Nahwärme für das geplante Neubaugebiet Esslinger- und Heidenheimer Straße

Vorlage: 2022/0471
Art: Antrag
Datum: 29.04.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Ortsverwaltung Wettersbach
Erwähnte Stadtteile: Grünwettersbach, Palmbach

Beratungen

  • Ortschaftsrat Wettersbach (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 10.05.2022

    TOP: 5

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: erledigt durch Stellungnahme der Verwaltung

Zusätzliche Dateien

  • Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion Wettersbach Vorlage Nr.: 174 Verantwortlich: Dienststelle: Nahwärme für das geplante Neubaugebiet Esslinger- und Heidenheimer Straße Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Wettersbach 10.05.2022 5 X Die CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion beantragt im Ortschaftsrat Wettersbach a) die Energie- und Wärmeversorgung des geplante Nahwärmenetz Wettersbach an das kommende Neubaugebiet, an der Esslinger Straße und Heidenheimer Straße, anzuschließen. b) sollte die Nahwärmeversorgung nicht verwirklicht werden, soll das Neubaugebiet an die städtische Gasversorgung angeschlossen werden. Begründung: Bei der Sitzung des Ortschaftsrates am 15. Dezember 2021 wurde vom Stadtplanungsamt berichtet, dass im Bebauungsplan ein klimaneutrales Quartier geplant ist. Es sollen umweltfreundliche Heizsysteme vorgeschrieben werden und damit Ölheizungen, sowie Gasheizungen ausgeschlossen werden. Bereits vor über zwei Jahren wurden dem Ortschaftsrat eine fertige Machbarkeitsstudie für die geplante Nahwärmeversorgung in Grünwettersbach und Palmbach vorgestellt. Die Strom- und Wärmeerzeugung soll unweit des zukünftigen Baugebietes mit erneuerbaren Energieträgern, entlang der Autobahn, stattfinden. Nach damaliger Aussage der KEK wurde bei den bisherigen Planungen ein mögliches Neubaugebiet noch nicht berücksichtigt. Bei der Sitzung am 19.05.2020 beauftragte der Ortschaftsrat Wettersbach die Verwaltung das Nahwärmekonzept zu entwickeln. Gemäß der Machbarkeitsstudie sollte die Planungsphase im April 2021 beginnen, der Beginn der Bauphase war ab Oktober 2023 vorgesehen. Da dem Ortschaftsrat bisher keine fortgeschriebene Entwurfsplanung vorliegt, gehen wir davon aus, dass die aktuelle Planung nun das Neubaugebiet Esslinger Straße miteinschließt. Insofern bitten wir in der Sitzung des Ortschaftsrats den fortgeschrieben Planungsstand mit einem integrierten Alt- und Neubaugebiet zum Energie- und Nahwärmekonzept Wettersbach vorzulegen. In diesem Zusammenhang sollte auch eine verstärkte Ladeinfrastruktur von E-Fahrzeugen in Wettersbach berücksichtigt werden. Um ein klimaneutrales Quartier zu ermöglichen, müssen die Planungen an der Esslinger Straße und Heidenheimer Straße und die Planungen der Nahwärmeversorgung zeitgleich entwickelt und verwirklicht werden. Sollte aus wichtigen Gründen das Nahwärmenetz nicht verwirklicht werden, bzw. für das Neubaugebiet nicht zur Verfügung stehen, sollen Gasheizungen als Übergangslösung erlaubt werden unterzeichnet von: Roland Jourdan, Fraktionsvorsitzender und Paul Wirtz

  • Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion Wettersbach Vorlage Nr.: 174 Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: KEK Nahwärme für das geplante Neubaugebiet Esslinger- und Heidenheimer Straße Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Wettersbach 10.05.2022 5 Kurzfassung Für die Umsetzung der Varianten aus der Machbarkeitsstudie „Nahwärme Wettersbach“ auf Basis von Solarthermie konnte bisher kein Betreiber gefunden werden. Daher besteht diese Möglichkeit für eine klimafreundliche Wärmeversorgung des Neubaugebietes nicht. Eine Gasversorgung des Neubaugebietes ist sowohl aus Klimaschutzgründen wie auch aufgrund der aktuellen globalen Situation nicht zu empfehlen. Neu errichtete Wohngebäude erreichen heute einen sehr niedrigen Wärmebedarf, so dass es wirtschaftlichere und klimafreundlichere Alternativen für die Wärmeversorgung gibt, als Erdgas. Daher wurde ein Energiekonzept für das Neubaugebiet durch team für technik erstellt, welches Alternativen für die Investierenden, die auch wirtschaftlich sind, aufzeigt. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☒ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☐ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☐ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Im Abschlussbericht des Energiequartiers Wettersbach wurden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie „Nahwärme Wettersbach“ auf Basis von Solarthermie und Alternativen zum Nahwärmekonzept für die anvisierte Fläche dargestellt. Zur Umsetzung des Nahwärme-Konzeptes wurden zwei mögliche Betreiber eingebunden. Trotz zahlreicher Gespräche konnte jedoch keiner der beiden Projektierer für eine Umsetzung des Konzeptes gewonnen werden. Die Maßnahmen zur Umsetzung des Nahwärmekonzeptes wurden deshalb in Absprache mit dem Umweltamt Karlsruhe im Dezember 2020 eingestellt. Auf die geplante Sensibilisierung der Bürger*innen zur Anbindung an das Nahwärmekonzept wurde daraufhin verzichtet. Nachdem für die Realisierung des Nahwärmenetzes in Wettersbach kein Projektierer gefunden werden konnte, wurde eine alternative Lösung als Beitrag zur Kohlendioxidreduktion gesucht. Die bereits in der Machbarkeitsstudie avisierten Flächen für Photovoltaik oder Solarthermie wurden daraufhin für eine große Freiflächen-PV-Anlage evaluiert. Die Stadtwerke Karlsruhe haben die Projektleitung der PV- Freiflächenanlage im Oktober 2021 übernommen. Neubauten werden heute als KfW55 Effizienzhaus oder besser errichtet. Der Wärmeenergiebedarf ist sehr gering und es reicht eine Wärmepumpe zum Beheizen aus (siehe hierzu die Empfehlungen im Energiekonzept, das dem Ortschaftsrat bereits nicht-öffentlich vorgestellt wurde). Eine Koppelung der Nahwärme mit Bestandsgebäuden ist aufgrund des unterschiedlich hohen Wärmebedarfs problematisch, da mit Kompromissen keine optimierten Lösungen geschaffen werden können. Dies zeigen die Erfahrungen aus den Ergebnissen der Nahwärmestudie von Wettersbach. Bestandsgebäude sollten von Neubauten getrennt betrachtet werden.