Karlsruhe als UNESCO Creative City of Media Arts: Planungen und Perspektiven

Vorlage: 2022/0122
Art: Informationsvorlage
Datum: 02.02.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Kulturamt
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Kulturausschuss (öffentlich)

    Datum: 17.03.2022

    TOP: 3

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • 2022-01-31 UNESCO-City of Media Arts
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2022/0122 Verantwortlich: Dez. 2 Dienststelle: Kulturamt Karlsruhe als UNESCO Creative City of Media Arts: Planungen und Perspektiven Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Kulturausschuss 17.03.2022 3 X Information (Kurzfassung) 2022 wird der Fördertopf für Medienkunst als wichtige Umsetzungsmaßnahme des Aktionsplans als UNESCO City of Media Arts zum dritten Mal ausgeschrieben. Im Sommer 2022 werden verschiedene Maßnahmen die besondere Bedeutung von Medienkunst für das Karlsruher Kulturgeschehen als weltoffene, kreative und nachhaltige Stadt unterstreichen: Vom 7. bis 10. Juli wird die Medienkunststadt mit einem starken Auftritt auf der Kunstmesse art KARLSRUHE vertreten sein und sich mit einem Gemeinschaftsstand von Kulturamt, KME, KTG und SAM präsentieren. Anlässlich der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen vom 31. August bis 8. September wird Medien- und Lichtkunst ein wesentlicher Bestandteil des Kulturprogramms sein. Im Bereich der internationalen Vernetzung wurde das Kooperationsprojekt City to City: PLAY! im Rahmen des UNESCO Creative Cities Network (UCCN) realisiert. City to City wurde im Dezember von der italienischen Fondazione Santagata als "Bestes internationales Projekt" ausgezeichnet. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 100.000 Euro Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen: UNESCO-Projektförderprogramm für Medienkunst Der Projektfördertopf für Medienkunst und internationale Netzwerkaktivitäten, 2020 eingeführt im Rahmen der Umsetzung des Aktionsplans als UNESCO Creative City of Media Arts, wird derzeit zum dritten Mal ausgeschrieben. Im Doppelhaushalt 2022/2023 hat der Gemeinderat dafür 100.000 Euro pro Jahr bewilligt. Im Rahmen der Ausschreibung können sich Karlsruher Kultur- und Medienschaffende, Initiativen und Institutionen, die an innovativen, kooperativen und vernetzten Medienkunst-Projekten auf lokaler Ebene sowie in internationalen Netzwerken arbeiten, um eine finanzielle Förderung ihrer Projekte aus diesem Bereich beim Kulturamt bewerben. Unter den eingereichten Projekten wird eine Fachjury die förderfähigen Projekte auswählen. Mit Hilfe des Förderprogramms werden künstlerische Vorhaben ermöglicht, die mit den Mitteln der Medienkunst einen eigenständigen Blick auf relevante kulturelle, künstlerische und gesellschaftliche Fragen der Gegenwart werfen, sich mit neuen Technologien und medialen Formen auseinandersetzen und die eine Bereicherung im weiten Feld der Medienkunst in Karlsruhe darstellen. Medienkunst im öffentlichen Raum Im zeitlichen Rahmen der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen vom 31. August bis 8. September 2022 werden verschiedene Medienkunstinstallationen Teil des Kulturprogramms sein. Geplant sind eine Neufassung der Globeninstallation aus dem Jahr 2019 des Künstlers Rainer Kehres, ein Projection- Mapping-Werk von Jonas Denzel sowie zwei bis drei Medienkunstwerke, die durch das ZKM I Karlsruhe kuratiert und durch das Kulturamt ausgewählt werden. Einen Höhepunkt bilden die SCHLOSSLICHTSPIELE/Light Festival, die vom 18. August bis 8. September 2022 stattfinden. Bis Ende des Jahres 2022 wird eine Auswahl an Projekten aus dem Projektförderprogramm UNESCO City of Media Arts 2021 im Karlsruher Stadtraum zu sehen und zu erleben sein. Die Bandbreite der künstlerischen Positionen reicht von Lichtinstallationen und Medienprojektionen bis hin zu künstlerischen Interventionen, Apps und interdisziplinären Veranstaltungen. Die Realisierung der Werke und Veranstaltungen wird vom Kulturamt betreut. UNESCO City of Media Arts auf der art KARLSRUHE Die Stadt Karlsruhe präsentiert sich während der art KARLSRUHE vom 7. bis 10. Juli 2022 als UNESCO Stadt der Medienkunst mit einem integrierten, kooperativen Konzept. Der Auftritt wird als Gemeinschaftsprojekt realisiert vom Kulturamt der Stadt Karlsruhe, von der Karlsruhe Marketing und Event GmbH, der Karlsruhe Tourismus GmbH und der Stabstelle Außenbeziehungen und Strategisches Marketing der Stadt Karlsruhe in Kooperation mit der Karlsruhe Messe- und Kongress GmbH und in Abstimmung mit dem ZKM I Karlsruhe. Zur Ermöglichung des Auftritts haben lokale Unternehmen wie die Sparkasse Karlsruhe, die Stadtwerken Karlsruhe GmbH, die Bechtle AG und die TechnologieRegion Karlsruhe GmbH ihre Unterstützung signalisiert. Ein wesentlicher Bestandteil der Standortpräsentation ist ein Gemeinschaftsstand in der neu konzipierten Halle 3 zum Themenbereich „Kunst und Kommunikation“. Als zentraler Treffpunkt bietet er den Besucher*innen, Medienvertreter*innen und Kunstschaffenden die Möglichkeit, sich über die Medienkunststadt und das vielfältige kulturelle Angebot der Stadt Karlsruhe zu informieren, mit kulturellen Akteur*innen der Stadt ins Gespräch zu kommen und aktuelle Medienkunst zu sehen. Ausgewählte Medienkunstwerke vermitteln einen Eindruck des künstlerischen Spektrums Karlsruher Künstler*innen und darüber hinaus. Die interaktive Videoinstallation „footprint“ des Karlsruher Medienkünstlers Jonas Denzel wird speziell für die Kunstmesse entwickelt. Die weiteren beteiligten Künstler*innen sind Betty Rieckmann, Gerardo Nolasco-Rózsás und Paris Díaz, Kilian Kretschmer und Benjamin Breitkopf/ato. – 3 – Internationale Vernetzung Im Bereich internationaler Vernetzung wurde das Kooperationsprojekt City to City im Rahmen des Media Arts Cluster des UNESCO Creative Cities Network realisiert. Das Projekt ist ein klares Bekenntnis der Städte zu interkultureller Zusammenarbeit und zur Förderung von innovativer, kreativer Vielfalt als wichtige Triebkraft für die Entwicklung nachhaltiger Stadtgesellschaften. City to City ermöglicht Künstler*innen eine dreimonatige künstlerische Zusammenarbeit auf internationalem Level. Die über eine offene Ausschreibung ausgewählten Künstler*innen erhalten im Laufe des Projekts die Möglichkeit, sich mit erfahrenen Medienkunstkurator*innen auszutauschen, Projektideen zu diskutieren und zu präsentieren. Unter dem Motto „PLAY!“ hat das Kulturamt in Kooperation mit dem ZKM I Karlsruhe am 21. Mai 2021 Künstler*innen aus Karlsruhe eingeladen, ihre Visionen für ein digitales Kunstwerk zu entwickeln. Bis zum 30. Juni 2021 gingen mehr als 70 Bewerbungen ein. 14 internationale Künstler*innen wurden ausgewählt und 5 Künstler*innen-Teams gebildet. Für Karlsruhe wurde Meiyan Chen ausgewählt, die mit Künstler*innen aus den UNESCO Kreativstädten Austin (USA) und York (Großbritannien) ein Werk gemeinsam entwickelt. Die Medienkunstwerke werden im Rahmen einer virtuellen Ausstellungseröffnung im Februar 2022 der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Anschluss werden die Arbeiten auf den verschiedenen Plattformen (wie Online-Galerien, Festivals, Ausstellungen) der teilnehmenden Städte gezeigt. Das Projekt City to City wurde im Dezember 2021 von der italienischen Fondazione Santagata mit dem Preis "Bestes internationales Projekt" ausgezeichnet. Der Preis zielt darauf ab, Projekten innerhalb des UNESCO- Gebiets Sichtbarkeit und Anerkennung zu verleihen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung im kulturellen, wirtschaftlichen und kommunalen Umfeld präsentieren und die mit den Zielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen in Einklang stehen, indem sie die aktive Beteiligung und den Aufbau von Kooperationsnetzwerken fördern. Go Public! Seit dem Start des Wintersemesters 2021/2022 kooperiert das Kulturamt mit der Hochschule für Gestaltung (HfG) unter Leitung von Prof. Michael Bielicky im Bereich des künstlerischen Nachwuchses in Form des Seminars Go Public Narratives. Go Public Narratives wird ein Think Tank sein, um das urbane Kunstfestival Seasons of Media Arts perspektivisch mitzugestalten und Studierenden die Chance geben, mit erfahrenen und internationalen Künstlerpersönlichkeiten gemeinsam ausstellen zu können. Die Kooperation ist auf mehrere Jahre ausgelegt. In Wintersemester 2022/2023 liegt der Fokus auf sogenannten Guerilla-Projektionen, das heißt, reduzierten Medieninstallationen und Projektionen ausgewählter studentischer Werke im Karlsruher Stadtgebiet. Die im weiteren Verlauf der interdisziplinären Projektforschung im Go Public Think Tank entstandenen oder weiterentwickelten studentischen Arbeiten werden ab 2022/2023 im Stadtraum realisiert.