BMD-Areal

Vorlage: 2022/0002
Art: Beschlussvorlage
Datum: 07.01.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtamt Durlach
Erwähnte Stadtteile: Durlach

Beratungen

  • Ortschaftsrat Durlach (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 19.01.2022

    TOP: 1

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mehrheitlich zugestimmt

Zusätzliche Dateien

  • TOP 1 - Anlage 1 Projektskizze
    Extrahierter Text

    SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Städtebauliches Konzept Umnutzung ehemaliges BMD-Gelände Projektskizze zur amtsinternen Beteiligung Seite 2 von 18 Heutige Situation - Am westlichen Stadt- eingang Durlachs liegt - eingerahmt von der Pforzheimer, Pfinztal- und Pfinzstraße - das Gelände der ehemaligen Badischen Maschi- nenfabrik Durlach (BMD), welche im Jahr 1857 gegründet wurde. Heute werden die bestehenden Hallen und Gebäude auf dem nordwestlichen Teil des ehemaligen BMD- Geländes als Lagerhallen genutzt, sind ver- mietet oder leerstehend. Der östliche Teil wurde vor einigen Jahren in ein Gewerbe- und Dienstleistungszentrum mit Büro- und Verwaltungsgebäuden umgewandelt. Hierfür wurde die verwertbare Bausubstanz, ergänzt durch Neubauten, umgenutzt und saniert. Derzeitiges Planungsrecht - Das gesam- te Areal liegt im Geltungsbereich des im Jahr 2000 aufgestellten Bebauungsplanes „Pforz- heimer-, Pfinz-, Leder-, Sebold- und Pfinz- talstraße“. Als „Art der baulichen Nutzung“ ist heute ein „(eingeschränktes) Gewerbege- biet“ sowie südlich entlang der Pfinztalstraße ein „Mischgebiet“ bzw. im weiteren Verlauf ein „Kerngebiet“ festgesetzt. Neuordnung - Das vorliegende Konzept des Büros steidle architekten aus München sieht für den westlichen Teil des Gesamtareals die Neuordnung des Geländes zwischen der Pforzheimer Straße, der Pfinzstraße und der Straße Zur Gießerei vor, wobei die Grund- stücke entlang der Pfinztalstraße außen vor bleiben. Das Areal ist fast vollständig versie- gelt und von der Pforzheimer Straße durch eine Mauer abgetrennt. In der Beschlussvorlage für den Planungsaus- schuss am 04.02.2021 wurde der Planungs- stand in zwei Varianten vorgestellt. Auf Grundlage weiterer Untersuchungen zur Parkierung, Nutzungsverteilung und Entwi- cklungvariabilität wurde die Variante 1 als zielführend gesehen und weiterverfolgt. Das Neuordnungskonzept sieht den Erhalt der beiden langgestreckten Hallen an der Pforzheimer Straße und in der Gebietsmitte) sowie des Kesselhauses und des nordwestli- chen Eckgebäudes vor. Ferner sind Anbauten an die beiden Bestandshallen sowie der Neu- bau eines 17 - geschossigen Hochhauses, ei- nes sechsgeschossigen Baukörpers im Süden und eines in seiner Höhenentwicklung diffe- renzierten Riegels im Norden geplant. Die vorliegende Projektskizze stellt eine eine städtebauliche Konzeption dar. Die enthalte- nen Grundrisse und Nutzungsbenennungen dienen der Machbarkeitsprüfung und sind zu- nächst beispielhaft dargestellt. Städtebauliches Konzept - Der Grund- gedanke der städtebaulichen Konzeption ist der Weiterbau der Stadt. Die einmaligen Po- tentiale des Areals, sowohl baulich als auch kulturell werden als Impulsgeber für eine vi- tale Stadtentwicklung genutzt. Insbesondere der industrielle Maßstab, im Gegensatz zur kleinteilig-bürgerlichen Mitte Durlachs wird aufgegriffen und durch Hinzufügungen weiter angereichert. Die besonderen räumlichen Potentiale der industriellen Logik, die langen, schmalen Räume werden in der Planung kultiviert und sinngemäß erweitert. Somit kann ein sich wechselwirkender Dialog zwischen den Be- standsgebäuden und den Neubauten entste- hen. Der vorrangig horizontal lagernden Ge- bäudestruktur wird zusätzlich mit gemischt genutzten Gebäuden eine vertikale Kompo- nente hinzugefügt. Nutzungen - Um einen lebendigen, viel- schichtigen öffentlichen Raum zu generieren, soll das Areal eine möglichst umfängliche Nutzungsmischung erhalten. Innerhalb der Zielspanne von etwa 60% gewerblichen Nut- zungen und 40% Wohnnutzung wird ein brei- tes Nutzerprofil angestrebt. Hierzu zählen kleinteilige Gewerbenutzun- gen, Gastronomie, Einzelhandel, ggf. auch Gastgewerbe. Im Bereich des Wohnungsbaus bildet ein vielfältiges Angebot unterschiedli- cher Wohnungen einen breiten gesellschaft- lichen Querschnitt ab. Durch die gemischte Anordnung sowohl frei finanzierter als auch geförderter Wohnungen soll eine soziale Durchmischung erreicht werden. Anbindung an das Umfeld - Die Erschlie- ßung des Areals erfolgt wie bisher über die beiden Anschlusspunkte an der Pfinzstraße und der Pfinztalstraße. Ferner sind ein oder mehrere Anschlusspunkte an die Pforzhei- mer Straße angedacht. Innerhalb des Areals bestehen Anschlusspunkte über die Straße Zur Gießerei. Diese sollen auch weiterhin ge- nutzt werden. Im Rahmen der Neubebauung des benach- barten Grundstücks an der Pfinztalstraße (P 90) sollte die allgemeine Zugänglichkeit neu geordnet werden. Für Fußgänger bleiben die derzeit vielfältigen Beziehungen und Durch- wegungen zu den Nachbargrundstücken er- halten. Außenraum - Der gesamte Außenraum soll als öffentlich zugängliche städtische Plattform entwickelt werden. Innerhalb dieser Platt- form wechseln sich befestigte und begrünte Flächen ab, Baumpflanzungen verstärken die- ses Prinzip. Die Gebäude sollen keine Vorzo- nen erhalten, die Erdgeschossnutzung mög- lichst öffentlich sein. Die Anschlüsse an das Nachbarquartier sollen möglichst fließend gestaltet werden, sodass keine Grenzen erkennbar sind. Hierdurch wird auf die Gesamtensemblewirkung des ur- sprünglichen Areals abgezielt. Entsiegelungen sollend die derzeitige Situation deutlich ver- bessern. Parkierung - Mit Blick auf die gut erschlos- sene Lage zwischen Bahnhof Durlach und der zentralen Altstadt ist im Rahmen des an- stehenden Bebauungsplanverfahrens die Er- arbeitung eines Mobilitätskonzeptes vorge- sehen, auf dessen Grundlage der Anteil der baurechtlich nachzuweisenden Kfz-Stellplätze in geeignetem Maße reduziert werden kann. Auch erfordert der Erhalt der historischen Bestandshallen eine innovative Gesamtorga- nisation der Parkierung. So ist es nicht vor- gesehen und auch teilweise gar nicht möglich, jedem Bauteil eine eigene Parkierung zuzu- ordnen. Dementsprechend werden gesammelt an zwei entgegengesetzten Punkten die Par- kierungen angeboten, jeweils in direktem Be- zug zu den öffentlichen Haupterschließungen an der Pfinzstraße und der Pfinztalstraße. Die ebenfalls an diesen Punkten angesiedelten Mobility-Hubs erhalten zusätzliche Nutzun- gen wie Paketstation, Ladestellen, Nachbar- schaftstreffpunkte, etc. Weiteres Vorgehen - Das vorliegende städtebauliche Konzept soll nun als Grund- lage für einen Bebauungsplan zur Änderung des bestehenden Planungsrechts dienen, mit dem Ziel, auch Wohnnutzung an dieser Stelle zu ermöglichen. Ferner sind insbesondere für die drei markanten Neubaukörper die zuläs- sigen Gebäudehöhen anzupassen. Seite 3 von 18 PfinztalstraßePfinztalstraße Pforzheimer StraßePforzheimer Straße LederstraßeLederstraße Zur GießereiZur Gießerei Zur GießereiZur Gießerei Zur GießereiZur Gießerei Altstadt Altstadt DurlachDurlach PfinzstraßePfinzstraße II IIII Bahnhof Bahnhof Durlach Durlach Haltestelle Haltestelle S-Bahn S-Bahn Dr. Willmar SchwabeDr. Willmar Schwabe GmbH & Co KGGmbH & Co KG Durlacher AlleeDurlacher Allee SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 4 von 18 SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH StandortanalyseSebold Quartier – Eine Maschinenfabrik im Wandel der Zeit Vorplatz KesselhausEingang zum Areal, Pfinztalstraße Eingang zum Areal, Pfinzstraße und Halle 5Giebelfassade Halle 3Potential Industriehallen Areal im Bestand Bestand mit umgenutzter Nachbarhalle Areal im Bestand SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 5 von 18 SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH GSPublisherVersion 437.39.95.100 Zur Gießerei Seboldstraße Zur Gießerei Bienleinstorstraße Spitalstraße Lederstraße III Pfinzstraße Pfinzstraße Pforzheimer Straße Pfinztalstraße V V II IV IV II V IV II II III III III II II II II II IV IV IV III III II III III II IV IV IV III III II I II III IV IV II Ausfahrt Parken Ersatzneubau P90 V II IV XV I Freifläche Kita II V II I II I V Halle 3 Halle 1 Halle 14 Kesselhaus V III IV IV IV II III IV III IV IV V II IV II I II V I 24 ,5 m 17 m 58 m I IV Einfahrt /Ausfahrt Parken XV I 58 m V 21 m V 21 m V 21 m 21 ,5 m 18 ,5 m 5,5 m 15 m 5,5 m 5,5 m 5,5 m 15 m Einfahrt /Ausfahrt Parken IV IV V I I I I I V IV IV IV V V 15 m 15 m 18 ,5 m 18 ,5 m Variante 1 – Lageplan Lageplan SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 6 von 18 Neubau und Aktivierung SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Neubau und Aktivierung Wechselwirkung Neu-Bestand Bestand ist Basis Dachaktivierung und Aufstockung Bestand im Mittelpunkt Nutzungen werden beidseitig ergänzt Identität durch Bestand Neues Gesicht des Quartiers durch Hochpunkt Bestand wird durch Neubau ergänzt + + + + NEU!!! SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 7 von 18 SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Eingänge und Durchwegungen Platzabfolgen Spannende Platzsituationen mit unterschiedlichem Charakter aufgrund der Wechselbeziehung zwischen Neu und Bestand Zufahren in das Quartier Verkehrsstraße - PKW Verkehrsberuhigter Bereich Fußläufige Durchwegung Nord-Süd-Verbindung durch das Quartier sowie Richtung Westen Ruhender Verkehr Tief-/bzw. Parkgarage im UG-1. OG Zufahrt über innere Quartierserschließung P P P P P Anschluss an die Umgebung (Pfinztalstraße, Pforzheimer Straße, Pfinzstraße, Lederstraße) Das Quartier westlich der neuen Verkehrsstraße ist überwiegend Verkehrsberuhigt Das Quartier westlich der neuen Verkehrsstraße ist überwiegend Verkehrsberuhigt Eingänge und Durchwegungen SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 8 von 18 SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Nutzungsprogramm Einzelhandel Parken Sondernutzung Wohnen Büro/Gewerbe Großes Wohnangebot für unterschiedliche Zielgruppen Differenziertes Angebot an Büro/- und Gewerbeflächen in Bestands- sowie Neubauten Gastronomie Gezielt anordnung an Platzsituationen für ein lebendiges Quartier Gezielt anordnung an Platzsituationen für ein lebendiges Quartier Untergeschoss, Erdgeschoss und 1. Obergeschoss Kita in Bestandsgebäude Halle 1, Dachsanierung für die Außenspielfläche der Kita mit Aufbauten Gemeinschaftsräume für Bewohner in Hochpunkt Nutzungsprogramm SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 9 von 18 SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Variante 1 – Bereich Halle 3 C L U B Realisierungsabschnitt Halle 3 Von Süden kommend sind zwei Eingänge in das Quartier geplant. Der Eingang an der Pfinztalstraße stellt die direkte Verbindung zur Altstadt Durlach dar, der kleine Vorplatz an der Pforzheimer Straße öffnet das neue Quartier in Richtung Bahnhof und zur Durla- cher Allee. Die Halle 3 wird zum zentralen Element im südlichen Teil des Quartiers. Dabei sollen die räumlichen Qualitäten der großen Halle er- halten und genutzt werden. Die Erschließung dieses Bereiches erfolgt über großzügige Ein- gänge an drei Seiten des Gebäudes. Sowohl östlich als auch westlich werden linear ange- ordnete Neubaukörper angegliedert. Die Halle 1 wird saniert und teilweise aufge- stockt. In diesem Bauteil könnte die geplante soziale Infrastruktur, z.B. in Form einer Kin- dertagestätte, räumlich interessant unterge- bracht werden. Die Freispielflächen könnten dann teilweise im Außenraum sowie auf dem Dach angeordnet werden. Als alternativer Standort für die Einrichtung wird derzeit noch der westliche Anbau an Halle 3 geprüft. Das Kesselhaus soll nach aktuellem Planungs- stand ebenfalls erhalten und saniert werden. Hier können ein Café, ein Nachbarschaftstreff oder kleine Veranstaltungsräume entstehen. Auch günstige Mietflächen für CoWorking sind hier vorstellbar. SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 10 von 18 Erste Skizze Freiraumkonzept Shop Gemeinschaftsräume Ateliers - Co-Working Fahrradwerkstatt Espressobar Mobility-Hub Paketstation O f fice Café / Restaurant Laden Restaurant/ Kantine Bar - Club Einzelhandel Möbelhaus Gastro Eingang Wohnen Laden Kita O f fice Bar Ausstellung Foyer O f fice Event-Space O f fice O f fice O f fice Shop Einzelhandel Möbelhaus O f fice Einfahrt/ Ausfahrt Parken Eingang Wohnen Ausfahrt Parken UG+OG 1 Eingang Wohnen Eingang Wohnen Eingang Wohnen Eingang Wohnen Eingang Wohnen HH aa ll ll ee 11 44 Einfahrt/ Ausfahrt Parken KK ee ss ss ee ll hh aa uu ss HH aa ll ll ee 11 Zur Gießerei Zur Gießerei Pfinztalstraße Pfinzstraße Pforzheimer Straße HH aa ll ll ee 33 SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 11 von 18 SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Variante 1 – Bereich Halle 3 Realisierungsabschnitt Halle 3 SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 12 von 18 SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Realisierungsabschnitt Pfinzstraße C L U B Anstelle der bestehenden langgezogenen Produktionshalle soll entlang der Pfinzstraße ein in seiner Höhenentwicklung differenzier- ter, aufgelockerter Neubaukörper mit Wohn- und Gewerbenutzung errichtet werden. Als zukunftsfähiges, ökologisch sowie wirtschaft- lich nachhaltiges Modell, ist hier eine flexib- le Gebäudestruktur als Rahmen für mehrere sich ändernde Nutzungsarten geplant. Das Gebäude lehnt sich sowohl in der Dimensio- nierung als auch dem strukturellen Aufbau an die Tektonik der bestehenden Halle an. So bietet das überhohe Erdgeschoss sowohl Raum für Sondernutzungen an den Kopfsei- ten und Richtung Süden (Mobility Hub, Cafe, Gemeinschaftsräume für das Wohnen), als auch für eine reversible, doppelgeschossige Parkierungsebene im mittleren Bereich des Gebäudes. Im weiteren Verlauf kann damit auf sich verändernde Bedingungen reagiert, Stellplätze reduziert und in andere Nutzun- gen umgewandelt werden. Die Fassade zur Pfinzstraße wird durch ein begrüntes Gerüst ergänzt, insgesamt wird eine hohe Transparenz angestrebt. Die klar artikulierten Eingänge zu den Wohnungen befinden sich sowohl zur Pfinzstraße als auch Zur Gießerei hin und beleben das Quartier. Die versetzte Anordnung der Baukörper er- möglicht die Anordnung vielfältiger Grund- risstypologien die optimale Belichtungen und Ausblicke ermöglichen. Die versetzte und in den Höhen differenzierte Ausbildung der Baukörper ermöglicht leicht zugängliche Dachnutzungen und Dachbegrünungen. Realisierungsabschnitt Pfinzstraße SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 13 von 18 SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Variante 1 – Bereich Pfinzstraße GSPublisherVersion 437.38.94.100 215,67 m 2 132,74 m 2 156,00 m 2 280,47 m 2 Veranstaltungsräume 145,57 m 2 Espressobar 65,21 m 2 Ateliers - Co-Working 143,48 m 2 Gemeinschaftsküche 55,11 m 2 69,87 m 2 84,38 m 2 68,55 m 2 68,55 m 2 68,55 m 2 69,69 m 2 84,38 m 2 69,52 m 2 68,55 m 2 50,88 m 2 51,85 m 2 85,02 m 2 69,69 m 2 33,50 m 2 69,69 m 2 69,69 m 2 84,38 m 2 96,83 m 2 72,70 m 2 41,94 m 2 70,76 m 2 41,94 m 2 74,54 m 2 84,38 m 2 84,38 m 2 51,06 m 2 33,50 m 2 50,06 m 2 33,50 m 2 33,50 m 2 33,50 m 2 Mobility-Hub Paketstation 214,25 m 2 123,55 m 2 61 , 71 m 2 Fahrradladen -werkstatt 200 ,91 m 2 Dienstleistung 130 ,79 m 2 Zur Gießerei Pfinzstraße LederstraßeGrüner Krebs Zur Gießerei Pfinzstraße Zur Gießerei Pfinzstraße 3,15 3,15 3,15 3,15 2 ,62 5 2,45 2,70 5 ,07 5 3,15 3,15 3,15 3,15 3,153,15 5 ,07 5 2,70 5 ,07 5 3,15 3,15 3,1514 ,52 5 68,90 m 2 68,90 m 2 68,98 m 2 68,98 m 2 68,36 m 2 68,98 m 2 68,90 m 2 68,98 m 2 68,90 m 2 68,98 m 2 68,90 m 2 68,98 m 2 87,74 m 2 73,34 m 2 43,01 m 2 38,96 m 2 59,48 m 2 76,14 m 2 68,98 m 2 68,21 m 2 115,62 m 2 84,22 m 2 83,45 m 2 116,62 m 2 116,62 m 2 116,62 m 2 203,60 m 2 19,90 m 2 19,90 m 2 15,67 m 2 20,84 m 2 85,02 m 2 85,02 m 2 85,02 m 2 85,02 m 2 85,02 m 2 68,98 m 2 68,98 m 2 68,36 m 2 68,90 m 2 85,02 m 2 68,90 m 2 68,98 m 2 70,66 m 2 68,90 m 2 85,02 m 2 85,02 m 2 68,90 m 2 68,90 m 2 85,02 m 2 85,02 m 2 87,74 m 2 73,34 m 2 43,01 m 2 67,81 m 2 67,81 m 2 38,96 m 2 68,98 m 2 70,66 m 2 16,94 m 2 16,87 m 2 16,94 m 2 180,88 m 2 180,88 m 2 83,45 m 2 118,63 m 2 118,63 m 2 27,30 m 2 20,84 m 2 20,84 m 2 40 Stellplätze 70 Stellplätze Einfahrt/Ausfahrt Parken EG Einfahrt Parken UG+OG1 Eingang Wohnen V2.1 UG Tiefgarage EG 1. OG BGF Gesamt: 12.700 m ² 170 Stellplätze BGF Parken: 3.400m ² / BGF Wohnen: 8.300m² (88 Wohnungen) / BGF andere Nutzungen EG+1.OG: 1.000m² ? 2. OG 3. OG 4. OG 25 W 11 W 2 W Eingang WohnenEingang Wohnen Ausfahrt Parken UG+OG1 300 Fahrräder 15 % 15 % Eingang WohnenEingang WohnenEingang Wohnen 55 Stellplätze EG - 2 K K 90 K K K K KK KKK K K K K 90 K 90 90 90 KK 90 K 90 90 K K K 25 W 25 W 90 90 90 90 90 90 90 90 90 15 % 15 % +21, 40 VI +15, 50 IV ±0 ,00 K K 90 90 90 90 90 K 90 K +18, 00 V K C C A A B B SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH GSPublisherVersion 437.38.94.100 215,67 m 2 132,74 m 2 156,00 m 2 280,47 m 2 Veranstaltungsräume 145,57 m 2 Espressobar 65,21 m 2 Ateliers - Co-Working 143,48 m 2 Gemeinschaftsküche 55,11 m 2 69,87 m 2 84,38 m 2 68,55 m 2 68,55 m 2 68,55 m 2 69,69 m 2 84,38 m 2 69,52 m 2 68,55 m 2 50,88 m 2 51,85 m 2 85,02 m 2 69,69 m 2 33,50 m 2 69,69 m 2 69,69 m 2 84,38 m 2 96,83 m 2 72,70 m 2 41,94 m 2 70,76 m 2 41,94 m 2 74,54 m 2 84,38 m 2 84,38 m 2 51,06 m 2 33,50 m 2 50,06 m 2 33,50 m 2 33,50 m 2 33,50 m 2 Mobility-Hub Paketstation 214,25 m 2 123,55 m 2 61 , 71 m 2 Fahrradladen -werkstatt 200 ,91 m 2 Dienstleistung 130 ,79 m 2 Zur Gießerei Pfinzstraße LederstraßeGrüner Krebs Zur Gießerei Pfinzstraße Zur Gießerei Pfinzstraße 3,15 3,15 3,15 3,15 2 ,62 5 2,45 2,70 5 ,07 5 3,15 3,15 3,15 3,15 3,153,15 5 ,07 5 2,70 5 ,07 5 3,15 3,15 3,1514 ,52 5 68,90 m 2 68,90 m 2 68,98 m 2 68,98 m 2 68,36 m 2 68,98 m 2 68,90 m 2 68,98 m 2 68,90 m 2 68,98 m 2 68,90 m 2 68,98 m 2 87,74 m 2 73,34 m 2 43,01 m 2 38,96 m 2 59,48 m 2 76,14 m 2 68,98 m 2 68,21 m 2 115,62 m 2 84,22 m 2 83,45 m 2 116,62 m 2 116,62 m 2 116,62 m 2 203,60 m 2 19,90 m 2 19,90 m 2 15,67 m 2 20,84 m 2 85,02 m 2 85,02 m 2 85,02 m 2 85,02 m 2 85,02 m 2 68,98 m 2 68,98 m 2 68,36 m 2 68,90 m 2 85,02 m 2 68,90 m 2 68,98 m 2 70,66 m 2 68,90 m 2 85,02 m 2 85,02 m 2 68,90 m 2 68,90 m 2 85,02 m 2 85,02 m 2 87,74 m 2 73,34 m 2 43,01 m 2 67,81 m 2 67,81 m 2 38,96 m 2 68,98 m 2 70,66 m 2 16,94 m 2 16,87 m 2 16,94 m 2 180,88 m 2 180,88 m 2 83,45 m 2 118,63 m 2 118,63 m 2 27,30 m 2 20,84 m 2 20,84 m 2 40 Stellplätze 70 Stellplätze Einfahrt/Ausfahrt Parken EG Einfahrt Parken UG+OG1 Eingang Wohnen V2.1 UG Tiefgarage EG 1. OG BGF Gesamt: 12.700 m ² 170 Stellplätze BGF Parken: 3.400m ² / BGF Wohnen: 8.300m² (88 Wohnungen) / BGF andere Nutzungen EG+1.OG: 1.000m² ? 2. OG 3. OG 4. OG 25 W 11 W 2 W Eingang WohnenEingang Wohnen Ausfahrt Parken UG+OG1 300 Fahrräder 15 % 15 % Eingang WohnenEingang WohnenEingang Wohnen 55 Stellplätze EG - 2 K K 90 K K K K K K K K K K K K K 90 K 90 90 90 K K 90 K 90 90 K K K 25 W 25 W 90 90 90 90 90 90 90 90 90 15 % 15 % +21, 40 VI +15, 50 IV ±0 ,00 K K 90 90 90 90 90 K 90 K +18, 00 V K C C A A B B Variante 1 – Bereich Pfinzstraße Realisierungsabschnitt Pfinzstraße SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 14 von 18 SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Bereich Pfinzstraße - Blick aus der Pfinzstraße Realisierungsabschnitt Pfinzstraße SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 15 von 18 SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Variante 1 – Bereich Hochpunkt C L U B Realisierungsabschnitt Hochpunkt Als Pendant zu den linearen horizontalen Hal- len soll nördlich der Halle 3 ein 17-Geschossi- ger Wohnturm entstehen. Die eingerückte Position an der breiten Pforzheimer Straße verstärkt die Ensemblewirkung mit den Be- standsbauten und markiert einen wichtigen Platz im Quartier, der den nördlichen mit dem südlichen Teilbereich verbindet. Dem Karlsruher Höhenentwicklungskonzept folgend, soll über eine Mehrfachbeauftragung oder einen Architekturwettbewerb eine sehr hohe architektonische Qualität erreicht wer- den: ein Gebäude, welches sich sehr gut in die Umgebung einfügt, einen hohen Mehr- wert für den öffentlichen Raum darstellt und sogleich der positiven Entwicklung am Stadt- eingang Durlach ein adäquates Zeichen setzt. In den vier Sockelgeschossen sollen sich Ge- werbenutzungen, die Eingangsbereiche und Gastronomie befinden. Ab dem fünften Ober- geschoss sind verschiedene Wohnformen an- geordnet, gepaart mit großzügigen Gemein- schaftsräumen, welche der Begegnung der Bewohner des Wohnturms dienen. In der obersten Geschossebenen ist eine öffentliche Nutzung in Form eines Veranstaltungsraums mit Gastronomie und Freiterrasse geplant. In der zeitlichen Abfolge der Realisierungs- abschnitte wird beabsichtigt den Hochpunkt mittel- bis langfristig als finalen Abschnitt zu realisieren und somit aus dem wachsenden Quartier heraus zu entwickeln. Der Bauteil „Grüner Krebs“ bleibt erhalten und kann ggf. in Zukunft aufgestockt werden. Die derzei- tige Einzelhandelsnutzung (Möbelhandel) soll weitergeführt werden. SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 16 von 18 Realisierungsabschnitt Hochpunkt SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach21.05.2021 steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH GSPublisherVersion 301.37.92.100 + 20 + 20 + 5 7 ,50 + 5 7 ,50 XVII XVI I V + 2 4 VI V PfinztalstaßePfinzstraße Pforzheimer StraßeZur GiessereiZur GiessereiAreal Dr. Schwabe AGHalle 3 Grüner Krebs Kesselhaus KesselhausHalle 1Neubau Eingang Variante 1Schnitt Höhenentwicklung 1:500 Variante 1 – Bereich Hochpunkt SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 17 von 18 Assoziationen Realisierungsabschnit- te SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Leitfaden: • Charakter Areal erhal- ten und aktivieren (Einzigartigkeit, histo- rische Substanz, Innen- stadtnähe...) • Nutzungsmischung (Wohnen ca. 40%) • Verdichtung (in Balance mit Nach- haltigkeit) • Nachhaltigkeit (in Balance mit Verdich- tung) SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH Konzept ehemaliges BMD-Gelände Entwurf und Leitgedanken Seite 18 von 18 Übersicht SEBOLDWERK SEBOLDWERK Karlsruhe-Durlach steidle architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH C L U B Übersicht Areal TEILBEREICH I TEILBEREICH II Kennzahlen aktueller Planungsstand Fläche m 2 Grundstücksgrößen: Teilbereich I 14.930 Teilbereich II 3.910 Gesamt 18.840 Grundfläche Planung: Teilbereich I 7.900 Teilbereich II 3.000 Gesamt 10.900 Geschossflächen Planung: BGF Wohnen 15.000 BGF Büro und Gewerbe 16.000 BGF Einzelhandel 3.500 BGF Gastronomie 2.500 BGF Sondernutzung 1.000 Gesamt 38.000 BGF opt. Parken 3.000 oberirdisch in Teilbereich II Teilbereich I: result. GRZ 0,53 result. GFZ 1,90 Teilbereich II: result. GRZ 0,77 result. GFZ bis 2,90 (ohne Parken oberirdisch) Gesamt: result. GRZ 0,58 result. GFZ bis 2,10 (ohne Parken oberirdisch)

  • TOP 1 - Beschlussvorlage BMD-Areal, Bebauungsplan An der Straße zur Gießerei
    Extrahierter Text

    Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2022/0002 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: StplA Bebauungsplan „An der Straße zur Gießerei“, Karlsruhe-Durlach Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Ortschaftsrat Durlach 19.01.2022 1 X Planungsausschuss 03.02.2022 X Beschlussantrag (Kurzfassung) Auf Grundlage der vorliegenden Planung empfiehlt der Ortschaftsrat Durlach dem Planungsausschuss die Beauftragung der Verwaltung mit der Durchführung des Bebauungsplanverfahrens sowie der Aufsetzung eines Städtebaulichen Vertrages mit weiterführenden Zielvereinbarungen mit dem Investor. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☒ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☐ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☐ Ja ☒ durchgeführt am 19.01.2022 Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Zusammenfassung Das Neuordnungskonzept für den westlichen Teil des ehemaligen BMD-Geländes in Durlach, welches am 4. Februar 2021 im Planungsausschuss vorgestellt wurde, wurde in den vergangenen Monaten durch das Planungsbüro steidle architekten aus München weiter detailliert und konkretisiert. Um hierfür Baurecht zu schaffen, muss der aktuelle Bebauungsplan „Pforzheimer-, Pfinz-, Leder-, Sebold- und Pfinztalstraße“ aus dem Jahr 2000, der (eingeschränktes) Gewerbegebiet festsetzt, für den Bereich geändert werden, um die geplante Wohnnutzung zu ermöglichen. Planungsstand des Neuordnungskonzeptes Der Entwurf sieht ein innerstädtisches Quartier mit einer Nutzungsmischung aus Gewerbe, Dienstleistung und Wohnen sowie ergänzende Nutzungen wie z.B. Kita und Einzelhandel vor. Hierzu zählen kleinteilige Gewerbenutzungen, Gastronomie, ggf. auch Gastgewerbe. Der Bereich des Wohnungsbaus soll ein Angebot unterschiedlicher Wohnungen abdecken. Durch die gemischte Anordnung sowohl frei finanzierter als auch geförderter Wohnungen soll eine soziale Durchmischung erreicht werden. Die Bestandshallen und -gebäude sollen nach Möglichkeit aktiviert und umgenutzt, durch Anbauten, Aufstockungen oder Überbauung erweitert und / oder durch eigenständige Neubauten ergänzt oder ersetzt werden. An der Pfinzstraße ist ein Ersatzbau für die bestehende leerstehende Halle geplant, welcher in den unteren Geschossen Parkierung und Gemeinschaftsnutzungen / Dienstleistungen und in den oberen Geschossen Wohnnutzung vorsieht. Vor- und Rücksprünge und unterschiedlich gesetzte Außenbereiche ab dem zweiten Geschoss verleihen dem Gebäude einen lebendigen Charakter. Für den sechsgeschossigen Neubau südwestlich der inneren Erschließungsstraße zur Gießerei ist im Erdgeschoss Gastronomie und Einzelhandel, in den oberen Geschossen Büro / Gewerbe vorgesehen. Einen weiteren Neubau mit einer geplanten Höhe von 58 m stellt das Hochhaus an der Pforzheimer Straße dar. Gastronomie im Erdgeschoss soll den vorgelagerten Platz beleben. Als weitere Nutzungen sind Gewerbe, Dienstleistung und ein Großteil Wohnen vorgesehen. Das oberste Geschoss ist Sondernutzungen vorbehalten. Hier sind Nutzungen geplant, die der Allgemeinheit zugutekommen. Höhenentwicklung Im Höhenentwicklungskonzept der Stadt Karlsruhe ist der betreffende Bereich momentan in der Zone „Urbane Nachbarschaften“ verortet. Durch die Umwandlung in ein durchmischtes und städtisch geprägtes Gebiet ändert sich jedoch die Eigenart des Gebiets. Es muss daher stattdessen die Zone „Innere Stadt“ herangezogen werden. Hier ist bei Schaffung von Mehrwerten eine Höhenentwicklung bis zu einer Höhe von 25 Metern möglich. Eine Überschreitung dieser Höhe ist mit erhöhten Auflagen verbunden und muss unter anderem durch qualitative Verfahren abgesichert werden. Es müssen besonders bedeutende Mehrwerte für die Stadtentwicklung generiert und begründet werden. Darüber hinaus ist die sogenannte städtebauliche Komposition zu beachten. Sie gibt Hinweise, welche Bereiche sich besonders für Höhenentwicklung eignen und soll sicherstellen, dass hohe Gebäude in der Stadt gut gesetzt sind. Dazu gehören z.B. Stadteingänge, an welchen bauliche Akzente städtebaulich vertretbar oder gewünscht sind. Insofern ist nach noch ausstehender Prüfung des Standortes auf Eignung für ein 58 Meter hohes Gebäude im Sinne des Höhenentwicklungskonzeptes Karlsruhe die mit dem Bau des Hochpunktes entstehende Bodenwertsteigerung entsprechend den Vorgaben des Konzeptes an zu erbringende Mehrwerte für die Allgemeinheit geknüpft. Mehrwerte können z.B. sein: 1. die Einrichtung einer öffentlich nutzbaren Kita, 2. die Schaffung einer klimawirksamen Grünfläche, 3. eine besonders nachhaltige Bauweise oder 4. ein hoher Anteil an sozialem Wohnraum. – 3 – All diese Vorgaben werden vertraglich zu regeln sein. Für das Hochhaus ist – entsprechend den Vorgaben des Höhenentwicklungskonzeptes – ein Architekturwettbewerb zwingend. Außenraum Der gesamte Außenraum soll als öffentlich zugängliche städtische Plattform mit wechselnd befestigten und begrünten Flächen entwickelt werden. Baumpflanzungen verstärken dieses Prinzip. Die Gebäude sollen keine Vorzonen erhalten, die Erdgeschossnutzung möglichst öffentlich sein. Entsiegelungen sollen die derzeitige Situation deutlich verbessern. Klimaschutz und Klimaanpassung Bei der Entwicklung des Areals werden Klimaschutz und Klimaanpassung wichtige Bausteine der Konzeption und Planung sein. Das Projekt soll mit folgenden Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität beitragen: • Gebäudestandards: Auslegung der Standards gemäß Gemeinderatsbeschluss vom 30.06.2020 zur Klimaneutralität in der Bauleitplanung • Primärenergiefaktoren: Ein Anschluss an das Karlsruher Fernwärmenetz ist beabsichtigt. Maßnahmen zur Nutzung von Geothermie, Erdkälte, Erdwärme etc. werden geprüft • Photovoltaik: Auf Dächern von Neubauten ist die Anordnung von Photovoltaikanlagen in Abstimmung mit den Anforderungen der Dachbegrünung vorgesehen. Im Städtebaulichen Rahmenplan Klimaanpassung ist das Areal als sog. Hot-Spot dargestellt. Daher werden in der weiteren Planung geeignete Maßnahmen zur Entschärfung der derzeitigen Belastungssituation zu treffen sein. Entsprechend der Zielsetzung „Grüne Stadt Karlsruhe“ werden zum Beispiel Entsiegelungspotentiale und die Möglichkeiten zur Durchgrünung des Quartiers erfasst und umgesetzt. Auf die CO2-Relevanz wird in einem späteren Verfahrensschritt eingegangen, da zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Ermittlung erfolgen kann. Parkierung Im Rahmen des anstehenden Bebauungsplanverfahrens ist die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes vorgesehen, auf dessen Grundlage der Anteil der baurechtlich nachzuweisenden Kfz-Stellplätze in geeignetem Maße reduziert werden könnte. Der angestrebte Erhalt der historischen Bestandshallen erfordert eine innovative Gesamtorganisation der Parkierung. So ist derzeit nicht vorgesehen oder möglich, jedem Bau eine Parkierung zuzuordnen. Dementsprechend werden an zwei entgegengesetzten Punkten die Parkierungen gesammelt angeboten, jeweils in direktem Bezug zu den öffentlichen Haupterschließungen an der Pfinzstraße und der Pfinztalstraße. Weiteres Vorgehen Das vorliegende städtebauliche Konzept soll als Grundlage für einen Bebauungsplan zur Änderung des bestehenden Planungsrechts dienen, mit dem Ziel, auch Wohnnutzung an dieser Stelle zu ermöglichen. Mit Blick auf die in Karlsruhe fehlenden Gewerbeflächen müssen dabei mindestens 18.000 m² BGF Gewerbeflächen angeboten werden. Das Verhältnis Gewerbe zu Wohnen soll bei ca. 60 zu 40 Prozent liegen. Über den Inhalt des Bebauungsplanes hinaus gehende Vereinbarungen werden in einem Städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Investor getroffen. Verfahren Das Bebauungsplanverfahren soll im beschleunigten Verfahren nach § 13 a BauGB durchgeführt werden. Daher entfällt die Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltprüfung. Eine erste Ämterbeteiligung hat im August und September dieses Jahres stattgefunden. Sich daraus ergebende – 4 – Forderungen und notwendige Gutachten werden im weiteren Verfahren berücksichtigt. Daran anschließend soll die Beteiligung der Öffentlichkeit und die Anhörung der Träger öffentlicher Belange durchgeführt werden. Beschluss: Auf Grundlage der vorliegenden Planung empfiehlt der Ortschaftsrat Durlach dem Planungsausschuss die Beauftragung der Verwaltung mit der Durchführung des Bebauungsplanverfahrens sowie der Aufsetzung eines Städtebaulichen Vertrages mit weiterführenden Zielvereinbarungen mit dem Investor.