Schulische Inklusion aktiv fördern und voranbringen

Vorlage: 2022/0302
Art: Antrag
Datum: 16.03.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Schul- und Sportamt
Erwähnte Stadtteile: Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grünwinkel, Hagsfeld, Knielingen, Neureut, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Wolfartsweier

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 26.04.2022

    TOP: 26

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: verwiesen in Fachausschuss

  • Schulbeirat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.07.2022

    TOP: 4

    Rolle: Beratung

    Ergebnis: Keine Angabe

  • Jugendhilfeausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 19.10.2022

    TOP: 9

    Rolle: Beratung

    Ergebnis: vorberaten ohne Änderungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 25.10.2022

    TOP: 20

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: erledigt

Zusätzliche Dateien

  • Antrag
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Eingang: 15.03.2022 Vorlage Nr.: 2022/0302 Schulische Inklusion aktiv fördern und voranbringen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 26.04.2022 26 X Schulbeirat 20.07.2022 4 x Jugendhilfeausschuss 19.10.2022 9 X Gemeinderat 25.10.2022 20 x 1. Die Stadtverwaltung unterstützt die Weiterentwicklung der schulischen Inklusion in Karlsruhe. 2. Sie stellt den aktuellen Stand der schulischen Inklusion im Schulbeirat und im Jugendhilfeausschuss vor (Sachstandsbericht): a. Sie stellt dabei ihre Ziele und konkreten Schritte für die weitere Stärkung der Inklusion im Rahmen der kommunalen Schulentwicklung sowie dem integrierten Handlungskonzept Inklusion vor. b. Sie berichtet, wie die derzeitige Unterstützung der schulischen Inklusion durch die Sozial- und Jugendbehörde ausgestaltet ist und welche weiteren Schritte vorgesehen sind (Eingliederungshilfe). 3. Die Stadtverwaltung setzt sich im Rahmen des Runden Tisches Inklusion dafür ein, dass das Elternforum Inklusion wieder als konstruktive Informationsveranstaltung für Eltern in gemeinsamer Trägerschaft des Vereins Eltern für Inklusion (EFI) e.V., Stadt Karlsruhe und des Staatlichen Schulamts im Jahr 2023 durchgeführt wird. 4. Die kommunale Behindertenbeauftragte wird jeweils in die Beratungen einbezogen. Die Stadt Karlsruhe hat sich mit dem „Elternforum Inklusion“ und dem „Runden Tisch Inklusion“ seit zehn Jahren aktiv für die kommunale Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Schulbereich engagiert. Diese beiden innovativen Beteiligungsformate waren von Anfang an sehr hilfreich für Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen und sonderpädagogischem Förderbedarf. Durch die heterogene Zusammensetzung der Fachämter und Ehrenamtlichen beider Veranstaltungen und den dadurch unterschiedlichen Sichtweisen, bekommen sie wertvolle Orientierungshilfen und Unterstützung bei der individuellen Entscheidungsfindung für ihr Kind. Die öffentliche Diskussion um die als unkoordiniert wahrgenommene Absage des Elternforums Inklusion hat deutlich gemacht, dass die bisher gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Stadt Karlsruhe, dem Verein Eltern für Inklusion (EFI) e.V. und dem Staatlichen Schulamt dringend eine Begründung/Sachverhalt: – 2 – Stärkung benötigt. Das hat auch Bürgermeister Dr. Martin Lenz in seiner Stellungnahme zur Absage des Elternforums in den BNN deutlich gemacht. Gleichzeitig hat er auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Situation zu analysieren, vorhandene Meinungsverschiedenheiten auszuräumen und für die Weiterentwicklung der schulischen Inklusion wieder zu einer guten Zusammenarbeit zu kommen. Dafür ist eine Initiative von Seiten des Gemeinderates und der Stadt Karlsruhe erforderlich. Mit unserem Antrag bringen wir den Wunsch unserer Fraktion zum Ausdruck, dass alle Beteiligten sich wieder zu einem konstruktiven Miteinander zusammenfinden im Interesse der betroffenen Eltern und ihrer Kinder, für die jeweils die bestmögliche Lösung für ihre schulische Entwicklung gefunden werden muss. Wir Grüne nehmen diese aktuelle Situation zum Anlass, einen Sachstandsbericht über den aktuellen Stand der Entwicklung der schulischen Inklusion zu beantragen. Der letzte Sachstandsbericht fand aufgrund eines grünen Antrags 1 am 11. Oktober 2017 im Schulbeirat statt. Einige der von uns geforderten Ziele zur Weiterentwicklung der schulischen Inklusion konnten damit erreicht werden. Allerdings erläuterte die Stadtverwaltung, dass das von uns geforderte integrierte Handlungskonzept einen längeren Prozess der Vorbereitung benötigt. Aufgrund des hohen Stellenwerts der inklusiven Schulentwicklung, auch als zentraler Beitrag zur Qualitätsentwicklung der schulischen Bildung insgesamt, halten wir es für angebracht, nach rund viereinhalb Jahren über die seitherige Entwicklung eine Beratung im Schulbeirat durchzuführen. Denn von der Inklusion in der Bildung profitieren alle Schüler*innen und letztlich unsere ganze Gesellschaft. Unterzeichnet von: Renate Rastätter Christine Großmann Benjamin Bauer Jorinda Fahringer Dr. Iris Sardarabady Verena Anlauf 1 Grüner Antrag „Schulische Inklusion in Karlsruhe aktiv voran bringen“: https://web6.karlsruhe.de/Gemeinderat/Gruene/2016/10/schulische-inklusion-in-karlsruhe-aktiv-voran-bringen-antrag- sachverhalt-begruendung/

  • Protokoll GR 26.04.2022 TOP 26
    Extrahierter Text

    Niederschrift 38. Plenarsitzung des Gemeinderates 26. April 2022, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 26. Punkt 26 der Tagesordnung: Schulische Inklusion aktiv fördern und voranbringen Antrag: GRÜNE Vorlage: 2022/0302 Koordinierungsstelle: Inklusive Karlsruher Schullandschaft Ergänzungsantrag: KAL/Die PARTEI Vorlage: 2022/0302/1 Beschluss: Beratung im Schulbeirat am 20. Juli 2022, nichtöffentlich Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 26 auf und teilt mit, die Anträge werden ohne Aus- sprache in den Schulbeirat verwiesen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 28. April 2022

  • Stellungnahme
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2022/0302 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: SuS Schulische Inklusion aktiv fördern und voranbringen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 26.04.2022 26 X Schulbeirat 20.07.2022 4 X Jugendhilfeausschuss 19.10.2022 9 X Gemeinderat 25.10.2022 20 X Kurzfassung Der Gemeinderat nimmt die Stellungnahme der Verwaltung zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Soziale Stadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen 1. Die Stadtverwaltung unterstützt die Weiterentwicklung der schulischen Inklusion in Karlsruhe. Die Stadtverwaltung unterstützt die Weiterentwicklung der schulischen Inklusion zum einen strukturell im Rahmen ihrer Zuständigkeiten als Schulträger, darüber hinaus gestaltet sie den inhaltlichen Prozess unter Einbeziehung kommunaler und extrakommunaler Akteure im Format des Runden Tisches Inklu- sion Kita und Schule mit. Hier werden gemeinsam Lösungsansätze gesucht, die Teilhabe von jungen Menschen mit Förderbedarf im Bildungs- und Betreuungssystem zu realisieren. 2. Sie stellt den aktuellen Stand der schulischen Inklusion im Schulbeirat und im Jugendhilfeaus- schuss vor (Sachstandsbericht): a. Sie stellt dabei ihre Ziele und konkreten Schritte für die weitere Stärkung der Inklusion im Rah- men der kommunalen Schulentwicklung sowie dem integrierten Handlungskonzept Inklusion vor. Ziel der Stadt Karlsruhe ist es, für jedes Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf ein passendes schulisches Angebot zu ermöglichen. Der Elternwunsch steht dabei stets im Zentrum. Seit dem Schul- jahr 2013/14 verzeichnet die Stadt Karlsruhe einen deutlichen Ausbau bei der inklusiven Beschulung in den Grundschulen, den weiterführenden Schulen und in der Nachmittagsbetreuung der Grundschul- kinder: • Beginnend im Schuljahr 2013/14 mit 8,8% ist der Anteil inklusiv beschulter Schüler*innen kontinuierlich angestiegen und liegt seit dem Schuljahr 2018/19 konstant um 25%. D.h. ein Viertel der Schülerinnen und Schüler mit Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsange- bot wird inklusiv beschult. • An Gemeinschaftsschulen werden 7,1% aller Schüler*innen inklusiv beschult und an Werkreal- schulen 5,1%; damit haben beide Schularten in den letzten sechs Jahren einen deutlichen Aus- bau inklusiver Beschulung realisiert. • Der Anteil inklusiv beschulter Grundschulkinder in der Nachmittagsbetreuung ist seit dem Schuljahr 2017/18 von 35,3% auf fast 50% im Schuljahr 2020/21 gestiegen. Mit Blick auf die Verteilung der Förderschwerpunkte liegt der konstante Befund vor, dass der größte Anteil inklusiv beschulter Schüler*innen einen Förderbedarf in den Schwerpunkten Lernen (48,9%) und geistige Entwicklung (21,3%) aufweist. Dies spiegelt sich in der Wahl der weiterführenden Schul- art wieder. Nach der Umsetzung des Rechtsanspruchs im Jahr 2015 sind die Schülerzahlen im Bereich der Sonder- pädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt Lernen gesunken. Dies hat dazu geführt, dass die Kimmelmannschule mit Ende des Schuljahres 2018/19 ausgelaufen ist. An den übrigen SBBZ sind die Schülerzahlen stabil, so dass hier in absehbarer Zeit keine Veränderun- gen vorgesehen sind. Weiterhin besteht für die Eltern die Wahlmöglichkeit zwischen einer allgemein- bildenden Schule und einem SBBZ als Bildungsort. In Verantwortung des Schul- und Sportamtes liegen die strukturellen Rahmenbedingungen zur schuli- schen Inklusion wie barrierefreie Schulsanierungen, die bedarfsgerechte Ausstattung der Schulen und Schülerbeförderung sowie die Nachmittagsbetreuung. Differenzierte Informationen enthalten die An- lagen 1 und 2. Darüber hinaus nimmt die Stadt als Schulträgerin an den Bildungswegekonferenzen teil, um den Wunsch einer inklusiven Beschulung in den genannten Punkten bestmöglich umzusetzen. Inhaltlich engagiert sich das Schul- und Sportamt bei der Gestaltung der Prozesse an bildungsbiografi- schen Übergängen (Kita – Grundschule, Grundschule – weiterführende Schule sowie Schule – Ausbil- dung), insbesondere über die Formate „Runder Tisch Inklusion Kita und Schule“, das „Elternforum In- klusion“ sowie die Online-Bildungsplattform der Bildungsregion Karlsruhe. – 3 – Eine stetige Herausforderung stellt die bedarfsgerechte Umsetzung des Anspruchs auf sonderpädago- gische Stunden dar, die für inklusiv beschulte Schüler*innen vorgehalten werden müssen. Deren Zu- weisung an die jeweiligen Regelschulen und damit die Sicherstellung und Qualität des Angebots eines zieldifferenten Unterrichts liegt ausschließlich in der Verantwortung des Landes. Gleichzeitig stellt die Ausstattung mit sonderpädagogischem Personal im Rahmen der inklusiven Beschulung einen bedeut- samen Punkt für die Eltern bei der Entscheidung dar, ihr Kind in einem SBBZ oder einer Regelschule anzumelden. Aktuell werden die Schüler*innen mit Förderschwerpunkt Lernen an einem SBBZ besser gefördert als im Rahmen einer inklusiven Beschulung. Hier liegt die Weiterentwicklung des Rechtsan- spruchs auf inklusive Beschulung derzeit vornehmlich beim Kultusministerium. b. Sie berichtet, wie die derzeitige Unterstützung der schulischen Inklusion durch die Sozial- und Jugendbehörde ausgestaltet ist und welche weiteren Schritte vorgesehen sind (Eingliederungs- hilfe). Schulbegleitung stellt einen wichtigen Baustein der schulischen Inklusion dar, um Kinder mit seeli- scher, körperlicher oder geistiger Behinderung in ihrem Recht auf gleichberechtigte Teilhabe an Bil- dung im inklusiven Unterricht zu unterstützen. Schulbegleitungen unterstützen Kinder und Jugendli- che bei der Bewältigung des Schulalltags und fördern sie in ihrer Selbstständigkeit. Hierdurch erhalten Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung die Möglichkeit des gemeinsamen Unterrichts. Um das Konzept der Schulbegleitung in Karlsruhe weiterzuentwickeln, arbeitet eine Arbeitsgruppe beste- hend aus Sozial- und Jugendbehörde, Verein Eltern und Freunde für Inklusion (EFI e.V.), Schulen und freien Trägern derzeit an einem Pilotprojekt für eine Poollösung bei der Schulbegleitung. Durch den fortschreitenden Ausbau der Ganztagsschulen wird es zunehmend schwieriger, ambulante und teilstationäre Jugendhilfeangebote mit den Anforderungen des Schulalltags in Einklang zu brin- gen. Aus diesem Grund muss im Zuge des Ausbaus von Ganztagsschulen oder ganztägigen Betreu- ungsangeboten auch die Weiterentwicklung von Jugendhilfeangeboten und deren Integration in den Schulalltag in den Blick genommen werden. Erste Konzepte, soziale Gruppenangebote in den Schulall- tag zu integrieren und damit Unterstützung sowohl für die Familien als auch für die Schulen zu bieten, sind bereits auf den Weg gebracht. 3. Die Stadtverwaltung setzt sich im Rahmen des Runden Tisches Inklusion dafür ein, dass das El- ternforum Inklusion wieder als konstruktive Informationsveranstaltung für Eltern in gemeinsamer Trägerschaft des Vereins Eltern für Inklusion (EFI) e. V., Stadt Karlsruhe und des Staatlichen Schul- amts im Jahr 2023 durchgeführt wird. Das nächste Elternforum Inklusion – als Informationsveranstaltung für das Schuljahr 2022/23 – wird im Oktober 2022 stattfinden und die Übergänge Kita – Grundschule sowie Grundschule – weiterführende Schule abbilden; geplant ist eine Veranstaltung in Präsenz. Das Staatliche Schulamt wird sich hierzu mit dem Schul- und Sportamt konzeptionell abstimmen. Ebenso werden der Verein Eltern für Inklusion e.V. (EFI) und die kommunale Behindertenbeauftragte einbezogen. Die Planung erfolgt noch vor den Sommerferien; dieses Vorgehen wurde im Rahmen des Runden Tisches Inklusion abgestimmt. 4. Die kommunale Behindertenbeauftragte wird jeweils in die Beratungen einbezogen. Die kommunale Behindertenbeauftragte ist eine wichtige Akteurin des Rundes Tisches Inklusion Kita und Schule. Sie ist zusätzlich zu jeder Arbeitsgruppe dieses Austauschformats eingeladen; auch wird sie in die Vorbereitungen des Elternforums Inklusion einbezogen. 5. Die Stadt wirbt offensiv für die Möglichkeit inklusiver Beschulung und geht proaktiv auf be- troffene Familien zu. Hierzu wird ein zusätzliches Zeitbudget bereitgestellt. Der beantragte Sach- standsbericht wird deshalb um den konkreten Personaleinsatz ergänzt. Zudem wird aufgeführt, – 4 – welche Instrumente andere Kommunen/Kreise nutzen, die einen höheren Prozentsatz an Inklu- sion in Schulen aufweisen. Die amtliche Schulstatistik des Landes Baden-Württemberg enthält (bis heute) keine Kennzahl zur schulischen Inklusion. Die Inklusionsanteile der Stadt- und Landkreise werden nicht veröffentlicht. Aus dem öffentlich zugänglichen Bericht zur amtlichen Schulstatistik der Stadt Mannheim 1 konnte jedoch der Inklusionsanteil entnommen und ein interkommunaler Vergleich gezogen werden. Die Stadt Mannheim weist mit 34,1% einen höheren Inklusionsanteil 2 als die Stadt Karlsruhe (24,5%) auf. Beide Werte beziehen sich ausschließlich auf die öffentlichen Schulen. Die Stadt Mannheim war eine der fünf Modelkommunen Inklusion vor der Umsetzung des Rechtsan- spruchs 2015. Im Rahmen dieses Projektes wurde eine Koordinationsstelle für schulische Inklusion aus Fördermitteln finanziert und im Fachbereich Bildung angesiedelt. Diese ist mittlerweile verstetigt und koordiniert alle inklusionsbezogenen Aufgaben (Öffentlichkeitsarbeit, Beratung von Eltern, Koopera- tion mit Lehrkräften und Staatlichem Schulamt, Baumaßnahmen, Schülerbeförderung, Nachmittagsbe- treuung, Teilnahme an Bildungswegekonferenzen, Schulbesuche, etc.). Die Eltern von Kindern mit För- derbedarf werden in Mannheim über die Kitas mit einer Informationsbroschüre und einem Online-An- gebot zum Übergang in die Grundschule informiert. Das Elternforum Inklusion gilt als allgemeine Informationsveranstaltung zum Thema inklusive Beschu- lung in Karlsruhe. Für das Elternforum 2022 werden – wie in den vergangenen Jahren – die Eltern von Kindern mit Förderbedarf postalisch angeschrieben und eingeladen. Zudem soll das Elternforum über die Kitas und Schulen beworben werden. Als niederschwelliges Instrument wurden vom Staatlichen Schulamt Karlsruhe jüngst Youtube-Videos entwickelt, anhand derer sich Eltern über den formalen Ablauf einer inklusiven Beschulung informieren können. Diese sind auf der Homepage des Staatlichen Schulamtes verfügbar. In Karlsruhe werden die oben angeführten Aufgaben der Koordinationsstelle von Schul- und Sportamt sowie Staatlichem Schulamt umgesetzt. Die Beratung der Eltern wird vom Verein Eltern für Inklusion (EFI e.V.) und den Elternlotsinnen und Elternlotsen ergänzt. Darüber hinaus werden die Eltern über das jährlich stattfindende Elternforum Inklusion informiert. Die Notwendigkeit der Einrichtung einer Koor- dinationsstelle für schulische Inklusion wird von der Verwaltung nicht geteilt. Darüber hinaus besteht angesichts der aktuellen Haushaltssituation kein Spielraum für die Einrichtung einer solchen Koordina- tionsstelle. 1 https://www.mannheim.de/sites/default/files/2021-03/Schulstatistik_2020_21.pdf 2 Inklusionsanteil: Für die Berechnung werden die Anzahl der Schüler*innen in Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) und die Anzahl der inklusiv beschulten Schüler*innen addiert. Dies ist die Gesamt- anzahl aller Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Von dieser Gesamtanzahl wird der Anteil ausgewiesen, der inklusiv beschult wird.

  • Anlage 1
    Extrahierter Text

    Anlage1 Daten zur schulischen Inklusion Inklusiv beschulte Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2021/22 nach Förderschwerpunkt Förderschwerpunkt Anzahl Anteil Lernen 138 48,9 Geistige Entwicklung 60 21,3 Sprache 31 11,0 Körperliche und motorische Entwicklung 25 8,9 Emotionale und soziale Entwicklung 24 8,5 Hören 4 1,4 Sehen 0 0,0 gesamt 282 (Quelle: Schul- und Sportamt, Amtliche Schulstatistik, eigene Berechnung) (Quelle: Schul- und Sportamt, Amtliche Schulstatistik, eigene Berechnung) (Quelle: Schul- und Sportamt, Amtliche Schulstatistik, eigene Berechnung) 0,00,00,0 8,8 6,8 12,4 14,9 19,8 24,6 23,7 24,2 25,0 0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0 30,0 2010/112011/122012/132013/142014/152015/162016/172017/182018/192019/202020/212021/22 Entwicklung des Inklusionsanteils an öffentlichen Schulen in Karlsruhe (in %) 1,1 1,3 1,4 1,5 1,7 1,5 1,3 0,8 1,0 2,0 3,5 4,8 5,1 5,1 4,2 4,5 4,9 5,0 5,0 6,3 7,1 0,1 0,2 0,3 0,5 0,7 1,1 1,1 0,00,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 1,0 2,0 3,0 4,0 5,0 6,0 7,0 8,0 2015/162016/172017/182018/192019/202020/212021/22 Entwicklung des Anteils der inklusiv beschulten Schüler*innen an öffentlichen allgmeinbildenden Schulen in Karlsruhe nach Schulart (in %) Grundschule Haupt/Werkrealschule Gemeinschaftsschule Realschule Gymnasium (Quelle: Schul- und Sportamt 2021) 35,3 34,6 38,9 49,6 40,2 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 2017/182018/192019/202020/212021/22 Entwicklung der Teilnahme der inklusiv beschulten Grundschüler*innen an Nachmittagsangeboten (in %)

  • Anlage 2
    Extrahierter Text

    Anlage 2 Ausbau der Schulgebäude Schule Schul- art Inklusions- ausbau pädago- gische Unter- stützung Grundschul- förder-klassen Differen- zierungs- zimmer besondere Förder- maßnahmen Barriere- freiheit Körperlich / motorisch Hören / Kommuni- kation Sehen Adam-Remmele-Schule GS 8% 0% 0% 0% 0% 17% 50% 0% 0% Draisschule GS 0% 0% 0% 0% Eichelgartenschule GS 25% 33% 0% 0% 100% 17% 50% 0% 0% Eichendorffschule GS 25% 33% 0% 100% 0% 17% 50% 0% 0% Friedrich-Ebert-Schule GS 25% 33% 100% 0% 0% 17% 50% 0% 0% Gartenschule GS 0% 0% 0% 0% Grundschule am Rennbuckel GS 25% 17% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Grundschule am Wasserturm GS 33% 33% 0% 100% 0% 33% 100% 0% 0% Grundschule Beiertheim GS 33% 33% 0% 100% 0% 33% 100% 0% 0% Grundschule Bergwald GS 8% 0% 0% 0% 0% 17% 50% 0% 0% Grundschule Bulach GS 25% 33% 100% 0% 0% 17% 50% 0% 0% Grundschule Daxlanden GS 8% 0% 0% 0% 0% 17% 50% 0% 0% Grundschule Grünwinkel GS 33% 67% 100% 0% 100% 0% 0% 0% 0% Grundschule Hagsfeld GS 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Grundschule Knielingen GS 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Grundschule Rintheim GS 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Grundschule Stupferich GS 17% 33% 100% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Grundschule Wolfartsweier GS 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Gutenbergschule GS 25% 33% 0% 100% 0% 17% 50% 0% 0% Hans-Thoma-Schule GS 25% 33% 0% 0% 100% 17% 50% 0% 0% Hardtschule GS 17% 33% 0% 0% 100% 0% 0% 0% 0% Hebelschule GS 25% 33% 0% 0% 100% 17% 50% 0% 0% Heinrich-Köhler-Schule GS 25% 33% 100% 0% 0% 17% 50% 0% 0% – 2 – Heinz-Barth-Schule GS 8% 0% 0% 0% 0% 17% 50% 0% 0% Leopoldschule GS 8% 17% 0% 50% 0% 0% 0% 0% 0% Marylandschule GS 33% 33% 0% 100% 0% 33% 100% 0% 0% Nebenius-Realschule GS 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Nordschule Neureut GS 8% 0% 0% 0% 0% 17% 50% 0% 0% Oberwaldschule Aue GS 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Pestalozzischule GS 17% 33% 0% 0% 100% 0% 0% 0% 0% Riedschule GS 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Schillerschule GS 42% 67% 100% 0% 100% 17% 50% 0% 0% Schloss-Schule GS 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Schule im Lustgarten GS 8% 0% 0% 0% 0% 17% 50% 0% 0% Südendschule GS 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Südschule Neureut GS 8% 0% 0% 0% 0% 17% 50% 0% 0% Tullaschule GS 33% 67% 100% 0% 100% 0% 0% 0% 0% Viktor-von-Scheffel-Schule GS 17% 33% 100% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Waldschule Neureut GS 25% 33% 0% 0% 100% 17% 50% 0% 0% Weiherwaldschule GS 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Weinbrennerschule GS 33% 67% 0% 100% 100% 0% 0% 0% 0% Werner-von-Siemens-Schule GS 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Anne-Frank-Schule GMS 21% 25% 0% 50% 0% 17% 50% 0% 0% Augustenburg-Gemeinschaftsschule GMS 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Drais-Gemeinschaftsschule GMS 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Ernst-Reuter-Schule GMS 21% 25% 0% 50% 0% 17% 50% 0% 0% Bismarck-Gymnasium GYM 13% 25% 0% 50% 0% 0% 0% 0% 0% Fichte-Gymnasium GYM 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Goethe-Gymnasium GYM 21% 25% 0% 50% 0% 17% 50% 0% 0% Gymnasium Neureut GYM 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Helmholtz-Gymnasium GYM 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Humboldt-Gymnasium GYM 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Kant-Gymnasium GYM 21% 25% 0% 50% 0% 17% 50% 0% 0% Lessing-Gymnasium GYM 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% – 3 – Markgrafen-Gymnasium GYM 13% 25% 0% 50% 0% 0% 0% 0% 0% Max-Planck-Gymnasium GYM 21% 25% 0% 50% 0% 17% 50% 0% 0% Otto-Hahn-Gymnasium GYM 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Friedrich-Realschule RS 21% 25% 0% 50% 0% 17% 50% 0% 0% Hebel-Realschule RS 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Realschule am Rennbuckel RS 13% 25% 0% 50% 0% 0% 0% 0% 0% Realschule Neureut RS 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Realschule Rüppurr RS 21% 25% 0% 50% 0% 17% 50% 0% 0% Sophie-Scholl-Realschule RS 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Tulla-Realschule RS 63% 25% 0% 50% 0% 100% 100% 0% 0% Albschule SBBZ 100% 100% 0% 100% 100% 100% 100% 100% 100% Erich Kästner-Schule SBBZ 100% 100% 0% 100% 100% 100% 100% 100% 100% Federbachschule SBBZ 71% 75% 0% 50% 100% 67% 0% 100% 100% Lidellschule SBBZ 83% 100% 0% 100% 100% 67% 0% 100% 100% Schule am Turmberg SBBZ 71% 75% 0% 50% 100% 67% 0% 100% 100% Schule am Weinweg SBBZ 92% 100% 0% 100% 100% 83% 50% 100% 100% Vogesenschule SBBZ 50% 100% 0% 100% 100% 0% 0% 100% 100% Gutenbergschule WRS 25% 50% 0% 100% 0% 0% 0% 0% 0% Nebeniusschule WRS 13% 25% 0% 50% 0% 0% 0% 0% 0% Pestalozzischule WRS 13% 25% 0% 50% 0% 0% 0% 0% 0% Werner-von-Siemens-Schule WRS 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Carl-Benz-Schule BS 17% 0% 0% 0% 0% 33% 100% 0% 0% Carl-Engler-Schule BS 17% 0% 0% 0% 0% 33% 100% 0% 0% Carl-Hofer-Schule BS 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Elisabeth-Selbert-Schule BS 17% 0% 0% 0% 0% 33% 100% 0% 0% Engelbert-Bohn-Schule BS 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Friedrich-List-Schule BS 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Gewerbeschule Durlach BS 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Heinrich-Hertz-Schule BS 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Heinrich-Hübsch-Schule BS 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Heinrich-Meidinger-Schule BS 21% 25% 0% 50% 0% 17% 50% 0% 0% – 4 – Ludwig-Erhard-Schule BS 46% 25% 0% 50% 0% 67% 0% 0% 0% Marie-Luise-Kaschnitz-Schule BS 67% 100% 0% 100% 100% 33% 100% 100% 100% Walter-Eucken-Schule BS 29% 25% 0% 50% 0% 33% 100% 0% 0% Stand Dez. 2021