Akzeptanz zwangsweiser vegetarischer Verpflegung an Schulen

Vorlage: 2022/0491
Art: Anfrage
Datum: 03.05.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Schul- und Sportamt
Erwähnte Stadtteile: Daxlanden

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 31.05.2022

    TOP: 30

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Anfrage
    Extrahierter Text

    Anfrage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier AfD-Gemeinderatsfraktion Eingang: 03.05.2022 Vorlage Nr.: 2022/0491 Akzeptanz zwangsweiser vegetarischer Verpflegung an Schulen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 31.05.2022 30 x Die Verwaltung wird hinsichtlich der Schulen Anne-Frank-Schule Eichendorffschule Gartenschule Grundschule Daxlanden Hans-Thoma-Schule Heinrich-Köhler-Schule Leopoldschule Pestalozzischule Tullaschule um die Beantwortung folgender Fragen zum Schulmittagessen gebeten: 1. Wie viele Essen, differenziert nach vegetarischen und nicht vegetarischen Mahlzeiten, werden an Tagen, an denen Wahlfreiheit zwischen Essen mit und ohne Fleisch besteht, ausgegeben? 2. Wie viele Essen werden an den Karlsruher Schulen an Tagen, an denen ausschließlich vegetarische Mahlzeiten angeboten werden, ausgegeben? Hierzu bitte beachten: Es sind nicht die Zahlen der angelieferten, sondern vielmehr die Zahlen der tatsächlich ausgegebenen Essen anzugeben! 3. Wie viele Schüler hätten auf dieses Angebot an Schulverpflegung an wie vielen Tagen insgesamt zurückgreifen können, wenn sie es gewollt hätten? Da aufgrund der im Zuge der Ausbreitung des Corona-Virus getroffenen behördlichen Anordnungen die Schülerzahlen im Präsenzunterricht starken Schwankungen unterworfen waren, den Ausweis der Zahlen zu den Punkten 1 bis 3 bitte monatsweise für die Schuljahre 2019/2020, 2020/2021 und 2021/2022 (erstes Halbjahr) differenziert nach den genannten Schulen. Begründung: Noch im November 2019 argumentierte die Stadt in der Vorlage zur Umstellung der Zuschlagskriterien für die Vergabe von Schulmittagessen gegen die Einführung zwangsweiser vegetarischer Tage mit folgender Begründung „unter Zwang erfolgen erfahrungsgemäß eher eine Ablehnung des Angebotes und das Ausweichen auf andere Möglichkeiten der Verpflegung“. – 2 – Entgegen diesen Erfahrungen hat der Gemeinderat gegen die Stimmen der AfD am 22. Juni 2021 im Rahmen der Vergabe der Lieferung von Mittagsverpflegung an neun Schulen beschlossen, die Zahl der zwangsweise vegetarischen Tage von zwei auf drei pro Woche zu erhöhen. Ziel der Mittagsverpflegung der Schüler muss sein, die so Schüler zu verpflegen, dass der Nachmittagsunterricht erfolgreich durchgeführt werden kann. Dies setzt jedoch voraus, dass das angebotene Essen auch von ihnen angenommen wird. Es gehört dagegen definitiv nicht zur Aufgabe der Stadtverwaltung, den Schülern eine bestimmte Haltung zum Thema Essen anzuerziehen. Unterzeichnet von: Dr. Paul Schmidt Oliver Schnell Ellen Fenrich

  • StN AfD Vegetarische Verpflegung Schulen
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zur Anfrage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier AfD-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2022/0491 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: SUS Akzeptanz zwangsweiser vegetarischer Verpflegung an Schulen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 31.05.2022 30 Die Verwaltung nimmt wie folgt zu den Fragen Stellung: 1. Wie viele Essen, differenziert nach vegetarischen und nicht vegetarischen Mahlzeiten, werden an Tagen, an denen Wahlfreiheit zwischen Essen mit und ohne Fleisch besteht, ausgegeben? Die angeforderten Daten liegen der Verwaltung zu den in der Anfrage aufgeführten Schulen nicht vor. Bei den angefragten Grundschulmensen erfolgt die Essenteilnahme pauschaliert im Vertragssystem. Eine tägliche Auswahlmöglichkeit für jede einzelne Schülerin oder jeden einzelnen Schüler und somit eine Nachverfolgbarkeit der einzelnen Bestellungen besteht nicht. Dies ist nur beim Chipsystem gegeben. Die Schulsekretariate erfassen lediglich die täglichen Gesamteilnahmezahlen für die jährlich zu erstellende Mensastatistik. 2. Wie viele Essen werden an den Karlsruher Schulen an Tagen, an denen ausschließlich vegetarische Mahlzeiten angeboten werden, ausgegeben? Hierzu bitte beachten: Es sind nicht die Zahlen der angelieferten, sondern vielmehr die Zahlen der tatsächlich ausgegebenen Essen anzugeben! An den Ganztagsgrundschulen gehört das gemeinsame Mittagessen zum pädagogischen Konzept, und dort nehmen deshalb grundsätzlich alle Kinder unabhängig vom Tagesangebot am Mittagessen teil. Ausfälle erfolgen im Regelfall nur bei kurzfristiger Erkrankung beziehungsweise in der Pandemie auch durch Quarantänefälle. Ein Zusammenhang zwischen Teilnahmezahlen und dem Angebot an vegetarischen und nicht vegetarischen Menüs ist nicht erkennbar. 3. Wie viele Schüler hätten auf dieses Angebot an Schulverpflegung an wie vielen Tagen insgesamt zurückgreifen können, wenn sie es gewollt hätten? In den betroffenen Schulen hat jedes Kind im Ganztagszug die Möglichkeit, am Mittagessen teilzunehmen und erhält dieses im Rahmen der angebotenen Essenstage pro Woche. Der Verwaltung liegen keine Anhaltspunkte zu Verhaltensänderungen seit der Neuvergabe der Schulessensverträge im Jahr 2021 vor. Seit September 2021 gibt es an den angefragten Grundschulen pro Schulwoche an drei Tagen zwei vegetarische Menüangebote und an zwei Tagen ein vegetarisches Menü und ein Menü mit Fisch oder Fleisch. Durch die vertraglichen Vereinbarungen ist sichergestellt, dass alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von einer Fleischkomponente ein den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft der Ernährung e.V. (DGE) entsprechendes gesundes Mittagessen, mit dem die erfolgreiche Bewältigung des Nachmittagsunterrichtes gesichert ist, einnehmen können.

  • Protokoll GR 31.05.2022 TOP 30
    Extrahierter Text

    Niederschrift 39. Plenarsitzung des Gemeinderates 31. Mai 2022, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 31. Punkt 30 der Tagesordnung: Akzeptanz zwangsweiser vegetarischer Verpflegung an Schulen Anfrage: AfD Vorlage: 2022/0491 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 30 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldungen) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 15. Juni 2022