Vorstellung Projekt „76### Respekt“ – Ein Gewaltpräventionsprojekt in Kooperation mit der Polizei und dem WERKRAUM: Karlsruhe e.V.

Vorlage: 2022/0412
Art: Informationsvorlage
Datum: 13.04.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Sozial- und Jugendbehörde
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Jugendhilfeausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 25.05.2022

    TOP: 1

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Informationsvorlage Vorstellung Projekt "76### Respekt"
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2022/0412 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: SJB Vorstellung Projekt „76### Respekt„ – Ein Gewaltpräventionsprojekt in Kooperation mit der Polizei und dem WERKRAUM: Karlsruhe e.V. Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Jugendhilfeausschuss 25.05.2022 1 x Information Der Jugendhilfeausschuss nimmt Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Unter den Eindrücken der Krawalle und Ausschreitungen in Stuttgart vom 20. Juni 2020 kam es im Sommer 2020 auch in der Karlsruher Innenstadt, wie beispielsweise am 19. Juli 2020 auf dem Schlossplatz und im Schlossgarten, zu polizeilichen Maßnahmen gegen Einzelpersonen und kleinere Gruppen, die ihren Unmut gegenüber Ordnungskräften (Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst) kundtaten. Die Einrichtung eines Runden Tisches zum Thema „Präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Konfliktsituationen zwischen Jugendlichen und Ordnungskräften“ unter Beteiligung von Polizei, Stadtjugendausschuss, Ordnungs- und Bürgeramt und Sozial- und Jugendbehörde sowie die Implementierung verschiedener Maßnahmen konnten mit dazu beitragen, dass keine weiteren Eskalationen in Karlsruhe stattfanden. Die Beteiligten des Runden Tisches waren sich aber auch einig, dass Prävention im Vorfeld weitaus sinnvoller und langfristig wirksamer ist. Bei einem weiteren Treffen zwischen der Polizei und der Sozial- und Jugendbehörde entstand die Idee eines gemeinsamen Projektes, welches zusammen mit dem WERKRAUM: Karlsruhe e.V. realisiert wurde. Das Präventionsprojekt “76### Respekt” setzt den Fokus auf das Thema mangelnder Respekt und Gewalt gegenüber Beamt*innen der Sicherheitsbehörden. Es wurde ein 20-minütiger Film erstellt, in dem Jugendliche aus Karlsruhe, Polizeikräfte und Mitarbeiter*innen des kommunalen Ordnungsdienstes zu ihren Einstellungen und Sichtweisen zum Thema interviewt wurden. Der Film ist in drei Themenkomplexe gegliedert: Persönliche Erfahrungen, Reflexion und zukunftsweisende Gedanken. Durch den Zusammenschnitt der einzelnen Aussagen der verschiedenen Protagonisten werden die unterschiedlichen Haltungen sichtbar und stehen unkommentiert nebeneinander. Durch diese Herangehensweise soll zum Nachdenken und zur Diskussion angeregt sowie wechselseitiges Verständnis geschaffen werden. Der Film dient als Einstieg bei verschiedenen Präventionsveranstaltungen zum Thema Gewalt. Im Anschluss daran soll im gemeinsamen Gespräch mit den Jugendlichen der Film reflektiert, die eigene Haltung überprüft und für Toleranz und mehr Respekt gegenüber der jeweils anderen Seite geworben werden. Nach ersten, sehr positiven Erfahrungen wurde der Film in das Präventionskonzept der Polizei „Respekt ist ein Bumerang“ integriert. Dieses Konzept wird mittlerweile landesweit umgesetzt.