Rathaus II Grötzingen Umbau und Modernisierung – Projektvorstellung im Rahmen des gemeinderätlichen Kostenkontrollverfahrens
| Vorlage: | 2022/0441 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 25.04.2022 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Grötzingen |
| Erwähnte Stadtteile: | Grötzingen |
Beratungen
- Ortschaftsrat Grötzingen (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 04.05.2022
Rolle: unbekannt
Ergebnis: einstimmig zugestimmt
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2022/0441 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: HGW Rathaus 2 Grötzingen, Umbau und Modernisierung Projektvorstellung im Rahmen des gemeinderätlichen Kostenkontrollverfahrens Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Bauausschuss 19.05.2022 x Hauptausschuss 21.06.2022 x Beschlussantrag (Kurzfassung) Vorstellung eines Bauvorhabens im Rahmen des gemeinderätlichen Kostenkontrollverfahrens. 1. Der Hauptausschuss nimmt nach Vorberatung im Bauausschuss von der Projektvorstellung Kenntnis und erklärt sich mit den Gesamtkosten von 2.090.000 Euro für den Umbau und die Modernisierung des Rathauses 2 in Grötzingen einverstanden. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☒ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 2.090.000 Euro 1.700.000 Euro alt 2.090.000 Euro neu Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: 39.120 Euro Gesamteinzahlung: erwarteter Zuschuss: 958.000 Euro Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☒ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☒ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☒ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Klimaneutrales Karlsruhe Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☐ Ja ☒ durchgeführt am 04.05.2022 Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Das denkmalgeschützte Gebäude soll energetisch modernisiert und zur Optimierung der Verwaltungsflächen in Grötzingen umgebaut werden. Dies ermöglicht mittel- bis langfristig den Entfall (und Verkauf) des derzeitigen Rathaus III (Bauamt und Bauhof). Als Ergebnis einer Machbarkeitsstudie aus 2020 wurde im Rahmen der Gebäude- und Flächenoptimierung der Umbau und die Modernisierung des Rathauses 2 vorgeschlagen. Nach Analyse der bestehenden Flächen verfügt das Rathaus 2 über ausreichende Nutzungsflächen und kann die fehlende Programmfläche von ca. 242 m² aufnehmen. Die vorliegende Planung setzt das Ergebnis der Studie um. Eine Förderung aus dem aktuell laufenden Bund- Länder Förderprogramm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ ist möglich und wird beantragt (Zuschuss). Entwurf / Konstruktion Die Konstruktion des zweigeschossigen Gebäudes ist charakterisiert durch das Satteldach, den Sandstein-Gewölbekeller, massive Außenwände (Mauerwerk), Innenwände in Holzfachwerk-Bauweise mit Ausmauerungen, Geschossdecken als Holzbalkendecken und der hölzernen Innentreppe. Die Innenraumgeometrie wird für die neue Nutzung angepasst durch Abbruch und Neubau von Trennwänden ohne Eingriff in die tragende Gebäudestruktur, das Versetzen von Türöffnungen, das Dachgeschoss als Besprechungs- und Mehrzweckraum ausgestattet. Unterdeckenverkleidungen und Bodenbeläge werden erneuert. Im Zuge des Fenstertausches erfolgt der Einbau von Sprossenfenstern (bisher keine Glasteilungen), Bewuchs wird entfernt, der Einbruchschutz verbessert, Fensterläden erneuert und das Gebäude erhält eine neue farbliche Fassung nach restauratorischem Befund. Klimaschutz / Gebäudetechnik Das Gebäude wird durch Einbau einer Innendämmung an den Außenwänden, durch den Einbau von neuen Fenstern, Ertüchtigung der Dachdämmung, Erneuerung der Gebäudetechnik energetisch ertüchtigt. Als vorgezogene Maßnahme wird der Einbau einer „Biomasseheizanlage“ in 2022 umgesetzt. Kostenschlüssel (DIN 276) Stand 03/2022 200 Herrichten und Erschließen 86.800 € 300 Bauwerk - Baukonstruktionen 809.600 € 400 Bauwerk - Technische Anlagen 301.100 € 500 Außenanlagen 50.400 € 600 Ausstattung und Kunstwerke 43.500 € 700 Baunebenkosten 367.600 € 700 Bauverwaltungskosten 139.800 € Gesamt 200 - 700 1.798.800 € Baupreisindex 8% * 155.000 € Aufrundung / Unvorhergesehenes 136.200 € Gesamtaufwand 2.090.000 € * Jährlicher Baupreisindex von 8% bei Ausführung ab Mitte 2023 – 3 – Im Haushalt 2022/23 sind bislang 1.700.000 € eingeplant (Gesamtkosten „alt“). Die erhöhten Gesamtkosten „neu“ werden im nächsten Doppelhaushalt 2024/25 fortgeschrieben. Der zur Gegenfinanzierung erwartetet Gesamtzuschuss aus dem laufenden Bund- Länder Förderprogramm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ ist mit 958.000.-€ kalkuliert (entspricht einem Zuschuss von 51% der förderfähigen Kosten lt. StaplA). Der Ausführungs- und Abrechnungszeitraum beginnt Ende 2023 und der geplante Projektabschluss erfolgt in 2025. Außenanlagen An den Außenanlagen und der Zuwegung erfolgen keine Änderungen. Lediglich die Grundleitungen für die Brunnenanlage auf dem Rathausplatz werden mit der Maßnahme erneuert. Bewertung durch SPC – Risikobetrachtung: Der Planung liegen, unter Berücksichtigung des Bestandes, die stadtinternen abgestimmten Standards für Verwaltungsbauten zugrunde. Bei einem Kostenkennwert von 1.493 Euro / m² (KG 300+400 / m² BGF) wird eine wirtschaftliche Umsetzung erwartet. Risikofelder Risikobewertung finanzielle Auswirkungen Steuerung / Anmerkung hoch mittel gering Bestand (Gebäude und/ oder Grundstück) X Statische Voruntersuchungen, Schadstoffgutachten durchgeführt Planungs- und Bauprozess X Abstimmung mit Denkmalschutz erfolgt Markt X Baupreissteigerung 12% (1,5* 8%) Übergeordnete Verfahren X - Städtebauförderung: Abrechnung 2028 CO 2 -Relevanz Durch den Ersatz der aktuell mit Öl betriebenen Kesselanlage, die weitgehende Innendämmung des denkmalgeschützten Gebäudes, die Dämmung der Dachflächen, den Austausch der Fenster und weitere Modernisierungen haustechnischer Komponenten können jährlich zwischen 15 und 20 Tonnen CO 2 weniger emittiert werden. Die Innendämmung ermöglich pro Quadratmeter Wandfläche die Wärmeverluste um zwei Drittel zu reduzieren. Das Projekt ist im Haushaltsplan unter der Projektnummer 7.880242.700 erfasst. Das Projekt wird im Zuge der Gebäudemodernisierungsstrategie umgesetzt.