbeauftragten Anlage SozA 14.7.2022, TOP 2 2 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Inhaltsverzeichnis Jahresbericht des Beirates für Menschen mit Behinderungen ....................................................... 5 Digital und in Präsenz – Der Beirat für Menschen mit Behinderungen setzt seine Arbeit fort .................. 5 Herr Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zu Gast im Beirat für Menschen mit Behinderungen ............. 5 Vorstellung Mariana Schlindwein, Sozialplanung Sozial- und Jugendbehörde ......................................... 6 Weiterentwicklung der Web App „Karlsruhe barrierefrei“...................................................................... 6 Neu: Video über den BMB in Gebärdensprache mit Untertiteln und Ton ................................................ 7 Besichtigung der Haltestelle Marktplatz/Pyramide ................................................................................. 7 Aktivitäten der AG Barrierefreiheit und Wohnen 2021 .......................................................................... 8 Zukunftswerkstatt Soziale Quartiersentwicklung ................................................................................... 8 Ideen für den Ausbau von barrierefreien Wohnungen ............................................................................ 8 Neue Kooperation zum Thema Wohnen ................................................................................................ 9 Barrierefreiheit REHAB Karlsruhe .......................................................................................................... 9 Jährlicher Runder-Tisch-Inklusion im Stadtteil Karlsruhe-Grötzingen ...................................................... 9 Beteiligung des Beirates in städtischen Ausschüssen und in anderen Gremien ...................... 10 Aus dem Jugendhilfeausschuss ........................................................................................................... 10 Aus dem Planungsausschuss: ............................................................................................................. 10 Aus dem Sozialausschuss ................................................................................................................... 11 Aus dem Fahrgastbeirat des KVV ........................................................................................................ 14 Forum Ehrenamt ................................................................................................................................ 14 Online-Jahresgespräch mit dem Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) am 12. Januar ......... 15 Barrierefreiheit in Neubauten der Karlsruher Kliniken .......................................................................... 15 Begehung Neubau Haus M am 23. April 2021 .................................................................................... 15 Begehung Neubau ViDia-Kliniken am 21. Juli 2021 ............................................................................ 16 Mobilität und Barrierefreiheit in Karlsruhe ............................................................................. 17 Zusammenarbeit mit der KASIG und den VBK ..................................................................................... 17 Verbesserung von Mobilität und Aufenthaltsqualität in Karlsruhe: Die Projekte BYPAD-Verfahren und ÖRMI ........................................................................................... 19 E-Scooter im Stadtbild sorgen weiterhin für starke Unsicherheit und Einschränkung der Mobilität von Menschen mit Behinderungen .......................................................... 19 Barrierefreier Ausbau der Turmbergbahn ............................................................................................ 20 Weitere Aspekte der Barrierefreiheit ....................................................................................... 21 Begleitung der Maßnahmen zur Barrierefreiheit beim KSC-Stadionneubau ........................................... 21 Einweihung Rollischaukel ................................................................................................................... 21 Weitere Aktivitäten des Beirats für Menschen mit Behinderungen ....................................................... 22 Schlussworte ............................................................................................................................ 23 Besondere Danksagung ...................................................................................................................... 24 Sozial- und Jugendbehörde | 3 Jahresbericht der Kommunalen Behindertenbeauftragten .......................................................... 25 Die Pandemie bestimmt weiterhin die Arbeitsabläufe ............................................................ 25 Persönliche Beratungen ........................................................................................................... 25 Leichte Sprache – Einheitliche Piktogramme in der Stadt Karlsruhe ....................................... 26 Inklusionspreis der Stadt Karlsruhe ......................................................................................... 27 Einbindung in laufende Prozesse und Projekte in der Stadt Karlsruhe .................................... 28 Gendergerechte Sprache in der Stadtverwaltung ................................................................................. 28 ÖRMI – Öffentlicher Raum und Mobilität in der Innenstadt ................................................................. 28 BYPAD-Verfahren für ein neues Fuß- und Radverkehrskonzept ............................................................ 28 Weiterentwicklung App „Karlsruhe barrierefrei“ ................................................................................. 28 Netzwerke und Gremien........................................................................................................... 28 Barrierefrei bauen und wohnen ............................................................................................... 29 Beratung zur Umsetzung von Barrierefreiheit ...................................................................................... 29 Große Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum in der Stadt ............................................................. 30 Öffentlicher Personennahverkehr ............................................................................................ 30 Verlängerung Turmbergbahn .............................................................................................................. 30 VBK-Routine ...................................................................................................................................... 30 Anhörungen zu Planfeststellungsverfahren .......................................................................................... 31 Barrierefreie Gestaltung der U-Bahn ................................................................................................... 31 Zusammenarbeit mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen ....................................... 31 4 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Sozial- und Jugendbehörde | 5 Jahresbericht des Beirates für Menschen mit Behinderungen Digital und in Präsenz – Der Beirat für Menschen mit Behinderungen setzt seine Arbeit fort Im Jahr 2021 fanden fünf Sitzungen des Beirates für Menschen mit Behinderungen (BMB) statt. Die Sitzungen im Februar und im Dezember mussten corona-bedingt digital durchgeführt werden. Die Videokonferenzplattform Alfaview ist für blinde und sehbehinderte Menschen teilweise nicht barrierefrei. Dies führte dazu, dass die beiden Vertreterinnen dieser Personengruppe Frau von Malottki und Frau Dr. Wagner nur unter Schwierigkeiten beziehungsweise gar nicht an den digitalen Sitzungen teilnehmen konnten. Der Vorstand und die Kommunale Behindertenbeauftragte bemühen sich in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe und der Firma Alfaview um eine Lösung. Mit großem Engagement diskutierten die Beiratsmitglieder sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen die vielfältigen Aspekte der Barrierefreiheit und Inklusion in Karlsruhe. Viele Mitglieder vertraten gemeinsam mit dem Vorstand und der Kommunalen Behindertenbeauftragten Frau Wernert die Anliegen von Menschen mit Behinderungen in städtischen Gremien und Projekten. Dabei nahmen sie an zahlreichen Vor-Ort-Terminen und Gesprächen in digitalen Formaten teil. So konnten bestehende Kooperationen fortgeführt und neue begonnen werden. Herr Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zu Gast im Beirat für Menschen mit Behinderungen Am 21. Mai folgte der Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup einer Einladung des Beirates für Menschen mit Behinderungen. Nachstehende Themen wurden besprochen: ▪ mehr bezahlbaren barrierefreien/rollstuhlgerechten Wohnraum und inklusive Wohnformen schaffen ▪ E-Scooter als Hindernis auf Gehwegen für behinderte Menschen und mögliche Abstellregelungen ▪ geschlossene öffentliche Toiletten der WALL AG während des Corona-Lockdowns ▪ Wunsch des Beirates nach Erweiterung der Genehmigung der Einfahrt von Fahrdiensten und Taxis in die Kaiserstraße für mobilitätseingeschränkte Personen; Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe durch direkten Transport zu Einkaufsläden und zu gastronomischen Anbietern ▪ Digitalisierung von Verwaltung und diversen Einrichtungen: Anmeldeverfahren zu Veranstaltungen, Terminvereinbarungen mit Behörden oder Antragsformulare sind oft nicht barrierefrei für blinde und sehbehinderte Menschen sowie Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Es besteht von Seiten des BMB die Forderung, parallel telefonische Informations- und Anmeldemöglichkeiten beizubehalten ▪ Barrierefreiheit und Inklusion in den Schulen; Problematik der Schulbegleitungen 6 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte ▪ IQ-Leitprojekt Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt – Beteiligungsformen für Menschen mit Behinderungen – Einbindung des BMB ▪ Stand der Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen in Behörden und Betrieben der Stadt Karlsruhe ▪ Berücksichtigung der Belange von Schwerhörigen und Nichthörenden bei Neubauten, beispielsweise Bildschirme zur Übertragung von Ansagen oder gesprochenen Texten im KSC-Stadion und im Staatstheater Der Oberbürgermeister sagte die Prüfung unserer Anliegen und weitere Kooperation zu und regte einen jährlichen Austausch mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen an. Vorstellung Mariana Schlindwein, Sozialplanung Sozial- und Jugendbehörde In der Sitzung am 23. Juli stellte sich Frau Schlindwein im BMB vor. Sie ist seit April 2021 als Sozialplanerin tätig. Vorher hat sie unter anderem zwei Jahre in der Hilfeplanung im Rahmen der Eingliederungshilfe gearbeitet. Ihre Hauptaufgabe ist, vorhandene Angebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln, um Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sicherzustellen. Welche Angebote für Inklusion und Teilhabe gibt es bereits und wo muss nachgebessert werden? Ziel ist eine integrierte Sozialplanung mit anderen Zielgruppen, beispielsweise Angebote in Bürgerhäusern, in den Stadtteilen, in Vereinen. Weiterentwicklung der Web App „Karlsruhe barrierefrei“ Ebenfalls in der Sitzung am 23. Juli stellte Herr Marcus Albert vom Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe die webbasierte App „Karlsruhe barrierefrei“ vor, die über einen Internet-Browser aufgerufen werden kann. Das Ziel der Web App wurde 2014 formuliert: Informationen über die Barrierefreiheit von öffentlich zugänglichen Gebäuden und weiteren Einrichtungen in Karlsruhe bereit zu stellen. Gemäß einer Liste vom BMB vermaß die Vermessungsabteilung des Liegenschaftsamtes 2015 rund 163 Einrichtungen aufwendig und pflegte die umfangreichen Informationen zur Barrierefreiheit von 447 Zielen in einer Datenbank ein. Hinzu kommen hunderte von interessanten Zielen (sogenannte POIs) aus dem Webstadtplan von Karlsruhe. Seit 2018 ist die Web App auch für seheingeschränkte Menschen mit Screen Readern teilweise nutzbar. Problem ist, dass im Liegenschaftsamt keine Kapazitäten vorhanden sind, um die Informationen zu erweitern beziehungsweise zu aktualisieren. Deshalb hat die Stadt Karlsruhe beschlossen, eine Kooperation mit dem Berliner Verein Sozialhelden einzugehen. Die Karlsruher Daten werden dann in die Datenbank (accessibility.cloud) der Wheelmap integriert. Die Wheelmap ist ein Internet-Angebot über Barrierefreiheit für ganz Deutschland. Die Daten werden von vielen Nutzerinnen und Nutzern eingetragen. In Karlsruhe sollen Freiwillige aus Vereinen oder Schulklassen dafür gewonnen werden, die Daten zur Barrierefreiheit zu recherchieren und zu pflegen. Internet: www.karlsruhe.de/barrierefrei In der anschließenden Diskussion machte Frau von Malottki darauf aufmerksam, dass die Web App für Blinde unkomfortabel und nicht wirklich barrierefrei nutzbar ist. In Absprache mit Frau Dr. Wagner und Frau Wernert nahm sie Kontakt zu Frau Huber auf, der Beauftragten für Digitalisierung des Badischen Blinden- und Sehbehindertenvereines (BBSV). In mehreren Videokonferenzen mit Herrn Albert und mit der Firma BARAL, welche die Barrierefreiheit der Web App für die Stadt Karlsruhe umsetzte, wurden die konkreten Probleme aufgezeigt. Dabei Sozial- und Jugendbehörde | 7 stellte sich heraus, dass die Ursache in der von der Stadt Karlsruhe genutzten Plattform „Portal for ArcGIS“ der Firma Esri liegt. Mit Unterstützung von Herr Albert wird weiterhin an einer Lösung gearbeitet. Neu: Video über den BMB in Gebärdensprache mit Untertiteln und Ton Bereits 2019 hatte die damalige BMB-Vorsitzende Josefine Schelenz die Produktion eines Videos in Gebärdensprache zum Beirat für Menschen mit Behinderungen angeregt. Nun konnte es endlich realisiert werden. Inhaltlich und textlich vom Beiratsvorstand vorbereitet wurde es von der Gebärdensprachdolmetscherin Frau Dr. Daniela Happ produziert. Es ist momentan zu finden auf: youtu.be/EgPDtYIWFmg Wir freuen uns auf Rückmeldungen zum Video. Besichtigung der Haltestelle Marktplatz/Pyramide Zum Abschluss des Jahres erhielten die Beiratsmitglieder am 26. November die Möglichkeit, die neue U-Bahn-Haltestelle Marktplatz/Pyramide anzuschauen. In Begleitung von Herrn Spitzer und Frau Petzold vom KVV erkundeten zahlreiche Teilnehmende die Haltestelle unter dem Aspekt der Barrierefreiheit. Grundsätzlich stieß der freundlich und hell gestaltete Stadtbahntunnel auf positive Resonanz. Die neue barrierefreie Toilette wurde ebenfalls begrüßt. Doch wurde auch Kritik geäußert: zu wenige Sitzgelegenheiten auf den Bahnsteigen vorhanden, für Rollstuhlnutzerinnen und Rollstuhlnutzer ist teilweise ein Verlassen der Aufzüge nur rückwärts möglich – dies wurde inzwischen durch die Anbringung von Spiegeln in den Fahrstühlen verbessert. Es fehlen akustische Ansagen von einfahrenden Bahnen auf den Bahnsteigen – diese sollen im ersten Quartal 2022 kommen, die an den Wänden angebrachten Informationen zu den einzelnen Straßenbahnlinien führen bei Menschen mit kognitiven Einschränkungen eher zu Verwirrung und können von Menschen mit Sehbeeinträchtigung nicht wirklich gelesen werden, da diese wichtigen Informationen zu weit oben stehen. Wir werden diese Punkte in 2022 mit den Verkehrsbetrieben besprechen. Abbildung 1: Beiratsmitglieder in der U-Bahn-Haltestelle Abbildung 2: Mangelhafte Sitzmöglichkeiten Abbildung 3: BMB im Gespräch mit der KVV 8 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Aktivitäten der AG Barrierefreiheit und Wohnen 2021 Bedingt durch die Corona-Pandemie fanden die Treffen der AG Barrierefreiheit und Wohnen online statt. Ergänzend konnten einige AG-Mitglieder an Begehungen und Vor-Ort-Treffen teilnehmen. Zukunftswerkstatt Soziale Quartiersentwicklung Frau Karin Breunig, Frau Dr. Ulrike Schneider und Herr Sven Schipper beteiligten sich an der Online Zukunftswerkstatt Soziale Quartiersentwicklung am 26. Februar. Es wurden viele Ideen von vielen Beteiligten (Vereine, Ämter, Verbände, etc.) gesammelt. Die Zukunftswerkstätten bilden den Auftakt zu einer weiteren etwa einjährigen Arbeitsphase. In dieser werden das Amt für Stadtentwicklung und die Sozial- und Jugendbehörde verschiedene Akteurinnen und Akteure beteiligen. Der Fokus wird auf der zukünftigen Förderung der Bausteine Bürgerzentren, Seniorenarbeit und Quartiersarbeit als Soziale Arbeit im Quartier durch die Stadt Karlsruhe sein. Wir werden weiter dranbleiben. Ideen für den Ausbau von barrierefreien Wohnungen Im Juni fand eine Videokonferenz der AG Barrierefreiheit und Wohnen statt und wir diskutierten Verbesserungsvorschläge in punkto: Was benötigt ein Mensch mit Behinderung, wie kann man alles deutlich und verständlich weitergeben. Wir erarbeiteten nach unseren Vorstellungen eine Skizze, die bei Bedarf vom BMB für unterschiedliche Informationen verwendet werden kann. An zwei Terminen traf sich die AG-Inklusives Wohnen in Karlsruhe, bestehend aus Frau Wernert, Frau Dr. Schneider und Frau Breunig und zwei Vertreterinnen der Volkswohnung. Geladen hatte Frau Mariana Schlindwein, Sozial- und Jugendbehörde der Stadt Karlsruhe. Es wurde seitens des Beirates eine Checkliste für Bauträger/Architekten auf Grundlage der DIN 18040 und der KVJS Checkliste Werkstatt Wohnen fachlich zusammengefasst und grafisch aufgearbeitet. Die Liste dient nun als Vorlage für den Abschlussbericht der AG, der voraussichtlich im Herbst 2022 dem Gemeinderat vorgelegt wird. Das Ziel soll eine Form von Leitfaden sein, der neben mobilitätseingeschränkten Menschen auch gehörlose, psychisch Erkrankte oder sehbeeinträchtigte Menschen beim Bau von barrierefreien Wohnungen in Karlsruhe mitberücksichtigt. Sozial- und Jugendbehörde | 9 Neue Kooperation zum Thema Wohnen Im September trafen wir uns zu einer Stadtteilbegehung mit dem Seniorenbüro und der Wohnwerkstatt Karlsruhe zur „Stadtteilerkundung zu Baugebieten in Rüppurr und Dammerstock“. Hier soll auf dem Areal des ehemaligen Rüppurer Schlosses (zum Teil Parkplatzgelände) eine neue Wohnbebauung der Stadt entstehen. Geplant ist auch die Berücksichtigung der Menschen mit Behinderungen mit ihren unterschiedlichsten Bedürfnissen. Die Vertreter der AG Frau Breunig und Frau Dr. Schneider werden an dem Thema dranbleiben und weiter berichten. Karin Breunig hat am 2. Dezember an einer Online-Veranstaltung der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) zum Thema inklusives Wohnen teilgenommen. Es gibt viele Akteure in diesem Bereich in Karlsruhe. Diese sollten an einen Tisch gebracht werden, damit man voneinander profitieren kann. Insbesondere die Nachfrage nach inklusiven Wohnmöglichkeiten für junge Menschen mit Behinderungen ist groß. Barrierefreiheit REHAB Karlsruhe Am 26. Oktober fand in der Messe Karlsruhe der 1. REHAB-Workshop statt, an dem Karin Breunig mit Frau Wernert zusammen teilnahmen. Die Messe Karlsruhe möchte besser werden und freut sich über eine Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. Die REHAB plant im Jahr 2022 eine Erweiterung um eine Halle und es wird mehreren Ausstellern die Möglichkeit gegeben, sich vor- und darzustellen. Jährlicher Runder-Tisch-Inklusion im Stadtteil Karlsruhe-Grötzingen Neben der Ortsvorsteherin Karen Eßrich, dem Sozialausschuss des Grötzinger Ortschaftsrates, Herrn Kress als ortskundigen Vertreter der VdK, Frau Bicha von der Physiotherapie mit Bobath 10 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Therapie für Kinder mit besonderen Fähigkeiten sowie einigen engagierten Bürgerinnen und Bürgern nahmen die Vertreterinnen des Beirates Frau Dr. Ulrike Schneider und Frau Karin Breunig an dem Treffen teil. Lobend zu erwähnen ist der teilweise barrierefreie Ausbau des Kulturdenkmals Historische Ölmühle, das in 2021 feierlich eingeweiht wurde. Vorgestellt wurden die noch bevorstehenden Aufgaben des Quartiers mit der Sanierung des Ortskernes – der Zeitpunkt dafür steht noch nicht fest. Bei der Planung wird besonders auf die Auswahl eines Belags geachtet, der kontrastreich und erschütterungsarm und für Rollstühle gut befahrbar ist. Weitere Projekte, die schon 2020 in Planung waren, werden hoffentlich bald umgesetzt werden können. Angesprochen wurden: behindertengerechte öffentliche Toilette in der Schulturnhalle, der barrierefreie Zugang Galerie Kunstfachwerk N6, der barrierefreie Ausbau Bushaltestelle Grötzingen Nord. Beteiligung des Beirates in städtischen Ausschüssen und in anderen Gremien Die Vertreterinnen und Vertreter des Beirates für Menschen mit Behinderungen brachten die Anliegen und Interessen von behinderten Menschen auch im Jahr 2021 in den Sitzungen der städtischen Ausschüsse und anderer Gremien zu Gehör. Aus dem Jugendhilfeausschuss Frau Manuela Grimm vertritt den Behindertenbeirat im Jugendhilfeausschuss. Die Sitzungen des Jugendhilfeausschusses fanden am 17. März 2021, 21. Juli 2021 und 1. Dezember 2021 statt. Zusätzlich gab es am 27. April 2021 ein digitales Fachgespräch mit dem Thema: „Das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz – wirklich die große Lösung für alle Kinder und Jugendlichen?“. Dieses neue Gesetz reformiert die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche (SGB IX). Teilhabe soll ermöglicht werden, und eine Zusammenführung der Zuständigkeiten für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen unter dem Dach der Kinder- und Jugendhilfe stattfinden. Grundlage für die Gestaltung dieser inklusiven Kinder- und Jugendhilfe ist ein verbindlicher und strukturierter Stufenplan zur Zusammenführung der Zuständigkeiten. Weitere Themen wurden im Berichtsjahr 2021 umfassend durch den Jugendhilfeausschuss beraten und beschlossen. Diese haben den Beirat für Menschen mit Behinderungen jedoch nicht direkt betroffen. Aus dem Planungsausschuss: Der Planungsausschuss der Stadt Karlsruhe hat 2021 elf Mal getagt. Durch Beachtung der Kontakteinschränkungen aufgrund der pandemischen Lage auch in Karlsruhe konnte die Vertreterin des Beirates, Frau Dr. Ulrike Schneider nur bei einem Teil der Sitzungen teilnehmen. Als beschließender Ausschuss ist der Planungsausschuss zuständig für die Aufstellung von Bebauungsplänen, für die Angelegenheiten der Stadtplanung einschließlich Verkehrsplanung. Die meisten Themen werden in nicht öffentlichen Sitzungen behandelt. Es werden viele Angelegenheiten diskutiert, die auch am Rande uns Menschen mit Behinderungen betreffen. Vor allem die Neugestaltung des öffentlichen Raums der Stadt ist Sozial- und Jugendbehörde | 11 hier zu nennen, die auch Grundlage vieler Diskussionen unter den Fraktionen war. Neue Verkehrsplanung im Zuge des U-Bahn-Baus, der Wohnungsbau und das städtebauliche Entwicklungskonzept waren 2021 wichtige Themen. Frau Dr. Ulrike Schneider sichtet vor jeder Sitzung die versandten pdf-Unterlagen und bespricht offene Fragen/Top Punkte direkt mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Karlsruhe Frau Wernert. Die sehr gute Zusammenarbeit beider klärt oft den Sachverhalt und gemeinsam können so die Planungsthemen der Stadt recht gut im Blick behalten werden. Direkte Fragen der Ausschussmitglieder an den Beirat beziehungsweise die Vertreterin wurden auch dieses Jahr nicht gestellt. Aus dem Sozialausschuss Frau Dr. Elke Wagner vertritt den Beirat für Menschen mit Behinderung im Sozialausschuss, ihr Stellvertreter ist Herr Sven Schipper. Die Sitzungen des Sozialausschusses fanden am 3. März 2021, 17. Juni 2021, 6. Oktober 2021 und am 1. Dezember 2021 (Haushaltsberatungen) statt. Folgende Themenpunkte aus den Sitzungen waren für die Arbeit des Beirates relevant: 3. März 2021 1. Vorstellung des Jahresberichts 2019/2022 der Informations-, Beratungs-, und Beschwerdestelle Psychiatrie (IBB) Ziel der IBB ist die Vermittlung zwischen den Anliegen der Psychiatrie-Erfahrenen, den Angehörigen und den psychiatrischen Einrichtungen, um hier ein ausgeglichenes Miteinander erreichen zu können. Seit 2019 hat die IBB ein eigenes Büro in der Zentrale des Diakonischen Werkes. Organisatorisch ist die IBB weiterhin der Koordinatorin für Psychiatrie der Sozial- und Jugendbehörde zugeordnet. Seit Gründung ist die IBB ordentliches Mitglied im Gemeindepsychiatrischen Verbund (GPV). Hierüber wurde in früheren Beiratssitzungen bereits öfter informiert. Themen im Berichtszeitraum wie zum Beispiel Beschwerden gegenüber Kliniken oder anderen Einrichtungen wurden erläutert sowie Inhalte in Bezug auf die Beratung von Angehörigen und Betroffenen. Die Schwerpunkte der Anliegen lagen im Bereich der therapeutischen Maßnahmen sowie im unbefriedigenden Umgang mit den Erkrankten und insbesondere mit den Angehörigen. Der Sozialausschuss hat den vorgelegten Bericht zur Kenntnis genommen und den Mitgliedern für ihr Engagement gedankt. 2. Neuwahl der Mitglieder der IBB Alle zwei Jahre werden die Mitglieder neu gewählt. Im Sozialausschuss wurde eine Vorschlagsliste von der Koordinierungsgruppe des GPV vorgestellt. Neun bisherige und ein neues Mitglied sollen nach Vorberatung im Sozialausschuss von den Mitgliedern des Gemeinderates per Offenlage in ihr Amt berufen werden. 3. Gehörlosenzentrum Karlsruhe Beirat Über die Zukunft des Gehörlosenzentrums und mit Unterstützung der Stadt Karlsruhe wurde bereits in einer Sitzung im Herbst 2019 informiert. Inhalt des Beschlusses war die Bildung eines Beirates des Gehörlosensportvereins (GSV) e. V., der über die Arbeit des GSV informiert wird, den Verein begleitet und berät. Der Beirat soll aus dem Feld der Gehörlosen sowie weiteren fachkundigen Mitgliedern bestehen. Des Weiteren sollte ein Mitglied der Stadt 12 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Karlsruhe in den Beirat entsandt werden. Die Verwaltung hat die unabhängige Behindertenbeauftragte Frau Ulrike Wernert als Vertreterin der Stadt vorgeschlagen. Der Sozialausschuss stimmt der Besetzung von Frau Wernert in den Beirat des Gehörlosenzentrums zu. 17.06.2021 1. Jahresbericht 2020 des Beirates für Menschen mit Behinderungen Es wurden 4 Themen aus dem Bericht schwerpunktmäßig vorgestellt: Corona und Menschen mit Behinderung, Digitalisierung und Barrierefreiheit, E-Scooter und Einfahrt in die Kaiserstraße zu Teilhabezwecken. 2. Soziale Quartiersentwicklung Hierzu gab es im Vorfeld eine digitale Konferenz, in der das Konzept vorgestellt wurde. Inhalte wurden in der Sitzung diskutiert. 3. Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Kurzzeitpflege Im Februar 2021 gab es eine Videokonferenz, um Maßnahmen und Ideen zur Verbesserung der Versorgungssituation in der Kurzzeitpflege zu diskutieren. Ziel war es, gemeinsame Handlungsmöglichkeiten für eine Verbesserung des Kurzzeitpflegeangebots in Karlsruhe aufzuzeigen und zu bewerten. Auch sollte geklärt werden, welche Maßnahmen Träger von Pflegeeinrichtungen motivieren, Plätze auszubauen, um festzustellen wie kommunales Handeln hier unterstützen kann. Aktuell gibt es fünf Einrichtungen mit 21 buchbaren Kurzzeitpflegeplätzen. Kurzfristig ist eine Verbesserung nur durch kleine Lösungen erzielbar. Mittelfristig kann nur durch eine veränderte Kommunikationsstruktur und Vermittlungsstruktur (gemeinsame Nutzung einer einheitlichen Vermittlungsplattform) unter Einbezug aller Leistungserbringer die Versorgungssituation verbessert werden. Der Handlungsspielraum bei der Landesheimbauverordnung muss überdacht werden. Eine dauerhafte gute Lösung in der Kurzzeitpflege ist aber nur durch die Erhöhung von Pflegeplätzen, die Gewinnung von Fachpersonal und durch eine Verbesserung in der Finanzierung möglich. Der Sozialausschuss hat dies eingehend diskutiert und die schriftliche Vorlage zur Kenntnis genommen. 4. Kurzzeitpflegeplätze für Kinder mit Behinderungen und oder chronischen Krankheiten Inhaltlich ging es hier um eine Abfrage der Verwaltung an die entsprechenden Träger, um den Bedarf an Kurzzeitpflegeplätzen für Kinder mit Behinderungen und / oder chronischen Krankheiten festzustellen. Folgende Themen wurden abgefragt: Anzahl und Auslastung der Plätze, Wartelisten und Wartezeiten, differenzierte Belegung aus Stadt- und Landkreis sowie der Vergleich der Zahlen vor und nach Corona. Grundsätzlich sind die Ergebnisse aus der Befragung unvollständig, da nur Zahlen aus der Eingliederungshilfe vorliegen und nicht aus der Pflegekasse. Dies gilt auch für die Bedarfsanfrage bei den Familien. Hier bedarf es weiterer Nachfragen, um verlässlichere Zahlen zu bekommen. Es wurde ebenfalls ein Vergleich mit anderen Städten wie Stuttgart oder Heidelberg vorgestellt. Der Sozialausschuss hat dies eingehend diskutiert und die schriftliche Vorlage zur Kenntnis genommen. Sobald neue Zahlen und Erkenntnisse vorliegen, wird dies im Ausschuss wieder vorgestellt. Sozial- und Jugendbehörde | 13 06.10.2021 1. Herausforderungen in der sozialen Unterstützungsstruktur während und nach Corona In einem schriftlichen Bericht wurde das Thema Digitalisierung klar erkannt und auch die Notwendigkeit einer telefonischen Erreichbarkeit sowie ein barrierefreier digitaler Zugang zu Informationen. Es wurde Bezug genommen auf unseren Beitrag im Jahresbericht des BMB 2. Gesamtkonzept sozialer Arbeitsmarkt Es wurde ein ausführlicher Bericht zum Thema: Langzeitarbeitslose in Karlsruhe mit mehr als zehn Jahren vorgestellt. Die Gruppe der schwerbehinderten Erwerbstätigen, die länger als vier Jahre arbeitslos sind, lag im Jahresdurchschnitt 2021 bei etwa zehn Prozent. Es handelt sich hierbei nur um die schwerbehinderten Erwerbstätigen, die tatsächlich auch in der Statistik als schwerbehindert ausgewiesen sind – also einen Schwerbehindertenausweis besitzen – die Dunkelziffer ist sicherlich eine andere. Arbeitsplätze bei der Stadt Karlsruhe für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen: Inklusion junger Menschen mit geistiger Behinderung – 2018 wurden drei junge Menschen mit geistiger Behinderung eingestellt im Jugendhaus, einer Kindertagesstätte und einer Poststelle. 3. Projektpräsentation Karlsruhe barrierefrei Herr Albert hat das Projekt vorgestellt, aber leider nicht zu Ende bringen können. Er wurde in der Sitzung unterbrochen. Dem BMB wurde das Projekt bereits in einer Beiratssitzung vorgestellt. Darüber hinaus wurden im Sozialausschuss viele weitere Themen umfassend diskutiert und beraten. Diese waren aber für die Arbeit des Beirates für Menschen mit Behinderungen nicht direkt relevant. 14 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Aus dem Fahrgastbeirat des KVV Frau Andrea Bröker vertritt den Behindertenbeirat im Fahrgastbeirat. Die Sitzungen des Fahrgastbeirates fanden 2021 alle zwei Monate statt als Online-Meetings. Anlass zur Bearbeitung der vielfältigen Themen sind Fahrgastzuschriften, Reklamationsstatistiken und persönliche Erfahrungen der FGB-Mitglieder. Als beratendes Gremium bittet der KVV oder eines der Verkehrsunternehmen um die Meinung des FGB, wobei auch immer wieder die Belange mobilitätseingeschränkter Fahrgäste im Fokus stehen. Dabei werden Fragen zum Sachstand erarbeitet zur Weiterleitung an Experten und Fachinformationen eingeholt im Rahmen von Expertengesprächen, Impulsvorträgen, Veranstaltungen von Fachorganisationen und Vor-Ort-Besichtigungen, zum Beispiel die Begehung des Straßenbahntunnels kurz vor dessen Inbetriebnahme. Forum Ehrenamt Frau Ute Warnken vertritt den Beirat für Menschen mit Behinderungen im Forum Ehrenamt. Sitzung vom 6. Juli 2021 Vorstellung von Vereinsfinder ▪ Webseite für Vereine Ausbildung zum Bürgermentor ▪ www.ka-digital.de ▪ Internet-Schulungen für Senioren ▪ Digitale (r) Paten Zuordnung zu einer Sparte ▪ Jugend zu Stadtjugendausschuss ▪ Öffentliche Sitzung in Zukunft Wertschätzung des Ehrenamtes ▪ Eingebracht von städtischer Seite (Fraktionen) ▪ 27. Juli 2021 Einbringung im Gemeinderat Marktplatz Ehrenamt ▪ 3500 Besucher im Internet ▪ (Präsenz im Internet, Plattform) Sozial- und Jugendbehörde | 15 Social Day – Unternehmen stellen zum Beispiel einen halben freien Tag zur Verfügung ▪ Neue Seitengestaltung ▪ Meinen Verein im Internet finden Sitzung vom 16.11.2021 Vortrag über Bürokratie-Abbau Vorstellung Arbeit Ordnungsamt beziehungsweise Bürgeramt Stadtjugendausschuss ▪ Vorstellung Jugendkonferenz Online-Jahresgespräch mit dem Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) am 12. Januar Die Kommunale Behindertenbeauftragte Frau Wernert und die BMB-Vorstandsmitglieder (Herr Budnik, Frau von Malottki, Herr Schipper) besprachen mit der Amtsleiterin Frau Sick und mit Herrn Kessel (zuständig für Planung und Barrierefreiheit) diese Themen: ▪ Die barrierefreien öffentlichen Toiletten der Firma Wall AG sind häufig defekt. Wie kann man Abhilfe schaffen? Eine Liste der vorhandenen und der geplanten öffentlichen Toiletten wurde dem Beirat zur Verfügung gestellt. ▪ Die Anbringung von deutlichen visuellen Markierungen der Stufen an der Rathaustreppe und die Anbringung von Geländern. Wurde inzwischen realisiert. ▪ Das Gespräch fand in einer freundlichen Atmosphäre statt. Barrierefreiheit in Neubauten der Karlsruher Kliniken Bereits im letztjährigen Jahresbericht wurde über die Probleme mit der Barrierefreiheit im Neubau Haus M des Städtischen Klinikums berichtet. Nach Fertigstellung des Neubaus erhielt der BMB die Gelegenheit, nochmals Haus M zu besichtigen. Außerdem wurde der Neubau der ViDia-Kliniken im Hinblick auf die Barrierefreiheit angeschaut. Begehung Neubau Haus M am 23. April 2021 Der Neubau ist fertig gestellt. Derzeit wird ein Konzept entwickelt für ein Blindenleitsystem auf dem gesamten Klinikgelände. Die Finanzierung ist noch nicht geklärt. In den Bädern zu den weitgehend barrierefreien Patientenzimmern wurde die Barrierefreiheit nach den Anregungen des Beirates aus dem Vorjahr umgesetzt. Kleinere Verbesserungsvorschläge werden noch realisiert. Eine vorherige Anmeldung für den Bedarf eines „Rolli-Zimmers“ ist wichtig. Denn es gibt nur vier von diesen Zimmern im Haus M. 16 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Abbildung 4: Beiratsmitglieder am Empfang des Hauses M des Städtischen Klinikums Begehung Neubau ViDia-Kliniken am 21. Juli 2021 Von Seiten des Beirates nahmen Artur Budnik, Karin Breunig, Meftune Ippolito und Beate von Malottki an der Begehung teil. Der Architekt Herr Schreiter zeigte uns insbesondere die ortho- geriatrische Station im 5. Stock des Neubaus, in der Menschen mit dauerhaften oder vorübergehenden Mobilitätseinschränkungen willkommen sind. Hier sind 13 Doppelzimmer (etwa 23 Quadratmeter groß) rollstuhlgerecht gebaut und eingerichtet. Im Zimmer befinden sich ein unterfahrbarer, an der Wand befestigter Tisch ohne Tischbeine und ein herausziehbarer Schrank. Die Badezimmer sind großzügig dimensioniert und mit barrierefreiem Waschbecken und WC sowie einer ebenerdigen Dusche mit klappbarem Duschstuhl ausgestattet. Zugesagte notwendige Nachbesserungen sind: Armaturen mit längerem Hebel, Querstange an der Badtür. Ein besonderes Angebot auf dieser Station sind zwei Patientenzimmer für demente Menschen. Diese verfügen zum Beispiel über eine sich automatisch einschaltende Beleuchtung im Badezimmer, die auch bei längerem Aufenthalt nicht ausgeht. Und es gibt Bodenmatten vor den Betten, die mittels Sensoren einen Alarm auslösen, falls eine Person aus dem Bett fällt. Die Behindertentoiletten im Neubau sind ebenfalls rollstuhlgerecht gestaltet. Die „gewöhnlichen“ Patientenzimmer der übrigen Stationen sind barrierefreundlich gebaut und entsprechen dem Standard der vier nachgebesserten, barrierefreien Einzelzimmer im Neubau Haus M des Städtischen Klinikums. Die Aufzüge sind mit einem Quertableau barrierefrei bedienbar; eine Sprachausgabe ist eingebaut. Für seheingeschränkte Menschen führt ein Blindenleitsystem vom Außenaufzug zum Haupteingang des Neubaus. Ein weiteres Blindenleitsystem zur Infotheke, zum Aufzug und zu den Treppen im Eingangsbereich wurde zugesagt, ist aber bisher nicht vorhanden. An der Infotheke ist ein unterfahrbares, für Rollstuhlnutzerinnen und Rollstuhlnutzer geeignetes Schreibbrett vorhanden. Es wurde von uns angeregt, die Zimmernummern (fünf bis sechs Zentimeter groß, schwarz auf weiß) zum Tasten als positives Relief zu gestalten. Fazit: Im Vergleich zum Neubau des Haus M wurde im Neubau der ViDia-Kliniken durch den privaten Träger von Beginn an die Barrierefreiheit, insbesondere für die ortho-geriatrische Sozial- und Jugendbehörde | 17 Station konsequent durchdacht und umgesetzt. Die Anregungen von BMB-Vertreterinnen aus Gesprächen der Vorjahre wurden berücksichtigt. Wir erwarten nun die Umsetzung der zugesagten Nachbesserungen. Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit. Mobilität und Barrierefreiheit in Karlsruhe Seit der Gründung des Beirates für Menschen mit Behinderungen ist die Verbesserung der Mobilität ein zentrales Anliegen. Im Jahr 2021 standen letzte Abstimmungen zur Barrierefreiheit in den U-Bahn-Haltestellen und die nach Abschluss der Kombilösung geplante Neugestaltung der Karlsruher Innenstadt auf der Agenda. Einen großen Raum nahm erneut unsere Kritik am Umgang mit den falsch abgestellten E-Scootern ein. Und der barrierefreie Ausbau der Turmbergbahn ergänzte den Themenkomplex der barrierefreien Mobilität. Zusammenarbeit mit der KASIG und den VBK Auch im Jahr 2021 gab es viel Mailverkehr, Telefonate und Vor-Ort-Termine zur barrierefreien Gestaltung der U-Bahn-Haltestellen speziell für blinde und sehbehinderte Menschen. Wir bedanken uns sehr herzlich für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit insbesondere mit den Herren Toetz, Petkov, Wagensommer und Spitzer. Handlaufbeschriftungen zu Gehtreppen Bereits im März wurde ein Schema zur Beschriftung von Treppenhandläufen mit Blindenschrift und erhabener Profilschrift am Beispiel der Haltestelle Durlacher Tor entwickelt. Dieses wurde im Laufe des Jahres in akribischer Feinarbeit auf alle Handlaufbeschriftungen angepasst, so dass die meisten Treppenhandläufe bis Jahresende ausgestattet werden konnten. Die restlichen Beschriftungen werden im Frühjahr 2022 montiert. Abbildung 5: Große Bäder im ViDia Abbildung 6: Frau Breunig testet die unterfahrbaren Schreibtische auf den Zimmern Abbildung 7: Frau von Malottki kann einen Kleiderschrank im Zimmer herausziehen 18 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Blindenleitsystem in den Haltestellen Außerdem wurde überprüft, ob blinde Menschen mit dem Blindenleitsystem (BLS) auf den Verteilerebenen der Haltestellen gut zurechtkommen. Der Kontrast zwischen Bodenbelag und Blindenleitsystem beziehungsweise die kontrastreiche Gestaltung der Säulen in der Haltestelle Durlacher Tor wurden ebenfalls angeschaut. Im Sommer stellte sich heraus, dass in den nordwestlichen Zugängen der Haltestellen Kronenplatz und Marktplatz/Kaiserstraße kein Blindenleitsystem von der Straßenoberfläche zum Bahnsteig vorhanden war. In der ursprünglichen Planung von 2012 war es nicht vorgesehen, weil von der Verteilerebene zur Bahnsteigebene nur eine Rolltreppe führt. Und gewöhnlich wird das Blindenleitsystem zu Gehtreppen hingeführt. Zudem wurde entschieden, dass ein barrierefreier Zutritt für Sehgeschädigte zu den Bahnsteigen beider unterirdischer Haltestellen über jeweils zwei weitere Verteilerebenen und Aufzüge gewährleistet ist, und somit der Zugang über die dritte Verteilerebene nicht notwendig ist. Seit der damaligen Entscheidung hat der Gedanke der Inklusion und Teilhabe in allen Lebensbereichen eine hohe Bedeutung erhalten, so dass die Kommunale Behindertenbeauftragte gemeinsam mit Frau Dr. Wagner und Frau von Malottki in Abstimmung mit der Vertretung der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe eine Nachrüstung des BLS einforderten. In einer kurzfristigen Aktion Ende Oktober wurde knapp vor dem Eröffnungstermin des Stadtbahntunnels die Nachrüstung vollzogen! Taktile Grundrisspläne Zur besseren Orientierung für die Sehbehinderten und Blinden in den Haltestellen soll ein tastbarer Grundriss-/Reliefplan an gut erreichbaren Stellen angebracht werden. Die Firma ILIS stellte ein Reliefplanmuster zur Verfügung. Es hat eine gute haptische Qualität (Guss aus Epoxidharz). Reliefpläne werden laut der Firma ILIS überwiegend auf Pulten angebracht. Da auf den Verteilerebenen zum Teil wenig Platz für Pulte existiert und eine Wandanbringung der Pläne für das Ertasten nicht sinnvoll ist, wurde die Platzierung von Pulten auf Straßenniveau pro Haltestelle jeweils brüstungsnahe an einem der Hauptzugänge vorgeschlagen. Eine Realisierung bis zur Eröffnung des Stadtbahntunnels für die Lieferung und Montage der Reliefpläne erscheint hier nicht realistisch und wird von Seiten der Behindertenvertreter auch nicht erwartet. Beschriftung Mundhäuser Bisher sah die Beschriftung in Braille- und Pyramidenschrift nur die genaue Wiedergabe der großen Beschriftung auf der Aufzugsverglasung vor. Da die seheingeschränkten oder blinden Fahrgäste die ergänzenden Informationen innerhalb der Aufzugskabine nicht lesen beziehungsweise ertasten können oder werden, werden auf der Beschilderung zur besseren Orientierung noch ergänzende Hinweise bezüglich der Umstiege untergebracht. Wir würden zum Beispiel als Zusatz zum Richtungshinweis Hauptbahnhof (Gleis 5) in der Klammer auf die Ausstiegsebene verwiesen. Der Hinweis „EBENE minus 1“, weist darauf hin, dass man auf dieser Ebene den Aufzug auf der Verteilerebene verlassen sollte, um das Gleis 5 in Richtung Hauptbahnhof zu nehmen. Der ergänzende Richtungshinweis „EBENE minus 2“ würde bedeuten, dass Sie mit dem Aufzug bis unten zum ausgewiesenen Gleis fahren können. Im Aufzug ertönt ergänzend die Durchsage „minus 1 Verteilerebene Umstieg in andere Fahrtrichtung“. Sozial- und Jugendbehörde | 19 Infotafeln auf Bahnsteigebene oben hängend Eine Anfrage von Herr Spitzer bezüglich der Gestaltung der Infotafeln auf Bahnsteigebene (schwarzer Hintergrund und weiße Schrift oder weißer Hintergrund und schwarze Schrift) wurde von Frau Dr. Wagner geklärt. In Gesprächen mit einigen Vertretern der Menschen mit Sehbehinderung wurde ein Meinungsbild erstellt. Das Ergebnis war, dass die Infotafeln einen weißen Hintergrund mit kontrastierender schwarzer Schrift beinhalten sollen. So können gegebenenfalls die bunten Zahlen der jeweiligen Straßenbahnlinien und andere Infos (wie Zug fällt aus und so weiter) gut erkannt werden. Verbesserung von Mobilität und Aufenthaltsqualität in Karlsruhe: Die Projekte BYPAD-Verfahren und ÖRMI BYPAD heißt „Bicycle Police Audit – übersetzt etwa Überprüfung der Fahrradförderung“ und wurde 2020 in Karlsruhe auf die Fußverkehr-Förderung ausgeweitet. Am Video-Workshop am 3. Februar nahmen für den Beirat Sven Schipper und Beate von Malottki und am Abschluss- Workshop am 9. Juni Herr Schipper teil. Am Ende des zweijährigen Abstimmungsprozesses wurde das „Karlsruher Programm für aktive Mobilität“ verabschiedet und am 19. Oktober vom Gemeinderat beschlossen. Im Abschnitt „Ziele für den Fußverkehr“ wurden wichtige Maßnahmen vereinbart, die für die Verbesserung der Mobilität von Menschen mit Behinderungen relevant sind: wie beispielsweise Trennung von Fuß- und Radwegen, längere Ampelphasen, Freihalten der Gehwege von Aufstellern/Fahrrädern und so weiter. Es ist besonders erfreulich, dass das Prinzip „Barrierefreiheit als Planungsgrundsatz etablieren“ im Programm enthalten ist. Wie gestalten wir in Zukunft unsere Stadt, so dass alle miteinander gut leben? Dieses Ziel wird im IQ-Leitprojekt „Öffentlicher Raum und Mobilität“ (ÖRMI) diskutiert. Das Planungsbüro Gehl aus Kopenhagen hat die Koordination des Projekts. Am 15. September gab es ein Treffen mit dem Büro Gehl und Vertreterinnen und Vertreter des Stadtplanungsamtes, an dem Artur Budnik und Beate von Malottki teilgenommen haben. Im Rahmen eines kleinen Spaziergangs durch die Stadt Karlsruhe wurden Problemstellen und kritische Aspekte angesprochen. Am Beispiel der Erbprinzenstraße und der südlichen Waldstraße wurde gezeigt, dass für eine barrierefreie Mobilität von Menschen mit Behinderungen getrennte Bereiche für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer wichtig sind. Außerdem konnte realitätsnah demonstriert werden, dass Aufsteller, Blumenkübel oder Gastronomiebestuhlung zu einem Hindernislauf für Menschen mit Seheinschränkungen oder im Rollstuhl werden. Am digitalen ÖRMI-Expertinnen- und Expertenkolloquium „Platz für mehr“ am 11. Oktober vertraten Beate von Malottki und die Kommunale Behindertenbeauftragte Ulrike Wernert die Interessen von Bürgerinnen und Bürgern mit Behinderungen. Verschiedene Gruppen waren eingeladen, sich zu den Vorschlägen für die zukünftige Gestaltung der Innenstadt zu äußern. Ziel ist unter anderem die Entlastung der Innenstadt vom Autoverkehr. Straßen werden priorisiert (Fahrradstraßen, Straßen für Autoverkehr) und das Parkkonzept verändert. Grüne Räume und Räume für Kinder zum Spielen und zur Erholung sind eingeplant. E-Scooter im Stadtbild sorgen weiterhin für starke Unsicherheit und Einschränkung der Mobilität von Menschen mit Behinderungen Der BMB hat sich auch dieses Jahr für die klare Regelung der Parksituation von E-Scootern engagiert. Wir sind weiterhin mit der aktuellen Situation unzufrieden gewesen und haben das 20 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Gespräch mit der Presse und der Verwaltung der Stadt Karlsruhe gesucht. Eine Situation wie die durch das Free Floating (Parken wo man möchte) der E-Scooter-Verleihunternehmen darf es nicht mehr geben, da diese zu signifikanten Mobilitätseinschränkungen – nicht nur von Menschen mit Behinderungen – führt. Der BMB erwartet ein Urteil des Verwaltungsgerichts Münster zum Thema Free Floating, dieses Urteil wird Auswirkungen auf den Umgang der Kommunen mit den unübersichtlichen Parksystem der Verleihfirmen von E-Scootern haben. Am 12. April 2021 erschien in den Badischen Neusten Nachrichten ein Artikel über die Arbeit des Beirates zu dieser Thematik. Wir bleiben auch in der Zukunft an einer klaren Parkregelung für E-Scooter dran. Barrierefreier Ausbau der Turmbergbahn Die Kommunale Behindertenbeauftragte Ulrike Wernert und der BMB setzten sich im Jahr 2021 für den barrierefreien Ausbau der Turmbergbahn ein. Hierbei führten Ulrike Wernert und der Vorsitzende des BMB Artur Budnik Gespräche mit den Mitgliedern des Ortschaftsrates Durlach und später mit der Bürgerinitiative Zukunft Turmbergbahn e.V. Klar ist und bleibt: Wir sind für einen barrierefreien Ausbau der Turmbergbahn und haben uns dazu in folgender Pressemitteilung geäußert: Abbildung 8: Schlecht geparkte E-Scooter sind Stolperfalle für Geh- und Sehbehinderte in Karlsruhe (bnn.de): bnn.de/karlsruhe/karlsruhe-stadt/innenstadt/geparkte-e-scooter-stolperfalle-gehbehinderte-und- sehbehinderte-karlsruhe Sozial- und Jugendbehörde | 21 m.karlsruhe.de/news/db/meldungen/66869/inklusion_ist_nicht_verhandelbar.pdf Weitere Aspekte der Barrierefreiheit Begleitung der Maßnahmen zur Barrierefreiheit beim KSC-Stadionneubau An der abschließenden Begehung der Osttribüne am 18. Februar nahm der gesamte Vorstand und Herr Gutmann teil. Es wurde der großzügige Bereich für die Zuschauer im Rollstuhl und die Plätze mit Möglichkeit zur Audiodeskription für Menschen mit Seheinschränkungen angeschaut. Am 8. April fand eine Besichtigung des Blindenleitsystems statt. Die beiden Vertreterinnen der sehbehinderten und blinden Menschen Frau Dr. Wagner und Frau von Malottki sowie die Kommunale Behindertenbeauftragte Frau Wernert diskutierten mit dem Planungsbüro das teilweise falsch verlegte Blindenleitsystem, so dass es entsprechend der DIN-Vorgaben angepasst worden ist. Einweihung Rollischaukel Zur Einweihung der ersten Rollstuhlschaukel in Karlsruhe auf einem Spielplatz in der Nähe vom Werderplatz waren Artur Budnik und Karin Breunig eingeladen. Die Schaukel wurde auf Initiative von Carsten de la Porte (Spendenkampagne Cent hinterm Komma) aufgestellt und zum großen Teil von der Bäckerei Schmidt finanziert. Hierzu erschien ein Artikel auf durlacher.de: www.durlacher.de/start/neuigkeiten- archiv/artikel?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx _news_pi1%5Bnews%5D=14032 Abbildung 9: Platz für Rollis und deren Begleitung Abbildung 10: Artur Budnik und Beate von Malottki auf der Baustelle des Wildparkstadions Abbildung 11: Frau von Malottki im Gespräch mit dem Fanbeauftragten des KSC, Carsten de la Porte 22 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Weitere Aktivitäten des Beirats für Menschen mit Behinderungen Der BMB nimmt immer wieder an Veranstaltungen teil, zu denen dessen Vertreterinnen und Vertreter als Gäste oder als Gastrednerinnen und Gastredner eingeladen sind. Dieses Jahr konnten wir mehrfach mit Studentinnen und Studenten der Karlshochschule in Vortragsreihen zum Thema Inklusion gemeinsam diskutieren und dabei auch das Leben von Menschen mit Behinderungen einer jungen Generation nahebringen. Karen Breunig durfte uns bereits zweifach vertreten, Beate von Malottki und Artur Budnik waren an einem Gesprächsabend dabei. Das Interesse und die Resonanz von jungen Menschen erfreuten uns sehr. Wir danken Prof. Dr. Ella Roininen und ihren Studentinnen und Studenten für die fruchtbare Zusammenarbeit. Einen tollen Artikel hat eine der Studentinnen, Flora Szabo, in englischer Sprache verfasst: Voicing Disability in Everyday Life* | Blog Karlshochschule: blog.karlshochschule.de/2021/06/25/voicing-disability-in-everyday-life Artur Budnik konnte im Rahmen eines Workshops mit ehrenamtlichen Unterstützern der Paritätischen Sozialdienste Karlsruhe Einblicke in das Leben von Menschen mit Behinderungen vermitteln. Am 23. Juli 2021 durften Beate von Malottki, Dr. Elke Wagner und Artur Budnik bei der Einweihung des taktilen Stadtmodells Karlsruhes dabei sein und konnten die Innenstadt durch das Ertasten erleben. Der BMB hat in Zusammenarbeit mit der Schwarzwald Tourismus GmbH einen Podcast in der Reihe „Visitblackforest – der Schwarzwald Podcast“ zum Thema ́Karlsruhe barrierefrei entdecken ́ aufgenommen. Der Nachmittag wird für Frau Ippolito, Frau von Malottki und Herrn Budnik mit Sicherheit lange in Erinnerung bleiben, da der 26.05.2021 ein sehr Abbildung 12: Dr. Elke Wagner, Artur Budnik und Beate von Malottki ertasten Karlsruhe bei der Einweihung des taktilen Stadtmodells Sozial- und Jugendbehörde | 23 regnerischer Tag war und damit für eine Stadtführung eher nicht geeignet. Das Ergebnis unserer vertonten Stadtführung findet man hier: Schwarzwald barrierefrei erleben – Visitblackforest – Schwarzwald Podcast (podigee.io): visitblackforest.podigee.io/70-barrierefrei-reisen Abbildung 13: Frau von Malottki, Herr Budnik und Frau Ippolito mit unserer Reiseführerin Schlussworte Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie konnte der Beirat für Menschen mit Behinderungen seine Arbeit nur eingeschränkt, aber mit vollem Tatendrang fortsetzen. Gerade wir Menschen mit Behinderungen sind als Risikogruppe besonders durch Corona gefährdet. Deswegen sind wir besonders von der Pandemie betroffen und deswegen versuchten wir unsere Arbeit besonders vorsichtig und behutsam fortzusetzen. Wir können darauf stolz sein, Mitglieder im Beirat zu vereinen, die unter diesen Bedingungen bereit waren, so viel Arbeit auf sich zu nehmen und dies in einem Ehrenamt. Wir hatten mit vielen Herausforderungen zu kämpfen, aber eine der größten war und ist die digitale Kommunikation, die für einige Mitglieder im Jahr 2021 nicht möglich gewesen ist, da die Stadt Karlsruhe mit Alfaview auf eine nicht barrierefreie Kommunikationsplattform gesetzt hat, die von einigen unserer wertvollen Mitglieder nicht genutzt werden kann. 24 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Zu den tollen Ergebnissen unserer Arbeit gehört, dass wir dieses Jahr enorm vielseitige Themengebiete bearbeitet haben und mit zahlreichen neuen Kooperationspartnerinnen und -partnern im Austausch waren. Hierbei ist es sehr erfreulich, dass die Mitglieder des Gemeinderats uns immer häufiger als Partner auf Augenhöhe betrachten und wir an vielen Anliegen gemeinsam arbeiten. Das ist eine sehr gute Entwicklung, an der wir weiter festhalten und arbeiten sollten. Eine weitere positive Entwicklung ist auch bei der Zusammenarbeit mit der Verwaltung zu erkennen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ämtern kommen gerne auf uns zu und schätzen unsere Expertise, wir hingegen können auf die Verwaltung bei offenen Fragen und wichtigen Anliegen zugehen und werden auch hier unterstützt. Als besonders wertvoll und wichtig betrachten wir die nach wie vor gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Kommunalen Behindertenbeauftragten Frau Ulrike Wernert. Unsere gemeinsame Stimme bei vielen Aktivitäten und Stellungnahmen stärkt die Position von Menschen mit Behinderungen in unserer Stadt. Auch im Jahr 2022 werden wir an schon bekannten Schwerpunkten arbeiten, sicherlich werden zahlreiche neue Aufgaben dazu kommen, die wir gemeinsam angehen müssen. Auf eine Sache sollten wir jedoch immer achten: Das Thema Inklusion muss in all seinen Facetten einen zentralen Stellenwert in der Stadt Karlsruhe erlangen – auch in Zeiten von Pandemien und Krisen. Dafür werden wir uns als Beirat für Menschen mit Behinderungen der Stadt Karlsruhe einsetzen. Besondere Danksagung Herzlichen Dank allen Mitautorinnen des Jahresberichtes: Karin Breunig, Andrea Bröker, Manuela Grimm, Dr. Ulrike Schneider und Dr. Elke Wagner. Sozial- und Jugendbehörde | 25 Jahresbericht der Kommunalen Behindertenbeauftragten Die Pandemie bestimmt weiterhin die Arbeitsabläufe Nachdem im Frühjahr weiterhin die geltenden Beschränkungen Arbeit vor Ort schwer machten, schien sich die Lage zum Sommer hin zu entspannen. Für viele erfreulich fanden Termine oder Beratungen – zumindest in kleinen Gruppen – wieder in Präsenz statt. Auch die Sitzungen des Beirats für Menschen mit Behinderungen konnten unter den geltenden Hygienemaßnahmen im Rathaus durchgeführt werden. Bei allen Beteiligten war eine deutliche Erleichterung über die Möglichkeit des persönlichen Austausches zu erkennen. Dann mussten diese Sitzungen wieder auf ein digitales Format umgestellt werden. Leider macht das Konferenz-Tool von der Stadt Karlsruhe „Alfaview“ aufgrund mangelnder Barrierefreiheit vor allen Dingen für einige Mitglieder im Beirat eine Teilnahme schwierig oder unmöglich. Es fehlt an Barrierefreiheit für Blinde. Kontakt zum Anbieter und zum IT-Amt (Amt für Informationstechnik und Digitalisierung) der Stadt wurde aufgenommen. Anfragen und Kontakte von Bürgerinnen und Bürgern drücken teilweise große Unzufriedenheit und Wut über die geltenden Corona-Vorschriften aus. Wenige – sehr aggressive und unsachliche Beschwerden mit der Aufforderung „die Behindertenbeauftragte möge sich doch endlich darum kümmern, dass geltende Vorschriften für Menschen mit Behinderungen außer Kraft gesetzt werden...“ machen die Unsicherheit einiger Mitmenschen sehr deutlich. Die Zahl der Anfragen/Beschwerden, die im Zusammenhang mit der Pandemie stehen, ist allerdings überschaubar. Ich führe das auf gute und funktionierende Netzwerke innerhalb der Stadt zurück. Persönliche Beratungen Die Zahl der persönlichen Beratungen ist mit rund 400 Fällen weiter hoch. Telefonische Beratungen überwiegen aufgrund der Pandemie immer noch. Die Anliegen stehen dabei zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Ordnungsamt (meistens Straßenverkehrsstelle), der Sozial- und Jugendbehörde (Eingliederungshilfe, Hilfeplanung, Sozialer Dienst), mit dem Tiefbauamt oder dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV). In allen Dienststellen habe ich Ansprechpersonen, die immer für Informationen zur Verfügung stehen und um gute und einvernehmliche Lösungen bemüht sind. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich. Vermehrt kommen Anfragen zu Ausbildung, Arbeit, Wohnungssuche. Es gehen auch Hinweise zu mangelnder Barrierefreiheit von Zugängen oder Infrastruktur im Bereich des 26 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte täglichen Lebens (zum Beispiel Gastronomie, Einzelhandel, Freizeiteinrichtungen) ein. Dort versuche ich durch Kontaktaufnahme eine Verbesserung der Situation vor Ort zu erreichen. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass aufgrund der Beratungen inhaltliche Arbeit wegen mangelnder Zeitressourcen in den Hintergrund rücken muss. Das ist schade und könnte durch eine Verstärkung des Büros der Behindertenbeauftragten zumindest zum Teil aufgefangen werden. Leichte Sprache – Einheitliche Piktogramme in der Stadt Karlsruhe Seit mehreren Jahren setze ich mich intensiv dafür ein, dass in unserer Stadt noch mehr Menschen Zugang zu Informationen finden. Auf eine gemeinsame Initiative mit meinem Kollegen Reimar Neumann aus dem Landkreis Karlsruhe konnten wir erreichen, dass in der Region Karlsruhe ein Meilenstein in einer einheitlichen Form der barrierefreien Kommunikation gesetzt wird. Zeitgleich mit dem lizenzrechtlichen Vertragsabschluss des Landkreises Karlsruhe können in der Region damit rund 750.000 Bürgerinnen und Bürger mit der gleichen Bildsprache erreicht werden. Die Region übernimmt damit eine bisher einmalige Vorbildfunktion in Baden-Württemberg bezogen auf die regionale Wiedererkennbarkeit der Leichten Sprache für Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen auf Leichte Sprache angewiesen sind. So profitieren nicht nur Menschen mit einer geistigen Behinderung von Leichter Sprache. Zur Zielgruppe gehören auch Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, Menschen, die nicht gut lesen können oder Menschen mit Demenz. Für die Stadt Karlsruhe und den Landkreis liegt der Vorteil darin, dass die barrierefreie Kommunikation in der Fläche weiter an Bedeutung gewinnt. Mit dem Büro für Leichte Sprache der BEQUA gGmbH haben die Vertragspartner einen Partner, bei dem sowohl die professionelle Übersetzung in Leichte Sprache als auch die Piktogramme passgenau aus einer Hand kommen. In Bezug auf die Nutzung der Piktogramme wurde innerhalb der Stadtverwaltung nun geklärt, welche Stellen und Personen Zugriff auf die Piktogramme erhalten sollen. Hier standen zunächst die Stellen für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation im Vordergrund. Entsprechende Schulungsmaßnahmen wurden für diesen Personenkreis angeboten. Außerdem sind weitere Veröffentlichungen in Leichter Sprache entstanden. Die Behindertenbeauftragte fungiert weiterhin als Informationsstelle in Fragen zu Leichter Sprache und unterstützt Dienststellen bei der Umsetzung ihrer Projekte. Sozial- und Jugendbehörde | 27 Inklusionspreis der Stadt Karlsruhe Inklusion zu fördern, eine inklusive Stadtgesellschaft aufzubauen und durch Beispiele gelungener Inklusion in unterschiedlichen Lebensbereichen den Blick auf das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung zu verändern, ist das Ziel des Karlsruher Inklusionspreises. Alle drei Jahre – 2021 erstmals unter meiner Verantwortung – werden Einzelpersonen, Wirtschaftsunternehmen und Einrichtungen oder Organisationen ausgezeichnet, die sich mit ihren Projekten, Maßnahmen und Aktivitäten dafür einsetzen, Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen zu verhindern und Vorurteile abzubauen. Eine Jury – bestehend aus der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe, dem KVJS Integrationsamt Zweigstelle Karlsruhe, dem Staatlichen Schulamt Karlsruhe, dem Beirat für Menschen mit Behinderungen, der Sozialplanung der Stadt Karlsruhe sowie der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH – hat die Bewerbungen geprüft und anschließend über die Auszeichnungen entschieden. Die Preisverleihung des 3. Karlsruher Inklusionspreises war anlässlich der REHAB, der europäischen Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion, in der Messe Karlsruhe geplant. Leider konnte auch diese Veranstaltung aufgrund der Pandemie nicht in dem vorgesehenen Format durchgeführt werden. Erfreulicherweise war die Stadt bereit, zusätzliche Mittel für eine alternative Form der Preisverleihung zur Verfügung zu stellen. Eine Filmproduktion mit der Agentur Knappe 1A über die Preisträger und Preisträgerinnen und deren Arbeit und Aktivitäten dokumentiert nun nachhaltig die Preisverleihung in einer ansprechenden und emotionalen Weise. Neben dem Film „Preisverleihung 3. Karlsruher Inklusionspreis 2021“ wurde auch eine Version mit Deutscher Gebärdensprache und Untertiteln erstellt. Link zum Film: youtu.be/rF4cymqW8kk Link zur Version mit DGS und UT: www.youtube.com/watch?v=FFkPuWWpN_k 28 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Einbindung in laufende Prozesse und Projekte in der Stadt Karlsruhe Gendergerechte Sprache in der Stadtverwaltung Mein besonderes Augenmerk lag auf der Bewertung der Barrierefreiheit von gendergerechter Sprache und den damit verbundenen teils kontroversen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen. ÖRMI – Öffentlicher Raum und Mobilität in der Innenstadt Gemeinsam mit einer Vertretung aus dem Beirat für Menschen mit Behinderungen nahm ich an den – meist digitalen – Treffen teil. Unser Fokus lag dabei auf der Betrachtung der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Raum und der Sicherstellung von gefahrlosen Möglichkeiten der Fortbewegung. BYPAD-Verfahren für ein neues Fuß- und Radverkehrskonzept Der Prozess wird mit dem „Karlsruher Programm für Aktive Mobilität“ beendet, in dem die Barrierefreiheit als Planungsgrundsatz etabliert wird. Weiterentwicklung App „Karlsruhe barrierefrei“ In der AG, die unter der Leitung des Liegenschaftsamts läuft, bin ich weitestgehend informell eingebunden. Netzwerke und Gremien Meine gute Vernetzung zu vielen Dienststellen in der Stadtverwaltung erleichtert mir die Arbeit sehr. Besonders wichtig für mich ist dabei der direkte Kontakt zum Oberbürgermeister, wo ich in einem halbjährlichen Jour Fixe aktuelle Themen und Probleme ansprechen kann. Auch das Dezernat 3 sowie die Direktion der Sozial- und Jugendbehörde sind wichtige Anlaufstellen für mich. Ich bin als Mitglied in unterschiedlichen Gremien tätig: ▪ Begleitausschuss Partnerschaft für Demokratie ▪ Beirat des Wissenschaftlichen Projekts Accessable Maps am KIT (Studienzentrum für Sehgeschädigte) ▪ Beirat im Gehörlosensportverein Karlsruhe Sozial- und Jugendbehörde | 29 ▪ Besucherbeirat REHAB Karlsruhe ▪ Arbeitsausschuss Ältere Generation ▪ Runder Tisch Inklusion ▪ Runder Tisch gegen Rassismus und Diskriminierung ▪ Jour Fixe Neugestaltung Kaiserstraße ▪ VBK Routine ▪ Themenabhängig nehme ich an Sitzungen des Sozial- und Jugendhilfeausschusses teil. ▪ Netzwerk der Kommunalen Behindertenbeauftragten landesweit mit Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themenbereichen. Sämtliche Netzwerktreffen haben 2021 digital stattgefunden. Besonders der regelmäßige Austausch mit den Beauftragten im Bereich Nordbaden ist mir wichtig. ▪ Austausch mit den EUTB-Beratungsstellen Barrierefrei bauen und wohnen Beratung zur Umsetzung von Barrierefreiheit Regelmäßig erreichen mich wie in den vergangenen Jahren wieder Anfragen zur Umsetzung von Barrierefreiheit in Bauvorhaben. Dazu gehören 2021 zum Beispiel ▪ die Fertigstellung des Neubaus Haus M im Städtischen Klinikum, ▪ die Sanierung des Prinz-Max-Palais, ▪ die Renovierung der Europahalle, ▪ der Neubau des Stadions oder ▪ der Umbau von größeren Bürogebäuden im Stadtgebiet (private Bauherren). Das Bauordnungsamt verlangt immer wieder von den verantwortlichen Bauträgern, dass Besonderheiten bei der Gestaltung von Barrierefreiheit mit der Kommunalen Behindertenbeauftragten abgestimmt werden. Die Abstimmung erfolgte 2021 meist in Videokonferenzen zusammen mit den am Bau beteiligten Personen und Institutionen. Mir ist wichtig, mich dabei fachlich auf dem Laufenden zu halten. Ich nehme deshalb an Informations- und Fortbildungsveranstaltungen im Bereich „Barrierefrei bauen“ teil. 30 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Große Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum in der Stadt Nach wie vor regelmäßig erreichen mich auch Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, die barrierefreien Wohnraum suchen. Offenbar ist der Bedarf groß und wird in Zukunft auch aufgrund der demografischen Lage weiter steigen. Ich vermittle weiterhin den Kontakt zu Wohnungsbauträgern und -Genossenschaften. Auf eine Fraktionsinitiative wird die Arbeitsgemeinschaft „Inklusives Wohnen“ ins Leben gerufen. Koordiniert von der Sozialplanung der Sozial- und Jugendbehörde sind der Beirat für Menschen mit Behinderungen, die Volkswohnung und die Kommunale Behindertenbeauftragte beteiligt. Neben der Darstellung der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen an barrierefreien Wohnraum über das in der Landesbauordnung vorgeschriebene Maß hinaus ist es ein Ziel der AG, Anbieter und Wohnungssuchende zum Beispiel auf einer digitalen Plattform zusammen zu bringen. Öffentlicher Personennahverkehr Verlängerung Turmbergbahn Das bereits beschlossene Bauvorhaben führte in Karlsruhe und besonders in Durlach zu Diskussionen. Es formierte sich eine Initiative gegen die Form des geplanten barrierefreien Ausbaus. Auf Einladung des Stadtamts Durlach kam es zu einem ersten Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern des Ortschaftsrats und der Ortsvorsteherin, zu dem ich mir die Unterstützung des Vorstands des Beirates für Menschen mit Behinderungen holte. Eine gemeinsame Presseerklärung des Beirates positionierten wir uns für die geplante Form des barrierefreien Ausbaus. Daraufhin folgte eine Einladung der Initiative gegen den Ausbau der Bahn, die wir auch annahmen. Wir machten deutlich, dass es mit entsprechenden Maßnahmen (Blindenleit- system, Einhaltung der DIN – Normen) für uns keine Gründe gibt, die gegen den geplanten Ausbau sprechen. Parallel nahm ich auf Einladung der KVV an einem Workshop teil, in dem es um die konkrete Ausstattung der Bahn im Innenraum ging. Barrierefreiheit, Sicherheit und Ausstattungsmerkmale standen dabei im Vordergrund. VBK-Routine Um den barrierefreien Ausbau von Straßenbahnhaltestellen im Stadtgebiet geht es in der VBK-Routine Runde. Der aktuelle Stand der Bauvorhaben wird dort regelmäßig besprochen. Die regelmäßige Teilnahme an diesen, im Jahr 2021 ausschließlich digitalen Treffen macht es mir möglich, diesbezügliche Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern zu beantworten. Geduld Sozial- und Jugendbehörde | 31 ist jedoch weiterhin gefragt. Planungs- und Genehmigungsprozesse brauchen weiterhin viel Zeit. Anhörungen zu Planfeststellungsverfahren Im Rahmen von Planfeststellungsverfahren gebe ich auf der Grundlage der Pläne und Unterlagen eine Stellungnahme ab. Die letzten Verfahren waren der Barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Durlach, der Ausbau der Tram nach Daxlanden und der Ausbau der Linie in die Rheinstrandsiedlung. Barrierefreie Gestaltung der U-Bahn In einem weiterhin engen und konstruktiven Austausch mit der KVV stehe ich zusammen mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen. In vielen Terminen zur barrierefreien Gestaltung werden Probleme und mögliche Lösungen besprochen. Ein Schwerpunkt war die Ausführung des Blindenleitsystems, welches mit den Vertreterinnen der Blinden und Sehbehinderten aus dem Beirat für Menschen mit Behinderungen bis ins Detail abgestimmt wurde. Insgesamt kann ich feststellen, dass die gegenseitige Information und die kooperative und verständnisvolle Zusammenarbeit zwischen VBK KVV und den Interessensvertretungen der Menschen mit Behinderungen (Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte) äußerst angenehm und positiv ist. Zusammenarbeit mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen Neben der Geschäftsführung des Beirats für Menschen mit Behinderungen arbeiten wir in vielen Themen eng zusammen. Termine nehmen wir oft gemeinsam wahr, Ideen und Initiativen werden gemeinschaftlich entwickelt und umgesetzt. Ich möchte hier ausdrücklich meinen großen Dank an den Beirat für Menschen mit Behinderungen und besonders an den Vorstand aussprechen. Die konstruktive und sehr angenehme und motivierte Zusammenarbeit ermöglicht es, die große Themenvielfalt in Sachen Barrierefreiheit und Inklusion in unserer Stadt noch breiter aufzugreifen. 32 | Jahresbericht 2021 – Beirat für Menschen mit Behinderungen und Kommunale Behindertenbeauftragte Impressum Copyright Stadt Karlsruhe Beirat für Menschen mit Behinderungen, Kommunale Behindertenbeauftragte Redaktion ▪ Kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Karlsruhe Ulrike Wernert ▪ Vorstand: des Beirats für Menschen mit Behinderungen Artur Budnik (Vorsitzender), Beate von Malottki (stellvertretende Vorsitzende), Sven Schipper (stellvertretender Vorsitzender) Layout Vorreiter Druck Rathausdruckerei, Recyclingpapier Stand April 2022

  • Informationsvorlage
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2022/0655 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: SJB Jahresbericht 2021 des Beirates für Menschen mit Behinderungen und der Kommunalen Behindertenbeauftragten Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Sozialausschuss 14.07.2022 2 x vorberaten Gemeinderat 26.07.2022 14 x Information Der Gemeinderat nimmt nach Vorberatung im Sozialausschuss den vorgelegten Bericht des Beirates für Menschen mit Behinderungen und der Kommunalen Behindertenbeauftragten für das Jahr 2021 zur Kenntnis und dankt den Mitgliedern des Beirates und der Behindertenbeauftragten für ihre engagierte Arbeit. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit

  • Protokoll GR 26.07.2022 TOP 14
    Extrahierter Text

    Niederschrift 41. Plenarsitzung des Gemeinderates 26. Juli 2022, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 15. Punkt 14 der Tagesordnung: Jahresbericht 2021 des Beirates für Menschen mit Behinderun- gen und der Kommunalen Behindertenbeauftragten Vorlage: 2022/0655 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt nach Vorberatung im Sozialausschuss den vorgelegten Bericht des Bei- rates für Menschen mit Behinderungen und der Kommunalen Behindertenbeauftragten für das Jahr 2021 zur Kenntnis und dankt den Mitgliedern des Beirates und der Behindertenbeauftrag- ten für ihre engagierte Arbeit. Abstimmungsergebnis: Kenntnisnahme, keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 14 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Sozialausschuss am 14. Juli 2022. Stadtrat Riebel (GRÜNE): Vielen Dank an den Beirat für Menschen mit Behinderung für den umfassenden Bericht. Wir sehen wieder, wie wichtig das Thema Teilhabe ist. Wir haben jetzt die Frage der Zimmer in den Kliniken, wie sind die gestaltet, wie kommen die Menschen zu- recht, wie finden sie sich zurecht; die Gestaltung der Haltestellen, wie kommen da die Men- schen zurecht, wie ist da die Beschilderung. Und wir haben natürlich auch ganz klar das Thema der Videosoftware, wo dann auch Menschen eingeschränkt waren, am Beirat teilzunehmen, einfach weil diese Videosoftware dafür nicht geeignet und von der Bedienung zu schwierig war für Menschen, die Einschränkungen oder Behinderungen beim Sehen hatten. Da gilt es einfach gegenzusteuern und Maßnahmen zu ergreifen, dass alle Menschen teilnehmen können. Ein ganz wichtiges Thema, was uns auch weiter beschäftigen wird, sind die E-Roller, die auch in der Innenstadt herumliegen, die auch wieder Stolpergefahren sind. Da müssen wir weiter dran- bleiben und weiter schauen, welche Lösung oder welche Möglichkeiten es gibt. – 2 – Ich danke dem Beirat für Menschen mit Behinderungen sehr herzlich für den Bericht, und ich danke auch der Behindertenbeauftragte Ulrike Wernert und vielen Dank für die wichtige Arbeit. Es kann uns alle treffen, dass wir Einschränkungen haben, wenn wir alle älter werden oder auch, wenn wir einen Unfall haben. Auch dann können uns solche Einschränkungen treffen, und dann betrifft uns diese Arbeit alle. Stadträtin Wiedemann (CDU): Auch von der CDU-Fraktion ein ganz herzliches Dankeschön für das Engagement und den Einsatz des Beirats für Menschen mit Handicap. Der Herr Budnik, Frau von Malottki, Frau Ippolito und Frau Ulrike Wernert als kommunale Behindertenbeauftragte leisten eine hervorragende Arbeit. Es ist ein Ehrenamt, das sie ausüben, mit voller Kraft und vol- lem Einsatz. Es gibt kaum einen Ausschuss oder eine Vereinigung oder eine Baustelle, wo der Beirat der Menschen mit Behinderungen nicht dabei ist, seine Kritik, seine Anregungen, seine Wünsche einbringt, einfach toll. Was der Beirat für Menschen mit Behinderungen in der Corona-Zeit geleistet hat, ist doppelt zu bewerten, weil gerade die Menschen mit Behinderun- gen ein großes Risiko tragen, an Corona oder an einer Infektionskrankheit zu erkranken. Den Mut zu haben, auch hier per Video die Sitzungen abzuhalten, fand ich toll. Die Umsetzung hat leider ein bisschen gehapert, weil - wie wir gehört haben - Menschen mit Sehbehinderungen und blinde Menschen Probleme haben, an einer Videokonferenz ohne fremde Hilfe teilzuneh- men. Aber ich denke, das müsste doch die Region Karlsruhe, unsere Technologiestadt, auf die Reihe bekommen, dass Menschen mit Sehschwierigkeiten auch an solchen Konferenzen ohne fremde Hilfe teilnehmen werden. Das mit den E-Scootern ist schon genannt. Das ist schon ein bisschen in Angriff genommen worden. Ich habe gehört, dass es manchmal heißt, hier an dieser Stelle darf nicht abgestellt werden. Arbeiten wir weiter daran, dass diese Stolperfallen ver- schwinden. Der Beirat für Menschen mit Behinderungen engagiert sich auf Augenhöhe mit uns, und so sollte es auch sein. Die Menschen mit Handicap sind keine Bittsteller, sondern sie sind gleichbe- rechtigte Personen in unserer Gesellschaft. Das, was sie erreichen, ist genauso gut für uns. Kol- lege Riebel hat es gesagt, jeder von uns kann einmal mit einem Rollator oder mit Krücken un- terwegs sein oder auch mit einem Kinderwagen. Wir sind froh, wenn es Erleichterungen gibt. Ich möchte mit dem Zitat enden, das die Frau Ulrike Wernert im Ausschuss gesagt hat: Barriere- freiheit einer Stadt ist ein Qualitätsmerkmal einer Stadt. Stadträtin Moser (SPD): Liebe Mitglieder des Beirats für Menschen mit Behinderungen, sehr geehrte Frau kommunale Behindertenbeauftragte, Frau Wernert, vieles wurde schon gesagt. Ich versuche mich in diesem Fall ein bisschen kürzer zu halten, aber das kann ich nicht so sehr versprechen. Ganz herzlichen Dank allen Beteiligten an dem Bericht und allen, die sich im Beirat engagieren. Karin Wiedemann hat gerade das Zitat genannt, ich möchte es auch bemühen. Bar- rierefreiheit ist nicht selbstverständlich, aber ein Qualitätsmerkmal für eine moderne Stadt. So ähnlich hat es Frau Wernert formuliert, und in diesem Satz möchte ich meine Ausführungen be- schreiben. Dass wir daran immer wieder arbeiten müssen, macht der Bericht deutlich. Zu vielen Punkten habe ich bereits voriges oder noch das Jahr vorher gesprochen. Es braucht Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit, bis ein Zustand erreicht ist, der für die Menschen mit Behinderungen mög- lichst akzeptabel ist. Ich erinnere an das Haus M des Klinikums, an das Thema E-Scooter. Es wurde schon von allen Fraktionen angesprochen, die unterirdischen Haltestellen mit den – 3 – Sitzmöglichkeiten, barrierefreies Wohnen und anderes mehr. Vieles wurde erreicht, an ande- rem muss noch gearbeitet werden, aber ich bin nicht bange, dass das den Aktiven gelingt. Auch ich wollte auf die Online-Sitzungen zu sprechen kommen. Das erspare ich mir jetzt und Ihnen erst recht, weil wir es doch kurz machen sollen. Vielen Dank noch mal von der SPD-Frak- tion an alle, die beteiligt waren an dem Bericht und vor allem sich engagieren im Beirat, denn diese ehrenamtliche Tätigkeit bereichert unser Leben und ist überaus wichtig. Stadträtin Böringer (FDP): Den Jahresbericht nehmen wir als FDP-Fraktion sehr gerne zur Kenntnis. Die Arbeit des Beirats und der kommunalen Behindertenbeauftragten, Frau Wernert, verdienen es, diese nicht nur anlässlich dieses Jahresberichts, sondern dauerhaft während des Jahres wertzuschätzen. Meine Fraktion ist sehr dankbar für diese außergewöhnliche Expertise und darauf, dass wir stets darauf zurückgreifen können. Die Baustellen und auch die Kombilösung unserer Stadt haben wie ein Brennglas sozusagen Probleme aufgezeigt. Mobilität muss für alle gedacht werden, und hierfür brauchen wir ein so- genanntes Schwarmgedächtnis, welches auch diejenigen mitnimmt, die ihren Alltag anders be- wältigen als die Mehrheit. Meine Fraktion und ich, wir würden uns wünschen, dass der Beirat gerade bei Planungen, die das öffentliche Leben betreffen, besser eingebunden wird bzw. auch die Nähe zu den Planenden vielleicht früher sucht. Manche Sorgen können dadurch abgemil- dert werden und auch manche Korrekturen im Nachhinein verhindert werden. Ich glaube, ein ganz gutes Beispiel, ist die Einbindung in den Neubau der ViDia-Kliniken. Da war der Beirat wohl hochzufrieden damit, und das freut uns. Meine Fraktion hatte immer ein offenes Ohr für Ihre Belange und wird dies auch weiterhin ha- ben, und ganz herzlichen Dank für Ihren Einsatz. Stadtrat Schnell (AfD): Auch die AfD dankt für diesen Bericht und allen daran Beteiligten, der wieder klar aufzeigt, wo Menschen mit Behinderungen in Karlsruhe der Schuh drückt. Weil vieles von vielen bereits gesagt wurde, möchte ich nur zwei Aspekte herausgreifen. Das ist zum einen das Thema Barrierefreiheit, exemplarisch am Beispiel Turmbergbahn, bei der einige meinen, man könne einfach die alte Turmbergbahn ein bisschen sanieren und modernisieren, aber im Grunde irgendwie so weiterlaufen lassen wie bisher, aber auf die geplante Neukonzep- tion inklusive der Verlängerung und barrierefreier Gestaltung zu verzichten. Barrierefreiheit stellt ein Stück Normalität dar. Sie ermöglicht es, Mobilitätseingeschränkten ganz einfach ziem- lich normal im Alltagsleben teilzuhaben, ohne dass eine Extrawurst zum Beispiel in Form eines speziellen Fahrdienstes gebraten werden müsste. Zum Zweiten mahne ich an, dass die Aktivitäten des Behindertenbeirates auch von den anderen Dezernaten der Stadt ernst genommen werden und deren Belange in Planungen auch einge- hen. Ich denke zum Beispiel an das wilde Durcheinander von Radfahrern und Fußgänger in der Erbprinzen- und Südlichen Waldstraße. Mobilitätseingeschränkte sind der Hatz von Radlern auf alle anderen Verkehrsteilnehmer besonders hilflos ausgeliefert. Der Vor-Ort-Termin, der dort stattfand, wird vom entsprechenden Dezernat hoffentlich als Ansporn genommen, geeignete Maßnahmen umzusetzen, und nicht als lästige folgenlose Pflichtübung betrachtet. – 4 – Stadträtin Lorenz (FW|FÜR): Barrierefreiheit beginnt im Kopf. Damit möchte ich die vorgetra- genen Zitate ergänzen. Auch meine Fraktion der Freien Wähler|FÜR Karlsruhe bedankt sich stellvertretend für alle, die sich im Behindertenbeirat engagieren, bei Frau von Malottki, Frau Ippolito und Herrn Budnik sowie allen anderen, die hier in unserer Stadt dazu beitragen, dass die Behinderten in Richtung Gleichberechtigung für nicht-gehandicapten Menschen kommen. Ich kann jedem von Ihnen eigentlich nur raten, sich einmal die Augen zu verbinden und versu- chen durch die Stadt zu gehen, nur in Begleitung bitte, oder setzen Sie sich einmal in einen Roll- stuhl. Sie merken sehr schnell, wie Sie auch in unserer modernen aufgeschlossenen Welt an Ihre Grenzen kommen. Ich möchte hier nur unseren neuen Stadtbahntunnel benennen, wie oft die Aufzüge nicht gehen, und auch die Rolltreppen scheinen relativ häufig zu stehen. Das sind aber nur ein paar ganz kleine Probleme. Eine Behinderung sucht man sich in der Regel nicht aus, man bekommt sie per Geburt oder durch einen Unfall oder Ähnliches, und dass Menschen trotz dieses Schicksals bereit sind, sich für ihre Stadt zu engagieren, das zollt unser aller höchster Respekt. Ich möchte stellvertretend noch einmal erwähnen, dass die Kommunikation mit den Stadträten in diesem Beirat zeigt, wie wichtig das Zusammenspiel ist. So konnten wir alle gemeinsam überfraktionell letztes Jahr er- reichen, dass zum Beispiel die Kaiserstraße für Taxifahrten für behinderte Menschen auch au- ßerhalb der regulären Befahrungszeit zwischen 9:00-11:00 Uhr geduldet werden darf. Dafür be- danke ich mich recht herzlich und noch mal meinen Dank an diesen Jahresbericht und an den Beirat für Menschen mit Behinderungen. Der Vorsitzende: Das waren alle Wortmeldungen. Ich darf auch als Verwaltung mich all dem Lob anschließen. Ich glaube, dass es hier ein wunderbares Miteinander gibt, das auch immer weiter verbessert wird. Ich bin auch dankbar für viele Kompromisse im Kleinen und denke, dass auch trotz mancher Berichterstattung, wo dann Experten von außen kommen und uns für Dinge, die wir in guter Absicht gemeinsam vorbereitet haben, die Note 6 geben, wir uns den- noch von diesem gemeinsamen und auch konstruktiven Weg nicht abbringen lassen sollten. Denn wenn wir untereinander in unseren unterschiedlichen Verantwortlichkeiten und Rollen eine gute gemeinsame Lösung finden, dann stehen wir auch dazu, und dann ist das in Ordnung. Sie haben diesen Jahresbericht zur Kenntnis genommen mit großer Wertschätzung und Wohl- wollen. Damit unterbreche ich die Sitzung und wir setzen sie um 17:45 Uhr fort. Ich würde Sie bitten, pünktlich wieder da zu sein, damit wir nicht noch mehr Zeit verlieren. (Unterbrechung der Sitzung von 17:20 bis 17:50 Uhr) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 16. August 2022