Finanzielle Förderung von Projekten, Verlängerung von Projekten

Vorlage: 2022/0217
Art: Beschlussvorlage
Datum: 24.02.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Dezernat 3
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Migrationsbeirat (öffentlich)

    Datum: 08.03.2022

    TOP: 3

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 3_BV Finanzielle Förderung_Verlängerung von Projekten
    Extrahierter Text

    Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: BfI Finanzielle Förderung von Projekten, Verlängerung von Projekten Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Migrationsbeirat 08.03.2022 3 x Beschlussantrag Der Migrationsbeirat nimmt die Vorlage zustimmend zur Kenntnis und empfiehlt für 2022 die finanzielle Förderung des Projekts PIAzA – Perspektiven durch Integration in Ausbildung für zugewanderte Ausländer aus Mitteln des Integrationsfonds. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 13.700 Euro Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Soziale Stadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Das Projekt PIAzA der Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) startete am 1. Januar 2020. Das Projekt wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (WM) mit circa 68 Prozent der Projektkosten gefördert. Die Kofinanzierung hat die Stadt übernommen. Ein Teil der Projektkosten wird vom Projektträger als Eigenmittel eingebracht. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat den Förderzeitraum bis Ende 2022 verlängert und die Förderung genehmigt. PIAzA richtet sich an junge Geflüchtete sowie Zugewanderte aus EU- und Drittstaaten, die gute Chancen auf Vermittlung in Ausbildung haben. Ziel ist die Integration geeigneter junger Menschen in Ausbildung, durch die Betreuung eines „Kümmerers“, als eine Art Case-Manger, in drei Schritten: 1. Vorauswahl geeigneter Jugendlicher 2. Kompetenzanalyse 3. Vermittlung in Ausbildung und Praktika mit anschließender Betreuung von Azubi und Arbeitgeber Neben der erfolgreichen Vermittlung in Ausbildung, liegt der Fokus auch auf der Klärung der individuellen (ausländer-)rechtlichen Situation der Teilnehmenden. PIAzA unterstützt sowohl die Jugendlichen als auch potentielle Ausbildungsbetriebe bei diesem schwierigen Verfahren, damit Ausbildungsverhältnisse nicht schon im Vorfeld scheitern. Erfahrungsbericht der afka: Im Jahr 2021 wurden 41 Teilnehmende aus 15 Ländern im Projekt begleitet. Trotz der schwierigen Bedingungen durch die Corona-Pandemie konnten 17 Jugendliche in Ausbildung vermittelt werden, 8 Teilnehmer (TN) wurden bei ihrem Weg in eine weiterführende Schule bzw. Berufsschule unterstützt sowie 4 TN, die sich in einer Vorbereitungsmaßnahme auf eine Ausbildung befanden (Einstiegs-qualifzierung, Berufspraktisches Jahr). Kosten- und Finanzierungsplan PIAzA 2022: Kosten: Personalkosten 69.400 Euro Sachkosten 6.000 Euro Summe 75.400 Euro Finanzierung: Zuschuss WM 51.000 Euro (68% der Projektkosten) Eigenmittel Träger 10.700 Euro (14% der Projektkosten) Zuschuss Stadt Karlsruhe 13.700 Euro (18% der Projektkosten) Stellungnahme des Büros für Integration: Das Büro für Integration empfiehlt die Fortsetzung der Förderung für ein weiteres Jahr. Die Integration von jungen Zugewanderten in den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Schritt zu einer nachhaltigen gesellschaftlichen Integration. Die erfolgreiche Vermittlung junger Zugewanderter in Ausbildung bedarf dabei der Unterstützung sowohl auf Seiten der Zugewanderten als auch auf Arbeitgeberseite. Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede, unzureichende Informationen über Anforderungen an Azubis, fehlende Vorerfahrungen etc. machen ein behutsames und individuelles Vorgehen auf beiden Seiten erforderlich. Die Unterstützung von Arbeitgebern bei der Einstellung von Zugewanderten ist dabei ein entscheidender Teil des Projektes, damit Ausbildungsverhältnisse nicht schon im Vorfeld, aufgrund der unzähligen Hürden, scheitern. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels, ergeben sich gerade für kleine und mittelständische Unternehmen durch die Einstellung von Zugewanderten wichtige Aspekte zur Zukunftssicherung.