IQ-Monitoringbericht 2022
| Vorlage: | 2022/0158 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 08.02.2022 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Stabsstelle Verwaltungs- und Managemententwicklung |
| Erwähnte Stadtteile: | Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Innenstadt-Ost, Mühlburg, Oberreut, Waldstadt |
Beratungen
- Hauptausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 15.03.2022
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2022/0158 Verantwortlich: Dez. 1 Dienststelle: Stabsstelle VME IQ-Monitoringbericht 2022 Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 15.03.2022 1 x Information (Kurzfassung) Der Hauptausschuss nimmt das Monitoring der Korridorthemen und ihrer Leitprojekte sowie der IQ- Arbeitsweise zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☒ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☒ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: alle Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen IQ-Arbeitsweise IQ steht für „innovativ“ und „quervernetzt“. Durch das Zusammenspiel von agilen Arbeitsmethoden und strategischer Vernetzung über Fach- und Hierarchiegrenzen hinweg werden Synergien geschaffen und neue Potenziale erschlossen: Mit kreativen Lösungsansätzen, verkürzten Kommunikationswegen sowie der ressortübergreifenden Bündelung von Expertisen schafft die IQ-Arbeitsweise adäquate Voraussetzungen, um Projekte der Stadtentwicklung noch zügiger und erfolgreicher zu realisieren. Gleichzeitig steigt die Entscheidungs- und Prozessqualität, auch dank der frühzeitigen, ganzheitlichen Einbindung relevanter Zielgruppen sowie möglichst vieler Interessierter aus der Bürgerschaft. Korridorthemen und Leitprojekte Die Stadtverwaltung Karlsruhe hat daher parallel zur bereits existierenden Dezernatsstruktur eine themenorientierte, ressortübergreifende Querstruktur geschaffen, in deren Zentrum sechs bedeutende Korridorthemen stehen: (1) Zukunft Innenstadt, (2) Moderne Verwaltung, (3) Soziale Stadt, (4) Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt, (5) Grüne Stadt sowie (6) Mobilität. In jedem der sechs Themenfelder existieren innerhalb der Stadtverwaltung eine Vielzahl von Vorhaben. Von diesen wurden in einem Priorisierungsprozess Leitprojekte ausgewählt, die herausragende Chancen und Potenziale für die Stadt- und Verwaltungsentwicklung bieten. Sowohl die Korridorthemen als auch die Leitprojekte folgen vorab vereinbarten Zielen und Strategien. Gremieneinbindung Bei Initiierung von neuen Leitprojekten sowie im Projektverlauf ist der Gemeinderat insbesondere über seine Gremien eingebunden. Die Leitprojekte und Korridorthemen sind Bestandteil der Haushaltsplanung und bilden sich im Haushalt der Stadt Karlsruhe ab. Monitoring Der vorliegende Monitoringbericht gibt die Projektfortschritte für den Zeitraum März 2021 bis Februar 2022 wieder. Er betrachtet die Implementierung und Entwicklung der IQ-Arbeitsweise, der Korridorthemen und ihrer Leitprojekte und gibt einen Ausblick auf die Verwaltungsentwicklung. Beschluss: Antrag an den Hauptausschuss Der Hauptausschuss nimmt das Monitoring der Korridorthemen und ihrer Leitprojekte sowie der IQ- Arbeitsweise zur Kenntnis.
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Extrahierter Text
Der Monitoringbericht ist in drei Teile gegliedert: 1. Die IQ-Arbeitsweise: „New Work" bei der Stadtverwaltung Karlsruhe – Einführung, Rollen und Funktionen ........................................................................... 2 2. Die Korridorthemen und Leitprojekte im Überblick .................................................. 3 2.1 Allgemeiner Sachstand .............................................................................................. 3 2.2 Sachstände aus den Korridorthemen und Leitprojekten .............................................. 4 2.2.1 Zukunft Innenstadt ................................................................................................. 4 2.2.2 Moderne Verwaltung ............................................................................................. 9 2.2.3 Soziale Stadt ........................................................................................................ 12 2.2.4 Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt ..................................................................... 15 2.2.5 Grüne Stadt ......................................................................................................... 19 2.2.6 Mobilität .............................................................................................................. 23 3. Die IQ-Arbeitsweise: Sachstand und Ausblick .......................................................... 26 Stadt Karlsruhe Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung Monitoring Der IQ-Arbeitsweise Der Bericht betrachtet die innovationsförderliche und quervernetzte Arbeitsweise (IQ-Arbeitsweise) und die damit verbundenen Korridorthemen und Leitprojekte. Betrachtungszeitraum: März 2021 – Februar 2022 2 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 1. Die IQ-Arbeitsweise: „New Work" bei der Stadtverwaltung Karlsruhe – Einführung, Rollen und Funktionen 1.1. IQ-Arbeitsweise: Allgemeine Erklärung Digitalisierung, Globalisierung, die demografische Entwicklung und ein sich veränderndes Klima haben tiefgreifende Auswirkungen auf das gesamte gesellschaftliche Leben. Dabei stellen sich die Veränderungen so komplex und dynamisch dar, dass für kommunale Entscheidungen und Weichenstellungen neue Denkansätze wie auch Handlungsweisen gefragt sind. Im Jahr 2017 hat die Stadtverwaltung Karlsruhe für priorisierte und komplexe Themen der Stadt- und Verwaltungsentwicklung eine themenorientierte, ressortübergreifende Querstruktur geschaffen (IQ-Arbeitsweise). In ihrem Zentrum stehen sechs Themenbereiche (Korridorthemen), die zentral sind für die zukunftsorientierte Entwicklung Karlsruhes: Zukunft Innenstadt, Moderne Verwaltung, Soziale Stadt, Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt, Grüne Stadt sowie Mobilität. Die IQ-Arbeitsweise kommt in der Stadt Karlsruhe bei komplexen und prioritären Projekten zum Einsatz. Das Ziel ist, durch frühzeitige Quervernetzung und Einbindung der breiten Expertise aus Verwaltung und Stadtgesellschaft die Prozess-, Entscheidungs- und Umsetzungsqualität zu verbessern. Durch das Zusammenspiel von agilen Arbeitsmethoden und einer intelligenten Vernetzung über Fach- und Hierarchiegrenzen hinweg werden Synergien geschaffen und neue Potenziale erschlossen: Mit kreativen Lösungsansätzen, verkürzten Kommunikationswegen sowie der Bündelung von interner wie externer Fachexpertise schafft die IQ-Arbeitsweise adäquate Voraussetzungen, um bedeutsame Projekte und Aufgaben zügiger zu realisieren. Gleichzeitig steigt die Entscheidungs- und Prozessqualität, auch dank der frühzeitigen, ganzheitlichen Einbindung relevanter Zielgruppen und Interessierter aus der Bürgerschaft. Eine abgestimmte und regelmäßige Außen- und Innenkommunikation begleitet das Ganze. So kennt die IQ-Arbeitsweise viele Gewinnende: Der Stadtverwaltung Karlsruhe liefert sie eine Grundlage für die Optimierung ihrer Handlungsfähigkeit, Effektivität, Mitarbeiteridentifikation und Außenwirkung. Die Stadtgesellschaft profitiert von einer zügigen, nachvollziehbaren und bürgernahen Umsetzung sowie Möglichkeiten der Mitgestaltung. 1.2. Rollen und Funktionen innerhalb der IQ-Arbeitsweise Einer der zentralen Erfolgsfaktoren der IQ-Arbeitsweise besteht darin, Prozesse neu zu denken und zu lenken: Das Zusammenwirken unterschiedlichster Fachgebiete und Hierarchieebenen der Stadtverwaltung einschließlich externer Expertinnen und Experten soll Kompetenzen bündeln und neue Ideen freisetzen. Zugleich ist für den reibungslosen Verlauf der komplexen Projekte eine Abstimmung der einzelnen Rollen und Zuständigkeiten unabdingbar: Allen Beteiligten sind klare Aufgabenbereiche und Verantwortungen zugeordnet, um Spiel- und Handlungsräume zu definieren. 3 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Verantwortliche/r Dezernent/in: Er/Sie steht einem der sechs Korridorthemen vor; verantwortet dieses inhaltlich und in der Innen- und Außenkommunikation. Korridorbeauftragte/r: Er/Sie unterstützt den/die verantwortliche/n Bürgermeister/in; insbesondere bei der Gesamtkoordination innerhalb des Korridorthemas. Leitprojektverantwortliche/r: Diese haben die Federführung der jeweiligen Projekte inne und berichten unmittelbar dem/der jeweils verantwortlichen Dezernenten/in. IQ-Lenkungskreis: Unter dem Vorsitz des persönlichen Referenten des Oberbürgermeisters werden hier die Aktivitäten zwischen den einzelnen Korridorthemen abgestimmt und die kontinuierliche Verbesserung der IQ-Arbeitsweise vorangetrieben. Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung: Diese forciert und koordiniert die strategische, inhaltliche und methodische Umsetzung und Weiterentwicklung der IQ-Arbeitsweise sowie die einzelnen Korridorthemen und ihre Leitprojekte. IQ-Netzwerk: Unter Federführung der Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) tauschen sich hier die Korridorbeauftragten und Leitprojektverantwortlichen regelmäßig zu ihren Leitprojekten aus und entwickeln Vorschläge, um das Verwaltungshandeln kontinuierlich weiterzuentwickeln. Durch Transparenz sind so Synergien und gegenseitiges Lernen möglich. Rolle der gemeinderätlichen Gremien: Bei Initiierung von neuen Leitprojekten sowie im Projektverlauf ist der Gemeinderat insbesondere über seine Gremien eingebunden. Die Leitprojekte und Korridorthemen sind Bestandteil der Haushaltsplanung und bilden sich im Haushalt der Stadt Karlsruhe ab. 2. Die Korridorthemen und Leitprojekte im Überblick 2.1. Allgemeiner Sachstand Im Jahr 2021 wurden, wie bereits im Vorjahr, verschiedene Leitprojekte abgeschlossen, die nun als Daueraufgabe in regulärer Verwaltungsarbeit weitergeführt werden. Bei einigen Korridorthemen und Leitprojekten hat sich, ganz im Sinne agiler Projektarbeit, eine inhaltliche Ausrichtung ergeben, die in Rücksprache mit den entsprechenden Gremien eine Neujustierung sinnvoll erscheinen ließ. Weitere Leitprojekte sind mit langfristen Stadtentwicklungsaufgaben verbunden und von solcher Komplexität und Bedeutsamkeit, dass sie auch weiterhin prioritär bearbeitet werden sollen. Die jeweiligen gemeinderätlichen Gremien sind hier regelmäßig eingebunden. Für auslaufende Leitprojekte wurden gemeinsam mit den jeweiligen Fachausschüssen beziehungsweise durch Gemeinderatsbeschluss neue Leitprojekte zur Aufnahme in die IQ- Arbeitsweise beschlossen. Die Beschlussfassung über etwaige Ressourcen für Leitprojekte erfolgt durch den Gemeinderat im Rahmen der Beratungen zum Haushalt. 4 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.2. Sachstände aus den Korridorthemen und Leitprojekten 2.2.1. Zukunft Innenstadt 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortlicher Dezernent: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Korridorbeauftragte: Ulrike Höltzel Ziele: • Die Innenstadt mit Schloss, Fächergrundriss und Plätzen ist Identifikationspunkt und Visitenkarte der Stadt – vom Mühlburger Tor bis Durlacher Tor, Schlossgarten bis Stadtgarten. • Mit ihrer einzigartigen Vielfalt und Qualität präsentiert sich die Innenstadt als unverwechselbarer, internationaler, attraktiver Ort für Leben und Erleben, Einkaufen und Begegnung. Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Aktionsplan City 2020 – 2026 Dr. Andrea Hammer (AfSta) / Alexander Zug (Wifö) / Andreas Mangold (Bundesförderung, AfSta) Wird fortgeführt, teilweise Maßnahmenfinanzierung über Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ geplant Beschlussfassung im GR 18.02.2020 Sachstandsbericht im HA 14.07.2020 Information zum Gutachten „Quartiersprofilierung“ von Stadt + Handel im WiföA 23.06.2021 Positiver Bescheid Interessenbekundungsverfahren / Bereitstellung Eigenanteil „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“, Beschlussfassung im GR 08.12.2021 Sanierungsgebiet Innenstadt Ost Sybille Rosenberg (StplA) Wird fortgeführt Förmliche Festlegung durch GR 20.03.2018 Sanierungsbeirat durch GR Beschluss 22.01.2019 Sitzungen des Sanierungsbeirates 5 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 19.02.2019 04.03.2020 16.03.2021 23.03.2022 Öffentlicher Raum und Mobilität der Innenstadt (ÖRMI) Verena Wagner / Oriana Kraemer (StplA) Endet voraussichtlich Ende 2022 Vorgehen zur Ausschreibung PlanA 23.10.2019 Beschlussfassung zum Auslobungstext im GR 21.01.2020 Zustimmung zur Beauftragung PlanA 17.06.2020 Sachstand zur Kenntnis PlanA 24.02.2021 09.07.21 Zukunftswerkstatt 16.09.21 Fraktionenworkshop 11.10.21 Expertenkolloquium 07.04.2022 PlanA, 12.04.22 HA 2.6.2022 PlanA Berichtsentwurf Reallabore Herbst 2022 GR-Beschluss My City. My Place Isabel Kasalo (StJA) Wird fortgesetzt Empfehlung zur Durchführung als Leitprojekt bei „Zukunft Innenstadt“ im SozA 08.07.2020 Etatisierung im HH 21 durch GR 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand und Erfolge Mit der Inbetriebnahme des Stadtbahntunnels in der Kaiserstraße im Dezember 2021 tritt das Korridorthema in eine neue Phase ein. Der Fokus liegt in den kommenden Jahren auf der Neugestaltung der Kaiserstraße – aber auch auf der Umsetzung der im Rahmen des Aktionsplans 2020 – 2026 initiierten Entwicklung von Quartiersprofilen in der Karlsruher City. Dies ist eng vernetzt mit dem Projekt Sanierungsgebiet Innenstadt Ost. Im Rahmen des Leitprojekts ÖRMI sollen erste Lösungsansätze zur Gestaltung der innerstädtischen Mobilität in Reallaboren getestet werden. Im Rahmen von My City. My Place werden aktuell junge Nutzer*innen der Innenstadt zu ihren Erwartungen befragt. Insgesamt ist die Situation nach wie vor geprägt von der Corona-Pandemie und dem hierdurch beschleunigten allgemeinen Strukturwandel in den Innenstädten. Zu den Leitprojekten im Einzelnen: 6 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Aktionsplan City 2020 – 2026 Der Fokus des Leitprojekts „Aktionsplan City 2020 – 2026“ lag im Betrachtungszeitraum auf dessen sukzessiver Umsetzung und Fortschreibung. Um den Folgen der Corona-Pandemie, die sich unter anderem in einer steigenden Anzahl innerstädtischer Leerstände manifestieren, zu begegnen, erfolgte eine Neu-Priorisierung und Neu-Terminierung des Maßnahmenprogramms. Parallel wurden Maßnahmen des Aktionsplans, stets in enger Abstimmung mit den anderen Leitprojekten, weiter vorangetrieben und erfolgreich abgeschlossen. So konnte mit dem Gutachten „Quartiersprofilierung“, im Juni 2021 von Stadt + Handel vorgelegt, eine wesentliche strategische Grundlage für die zukünftige innerstädtische Quartiersentwicklung geschaffen werden. Zusätzlich wurde die Leerstandsthematik mit Aufnahme in das BMWi-Förderprojekt „Stadtlabore für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung“, welches die Entwicklung eines modernen Leerstands- und Ansiedlungsmanagements zum Ziel hat, proaktiv angegangen. Ein wesentlicher Meilenstein war weiterhin die Aufnahme des auf dem Aktionsplan City 2020 – 2026 und dem Gutachten „Quartiersprofilierung“ basierenden Projekts „City-Transformation“ mit einem Gesamtvolumen von 4,9 Mio. Euro in die zweite Stufe des Bundesförderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. Sanierungsgebiet Innenstadt Ost Der nördliche Kronenplatz wird durch flexible Sitzmöbel und Begleitgrün zu einem Platz für „junge Leute“. Nach wie vor läuft die Prüfung, ob sich der nördliche Kronenplatz als Standort für eine zentrale Stadtbibliothek eignet. Über eine sogenannte Abwendungsvereinbarung konnte für den Gebäudekomplex „Markgräfliches Palais“ sichergestellt werden, dass neben den Räumen für die PSD-Bankfiliale eine gemischte Nutzungsstruktur mit publikumsintensiven Nutzungen und einem öffentlichen Veranstaltungssaal berücksichtigt wird. Die städtebaulichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung des ehemaligen Postgiroareals konnten nach Abschluss des LRA-Wettbewerbs definiert werden. Der Eigentümer kann nun vereinbarungsgemäß mit der Auslobung eines Wettbewerbsverfahrens starten. Mit Städtebaufördermitteln wurde der Umbau des Marktplatzes und des Berliner Platzes mit rund 1,5 Mio. Euro Finanzhilfe von Bund und Land mitfinanziert. ÖRMI Die beauftragte Bürogemeinschaft hat trotz Corona-Hemmnissen weitergearbeitet. Statt der PSPL (Public Space Public Life)-Studie wurden alternative digitale Analysemethoden angewandt und die PSPL-Studie punktuell während eines Besuchs in Karlsruhe nachgeholt. Die Beteiligungsformate wurden zeitlich verzögert im Herbst 2021 online durchgeführt. Die öffentliche und stadtinterne Debatte zum Thema ist ein wichtiger Baustein des Projekts. Die vorbereitende, intensive Auseinandersetzung zum Bericht mit den verschiedenen Akteuren der Stadtgesellschaft, der Verwaltung und mit den gemeinderätlichen Gremien hat bereits erfolgreich zu einer allgemeinen Sensibilisierung für die betroffenen Zukunftsthemen geführt. Die Erfahrungen mit der Online-Beteiligung sind positiv. Seit Corona ist der Umgang damit selbstverständlich geworden. Dadurch sind Arbeitsprozesse agiler und niederschwelliger geworden. MyCity. MyPlace Die Ideen aus dem Jugendbeteiligungsverfahren (Februar 2020) zur Gestaltung des nördlichen Kronenplatzes konnten trotz intensiver Bemühungen bisher nicht umgesetzt werden, da kein Geld dafür vorhanden ist oder technische, baurechtliche Gründe dagegen sprechen. Auf die „Bespielung“ des Kronenplatzes mit jugendkulturellen Events wurde wegen der pandemischen Lage erst einmal verzichtet. Im Sommer 2021 wurden mehrere kleinere 7 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Veranstaltungen auf dem Schlossplatz und dem Friedrichsplatz durchgeführt. Parallel dazu wurde eine digitale Umfrage zu den Erwartungen junger Menschen gestartet. Die Rückmeldungen werden derzeit ausgewertet. 2.2 Ausblick Die Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Leitprojekte werden nach Abschluss der Kombilösung nun verstärkt durch die Arbeiten zur Neugestaltung der Kaiserstraße geprägt. Als zentraler Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Dienststellen über alle Dezernatsbereiche hinweg zu werten, ebenso die zunehmend bessere Vernetzung mit den externen Akteur*innen. In einem Strategieworkshop im März 2022 hat die Steuerungsgruppe in dieser Hinsicht die Zielsetzungen im Korridorthema erneut geschärft. Aktionsplan City 2020 – 2026 Mit Blick nach vorn wird der Fokus auf dem Vollantrag für das Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ sowie – nach erfolgreicher Bewerbung – der Umsetzung der dort verankerten Maßnahmen liegen. Die im Rahmen des Projekts „City- Transformation“ umzusetzenden Maßnahmen zahlen in weiten Teilen direkt und indirekt auf den Aktionsplan City 2020 – 2026 ein und erweitern zusätzlich das Maßnahmenprogramm zur Entwicklung einer multifunktionalen und resilienten Innenstadt. Weiterhin ist für das Spätjahr 2022 die Vorlage eines Sachstandsberichts in den gemeinderätlichen Gremien vorgesehen. Sanierungsgebiet Innenstadt Ost Auf Grundlage des planerischen Fachkonzepts zur Aktivierung der Erdgeschosszonen (Büro Sippel I Buff) werden Beratungsgespräche mit Immobilieneigentümer*innen geführt. Zur strategischen und langfristigen Sicherung der Sanierungszielsetzungen ist die aktive Ausübung des Vorkaufrechts von besonderer Bedeutung für die Innenstadtentwicklung. Zur Umsetzung der geplanten Einzelprojekte ist die Bereitstellung der kommunalen Haushaltsmittel und der personellen Ressourcen erforderlich. ÖRMI Die Bürogemeinschaft um Gehl wird im Jahr 2022 ihre Arbeit abschließen. Derzeit besteht noch kein Konsens über die Detailtiefe der vorgeschlagenen Maßnahmen. Bei der Bürogemeinschaft gibt es angesichts der Projektverzögerung mittlerweile einen Wechsel bei der Projektleitung. Für die Vorlage des Berichtes im PlanA im Juni 2022 wird eine Abstimmung zwischen Verwaltung und Bürogemeinschaft erfolgen. Im Mai/Juni 2022 und in den Sommerferien 2022 sind zwei Reallabore in der Innenstadt geplant. Der Erfolg der Reallabore steht und fällt mit der Bereitstellung der 2020 veranschlagten Projektmittel, der Fortführung der ÖRMI-Projektstelle sowie dem proaktiven, konstruktiven Mitdenken und Mitwirken der anderen Dienststellen sowie außerdem mit deren Übernahme von Verantwortlichkeiten in den jeweiligen Fachbereichen. Unter derzeitigen Bedingungen ist der Projektbaustein „Reallabore“ wie geplant schwer zu bewältigen. Eine Verkehrssperrung als Selbstzweck, ohne einhergehende Aufwertung, wäre fatal für die Außenwirkung und damit auch für die erhoffte Verstetigung. MyCity. MyPlace In der Hoffnung, dass wieder mehr Begegnungen in Präsenz möglich werden, sind für 2022 jugendkulturelle Events auf dem nördlichen Kronenplatz mit Beteiligung junger Menschen 8 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise vorgesehen. Der Schwerpunkt der Jugendbeteiligung wird auf die Mitgestaltung der Reallabore in der Karlstraße und im Passagenhof gelegt. Es sind Workshops und kleinere Veranstaltungen angedacht. Die Ergebnisse der digitalen Jugendbefragung werden in den Prozess der Innenstadtentwicklung eingebracht. 9 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.2.2. Moderne Verwaltung 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortlicher Dezernent: Bürgermeister Dr. Albert Käuflein Korridorbeauftragter: Frank Jösel Ziele: • Die Stadtverwaltung ist verlässliche Partnerin für alle und bringt sich aktiv in die Stadtgesellschaft ein. • Die Stadtverwaltung arbeitet engagiert mit einem hohen Anspruch an ihre Professionalität. Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Internetplattform karlsruhe.de – Weiterentwicklung und Modernisierung Markus Losert / Ann-Christin Heeger / Julia Specht (alle IT) und Helga Riedel (PIA) Wird fortgeführt Behandlung ITK 12.03.2021, 12.11.2021 unter Verschiedenes Geschäftsprozessmanagement – Schlanke Prozesse mit digitaler Unterstützung Wolfgang Jung / Peter Bauer (POA) Wird fortgeführt; Behandlung geplant in PA u./o. ITK 2022 Neukonzeption Verwaltungsflächen Ulrich Marx / Katrin Fritz (HGW) Wird fortgeführt; Behandlung geplant in HA u./o. StrK 1. HJ 22 Städtisches Servicezentrum Projekt wird derzeit nicht weiterverfolgt 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand und Erfolge Unser Ziel, Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen, verfolgen wir täglich mit großer Konsequenz in vielen Dienststellen und in ganz unterschiedlichen Aufgabenbereichen. Verschiedene Erfolge konnten wir bereits erzielen. Besonders deutlich wird das durch die größeren und kleineren Digitalisierungsprojekte, die ein wesentlicher Schlüssel zu einer schlanken und modernen Verwaltung sind. Internetplattform karlsruhe.de – Weiterentwicklung und Modernisierung Seit Juli 2021 werden die Inhalte durch die Fachamts-Redaktion neu aufbereitet und vernetzt, wobei das PIA mit Schulungs- und Beratungsangeboten sowie der Inhaltsaufbereitung unterstützt. Dies erfolgt parallel zur Entwicklung weiterer Contentelemente. Die IT setzte mit der Agentur ressourcenmangel (rsm) die Server auf und optimierte externe Anwendungen. 10 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Regelmäßiges Nichteinhalten von Lieferterminen seitens rsm führte zu mehrmaliger Anpassung der Projektplanung und letztlich zur Verschiebung des Livegangs. Folgende Erkenntnisse wurden hier gewonnen: ▪ Qualität sowohl bei Technik als auch Inhalt sind gleichbedeutend. ▪ Realistische Planung erfordert umfassende Transparenz der Abhängigkeiten aller Beteiligten. ▪ Ungeplante Parallelisierungen führen zu Mehrarbeit und Demotivation. ▪ Stetige, klare Kommunikation verhindert potentielle Konflikte und zeigt frühzeitig Anforderungen auf. Geschäftsprozessmanagement - Schlanke Prozesse mit digitaler Unterstützung Wir konnten mit dem ersten digitalen Workflow an den Start gehen. Nach einer Pilotphase im POA und im IT-Amt wurde der E-Umlauf erfolgreich auch im Dezernat 2 implementiert. Es sollen weitere Dienststellen im Laufe des Jahres angebunden werden. Ziel ist es, dass der E- Umlauf künftig amtsübergreifend eingesetzt wird. Weitere E-Workflows in enaio werden folgen. Der E-Posteingang wurde im Hauptamt, dem IT-Amt und nun gerade bei der Stadtkämmerei pilotiert. Die daraus gewonnen Erkenntnisse werden im weiteren Roll-out berücksichtigt. Die Pilotierung der Digital Change Advisor (DCA), vormals DigitalLots*innen, wurde erfolgreich im Jahre 2021 abgeschlossen. Teilgenommen haben 6 Ämter mit 8 gemeldeten DCAs und der jeweiligen Amtsleitung beziehungsweise Stellvertretung. Gemeinsam mit den Pilotämtern wurde der stadtweite Roll-out konzipiert, der 2022 starten wird. Neukonzeption Verwaltungsflächen Im Bereich Immobilienstrategie (nach der Prämisse „Eigentum statt Miete“) wird nach einer Sondierung der Optionen im gesamten Stadtgebiet nun auf drei mögliche Bausteine fokussiert. Die Entscheidung, welches Szenario im Weiteren vertieft behandelt werden soll, steht noch aus. Für das Reallabor „new worx³“ liegt die Planung für ein konkretes Objekt sowie das inhaltliche Konzept für die Arbeit mit den bereits definierten Testeinheiten vor. Im HGW wird unabhängig davon ein Pilotprojekt begleitet, das die Themen New Work und moderne Arbeitswelt in Kombination in einem Bestandsgefüge implementiert. 2.2 Ausblick Auf dem Weg zur Modernen Verwaltung ist noch viel zu tun. Manchmal erschweren fehlende personelle beziehungsweise finanzielle Ressourcen ein (schnelleres) Vorankommen, manchmal wird nur noch zusätzliche Zeit benötigt. Internetplattform karlsruhe.de – Weiterentwicklung und Modernisierung Arbeitspakete wie der Newsroom (inklusive internem Bereich) und der teilautomatisierte Newsletter werden bald abgeschlossen. Nach Fertigstellung der Content-Elemente erfolgt die finale Inhaltspflege, gefolgt von einer Qualitätssicherung (QS) durch das PIA. So soll die Webseite bei ihrer Liveschaltung (geplant für Ende Q1/2022) insgesamt eine hohe Qualität aufweisen. Um diesen Termin halten zu können, bedarf es der frühestmöglichen beanstandungslosen Bereitstellung der Content-Elemente als QS-Voraussetzung sowie weiterhin einer engen Zusammenarbeit zwischen dezentraler Redaktion und PIA. Zusätzlich müssen in Q1/2022 11 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise ausreichend Ressourcen bei IT, PIA und den Fachämtern vorgehalten werden. Das Tagesgeschäft muss bei zeitkritischen Belastungsspitzen hintenangestellt werden, um weitere terminliche Verschiebungen zu verhindern. Neukonzeption Verwaltungsflächen Die weitergehende Entwicklung der Standorte der Stadtverwaltung ist von der Entscheidung für ein konkretes Szenario abhängig. Das Reallabor, als Initial für den Weg in die Zukunft, kann bis auf Weiteres mangels finanzieller Mittel nicht umgesetzt werden. Der Fokus des Projektes verschiebt sich entsprechend den Rahmenbedingungen auf eher kleinmaßstäbliche Betrachtungen und Veränderungen im Bestand, die nur bedingt zukunftsweisend wirken können. Im Frühjahr 2022 wird eine stadtweite Umfrage das Projektthema „zukunftsfähige Arbeitswelten“ bei den Mitarbeitenden der Verwaltung stärker präsent machen. Städtisches Servicezentrum Das Projekt wird derzeit nicht weiterverfolgt, da keine personellen Ressourcen zur Verfügung stehen und sich die ursprünglichen Planungen in Bezug auf die Kaiserallee 4 aus verschiedenen Gründen so nicht verwirklichen lassen. 12 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.2.3. Soziale Stadt 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortlicher Dezernent: Bürgermeister Dr. Martin Lenz Korridorbeauftragter: Faris Abbas Ziele: • Moderne und zukunftsfähige Schulen • Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Bunte Stadt – Lernorte für kulturelle Vielfalt und Demokratie Ulrike Settelmeyer (KA) Wird fortgeführt Beraten im KultA am 05.03.2020 Durchgängige Sprachbildung Jennifer Laue (SJB) Wird fortgeführt Beraten im MigrB am 10.11.2021 Soziale Quartiersentwicklung Christian Fulda (SJB) Wird fortgeführt Beraten im SozA am 19.02.2020 Weißbuch Schulen Projektabschluss Beraten im SchulB am 14.04.2021 Als Daueraufgabe implementiert Bildungscampus Eva Bochnitschek (KONS) Wird fortgeführt Beraten im VR KONS am 01.12.2020 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand und Erfolge Durchgängige Sprachbildung Im vergangenen Kindergartenjahr wurde ein Sprachförderprojekt von der schulischen Primarstufe auf den Elementarbereich ausgeweitet und wird nun im laufenden Kindergartenjahr auf drei weitere Einrichtungen ausgeweitet. Parallel zur städtischen Finanzierung konnte im Rahmen der Drittmittelakquise ein lokaler gemeinnütziger Spender gewonnen werden. Parallel wurden aufgrund der aktuellen Situation Schulungen zum Thema „Digitales Lernen“ konzipiert und durchgeführt, um Elternmentor*innen, Leitungen von Elterncafes etc. in diesem Thema zu professionalisieren und zu Multiplikatoren auszubilden. Erstmals wurde die 13 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Broschüre „Beschulung von Neuzugewanderten“ erstellt, veröffentlich und in den zuständigen Beiräten vorgestellt. Bunte Stadt Das Projekt engagierte sich erfolgreich im Stadtteil Oberreut durch partizipative Projekte mit Schwerpunkt Kunst und Kultur. Es begleitete auch durchweg den Stadtteilentwicklungsprozess des Amts für Stadtentwicklung, der zeitgleich in Oberreut stattfand. Um die entstandenen Strukturen zu festigen, wird das Projekt auch noch 2022 im Stadtteil fortgesetzt. Geplant sind Aktivitäten mehrerer Karlsruher Institutionen und Kulturgruppen (Kinemathek, UNESCO, Stadtjugendausschuss, Forum Recht). Bildungscampus Die drei Einrichtungen Volkshochschule Karlsruhe, Internationales Begegnungszentrum sowie Badisches KONServatorium sind ab Frühjahr 2023 Nachbarn auf dem Dragonerareal und wollen durch ihre Kooperation vorhandene Synergien nutzen, um für ihre Kunden einen persönlichen Mehrwert zu generieren und die Aufmerksamkeit in der Stadtgesellschaft für alle Einrichtungen zu erhöhen. Ende Juli 2021 wurde zum Auftakt ein Workshop durchgeführt. Darin wurden gemeinsame Werte und Zielgruppen sowie inhaltliche Schnittmengen identifiziert und Grundlagen für Aufbau und Gestaltung einer gemeinsamen Marke und Website abgeleitet. Aufbau und Inhalte der gemeinsamen Website wurden abgestimmt, die Seite ist in Programmierung. In einem weiteren Workshop im November 2021 wurden die inhaltlichen Schnittmengen und mögliche Kooperationsangebote konkretisiert. Soziale Quartiersentwicklung Durch die Entscheidung des Gemeinderats, die Soziale Quartiersentwicklung auszuweiten, konnten im Jahr 2021 zwei Teilzeitstellen für Stadtteilkoordination ausgeschrieben und besetzt werden. Aktuell arbeitet die Stadtteilkoordination in Mühlburg, Daxlanden, Oberreut, Innenstadt-Ost und Beiertheim-Bulach, so dass weitere Stadtteilnetzwerke als lokale Verantwortungsgemeinschaften etabliert werden können. In Beiertheim-Bulach ermöglicht das Förderprogramm Quartiersimpulse eine wissenschaftliche Begleitung durch die Katholische Hochschule Freiburg. Dort werden durch die aktive Mitarbeit der bürgerschaftlichen Initiative „Gut leben und älter werden in Beiertheim-Bulach“ innovative Ideen der Sozialen Quartiersentwicklung entwickelt und umgesetzt. Darüber hinaus hat die ämterübergreifende Arbeitsgruppe ihre Arbeit aufgenommen. Zur Entwicklung abgestimmter Förderrichtlinien für offene Seniorenarbeit, Bürgerzentren und Gemeinwesenarbeit wurde ein partizipativer Prozess mit zwei Zukunftswerkstätten gestartet, die sich mit Herausforderungen und Chancen des demografischen und gesellschaftlichen Wandels und den daraus resultierenden Anforderungen befasst haben. 2.2 Ausblick Durchgängige Sprachbildung Im kommenden Jahr soll das in Durlach bereits ausgeweitete Bildungsprojekt auch in anderen Stadtteilen auf den Elementarbereich ausgeweitet werden und auch die Drittmittelakquise weiter etabliert werden. Hierzu ist eine Schulung der Bildungsträger zu diesem Thema geplant. In einem Modellversuch soll ein Projekt der Vorbereitungsklassen auf die daran anschließenden Regelklasse ausgeweitet werden. 14 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Bunte Stadt Es ist geplant, sich im Verbund mit den anderen Leitprojekten im Korridorthema Soziale Stadt auch am nächsten Stadtteilentwicklungsprozess zu beteiligen, der voraussichtlich ab Herbst 2022 in Daxlanden stattfindet. Eine Verstetigung des Projekts über den 30. Juni 2023 hinaus wird angestrebt. Bildungscampus Im April 2022 findet das nächste Treffen der AG Bildungscampus statt. Hier werden die Planung des ersten gemeinsamen Sommerfestes 2023 sowie eines häuserübergreifenden Musical-Projektes Thema sein. Auch die Außendarstellung und PR des Bildungscampus (Zaunbanner, Fahnen, Leitsystem, Website) sind geplant. Wegweisend für die weitere Planung der Aktivitäten ist der Umzug des Badischen Konservatoriums als Startschuss für den Bildungscampus auf gemeinsamer Fläche. Soziale Quartiersentwicklung Im Jahr 2022 wird der Ausbau fortgesetzt. Weitere genehmigte Stellenanteile der Stadtteilkoordination werden besetzt. Workshops zur partizipativen Erarbeitung der Förderrichtlinien sind für das Frühjahr 2022 geplant. Ein Sozialraummonitoring wird aufgebaut, um Ressourcen und Bedarfe in den Stadtteilen abzubilden sowie um Angebote und Maßnahmen gezielt zu steuern. Weitere Formen der sozialraumorientierten Zusammenarbeit werden ämterübergreifend wie auch mit externen Partnern etabliert und gefestigt. 15 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.2.4. Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortliche Dezernentin: Gabriele Luczak-Schwarz Korridorbeauftragte: Sabine Rapp I Kerstin Rudolph Ziel: • Karlsruhe als innovativer und international geprägter Standort mit hoher Lebensqualität, der neue Entwicklungen in der Wirtschaft und Wissenschaft aktiv fördert, nutzt und kommuniziert. Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd Andrea Scholz (Wifö) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 25.03.2021, erneut am 30.03.2022 Innenentwicklung und Flächen Bernhard Eldracher (LA) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Umlegungsausschuss, zuletzt am 27.05.2020, erneut vorgesehen im Herbst 2022 sowie im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 25.03.2021, erneut am 30.03.2022 Ausbau Kongressstandort Britta Wirtz (KMK) Wird fortgeführt Regelmäßige schriftliche Informationen und Sitzungen des gemeinderätlichen Begleitgremiums „Modernisierung Stadthalle“, letzte Sitzung am 26.10.2021, nächste Sitzung vorgesehen am 16.03.2022, Sitzung des Gemeinderats am 08.12.2021 (erneute Projektvorstellung Modernisierung Stadthalle), Sachstandsbericht im Ausschuss für Wirtschaftsförderung am 25.03.2021, erneut am 30.03.2022 karlsruhe.digital Carolin Engel (Wifö) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, 16 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise zuletzt am 25.03.2021, erneut am 30.03.2022, zugleich Jahresbericht Aktionsprogramm Handwerk Hubert Hartmann (Wifö) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 25.03.2021, erneut am 30.03.2022 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand und Erfolge Die Leitprojekte wurden auf der Grundlage von Zielvereinbarungen vorangetrieben. Coronabedingt standen digitale Ansätze und hybride Formate im Fokus. Mit der Kommunikationskampagne „Ort der Möglichkeiten“ konnten weitere Zukunftsorte verstärkt sichtbar gemacht werden, wie beim InnovationFestival @karlsruhe.digital sowie beim Reallabor Smart East, Smart Production Park und TRIANGEL. Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd Nachdem die neuen Bürokomplexe von IONOS by 1 & 1 sowie der Deutschen Bahn Mitte 2020 bezogen wurden, stand die Vermarktung und Bebauung des Grundstücks „Schwarzwaldstraße 81 und 81a“ im Vordergrund. Nach Durchführung eines Architekturwettbewerbs wurde der Verkauf an den Kölner Investor Kreer im September durch den Gemeinderat genehmigt. Verwirklicht wird das „Schwarzwaldtrio“ (Hochhaus, niedriger Querriegel, denkmalgeschütztes ehemaliges Wohnhaus) und damit ein Mix aus Appartements, Boardinghouse, Büros, kultureller und gastronomischer Nutzung. Derzeit werden die technischen Rahmenbedingungen geklärt. Innenentwicklung und Flächen Für den Neubaukomplex Vonovia im Quartier „Lohfeld“ wurde Mitte 2021 die Baugenehmigung erteilt. In einem Beteiligungsprozess mit Mietern und Eigentümern bereitet Vonovia die Transformation der alten Bausubstanz in den Neubaukomplex vor. Viele Mieter/Eigentümer konnten schon bereitgestellte Wohnungen beziehen; Unternehmen wurden beraten. Im Juli wurde mit der GEM Ingenieurgesellschaft als Investor im Quartier „Zukunft Nord“ ein städtebaulicher Vertrag geschlossen, im September die Auslegung des Bebauungsplans westlich der Erzbergerstraße beschlossen und mit der Räumung des noch bebauten gewerblichen Bereichs im Dezember begonnen. Es fanden Umlegungsgespräche mit Land BW und GEM statt. Alle Akteure arbeiten bei der technischen Koordination der Gebietsumwandlung/-erschließung eng zusammen; ökologische und naturschutzrechtliche Vorgaben werden berücksichtigt. Ausbau Kongressstandort Die Messe Karlsruhe arbeitet konsequent an der strategischen Neu-/Weiterentwicklung und Umsetzung digitaler und hybrider Formate, zum Beispiel offerta.de, LEARNTEC xChange, Energiekongress in Kooperation mit dem Netzwerk fokus.energie. Im Fokus stand weiterhin die Modernisierung der Stadthalle, die eine zentrale Funktion innerhalb des Festplatzensembles hat und wichtiger Treffpunkt für die Bürger*innen ist. Die 17 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Zäsur – infolge Kündigung des Vertrags mit dem ehemaligen Planungsbüro für Haustechnik und Neuvergabe der Leistungen für die technische Ausrüstung – wurde genutzt, um die Planung mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit und Klimaschutz neu auszurichten und Erkenntnisse aus der Pandemie einzubeziehen. Am 08.12.2021 erklärte sich der Gemeinderat mit den neuen Gesamtkosten und der Finanzierungsfortschreibung einverstanden. karlsruhe.digital Im Jahr 2021 im Fokus: Kommunikation Karlsruhes als IT-Hochburg, Gewinnung von IT- Fachkräften und Stärkung des Konsortiums durch eine enge, bereichsübergreifende Zusammenarbeit aller Akteure. Beim hybriden InnovationFestival @karlsruhe.digital im ZKM wurden die besten digitalen Innovationen aus Karlsruhe und der TechnologieRegion sichtbar. Die Livestream- Zugriffszahlen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 3.200 auf 5.200. Es wurden 15 – größtenteils digitale – Fachkräftemessen zur Standortvermarktung und Akquise über- /regionaler IT-Fachkräfte besucht. Hierdurch wurden vor allem überregional Interessierte erreicht und insgesamt deutlich mehr Leads, Interviews und Aufnahmen in den Bewerber*innen-Pool als im Vorjahr verzeichnet. Auf eigenem Blog, Website, über Social Media wurde kommuniziert sowie eine Informationsbroschüre in Druck-/Digitalversion erstellt. Im Bereich Unternehmensansiedlungen/-neugründungen fand das Richtfest für das neue IT- Gründer-/Wachstumszentrum #SmartProductionPark statt. Aktionsprogramm Handwerk Um optimale Rahmenbedingungen für ein leistungsfähiges Handwerk zu erhalten und auszubauen, werden sechs Strategiefelder bearbeitet. Erneut wurde die craft.ROADSHOW zur Gewinnung von Nachwuchskräften digital bespielt: Seit Start der Website www.craftroadshow.de und der craft.ROADSHOW-App am 01.11.2020 konnten die Seitenaufrufe von 207 in den ersten vier Monaten auf 885 zum Ende 2021 und die Downloads von 100 auf 200 gesteigert werden. Über 30 Anfragen nach Ausbildungs- /Praktikumsplätzen wurden an Handwerksbetriebe und Innungen vermittelt. Die Zusammenarbeit mit der PH Karlsruhe wurde fortgesetzt, um ein Unterrichtskonzept zu entwickeln, das die Inhalte der craft.ROADSHOW im Sinne der Berufsorientierung an den Schulen vertieft. Strategiefeld „Gründungen fördern“: Erstellt wurde eine Bedarfsanalyse für ein Gründerzentrum für das Handwerk/Gewerbezentrum. Neben einer Strukturdatenanalyse des Wirtschaftsstandortes gab es eine Online-Befragung, an der sich 133 an einer Unternehmensgründung im Handwerk interessierte Personen und 69 Unternehmen beteiligten. Die Ergebnisse der Analyse und abgeleitete Empfehlungen werden im Wirtschaftsförderungsausschuss am 30.03.2022 vorgestellt. 2.2 Ausblick Die Leitprojekte, die auf mindestens sechs Jahre ausgerichtet sind, sind in unterschiedlichen Umsetzungsphasen und werden, auch aufgrund pandemiebedingter Verzögerungen, mindestens bis Ende 2023 Schwerpunkte des Korridorthemas sein. Begleitend wird die Kampagne „Ort der Möglichkeiten“ eingesetzt. Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd Der Verkauf des Grundstücks an den Investor Kreer ist für das 1. Halbjahr 2022 geplant; Baubeginn: 2022; Fertigstellung: 2025/2026. 18 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Die Konzepterarbeitung für das städtische Grundstück in der Fautenbruchstraße (Fernbusterminal mit Parkhaus) wird zurückgestellt; es müssen zunächst valide Zahlen hinsichtlich Dimension von Parkhaus und Busbahnhof vorliegen; die pandemische Entwicklung bleibt abzuwarten. Für die Entwicklung des Areals Schwarzwaldstraße 78 bis 80 wird ein Konzept erarbeitet. Innenentwicklung und Flächen „Lohfeld“: Bei Beteiligungsprozess und Sozialplan werden im Jahr 2022 Gespräche und die Suche nach Wohnungen für Familien im Vordergrund stehen, welche noch in Gebäuden wohnen, die in die Frühlingstraße hineinragen und dem Endausbau der Straße entgegenstehen. „Zukunft Nord“: Mitte 2022 soll der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan durch den Gemeinderat gefasst werden. Dann können die Erschließungsanlagen im nördlichen Teilgebiet ausgebaut werden. Parallel soll die eigentumsrechtliche Regelung mit dem Land BW getroffen und im Herbst 2022 der Aufstellungsbeschluss über den Teilumlegungsplan (nördliches Teilgebiet) durch den Umlegungsausschuss gefasst werden. Ausbau Kongressstandort Die Stadthallenmodernisierung ist wesentliche Voraussetzung für die Stärkung des Kongress-/ Veranstaltungsstandorts und wird auch im Jahr 2022 Schwerpunkt sein (geplante Fertigstellung: Ende 2024; Eröffnung nach Inbetriebnahmeprozess mit Probeläufen voraussichtlich Ende 2. Quartal 2025). Zudem soll eine Gesamtbetrachtung des Festplatzes erfolgen. Grundlage dafür werden die Ergebnisse aus der geplanten Strategiefortschreibung des KMK-Aufsichtsrats sein. karlsruhe.digital Die Ergebnisse zur Weiterentwicklung der Vision, Karlsruhe als Motor der Digitalisierung zu positionieren, sollen im Jahr 2022 vorgestellt werden. Um den Digitalstandort überregional aufzustellen und die Chancen des digitalen Wandels zu nutzen, werden die Fokusthemen aus 2021 weiter vorangetrieben. Geplant: Teilnahme an Fachkräftemessen, begleitende Jobanzeigen, Social Media Marketing, Erweiterung der Digitalversion der Broschüre, Imagevideos, Akquise von Medienpartnerschaften, Positionierung von karlsruhe.digital bei Städtetag, Smart City Panels oder Bitkom Smart City Index. Bunte Nacht der Digitalisierung und InnovationFestival @karlsruhe.digital sollen erneut stattfinden. Zur LEARNTEC 2022 ist ein Messestand mit dem technika e.V. geplant; weitere Experimentalkioske sollen eingerichtet werden. Im Oktober 2022 soll der #SmartProductionPark offiziell eröffnet werden. Aktionsprogramm Handwerk In Abhängigkeit der Entscheidung im Wirtschaftsförderungsausschuss zur Bedarfsanalyse für ein Gründerzentrum für das Handwerk/Gewerbezentrum können Maßnahmen zur Umsetzung wie Standortsuche und Kostenkalkulation erarbeitet werden. Strategiefeld „Nachwuchsförderung/-gewinnung“: Oft reichen bei Auszubildenden mit Flucht-/Migrationshintergrund die Deutschkenntnisse nicht aus, um Abschlussprüfungen erfolgreich zu bestehen. In Absprache mit relevanten Akteuren wird geprüft, ob berufsbezogene Sprachkurse umzusetzen sind. Mit der craft.ROADSHOW sollen alle allgemeinbildenden Schulen im Stadtgebiet in Präsenz erreicht werden. Um die Berufsschüler*innen in das Strategiefeld „Nachwuchsgewinnung“ einzubeziehen, wird mit dem Automotive Engineering Network ein Konzept erarbeitet. 19 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.2.5. Grüne Stadt 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortliche Dezernentin: Bürgermeisterin Bettina Lisbach Korridorbeauftragte: Bettina Baumann Ziele: • Lebensqualität und eine grüne, gesundheitsfördernde Umgebung für zukünftige Generationen werden erhalten. • Klimaneutralität, Schutz natürlicher Ressourcen sowie umwelt- und sozialgerechter Konsum bestimmen das städtische Handeln. • Flexibilität, Widerstands- und Regenerationsfähigkeit garantieren eine nachhaltige Stadtentwicklung. • Der gemeinsame Einsatz für eine grüne Stadt ist in der Bevölkerung verankert. Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Klimaneutrales Karlsruhe Dr. Stefan Jergentz / Katharina Reinholz (UA) Wird fortgeführt Prozess „Klimaneutrale Verwaltung 2040“ wurde gestartet. Der GR hat am 28.09.2021 das „Rahmenkonzept für den Ausbau öffentlicher und öffentlich zugänglicher E-Ladeinfrastruktur der Stadt Karlsruhe“ verabschiedet, das unter Federführung des UA zusammen mit anderen Ämtern der Stadt erarbeitet wurde. Mit den acht Karlsruher Hochschulen wurde ein Klimapakt zur Erreichung der Klimaneutralität geschlossen. Die breit angelegte Solar-Offensive, zusammen mit KEK und SWK, ist gestartet. Die neue Klimaschutzkampagne „KA° – Wir machen Klima“ startete mit dem ersten Intensivbaustein „Photovoltaik“. GR-Beschlüsse und Vorlagen werden kontinuierlich z.T. einzelmaßnahmen- bezogen durch die Dienststellen eingebracht. Stadt im Klimawandel Dr. Julia Hackenbruch (UA) / Ulrich Kienzler (FA) Wird fortgeführt Die Klimaanpassungsstrategie 2021 – Monitoring und 1. Fortschreibung 20 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise wurde im Juli 2021 vom Gemeinderat beschlossen. Die 2020 vom Gemeinderat beschlossene Waldanpassungsstrategie wird laufend umgesetzt. Das Teilprojekt Hitzeaktionsplan wurde 2021 aufgrund fehlender Ressourcen noch nicht begonnen. Stadt der Biologischen Vielfalt Norbert Hacker / Antonia Glaß (UA) Wird fortgeführt Die Verabschiedung des Biodiversitäts- konzeptes im GR erfolgte am 14.12.2021. Urbanes Grün Susanne Frisch / Hans-Volker Müller / Angelika Elsener / Julia Werdermann (GBA) Wird fortgeführt Sachstandsberichte in den Gremien erfolgen für die Teilprojekte anlassbezogen seit 2020. Sachstandsbericht zum Bürgerschaftlichen Engagement im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen für 1. Quartal 2022 geplant. Bebauungsplan „Grünordnung und Klimaanpassung in der Innenstadt“ (Grünsatzung), Innenstadt West und Ost, im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit am 29.6.2021 und im Planungsausschuss am 8.7.2021 Bericht über die Vergabe der Naturnahen Mahd im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen am 25.11.2020 und Ausschuss für Umwelt und Gesundheit am 2.12.2020 Sachstandsbericht zum Teilprojekt Grüne Nordspange geplant für 2. Quartal 2022 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand und Erfolge Klimaneutrales Karlsruhe Im Prozess „Klimaneutrale Verwaltung 2040“ wurde eine neue Koordinationsstelle für die Themen Gebäude, Mobilität und Beschaffung geschaffen. Am 28.09.2021 wurde das Rahmenkonzept für den Ausbau öffentlicher und öffentlich zugänglicher E-Ladeinfrastruktur vom Gemeinderat verabschiedet. Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Dienststellen war sehr erfolgreich. 21 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Zusammen mit KEK, Stadtwerken, Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft Karlsruhe wurde eine Solar-Offensive gestartet, um mehr Photovoltaik auf Karlsruher Dächer zu bringen (https://klima.karlsruhe.de). Die Offensive ist der erste Baustein der neuen Klimaschutzkampagne „KA° – Wir machen Klima“. Für den Handlungsbereich „Wirtschaft“ wird eine neue Vollzeitstelle besetzt, um die lokalen Wirtschaftsunternehmen stärker in den Prozess „Klimaneutrales Karlsruhe“ einzubeziehen. Mit den acht Karlsruher Hochschulen wurde ein Klimapakt unterzeichnet mit dem Ziel zum Erreichen des Paris-Abkommens beizutragen. Stadt im Klimawandel Die Klimaanpassungsstrategie wurde 2021 aktualisiert und durch den Gemeinderat beschlossen (www.karlsruhe.de/klimaanpassungsstrategie). Sie umfasst 85 Maßnahmen. An den Maßnahmen haben Mitarbeitende aus vielen städtischen Dienststellen und Gesellschaften sowie aus externen Institutionen unter der Koordination des Umwelt- und Arbeitsschutzes mitgewirkt. Es fanden zwei digitale Beteiligungsveranstaltungen mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung sowie mit ehrenamtlichen Gruppen statt. Zeitgleich wurde ein interaktiver Stadtplan für heiße Tage veröffentlicht. Er zeigt Orte im Stadtgebiet, die bei Hitze Abkühlung versprechen wie zum Beispiel Grünflächen, Wasserspiele und Trinkbrunnen: www.karlsruhe.de/kuehle-orte Zur Veröffentlichung von Klimaanpassungsstrategie und Stadtplan für heiße Tage fand ein Pressetermin statt. Es gab eine umfangreiche Berichterstattung in lokalen, regionalen und überregionalen Medien (Focus, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, RTL). Die Klimaanpassungsstrategie für den Wald wird durch Maßnahmen der naturnahen Waldwirtschaft laufend umgesetzt. Stadt der Biologischen Vielfalt Alle Teilnehmenden des Projektkreises haben dem Biodiversitätskonzept zugestimmt. Im Gemeinderat wurde das Konzept am 14.12.2021 beschlossen. Die enthaltenen Maßnahmen müssen nun angegangen werden. Urbanes Grün Grüne Nordspange: Erarbeitet ist eine Aufgabenmatrix mit den Themen Landnutzung, Biotopentwicklung, Landschaftserleben, Durchgängigkeit für Fuß- und Radverkehr. Auf Basis räumlicher Betrachtungen wurden geeignete Ansätze für Rad- und Fußwegverbindungen ermittelt. Bürgerschaftliches Engagement: Die Programme werden gut angenommen und stark nachgefragt, Hinweistafeln an Patenbäumen und Urban Gardening Standorten machen das Projekt sichtbar, die Unterstützung der Aktiven ist zeitaufwändig, aber wichtig. Naturnahe Mahd: Die vorgesehenen Maßnahmen zur extensiven Mahd wurden in weiteren 46 ha städtischer Grünflächen umgesetzt und eine Erfolgskontrolle beauftragt. Grünsatzung: Geltungsbereich, Festsetzungstexte und Begründung für den Bebauungsplan „Grünordnung und Klimaanpassung in der Innenstadt“ wurden erarbeitet, verwaltungsintern abgestimmt und in die Trägerbeteiligung gegeben. Kommunikation, Beteiligungsangebote und Projektunterstützung Die Beteiligung der Bürgerschaft ist zentrales Anliegen der „Grünen Stadt“. Die Formate fokussieren sich auf die Inhalte und Zielsetzungen der Leitprojekte. Bereits etablierte Strukturen, wie die jährliche Veranstaltung von Verwaltungsworkshops und Begleitgruppentreffen mit stadtgesellschaftlichen Akteuren werden fortgeführt. Im Jahr 2021 22 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise wurden zwei digitale Beteiligungsveranstaltungen zur Klimaanpassungsstrategie sowie ein digitales Klimaforum realisiert. Im Zentrum stand die Entwicklung bürgerschaftlicher Projektideen zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes 2030. In der Folge sind mit städtischer Unterstützung bereits erste Projektideen gestartet, beispielsweise ein von der KEK unterstützter Solar-Stammtisch oder ein Mitmach-Projekt zur Sensibilisierung für die Folgen des Klimawandels mit künstlerischen Mitteln in der Waldstadt. In der Waldstadt konnte auch die Errichtung einer „Tauschhütte“ aus Mitteln der „Grünen Stadt“ unterstützt werden. Die Neuausrichtung und Weiterentwicklung der Klimakampagne startete mit breiter Beteiligung der relevanten städtischen Dienststellen und Gesellschaften in Form eines Strategieworkshops. 2.2 Ausblick Klimaneutrales Karlsruhe Das Ziel der Karlsruher Klimaneutralität wurde vom Gemeinderat am 14.12.2021 auf das Jahr 2040 vorgezogen und wird damit zu einem noch ambitionierteren Vorhaben. Angestoßene Projekte werden weiterverfolgt und weitere Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept 2030 angegangen. Neben dem Energieleitplan ist die neue Klimaschutzkampagne mit weiteren Bausteinen Teil der Projekte im Jahr 2022. Die klimaneutrale Stadtverwaltung bis 2040 nimmt Fahrt auf und die Photovoltaik-Beratungsoffensive sowie die Energiequartier-Initiative der KEK werden ausgeweitet. Stadt im Klimawandel Für den Erfolg des Querschnittsthemas Klimaanpassung sind ämterübergreifende Zusammenarbeit, Prioritätensetzung bei der Abwägung konträrer Ziele sowie ausreichende finanzielle und personelle Ausstattung wichtig. Das Teilprojekt Hitzeaktionsplan soll im Jahr 2022 starten. Stadt der Biologischen Vielfalt Das Biodiversitätskonzept bietet die Chance, die Förderung der biologischen Vielfalt mit anderen Flächenansprüchen wie Land- und Forstwirtschaft, Erholung usw. zu verknüpfen. Das Konzept ist ein Handlungsleitfaden für alle flächenbezogenen Planungen und Handlungen, bei denen Biodiversität mitzudenken ist. Für eine erfolgreiche Umsetzung sind politischer Wille und Prioritätensetzung erforderlich. Urbanes Grün Grüne Nordspange: Im Jahr 2022 sind die Überlegungen zu verfeinern und mit den Projektbeteiligten abzustimmen. Bürgerschaftliches Engagement: Die Verstetigung des Patenprogrammes und des Urban Gardening wird angestrebt; Förderung der Vernetzung der Gartengruppen, Aktivierung von Pat*innen in allen Stadtteilen. Naturnahe Mahd: Erweiterung des Mahdkonzeptes um zusätzliche Flächen und Pflegekomponenten. Dafür werden Finanzmittel benötigt. Grünsatzung: Geplant sind die Weiterführung des Verfahrens zum Pilot-Bebauungsplan für die Innenstadt sowie die Eröffnung weiterer Verfahren in angrenzenden Stadtteilen. Das Forschungsprojekt des Bundes „GreenGrownership“ zur Aktivierung von Eigentümer*innen für „mehr Grün“ auf privaten Flächen soll die Umsetzung unterstützen (Projektlaufzeit 10/2021 – 10/2023). 23 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.2.6. Mobilität 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortlicher Dezernent: Bürgermeister Daniel Fluhrer Korridorbeauftragte: Cornelia Orthmann Ziele: • Mobilitätsbedürfnisse und Lebensqualität in Einklang bringen – auch in Interaktion mit der Region • Mobilität mit nachhaltig innovativen Verkehrskonzepten und Mobilitätsoptionen Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Nachhaltiger mobiler Stadtteil - Zukunft Nord Brigitte Stummer (StPlA) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte zum Bebauungsplan Zukunft Nord Der Auslegungsbeschluss wurde am 28.09.2021 durch den Gemeinderat gefasst. Die Offenlage wurde vom 06.12.21. – 21.01.2022 durchgeführt. Die Auswertung der Ergebnisse wird aktuell vorgenommen. Fahrradstadt Karlsruhe Johannes Schell (StPlA) Wird fortgeführt Gemeinderat hat am 19.10.2021 das „Karlsruher Programm für Aktive Mobilität“ sowie weitere Einzelmaßnahmen beschlossen. Dachmarke Mobilität Reiner Reeg (TBA) Wird fortgeführt Zuletzt Behandlung und Freigabe IT- Kommission 25.06.2020 Erster Go-live der Webseiten im Dezember 2020 – seither Aktualisierung und Einbettung im Rahmen des Relaunchs von „karlsruhe.de“ Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management N.N. Das neue Leitprojekt „Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management“ wurde am 03.02.2022 im Planungsausschuss beraten und mehrheitlich befürwortet. 24 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand und Erfolge Nachhaltiger mobiler Stadtteil – Zukunft Nord Unterschiedliche Rahmenbedingungen (wie zum Beispiel die durch Corona verursachten Entwicklungen in einer auf dem Gelände ansässigen Firma der Luftfahrtbranche) erfordern eine wiederholte Anpassung des Projekts. Im Juli 2021 konnte als wichtiger Baustein ein städtebaulicher Vertrag mit einem Eigentümer und Investor gefasst werden, in welchem wesentliche Grundzüge des nachhaltigen mobilen Stadtteils – Zukunft Nord vereinbart wurden. Der Auslegungsbeschluss wurde am 28. September 2021 durch den Gemeinderat gefasst. Die Offenlage wurde vom 6. Dezember 2021 – 21. Januar 2022 durchgeführt. Die Auswertung der Ergebnisse wird aktuell vorgenommen. Fahrradstadt Karlsruhe Der Gemeinderat hat am 19. Oktober 2021 das „Karlsruher Programm für Aktive Mobilität“ beschlossen. Es setzt nicht nur das alte „20-Punkte-Programm zur Förderung des Radverkehrs“ fort, sondern es umfasst die gesamte „Aktive Mobilität“, also auch den Fußverkehr. Zusätzlich basiert es auch auf dem vom Gemeinderat am 28. April 2020 beschlossenen Klimaschutzkonzept. Dieses sieht bis zum Jahr 2050 für Karlsruhe Klimaneutralität vor. Als Zwischenziel wird bezogen auf das Jahr 2010 eine Reduktion der CO2-Emissionen um 58 Prozent bis zum Jahr 2030 vorgegeben. Hier wird der Verkehrssektor auch mit der „Aktiven Mobilität“ seinen entsprechenden Beitrag leisten. Dachmarke Mobilität Umsetzung und Aktualisierung der Inhalte und der Struktur in der aktuellen Webseite beziehungsweise im zukünftigen Webauftritt der Stadt Karlsruhe. Die erarbeiteten Inhalte der Dachmarke Mobilität wurden nach Freigabe durch die IT- Kommission im Juni 2020 in den Live-Betrieb überführt. Ein Meilenstein war der Go-live der Webseiten im Dezember 2020. Seitdem werden die Inhalte der Dachmarke ständig aktualisiert und auf einem aktuellen Stand gehalten. Gleichzeitig wird – in enger Zusammenarbeit mit dem Presse- und Informationsamt – an der Umsetzung der neuen Webseiten im Zuge des Relaunchs der städtischen Website „karlsruhe.de“ gearbeitet. Alle bestehenden Webseiten der Dachmarke werden dazu im neuen System erstellt, bestehende Inhalte werden überführt, Bilder aktualisiert und auch neue Darstellungsmöglichkeiten werden integriert. Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management Das neue Leitprojekt „Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management“ wurde am 3. Februar 2022 im Planungsausschuss erstmals beraten. Die Gemeinderäte haben mehrheitlich das beschriebene Vorgehen befürwortet. Sie erwarten eine Konkretisierung und rasche Umsetzung. 25 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.2 Ausblick Nachhaltiger mobiler Stadtteil – Zukunft Nord Das weitere Vorgehen hängt von den Erkenntnissen aus der Offenlage (siehe 2.1) ab. Generell zeigt sich, dass eine gute Kommunikation wesentlicher Baustein für das Gelingen des Projekts ist. Fahrradstadt Karlsruhe Die im Rahmen der Verabschiedung des Konzepts „Aktive Mobilität“ geforderte Steigerung des Anteils des Umweltverbundes am Gesamtverkehrsaufkommen geht deutlich über die bisherigen Ziele des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) hinaus. Mit der Verabschiedung der weitergehenden Ziele des „Karlsruher Programms für Aktive Mobilität“ sollen diese dann bei der Fortschreibung des VEP eingearbeitet werden. Die Förderung des Fuß- und Radverkehrs ist eine Querschnittsaufgabe, die eine Vielzahl von Prozessen und Ämtern betrifft. Letztendlich ist eine Verstetigung in Planstellen und Regelprozessen notwendig. Dachmarke Mobilität Die Webseiten der Dachmarke Mobilität werden im neuen städtischen Internetauftritt umgesetzt. Sie erhalten zukünftig eine höhere Priorität als bisher und werden bereits über die Hauptnavigation einfach zu erreichen sein. Ein weiterer Meilenstein wird der Go-live des Relaunchs „karlsruhe.de“ sein. Dieser ist im Frühjahr 2022 geplant. Die ständige, ämterübergreifende Aktualisierung der bestehenden komplexen Inhalte wird danach ein Hauptaufgabenbereich sein. Die inhaltliche Arbeit muss fortgeführt werden, um die Aktualität der Inhalte zu gewährleisten, da die Informationen im Themenfeld „Mobilität“ ständigen Veränderungen unterliegen. Letztendlich ist eine Verstetigung in Planstellen und Regelprozesse notwendig. Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management Am 3. Februar 2022 wurde das Projekt erstmals im Planungsausschuss beraten und die Gemeinderäte haben mehrheitlich das beschriebene Vorgehen befürwortet. Sie erwarten eine Konkretisierung des Vorgehens in einem kommenden Hauptausschuss, da die Verwaltung angegeben hat, das Projekt weder personell noch finanziell aus dem laufenden Geschäft bearbeiten zu können. Nachdem die notwendig werdenden Bemühungen um die Haushaltsstabilisierung dem Grunde nach keine neuen Ressourcen erlauben, gibt es hier noch Beratungsbedarf seitens der Verwaltung. 26 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 3. Die IQ-Arbeitsweise: Sachstand und Ausblick 3.1. Verwaltungsinnovation aus Karlsruhe Die IQ-Arbeitsweise erfährt als innovativer Ansatz von Verwaltungsarbeit weiterhin viel Aufmerksamkeit. So wird die Stadtverwaltung Karlsruhe auch 2021 als „Best Practice“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zum Thema „Arbeiten 4.0“ geführt. Die disruptive Wirkung und Folgen der Coronavirus-Pandemie führen zudem dazu, dass handlungsorientierten, flexiblen und hierarchiearmen Arbeitsansätzen eine zusätzliche Aufmerksamkeit zukommt; sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadtverwaltung Karlsruhe. Bundesweit nehmen verschiedene Verwaltungsebenen die Erfahrungen aus Karlsruhe mit in ihre Weiterentwicklungen auf; so z.B. die Bundesakademie für Fortbildung in ihrer Entwicklungsfunktion für die Bundeministerien und -ämter. 3.2. Methodik und Weiterentwicklung Die Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) begleitet in ihrer Rolle als Koordinations- und Vernetzungseinheit der strategischen Steuerungsunterstützung auch die prioritären Korridorthemen und komplexen Leitprojekte bei ihrer Arbeit. Sich fachübergreifend zu vernetzen, Zielgruppen zur Mitgestaltung einzuladen, Neues auszuprobieren, über Erfolge zu berichten und aus Fehlern zu lernen, sind dabei zentrale Elemente. Die IQ-Arbeitsweise und die Arbeit in den Leitprojekten wird so fortlaufend evaluiert und weiterentwickelt. Agile durch Kollaboration und Eigenverantwortung geprägte Arbeitsweisen haben, ausgehend von den Erfahrungen der Leitprojekte, im Jahr 2021 in der Stadtverwaltung Karlsruhe weiter an Bedeutung gewonnen. Der Veränderungsbedarf aufgrund der pandemischen Lage hat hier als Beschleuniger gewirkt. Unterstützt wird die agilere Arbeitsweise sowohl durch passende digitale Instrumente, welche ortsunabhängige Zusammenarbeit und transparente Arbeitsorganisation ermöglichen, als auch durch lebendige, kollaborative Formate in Präsenz, die Kreativität freisetzen und Verbundenheit schaffen. All dies sind wesentliche Erfolgsfaktoren einer zukunftsgerechten Verwaltung, die Eigenverantwortung und Engagement der Mitarbeiterschaft mit einer bewussten Prozess- und Ergebnisqualität zusammenbringt. 3.3. Ausblick Zielgruppengerechtes und zeitnahes Handeln in komplexen Kontexten wird an Bedeutung für das Wirken als Stadtverwaltung weiter zunehmen. Hinzu kommt der effiziente und effektive Einsatz der vorhandenen Ressourcen mit besonderem Blick auf Nachhaltigkeitsaspekte. Entsprechend sind Strukturen zu stärken, die helfen, durch agile Arbeitsweisen mit komplexen, volatilen Herausforderungen umzugehen und die vorhandenen Mittel fokussiert und bewusst einzusetzen. Die Erfahrungen aus der IQ-Arbeitsweise, die auf klare Struktur und Ziele, Prioritätensetzung, Transparenz, bereichsübergreifende Kollaboration, iteratives Vorgehen und schlanke Entscheidungswege setzen, können hierfür eine Blaupause sein. 27 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Dazu ist weiter eine Haltung und Kultur zu stärken, die Freiräume für Eigenverantwortung, innovatives Ausprobieren, Lernen aus Fehlern sowie dynamische Bürger- und Zielgruppenorientierung schafft. Diese Erfahrungen zu nutzen und die bereits erzeugten Synergien weiter zu mehren, kann auch mit Blick auf die angespannte Haushaltssituation ein Ansatzpunkt sein.
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Extrahierter Text
Niederschrift 27. Sitzung Hauptausschuss 15. März 2022, 16:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitz: Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz 1. Punkt 1 der Tagesordnung: IQ-Monitoringbericht 2022 Vorlage: 2022/0158 Beschluss: Der Hauptausschuss nimmt das Monitoring der Korridorthemen und ihrer Leitprojekte sowie der IQ-Arbeitsweise zur Kenntnis. Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Die Vorsitzende eröffnet die Sitzung, begrüßt die Anwesenden und teilt die Namen der ent- schuldigten Stadträt*innen und Bürgermeister*innen mit. Anschließend ruft sie Tagesord- nungspunkt 1 auf. Stadträtin Fahringer (GRÜNE) dankt für die Zusammenstellung des Sachstands. Sie betont bei der Durchführung von Beteiligungsverfahren, dass diese in einer Mischung von Präsenz- und Onlineformaten stattfinden sollten. Stadtrat Pfannkuch (CDU) bittet darum, die Vorzüge der IQ-Arbeitsweise darzustellen, da im Bericht keine kritische Auseinandersetzung mit diesem Verfahren vorhanden sei. Aufgefallen sei ihm, dass alle Prozesse fortgesetzt werden, lediglich bei ÖRMI sei ein Enddatum ange- kündigt. Gerade hierzu gebe es jedoch kaum eine Beteiligung. Ebenso fehle eine Evaluie- rung, eine Effizienz- und Laufzeitkontrolle und eine Bezifferung des Kostenaufwands. Hierzu bittet er im nächsten Bericht um Aussagen. Stadtrat Hock (FDP) bittet ebenfalls um eine Aussage zur Effizienz dieser Arbeitsweise und um die Bezifferung der hierfür anfallenden Kosten. – 2 – Stadtrat Schnell (AfD) schließt sich ebenfalls der Bitte zu Aussagen zu Effizienz und Kosten an. Bei der Durchführung von Bürgerbeteiligung im Onlineformat bemängelt er, dass die Termine vorab bekannt seien und so gezielt Personen geschickt werden könnten und keine Ergebnisoffenheit vorliegen würde. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die geplanten spontanen und ungefilterten Befragungen von Passanten beim Projekt ÖRMI. Stadtrat Kalmbach (FW|FÜR) begrüßt grundsätzlich die IQ-Arbeitsweise äußert jedoch auch Bedenken, weil mit zwei unterschiedlichen Modi gearbeitet werde. Weiter bittet er darum, eine Aussage zur Zielerreichung zu treffen. Die Vorsitzende erläutert, dass der heutige Monitoringbericht in einer Kurzfassung den Stand der Projekte zusammenfasse. In den jeweiligen Fachausschüssen gebe es umfassende Vorlagen zu den Leitprojekten, die Aussagen zu Kosten und Effizienz enthalten sollten. Die Laufzeit der jeweiligen Projekte seien unterschiedlich festgesetzt und könnten ebenfalls in den jeweiligen Gremien thematisiert werden. Für den nächsten Bericht schlägt sie vor, eine Gesamtbewertung voranzustellen. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, stellt sie die erfolgte Kenntnisnahme fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 28. März 2022