Einführung generisches Femininum
| Vorlage: | 2021/1506/1 |
|---|---|
| Art: | Änderungs-/Ergänzungsantrag |
| Datum: | 21.01.2022 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Zentraler Juristischer Dienst |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 25.01.2022
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: keine Abstimmung
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Änderungsantrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier KAL/Die PARTEI-Gemeinderatsfraktion Eingang: 21.01.2022 Vorlage Nr.: 2021/1506/1 Einführung generisches Femininum Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 25.01.2022 8.3 x Die Stadt Karlsruhe nutzt für die nächsten 5 Jahre in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation allein das generische Femininum. Kommunikation allein das generische Femininum. Uns ist in alten mæren wunders vil geseit... Sprache verändert sich. Immer wieder werden Regeln neu gesetzt und dem aktuellen Sprachgebrauch angepasst. So hat der Diskurs der letzten Jahrzehnte dazu geführt, dass nicht nur das generische Maskulinum in Frage zu stellen, sondern die bipolare Geschlechtszugehörigkeit an sich. Dies manifestiert sich auch im alltäglichen Sprachgebrauch. Mit dem generischen Maskulinum fühlen sich eben nicht alle Menschen grundsätzlich angesprochen. Sprachbilder bauen auch Bilder im Kopf, beeinflussen unsere Sicht auf die Gesellschaft. Die Umstellung auf eine geschlechtergerechte Sprache ist eine Herausforderung. Wir müssen uns auf neue Schreibweisen und Worte einigen und dürfen dabei gerade in der Verwaltungskommunikation, nicht den Anspruch an eine leichte Sprache verlieren. Offensichtlich fehlt einigen, meist männlichen, seltener weiblichen, Menschen die notwendige Flexibilität und Vorstellungskraft für diesen Wandel. Deshalb schlagen wir vor, dass mit der konsequenten Nutzung des generischen Femininums durch die Stadt Karlsruhe für die nächsten 5 Jahre ein breites Bewusstsein dafür geschaffen wird, wie sehr Sprache die Bilder in unseren Köpfen beeinflusst. Und vielleicht versteht der oder die ein oder andere dann besser, dass sich mit der generischen Nutzung einer Geschlechtsform eben nicht alle Menschen angesprochen fühlen. Nach über 500 Jahren gedruckter deutscher Sprache und damit dem Gebrauch des generischen Maskulinum, gerade auch in der Amtssprache, kann die Stadt Karlsruhe mit der konsequenten Nutzung des generischen Femininums diesen Übergang in der deutschen Sprache einigen Menschen erleichtern und vielleicht sogar erklärbar machen. Uns wird in alten Erzählungen viel Wunderbares berichtet... Unterzeichnet von: Lüppo Cramer Michael Haug Rebecca Ansin Max Braun Sachverhalt / Begründung:
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Extrahierter Text
Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Karlsruher Liste / Die Partei-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2021/1506/1 Verantwortlich: Dez. 1 Dienststelle: ZJD / GB Einführung generisches Femininum Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 25.01.2022 8 x Kurzfassung Die Verwaltung begrüßt den Antrag von der Karlsruher Liste/Die Partei auf eine stärkere Sensibilisierung für geschlechtergerechter Sprache. Die Stadtverwaltung wird die aktuellen Regelungen der Stadt Karlsruhe zu geschlechtergerechter Sprache weiterentwickeln, um zukünftig alle Geschlechter anzusprechen. Ziel ist eine umfassende wertschätzende Kommunikation, die allen Menschen respektvoll begegnet. Das generische Femininum wird in diesem Kontext diskutiert werden. Die Verwaltung sieht den Antrag derzeit als erledigt an. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Die Verwaltung begrüßt den Antrag von der Karlsruher Liste/Die Partei auf eine stärkere Sensibilisierung für geschlechtergerechter Sprache. Anlässlich des Bundesverfassungsgerichtsurteils vom 10. Oktober 2017 wird die Stadtverwaltung die aktuellen Regelungen der Stadt Karlsruhe zu geschlechtergerechter Sprache weiterentwickeln, um zukünftig alle Geschlechter anzusprechen. Dazu wird ein Kompendium mit differenzierten Empfehlungen für die Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen erarbeitet. Ziel ist eine umfassende wertschätzende Kommunikation, die allen Menschen respektvoll begegnet. Das generische Femininum könnte als eine Form besonders für Sprachanlässe geeignet sein, bei denen Frauen aufgrund einer Unterrepräsentanz oder ausgeprägter Geschlechterstereotype besonders angesprochen werden sollen. Die Verwaltung sieht den Antrag derzeit als erledigt an.