Sachstandsbericht "Strategische Innenentwicklung von Gewerbeflächen - nachhaltig und innovativ"

Vorlage: 2022/0448
Art: Informationsvorlage
Datum: 07.06.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtplanungsamt
Erwähnte Stadtteile: Grötzingen, Grünwinkel, Mühlburg

Beratungen

  • Planungsausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 07.07.2022

    TOP: 13

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: einstimmig beschlossen

  • Ausschuss für Umwelt und Gesundheit

    Datum: 05.07.2022

    TOP: 1

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: einstimmig zugestimmt

Zusätzliche Dateien

  • Anlage 1a_Übersicht_Steckbriefe_Liste
    Extrahierter Text

    Ausschuss für Wirtschaftsförderung │ Ausschuss für Umwelt und Gesundheit │ Planungsausschuss │ Anlage 1a Steckbriefe in der Übersicht Nr. Name Größe (ha) 1.1 MiRO 543,7 1.2 Dea-Scholven-Straße 46,9 2.1 Husarenlager/G.-Braun-Straße 16,9 2.2 Daimlerstraße 24,2 2.3 Industriepark Siemens 41,1 2.4 Gablonzer Straße/Schoemperlenstraße 25,7 2.5 Fachmärkte Mühlburg 8,2 2.6 Autohäuser Mühlburg 2,1 3 Hafen 244,0 4.1 Michelinstraße 41,8 4.2 Liststraße 26,6 4.3 Zepplinstraße 45,6 4.4 Bannwaldallee 13,2 4.5 Pulverhausstraße 27,1 4.6 Wilhelm-Leuschner-Straße 14,0 4.7 Gebrüder-Bachert-Straße 6,8 5.1 Pfizer-Areal 23,4 5.2 Storrenacker/An der Tagweide 64,6 5.3 Roßweid 46,2 5.4 Auf der Breit 49,8 6.1 Östl. Ottostraße/Östl.Wachhaustraße (A u. C in der Studie) 44,1 6.2 Westl. Ottostraße (B in der Studie) 28,7 6.3 Südwestl. Wachhaustraße (D) 8,8 7 Kleines Bruch 19,2 8 Kirchfeld Nord 12,2 9.1 Spöcker Straße 3,7 9.2 Am Sandfeld 7,3 10 Technologiepark 28,0 11.1 Gerwigstraße/Käppelestraße 29,2 11.2 Gerwigstraße/Weinweg 22,4 11.3 Ostring/Weinweg 3,1 11.4 Alter Schlachthof 10,7 11.5 Gleisbauhof Nord 10,7 12.1 Nördliche Pforzheimer Straße 5,9 12.2 Südliche Pforzheimer Straße 8,2 12.3 Raumfabrik 9,3 13.1 Östl. Durmersheimer Str. I 4,0 13.2 Westl. Durmersheimer Str. 10,7 13.3 Östl. Durmersheimer Str. II 3,9 13.4 Schliffkopfweg 6,3 14.1 Nördl. Talstraße 3,6 14.2 Südl. Talstraße 5,3 15 Lange Richtstatt 14,2 16 Egon-Eiermann-Allee/Sudetenstraße 5,9 Ausschuss für Wirtschaftsförderung │ Ausschuss für Umwelt und Gesundheit │ Planungsausschuss │ Anlage 1a 17.1 Technologiefabrik 9,5 17.2 Brauerei-Gelände 3,6 18 Ludwig-Erhardt-Allee 3,7 19 Am Waidweg 6,2 20 Wolfahrtsweierer Straße (Gleisbauhof Süd) 13,5 21 Südl. Fautenbruchstraße 2,3 22 In den Beun (Tiengener Straße) 3,4 23 Hartmannsgärten südl. der Pfinz 1,2 24 Augustenburgstraße 0,8 25 Am Herrenweg - West 2,9 26 Windelbachstraße 6,3 27 Kleinsteinbacherstraße 4,3 28 Gewerbering/Am Zinken 6,1

  • Anlage 1b_Übersicht_Steckbriefe_Plan_A3
    Extrahierter Text

    14.2 14.1 4.7 4.6 6.1 13.4 6.3 12.3 12.2 4.3 11.3 11.2 11.1 4.1 2.6 3 5.4 10 5.2 5.3 9.2 1.2 9.1 8 7 1.1 13.2 2.3 2.2 2.4 2.1 2.5 4.2 13.1 13.3 6.2 12.1 5.1 4.4 4.5 18 28 16 15 19 11.4 17.1 17.2 11.5 20 21 22 23 24 25 26 27 ± Amtsleitung: Heike Dederer Bereichsleitung: Carsten Czaja Projektleitung: Pz Gezeichnet: 1:60.000 Maßstab: 26 .04.202 2 Datum: Übersicht Steckbriefe Stand 202 2 Generalplanung und Stadtsanierung Prof. Dr.-Ing. Anke Karmann-Woessner 0 1.000 2.000 Meter Übersicht Steckbriefe Stand 2022 Gewerbegebiete Pfad: X:\_Projekte\Strategische Gewerbeflächen\Strategische Gewerbeflächen.aprx Anlage 1b

  • Anlage 2_Steckbriefe_Beispiele
    Extrahierter Text

    Gewerbegebiet Steckbrief 2.4Gablonzer Straße/SchoemperlenstraßeStadt Karlsruhe Nr. 2.4 Regionalplan Neubau Radschnellweg Ausbau Eisenbahnstrecken Vorbereitende BLP Gewerbe Sondernutzung (EZH) Verbindliche BLP 238 (1952) , 614 (1985), 656 (1991) Klimaanpassungsplan Höhenentwicklungskonzept Erscheinungsbild öffentlicher Raum Erscheinungsbild priv. Grundstücke Entfernung zu sensiblen Nutzungen Betriebswohnungen Gemäß BauNVO ausnahmsweise zulässig. Gablonzer Straße/Schoemperlenstraße 25,75 ha; Mühlburg Städtebau Ausweisung von klimaökologischen Sanierungsgebieten, Einwirkungsbereich von Kaltluft, Ergänzende Neupflanzungen, Neueinrichtungen von Pocket-Parks Zone: Dynamisches Band, Stadteingang Bäume entlang der Straßen, Straßenraum ausreichend breit Grundstücke sind nutzungsabhängig gestaltet, teilweise mit mod. Gebäuden und hohen Grundstückseingrenzungen zur Straße, große Lagerfreiflächen, teilweise einfache Bebaung, Adressbildung/ Gebietsauftakt Gablonzer Straße bildet abgeschlossenen Bereich, im Süden sehr verloren. Eingänge im Osten und Südwest sehr unscheinbar. Wohnen direkt angrenzend, Seniorenzentrum im Gebiet 06.05.2022Beispiel SteckbriefSeite 1 von 6 Gewerbegebiet Steckbrief 2.4Gablonzer Straße/SchoemperlenstraßeStadt Karlsruhe Breitband Internet Fernwärme Kinderbetreuung Kantine und Mittagstisch Restaurant und Bar Sport- und Freizeitaktivitäten Erreichbarkeit von Autobahn Öfftl. Stellplätze PKW Anschluss Bahngleise Erreichbarkeit Öfftl. Stellplätze Fahrrad Zustand Radwege/Straße Bike-Sharing-Stationen S-Bahn/Tram Bus Ladesäulen für Elektrofahrzeuge Branchenmix kleinteiliges Gewerbe, Einzelhandel, Handwerk, Vergnügungstätten Kurzfassung und Empfehlung Der Bereich weißt eine sehr heterogene Struktur auf, sowohl von der Bebauung, als auch von der Eigentümerstruktur. Die Gablonzer Straße weißt einen sehr introvertierten und geschlossenen Charakter auf. In dem Bereich sind viele freizeitbezogene und einige gewerbefremde Nutzungen zu finden. Um das Gebiet zu ordnen und weiterzuentwickeln wird detaillierte Betrachtung in Form einer Lupe empfohlen. Vorhandene Gewerbearten nein (möglich bei Reaktivierung Hardtbahn) Radverkehr Direkte Einbindung in der Radwegenetz; 5 km bis zum Zentrum Im öffentlichen Raum so gut wie keine vorhanden. Straßen im verbesserungswürdigen Zustand, Fahradweg entlang der Neureuter Straße, Mischnutzung mit Fußgängern Nicht vorhanden ÖPNV S5 und Linie 2, je 10-Minutentakt, je eine Hstl. am Gebietsrand; KVG möchte Hardtbahn reaktivieren nein Innovative Mobilität ja (2x 22kw) Ausreichend öffentliche Parkplätze vorhanden Technische Infrastruktur Ggf. als Fördergebiet für Glasfaserausbau vorzusehen ja Soziale Infrastruktur KiTa im direkter Nähe, 83 Plätze Gastronomie/Freizeit Restaurant in 850 Meter Entfernung Restaurant in 600 Meter Entfernung Fitnessclub, Tanzclub, Bowlingbahn, Discothek im Gebiet Verkehr Ca. 8,2 Km (A65) 06.05.2022Beispiel SteckbriefSeite 2 von 6 Gewerbegebiet Steckbrief 2.4Gablonzer Straße/SchoemperlenstraßeStadt Karlsruhe Fläche (Flurstücke)GrößeEigentumBPL-Nr.NutzungZeithorizont A (8500/3) 4.791 m² Privat628Unterg./Plangfristig B (8855/8856) 1.109 m² Privat628Unterg./Plangfristig C (8838) 2.284 m² Privat628Unterg./Plangfristig D (8932) 2.231 m² Privat628Unterg./Plangfristig Flächenpotenziale 06.05.2022Beispiel SteckbriefSeite 3 von 6 Gewerbegebiet Steckbrief 5.3Roßweid/GreschbachstraßeStadt Karlsruhe Nr. 5.3 Regionalplan Siedlungsfläche (G) Sicherung von Wasservork. 110 kV Fernleitung Vorbereitende BLP Gewerbe Überschwemmungsgebiet Angrenzend LSG Verbindliche BLP 526, 526b, 527, 527b Klimaanpassungsplan Höhenentwicklungskonzept Erscheinungsbild öffentlicher Raum Erscheinungsbild priv. Grundstücke Entfernung zu sensiblen Nutzungen Betriebswohnungen Absprache mit BOA, Ausnahmsweise zulässig Roßweid (Greschbachstraße) 46,19 ha; Grötzingen Städtebau Klimatisch belastete Quartiere, ergänzende Neupflanzung von Bäumen, Suchräume für Pocket-Parks, Entstehungsbereiche von Kaltluft Zone: Dynamisches Band, Torsituation/Stadteingang Bäume entlang der Straßen, Straßenraum ausreichend breit, öffentl. Stellplätze vorhanden Grundstücke sind nutzungsabhängig gestaltet, teilweise mit modernen Gebäuden und hohen Grundstückseingrenzungen zur Straße, große Lagerfreiflächen, teilweise einfache Bebauung Adressbildung/ Gebietsauftakt Nicht vorhanden Wohnen ca. 300 m entfernt 06.05.2022Beispiel SteckbriefSeite 4 von 6 Gewerbegebiet Steckbrief 5.3Roßweid/GreschbachstraßeStadt Karlsruhe Breitband Internet Fernwärme Kinderbetreuung Kantine und Mittagstisch Restaurant und Bar Sport- und Freizeitaktivitäten Erreichbarkeit von Autobahn Öfftl. Stellplätze PKW Anschluss Bahngleise Erreichbarkeit Öfftl. Stellplätze Fahrrad Zustand Radwege/Straße Bike-Sharing-Stationen S-Bahn/Tram Bus Ladesäulen für Elektrofahrzeuge Branchenmix Kurzfassung und Empfehlung Linie 32, 20 Minutentakt in der HVZ (6-9 Uhr und 13-19 Uhr). Keine Bedienung in NVZ; 6 Hst. Je 300 Meter Entfernung Innovative Mobilität Nicht vorhanden Vorhandene Gewerbearten Emissionsarmes verarbeitendes Gewerbe, Fachhändler, kleinteilige Handwerksbetriebe, Logistik und Lager, wenig Dienstleistungen Der Bereich weißt eine sehr heterogene Struktur auf, sowohl von der Bebauung, als auch von der Eigentümerstruktur. Die Grundstücke sind teilweise untergenutzt und weisen viel Potenzial für eine Nachverdichtung auf. Einige Grundstücke wurden von der Stadt, mit dem Ziele eine angemessen Entwicklung durchzuführen gekauft. Eine detaillierte Betrachtung in Form einer Lupe wird empfohlen. Nicht vorhanden Verkehr Ca. 2,3 km (BAB 5) Ausreichend öffentliche Parkplätze vorhanden nein Radverkehr Direkte Einbindung in der Radwegenetz; 6,9 km bis zum Zentrum Im öffentlichen Raum so gut wie keine vorhanden. Keine Radwege/Radfahrstreifen vorhanden, verbesserungswürdiger Zustand der Straßen Nicht vorhanden ÖPNV Gastronomie/Freizeit Vereinsgastätte in 700 Meter Entfernung Vereinsgastätte in 700 Meter Entfernung Fitnessstudio im Gebiet. Sportvereine in benachbarten Gewerbegebieten Technische Infrastruktur Ggf. als Fördergebiet für Glasfaserausbau vorzusehen Nicht vorhanden Soziale Infrastruktur Kinderkrippe im Gebiet, 30 Kinder 06.05.2022Beispiel SteckbriefSeite 5 von 6 Gewerbegebiet Steckbrief 5.3Roßweid/GreschbachstraßeStadt Karlsruhe Fläche GrößeEigentumBPL-Nr.NutzungZeithorizont Fläche (Flurstücke)GrößeEigentumBPL-Nr.NutzungZeithorizont A (9511) 1.502 m² Privat526unbebautmittelfristig B (8545/27) 1.867 m² Privat526Unterg./Pmittelfristig C (8545/37, 8545/45) 54.005 m² Stadt527unbebautlangfristig D (8545/5) 4.152 m² Privat527Unterg./Pmittelfristig E (8545/4) 2.872 m² Privat527Unterg./Pkurzfristig F (8545/2) 4.954 m² Stadt527Unterg./Pkurzfristig Flächenpotenziale 06.05.2022Beispiel SteckbriefSeite 6 von 6

  • Vorlage Sachstandsbericht Startegische Innenentwicklung
    Extrahierter Text

    Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2022/0448 Verantwortlich: Dez. 6/Dez.4 Dienststelle: StplA/Wifö Sachstandsbericht "Strategische Innenentwicklung von Gewerbeflächen - nachhaltig und innova- tiv" Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Ausschuss für Wirtschaftsförde- rung 24.06.2022 x Ausschuss für Umwelt und Gesund- heit 05.07.2022 x Planungsausschuss 07.07.2022 13 x Information (Kurzfassung) Der Ausschuss nimmt den Sachstand zur Strategischen Innenentwicklung von Gewerbegebieten – nachhal- tig und innovativ zur Kenntnis und stimmt dem vorgeschlagenen Vorgehen zu. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Im Rahmen des üblichen Verwaltungs- handelns (Raummiete, Catering, Webseite usw.) Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Er- läuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Wirtschafts- und Wissen- schaftsstadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☐ Ja ☒ durchgeführt am 01.06.2022 (OR Grötzin- gen) Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Im Rahmen des IQ-Leitprojektes „Innenentwicklung von Flächen“ hat der Gemeinderat im Dezember 2019 die Bildung eines dezernatsübergreifenden interdisziplinären Teams – bestehend aus dem Stadtplanungs- amt und der Wirtschaftsförderung mit Unterstützung durch den Umwelt- und Arbeitsschutz beschlossen (Vorlage 2019/1090: „Weiteres Vorgehen bei der Innenentwicklung von Gewerbeflächen und im Gewerbe- gebiet Grünwinkel im Anschluss an das Projekt REGEKO“). Dafür hat der Gemeinderat befristet bis 31.12.2024 jeweils eine Stelle beim Stadtplanungsamt und der Wirtschaftsförderung zur Verfügung gestellt. Während des Projektes REGEKO in Grünwinkel hat man erste Erfahrungen für die Weiterentwicklung eines bestehenden Gewerbegebietes gesammelt, die es nun weiter zu entwickeln und umzusetzen gilt. Im Mai 2021 hat das Team, zunächst bestehend aus Mitarbeiter*innen aus Stadtplanungsamt und Wirt- schaftsförderung, die Arbeit aufgenommen. Ab Juli 2022 ist auch der Umwelt- und Arbeitsschutz in der Pro- jektgruppe vertreten. Das Projektteam bearbeitet unter dem Titel „Strategische Innenentwicklung von Ge- werbeflächen – nachhaltig und innovativ“ oder kurz StrIGeni ein Konzept sowie konkrete Maßnahmen zur verbesserten (Flächen-)Ausnutzung sowie der besseren Vermarktbarkeit der vorhandenen Gewerbege- biete. Bisher geschehen Im Vorfeld zur Fortschreibung des Flächennutzungsplanes des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe wurde im Jahr 2012 eine Gewerbeflächenstudie erstellt. Zum damaligen Zeitpunkt wurden bereits Defizite im Be- reich der verfügbaren Flächen für die gewerbliche Entwicklung benannt. Die Stadt Karlsruhe hat diese Stu- die für das Stadtgebiet aktualisieren lassen. Auch hier ist das Ergebnis deutlich: Karlsruhe verfügt mit einem Defizit von etwa 39 ha über zu wenig Flächenpotenziale zur gewerblichen Entwicklung. Zur Deckung dieses Defizits hat der Gemeinderat vorgegeben, sich überwiegend auf die Innenentwicklung zu beziehen. (siehe Gemeinderatsvorlage 2021/1465). Vor dem Hintergrund der klima- und ressourcenschonenden Stadtentwicklung gilt es, das Stadtgebiet da- hingehend zu prüfen, ob und wenn ja, wo genau sich Potenziale für die künftige gewerbliche Entwicklung Karlsruhes befinden und wie diese künftig genutzt werden können. Welche Faktoren machen eine „gute Adresse“ heute und künftig aus? Wie gestaltet sich ein attraktives Gewerbegebiet? Wie geht man gegen „Trading-Down-Prozesse“ vor? Dies und weitere Fragen soll das Projektteam beantworten. In der Gewerbeflächenstudie der CIMA aus 2012 wurden Steckbriefe zu bestehenden gewerblichen Bauflä- chen erstellt. Die Aktualisierung der Steckbriefe war nicht Bestandteil des neuen vorliegenden Gutachtens. Im Rahmen der Arbeiten zu StrIGeni sind diese aktualisiert und überarbeitet worden (siehe Anlage: Steck- brief Greschbachstraße). Da für die Gewerbeflächenstudie 2012 nicht alle bestehenden Gewerbegebiete der Stadt Karlsruhe in Steckbriefen dargestellt wurden, sind darüber hinaus die fehlenden Gebiete sowie Sonderbauflächen mit gewerblicher Prägung (Dienstleistungen und Forschung) ergänzt worden. In diesem Zusammenhang sind die für die Neu- bzw. Weiterentwicklung der Gebiete relevanten Faktoren aufgenom- men und betrachtet worden. Hierzu zählen u. a. die geltenden baurechtlichen Vorgaben, Hinweise aus der Stadtentwicklung (Höhenentwicklungskonzept, Klimaanpassungsplan usw.), vorhandene soziale Infrastruk- tur sowie ÖPNV und Verkehrsanbindung. Auch Potenzialflächen in den Gewerbegebieten sind lokalisiert worden. Hier sind mit Hilfe einer Luftbildan- alyse unbebaute und untergenutzte Flächen oder Parkplätze innerhalb der Gewerbegebiete betrachtet worden. Die Eigentumsverhältnisse sind herausgefiltert und mit aufgenommen worden, um auf die relevan- ten Schlüsselakteure zugehen zu können und einen Überblick über die erforderliche Umsetzung von Maß- nahmen und Projekten zu bekommen. Des Weiteren werden im Rahmen dieser Projektarbeit Gewerbegebiete exemplarisch herangezogen (Lu- pen) und detaillierter untersucht. Hierbei soll ein mögliches Vorgehen skizziert werden, mit dem man künf- tig bei der Weiterentwicklung von bestehenden Gewerbegebieten arbeiten kann. Zunächst liegt der Fokus auf dem Gewerbegebiet „Roßweid (Greschbachstraße)“ im Nordosten der Stadt. Folgen soll ein Gebiet im – 3 – Bereich Daimler Straße/Gablonzer Straße/Husarenlager und das Pfizer-Areal. Daneben ist die Weiterent- wicklung in Grünwinkel ein wichtiger Schwerpunkt. Hier befindet sich der Bebauungsplan „Westlich der Hardeckstraße“ in Aufstellung und für die „Alte Tabakfabrik“ wird ein Nutzungskonzept erstellt. Die aktuelle Fachdiskussion rund um das Thema „Zukunftsfähigkeit von Gewerbegebieten“ greift u. a. die meist heterogenen Strukturen in den „alten“ Gewerbegebieten auf. Diese vielfältigen, gemischten Struktu- ren mit ihren kleinteiligen und ebenso heterogenen Eigentumsverhältnissen machen eine zukunftsfähige Entwicklung der Gebiete sehr aufwändig. Die Wahl des Gewerbegebietes „Greschbachstraße“ begründet sich u. a. darin, dass die Stadt hier vier Grundstücke mit insgesamt ca. 68.000 m² erworben hat, was die Ein- flussmöglichkeiten der Stadtverwaltung in dem Gebiet (hier als Initiator) begünstigen kann. Die teilweise sanierungsbedürftigen Betriebsgebäude und/oder mindergenutzten bzw. ungenutzten Flä- chen bieten Potenziale in Form von neuen Flächen für Betriebserweiterungen oder um neue Betriebe zu entwickeln. Ein wichtiger Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt, ist hierbei die Stapelung von Betrieben. Das Höhenentwicklungskonzept weist für die Gewerbegebiete innerhalb der Zone des Dynamischen Bandes eine generelle Höhe von bis zu 36 m als verträglich aus. In den wenigsten Fällen ist dies heute ausgenutzt. Diese Potenziale gilt es, künftig zu nutzen, um der wirtschaftlichen Entwicklung in Karlsruhe Raum geben zu können. In den vorgesehenen Gebiets- und Gestaltungskonzepten werden auch Maßnahmen zur Klimaanpassung und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität berücksichtigt, insbesondere die Stärkung von Grünstruktu- ren in den Freiräumen sowie an und auf den Gebäuden. Nächste Schritte Mit der Zustimmung zu diesem Vorgehen sollen die nächsten Schritte eingeleitet werden: Kick-off-Veranstaltung: Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Gewerbegebiet „Roßweid (Greschbachstraße)“ soll innerhalb des Gebietes die Zielbotschaft, nämlich „die Entwicklung zu einem zukunftsfähigen Gewerbegebiet“ an die Ge- werbetreibenden, vermittelt werden und Schlüsselakteure ermittelt werden. Schlüsselakteure: In persönlichen Gesprächen mit ausgesuchten Akteuren soll sich ein Initiativkreis mit wichtigen Stakehol- dern bilden; die Bildung einer Immobilien- und Stadtortgemeinschaft innerhalb des Gebietes könnte den positiven Verlauf des Prozesses begünstigen. Ermittlung der Missstände: Mit einer Vor-Ort-Begehung mit den Unternehmer*innen und der Verwaltung sollen die Problemlagen ge- meinsam ermittelt werden. Projekte initiieren und Missstände beseitigen: Gemeinsam mit den Stakeholdern werden in Einvernehmen mit den Plänen der Stadt Maßnahmen und Pro- jekte erarbeitet, um die Missstände zu beseitigen. Identität schaffen: Um die Identität mit dem Vorhaben zu festigen, sollen ggf. ein eigenes Logo oder ein gemeinsamer Werbe- auftritt für das Gebiet erarbeitet werden. Evaluation: Überprüfung der Maßnahmen hinsichtlich Erfolg und Übertragbarkeit, um diese auf andere Gewerbege- biete anzuwenden. Anlagen: Übersicht Steckbriefe Plan + Liste Beispiel-Steckbrief „Roßweid (Greschbachstraße)“ Beispiel-Steckbrief „Gablonzer Straße/Schoemperlenstraße“ – 4 – Beschluss: I. Antrag an den Ausschuss Der Ausschuss nimmt den Sachstand zur Strategischen Innenentwicklung von Gewerbegebie- ten – nachhaltig und innovativ zur Kenntnis und stimmt dem vorgeschlagenen Vorgehen zu.