Flächenphotovoltaik-Anlage auf der alten Deponie Grötzingen
| Vorlage: | 2021/1348 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 08.11.2021 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Grötzingen |
| Erwähnte Stadtteile: | Grötzingen |
Beratungen
- Ortschaftsrat Grötzingen (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 17.11.2021
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Flächenphotovoltaik-Anlage auf der alten Deponie Grötzingen Ortschaftsrat Grötzingen Vorlage Nr.: 210 Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Grötzingen 17.11.2021 4 ☒ ☐ Die alte Deponie in Grötzingen bietet die Möglichkeit einer Flächenphotovoltaik-Anlage. Diese könnte in Verbindung mit einem Speichermodul die Energiewende in Karlsruhe voranbringen und die Bemühungen von Stadt und Land hinsichtlich der Klimaneutralität unterstützen. Dafür müsste geprüft werden, inwiefern eine solche Anlage an das bestehende Stromnetz angeschlossen werden kann. Eine Finanzierung könnte über eine bestehende BEG (Bürgerenergie Genossenschaft) geleistet werden, auf diese Weise ist eine Partizipation der Bürgerinnen und Bürger möglich. Seitens des KIT / ITAS könnte die Effizienz der Anlage mit dem Stromspeicher wissenschaftlich begleitet werden, um weitere wichtige Erkenntnisse zur Speichertechnik zu gewinnen. Das benachbarte Fraunhofer-Institut plant ebenfalls eine Flächenphotovoltaik-Anlage auf seinem Gelände mit einem Speicher als Forschungsprojekt. Hier könnten sich wertvolle Synergieeffekte ergeben. Zum Beispiel könnte sich die Anbindung einer Flächenphotovoltaik-Anlage an das Stromnetz von dem Gelände der ehemaligen Deponie über das Fraunhofer-Institut ggf. technisch und finanziell leichter umsetzen lassen, wenn diese im Rahmen eines Forschungsprojektes des Instituts verlegt werden würde. Wir beantragen: Die Ortsverwaltung beantragt eine Prüfung, ob das Gelände der alten Deponie für eine Flächenphotovoltaik- Anlage geeignet ist. Die Prüfung soll alle dafür erforderlichen Grundlagen, wie z.B. die Eignung der Fläche, ein Umweltgutachten, den Anschluss an das Stromnetz und die Möglichkeit eines damit kombinierten Stromspeichers umfassen. Im zweiten Schritt kann dann die Finanzierung über eine BEG und/oder Fördermittel geprüft werden, um die Anlage zu realisieren. Darüber hinaus nimmt die Ortsverwaltung mit den zuständigen Stellen des Fraunhofer Instituts Kontakt auf und spricht die Möglichkeiten einer Kooperation beider Projekte an. Antrag
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Extrahierter Text
Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Ortschaftsrat Grötzingen Vorlage Nr.: 210 Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: KEK Flächenphotovoltaik-Anlage auf der alten Deponie Grötzingen Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Grötzingen 17.11.2021 4 x Kurzfassung Derzeit prüft die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) die Eignung von Freiflächen auf Deponiestandorten für Photovoltaik, darunter auch den möglichen Standort der Altdeponie Grötzingen. Die Ergebnisse der Untersuchungen bilden die Grundlage für eine genauere Analyse und Priorisierung im Stadtkreis Karlsruhe federführend durch die KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH gemeinsam mit städtischen Dienststellen unter Einbindung der Stadtwerke. Nach einer Anfrage und ersten Stellungnahme des Abfallwirtschaftsbetriebes des Landkreises, der sich für das Rückbau- und Stilllegungs-Management des Standortes verantwortlich zeichnet, ist eine Nutzung für eine Freiflächenanlage derzeit ausgeschlossen. Die KEK wird gemeinsam mit der Energieagentur des Landkreises ein vertiefendes Gespräch mit dem Abfallbetrieb suchen. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☐ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☐ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☐ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Der Standort der Altdeponie scheint im Rahmen der Grobsondierung möglicher Freiflächen durch die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) auf Basis seiner Größe und Ausrichtung gute Voraussetzungen für eine PV-Freiflächenanlage zu bieten. Um die Randbedingungen für die Machbarkeit einer Anlage abzuschätzen, war der für die Betriebsführung der Altdeponie zuständige Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises Karlsruhe angeschrieben worden. Die ausführliche Stellungnahme des AWB weist auf mehrere Hindernisse hin. Dazu zählen u.a. die noch fehlende endgültige Oberflächenabdichtung, die erst in der Zukunft aufgebracht wird, die derzeitige Ausweisung von Explosionsschutzzonen in Folge von Methanausgasungen oder ein Wiederaufforstungsgebot auf dem Deponiekörper. Eine Freigabe des Deponiekörpers aus der Überwachung seitens des AWB sowie eine mögliche Umnutzung der Fläche kommen erst nach Ablauf von 30 Jahren in Frage. Insgesamt kommt der AWB zu der Schlussfolgerung, dass eine PV- Freiflächenanlage an diesem Standort technisch und rechtlich mit hohen Hürden verbunden wäre als auch wirtschaftlich nur schwer realisierbar sein dürfte. Auch wenn die genannten technischen Vorgaben erhebliche Hindernisse darstellen, schlägt die KEK vor, die Einzelaspekte gemeinsam mit der Energieagentur des Landkreises Karlsruhe (UEA) einer genaueren Analyse zu unterziehen. Es gibt durchaus Beispiele für Photovoltaikanlagen auf ehemaligen Deponien, bei denen ähnliche Hürden zu überwinden waren. Dazu zählt etwa die Deponie West, auf der die Stadtwerke vor rund 10 Jahren die größte Anlage ihrer drei Solarparks errichteten und eine Bürgerbeteiligungsanlage bis heute erfolgreich Strom aus erneuerbarer Energie in das öffentliche Netz einspeist. Um die Argumente des AWB genauer zu kennen, sind weitere Gespräche mit dem AWB unter Mitwirkung der Landkreisagentur angedacht, mit der die KEK diesbezüglich bereits Kontakt aufgenommen hat.