Starkregen-Gefahrenkarte für Karlsruhe-Wolfartsweier
| Vorlage: | 2022/0038 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 14.01.2022 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Wolfartsweier |
| Erwähnte Stadtteile: | Wolfartsweier |
Beratungen
- Ortschaftsrat Wolfartsweier (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 26.01.2022
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Anfrage: Starkregen-Gefahrenkarte für Karlsruhe-Wolfartsweier CDU-Ortschaftsratsfraktion Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Wolfartsweier 26.01.2022 3 ☒ ☐ Anfrage Ist durch die zuständigen Ämter/Dienststellen/Verwaltung geplant eine „Gefahrenkarte für Starkregen“ für die einzelnen Stadtteile der Stadt Karlsruhe zu erstellen um hier Schäden in extremen Wetterlagen zu vermeiden? Begründung: Der Klimawandel hat mittlerweile auch Deutschland erreicht, die wetterbedingten Ereignisse der letzten Wochen haben dies leider sehr deutlich gemacht. Eine erweiterte Vorsorge ist hier unserer Auffassung nach dringend geboten. Bereits geschaffene Maßnahmen für die Gefahrenabwehr reichen hier vermutlich nicht mehr aus. Eine sich bietende Möglichkeit Schadenslagen zu vermeiden, zu vermindern, wäre u. a. eine Gefahrenkarte für unseren Ortsteil, die nach Ausarbeitung der einzelnen Fachämter, Planungsbüros gewissen Maßnahmen der Vorbeugung, auch für private Grundstückseigentümer vorschlagen, vorsehen könnten. In den BNN vom 7.7.2021 wurde berichtet, dass hier eine Kostenübernahme durch das Land, 70% der Kosten, erfolgen könnte, wenn ein solche Gefahrenkarte bei einem Planungsbüro in Auftrag gegeben wird. Stellvertretend für die CDU OR-Fraktion Joachim Supper
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Extrahierter Text
Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Stellungnahme zur Anfrage der CDU-Ortschaftsratsfraktion: Starkregen-Gefahrenkarte für Karlsruhe-Wolfartsweier Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Wolfartsweier 26.01.2022 3 ☒ ☐ Stellungnahme des Tiefbauamtes: Ist durch die zuständigen Ämter/Dienststellen/Verwaltung geplant, eine „Gefahrenkarte für Starkregen“ für die einzelnen Stadtteile der Stadt Karlsruhe zu erstellen, um hier Schäden in extremen Wetterlagen zu vermeiden? Zum Thema Starkregenvorsorge in Karlsruhe wird zunächst auf den ausführlichen Lagebericht des Tiefbauamts und die Informationsveranstaltung vom 13. September 2021 vor dem Bauausschuss hingewiesen. Hier wurde das Vorgehen der Stadt hinsichtlich des Schutzes und der Vorsorge vor Hochwasser und Starkregen dargelegt und anhand verschiedener Beispiele konkrete Maßnahmen vorgestellt. Dazu ergänzend können folgende Informationen gegeben werden: Vorab sei jedoch eines vorangestellt: Ereignisse, wie es dieses Jahr verschiedene Regionen von Deutschland getroffen hat, mit solch hohen Niederschlagsmengen in so kurzer Zeit, hätte in jeder anderen Gebietskörperschaft ebenfalls katastrophale Auswirkungen gehabt. Auch Karlsruhe hätte immense Schäden erlitten. Es gibt keinen absoluten Schutz vor Starkregen und Hochwasser. Trotzdem ist es eine zentrale und wichtige Aufgabe der Daseinsvorsorge, die Auswirkungen von Starkregen und Hochwasser so gering wie möglich zu halten und die urbanen Systeme anzupassen. In Karlsruhe werden dazu bereits seit vielen Jahren umfassende Vorkehrungen getroffen und Maßnahmen umgesetzt. Auch in Wolfartsweier wurden in den letzten Jahren Geröllfänge und Einläufe umgebaut. Das Karlsruher Kanalsystem ist entsprechend den gültigen Normen und gemäß den gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien bemessen und mit Hilfe langfristiger Konzepte ausgelegt. Grundsätzlich kann ein Kanalnetz aus wirtschaftlichen Gründen und auch aufgrund der Grenzen des technisch Machbaren nicht für extreme Regenereignisse ausgelegt werden. Bei Wetterextremen, wie den Starkregenereignissen, wird von einer Risikobetrachtung und Abwägung im Rahmen des Katastrophenschutzes gesprochen. Daher ist die Stadt dabei, einen Arbeitskreis, bestehend aus verschiedenen Fachämtern, aufzubauen, der ein Risikomanagement für Starkregen und Hochwasser entwickelt und betreiben soll. In erster Linie wird es in Zukunft darum gehen, Risiken aus Wetterextremen als kommunale Gemeinschaftsaufgabe gemeinsam mit den Bürgern zu erkennen und mögliche Vorsorgemaßnahmen und Strategien zu entwickeln. Die Stadt Karlsruhe hat bereits interne Karten erstellt und ist momentan in der Abstimmung, wie ein flächendeckendes Starkregenrisikomanagement für das ganze Stadtgebiet erarbeitet werden kann. Das Tiefbauamt berät Bürger und Bauherren im Einzelfall auch zu Fragen des Objektschutzes und zu den Möglichkeiten der Starkregenvorsorge. Weiter ist eine ausführliche Information über Hochwasser und Starkregen im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung geplant. Hierbei wird es auch Gelegenheit geben, Fragen der Bürger direkt und persönlich zu beantworten.