Übergang Schule Beruf: Modellprojekt eines Übergabetools
| Vorlage: | 2022/0417 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 13.04.2022 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Sozial- und Jugendbehörde |
| Erwähnte Stadtteile: | Neureut, Rüppurr |
Beratungen
- Jugendhilfeausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 25.05.2022
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2022/0417 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: stja Übergang Schule Beruf: Modellprojekt eines Übergabetools Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Jugendhilfeausschuss 25.05.2022 5 x Information Der Jugendhilfeausschuss nimmt von der Einführung des Online Übergabetools Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Das analoge Übergabeverfahren für Schülerinnen und Schüler aus der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II ist ein langer administrativer Prozess, der nicht gewährleistet, dass Schulabgänger*innen der Haupt- und Realschulen sowie Gemeinschaftsschulen im Stadtkreis Karlsruhe an einem von ihnen gewählten Berufsschulplatz mit einer gesicherten Abschlussperspektive ankommen. Gründe dafür liegen in einem aufwendigen Übermittlungsverfahren von Daten und Angaben der Schüler*innen über Formulare, die von der abgebenden an die aufnehmende Schule per Papierpost übermittelt oder jeweils digital erfasst werden. Es kommt immer wieder vor, dass Schüler*innen keinen Berufsschulwunsch angeben. Sie werden von der geschäftsführenden Berufsbildenden Schule angefragt, falls sie nicht reagieren, wird das Verfahren ans Ordnungsamt übermittelt, und den Schüler*innen droht nach mehrmaliger nicht nachgekommener Aufforderung ein Bußgeldverfahren wegen Nichterfüllung der Berufsschulpflicht. Damit gehen Vertrauen und die Chance auf Qualifizierung für einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz verloren. Mit dem Online Tool Übergabeverfahren kann dieses Problem gelöst werden. Online Tool Übergabeverfahren Allgemeinbildende Schulen – Berufliche Schulen Die Umsetzung für die Datenerfassung und die Pflege wurde mit den Datenschutzbeauftragten des Regierungspräsidiums Karlsruhe und des Staatlichen Schulamtes Karlsruhe sowie dem Schul- und Sportamt geklärt, unter der Federführung des Regionalen Übergangsmanagements (RÜM) in den vergangenen Monaten aufgebaut und einschließlich der erforderlichen Schulungen finanziert. Genutzt wird der KISS- Server des Kultusministeriums. Damit sind auch die Vorgaben des Datenschutzes erfüllt. Nach der Pilotphase übernimmt die Heinrich-Hertz-Schule den Betrieb und die Unterhaltung dieses Online Tools. Ziele ▪ Sicherstellung, dass jede/r Schüler*in die Schule mit einer gesicherten Anschlussperspektive verlässt. ▪ Diese Anschlussperspektive - ein weiterführendes Bildungsangebot oder eine Qualifizierung, ein Ausbildungs- oder Arbeitsplatz - schließt sich für alle Jugendlichen möglichst passgenau und nahtlos im Anschluss an die Sekundarstufe I an. ▪ Die erfassten Parameter sind strukturiert, wodurch aggregierte Daten für alle betroffenen Institutionen – wie allgemeinbildende und berufliche Schulen, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Träger der Jugendhilfe und Jugendberufshilfe – zugänglich gemacht werden können. ▪ Die Schulen, die Schulverwaltung und die Stadt Karlsruhe können Daten zu den Abschlüssen der Jugendlichen und deren Übergänge anonymisiert für die Evaluation, Schulentwicklung sowie Steuerung nutzen. ▪ Abdeckung der Bedarfe, Lücken im regionalen Angebot, der Verbleib der Schulabgänger*innen werden transparent. Jede Schule kann die Nachhaltigkeit ihrer Laufbahnberatung und der Berufswegplanung beurteilen. Beteiligte Schulen in einer Pilotphase: Heinrich-Hertz-Schule (federführend), Augustenburg GMS, Realschule Rüppurr, Sophie-Scholl-Realschule, Werner-von-Siemens Werkrealschule, Realschule Neureut, Gutenbergschule, Realschule am Rennbuckel. – 3 – Zeitplan: Mai 2022: Einführung des Online Tools durch die Programmentwickler*innen in den Schulen Mai bis Juli 2022: Umsetzung in den Schulen, gegebenenfalls mit Nachjustierungen durch die Programmentwickler*innen Ende Oktober 2022: Abschluss der Pilotphase Sommer 2023: Start an allen Schulen der Sekundarstufe I und II