Informationen über Hilfen in Wettersbach für Geflüchtete aus der Ukraine

Vorlage: 2022/0362
Art: Informationsvorlage
Datum: 29.03.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Ortsverwaltung Wettersbach
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Grünwettersbach, Palmbach, Stupferich

Beratungen

  • Ortschaftsrat Wettersbach (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 05.04.2022

    TOP: 1

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • TOP 1: Informationen über Hilfen in Wettersbach für Geflüchtete aus der Ukraine
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 164 Verantwortlich: Dienststelle: OV Wettersbach Informationen über Hilfen in Wettersbach für Geflüchtete aus der Ukraine Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Ortschaftsrat Wettersbach 05.04.2022 1 X Information (Kurzfassung) Die Ortverwaltung Wettersbach hat die Informationen über Hilfen für Geflüchtete aus der Ukraine – insbesondere die Stadtteile Palmbach und Grünwettersbach betreffend – zusammengestellt. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☐ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☐ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen 1. Zentrale Ukraine-Hotline der Stadtverwaltung Die Themenseite der Stadtverwaltung (https://www.karlsruhe.de/b4/aktuell/ukraine/hilfesuchende.de) bündelt Informationen, Unterstützungsangebote und Anlaufstellen für Menschen aus der Ukraine sowie für alle, die Hilfe anbieten möchten. Um die vielen Fragen Ratsuchender gezielt zu kanalisieren, hat die Stadt Karlsruhe eine zentrale Ukraine-Hotline unter 0721 133-3333 geschaltet. Die Hotline ergänzt die bereits veröffentlichten Telefonnummern rund um das Thema „Wohnraum“. Wer bereit ist, Geflüchteten ein Zimmer, eine Wohnung oder ein Haus zur Verfügung zu stellen, kann sich montags bis freitags von 8:30 Uhr bis 15:30 Uhr weiterhin unter 0721 133-1350 und -1351 oder per E-Mail an ukrainehilfe@karlsruhe.de melden. 2. Sprachkurse Im Edith-Stein-Saal in Stupferich finden Sprachkurse statt. Anmeldungen werden über die Katholische Kirchengemeinde per Email unter: Alexandra.Link@kath-durlach-bergdoerfer.de entgegengenommen. Die Ortsverwaltung Wettersbach weist im Bürgerbüro bei der Anmeldung auf dieses Angebot hin. 3. Unterkünfte in Wettersbach Geplant ist eine Unterbringung von rund 12 Personen im Obergeschoss (OG) des Pavillons „Dorfwies“ nach Ostern. Die Belegung wird zentral von der Sozial- und Jugendbehörde koordiniert. Es sind noch einige bauliche Maßnahmen nötig, die bereits angelaufen sind. Alle notwendigen Maßnahmen werden organisationsübergreifend umgesetzt, d. h. die Möbelbeschaffung erfolgt zentral durch das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW), der Möbeltransport soll durch die Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (AfKa) organisiert werden. Der Aufbau der Möbel erfolgt voraussichtlich über die Schreiner- /Zimmererklassen der Heinrich-Hübsch-Schule. Die Ausstattung mit Geschirr usw. erfolgt über die Diakonie. Derzeit sind insoweit keine Spenden nötig. Sollten sich die Voraussetzungen hierzu ändern wird die Ortsverwaltung dies entsprechend kommunizieren. 4. Umgang mit Geflüchteten ukrainischen Schulkindern an der Heinz-Barth-Schule (HBS) – Einrichtung einer Vorbereitungsklasse (VKL) An der HBS wurden inzwischen 7 Kinder (Stand 24.03.2022) aufgenommen. Nach Aussage des Schulleiters, Klaus Albrecht, sei die Tendenz steigend, da entsprechende Ankündigungen vorliegen. Umso erfreulicher ist es, dass an der HBS auf Initiative des Schulleiters eine VKL eingerichtet wird. Die zusätzliche Einrichtung (neben der Pestalozzischule Durlach und Schillerschule Karlsruhe) einer VKL in der Bergdorfregion ist nach Aussagen des Schulleiters pädagogisch sinnvoll und durch die Anmeldezahlen zu rechtfertigen. Das Grundschulmotto „kurze Beine – kurze Wege“ kommt hier zum Tragen. Die dörflichen Umfelder der Höhenstadtteile und die enorme Hilfsbereitschaft der Familien vor Ort wird - bei allen Schwierigkeiten und Herausforderungen - eine gelingende Integration unabhängig von der Verweildauer der geflüchteten Schulkinder durchaus ermöglichen. An der HBS sind leerstehende und vergleichsweise große und voll möblierte Klassenzimmer vorhanden (bei einem sehr großzügigen Schulgelände), die ab sofort genutzt werden können. – 3 – 5. Waldenserdenkmal Auf den Pressebericht in der BNN vom 23.03.2022 und im Wettersbacher Anzeiger vom 24.03.2022 wird verwiesen. Das „Tor des Ankommens“ in Palmbach, das an Flucht, Vertreibung und das Ankommen in der neuen Heimat erinnert, leuchtet – nach Absprache mit den Künstlern - aus Solidarität mit der Ukraine, jetzt in deren Landesfarben blau und gelb. Die Ortsverwaltung Wettersbach und der Arbeitskreis Palmbacher Waldensergeschichte wollen mit der Denkmalbeleuchtung ein sichtbares Zeichen gegen den Krieg und für die Hilfe und Aufnahme der zahlreichen Kriegsflüchtlinge setzen. 6. Vereins- und Privatinitiativen Die Ortsverwaltung und der Ortschaftsrat möchten an dieser Stelle ein großes Dankeschön für die ehrenamtliche Unterstützung ausdrücken. Das hohe Engagement zeigt sich an den bereits angekommenen und untergebrachten Familien mit Schulkindern in Wettersbach. Als Ortsvorsteherin bedanke ich mich ausdrücklich bei allen, die in den vergangenen und kommenden Tagen mit Herz und Hand an der Seite der Ukraine gestanden haben und stehen werden. Sei es mit Kundgebungen, mit Hilfskonvois, mit Sach- und Geldspenden; Als Privatperson, in beruflicher Funktion und natürlich im Ehrenamt. Und das alles, trotz oder gerade wegen des Gefühls der Hilflosigkeit.