Stand der derzeitigen hausärztlichen Versorgung in Stupferich/Bergdörfer
| Vorlage: | 2022/0229 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 25.02.2022 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Stupferich |
| Erwähnte Stadtteile: | Stupferich |
Beratungen
- Ortschaftsrat Stupferich (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 09.03.2022
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Anfrage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier CDU-Ortschaftsratsfraktion Stupferich Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: UA Stand der derzeitigen hausärztlichen Versorgung in Stupferich / Bergdörfern Ortschaftsrat Stupferich Termin TOP ö nö 09.02.2022 3 x Wie bekannt, werden auf Grundlage der Zahl der Einwohner sowie der Morbiditätsstruktur der entsprechenden Bevölkerung im jeweiligen Mittelbereich (z.B. Bergdörfer) 4 x pro Jahr die Da- ten aktualisiert. Dazu bitten wir um Antworten auf folgende Fragen: • Wie sieht die Stadt die Möglichkeiten der Übernahme von Arztpraxen bzw. die Gewin- nung von Nachfolgern? • Gibt es hierzu Unterstützungsangebote wie z.B. im ländlichen Raum? • Gibt es Erhebungen von Seiten der Stadt Karlsruhe, die frühzeitig einen Trend erken- nen lassen? Aufgrund der Altersstruktur der niedergelassenen Ärzte ist davon auszugehen, dass sich die Versorgungslage in den nächsten Jahren eventuell verschlechtern wird. Die Stadt Karlsruhe sollte Handlungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene ermitteln um die- sem Trend entgegenzuwirken. Das Thema soll dadurch gesamtstädtisch behandelt werden. Anfrage mit der Bitte um Behandlung in der nächsten Sitzung des Ortschaftsrates: Stand der derzeitigen hausärztlichen Versorgung in Stupferich / Bergdörfer Ludwig Kast stellv. Fraktionsprecher
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Extrahierter Text
Stellungnahme zur Anfrage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier CDU-Ortschaftsratsfraktion Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: UA Stand der derzeitigen hausärztlichen Versorgung in Stupferich / Bergdörfern Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Stupferich 09.03.2022 3 x Der hausärztliche Versorgungsgrad im Mittelbereich Karlsruhe liegt derzeit bei 93,9 Prozent. Es bestehen mit Stand vom 20. Oktober 2021 aktuell 42,0 offene Niederlassungsmöglichkeiten für Hausärzte bzw. Hausärztinnen im Mittelbereich Karlsruhe entsprechend der Bedarfsplanungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (https://www.kvbawue.de/praxis/vertraege-recht/bekanntmachungen/bedarfsplanung/ ). Die Versorgungslage im hausärztlichen Bereich in Karlsruhe könnte sich insbesondere durch altersbedingte Praxisschließungen in den kommenden Jahren zudem deutlich verschlechtern: Circa 38 Prozent der im Mittelbereich Karlsruhe niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte sind laut Statistik der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) 60 Jahre und älter (Quelle: KVBW, Juni 2021). Es ist daher anzunehmen, dass in den nächsten Jahren einige der im Mittelbereich Karlsruhe niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte ihre Tätigkeit beenden werden. Ob die Nachfolge in den einzelnen Praxen geregelt ist, ist der Stadt Karlsruhe nicht bekannt. Die bereits angespannte Situation in der hausärztlichen Versorgung in Karlsruhe ist der Stadtverwaltung bekannt. Die Stadtverwaltung analysiert daher aktuell die hausärztliche Versorgung im Stadtkreis Karlsruhe näher, um zu ermitteln, durch welche Maßnahmen die Stadtverwaltung dabei unterstützen kann, die hausärztliche Versorgung in Karlsruhe sicherzustellen. Zur Analyse der hausärztlichen Situation in Karlsruhe wurden Anfang Januar 2022 all e im Stadtgebiet Karlsruhe kassenärztlich tätigen Hausärztinnen und Hausärzte postalisch angeschrieben und um Rücksendung eines angehängten Kurzfragebogens gebeten. Durch die Kurzabfrage verspricht sich die Stadt Karlsruhe, einen ersten Eindruck darüber zu gewinnen, in wie vielen Praxen derzeit ein Aufnahmestopp vorliegt und wie viele der Hausärztinnen und Hausärzte in Karlsruhe planen, ihre (kassenärztliche) Tätigkeit in den kommenden fünf Jahren aufzugeben. Durch das Anschreiben wurde zudem abgefragt, welche Hausärzte und Hausärztinnen für ein Gespräch zur Verfügung stehen würden, um durch persönliche Interviews nähere Informationen zur hausärztlichen Versorgung in Karlsruhe ermitteln zu können. Der Rücklauf zur Umfrage ist bisher sehr zufriedenstellend, und einige der Hausärztinnen und Hausärzte in Karlsruhe zeigen Interesse an einem persönlichen Gespräch. Es ist daher aktuell davon auszugehen, eine ausreichende Zahl an Interviews führen zu können, um genauere Einblicke in die aktuelle Versorgungsstruktur zu erhalten, die Hintergründe des Versorgungsdefizits besser zu verstehen und gegebenenfalls konkrete Ideen für Unterstützungsmöglichkeiten durch die Stadt Karlsruhe zu ermitteln. – 2 – Die Ergebnisse aus den Befragungen der Hausärztinnen und Hausärzten sollen bei einer Kommunalen Gesundheitskonferenz im Sommer dieses Jahrs vorgestellt werden. Daraus sollen Handlungsmöglichkeiten für den kommunalen Kontext abgeleitet und diskutiert werden, wie die Stadt Karlsruhe im Rahmen ihrer Möglichkeiten beitragen kann, die hausärztliche Versorgung in Karlsruhe zukunftsfest zu sichern. Neben der Befragung der im Stadtkreis Karlsruhe tätigen Hausärztinnen und Hausärzte sind zudem stadtteilspezifische Auswertungen geplant, um eine eventuelle Disparität in der Verteilung der Hausärztinnen und Hausärzte in den Stadtteilen in Karlsruhe ermitteln zu können. Antworten auf die spezifischen Fragen des Ortschaftsrats Stupferich können zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gegeben werden. Durch die aktuell laufende Untersuchung und anstehenden Befragungen der Hausärztinnen und Hausärzte in Karlsruhe werden jedoch voraussichtlich Mitte des Jahres nähere Ergebnisse vorliegen.