Monitoring für Klimaschutzmaßnahmen

Vorlage: 2022/0612
Art: Anfrage
Datum: 30.05.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Umwelt- und Arbeitsschutz
Erwähnte Stadtteile: Durlach

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 28.06.2022

    TOP: 25

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Anfrage
    Extrahierter Text

    Anfrage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier CDU-Gemeinderatsfraktion Eingang: 30.05.2022 Vorlage Nr.: 2022/0612 Monitoring für Klimaschutzmaßnahmen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 28.06.2022 25 x 1. Zu welchem Zeitpunkt ist die Stadtverwaltung in der Lage, Einzelmaßnahmen zum Klimaschutz hinlänglich ihres Nutzens bei der Einsparung, Bindung bzw. Vermeidung von Treibhausgasen zu beziffern und in einem Monitoring-Bericht darzustellen? 2. Welches Vorgehen schlägt die Stadtverwaltung angesichts der Haushaltslage hinsichtlich getroffener Einzelmaßnahmen vor, die sich infolge eines vorliegenden Monitoring-Berichts als ineffizient für den Klimaschutz herausstellen werden? Werden diese weiterverfolgt? 3. Mit welcher Summe beziffert die Stadtverwaltung das finanzielle Engagement für den Klimaschutz durch ihre stadteigenen Gesellschaften, wie z. B. Stadtwerke, Volkswohnung, KVV, KVVH oder VBK? Wieso werden ihre Maßnahmen im Fortschrittsbericht zum Klimaschutzkonzept nicht aufgeführt, obwohl die eingesetzten Gelder finanzielle Mittel des Konzerns Karlsruhe und Teil der Maßnahmen des beschlossenen Klimaschutzkonzeptes sind? Wie effizient sind die getroffenen Maßnahmen? Sachverhalt/Begründung In Bezug auf die Steuerung des Klimaschutzes bezeichnet der Bundesrechnungshof die bisherigen Anstrengungen der Bundesrepublik Deutschland in einem Bericht vom 24. März 2022 als „mangelhaft“ (Bundesrechnungshof, Bericht nach § 99 BHO zur Steuerung des Klimaschutzes in Deutschland, Bonn 2022). Dabei geht es nicht um die Maßnahmen zum Klimaschutz an sich. Vielmehr fehlen sowohl ein wirksames Maßnahmen-Monitoring als auch eine ressortübergreifende Koordinierung. Zudem sind die Berichte zu den einzelnen getroffenen Maßnahmen lückenhaft und dadurch nicht vergleichbar. Insgesamt ist deswegen nicht messbar, in welchem Umfang und wann die ambitionierten Klimaschutzziele überhaupt erreicht werden können. Auch die Stadt Karlsruhe hat sich beträchtliche Klimaschutzziele gesetzt. Dies belegt der 37-seitige Maßnahmenkatalog des Fortschrittsberichts zum Klimaschutzkonzept 2030. Aus der dazugehörigen Informationsvorlage (Vorlage Nr. 2022/0456) geht hervor, dass die bisherige Treibhausgasbilanz der Stadt Karlsruhe auch in einer Gesamtbetrachtung dargestellt werden kann. Allerdings werden aufgrund bisher mangelnder Bilanzierungstools „die erfolgten Einsparungen durch einzelne Klimaschutzmaßnahmen (...) unzureichend abgebildet“ (S. 3 der Vorlage). Äquivalent zu den Ergebnissen des Bundesrechnungshofs gilt also auch für Karlsruhe, dass überhaupt nicht nachvollzogen werden kann, welche getroffenen Maßnahmen einen hohen, geringen oder gar keinen Nutzen zur Vermeidung, Bindung bzw. Einsparung von Treibhausgasen haben. Ohne Kenntnis – 2 – ihrer Effizienz werden dennoch alle Maßnahmen mit der gleichen Vehemenz vorangetrieben. Dies kann angesichts der desolaten Haushaltslage nicht die Strategie einer erfolgreichen Klimaschutzpolitik sein. Insofern ist es für uns als CDU-Fraktion unausweichlich, schnellstmöglich in Erfahrung zu bringen, ab welchem Zeitraum die Möglichkeit zur Identifikation effizienter Klimaschutzmaßnahmen sowie zu einem detaillierten und transparenten Monitoring besteht. Welche Maßnahmen haben bei geringstem Kostenaufwand den größten Nutzen für den Klimaschutz? Welche Maßnahmen sind dagegen ineffizient, könnten ein- oder zurückgestellt werden, um freigewordene Mittel in effizientere Maßnahmen zu überführen? Welches Vorgehen schlägt die Stadtverwaltung diesbezüglich vor? Zusätzlich zum notwendigen Monitoring wollen wir in Erfahrung bringen, warum die Zahlen zum finanziellen Engagement stadteigener Gesellschaften im Fortschrittsbericht zum Klimaschutzkonzept 2030 fehlen. Auch die Gesellschaften der Stadt Karlsruhe tragen mit ihren Maßnahmen zum Klimaschutz im Stadtgebiet bei und verantworten aus unserer Perspektive auch bedeutende Summen. Für einen vollständigeren Blick aller Klimaschutzmaßnahmen der ganzen Stadt gilt es, herauszufinden, welche Mittel die Gesellschaften aufwenden, welche Maßnahmen für den Klimaschutz ergriffen werden und wie effizient diese sind. Unterzeichnet von: Detlef Hofmann Tilman Pfannkuch Sven Maier

  • StN Monitoring für Klimaschutzmaßnahmen.
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    Stellungnahme zur Anfrage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier CDU-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2022/0612 Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: UA Monitoring für Klimaschutzmaßnahmen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 28.06.2022 25 X 1. Zu welchem Zeitpunkt ist die Stadtverwaltung in der Lage, Einzelmaßnahmen zum Klimaschutz hinlänglich ihres Nutzens bei der Einsparung, Bindung bzw. Vermeidung von Treibhausgasen zu beziffern und in einem Monitoring-Bericht darzustellen. Am 10. Mai 2022 wurde der erste Monitoring-Bericht zur Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen der Stadt Karlsruhe aus dem Klimaschutzkonzept 2030 im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit (AUG) vorgestellt. Vom Gemeinderat wurde dieser am 31. Mai zur Kenntnis genommen. Teil des aktuellen Monitoring- Berichts ist ein Datenbericht, der für einige der Maßnahmen Kennwerte und Indikatoren enthält. Der Datenbericht ist auf dem Transparenzportal der Stadt Karlsruhe verfügbar und wird regelmäßig aktualisiert (https://web1.karlsruhe.de/transparenz/index.html). Nicht für jede Klimaschutzmaßnahme konnten bisher geeignete Kennwerte ermittelt werden, die sich in Treibhausgaseinsparungen übersetzen lassen. Bei technischen Maßnahmen zum Umbau der Energieinfrastruktur ist es vergleichsweise einfach, die Energie- und Treibhausgaseinsparung abzuschätzen. Bei Klimaschutzkampagnen und Beratungsleistungen ist eine Quantifizierung der daraus resultierenden Einsparungen eher schwierig. Ein Monitoringsystem mit Kennwerten und Indikatoren zu den einzelnen Maßnahmen ist derzeit im Aufbau. Die erste Stufe ist der Datenbericht im Transparenzportal der Stadt. Langfristig soll die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen webgestützt und transparent über eine Software auf den Internetseiten der Stadt Karlsruhe dargestellt werden. Voraussichtlich steht diese Anwendung im Frühjahr 2023 zur Verfügung. Bis dahin wird der Datenbericht im Transparenzportal weiter ausgebaut. 2. Welches Vorgehen schlägt die Stadtverwaltung angesichts der Haushaltslage hinsichtlich getroffener Einzelmaßnahmen vor, die sich infolge eines vorliegenden Monitoring-Berichts als ineffizient für den Klimaschutz herausstellen werden? Werden diese weiterverfolgt? Dazu das Zitat aus der Informationsvorlage Klimaschutzkonzept 2030 – Fortschrittsbericht 2021: „Im Gemeinderatsbeschluss zum Klimaschutzkonzept ist ausdrücklich festgehalten, dass der Maßnahmenkatalog bedarfsweise angepasst/fortgeschrieben werden kann und entsprechende Vorschläge vorzugsweise im Rahmen der vorgesehenen jährlichen Berichterstattung zur Entscheidung vorgelegt werden. Aufgrund der noch andauernden Implementationsphase zur Umsetzung des Klimaschutzkonzepts und der aktuellen beziehungsweise anstehenden weitreichenden Anpassungen wichtiger Rahmenbedingungen, insbesondere auf Bundesebene, wurde darauf bislang verzichtet. Vorgesehen ist aber, die kommende Fortschrittsberichterstattung mit konkreten Vorschlägen zur Weiterentwicklung des Maßnahmenkatalogs zu verbinden.“ Die Stadtverwaltung bezieht bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes 2030 den Klimaschutzbeirat, als Expert*innengremium mit ein. Dort werden die Klimaschutzmaßnahmen – 2 – hinterfragt, diskutiert und bei Bedarf neue Maßnahmen angeregt. Der Maßnahmenkatalog ist somit nicht statisch. Es ist der Fahrplan zur Klimaneutralität 2040. Kurzfristige Maßnahmen können in wenigen Jahren abgeschlossen werden, langfristig angelegte Maßnahmen wirken über die gesamte Zeitspanne. Auch machen es technische und gesellschaftliche Veränderungen notwendig, dass neue Maßnahmen in das Klimaschutzkonzept aufgenommen werden und Maßnahmen, die sich als ineffizient oder nicht mehr zeitgemäß erweisen, beendet werden. 3. Mit welcher Summe beziffert die Stadtverwaltung das finanzielle Engagement für den Klimaschutz durch die stadteigenen Gesellschaften, wie z.B. Stadtwerke, Volkswohnung, KVV, KVVH oder VBK? Wieso werden ihre Maßnahmen im Fortschrittsbericht zum Klimaschutzkonzept nicht aufgeführt, obwohl die eingesetzten Gelder finanzielle Mittel des Konzerns Karlsruhe und Teil der Maßnahmen des beschlossenen Klimaschutzkonzeptes sind? Wie effizient sind die getroffenen Maßnahmen? Die städtischen Gesellschaften sind in viele Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes involviert. Sie entwickeln im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes ihre eigenen strategischen und operativen Maßnahmen, die sie in ihren Umwelt- und Energieberichten regelmäßig veröffentlichen. Die Kennwerte der einzelnen Berichte gehen in den Monitoring-Bericht zum Klimaschutzkonzept 2030 mit ein und werden im Datenbericht dargestellt. Die Effizienz der Maßnahmen wird in den Berichten nicht bewertet. Dabei verfolgen die Gesellschaften den Ansatz, die CO 2 -mindernsten und wirtschaftlichsten Klimaschutzmaßnahmen prioritär umzusetzen. Die Stadtwerke verfolgen als Klimaschutz-Unternehmen der deutschen Wirtschaft das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 und haben sich dabei ambitionierte Zwischenziele für 2030 gesetzt. Dabei wurden und werden große Investitionen vor allem in den Bereichen Fortentwicklung und weitere Ökologisierung der Fernwärme (wesentlicher Beitrag zur lokalen Wärmewende), stetiger und konsequenter Ausbau der Photovoltaikleistung und CO 2 -Minderungen durch Energieeffizienzmaßnahmen getätigt. So wurde in den Jahren 2019-2021 bezüglich der Fernwärmeoffensive rund 53 Mio. € und beim PV-Ausbau rund 1,2 Mio. € investiert. Für Energieeffizienzmaßnahmen in den Themenfeldern Wärme-Contracting, Kälteerzeugung, Beleuchtungssanierung und Ladeinfrastruktur investierten die Stadtwerke beispielsweise im Jahr 2020 rund 775.000 €. Um die genannten Klimaschutzmaßnahmen weiter voranzubringen, planen die Stadtwerke im Fernwärmebereich bis 2026 weitere 65 Mio. € und beim PV-Ausbau rund 4,4 Mio. € zu investieren. Die Volkswohnung formuliert in ihrer Klimastrategie einen Zielkorridor bis zur Klimaneutralität 2040. Die Maßnahmen, die in ihrer Klimastrategie vorgesehen sind, basieren auf derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen und politischen Vorgaben. Sie fokussieren sich überwiegend auf die Dekarbonisierung der Energieversorgung der Bestände. Für die energetische Sanierung inklusive Nebengewerken und Neubau wurden benötigte Investitionen in Höhe von bis zu 1 Milliarde Euro geschätzt. Unter folgenden Links sind die Umweltberichte der Gesellschaften nachzulesen: - Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur, Umwelterklärung: https://www.kek-karlsruhe.de/ueber-uns/umweltmanagement/ - Stadtwerke Karlsruhe, Umwelterklärung 2021: https://www.stadtwerke-karlsruhe.de/de/kundenservice/infomaterial/umwelt-klima.php - Volkswohnung Umweltbericht 2019/2020: https://volkswohnung.de/ueber-uns/berichte/ - KVV Verbundbericht 2020: https://www.kvv.de/fileadmin/user_upload/kvv/Dateien/Unternehmen/KVV_Verbundbericht_2020.pd f

  • Protokoll GR 28.06.2022 TOP 25
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    Niederschrift 40. Plenarsitzung des Gemeinderates 28. Juni 2022, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 26. Punkt 25 der Tagesordnung: Monitoring für Klimaschutzmaßnahmen Anfrage: CDU Vorlage: 2022/0612 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 25 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellung- nahme liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. Stadtrat Pfannkuch (CDU): Ich habe drei Zusatzfragen, Herr Oberbürgermeister. Das Monitoring sei im Aufbau. Wann können wir erwarten, dass mit einem umfassenden Moni- toring-Ergebnis zu rechnen ist? Zweitens, wir bitten um Angabe des finanziellen klimarelevanten Engagements aller Beteili- gungsgesellschaften, weil nur beispielhaft vier genannt sind. Drittens, kann man die jeweiligen Engagements konkreter beziffern, damit wir belastbare Prio- risierungsentscheidungen treffen könne? Der Vorsitzende: Die Fragen sind aufgenommen. – 2 – Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 1. Juli 2022

  • Antwortschreiben zur Zusatzfrage TOP 25_aus GR-Sitzung 28_06_2022
    Extrahierter Text

  • Extrahierter Text

    - 1 - Zusammenfassung der Stellungnahmen der städtischen Gesellschaften: Gesellschaft Stellungnahme Finanzielles Engagement Karlsruher Tourismus GmbH KTG - Die KTG befindet sich derzeit in einem umfangreichen Zertifizierungsprozess. Ziel ist es, die Stadt als nachhaltiges Reiseziel durch TourCert zertifizieren zu lassen. Der Zertifizierungsprozess beinhaltet dabei zum einen die KTG als Unternehmen, zum anderen die Stakeholder, die nach und nach in den Prozess eingebunden werden. Der Zertifizierungsprozess ist zunächst geprägt von einer vollständigen Analyse aller zur Nachhaltigkeit gehörenden Kernthemen und endet in einem jährlich zu erstellenden Nachhaltigkeitsbericht sowie einem Verbesserungsprogramm, das dazu beitragen soll, Stadt und Unternehmen nachhaltiger zu gestalten. Das Monitoring von Verbräuchen ist ebenfalls Teil des Prozesses. - Neben den Pflichtaufgaben des Zertifizierungsprozesses hat die KTG zunächst ein umfangreiches Schulungsprogramm für Mitarbeitende und Stakeholder aufgesetzt, um für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Die Kosten hierfür zahlen indirekt auf das Klimaziel ein. - Im Rahmen des Projektes beteiligt sich die KTG auch an einem Projekt des Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord zum Thema Humus als CO 2 -Speicher. Ziel ist es, neben internationalen Kompensationsprojekten, auch regionale Kompensationsprojekte zu fördern und zu unterstützen und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Schutz der Kulturlandschaft zu leisten. - Da die KTG Mieter der derzeitigen Geschäftsräumlichkeiten ist, sind bauliche Veränderungen zur Erreichung des Klimaschutzzieles nicht oder nur eingeschränkt möglich. - Möglich und bereits in Umsetzung befindlich hingegen sind Prozessoptimierungen vom Bestellmanagement bis hin zur Vermeidung von Standby-Betrieb. Auch beim Fuhrpark wurde bereits gehandelt, er besteht aus einem Hybrid und einem E- Auto. Die KTG verfügt zudem über ein Lastenrad (Promozwecke). Eine Ladestation wurde in der Tiefgarage des Objektes auf eigene Kosten angebracht. Alle Arbeitsplätze sind mit Mehrfachsteckdosen mit Schalter versehen worden, sodass alle Mitarbeitenden bei Feierabend jeglichen Standby-Betrieb mit einem Knopfdruck vermeiden können. Die KTG berichtete in einer Stellungnahme ihrem Aufsichtsrat im Oktober 2020 über den Umsetzungsstand verschiedener Maßnahmen. Der Nachhaltigkeitsbericht der KTG wird zum Jahresende 2022 erstellt. Keine konkreten Zahlen Verkehrsbetriebe Karlsruhe/ Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (VBK/AVG) - Energieaudits der VBK und AVG: Grundlage für das Energieaudit ist das 2015 novellierte EDL-Gesetz. Es enthält die Verpflichtung von Unternehmen, die keine Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) sind, mindestens alle vier Jahre ihren Energieverbrauch von akkreditierten Experten überprüfen zu lassen. Eine Möglichkeit ist, dieser Vorgabe durch sogenannte Energieaudits nachzukommen. Die Energieauditberichte von VBK und AVG wurden im Jahr 2020 erstellt und dem Aufsichtsrat vorgestellt. - 2 - - Die VBK sieht Klimaschutz als ihre Kernaufgabe. Ihre angebotene Dienstleistung: „Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)“ ist angewandter Klimaschutz. Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe und die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft waren sehr intensiv in die vorbereitende Arbeit einer Zukunftskommission des Landes Baden-Württemberg eingebunden und unterstützen das Ziel des Landes, den ÖPNV bis 2030 zu verdoppeln, in vollem Umfang. Hierfür braucht es für die Verdoppelung des ÖPNV quasi in jedem Bereich eine Verdoppelung – so etwa beim Thema Fahrzeuge ebenso wie beim Streckenausbau. Um dieser Schlüsselfunktion des ÖPNVs gerecht zu werden, wurde zu Jahresbeginn von VBK, AVG und KVV der Ergänzungsband zur Netzkonzeption 2020/2030 mit umfassenden Ideen zur Weiterentwicklung und Stärkung des ÖPNV auch über die Schiene hinaus veröffentlicht. Online abrufbar unter https://www.kvv.de/fileadmin/user_upload/avg/Dateien/AVG_Ergaenzungsband_Netzkonzeption_2020-2030.pdf - Als weitere unternehmensübergreifende Maßnahme wird sukzessive die Dienstfahrzeugflotte auf E-Fahrzeuge umgestellt. Darüber hinaus gibt es sowohl bei den VBK als auch der AVG weitere klimarelevante Projekte: VBK: - Klimafreundliche Busflotte: Aktuell läuft Ausschreibung über bis zu 48 E-Busse, die ersten 12 sind ab Ende 2023 vorgesehen. Vor Herbst 2022 liegen durch das laufende Verfahren keine belastbaren Zahlen über die Kosten vor. Die folgenden Zahlen sind eine Abschätzung: in 2023, 12 Solobusse, Mehrkosten: 816.000 € - Automatisierung Weichenschmieranlagen 50.000 EURO in 2022 - Bezug von 100% Ökostrom: 38.673.160 kWh in 2021, das entspricht gemäß Zertifikat einer Einsparung von 11.989 Tonnen CO 2 - Neubau des Betriebshofes BHW II inkl. Busabstellung mit Ladeinfrastruktur für e-Busse / Umsetzungszeitraum: 2021 – 2023 / Gesamtvolumen: ca. 56 Mio. Euro - Ladeinfrastruktur- und Lademanagementsystemkonzeption zur Umsetzung der CVD im Unternehmen / Umsetzungszeitraum: 2022 – 2023 / Gesamtvolumen: ca. 50.000 Euro - Beschaffung von Solarpressmülleimern / Umsetzungszeitraum: 2022 – 2023 / ca. 1,1 Mio. Euro - Fernüberwachung der Weichen und witterungsabhängige Weichenheizungen / Umsetzungszeitraum: 2023 ff. / ca. 800.000 Euro AVG: - LogIKTram (Forschungsprojekt des kombinierten Personen- und Warentransports) / Umsetzungszeitraum: 2021 – 2024 / Gesamtkosten: ca. 4,2 Mio. Euro / Kosten AVG: ca. 200.000 Euro Investment gesamt: 58.816.000 Euro Einsparungen durch Ökostrom: 11.989 Tonnen CO 2 - 3 - - regioKArgoTramTrain (Forschungsprojekt des kombinierten Personen- und Warentransports / Umsetzungszeitraum: 2023 – 2027 / Gesamtkosten: ca. 6,5 Mio. Euro (eingereichter Antrag beim Förderprogram regioWIN) / Kosten AVG: ca. 952.000 Euro (Rest wird an Subunternehmen weitergeben) - Bezug von 100% CO 2 -freiem Strom: 79.329.723 kWh in 2021, das entspricht gemäß Zertifikat einer Einsparung von 24.592 Tonnen CO 2 Investment gesamt: 7.652.000 Euro Einsparungen durch Ökostrom: 24.592 Tonnen CO 2 Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KME) Für die KME sind die Aspekte Klimaschutz und Nachhaltigkeit von besonderer Bedeutung. Die Gesellschaft orientiert sich dabei an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Die Verantwortung der KME für Nachhaltigkeit ist wörtlich in die KME-Strategie verankert. Als aktuell konkrete Maßnahmen stehen beispielhaft: DAS FEST - ausgearbeitete Nachhaltigkeitskonzepte für Müll, Pfand, Anreise, verwendete Materialien im Aufbau, Printmedien, Einsatz lokaler Firmen, Umweltschutz der Günther-Klotz-Anlage, Absprachen mit Sponsoren / Werbedarstellung der Sponsoren und im Bereich der Gastronomieanbieter. Init INDOOR MEETING - Verpflichtung zum Erreichen von vorgegebenen Nachhaltigkeitskriterien, um die Lizensierung des Leichtathletikweltverbandes World Athletics zu erreichen und die Veranstaltung umsetzen zu können SCHLOSSLICHTSPIELE - Nachhaltigkeit und der Schutz des Planeten bilden traditionell einen thematischen Schwerpunkt der SCHLOSSLICHTSPIELE (Shows „Resilience“ (2022), „Our only blue one“ in Kooperation mit dem KIT-Zentrum Klima und Umwelt des Karlsruher Instituts für Technologie (2019), „Evolution of Life“ (2019), „Structures of Life“ (2017) und „Attitude Indicator“ (2020). - Versorgung der SCHLOSSLICHTSPIELE mit Naturstrom aus Wasserkraft - gezielter Einsatz von Stromzählern zur Maßnahmenoptimierung, Abwägung zwischen Stromverbrauch und CO2- Emmission bei Kühlung und Logistik - Empfehlung zur Anreise mit ÖPNV oder Fahrrad (gezielter Aufbau von Fahrradparkplätzen), programmatisches Aufgreifen des Themas „Fahrrad“ im Rahmen der Mobilitätswoche Baden-Württemberg (u.a. durch die kurze Show „Velografie für Karl Drais“) Stadtwerke EISZEIT - Versorgung der Eisbahn und des Winterdorfs mit Naturstrom - umweltfreundlicher Bau und Betrieb der Eisbahn (modernste Eisbahntechnik, energieeffiziente Kühlaggregate, umweltneutrales Kühlmittel) Keine konkreten Zahlen - 4 - - Unterbauung der Eisbahn mit Styrodur als wiederverwendbarer Dämmstoff, der dafür sorgt, dass der Boden und damit Wurzeln, Drainagen usw. nach unten vor Kälte geschützt wird sowie diese nach oben erhalten bleibt (effektive Senkung der Energiekosten und des CO2-Ausstoßes) - neu ab Saison 2022/23 (bei Umsetzung der Eisbahn): Nutzung des AST EasyChill-Systems (App-basierte Fernüberwachung der gesamten Eisbahntechnik). Durch Temperaturfühler im Eis wird automatisch und permanent nachjustiert, so dass die Temperatur bei jedem Wetter so konstant wie möglich gehalten wird. Die KME bemüht sich um eine integrierte Vorgehensweise bei der Entwicklung all ihrer Projekte und Maßnahmen. Der Nachhaltigkeitsaspekt ist systemimmanent und in den Projektbudgets enthalten bzw. werden die Projekte / Veranstaltung insgesamt – und damit auch ihre jeweilige Finanzierung – nachhaltig gedacht und umgesetzt. Eine separate Bezifferung des finanziellen Engagements in den genannten Klimaschutzmaßnahmen ist somit nicht möglich. Karlsruher Fächer GmbH (KFG) + Karlsruher Fächer GmbH und Co. Stadtentwicklungs-KG (KFE) - Eine Zertifizierung durch Umweltmanagementsysteme, Energieberichte und Audits sind bisher bei beiden Gesellschaften noch nicht vorhanden. - Bei der KFG und der KFE nehmen Klimaschutz und klimarelevantes Engagement einen hohen Stellenwert ein und werden in die Konzeptionen der von der Gesellschaft betreuten (Bau-)Projekte sowie deren Betrieb mit einbezogen. Ergebnis dieser vorausschauenden Überlegungen sind auch richtungsweisende Bauprojekte. - Gesonderte oder vergleichende Berechnungen wurden Einzelfallbezogen ermittelt, eine rückblickende Kostenbezifferung der Maßnahmen ist beiden Gesellschaften dementsprechend nicht möglich. - Die KFE hat sich in den vergangenen Jahren überwiegend mit Bauen im denkmalschutzrechtlich gesicherten Bestand beschäftigt (Alter Schlachthof). Im Kontext des Denkmalschutzes sind energetische Sanierungsmaßnahmen nur bedingt umsetzbar, wo immer möglich, werden diese jedoch berücksichtigt und umgesetzt. Nicht nur wird durch die Sanierungen aus denkmalschutzrechtlicher Sicht schützenswerter Bestand erhalten, auch die bereits verbaute „graue Energie“ wird weiter genutzt, für neue Ideen und Nutzungen hergerichtet und unterschiedlichen Akteuren sowie der Stadtgesellschaft zugänglich gemacht. - Der Neubau Alter Schlachthof 51 hat Passivhausstandard. Die Beheizung erfolgt aus einer Mischung aus Fernwärme und einer kontrollierten Lüftungsanlage mit hochwertigen Filtern. Diese ermöglicht eine hocheffiziente Wärmerückgewinnung und einen niedrigen Stromverbrauch bei der Lüftung. Betrieben wird das Gebäude mit Ökostrom. Die Fassaden- und Dachbegrünung soll zur Aufrechterhaltung eines ausgewogenen Kleinklimas beitragen. - In den Gebäuden Alter Schlachthof 33 und Alter Schlachthof 57 erfolgen die Wärmeerzeugung und Kühlung durch Einsatz einer Geothermie-Anlage. Der Wärmebedarf wird komplett über die Geothermie-Anlage gedeckt, es werden keine zusätzlichen Brennstoffe benötigt. Auch hier trägt die Fassaden- und Dachbegrünung zur Aufrechterhaltung eines ausgewogenen Kleinklimas bei. Keine konkreten Zahlen - 5 - - Die Bestandsgebäude auf dem Areal des Alten Schlachthof werden nicht klimatisiert vermietet. Die Nachrüstung von Klimaanlagen durch Mieter wird untersagt. Bei den Neubauten sind lediglich einzelne hochbelastete Räume – wie z.B. die Besprechungs- oder Serverräume mit einer Klimatisierung ausgestattet. - Für ein künftiges Neubauprojekt auf dem Alten Schlachthof wurde in den ersten Planungsüberlegungen ein „cradle to cradle“-Projekt angedacht, welches in der baulichen Umsetzung aus Materialien errichtet wird, die dem Grundprinzip der Kreislaufwirtschaft entsprechen. - Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften werden Fort- und Weiterbildungen zum Thema „Nachhaltigkeit im Bauwesen“ ermöglicht. Die Gesellschaften stehen zudem im Austausch mit Kommunen, die bereits nachhaltige Bauprojekte umgesetzt haben. - Die KFG und KFE beziehen seit vielen Jahren ausschließlich NaturStrom (100% Ökostrom) bei den Stadtwerken Karlsruhe. Der Strombezug für die gesellschaftseigenen Parkgaragen (inklusive der Ladeinfrastruktur für E-Autos) wurde frühzeitig umgestellt. Auch für das Büro der Gesellschaften in der Zähringerstraße und die Werkstatt auf dem Alten Schlachthof wird NaturStrom genutzt. - Als Beitrag zur Biodiversität und Beschattung sowie zur Verbesserung des Kleinklimas werden an verschiedenen Gebäuden des Alten Schlachthofs Fassadenbegrünung und zahlreiche Rankhilfen für Kletterpflanzen angebracht. Das Baufeld vor Perfekt Futur wird derzeit von ausgeschlachtet e.V. als „urban gardening"-Projekt zwischengenutzt. Die KFE hat die Firma „Gartenspielraum" (Nutzer des Schlachthofs) für die Ausarbeitung eines Grünkonzeptes für das Gesamtareal beauftragt, das dem Bestehenden weitere, auch temporäre Elemente hinzufügen könnte. Mögliche Umsetzungsdetails werden derzeit geprüft. - Förderung der Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs für Mitarbeitende/ Reduzierung von Autoparkplätzen der Gesellschaft für Mitarbeitende - Vergünstigungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Nutzung von ÖPNV-Angeboten. Diensträder sind personalisiert und stehen auch zur kostenfreien Privatnutzung dauerhaft zur Verfügung. Ein Großteil der Beschäftigten nutzt diese Räder daher auch für die Wege von und zur Arbeitsstelle. Auch die Beschaffung von Lastenrädern wird in diesem Kontext unterstützt. Zudem sind nicht personalisierte Diensträder zum flexiblen Einsatz vorhanden. - Die KFG betreibt zudem die beiden Fahrradstationen Nord und Süd am Hauptbahnhof. Für die Umnutzung von ehemals 38 Kfz-Stellplätzen in 680 Fahrradstellplätze in der Fahrradstation Hauptbahnhof Süd ist die KFE 2020 mit dem Deutschen Fahrradpreis des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr in der Kategorie Infrastruktur ausgezeichnet worden. Der Umbau und der Betrieb der Fahrradstationen ist nicht rentabel und wird durch den Betrieb der nebenliegenden Tiefgarage querfinanziert. Die KFG ist außerdem in Überlegungen einbezogen, wo sie weitere Fahrradstationen im Innenstadtbereich betreiben könnten und erweitert sukzessive den Betrieb von Bike-Boxen im Zusammenhang mit Regiomove (z.B. Bahnhof Durlach). - 6 - - Die Gesellschaften kooperieren mit dem Carsharing-Anbieter Stadtmobil. Stadtmobile werden für Dienstfahrten eingesetzt. In den gesellschaftseigenen Großgaragen und auf dem Alten Schlachthof werden die Carsharing-Stellplätze ausgeweitet und anders als bei anderen Betreibern in Premiumlagen und mit Ladeboxen installiert. - Die gesellschaftseigenen Fahrzeuge werden käuflich erworben und im Sinne der Nachhaltigkeit über den Abschreibungs- zeitraum hinaus genutzt. Der Werkstatt auf dem Alten Schlachthof stehen auch ein Elektroauto sowie Lastenräder zur Verfügung. - In den gesellschaftseigenen Parkgaragen stehen öffentliche Ladestellen zur Verfügung. - Die Beleuchtung in den von der Gesellschaft betriebenen Parkgaragen wurde bereits seit längerem auf LED umgestellt. Die wenigen Effektbeleuchtungen (z.B. Schriftzug Alter Schlachthof) sind mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet. - In Bezug auf die Stromsparmaßnahmen der Stadt im Hinblick auf die Energiekrise wird die Gesellschaft überprüfen, ob die Beleuchtung an den Gebäuden weiter reduziert werden kann (unter Berücksichtigung ggf. Vorschriften und der Sicherheit für alle Nutzenden). - Die Gesellschaften orientieren sich an den Leitlinien des Beschaffungswesen der Stadt Karlsruhe und nutzen, wo möglich, dieselben Quellen und Dienstleister. - Die Gesellschaften achten darüber hinaus auf den Verzicht von Angeboten im Onlinehandel zugunsten von lokalen Anbietern. In der büroeigenen Teeküche werden Fairtrade-, regionale- und Bioprodukte (z.B. Kaffee, Getränke) angeboten. Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) - Maßnahmen können nicht konkret beziffert werden. - Es findet ein Audit alle zwei Jahre von der KEK zum Thema „Energie“ statt. Daraufhin wurden einige „Stromfresser“ ausgetauscht. Grundsätzlich bewegt sich die afka nach eigenen Angaben auf einem vergleichsweise guten Niveau. Das Energieaudit 2019 wurde im Aufsichtsrat vorgestellt. - Außerdem widmet sich die afka der Nachhaltigkeit. Im Bär29 verhindern sie die Entsorgung von vielen gut erhaltenen Möbeln und Kleidungsstücken, in der Fahrradwerkstatt werden aus „3 Rädern 1 Rad“ recycelt. Die restlichen Teile werden fachgerecht getrennt und dem Kreislauf zurückgeführt. Keine konkreten Zahlen Städtisches Klinikum Karlsruhe (SKK) Das Städtische Klinikum engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich Umweltschutz. - Durch die Teilnahme am „EnergieEffizienzNetzwerk (EEN)“, initiiert durch IREES (Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien), wurde 2009 die Kooperation mit externen Partnern begonnen und es werden seitdem Umweltberichte (erstmalig in 2009 für 2008) verfasst. - Beteiligung am Projekt ECOfit 2013/2014. Seitdem sind Themen Umweltschutz/Klima verstärkt im Fokus. - Entscheidung für EMAS, als allumfassendes Umweltmanagementsystem. Seit Dezember 2016 ist das SKK als eines von wenigen Großkrankenhäusern in Deutschland nach EMAS zertifiziert. Alle drei Jahre findet eine „große“ Validierung der Keine konkreten Zahlen - 7 - Umwelterklärung statt. In den Jahren dazwischen erfolgt jährlich eine Überprüfung des Sachstands der Ver- bzw. Nachbesserungen der Aktivitäten durch einen externen Umweltgutachter im Rahmen von mehrtägigen Audits. Er bewertet das Unternehmen nach umweltgerechtem Handeln und überprüft, ob die gesetzten Umweltziele eingehalten bzw. umgesetzt werden. Nachfolgend einige Beispiele zum Thema Klimarelevantes Engagement, die am SKK umgesetzt wurden: - Transparent geregelte Vorgänge und Prozesse zum Umgang mit Umweltgefährdungen und umweltgefährdenden Stoffen wurden eingeführt und umgesetzt. - Kontinuierliche Verbesserung hinsichtlich des Umgangs mit Gefahrstoffen, u.a. Einführung neuer Software (Datenbank); Reduzierung der Formalin-Mengen im OP - Veröffentlichung von Umwelttipps im Intranet des SKK - Reduzierung des Treibstoffverbrauchs bei PKW-/LKW-Flotte seit 2016 um mehr als 50 % (geringere Fahrleistung / E-Autos) - Installation von Ladestationen für E-PKW und E-Bikes - Sukzessive Umstellung der Beleuchtung auf LED - Rückbau der Dampfheizungen - Teilnahme am EuropeanEnergieAward der Stadt - Mitarbeit bei städtischen Projekten, z. B. Klimaanpassungsstrategie, Klimaneutralität, etc. - Seit Beginn des Jahres 2022 wird das Klinikum mit Öko-Strom (o.k.-Power) versorgt - Förderung der nachhaltigen alternativen Mobilität ▪ durch das subventionierte „Jobticket“ ▪ durch den Einsatz von Lastenfahrrädern und E-Bikes für innerbetriebliche Fahrten und Transporte ▪ durch die Umsetzung der Projekte „Job-Rad“ und „Mit dem Rad zur Arbeit“ Darüber hinaus sind neue Projekte angedacht bzw. teilweise in der Vorbereitung: - Reduzierung der CO 2 -Emissionen am Klinikum - Steigerung der Biodiversität – z.B. Rücknahme von Versiegelung, mehr Grün - Ausbau regenerativer Energie / Kooperation bei Photovoltaik-Anlagen auf Haus I (Weitere Prüfung für Haus T und E) - Übernahme der Vorgaben der Stadt zum Erreichen der Klimaneutralität bis 2040 - 8 - - Etablierung einer berufsübergreifenden Arbeitsgruppe „Nachhaltigkeit am SKK / Green Hospital“. Ziel der Arbeitsgruppe wird es sein, alle Beschäftigten des SKK für die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energieeffizienz zu gewinnen, um von innen heraus Klimaschutzmaßnahmen anzustoßen, umzusetzen und zu etablieren. - Eine Machbarkeitsstudie zu Aquiferspeicher. Wärme soll im Sommer im Grundwasser gespeichert und im Winter genutzt werden und umgekehrt. Das Ergebnis der Untersuchung liegt vor, aus technischer Sicht ist es ist möglich und bedarf der internen Diskussion, um das weitere Vorgehen zur Umsetzung zu klären. Die Umwelterklärung 2020 des SKK finden Sie unter diesem Link: https://www.klinikum- karlsruhe.de/fileadmin/Redaktion/UEber_uns/Zertifikate_und_Auszeichnungen/Umwelterklaerung_2020.pdf Karlsruhe Messe und Kongress GmbH (KMK) - Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH orientiert sich zum Thema Nachhaltigkeit an den UN-Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030. Im Jahr 2021 hat die Messe Karlsruhe ihre Nachhaltigkeitsvision und -strategie verabschiedet. Nachhaltigkeit wurde nun im Rahmen des laufenden Organisationsentwicklungsprozesses sowohl als Grundprinzip als auch als Handlungsprinzip in der Unternehmenskultur verankert und wird derzeit in die Geschäftsprozesse sowie in die jährlichen Strategieprozesse implementiert. Für alle Unternehmensbereiche und Messeprojekte müssen ab Herbst 2022 messbare Nachhaltigkeitsziele benannt werden, deren Erreichung künftig jährlich überprüft wird. - Derzeit wird derzeit das Umweltmanagementsystem EMAS eingeführt, um die Erreichung gesetzter Umweltziele zu monitoren und eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung zu erzielen. Eine erste Validierung soll bis September 2023 erfolgen. CO 2 -Bilanzen für beide Standorte der Messe Karlsruhe werden im Zuge der Einführung von EMAS sukzessive (weiter-)entwickelt. - Die Messe Karlsruhe hat im Rahmen ihres genehmigten Wirtschafts- und Stellenplans Personalkapazitäten umgewidmet und zu Mai 2022 eine Teilzeitstelle Nachhaltigkeit (70 %) der Entgeltgruppe 9b geschaffen. Die Mitarbeiterin begleitet die Einführung von EMAS, ist Ansprechpartnerin für das Thema Nachhaltigkeit und soll künftig als Nachhaltigkeitsmanagement- beauftragte eingesetzt werden und das Managementsystem und die externen Audits betreuen. - Die Umsetzung der im Rahmen der drei Handlungsfelder der Messe Karlsruhe (1) „Nachhaltige Durchführung und Entwicklung von Veranstaltungen“, (2) „Nachhaltige Gebäudetechnik und Infrastruktur“ sowie (3) „Nachhaltiges Unternehmensmanagement“ definierten Maßnahmen werden stets unter Wirtschaftlichkeitsaspekten bewertet und im Wirtschaftsplan berücksichtigt. - Die Investitionskosten in die nachhaltige Gebäudetechnik und Infrastruktur am Standort Messe wie beispielsweise die Installation erneuerbarer Energieträger wie Photovoltaikanlagen (Aufdach-, Fassaden- und Freiflächenanlagen einschließlich Parkplätzen) und Kleinwindkraftanlagen sowie Wärme- und Kältenetze sowie weitere Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung des Messegeländes sollen grundsätzlich von der Eigentümergesellschaft Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG getragen werden, an der außer der Stadt Karlsruhe auch der Landkreis Karlsruhe beteiligt ist. Das Investitionsvolumen ist derzeit noch nicht beziffert. Bereits bezifferbare Kosten: Teilzeitstelle (70 %) „Nachhaltigkeit“ mit der Entgeltgruppe 9b für EMAS- Zertifizierung: Dauerhaft 0,25 Vollzeitäquivalen te Externe Projektkosten: 95.000 Euro einmalig 10.000 Euro jährlich 15.000 Euro für turnusmäßige „große“ Prüfungen - 9 - - Die Einführung und Umsetzung von EMAS sowie die turnusmäßigen Prüfungen erfordern einen personellen und finanziellen Aufwand, der sich aktuell wie folgt darstellt: Dauerhaft werden 0,25 Vollzeitäquivalente für die Steuerung des Themas benötigt, die von der Messe Karlsruhe durch Umwidmung innerhalb des bestehenden Stellenplans bereitgestellt wurden, zuzüglich der Kapazitäten in den Fachbereichen, die sich derzeit noch nicht beziffern lassen. Die derzeitige Einschätzung, basierend auf Informationen der KEK, in Bezug auf die erforderlichen externen Projektkosten liegt für die Einführung und Erstzertifizierung bei etwa 95 T EUR zzgl. der jährlichen Kosten von ca. 10 T EUR sowie ca. 15 T EUR für turnusmäßig stattfindende „große“ Prüfungen. - Im Vordergrund stehen derzeit Aktivitäten in Bezug auf Handlungsfeld 2 (Nachhaltige Gebäudetechnik und Infrastruktur) am Standort Rheinstetten sowie die Einführung von EMAS (Handlungsfeld 3). - Zur Erreichung der Klimaneutralität soll die Umstellung auf eine nachhaltige Eigenversorgung mittels erneuerbarer Energien erfolgen. Hierzu wurde vor der Sommerpause 2022 ein Konzept entwickelt, für dessen stufenweise Umsetzung nun die Beauftragung der Planungsleistungen ansteht. - Bei der Durchführung und Entwicklung von Veranstaltungen (Handlungsfeld 1) wird Nachhaltigkeit als Prinzip von den Fachbereichen mitgedacht und innovativ umgesetzt. Informationen zum Nachhaltigkeits- und Klimaschutzengagement der KMK finden Sie online unter: https://www.messe- karlsruhe.de/de/messe-karlsruhe/nachhaltigkeit/ Karlsruher Bädergesellschaft Aus aktuellem Anlass findet am 19.09.2022 ein weiterer Bäderausschuss statt, in dem der zukünftige Maßnahmenkatalog zur Abstimmung vorgelegt wird. Keine konkreten Zahlen Heimstiftung Karlsruhe - Einsatz von e-Lastenrädern in verschiedenen Bereichen der Heimstiftung Karlsruhe - Job Rad-Angebot für die Mitarbeitenden der Heimstiftung Karlsruhe - stadtmobil Karten für alle Bereiche der Heimstiftung Karlsruhe - Zuschuss zu ÖPNV Monatskarten für die Mitarbeitenden der Heimstiftung Karlsruhe - Umstellung auf e-Mobilität mit ersten Fahrzeugen und einer ersten Ladestation am Standort Klosterweg. Geplant sind weitere Ladestationen beim Sybelcentrum und weitere e-Fahrzeuge. - Planung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Seniorenzentrums Parkschlössle - Planung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Sybelcentrum in Absprache mit dem Denkmalschutz - LED-Beleuchtung in den Einrichtungen der Heimstiftung Karlsruhe - Nutzung von Second-Hand-Möglichkeiten im Bereich Kinder- und Jugendhilfen (Möbel, Fahrräder, u.a.) Keine konkreten Zahlen - 10 - - Urban Gardening Projekt des Seniorenzentrums Parkschlössle mit Refarm Die Aufzählung ist nicht abschließend, da die einzelnen Einrichtungen und Bereiche viel eigenständig überlegen und umsetzen. Zu den Ausgaben für die Projekte gibt es keine Angaben. Vieles wurde über Fundraising bzw. Spenden ermöglicht. Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH (KVVH) Gemäß DIN EN 16247-1 führte die KVVH GmbH GB Rheinhäfen im Jahr 2019 ein Energie-Audit mit der KEK durch. Ziel war es, einen ökonomisch-ökologisch sinnvollen Maßnahmenkatalog zu erstellen. Aus den bei der Untersuchung gewonnenen Daten und Erkenntnissen wurden Optimierungsvorschläge abgeleitet und in einem Bericht zusammengefasst dargestellt. Hiervon wurden folgende Maßnahmen bereits umgesetzt: Geringinvestive Maßnahmen: - Umstellung der Beleuchtung auf LED in den Gebäuden Werftstraße 2 und 4, Hafenkontor incl. Parkplatz und im Fahrgastschiff - Einsatz von Zeitschaltuhren für die Untertischboiler und von abschaltbaren Steckerleisten für die technischen Kleinverbraucher und PCs - Einsatz von Perlatoren (Durchflussmengenbegrenzer) an den Waschtischen und in den Duschen  Mit einer Gesamtinvestition von ca. 25 T€ können im Jahr etwa 1,5 T€ an Strom- und Wärmekosten eingespart werden Fuhrpark: - Anschaffung eines Elektrofahrzeugs (Hundai Kona) statt eines Verbrennerfahrzeugs (Ford Focus). Die Leasingkosten sind bei beiden Fahrzeugen ungefähr gleich, so dass die Anschaffung des Elektrofahrzeugs keine zusätzlichen Kosten verursacht. Ausgegangen wird von einer Fahrleistung von 10.000 km/Jahr und einem Verbrauch von 8 l Diesel/100 km bzw. 12 kW/100 km. Der Dieselpreis liegt gerundet bei 2 €/Liter, die kWh bei 0,30 €. Im Jahr kostet der Strom für das Elektrofahrzeug rund 360 €, der Diesel für den Verbrenner rund 1.600 €. Ersparnis pro Jahr daher rund 1.240 €. - Sukzessive werden alle Verbrennerfahrzeug im Fuhrpark der Rheinhäfen gegen Elektrofahrzeug getauscht. Mittel-investive Maßnahmen (derzeit in der Umsetzung): - Weitere Umstellung der Hafenring-Beleuchtung auf LED - Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes Werftstraße 4  Investitionskosten beider Maßnahmen ca. 200 T€; Einsparung Stromkosten pro Jahr rund 15 T€. Das Energieaudit 2019 wurde dem Aufsichtsrat vorgestellt. Investment gesamt: 250.000 Euro Einsparung durch Energiemaßnah men Strom/Wärme: 17.740 Euro - 11 - Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) - Das gesamte „finanzielle klimarelevante Engagement“ liegt den GR-Mitgliedern in Form des jeweiligen Haushalts vor. Im Einzelnen sind daher die Mittel für den städtischen Grundzuschuss sowie die Einzelposten Beratungszentrum, EnergieQuartiere und den Stromsparcheck bekannt. - Für die KEK als Ganzes kann der Jahresabschluss öffentlich eingesehen werden (es werden alle Tätigkeiten als klimarelevantes Engagement betrachtet). - Seit 2010 besitzt die KEK ein Umweltmanagement-System nach der europäischen EMAS-Verordnung. Damit hat die KEK einen weiteren wesentlichen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit vollzogen und sich mit ihren Umweltleitlinien ehrgeizige Ziele gesetzt. Alle Umwelterklärungen seit 2010 sind online abrufbar: https://www.kek-karlsruhe.de/ueber- uns/umweltmanagement/