THH 5200: Bäder
| Vorlage: | 2021/1387 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 17.11.2021 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Stadtkämmerei |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach, Neureut, Wolfartsweier |
Beratungen
- Gemeinderat - HH-Beratungen (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 07.12.2021
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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FW | FÜR Karlsruhe Gemeinderatsfraktion, Hebelstraße 13, 76133 Karlsruhe Herrn Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 76124 Karlsruhe 12.11.2021 DOPPELHAUSHALT 2022/2023 Antrag zum Thema Wassertemperatur der Bäder um 1°C absenken Zuordnung im Haushaltsplan Seite im HH-Plan Teilhaushalt 293 5200 Ergebnishaushalt: Produktbereich | Produktgruppe | Schlüsselposition 4240 Finanzhaushalt: Investive Maßnahme Änderungen und neue Mittelanmeldungen Art 2022 2023 2024 2025 2026 Stellenschaffung/-reduzierung Erhöhung/Reduzierung Erträge, Aufwendungen, Ein- oder Auszahlungen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Sperrvermerk Verpflichtungsermächtigung davon zahlungswirksam in Sonstige Änderungen Konzeption, Ziele, Maßnahmen, Kennzahlen Energiekosten senken DOPPELHAUSHALT 2022/2023 Wassertemperatur der Bäder um 1°C absenken Seite - 2 Weitere Angaben bei Leistungen an Zuschussempfänger bitte Zuschussempfänger eintragen Sachverhalt | Begründung Die Fraktion Freie Wähler | FÜR Karlsruhe beantragt die Senkung der Wassertemperatur in städtischen Bädern um 1°, die nicht an der Fernwärme angeschlossen sind, um Energiekosten zu sparen. Die Methode wird von den Stadtwerken in Witten genutzt und selbst die Senkung um nur 1° Celsius bewirkt eine wesentliche Einspa- rung, ohne das Empfinden der Badegäste zu beeinflussen. Unterzeichnet von: Friedemann Kalmbach, Jürgen Wenzel, Petra Lorenz
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HAUSHALT 2022/2023 STELLUNGNAHME zu Antrag 142 FW|FÜR-Gemeinderatsfraktion --- --- --- --- --- --- --- Seite HH-Plan Produktgruppe Kontierungsobjekt Plankonto/FiPo 294 4240-5200 Aufwand (in Euro) 2022 2023 2024 2025 2026 Bitte auswählen ! 2022 2023 2024 2025 2026 Wassertemperatur der Bäder um 1°C absenken Für einen wirtschaftlichen Betrieb sind die Wassertemperaturen von großer Bedeutung. Die Bäderbetriebe haben deshalb eine langjährige Expertise in diesem operativen Bereich. Kontinuierlich werden Maßnahmen (Stand der Technik) zur Reduzierung und Optimierung des Energieverbrauches umgesetzt. Ein weiteres Ab- senken über den optimierten Betrieb wird wegen Einnahmeverlusten (Kinder, Senioren, Babyschwimmen und so weiter) die Wirtschaftlichkeit nicht verbessern. Die Verwaltung empfiehlt daher, den Antrag abzulehnen.
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SPD Gemeinderatsfraktion, Hebelstraße 13, 76133 Karlsruhe Herrn Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 76124 Karlsruhe 11.11.2021 DOPPELHAUSHALT 2022/2023 Antrag zum Thema Interfraktionell: Aufnahme von 25.000 Euro/Jahr in den Bäderetat unter dem Titel" Repa- raturen und Instandhaltung" für das Freibad Wolfartsweier Zuordnung im Haushaltsplan Seite im HH-Plan Teilhaushalt 291/292 5200 Ergebnishaushalt: Produktbereich | Produktgruppe | Schlüsselposition Finanzhaushalt: Investive Maßnahme Änderungen und neue Mittelanmeldungen Art 2022 2023 2024 2025 2026 Stellenschaffung/-reduzierung Erhöhung/Reduzierung Erträge, Aufwendungen, Ein- oder Auszahlungen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Sperrvermerk 25.000 25.000 Verpflichtungsermächtigung davon zahlungswirksam in Sonstige Änderungen Konzeption, Ziele, Maßnahmen, Kennzahlen s. Hinweis - F1-Taste ! DOPPELHAUSHALT 2022/2023 Interfraktionell: Aufnahme von 25.000 Euro/Jahr in den Bäderetat unter dem Titel" Reparaturen und Instandhaltung" für das Freibad Wolfartsweie r Seite - 2 Weitere Angaben bei Leistungen an Zuschussempfänger Förderverein Freibad Wolfartsweier e. V. Sachverhalt | Begründung Seit 2002 wird das Freibad "Wölfle" in Wolfartsweier vom Förderverein Freibad Wolfartsweier mit hohem ehrenamtlichen Engagement betrieben. Mit bis zu 30.000 Badegästen pro Saison, stellt es vor allem für Familien aus den umliegenden Bergdörfern eine wichtige Freizeiteinrichtung und sozialen Treffpunkt dar. Der regelmäßige, städtische Zuschuss beläuft sich auf maximal 25.000 € pro Jahr (sogenannter Doppeleuro). Alle notwendigen Reparaturen und Instandhaltungen werden aus Rücklagen (maß- geblich generiert durch Eintrittsgelder und Mieteinnahmen) sowie privaten Spenden finanziert. Ausnahmen stellen die städtischen Investitionszuschüsse im Haushaltsjahr 2015 in Höhe von 50.000 € (Neuerwerb der defekten Elektroanalyseanlage) und in 2019 in Höhe von 30.000 € (Sa- nierung Kinderbecken) dar. Auch wenn die bisherige Systematik eine Weiterbetrieb des familienfreundlichen Freibads garan- tiert hat, erlaubt sie keine kurzfristig notwendigen Investitionen, die alleine durch Rücklagen und Spenden nicht abgedeckt werden können. Als Konsequenz bleibt für den Verein ein hohes Risiko bestehen, im laufenden (Doppel-)haushaltsjahr auf städtische Zuschüsse angewiesen zu sein. Die antragsstellenden Fraktionen beantragen für die Planungssicherheit des Fördervereins die Aufnahme von 25.000 Euro/Jahr mit Sperrvermerk für Reparaturen und Instandhaltungen des Freibads "Wölfle" in Wolfartsweier. Um den strukturellen Haushalt der Stadt Karlsruhe nicht zu- sätzlich zu belasten, sollen die Mittel aus dem bereits vorhanden Bäderetat (Haushaltstitel "Re- paraturen und Instandhaltung") gedeckt werden. Der Sperrvermerk wird bei Bedarf der eingestellten Summe aufgehoben, ansonsten verbleibt der Betrag im Bäderetat erhalten und kann anderweitig verwendet werden. Unterzeichnet von: Parsa Marvi, Irene Moser, Dr. Anton Huber und SPD-Fraktion Detlef Hofmann, Sven Maier, Karin Wiedemann und CDU-Gemeinderatsfraktion Lüppo Cramer, Max Braun und KAL / Die PARTEI Fraktion Thomas H. Hock und Karl-Heinz Jooß, FDP-Fraktion Friedemann Kalmbach, FW|FÜR Gemeinderatsfraktion Lukas Bimmerle, Karin Binder, Mathilde Göttel, DIE LINKE Ortsverwaltung Wolfartsweier, Rathausstraße 2, 76228 Karlsruhe Herrn Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 76124 Karlsruhe 11.11.2021 DOPPELHAUSHALT 2022/2023 Antrag zum Thema Finanzieller Corona-Ausgleich Förderverein Freibad "Wölfle" Zuordnung im Haushaltsplan Seite im HH-Plan Teilhaushalt 299 5200 Bäder Ergebnishaushalt: Produktbereich | Produktgruppe | Schlüsselposition Finanzhaushalt: Investive Maßnahme 7.520002 Änderungen und neue Mittelanmeldungen Art 2022 2023 2024 2025 2026 Stellenschaffung/-reduzierung Erhöhung/Reduzierung Erträge, Aufwendungen, Ein- oder Auszahlungen Auszahl. f. Baumaßnahmen 25.000 Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Bitte aus Liste auswählen Sperrvermerk Verpflichtungsermächtigung davon zahlungswirksam in Sonstige Änderungen Konzeption, Ziele, Maßnahmen, Kennzahlen s. Hinweis - F1-Taste ! DOPPELHAUSHALT 2022/2023 Finanzieller Corona-Ausgleich Förderverein Freibad "Wölfle" Seite - 2 Weitere Angaben bei Leistungen an Zuschussempfänger Förderverein Freibad Wolfartsweier e.V. Sachverhalt | Begründung In der Ortschaftsratssitzung am 12. Oktober 2021 hat der Förderverein des Freibads „Wölfe“ über die beiden vergangenen Freibad-Saisonen berichtet. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte in beiden Jahren das Schwimmbad nur über einen verkürzten Zeitraum und mit reduzierter Besucher*innenkapazität geöffnet werden. Darüber hinaus konnte keine Vermietung der Freibadfläche für Firmen- und Privatveranstaltungen erfolgen. Die daraus entstanden Einnahmeverluste belaufen sich auf ca. 25.000 €. Dem gegenüber steht ein Aufwendungsbedarf von ca. 44.500 € der sich wie folgt gliedert: Reparatur Elektrolyseanlage: ca. 10.000 € Reparatur Flockungsanlage: ca. 3.000 € Ersatzbeschaffung Schaltschrank: ca. 30.000 € Ersatzbeschaffung Pumpe: ca. 1.500 € Alle Aufwendungen sind für das Jahr 2023 geplant und zwingend notwendig um den Schwimmbadbetrieb aufrecht zu erhalten. Der Förderverein Freibad „Wöfle“ kann ca. 20.000 € der geplanten Instandhaltungskos- ten aus Rücklagen decken. Folglich ist ein Ausgleich der Mindereinnahmen aus den Badesaisons 2020/2021 zwingend notwendig um alle Reparaturarbeiten ausführen zu können. Da die Information über die Mindereinnahmen erst nach Erstellungsfrist für den Haushaltsentwurf an die Orts- verwaltung herangetragen wurde, ist eine Aufnahme in den Haushaltsplan nur über einen Änderungsantrag an den Gemeinderat möglich. Unterzeichnet von: Ortsvorsteher Dr. Anton Huber
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HAUSHALT 2022/2023 STELLUNGNAHME zu Antrag 143 a-b CDU-Gemeinderatsfraktion Die Linke-Gemeinderatsfraktion SPD-Gemeinderatsfraktion FW|FÜR-Gemeinderatsfraktion KAL-Die Partei-Gemeinderatsfraktion Ortschaftsrat Wolfartsweier FDP-Gemeinderatsfraktion --- Seite HH-Plan Produktgruppe Kontierungsobjekt Plankonto/FiPo 295 4240-520 Aufwand (in Euro) 2022 2023 2024 2025 2026 25.000 25.000 Bitte auswählen ! 2022 2023 2024 2025 2026 25.000 Euro für das Freibad Wolfartsweier Auf Grund der aktuellen Finanzlage und erwarteten finanziellen Entwicklung kann eine Ausweitung der Aufwendungen und Zuschüsse im Bereich der freiwilligen Leistungen im Doppelhaushalt 2022/2023 aus Sicht der Verwaltung nicht erfolgen. Da der Förderverein in der Vergangenheit nicht gänzlich ohne inves- tive Zuschüsse auskam und um das ehrenamtliche Engagement des Fördervereines beim Betrieb des "Wölfle" im Sinne einer ganzheitlichen Karlsruher Bäderlandschaft zu erhalten, empfiehlt die Verwaltung bei außerordentlichen, größeren Aufwendungen/Investitionen zu gegebener Zeit im Bäderausschuss über die Maßnahmen und die erforderlichen Zuschüsse zu beschließen. Aufgrund der eingefrorenen Mittel für die Bauunterhaltung der Bäder ist die frühzeitige Einbindung der Bäderbetriebe für die Koordinierung der Finanzierung erforderlich. Die Verwaltung empfiehlt daher, den Antrag abzulehnen.
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Auszug Protokoll Haushaltsberatungen 07./08.12.2021 Teilhaushalt 5200 (Anträge 142 und 143) Wir steigen ein auf der Seite 291. Wir sind jetzt im Teilhaushalt Bäder. Auf der Seite 291 will ich Ihnen einfach mitteilen, dass hier über die Veränderungsliste ein Deckungsvermerk ein- gebaut wurde, nämlich, dass das Sachkostenbudget und das Transferkostenbudget gegensei- tig deckungsfähig werden im Doppelhaushalt. Damit kann man mit diesen verschiedenen Finanzpositionen etwas flexibler agieren. Und auf der Seite 294 findet sich der Sparbeitrag der Bäderbetriebe. Wir haben ja allen städ- tischen Gesellschaften einen gewissen Sparbeitrag abgefordert noch mal zusätzlich und das ist jetzt hier konkret in den Zahlen wiedergegeben. Antrag 142 (Seite 294): Wassertemperatur der Bäder um ein Grad absenken (FW|FÜR) Stadtrat Wenzel (FW|FÜR): Wir wissen ja, dass die Bäder sehr viel tun. Und unsere Bäder sind in Karlsruhe ein Erfolgsrezept. Aber wir kennen ja den berühmten Spruch im Vorfeld der Bundestagswahl, die günstigste Kilowattstunde ist die, die man nicht verbraucht. Ein Rat, den wir Bürger bekommen haben von einer sehr gut aussehenden Politikerin, meist im roten Kleid. Und das war auch der Grundgedanke, denn wir haben Erfahrungen in anderen Städ- ten, das haben wir auch in unserem Antrag ausgeführt, dass man da, wo man keine Fern- wärme hat, durch die Absenkung der Wassertemperaturen nicht nur was für die Gesundheit tun kann, sondern auch etwas für den Energieverbrauch. Von der Antwort der Verwaltung sind wir ein bisschen enttäuscht. Für einen wirtschaftlichen Betrieb sind die Wassertempera- turen von großer Bedeutung, ich hätte mir auch ein Gegenüberstellen gewünscht, was eine Absenkung an Energie gekostet hätte. Das war der Grund unseres Anliegens. Und wenn wir uns alle an unsere Jugend erinnern, da gab es keine beheizten Bäder und wir sind alle groß geworden. Der Vorsitzende: Ich weiß nicht, wann Sie groß geworden sind, Herr Wenzel, aber ich kenne durchaus beheizte Hallenbäder, seitdem ich schwimmen kann. Vielleicht lag es auch daran, wo Sie groß geworden sind, das weiß ich natürlich nicht. Stadträtin Anlauf (GRÜNE): Wir schließen uns der Verwaltung an und vertrauen dem Herrn Sternnagel als Chef da auch absolut, dass er optimal die Kundenwünsche und die Wirtschaft- lichkeit austariert. Stadträtin Wiedemann (CDU): Im ersten Moment dachte ich, ja, ist ein guter Vorschlag und dann habe ich mich aber erkundigt, in welcher Höhe sich die Wassertemperaturen in den Karlsruher Bädern befinden. Weil, ich habe mit Schrecken an meine Jugend gedacht und an das Vierordtbad, das Hallenbad, das war für mich eine Tortur, da ins Wasser zu gehen, ich habe nämlich immer einen Kälteschock bekommen. Und dann habe ich gehört, dass sich in den Sportbecken in den Freibädern die Wassertemperatur zwischen 25 bis 26 Grad befindet und der Standard ist zwischen 26 und 27 Grad. Für mich persönlich ist das zu kalt. Und des- wegen denke ich, nachdem ich gehört habe, dass es wirklich keine große, keine signifikante Ersparnis sein wird, wenn man die Temperatur senkt, dafür würden aber viele Badebesucher vielleicht nicht mehr kommen, dass sich das aufhebt. Und daher lehnen wir den gutgemein- ten Antrag ab. Stadträtin Moser (SPD): Die Wassertemperatur in einem Hallenbad empfindet jeder anders. Dem einen ist es zu warm, der möchte absenken, dem anderen ist es zu kalt, der möchte wieder aufsatteln. Wir vertrauen auf jeden Fall den Bäderbetrieben und möchten die Tem- peratur so lassen, wie sie ist. Das hat auch was mit Wirtschaftlichkeit zu tun. Weil, wenn das zu kalt ist, kommen die Leute nicht mehr ins Bad, außerdem, Babys und ältere Menschen empfinden das noch mal ganz anders. Stadtrat Jooß (FDP): Ich erinnere mich auch noch an das Vierordtbad, Schulschwimmen, wir sind sogar in der Pause bei den Haushaltsberatungen hier ins Vierordtbad zum Schwimmen gegangen. Aber da war die Temperatur schon wesentlich höher und war sehr angenehm. Man muss wirklich unterscheiden zwischen Nachfrage und Angebot. Und das Angebot muss mit der Nachfrage natürlich übereinstimmen, das ist ganz wesentlich. Und ich denke, mit dieser Temperatur sind wir da im Lot und deswegen stimmen wir der Vorlage zu. Bürgermeister Lenz: Wir haben uns noch mal intensiv überhaupt mit der Wirtschaftlichkeit in Sparzwangzeiten auseinandergesetzt, der Kollege Sternnagel, Herr Abbas und ich, am Frei- tag und am Montagmorgen noch mal. Und ich sage Ihnen auch ganz offen, was wir geprüft haben. Würde es etwas bringen, wenn wir drei Bäder jetzt schließen würden und diejenigen, die am wirtschaftlichsten sind - Sie kennen sie alle, Vierordtbad, Fächerbad und Europabad - nur die offenlassen. Und genau das ist die gleiche Argumentation, warum wir das nicht tun, Herr Stadtrat Wenzel, warum wir auch nicht um ein Grad absenken, weil, Sie müssen mal den Blick auf die Kundensicht, so wie es eben debattiert wurde, nehmen. Nehmen Sie zum Beispiel das Sonnenbad, unsere Kundinnen und Kunden sind tatsächlich so sensibel, dass da ein Grad schon zu Beschwerden führen, ob ihr es glaubt oder nicht. Und jetzt kommt die gute Nachricht, aber auch gleichzeitig der Aufruf, es ist so, dass die Besucher*innenzahlen in Neureut, in Durlach und wo auch immer dann letztendlich so gut sind, dass wir auf keinen Fall aus wirtschaftlichen oder Spargründen ein Bad schließen würden, weil es eben an der Stelle gut läuft, den Umständen entsprechend. Aber ich rufe natürlich auch dazu auf, es nützen politische Lippenbekenntnisse nichts für unsere einzelnen Hallenbäder, es wird mit den Füßen oder mit den Schwimmflügeln abge- stimmt sozusagen. Und deswegen rufe ich dazu auf, nutzen Sie jetzt auch die Bäder aus den bekannten Gründen, die Sie eben auch gesagt haben, Gesundheit etc. pp. Und Herr Stadtrat Wenzel, es tut mir leid, es bringt leider nichts, dieses Grad hätte mir auch gut gefallen, aber es ist so. Stadtrat Wenzel (FW|FÜR): Sie haben uns überzeugt, eine Abstimmung macht in diesem Fall keinen Sinn. Es war der gute Gedanke. Aber wir haben ja den nächsten Antrag und da werden Sie auch sehen, dass wir Freie Wähler ganz klar zu unseren Bädern stehen. Der Vorsitzende: Trotzdem ist natürlich das Anliegen richtig, dass man sich über den Ener- gieverbrauch unserer Bäderbetriebe Gedanken macht. Und ich denke, ein solcher Vorstoß kann ja im einen oder anderen Bad vielleicht auch funktionieren. Insofern würde ich einfach empfehlen, noch mal gegebenenfalls im Aufsichtsrat sich die entsprechenden Informationen von den Fachleuten zu holen, kann man ja über Anfragen machen und dann es einfach mal miteinander diskutieren. Dann kommt es nicht so ganz überraschend und es wird am Ende noch etwas Gutes daraus. Anträge 143 a und b (Seite 295): 25.000 Euro für der Freibad Wolfartsweier (interfraktio- neller Antrag und Antrag aus dem Ortschaftsrat Wolfartsweier) Stadträtin Moser (SPD): Aufgrund unserer Sprechzeit werde ich das nur kurz begründen, den Antrag. Seit 2002 wird das Freibad Wölfle, wie es genannt wird, in Wolfartsweier vom För- derverein Wolfartsweier betrieben. Der regelmäßige Zuschuss beläuft sich seitdem auf ma- ximal 25.000 Euro, dieser sogenannte Doppeleuro. Das heißt, für dieses Geld, das die Stadt zuschießt, muss der Förderverein die entsprechenden Mittel aufbringen. Der Verein finan- ziert sich neben dem städtischen Zuschuss auch von vielen Spenden und Sponsoren, das reicht aber für größere Sanierungen oder Instandhaltungen nicht. Deswegen beantragen wir für die Planungssicherheit des Fördervereins - der übrigens sehr aktiv ist, viele von uns wa- ren schon dort und wir können immer wieder in den BNN lesen, was alles angeboten wird - 25.000 Euro regelmäßig aufzunehmen in den Haushalt des Bäderetats unter dem Titel Repa- raturen und Instandhaltung. Dieses bedeutet keine zusätzlichen Aufwendungen, wie in der Verwaltungsvorlage aufgeführt. Und wir bitten, das auch mit Sperrvermerk zu vermerken, damit die Mittel, wenn sie nicht gebraucht werden, wieder im Bäderetat bleiben können. Stadtrat Bauer (GRÜNE): Das Freibad in Wolfahrtsweier, Wölfle, ist mehr als nur ein Freibad, sondern stärkt den Zusammenhalt und die Begegnung im Ort, fördert die Bewegung von Menschen und bietet für Kinder und Jugendliche in Wolfahrtsweier im Sommer einen wich- tigen Aufenthaltsort. Gerade durch Reparaturen und Instandhaltungen können unvorherge- sehene Kosten entstehen, die den Bestand des Bades gefährden können. Der gerade vergan- gene Sommer war nicht nur durch die Corona-Krise geprägt, sondern für die Freibäder mehr durch Regen und Bewölkung. Dieses hat die Zahl der Besucher*innen besonders sinken las- sen. Daher können wir die Argumentation der Ortsverwaltung und des Ortschaftsrates nicht ganz nachvollziehen, da dieses Risiko zum regulären Geschäft gehört. Reparaturen und In- standhaltungen stellen jedoch außergewöhnlich hohe und manchmal unerwartete Posten dar, deren Übernahme wir, wie bei Bedarf, wie im interfraktionellen Antrag gefordert, mit 25.000 Euro und Sperrvermerk unterstützen. Stadtrat Hofmann (CDU): Ich kann es eigentlich relativ kurz machen, ich denke, das Wölfle ist ein gelebtes Beispiel für ehrenamtliches Engagement. Und es ist auch eines der Bäder, die wirklich mit am wirtschaftlichsten für uns sind, weil eben dieses Ehrenamt dort so stark ist. Und wir waren jetzt mehrfach dort und haben das wirklich festgestellt. Ich denke, das ist auch mal wieder ein Zeichen, das wir hier setzen müssen, dass eben diese 25.000 Euro mit einem Sperrvermerk, wenn sie benötigt werden sollten, eben dann auch dafür gebraucht werden können. Von daher denke ich, ist es wirklich ganz wichtig, ein Zeichen nach außen zu setzen. Von daher unterstützen wir das. Stadtrat Jooß (FDP): Genau das ist es, das ist ehrenamtliches Engagement in Wolfartsweier. Wir als FDP wollen das Ehrenamt bewusst fördern, da dort Mittel eingebracht werden. Diese 1 : 1-Regelung, ein Euro : ein Euro, hat übrigens die OB von Baden-Baden als Finanzministe- rin damals schon eingebracht, die sollen sich beteiligen mit einem Euro und wir geben einen Euro dazu. Das System halten wir für wertvoll und richtig. Außerdem Reparaturen, mir wur- de mal gesagt, wenn irgendwo was reinregnet und was dringend ist, muss die Stadt eben doch irgendwann einspringen und das sehen wir beim Wölfle genauso. Wir stimmen deswe- gen dem Antrag gerne zu. Stadtrat Wenzel (FW|FÜR): In die gleiche Kerbe schlage ich natürlich auch als Mitunterstüt- zer dieses Antrages. Was wäre, wenn wir das Wölfle nicht unterstützen, es würde zeigen, dass wir nicht das bürgerliche Engagement unterstützen würden und das wäre ein falsches Zeichen. Der Vorsitzende: Und jetzt in seiner Rolle als Ortsvorsteher Herr Stadtrat Dr. Huber. Stadtrat Huber (SPD): Ich habe mich jetzt symbolisch mal auf die Ortsvorsteherbank gesetzt, damit die Zeit nicht von unserer Fraktion abgeht. Es hat ja gestern nicht so gut funktioniert, aber ich meine es wirklich sehr ernst. Ich möchte noch zwei, drei Sachen ergänzen zu den bereits gesagten Sachen. Einerseits möchte ich mich bedanken für diese große Unterstüt- zung, die sich ja jetzt schon abzeichnet. Ich möchte mich vor allem aber auch bedanken beim Dezernat 3, bei den Bäderbetrieben, bei Faris Abbas natürlich auch, ganz besonders bei Mar- tin Lenz. Weil, es stimmt schon, was in dieser Vorlage, in der Stellungnahme steht, wir haben in den letzten Jahren immer, wenn der Schuh gedrückt hat, Unterstützung bekommen. Und ich bin mir auch sicher, dass sich das nicht geändert hätte. Die Idee ist einfach nur, des An- trages, dass vor allem der Förderverein, der sich ja wirklich ausschließlich aus Ehrenamtli- chen zusammensetzt, noch mal eine größere Sicherheit hat, zu wissen, da ist auch wirklich Geld da, wir müssen nicht jedes Mal die Ochsentour durch die Verwaltung machen und tau- sende Gespräche führen, gefühlt. Also, so fühlt sich das für den Förderverein an, durch den Bäderausschuss durch und all diese Sachen, bis dann am Ende des Tages eine Zusage kommt. Das ist einfach ein Gefühl von mehr Sicherheit. Wir müssen ein bisschen aufpassen, der Antrag des Ortschaftsrates begehrt eigentlich was anderes. Es geht zwar auch um 25.000 Euro. Aber da begehren wir einen Einmalzuschuss zum Ausgleich für Corona-Verluste. Ich habe mit dem Ortschaftsrat gesprochen. Wenn der interfraktionelle Antrag angenommen wird, wovon ich jetzt einfach mal ausgehe, ziehen wir unseren Antrag zurück und würden dann einfach im ersten Jahr diese 25.000 Euro auf jeden Fall schon mal abrufen. Das zur Erklärung. Der Vorsitzende: Wir kommen in die Abarbeitung. Ich würde dann, da Sie ja auch auf den Unterschied hingewiesen haben, jetzt erst mal den interfraktionellen Antrag hier zur Ab- stimmung stellen. Ich habe das so verstanden, dass 25.000 Euro grundsätzlich zur Verfügung gestellt werden, aber mit einem Sperrvermerk versehen und dann in Abstimmung mit Ihnen jeweils abgerufen werden können für anstehende Reparaturen, was weiß ich alles, was da ansteht. Das heißt, Sie werden trotzdem, Herr Ortsvorsteher, eine Ochsentour durch die Ausschüsse haben, das wird nicht leichter. Aber zumindest mal gibt es einen reservierten Betrag, der dafür theoretisch vorgesehen ist. Ich habe auch verstanden, dass das aus dem Gesamtbudget bereitgestellt werden soll und nicht on top gesetzt. Sollte das irgendwann im Laufe der Zeit doch zu Schwierigkeiten führen, müssten wir halt noch mal drüber reden. Aber es ist ja doch ein überschaubarer Betrag. So habe ich das verstanden. Dann können wir in die Abstimmung gehen und ich bitte um Ihr Votum. - Na so was, okay. Einstimmig angenommen. Das ist noch mal als positives Zeichen zum Thema Ehrenamt, wenn ich mir das erlauben darf an dieser Stelle zu sagen. Damit hat sich der Antrag aus dem Ortschaftsrat nicht erledigt, aber er ist damit zurückgezogen. Wir können damit den Bereich der Bäder verlassen.