Vollversammlung des Ökumenischen Rates 2022 (ÖRK 2022)
| Vorlage: | 2021/0958 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 04.08.2021 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Karlsruhe Marketing und Event GmbH |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Hauptausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 21.09.2021
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2021/0958 Verantwortlich: Dez. 2 Dienststelle: KME Vollversammlung des Ökumenischen Rates 2022 (ÖRK 2022) Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 21.09.2021 1 x Kenntnisnahme Informationsvorlage Der Ausschuss nimmt die Informationen zur Kenntnis. Zusatz-Info: In der Sitzung des Hauptausschusses wird es zusätzlich einen mündlichen Vortrag von Herrn Dr. Marc Wit- zenbacher geben. Er ist der Leiter des Koordinierungsbüros der Vollversammlung des ÖRK 2022 in Karls- ruhe. Finanzielle Auswir- kungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnli- ches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüg- lich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☒ Nein ☐ Haushaltsmittel sind im Budget vorhanden Ja ☒ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Soziale Stadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☒ abgestimmt mit KMK, KTG, KVV – 2 – Ergänzende Erläuterungen ÖRK 2022 – Sachstand, September 2021 Sachstand: Allgemeines: Die Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK; englisch World Council of Churches, WCC) findet vom 31. August bis zum 8. September 2022 in Karlsruhe statt. Die thematischen Vor-Versammlungen („Pre-Assemblies“) beginnen bereits am 27. August, außerdem ein „Ecumenical Youth Gathering“ vom 24. bis 28. August 2022 in der Messe Karlsruhe. Der ÖRK ist ein weltweiter Zusammenschluss von rund 350 Kirchen, zentrales Organ der ökumenischen Be- wegung und vertritt rund 500 Millionen Christinnen und Christen. Karlsruhe wird als erste deutsche Stadt Gastgeberin eines der wichtigsten Treffen von kirchlichen Delegierten und Würdenträgern*innen weltweit. Die Vollversammlung des ÖRK findet nur alle acht Jahre statt. Karlsruhe ist zweite europäische Gastgeberin überhaupt. Veranstalterin ist der ÖRK selbst, in Karlsruhe vertreten durch das lokale Koordinierungsbüro (Karlsruhe Local Office, KALO), angesiedelt bei der EKiBa, geleitet von Dr. Marc Witzenbacher. Die Vollversammlung des ÖRK im September 2022 ist für Karlsruhe von besonderer Bedeutung. Die Veran- staltung wird weltweit aufmerksam verfolgt, man rechnet mit rund 300 Pressevertretern*innen aus der gan- zen Welt, außerdem hochrangigen Ehrengästen aus Religion, Politik und Gesellschaft. Eine erfolgreiche Durchführung der Vollversammlung hat großes Potential für unsere Stadt hinsichtlich ihres nationalen wie internationalen Renommees. Die wesentlichen Elemente der Vollversammlung des ÖRK werden rund um den innerstädtischen Festplatz stattfinden. Die nicht zur Verfügung stehenden Flächen der Stadthalle, in Verbindung mit dem hohen Raumbedarf, haben die Planungen vor enorme Herausforderungen gestellt. Zusammen mit weiteren Partnern*innen innerhalb des Stadtkonzerns (Staatstheater, Stadtgarten, Garten- bauamt, etc.) hat die Messe Karlsruhe für die Veranstalterin Lösungen entwickelt, die in der finalen Form, in Größe und Dauer der Veranstaltung einzigartig sind. Die Vollversammlung belegt die Gartenhalle, die Schwarzwaldhalle, das Konzerthaus, die Nancyhalle, die kompletten Tagungsräume des Leonardo Hotels und Novotels, die Tagungsräume des Landratsamts, die Außenflächen des Festplatzes sowie einzelne Flächen im Zoologischen Stadtgarten und auf der Ettlinger Straße. Die Messe Karlsruhe übernimmt, in Verbindung mit ihren Dienstleistern, die komplette Abstimmung und das Handling aller benötigten Leistungen rund um den Kongress am Festplatz. Darüber hinaus hat die Stadt Karlsruhe zur Koordination der städtischen Aktivitäten und einer einheitlichen Kommunikation eine städtische Geschäftsstelle bei der KME eingerichtet. Über diese Geschäftsstelle wurden zwei befristete Stellen geschaffen. Zum Thema ÖRK arbeiten jedoch alle Teams der KME in unterschiedlichem Umfang mit. Im Auftrag der Stadt ist die KME dafür verantwortlich, die Organisatoren*innen im Vorfeld zu unterstützen, zu beraten und für die Koordination zwischen allen beteiligten städtischen Akteuren zu sorgen, damit die Versammlung ein Erfolg für Karlsruhe wird. Die KME nimmt als städtische Geschäftsstelle an allen Sitzungen zum Thema ÖRK teil. Sie berät sowohl die Veranstalter*innen als auch die städtischen Behörden (z.B. Themen Besucherlenkung, Kontakte/Ansprech- partner etc.) und koordiniert das gemeinsame Vorgehen aller städtischer Beteiligter. – 3 – Die KTG hat bereits umfassend Hotelzimmer in Karlsruhe und der Region für den Veranstaltungszeitraum reserviert. Der Buchungsvorgang selbst wird mit der Registrierung der Delegierten durch das ÖRK abgewi- ckelt. Derzeit laufen die Verhandlungen zwischen ÖRK und KTG bezüglich einer Aufwandsentschädigung für die eingerichteten Hotelzimmerkontingente, Die KTG wird das Thema ÖRK innerhalb ihrer jährlichen touris- tischen Marketingaktivitäten im Rahmen der vorhandenen Ressourcen mitbewerben. Dazu gehören neben klassischen Printprodukten auch die Ausspielung relevanter Inhalte der Vollversammlung auf digitalen Kanä- len und Plattformen der KTG sowie ihrer Partner. Während der Vollversammlung wird eine Außenstelle der Tourist Information auf dem Festplatz eingerichtet. Zudem steht die KTG dem KALO bei den Vorbereitungen zum geplanten Ausflugsprogramm beratend zur Seite. Corona-bedingte Szenarien: Nach der Corona-bedingten Verschiebung der Vollversammlung von 2021 nach 2022 haben die höchsten Gremien des ÖRK unlängst ihren Willen bekräftigt, die Vollversammlung 2022 vor Ort in Karlsruhe durchfüh- ren zu wollen. Da sich die weitere Entwicklung der Pandemie kaum vorhersagen lässt, planen die Veranstalter nun mit drei möglichen Szenarien: Vollpräsenz (4.500), mittlere Präsenz (3.000), oder Mindestpräsenz (1.900). Von der Veranstaltung profitieren in der Region Karlsruhe verschiedene Branchen, insbesondere Gastge- werbe, Einzelhandel und Dienstleister. Je nachdem welches der drei Szenarien eintritt, ist mit touristischen Bruttoumsätzen in Höhe von 2,9 Mio. € (Mindestpräsenz) bis zu 6,9 Mio. € (Vollpräsenz) allein durch die Delegierten der Vollversammlung in der Region Karlsruhe zu rechnen. Grundlage für die Berechnung sind durchschnittliche Tagesausgaben von Übernachtungsgästen in Höhe von 154,10 € (dwif 2021) und eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von ca. 10 Tagen (KALO). Zusätzliche touristische Umsätze sind durch die Vor-Versammlungen, das Begleitprogramm und weitere Gästegruppen, die die Gesamtveranstaltung zeit- weise besuchen werden, für die Destination Karlsruhe zu erwarten. Weiterhin ist bei der Messe Karlsruhe mit Umsatzerlösen in Höhe von rund 950.000 Euro zu rechnen, die für die Anmietung der Räumlichkeiten, der technischen sowie sonstigen veranstaltungsrelevanten Dienstleistun- gen seitens des ÖRK an die Messe Karlsruhe aufgewendet werden. Hier stehen seitens der Messe Karlsruhe erhebliche Kosten gegenüber. Offene Fragen, die heute noch nicht beantwortet werden können, haben Einfluss auf die finale Ausgestaltung der Vollversammlung: Wie werden im Sommer 2022 die Einreisebestimmungen sein? Wer muss evtl. und wie lange in Quarantäne? Welche Impfstoffe werden anerkannt? Möglichkeiten der Partizipation für Karlsruher Bürgerinnen und Bürger: Im Gegensatz zu Kirchentagen ist die ÖRK Vollversammlung ein Kongress von Delegierten, deren Arbeitstref- fen nicht öffentlich zugänglich sind. Um auch Nicht-Delegierte und die lokale Bevölkerung einzubinden, gibt es zahlreiche Formate, die offen für alle sind. Auf dem Festplatz selbst und unmittelbar vom ÖRK ausgerichtet ist das der Bereich „Brunnen“ (zwischen Vierordtbad und Hotel): Hier wird ein „Markt“ die vielfältigen The- men des ÖRK präsentieren, es wird Workshops, Vorführungen, Gespräche etc. geben. Zusätzlich wird ein Begegnungsprogramm an verschiedenen Begegnungsorten in Karlsruhe stattfinden (meistens Kirchen und Gemeindezentren). Dieses wird vom Lokalen Koordinierungsbüro der EKiBa organisiert und steht allen Inte- ressierten offen. Schließlich stellt das Begleitprogramm der Karlsruher Kultureinrichtungen, koordiniert durch die städtische Geschäftsstelle, ein weiteres Angebot zur Partizipation an alle Bürgerinnen und Bürger dar (s. unten). Die Stadt Karlsruhe möchte die Bürgerinnen und Bürger bereits im Vorfeld mitnehmen und die Stadtgesell- schaft zur aktiven Teilnahme aktivieren. Insbesondere auch ethnische, kulturelle und religiöse Gruppen und Communities in Karlsruhe sollen angesprochen und eingebunden werden – die ganze Welt ist zu Besuch in Karlsruhe. Hier liegt eine riesige Chance für die ganze Stadt. Denkbare Formate sind etwa ein interreligiöser Dialog im Garten der Religionen, ein „gläsernes Forum“ als Ort des Zusammenkommens auf dem Marktplatz sowie ein Tag der offenen Tür des Lokalen – 4 – Koordinierungsbüros (KALO) der EKiBa. Mittels einer städtischen Kommunikationsstrategie soll das Thema ÖRK Vollversammlung zudem bereits im Vorfeld zum Stadtthema gemacht werden und die Menschen in Karlsruhe auf das freudige Ereignis einstimmen und gespannt machen. Start der Kommunikation wird im Herbst sein mit dem Aufmacher „Noch ein Jahr bis zur ÖRK-Vollversammlung in Karlsruhe“. Dabei schafft die Stadt Karlsruhe mit der Begleitkommunikation auch eine städtische Diskussionsplattform, die inspiriert, aber unabhängig vom offiziellen ÖRK-Programm ist und auch kritische und kontroverse Debatten fördert. Eröffnungstag 31. August 2022 / SCHLOSSLICHTSPIELE Ein zentraler Punkt ist der Eröffnungstag am Mittwoch, den 31. August 2022. An diesem Tag soll sich ein bedeutender Teil des Programms der Vollversammlung, die grundsätzlich vor allem auf dem Festplatz und in den anliegenden Konferenzräumlichkeiten stattfindet, in der Innenstadt (Festplatz – Marktplatz – Schloss) abspielen. Nach dem Eröffnungsgottesdienst soll gegen 18:45 Uhr eine Prozession vom Festplatz in Richtung Marktplatz starten. Erwartet werden hierbei rund 5.000 Teilnehmer. Der Zug soll gegen 19:45 Uhr den Marktplatz errei- chen. Hier soll es eine Mischung aus spirituellen Beiträgen („natürliche“ Bühnen wie Rathaustreppe und Por- tikus der Ev. Stadtkirche sollen genutzt werden) und Willkommens-Reden seitens der Stadt, des Landes und des Bundes geben. Zudem sollen hier LED-Leinwände stehen, auf denen die großen Programmpunkte vom Festplatz, wie z.B. der Eröffnungsgottesdienst, gestreamt und damit auch nicht-akkreditierten Menschen zu- gänglich gemacht werden. Gegen 20:45 Uhr soll die Prozession (erwartet bis zu 7.000 Teilnehmer) weiter zum Schloss / SCHLOSSLICHT- SPIELE (SLS) ziehen. Während der SLS soll eine thematisch passende Show / „Herzlich Willkommen ÖRK in Karlsruhe“ gezeigt werden. Das Ende ist offen und allen Teilnehmern*innen ist freigestellt, wann sie sich auf den Weg zu ihren Hotels machen. Die finale Entscheidung über die Gestaltung des Eröffnungstages wird vom Exekutivausschuss des ÖRK ge- troffen und steht noch aus. Zeitplan / bedeutende Daten: • September 2021 Start der Registrierung für Delegierte der Mitgliedskirchen • 30. Oktober 2021 Bewerbung für „Brunnen“-Bereich endet • November 2021 Treffen Exekutivausschuss (trifft finale Entscheidungen) • Mai 2022 Ende Registrierung für ÖRK Karlsruhe (dann besteht finale Klarheit über Anzahl der Teil- nehmer) „Kulturrunde“ Zusätzlich zum Tagungsprogramm, das hauptsächlich registrierten Teilnehmern*innen auf dem Festplatz zu- gänglich ist, will die Stadt Karlsruhe in enger Zusammenarbeit mit den Kultureinrichtungen ein kulturelles Rahmenprogramm in der ganzen Stadt anbieten. Hierzu tagte die „Kulturrunde“ unter der Leitung von Bür- germeister Dr. Albert Käuflein bereits mehrmals. Die Einrichtungen signalisierten starkes Interesse. Das Rah- menprogramm steht allen Menschen offen und soll in einer eigenen Programmbroschüre beworben werden. Beschilderung Zur ÖRK-Vollversammlung werden mehrere tausend Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet, die größten- teils noch nie in Karlsruhe waren. Ein Großteil wird am Hauptbahnhof ankommen und muss sich von dort schnell orientieren können und zum Festplatz bzw. Hotel gelangen. Wichtig ist daher, dass bis zur Veranstaltung eine klare, mehrsprachige Beschilderung in Karlsruhe den Weg zu den wichtigsten Orten (Festplatz, Hotels, Sehenswürdigkeiten, Kultureinrichtungen) weist. Weiterhin sollte die Stadt selbst für eine permanente touristische Beschilderung sorgen. Da davon auszugehen ist, dass die Umsetzung einer solchen erst für den Abschluss des Stadtumbaus vorgesehen ist, setzt sich das lokale ÖRK-Büro mit den zuständigen Ämtern in Verbindung, um eine frühere Lösung zu erreichen. – 5 – Budget ÖRK – stadtintern 2019 2020 2021 2022 KME 139.000 € 152.000 € 152.000 € 250.000 € Personal/Auf- wand/ Kom- munika- tion/Show Schlosslicht- spiele KMK 832.943 € Kompensation Stadt- halle/Infra- struktur HA 68.097 € 70.425 € 45.245 € 95.425 € Empfänge / Geschenke / Personal Kulturamt 50.000 € Förderung Projekte KVV 259.785 € Kostenloses KVV-Netz-Ti- cket KVV/Nextbike 13.500 € Kostenlose Fahrradver- mietung temp. Beschilde- rung 25.000 € Druck/Installa- tion (digital u. kon- ventionell) Volunteerein- satz/KME 10.000 € Besucher-Ma- nagement Puffer / sonstige Kosten/ AfA/ TBA/OA/ Stadt- werke (ge- schätzt) 100.000 € zusätzliche Müllton- nen/Straßen- sperrungen, Stroman- schlüsse Summe 207.097 € 222.425 € 197.245 € 1.636.653 € Auswirkungen auf den städtischen Haushalt Die mit den Veranstaltern vereinbarten städtischen Leistungen bzw. Kostenübernahmen sind im städti- schen Haushalt bzw. in den Wirtschaftsplänen der beteiligten Gesellschaften berücksichtigt. Beschluss: – 6 – Der Hauptausschuss nimmt die Informationen zur Kenntnis.
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Extrahierter Text
Niederschrift 22. Sitzung Hauptausschuss 21. September 2021, 16:30 Uhr öffentlich Bürgerssaal, Rathaus Marktplatz Vorsitz: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 2. Punkt 1 der Tagesordnung: Vollversammlung des Ökumenischen Rates 2022 (ÖRK 2022) Vorlage: 2021/0958 Beschluss: Der Ausschuss nimmt die Informationen zur Kenntnis. Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 1 zur Behandlung auf. Er begrüßt Herrn Dr. Marc Witzenbacher, den Leiter des Koordinierungsbüros der Vollversamm- lung des ÖRK 2022 in Karlsruhe und erteilt diesem das Wort. Herr Dr. Witzenbacher bedankt sich bei der Stadt Karlsruhe, dass sie sich als Gastgeberin der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen zur Verfügung stelle. Zum ersten Mal in seiner Geschichte finde diese Vollversammlung in Deutschland statt. Anhand einer Powerpoint-Präsentation erläutert den aktuellen Stand der Planungen. Der Vorsitzende dankt Herrn Dr. Witzenbacher für die Ausführungen. Als Stadt sei es wichtig, dass es nicht nur eine Veranstaltung der Delegierten werde, sondern dass man in einen intensi- ven Austausch mit der Stadtgesellschaft eintrete. Man werde ein eigenes kulturelles Begleitpro- gramm aufstellen, welches neben den von den Kirchen organisierten Veranstaltungen stattfinde. Stadtrat Löffler (GRÜNE) spricht die Kosten an, die auf die Stadt zukämen. In der Vorlage werde erwähnt, dass Kostenübernahmen vereinbart seien. Allerdings gehe die konkrete Höhe nicht aus der Vorlage hervor. – 2 – Stadtrat Hofmann (CDU) zeigt sich verwundert. Die Zahlen seien klar dargestellt. Die vereinbar- ten Leistungen stünden in den jeweiligen Wirtschaftsplänen der Gesellschaften. Man müsse ver- suchen, im Bereich der städtischen Kultureinrichtungen noch etwas auf die Beine zu stellen. Was jetzt schon angeboten werde, sehe jedoch gut aus. Da müsse man versuchen, in diesem Kosten- rahmen zu bleiben. Der Vorsitzende antwortet, in der Vorlage stünden die real anfallenden Kosten. Die Kostenüber- nahmen sollten nicht missverstanden werden, dass es von einer Seite gegenfinanziert sei. Die re- lativ begrenzten finanziellen Möglichkeiten über die dargestellten Kosten hinaus brächten es mit sich, dass man kein eigenes kulturelles Programm dazukaufen könne. Vielmehr sollen die Kultur- institutionen im Rahmen ihrer normalen Programme in diesen Wochen etwas anbieten und so ausrichten, dass es auch für das internationale Publikum interessant sei. Stadtrat Löffler (GRÜNE) entgegnet, seine Frage sei nicht in Richtung weiterer Kosten gegangen. Er wolle wissen, wie es mit den Kostenerstattungen und den Einnahmen aussehe. Erste Bürgermeisterin Luczak-Schwarz erläutert, man habe eine mittelbare Gegenfinanzierung über die sogenannte Umwegrentabilität. Durch diese Veranstaltung generierten Gastronomie, Hotelerie und Einzelhandel Umsätze, zeitversetzt erhalte man mittelbar diese Steuerzuflüsse. Das Geld, das man aufgelistet habe, sei das Geld, welches die Stadt Karlsruhe in die Hand nehme über ihre verschiedenen Gesellschaften, um ihren Beitrag als Veranstalter zu bringen. Der Vorsitzende ergänzt, die abgebildeten Personalkosten habe man schon in den letzten Jahren immer mitbeschlossen. Ursprünglich hatte man eine Pauschale von 1 Mio. Euro vorgesehen. Dies sei nun deutlich mehr, was auch mit dem Wegfall der Stadthalle und der benötigten Alternativ- technik zu tun habe. Stadtrat Cramer (KAL/Die PARTEI) hat es so verstanden, dass die meisten Dinge schon im Haus- halt stünden und so beschlossen seien. Man müsse sehen, was die Stadt davon habe, welche Au- ßenwirkung es gebe. Seine Fraktion werde dieser Vorlage so zustimmen. Stadträtin Melchien (SPD) hält es für eine große Chance und auch Ehre, die erste Stadt in Deutschland zu sein, in der diese Vollversammlung stattfinde. Ein Vielfaches der Kosten fließe wieder zurück an die Stadt. Stadtrat Kalmbach (FW|FÜR) meint, die Kosten seien eine wichtige Frage, in diesem Fall jedoch nachgeordnet. Der Vorsitzende merkt an, trotzdem sei wichtig gewesen, die Finanzen aufzulisten. Diese lägen deutlich über dem, was man ursprünglich vereinbart habe. Er sei dankbar, dass es grundsätzlich nie in Frage gestellt wurde. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, stellt er die Kenntnisnahme der Vorlage fest. – 3 – Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 23. September 2021