Biozertifizierung der Stadtgärtnerei

Vorlage: 2021/1075
Art: Informationsvorlage
Datum: 03.09.2021
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Gartenbauamt
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Ausschuss für Umwelt und Gesundheit (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 15.09.2021

    TOP: 3

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Keine Angabe

  • Ausschuss für öffentliche Einrichtungen

    Datum: 23.09.2021

    TOP: 1

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 1_Vorlage_Biozertifizierung der Stadtgärtnerei_AföE_23_09_2021_ö
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 80 Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: GBA Biozertifizierung der Stadtgärtnerei Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Ausschuss für Umwelt und Gesundheit 15.09.2021 3 X Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 23.09.2021 1 X Information (Kurzfassung) Der Ausschuss für Umwelt und Gesundheit mit Naturschutzbeirat nimmt die Vorgehensweise zur Umstellung der Stadtgärtnerei auf einen biozertifizierten Betrieb zur Kenntnis und unterstützt das weitere Vorgehen. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja X Nein ☐ 191.000 € 171.900 € Fördermittel 19.100 € Erbschaft Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja X Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) X Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein X Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein X Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein X Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein X Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Die GRÜNE-Gemeinderatsfraktion hat am 20. Februar 2018 die Zertifizierung der Stadtgärtnerei beantragt. Die Stadtverwaltung hatte zugesagt, die Möglichkeit einer Umstellung zu prüfen. Der biologische Gartenbau ist ein wichtiger Meilenstein, um im Bereich der Pflanzenproduktion zur Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit beizutragen. Die Stadtgärtnerei produziert jährlich circa 400.000 Pflanzen für den Wechselflor und die gesamte Bepflanzung im Karlsruher Stadtgebiet. Die Umstellung der Produktion in der Stadtgärtnerei ist aus Sicht des Gartenbauamtes ein wichtiger Beitrag, um gesunde und resiliente Pflanzen anzuziehen, die auch eine gute Nahrungsgrundlage für Insekten bieten. Nachdem die Schlossgärtnerei Karlsruhe bereits auf biologische Produktion umgestellt hat und in diesem Jahr die Zertifizierung anstrebt, steigt nun auch die Stadtgärtnerei in den Umstellungsprozess ein. Im Laufe des vergangenen Jahres fand ein Austausch mit Verantwortlichen der Schlossgärtnerei und der Stadtgärtnerei Heidelberg statt, um die Rahmenbedingungen und Anforderungen an eine Zertifizierung abzustecken. Ebenfalls wurde der Kontakt zu Herrn Klaus Bongartz, Gartenbauberater, aufgebaut, der die Stadtgärtnerei besichtigt und Empfehlungen zur Umstellung auf biozertifizierte Pflanzenware gegeben hat. Auf der Grundlage der geführten Interviews wird sich das Gartenbauamt zunächst mit der biologischen Anzucht vertraut machen und Erfahrungen sammeln, bevor der Zertifizierungsprozess angegangen wird. Bei funktionierender Handhabung soll sukzessive die Anzucht verschiedener Kulturen erweitert werden. Zusätzlich soll im kommenden Jahr auch die Testphase der biologischen Anzucht der Containerstauden und Sträucher begonnen werden. Prozessablauf 2021: - Umstellung des Gewächshauses 11 auf biologische Anzucht, Vorbereitung und Desinfektion des Hauses - Beginn der Testphase in KW 26 mit Aussaat der Hornveilchen - Anlegen von Testkulturen für den Sommerflor 2022 2022: - Ausweiten der Testkulturen - Evaluierungsphase der Kulturen - Einstieg in die Testphase mit Containerstauden und Sträuchern in der Schattenhalle 2023/2024: - Einstieg in den Zertifizierungsprozess, sobald die Anzucht im Gewächshaus 11 gut funktioniert - Sukzessive Erweiterung des biologischen Anbaus in den weiteren Gewächshäusern Kosten Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 191.000 € für die nächsten drei Jahre und beinhalten notwendige Umbauten der derzeitigen Anzuchttische, den Austausch der Pflanztöpfe und Anzuchtschalen sowie die Kosten für die Zertifizierung. Zudem sind erhöhte Kosten für biologisches Saatgut und Pflanzen, Pflanzerde sowie biologische Pflanzenschutzmittel und Dünger berücksichtigt. Zur Minimierung der Kosten für die Stadt Karlsruhe konnten im Rahmen des Bundesprogrammes zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel 191.000 € (abzüglich 10 % Eigenanteil der Kommune) gewonnen werden. Die entsprechende Deckung des Eigenanteils ist der Beschlussvorlage „Förderprogramm ,Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel‘ des Bundes: Förderung für das Projekt ‚Intensivierung und Digitalisierung der Bewässerung von städtischen Grünflächen und Produktion biozertifizierter Pflanzenware im städtischen Betrieb‘“ (Beratung im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit am 15. September 2021, Hauptausschuss am 21. September 2021) zu entnehmen. – 3 – Der vom Fördergeber geforderte Eigenanteil in Höhe von 10 % kann aus Mitteln der Erbschaft Seitz gedeckt werden. Im Laufe der dreijährigen, größtenteils externen Finanzierung, wird angestrebt, die jährlich laufenden Belastungen auf das derzeit im Gartenbauamt bereitgestellte Budget zu reduzieren. Die Folgekosten werden aus dem laufenden Budget im Gartenbaumt/ Dezernat 5 gedeckt.