Projektverlängerungen
| Vorlage: | 2021/1289 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 26.10.2021 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Sozial- und Jugendbehörde |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach, Mühlburg |
Beratungen
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Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: BfI Projektverlängerungen: „supercraftproducts“, „Besser Deutsch Sprechen“, „Individuelle Unterstützung beim Deutschlernen“ Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Migrationsbeirat 10.11.2021 4 x Beschlussantrag Der Migrationsbeirat stimmt der Vorlage zu und empfiehlt für 2021, 2022 und 2023, im Rahmen der Förderrichtlinien zur Förderung von Migrantenvereinen, die weitere finanzielle Förderung der folgenden Projekte: - „supercraftproducts“ des Jubez - „Besser Deutsch Sprechen“ von Isis Chi Gambatte - „Individuelle Unterstützung beim Deutschlernen“ des AWO Kreisverband Karlsruhe-Stadt e.V. Die Finanzierung erfolgt vorbehaltlich der Bereitstellung von Mitteln für den Integrationsfond im Doppelhaushalt 2022/23 (freiwillige Aufgabe) durch den Gemeinderat, im Rahmen der Haushaltsberatungen. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☒ Nein ☐ 2021: 18.000 € 2022: 16.600 € 2023: 16.600 € 2021: 18.000 € 2022: 16.600 € 2023: 16.600 € Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☒ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Soziale Stadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – In den Migrationsbeiratssitzungen der vergangenen Jahre wurde die finanzielle Förderung der Projekte „supercraftproducts“, „Besser Deutsch Sprechen“ sowie „Individuelle Unterstützung beim Deutschlernen“ empfohlen. Die Förderung soll um weitere 24 bzw. 12 Monate verlängert werden: Projekt Träger Laufzeit Zuschuss geplant Fördertopf Supercraftproducts Besser Deutsch Sprechen Jubez Isis Chi Gambatté 01.01.2022 – 31.12.2023 01.12.2021- 30.11.2022 33.200 € 8.000 € Integrations- und Flüchtlingsfonds 2022/23 Sprachförderangebote (VwV Deutsch) Individuelle Unterstützung beim Deutschlernen AWO Kreisverband Karlsruhe-Stadt e.V 01.12.2021- 30.11.2022 10.000 € Sprachförderangebote (VwV Deutsch) Summe 51.200 € Die Projekte werden im Weiteren mit Erfahrungsberichten aus der letzten Förderperiode sowie aktuellen Entwicklungen vorgestellt. 1. Supercraftproducts Das Projekt Supercraftproducts des jubez läuft seit 01.09.2016. Das Projekt wurde bereits in 2016/2017 mit 7.457 Euro und in 2018 mit 11.160 Euro und in 2019/2020 mit 18.860 Euro von der Stadt bezuschusst. Aufgrund nicht-ausgegebener Mittel in der Corona-Pandemie wurde der letzte Projektzeitraum um 12 Monate bis 31.12.2021 verlängert. Aktuell wurde beantragt, das Projekt vom 01.01.2022 bis 31.12.2023 mit einem Zuschuss in Höhe von insgesamt 34.192 Euro fortzusetzen. Das Projekt richtete sich ursprünglich an geflüchtete Jugendliche sowie junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund aus Karlsruhe, die an der Schwelle zum Berufsleben stehen. Das Projekt startete mit acht Teilnehmern. Seit 2019 kooperiert das Projekt mit der Gewerbeschule Durlach, wodurch ausschließlich die Schüler*innen der VABO-Klassen und der VABR3 Klassen am Projekt teilnehmen. Die Anzahl der Teilnehmer hat sich dadurch auf 15-20 Teilnehmer im Alter von 14-27 Jahren in 2019/2020 erhöht. Im Jahr 2021 nahmen 26 Jugendliche am Projekt teil. Durch das vielseitige Angebot in den professionell ausgestatteten Jubez-Werkstätten (Holz, Textil und Kunstatelier) bekommen die Jugendlichen mit dem Projekt eine wichtige Hilfestellung, um beim Übergang zwischen Schule und Beruf speziell für handwerkliche Berufe eine bessere Orientierung zu erhalten. Aber auch andere wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen wie Spracherwerb, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten oder Teamarbeit sind wesentliche Bereiche, die durch das Projekt gestärkt werden. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung einer Produktdesignlinie (eigene Produktmarke mit vielseitigen Produkten) in den drei Werkstätten (Holz, Keramik und Kunstatelier) des jubez. Dabei werden alle Bereiche eines Produktionsprozesses (Entwicklung – Design – Produktion – Vermarktung – Verkauf) aktiv mitgestaltet und gesteuert. Die Vermittlung von handwerklichen und kaufmännischen Fähigkeiten, der Ausbau von sprachlichen Kompetenzen sowie eine praxisnahe Berufsorientierung stehen hierbei im Vordergrund. Nebenbei werden beim interkulturellen Austausch mit anderen Teilnehmern und den Projektmitarbeitenden die „Soft Skills“ gefördert. Bereits 2017, 2018 und 2019 hat das Projekt mit dem „Jubezmade-Designmarkt“ eine Plattform bekommen, um es der Öffentlichkeit zu präsentieren und die realisierten Produkte zum Verkauf – 3 – anzubieten. Auch 2022 und 2023 werden die „Supercraftproducts“ auf einem Stand beim Jubezmademarkt präsentiert, insofern die pandemische Lage dies zulässt. Neuerungen ab 2022: - Gastronomie Gruppe, in Verbindung mit dem frisch eröffnetem Café Soli. - Die Materialkosten im Café (für Gastrogruppe) beinhalten Lebensmittel und Gewürze, die eingekauft werden um Gerichte aus verschiedenen Ländern kochen zu können für Alle, die am Projekt teilnehmen, und auch weitere Besucher*innen des Cafés (gegen eine Spende) um möglichst viel Austausch und Begegnung zu initiieren. Die weitere Finanzierung wird wie folgt beantragt: Kosten: 01.2022 – 12.2023 (24 Monate) Sachkosten: Betriebskosten (Holz-, Keramikwerkstatt, Atelier, Café) 5.251,68 Euro (Jubez) Materialkosten Holzwerkstatt 4.000,00 Euro (BfI) Materialkosten Keramikwerkstatt 2.000,00 Euro (BfI) Materialkosten Atelier 2.000,00 Euro (BfI) Materialkosten Café 2.000,00 Euro (BfI) Summe Sachkosten 15.251,68 Euro Personalkosten inkl. Honorarkräfte 52.416,00 Euro (Jubez/BFI) Gesamtsumme 67.667,68 Euro Finanzierung: Eigenanteil 33.475,68 Euro (49 % der Projektkosten) Beantragter Städtischer Zuschuss 34.192,00 Euro (51% der Projektkosten) Geplanter Städtischer Zuschuss 33.200,00 Euro (49 % der Projektkosen) (jeweils 16.600 € in 2022 und 2023) Für 2022 und 2023 ist eine Antragstellung auf zusätzliche Förderung beim Landesjugendplan geplant. Im Falle einer Förderung durch den Landesjugendplan reduziert sich der städtische Förderbetrag entsprechend. Das Büro für Integration befürwortet die weitere Fortsetzung der Förderung. Das Projekt ermöglicht eine praxisnahe Berufsorientierung in handwerklichen Berufen. Damit gibt es eine wichtige Hilfestellung beim Übergang Schule-Beruf. Im Projekt erhalten die Jugendlichen durch die Einbindung in den gesamten Produktionsprozess ein realistisches Bild hinsichtlich der Anforderungen der Arbeits- und Wirtschaftswelt. Die Kooperation mit der VABO-Klasse der Gewerbeschule Durlach wird grundsätzlich begrüßt. Allerdings ist der Projektträger aufgefordert sich auch mit anderen Projekten zu vernetzen, um weitere Teilnehmer am Übergang Schule-Beruf zu akquirieren (SCHEFF, COLA TAXI OKAY, Perspektive now). Die Materialkosten für das Café werden nur zu 50 % als förderfähig anerkannt. Speisen und Getränke können zum Selbstkostenpreis bzw. gegen Spenden abgegeben werden. 2. Besser Deutsch Sprechen Das Projekt „Besser Deutsch Sprechen“ hat zum 1. November 2015 begonnen und wurde von 1. November 2017 bis 31. Oktober 2018 und anschließend vom 1. Dezember 2020 bis 30. November 2021 verlängert. Die Verlängerung des Projektes wird nun ab 01. Dezember 2021 bis 30. November 2022 (Laufzeit 12 Monate) beantragt. „Besser Deutsch Sprechen“ richtet sich an Teilnehmende unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters. Es sollen sowohl Teilnehmende angesprochen werden, die bereits am Integrationskurs – 4 – teilgenommen haben, als auch diese, die keinen Anspruch auf einen Integrationskurs haben. Der Kurs ist als fortlaufendes Format gedacht, so dass Jede und Jeder, die oder der teilnehmen möchte, jederzeit einsteigen kann. Der Kurs verfolgt das Ziel der Integration durch Sprache und Kultur. Die Teilnehmenden werden durch intensives sprecherzieherisches Training darin geschult, die deutsche Sprache besser zu artikulieren. Der Fokus auf die Aussprache ermöglicht es den Teilnehmenden, die deutsche Sprache besser zu erfassen und sowohl aktiv, als auch passiv zu begreifen. Durch einen spielerischen Ansatz wird es den Teilnehmenden ermöglicht, sich die deutsche Sprache auf ganz individuelle, künstlerische Weise zu eigen zu machen. Mit Hilfe von Videoaufzeichnungen wird zusätzlich die Selbst- und Fremdwahrnehmung geschult. Ihre aktiven Sprachkenntnisse und ihr Sprachvermögen werden verbessert, so dass Situationen wie beispielsweise ein Bewerbungsgespräch oder ein Telefonat besser gelingen. Darüber hinaus fördert das intensive Atem- und Sprechtraining das Selbstbewusstsein im Sinne eines Self-Empowerments, was den Teilnehmenden insbesondere im Erwerbsleben zu Gute kommt. Für die Projektträgerin als Selbständige, im Gegensatz zu einem eingetragenen Verein, ist es nicht möglich, auf andere Fördermöglichkeiten (z.B. vom Bund oder Land) zurückzugreifen. Durch diese Selbständigkeit kann die Projektträgerin allerdings auch sehr schnell und äußerst flexibel auf sich verändernde Umstände oder Rahmenbedingungen reagieren (z.B. Nutzung von eigenen Räumen, Reduzierung der Fördersumme, usw.). Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Unterricht im letzten Bewilligungszeitraum als Online Format durchgeführt. Als es sich herausstellte, dass nicht alle Teilnehmenden über geeignete technische Geräte verfügen, um am Online-Unterricht teilzunehmen, wurden die Online-Stunden eingestellt und das restliche Stundenkontingent als Einzelunterricht durchgeführt. Am Programm teilgenommen haben 24 Personen, davon 12 Frauen und 12 Männer. Die Altersspanne der Teilnehmenden reicht von 16 bis 76 Jahren. Der Prozentanteil von Migranten lag bei etwa 95%, der Prozentanteil von Teilnehmenden mit Deutscher Herkunft lag bei etwa 5%. Das verbesserte Sprachvermögen und gestärkte Selbstvertrauen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhöht die Chancen am Arbeitsmarkt und trägt zur sozialen und beruflichen Integration bei. Die Projektträgerin hat ihr Netzwerk weiter ausgebaut und sich unter anderem mit dem Jobcenter Karlsruhe, Flüchtlingsberatungsstellen und Integrationskursanbietern vernetzt. Die Zusammenarbeit mit der AWO Karlsruhe als Träger von Elterntreffs und mit dem Bürgerzentrum Mühlburg als Anbieter der Räumlichkeiten funktioniert nach wie vor sehr gut. Das Projektziel wurde in allen Punkten vollumfänglich erreicht: Sämtliche teilnehmenden Personen sprechen besser Deutsch, konnten ihre aktiven und passiven Sprachfähigkeiten deutlich verbessern und haben mehr Mut, deutsch zu sprechen. Sie sind selbstbewusster, sprechfreudiger und wortgewandter. Ihr Wortschatz wurde bereichert und ihr Interesse für die deutsche Sprache wurde geweckt oder vertieft. Im neu beantragten Zeitraum sollen bis zu 30 Teilnehmende im Projekt gefördert werden. Zu Beginn erfolgt eine Einzelberatung, so dass es leichter möglich ist, auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmenden einzugehen. Das Training in der Gruppe kann, je nach Veränderung der Pandemie-Situation auch Online stattfinden. Zum Projektende ist eine Lesung von Gedichten vor Publikum geplant, wenn die Corona- Situation dies zulässt. Ein weiter Ausbau des Netzwerkes ist für die kommende Förderperiode angedacht. Die Finanzierung wird wie folgt beantragt: Kosten: Personalkosten 9.780 € Sachkosten 4.040 € – 5 – Gesamtsumme 13.820 € Finanzierung: Eigenanteil 5.820 € (36% der Projektkosten) Beantragter Städtischer Zuschuss 8.000 € (64% der Projektkosten) Geplanter Städtischer Zuschuss 8.000 € Das Büro für Integration befürwortet die weitere Fortsetzung der Förderung. Das Projekt „Besser Deutsch Sprechen“ erfüllt die gestellten Erwartungen und schließt eine Lücke im bestehenden Angebot für Migrantinnen und Migranten. Gerade wegen der Einzigartigkeit des Projekts und seiner erfolgreichen Durchführung, sieht das Büro für Integration das Angebot als ein Zusatzangebot zu den gängigen Sprachkursen und nicht als eine Alternative hierzu. Deshalb soll das Projekt erhalten bleiben. Im Hinblick auf die Finanzsituation sind weiterhin 8.000 Euro als Zuschuss möglich. Das Projekt setzt Ziele des Karlsruher Integrationsplans um. Die integrationsfördernde Wirkung für die Teilnehmenden ist unmittelbar und offensichtlich. 3. Individuelle Unterstützung beim Deutschlernen Das Projekt richtet sich an Menschen mit Migrationshintergrund, die entweder aus unterschiedlichen Gründen (z. B. Schichtarbeit) keine Regel-Sprachkurse besuchen können oder trotz des Besuchs eines Sprachkurses beim Erlernen der deutschen Sprache massive Probleme aufweisen. Mit diesem äußerst niedrigschwelligen Angebot können auch Personen erreicht werden, die im Spracherwerbssystem durch alle anderen Raster fallen. Das Angebot soll den Teilnehmenden so eine Integration in das soziale und berufliche Leben ermöglichen. Das Projekt wird bereits seit 2020 gefördert und läuft sehr erfolgreich. Die Verlängerung soll dazu dienen, dass den Ehrenamtlichen weiterhin eine finanzielle Anerkennung zuteilwerden kann, zum anderen sollen durch die Wertschätzung ihres Engagements und durch die Bekanntmachung des Projekts mehr Ehrenamtliche auf dem hartumkämpften „Ehrenamtsmarkt“ erreicht und gewonnen werden. Hier besteht unter anderem eine gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschulen in Karlsruhe. Das Netzwerk an Hochschulen konnte hier von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe um drei weitere Hochschulen erweitert werden. Darüber hinaus fand eine umfangreiche Vernetzung zum Ideenaustausch und der Kooperation zu anderen Organisationen und sozialen Vereinen, auch über die Stadtgrenzen hinaus, statt. Das Unterstützungsangebot im Eins-zu-eins-Austausch, zum Erlernen der deutschen Sprache und der persönlichen Begleitung in der ersten Phase der Integration gibt den Teilnehmenden ein neues Selbstbewusstsein und „empowert“ sie. Der Erfolg des Projektes bestätigt sich durch die Ergebnisse von ehemaligen Teilnehmenden. Im Jahr 2021 konnten bislang sieben Teilnehmende einen Sprachkurs erfolgreich abschließen, fünf Teilnehmende fanden einen Arbeitsplatz, sechs Personen wurden während der Ausbildung oder bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz begleitet. Vierzehn Teilnehmende machten den Einstieg in einen Integrationskurs und zwei der Teilnehmenden starteten mit der Alphabetisierung. Bei komplexen Fragen erfolgt eine Weitervermittlung an die Expert*innen der Migrationsberatung oder andere Beratungsstellen. Das Projekt startete 2019 mit zehn Ehrenamtlichen und jeweils einem Teilnehmenden. Aktuell betreuen 28 Ehrenamtliche und 29 Teilnehmende aus Algerien, Palästina, Syrien, Brasilien, Indien, Ägypten, Eritrea, Afghanistan, Tunesien, Togo, der Ukraine, Venezuela und Kolumbien. – 6 – Für die kommenden Förderperiode ist ein Ausbau geplant, da die Kapazität die aktuelle Nachfrage nicht widerspiegelt. Fast täglich kommen Anfragen zum Projekt; um diesen gerecht zu werden, wurde eine Warteliste eingeführt. So ist eine schrittweise Steigerung der aktuell 28 Ehrenamtlichen und 29 Teilnehmenden auf 30 und später 38 Teilnehmende geplant. Die Finanzierung wird wie folgt beantragt: Kosten: Personalkosten 4.700 € Sachkosten 10.000 € Gesamtsumme 14.700 € Finanzierung: Eigenanteil 4.700 € (32% der Projektkosten) Beantragter Städtischer Zuschuss 10.000 € (68% der Projektkosten) Geplanter Städtischer Zuschuss 10.000 € Das Projekt „Individuelle Unterstützung beim Deutschlernen (IUD)“ wird vom Büro für Integration befürwortet. Die AWO Kreisverband Karlsruhe-Stadt e.V. ist ein geeigneter und verlässlicher Projektträger. Das zugrunde liegende Konzept wird bereits erfolgreich angewendet und ausgebaut, um der aktuellen Bedarfslage gerecht zu werden. Um das Engagement der Ehrenamtlich Lehrkräfte zu würdigen, lässt der Träger den Ehrenamtlichen eine Aufwandsentschädigung zukommen, um ihr Engagement zu würdigen und es sichtbar zu machen. Das BfI sieht die Besonderheit der Projektkonzeption in Form von Einzelförderung darin, dass durch die enge persönliche Beziehung zwischen Ehrenamtlichen und Teilnehmenden, zusätzlich zum sprachlichen Aspekt, sich auch ein menschlicher und sozialer Austausch entwickeln kann. Dies führt zu mehr Offenheit und Vertrauen, was wiederum den Teilnehmenden bei Bedarf und mit Unterstützung der Ehrenamtlichen und/oder der Projektleitung den Zugang zu den bestehenden sozialen Strukturen (Beratungsstellen etc.) ermöglicht. Das Projekt setzt Ziele des Karlsruher Integrationsplans um. Die integrationsfördernde Wirkung für die Teilnehmenden ist unmittelbar und offensichtlich.