Neubau Schulsport- und Basketballhalle / Lina-Radke-Halle
| Vorlage: | 2022/0545 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 13.05.2022 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Bauausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 07.07.2022
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2022/0545 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: HGW Neubau Schulsport- und Basketballhalle/ Lina-Radke-Halle Vorstellung der fertiggestellten Maßnahmen Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Bauausschuss 07.07.2022 2 x Information (Kurzfassung) Der Neubau der Lina-Radke-Halle ist als Dreifeld- Schulsporthalle und Basketballhalle geplant und umgesetzt worden. Die Halle trägt auf der einen Seite zur Deckung des Fehlbedarfs an Schulsporthallen im Südwesten der Stadt bei und dient außerdem dem Basketball Leistungssport als Ersatzspielstätte während der Schließungszeit der Europahalle. Nach 1 ½ jähriger Bauzeit wurde das Gebäude Ende 2020 an den Nutzer übergeben. Die vorläufige Kostenfeststellung beträgt ca. 21. Mio Euro und liegt somit unter dem genehmigten Budget von 21,59 Mio Euro. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☒ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☐ negativ ☒ geringfügig ☒ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Ausgangssituation Laut Gutachten der Karlsruher Sportentwicklungsplanung besteht in Karlsruhe ein Mangel an Dreifeldsporthallen, die multifunktional genutzt werden können. Zudem fehlte durch die Schließung der Europahalle eine geeignete Spielstätte für die in die 2. Bundesliga Pro A aufgestiegene Basketball-Mannschaft PSK Lions. Um hier insgesamt Abhilfe zu schaffen, wurde der Neubau der Dreifeldsporthalle mit Tribüne für 1.500 Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Freifläche der Elisabeth-Selbert-Schule beschlossen. Sie ermöglicht neben Basketballspielen eine wichtige Entlastung als Ausweichstandort für den innerstädtischen Schul- und Vereinssport. Des Weiteren werden in der Halle hochklassige Spiele im Ballsport mit einer Zuschauerkapazität über 400 Personen und Wettkämpfe im Bereich Turnen stattfinden. Der Neubau der Schulsport- und Basketballhalle wurde durch einen Generalübernehmer realisiert. Bei diesem Verfahren wird in einem frühen Planungsstadium eine funktionale Leistungsbeschreibung erstellt, auf dessen Grundlage sowohl die weitere Planung als auch die Bauausführung durch einen Auftragnehmer realisiert wird. Dazu wurde ein europaweites nicht offenes Verfahren mit Teilnahmewettbewerb durchgeführt, welches ohne wertbares Ergebnis geschlossen wurde. Da auch ein erneutes Verfahren kein annehmbares Ergebnis brachte, wurde es ebenfalls aufgehoben. Nach einem anschließenden Verhandlungsverfahren mit dem einzigen Bieter wurde die Firma Peter Groß Hochbau GmbH & Co. KG mit der Leistung beauftragt. Sowohl zeitlich als auch finanziell hatte in diesem Fall die Vergabe an einen Generalübernehmer keine Vorteile gegenüber einer konventionellen Auftragsvergabe, da die erste europaweite Ausschreibung erfolglos blieb und bei der darauffolgenden Ausschreibung nur ein Angebot abgegeben wurde. Entwurf Es wurde eine Dreifeldsporthalle mit Tribünen für 1.500 Zuschauerinnen und Zuschauer und allen erforderlichen Neben- und Technikräumen errichtet. Sie entspricht neben den Anforderungen für den Schul- und Vereinssport dem Standardkatalog der 2. Basketball-Bundesliga. An den Längsseiten des Normspielfeldes mit der Abmessung 27 x 45 m befinden sich die Zuschauertribünen mit ausziehbaren Elementen. Für den Schul- und Vereinssport kann das Spielfeld durch Trennvorhänge in 3 Spielfelder mit einer Größe von je 15 x 27 m unterteilt werden. Der Hauptzugang von der Steinhäuserstraße erfolgt über ein Foyer mit Ausstellungsfläche und Garderobe sowie angeschlossener Cateringstation und Besuchertoiletten. Die Sportlerumkleiden im Erdgeschoss werden über zwei Seiteneingänge erschlossen. Im Obergeschoss sind der VIP- Bereich mit Küche, Büro- und Technikräumen sowie weitere Cateringstationen untergebracht. Baukonstruktion Das nicht unterkellerte Gebäude ist in konventioneller Stahlbeton-Massivbauweise errichtet. Das Tragwerk der Halle ist als Stahl-Fachwerk-Konstruktion ausgeführt. Die Dachfläche wurde extensiv begrünt und mit einer Photovoltaik-Anlage versehen. Das gesamte Gebäude ist mit hochgedämmten und hinterlüfteten Fassaden bekleidet, im Erdgeschoss mit Sichtbetonelementen, im Obergeschoß mit Holz. Die Sportfläche wurde mit einem flächenelastischen Sportboden mit Parkettoberfläche ausgestattet. Gebäudetechnik Die Energieversorgung für Heizzwecke erfolgt über den Fernwärmeanschluss der Elisabeth-Selbert-Schule. Die Halle wird über die Lüftungsanlage beheizt, in den Nebenräumen sind eine Warmwasser- Fußbodenheizung sowie stationäre Heizkörper installiert. – 3 – Die Gesamtzuluftmenge der Halle, die sich aus der Luftmenge für Sportler und Zuschauer errechnet, reicht bei Überströmung in die Nebenräume aus, um dort die abgesaugte Luft zu ersetzen, die benötigt wird um feuchteangereicherte und geruchsbelastete Luft aus Duschen, Umkleiden, WC und sonstigen Nebenräumen abzuführen. Für die Energieversorgung der Sporthalle wurde eine Mittelspannungsschaltanlage sowie ein 630 kVA Trafo aufgebaut. Zur Stromversorgung der einzelnen Bereiche wurden Unterverteiler installiert. Sicherheitsbeleuchtung und flächendeckende Brandmeldeanlage wurden gemäß Versammlungsstätten- Verordnung ausgeführt. Betrachtung der CO 2 -Relevanz Das Gebäude erfüllt die Anforderungen an den Passivhausstandard gemäß den Leitlinien der Stadt Karlsruhe. Die große Photovoltaik-Anlage leistet ca. 99 kWPeak, durch die PV-Anlage können die Emissionen weitestgehend bilanziell ausgeglichen werden. Projektvorstellung 18.01.2019 Haushaltseinstellung DHH 19/20 Baubeginn Generalübernehmer August 2019 Fertigstellung Generalübernehmer Inbetriebnahme Schul- und Vereinssport Erstes Liga Spiel PSK Lions Dezember 2020 Juli 2021 September 2021 Genehmigtes Budget Kostenfeststellung (vorläufig) 21.590.000 Euro 21.000.000 Euro