Projekt Sonnendorf Grötzingen - Ortsverwaltung und Ortschaftsrat Grötzingen als Projektpartner
| Vorlage: | 2021/1120 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 20.09.2021 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Grötzingen |
| Erwähnte Stadtteile: | Grötzingen |
Beratungen
- Ortschaftsrat Grötzingen (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 29.09.2021
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 191 Verantwortlich: OV Grö Dienststelle: OV Grö Projekt Sonnendorf Grötzingen – Ortsverwaltung und Ortschaftsrat Grötzingen als Projektpartner Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Ortschaftsrat Grötzingen 29.09.2021 3 x Beschlussantrag (Kurzfassung) Die Ortsverwaltung und der Ortschaftsrat Grötzingen schließen sich dem Projekt „Sonnendorf Grötzingen“ als Projektpartner an, welches durch den Naturtreff Grötzingen als Impuls- und Ideengeber initiiert wurde. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☒ Nein ☐ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☒ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☒ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Grüne Stadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☐ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Projekt „Sonnendorf Grötzingen“ Der Naturtreff Grötzingen hat ein Projekt „Sonnendorf Grötzingen“ als Idee skizziert, welches als gemeinsames Projekt von Bürgerinnen und Bürgern, der Verwaltung, des Ortschaftsrates sowie regionalen Akteuren gedacht ist (siehe Anlage 1). Dieses Projekt wurde in einer öffentlichen Ausschusssitzung des Ortschaftsrates am 26. Juli 2021 vorgestellt und diskutiert. Das Projekt ist modular angelegt, wodurch die Projektideen angepasst und erweitert werden können. Ebenso ergänzt es das „Energiequartier Grötzingen“ der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) sowie die Bemühungen der Verwaltung auf dem Weg zur Klimaneutralität. Das Projekt hat folgende Ziele: 1. Energiewende aktiv voranbringen 2. Ein breites, zivilgesellschaftliches Engagement aktivieren 3. Förderung regionaler Wertschöpfung (durch Kooperation von lokalen Akteuren) Etliche einzelne Projektideen sind vorhanden, die auch schon begonnen wurden. Aufgaben / Leistungen der Projektpartner Die Aufgabe des Ortschaftsrates Grötzingen als Projektpartner ist es, notwendige politische Entscheidungen durch Beschlüsse aufgrund von Anträgen und Anfragen zu erreichen (z.B. Prüfung, ob die Altdeponie Grötzingen als freie Fläche für eine Photovoltaikanlage genutzt werden könnte). Die Ortsverwaltung als Projektpartnerin kann folgende Leistungen für das Projekt erbringen: • Öffentlichkeitsarbeit o Pressemitteilungen und -hinweise im Mitteilungsblatt Grötzingen Aktuell veröffentlichen o Flyer und Plakate verteilen und evtl. drucken o Hinweise in den digitalen Medien z.B. www.grötzingen.de, im Veranstaltungskalender der Stadt Karlsruhe oder Facebook veröffentlichen o Beteiligung bei Veranstaltungen: etwa jährlicher Klimatag Grötzingen • Infrastruktur o Kostenfreie Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten und öffentlichen Plätzen der Ortschaft für Besprechungen, Sitzungen und Veranstaltungen im Rahmen des Projektes einschließlich Technik und Hausmeisterleistungen • Vernetzung o Gespräche / Abstimmungen mit der Ortsvorsteherin als Unterstützung für Projektziele o Klärung von fachlichen Fragen durch die Stadtverwaltung. Insbesondere intensiver Austausch mit der KEK
-
Extrahierter Text
1 „Sonnendorf Grötzingen“ - Energiewende vor Ort! Projektansatz: Das Projekt „Sonnendorf Grötzingen“ ist als gemeinsames Projekt von Bürgerinnen und Bür- gern, der Verwaltung und regionalen Akteuren angedacht und ein Impuls des Naturtreffs Grötzingen. Die Bezeichnung „Sonnendorf“ bezieht sich auf die Förderung regenerativer Energien und Energieeffizienz für den Klimaschutz und steht damit nicht in Konkurrenz zur Bezeichnung „Malerdorf“. Das Projekt ist modular angelegt, d. h. es kann mit einzelnen Projektideen beginnen und dann erweitert oder angepasst werden. So bleibt die Anschlussfähigkeit an zukünftige Bege- benheiten erhalten. Das Projekt „Sonnendorf“ ergänzt Hand in Hand das Energiequartier Grötzingen der KEK so- wie die Bemühungen der Verwaltung auf dem Weg zur Klimaneutralität. Mit der Zeit können Kooperationen zu weiteren Akteuren angestrebt werden, z.B. zum KIT / ITAS im Rahmen eines Reallaboransatzes oder einer Bürgerenergiegenossenschaft. Ziele: 1. Energiewende aktiv voranbringen 2. Ein breites, zivilgesellschaftliches Engagement aktivieren 3. Förderung regionaler Wertschöpfung (durch Kooperation mit lokalen Akteuren wie Verwaltung, Handel, Gewerbe, ...) Projektideen: Die Projektideen werden zuerst kurz skizziert, ausführlichere Darstellungen bzw. Vorüberle- gungen schließen sich z.T. daran an. 2 1. Klimaschutz in der Grötzinger Öffentlichkeit Das Gelingen der Energiewende hat die größten Erfolgsaussichten, wenn sich möglichst viele gesellschaftliche Bereiche zusammenschließen und den dezentralen Ausbau aktueller und geeigneter Technologien zur klimaneutralen Energieerzeugung voranbringen. Hierfür soll in der Öffentlichkeit aktiv für Beteiligung geworben werden. Im Folgenden sind einige Ideen für die Umsetzung in Grötzingen zu finden, die selbstver- ständlich noch konkretisiert werden müssen. 1.1 Grötzinger Energiegespräche Regelmäßige offene Treffen im Ort zum freien Austausch und zur Vernetzung rund um die Themen Klima, Energie, Konsum, Mobilität. Denkbar sind auch Treffen mit thematischen Schwerpunkten, z.B. durch Vorträge. Die Grötzinger Energiegespräche können auch dem Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern zu den geplanten Maßnahmen der Gemeinde für die Energiewende dienen. 1.2 Multiplikatoren / Ansprechpersonen für Solartechnik und energetische Sanierun- gen Von Grötzingern für Grötzinger - einfacher, unkomplizierter Austausch „auf Augenhöhe“ un- tereinander - niederschwellig, motivierend: Solaranlagenbesitzer bzw. Besitzer von sanierten Häusern geben Tipps und Auskunft an Interessierte (Kombination mit Grötzinger Energiege- sprächen sind möglich) 1.3 Grötzinger Klimatage An einem (z.B. jährlich stattfindenden) Grötzinger Klimatag können sich alle lokalen Akteure wie z.B. Betriebe, Vereine, Schulen, Kirchen etc. beteiligen. Sie sollen der Information und dem Austausch zu Themen rund um den Klimaschutz dienen. Denkbar sind Mitmach-Aktio- nen, Infostände, Tauschmärkte etc. 1.4 Begleitende Projekte mit Schulen und Kitas Schulen und Kitas können über die Gründung einer Umwelt-AG oder die Beteiligung an Um- welt- und Klimaschutzprojekten einbezogen werden. Damit wird einerseits Bildung für Klima- und Umweltbewusstsein gefördert, andererseits wird auf diese Weise das Thema in die Fa- milien getragen. 3 2. Dezentrale Energiewende Jede Gemeinde ist aufgerufen, ihren Beitrag zum Klimaschutz voranzubringen. Neben den Bestrebungen der Stadt kann Grötzingen innovativ eigene Projekte umsetzen und davon pro- fitieren. Diese Initiative konzentriert sich im ersten Schritt zunächst auf den lokalen Ausbau von Photovoltaikanlagen und thermische Solaranlagen. Eine zukunftsfähige Energieversorgung macht eine dezentrale Vernetzung verschiedener Energieerzeugungstechniken notwendig. Solarthermie und Photovoltaik sollten durch Block- heizkraftwerke (BHKW) ergänzt werden. Überkapazitäten bei Strom- und Wärme müssen künftig in Speicher überführt werden (z.B. Wasserstoff- und Nahwärmespeicher), um zu ei- nem späteren Zeitpunkt wieder als Strom oder Wärme verfügbar zu sein. Solar erzeugter Strom kann in Grötzingen in diverse Speichersysteme (Einzelspeicher in Haushalten, Quartiersspeicher, E-Ladesäulen) fließen. Um Stromspitzen zu vermeiden, könn- ten Anreize geschaffen werden, Strom dann zu verbrauchen, wenn ein Überangebot herrscht. 2.1 Private Dächer Die Idee „Sonne auf die Dächer“ bewirbt aktiv Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger, Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen zu installieren. Bürgerinnen und Bürger können durch Artikel, Vorträge oder Informationsveranstaltungen dazu motiviert werden. Sollten die Finanzierung von Photovoltaikanlagen bzw. Solarthermie ein Hinderungsgrund sein, kann auf die Möglichkeit der Dachverpachtung an eine BEG oder auf die Contracting- Modelle der Stadtwerke hingewiesen werden. 2.2 Energieberg Grötzingen Auf der alten Mülldeponie kann Flächen-Photovoltaik auf der alten Mülldeponie zur Erzeugung von Solarstrom installiert werden. Dies kann auch durch eine Bürgerenergiegenossenschaft umgesetzt werden. Denkbar ist eine Kombination mit einer Pufferspeicher-Pilotanlage. Für diese könnten Fördergelder beantragt werden, eine wissenschaftliche Begleitung durch das ITAS (Institut für Technikfolgen-Ab- schätzung am KIT) wäre möglich, Interesse daran wurde seitens des KIT schon bekundet. Weitere Überlegungen finden sich in den Erläuterungen. 2.3 Vorhandene, nicht private Flächen Hierfür können z.B. Unternehmen angeschrieben werden und auf die Möglichkeiten günsti- ger Energieversorgung durch die Eigenproduktion hingewiesen werden, etwa durch eine bei- spielhafte Rentabilitätsberechnung einer solchen Anlage. Denkbar wären beispielsweise 4 Überdachungen von Parkplätzen mit Photovoltaik, große Hallen, das Grötzinger Industriege- biet. Weitere Überlegungen finden sich in den Erläuterungen. 3. Regionale Wertschöpfung Die dezentrale Energieversorgung und Energieeffizienz stärkt kommunale Akteure durch Ein- sparungen bei den Energiekosten und Einnahmen aus der Energieerzeug. Dies gilt für die re- gionale Wirtschaft (Handwerksbetriebe, Unternehmen, Handel, etc.), die Kommunen und deren Bürgerinnen und Bürger. Die Idee der regionalen Wertschöpfung wurde beispielsweise vom Rhein-Hunsrück-Kreis er- folgreich umgesetzt. 2011 betrugen die Kosten für Energieimporte 290 Mio. €. Durch Ener- gieeffizienz (Einsparungen) und die Erzeugung regenerativer Energien im Kreis konnten be- reits 2017 43.5 Mio. € an regionaler Wertschöpfung erzielt werden. Der Kreis heute als der am wenigsten verschuldete Kreis im Bundesland. Eine regionale Energiewende ist also realis- tisch und profitabel. Regionale Wertschöpfung geht jedoch weit über den ökonomischen Bereich hinaus und ist ebenso als soziale und ökologische Wertschöpfung wirksam. Sie stärkt den zivilgesellschaftli- chen Zusammenhalt der Gemeinde - genauere Ausführungen stehen in den Erläuterungen. 5 4. Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft Zur Umsetzung der einzelnen Projektideen kann eine BEG gegründet werden oder der An- schluss an schon bestehende BEG ́en gesucht werden. Gespräche mit in diesem Zusammen- hang fanden schon statt. Erläuterungen: Hier finden sich weitergehende Überlegungen und Darstellungen zu einzelnen Projekten: Zu 2.1: Private Dächer Damit sollen Bürger und Gebäudebesitzer motiviert werden, Investitionen in regenerative Energien zu tätigen, z.B. Solarthermie, Photovoltaik, Wärmepumpen u.a. Erste Projektideen hierzu: Photovoltaik-Potenzial für die Gebäudedächer in Grötzingen ermitteln ▪ Datengrundlage: Sonne-trifft-Dach (Solarkataster der KEK) ▪ KEK stellt uns die Ausgangsdaten für die Berechnung zur Verfügung ▪ Potenzialberechnung durch GIS-Methoden ▪ verschiedene Aussagen zum • Gesamtpotenzial aller Privatdächer • Gesamtpotenzial verschiedener Teilbereiche, z.B. Gewerbegebiet, Bauernhöfe Zu 2.2: Energieberg Grötzingen Flächenphotovoltaik auf der alten Deponie in Grötzingen Erste Analyse des Solarpotenzials (Luftbild und Höhenlinien) ergaben: ▪ nutzbare Fläche mit Südausrichtung ca. 20.000 m² ▪ deckt den Stromverbrauch im Haushalt für ca. 1000 Personen ab Klärung verschiedener Fragen erforderlich: ▪ Umweltverträglichkeit ▪ Konflikte wegen Deponieabdichtung, Deponieabsenkungen ▪ technische Aspekte ▪ Eignung / Rentabilität ▪ Wer setzt das Projekt um (Stadtwerke, BEG, ...)? 6 Ansprechpartner für diese Fragen: ▪ KEA ▪ Für das Regierungspräsidium (zuständig für die alte Deponie) Markus Schüller Abteilungsdirektor 0721 926-7453 markus.schueller@rpk.bwl.de Mögliche Kooperationspartner: ▪ Fraunhofer / KIT ▪ Stadtwerke ▪ Bürgerenergiegenossenschaften Zu 2.3: Vorhandene nicht private Flächen Der Fokus liegt hier auf bereits bebauten, nicht privaten und ungenutzten Flächen. Ziel ist es, einen zusätzlichen Flächenverbrauch für den Ausbau regenerativer Energien gering zu hal- ten. Folgende Flächen kommen in Frage: Nutzung von Dachflächen im Grötzinger Gewerbegebiet an der Autobahn ▪ Erste Analyse des Solarpotenzials (Solarkataster der KEK): • Potenzialfläche der drei größten Gebäude: ca. 20.000 m² • deckt den Stromverbrauch im Haushalt für ca. 1000 Personen ab Nutzung weiterer Dachflächen mit großem Solarpotenzial, z.B. ▪ öffentliche Gebäude ▪ Kirchen, Kindergärten ▪ Gebäude der AWO ▪ Supermärkte (Lidl, Edeka – hat schon teilweise Photovoltaik installiert) ▪ Kirchen, Kindergärten ▪ Gebäude der AWO ▪ Supermärkte (Lidl / Edeka – hat schon teilweise Photovoltaik installiert) Umsetzungsmöglichkeiten: ▪ Auf Eigentümer der Gebäude zugehen ▪ Potential- und Rentabilitätsberechnungen zur Verfügung stellen ▪ Vorträge oder Infoveranstaltungen (Angebot der KEK) ▪ Weiterer Ansprechpartner für Unternehmen: KEK und KEFF (bieten Energie-Checks bei Unternehmen an) 7 Mögliche Nutzungsvarianten ▪ Eigennutzung durch den Eigentümer ▪ Mietmodell unter Beteiligung der Stadtwerke ▪ Mieterstrommodelle unter Beteiligung einer BEG Überdachung von Parkplätzen mit Photovoltaik ▪ teilweise in Kombination mit Ladesäulen für E-Mobilität (bevorzugt für Carsharing) ▪ mögliche Standorte (Schattenwurf von Bäumen muss berücksichtigt werden). • öffentliche Parkplätze, z.B. Bahnhof, Emil-Arheit-Halle • Edeka-Lidl-Parkplatz • größere Parkplätze in Gewerbegebieten „Sonnendächer-Verzeichnis“ Ziel ist es, das Ausbaupotential für Gebäude zu erhöhen, deren Besitzer nicht selbst investie- ren können bzw. wollen. Umsetzungsmöglichkeiten: Z.B. können Gebäudebesitzer mit größeren Dachflächen (AWO, Sportplätze, Hochhäuser, Ge- werbetreibende, aber auch städtische Gebäude...) diese in ein Verzeichnis eintragen lassen, auf das die Bürgerenergiegenossenschaften (BEG ́en) zugreifen können, wenn sie selbst z.B. keine Investitionen in Solartechnik tätigen können. Die BEG ́en könnten dann die Dächer mit Solaranlagen bestücken. Hier evtl. Kooperation mit Ortsverwaltung, KEK, ITAS, BEG ́en etc. denkbar, die die Plattform stellen und verwalten, Bewerbung über Presse, Homepage Ortsverwaltung, KEK, ... Zu 3: Regionale Wertschöpfung: Dezentrale Energieprojekte bieten große Chancen für die regionale Wertschöpfung, die lo- kale Wirtschaftsförderung und einer entsprechenden Kommunalentwicklung. Wertschöp- fung meint primär vor allem die ökonomische Wertschöpfung, aber auch die ökologische und soziokulturelle Wertschöpfung. Ökonomische Wertschöpfung Die Wertschöpfung ergibt sich aus der Beteiligung der regionalen Akteure in Grötzingen an den folgenden drei Wertschöpfungsstufen: ▪ Planung und Installation ▪ Technischer Betrieb und Wartung ▪ Wirtschaftlicher Betrieb ggf. durch Bürgerenergiegenossenschaft 8 Nutzen: ▪ Nachgelagerte Dienst- und Handwerkerleistungen bleiben in der Region ▪ Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe ▪ Finanzmittel und Gewinne bleiben in der Region ▪ Verbesserung kommunaler Haushalte ▪ Verbessert die Standortattraktivität ▪ Wissen und Kompetenz wird vor Ort vernetzt ▪ Verbessert die lokale Akzeptanz von Maßnahmen Konkrete Umsetzungsmöglichkeiten: Kooperation mit der Grötzinger Handwerksvereinigung ▪ Koordinierte Zusammenarbeit mit dem Grötzinger Handwerker Forum (Dachde- cker, Sanitär- / Heizungsanbieter, Elektrofachbetriebe, etc. und auch anderer re- gionaler Betriebe) ▪ Angesichts des Mangels an Solateuren z.B. Ausbildungs- und Weiterbildung anre- gen, Kooperation mit Schulen und BIZ im Rahmen von BORS-Projekten ▪ Austausch an einem runden Tisch mit IHK oder Handwerkskammern (evtl. mit Be- trieben aus der Karlsruher Region kombinieren) - so können z.B. Handwerksbe- triebe aus dem Handwerker Forum Grötzingen mit regionalen Solateuren besser kooperieren Ökologische Wertschöpfung Der Klimawandel bedroht durch Erwärmung und Extremwetterereignisse zunehmend un- sere ökologischen Systeme. Eine regionale Er- zeugung regenerativer Energien vermindert den Schadstoffausstoß vor Ort und ist zugleich Teil des globalen Bestrebens, die CO 2 -Emissio- nen zu reduzieren und so den Klimawandel ab- zumildern. So ist Klimaschutz zugleich ein un- verzichtbarer Bestandteil zum Schutz der Öko- logie. Soziokulturelle Wertschöpfung Der partizipative Projektansatz, d.h. die Beteiligung der Gemeinschaft führt zur: ▪ Entwicklung eines gemeinsamen Bewusstseins zum Klimaschutz und damit von ge- meinsamen Werten und Haltungen ▪ Denn: Nur wenn die Haltung stimmt, ist nachhaltiges Verhalten möglich! ▪ Verbesserung der sozialen Strukturen und des sozialen Zusammenhalts - ein gemein- sames Projekt fördert die Gemeinschaft Quelle: Wikipedia 1