Beteiligung der Stadt Karlsruhe an rechtlich selbständigen wirtschaftlichen Unternehmen, Eigenbetrieben und Stiftungen: Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020
| Vorlage: | 2021/0931 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 27.07.2021 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Stadtkämmerei |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Oberreut, Palmbach, Rintheim, Stupferich |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 28.09.2021
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: mehrheitlich zugestimmt
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2021/0931 Verantwortlich: Dez. 4 Dienststelle: Stk. Beteiligung der Stadt Karlsruhe an rechtlich selbständigen wirtschaftlichen Unternehmen, Eigenbetrieben und Stiftungen: Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 21.09.2021 29 x vorberaten Gemeinderat 28.09.2021 23 x Information (Kurzfassung) Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Hauptausschuss – von dem Beteiligungsbericht 2020 Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☒ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☐ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☒ abgestimmt mit KVVH GmbH – 2 – Ergänzende Erläuterungen Die Stadt Karlsruhe betreibt seit Jahren ein aktives Beteiligungsmanagement (Steuerung und Überwachung) hinsichtlich ihrer direkten und indirekten Beteiligungen. Neben dem strategischen und operativen Beteiligungscontrolling, dem Vertragsmanagement, der Wahrnehmung von Gesellschafterrechten und der Mandatsbetreuung ist der Beteiligungsbericht ein zentraler Baustein des Beteiligungsmanagements. Er stellt für alle Entscheidungsträger der Stadt Karlsruhe eine umfassende Informationsbasis für die Aktivitäten des Konzerns Stadt Karlsruhe dar. Hierfür sind im Bericht (II. Überblick) die Verflechtungen der Stadt Karlsruhe mit den Beteiligungsgesellschaften sowie die wesentlichen Kenndaten der Stadt im Vergleich dargestellt. Für den eilig Lesenden sind die wesentlichen Entwicklungen in Kürze im Bericht auf den Seiten 9 bis 11 aufgezeigt. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt – nach Vorberatung im Hauptausschuss – von dem Beteiligungsbericht 2020 Kenntnis.
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Stadt Karlsruhe Stadtkämmerei Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 2 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 Impressum Stadt Karlsruhe Stadtkämmerei Karl-Friedrich-Straße 10 76133 Karlsruhe stk@karlsruhe.de Herausgegeben von Finanzdezernat und Stadtkämmerei – Abteilung Vermögen und Schulden, Beteiligungsmanagement – der Stadt Karlsruhe Ansprechpersonen: Torsten Dollinger Telefon: 0721 133-2000 Udo Bäuerlein Telefon: 0721 133-2020 Pascal Broßart Telefon: 0721 133-2021 Frank Binder Telefon: 0721 133-2022 Carola Reich Telefon: 0721 133-2024 Petra Petermann Telefon: 0721 133-2025 Cindy Rimmelspacher Telefon: 0721 133-2026 Juliane Wägerle Telefon: 0721 133-2027 Sina Gießler Telefon: 0721 133-2028 Stand: Juli 2021 Layout: Sina Gießler, Cindy Rimmelspacher Druck: Rathausdruckerei auf 100 Prozent Recyclingpapier. Stadtkämmerei | 3 Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 4 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 Inhaltsverzeichnis I. Einführung ............................................................................................................................................................ 7 Vorwort ................................................................................................................................................................................................................... 8 1. Wesentliche Entwicklungen in Kürze .................................................................................................................................................................... 9 1.1 Gesellschaften und Stiftungen .............................................................................................................................................................................. 9 1.2 Beschäftigungsquote von Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen mit Behinderungen ................................................................................................. 10 1.3 Chancengleichheit in den städtischen Beteiligungsgesellschaften ........................................................................................................................ 10 II. Überblick ............................................................................................................................................................. 13 1. Beteiligungsübersicht ......................................................................................................................................................................................... 14 2. Unmittelbare Beteiligungen der Stadt Karlsruhe und deren Tochtergesellschaften – Stand 31. Dezember 2020 ................................................... 17 3. Wesentliche Verträge innerhalb des Konzerns Stadt Karlsruhe ............................................................................................................................ 19 4. Personalentwicklung bei der Stadt Karlsruhe und bei den Beteiligungsgesellschaften .......................................................................................... 20 5. Entwicklung der Investitionen, Abschreibungen, Zahlungsströme und Rückstellungen der Stadt und der Beteiligungsgesellschaften ..................... 22 6. Entwicklung der Darlehensverbindlichkeiten ....................................................................................................................................................... 28 7. Übersicht Abschlussprüfer 2020 ......................................................................................................................................................................... 30 8. Erläuterung der wichtigsten Bilanzkennzahlen .................................................................................................................................................... 31 III. Kapital- und Personengesellschaften .................................................................................................................. 33 Ver- und Entsorgung und Verkehr ............................................................................................................................ 35 1. KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH ............................................................................................................................ 36 2. KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH ............................................................................................................................... 43 3. VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH ........................................................................................................................................................... 48 4. Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH ...................................................................................................................................................................... 54 5. TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) ......................................................................................................................................... 60 6. Bahn.Elektro.Planung. GmbH (B.E.P.) ................................................................................................................................................................. 65 7. Stadtwerke Karlsruhe GmbH .............................................................................................................................................................................. 68 8. Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH ............................................................................................................................................................ 73 9. SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH ................................................................................................................................................................ 77 10. SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I ................................................................................................................................................. 80 11. SWK-NOVATEC GmbH ....................................................................................................................................................................................... 83 12. EOS Windenergie GmbH & Co. KG ..................................................................................................................................................................... 87 13. Stadtwerke Rastatt Service GmbH ...................................................................................................................................................................... 90 14. BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH ................................................................................................................................................ 93 15. Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH ................................................................................................................................................................. 96 16. TelemaxX Telekommunikation GmbH ................................................................................................................................................................. 99 17. Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG ......................................................................................................................................................... 104 18. Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) ......................................................................................................................................................... 107 19. Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH .................................................................................................................................................... 113 Wohnungswesen und Stadtentwicklung ................................................................................................................ 119 20. VOLKSWOHNUNG GmbH ................................................................................................................................................................................ 120 21. VOLKSWOHNUNG Service GmbH ..................................................................................................................................................................... 127 22. Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH ............................................................................................................................................................ 132 23. VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH ................................................................................................................................................................ 136 24. Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH ......................................................................................................................................................................... 139 25. Entwicklungsgesellschaft Cité mbH .................................................................................................................................................................. 144 26. KES – Karlsruher Energieservice GmbH ............................................................................................................................................................. 149 27. Karlsruher Fächer GmbH .................................................................................................................................................................................. 153 28. Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG ...................................................................................................................................... 158 Stadtkämmerei | 5 Gesundheit, Soziales und Umwelt .......................................................................................................................... 163 29. Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH ............................................................................................................................................................ 164 30. Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD) ................................................................................................. 171 31. MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH ...................................................................................... 175 32. Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) ........................................................................................................................................................ 179 33. KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH .............................................................................................................................. 184 Wirtschaft, Freizeit und Sport ................................................................................................................................ 189 34. Karlsruher Messe- und Kongress GmbH ............................................................................................................................................................ 190 35. Messe Karlsruhe GmbH ................................................................................................................................................................................... 196 36. Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG ........................................................................................................................................................... 199 37. KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH ..................................................................................................................................................... 203 38. KTG Karlsruhe Tourismus GmbH ...................................................................................................................................................................... 210 39. Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i. L. ............................................................................................................................................................... 215 40. KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH ......................................................................................................................................................... 219 41. Fächerbad Karlsruhe GmbH ............................................................................................................................................................................. 224 42. Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH ............................................................................................................................................................ 229 43. TechnologieRegion Karlsruhe GmbH ................................................................................................................................................................ 233 IV. Rechtlich selbstständige Stiftungen .................................................................................................................. 237 1. ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ............................................................................................................................................... 238 2. Heimstiftung Karlsruhe .................................................................................................................................................................................... 244 3. Wirtschaftsstiftung Südwest ............................................................................................................................................................................. 250 4. Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe ......................................................................................................................................... 254 5. Majolika-Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe .............................................................................................................................. 257 V. Eigenbetriebe.................................................................................................................................................... 261 1. Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark ......................................................................................................................................................... 262 2. Eigenbetrieb Gewerbeflächen .......................................................................................................................................................................... 267 Einführung | Stadtkämmerei | 7 I. Einführung 8 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Einführung Vorwort Die Stadt Karlsruhe hat einen Teil ihrer Aufgaben auf eigenständige Unternehmen, Stiftungen, Eigenbetriebe und Zweckverbände übertragen, an denen sie entweder als Gesellschafterin beteiligt ist oder die ihr als Alleingesellschafterin zu 100 Prozent gehören. Das Aufgabenspektrum umfasst insbesondere die Versorgung, den Verkehr, das Wohnungswesen, die Gesundheit, die Messen und Kongresse, den Tourismus sowie das Stadtmarketing. Ziel des vorliegenden Beteiligungsberichtes ist es, durch eine komprimierte und übersichtliche Darstellung eine Informationsbasis für die Entscheidungsträger und den Gemeinderat, aber auch für die interessierte Öffentlichkeit zu schaffen. Der vorliegende Beteiligungsbericht der Stadt Karlsruhe beinhaltet alle wesentlichen Unternehmensdaten der städtischen Beteiligungsgesellschaften und Stiftungen und dokumentiert die hohe wirtschaftliche und finanzielle Bedeutung für die Stadt Karlsruhe. Das Berichtsjahr 2020 war maßgeblich geprägt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die damit einhergehenden massiven Ergebnisbelastungen insbesondere in den Bereichen ÖPNV (KVVH), Kongresse und Messen (KMK), Städt. Klinikum (SKK) sowie Bäder (KBG und Fächerbad) führten aufgrund der dadurch erforderlich gewordenen städtischen Stützungsmaßnahmen zu einer deutlichen Belastung des ohnehin schon angespannten städtischen Haushalts. Die Nachwirkungen der auch in 2021 noch andauernden Pandemie werden noch in den Folgejahren deutlich spürbar sein. Der Bericht ist nicht nur als Druckwerk erhältlich, er kann auch über das Internetportal der Stadt Karlsruhe abgerufen werden unter: www.karlsruhe.de/b4/stadtverwaltung/stadtfinanzen/beteiligungsbericht .de Karlsruhe, im August 2021 Gabriele Luczak-Schwarz Erste Bürgermeisterin Einführung | Stadtkämmerei | 9 1. Wesentliche Entwicklungen in Kürze 1.1 Gesellschaften und Stiftungen Einen maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH (S. 36 ff) nehmen insbesondere die Beteiligungsergebnisse der Tochtergesellschaften und die Dividendenerträge aus dem EnBW-Aktienbesitz. Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie ist auch in 2021 von einem deutlichen Anstieg des Fehlbetrages, insbesondere aufgrund der Verluste des Verkehrsbereichs, auszugehen. In den kommenden Jahren werden in erheblichem Umfang Transfermittel aus dem Haushalt der Stadt Karlsruhe zur Stabilisierung der Konzerngruppe KVVH benötigt. Darüber hinaus sind Konsolidierungsanstrengungen zur Verbesserung der Ergebnissituation in den jeweiligen Tochtergesellschaften unerlässlich. Bei der KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (S. 43 ff) als Bauherrin der Kombilösung kommt es beim Teilprojekt Kaiserstraße aufgrund eines im Juni 2020 aufgetretenen Wasserschadens zu einer Bauzeitverlängerung von sechs Monaten. Das Teilprojekt Straßenbahn in der Kriegsstraße hingegen befindet sich im Zeitplan. Die Inbetriebnahme beider Teilprojekte soll im Dezember 2021 erfolgen. Trotz weiterhin hoher Mietwohnbauinvestitionen rechnet die VOLKSWOHNUNG GmbH (S. 120 ff) in den kommenden Jahren mit stabilen Jahresüberschüssen. Aufgrund der Lage und der anhaltenden Nachfrage für attraktive Mietobjekte sieht die VOLKSWOHNUNG GmbH keine Vermarktungsschwierigkeiten. Für das Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH (S. 164 ff) ergab sich in 2020 coronabedingt durch Verschiebung aller nicht zwingend notwendigen Behandlungen und durch das Wegbleiben von Patientinnen und Patienten aus Sorge vor Ansteckung eine deutliche Ergebnisverschlechterung. Aufgrund der in 2021 andauernden Pandemie wird erneut ein deutliches Defizit erwartet. Zudem ist die Abdeckung des Pflegebudgets weiterhin unklar. Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) (S. 190 ff) rechnet aufgrund fehlender verlässlicher Öffnungsperspektiven nicht mit einer schnellen Rückkehr zur Normalität. Durch kompensierende Effekte wie Kurzarbeit, strikte Ausgabendisziplin, die Inanspruchnahme staatlicher Hilfsprogramme sowie den Betrieb der Impfzentren geht die Gesellschaft davon aus, den Wirtschaftsplan 2021 mit einem Fehlbetrag in Höhe von 15,6 Mio. € einhalten zu können. Unter Berücksichtigung der äußerst volatilen Rahmenbedingungen ist mit einem Wiedererreichen des Geschäftsniveaus von vor der Corona-Pandemie frühestens im Jahr 2023 zu rechnen. In 2020 konnten pandemiebedingt einige Projekte und Veranstaltungen der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (S. 203 ff) nicht stattfinden, oder konzeptionell verändert. Auch im Jahr 2021 wirkt sich der Fortbestand er Pandemie massiv auf die Tätigkeit der Gesellschaft aus. Das INDOOR MEETING hat in veränderter Form ohne Publikum in der Europahalle stattgefunden, das FEST wurde für 2021 abgesagt. Neue coronakonforme Veranstaltungen sind in der Planung und die KME entwickelt als Mitglied des Krisenverwaltungsstabs in zentraler und koordinierender Rolle stadtweite Ermöglichungs- und Öffnungsszenarien. Nach aktuellem Stand ist beim Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark (S. 262 ff) weiterhin von einer Fertigstellung der Haupttribüne im Sommer 2022 auszugehen, was mit der Gesamtfertigstellung des Stadions zum gleichen Zeitpunkt einhergeht. Es zeichnet sich jedoch ab, dass unter anderem bedingt durch den Baupreisindex und Nachträge die bislang kalkulierten Kosten für das Neubauprojekt überschritten werden. Zum 1. Dezember 2020 wurde der Eigenbetrieb Gewerbeflächen (S. 267 ff) gegründet. Zu den Aufgaben des Eigenbetriebes zählen die Bevorratung von Industrie- und Gewerbegrundstücken. Dazu gehören insbesondere die Ausübung von Vorkaufsrechten sowie der Erwerb und die Entwicklung von bebauten und unbebauten Grundstücken. Mit dem ehemaligen Pfizer- Gelände im Stadtteil Hagsfeld wurde das erste Grundstück mit Gebäudeensemble von der Stadt übernommen, nachdem dieses zuvor im Rahmen eines Vorkaufsrechtes erworben wurde. 10 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Einführung 1.2 Beschäftigungsquote von Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen mit Behinderungen Seit der Stellungnahme zum Antrag „Beschäftigungsquote von Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen“ vom 14. März 2014 wurde ermittelt, dass von den Gesellschaften mit städtischer Mehrheitsbeteiligung folgende Gesellschaften die gesetzliche Beschäftigungsquote von 5 Prozent nicht erfüllen: Die KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH, die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG), der Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) sowie die Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD). Daher wird seit 2014 jährlich über die Entwicklung bei diesen Gesellschaften berichtet. Gesellschaft Quote in % Ausgleichsabgabe in € Fehlende Pflichtplätze in Personen 2018 2019 2020 2018 2019 2020 2018 2019 2020 KBG 0,00 1,89 1,89 875 0 0 1 0 0 AVG 4,41 4,33 4,53 7.875 9.500 6.750 5 7 4,5 KVV 0,00 0,00 0,00 5.280 12.480 15.680 2 3 4 KVD 3,24 3,38 3,29 6.125 5.750 6.250 4 4 4 1.3 Chancengleichheit in den städtischen Beteiligungsgesellschaften Am 7. März 2017 wurde in einer öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses ein „Rahmenkonzept zur Förderung von Frauen in Führungspositionen in den Gesellschaften der Stadt Karlsruhe“ beschlossen. Das Konzept wurde unter Mitwirkung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt mit den Gesellschaften Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH, Stadtwerke Karlsruhe GmbH, VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH und VOLKSWOHNUNG GmbH entwickelt. In einem weiteren Schritt hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 16. Juli 2019 beschlossen, dass das Rahmenkonzept zur Förderung von Frauen in Führungspositionen in den Gesellschaften der Stadt Karlsruhe nunmehr von allen Beteiligungsgesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe angewandt werden soll. Diese Gesellschaften berichten erstmals für das Geschäftsjahr 2019. Die wesentlichen Bestandteile: Erhebung einer Personalstatistik Festlegung von Instrumenten/Maßnahmen zur Frauenförderung Berichterstattung über den Umsetzungsstand im Aufsichtsrat Berichterstattung über den Umsetzungsstand in den städtischen Gremien sind für alle städtischen Gesellschaften – soweit sinnvoll anwendbar – verbindlich. Einführung | Stadtkämmerei | 11 Zur Berichterstattung in den städtischen Gremien gehört auch die Veröffentlichung des Frauenanteils in den obersten drei Führungsebenen im Beteiligungsbericht. Gesellschaft 1. Ebene 2. Ebene 3. Ebene 2018 2019 2020 2018 2019 2020 2018 2019 2020 KVVH GmbH Geschäftsbereich Rheinhäfen 5) 100 % 100 % 5) 33 % 33 % 5) 7) 7) Stadtwerke Karlsruhe GmbH 0 % 0 % 0 % 13 % 24 % 15 % 18 % 20 % 24 % Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 5) 0 % 0 % 5) 0 % 5) 10 % 4 % 0 % KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 5) 0 % 0% 5) 50 % 50% 5) 78 % 78% VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH und. KASIG 6) 0 % 0 % 0 % 13 % 13 % 13 % 12 % 13 % 14 % KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH 5) 0 % 0 % 5) 100 % 100 % 5) 0 % 0 % Fächerbad Karlsruhe GmbH 5) 0 % 0 % 5) 0 % 0 % 5) 0 % 0 % Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 0 % 0 % 0 % 17 % 17 % 17 % 13 % 19 % 16 % Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 5) 0 % 0 % 5) 20 % 20 % 5) 50 % 50 % VOLKSWOHNUNG GmbH 3) 0 % 0 % 0% 20 % 20 % 25% 36 % 41 % 42 % VOLKSWOHNUNG Service GmbH 5) 0 % 0% 5) 100 % 0% 5) 0 % 0 % Karlsruher Fächer GmbH 4) 5) 0 % 0 % 5) 100 % 50 % 5) 4) 4) Städtisches Klinikum gGmbH Verwaltung 1) 0 % 0 % 0 % 25 % 43 % 50 % 55 % 42 % 37 % Städtisches Klinikum gGmbH Med. Bereich 2) 5) 5) 8 % 4 % 4 % 32 % 35 % 35 % Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 5) 50 % 50 % 5) 100 % 83 % 5) 100 % 94 % MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH 0 % 0 % 0 % 25 % 43 % 50 % 55 % 42 % 37 % KMK GmbH 5) 100 % 100 % 5) 57 % 43 % 5) 30 % 35% KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH 5) 0 % 0 % 5) 40 % 40 % 5) 0 % 50 % KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 5) 0 % 0% 5) 100 % 80% 5) 83 % --- Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 100 % 100 % 100 % 50 % 50 % 50 % 0 % 0 % 0 % 1) 1. Ebene: Geschäftsführung, 2. Ebene: Geschäftsbereichsleitungen, 3. Ebene: Sachgebiets-/Abteilungsleitungen 2) 1. Ebene: der/ die medizinische Geschäftsführer/ Geschäftsführerin wird dem Verwaltungsbereich zugerechnet, 2. Ebene: Chefärztinnen/Chefärzte und Institutsleitungen, 3. Ebene: Oberärztinnen/Oberärzte/Pflegedienstleitungen 3) 1. Ebene: Geschäftsführung, 2. Ebene: Bereichsleitungen und Stabstellenleitungen, 3. Ebene: Teamleitungen 4) Die Geschäftsführung der Karlsruher Fächer GmbH (KFG) erbringt auch die Geschäftsführung für die Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs- KG (KFE). Die KFE hat keine eigenen Mitarbeitenden. Bei der KFG gibt es nur zwei Hierarchieebene. Darunter kommen direkt die Mitarbeitenden. 5) Gemeinderatsbeschluss vom 16. Juli 2019, Berichtspflicht ab 2019 6) Beschäftigte VBK inklusive abgeordnete Beschäftigte an die KASIG 7) Keine dritte Führungsebene vorhanden II. Überblick 14 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Überblick 1. Beteiligungsübersicht Durch die Gemeindeordnung Baden-Württemberg (GemO) ist die Stadt Karlsruhe im Rahmen des Beteiligungsmanagements aufgefordert, eine aktive Beteiligungssteuerung und -überwachung zu implementieren. Hierzu gehört auch die Verpflichtung jährlich einen Beteiligungsbericht zu erstellen (§ 105 Abs. 2 GemO), der öffentlich bekannt zu geben und auszulegen ist (§ 105 Abs. 3 GemO). Die Stadt Karlsruhe hat sich zudem zum Ziel gesetzt, im Sinne einer gesamtheitlichen Konzernberichterstattung die wesentlichen Wechselwirkungen zum Kämmereihaushalt im Beteiligungsbericht darzustellen. In Tabelle 1 sind die jeweiligen Kapitalanteile der Stadt Karlsruhe an den dort aufgeführten Unternehmen, unabhängig von der Beteiligungsquote, dargestellt. Nachfolgend wird in Kurzform über die Unternehmen berichtet, an denen die Stadt Karlsruhe unmittelbar oder mittelbar mit mehr als 25 Prozent beteiligt ist. Über Stiftungen wird nur dann informiert, wenn die Stadt Karlsruhe aus eigenen Mitteln zum Stiftungskapital beigetragen hat. Zudem erfolgt ein Kurzbericht über den Geschäftsverlauf des Eigenbetriebs Fußballstadion im Wildpark. Die Mehrzahl der vorgelegten Jahresabschlüsse 2020 wurde bis zum Berichtszeitpunkt (30. Juni 2021) von den beauftragten Abschlussprüfern geprüft. Die abschließenden Feststellungen durch die Beschlussgremien stehen zum Teil noch aus. Da dort keine Änderungen mehr zu erwarten sind, werden nachfolgend nur die noch nicht abschließend geprüften Jahresabschlüsse 2020 mit dem Vermerk „vorläufig“ versehen. Überblick | Stadtkämmerei | 15 Tabelle 1: Übersicht über sämtliche direkte städtische Beteiligungen, unabhängig von der jeweiligen Beteiligungsquote Städtische Beteiligungen Stand der Geschäftsanteile/ Stammeinlagen am 31. Dezember 2020 Stammkapitalanteil in € Beteiligungswert 1) in € 1 Abwasserverband „Mittleres Pfinz- und Bocksbachtal 857.519,33 857.519,33 2 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 52.000,00 52.000,00 3 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 420.000,00 420.000,00 4 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 14.400,00 6.171.628,00 5 Badischer Gemeinde-Versicherungs-Verband (BGV) 26.600,00 26.600,00 6 Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark 100.000,00 21.068.120,18 7 Eigenbetrieb Gewerbeflächen 2.000.000,00 2.000.000,00 8 Fächerbad Karlsruhe GmbH 62.500,00 14.798.500,00 9 Regionales Rechenzentrum Karlsruhe VermietungsGdbR 1.423.205,71 1.423.205,71 10 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 12.500,00 12.500,00 11 Karlsruher Fächer GmbH 270.000,00 11.118.921,06 12 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 4.000.000,00 13.320.000,00 13 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 3.100.000,00 23.547.126,93 14 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 14.400,00 11.100,01 15 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 33.233,97 33.233,97 16 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH 475.000,00 475.000,00 17 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 50.000,00 50.000,00 18 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 25.000,00 275.000,00 19 Kunststiftung Baden-Württemberg GmbH 511,29 511,29 20 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 107.372.000,00 269.912.517,24 21 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 59.585.955,86 34.370.502,41 22 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 300.500,00 1.303.000,00 23 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 26.000.000,00 28.670.412,22 24 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I 500.000,00 133.343,62 25 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 1.200,00 1.200,00 26 VOLKSWOHNUNG GmbH 37.000.000,00 36.817.159,69 27 KommOne 394.202,49 394.202,49 Zusammen 244.090.728,65 467.263.304,15 1) Entsprechend den „Anschaffungs- und Herstellungskosten“, das heißt entsprechend den tatsächlichen Buchungen und Zugangsanordnungen. Aufgrund der Prüfungsfeststellungen der Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg zur Eröffnungsbilanz werden Stiftungen nicht mehr als Beteiligungen – sondern als verlorener Zuschuss – und Gesellschaften als Ausleihungen dargestellt. 16 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Überblick Tabelle 2: Übersicht über Unternehmen, an denen die Stadt Karlsruhe direkt 1) mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist Gesellschaft Beteili- gungs- quote Stadt Bilanz- summe Ergebnis 2020 Plan 2020 2) % T€ + Gewinn - Verlust T€ + Gewinn - Verlust T€ 1 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 100,00 446.412 -29.482 -8.412 2 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I 26,15 1.071 +158 +154 3 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 50,00 402 +35 +5 4 Fächerbad Karlsruhe GmbH 100,00 23.136 -3.360 -2.594 5 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 6) 52,00 31.934 -4.865 -6.326 6 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 43,90 36.138 -10.333 -1.920 7 VOLKSWOHNUNG GmbH 100,00 784.694 +12.948 +5.730 8 Karlsruher Fächer GmbH 100,00 3) 22.975 +339 +509 9 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 100,00 63.597 -489 -364 10 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 100,00 525.875 -8.185 -1.628 11 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 100,00 1.605 -190 -401 12 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 100,00 19.676 -20.789 -11.570 13 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co.KG 71,48 74.832 -2.623 -2.714 14 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 95,00 1.877 -31 0 15 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 100,00 691 +6 0 16 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 5) 100,00 4) 1.327 -7 0 17 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 48,00 1.024 +25 +10 1) Über deren Tochterunternehmen, an denen die Stadt Karlsruhe mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist (wie VBK GmbH und Stadtwerke Karlsruhe GmbH), wird nachfolgend in Kapitel III berichtet. 2) In der Regel der vom Beschlussgremium genehmigte Urplan; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 3) Hiervon hält die Gesellschaft eigene Anteile in Höhe von 28,2 % am Stammkapital. 4) Hiervon hält die Gesellschaft eigene Anteile in Höhe von 59,6 % am Stammkapital. 5) Die Gesellschaft befindet sich seit dem 01.01.2018 in Liquidation. Die Aufgaben wurden von der KME und der KTG übernommen. 6) Ergebnis 2019 und Plan 2019 nach Verlustausgleich Gesellschafter. Überblick | Stadtkämmerei | 17 2. Unmittelbare Beteiligungen der Stadt Karlsruhe und deren Tochtergesellschaften 1 – Stand 31. Dezember 2020 Ver- und Entsorgung, Verkehr und Bäder Wohnungswesen und Stadtentwicklung KVVH-Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 100 % VOLKSWOHNUNG GmbH 100 % Stadtwerke Karlsruhe GmbH 80 % VOLKSWOHNUNG Service GmbH 100 % VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 100 % VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH 100 % KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-G esellschaft mbH 100 % Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH 60 % KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH 100 % KES – Karlsruher Energieservice GmbH 50 % Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 94 % Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 50 % Fächerbad Karlsruhe GmbH 100 % Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 38,8 % Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 6 % Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 10 % Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 52 % Karlsruher Fächer GmbH 100 % Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 43,9 % Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 100 % KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 50 % 1 Ohne Beteiligungen unter 25 Prozent und ohne die Tochtergesellschaften der Stadtwerke Karlsruhe GmbH sowie der Albtal—Verkehrs-Gesellschaft mbH (siehe III. Ziff. 5 und Ziffer 7 ). 18 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Überblick Unmittelbare Beteiligungen der Stadt Karlsruhe und deren Tochtergesellschaften 2 – Stand 31.12.2016 Gesundheit und Soziales Messe, Touristik, Wirtschaftsförderung, Marketing, Event und Sportstätten Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 100 % Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 100 % Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 100 % Messe Karlsruhe GmbH 100 % MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH 100 % Neue Messe Karlsruhe GmbH Co. KG 71,48 % Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 100 % KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 95 % KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 100 % Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 100 % Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 48 % 1 Ohne Beteiligungen unter 25 Prozent und ohne die Tochtergesellschaften der Stadtwerke Karlsruhe GmbH sowie der Albtal—Verkehrs-Gesellschaft mbH (siehe III. Ziff. 5 und Ziffer 7 ). Überblick | Stadtkämmerei | 19 3. Wesentliche Verträge innerhalb des Konzerns Stadt Karlsruhe Gesellschaft Vertrag Vertragspartner KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge VBK, KBG, KASIG, AVG Ergebnisabführungsvertrag SWK KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag KVVH Fächerbad Karlsruhe GmbH Geschäftsbesorgungsvertrag SWK Erbbauvertrag Stadt Karlsruhe KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag KVVH Konzessionsvertrag Stadt Karlsruhe Stadtwerke Karlsruhe GmbH Konzessionsvertrag Stadt Karlsruhe Ergebnisabführungsverträge KVVH, SWK Netzservice, SWK Novatec Pachtvertag (bezüglich Strom- und Gasverteilnetz) SWK Netzservice SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I Geschäftsbesorgungsvertrag SWK-Regenerativ-Verw. GmbH KEK- Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH Geschäftsbesorgungsvertrag SWK VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH Konzessionsvertrag Stadt Karlsruhe Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag KVVH Verkehrs- und Einnahmeaufteilungsvertrag KVV Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH Verkehrsvertrag (über Angebote im SPNV im Land Baden- Württemberg) Land Baden-Württemberg Verkehrsvertrag (über Angebote im SPNV im Land Rheinland-Pfalz) Zweckverband SPNV Reinland-Pfalz Süd Verkehrsvertrag (über Angebote im SPNV im Landkreis Karlsruhe) Landkreis Karlsruhe Vereinbarungen über den Bau, Betrieb und Finanzierung von Stadtbahnverbindungen Betroffene Gebietskörperschaften Gewinnabführungsvertrag KVVH Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) Vereinbarungen über die weitere Finanzierung des KVV Länder BW + Rheinland-Pfalz, Landkreise Karlsruhe, Rastatt + Germersheim, Städte Karlsruhe + Baden-Baden Ergänzende Vereinbarung zum KVV- Gesellschaftsvertrag über die Finanzierung der Verbundorganisation sowie die verbundbedingten Lasten Landkreise Karlsruhe, Rastatt, Germersheim, Südliche Weinstraße, Städte Karlsruhe, Baden-Baden, Landau Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH Rahmenvereinbarung über die Weiterentwicklung des Gewerbeparks und des Flughafens (Baden Airpark GmbH) sowie Fortführungsvereinbarung Land Baden-Württemberg + Flughafen Stuttgart GmbH VOLKSWOHNUNG GmbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge VOWO Service + KGK Geschäftsbesorgungsvertrag VOWO Service + VOWO Bauträger + KGK + Cité + Wohnbau Wörth Karlsruher Fächer GmbH Mietverträge zum Ständehaus, Rathauserweiterung und Teilen des Technischen Rathauses Stadt Karlsruhe Pachtvertrag (Hauptbahnhof-Garage) Stadt Karlsruhe Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG Einbringungsvertrag (Einbringung von Grundstücken in die Gesellschaft) Stadt Karlsruhe Vertrag über den Verkauf der öffentlichen Flächen Stadt Karlsruhe Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Dienstleistungsvertrag (unter anderem Bezügerechnung, Personalbetreuung) Stadt Karlsruhe Besondere Vereinbarungen über den Umfang der Nebentätigkeit Leitende Ärzte am Klinikum Beteiligung des Klinikums als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg Land Baden-Württemberg Beherrschungsverträge KVD, MVZ Vertrag über die Durchführung der Gebäudereinigung KVD Budgetvereinbarung Krankenkassen Pflegesatzvereinbarung Krankenkassen Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Pachtverträge (Tiefgarage und städt. Hallen am Festplatz) Stadt Karlsruhe Facility Management-Vertrag VOWO Service Mietvertrag (Anmietung der Messe auf 29 Jahre) Neue Messe (NMK) Überlassungs- und Dienstleistungsvertrag (technische Anlagen auf dem Gelände der NMK) SWK Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG Erbbaurechtsvertrag Stadt Rheinstetten KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH Kooperationsvereinbarung bezüglich Baustellenmarketing KASIG Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH Mietvertrag (über die Anmietung diverser Sportstätten) Stadt Karlsruhe 20 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Überblick 4. Personalentwicklung bei der Stadt Karlsruhe und bei den Beteiligungsgesellschaften Bei den Personalzahlen handelt es sich in der Regel um umgerechnete Vollkraftstellen. Die Stadt Karlsruhe arbeitet mit Stichtagszahlen (31.12.2020), während die Beteiligungsgesellschaften (hier sind auch die von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten erfasst) in der Regel Durchschnittszahlen verwenden. Nicht berücksichtigt sind die rechtlich selbständigen Stiftungen ZKM, Heimstiftung, Wirtschaftsstiftung Südwest, Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe sowie Majolika – Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe. Der Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark wurde bei der Personalentwicklung der Stadt Karlsruhe mitberücksichtigt. Diagramm 1: Personalentwicklung 2010 bis 2020 Der Anstieg bei der Stadt Karlsruhe gegenüber 2010 beträgt 946 Vollkraftstellen (+21,9 Prozent), alleine davon seit 2016 +397 Vollkraftstellen (+ 8,1 Prozent), während bei den Beteiligungsgesellschaften seit 2016 +515 Vollkraftstellen (+ 7,1 Prozent) hinzukamen. Rund 60 Prozent der gesamten Beschäftigten arbeiten in Beteiligungsgesellschaften. Diese Quote ist in den letzten Jahren nahezu konstant. 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 20102011201220132014201520162017201820192020 Stadt KarlsruheBeteiligungsgesellschaften 10.915 12.101 13.013 6.591 (58%) 4.324 (42%) 7.228 (64%) 4.873 (36%) 7.745 (60%) 5.270 (40%) Überblick | Stadtkämmerei | 21 1) Tabelle 3: Personalaufwand bei Stadt und Gesellschaften 2016 bis 2020 in T€ Gesellschaft 2016 2017 2018 2019 2020 1 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH (nur Personal Rheinhäfen) 2.575 2.660 2.817 2.946 3.046 2 KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH 1.905 1.994 2.274 2.318 1.791 3 KASIG- Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH 1) 1) 1) 1) 1) 4 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 73.353 76.203 80.430 82.095 84.624 5 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 49.135 54.203 63.904 61.092 66.716 6 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) 2.057 2.335 2.322 2.553 2.934 7 Bahn.Elektro. Planung. GmbH (B.E.P.) 6) 6) 6) 6) 1) 8 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 5) 53.352 55.406 57.799 59.704 62.114 9 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 29.940 30.718 31.424 32.837 34.212 10 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 11 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I 1) 1) 1) 1) 1) 12 SWK-NOVATEC GmbH 1) 1) 106 486 239 13 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 3) 3) 1) 1) 1) 14 Stadtwerke Rastatt Service GmbH 4) 4) 1) 1) 1) 15 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 644 739 825 877 917 16 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 1) 1) 1) 1) 1) 17 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 18 TelemaxX Telekommunikation GmbH 5.033 5.832 6.202 8.043 8.767 19 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 1) 1) 1) 1) 1) 20 Fächerbad Karlsruhe GmbH 1.294 1.569 1.704 1.968 1.791 21 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 2.426 2.927 3.031 3.554 3.921 22 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 12 13 12 12 12 23 VOLKSWOHNUNG GmbH 11.218 11.664 12.917 12.704 13.466 24 VOLKSWOHNUNG Service GmbH 2.988 3.150 4.927 3.686 3.977 25 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 1) 1) 1) 1) 1) 26 VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 27 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 900 888 993 1.083 1.131 28 Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 58 6 6 7 5 29 KES – Karlsruher Energieservice GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 30 Karlsruher Fächer GmbH 932 1.028 1.251 1.442 1.414 31 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 566 568 603 695 857 32 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 224.083 232.796 242.473 254.964 268.156 33 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 3.654 3.827 4.118 4.457 5.106 34 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum am städt. Klinikum Karlsruhe GmbH 994 1.008 1.217 1.317 1.611 35 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 2.336 2.512 2.745 3.029 3.471 36 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 8.752 9.016 9.766 11.001 10.345 37 Messe Karlsruhe GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 38 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 1) 1) 1) 1) 1) 39 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher: KEG) 1.048 1.167 1.805 1.897 1.753 40 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 1.557 1.624 1.706 1.594 1.701 41 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i. L. 943 891 15 10 5 42 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 194 179 178 169 169 43 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 3) 2) 84 300 451 581 Personalaufwand Gesellschaften 481.943 505.007 535.053 556.991 584.832 Personalaufwand Stadt 5) 311.700 327.300 340.100 359.100 375.900 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Die Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 07.04.2017 gegründet. 3) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat mit notariellem Kaufvertrag vom 06./07.06.2018 sämtliche Kommanditanteile der Gesellschaft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018 erworben. 4) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). 5) Seit 2018 ist der Personalaufwand des Eigenbetriebs Fußballstadion im Wildpark mitberücksichtigt. 6) Beteiligung der TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH zum 27.05.2020 22 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Überblick 5. Entwicklung der Investitionen, Abschreibungen, Zahlungsströme und Rückstellungen der Stadt und der Beteiligungsgesellschaften Nicht berücksichtigt sind die rechtlich selbständigen Stiftungen ZKM, Heimstiftung, Wirtschaftsstiftung Südwest, Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe sowie Majolika – Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe, sowie der Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark. Der Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark wurde bei der Investitionsentwicklung der Stadt Karlsruhe mitberücksichtigt. Diagramm 2: Investitionsentwicklung 2007 bis 2020 in Mio. € Der größte Teil der Investitionen innerhalb des Konzerns Stadt Karlsruhe entfällt auf die Beteiligungsgesellschaften. Ihr Anteil schwankt zwischen 58,4 Prozent (2008) und 75 Prozent (2016). In den Jahren 2017 bis 2020 schlagen insbesondere die Investitionen der KASIG (Kombilösung), der Stadtwerke Karlsruhe GmbH in der Fernwärmeversorgung sowie die Baumaßnahmen des Städtischen Klinikums gGmbH zu Buche. Die deutliche Erhöhung der Investitionskosten der Stadt Karlsruhe im Jahr 2020 im Vergleich zu den Vorjahren ist mit dem temporären Erwerb des Pfizer-Areals durch die Stadt begründet (rund 140 Mio. €). Zum 01. Dezember 2020 wurde das Grundstück vom neu gegründeten Eigenbetrieb Gewerbeflächen erworben. 0,00 200,00 400,00 600,00 800,00 1000,00 1200,00 20072008200920102011201220132014201520162017201820192020 Stadt KarlsruheBeteiligungsgesellschaften 531,4 135,5 (25 %) 395,9 (75 %) 256,7 150,0 (58 %) 106,7 (42 %) 997,8 560,5 (56%) 437,3 (44 %) Überblick | Stadtkämmerei | 23 Tabelle 4: Entwicklung der Investitionen und Abschreibungen bei der Stadt und den Beteiligungsgesellschaften 2016 bis 2020 Gesellschaft 2016 1) 2017 1) 2018 1) 2019 1) 2020 1) Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio. € Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio € Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio € Investi - tionen in Mio € Abschrei - bungen in Mio. € Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio. € KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 0,7 2,2 21,7 2,5 68,6 2,7 15,37 2,7 21,5 2,7 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 72,9 30,5 50,9 31,0 57,0 33,5 79,8 34,5 59,8 35,3 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 46,5 19,3 39,1 21,7 27,8 22,7 22,8 22,7 36,4 22,3 KASIG- Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft mbH 121,6 0,2 157,3 0,3 123,9 0,2 163,1 0,2 205,5 0,2 KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH 0,8 1,8 0,2 1,8 1,5 1,8 0,3 1,9 0,5 1,9 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 13,4 7,5 30,4 29,3 151,2 11,6 58,9 10,8 72,2 11,7 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Bahn.Elektro.Planung GmbH (B.E.P.) 5) 5) 5) 5) 5) 5) 5) 5) 0,0 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 3,3 1,9 2,4 2,3 3,0 3,2 4,3 3,4 3,5 3,2 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG- Solarpark I 0,0 0,2 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 SWK-NOVATEC GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 3) 3) 3) 3) 0,0 0,8 0,0 0,8 0,0 0,8 Stadtwerke Rastatt Sevice GmbH 4) 4) 4) 4) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,5 0,0 0,5 0,1 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TelemaxX Telekommunikation GmbH 8,0 3,8 12,6 4,0 3,6 5,1 4,8 5,6 10,6 5,6 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 9,2 0,3 0,7 0,8 0,0 0,8 0,0 0,8 0,0 0,8 Fächerbad Karlsruhe GmbH 6,3 0,3 3,0 0,8 5,8 0,9 0,5 1,2 0,1 1,1 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0,1 0,1 0,1 0,1 0,0 0,1 0,4 0,1 2,0 0,1 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,9 0,0 8,4 VOLKSWOHNUNG GmbH 59,4 14,3 66,2 15,0 54,5 20,3 60,1 16,2 44,4 16,7 VOLKSWOHNUNG Service GmbH 0,3 1,6 0,6 1,6 1,2 1,5 1,0 1,3 1,0 1,3 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 9,9 0,9 4,3 0,9 0,9 1,0 5,2 1,1 5,5 1,1 Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 0,0 0,3 0,0 0,3 0,3 0,2 0,0 0,1 0,0 0,1 KES – Karlsruher Energieservice GmbH 0,0 0,3 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,3 0,0 0,3 Karlsruher Fächer GmbH 0,4 1,1 1,6 1,1 1,4 1,1 0,4 0,7 3,4 0,7 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs- KG 26,5 0,5 1,9 1,3 5,4 1,3 9,0 1,5 10,5 1,7 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 25,6 16,3 54,2 16,1 57,5 17,3 67,9 19,1 81,5 20,3 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial und Gesundheitswesen GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3 0,0 0,0 0,1 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 Karlsruher Messe und Kongress GmbH 2,5 1,7 2,3 1,9 1,3 2,3 1,0 2,5 1,5 2,2 Messe Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 0,0 4,6 0,0 4,5 0,0 4,5 0,0 4,5 0,0 4,5 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 0,1 0,3 0,1 0,1 0,1 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 2) 2) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamt 407,5 109,8 449,5 137,7 565,1 133,5 495,7 134,2 560,5 143,6 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe 135,5 72,3 158,5 89,9 197,0 78,4 272,3 126,4 437,3 77,1 1) Stand 31. Dezember (Ausnahme: KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH, bis 30. September 2017) 2) Die Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 07.04.2017 gegründet. 3) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. 4) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). 5) Beteiligung der TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH zum 27.05.2020. 24 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Überblick Diagramm 3: Entwicklung der Zahlungsströme 2010 bis 2020 in T€ zwischen Stadt und Beteiligungsgesellschaften Bei den Ausschüttungen handelt es sich im Wesentlichen um Konzessionsabgaben Versorgung und Verkehr. Unter die sonstigen Zuwendungen der Stadt fallen unter anderem (Ertrags-) Zuschüsse, Stammkapitalerhöhungen und zinslose Darlehen. Minuszahlen beim Saldo bedeuten eine Belastung des städtischen Haushalts. Die Zahlen im Geschäftsjahr 2020 sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich verschlechtert. Dies ist insbesondere auf die höheren sonstigen Zuwendungen und den erstmaligen Verlustausgleich an den KVVH-Konzern zurückzuführen. Nähere Details können der folgenden Tabelle „Entwicklung der Zahlungsströme 2018 bis 2020“ entnommen werden. 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 23.350 23.792 23.680 22.583 22.731 37.438 24.559 25.991 23.104 29.354 29.575 -23.369 -26.702 -27.082 -43.112 -38.936 -42.776 -47.545 -44.470 -66.082 -101.520 -129.518 -19 -2.910 -3.402 -20.529 -16.205 -5.338 -22.986 -18.479 -42.978 -72.166 -99.943 -150.000-125.000-100.000-75.000-50.000-25.000025.00050.00075.000 SaldoVerlustausgleiche und sonstige ZuwendungenAusschüttungen an die Stadt Überblick | Stadtkämmerei | 25 Tabelle 5: Entwicklung der Zahlungsströme 2018 bis 2020 1) in T€ 2018 2019 2020 Ausschüt- tungen 2) Verlust- ausgleiche Sonstige Zuwen- dungen 3) Saldo Ausschüt- tungen 2) Verlust- ausgleiche Sonstige Zuwen- dungen 3) Saldo Ausschüt- tungen 2) Verlust- ausgleiche Sonstige Zuwen- dungen 3) Saldo Konzern KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 22.509 0 -23.929 -1.420 28.748 0 -35.042 -6.294 28.966 -29.482 -41.736 -42.252 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 4) 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG -Solarpark I 45 0 0 45 45 0 0 45 50 0 0 50 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0 0 -371 -371 0 0 -389 -389 0 0 -439 -439 Fächerbad Karlsruhe GmbH 29 -2.891 -263 -3.125 27 -3.196 -10.309 -13.478 25 -3.360 -209 -3.544 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0 -1.803 -179 -1.982 0 -2.219 -186 -2.405 0 -2.623 -164 -2.787 VOLKSWOHNUNG GmbH 345 0 -3.848 -3.503 355 0 -164 191 343 0 -693 -350 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 2 0 0 2 2 0 0 2 2 0 0 2 Karlsruher Fächer GmbH 0 0 0 0 0 0 -2.528 -2.528 0 0 0 0 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 105 0 0 105 108 0 0 108 119 0 0 119 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 7 0 -12.500 -12.493 7 0 -32.457 -32.450 7 -8.851 -17.586 -26.430 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 0 -11.996 0 -11.996 0 -11.047 0 -11.047 0 -14.758 0 -14.758 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 62 0 0 62 62 0 0 62 62 0 0 62 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH 0 0 -3.057 -3.057 0 0 -3.396 -3.396 0 0 -3.612 -3.612 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0 0 -2.902 -2.902 0 0 -2.956 -2.956 0 0 -3.137 -3.137 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH v 0 -2.060 -2.060 0 0 0 0 0 0 0 0 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 0 0 -2.331 -2.331 0 0 -2.608 -2.608 0 -2.856 -2.856 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 1 0 0 1 1 0 0 1 1 0 0 1 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0 0 -12 -12 0 0 -13 -13 0 0 -12 -12 23.104 -16.690 -49.392 -42.978 29.355 -16.462 -90.048 -77.155 29.575 -59.074 -70.444 -99.943 1) Ohne Heimstiftung, Stiftung Kompetenzzentrum für Finanzierung und Beratung, Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe, Majolika – Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe sowie ohne Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM). 2) Im Wesentlichen Konzessionsabgabe Stadtwerke, Rückfluss Gesellschafterdarlehen sowie Bürgschaftsgebühren. 3) Zum Beispiel Zuschüsse und Stammkapitalerhöhungen sowie Zahlungen aus Wohnraumförderprogrammen. 4) Ab dem 01.01.2018 Integration der AVG in den KVVH- Konzern. 26 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Überblick Tabelle 6: Ergebnisübersicht 2016 bis 2020 über Unternehmen, an denen die Stadt Karlsruhe direkt 1) mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist in T€ Gesellschaft 2016 2017 2018 2019 2020 1 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH -1.815 -10.536 -7.308 -14.103 -29.482 2 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I +110 +174 +182 +167 +158 3 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH -5 +39 -71 -81 +35 4 Fächerbad Karlsruhe GmbH -396 -2.368 -2.891 -3.196 -3.360 5 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 2) +0 +0 +0 +0 +0 6 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH +0 +0 +0 +0 +0 7 VOLKSWOHNUNG GmbH +6.805 +9.592 +16.433 +14.846 +12.958 8 Karlsruher Fächer GmbH +403 +279 +334 +674 +339 9 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG -501 -313 -439 -220 -489 10 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH -1.697 -7.457 -3.656 -2.799 -8.128 11 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) +264 + 140 -141 -41 -190 12 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH -10.239 -11.212 -11.996 -11.047 -20.789 13 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG -1.177 -1.427 -1.522 -1.411 -2.623 14 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH +0 -69 -38 +79 +10 15 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH +1 +1 +0 +9 +2 16 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. -2 -156 -46 +1.144 -7 17 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH +36 +26 +50 +59 +25 Summe Ergebnisse der Gesellschaften -8.213 -23.287 -11.109 -15.920 -51.541 Zum Vergleich: Jahresergebnis der Stadt Karlsruhe +64.958 +204.904 +119.898 +30.696 -56.669 Verlustausgleiche/Zuwendungen Stadt Karlsruhe an Gesellschaften -47.545 -44.470 -66.082 -155.902 -129.518 1) Über deren Tochterunternehmen, an denen die Stadt Karlsruhe mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist (wie VBK GmbH und Stadtwerke Karlsruhe GmbH), wird nachfolgend in Kapitel III berichtet. 2) Ergebnis nach Verlustausgleich Gesellschafter Überblick | Stadtkämmerei | 27 Tabelle 7: Entwicklung der Rückstellungen bei der Stadt und den Beteiligungsgesellschaften 2016 bis 2020 in Mio. € Gesellschaft 2016 1) 2017 1) 2018 1) 2019 1) 2020 1) Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen KVVH GmbH 6,6 3,4 5,1 3,5 6,3 3,7 4,7 3,6 5,0 3,8 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 45,3 7,6 49,4 7,4 43,0 6,9 49,8 7,3 50,3 7,8 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 62,6 19,3 61,8 21,4 59,4 25,7 61,6 27,1 66,5 28,7 KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur GmbH 1,9 0,0 4,0 0,0 10,7 0,0 9,9 0,0 42,2 0,0 KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH 0,2 0,0 0,2 0,0 0,4 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 154,0 31,0 148,1 34,6 156,8 40,0 152,9 40,0 137,2 46,0 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe (TTK) 0,0 0,0 0,3 0,0 0,3 0,0 0,5 0,0 0,0 0,0 Bahn.Elektro.Planung. GmbH (B.E.P.) 5) 5) 5) 5) 5) 5) 5) 5) 0,0 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 8,6 0,0 9,6 0,0 6,6 0,0 8,8 0,0 9,4 0,0 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 SWK-NOVATEC GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 3) 3) 3) 3) 0,2 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 Stadtwerke Rastatt Service GmbH 4) 4) 4) 4) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TelemaxX Telekommunikation GmbH 2,4 0,0 2,2 0,0 2,2 0,0 2,6 0,0 2,4 0,0 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 0,6 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 Fächerbad Karlsruhe GmbH 0,1 0,0 0,0 0,0 1,0 0,0 0,2 0,0 0,1 0,0 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0,2 0,0 0,4 0,0 0,3 0,0 0,4 0,0 0,8 0,0 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 VOLKSWOHNUNG GmbH 8,6 0,0 5,3 0,0 8,5 0,0 9,3 0,0 12,9 0,0 VOLKSWOHNUNG Service GmbH 0,7 0,0 0,6 0,0 2,1 0,0 2,1 0,0 1,5, 0,0 Konversionsgesellschaft Karlsruhe (KGK) 6,1 0,0 5,4 0,0 11,4 0,0 8,6 0,0 7,2 0,0 VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 0,5 0,0 0,9 0,0 0,3 0,0 1,1 0,0 1,0 0,0 Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 0,3 0,0 0,2 0,0 0,1 0,0 0,7 0,0 0,8 0,0 KES – Karlsruher Energieservice GmbH 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 0,0 Karlsruher Fächer GmbH 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,4 0,0 0,5 0,0 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs- KG 0,4 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 50,1 16,5 54,5 17,4 64,1 17,8 70,1 18,7 71,3 19,5 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 0,0 0,0 0,3 0,0 0,3 0,0 0,3 0,0 0,2 0,0 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum GmbH 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 0,1 0,0 0,1 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,2 0,2 Karlsruher Messe und Kongress GmbH 6,4 0,2 7,6 0,2 8,5 0,2 10,3 0,2 13,8 0,2 Messe Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 0,1 0,0 1,0 0,0 1,0 0,0 2,1 0,0 3,9 0,0 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 0,1 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,1 0,0 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0,3 0,0 0,4 0,0 0,6 0,0 0,2 0,0 0,1 0,0 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 0,3 0,0 0,3 0,3 0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 2) 2) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamt 356,8 78,0 358,4 84,8 385,3 94,3 398,2 96,9 427,1 106,2 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe 5) 157,6 0,0 165,9 0,0 146,6 0,0 151,6 0,0 316,5 0,0 1) Stand 31. Dezember (Ausnahme: KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH, bis 30. September 2017) 2) Die Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 07.04.2017 gegründet. 3) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. 4) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). 5) Beteiligung der TransportTechnologie- Consult Karlsruhe GmbH zum 27.05.2020. . 28 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Überblick 6. Entwicklung der Darlehensverbindlichkeiten Tabelle 8: Darlehensverbindlichkeiten 2016 bis 2020 in Mio. € Gesellschaft 2016 1) 2017 1) 2018 1) 2019 1) 2020 1) Gesamt davon Gesell- schafter Gesamt davon Gesell- schafter Gesamt davon Gesell- schafter Gesamt davon Gesell- schafter Gesamt davon Gesell- schafter KVVH GmbH 78,3 0,0 76,8 0,0 107,0 0,0 104,6 0,0 102,1 0,0 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 279,7 0,0 289,2 0,0 275,8 0,0 293,5 0,0 301,7 0,0 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 65,5 10,7 108,8 0,0 104,2 0,0 134,5 0,0 128,8 0,0 KASIG- Karlsruher Schieneninfrastruktur GmbH 307,5 0,0 307,5 0,0 457,5 0,0 492,5 0,0 528,4 0,0 KBG- Karlsruher Bädergesellschaft mbH 21,3 0,0 16,6 0,0 15,7 0,0 14,7 0,0 13,8 0,0 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 63,9 0,0 80,5 0,0 106,7 0,0 141,1 0,0 279,5 0,0 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe (TTK) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Bahn.Elektro.Planung. GmbH (B.E.P.) 5) 5) 5) 5) 5) 5) 5) 5) 0,0 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG 0,6 0,0 0,5 0,0 0,4 0,0 0,3 0,0 0,1 0,0 SWK-NOVATEC GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 3) 3) 3) 3) 0,0 0,0 8,0 0,0 7,2 0,0 Stadtwerke Rastatt Service GmbH 4) 4) 4) 4) 0,0 0,0 0,1 0,1 0,6 0,6 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,5 0,3 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TelemaxX Telekommunikation GmbH 4,2 0,0 10,3 0,0 13,3 0,0 11,0 0,0 19,4 0,0 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 9,2 0,0 9,1 0,0 8,5 0,0 7,9 0,0 7,3 0,0 Fächerbad Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 13,5 0,0 12,6 0,0 11,7 0,0 10,7 0,0 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 VOLKSWOHNUNG GmbH 427,4 7,5 472,0 6,5 467,6 2,6 464,6 2,4 473,6 2,3 VOLKSWOHNUNG Service GmbH 18,4 11,3 18,3 11,8 16,0 11,4 14,8 11,0 12,1 8,9 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 29,7 29,7 45,1 30,1 16,0 0,0 0,0 0,0 0,4 0,4 VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 27,5 4,0 25,3 0,0 27,2 3,0 24,2 0,0 23,5 0,0 Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 2,5 0,0 0,9 0,0 0,8 0,0 0,6 0,0 0,5 0,0 KES – Energieservice GmbH 2,4 0,0 2,3 0,0 2,2 0,0 2,1 0,0 1,9 0,0 Karlsruher Fächer GmbH 11,3 0,0 11,0 0,0 11,6 0,0 11,2 0,0 11,0 0,0 Karlsruher Fächer GmbH & Co. KG 32,9 0,0 42,3 0,0 44,1 0,0 44,8 0,0 46,9 0,0 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 20,0 20,0 20,0 20,0 20,0 20,0 10,0 10,0 0,0 0,0 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Messe und Kongress GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Messe Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 18,3 0,0 16,7 0,0 15,0 0,0 13,3 0,0 11,7 0,0 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH. 2) 2) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamt 1.420,6 83,2 1.566,7 68,4 1.722,2 37,0 1.805,5 23,5 1.981,7 12,5 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe 186,1 - 170,0 - 151,8 - 185,7 - 272,1 -- 1) Stand 31. Dezember (Ausnahme: KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH, bis 30. September 2017) 2) Die Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 07.04.2017 gegründet. 3) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. 4) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). 5) Beteiligung der TransportTechnologie- Consult Karlsruhe GmbH zum 27.05.2020. . Anmerkung: Die hier aufgeführten Darlehensverbindlichkeiten stellen nur einen Teil der Verbindlichkeiten der Gesellschaften dar. Hinzu kommen in der Regel weitere Verbindlichkeiten im Sinne des § 266 Handelsgesetzbuch (wie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung) sowie kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt. Überblick | Stadtkämmerei | 29 Tabelle 9: Zins- und Tilgungsleistungen 2016 bis 2020 in Mio. € Gesellschaft 2016 1) 2017 1) 2018 1) 2019 1) 2020 1) Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung KVVH GmbH 2,5 2,0 2,5 1,6 2,7 2,3 2,9 2,4 2,9 2,4 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 6,3 11,0 6,0 14,0 5,7 14,4 5,8 22,4 5,1 21,7 VBK- Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 1,7 3,6 2,4 14,8 2,1 4,6 2,1 4,6 2,4 5,8 KASIG- Karlsruher Schieneninfrastruktur GmbH 10,5 0,0 11,6 0,0 13,3 0,0 15,1 0,0 19,9 14,1 KBG- Karlsruher Bädergesellschaft mbH 0,6 4,4 0,6 4,6 0,4 0,9 0,3 1,0 0,3 1,0 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 1,4 5,1 1,6 7,8 2,2 14,0 2,4 11,5 2,7 11,6 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe (TTK) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Bahn.Elektro.Planung. GmbH (B.E.P.) 5) 5) 5) 5) 5) 5) 5) 5) 0,0 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 SWK-NOVATEC GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 3) 3) 3) 3) 0,3 0,8 0,2 0,8 0,2 0,8 Stadtwerke Rastatt Service GmbH 4) 4) 4) 4) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 BES- Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TelemaxX Telekommunikation GmbH 0,2 1,4 0,2 1,9 0,2 2,0 0,2 2,3 0,1 1,7 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 0,3 0,0 0,2 0,1 0,2 0,6 0,2 0,6 0,2 0,6 Fächerbad Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,1 0,5 0,2 0,9 0,2 0,9 0,2 0,9 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 VOLKSWOHNUNG GmbH 10,0 36,3 8,5 28,2 8,1 29,0 7,4 29,9 6,7 29,7 VOLKSWOHNUNG Service GmbH 0,3 3,8 0,2 2,4 0,1 4,1 0,1 5,5 0,1 3,7 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 0,2 2,4 0,2 20,2 0,1 48,4 0,0 1,5 0,0 0,0 VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 0,3 1,0 0,3 1,3 0,3 1,8 0,3 4,0 0,3 1,2 Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 0,1 2,2 0,1 1,6 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 KES – Energieservice GmbH 0,0 0,3 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 Karlsruher Fächer GmbH 0,3 0,2 0,1 0,3 0,2 0,3 0,1 0,3 0,1 0,5 Karlsruher Fächer GmbH & Co. KG 0,4 0,1 0,8 0,7 0,9 0,9 0,9 0,7 0,8 1,2 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Messe und Kongress GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Messe Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 0,4 2,0 0,4 1,6 0,3 1,7 0,3 1,7 0,3 1,7 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 2) 2) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamt 35,5 75,9 35,8 101,8 37,3 127,0 38,5 90,4 42,3 98,9 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe 5,5 25,4 4,8 16,1 4,2 18,2 3,5 16,2 3,3 156,5 1) Stand 31. Dezember (Ausnahme: KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH, bis 30. September 2017) 2) Die Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 07.04.2017 gegründet. 3) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat mit notariellem Kaufvertrag vom 06./07.06.2018 sämtliche Kommanditanteile der Gesellschaft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018 erworben. 4) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG) 5) Beteiligung der TransportTechnologie- Consult Karlsruhe GmbH zum 27.05.2020. 30 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Überblick 7. Übersicht Abschlussprüfer 2020 Laufende Nummer und Gesellschaft Abschlussprüfer Beauftragt seit Geschäftsjahr 1 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 2 KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 3 KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 4 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 5 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 6 Stadtwerke Karlsruhe GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 8 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 9 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 10 SWK-NOVATEC GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 11 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 12 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 13 EOS Windenergie GmbH & Co. KG Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 14 Stadtwerke Rastatt Service GmbH Maisenbacher Hort + Partner 2020 15 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 16 TelemaxX Telekommunikation GmbH Warth & Klein Grant Thornton AG 2017 17 Windpark Bad Camberg GmbH & Co.KG ETL Mitteldeutschland GmbH 2020 18 Fächerbad Karlsruhe GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 19 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH Residenz Treuhand 2018 20 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) KPMG AG 2017 21 VOLKSWOHNUNG GmbH KPMG AG 2019 22 VOLKSWOHNUNG Service GmbH KPMG AG 2019 23 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) KPMG AG 2019 24 VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH KPMG AG 2019 25 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH KPMG AG 2019 26 Entwicklungsgesellschaft Cité KPMG AG 2019 27 KES – Karlsruher Energieservice GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 28 Karlsruher Fächer GmbH Rechnungsprüfungsamt 2006 29 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG Rechnungsprüfungsamt 2006 30 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Wibera AG 2017 31 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH Wibera AG 2017 32 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum am städt. Klinikum Ka. GmbH Wibera AG 2017 33 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) Rechnungsprüfungsamt 1988 34 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Ebner Stolz GmbH & Co. KG 2016 35 Messe Karlsruhe GmbH Ebner Stolz GmbH & Co. KG 2016 36 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG Ebner Stolz GmbH & Co. KG 2016 37 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KEG) Rechnungsprüfungsamt 2014 38 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH Rechnungsprüfungsamt 2014 39 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. Rechnungsprüfungsamt 2012 40 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH Rechnungsprüfungsamt 1975 41 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH Rechnungsprüfungsamt 2017 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe Rechnungsprüfungsamt Überblick | Stadtkämmerei | 31 8. Erläuterung der wichtigsten Bilanzkennzahlen Kennzahl Erläuterung Anlagenintensität Formel: Anlagevermögen x 100 Bilanzsumme Die Kennzahl ermöglicht Aussagen zum Vermögensaufbau. Eine hohe Anlagenintensität ist ein Indiz für einen kostenintensiven (Fixkosten) Betrieb des Unternehmens. Umlaufintensität Formel: Umlaufvermögen x 100 Bilanzsumme Sie gibt Auskunft darüber, wie lange das Umlaufvermögen im Unternehmen verweilt. Eine hohe Umlaufintensität ermöglicht es, sich in stärkerem Umfang mit kurzfristigem Fremdkapital zu finanzieren. Eigenkapitalquote Formel: Eigenkapital x 100 Bilanzsumme Eine hohe Eigenkapitalquote gilt als wichtiger Indikator für die Bonität eines Unternehmens und verschafft Sicherheit und Handlungsfähigkeit. Anlagendeckungsgrad I Formel: Eigenkapital x 100 Anlagevermögen Es gilt als grundlegende Finanzierungsregel, dass langfristig gebundene Vermögenswerte auch durch langfristige Mittel finanziert werden; die Fristigkeit der Finanzierungsmittel soll der Nutzungsdauer der damit finanzierten Objekte entsprechen. Hieraus wird die Regel abgeleitet, dass zumindest das Anlagevermögen eines Unternehmens langfristig, also durch Eigenkapital zu finanzieren sei. Die Kennzahl Anlagendeckung sagt aus, in welchem prozentualen Umfang diese Regel tatsächlich eingehalten wurde. Umsatzrentabilität Formel: Jahresüberschuss nach Steuern x 100 Umsatzerlöse Der Betriebserfolg wird hier am Geschäftsumfang, nämlich der Umsatztätigkeit, gemessen. Die Umsatzrentabilität (auch Gewinnspanne) gehört damit zu den wichtigsten Kennzahlen für die Beurteilung der Ertragskraft. Eigenkapitalrentabilität Formel: Jahresüberschuss nach Steuern x 100 Eigenkapital Die Kennzahl gibt an, in welcher Höhe sich das eingesetzte Eigenkapital im Geschäftsjahr verzinst hat. Gesamtkapitalrentabilität Formel: (Jahresüberschuss nach Steuern + Zinsaufwand) x 100 Gesamtkapital Sie zeigt an, welche Rendite das im Unternehmen gebundene Kapital erbracht hat. Mit der Berücksichtigung des Zinsaufwandes wird die unterschiedliche Ausstattung der Unternehmen mit Eigen- und Fremdkapital bzw. die daraus resultierende unterschiedliche Zinsbelastung neutralisiert. Die Kennzahl bietet so vor allem im Branchenvergleich eine gute Grundlage zu einer von der Kapitalstruktur unabhängigen Beurteilung der Ertragskraft. Kostendeckung Formel: Umsatzerlöse x 100 Gesamtaufwand Die Kennzahl gibt an, in welchem Maße ein Unternehmen seine Aufwendungen am Markt über Umsatzerlöse decken kann. Cash-Flow Formel: Jahresüberschuss + Abschreibungen + | - Änderung der langfristigen Rückstellungen Der Cash-Flow beschreibt den Mittelzufluss (Einzahlungen) des Geschäftsjahres, dem kein unmittelbarer Mittelabfluss (Auszahlungen) gegenübersteht. Er zeigt, in welchem Umfang Finanzmittel für Investitionen, zur Schuldentilgung oder für Gewinnausschüttungen für das Folgejahr zur Verfügung stehen. Personalkostenintensität Formel: Personalkosten x 100 Gesamtaufwand Die Kennzahl gibt an, wie personalintensiv ein Unternehmen arbeitet. Anmerkungen: 1. Jahresüberschuss vor Abführung oder Verlustübernahme 2. Bilanzsumme = Gesamtkapital 3. Gesamtaufwand gemäß § 275 Abs. 2 Nrn. 5-8, 12-14, und 16 HGB 4. Mitarbeiterzahl entsprechend Tabelle „Personalentwicklung“ 32 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Überblick Überblick | Stadtkämmerei | 33 III. Kapital- und Personengesellscha ften 34 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KVVH Ver- und Entsorgung und Verkehr 36 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KVVH 1. KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76127 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-1009 kvvh@stadtwerke-karlsruhe.de www.kvvh.de Gründung 1. Januar 1997 (vorm. Eigenbetrieb Stadtwerke) Unternehmensgegenstand Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit Elektrizität, Gas, Fernwärme, Wasser, das Anbieten von Telekommunikationsdienstleistungen und die Durchführung der Straßenbeleuchtung sowie die Verkehrsbedienung und das Betreiben der Rheinhäfen (GV vom 8. Dezember 2017). Geschäftsführung Michael Homann (Sprecher) Dr. Alexander Pischon Patricia Erb-Korn Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 107.372.000 € Aufsichtsrat 20 Mitglieder, davon 10 Vertreter der Anteilseigner und 10 Vertreter der Arbeitnehmer EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz) Dirk Gümpel (stellv.Vorsitz) StR Lukas Bimmerle StR Thomas Hock StR Detlef Hofmann StR Johannes Honné StR Parsa Marvi StR Zoe Mayer StR Dr. Thomas Müller StR Dr. Paul Schmidt StR Ina Wichmann Jürgen Beutel Michael Bürck (ab 01.07.2020) Thorsten Dossow Martina Ganz Silke Gleitz Harald Klingler (bis 30.06.2020) Prof. Dr. Matthias Maier Heidi Pfeiffer Vanessa Seth Udo Unger Beteiligungen (mindestens 20 %) Stadtwerke Karlsruhe GmbH VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH Albtal-Verkehrs – Gesellschaft mbH Karlsruhe Anteile am Stammkapital 80 % = 100 % = 100 % = 100 % = 94 % = 93.428.400,00 € 100.000.000,00 € 3.200.000,00 € 5.500.000,00 € 6.580.000,00 € Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der VBK GmbH Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der KBG-Karlsruher Bädergesellschaft mbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft GmbH Ergebnisabführungsvertrag mit der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 12 13 14 16 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen KVVH | Stadtkämmerei | 37 Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart, geprüft (Abschlussprüfer im gesamten Konzern seit der Abschlussprüfung 2020). Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 4) 37 40 39 41 Beamte 4) 1 1 1 1 Gesamtbelegschaft (Geschäftsbereich Rheinhäfen) 38 41 40 42 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten und Beamten Leistungszahlen KVVH – Geschäftsbereich Rheinhäfen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Schiffsgüterumschlag (in Mio. Tonnen) Mineralölprodukte 5,0 4,2 4,7 4,4 andere Güter 2,3 2,3 2,3 1,9 Zusammen 7,3 6,5 7,0 6,3 2. Einnahmen aus Umschlag Gesamt (in Mio. €) 3,1 2,8 3,0 2,8 je Tonnen (in €) 0,44 0,43 0,43 0,46 3. Fahrgastschifffahrt Anzahl der Teilnehmenden 30.041 27.810 28.541 3.805 Wichtigste Zahlungsströme zwischen Stadt Karlsruhe und KVVH-Konzern in den Jahren 2017 bis 2020 aus Sicht der Stadt Karlsruhe in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Konzessionsabgabe Versorgung 1) 2) +22.041 +22.503 +23.327 +22.242 2. Konzessionsabgabe Verkehr 3) +539 +539 +1.288 +2.029 3. Liquiditätszuschuss an KVVH GmbH -2.122 -2.292 -2.042 -5.058 4. Kostentragung „Verbundbedingte Lasten“ durch Stadt 4) -1.636 -1.636 0 0 5. Kapitalerhöhungen 0 -20.001 -33.000 -36.678 6. Verlustausgleich - - - -29.482 Zusammen +18.822 -672 -10.427 -46.947 1) Über Stadtwerke Karlsruhe GmbH an Stadt Karlsruhe 2) Anteil Stadt Karlsruhe (das heißt ohne Anteil Rheinstetten/Gasversorgung Hardt) 3) Über VBK- Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH an Stadt Karlsruhe 4) Ab 2019 erfolgt die Zahlung der Stadt Karlsruhe direkt an den KVV 38 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KVVH Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Das Ergebnis der KVVH GmbH weist im Jahresabschluss 2020 einen Verlust in Höhe von 29,5 Mio. € aus. Damit verschlechtert sich das Ergebnis der KVVH GmbH im Berichtsjahr um 15,4 Mio. €. Diagramm: Entwicklung der Ergebnisse 2010 bis 2020 Das KVVH-Gesamtergebnis umfasst im Einzelnen das Ergebnis des Finanzbereichs sowie des eigenständigen Geschäftsbereichs Rheinhäfen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr weist der Geschäftsbereich Rheinhäfen einen gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. € geringeren Jahresüberschuss in Höhe von 0,3 Mio. € aus. Im Finanzbereich der KVVH GmbH, der insbesondere den Querverbund im Rahmen der körperschafts- und gewerbesteuerlichen Organschaft beinhaltet, wird im Wirtschaftsjahr 2020 ein Fehlbetrag von 29,8 Mio. € ausgewiesen. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 15,0 Mio. €. Der Ergebnisbeitrag der Stadtwerke Karlsruhe GmbH bewegt sich dabei mit 19,8 Mio. € um 2,9 Mio. € unter dem Ergebnisniveau des Vorjahres mit 22,7 Mio. €. Der erzielte Ergebnisbeitrag setzt sich im Einzelnen aus der Gewinnabführung in Höhe von 16,1 Mio. € (Vorjahr 19,2 Mio. €) und der steuerlichen Organumlage in Höhe von 6,9 Mio. € (Vorjahr 7,3 Mio. €) zusammen. Abzüglich der dem Gesellschafter EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH zustehenden Gewinnbeteiligung in Höhe von 3,2 Mio. € (Vorjahr 3,8 Mio. €) verbleibt damit ein positiver Beitrag der Stadtwerke zum Finanzergebnis der KVVH in Höhe von 19,8 Mio. €. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG), als jüngste KVVH-Tochtergesellschaft seit dem 1. Januar 2018 in der KVVH-Holding integriert, erwirtschaftete in 2020 einen Gewinn in Höhe von 2,3 Mio. €. Im Vorjahr fiel der Ergebnisbeitrag der AVG mit 5,2 Mio. € um 2,9 Mio. € höher aus. Die Ergebnisse der übrigen Tochtergesellschaften, der Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH (VBK), der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (KASIG) und der Karlsruher Bädergesellschaft mbH (KBG) bewegten sich in Summe ihrer Ergebnisse mit insgesamt minus 56,0 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres mit minus 45,6 Mio. €. Insgesamt stiegen die Gesamtaufwendungen aus der Verlustübernahme im Berichtsjahr damit um rund 10,4 Mio. € an. Diese zusätzliche negative Ergebnisentwicklung ist hauptsächlich auf die steigenden Verluste der Verkehrssparte sowie die Auswirkungen der Coronakrise, welche das Geschäftsjahr 2020 überschattete, zurück zu führen. Eine positive Entwicklung für das Ergebnis der KVVH GmbH war im Berichtsjahr bei den Dividendenzahlungen aus dem Aktienpaket der EnBW zu verzeichnen. Mit einem Ausschüttungsbetrag in Höhe von 4,5 Mio. € lag die 2,6 2,4 1,6 0,1 -7,6 -3,2 -1,8 -10,5 -7,3 -14,1 -29,5 -35 -30 -25 -20 -15 -10 -5 0 5 20102011201220132014201520162017201820192020 in Mio. Euro Jahr KVVH | Stadtkämmerei | 39 Dividende um 0,3 Mio. € über dem Dividendenertrag im Vorjahr. Die Ausschüttung je Aktie belief sich dabei auf 0,70 €/Aktie. Mit Wirkung zum 01. Januar 2021 ist die KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH aus dem KVVH- Unternehmensverbund ausgeschieden, so dass deren Verlustübernahme durch die KVVH-Holding zukünftig entfallen wird. Diagramm: Gesamtumschlag Rheinhafen 2010 bis 2020 Ausblick Einen maßgeblichen Einfluss auf die weitere Ergebnisentwicklung des Finanzbereichs der KVVH GmbH nehmen insbesondere die Prognosen für die Beteiligungsergebnisse der Tochtergesellschaften sowie die weitere Entwicklung der Dividendenerträge aus dem EnBW-Aktienbesitz. So rechnet die KVVH GmbH aufgrund der auch in 2021 andauernden Pandemie im Bereich der Beteiligungsergebnisse aus den Tochtergesellschaften des Verkehrsbereiches in 2021 per Saldo mit einer deutlichen Ergebnisverschlechterung im Vergleich zu den Rechnungsergebnissen 2020. Auch die mittelfristige Betrachtung der Ergebnisentwicklung in der KVVH GmbH zeigt eine negative Tendenz auf. Die Erzielung eines vollständigen Verlustausgleichs innerhalb der KVVH GmbH erscheint derzeit kaum möglich. Aufgrund dieser Erkenntnisse erfolgen durch die Stadt Karlsruhe gemeinsam mit den Beteiligungsunternehmen innerhalb der KVVH GmbH weitere intensive Untersuchungen zur Entwicklung möglicher Finanzierungsmodelle sowie strukturelle Maßnahmen zur Verbesserung bzw. Stabilisierung der Ergebnissituation in den jeweiligen Gesellschaften. Risiken Die Hauptrisiken der KVVH GmbH resultieren aus den wesentlichen Tochtergesellschaften und werden in den Risikomanagementsystemen der einzelnen Tochtergesellschaften dargestellt. Als übergreifendes Risiko der KVVH GmbH ist die nicht auszuschließende Gefahr der Abschaffung des steuerlichen Querverbundes durch gesetzliche Vorgaben zu nennen. Ebenso kann eine Reduzierung der Dividende aus dem Aktienpaket der EnBW das Ergebnis belasten. Im Rahmen der Risikobewertung werden derzeit keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können. 6,0 6,8 7,1 6,7 6,5 6,3 0,0 1,0 2,0 3,0 4,0 5,0 6,0 7,0 8,0 20102011201220132014201520162017201820192020 in Mio. Tonnen Jahr 40 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KVVH Klimaschutz und Nachhaltigkeit Neben dem beim Geschäftsbereich Rheinhäfen im Jahr 2019 angeschafften Elektrofahrzeug wurden alle Mitarbeiter, die dies wünschten, mit E-Bikes ausgestattet (derzeit 20 Personen). Der Bezug von Ökostrom seit 2011 wird fortgeführt, ebenso wie die sukzessive Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik. Bereits realisiert sind die Strom-Ladeanschlüsse für Schiffe an den entsprechenden Liegeplätzen zur Reduktion klimaschädlicher Abgase. Seit 2020 wird geprüft und umgesetzt, ob und wenn ja auf welchen rheinhafen-eigenen Gebäuden Photovoltaik-Anlagen sinnvoll eingesetzt werden können. Die Ergebnisse aus dem Energieaudit 2019 werden weiterhin umgesetzt. Kurzbilanz 2020 in € Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +10.295 +11.392 +10.880 +11.353 +10.692 +10.682 2. Sonstige betriebliche Erträge +2.235 +2.920 +2.806 +2.813 +2.691 +205 3. Materialaufwand -2.858 -3.236 -3.260 -3.588 -3.178 -3.269 4. Personalaufwand -2.660 -2.817 -2.946 -3.046 -3.124 -3.075 5. Abschreibungen -2.485 -2.725 -2.726 -2.671 -2.536 -2.719 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.374 -877 -946 -839 -829 -849 7. Erträge aus anderen Wertpapieren u. a. +0 +3.215 +4.179 +4.500 +4.179 +5.143 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +698 +43 +287 +228 +250 +132 9. Erträge aus Gewinnabführung 3) +17.383 +24.891 +20.618 +15.146 +29.835 +26.823 10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -35.311 -42.410 -45.563 -56.013 -40.601 -65.338 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.007 -4.105 -4.349 -3.914 -4.032 -4.131 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +7.769 +6.693 +7.212 +6.901 +3.802 +8.800 13. Ergebnis nach Steuern -10.315 -7.016 -13.808 -29.130 -2.851 -27.596 14. Sonstige Steuern -221 -292 -295 -352 -294 -296 15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -10.536 -7.308 -14.103 -29.482 -3.145 -27.892 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“, eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 3) Nach Abzug der Abführung an außenstehende Gesellschafter der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Rechnungsabgrenzungsposten 94.258 68.012.264 331.476.497 44.017 46.496.763 10.173 278.102 446.412.074 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital 107.372.000 Kapitalrücklage 145.897.227 Verlustvortrag Jahresverlust 29.482.470 Buchmäßiges Eigenkapital 223.786.757 Rückstellungen 5.045.304 Verbindlichkeiten 217.480.013 Rechnungsabgrenzungsposten 100.000 446.412.074 KVVH | Stadtkämmerei | 41 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 92,6 90,4 88,1 89,5 2. Umlaufintensität (in %) 7,4 9,5 11,8 10,4 3. Investitionen (in Mio. €) 21,7 68,6 15,4 21,5 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 36,9 47,3 48,9 50,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 39,8 52,3 55,4 56,0 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -102,3 -64,2 -129,6 -259,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -8,5 -3,7 -6,5 -13,2 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -1,9 -0,8 -2,2 -5,7 4. Kostendeckung (in %) 65,5 57,0 50,1 38,9 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern -7.720 -3.268 -11.471 -26,669 5.2 nach Ertragsteuern -7.917 -4.450 -11.579 -26,667 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 5,4 5,0 4,9 4,3 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 70.011 68.697 73.654 72.522 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 42 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KVVH Nachrichtlich: KVVH – Konzernabschluss 2020 Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Wertpapiere Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei der Stadt Karlsruhe Rechnungsabgrenzungsposten 23.706.389 2.135.345.510 131.258.024 50.792.795 184.460.012 15.338.700 100.932.907 1.994.942 2.643.829.279 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Andere Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Buchmäßiges Eigenkapital Empfangene Ertragszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 107.372.000 283.924.068 50.092.389 -21.342.019 44.993.506 465.039.944 53.808.526 264.934.967 1.858.774.004 1.271.838 2.643.829.279 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2020 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 1. Umsatzerlöse +1.008.231 +1.157.951 +1.157.951 +1.022.867 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +1.983 +8.832 +8.832 -1.898 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +11.816 +12.485 +12.485 +13.020 4. Sonstige betriebliche Erträge +22.670 +24.905 +24.905 +25.125 5. Materialaufwand -641.639 -800.349 -800.349 -665.924 6. Personalaufwand -233.164 -241.477 -241.477 -247.186 7. Abschreibungen 1) -76.342 -76.432 -76.432 -77.561 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -79.575 -80.035 -80.035 -82.388 9. Erträge aus Beteiligungen 3) +3.937 +2.727 +2.727 +2.434 10. Erträge aus anderen Wertpapieren +3.216 +4.180 +4.180 +4.501 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1.795 +1.596 +1.596 +562 12. Aufwendungen aus Beteiligungen -59 -91 -91 -5 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -21.138 -22.735 -22.735 -24.491 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.956 -1.511 -1.511 -596 15. Ergebnis nach Steuer -225 -9.954 -9.954 -31.540 16. Sonstige Steuern -989 -1.014 -1.014 -1.095 17. Konzernergebnis -1.214 -10.968 -10.968 -32.635 18. Anteile anderer Gesellschafter -4.485 -3.819 -3.819 -2.812 19. Konzernüberschuss/-fehlbetrag (+/-) -5.699 -14.787 -14.787 -35.447 20. Konzerngewinnvortrag/-verlustvortrag +11.696 +5.997 +5.997 2 21. Entnahme aus Kapitalrücklage +0 +8.792 +8.792 +14.103 22. Konzernbilanzgewinn/-verlust (+/-) +5.997 +2 +2 -21.342 1) Inklusive Abschreibungen auf Finanzanlagen. 2) Das Jahr 2017 wurden nachträglich an das GuV Gliederungsschema des BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 3) Inklusive Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen. . KASIG | Stadtkämmerei | 43 2. KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH Kontaktdaten Kriegsstraße 100, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-5591 Fax: 0721 133-5599 kasig@karlsruhe.de www.kasig.info Gründung 25. Juli 2003 Unternehmensgegenstand Planung, Errichtung und Betrieb der insbesondere für die Entlastung der Kaiserstraße notwendigen Verkehrsinfrastruktureinrichtungen (GV vom 2. Juni 2005). Geschäftsführung Dr. Alexander Pischon Frank Nenninger Gesellschafter KVVH GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 5,5 Mio. € Aufsichtsrat 16 Mitglieder OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) GF Michael Homann (stellv. Vorsitz) StR Lukas Bimmerle StR Dr. Clemens Cremer StR Elke Ernemann Carl Maria Falck StR Johannes Honné StR Tom Høyem Martin Keller Marc Andrew Kückmann StR Aljoscha Löffler StR Sven Maier StR Bettina Meier-Augenstein StR Dr. Paul Schmidt Udo Unger StR Michael Zeh Beteiligungen (mindestens 25%) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der KVVH. Konzessionsvertrag mit der Stadt Karlsruhe. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 14 12 11 13 1) Die Geschäftsführer erhalten keine unmittelbaren Bezüge von der Gesellschaft. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart, geprüft. 44 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KASIG Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 4) 22,5 24,5 27,3 29,8 Beamte 4) 5,0 5,0 4,0 3,0 Gesamtbelegschaft 27,5 29,5 31,3 32,8 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe, VBK und AVG abgeordneten Beschäftigten Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Bautätigkeit in 2020 war für das Teilprojekt Stadtbahn- und Straßenbahntunnel ebenso wie im Vorjahr auf den Innenausbau fokussiert. Der Einbau der technischen Ausrüstung und die Ausstattung der sieben neuen unterirdischen Haltestellen mit den Betonwerksteinplatten und dem Trockenbau mussten koordiniert werden. Zum Jahresende sollten alle Arbeiten abgeschlossen sein, da die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) mit Blick auf die Inbetriebnahme Juni 2021 ihre Test- und Probefahrten absolvieren mussten. Im Juni 2020 machte jedoch ein Wasserrohrbruch in einer provisorischen Bauwasserleitung am Ost-Ende der Haltestelle Europaplatz die zeitlichen Planungen zunichte. Das ausgetretene Wasser flutete unter anderem Leerrohre mit verschiedenen elektrischen Leitungen – darunter Datenkabel ebenso wie 20 kV-Stromkabel zur Versorgung der Oberleitung mit Fahrstrom. Aufgrund der Schadensaufnahme und des zu erwartenden Reparaturbedarfs – der Austausch aller zeitweise unter Wasser geratenen elektrischen Kabel – wurde die Inbetriebnahme des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels um sechs Monate auf Dezember 2021 verschoben, dann zeitgleich mit der Inbetriebnahme der umgebauten Kriegsstraße. Dennoch blieb der Aufwand, alle anstehenden Arbeiten im Innenausbau zu planen und zu koordinieren, erheblich. Dies auch deshalb, weil nach der ersten Testfahrt einer Straßenbahn am 4. August 2020 mit den VBK Zeitfenster vereinbart worden waren, in denen ein Testbetrieb auf den Gleisen während laufender Innenausbau- Arbeiten möglich ist. Zum Jahresende wurde dieser Testbetrieb dann planmäßig unterbrochen, um die durch das Wasser beschädigten Kabel, die unter den Gleisen in Leerrohren oder in Kabelkanälen direkt am Gleis liegen, auszutauschen. Im Gegensatz zur Intensität der unterirdischen Arbeiten haben sich die Tätigkeiten an der Oberfläche auf einzelne Kleinstbaustellen reduziert. Die Corona-Pandemie machte sich auf der Baustelle insbesondere durch geminderte Personalstärken auf Auftragnehmerseite bemerkbar. Der Meilenstein Inbetriebnahme Fahrleitung konnte aber durch Hinzuziehung inländischer Arbeitskräfte Anfang August 2020 erreicht werden. Erst im Oktober 2020 war die Baustelle wieder nahezu ausreichend besetzt. Anfang November 2020 waren erneut leichte Einbußen bei den Personalstärken festzustellen. Der Umbau der Kriegsstraße mit einem Autotunnel und einer darüber liegenden neuen Gleistrasse lief wie schon in den Vorjahren seit Baubeginn im April 2017 ganz nach Plan. Zum Jahresende 2020 wurde das Ziel erreicht, dass der Tunnel-Rohbau – bis auf den zuletzt begonnenen Bereich am Karlstor sowie einige „Nebenschauplätze“ weitestgehend abgeschlossen werden konnte. Rohbau in größerem Umfang gibt es am Karlstor. Nach dem Abriss der alten Unterführung der Kriegsstraße unter der Karlstraße hindurch wird der Autotunnel im Bereich der Kreuzung neugebaut und die Rampe westlich der Kreuzung ertüchtigt. Coronabedingt waren auch beim Teilprojekt Kriegsstraße geringere Personalstärken auf der Baustelle im Frühjahr 2020 feststellbar. Dieser Verzug konnte im Sommer 2020 durch verstärkten Personaleinsatz aufgeholt werden. KASIG | Stadtkämmerei | 45 Die oberirdischen Gleisbauarbeiten (Weicheneinbau in Höhe der Ostendstraße) wurden von den Osterferien in den Zeitraum der Herbstferien verschoben. Ausblick In den sieben unterirdischen Haltestellen mit ihren Zwischenebenen und Treppenabgängen sowie den verschiedenen Tunnelabschnitten stehen für den Innenausbau Restarbeiten an. Diese umfassen beispielsweise die Vervollständigung der Wand- oder Deckenverkleidungen, das Schließen von noch vorhandenen kleinflächigen Bodenbereichen oder auch das Einziehen noch notwendig gewordener Elektrokabel. Wesentliche Aufgabe ist darüber hinaus, den Stadtbahn- und Straßenbahntunnel für den Anfang April 2021 beginnenden Probebetrieb – im Gegensatz zum Testbetrieb sind Bahn und Fahrer bei voller Technikfunktionalität autark unterwegs – vorzubereiten. In 2021 steht die Beendigung der Rohbauarbeiten an den noch fehlenden Tunnelteilen am Karlstor sowie den westlich davon liegenden Rampen im Mittelpunkt. Die Kriegsstraße mit der Gleistrasse und dem Autotunnel sollen nach derzeitigem Kenntnisstand im Dezember 2021 in Betrieb gehen. Risiken Risiken liegen in Kostensteigerungen über die derzeit prognostizierte Höhe hinaus, einem Anstieg der Kosten aufgrund Planungsanpassungen durch bautechnische und betriebliche Notwendigkeiten oder Änderung der Vorschriften. Daneben kann es zu durch die Marktsituation bedingten allgemeinen und speziellen Preissteigerungen kommen. Zudem fallen operative Risiken aus der Beauftragung und Finanzierungsrisiken, wie eine Reduzierung der anrechenbaren Kosten durch den Fördermittelgeber bei Kostenerhöhungen an. Derzeit nicht einschätzbar sind eventuelle Auswirkungen der Coronakrise, insbesondere angesichts der Komplexität und gegenseitigen Abhängigkeit der Ausbaugewerke im Teilprojekt Stadtbahntunnel Kaiserstraße mit Südabzweig sowie Schwierigkeiten in den Lieferketten. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Durch den Stadtbahntunnel und die Bahntrasse in der Kriegsstraße wird das Netz des KVV deutlich leistungsfähiger und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs. Damit können die Nahverkehrsunternehmen VBK und AVG weiterhin eine klimafreundliche Alternative für die Mobilität in Stadt und Region anbieten und somit zur Verringerung des Individualverkehrs beitragen. Das neue „Gesicht“ der Kriegsstraße mit einer begrünten Straßenbahntrasse zwischen Baumalleen sowie die schienenfreie Fußgängerzone erhöhen das Grün in der Stadt und tragen insgesamt zur Erhöhung Wohlfühlatmosphäre in der Stadt bei. 46 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KASIG Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 306.201 823.969.343 0 0 6.903.198 4.676 252.398 831.435.816 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 5.500.000 13.886.000 0 19.386.000 42.176.061 769.873.755 0 831.435.816 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 3) 2018 2019 2020 PLAN 2020 1) PLAN 2021 1) 1. Umsatzerlöse +62 +131 +548 +305 +505 +829 2. Andere aktivierte Eigenleistungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +0 +0 +0 +77 +0 +0 4. Materialaufwand -401 -415 -758 -902 -947 -1.274 5. Personalaufwand +0 +0 +0 +0 +0 +0 6. Abschreibungen -251 -207 -207 -186 -240 -73 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -500 -640 -778 -1.139 -675 -696 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +7 +6 +3 +3 +4 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5 -1 -1 -0 -6 -6 10. Ergebnis nach Steuern -1.088 -1.126 -1.193 -1.842 -1.359 -1.220 11. Sonstige Steuern -2 -3 -2 -4 -3 -3 12. Erträge aus Verlustübernahme 2) +1.090 +1.129 +1.195 +1.846 +1.362 +1.223 13. Jahresüberschuss/- fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ (das heißt nicht fortgeschrieben). 2) Verlustausgleich erfolgt über die KVVH GmbH. Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. KASIG | Stadtkämmerei | 47 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 98,5 95,0 98,8 99,1 2. Umlaufintensität (in %) 1,5 4,9 1,2 0,8 3. Investitionen (in T€) 157.305 123.872 163.091 205.461 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 1,3 1,1 0,9 2,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 1,3 1,2 0,9 2,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -19,8 -20,5 -21,7 -9,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -0,3 -0,2 -0,2 -0,2 4. Kostendeckung (in %) - - 5. Cash-Flow (in T €) -839 -921 -988 -1.660 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 48 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | VBK 3. VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH Kontaktdaten Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 6107-0 Fax: 0721 6107-5009 info@vbk.karlsruhe.de www.vbk.info Gründung 1. Juli 1997 Unternehmensgegenstand Bau und Betrieb von Verkehrsanlagen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und Erbringung von Nahverkehrsdienstleistungen in der Stadt Karlsruhe und deren Umland (GV in der Fassung vom 26. Juni 2002). Geschäftsführung Ascan Egerer Dr. Alexander Pischon Gesellschafter KVVH GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 100 Mio. € Aufsichtsrat 15 Mitglieder, davon 10 Vertreter des Anteilseigners und 5 Vertreter der Arbeitnehmer OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) StR Sibel Uysal (stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf StR Lukas Bimmerle StR Karl-Heinz Jooß StR Aljoscha Löffler StR Sven Maier StR Bettina Meier-Augenstein StR Oliver Schnell Johannes Rückert Volker Dürr Silke Gleitz Harald Klingler Stefan Oberacker Bertram Wagner Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der KVVH GmbH. Konzessionsvertrag mit der Stadt Karlsruhe über gegenseitige Rechte und Pflichten, die sich aus der Durchführung des ÖPNV mit Schienenbahnen ergeben. Verkehrs- und Einnahmeaufteilungsvertrag mit dem Karlsruher Verkehrsverbund. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 20 20 20 21 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart, geprüft. VBK | Stadtkämmerei | 49 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 4) 1.240 1.251 1.272 1.295 Beamte 4) 23 21 18 18 Zwischensumme 1.263 1.272 1.290 1.313 Abzüglich an AVG | KVV | KASIG zu 100 % abgeordnet Beschäftige -21 -25 -29 -31 Beamte -3 -3 -2 -2 Zwischensumme -24 -28 -31 -33 Gesamtbelegschaft 1.239 1.244 1.259 1.280 Auszubildende 30 30 34 44 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten und Beamten Leistungszahlen VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Anzahl der beförderten Personen (in Mio.) 1) 104,3 102,8 104,4 48,1 2) 2. Beförderungsdienstleistung (in Mio. Wagenkilometer) Straßenbahn 8,7 8,5 8,6 8,0 Omnibus 4,6 4,6 4,6 4,6 Zusammen 13,3 13,1 13,2 12,6 3. Zuschussbedarf je beförderter Person (in €) 0,30 0,38 0,40 1,02 4. Fahrgelderträge Gesamt (in Mio. €) 68,1 66,6 66,5 52,0 Je Fahrgast (in €) 0,65 0,65 0,64 1,08 1) Bis 2019: Gesamtverkehr mit Freifahrern und Gelegenheitsverkehr „brutto“ ohne Schwerbehinderte. Geschätzte Werte aus den jeweiligen Lageberichten. Ab 2020: Fahrgastzahlen auf Basis der automatischen Fahrgastzählsysteme (AFZS). Vergleichswert 2019: 82,2 Mio. 2) Wert ist aufgrund der Umstellung der Fahrgastzählung auf automatische Systeme nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar. 50 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | VBK Diagramm: Entwicklung Fahrgäste (in Mio.) 1) und Defizit in Mio. Euro 2010 bis 2020 1) Bis 2019: Gesamtverkehr (in Mio. Fahrgästen) mit Freifahrern und Gelegenheitsverkehr ohne Schwerbehinderten. Ab 2020: Fahrgastzahlen auf Basis der automatischen Fahrgastzählsysteme (AFZS). Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Unternehmen des öffentlichen Personenverkehrs (ÖPNV) und des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) haben die mit der Corona Pandemie einhergehenden Beschränkungen hart getroffen. Bedingt durch umfangreiche Kurzarbeit, Homeoffice-Regelungen, geschlossene Kitas und Schulen, ausgefallene Freizeit- und Großveranstaltungen sowie den Rückgang des Tourismus sind im Nahverkehr sowohl Fahrgastzahlen als auch die Ticketeinnahmen eingebrochen. Trotz der geringeren Fahrgastzahlen und um allen Bürgerinnen und Bürgern, die auf den ÖPNV angewiesen sind, ein verlässliches Angebot zu bieten, fahren die Busse und Bahnen seit März 2020 fast 100 Prozent ihres Angebotes. Mit einem Verlust in Höhe von 49,1 Mio. € liegt das Ergebnis um 12,5 Mio. € oder 34,0 % deutlich unter dem prognostizierten Plan-Ergebnis. Die Umsatzerlöse stiegen um 6,8% auf insgesamt 143,9 Mio. € (Vorjahr 134,8 Mio. €). Darin enthalten sind Mittel aus dem Rettungsschirmanteil in Höhe von 13,7 Mio. € zum Ausgleich der pandemiebedingten Mindereinnahmen. Bei den Investitionen konnten von den geplanten 57,8 Mio. € lediglich 36,4 Mio. € im Wirtschaftsjahr getätigt werden, dies entspricht 63,0 %. Grund hierfür sind geringere Investitionen im Bereich der Infrastruktur und bei Fahrzeugen. Teilweise sind die Projekte begonnen, werden aber erst in 2021 auszahlungswirksam. Weitere Projekte sind geplant, konnten aber kapazitätsbedingt noch nicht in die Realisierungsphase übergehen. Im Unternehmensbereich Betrieb war das Berichtsjahr betrieblich zum wiederholten Male dadurch gekennzeichnet, dass es viele Baustellen gab, die mit erheblichen Leistungen in der Planung und operativen Durchführung des Betriebs verbunden waren. Die Vorbereitung für die Inbetriebnahme des Stadtbahntunnels war ebenfalls wieder eine wichtige Aufgabe im Berichtsjahr. Eine besondere Herausforderung auch für den Betrieb war die Pandemiesituation durch das Corona-Virus. Im Unternehmensbereich Infrastruktur wurde im laufenden Geschäftsjahr weiter in die Erneuerung und Instandhaltung der Infrastruktur sowie in den barrierefreien Ausbau von Haltestellen investiert. 106,1 107,9 109,2 107,5 104,3 104,4 48,1 24,2 24,1 27,6 27,0 31,8 42,0 49,1 0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0 120,0 20102011201220132014201520162017201820192020 in Mio. Fahrgäste (in Mio) Defizit (in Mio €) VBK | Stadtkämmerei | 51 Im Unternehmensbereich Fahrzeuge und Werkstätten ist die Anzahl an E-Fahrzeugen, insbesondere im PKW- Bereich, weiter erhöht worden und trägt dazu bei, die CO2 Emissionen bei der VBK kontinuierlich zu reduzieren. Ausblick Für das kommende Jahr rechnet die Gesellschaft in ihrer Wirtschaftsplanung mit einem negativen Ergebnis vor Verlustübernahme in Höhe von 64,1 Mio. €. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine weitere Verschlechterung von 27,4 Mio. €. Durch die weltweite Corona-Pandemie und die zur Eindämmung getroffenen politischen Entscheidungen, die das öffentliche Leben in Deutschland nahezu zum Erliegen bringen, ist auch die VBK als systemrelevantes Unternehmen von diesen Maßnahmen massiv betroffen. Risiken In 2018 hat der KVV ein neues Fahrgeldzuscheidungsmodell entwickelt und beschlossen, welches voraussichtlich ab 2021 schrittweise eingeführt werden soll. Wichtigste Neuerung zum aktuell angewendeten Fahrgeldzuscheidungsmodell ist eine andere Parametrierung. Die Fahrgeldeinnahmen der VBK werden im Verbundgebiet des KVV erwirtschaftet. Somit wirken sich Änderungen in der Fahrgeldzuscheidung direkt auf die Verkehrseinnahmen der Gesellschaft aus. Eine weitere Auswirkung auf die Fahrgeldeinnahmeentwicklung ist die in 2019 angelaufene Verbundvollerhebung des KVV. Die hierbei neu abgebildeten Fahrgastströme haben ebenso wie das neue Fahrgeldzuscheidungsmodell direkten Einfluss auf die Fahrgeldeinnahmenentwicklung der VBK. Zum jetzigen Zeitpunkt können weder positive noch negative Auswirkungen auf die Fahrgeldeinnahmen der Gesellschaft quantifiziert werden. Als Folge der demografischen Entwicklung in Deutschland ist mittelfristig mit sinkenden Zahlen von Schüler und Schülerinnen und damit verbundenen geringeren Einnahmen aus der Schülerbeförderung zu rechnen. Schon in den Vorjahren wurde ein deutliches Absinken der Verkaufszahlen der Scoolcard im KVV registriert. Schließlich besteht Corona-bedingt das Risiko, dass nicht alle Fahrgäste ihre Nutzungsgewohnheiten wieder an die Situation vor Corona anpassen. Mit einem nachhaltigen Fahrgastverlust ist zu rechnen. Zudem sinkt derzeit die Anzahl der Zeitkartenkunden im KVV. Klimaschutz und Nachhaltigkeit In 2011 erfolgte die Umstellung auf Öko-Strom für den Straßenbahnbetrieb sowie die Büros und Betriebshöfe. Seit Anfang 2016 wird ein eigenes Blockheizkraftwerk zur Verwertung von Deponiegas im Betriebshof West betrieben. Die Busflotte der Verkehrsbetriebe wird kontinuierlich modernisiert und es werden alternative Antriebssysteme eingesetzt. Im Berichtsjahr wurde das Thema Nachhaltigkeit seitens der Stabsstelle Integriertes Managementsystem vorangetrieben. Die Gesellschaft sieht sich in der Verantwortung stets die technischen und organisatorischen Markttrends zu beobachten und das Unternehmen zeitgemäß und marktgerecht zu führen. Um die externen Anforderungen zu verstehen, wird jährlich das Umfeld (der Kontext) des Unternehmens analysiert und eine sogenannte Stakeholder-Analyse durchgeführt. Die VBK beteiligten sich aktiv am Klimaschutzkonzept der Stadt Karlsruhe. Sie bekennen sich ausdrücklich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung im System einer kommunalen Daseinsvorsorge. Dies gilt sowohl ökonomisch und ökologisch als auch sozial. Die Geschäftsleitung bekennt sich somit zur Nachhaltigkeit als strategisches Ziel des Unternehmens. 52 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | VBK Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei der Stadt Karlsruhe Rechnungsabgrenzungsposten 2.033.321 310.242.781 16.413 34.311.843 74.743.223 532.979 0 421.880.561 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 100.000.000 38.864.426 138.864.426 66.495.473 216.415.999 104.662 421.880.561 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 5) 2018 3) 2019 2020 PLAN 2020 PLAN 2021 1) 1. Umsatzerlöse +127.446 +128.487 +134.773 +143.870 +142.740 +139.003 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -272 +20 +370 +143 +21 +100 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +1.020 +1.010 +578 +717 +1.030 +578 4. Sonstige betriebliche Erträge +11.100 +9.070 +4.098 +5.147 +16.207 +3.943 5. Materialaufwand -58.801 -57.550 -59.253 -70.366 -61.869 -59.710 6. Personalaufwand -76.203 -80.429 -82.095 -84.624 -90.361 -95.584 7. Abschreibungen -21.662 -22.718 -22.683 -22.326 -24.547 -22.455 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.817 -10.528 -11.677 -15.631 -14.704 -25.385 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4) +104 +77 +129 +154 +239 +155 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.598 - 6.006 -6.146 -6.068 -5.294 -4.627 11. Ergebnis nach Steuern -31.685 -38.567 -41.906 -48.983 -36.537 -63.981 12. Sonstige Steuern -116 -110 -134 -126 -121 -134 13. Erträge aus Verlustübernahme 2) +31.801 +38.677 +42.040 +49.109 +36.658 +64.115 14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 + 0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Verlustausgleich erfolgt durch KVVH GmbH. 3) In den Aufwendungen 2018 sind 1,65 Mio. € Tunnelkosten enthalten für den Schienenersatzverkehr in der Ettlinger Straße, aufgrund der Bauarbeiten für die Kombilösung sowie für die benötigten Mitarbeiter aufgrund des Tunnels. 4) Einschließlich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. 5) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. VBK | Stadtkämmerei | 53 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 78,5 77,0 75,3 74,0 2. Umlaufintensität (in %) 21,5 23,0 24,7 26,0 3. Investitionen (in T€) 39.102 27.760 22.750 36.360 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 35,6 35,0 34,6 32,9 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 45,4 45,5 46,0 44,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -24,9 -30,1 -31,2 -34,1 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -22,8 -27,9 -30,3 -35,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -6,7 -9,0 -9,0 -10,2 4. Kostendeckung (in %) 74,4 73,7 74,1 72,2 5. Cash-Flow (in T€) -7.751 -12.638 -17.417 -24.454 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 44,5 45,4 45,1 42,5 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 61.504 64.655 65.207 66.113 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 54 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | AVG 4. Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH Kontaktdaten Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 6107-0 Fax: 0721 6107-5009 info@avg.karlsruhe.de www.avg.info Gründung 9. Mai 1957 Unternehmensgegenstand Bau und Betrieb von Verkehrs- und artverwandten Unternehmen (Personen- und Güterverkehr) sowie die Beteiligungen an solchen (GV in der Fassung vom 8. Dezember 2017). Geschäftsführung Ascan Egerer Dr. Alexander Pischon Gesellschafter Stadt Karlsruhe KVVH GmbH Anteile Stammkapital 6 % = 94 % = 0,42 Mio. € 6,58 Mio. € Aufsichtsrat 15 Mitglieder, davon 10 Vertreter der Anteilseigner und 5 Vertreter der Arbeitnehmer OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) Joachim Sahner (stellv. Vorsitz) OB Johannes Arnold StR Elke Ernemann Oliver Heinzelmann Dirk Hofheinz StR Johannes Honné LR Toni Huber StR Karl-Heinz Jooß Kurt Lackinger StR Sven Maier LR Helmut Riegger LR Dr. Christoph Schnaudigel Carsten Strähle Daniel Van Vlem Beteiligungen (mindestens 25 %) Transport Technologie-Consult Karlsruhe GmbH (TKK) Anteile am Stammkapital 49 % = 49.000,00 € Wichtige Verträge Vertrag vom 26. Juli 1995 mit der Deutschen Bahn AG, Geschäftsbereich Netz, Regionalbereich KA, über die Verpachtung der Strecke Grötzingen-Bretten, Bretten-Eppingen und mit dem 2. Nachtragsvertrag vom 4. Dezember 1997 die Strecke Eppingen- Heilbronn sowie von Teilbereichen der Bahnhöfe Bretten, Grötzingen und Heilbronn und des gesamten Bahnhofs Eppingen. Mit Nachtragsvertrag Nr. 4 vom 20. Juni 2000 wurde die Vertragsdauer bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Mit dem Nachtragsvertrag Nr. 5 wurde die Vertragsdauer bis zum 31.12.2045 verlängert. Verkehrsvertrag mit dem Land Baden-Württemberg vom 29. November 2016 über Verkehrsleistungen auf den Linien Netz 7a im Raum Karlsruhe vom 9. Dezember 2015 bis 15. Dezember 2022. Verkehrsvertrag mit dem Landkreis Karlsruhe vom 08.03.2016 über Verkehrsleistungen im Raum Karlsruhe vom 15. Dezember 2015 bis 15. Dezember 2022. Vertrag vom 17. Juni 1999 mit der Deutschen Bahn AG, DB Netz, Niederlassung Südwest und der Stadt Maulbronn über die Verpachtung der zur DB-Strecke Maulbronn-Maulbronn-West gehörenden Grundstücke und Teilflächen, der sich hierauf befindlichen Betriebsanlagen sowie die Übernahme des Betriebes der Eisenbahninfrastruktur für den öffentlichen Verkehr durch die AVG. Die Vertragslaufzeit endet am 31. Dezember 2025. Mit dem Nachtragsvertrag Nr. 1 wurde die Vertragsdauer bis zum 31.12.2045 verlängert. Gewinnabführungsvertrag vom 08. Dezember 2017 mit der KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2018 AVG | Stadtkämmerei | 55 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 8,8 10,5 10,3 11,0 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Arbeiter 4) 184 206 211 211 Beschäftigte 4) 681 709 735 768 Beamte 4) 5 5 4 5 Zwischensumme 870 920 950 984 Zuzüglich über VBK zu 100 % an AVG abgeordnet Beamte +2 +2 +2 +2 Beschäftigte +2 +2 +2 +2 Zwischensumme +4 +4 +4 +4 Abzüglich über AVG an KASIG abgeordnet Beschäftige -5 -5 -5 -4 Gesamtbelegschaft 869 919 949 984 Auszubildende 19 22 29 31 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Belaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten und Beamten 56 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | AVG Diagramm: Entwicklung der Fahrgastzahlen 2010 bis 2020 (in Mio. Fahrgästen) Leistungszahlen Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH – AVG 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Fahrgastzahlen ÖPNV (in Mio.) 76,0 80,8 83,0 47,7 2. Beförderungsdienstleistung ÖPNV (in Mio. Wagenkilometer) Bahnverkehr 18,10 19,20 19,4 19,0 Kraftomnibusverkehr 2,30 2,30 1,7 1,7 Beförderungsdienstleistung zusammen 20,40 21,50 21,1 20,7 3. Durchschnittliche Fahrgeldeinnahmen im ÖPNV je beförderte Person (netto) in € 0,65 0,63 - - 4. Omnibusgelegenheitsverkehr (Ausflugs- und Mietwagenverkehr) beförderte Personen 7.386 7.207 - - km-Leistung (in Mio.) 0,03 0,03 0,03 0,02 5. Güterverkehr (Beförderungsleistung in to) Bahn 1.171.237 1.210.332 1.147.573 1.067.037 Lastkraftwagen 0 0 0 0 Güterverkehr zusammen 1.171.237 1.210.332 1.147.573 1.067.037 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Unternehmen des öffentlichen Personenverkehrs (ÖPNV) und des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) haben die mit der Corona Pandemie einhergehenden Beschränkungen hart getroffen. Bedingt durch umfangreiche Kurzarbeit, Homeoffice-Regelungen, geschlossene Kitas und Schulen, ausgefallene Freizeit- und Großveranstaltungen sowie den Rückgang des Tourismus sind im Nahverkehr sowohl Fahrgastzahlen als auch die Ticketeinnahmen eingebrochen. Trotz der geringeren Fahrgastzahlen und um allen Bürgerinnen und Bürgern, die auf den ÖPNV angewiesen sind, ein verlässliches Angebot zu bieten, fahren die Busse und Bahnen seit März 2020 fast 100 Prozent ihres Angebotes. Der Unternehmensbereich Verkehr war im Geschäftsjahr 2020 geprägt durch die Auswirkungen der Corona- Pandemie, die sich hauptsächlich durch die deutlich gesunkenen Fahrgastzahlen bemerkbar machte. In der Zeit des ersten Lockdowns ist die Fahrgastnachfrage um ca. 80% zurückgegangen. Im Laufe des Jahres stiegen die 69,8 70,4 71,1 73,9 74,9 80,8 47,7 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr AVG | Stadtkämmerei | 57 Fahrgastzahlen zwar stetig an, konnten aber, im Vergleich zu den Werten des Vorjahres nur maximal ein Niveau von 60% erreichen. Der Jahresüberschuss der AVG liegt mit 2,3 Mio. € unter dem des Wirtschaftsplanes in Höhe von 13,4 Mio. €. Aufgrund der im laufenden Wirtschaftsjahr erlangten neuen Erkenntnisse, vornehmlich im Bereich der Verkehrsverträge und Auswirkungen der Corona-Pandemie, wurden der Aufsichtsrat und die Gesellschafter im Rahmen der 1. Ergebnisvorschau durch eine Best- (Erlöse: 236,2 Mio. € / Kosten 233,0 Mio. € / GuV: 3,2 Mio. €) und Worst-Case (Erlöse 213,2 Mio. € / Kosten 233,6 Mio. € / GuV: -20,4 Mio. €) Betrachtung informiert. Mit der 2. Ergebnisvorschau sind u.a. die Umsatzerlöse gegenüber der Planung um -17,6 Mio. € korrigiert worden. Weitere Anpassungen führten zu einer neuen prognostizierten 2. Ergebnisvorausschau in Höhe von 1,3 Mio. €. Mit der 3. Ergebnisvorschau wurde der Korridor weiter verengt und dadurch belastbarer. Die Umsatzerlöse mussten hier nochmals um – 3,0 Mio. € korrigiert werden und weitere Anpassungen führten zu einer neuen prognostizierten 3. Ergebnisvorausschau in Höhe von 1,8 Mio. €. Das finale Jahresergebnis 2020 konnte im Vergleich zur 3. Ergebnisvorausschau um 0,5 Mio. € gesteigert werden. Die Aufgabenträgerzuschüsse stiegen im Berichtsjahr um 6,9 Mio. € bzw. 11,3% auf 67,9 Mio. € (Vorjahr: 61,0 Mio. €). Dies ist vornehmlich auf den Anstieg der Aufgabenträgerzuschüsse i. H. v. insgesamt 6,7 Mio. € zurückzuführen. Außerdem sind in dieser Position erstmals die Abgeltungszahlungen für Fahrgeldeinnahmen aus dem Corona-Rettungsschirm des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 11,8 Mio. € enthalten. Dem gegenüber steht ein Rückgang der Regionalisierungsmittel für den Betrieb um 11,6 Mio. €. Die Ausgleichsleistungen nach § 6a AEG bzw. 45a PBefG stiegen um 3,0 Mio. € bzw. 22,2 % auf 16,5 Mio. € (Vorjahr: 13,5 Mio. €) während die Leistungen nach SGB XI für die unentgeltliche Beförderung von Schwerbehinderten in Höhe von 2,0 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) annähernd auf dem Niveau des Vorjahres lagen. Die verbundbedingten Lasten stiegen um 0,1 Mio. € bzw. 4,3 % auf 2,4 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €). Im Unternehmensbereich Infrastruktur wurde im laufenden Geschäftsjahr zahlreiche Infrastrukturprojekte vorangetrieben und umgesetzt. So konnten hauptsächlich während der verschiedenen Schulferien Maßnahmen auf der Albtalbahn, Murgtalbahn, Kraichgaubahn und zwischen Ubstadt und Odenheim erfolgreich durchgeführt werden. Ausblick Für das kommende Jahr rechnet die Gesellschaft in ihrer Wirtschaftsplanung 2022 mit einem Verlust in Höhe von 4,4 Mio. €, in 2022 ist mit einem weiteren Anstieg der Verluste auf 14,3 Mio. € zu rechnen. Derzeit laufen intensive Verhandlungen mit den Aufgabenträgern, die sich im Rahmen der ab 2023 beginnenden Direktvergabe des Netzes 7a in der Gruppe von Behörden zusammengeschlossen haben. Die Ausgestaltung des Vertrages und das darin erzielte Entgelt wird die Einnahmesituation der Gesellschaft für die nächsten Jahre maßgeblich beeinflussen. Durch die weltweite Corona-Pandemie und die zur Eindämmung getroffenen politischen Entscheidungen, die das öffentliche Leben in Deutschland nahezu zum Erliegen bringen, ist auch die AVG als systemrelevantes Unternehmen von diesen Maßnahmen massiv betroffen. Risiken Im Jahr 2018 hat der KVV ein neues Fahrgeldzuscheidungsmodell entwickelt und beschlossen, welches voraussichtlich ab 2021 schrittweise eingeführt werden soll. Wichtigste Neuerung zum aktuell angewendeten Fahrgeldzuscheidungsmodell ist eine andere Parametrierung. Ein Großteil der Fahrgeldeinnahmen der AVG wird im Verbundgebiet des KVV erwirtschaftet. Somit wirken sich Änderungen in der Fahrgeldzuscheidung direkt auf die Verkehrseinnahmen der Gesellschaft aus. Eine weitere Auswirkung auf die Fahrgeldeinnahmeentwicklung hat die in 2019 angelaufene Verbundvollerhebung des KVV. Die hierbei neu abgebildeten Fahrgastströme haben ebenso wie das neue Fahrgeldzuscheidungsmodell direkten Einfluss auf die Fahrgeldeinnahmenentwicklung der AVG. Zum jetzigen 58 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | AVG Zeitpunkt können weder positive noch negative Auswirkungen auf die Fahrgeldeinnahmen der Gesellschaft quantifiziert werden. Als Folge der demografischen Entwicklung in Deutschland ist mittelfristig mit sinkenden Zahlen von Schüler*innen und damit verbundenen geringeren Einnahmen aus der Schülerbeförderung zu rechnen. Schon in den Vorjahren wurde ein deutliches Absinken der Verkaufszahlen der Scoolcard im KVV registriert. Schließlich besteht Corona-bedingt das Risiko, dass nicht alle Fahrgäste Ihre Nutzungsgewohnheiten wieder an die Situation vor Corona anpassen. Mit einem nachhaltigen Fahrgastverlust ist zu rechnen. Zudem sinkt derzeit die Anzahl der Zeitkartenkunden im KVV. Klimaschutz und Nachhaltigkeit In 2011 erfolgte die Umstellung auf Öko-Strom für den Stadtbahnbetrieb sowie Büros und Betriebshöfe. Die Busflotte der Verkehrsbetriebe wird kontinuierlich modernisiert und alternative Antriebssysteme eingesetzt. Im Berichtsjahr wurde das Thema Nachhaltigkeit seitens der Stabsstelle Integriertes Managementsystem vorangetrieben. Die Gesellschaft sieht sich in der Verantwortung stets die technischen und organisatorischen Markttrends zu beobachten und das Unternehmen zeitgemäß und marktgerecht zu führen. Um die externen Anforderungen zu verstehen, wird jährlich das Umfeld (den Kontext) des Unternehmens analysiert und eine sogenannte Stakeholder-Analyse durchgeführt. Die AVG beteiligten sich aktiv am Klimaschutzkonzept der Stadt Karlsruhe. Sie bekennen sich ausdrücklich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung im System einer kommunalen Daseinsvorsorge. Dies gilt sowohl ökonomisch und ökologisch als auch sozial. Die Geschäftsleitung bekennt sich somit zur Nachhaltigkeit als strategisches Ziel des Unternehmens. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.417.812 355.195.188 240.439 1.229.564 76.554.433 97.523.926 21.950 532.183.313 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 7.000.000 28.249.235 29.326.019 0 64.575.254 137.168.594 329.824.051 615.414 532.183.313 AVG | Stadtkämmerei | 59 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 3) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +231.694 +228.883 +219.581 +220.487 +232.058 +237.345 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +103 +73 +4.879 -5.111 +73 +0 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +352 +749 +1.159 +1.148 +872 +900 4. Sonstige betriebliche Erträge +39.689 +10.761 +18.566 +30.669 +14.981 +19.071 5. Materialaufwand -134.756 -126.037 -136.198 -140.271 -131.790 -136.111 6. Personalaufwand -54.203 -63.904 -61.092 -66.716 -63.000 -67.011 7. Abschreibungen -29.348 -11.581 -10.799 -11.669 -13.149 -15.901 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -28.178 -29.774 -26.265 -18.429 -22.201 -21.780 9. Erträge aus Beteiligungen, sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +773 +1.974 +567 +305 +1.030 +350 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.592 -2.779 -4.350 -7.998 -5.400 -6.529 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -13.618 +0 -689 +0 +0 +0 12. Ergebnis nach Steuern +5.916 +8.365 +5.359 +2.415 +13.474 +10.334 13. Sonstige Steuern -48 -101 -138 -126 -101 -143 14. Aufwendungen aus Gewinnabführung 2) - -8.264 -5.221 -2.290 -13.372 -10.190 15. Jahresüberschuss/- fehlbetrag +5.869 +0 +0 +0 +0 +0 16. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr +5.560 +11.429 +0 +0 +0 +0 17. Bilanzgewinn +11.429 +11.429 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“, eine förmliche Fortschreibung des Planes erfolgte nicht. 2) Ab dem Jahr 2018 wird der Gewinn der Gesellschaft an die KVVH GmbH abgeführt. 3) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 39,3 68,1 72,7 67,1 2. Umlaufintensität (in %) 60,7 31,9 27,2 32,9 3. Investitionen (in T€) 30.346 151.180 58.920 72.238 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 18,7 16,9 15,7 12,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 47,6 24,9 21,6 18,1 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +2,2 +3,4 +2,1 0,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +9,1 +12,8 +8,1 3,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +3,6 +2,9 +2,3 1,9 4. Kostendeckung (in %) 107,4 102,7 101,9 100,8 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +42.848 +19.946 +16.487 +13.959 5.2 nach Ertragsteuern +29.183 +19.845 +16.020 +13.959 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 21,4 27,3 25,5 27,2 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 62.231 69.461 64.579 67.801 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 60 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | TTK 5. TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) Kontaktdaten Gerwigstraße 53, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 62503-0 Fax: 0721 62503-33 info@ttk.de www.ttk.de Gründung 30. Juni 1996 Unternehmensgegenstand Beratung und Planung im Verkehrswesen mit ingenieurwissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Methoden unter Verwendung DV-gestützter Verfahren (GV in der Fassung vom 28. Juli 2017). Geschäftsführung Christian Höglmeier Dr. Ing. Rainer Schwarzmann Gesellschafter Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH PTV Planung Transport Consult GmbH Anteile Stammkapital 49 % = 51 % = 49.000,00 € 51.000,00 € 100 % = 100.000,00 € Gesellschafterversammlung Thomas Ferrero, Ilona Lange (PTV) Dr. Alexander Pischon, Ascan Egerer (AVG) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietvertrag mit Herlan Grundstücksgesellschaft GdbR vom 20. September 1996 sowie Anschlussmietvertrag vom 26. (bis 02/2021); Gesellschaftsvertrag zur Bahn.Elektro.Planung GmbH (B.E.P) mit der BLIC Holding, TTK-Anteil 49%, Gründung in 2020. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Keine Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss wird nicht geprüft. Eine Prüfungspflicht besteht weder aus handelsrechtlicher noch aus kommunalrechtlicher Sicht. TTK | Stadtkämmerei | 61 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 4) 32 33 37 41 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 32 33 37 41 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Betriebsleistung pro Mitarbeiter (in T€) 100 109 110 107 2. Auftragssumme (in T€) 1) 2.600 2.700 3.500 4.800 3. Auslandsanteil am Erlös (in %) 2) 38 45 33 39 1) Zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres 2) Rohertrag Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Das Jahr 2020 war geprägt von den Einschränkungen der Corona-Pandemie. Diese wirkten in vielerlei Hinsicht auf die Tätigkeiten der TTK. Zum einen musste die Projektarbeit weitgehend auf virtuelle, digitale Kommunikation umgestellt werden. Zum anderen waren auch interne Abläufe, insbesondere in der Zusammenarbeit mit den französischen Standorten, betroffen, da ein direkter persönlicher Austausch weitgehend unmöglich war. Es zeigte sich auch eine Verlangsamung der Entscheidungsprozesse in vielen Projekten und Angeboten, in erster Linie in Frankreich. Die TTK hat vergleichsweise hohe Investitionen in die IT-Infrastruktur vorgenommen, um praktisch allen Mitarbeitenden mobiles Arbeiten („Home-Office“) zu ermöglichen und die virtuelle Kommunikation innerhalb der TTK und mit den Auftraggebern sicherzustellen. Trotzdem konnte ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis bei Umsatz und Eigenleistung der TTK erzielt werden, weil die Auftragsbestände in allen Bereichen sehr hoch waren und die Bearbeitung aller laufenden Projekte im Wesentlichen, über das Jahr betrachtet, ohne größere Verzögerungen erfolgten. Dazu trug auch die stabile Personalsituation bei und das überdurchschnittliche Engagement aller Kolleginnen und Kollegen. Im Tätigkeitsfeld Verkehrsplanung konnte der Anteil der Projekte in Deutschland weiter gesteigert werden, insbesondere, weil eine Reihe von relativ großen Projekten beauftragt worden sind, die auch hohe strategische Bedeutung haben wie z.B. die Machbarkeitsstudie zur Magnetbahntechnologie für das Bundesministerium für Verkehr. Dabei wurde in vielen Fällen auch die Zusammenarbeit bzw. Arbeitsteilung mit der PTV als Marktvorteil genutzt. Darüber hinaus gab es im internationalen Bereich auch ein Projekt in Israel zur Evaluierung von Angeboten für die Stadtbahn Tel-Aviv, das zusammen mit der AVG durchgeführt wurde und eine neue Art der Beratungsleistung darstellt und der TTK wie der AVG neue Möglichkeiten eröffnet. Insgesamt konnten in 2020 die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr nochmals gesteigert werden. Dabei ist der Bereich Infrastrukturplanung zu nennen. Das zeigt auch die gestiegene Wahrnehmung der TTK als Beratungsunternehmen im ÖPNV, auch im Kontext ihres Partnernetzwerks. 62 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | TTK Diagramm: Entwicklung des Auftragsbestandes 2010 bis 2020 (in T€) Ausblick Die TTK befindet sich in einer relativ komfortablen Situation wegen des sehr guten Auftragsbestands, der eine wichtige Eingangsvoraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg darstellt. Aber um tatsächlich erfolgreich zu sein, bedarf es auch entsprechender personeller Ressourcen und eines erfolgreichen Projektmanagements. In der andauernden Corona-Krise braucht es aber besonderer Anstrengungen, um beides zu erreichen. Daher ist der Erfolg kein Selbstläufer. Trotzdem erwartet die Gesellschaft ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2021. Die TTK geht weiterhin davon aus, dass der gute Markt für ÖPNV- und SPNV-Projekte bestehen bleibt, da die unmittelbare Abhängigkeit von kommunalen Mitteln eher gering ist, weil ein großer Teil der Projekte aus für die nächsten Jahre fest definierten Fördermitteln des Bundes und der Länder finanziert wird. Es wird auch weiterhin daran gearbeitet, die Tätigkeitsfelder weiter zu entwickeln und eine gute Mitarbeiterbasis zur Verfügung zu haben. Risiken In erster Linie Unwägbarkeiten der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie die Rekrutierung von qualifizierten, erfahrenen Mitarbeitern, um ausreichend Kapazitäten für eine effiziente und qualitätsvolle Bearbeitung zu schaffen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die TTK versteht sich aufgrund ihres Tätigkeitsfeldes als Förderer des Öffentlichen Nahverkehrs und damit unmittelbar dem Klimaschutz verbunden. Im Hinblick darauf legt die TTK besonderen Wert auf die Prüfung des eigenen Verhaltens und die Förderung umweltgerechter Verkehrsmittelnutzung. Dazu wurde in 2020 ein Nachhaltigkeitskonzept in einer ersten Fassung aufgesetzt, dass Handlungsrichtlinien zu Dienstreisen und Fahrzeugnutzung genauso wie zum Umgang mit Energieverbrauch und der Beschaffung von Arbeitsmaterialien enthält. Darin ist auch die Förderung der Nutzung des Fahrrads und des ÖPNV bei den Mitarbeitern geregelt. 1.700 1.900 2.300 2.400 2.000 2.500 2.100 2.600 2.700 3.500 4.800 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 20102011201220132014201520162017201820192020 TTK | Stadtkämmerei | 63 Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 38.484 105.696 49.900 1.283.717 869.538 1.023.426 93.885 3.646.646 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 100.000 200.000 879.580 193.661 1.373.241 433.234 1.658.171 3.464.646 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2020 in T€ 2017 1) 2018 2019 2020 1. Umsatzerlöse +2.420 +3.044 +4.490 +4.080 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +765 +611 -458 +191 3. Sonstige betriebliche Erträge +38 +26 +83 +79 4. Materialaufwand -225 -504 -475 -421 5. Personalaufwand -2.335 -2.322 -2.553 -2.935 6. Abschreibungen -45 -75 -60 -62 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -586 -627 -671 -658 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9 -42 -110 -78 11. Ergebnis nach Steuern +23 +111 +246 +194 12. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +220 +23 +111 +194 1) Das Jahr 2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 64 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | TTK Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 6,4 6,6 4,4 5,6 2. Umlaufintensität (in %) 92,1 91,8 94,3 91,7 3. Investitionen (in T€) 77 77 50 129 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 45,7 47,4 40,7 39,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 714,5 716,8 918,3 707,6 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +1,0 +3,0 +6,1 +4,5 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 2,8 +11,8 +20,9 +14,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 1,3 +5,6 +8,5 +5,7 4. Kostendeckung (in %) 101,0 104,3 107,2 104,7 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern + 77 +228 +416 +337 5.2 nach Ertragsteuern + 68 +185 +306 +256 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 73,2 65,8 67,9 72,0 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 72.968 70.356 69.010 71.581 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. B.E.P. | Stadtkämmerei | 65 6. Bahn.Elektro.Planung. GmbH (B.E.P.) Kontaktdaten Gerwigstraße 53, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 62503-0 Fax: 0721 62503-33 info@bep.gmbh www.bep.gmbh Gründung 15.07.2020 Unternehmensgegenstand Die elektrotechnische Beratung und Planung im Verkehrswesen mit ingenieurwissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Methoden. Die Aufrechterhaltung und Erweiterung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur, insbesondere der städtischen Verkehrsgesellschaften der Stadt Karlsruhe, stehen dabei im Vordergrund. Geschäftsführung Christian Höglmeier Bernd Bleck Gesellschafter Transport-Technologie Consult Karlsruhe GmbH BMC BLIC Holding & Management Consultants GmbH Anteile Stammkapital 49 % = 51 % = 49.000,00 € 51.000,00 € 100 % = 100.000,00 € Gesellschafterversammlung Beteiligungen (mindestens 25 %) Entfällt Wichtige Verträge Entfällt Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 3) 2018 3) 2019 3) 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung - - - 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) - - - 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Keine Aufwandsentschädigungen 3) Die Gesellschaft wurde am 15. Juli 2020 gegründet. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss wird nicht geprüft. Eine Prüfungspflicht besteht weder aus handelsrechtlicher noch aus kommunalrechtlicher Sicht. 66 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | B.E.P. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2017 2) 2018 2) 2019 2) 2020 Beschäftigte - - - 0,2 Beamte - - 0 Gesamtbelegschaft - - - 0,2 Auszubildende 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Die Gesellschaft wurde zum 15.07.2020 gegründet Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Betriebsleistung pro Mitarbeiter (in T€) 0 2. Auftragssumme (in T€) 1) 0 3. Auslandsanteil am Erlös (in %) 2) 0 1) Zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres 2) Rohertrag Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 sowie Ausblick Die Gesellschaft wurde zum 15.07.2020 gegründet und befindet sich noch im Aufbau. Gegenstand des Unternehmens ist die elektrotechnische Beratung und Planung im Verkehrswesen. Die Aufrechterhaltung und Erweiterung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur, insbesondere der städtischen Verkehrsgesellschaften der Stadt Karlsruhe stehen dabei im Vordergrund. Risiken Die Risiken bestehen im Bereich der Rekrutierung von Fachpersonal. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 0 1.676 87.715 0 89.391 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 100.000 -11.609 88.391 1.000 0 89.391 B.E.P. | Stadtkämmerei | 67 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Umsatzerlöse - - - 0 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - - - 0 3. Sonstige betriebliche Erträge - - - 0 4. Materialaufwand - - - 0 5. Personalaufwand - - - 0 6. Abschreibungen - - - 0 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - - - -11.609 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - - - 0 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen - - 0 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - - - 0 11. Ergebnis nach Steuern - - - -11.609 12. Sonstige Steuern - - - 0 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag - - - -11.609 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) - - - 0,0 2. Umlaufintensität (in %) - - - 100,0 3. Investitionen (in T€) - - - 0,0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) - - - 100,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - 0,0 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - 0,0 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - - - -13,0 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - - -13,0 4. Kostendeckung (in %) - - - 0,0 5. Cash Flow (in T€) - - - 5.1 vor Ertragsteuern - - - -12 5.2 nach Ertragsteuern - - - -12 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 68 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | SWK 7. Stadtwerke Karlsruhe GmbH Kontaktdaten Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de www.stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 1. Juni 1997 Unternehmensgegenstand Sichere, wirtschaftliche und umweltschonende Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit Energie, Trinkwasser, Telekommunikationsdienstleistungen und die Durchführung der Straßenbeleuchtung – letztere nach Maßgabe eines Beleuchtungsvertrages mit der Stadt Karlsruhe – im Versorgungsgebiet, insbesondere dem der Stadt Karlsruhe (GV vom 25. November 2010). Geschäftsführung Michael Homann (Vorsitzender) Dr. Olaf Heil Gesellschafter KVVH GmbH EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH Anteile Stammkapital 80 % = 20 % = 100 % = 93.428.400 € 23.357.100 € 116.785.500 € Aufsichtsrat 14 Mitglieder, davon 9 Vertreter der Anteilseigner und 5 Vertreter der Arbeitnehmer EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz) Steffen Ringwald (stellv. Vorsitz) Nicole Amberger Martina Ganz Dirk Gümpel Uli Huener (bis 30.09.2020) Prof. Dr. Matthias Maier Markus Schneider Jürgen Stein (ab 01.10.2020) Udo Unger StR Max Braun StR Dr. Clemens Cremer StR Dr. Anton Huber StR Zoe Mayer StR Dr. Thomas Müller StR Dr. Paul Schmidt Beteiligungen (mindestens 25 %) Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH SWK-NOVATEC GmbH EOS Windenergie GmbH & Co. KG BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH, Karlsruhe KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH KES – Karlsruher Energieservice GmbH Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH Stadtwerke Rastatt Service GmbH TelemaxX Telekommunikation GmbH Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG Zweckverband für die Wasserversorgung des Hügellandes zwischen Alb und Pfinz, KA Anteile am Stamm-/ Kommanditkapital 100,00 % = 100,00 % = 100,00 % = 100,00 % = 66,00 % = 50,00 % = 50,00 % = 50,00 % = 50,00 % = 42,05 % = 33,33 % = 33,87 % = 100.000,00 € 25.600,00 € 25.000,00 € 4.000.000,00 € 66.000,00 € 12.500,00 € 50.000,00 € 15.000,00 € 50.000,00 € 840.900,00 € 50,00 € 879.778,44 € Wichtige Verträge Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der KVVH GmbH. Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Stadtwerke Netzservice GmbH. Konzessionsvertrag mit der Stadt Karlsruhe. Mit Vertrag vom 15. Dezember 2006 wurde das gesamte Strom- und Gasverteilnetz an die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH verpachtet. Dieser Vertrag wurde zum 31. Dezember 2013 beendet und durch einen neu abgeschlossenen Pachtvertrag vom 12. Dezember 2013 mit Wirkung ab 1. Januar 2014 ersetzt. SWK | Stadtkämmerei | 69 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 20 22 21 21 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Arbeiter 4) 228 224 221 220 Beschäftigte 4) 498 503 509 512 Beamte 4) 2 2 2 2 Gesamtbelegschaft 728 729 732 734 Auszubildende 67 66 67 62 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten und Beamten Leistungszahlen Stadtwerke Karlsruhe GmbH 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Stromversorgung 1) (Verkauf in MWh) Tarifkunden 435.978 418.356 400.316 389.678 Sondervertragskunden 585.109 566.609 534.390 445.955 Zusammen (nutzbare Abgabe) 1.021.087 984.965 934.706 835.633 2. Regenerative Energien (Verkauf in MWh) 27.543 29.541 29.597 30.291 3. Erdgasversorgung 1) (Verkauf in MWh) Tarifkunden 921.244 842.752 870.749 829.820 Sondervertragskunden 500.563 470.403 477.319 530.168 Zusammen (nutzbare Abgabe) 1.421.807 1.313.155 1.348.068 1.359.987 4. Wasserversorgung (Verkauf in Mio. m 3 ) 22,8 22,8 23,6 24,3 5. Fernwärmeversorgung 1) (Verkauf in MWh) 742.017 703.398 744.806 708.026 6. Erwirtschaftete Konzessionsabgabe (in T€) Strom 10.937 10.843 10.408 10.422 Erdgas 1.292 1.145 1.108 1.046 Wasser 5.370 5.709 5.831 6.033 Fernwärme 4.895 4.869 5.066 5.069 Zusammen 22.495 22.566 22.413 22.570 1) Verbräuche innerhalb des Stadtgebietes 70 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | SWK Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Der Geschäftsverlauf der Stadtwerke Karlsruhe GmbH war im Berichtsjahr insbesondere durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Insolvenz eines Kunden im Stromgroßkundensegments geprägt. Im Geschäftsjahr 2020 haben die Stadtwerke ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 16,1 Mio. € erwirtschaftet, was einem Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Mio. € entspricht. Im ausgewiesenen Ergebnis ist ein Verlustausgleich der Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH in Höhe von 4,2 Mio. € (Vorjahr plus 2,6 Mio. €) sowie die erfolgte Übernahme eines Fehlbetrages aus der Beteiligung an der SWK-NOVATEC GmbH in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr minus 0,9 Mio. €) enthalten. Der ausgewiesene Gewinn fließt entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag in voller Höhe der Muttergesellschaft KVVH GmbH zu, die wiederum eine anteilige Dividendenausschüttung an den Mitgesellschafter EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH, Stuttgart, vornimmt. Während die Absatzmengen im Bereich Gas- und Wasserversorgung angestiegen sind, waren die Vertriebsmengen der Sparten Stromversorgung sowie Fernwärme gegenüber dem Vorjahr geringer. Die Umsatzerlöse verringerten sich im Berichtsjahr deutlich um 133,9 Mio. € auf 726,4. €. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen gesunkene Umsatzerlöse im Bereich der Stromversorgung aufgrund eines erheblichen Rückgangs der Strompreisnotierungen sowie aufgrund eines Rückgangs der den Stromabsatzmengen. Im Bereich des Materialaufwandes, war im Berichtsjahr analog zu dem eingetretenen Umsatzerlösrückgang, ein Aufwandsrückgang in Höhe von 147,4 Mio. € auf insgesamt 562,6 Mio. € zu verzeichnen. Hauptursachen des Aufwandrückgangs sind die geringen Beschaffungskosten, die sich insbesondere durch gesunkene Börsennotierungen beim Strom begründen. Ausblick Im Wirtschaftsplan 2021 geht die Gesellschaft von einem Ergebnis von 30,4 Mio. € vor Ertragssteuern und Ergebnisabführung aus, wobei eine erhebliche Unsicherheit im Rahmen der Planung in den weiteren Auswirkungen der Corona-Pandemie besteht. Zum 01.01.2022 soll die 100 % Tochtergesellschaft „Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH“ gegründet werden. Unternehmensgegenstand der SKD wird insbesondere die Erbringung von Leistungen im Bereich der Straßenbeleuchtung (Beleuchtung von Straßen, Wegen, Plätzen; Außenbeleuchtung von Gebäuden und anderen Liegenschaften) sowie die Erbringung von Leistungen im Bereich der Telekommunikation für die Stadt Karlsruhe sein. Risiken Die aktuelle Lage aufgrund der Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die SWK. Eine unmittelbare Folge ist ein Rückgang bei den Absatz- und Durchleitungsmengen aufgrund von Betriebsschließungen im sogenannten „Lockdown“, was dazu führt, dass im Berichtsjahr die vereinnahmten Erlöse hinter den Planansätzen zurückbleiben. Des Weiteren können Insolvenzen in Folge der Pandemie zu Forderungsausfällen bei der SWK führen. Der Geschäftsverlauf der SWK wird in starkem Maße vom Witterungsverlauf während der Heizperiode sowie den konjunkturellen Entwicklungen geprägt. Weiteres Risikopotential ergibt sich aus der Festlegung der Erlösobergrenze und Effizienzwerte im Strom- und Gasnetzbereich durch die Bundesnetzagentur. Unsicherheiten bestehen hier durch die Nichtanerkennung von Kosten sowie durch die festgelegten Eigenkapitalzinssätze und die Höhe des Kapitalkostenaufschlages. Die Geschäftsführung hält zudem Eingriffe der Kartellbehörden bei der Kalkulation von Wasser- und Fernwärmepreisen für denkbar. SWK | Stadtkämmerei | 71 Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Stadtwerke Karlsruhe stehen mit Engagement und Kompetenz für eine zuverlässige, nachhaltige und klimafreundliche Energie- und Trinkwasserversorgung der Stadt Karlsruhe und der Umlandgemeinden. Auch im Coronajahr 2020 waren vor allem Zuverlässigkeit und Vertrauen ein hohes Gut. Die Stadtwerke zählen zu den Betreibern von kritischen Infrastrukturen in Deutschland und haben aus diesem Grund besondere Schutzvorkehrungen sowohl für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für die Kunden und Bürger im Rahmen ihres Krisenmanagements getroffen. Dabei zeigt sich tagtäglich, wie unverzichtbar ihre Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Daseinsvorsorge einer Großstadt sind. Neben der Bewältigung der Coronakrise stehen auch weiterhin die Themen Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz ganz oben auf der Agenda. Gemeinsam mit den relevanten Akteuren der Stadt Karlsruhe, den Partnerbetrieben des Verbandes der Klimaschutz-Unternehmen und mit den Kundinnen und Kunden wollen die Stadtwerke den Klimawandel eindämmen, CO2-Emissionen reduzieren, Plastikmüll vermeiden und die Biodiversität steigern, um dem Insektensterben ernsthaft entgegenzutreten. Dabei werden die bereits beschlossenen Projekte zur Prozesswärmeauskopplung aus der Papierfabrik Stora Enso Maxau oder das 100-Dächer-Programm zum großangelegten Ausbau von PV-Anlagen auf Dächern der Volkswohnung die Gesellschaft einen großen Schritt nach vorne bringen. Viele weitere, auch kleinere Maßnahmen sind in der Umsetzung oder finden sich in den laufenden Umweltprogrammen. Als eines der größten Stadtwerke in Deutschland sehen sich die Stadtwerke Karlsruhe in der gesellschaftlichen Verpflichtung, die Energiewende, vor allem lokal in Karlsruhe auch die Wärmewende, voranzutreiben. Die Stadtwerke Karlsruhe sind auch dank ihrer 25-jährigen EMAS-Zertifizierung auf einem guten Weg und haben in den letzten Jahren mehr als 450 Umweltmaßnahmen angeschoben. Der beschleunigte Wandel in der Energiewirtschaft durch technologische Innovationen, Digitalisierung und Ausbau der erneuerbaren Energien beschäftigt die Stadtwerke Karlsruhe bereits seit vielen Jahren und beeinflusst sehr stark auch die aktuellen und zukünftigen Unternehmensprozesse. Die neue Zielsetzung der Stadtwerke hin zur Klimaneutralität werden die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit weiter festigen. Eine Herausforderung wird sein, Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltfreundlichkeit in Einklang zu bringen. Mehr zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit findet sich in der Umwelterklärung 2020 unter https://www.stadtwerke-karlsruhe.de/swk/kundenservice/infomaterial/umwelt-klima.php Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Wertpapiere Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei der Stadt Karlsruhe Rechnungsabgrenzungsposten 17.933.497 523.990.474 46.954.012 10.218.402 91.316.714 15.338.700 2.835.518 _ _1.427.131 710.014.448 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Empfangene Ertragszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 116.785.500 73.913.996 624 0 190.700.120 54.029.870 50.337.649 414.782.381 164.428 710.014.448 72 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | SWK Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 4) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +594.160 +701.483 +860.327 +726.378 +1.052.270 +907.356 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +393 +1.887 +3.143 +2.263 0 0 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +1.224 +805 +1.166 +1.244 +1.198 +961 4. Sonstige betriebliche Erträge +14.945 +15.678 +12.709 +12.218 +12.002 +11.427 5. Materialaufwand -440.433 -549.209 -710.035 -562.604 -835.929 -685.923 6. Personalaufwand -55.406 -57.799 -59.704 -62.115 -96.288 -99.158 7. Abschreibungen 2) -31.018 -33.870 -34.539 -35.316 -39.349 -40.344 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -40.809 -39.627 -43.233 -48.528 -56.898 -57.763 9. Erträge aus Beteiligungen +3.129 +3.056 +2.580 +1.820 +962 +1.117 10. Erträge aus Gewinnabführung 0 0 +2.620 0 0 0 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3) +499 +294 +1.317 +205 +330 +283 12. Ergebnis aus Verlustübernahme Netzgesellschaft -7.646 -5.239 -861 -4.548 0 0 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.214 -7.699 -7.885 -7.122 -7.760 -7.232 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.775 -8.650 -8.036 -7.497 -9.601 -9.574 15. Ergebnis nach Steuern +22.049 +21.110 +19.569 +16.398 +20.937 +21.150 16. Sonstige Steuern -320 -327 -323 -328 -358 -358 17. Abgeführte Gewinne Ergebnisabführungsvertrag -21.729 +20.783 -19.246 -16.070 -20.579 -20.792 18. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0 0 0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“, eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) einschließlich Abschreibungen auf Finanzanlagen. 3) einschließlich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. 4) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 79,8 80,7 77,3 81,5 2. Umlaufintensität (in %) 20,1 19,1 22,4 18,2 3. Investitionen (in Mio. €) 50,9 52,8 79,8 59,8 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 29,5 29,9 27,5 29,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 36,9 37,0 35,6 35,7 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +3,7 +3,0 +2,2 +2,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +12,6 +11,6 +10,4 +8,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +4,8 +4,4 +3,8 +3,3 4. Kostendeckung (in %) 103,1 101,9 100,5 101,4 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +61.189 +62.460 +61,373 +59.074 5.2 nach Ertragsteuern +52.414 +53.810 +53.337 +51.577 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 9,6 8,4 7,0 8,7 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 76.107 79.286 81.563 84.625 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. SWK Netzservice | Stadtkämmerei | 73 8. Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-4109 netze@stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 30. Januar 2007 Unternehmensgegenstand Netzbetreiber gemäß dem Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz – EnWG), insbesondere der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau des Elektrizitäts- und des Gasversorgungsnetzes der Stadtwerke Karlsruhe GmbH sowie die Erfüllung von Verteilungsaufgaben. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau von Trinkwassernetzen sowie der Bau von Fernwärmenetzen. Eingeschlossen ist die Wahrnehmung aller dazugehörigen Aufgaben und Dienstleistungen (GV vom 13. Dezember 2013). Geschäftsführung Dr. Michael Becker (bis 29.02.2020) Stephan Bornhöft (ab 01.03.2020) Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 100.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH vom 2. Oktober 2014. Durch Vertrag vom 15. Dezember 2006 mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH wurde das gesamte Strom- und Gasverteilnetz einschließlich Messstellen gepachtet. Dieser Vertrag wurde zum 31. Dezember 2013 beendet und durch einen neu abgeschlossenen Vertrag vom 12. Dezember 2013 mit Wirkung ab 1. Januar 2014 ersetzt. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) - - - - 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. 74 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | SWK Netzservice Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Arbeiter 4) 205 205 204 212 Beschäftigte 4) 213 209 209 207 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 418 414 413 419 Auszubildende 36 37 36 35 1) Umgerechnete Vollkraftstellen. 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte. 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten. Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Netznutzung durch SWK-Vertrieb (in MWh) 2.442.894 2.298.120 2.282.774 2.215.645 2. Netznutzung durch Dritte (in MWh) 1.137.227 1.157.505 1.170.867 1.159.331 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die SWKN erzielte im Berichtsjahr einen Verlust in Höhe von 4,2 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr, mit einem positiven Ergebnis in Höhe von 2,6 Mio. €, verschlechterte sich das Ergebnis vor Ergebnisabführung der SWKN um 6,8 Mio. € Die im Berichtsjahr vereinnahmten Erlöse aus Netzentgelten belaufen sich auf 97,5 Mio. € und liegen damit um 2,7 Mio. €unter den aktuell ansetzbaren Erlösobergrenzen für das Strom- und Erdgasnetz. Das Stromnetz weist im abgelaufenen Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis in Höhe von 1,6 Mio. € aus, was gegenüber dem Vorjahr, mit einem positiven Jahresergebnis von 5,0 Mio. € eine deutliche Ergebnisverschlechterung in Höhe von 6,6 Mio. € ist. Beim Erdgasnetz weist die SWKN für das abgelaufene Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis in Höhe von 2,8 Mio. € aus. Gegenüber dem Vorjahr, mit einem negativen Ergebnis von rund 1,3 Mio. €, bedeutet dies eine Ergebnisverschlechterung in Höhe von rund 1,5 Mio. €. Im Bereich der Dienstleistungen für Dritte konnte über alle Sparten ein positiver Ergebnisbeitrag in Höhe von 2,0 Mio. € erwirtschaftet werden. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen deutlichen Anstieg um 0,8 Mio. €. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen Großaufträgen geschuldet, die im Berichtsjahr ergebniswirksam abgeschlossen werden konnten. Ausblick Im Wirtschaftsjahr 2021 rechnet die SWKN mit einem negativen Gesamtergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 9,2 Mio. €. Verglichen mit dem Rechnungsergebnis 2020 mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 4,2 Mio. € weist die Wirtschaftsplanprognose 2021 somit eine deutliche Ergebnisverschlechterung in Höhe von rund 5,0 Mio. € aus. Risiken Die aktuelle Lage aufgrund der Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH. Eine unmittelbare Folge ist ein Rückgang bei den Netzmengen aufgrund von Betriebsschließungen im sogenannten „Lockdown“, was dazu führt, dass im Berichtsjahr die vereinnahmten Netznutzungsentgelte hinter den Planansätzen zurückbleiben. Dieses Risiko besteht auch in 2021 fort. Des Weiteren können Insolvenzen zu Forderungsausfällen bei den Stadtwerken Karlsruhe Netzservice GmbH führen. SWK Netzservice | Stadtkämmerei | 75 Die Risikosituation wird neben den technischen Risiken durch den Betrieb der Anlagen und Netze maßgeblich durch die regulatorischen Vorgaben aus dem Energiewirtschaftsgesetz bestimmt. Die Entscheidungen der Regulierungsbehörden hinsichtlich der genehmigten Erlösobergrenzen haben direkten Einfluss auf das Ergebnis der Geschäftstätigkeit und stellen ein wesentliches und langfristig schwer kalkulierbares Risiko dar. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Wandel in der Energiewirtschaft im Netzbetrieb durch technologische Entwicklungen, Digitalisierung, durch regulative Vorgaben und durch die Energie- und Wärmewende beschäftigt die SWKN bereits seit Jahren und beeinflusst sehr stark die heutigen und zukünftigen Unternehmensprozesse. Dabei spielen Klimaschutz und Nachhaltigkeit neben Themen wie Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und diskriminierungsfreier Netzzugang eine wesentliche Rolle im Handeln der SWKN. Über die Einhaltung von Umweltschutznormen hinaus treiben die SWKN mit Hilfe innovativer Technik die Minderung von Emissionen, den Schutz von Ressourcen und die Förderung der Energieeffizienz voran. Der Rollout des Workforce-Managements wird Prozessabläufe vereinfachen, mobiles Arbeiten ermöglichen und durch Vermeidung vieler Fahrten umweltfreundlicher machen. Dabei hat die SWKN das Ziel der Klimaneutralität im Kontext des Karlsruher Klimaschutzkonzeptes fest im Blick. Bis 2030 sollen 58 % weniger CO2-Emissionen ausgestoßen werden und bis 2040 will man klimaneutral sein. Daneben bleiben aber auch Themen wie Artenschutz, Biodiversität und die Vermeidung von Plastikmüll auf der Agenda ganz oben. Viele umweltrelevante und CO2-mindernde Maßnahmen im Zusammenhang mit der Erneuerung der Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetze finden sich in den jährlichen Umwelt- und Energieprogramme der SWKN. Jährlich lassen sich die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH im Rahmen der EMAS, ISO 14001 und ISO 50001 Normen durch unabhängige Gutachter zertifizieren. Mehr zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit findet sich in der Umwelterklärung 2020 unter https://www.netzservice-swka.de/netze. Kurzbilanz 2020 in € AKTIVA PASSIVA A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Guthaben bei der Stadt Karlsruhe und bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.905.037 4.983.412 0 28.781.164 8.684.066 80 12.113 44.365.872 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 100.000 22.000.000 0 22.100.000 9.443.091 12.822.781 0 44.365.872 76 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | SWK Netzservice Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse 166.121 +173.720 +208.959 +197.252 +189.398 +194.514 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +6.090 +6.033 -6.290 +2.817 +0 +0 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +46 +253 +297 +149 +108 +118 4. Sonstige betriebliche Erträge +524 +1.500 +395 +289 +109 +113 5. Materialaufwand -132.085 -136.512 -149.671 -152.169 -142.135 -150.802 6. Personalaufwand -30.718 -31.424 -32.837 -34.212 -34.032 -35.232 7. Abschreibungen -2.311 -3.204 -3.354 -3.231 -3.846 -3.815 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.011 -15.322 -14.526 -14.630 -14.625 -13.964 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +152 +170 +138 +55 +65 +149 10. Erträge aus Verlustübernahme +7.646 +5.239 +0 +4.171 +5.464 +9.241 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -385 -383 -457 -420 -471 -287 12 Aufwendungen aus der Gewinnabführung. +0 +0 -2.621 +0 +0 +0 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 13. Ergebnis nach Steuern +69 +70 +33 +71 +35 +35 14. Sonstige Steuern -69 -70 -33 -71 -35 -35 15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ (das heißt nicht fortgeschrieben) 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 16,4 13,2 12,7 15,5 2. Umlaufintensität (in %) 83,5 86,8 87,3 84,4 3. Investitionen (in T€) 2.377 2.972 4.269 3.532 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 27,8 23,3 42,6 49,8 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 169,5 176,7 335,2 320,8 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -4,6 -3,0 1,3 -2,1 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -75,7 -51,9 11,9 -18,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -20,0 -11,2 5,9 -8,5 4. Kostendeckung (in %) 92,0 92,9 104,0 96,3 5. Cash Flow (in T€) -4.996 -2.116 5.769 -803 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 17,0 16,8 16,3 16,7 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 73.489 75.905 79.508 81.650 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. SWK-RegenerativRegernativ-Verwaltungs-GmbH | Stadtkämmerei | 77 9. SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH Kontaktdaten c/o Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de www.stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 24. August 2005 Unternehmensgegenstand Beteiligung an und die Verwaltung von anderen Unternehmen als deren persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin, insbesondere von Projektgesellschaften, deren Gegenstand das Erstellen und Betreiben von Kraftanlagen im Bereich regenerativer Energien ist. Geschäftsführung Jürgen Schmidt Susanne Greschner Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 25.600 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 die in ihrem Gesellschaftsvertrag vorgesehene wirtschaftliche Betätigung durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2020 wurde auf Grund des unveränderten Geschäftsumfangs wie im Vorjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von 2 T€ erwirtschaftet. Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin – ohne Kapitaleinlage - der SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I, der SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark Zwei, der SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG - Solarpark III und der EOS Windenergie GmbH & Co. KG. Als Komplementärin übernimmt sie deren Geschäftsführung, die Vertretung und die Verwaltung und erhält hierfür eine jährliche Vergütung. Hierbei bedient sie sich zur Sicherstellung effizienter und qualifizierter Abläufe Mitarbeiter der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. 78 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | SWK-Regernativ-Verwaltungs-GmbH Ausblick Die Gesellschaft wird die Geschäftsführungstätigkeiten für die vier beschriebenen Kommanditgesellschaften auch im kommenden Geschäftsjahr weiter durchführen und geht für das Geschäftsjahr 2021 von einem geringen Jahresüberschuss aus. Risiken Risiken der Gesellschaft sind mögliche Inanspruchnahmen aus der unbeschränkten Haftung. Derartige oder andere potenziell bestandsgefährdende Risiken sind zum heutigen Zeitpunkt nicht erkennbar. Aufgrund der überschaubaren gesellschaftsrechtlichen Strukturen der zu betreuenden Kommanditgesellschaften sowie des geringen Geschäftsumfangs bestehen keine wesentlichen, bestandsgefährdenden Risiken aus der Geschäftstätigkeit der SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH übernimmt die Verwaltung von drei Solarparks mit einer Nennleistung von insgesamt 2.740 kW, die in 2020 2.794.352 kWh eingespeist haben. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0 0 0 5.012 50.355 55.367 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 25.600 18.910 2.005 46.515 1.310 7.542 55.367 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +31,9 +35,3 +38,5 +38.8 +38,0 +38,5 2. Sonstige betriebliche Erträge +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 3. Personalaufwand +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 4. Materialaufwand +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 5. Abschreibungen +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -31,4 -31,6 -35,5 -36.4 -36,5 -37,0 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0,0 -0,3 -0,5 -0,4 -0,5 -0,5 10. Ergebnis nach Steuern +0,5 +3,7 +2,5 +2,0 +1,0 +1,0 11. Sonstige Steuern +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0,5 +3,4 +2,5 +2,0 +1,0 +1,0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH | Stadtkämmerei | 79 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0 0 0 0 2. Umlaufintensität (in %) 100,0 100,0 100,0 100,0 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 82,3 82,1 84,1 84,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) + 1,7 9,6 6,5 5,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 1,4 8,1 5,6 4,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 1,2 6,7 4,7 3,6 4. Kostendeckung (in %) 101,8 111,8 108,3 106,5 5. Cash-Flow nach Ertragsteuern (in T€) + 1 3 2 2 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 80 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I 10. SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I Kontaktdaten c/o Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de www.stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 2. Dezember 2005 Unternehmensgegenstand Errichtung und Betrieb von Gemeinschaftsanlagen zur Nutzung regenerativer Energieträger, insbesondere Photovoltaikanlagen. (GV in der Fassung vom 3. November 2005) Geschäftsführung Die Geschäftsführung liegt bei der SWK- Regenerativ-Verwaltungs-GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin). Diese ist am Kapital der SWK-Regenerativ-GmbH & Co.KG – Solarpark I nicht beteiligt und handelt durch ihre Geschäftsführer Jürgen Schmidt und Susanne Greschner Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadtwerke Karlsruhe GmbH Weitere Kommanditisten Anteile Kommanditkapital 26,15 % = 14,33 % = 59,52 % = 500.000 € 274.000 € 1.138.000 € 100,00 % = 1.912.000 € Hiervon wurden im Jahr 2020 weitere rund 9 % an die Kommanditisten zurückgewährt. Der Beteiligungswert der Stadt Karlsruhe beträgt somit 198.617,35 €, das Haftkapital wird jedoch nicht reduziert. Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH und der SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2)- 2)- 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss wird nicht geprüft. Eine Prüfungspflicht besteht weder aus handelsrechtlicher noch aus kommunalrechtlicher Sicht. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I | Stadtkämmerei | 81 Wichtigste Zahlungsströme zwischen der Kommanditistin Stadt Karlsruhe und der Gesellschaft aus Sicht der Kommanditistin Stadt Karlsruhe in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gewinnausschüttung + 29 +45 +45 +50 2. Rückfluss Kommanditanteil + 16 +0 +0 +0 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Der Solarpark I erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 Einspeisevergütungen in Höhe von 401 T€ (Vorjahr: 404 T€). Die gesamte Stromerzeugung des Solarparks in 2020 lag bei 872.766 kWh (Vorjahr: 857.748 kWh). Die Gesellschaft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 158 T€ (Vorjahr: 167 T€) ausweisen. Risiken Keine. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Anlagenpark hat eine Gesamtnennleistung in Höhe von 840 kW und erzeugte in 2020 872,766 kWh. Kurzbilanz 2020 in € AKTIVA PASSIVA A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0 826.380 0 29.522 214.641 1.070.543 A. B. C. Eigenkapital Kommanditkapital Variables Kapital Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 1.912.000 -1.042.864 869.136 49.713 151.694 1.070.543 82 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 PLAN 2020 1) PLAN 2021 1) 1. Umsatzerlöse/Erlöse aus Einspeisung +390 +423 +404 +401 +360 +358 2. Sonstige betriebliche Erträge +15 +7 +4 +7 +0 +0 3. Materialaufwand -17 -34 -24 -33 +0 +0 4. Personalaufwand +0 +0 +0 +0 +0 +0 5. Abschreibungen -135 -122 -141 -142 -132 -132 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -41 -55 -43 -46 -52 -38 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +3 +3 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11 -9 -7 -5 -3 -3 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -27 -28 -26 -24 -22 -22 10. Ergebnis nach Steuern +174 +182 +167 +158 +154 +166 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +174 +182 +167 +158 +154 +166 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 80,5 78,7 76,2 +77,2 2. Umlaufintensität (in %) 19,5 21,3 23,8 +22,8 3. Investitionen (in T€) 0 29 0 +25 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 60,6 65,6 72,6 +81,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 75,3 83,4 95,2 +105,2 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +44,6 +43 +41,3 +39,5 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +19,4 +20 18,5 +18,2 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +12,5 +13,8 14,0 +15,2 4. Kostendeckung (in %) 191,2 192,8 188,0 +177,9 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern + 335 +332 +334 +324 5.2 nach Ertragsteuern + 308 +303 +308 +300 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. SWK-NOVATEC GmbH | Stadtkämmerei | 83 11. SWK-NOVATEC GmbH Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 22. Juni 2009 Unternehmensgegenstand Planung, Realisierung und Betrieb von Wärmeerzeugungs- und Wärmeversorgungsanlagen auf Basis innovativer Versorgungskonzepte im Bereich regenerativer Energien und die Erbringung der damit zusammenhängenden Dienstleistungen (GV vom 13. Juli 2016). Geschäftsführung Andreas Hallwachs Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Gewinnabführungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH vom 28.11.2018 (mit Wirkung zum 01.01.2019) Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) - - - - 1) Keine gesonderte Vergütung. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt zum 31.12.2020 insgesamt 4 Mitarbeitende. Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Wärmeverkäufe (in T€) - - - - 2. Wärmeverkäufe (in kWh) 2.795.350 2.354.840 - - Die Aktivitäten aus der bisherigen Wärmeversorgung der Raumfabrik Durlach wurden zum Ende des Geschäftsjahres 2018 eingestellt. 84 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | SWK-NOVATEC GmbH Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von 377 T€, der auf Grund des mit Wirkung ab 1. Januar 2019 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags vollständig von der Stadtwerke Karlsruhe GmbH übernommen wird. Die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr (+484 T€) beruht im Wesentlichen auf gesunkenen Personalaufwendungen (-247 T€) auf Grund der Reduzierung des Mitarbeiterstamms sowie auf gesunkenen Verwaltungskostenbeiträgen (-206 T€) gegenüber der Gesellschafterin Stadtwerke Karlsruhe GmbH auf Grund geringerer Inanspruchnahme von administrativen Dienstleistungen. Gegenläufig erhöhten sich die Umsatzerlöse aus der Abrechnung von erbrachten Dienstleistungen gegenüber der alleinigen Gesellschafterin Stadtwerke Karlsruhe GmbH um 8 T€ von 170 T€ im Vorjahr auf 178. T€. Darüber hinaus erhöhte sich der Materialaufwand um 22 T€ von 3 T€ im Vorjahr auf 25 T€ insbesondere auf Grund von bezogenen Fremdleistungen sowie Abrechnungsleistungen der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Das Themengebiet „Robotic Process Automation“ hat die Gesellschaft gemeinsam mit dem Kundenservice der SWK sowie einem externen Dienstleister für die Stadtwerke Karlsruhe erschlossen. Hierfür wurde im Zeitraum März 2020 bis Oktober 2020 ein Proof-of-Concept in Testsystemen mit zwei Pilotprozessen erfolgreich durchgeführt. Derzeit portiert die SWK-NOVATEC diese auf das Produktivsystem und bereitet eine schrittweise Skalierung vor. Im Rahmen dieser Portierung wird gerade mit dem Servicebereich Personal und dem Betriebsrat der Stadtwerke Karlsruhe GmbH an einer entsprechenden Betriebsvereinbarung gearbeitet. Als Erweiterung der Prozessautomatisierung mit Robotic Process Automation wurde im Oktober 2020 eine Vorstudie zur Nutzung von künstlicher Intelligenz im Kundenservice bei LPDG beauftragt. Datengrundlage waren mehrere Tausend E-Mails aus dem Kundenservice. Im Rahmen der Vorstudie werden bessere Klassifizierungsmethoden sowie Methoden zur Extraktion relevanter Informationen (Kundennummer, Name des Kunden, Zählerstand, ...) entwickelt und getestet. Langfristiges Ziel ist die vollständig automatisierte Beantwortung von Kundenanfragen. Der Übergang des Projektes Smart City an den Bereich Digitale Lösungen der Stadtwerke Karlsruhe hat am 1. April 2020 planungsgemäß stattgefunden. Ausblick Die Gesellschaft bringt sich aktiv in aktuelle Projekte der Stadtwerke Karlsruhe ein und unterstützt diese. Die Gesellschaft erwartet im kommenden Geschäftsjahr 2021 ein negatives Jahresergebnis vor Verlustübernahme in Höhe von 756 T€. Risiken Aufgrund der überschaubaren gesellschaftsrechtlichen Struktur sowie des geringen Geschäftsumfangs bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken aus der Geschäftstätigkeit der SWK-NOVATEC GmbH. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die SWK-NOVATEC GmbH entwickelt innovative Technologien, Produkte und Dienstleistungen für die Stadtwerke Karlsruhe. Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind starke Innovationstreiber und beeinflussen die Projekte der NOVATEC maßgeblich. Aktuelle Projekte wie das Erstellen einer B2B Sharing Plattform sind Paradebeispiele für die resultierende Ressourcenschonung und der daraus entstehenden Nachhaltigkeit für die Stadt Karlsruhe. In Sachen Klimaschutz ist die NOVATEC im Bereich Elektromobilität weiterhin sehr engagiert. So wird derzeit an einer Wallbox als B2C Produkt gearbeitet. Ziel ist es die SWK als vertrauenswürdigen Ansprechpartner für E-Mobilitätsprodukte zu etablieren und somit eine grünere Zukunft zu gestalten. SWK-NOVATEC GmbH | Stadtkämmerei | 85 Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 3.377 1.373 0 0 378.992 0 0 383.742 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 25.000 4.500 354.242 0 383.742 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 4) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +217 +344 +170 +179 +582 +55 2. Sonstige betriebliche Erträge +4 +139 +0 +0 +0 +0 3. Materialaufwand -176 -140 -3 -25 -539 -200 4. Personalaufwand +0 -106 -486 -239 -477 -350 5. Abschreibungen +0 +0 -3 -3 +0 +0 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -35 -292 -538 -301 -31 -261 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +16 +0 +0 8. Erträge aus Verlustübernahme 2) +0 +0 +861 +376 -465 +756 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 -3 -3 +0 +0 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3 +0 +2 +0 +0 +0 11. Ergebnis nach Steuern +7 -55 -861 -377 -465 -756 12. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +7 -55 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Ab 01.01.2019 Gewinnabführungsvertrag mit Stadtwerke Karlsruhe GmbH. 3) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 86 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | SWK-NOVATEC GmbH Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0 1,1 1,1 1,2 2. Umlaufintensität (in %) 100 98,8 98,9 98,8 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 59,4 7,2 2,9 6,5 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - 661,9 273,2 526,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +3,3 -16,1 -503,8 -211,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +8,9 -221,7 -3443,9 -1.509,2 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +5,3 -15,8 -98,5 -97,5 4. Kostendeckung (in %) 102,9 63,8 16,5 31,2 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +10,6 -55,2 -857,6 -374,3 5.2 nach Ertragsteuern +7,2 -55,2 -857,6 -374,3 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - 19,7 47,0 41,7 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - 21.189 69.391 59.650 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. EOS Windenergie GmbH & Co. KG | Stadtkämmerei | 87 12. EOS Windenergie GmbH & Co. KG Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de Gründung Gesellschaftsvertrag vom 16. April 2009, Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. Unternehmensgegenstand Betrieb eines Windparks sowie die Erzeugung und Vermarktung von Energie am Standort Riedelberg II in Rheinland-Pfalz. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird durch Komplementärin SWK-Regenerativ- Verwaltungs-GmbH ausgeübt. Diese ist am Kapital der EOS Windenergie GmbH & Co. KG nicht beteiligt und handelt durch ihre Geschäftsführung Kommanditisten Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteil Kommanditkapital 4 Mio. € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 1) 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 2) 2) 2) 2) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 3) 3) 3) 3) 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. 2) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 3) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart geprüft Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die EOS schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 432 T€ (Vj. 302 T€) ab. Der Ergebnisanstieg gegenüber dem Vorjahr um 130 T€ ist insbesondere auf die Erhöhung der Erträge aus Windeinspeisung zurückzuführen. 88 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | EOS Windenergie GmbH & Co. KG Ausblick Für das Geschäftsjahr 2021 rechnet die EOS mit einer Verringerung des Ergebnisses durch einen Rückgang der Einspeiseerlöse. Risiken Risiken der Gesellschaft können aus dem Betrieb der Windkraftanlagen resultieren. Der Betrieb selbst ist durch einen langfristigen Betriebsführungsvertrag weitgehend gesichert. Ein weiteres Risiko resultiert aus einer Unterschreitung der erwarteten Windleistung. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Windpark umfasst vier Windkraftanlagen mit je 2,3 MW, die in 2020 insgesamt Strom in Höhe von 19,2 GWh erzeugt haben. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 23.469 9.611.886 0 217.901 1.408.995 152.489 11.414.740 A. B. C. Eigenkapital Kapitalanteile Kommanditisten Verlustvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 3.995.200 -458.586 432.086 3.968.700 210.914 7.235.126 11.414.740 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 1) 2018 2019 2020 Plan 2020 3) Plan 2021 3) 1. Umsatzerlöse - +1.458 +1.606 +1.828 +1.548 +1.548 2. Sonstige betriebliche Erträge - +39 +66 +36 +0 +0 3. Materialaufwand - -162 -201 -259 -224 -253 4. Personalaufwand - +0 +0 +0 +0 +0 5. Abschreibungen 2) - -763 -763 -763 -763 -763 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen - -193 -169 -173 -182 -176 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - +0 +0 +0 +0 +0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - -259 -237 -215 -224 -195 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - +0 +0 -22 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern - +120 +302 +432 +155 +161 11. Sonstige Steuern - +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag - +120 +302 +432 +155 +161 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. 2) Die Nutzungsdauer der Windkraftanalagen wurde im Jahr 2018 von 16 Jahren auf 20 Jahre verlängert. 3) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. EOS Windenergie GmbH & Co. KG | Stadtkämmerei | 89 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 1) 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) - 0 0 6,0 2. Umlaufintensität (in %) 3. Investitionen (in T€) - 26,4 30,1 34,8 II. Finanzlage - 29,0 34,0 41,2 1. Eigenkapitalquote (in %) 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - 8,3 18,8 23,6 III. Ertragslage - 3,7 8,5 10,9 1. Umsatzrentabilität (in %) - 3,1 4,6 5,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - 105,9 117,2 129,6 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - 883,1 1.064,3 1.195,0 4. Kostendeckung (in %) 5. Cash-Flow nach Ertragsteuern (in T€) - - - - IV. Personal - - - - 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 90 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Stadtwerke Rastatt Service 13. Stadtwerke Rastatt Service GmbH Kontaktdaten Markgrafenstraße 7, 76437 Rastatt Gründung Gesellschaftsvertag vom 12.12.2000 Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). Unternehmensgegenstand Erbringung von Energiedienstleistungen an Kunden aus hocheffizienten und somit klimaschonenden Energieerzeugungsanlagen, sowie das Contracting dieser Anlagen. Geschäftsführung Olaf Kaspryk bis 07.05.2019 Volker Bunte ab 08.05.2019 Jürgen Disqué Gesellschafter Stadtwerke Rastatt GmbH Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 50 % = 50.000 € 50 % = 50.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorhanden. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 1) 2018 1) 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung - - 2) 2) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 3) 3) 3) 3) 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). 2) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 3) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von Maisenbacher Hort + Partner, Steuerberatungsgesellschaft Karlsruhe geprüft . Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft hat neben der Geschäftsführung keine Beschäftigten. Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 1) 2018 1) 2019 2020 1. Wärmeverkäufe (in T€) - 0 2 83 2. Wärmeverkäufe (in kWh) - 0 14.617 793.683 1) Gesellschaftsvertag vom 12.12.2000 Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Gesellschaft verzeichnet im Geschäftsjahr 2020 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund T€ 28,7. Die Erlöse ergeben sich aus der Energielieferung an Kunden, die Aufwände im Wesentlichen aus Energiebezug und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, wie Kosten für Marketing, Buchhaltung und Prüfungsaufwand. Stadtwerke Rastatt Service | Stadtkämmerei | 91 Ausblick Neben der Energielieferung aus dezentralen Energieanlagen sowie dem Betrieb dieser Anlagen im abgelaufenen Geschäftsjahr gilt es die Dienstleistungen weiter auszubauen. Die seit März 2020 durch die Pandemie bestehenden Einschränkungen erschweren weiterhin den Kundenkontakt. Die Realität hat gezeigt, dass die auf sehr wenige spezialisierte Mitarbeiter/-innen konzentrierte Personalsituation des Vertriebs mitentscheidend ist für die weitere Dynamik im Neugeschäft. Risiken Die Risiken des operativen Geschäftsbetriebs sind aktuell gering. Die Energiebeschaffungs- und Energielieferverträge sind risikoavers fixiert; zudem ist der unter Vertrag stehende Kundenbestand stark diversifiziert. Hinzu kommt die Fokussierung auf zu Wohnzwecken dienende Gebäude, die konjunkturelle Risiken ebenfalls reduziert. Die bestehenden Anlagen sind insofern homogen, als keine Einzelanlage dominant für das gesamte Anlagevermögen oder für das Gesamtergebnis ist. Der Betrieb der Energieanlagen ist durch angemessene Versicherungen und Verträge ausreichend abgesichert. Die Gesellschaft bedient sich zur Sicherstellung effizienter und qualifizierter Abläufe der Mitarbeitenden der Stadtwerke Rastatt GmbH und der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die SRS verfolgt die Absicht vorwiegend umweltschonende und klimafreundliche Anlagen zu bauen und zu betreiben. Alle Anlagen erfüllen das EWärmeG Baden-Württembergs, darüber hinaus wurden bisher in nahezu allen Heizungssanierungsfällen alte Ölheizungen abgelöst. Photovoltaik-Anlagen gehören ebenfalls wie Wärmepumpen-, Hybrid- und Brennstoffzellenheizungen zum Portfolio. In 2020 hat die noch junge SRS weitere 14 Aufträge generiert. Insgesamt sind somit bisher 36 Aufträge erteilt worden, dies bewirkt eine CO2-Einsparung von 110 t/Jahr. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 265.812 0 0 21.019 378.807 581 666.219 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlage Rückstellungen Verbindlichkeiten 100.000 -58.061 0 158.061 0 6.030 618.250 666.219 92 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Stadtwerke Rastatt Service Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 1) 2018 2019 2020 Plan 2020 Plan 2021 1. Umsatzerlöse/Erlöse aus Einspeisung - +0,0 +2,9 +99,6 +262,8 +182,0 2. Sonstige betriebliche Erträge - +9,9 +0,0 +5,2 +0,0 +0,0 3. Materialaufwand - -0,0 -0,8 -92,7 -312,10 -156,7 4. Personalaufwand - -0,0 -0,0 -0,0 -0,0 -0,0 5. Abschreibungen - -0,0 -1,6 -13,7 -58,0 -42,4 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen - -15,6 -24,5 -23,2 -12,6 -14,2 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - +0,4 -0,0 +0,0 +0,0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - -0,0 -0,1 -3,9 -5,4 -16,3 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 10. Ergebnis nach Steuern - -5,3 -24,1 -28,7 -125,3 -47,6 11. Sonstige Steuern - -0,0 +0,0 +0,0 -0,0 -0,0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag - -5.3 -24,1 -28,7 -125,3 -47,6 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). 2) Es wurde von der Gesellschaft kein Wirtschaftsplan für das Jahr 2018 erstellt. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 1) 2018 1) 2019 1) 2020 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) - 0 32,9 39,9 2. Umlaufintensität (in %) - 100,0 67,10 60,0 3. Investitionen (in T€) - 0 56,9 248,9 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) - 93,0 42,10 6,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - 0 127,70 15,8 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - 0,0 -841,9 -28,8 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - -5,6 -34,1 -68,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - -5,2 -14,3 -3,7 4. Kostendeckung (in %) - 0,0 10,6 74,6 5. Cash Flow (in T€) - 5.1 vor Ertragsteuern - -5,3 -22,5 -15,0 5.2 nach Ertragsteuern - -5,3 -22,5 -15,0 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - 0,0 0,0 0,0 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - 0,0 0,0 0,0 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. BES | Stadtkämmerei | 93 14. BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH Kontaktdaten BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH Daxlander Str. 72 76185 Karlsruhe Gründung 13.07.2016 Unternehmensgegenstand Energielieferung aus klimaschonenden Energieerzeugungsanlagen. Geschäftsführung Lars F. Ziegenbein Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Hoepfner Bräu Friedrich Hoepfner Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Anteile Stammkapital 66 % 34 % = 66.000 € = 34.000 € Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge keine Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Aufwandsentschädigungen. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Wärmeverkäufe (in T€) 41,7 43,4 80,6 116,8 2. Wärmeverkäufe (in kWh) 589.000 600.000 1.103.000 1.332.000 94 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | BES Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Gesellschaft liefert grüne Energie aus lokaler Erzeugung für Wohnviertel, gemischte Quartiere und Industrieanlagen. Hierzu erarbeitet die Gesellschaft für Kunden der Immobilienwirtschaft und Industriebetriebe effiziente, innovative und smarte Lösungen. Die Gesellschaft übernimmt die Planung, Realisierung und den Betrieb von Energieerzeugungs- und Energieversorgungsanlagen, um daraus grüne Energie wie Wärme und Strom zu verkaufen. Das erste Community Projekt ist zum Ende des Jahres 2018 in Betrieb gegangen. Ausblick Neben der Energielieferung aus dezentralen Energieanlagen sowie dem Betrieb dieser Anlagen gilt es die Dienstleistungen weiter auszubauen. So gilt es neben der Betriebs- und Assetrolle zunehmend das Zusammenspiel von verschiedenen Erzeugungsanlagen und Kunden in unterschiedlichen Arealen und Quartieren voranzutreiben. Die vertrieblichen Chancen und Opportunitäten sind vielversprechend für weiteres Wachstum. Und die Gesellschaft verfügt durch das Gesellschafterdarlehen über hinreichende Finanzmittel für weitere Investitionen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Gesellschaft ein ähnliches Ergebnis wie in 2020. Risiken Die Risiken des operativen Geschäftsbetriebs sind aktuell gering. Die Energiebeschaffungs- und Energielieferverträge sind risikoavers fixiert. Der Betrieb der Energieerzeugungsanlagen ist durch Verträge mit qualifizierten Dritten abgesichert. Wesentliche Betriebsrisiken sind durch angemessene Versicherungen abgesichert. Die Gesellschaft bedient sich zur Sicherstellung effizienter und qualifizierter Abläufe der Mitarbeiter der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Gesellschaft wurde mit dem Zweck gegründet, grüne Energie lokal zu erzeugen und direkt vor Ort zu verbrauchen. Somit trägt die Gesellschaft allein schon mit der Umsetzung der verschiedenen Projekte ihren Teil zum Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei. Darüber hinaus wird ein starker Fokus auf den Fortschritt der Digitalisierung gelegt. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.209 887.342 300 0 400 130.178 157.999 1.177.428 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 100.000 24.160 124.160 6.391 1.046.877 0 1.177.428 BES | Stadtkämmerei | 95 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +181,9 +230,1 +339,0 +417,8 +343,6 +386,9 2. Sonstige betriebliche Erträge +0,4 +0,1 +0,4 +0,0 +0,0 +10,0 3. Materialaufwand -157,8 -212,9 -277,6 -287,0 -260,5 -287,5 4. Personalaufwand +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 5. Abschreibungen -0,0 -0,1 -19,8 -74,3 -42,4 -58,5 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -23,2 -18,3 -20,0 -35,8 -26,0 -35,8 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0,0 +0,0 +0,0 -6,1 -8,5 -36,9 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0,0 +0,0 -6,3 -4,5 +0,0 +0,0 10. Ergebnis nach Steuern +1,3 -1,0 +15,7 +10,1 +6,2 -21,8 11. Sonstige Steuern +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 -1,8 +0,0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +1,3 -1,0 +15,7 +10,1 +4,4 -21,8 13. Verlustvortrag -2,0 -0,7 -1,7 +14,0 - - 14. Bilanzgewinn/Bilanzverlust -0,7 -1,7 +14,0 +24,1 +8,8 -21,8 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0,0 2,5 49,7 75,5 2. Umlaufintensität (in %) 99,5 97,5 50,3 24,5 3. Investitionen (in T€) 0,0 4,0 513,0 467,0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 71,3 64,8 11,4 10,5 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 0,0 0,0 23,0 14,0 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +0,7 -0,5 4,6 2,4 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +1,3 -1,1 13,8 8,2 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +1,0 -0,7 3,1 5,7 4. Kostendeckung (in %) 100,7 99,5 106,8 103,6 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +1,0 -1,0 42,0 89,0 5.2 nach Ertragsteuern +1,0 -1,0 36,0 85,0 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 0,0 0,0 0,0 0,0 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 0,0 0,0 0,0 0,0 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 96 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Onshore 15. Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 Gründung 8. Mai 2014 Unternehmensgegenstand Halten von Beteiligungen an Gesellschaften, die Onshore-Windparks in Deutschland betreiben, insbesondere einer Beteiligung an der EnBW Onshore Portfolio GmbH mit Sitz in Stuttgart. Geschäftsführung Mario Dürr Jürgen Schmidt Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH NEV Erneuerbare Energien GmbH Anteile Stammkapital 50 % = 50 % = 15.000,00 € 15.000,00 € 100 % = 30.000,00 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) EnBW Onshore Portfolio GmbH (Anteil am Stammkapital: 16,66 %). Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Aufwandsentschädigungen. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 2020 erfolgten wiederum neben Kapitalauskehrungen auch Gewinnausschüttungen durch die EOP. Damit konnten im Berichtsjahr Beteiligungserträge in Höhe von 1.072 T€ (Vj. 481 T€) erzielt werden. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.047 T€ (Vj. 456 T€) ab. Dieser Jahresüberschuss resultiert insbesondere aus den Beteiligungserträgen, denen wie im Vorjahr sonstige betrieblichen Aufwendungen in Höhe von rd. 25 T€ gegenüber stehen, die sich im Wesentlichen aus den Verwaltungskosten für die Geschäftsbesorgung durch die SWK, den Kosten für die Gestellung der Geschäftsführung sowie den Prüfungskosten zusammensetzen. Onshore | Stadtkämmerei | 97 Ausblick Für das Geschäftsjahr 2021 rechnet die BG2 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.007 T€. Dieser enthält die anteilige Gewinnausschüttung für das durch die EOP prognostizierte Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020 (16,66 % des Gewinns 2020 der EOP von 6.206 T€ ergibt rd. 1.034 T€). Den Beteiligungserträgen stehen Gesamtaufwendungen in Höhe von rd. 27 T€ gegenüber. Risiken Risiken bestehen aus der Entwicklung der Beteiligungsgesellschaft EOP. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die OBG ist an einem Anlagenportfolio mit 17 Windparks beteiligt, die eine Gesamtnennleistung in Höhe von 156 MW besitzen. Diese haben in 2020 Strom in Höhe von 272,4 GWh erzeugt. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 20.190.952 0 0 240.174 22.665 0 20.653.791 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 30.000 19.571.354 1.046.951 20.648.305 3.203 2.283 0 20.653.791 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +0 +0 0 0 0 0 2. Sonstige betriebliche Erträge +0 +0 0 0 0 0 3. Materialaufwand +0 +0 0 0 0 0 4. Abschreibungen +0 +0 0 0 0 0 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -24 -24 -24 -25 -25 -26 6. Erträge aus Beteiligungen +27 +536 +480 +1.072 +824 +1.034 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 0 0 0 0 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 0 0 0 -1 9. Ergebnis nach Steuern +3 +512 +456 +1.047 +799 +1.007 10. Sonstige Steuern +0 +0 0 0 0 0 11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +3 +512 +456 +1.047 +799 +1.007 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 98 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Onshore Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 99,1 99,4 99,2 97,8 2. Umlaufintensität (in %) 0,9 0,6 0,8 2,2 3. Investitionen (in T€) 0 0 0,0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 100,0 100,0 100,0 100,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 100,8 100,5 100,8 102,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +0,0 +2,1 2,0 5,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +0,0 +2,1 2,0 5,1 4. Kostendeckung (in %) - - 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +3,0 +51,02 +456,0 1.047 5.2 nach Ertragsteuern +3,0 +512,0 +456,0 1.047 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. TelemaxX | Stadtkämmerei | 99 16. TelemaxX Telekommunikation GmbH Kontaktdaten Amalienbadstraße 41 (Bau 61), 76227 Karlsruhe Telefon: 0721 13088-0 Fax: 0721 13088-77 www.telemaxx.de Gründung 5. Februar 1999 Unternehmensgegenstand Planen, Errichten, Betreiben und Vermarkten eines vor allem in der TechnologieRegion Karlsruhe gelegenen Übertragungsnetzes sowie Angebot und Vermarktung von Telekommunikationsdienstleistungen. Geschäftsführung Raphael Bächle Rainer Müller Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Stadt/Stadtwerke Baden-Baden Stadtwerke Rastatt GmbH Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH Stadtwerke Ettlingen GmbH Stadtwerke Bretten GmbH Stadt/Stadtwerke Gaggenau Stadtwerke Bühl GmbH Stadt Stutensee Anteile Stammkapital 42,0 % = 9,1 % = 9,1 % = 8,0 % = 8,0 % = 6,8 % = 6,8 % = 5,7 % = 4,5 % = 840.900 € 181.800 € 181.800 € 159.100 € 159.100 € 136.350 € 136.350 € 113.700 € 90.900 € 100,0 % = 2.000.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH Anteile am Stammkapital 49 % = 49.000 € Wichtige Verträge Die Gesellschafter haben einen Konsortialvertrag geschlossen, der die Planung, den Aufbau, die Errichtung und den Betrieb eines Telekommunikationsnetzes vor allem in der Technologie Region Karlsruhe, die Vermarktung von Telekommunikationsinfrastruktur der Gesellschafter sowie das Entwickeln und Vermarkten von Telekommunikationsdienstleistungen aller Art zum Ziel der Zusammenarbeit hat. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 5 8 7 6 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Frankfurt am Main geprüft. 100 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | TelemaxX Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Arbeiter 4) 0 0 0 0 Beschäftigte 4) 81 85 94 108 Beamte 4) 0 0 0 0 Gesamtbelegschaft 81 85 94 108 Auszubildende 21 26 28 26 1) Umgerechnete Vollkraftstellen. 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte. 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten. Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Erlöse aus Telekommunikation (in T€) 23.067 23.850 24.574 25.606 2. Erlöse aus Vermietung von Datenleitungen (in T€) 9.950 9.871 9.561 9.345 3. Anzahl der Kunden 1.193 1.142 1.185 1.190 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Gesellschaft kann für das Geschäftsjahr 2020 einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 3 Mio. € ausweisen (Vorjahr: 3,7 Mio. €). Der Umsatz konnte mit 35 Mio. € (Vorjahr: 34,1 Mio. €) um rd. 2,4 % gesteigert werden. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die erfolgreiche Vermarktung der Netzinfrastruktur, Sprachdienstleistungen und Internet zurückzuführen. Die TelemaxX Telekommunikation GmbH hat durch eine solide Unternehmenspolitik auch in 2020 trotz der äußeren Einflüsse aufgrund der Corona-Krise die erfolgreiche Entwicklung fortsetzen und die gute Marktposition weiter festigen können. Diese stabile Umsatzentwicklung basiert auf einem breiten Produktportfolio, das dem Kunden alle IT-Dienstleistungen „aus einer Hand“ bieten kann. Insbesondere durch die erfolgreiche Vermarktung von Rechenzentrumsflächen können andere Produktbereiche überplanmäßig profitieren, da im Rahmen von Rechenzentren regelmäßig weitere IT-Dienstleistungen nachgefragt werden. Die Vermarktung gestaltete sich aufgrund der konjunkturellen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vor dem Hintergrund der Pandemie schwierig, da die Zurückhaltung in der Investitionsbereitschaft bei potenziellen Kunden deutlich spürbar war. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2020 betrugen rd. 10,6 Mio. €. TelemaxX | Stadtkämmerei | 101 Diagramm: Erlöse Telekommunikation 2010 bis 2020 (in T€) Diagramm: Entwicklung der Kundenzahlen 2010 bis 2020 Ausblick Die Geschäftsentwicklung der TelemaxX Telekommunikation GmbH konnte auch im Geschäftsjahr 2020 vor dem Hintergrund der Entwicklung des Gesamtmarktes stabil gehalten werden. Auch die künftige Entwicklung des Unternehmens wird durch die Geschäftsführung vorsichtig optimistisch eingeschätzt. Das Produktportfolio besteht aus den Bereichen Telekommunikationsdienstleistungen, Rechenzentrumsdiensten und sonstigen IT- Services. Ziel der Gesellschaft ist es, den Auftragseingang im Jahr 2021 zu steigern und ein Umsatzniveau von etwa 38,9 Mio. € zu erreichen. Die Umsätze und Auftragseingänge im ersten Quartal 2021 bestätigen diese Annahme, insbesondere vor dem Hintergrund, dass im Bereich IT-Services mit Cloud-Produkten zusätzlicher Umsatz erzielt werden soll. 12.018 13.586 18.162 22.146 24.574 25.606 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr 1.084 1.339 1.193 1.189 0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 1.600 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr 102 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | TelemaxX Die Geschäftspolitik der TelemaxX Telekommunikation GmbH ist künftig verstärkt auf Wachstum ausgerichtet, sowohl hinsichtlich der Umsatzentwicklung, als auch in der Breite des Produktportfolios. Hier liegt der Fokus auf Produkten im Bereich Cloud-Hosting und Managed Cloud. Mit dieser strategischen Ausrichtung sollen die Umsätze in diesen Bereichen in den nächsten fünf Jahren signifikant gesteigert werden. Risiken Durch die Entwicklung und ständige Verbesserung eines Risikomanagementsystems ist die TelemaxX Telekommunikation GmbH in der Lage, mögliche Risiken in den verschiedensten Bereichen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu agieren. Die volkswirtschaftlichen Entwicklungen sind aufgrund der Corona-Pandemie derzeit schwer einzuschätzen. Ein weiterer Einbruch der Konjunktur hätte auch negative Auswirkungen auf die Auftragslage der TelemaxX Telekommunikation GmbH, da Unternehmen ähnlich wie nach der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 geplante IT-Investitionen möglicherweise verschieben oder gänzlich streichen würden. Der allgemeine Preisverfall in der Telekommunikationsbranche wird sich auch weiterhin fortsetzen. Die großen Telekommunikationsunternehmen investieren verstärkt in Glasfaserausbau, um eigene Produkte zu vermarkten, was auch die Wettbewerbssituation in der Technologieregion Karlsruhe verschärft, insbesondere im Bereich der kleinen und mittelgroßen Kunden. Produkte und technologischer Fortschritt fördern den Preisverfall und erhöhen damit den Konkurrenzdruck. Die Abhängigkeit von Großkunden hat sich zwar reduziert, stellt aber auch weiterhin ein beträchtliches Risiko dar. In diesem Kundensegment besteht zudem das Risiko von Unternehmenskonsolidierungen, die die Kundenabhängigkeit und damit den Preisdruck weiter erhöhen könnten. Darüber hinaus werden viele bestehende Kundenverträge neu verhandelt und angepasst. Die Nachfrage nach höheren Bandbreiten gleicht diese drohenden Verluste bisher aus. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Firma TelemaxX Telekommunikation GmbH investiert stetig in technische Anlagen im Bereich Rechenzentrum, um die Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern. Weiterhin werden bei Bauprojekten die Möglichkeiten der Nutzung regenerativer Energien (z.B. Photovoltaikanlagen) geprüft und die Ausrichtung des Fuhrparks soll sukzessive auf elektrische Antriebe erfolgen. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 297.265 44.601.005 49.000 228.600 3.775.561 8.476.525 744.457 58.172.414 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzgewinn Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 2.000.000 28.522.125 30.522.125 2.387.339 24.195.684 1.067.266 58.172.414 TelemaxX | Stadtkämmerei | 103 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +33.017 +33.720 +34.136 +34.951 +36.762 +38.868 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +0 +0 +0 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +930 +329 +895 +725 +410 +620 4. Materialaufwand -10.218 -10.474 -11.009 -11.632 -11.887 -12.701 5. Personalaufwand -5.832 -6.202 -8.043 -8.767 -9.475 -10.665 6. Abschreibungen -4.014 -5.065 -5.555 -5.622 -6.240 -5.998 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.402 -4.023 -4.577 -5.075 -5.280 -5.462 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +31 +32 +15 +4 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -216 -225 -193 -136 -276 -141 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.128 -2.628 -1.902 -1.392 -1.325 -1.492 11. Ergebnis nach Steuern +7.168 +5.464 +3.766 +3.056 +2.689 +4.522 12. Sonstige Steuern -30 -25 -37 -37 +0 +0 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +7.138 +5.439 +3.729 +3.019 +2.689 +3.029 14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr +27.017 +27.015 +27.015 +27.014 +27.015 +27.015 15. Gewinnausschüttung -3.570 -2.720 -1.870 -1.510 -1.345 -1.514 16. Bilanzgewinn +30.585 +29.735 +28.874 +28.522 +28.360 +28.528 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 81,6 77,3 81,3 77,3 2. Umlaufintensität (in %) 18,0 21,9 17,7 21,5 3. Investitionen (in T€) 12.649 3.570 4.812 10.627 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 62,8 60,1 62,8 52,5 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 77,0 77,8 77,2 67,9 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +21,6 +16,1 +10,9 +8,6 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +21,9 +17,1 +12,1 +9,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +14,2 +10,7 +8,0 +5,4 4. Kostendeckung (in %) 139,2 129,6 116,1 111,8 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +14.280 +13.133 +11.186 +10.033 5.2 nach Ertragsteuern +11.152 +10.505 +9.284 +8.641 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 24,6 23,8 27,3 28,0 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 71.996 72.968 85.568 81.175 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 104 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Windpark Bad Camberg 17. Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG Kontaktdaten Kleinoberfeld 5, 76135 Karlsruhe Telefon: 0721 986810 Fax: 0721 9868188 Gründung 26. Juni 2013 Unternehmensgegenstand Entwicklung, Realisierung und Betrieb eines Windparks sowie die Erzeugung und Vermarktung von Energie am Standort Bad Camberg in Hessen. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird durch Komplementärin EMG – EnergieManagement Verwaltungs- gesellschaft mbH ausgeübt. Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH ESWE Versorgungs AG Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG Anteile Stammkapital 33,33 % = 33,33 % = 33,33 % = 50,00 € 50,00 € 50,00 € 100,00 % = 150,00 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Gestattungsvertrag zur Errichtung und zum Betrieb von Windenergieanlagen. Werkliefervertrag über die Lieferung von drei Windkraftanlagen einschließlich Errichtung und Inbetriebnahme. Wartungsvertrag über die Wartung der Windkraftanlagen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 1) 2018 1) 2019 1) 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 2) 2) 2) 2) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 3) 3) 3) 3) 1) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH haben am 8. Oktober 2015 einen Kommanditanteil an der Gesellschaft in Höhe von einem Drittel erworben. 2) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 3) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der ETL Mitteldeutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1 T€ ab. Der Jahresfehlbetrag wird auf den Kapitalkonten der Gesellschaft belastet. Die Umsatzerlöse aus dem Stromverkauf liegen mit 1.358 T€ leicht über den Planwerten. Windpark Bad Camberg | Stadtkämmerei | 105 Ausblick Die zukünftige Ertragslage hängt unmittelbar von dem tatsächlich am Standort der Windenergieanlagen zu verzeichnenden Windaufkommen und der daraus resultierenden Erzeugungsmenge an regenerativem Strom ab. Sofern die gemäß Windgutachten prognostizierten Erträge erzielt werden, wird sich die Gesellschaft zukünftig wirtschaftlich solide entwickeln. Risiken Das Eintreten des erwartenden Windaufkommens stellt das größte Risiko dar. Alles in allem trägt die Gesellschaft derzeit, soweit ersichtlich, keine bestandsgefährdenden Risiken. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Windpark umfasst 3 Windkraftanlagen mit je 2,4 MW, die in 2020 insgesamt Strom in Höhe von 16,162 GWh erzeugt haben. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 9.437.528 421.800 9.59.328 166.168 414.820 0 10.440.316 A. B. C. D. Eigenkapital Kapitalanteile der Kommanditisten Kapitalrücklagen Verlustkonten der Kommanditisten Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 150 3.990.000 -1.119.785 2.870.365 215.538 7.354.413 0 10.440.316 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 3) 2018 2019 2020 Plan 2020 Plan 2021 1. Umsatzerlöse +1.182 +1.080 +1.317 +1.358 +1.421 +1.325 2. Sonstige betriebliche Erträge +10 +25 +72 +7 +0 +0 3. Materialaufwand -198 -231 -266 -243 +0 4. Abschreibungen -809 -809 -809 -809 -809 -809 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -163 -149 -153 -153 -410 -494 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +2 +0 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -201 -189 -176 -163 -162 -150 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Ergebnis nach Steuern -179 -273 -15 -1 +40 -128 10. Sonstige Steuern +0 +0 +0 0 +0 +0 11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -179 -273 -15 -1 +40 -128 1) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat am 8. Oktober 2015 einen Kommanditanteil an der Gesellschaft in Höhe von einem Drittel erworben. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 106 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Windpark Bad Camberg Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 98,1 98,3 97,0 90,4 2. Umlaufintensität (in %) 1,9 1,7 3,0 5,6 3. Investitionen (in T€) 651 1 50 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 25,2 24,8 26,1 27,5 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 25,7 25,3 26,9 30,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -15,1 -25,3 -1,2 -0,1 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -5,6 -9,5 -0,5 -0,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -0,2 -0,7 1,5 1,7 4. Kostendeckung (in %) 86,2 78,4 93,7 99,2 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +630 +536 +794 808 5.2 nach Ertragsteuern +630 +536 +794 808 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. KVV | Stadtkämmerei | 107 18. Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) Kontaktdaten Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 6107-0 Fax: 0721 6107-7159 info@kvv.karlsruhe.de www.kvv.de Gründung 29. Juli 1994 Unternehmensgegenstand Die Gesellschaft dient den Zwecken des öffentlichen Personennahverkehrs. Sie wurde gegründet, um die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Karlsruhe vor allem durch die Einführung von einheitlichen Tarifen (Verbundtarif) für alle öffentlichen Verkehrsmittel und die Abstimmung der Fahrpläne der verschiedenen Verkehrsunternehmen zu verbessern (GV in der Fassung vom 14. Dezember 1998). Geschäftsführung Dr. Alexander Pischon Gesellschafter Stadt Karlsruhe Landkreis Karlsruhe Landkreis Germersheim Landkreis Rastatt Stadt Baden-Baden Landkreis Südliche Weinstraße Stadt Landau Anteile Stammkapital 52 % = 20 % = 8 % = 8 % = 8 % = 2 % = 2 % = 33.233,97 € 12.782,30 € 5.112,92 € 5.112,92 € 5.112,92 € 1.278,23 € 1.278,23 € 100 % = 63.911,49 € Aufsichtsrat 28 Mitglieder, davon 10 Vertretende der Stadt Karlsruhe, 5 Vertretende des Landkreises Karlsruhe, je 3 Vertretende der Landkreise Germersheim und Rastatt sowie der Stadt Baden-Baden, je ein Vertretender des Landkreises Südliche Weinstraße und der Stadt Landau und je ein Vertretender der Länder Baden- Württemberg und Rheinland-Pfalz. OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) LR Dr. Fritz Brechtel (stellv. Vorsitz) LR Dr. Christoph Schnaudigel (stellv. Vorsitz) Gerd Hickmann OB Thomas Hirsch StR Johannes Honné LR Toni Huber KR Tony Löffler StR Sven Maier StR Bettina Meier-Augenstein OB Margret Mergen StR Yvette Melchien Michael Puschel LR Dietmar Seefeldt KR Robert Wein Tim Wirth StR Lukas Bimmerle Andreas Zimmermann StR Friedemann Kalmbach StR Aljoscha Löffler KR Karl-Heinz Hagenmeier OB Cornelia Petzold-Schick KR Carina Baumgärtner-Huber KR Reiner Dehmelt StR Cornelia von Loga Dr. Fabrice Gireaud BM Dr. Dennis Nitsche KR Thorsten Rheude Wichtige Verträge Vereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg, den Landkreisen Karlsruhe und Rastatt, den Städten Karlsruhe und Baden-Baden sowie der Karlsruher Verkehrsverbund GmbH über die weitere Finanzierung des Karlsruher Verkehrsverbundes. Die neue Vereinbarung trat zum 1. Januar 2010 in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2018. Eine Folgevereinbarung wurde bereits geschlossen. Ergänzende Vereinbarung zum KVV-Gesellschaftsvertrag über die Finanzierung der Verbundorganisation sowie der verbundbedingten Lasten des KVV zwischen dem KVV und der Stadt Karlsruhe, der Stadt Baden-Baden, den Landkreisen Karlsruhe, Germersheim und Südliche Weinstraße sowie der Stadt Landau vom 15. November 2013. Sie regelt die Zuwendungen des Landes Baden-Württemberg bis zum 31. Dezember 2018. Eine Folgevereinbarung wurde bereits geschlossen. Für das Land Rheinland-Pfalz wird die Vereinbarung vom 1. Januar 1996 derzeit jährlich prolongiert. 108 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KVV Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 13 13 13 16 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Arbeiter 4) - - - - Beschäftigte 4) 67 66 70 74 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 67 66 70 74 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Zahl der Fahrgäste im Verbundgebiet (in Mio.) 171,6 166,0 166,7 100,5 2. Tarifeinnahmen im Verbundgebiet (in Mio. €) – ohne Schwerbehinderte und ohne Abgeltung Schüler nach § 45 a PBfG 145,4 146,5 151,4 121,2 3. Tarifeinnahmen je Fahrgast (in €) 0,85 0,88 0,91 1,21 Finanzielles Engagement der Mitgesellschafterin Stadt Karlsruhe 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Verlustabdeckung (Anteil Stadt Karlsruhe) 1.567 1.803 2.219 2.623 2. Tarifausgleich für KVV/VRN-Übergangsregelung 171 179 182 160 3. Finanzierung Probebetrieb Buslinien 117 und 118 58 0 0 0 4. Kostentragung „Verbundbedingte Lasten“ durch Stadt Karlsruhe 1.636 1) 1.636 Zusammen 1.796 1.982 4.037 4.419 1) Ab 2019 erfolgt die Zahlung der Stadt Karlsruhe nicht mehr über die VBK, sondern direkt an den KVV Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die im Rahmen der Verbundabrechnung an die Verkehrsunternehmen des Verbunds zu verteilenden Fahrgeldeinnahmen gingen gegenüber dem Vorjahr um 30,2 Mio. € bzw. 19,98 % auf insgesamt 121,2 Mio. € (Vorjahr: 151,4 Mio. €) zurück. Das Fahrgastergebnis des Jahres 2020 ist geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Nach einem anfänglich guten Start in den ersten beiden Monaten kam es ab Ende des ersten Quartals aufgrund Kontakt- und später Ausgangsbeschränkungen, Home-Office- und Home-Scooling, Schulschließungen zu deutlichen KVV | Stadtkämmerei | 109 Rückgängen in der ÖPNV-Nutzung. Im Gelegenheitstarif, also bei den die Einzel-, Mehrfahrten und Tageskarten sind bis Jahresende sehr starke Nachfragerückgänge aufgetreten. Aber auch bei den Zeitkarten gab es Veränderungen. Neben Rückgängen bei den Verkaufszahlen, war auch bei der Nutzung der Zeitkarten eine deutlich geringere Nutzung zu verzeichnen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat für die Fahrgastberechnung entsprechende Minderungsfaktoren zur Verfügung gestellt. Aus den geringeren Verkäufen und der geringeren Ausnutzung bei den Zeitkarten ergibt sich gegenüber dem Jahr 2019 ein Fahrgastrückgang von knapp 40%. Diagramm: Entwicklung der Fahrgastzahlen 2010 bis 2020 (in Mio.) Mit rund -4,9 Mio. € liegt das Ergebnis nach Steuern im Jahr 2020 deutlich unter dem prognostizierten Plan von -6,3 Mio. €. Seit 2011 werden die Fahrgelder auf der Grundlage der Ergebnisse der Fahrgasterhebung, die im Auftrag des KVV 2008 und 2009 im Verbundgebiet durchgeführt wurde, zugeschieden. Darauf haben sich die Gesellschafter des KVV im Jahr 2010 verständigt. Im Jahr 2017 wurde ein neues Einnahmeaufteilungs-verfahren erarbeitet, welches nach einer neuen Verkehrserhebung aller Verbundverkehre zur Anwendung kommen soll. Zum Fahrplanwechsel 2019/2020 betrug die Tariferhöhung 1,80 %. Zum Fahrplanwechsel 2020/2021 wurde keine Tariferhöhung durchgeführt, um den Kunden auf diesem Wege die temporäre Mehrwertsteuersenkung weiterzugeben. Diagramm: Entwicklung der Fahrgeldeinnahmen 2010 bis 2020 (in Mio. €) 177,0 174,0 171,6 100,5 0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0 120,0 140,0 160,0 180,0 200,0 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr 119,0 122,0 133,0 135,0 144,0 145,4 151,4 121,2 0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0 120,0 140,0 160,0 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr 110 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KVV Auch im Jahr 2020 erhielt der KVV als Ausgleich für die verbundbedingten Lasten sowie für die Verbundorganisation Zuschüsse von den Ländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die EU-Verordnung 1370 zwingt die Bundesländer und die Verkehrsverbünde dazu, die Verbundförderung neu zu gestalten. Mit dem Land Baden-Württemberg hat der KVV darauf hin im Jahr 2010 eine Finanzierungsvereinbarung mit einer Laufzeit bis 2018 abgeschlossen. Diese wurde jeweils um zwei Jahre verlängert. In den letzten Jahren hat das Angebot an Mobilitätsdienstleistungen wie Car- oder Bikesharing neben dem klassischen ÖPNV deutlich an Bedeutung gewonnen. Insbesondere junge Menschen entscheiden heute flexibel, welches Mobilitätsangebot spontan zu ihren Bedürfnissen passt. Dieses inter- und multimodale Verhalten wird weiter zunehmen. Diesem Umstand wird mit dem Projekt „regiomove“ Rechnung getragen, welches die Angebote der einzelnen Mobilitätsanbieter vernetzt und über eine gemeinsame Plattform den Kund*innen aus einer Hand anbietet. Das Projekt regiomove schafft die organisatorischen, technischen und infrastrukturellen Grundlagen für den Aufbau und den zukünftigen Betrieb eines inter-/multimodalen Mobilitätsverbundes für alle Bürger*innen im KVV und im Gebiet der TechnologieRegion Karlsruhe. Auch das Projekt Home Zone, in dessen Rahmen deutschlandweit erstmalig ein innovativer E-Tarif entwickelt wird, trägt diesem Umstand Rechnung. Kund*innen können sich zukünftig ihren individuellen Mobilitätsradius auf dem Smartphone, unabhängig von Wabengrenzen, festlegen und in dieser Home Zone den ÖPNV unbegrenzt nutzen. Darüberhinausgehende Fahrten werden separat über einen Luftlinien-Tarif kilometer-basiert abgerechnet. Ausblick Im Jahr 2021 rechnet die Gesellschaft mit einem negativen Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit in Höhe von 6,2 Mio. €, welches durch Zuschüsse der Gesellschafter nach § 5 des Gesellschaftsvertrages abzudecken ist . Seit dem Jahr 2018 ist das klassische Ausgleichsverfahren nach § 45a PBefG in Baden-Württemberg entfallen. Das Land überstellt diese Finanzmittel im Rahmen des ÖPNV-Gesetzes an die kommunale Aufgabenträger (Stadt- und Landkreise). Von dort werden diese im Rahmen von „Allgemeinen Vorschriften“ bzw. öffentlichen Dienstleistungsaufträgen an die Unternehmen ausgekehrt. In einer weiteren Stufe dieser ÖPNV-Finanzreform werden ab dem Jahr 2021 diese Mittel aufgestockt und die bisher festgeschriebenen Zuscheidungsbeträge an die Aufgabenträger auf ein parameterbezogenes Schlüsselverfahren umgestellt. Hierdurch werden sich Veränderungen bei den Zuscheidungsbeträgen ergeben. Minderungen gegenüber den bisherigen Beträgen werden während einer Übergangsfrist bis zum Jahr 2026 ausgeglichen. Risiken Neben dem Risiko geringerer Tarifeinnahmen, hauptsächlich verursacht durch die Corona-Pandemie, einer damit möglicherweise einhergehenden Abbestellung von Verkehren und einem daraus resultierenden Imageschaden der ÖPNV/SPNV-Leistungen, stellt die Neuregelung der Verbundförderung mit den erhöhten Förderbedingungen ebenfalls ein Risiko für den KVV dar. Aber auch die nahezu vorherrschende Vollbeschäftigung in Baden- Württemberg könnte zu Schwierigkeiten bei der Nachbesetzung qualifizierter Wissensträger aufgrund natürlicher Fluktuation führen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung ist sowohl der geringe Flächenbedarf des öffentlichen Personennahverkehr als auch der schonende Umgang mit Umweltressourcen, der durch wesentlich weniger Schadstoffausstoß gegenüber dem motorisierten Individualverkehr erreicht wird, von Bedeutung. Um den öffentlichen Personennahverkehr noch attraktiver zu gestalten und dem multimodalen Verhalten der Fahrgäste gerecht zu werden initiiert der KVV Projekte wie regiomove, MyShuttle oder KVV.nextbike. Regiomove ermöglicht beispielsweise, durch die Vernetzung vieler Mobilitätsangebote auf einer einzigen Plattform die Attraktivität dieser Angebote zu steigern und damit letztendlich auch zum Klimaschutz in der Region beizutragen. KVV | Stadtkämmerei | 111 Neue Tarifprodukte wie die geplante Home Zone (Kunden können via Smartphone-App einen individuellen Mobilitätsradius festlegen) oder der bereits eingeführte BW-Tarif verfolgen das Ziel den ÖPNV langfristig für die Kunden attraktiver zu gestalten. Des Weiteren trägt die Gesellschaft durch den Einsatz leistungsfähiger Bahnen und Busse im Verbundgebiet, welche sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden, dem Gedanken des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit Rechnung. Ab 2022 werden auch erstmalig Elektrobusse zum Einsatz kommen. Doch auch der Betrieb des „Testfelds Autonomes Fahren“ durch den KVV und die zugehörigen Forschungsprojekte tragen letztendlich zur Weiterentwicklung des ÖPNV und in Folge dessen zum Klimaschutz bei. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand Rechnungsabgrenzungsposten 2.016.991 34.175 0 29.858.025 2.401 22.107 31.933.699 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Jahresüberschuss/-fehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 63.911 0 63.911 773.642 24.740.653 6.355.491 31.933.699 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 3) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse 2) +3.946 +4.472 +4.775 +4.667 +4.728 2. Sonstige betriebliche Erträge +10.327 +12.021 16.795 +11.502 +13.120 3. Personalaufwand -2.927 -3.032 -3.554 -3.921 -4.104 -4.478 4. Abschreibungen -95 -87 -77 -117 -478 -609 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.208 -16.781 -17.363 -17.104 -19.619 -18.817 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +71 +67 +88 +108 +65 +45 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -31 -12 -7 - 0 -37 -20 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Ergebnis nach Steuern -2.917 -3.352 -4.117 -4.865 -6.326 -6.174 10. Sonstige Steuern -0 -0 -4 -1 0 0 11. Erträge aus Verlustübernahme Gesellschafter (§5 Gesellschaftsvertrag) +2.917 +3.352 +4.121 +4.866 +6.326 +6.174 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Vertriebskosten werden brutto verbucht, das heißt als Umsatzerlöse und als Aufwendungen aus Vertriebskostenübernahme (AVG/VBK/BBL). 3) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 112 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KVV Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0,6 0,5 1,1 6,4 2. Umlaufintensität (in %) 99,4 99,5 98,8 93,5 3. Investitionen (in T€) 53 8 398 2.019 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 0,2 0,2 0,2 0,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 32,5 54,6 14,6 3,1 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -73,9 -75,0 -86,3 -104,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -4.565 -5.245 -6.447,9 -7.613 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -9,5 -13,1 -10,0 -15,2 4. Kostendeckung (in %) 22,7 22,5 22,7 22,1 5. Cash Flow (in T€) -2.822 -3.264 -4.198 -4.749 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 17,0 15,2 16,9 18,5 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 43.689 45.930 50.772 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Baden Airpark | Stadtkämmerei | 113 19. Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH Kontaktdaten Victoria Boulevard A 106, 77836 Rheinmünster Telefon: 07229 66-2125 Fax: 07229 66-2309 Amt11@Landkreis-Rastatt.de Gründung 20. März 2001 Unternehmensgegenstand Beteiligung von Kommunen, Landkreisen und sonstigen öffentlichen Körperschaften sowie ggf. Privaten aus der Region an der als Tochtergesellschaft der Flughafen Stuttgart GmbH gegründeten Baden Airpark Erwerbs GmbH heute Baden Airpark GmbH (GV in der Fassung vom 11. Juli 2007). Geschäftsführung Dieter Au Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadt Baden-Baden Landkreis Karlsruhe Landkreis Rastatt Stadt Bühl Gemeinde Hügelsheim Gemeinde Rheinmünster Stadt Rheinau Anteile Stammkapital 43,90 % = 15,55 % = 12,65 % = 12,65 % = 4,27 % = 4,88 % = 4,88 % = 1,22 % = 14.400 € 5.100 € 4.150 € 4.150 € 1.400 € 1.600 € 1.600 € 400 € 100,0 % = 32.800 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Baden Airpark GmbH Anteile am Stammkapital 34,17 % = 8,559 Mio. € Wichtige Verträge Die zwischen dem Land Baden-Württemberg, der Flughafen Stuttgart GmbH und der Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH am 22. Dezember 2015 unterzeichnete Fortführungsvereinbarung ergänzt die Rahmenvereinbarung vom 30. Juli 2003. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet 2) Die Mitglieder der Gesellschafterversammlung erhalten keine Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Residenz Treuhand geprüft. 114 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Baden Airpark Finanzielles Engagement der Gesellschafterin Stadt Karlsruhe 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Erhöhung der Kapitalrücklage 0 0 0 0 2. Verwaltungskostenumlage 13 12 12 12 Zusammen 13 12 12 12 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 3) 0,0 0,0 0,0 0,0 Beamte 3) 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamtbelegschaft 0,0 0,0 0,0 0,0 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte Leistungszahlen Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) 2017 2018 2019 2020 1. Flugbewegungen 38.095 38.503 36.088 30.441 2. Passagiere 1.249.322 1.257.585 1.346.750 401.153 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die wirtschaftliche Entwicklung der Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH (BTG) ist an die Entwicklung der Baden Airpark GmbH (BAG) gekoppelt. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) war im Jahr 2020 für 401.153 Passagiere Partner für Privat- und Geschäftsreisen. Das Jahr 2020 stand ab dem Monat März ganz im Zeichen der COVID-19 Pandemie. Airlines und Flughäfen sehen sich seitdem mit einer Krise unbekannten Ausmaßes konfrontiert. Die Flughäfen hatten durch die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bis in den Sommer faktisch keine Passagiere mehr und damit stark verminderte Einnahmen. Ein Flughafenbetrieb ohne Einnahmen aus dem Passagierverkehr ist ohne Ausgleichsmaßnahmen schwierig darzustellen. Der Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) beförderte im Jahr 2020 401.153 Passagiere. Zu Jahresbeginn noch planmäßig mit leichten Zuwächsen gegenüber dem Vorjahr. Ab März wurde das Verkehrsaufkommen durch die beginnenden Reisebeschränkungen geringer und beschränkte sich ab April auf Rückholer- und Erntehelferflüge. Ab Mitte Juli war der Linien- und Charterverkehr wieder Möglich. In den Monaten Juli bis September wurden dann am FKB 30 bis 35 % der Passagierzahlen des Jahres 2019 erreicht. Mit Beginn der zweiten Welle der Covid-19-Infektionen und den Verschärfungen der Reisebedingungen in vielen europäischen Ländern wurden die Flüge der Airlines deutlich verringert. Im November und Dezember fertigten die Mitarbeiter am FKB nur rund 10 % der Passagiere im Vergleich zu diesen Monaten im Jahr 2019 ab. Insgesamt erwirtschaftete der Bereich Flughafen 2020 Umsatzerlöse i. H. v. knapp 5 Mio. €. Der Bereich Immobilien war ebenfalls deutlich von den Auswirkungen der COVID-19- Pandemie betroffen. Die sogenannten „Non-Aviation Erlöse“ im Bereich Gastronomie, Parkierung, Mietwagen etc. sind nach dem deutlichen Rückgang der Passagierzahlen eingebrochen. Insgesamt erwirtschaftete der Bereich Flughafen 2020 Umsatzerlöse i. H. v. knapp 5 Mio. €. Baden Airpark | Stadtkämmerei | 115 Der Bereich Immobilien hat von dem Zuwachs der Passagiere deutlich profitiert und die Non-Aviation Erlöse (Gastronomie, Parkierung, Mietwagen etc.) haben deutlich zugelegt. Die Entwicklung im Gewerbepark war im Jahr 2020 erstmals deutlich rückläufig. Diagramm: Entwicklung der Passagierzahlen 2010 bis 2020 Insgesamt wies die Baden-Airpark GmbH bis 2019 ein positives Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und sonstigen Steuern (EBITDA) aus. Die Umsatzerlöse verringerten sich aufgrund der Pandemie um etwa 50%. Daher wird im Jahr 2020 erstmalig ein negatives Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und sonstigen Steuern ausgewiesen. Das sog. EBITDA betrug rd. -3,5 Mio. €. Das Geschäftsjahr 2020 schloss mit einem negativen Jahresergebnis von rd. 10,5 Mio. €. Ausblick Ab der zweiten Jahreshälfte 2021 wird erwartet, dass bei Abflauen des Infektionsgeschehens die Anzahl der Flüge und der Fluggäste am FKB wieder deutlich steigen. Wenn die Reisebeschränkungen aufgehoben werden, wird auch der Mobilitätsbedarf und die Nachfrage nach Flugreisen steigen. Es wird prognostiziert, dass private Reisen, die am FKB über 80 % des Passagieraufkommens ausmachen, deutlich schneller das alte Niveau erreichen werden als Geschäftsreisen. Risiken Die Entwicklung der Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH ist an die Entwicklung des Baden-Airparks gekoppelt. Ein Schwerpunkt der eigenen Aktivitäten 2021 wird die Begleitung und Unterstützung der Baden- Airpark GmbH auf dem Weg zu einem Flugbetrieb ohne pandemiebedingte Einschränkungen sein. Auf dem Weg dahin zeigt sich gerade die Stärke des Airparks mit dem zweiten Standbein eines Gewerbeparks. Wenn auch dort die Pandemie wirtschaftliche Auswirkungen zeigt, sind diese doch bei weitem nicht so existentiell wie derzeit beim Flugbetrieb und damit ein Stabilisierungsfaktor für die Baden-Airpark GmbH. Umso wichtiger ist damit die Unterstützung der Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH für die Baden-Airpark GmbH und den Zweckverband bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen des Gewerbeparks, z.B. durch eine marktgerechte Anpassung des Bebauungsplans. Trotz aller wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sieht die Baden-Airpark GmbH derzeit keine Faktoren, die den Bestand der Gesellschaft gefährden oder die gute Vermögens- und Finanzlage wesentlich 1.192.894 1.299.291 997.013 1.113.952 1.257.585 401.153,0 0 200.000 400.000 600.000 800.000 1.000.000 1.200.000 1.400.000 1.600.000 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr 116 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Baden Airpark beeinträchtigen könnten. Die Geschäftsführung der Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH schließt sich dieser Einschätzung an. Die derzeitigen hohen bilanziellen Verluste der Baden-Airpark GmbH führen aber unweigerlich dazu, dass die Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH den Wert ihrer entsprechenden Beteiligung auch weiter abschreiben wird. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Baden-Airpark will die technischen Anforderungen eines modernen zivilen Flughafenbetriebs und Sicherung von Umwelt, Klima und Natur miteinander in Einklang bringen. Hierzu existiert ein Nachhaltigkeitskonzept mit zahlreichen Einzelmaßnahmen in den Bereichen Ökologie, Energie, Fluglärmminderung und Mobilität. Die im europäischen „Green Deal“ anvisierten Klimaziele stehen vorrangig im Fokus. Der Flughafen soll im Einklang mit allen örtlichen Flughäfen spätestens 2050 klimaneutral sein. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 1 36.091.454 0 47.164 0 36.138.618 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Bilanzverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 32.800 46.424.539 -10.333.085 36.124.254 8.968 5.396 36.138.618 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 3) 2018 2) 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +0 +0 +0 +0 +0 +0 2. Sonstige betriebliche Erträge +28 +28 +30 +27 +29 +28 3. Materialaufwand +0 +0 +0 +0 +0 +0 4. Personalaufwand -13 -12 -12 -12 -13 -12 5. Abschreibungen +0 +0 -1.912 -8.421 -1.912 -2.592 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15 -16 -18 -15 -16 -16 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern +0 +0 +0 -8.421 +0 +0 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Verlustvortrag Vorjahr +0 +0 +0 -1.912 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 -1.912 -10.333 -1.912 -2.592 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Vorläufige Zahlen 3) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Baden Airpark | Stadtkämmerei | 117 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 99,9 99,9 99,9 99,9 2. Umlaufintensität (in %) 0,1 0,1 0,1 0,1 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 100,0 100,0 99,9 100 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 100,1 100,1 100,1 100,1 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +0,0 +0,0 -4,3 -23,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 4. Kostendeckung (in %) - - - 5. Cash-Flow (in T€) +0 +0 +0 +0 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 44,6 38,1 40,5 43,6 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 6.332 6.048 5.993 5.967 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Wohnungswesen und Stadtentwicklung 120 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | VOWO 20. VOLKSWOHNUNG GmbH Kontaktdaten Ettlinger-Tor-Platz 2, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3506-0 Fax: 0721 3506-100 info@volkswohnung.com www.volkswohnung.com Gründung 26. Juni 1922 Unternehmensgegenstand Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit Wohnraum. Dazu gehört auch die Versorgung einkommensschwacher Bevölkerungskreise. Die Gesellschaft errichtet und bewirtschaftet in eigenem Namen Wohnungen in allen Rechts- und Nutzungsformen. Sie kann auch die Errichtung solcher Wohnungen betreuen und fremde Wohnungen verwalten. In Erfüllung ihres öffentlichen Zwecks kann sie ebenfalls andere Bauten errichten, betreuen, bewirtschaften oder verwalten, soweit diese wohnungswirtschaftlich, städtebaulich oder infrastrukturell bedingt sind oder der Wirtschaftsförderung dienen. Sie kann auch Träger von Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen sein (GV in der Fassung vom 12. November 2007). Geschäftsführung Stefan Storz Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 37.000.000 € Aufsichtsrat Besteht aus 6 bis höchstens 11 stimmberechtigten Mitgliedern. BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Michael Borner Marc Bernhard Rudolf Bürgel StR Dr. Clemens Cremer Margot Döring StR Anton Huber StR Karl-Heinz Joos StR Bettina Meier-Augenstein StR Tilman Pfannkuch Anne Segor Beteiligungen (mindestens 25 %) VOLKSWOHNUNG Service GmbH VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH KES – Karlsruher Energieservice GmbH Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH Entwicklungsgesellschaft Cité mbH Anteile am Stammkapital 100,0 % = 100,0 % = 60,0 % = 50,0 % = 50,0 % = 38,8 % = 1.100.000,00 € 1.000.000,00 € 300.000,00 € 50.000,00 € 2.600.000,00 € 2.000.000,00 € Wichtige Verträge Mit der VOLKSWOHNUNG Service GmbH und der Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH wurden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge (Organschaftsverträge) geschlossen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 19 17 17 19 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 erstmals von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. VOWO | Stadtkämmerei | 121 Finanzielles Engagement des Gesellschafters 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Zuschuss aus dem Karlsruher Wohnraumförderungsprogramm 3.367 3.359 154 598 2. Zuschuss SSP (Soziale Stadt Programm ) 246 489 10 95 Zusammen 3.511 3.848 164 693 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Arbeiter 4) - - - - Beschäftigte 4) 174 169 171 185 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 174 169 171 185 Auszubildende 12 10 9 10 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Zahl der Mietinteressenten (Warteliste) 5.913 6.274 8.769. 9.932 2. Bestand an eigenen Objekten Mietwohnungen 13.087 13.105 13.258 13.302 Gewerbe 193 201 213 221 Garagen, Tiefgaragen und Abstellplätze 4.334 4.511 4.728 4.927 sonstige Mietverhältnisse 93 97 95 97 eigengenutzte Einheiten 49 49 48 47 Zusammen 17.756 17.963 18.342 18.594 3. Bautätigkeit eigene Objekte (fertiggestellt) Mietwohnungen 293 151 159 44 Gewerbe 6 7 1 9 Garagen, Tiefgaragen und Abstellplätze 322 192 221 110 Zusammen 621 350 381 163 4. Verwaltete Objekte Dritter Miet- und Eigentumswohnungen 3 15 14 22 Gewerbe 60 60 60 60 Garagen, Tiefgaragen und Abstellplätze 142 142 142 142 sonstige Mietverhältnisse 10 10 10 10 Zusammen 215 227 226 234 5. Eigentumswohnungen im Bau 34 29 21 75 verkauft 14 3 16 2 zum Verkauf angeboten 34 28 17 2 Mietkauf 0 0 0 0 Noch nicht verkauft 20 25 1 55 122 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | VOWO Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Im Geschäftsjahr 2020 konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 13,0 Mio. € erzielt werden. Die gestiegenen Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung resultieren im Wesentlichen aus Neuvermietungen und Mieterhöhungen nach Abschluss von Modernisierungsmaßnahmen sowie gestiegenen Umsatzerlösen aus Betriebs- und Heizkostenabrechnungen. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Grundstücken sind im Jahr 2020 vor allem durch die ertragswirksame Übergabe der kompletten Bauträgermaßnahme in Knielingen geprägt. Die Umsatzerlöse aus der Betreuungstätigkeit beinhalten die Geschäftsbesorgung der VOLKSWOHNUNG GmbH an ihre Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Neben den angestiegenen Betriebs- und Heizkosten sind vor allem gestiegene Aufwendungen für laufende und geplante Instandhaltungen ursächlich für den Anstieg der Aufwendungen für Hausbewirtschaftung. Die Abschreibungen in 2020 erfolgten planmäßig; die Fertigstellung von Neubauten im Vorjahr wirkte sich erstmals ganzjährig aus, wodurch auch die damit verbundenen Abschreibungen steigen. Unter anderem bedingt durch die Coronapandemie gab es Erhöhungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diagramm: Ergebnisentwicklungen 2010 bis 2020 (in Mio. €) Die VOLKSWOHNUNG GmbH legt den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auch weiterhin auf den Neubau von Mietwohnungen. Damit reagiert das Unternehmen auf die Anforderungen des Marktes. Die Entwicklung des Unternehmens wird für das Jahr 2021 insgesamt positiv gesehen. Für die nächsten beiden Jahre wird eine stabile Ertragslage erwartet, womit die VOLKSWOHNUNG GmbH auch zukünftig in der Lage sein wird, ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht nachzukommen. Neben dem konsequenten Engagement in innovative Konzepte zur Energieeinsparung und -effizienz sowie zum Umweltschutz zählt die kontinuierliche Modernisierung des Bestandes nach wie vor zu den Hauptaufgaben der VOLKSWOHNUNG GmbH. Ausblick Aufgrund des Immobilienportfolios der VOLKSWOHNUNG GmbH und der damit verbundenen Mieterstruktur waren durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 nur leichte Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit spürbar. Dennoch kann es bei Fortbestehen der Beeinträchtigungen durch das Coronavirus gegebenenfalls zu Abweichungen bei einzelnen Kennzahlen kommen. 3,7 4,2 4,9 4,7 5,5 6,86,8 9,6 16,4 14,8 13,0 0,0 2,0 4,0 6,0 8,0 10,0 12,0 14,0 16,0 18,0 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr VOWO | Stadtkämmerei | 123 Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein Jahresüberschuss von rund 6,4 Mio. € erwartet. Der Wohnungsbestand wird aufgrund der geplanten Neubaufertigstellungen voraussichtlich um 74 Wohnungseinheiten zunehmen. Die Jahresplanung für 2021 sieht Investitionen aus der Bautätigkeit in Höhe von rd. 155,7 Mio. € vor. Darin enthalten sind 92,9 Mio. € für Neubauvorhaben, rund 29,6 Mio. € für Modernisierungen sowie 33,2 Mio. € für weitere bauliche Maßnahmen wie beispielsweise Erschließungen. Die geplanten Instandhaltungskosten betragen zusätzlich ca. 24,4 Mio. €. Risiken Aus der Corona-Pandemie ist weiterhin mit Risiken für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf des Unternehmens zu rechnen. Zu nennen sind Risiken aus der Verzögerung bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen verbunden mit dem Risiko von Kostensteigerungen und der Verzögerung von geplanten Einnahmen. Darüber hinaus ist mit einem Anstieg der Mietausfälle für Gewerbeobjekte, mit krisenbedingten Einschränkungen der eigenen operativen Prozesse sowie ggf. mit verschlechterten Finanzierungsbedingungen zu rechnen. Die Geschäftsführung beobachtet laufend die weitere Entwicklung zur Identifikation der damit verbundenen Risiken und reagiert bedarfsweise unter Zugrundelegung des Risikomanagementsystems des Unternehmens mit angemessenen Maßnahmen zum Umgang mit den identifizierten Risiken. Davon umfasst sind auch Maßnahmen zur Anpassung von operativen Geschäftsprozessen unter Nutzung neuer technologischer Möglichkeiten. Das Risiko wird derzeit als gering eingeschätzt. Nach Einschätzung der Geschäftsführung existieren keine bestandsgefährdenden Risiken. Aufgrund der vorhandenen Potenziale in der VOLKSWOHNUNG GmbH werden die Chancen höher bewertet als die aufgeführten Risiken. Weitere wirtschaftliche und finanzielle Risiken, die die künftige Entwicklung des Unternehmens bzw. die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage nachhaltig beeinträchtigen oder gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Eine nachhaltige Unternehmensausrichtung ist in der VOLKSWOHNUNG tief verwurzelt. Die Vereinbarkeit von Ökonomie und Gesellschaft findet sich in deren Unternehmensauftrag. Die Ökologie bildet die Grundlage des Daseins und ihr Schutz ist daher für das Unternehmen alternativlos. Die Neubauten werden derzeit nach KfW 55 Standard erstellt und mit nachhaltigen Mobilitätskonzepten kombiniert. Da der Gebäudesektor einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, erarbeitet die VOLKSWOHNUNG aktuell eine umfassende Klimaschutzstrategie, die die notwendigen Sanierungen der nächsten zwei Jahrzehnte aufzeigen soll. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 515.232 649.840.361 24.526.102 31.639.095 15.044.434 62.808.958 320.001 784.694.183 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage Bilanzgewinn Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 37.000.000 181.528.350 12.958.483 231.486.833 12.869.405 525.807.449 14.530.496 784.694.183 124 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | VOWO Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 4) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +100.601 +108.720 +106.176 +116.993 +117.120 +112.890 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an zum Verkauf bestimmten Grundstücken mit unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen -818 +4.847 +4.105 -6.494 -30 +11.810 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +307 +271 +171 +183 +390 +590 4. Sonstige betriebliche Erträge +4.978 +7.021 +4.324 +2.429 +4.710 +8.460 5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen 2) -58.304 -62.898 -62.030 -61.691 -74.070 -80.990 6. Personalaufwand -11.664 -12.917 -12.704 -13.466 -13.010 -14.020 7. Abschreibungen -15.016 -20.273 -16.190 -16.692 -17.240 -16.560 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.383 -8.966 -4.138 -4.756 -6.310 -10.410 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3) +3.876 +10.876 +4.439 +3.459 +2.060 +1.600 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.006 -9.466 -7.860 -7.047 -7.600 -6.900 11. Aufwand aus Ergebnisabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2) +21 -782 -1.328 +63 -250 +0 13. Ergebnis nach Steuern +9.592 +16.433 +14.965 +12.981 +5.770 6.470 14. sonstige Steuern 2) +0 +0 -119 -23 -40 -30 15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +9.592 +16.433 +14.846 +12.958 +5.730 +6.440 16. Einstellung in Gewinnrücklagen -9.592 -16.433 -14.846 -12.958 +0 -6.440 17. Bilanzgewinn +0 +0 +0 +0 +5.730 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Grundsteuer wird unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen, da auf Mieter umlegbar. 3) Einschließlich Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. 4) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. VOWO | Stadtkämmerei | 125 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 88,5 84,7 86,4 86,0 2. Umlaufintensität (in %) 11,5 15,3 13,6 14,0 3. Investitionen (in T€) 66.169 54.474 60.119 44.443 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 25,6 27,2 28,7 29,5 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 28,9 32,1 33,2 34,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) + 9,5 +15,1 +14,0 +11,1 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 5,1 +8,1 +6,8 +5,6 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 2,5 +3,5 +3,0 +2,5 4. Kostendeckung (in %) 101,2 94,9 +103,3 +112,9 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern + 23.918 +37.890 +36.228 +32.649 5.2 nach Ertragsteuern + 23.939 +37.107 +32.426 +29.809 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 11,7 11,3 12,4 13,0 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 67.034 76.432 74.291 72.789 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Nachrichtlich: Volkswohnung – Konzernabschluss 2020 Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C D Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten Aktive latente Steuern 515.233 658.736.604 21.833.566 41.055.720 8.396.578 65.158.403 329.486 2.557.260 798.582.850 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/-verlust Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Buchmäßiges Eigenkapital Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 37.000.000 177.530.660 17.329.583 200.000,00 232.060.243 0 21.555.208 530.316.887 14.650.512 798.582.850 126 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | VOWO Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2020 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 1. Umsatzerlöse +112.759 +180.197 +121.331 +123.427 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an zum Verkauf bestimmten Grundstücken mit unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen +20.681 -29.657 -3.375 -8.341 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +361 +353 +237 +238 4. Sonstige betriebliche Erträge +6.327 +8.011 +5.837 +4.989 5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -82.082 -82.928 -58.607 -55.991 6. Personalaufwand -14.814 -17.844 -16.389 -17.443 7. Abschreibungen 1) -16.798 -21.992 -17.642 -18.098 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.899 -9.453 -4.871 -5.190 9. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen +1.009 +560 +1.249 +921 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +100 +2.473 +363 +225 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.247 -9.634 -8.276 -7.183 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +20 -783 -1.329 +2.619 13. Ergebnis nach Steuern +12.417 +19.303 +18.528 +20.203 14. Sonstige Steuern -2.415 -2.411 -2.543 -2.873 15. Konzernüberschuss/-fehlbetrag +10.002 +16.892 +15.985 +17.330 1) Einschließlich Abschreibungen auf Finanzanlagen 2) Das Jahr 2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. VOWO Service | Stadtkämmerei | 127 21. VOLKSWOHNUNG Service GmbH Kontaktdaten Ettlinger-Tor-Platz 2, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3506-0 Fax: 0721 3506-100 Info@volkswohnung.com www.volkswohnung.com Gründung 20. Dezember 1989 Unternehmensgegenstand Die Gesellschaft übernimmt Bau- und Versorgungsaufgaben im Interesse der VOLKSWOHNUNG GmbH wie auch Aufgaben mit öffentlichem Zweck in wohnungswirtschaftlicher, städtebaulicher oder infrastruktureller Hinsicht sowie im Interesse der Wirtschaftsförderung. Sie ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar gefördert werden kann (GV in der Fassung vom 8. November 2012) Geschäftsführung Stefan Storz Gesellschafter VOLKSWOHNUNG GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 1.100.000 € Aufsichtsrat Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der VOLKSWOHNUNG GmbH BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Michael Borner (stellv. Vorsitz) Marc Bernhard Rudolf Bürgel StR Dr. Clemens Cremer Margot Döring StR Anton Huber StR Karl-Heinz Joos StR Bettina Meier-Augenstein StR Tilman Pfannkuch Anne Segor Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der VOLKSWOHNUNG GmbH. Darüber hinaus erledigt die VOLKSWOHNUNG GmbH alle bei der VOLKSWOHNUNG Service GmbH anfallenden Aufgaben auf der Grundlage eines entgeltlichen Geschäftsbesorgungsvertrages. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Der Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der Muttergesellschaft VOLKSWOHNUNG GmbH. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. 128 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | VOWO Service Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Arbeiter 4) 44 52 51 55 Beschäftigte 4) 6 7 8 11 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 50 59 59 66 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten Bei der Durchführung ihrer Bauvorhaben wird die Gesellschaft von der VOLKSWOHNUNG GmbH technisch und kaufmännisch betreut. Des Weiteren erledigt die Muttergesellschaft alle anfallenden Verwaltungsarbeiten wie zum Beispiel Personalwesen und Buchführung. Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Bestand an eigenen Objekten Mietwohnungen 96 96 96 96 Gewerbe 44 44 44 44 Garagen, TG und Abstellplätze 110 110 110 110 sonstige Mietverhältnisse 7 7 7 7 eigengenutzte Einheiten 1 1 1 1 Zusammen 258 258 258 258 2. Verwaltete Objekte Verwaltete Wohnungen 1.214 1.420 1.408 1.365 Verwaltete Garagen, TG und Abstellplätze 1.078 1.140 1.140 1.140 Verwaltete Gewerbeeinheiten 43 42 40 40 Zusammen 2.335 2.602 2.588 2.545 3. Geschäftsfeld Wärmemessdienst angeschlossene Einheiten 11.296 11.496 11.508 11.587 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Im Geschäftsjahr 2020 konnte ein Jahresüberschuss von 2,7 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) erzielt werden. Gegenüber der Planung ergab sich eine Verbesserung um 1,0 Mio. €. VOWO Service | Stadtkämmerei | 129 Diagramm: Ergebnisentwicklungen 2010 bis 2020 (in Mio. €) Das im Geschäftsjahr erreichte Ergebnis vor Abführung (2.651 T€) fiel um 1032 T€ höher aus als prognostiziert. Dies liegt darin begründet, dass in der Prognose mit höheren Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen gerechnet wurde. Die Geschäftsentwicklung verlief insgesamt positiv. Im Geschäftsjahr 2020 sank die Anzahl der Breitbandkabel-Anschlüsse um acht Anschlüsse auf 15.601 Anschlüsse. Durch Neubauaktivitäten wird sich die Anzahl der Anschlüsse 2021 erhöhen und zu Umsatzsteigerungen in diesem Bereich führen. Ausblick Da die VOLKSWOHNUNG Service GmbH einen Großteil ihres Immobilienportfolios an die Gesellschafterin generalvermietet hat und den überwiegenden Teil ihrer Tätigkeiten ebenfalls für die VOLKSWOHNUNG GmbH erbringt, waren Auswirkungen durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 auf die Geschäftstätigkeit kaum spürbar. Dennoch kann es bei Fortbestehen der Beeinträchtigungen durch das Coronavirus gegebenenfalls zu Abweichungen bei einzelnen Kennzahlen kommen. Der im Oktober 2020 verabschiedete Wirtschaftsplan sieht für das Geschäftsjahr 2021 ein Rohergebnis von 13.510 T€ vor. Dem stehen Aufwendungen in Höhe von 12.110 T€ gegenüber. Es wird ein abzuführendes Ergebnis von 1.400 T€ prognostiziert. Risiken Aus der Corona-Pandemie ist weiterhin mit Risiken für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf des Unternehmens zu rechnen. Zu nennen sind Risiken aus der Verzögerung bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen verbunden mit dem Risiko von Kostensteigerungen und der Verzögerung von geplanten Einnahmen. Darüber hinaus ist mit einem Anstieg der Mietausfälle, mit krisenbedingten Einschränkungen der eigenen operativen Prozesse sowie ggf. mit verschlechterten Finanzierungsbedingungen zu rechnen. Die Geschäftsführung beobachtet laufend die weitere Entwicklung zur Identifikation der damit verbundenen Risiken und reagiert bedarfsweise unter Zugrundelegung des Risikomanagementsystems des Unternehmens mit angemessenen Maßnahmen zum Umgang mit den identifizierten Risiken. Davon umfasst sind auch Maßnahmen zur Anpassung von operativen Geschäftsprozessen unter Nutzung neuer technologischer Möglichkeiten. Das Risiko wird derzeit als mittelschwer eingeschätzt. 0,3 0,5 1,0 1,7 1,1 1,0 1,4 1,2 0,5 2,2 2,7 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr 130 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | VOWO Service Die Erträge aus der Hausbewirtschaftung sowie aus dem Breitbandkabel- und Telemetriegeschäft basieren auf langfristigen Verträgen und stellen nachhaltige Einnahmen dar. Ein Großteil der Verträge wurde mit der Muttergesellschaft abgeschlossen; das Risiko von sonstigen Mietausfällen wird daher als sehr gering eingestuft. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Das Unternehmen ist in die Aktivitäten der VOLKSWOHNUNG GmbH eingebunden. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 16.301.502 999.592 525.352 1.264.272 2.128.990 9.485 21.229.194 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 1.100.000 0 1.100.000 1.455.056 18.554.122 120.016 21.229.194 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +12.641 +13.934 +12.698 +13.037 +13.750 +13.420 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen +24 +10 +12 +73 +20 +20 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +49 +67 +61 +49 +50 +60 4. Sonstige betriebliche Erträge +45 +242 +100 +792 +0 +10 5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -6.240 -6.722 -5.226 -5.582 -6.260 -6.080 6. Personalaufwand -3.150 -4.927 -3.686 -3.977 -3.930 -4.120 7. Abschreibungen -1.595 -1.527 -1.334 -1.288 -1.340 -1.340 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -391 -406 -257 -320 -500 -430 9. Zinserträge +26 +51 +24 +21 +20 +20 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -213 -164 -145 -113 -150 -12 11. Ergebnis nach Steuern +1.196 +558 +2.247 +2.692 +1.660 +1.140 12. sonstige Steuern -37 -37 -35 -41 -40 -40 13. Aufwendungen aus Gewinnabführung -1.159 -520 -2.212 -2.651 -1.620 -1.400 14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. VOWO Service | Stadtkämmerei | 131 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 82,4 80,7 82,9 81,5 2. Umlaufintensität (in %) 17,4 19,2 17,0 18,5 3. Investitionen (in T€) 619 1.211 1.028 818 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 4,9 4,9 5,1 5,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 5,9 6,0 6,1 6,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +9,2 +3,7 +17,5 +20,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +105,4 +47,3 +201,1 +241,0 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +6,1 +3,0 +10,9 +13,0 4. Kostendeckung (in %) 108,7 101,1 118,9 115,2 5. Cash-Flow (in T€) +2.683 +2.651 +3.507 +3.981 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 27,1 35,7 34,5 35,1 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 63.007 83.512 62.468 60.265 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 132 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KGK 22. Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH Kontaktdaten c/o VOLKSWOHNUNG GmbH Ettlinger-Tor-Platz 2, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3506-0 Fax: 0721 3506-100 info@volkswohnung.com www.volkswohnung.com Gründung 16. Juni 1999 Unternehmensgegenstand Hauptaufgabe ist die Durchführung der Konversion von Liegenschaften, insbesondere im Raum Karlsruhe, durch Erwerb, Neuordnung und Verwertung, um eine Wohnraumversorgung für breite Schichten der Bevölkerung sicherzustellen. Die Gesellschaft unterstützt kommunal und regional die Städtebaupolitik und Maßnahmen der Infrastruktur und Wirtschaftsförderung und übernimmt städtebauliche Entwicklungs-, Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen. (GV in der Fassung vom 17. März 1999) Geschäftsführung Stefan Storz Gesellschafter VOLKSWOHNUNG GmbH Sparkasse Karlsruhe Ettlingen Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 60 % = 30 % = 10 % = 300.000 € 150.000 € 50.000 € 100 % = 500.000 € Aufsichtsrat 9 stimmberechtigte Mitglieder BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Anton Huber (stellv. Vorsitz) StR Dr. Clemens Cremer Margot Döring StR Karl-Heinz Joos (ab 14.10.2019) StR Bettina Meier-Augenstein Thomas Schroff Anne Segor Marc Sesemann Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der VOLKSWOHNUNG GmbH. Darüber hinaus erledigt die VOLKSWOHNUNG GmbH alle bei der KGK anfallenden Aufgaben auf der Grundlage eines entgeltlichen Geschäftsbesorgungsvertrages. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 4 4 3 3 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. KGK | Stadtkämmerei | 133 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf sanken im Vergleich zum Vorjahr stark. Zurückzuführen ist diese Reduzierung im Wesentlichen darauf, dass im Jahr 2019 erfolgswirksame Übergaben von 17 Baugrundstücken „Am Sandberg“ in Knielingen stattfanden, während im Jahr 2020 lediglich nur ein Baugrundstück übergeben wurde. Im Gewerbegebiet Kirchfeld-Nord in Neureut wechselten drei Gewerbegrundstücke den Eigentümer. Die Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke sanken im Vergleich zum Vorjahr sehr stark. Der Grund für die gesunkenen Aufwendungen liegt in einer Reduzierung der abzuführenden Mehrerlöse für den Verkauf von Baugrundstücken „Am Sandberg“. Ausblick Das Jahr 2021 wird vor allem von weiteren Aktivitäten im Grundstückshandel geprägt sein. Der Tätigkeitsschwerpunkt der Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) wird in 2021 auf dem Vertrieb der Wohnbaugrundstücke „Am Sandberg“ in Knielingen und der restlichen Gewerbeflächen in Neureut liegen. Für das Jahr 2021 wird mit einem Jahresergebnis vor Gewinnabführung von 110 T€ gerechnet. Risiken Durch die Corona-Pandemie ist mit Risiken für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf des Unternehmens zu rechnen. Für die Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) bestehen Risiken von Kostensteigerungen und bei der Verzögerung von geplanten Einnahmen. Möglicherweise kommt es zu krisenbedingten Einschränkungen der eigenen operativen Prozesse und es ist gegebenenfalls mit verschlechterten Finanzierungsbedingungen zu rechnen. Die Geschäftsführung beobachtet laufend die weitere Entwicklung zur Identifikation der damit verbundenen Risiken und reagiert bedarfsweise unter Zugrundelegung des Risikomanagementsystems des Unternehmens mit angemessenen Maßnahmen zum Umgang mit den identifizierten Risiken. Die Erschließung der beiden Konversionsareale in Neureut und Knielingen mit insgesamt 82 ha ist nunmehr weitgehend abgeschlossen und zu großen Teilen vermarktet. Für die Vermarktung der restlichen Flächen wird das Risiko als gering eingestuft. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Das Unternehmen ist in die Aktivitäten der VOLKSWOHNUNG GmbH eingebunden. 134 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KGK Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel 0 877.366 942.451 8.891.273 0 188.628 10.899.718 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 500.000 0 500.000 7.228.029 3.171.689 10.899.718 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 3) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +8.914 +66.584 +11.150 +2.293 +3.860 +3.250 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen +21.463 -34.526 -7.492 -1.890 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +1.311 +755 +1.422 +771 +0 +500 4. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -28.725 -24.627 -2.349 -352 -3.250 -3.410 5. Personalaufwand +0 +0 +0 +0 +0 0 6. Abschreibungen -100 -100 -19 -19 -20 -20 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -160 -137 -518 -146 -240 -180 8. Zinsen und ähnliche Erträge 2) +57 +2.399 +62 +13 +20 +20 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -166 -109 -328 -69 +0 -20 10. Ergebnis nach Steuern +2.594 +10.239 1.928 +601 +370 +140 11. Steuern -33 -12 -36 -29 -30 -30 12. Abzuführender Überschuss -2.561 -10.227 -1.892 -572 -340 -110 13. Jahresabschluss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Einschließlich Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. KGK | Stadtkämmerei | 135 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 6,1 7,3 12,4 16,7 2. Umlaufintensität (in %) 93,9 92,7 87,6 83,3 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 0,9 1,4 2,7 4,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +28,7 +15,4 +17,0 +24,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +512,2 +2.045,4 +387,4 +114,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +4,7 +29,1 +11,9 +5,9 4. Kostendeckung (in %) 30,5 266,5 346,9 373,3 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +2.438 +14.647 +1.885 +433 5.2 nach Ertragsteuern +2.436 +14.647 +1.884 +431 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 136 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | VOWO Bauträger 23. VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH Kontaktdaten c/o VOLKSWOHNUNG GmbH Ettlinger-Tor-Platz 2, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3506-0 Fax: 0721 3506-100 info@volkswohnung.com www.volkswohnung.com Gründung 27. Oktober 1994 Unternehmensgegenstand Aufgabe der Gesellschaft ist eine sozial verantwortbare Wohnraumversorgung für breite Schichten der Bevölkerung sicherzustellen. Weiterhin unterstützt sie die kommunale und regionale Städtebaupolitik. Dazu gehören auch Infrastrukturmaßnahmen, städtebauliche Entwicklungs-, Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen. (GV in der Fassung vom 8. November 2012) Geschäftsführung Stefan Storz Gesellschafter VOLKSWOHNUNG GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 1.000.000 € Aufsichtsrat Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der VOLKSWOHNUNG GmbH BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Bettina Meier-Augenstein (stellv. Vorsitz) Marc Bernhard StR Michael Borner Rudolf Bürgel StR Dr. Clemens Cremer Margot Döring StR Anton Huber StR Karl-Heinz Joos StR Tilman Pfannkuch Anne Segor Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Die VOLKSWOHNUNG GmbH erledigt alle bei der VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH anfallenden Aufgaben auf der Grundlage eines entgeltlichen Geschäftsbesorgungsvertrages. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aus Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der Muttergesellschaft VOLKSWOHNUNG GmbH. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. VOWO Bauträger | Stadtkämmerei | 137 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Seit dem Geschäftsjahr 2012 ruht die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Ausblick Die Gesellschaft verfügt, zumindest für die nächsten zwei Jahre, über eine ausreichende Ausstattung an Liquidität und Eigenkapital. Risiken Keine. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Das Unternehmen ist in die Aktivitäten der VOLKSWOHNUNG GmbH eingebunden. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 0 1.600 31.825 0,00 33.425 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 1.000.000 - 971.167 28.833 2.718 1.874 0 33.425 138 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | VOWO Bauträger Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +0 +0 +0 +0 +0 +0 2. Veränderung des Bestandes an unfertigen Leistungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +3 +0 +0 +0 +0 +0 4. Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke +0 +0 +0 +0 +0 ++ 5. Aufwendungen für Hausbewirtschaftung +0 +0 +0 +0 +0 +0 6. Abschreibungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12 -10 -10 -7 -10 -10 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern -9 -10 -10 -7 -10 -10 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresabschluss/-fehlbetrag -9 -10 -10 -7 -10 -10 13. Verlust-/Gewinnvortrag -932 -942 -952 -964 -962 -971 14. Bilanzgewinn/-Verlust -941 -951 -962 -971 -972 -981 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) - - - - 2. Umlaufintensität (in %) 100,0 100 100 100 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 93,5 89,9 80,2 86,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - 15,9 -21,1 -34,3 -24,7 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - 14,9 -19,0 -27,5 -21,3 4. Kostendeckung (in %) - - - - 5. Cash-Flow (in T€) - 9 -10 -12 -7 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Wohnbau Wörth | Stadtkämmerei | 139 24. Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH Kontaktdaten Hanns-Martin-Schleyer-Straße 4, 76744 Wörth am Rhein Telefon: 0721 9226-0 Fax: 0721 9226-55 info@wohnbauwoerth.de www.wohnbauwoerth.de Gründung 17. Mai 1963 Unternehmensgegenstand Die Bereitstellung von Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen unter Berücksichtigung der Interessen der Gesellschafter ist Aufgabe der Gesellschaft. (GV in der Fassung vom 22. Oktober 2019). Geschäftsführung Petra Pfeiffer Gesellschafter VOLKSWOHNUNG GmbH Stadt Wörth Anteile Stammkapital 50,00 % = 50,00 % = 2.600.000 € 2.600.000 € 100,00 % = 5.200.000 € Aufsichtsrat Vier Mitglieder, davon zwei vom Gesellschafter VOLKSWOHNUNG GmbH sowie zwei vom Gesellschafter Stadt Wörth. . Stefan Storz (Vorsitz) BM Dr. Dennis Nitsche (stellv. Vorsitz) Mario Rösner Tobias Simon Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages nimmt die VOLKSWOHNUNG GmbH kaufmännische und technische Betreuungsaufgaben für die Gesellschaft wahr. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. 140 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Wohnbau Wörth Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Arbeiter 4) 6,0 7,0 8,0 8,0 Beschäftigte 4) 7,0 8,0 8,0 9,0 Gesamtbelegschaft 13,0 15,0 16,0 17,0 Auszubildende - - - 1,0 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Bestand an eigenen Objekten Mietwohnungen 827 827 827 827 Gewerbeeinheiten 13 13 13 13 Garagen, TG und Abstellplätze 516 516 516 516 sonstige Mietverhältnisse 7 7 7 7 eigengenutzte Einheiten 15 14 14 15 Zusammen 1.378 1.377 1.377 1.378 2. Verwaltete Objekte Dritter Miet- und Eigentumswohnungen 136 96 123 107 Gewerbeeinheiten 9 9 7 7 Garagen, Tiefgaragen und Abstellplätze 131 131 190 190 sonstige Mietverhältnisse 0 0 0 0 Zusammen 276 236 320 304 3. Eigentumswohnungen im Bau 0 25 0 0 Verkauft 4 0 25 2 zum Verkauf angeboten 0 25 0 0 Mietkauf 0 0 0 0 Noch nicht verkauft 0 25 0 0 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Jahresüberschuss von rund 1,0 Mio. € (2019: 1,4 Mio. €). Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung haben sich um 0,1 Mio. € auf nunmehr rund 6,7 Mio. € erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse wegen des Sondereffekts von Verkäufen aus dem Bauträgergeschäft erwartungsgemäß deutlich um rund 6,4 Mio. € gesunken. Zu Beginn das Jahres 2020 wurde weitere Büroflächen am Geschäftssitz erworben. Hier konnten vier weitere Arbeitsplätze eingerichtet werden, um dem Wachstum der Gesellschaft Rechnung tragen zu können. Wohnbau Wörth | Stadtkämmerei | 141 Diagramm: Ergebnisentwicklungen 2010 bis 2020 (in Mio. €) Ausblick In den Jahren 2021 und 2022, mit Fertigstellung der Wohnungsneubauten Keltenstraße, werden sich die Mieteinnahmen weiter erhöhen. Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass das Projekt „Tullastraße“ mit rund 70 Wohnungen im Jahr 2022 realisiert werden kann. Der Jahresüberschuss 2021 ist mit 1,0 Mio. € prognostiziert. Im Jahr 2021 sind für Modernisierungen 1,1 Mio. € und für Neubauten 6,7 Mio. € an Investitionen geplant. Risiken Die befürchteten negativen Auswirkungen der Coronapandemie haben die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft kaum beeinflusst. Das Gut „Wohnen“ hat dadurch sogar einen noch höheren Stellwert als bisher erhalten. Zukünftige Risiken, die sich hieraus ergeben könnten, schätzt die Gesellschaft daher auch nur als gering ein. Die Gesellschaft verfügt über eine gute Liquidität. Wirtschaftliche Ausfallrisiken sind derzeit nicht erkennbar. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Wohnbau Wörth unterstützt aktiv die Verfolgung der Ziele in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimapolitik. Vorgesehen ist die Umrüstung der Beleuchtung des gesamten Bestandes auf LED Technik. Darüber hinaus werden weitere Projekte in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft „Neue Energie Wörth“ angestrebt. Aktuell laufen die Vorbereitungen zu Installation von PV-Anlagen auf möglichst vielen Bestandsgebäuden der Wohnbau Wörth. Auch soll das Neubauvorhaben Tullastraße als erster Neubau in Holzbauweise nachhaltig errichtet werden. 0,6 0,5 0,9 0,80,80,8 1,0 1,6 0,7 1,4 1,0 0,0 0,2 0,4 0,6 0,8 1,0 1,2 1,4 1,6 1,8 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr 142 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Wohnbau Wörth Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 43.351.884 0 0 2.092.701 497.233 2.355.409 470 48.297.698 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 5.200.000 7.592.929 6.340.653 985.759 20.119.341 988.612 27.183.348 6.397 48.297.698 Gewinn und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 ) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +14.288 +6.412 +13.565 +7.349 +6.730 +7.190 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen -5.165 +2.851 -2.700 -508 +60 +110 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +52 +0 +31 +98 +130 +130 4. Sonstige betriebliche Erträge +131 +201 +74 +58 +40 +30 5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -5.204 -6.169 -6.733 -3.203 -3.320 -3.440 6. Personalaufwand -888 -993 -1.083 -1.131 -1.160 -1.280 7. Abschreibungen -944 -1.008 -1.115 -1.118 -1.020 -1.110 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -388 -301 -300 -229 -280 -320 9. Zinserträge +2 +0 +1 +0 +0 +0 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -327 -330 -337 -329 -300 -330 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Ergebnis nach Steuern +1.557 +663 1.403 +987 +880 +980 13. Sonstige Steuern -1 -1 -1 -1 +0 +0 14. Jahresüberschuss/fehlbetrag +1.556 +662 1.402 +986 +880 +980 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes, erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Wohnbau Wörth | Stadtkämmerei | 143 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 85,4 82,6 84,6 89,8 2. Umlaufintensität (in %) 14,6 17,4 15,4 10,2 3. Investitionen (in T€) 4.295 914 5.207 5.515 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 36,5 36,7 40,2 41.7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 42,7 44,4 47,5 46.4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +10,9 +10,3 +10,3 +13,4 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +9,1 +3,7 +7,3 +4,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +4,0 +2,1 +3,7 +2,7 4. Kostendeckung (in %) 184,3 72,9 141,8 122,2 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +2.526 +1.602 +2.508 +2.104 5.2 nach Ertragsteuern +2.526 +1.602 +2.508 +2.104 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 11,5 11,3 11,3 18,8 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 68.312 66.169 72.187 66.535 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 144 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Cité 25. Entwicklungsgesellschaft Cité mbH Kontaktdaten Pariser Ring 37, 76532 Baden-Baden Telefon: 07221 80954-0 Fax: 07221 80954-5 info@cite-baden-baden.de www.cite-baden-baden.de Gründung 27. Dezember 2001 Unternehmensgegenstand Die Hauptaufgabe der Gesellschaft ist die Konversion von Liegenschaften in Baden- Baden insbesondere durch Erwerb, Neuordnung und Verwertung. Weiterhin übernimmt sie städtebauliche Entwicklungs-, Erschließungs- und Sanierungs- und Infrastrukturmaßnahmen mit dem Ziel die kommunale und regionale Städtebaupolitik zu unterstützen. Durch die Ansiedlung von Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen trägt sie zur Wirtschaftsförderung in Baden-Baden bei. Sie stellt außerdem eine Wohnraumversorgung für breite Schichten der Bevölkerung sicher. (GV in der Fassung vom 19. Oktober 2010) Geschäftsführung Markus Börsig, EB Werner Friedrich Hirth, Stadt Baden-Baden Gesellschafter Stadt Baden-Baden VOLKSWOHNUNG GmbH Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung Baden-Baden mbH Baugenossenschaft Familienheim Baden-Baden e. G. Anteile Stammkapital 38,8 % = 38,8 % = 11,7 % = 10,7 % = 2.000.000 € 2.000.000 € 600.000 € 550.000 € 100,0 % = 5.150.000 € Aufsichtsrat 10 Mitglieder und 4 Gäste mit den Rechten eines beratenden Mitgliedes EB Alexander Uhlig * (Vorsitz) StR Tilman Pfannkuch (1. stellv. Vorsitz) StR Klaus Bloedt-Werner * (2. stellv. Vorsitz) *Vertreter der Stadt Baden- Baden Stadt Baden-Baden: StR, MdL Beate Böhlen StR Rainer Lauerhaß StR Werner Schmoll MdL Tobias Wald Stadt Karlsruhe: StR Michael Borner StR Anton Huber StR Karl-Heinz Jooß Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mit der VOLKSWOHNUNG GmbH wurde ein Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen, in dem die technische und kaufmännische Zusammenarbeit vereinbart ist. Zwischen der Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung Baden-Baden mbH und der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH besteht ein Dienstüberlassungsvertrag. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 1 2 1 2 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Aufwandsentschädigungen Cité | Stadtkämmerei | 145 Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Arbeiter 4) - - - - Beschäftigte 4) 1 0 0 0 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 1 0 0 0 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Bestand an eigenen Objekten Mietwohnungen 0 0 0 0 Gewerbeeinheiten 16 16 16 16 Garagen, TG und Abstellplätze 85 85 85 85 Eigennutzung 25 25 25 25 sonstige Mietverhältnisse 1 1 1 1 Zusammen 127 127 127 127 2. Eigentumswohnungen im Bau 0 9 9 0 verkauft 0 9 0 9 zum Verkauf angeboten 0 0 0 0 noch nicht verkauft 0 0 0 0 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 0,7 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €). Dies ist hauptsächlich auf den Verkauf unbebauter Grundstücke zurückzuführen. 146 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Cité Diagramm: Ergebnisentwicklungen 2010 bis 2020 (in Mio. €) Ausblick Die VOLKSWOHNUNG wird sich im Laufe des Jahres 2021 von der Beteiligung trennen, da das ursprüngliche Ziel – der Unterstützung bei Risikoübernahme für die Konversion als erfolgreich abgeschlossen gilt. Die Entwicklung der Gesellschaft neigt sich dem Ende zu. Innerhalb der nächsten Jahre wird sich die Tätigkeit der Gesellschaft auf die laufende Instandhaltung, Modernisierung und Fortentwicklung der vier Bestandsobjekte konzentrieren. Daneben kümmert sie sich um die Vermarktung der letzten beiden Mischgebietsgrundstücke entlang der Allee Cité. Auf Basis des noch vorhandenen Vermarktungspotentials wird für das Folgejahr von Umsatzerlösen aus dem Verkauf in Höhe von ca. 3,38 Mio. € und einem positiven Ergebnis ausgegangen. Sollte es kurz- oder mittelfristig nicht zu Ersatztätigkeiten für die Gesellschaft kommen, ist zumindest die Bewirtschaftung der im Anlagevermögen gehaltenen Bestandsobjekte sicherzustellen. Für den Fall müssen die Kosten für Personal, Büro und sonstige Positionen deutlich reduziert werden. Risiken Aus der Corona-Pandemie ist weiterhin mit Risiken für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf des Unternehmens zu rechnen. Zu nennen sind Risiken aus der Verzögerung bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen, verbunden mit dem Risiko von Kostensteigerungen und der Verzögerung von geplanten Einnahmen. Darüber hinaus ist mit einem Anstieg der Mietausfälle, mit krisenbedingten Einschränkungen der eigenen operativen Prozesse sowie ggf. mit verschlechterten Finanzierungsbedingungen zu rechnen. Die Entwicklung der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH neigt sich dem Ende zu, was zu einer Reduzierung von Risiken führt. Die Vermarktungsaussichten noch vorhandener Grundstücke in der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH werden positiv prognostiziert. Die kontinuierliche Rückführung eines noch bestehenden Darlehens führt zu einer weiteren Risikominimierung. 0,1 1,51,5 1,2 1,0 0,6 0,5 0,2 0,3 1,2 0,7 0,0 0,2 0,4 0,6 0,8 1,0 1,2 1,4 1,6 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr Cité | Stadtkämmerei | 147 Klimaschutz und Nachhaltigkeit Ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Ressourcen, Schutz des Klimas sowie nachhaltiges Handeln gehören zum Selbstverständnis der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH. Dieses Ziel wird konsequent vom Aufsichtsrat, der Geschäftsleitung sowie den Mitarbeitern verfolgt. Kurzbilanz 2020 in € Gewinn - und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 c 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +1.481 +1.800 +6.006 +2.318 +2.970 +3.380 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4 +1.518 -1.505 +3 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +52 +12 +20 305 +0 +0 4. Materialaufwand -497 -2.266 -2.308 -1.182 -1.530 -1.760 5. Personalaufwand -6 -6 -7 -5 -10 +0 6. Abschreibungen -251 -193 -136 -85 -90 -70 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -358 -367 -330 -314 -160 -130 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1 +10 +16 +1 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -57 -34 -31 -33 -30 -10 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -106 -117 -505 -290 -330 -400 11. Ergebnis nach Steuern +225 +357 +1.220 +718 +820 +1.010 12. Sonstige Steuern -11 -10 -8 -10 -30 -30 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +244 +347 +1.212 +708 +790 +980 14. Gewinnvortrag +2.297 +2.541 +2.888 +4.100 +4.100 +4.808 15. Bilanzgewinn/-Verlust +2.297 +2.541 +4.100 +4.808 +4.890 +5.788 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 1, 2.991.444 0 2.118.716 29.183 6.421.817 13.788 11.574.952 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 5.150.000 4.099.819 708.322 756.744 860.066 0 11.574.952 148 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Cité Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 34,5 29,7 28,1 25,8 2. Umlaufintensität (in %) 65,5 70,3 71,7 74,0 3. Investitionen (in T€) 3 304 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 85,6 74,2 84,5 86,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 248,0 250,2 300,6 332,9 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +16,5 +19,3 +20,2 +30,6 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +3,2 +4,3 +13,1 +7,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +3,4 +3,5 +11,4 +6,4 4. Kostendeckung (in %) 125,6 +62,6 +213,0 +142,2 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +581 +637 +1.852 +1.094 5.2 nach Ertragsteuern +475 +531 +1.338 +794 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 0,5 0,2 0,2 0,3 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 5.694 - 6.501 4.911 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. KES | Stadtkämmerei | 149 26. KES – Karlsruher Energieservice GmbH Kontaktdaten c/o Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de www.stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 4. Juli 2003 Unternehmensgegenstand Die Bereitstellung von Wärme und Kälte, insbesondere für die Liegenschaften der VOLKSWOHNUNG GmbH. Hierzu kann die Gesellschaft alle technischen Einrichtungen errichten und betreiben, die der Erzeugung und Lieferung von Wärme und Kälte dienen. Die Gesellschaft kann für die Gesellschafter und deren Gesellschaften sowie die Stadt Karlsruhe weitere energienahe Dienstleistungen wie beispielsweise die Verbrauchsablesung und Abrechnung von Energie, Wasser und Abwasser übernehmen (GV vom 19. Mai 2003). Geschäftsführung Dr. Manuel Rink Stefan Storz Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH VOLKSWOHNUNG GmbH Anteile Stammkapital 50 % = 50 % = 50.000 € 50.000 € 100 % = 100.000 € Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat. Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH (seit 16. Januar 2015) Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr kein eigenes Personal beschäftigt. 150 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KES Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Nahwärmenetze Nahwärmenetze gesamt 8 8 8 8 Nahwärmenetze im Eigentum der KES 3 8 8 8 Nahwärmenetze im Eigentum der VoWo 5 0 0 0 Angeschlossenes Einheiten (Hausanschlüsse) 882 976 980 980 2. Angeschlossene Hausanschlüsse je Nahwärmenetz Neureut 402 403 403 403 Rintheim 36 38 38 38 Knielingen 195 286 290 290 Edelbergstraße 31 31 31 31 Heidenstückersiedlung ) 16 16 16 16 Lindenallee 2 2 2 2 Oberreut 48 48 48 48 Smiley West 152 152 152 152 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 305 T€ (Vj.149 T€). Am 1. September 2018 hat die KES gemeinsam mit den beiden Gesellschaftern, dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Smartes Quartier KA-Durlach“ (Lohn-Lissen) begonnen. Ziel des Projekts ist, die Versorgung dieses Volkswohnungsareals in Karlsruhe Durlach mit überwiegend vor Ort erzeugter Wärme und Strom zur Reduzierung der Primärenergie und der CO2-Emissionen um bis zu 50%. Im Jahr 2020 wurde auf dem Dach der Ersinger Str. 4 eine PV-Anlage mit einer Leistung von 60 kW installiert. Darüber hinaus wurde das Dach der Ersinger Str. 2 mit einer innovativen 40-kW-PV-Anlage mit integriertem Warmwassererzeuger ausgestattet. Mitte des Jahres 2019 ist die Volkswohnung mit dem Wunsch an die KES herangetreten, geeignete Dächer ihrer Liegenschaften mit Photovoltaik-Anlagen auszustatten. Der in den PV-Anlagen erzeugte Strom soll als Mieterstrom vermarktet und zum Eigenverbrauch genutzt werden. Im Laufe des Jahres 2020 wurde eine erste Auswahl geeigneter Dächer in Zusammenarbeit mit der VOLKSWOHNUNG getroffen und die ersten 15 PV-Anlagen auf Dächern in der Heilbronner Straße, Max-Habermann-Straße und Rudolf-Breitscheid-Straße installiert. Für das Jahr 2021 ist die Installation von weiteren 40 Anlagen geplant. Die Corona-Pandemie hatte im Laufe des Jahres 2020 keine Auswirkungen auf das Jahresergebnis der KES. Größere Zahlungsausfälle und Verzögerungen bei der Bearbeitung von Aufträgen durch Dritte gab es nicht. Ausblick Das operative Ergebnis wird in den Folgejahren durch das Projekt Lohn-Llissen deutlich belastet. Im Geschäftsjahr 2021 wird mit zusätzlichen Aufwendungen für das Forschungsvorhaben in Höhe von 300 T€ gerechnet. Die Gesellschaft rechnet daher im kommenden Geschäftsjahr mit einem Ergebnis in Höhe von 17 T€ und damit einem Ergebnisrückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 288 T€. Risiken Bei der KES – Karlsruher Energieservice GmbH werden Versorgungsanlagen mit moderner Leittechnik betrieben. Dabei reduzieren regelmäßige Wartungen und Erneuerungsmaßnahmen das Risiko von Havarien und KES | Stadtkämmerei | 151 störungsbedingten Ausfällen. Dennoch können aus möglichen Versorgungsunterbrechungen und Anlagenschäden Risiken entstehen, die durch entsprechende Vorsorgemaßnahmen minimiert werden. Nach Einschätzung der Geschäftsführung existieren keine bestandsgefährdenden Risiken. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die KES wird gemeinsam mit der Volkswohnung und den Stadtwerken weiter an der Energiewende arbeiten. Der Ausbau mit umweltschonender Fernwärme vorwiegend aus industrieller Abwärme wird fortgeführt. Das Projekt PV-Rollout wird den Photovoltaikausbau in Karlsruhe beschleunigen. Hier erhalten die Mieter der Volkswohnung die Möglichkeit, sich durch die Teilnahme am KES-Tarif „daheimSonnenStrom“ aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Die ersten Anlagen auf Dächern in Rintheim und Oberreut sind inzwischen ans Netz gegangen, und die ersten Mieter haben bereits einen Liefervertrag unterschrieben. Im Laufe der Jahre 2021 und 2022 werden weitere Dächer der Volkswohnung mit PV-Anlagen ausgestattet. Ende 2022 sollen insgesamt 100 Dächer mit PV-Anlagen belegt sein. In der Ersinger Straße in Durlach setzt die KES gemeinsam mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) sowie den Partnern Volkswohnung und Stadtwerke ein innovatives, umweltfreundliches Energiekonzept für ein Wohnquartier, bestehend aus fünf Bestands- Mehrfamilienhäusern, um. Das F&E-Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Ziel ist eine fünfzigprozentige Reduzierung der CO2-Emissionen. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 1.768.376 0 0 264.277 2.310.350 3.144 4.346.147 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Verlustvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 100.000 1.000.000 384.736 305.222 1.789.958 206.770 2.349.419 0 4.346.147 152 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KES Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 1) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +3.099 +3.223 +3.296 +3.430 +3.723 +3.850 2. Sonstige betriebliche Erträge +4 +0 0 +2 0 0 3. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -2.361 -2.541 -2.606 -2.582 -3.070 -3.195 4. Abschreibungen -221 -224 -267 -271 -380 -359 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -195 -217 -224 -229 -300 -224 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 7. Erträge aus Verlustübernahme +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -32 -30 -29 -27 -30 -35 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern +294 +211 +170 +323 -57 +37 11. Sonstige Steuern -22 -23 -21 -18 -10 -20 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +272 +188 +149 +305 -67 +17 1) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 37,4 45,7 40,8 40,7 2. Umlaufintensität (in %) 62,5 54,2 59,1 59,2 3. Investitionen (in T€) 0 650 122 203 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 27,9 30,8 33,0 41,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 74,6 67,5 80,9 101,2 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +8,8 +5,8 +4,5 +8,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +23,7 +14,1 +10,0 +17,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +7,4 +5,0 +3,9 +7,6 4. Kostendeckung (in %) 109,5 106,2 104,7 109,7 5. Cash Flow (in T€) +493 +412 +416 +576 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. KFG | Stadtkämmerei | 153 27. Karlsruher Fächer GmbH Kontaktdaten Karlsruher Fächer GmbH Zähringerstraße 72, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2401 Fax: 0721 133-2409 kfg@karlsruhe.de Gründung 15. Dezember 2004 Neufassung Gesellschaftsvertrag mit Namensänderung, zuvor Ständehaus Bauträger und Verw. GmbH, eingetragen ins Handelsregister am 18. Februar 2005. Unternehmensgegenstand Unter anderem Planung, Errichtung und Modernisierung kommunaler und sonstiger öffentlicher Einrichtungen mit und ohne privatwirtschaftliche Randnutzungen auf eigene und fremde Rechnung im Stadtgebiet Karlsruhe, Verwaltung und Betrieb solcher Einrichtungen, Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Personengesellschaften, Projektmanagement, Organisation und Moderation von Projekten, die im öffentlichen Interesse liegen. In Erfüllung ihres öffentlichen Zwecks die Verwaltung eigener und fremder Grundstücke und baulicher Anlagen (GV in der Fassung vom 21. Januar 2016). Geschäftsführung Klaus Lehmann Gesellschafter Stadt Karlsruhe Karlsruher Fächer GmbH mit eigenen Anteilen Anteile Stammkapital 71,8 % = 28,2 % = 270.000 € 106.000 € 100,0 % = 376.000 € Aufsichtsrat 6 bis höchstens 13 Mitglieder BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Christine Weber (stellv. Vorsitz) StR Annette Böringer StR Lüppo Cramer StR Thorsten Ehlgötz StR Mathilde Göttel StR Tom Høyem StR Irene Moser StR Dirk Müller StR Berthe Obermanns (bis 24.03.2020) StR Christina Bischoff (ab 25.03.2020) StR Markus Schmidt StR Oliver Schnell StR Michael Zeh Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietverträge mit der Stadt Karlsruhe zum Ständehaus, Rathauserweiterung und Teilen des Technischen Rathauses. Mietvertrag mit dem Stadtjugendausschuss zum Jubez. Pachtvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Verpachtung des Grund und Bodens - Anwesen Fritz-Erler-Straße 7 - 11. Mietvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Vermietung der städtischen Grundstücke westlich der Brauerstraße zur Errichtung und zum Betrieb einer Tiefgarage. Pachtvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Verpachtung der Hauptbahnhof-Garage. Verwalterverträge mit der Stadt Karlsruhe über die kaufmännische und technische Verwaltung der Liegenschaften Greschbachstraße 1, 3b, 3c, 5, 5d, Schwarzwaldstraße 78, 78a und 80 bzw. dem Eigenbetrieb Gewerbeflächen über die kaufmännische und technische Verwaltung der Liegenschaften An der Tagweide 5/ Pfizerstraße 1 und An der Tagweide 23 154 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KFG Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 3,0 2,0 2,0 2,5 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 4) 10,9 14,2 15,7 18,9 Beamte 4) 1,6 1,6 1,6 1,6 Nebenberuflich Tätige 4) 5,5 4,2 5,3 5,6 Gesamtbelegschaft 18,0 20,0 22,6 26,1 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich geringfügig Beschäftigte, studentische Hilfskräfte sowie von der Stadt abgeordnete Beschäftigte/Beamte Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Parkhaus Kronenplatz/Auslastung (in %) Dauerparker (Verträge) 37,19 39,51 40,90 51,4 Kurzzeitparker (täglich) 48,77 53,55 51,85 38,3 2. ZKM-Garage/Auslastung (in %) Dauerparker (Verträge) 101,49 1) 103,0 1) 102,34 1) 103,01 Kurzzeitparker (täglich) 33,66 29,67 31,89 15,03 3. Hauptbahnhof-Garage/Auslastung (in %) Dauerparker (Verträge) 76,49 k. A. k. A. 2) 155,8 Kurzzeitparker (täglich) 46,43 k. A. k. A. 2) k. A. 4. Immobilien (ohne Parkgaragen) Anzahl vermieteter Läden 13 16 18 19 Anzahl vermieteter Gastronomiebetriebe 8 12 11 11 Hauptnutzfläche vermieteter Büros 3.417 3.417 4.590 4.590 Hauptnutzfläche vermieteter öffentl. Einrichtungen 3.978 3.978 3.978 5.174 Anzahl vermieteter Wohngebäude/ Wohnungen 3 10 10 11 Anzahl vermieteter Kultureinrichtungen 0 1 1 2 5. Anteil der Grundmieten an den Gesamtumsätzen (in %) 52,2 56,6 53,0 52,3 1) Die Dauerparker sind nicht immer alle anwesend. Doppelbelegungen sind daher möglich. 2) Aufgrund diverser Einschränkungen im Zusammenhang mit der Baumaßnahme „Hauptbahnhof Süd“ gab es in den Jahren 2018 und 2019 stark schwankende Stellplatzkapazitäten. Eine statistische Vergleichbarkeit war somit nicht möglich. KFG | Stadtkämmerei | 155 Finanzielles Engagement 2017 - 2020 Stadt Karlsruhe in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Sacheinlagen 1) 2) 0 0 2.528 0 Zusammen 0 0 2.528 1) 0 1) Einbringung der städtischen Miteigentumsanteile am Objekt „Jubez“ (2.449 T€) und Einbringung Betriebsvorrichtung Bühnentechnik beim Kammertheater (79 T€). Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Folgen der SARS-CoV-2-Pandemie haben sich in 2020 in erheblichem Maße auf den Bereich der gewerblichen Vermietungen sowie den Bereich der Parkraumbewirtschaftung ausgewirkt. Der überwiegenden Zahl der gewerblichen Mieter war es ab April 2020 nicht mehr möglich, ihrer vertraglich geschuldeten Miete nachzukommen. Um die Umsatzeinbrüche der Mieter und deren daraus resultierende angespannte Liquiditätssituation zu überbrücken, hat die Gesellschaft mit der zinslosen Stundung der Mieten reagiert. Die Lockerungen der Pandemieregelungen in den Sommermonaten 2020 haben zwar zu einer Verbesserung der Erlössituation der Mieter beigetragen, jedoch war es bei weitem nicht allen Mietern möglich, über den Sommer 2020 die vertraglich vereinbarte Miete in voller Höhe zu leisten oder bis dahin gestundete Beträge zurückzuzahlen. Vor dem Hintergrund der in diesem Umfang im Sommer 2020 nicht zu prognostizierenden Einschränkungen, die ab dem 2. November 2020 („Lockdown-Light“, mit Auswirkungen für die Gastronomie) bzw. dem 16. Dezember 2021 („Lockdown“, mit Auswirkungen auf den Einzelhandel) Gültigkeiten hatten, ist die Zahl der Stundungsanträge weiter angestiegen und damit auch die Erlösprognose in 2021 weiter nach unten korrigiert worden. Die Gesellschaft korrigiert aufgrund der Stundungen zwar die Einnahmeerwartungen, gleichzeitig wird vor Entscheidungen über ggf. Erlässe aber zu prüfen sein, ob ein Erlass gerechtfertigt ist. Die Mieter werden aufgefordert, sich die wirtschaftliche Notsituation attestieren zu lassen und haben mindestens darzulegen, dass sie trotz Antragstellung im Hinblick auf ihre Mietvereinbarungen keine staatlichen Unterstützungsleistungen erhalten haben. Ausblick Die Gesellschaft treibt weiterhin den geplanten Umbau der Mieteinheit Kaffeehaus Böckeler voran. Die Sanierungsmaßnahmen sollen parallel zu den umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen des Technischen Rathauses durch das HGW in 2022 in Umsetzung gehen, unabhängig davon, ob mit dem jetzigen Mieter Einigkeit bzgl. eines Neuvertrags erzielt werden kann. Hinsichtlich der Umnutzung der ehemaligen RVS-Hallen steht die Gesellschaft in engem Austausch mit der Stadt. Im Rahmen eines zweiten Bauabschnitts sollen Räumlichkeiten für das Fanprojekt geschaffen werden, sowie unter Federführung des Stadtjugendausschusses eine Indoor-Skating-Halle entstehen. Die Übertragung des Objektes „Theaterhaus“ durch den Gesellschafter wird ebenfalls in 2021 erwartet. Die Umrüstung der Parkhaustechnik hin zu schrankenlosen Parkhäusern in Verbindung mit einem größeren Digitalisierungsgrad bei der Nutzung und Bezahlung sollen in 2021 sukzessiv umgesetzt werden. Hierdurch erhöht sich der Nutzerkomfort bei gleichzeitiger Kosteneinsparung. Risiken Nach derzeitiger Einschätzung (Ausbreitung Virusmutationen, Impfstoffknappheit) ist noch im gesamten Jahr 2021 mit Einschränkungen, bspw. in Form von behördlich angeordneten (Teil-) Schließungen, zu rechnen. Es 156 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KFG bleibt abzuwarten, wann und in welchem Umfang die gewerblichen Mieter im Bereich Einzelhandel und Gastronomie staatliche Überbrückungshilfe erhalten und ob diese ausreichend sind Insolvenzen zu verhindern. Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich die Auswirkungen der Pandemie im Bereich des Einzelhandels und der Gastronomie (verändertes Kundenverhalten, Insolvenzen, Zunahme des Onlinehandel, Leerstände in der Innenstadt, usw.) auch in den Folgejahren auswirken. Ob der prognostizierte Nachholeffekt in den Folgejahren zu einem schnellen Aufschwung sorgen wird, bleibt abzuwarten. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Umrüstung der Parkhausbeleuchtung auf LED-Technologie trägt dazu bei, den Stromverbrauch der Parkhäuser zu reduzieren. Die Gesellschaft bezieht ausschließlich NaturStrom (100% Ökostrom) der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Flüssige Mittel Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 5.520 18.315.295 4.082.411 674.150 -102.258 22.975.117 A. B. C. D. Eigenkapital Eingefordertes Kapital (ohne eigene Anteile) Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 270.000 5.019.165 91.400 5.296.606 339.316 11.016.487 462.268 11.476.509 19.852 22.975.117 KFG | Stadtkämmerei | 157 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 3) 2018 2019 2) 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +5.341 +5.431 +6.339 +6.258 +7.057 +6.216 2. Aktivierte Eigenleistungen +32 +69 +10 +31 +30 +50 3. Sonstige betriebliche Erträge +70 +208 +169 +80 +45 +49 4. Materialaufwand -1.715 -1.627 -2.041 -1.765 -1.975 -1.994 5. Personalaufwand -1.028 -1.251 -1.442 -1.414 -1.672 -1.631 6. Abschreibungen -1.138 -1.113 -705 -742 -770 -765 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.017 -1.017 -1.119 -1.734 -1.755 -2.100 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +23 +10 +13 +15 +14 +16 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -141 -151 -146 -142 -140 -145 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -50 -125 -304 -149 -227 +64 11. Ergebnis nach Steuern +377 +433 +773 +438 +607 -240 12. Sonstige Steuern -98 -99 -99 -99 -98 -100 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +279 +334 +674 +339 +509 -340 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Vorläufige Angaben 3) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 84,8 83,7 77,3 79,7 2. Umlaufintensität (in %) 15,2 16,3 20,3 20,7 3. Investitionen (in T€) 1.582 1.395 406 3.353 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 34,0 34,7 39,3 47,9 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 40,1 41,4 50,8 60,1 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +5,2 +6,2 +10,6 +5,4 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +4,4 +5,0 +8,5 +3,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +2,4 +2,5 +4,0 +2,1 4. Kostendeckung (in %) 104,0 103,3 114,2 106,1 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +1.467 +1.573 +1.783 +1.329 5.2 nach Ertragsteuern +1.417 +1.447 +1.379 +1.081 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 20,0 23,8 26,0 24,0 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 57.123 62.561 63.815 54.130 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 28. Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG Kontaktdaten Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs KG Zähringerstraße 72, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2401 Fax: 0721 133-2409 kfg@karlsruhe.de Gründung 5. August 2005 Unternehmensgegenstand Der Besitz, der Erwerb, die Verwaltung und die Verwertung von bebautem und unbebautem Grundvermögen zum Zwecke der Stadtentwicklung auf der Gemarkung der Stadt Karlsruhe (GV vom 15. Dezember 2015). Geschäftsführung Karlsruher Fächer GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin. Diese handelt durch ihren Geschäftsführer Klaus Lehmann. Gesellschafter Gesellschafter sind die Stadt Karlsruhe als Kommanditistin und die Karlsruher Fächer GmbH als Komplementärin. Diese ist am Kapital nicht beteiligt. Anteile am Haftkapital 100 % = 4.000.000 € Aufsichtsrat 6 bis höchstens 13 Mitglieder BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Christine Weber (stellv. Vorsitz) StR Annette Böringer StR Lüppo Cramer StR Thorsten Ehlgötz StR Mathilde Göttel StR Tom Høyem StR Irene Moser StR Dirk Müller StR Berthe Obermanns (bis 24.03.2020) StR Christina Bischoff (ab 25.03.2020) StR Markus Schmidt StR Oliver Schnell StR Michael Zeh Beratend: Vertreter Verein „Ausgeschlachtet e.V.“ Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Einbringungsvertrag vom 26. Juli 2005, mit dem die Stadt Karlsruhe in Erfüllung ihrer Einlageverpflichtung als Kommanditistin im Einzelnen bezeichnete Grundstücke in die Gesellschaft eingebracht hat. Vertrag mit der Stadt Karlsruhe über den Verkauf der öffentlichen Flächen vom 29. November 2010. Mietverträge bezüglich Tollhaus (7. August 2009) und Substage (10. Oktober 2008). Kaufvertrag Grundstück AS 51 „Vollack-Gebäude“ vom 18. Dezember 2015/4. Oktober 2016. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2,0 3,0 2,0 2,5 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. KFE | Stadtkämmerei | 159 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 5) 2020 Beschäftigte 4) 7,18 7,56 8,72 11,75 Beamte 4) 0,35 0,35 0,35 0,4 Nebenberuflich Tätige 4) 3,41 3,41 2,91 6,4 Gesamtbelegschaft 10,94 11,32 11,98 18,55 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich geringfügig Beschäftigte, studentische Hilfskräfte sowie von der Stadt abgeordnete Beschäftigte/Beamte. 5) Die KFE beschäftigt seit 01.01.2019 kein eigenes Personal mehr. Die Mitarbeitenden der KFG erledigen auch Aufgaben der KFE. Die Aufteilung des Personals auf die KFE erfolgt prozentual und stellt sich, wie vorstehend dargestellt, dar. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Folgen der SARS-CoV-2-Pandemie haben sich in 2020 auf die Erlössituation der Gesellschaft ausgewirkt. Vor dem Hintergrund der in diesem Umfang im Sommer 2020 nicht zu prognostizierenden Einschränkungen, die ab dem 2. November 2020 („Lockdown-Light“, mit Auswirkungen für die Gastronomie) bzw. dem 16. Dezember 2021 („Lockdown“, mit Auswirkungen auf den Einzelhandel) Gültigkeiten hatten, ist die Zahl der Stundungsanträge, insbesondere im Bereich Kultur und Gastronomie, wieder leicht angestiegen und schlägt sich damit auch in der Erlösprognose für 2021 nieder. Auf Grund der vom Gemeinderat Ende 2020 beschlossenen Corona-Hilfen für Karlsruher Kultureinrichtungen ist davon auszugehen, dass die Stundungsforderungen in diesem Bereich weitestgehend durchgesetzt werden können. Der Umbau des Gebäudekomplexes Kesselhaus/Schweineschlachthaus zum sogenannten „Haus der Produktionen“ ist weiter vorangeschritten, der 1. Bauabschnitt konnte im Frühjahr 2020 fertiggestellt und übergeben werden. Ausblick Die Fertigstellung des Neubauvorhabens AS57 soll im 4. Quartal 2021 erfolgen, die ersten Mieterlöse werden für Dezember prognostiziert. Das ROTAG-Areal ist noch bis Ende 2021 an den Verkäufer vermietet. Umfassend verfügen wird die KFE über das Areal also erst ab Anfang 2022. Die Gesellschaft lässt aktuell die Gebäude durch das Liegenschaftsamt vermessen, um die Planungsgrundlagen zu erstellen, die zur bautechnischen Aufnahme benötigt werden. Ziel ist es, eine Konzeption zu entwickeln, die auf die Gegebenheiten des Ortes zugeschnitten und wirtschaftlich tragfähig ist. Risiken Nach derzeitiger Einschätzung (Ausbreitung Virusmutationen, Impfstoffknappheit) ist noch im gesamten Jahr 2021 mit Einschränkungen, bspw. in Form von behördlich angeordneten (Teil-) Schließungen, zu rechnen. Es bleibt abzuwarten, wann und in welchem Umfang Mieter im Bereich Gastronomie und Kultur staatliche bzw. kommunale Überbrückungshilfe erhalten und ob diese ausreichend sind, die gestundeten Beträge zu decken. Im Bereich der Gründer und der Kreativwirtschaft sind nach rund einem Jahr Pandemie nur wenig Mietstundungen bzw. Insolvenzen zu beobachten. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich die weiter anhaltenden Einschränkungen auf die Auftrags- und Ertragslage der Mieter in diesen Bereichen auswirken und welche Konsequenzen sich hieraus für die Gesellschaft ergeben. 160 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KFE Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Bestandsgebäude auf dem Areal des Alten Schlachthof werden nicht klimatisiert vermietet. Bei den Neubauten sind lediglich die Besprechungsräume klimatisiert. Die Gebäude AS33 und AS57 (derzeit im Bau) nutzen zur Temperaturregulierung die sog. thermische Bauteilaktivierung (Geothermie). Außerdem bezieht die Gesellschaft derzeit ausschließlich NaturStrom (100% Ökostrom) der Stadtwerke Karlsruhe. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Flüssige Mittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.117 63.034.944 0 346.722 208.247 6.105 63.597.135 A. B. C. D. Eigenkapital Kommanditkapital Rücklagen Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 4.000.000 0 -43.679 -488.815 3.467.506 0 104.887 60.024.742 63.597.135 KFE | Stadtkämmerei | 161 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2018 2019 2) 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +2.925 +3.073 +3.717 +3.925 +4.228 +4.342 2. Aktivierte Eigenleistungen +263 +139 +242 +297 +270 +295 3. Sonstige betriebliche Erträge +70 +10 +117 +70 +83 +28 4. Materialaufwand -509 -389 -550 -483 -609 -841 5. Personalaufwand -568 -603 -695 -857 -969 -976 6. Abschreibungen -1.286 -1.295 -1.549 -1.685 -1.754 -1.798 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -395 -399 -528 -653 -555 -580 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -754 -917 -916 -1.045 -964 -1.063 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Ergebnis nach Steuern -254 -381 -163 -432 -270 -593 12. Sonstige Steuern -59 -57 -57 -57 -94 -99 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -313 -439 -220 -489 -364 -692 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Vorläufige Angaben 3) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 1) 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 99,7 98,6 99,1 99,1 2. Umlaufintensität (in %) 0,3 1,4 0,9 0,9 3. Investitionen (in T€) 1.855 5.396 8.983 10.510 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 9,4 7,8 7,2 5,5 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 9,5 7,9 7,3 5,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -9,8 -13,7 -5,9 -12,5 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -6,8 -10,5 -5,6 -14,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +0,9 +0,9 +1,3 +0,9 4. Kostendeckung (in %) 93,7 86,4 86,5 82,1 5. Cash-Flow (in T€) +973 +856 +1.329 +1.196 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 16,7 16,5 16,2 17,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 51.956 53.059 58.030 46.185 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Gesundheit, Soziales und Umwelt 164 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Klinikum 29. Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Kontaktdaten Moltkestraße 90, 76187 Karlsruhe Telefon: 0721 974-0 Fax: 0721 974-1009 geschaeftsfuehrung@klinikum-karlsruhe.de www.klinikum-karlsruhe.com Gründung 1. Januar 1994 (Umwandlungserklärung vom 9. Juni 1994) Unternehmensgegenstand Errichtung, Verwaltung und Betrieb des Städtischen Klinikums als Krankenhaus der Maximalversorgung mit Einrichtungen für eine hochdifferenzierte Diagnostik und Therapie einschließlich der organisatorisch und wirtschaftlich mit ihm verbundenen Einrichtungen und Nebenbetriebe sowie von Ausbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen (GV in der Fassung vom 8. Juni 2010). Geschäftsführung Prof. Dr. med. Michael Geißler (ab 1. September 2020) Prof. Dr. med. Dr. h. c. Uwe Spetzger (bis 31. August 2020) Dipl.-Betriebswirt Markus Heming Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 26 Mio. € Aufsichtsrat 14 Mitglieder (Oberbürgermeister oder ein/e von ihm beauftragte/r Beigeordnete/r + 10 Mitglieder des Gemeinderats + 3 vom Betriebsrat benannte Mitglieder). BM Bettina Lisbach (Vorsitz) StR Tilman Pfannkuch (1. stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf (2. stellv. Vorsitz ) StR Rebecca Ansin StR Karin Binder StR Ellen Fenrich StR Christine Großmann StR Thomas H. Hock StR Niko Riebel StR Sibel Uysal StR Karin Wiedemann Thomas Förster (Betriebsrat) Marek Hintsches (Betriebsrat) Dr. Sandra Meinzer (bis 30.06.2020 Betriebsrätin) Dr. Ferdinand Kosch (ab 01.07.2020 Betriebsrat) Beteiligungen (mindestens 25 %) Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD) MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH Anteile am Stammkapital 100 % = 100 % = 25.000,00 € 25.000,00 € Wichtige Verträge Mit den leitenden Ärztinnen und Ärzte bestehen besondere Vereinbarungen über den Umfang der Nebentätigkeit, die zu leistenden Abgaben und deren Abrechnung. Mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst besteht ein Vertrag über die Beteiligung des Klinikums als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg. Mit der KVD wurden sechs Verträge geschlossen (u. a. Vertrag über die Dienstleistung für Gebäudereinigung, Personalüberlassungsvertrag). Außerdem besteht ein Beherrschungsvertrag. Mit dem zum 1. April 2006 gegründeten MVZ wurden drei Verträge geschlossen (u.a. Vereinbarung über die Erbringung von ärztlichen Leistungen durch das MVZ sowie einen Vertrag über die Beteiligung der Ärztinnen und Ärzte an den Honoraranteilen der KV-Erlöse des MVZ). Die jährlich abzuschließende Budget- und Entgeltvereinbarung (Laufzeit 1 Jahr) wurde noch nicht abgeschlossen. Klinikum | Stadtkämmerei | 165 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 22,9 23,3 25,4 29,6 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WIBERA AG, Stuttgart, geprüft. Finanzielles Engagement des Gesellschafters Stadt Karlsruhe von 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Verlustabdeckung 0 0 0 8.851 2. Sanierungsfonds 3.500 2.500 3.500 3.500 3. Energiezentrale Darlehen (zinslos) 0 0 -10.000 0 4. Liquiditätsdarlehen aus 2013 Darlehen (zinslos) 1) 0 0 -10.000 5. Investitionszuschüsse für Neubaumaßnahmen 8.100 10.000 35.000 20.000 6. Infrastrukturverzehrzuschuss (Ausgleich erfolgswirksame Abschreibungen) 0 0 3.957 4.086 Zusammen 11.600 12.500 32.457 26.437 1) Im Jahr 2013 wurde ein Liquiditätsdarlehen von 10 Mio. € gewährt. Dieses Darlehen wird im Jahr 2020 in einen Zuschuss für die Neubaumaßnahmen umgewandelt. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 4) 3.109 3.094 3.132 3.212 Beamte 4) 15 12 11 9 Gesamtbelegschaft 3.124 3.106 3.143 3.143 Sonstiges Personal 5) 158 150 308 324 Gesamtbelegschaft laut Prüfungsbericht 3.282 3.256 3.451 3.212 1) Umgerechnete Vollkraftstellen. 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte. 4) einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamten. 5) Bundesfreiwilligendienst sowie Auszubildende (ohne Pflegebereich). 166 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Klinikum Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Auslastung der aufgestellten Betten (in %) 88,9 82,7 84,4 75,9 2. Zahl der behandelten Patienten (stationär) 63.619 62.251 61.148 52.559 davon Krankenhausentgeltbereich 59.429 58.237 57.813 49.471 davon Bundespflegesatzverordnungsbereich 4.190 4.014 3.335 3.088 3. Durchschnittliche Verweildauer pro Patient/-in (Tage) 6,9 6,95 6,95 6,80 davon Krankenhausentgeltbereich 5,7 5,66 6,01 5.68 davon Bundespflegesatzverordnungsbereich 24,0 25,6 23,31 23,57 4. Belegungstage 438.029 432.592 425.129 357.159 davon Krankenhausentgeltbereich 337.580 329.817 347.400 284.374 davon Bundespflegesatzverordnungsbereich 100.449 102.775 77.729 72.785 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Städt. Klinikum Karlsruhe gGmbH weist als Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2020 ein Defizit von ca. 8,851 Mio. € aus. In der Wirtschaftsplanung 2020, die Mitte 2019 erfolgte, war die Coronakrise noch nicht absehbar. Mit den Bau- und Einsparmaßnahmen wurde ein Defizit von rd. 1,628 Mio. € bzw. ohne diese Maßnahmen ein Defizit von ca. 11,542 Mio. € erwartet. Viele Kliniken geraten wegen der Corona-Krise zunehmend in Finanznot. Ein Hauptgrund dafür ist, dass die Kliniken wie im vergangenen Jahr viele Operationen verschieben und Betten für Corona-Patientinnen und Patienten freihalten mussten. Zudem wurden auch dringend notwendige Eingriffe verschoben oder abgesagt, weil viele Menschen aus Angst vor Corona einen Krankenhausaufenthalt vermieden. Dadurch brach und bricht ein erheblicher Teil der Einkünfte weg. Der Gemeinderat hat Ende 2019 zugunsten des Städtischen Klinikums in den Jahren 2019 und 2020 einen Infrastrukturverzehrzuschuss in Höhe der erfolgswirksamen Abschreibungen beschlossen. Zusätzlich hat das Land Baden-Württemberg eine einmalige flankierende Landeshilfe in Höhe von ca. 6,5 Mio. € zur Verfügung gestellt. Davon sind ca. 4,3 Mio. € für die Mehrkosten durch Covid-19 aus dem laufenden Betrieb vorgesehen und der Rest dient der Förderung bzw. der Abdeckung von Mehrbelastungen im investiven Bereich. Die Erlöse aus Krankenhausleistungen stiegen um 5,0 % (Vj.: 3,5 %) bzw. ca. 15 Mio. €. Der Basisfallwert veränderte sich dabei um 3,8 % auf 3.672,4 € (Vj.: 3.539,12 €) zum Vorjahr. Das entspricht einem Erlösvolumen von ca. 6,5 Mio. €. 2,0 0,2 -7,9 -3,5 -2,1 -1,5 -1,7 -7,5 -3,7 -2,9 -8,9 -10,0 -8,0 -6,0 -4,0 -2,0 0,0 2,0 4,0 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr Ergebnisentwicklung 2010 bis prognostiziertes Ergebnis 2020 in Mio.€ Klinikum | Stadtkämmerei | 167 Die Personalaufwendungen liegen mit 13.392 T€ bzw. 5,3 % über dem Vorjahr. Gerade die Tarife im TVÖD-K Bereich Pflege sind arbeitsmarktpolitisch notwendig und sind zum 01.04.2019 nominal um +3,3% mit Nachwirkung in 2020 und zum 01.03.2020 nochmals um +1,0% gestiegen. Der Sachaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stieg im Berichtsjahr insgesamt um 2.733 T€ (+3,2 %) auf 89,2 Mio. € an. Dabei erhöhten sich die Sachkosten der nichtmedizinischen Infrastruktur coronabedingt mit Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Krankenhaustextilien und Schutzkleidung um 1,8 Mio. € auf 2,8 Mio. € sowie der coronabedingten Leistungen im Bereich des Sicherheitsdienstes und der Logistikmaßnahmen von 0,8 Mio. € auf 1,9 Mio. €. Ausblick und Risiken Vor dem Hintergrund der Coronakrise ergibt sich eine wirtschaftlich weiterhin sehr kritische Situation. Zurzeit ist das volle ökonomische Ausmaß und die zu erwartenden gesetzlichen Rahmenbedingungen zur ökonomischen Sicherung der Versorgung in der aktuellen Ausnahmesituation, wie sie derzeit in Deutschland und in Europa herrscht, noch nicht abschätzbar: Aus Sicht des Städt. Klinikums werden die Auswirkungen der Pandemie selbst nach einer wünschenswerten Normalisierung noch lange andauern. Die sukzessive Inbetriebnahme des Bettenhauses M und des zentralen Operationsbereiches in 2021 ist weiterhin essentiell für die Sicherung und Zukunftsfähigkeit des Städtischen Klinikums. Klimaschutz und Nachhaltigkeit In der „Qualitätspolitik und strategische Qualitätsziele im SKK“ sind die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit verankert. Das Klinikum verpflichtet sich zu einer kontinuierlichen Verbesserung ihrer Umweltleistungen. Die begrenzten Ressourcen - insbesondere Energie – sollen möglichst schonend, sparsam und umweltbewusst eingesetzt werden. Das Städtische Klinikum hat in 2016 das europäische Umweltmanagementsystem EMAS eingeführt. Auf dieser Grundlage erfolgt jährlich eine Überprüfung durch einen externen Umweltgutachter. Er bewertet, ob die durch das Unternehmen gesetzten Umweltziele eingehalten bzw. umgesetzt werden. Um das Thema breit in die Beschäftigtenstruktur zu tragen, wurden Mitarbeitende zusätzlich zu Umweltbeauftragten geschult. Einige Ziele, die seither umgesetzt wurden: Umgang mit Leuchtstoffröhren Reduzierung von CO 2 -Emissionen im Bereich der Gebäude und des Fuhrparks z. B. Austausch von Fenstern, Umstellung der Beleuchtung auf LED, Dämmung von Dächern Umgang mit Gefahrstoffen optimieren Reduzierung von Kopierpapier Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen in der Umsetzungsplanung. 168 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Klinikum Kurzbilanz 2020 Aktiva Passiva A. B. C. D. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Ausgleichsposten nach dem KHG Rechnungsabgrenzungsposten 2.695.359 391.162.279 100.115 13.669.149 116.070.650 44.228 1.152.194 541.227 525.435.201 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens Rückstellungen Verbindlichkeiten einschließlich Ausgleichsposten aus Darlehensförderung Rechnungsabgrenzungsposten 26.000.000 17.174.422 5.408.596 -19.226.997 -8.850.537 20.505.484 339.073.176 71.542.339 94.206.870 107.332 525.435.201 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 3) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +334.565 +350.720 +365.777 +380.917 +378.913 +396.429 2. Sonstige betriebliche Erträge +5.771 +6.469 +5.499 7.206 +5.533 +5.473 3. Veränderungen des Bestands an unfertigen Leistungen +325 +468 +1.742 -1.623 +0 +0 4. Andere aktivierte Eigenleistungen +522 +487 +854 +413 +487 +854 5. Zuweisungen und Zuschüsse öffentliche Hand +3.338 +2.558 +7.650 +7.792 +7.674 +3.727 6. Materialaufwand -80.272 -82.655 -86.469 -89.202 -89.093 -90.791 7. Personalaufwand -232.796 -242.473 -254.964 -268.356 -264.650 -276.596 8. Sonder- und Ausgleichsposten n. d. KHG +13.039 +13.581 +15.092 +16.035 +27.151 39.925 9. Abschreibungen -16.139 -17.300 -19.149 -20.298 -32.117 -44.915 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -34.699 -34.479 -38.051 -40.764 -33.683 -37.817 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2) +184 +146 +116 +78 +0 0 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.030 -1.009 -973 -1.042 -1.529 -1.336 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -293 -183 +4 +10 -294 -295 14. Ergebnis nach Steuern -7.485 -3.670 -2.872 -8.834 -1.608 -5.342 15. Sonstige Steuern -18 -18 -18 -17 -20 -20 16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -7.503 -3.688 -2.890 -8.151 -1.628 -5.362 1) Aktueller, vom Beschlussgremium genehmigter fortgeschriebener Wirtschaftsplan 2) Einschließlich Erträge aus Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. 3) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Klinikum | Stadtkämmerei | 169 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 53 60,1 66,6 75,0 2. Umlaufintensität (in %) 46,7 39,7 33,1 24,7 3. Investitionen (in T€) 54.222 57.547 67.908 81.514 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote inkl. Ausgleichsposten (in %) 7,6 6,6 5,6 3,7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 14,3 11,0 8,5 4,9 3. Anlagendeckungsgrad incl. Sonderposten (in %) 92,0 89,4 92,3 91,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -2,2 -1,0 -0,7 -2,2 2. Eigenkapitalrentabilität inkl. Ausgleichsposten (in %) -20,3 -11,1 -9,5 -45,7 3. Gesamtkapitalrentabilität inkl. Ausgleichsposten (in %) -1,4 -0,6 -0,4 -1,5 4.Kostendeckung (in %) 95,5 99,0 99,3 97,9 5.Cash-Flow (in T€) 11.406 10.828 -30.563 11.503 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 63,8 64,1 63,8 63,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 70.924 74.466 73.887 75.697 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Nachrichtlich: Klinikum – Konzernabschluss 2020 Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 2.923.205 391.290.012 50.115 13..690.001 116.397.142 152.223 551.388 524.613.537 A. C. D. E. F. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Buchmäßiges Eigenkapital Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens Rückstellungen Verbindlichkeiten einschließlich Ausgleichsposten aus Darlehensförderung Rechnungsabgrenzungsposten 26.000.000 16.390.483 5.408.596 -18.725.961 -8.792.147 46.244 20.990.930 339.073.176 71.496.514 93.386.135 107.332 524.613.537 170 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Klinikum Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2020 in T€ 1) 2017 3) 2018 3) 2019 2020 1. Umsatzerlöse +332.307 +348.603 +364.056 +379.861 2. Sonstige betriebliche Erträge +5.878 +6.619 +5.531 +7.437 3. Veränderungen des Bestands an unfertigen Leistungen +325 +468 +1.742 -1.623 4. Andere aktivierte Eigenleistungen +522 +487 +854 +413 5. Zuweisungen und Zuschüsse öffentliche Hand +3.338 +2.558 +7.650 +7.792 7. Materialaufwand -73.067 -75.127 -78.606 -80.866 6. Personalaufwand -237.382 -247.500 -260.426 -274.754 8. Sonder- und Ausgleichsposten n.d. KHG +12.957 +13.488 +15.012 +15.961 9. Abschreibungen -16.184 -17.319 -19.184 -20.389 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -34.984 -34.852 -38.510 -41.170 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2) +186 +149 +118 +75 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.030 -1.009 -973 -1.042 13. Steuern vom Einkommen und Ertrag -305 -203 -45 -5 14. Ergebnis nach Steuern -7.439 -3.638 -2.781 -8.774 15. Sonstige Steuern -18 -18 -18 -18 16. Konzernüberschuss/-fehlbetrag (+/-) -7.457 -3.656 -2.799 -8.792 1) Konsolidierter Abschluss auf Grundlage der Krankenhausbuchführungsverordnung. 2) Einschließlich Erträge aus Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. 3) Das Jahr 2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. KVD | Stadtkämmerei | 171 30. Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD) Kontaktdaten Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD) c/o Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Moltkestraße 90, 76187 Karlsruhe Telefon: 0721 974-1235, Fax: 0721 974-1282 kvd-geschaeftsfuehrung@klinikum-karlsruhe.de www.klinikum-karlsruhe.com Gründung 14. April 2003 Unternehmensgegenstand Erbringung von Servicedienstleistungen im Gesundheitswesen im Bereich der Wirtschafts- und Versorgungsdienste, insbesondere Reinigung, Wäscherei und Küche. Das Unternehmen arbeitet vorrangig für die Städt. Klinikum gGmbH und für die Stadt Karlsruhe sowie deren Gesellschaften und Stiftungen (GV in der Fassung vom 20. März 2003). Geschäftsführung Markus Heming Birga Pagel Gesellschafter Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Anteile Stammkapital 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat des Städtischen Klinikums. BM Bettina Lisbach (Vorsitz) StR Tilman Pfannkuch (1. stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf (2. stellv. Vorsitz ) StR Rebecca Ansin StR Karin Binder StR Ellen Fenrich StR Christine Großmann StR Thomas H. Hock StR Niko Riebel StR Sibel Uysal StR Karin Wiedemann Thomas Förster (Betriebsrat) Marek Hintsches (Betriebsrat) Dr. Sandra Meinzer (bis 30.06.2020 Betriebsrätin) Dr. Ferdinand Kosch (ab 01.07.2020 Betriebsrat) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Vertrag über die Durchführung der Gebäudeinnenreinigung zwischen KVD und Klinikum. Organschaftsvertrag vom 18. August 2004 zwischen KVD und Klinikum. Für die von der KVD genutzten Räume sowie für die vom Klinikum der KVD überlassenen Reinigungsgeräte sind Mietverträge abgeschlossen. Für die Durchführung der Aufgabe der gesamten Reinigung im Klinikum hat das Klinikum die dort beschäftigten Mitarbeiterinnen im Reinigungsdienst und die Hauswirtschaftsleiterinnen der KVD überlassen. Hierfür wurde ein Personalüberlassungsvertrag abgeschlossen. Die Personalangelegenheiten der KVD werden vom Klinikum verwaltet. Hierfür wurde ein Dienstleitungsvertrag abgeschlossen. Ab 1. Juni 2004 übernahm die KVD die Wohnheimverwaltung der klinikeigenen Wohnheime. Hierzu wurde zwischen der KVD und dem Klinikum ein Vertrag für Wohnheimverwaltung abgeschlossen. Am 1. April 2005 übernahm die KVD den Gardinenservice für das Klinikum. Hierzu wurde ein Vertrag „Dienstleistung Gardinenservice“ abgeschlossen. Vertrag über die Durchführung der Gebäudeinnenreinigung zwischen KVD und Klinikum. Organschaftsvertrag vom 18. August 2004 zwischen KVD und Klinikum. Für die von der KVD genutzten Räume sowie für die vom Klinikum der KVD überlassenen Reinigungsgeräte sind Mietverträge abgeschlossen. Für die Durchführung der Aufgabe der gesamten Reinigung im Klinikum hat das Klinikum die dort beschäftigten Mitarbeiterinnen im Reinigungsdienst und die Hauswirtschaftsleiterinnen der KVD überlassen. Hierfür wurde ein Personal- überlassungsvertrag abgeschlossen. Die Personalangelegenheiten der KVD werden vom Klinikum verwaltet. Hierfür wurde ein Dienstleitungsvertrag abgeschlossen. Ab 1. Juni 2004 übernahm die KVD die Wohnheimverwaltung der klinikeigenen Wohnheime. Hierzu wurde zwischen der KVD und dem Klinikum ein Vertrag für Wohnheimverwaltung abgeschlossen. Am 1. April 2005 übernahm die KVD den Gardinenservice für das Klinikum. Hierzu wurde ein Vertrag „Dienstleistung Gardinenservice“ abgeschlossen. 172 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KVD Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der Muttergesellschaft Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH. Es erfolgt daher keine gesonderte Vergütung. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WIBERA AG, Stuttgart, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 4) 134,3 138,43 145,55 156,44 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 134,30 138,43 145,55 156,44 Auszubildende - - -- ------- 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Der Geschäftsverlauf kann auch im Geschäftsjahr 2020 als planmäßig beschrieben werden. Innerhalb des laufenden Jahres gab es Anpassungen der Reinigungsdienstleistung aufgrund von Nutzungsänderungen, Übernahme von Reinigungsleistungen (vorher Fremdreinigung) in die Eigenreinigung etc.: Übernahme der Reinigungsleistung in den Psychiatrischen Kliniken in der Kaiserallee (vorher externer Dienstleister) Übernahme der desinfizierenden Reinigung nach Kontaminationen mit Problemkeimen (Desinfektion) Übernahme von Sonder- und Baureinigungen (vorher Fremdvergabe) Anpassung der Reviere in Haus C Erhöhung des Einsatzes von Reinigungsautomaten. Ausblick Die Reinigungsorganisation der Karlsruher Versorgungsdienste wird sich an Veränderungen im Klinikum Karlsruhe in gewohnter Weise mit ihren Dienstleistungen anpassen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ergibt sich für die KVD ein höherer Reinigungsaufwand. Insbesondere in Bereichen, in denen Covid-Stationen ausgewiesen sind, müssen die Beschäftigten der KVD besondere Schutzmaßnahmen einhalten, die den zeitlichen Aufwand der Reinigung erhöhen. Weiter ist gemäß Lohntarifvertrag in besonderen Infektionsbereichen die Lohngruppe 2 des Gebäudereinigerhandwerks vorzusehen. Explizit in Haus D befinden sich derzeit die meisten ausgewiesenen Covid-Bereiche. Die Kosten der Reinigung werden sich entsprechend erhöhen (Zeit, Lohngruppe). Die Einsätze der Desinfektoren sind erheblich gestiegen. Um das erhöhte Arbeitsaufkommen bewältigen zu können, wurden hier weitere Mitarbeitende eingeplant. Des Weiteren waren und sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KVD in folgende Tätigkeiten mit involviert: Materialport für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige (Dienstplanung und personelle Besetzung) KVD | Stadtkämmerei | 173 Besucherport für Angehörige (sobald Besucherinnen und Besucher wieder zugelassen sind, Dienstplanung und personelle Besetzung) Folgende Veränderungen werden für das laufende Jahr noch erwartet bzw. sind schon umgesetzt: Etablierung von „vision clean“ bis Ende 2021 Übernahme der Reinigung Haus D im 1. Quartal 2021. Diese Leistung wurde bisher von einer Fremdfirma erbracht. Etablierung einer zentralisierten Spindverwaltung für alle Mitarbeitende des Klinikums in der KVD. Erweiterung der Tätigkeiten in der Wohnheimverwaltung, hier wurden Aufgaben aus dem GB Personal übernommen. Sanierung von Fußbodenbelägen (Holzbeläge und elastische Bodenbeläge). Ausweitung der Ausbildung zum Gebäudereiniger Gesellin/en Risiken Im Rahmen der natürlichen Personalfluktuation wird es auch in 2021 einen Zuwachs an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KVD und eine Abnahme der von der Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH überlassenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben. Des Weiteren wird sich der Personalbedarf um ca. 26 Vollkräfte erhöhen. Das ist der Übernahme der Eigenreinigung von Haus D (vorher durch Fremddienstleister), der Inbetriebnahme von Haus M und der Erhöhung der Beschäftigten im Bereich der Desinfektion geschuldet. Das wirtschaftliche Risiko der KVD hat sich gegenüber der Gründungssituation nicht verändert. Bestandsgefährdende Risiken sind durch die enge Bindung an die Muttergesellschaft nicht erkennbar. Die KVD rechnet für das Geschäftsjahr 2021 mit einem positiven Ergebnis. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Siehe Maßnahmen Klimaschutz und Nachhaltigkeit Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 5.507 111.227 0 20.852 592.178 98.444 10.161 838.369 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten einschließlich Ausgleichsposten aus Darlehensförderung 25.000 337.224 60.711 422.935 207.269 208.165 838.369 174 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KVD Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +8.574 +8.974 +9.321 +9.476 +9.676 +10.207 2. Sonstige betriebliche Erträge +60 +56 +32 +81 +24 +35 3. Materialaufwand -3.906 -3.828 -3.620 -3.210 -3.381 -2.015 4. Personalaufwand -3.827 -4.118 -4.456 -5.106 -5.157 -6.838 5. Abschreibungen -15 -18 -18 -26 -24 -51 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -852 -1.015 -1.106 -1.141 -1.090 -1.272 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1 +1 +1 +2 +1 +1 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2 -1 -1 +0 -2 -1 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12 -20 -49 -15 -14 -20 10. Ergebnis nach Steuern +21 +31 +104 +61 +33 +46 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +21 +31 +104 +61 +33 +46 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 6,9 8,4 8,0 13,9 2. Umlaufintensität (in %) 93,1 91,6 92,0 84,9 3. Investitionen (in T€) 6 28 28 75 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 32,2 37,1 42,9 50,4 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 463,6 441,7 535,2 362,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) 0,2 0,3 1,1 0,6 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) 9,4 11,7 28,7 14,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) 3,3 4,5 12,4 7,3 4. Kostendeckung (in %) 99,7 99,9 101,3 99,9 5. Cash-Flow (in T€) 37 49 123 86 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 44,5 45,8 48,4 53,8 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 28.497 29.745 30.619 32.638 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. MVZ | Stadtkämmerei | 175 31. MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH Kontaktdaten MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH c/o Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Moltkestraße 90, 76187 Karlsruhe Telefon: 0721 974-1001 Fax: 0721 974-1009 www.klinikum-karlsruhe.com Gründung 1. April 2006 Unternehmensgegenstand Der Betrieb eines Medizinischen Versorgungszentrums im Sinne des § 95 SGB V, insbesondere im Rahmen der vertragsärztlichen sowie der sonstigen ärztlichen Tätigkeiten (GV in der Fassung vom 10. Dezember 2008). Geschäftsführung Prof. Dr. med. Dr. h. c. Uwe Spetzger (bis 31.08.2020) Prof. Dr. Micheal Geißler (ab 01.11.2020) Dipl.-Betriebswirt Markus Heming Rechtsanwältin Saskia Morakis Gesellschafter Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Anteile Stammkapital 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat 14 Mitglieder (Oberbürgermeister oder ein/e von ihm beauftragte/r Beigeordnete/r + 10 Mitglieder des Gemeinderats + 3 vom Betriebsrat bestimmte Mitglieder). BM Bettina Lisbach (Vorsitz) StR Tilman Pfannkuch (1. stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf (2. stellv. Vors.) StR Rebecca Ansin StR Karin Binder StR Ellen Fenrich StR Christine Großmann StR Thomas Hock StR Niko Riebel StR Sibel Uysal StR Karin Wiedemann Thomas Förster (Betriebsrat) Marek Hintsches (Betriebsrat) Dr. Sandra Meinzer (bis 30.06.2020 Betriebsrätin) Dr. Ferdinand Kosch (ab 01.07.2020 Betriebsrat) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungsvertrag vom 25. Januar 2006 zwischen MVZ und Klinikum. Nutzungsvertrag über die Bereitstellung von Personal, Räumen, Einrichtungen und Material des Klinikums. Vereinbarung über die Erbringung von ärztlichen Leistungen durch das MVZ. Vertrag über die Beteiligung der Ärzte an den Honoraranteilen der KV-Erlöse des MVZ in den Gebieten Nuklear-, Labor-, Transfusionsmedizin, Mikrobiologie, Strahlentherapie, Pathologie, hausärztliche Praxis und Angiologie Zahn-, Mund-, Kieferheilkunde (ZMK) seit 01.10.2020 mit den Tätigkeitsschwerpunkten Zahnärztliche Chirurgie, Parodontologie und Implantologie Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Die Geschäftsführung bekam keine Bezüge vom MVZ. 2) Aufsichtsrat wird identisch mit dem Aufsichtsrat der Muttergesellschaft Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH gebildet. Es erfolgt daher keine gesonderte Vergütung. 176 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | MVZ Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WIBERA AG, Stuttgart, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 4) 6,93 7,40 7,94 10,82 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 6,93 7,40 7,94 10,82 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamten. Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 Umsatzzahlen MVZ in T€ 6.251 7.636 7.786 7.022 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2020 einen Jahresüberschuss in Höhe von 23.982,58 € (VJ: 13.725,06 €) aus. Die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum liegen bei 7.022.103,74 € (VJ: 7.785.545,52 €) und beinhalten Erlöse aus ambulanter ärztlicher Behandlung Diagramm: Umsatzentwicklung 2010 bis 2020 Zum 01.10.2019 hat das MVZ eine bis dahin als Einzelpraxis geführte fachärztlich-internistische Praxis erworben, die seither als genehmigte Zweigpraxis des MVZ in der Bürgerstraße 16, Karlsruhe fortgeführt wird. Ende 2020 gelang es im Nachgang der Übernahme des Sitzes, auch noch die Zulassung für den Fachbereich Kardiologie zu erlangen. Zum 01.10.2020 wurde das MVZ um den Fachbereich Zahnmedizin mit insgesamt 7 angestellten Ärzten erweitert. Durch die Erweiterung wurde die bestehende Ermächtigung des Klinikdirektors aufgrund des hohen Leistungsaufkommens im Bereich der ambulanten Versorgung zahnmedizinischer und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischer Patientinnen und Patienten auf weitere Leistungserbringer (Zahnärztinnen und Zahnärzte/Ärztinnen und Ärzte) verteilt. 3.326 3.797 3.542 4.341 4.531 6.251 7.786 7.022 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 9.000 20102011201220132014201520162017201820192020 Euro Jahr MVZ | Stadtkämmerei | 177 Es handelt sich um originäre Leistungen des vertragszahnärztlichen Bereichs, die bisher nur in eingeschränktem Umfang erbracht und abgerechnet werden konnten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich mit 455.829,80 € (VJ: 520.015,90 €) dar; ab 2013 wird ein prozentualer Anteil der Abschreibungen der Anlagegüter, die im SKK mit pauschalen Fördermitteln beschafft wurden, an das MVZ weiterberechnet. Für 2020 bedeutet dies einen Anteil von 4,74 % (VJ: 5,27 %) und damit einen Gesamtbetrag von 47.966,90 € (VJ: 53.322,88 €). Die Lage der Gesellschaft darf als stabil bezeichnet werden. Ausblick und Risiken Infolge der Corona-Pandemie ist der Praxisbetrieb im Medizinischen Versorgungszentrum stark verändert und eingeschränkt. Termine für elektive Behandlungen mussten ausgesetzt werden, darüber hinaus haben Patientinnen und Patienten ihrerseits aus Angst vor Ansteckung Routine- und Kontrolltermine storniert. Zudem gab es Personalausfälle und Zuweisungen blieben aus. Hierdurch entstehen zahlungswirksame Verluste, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Jahr 2021 beeinflussen. Die Ausgleichszahlungen über den Schutzschirm in Höhe von 90 % des GKV-Gesamthonorars des Vorvorjahresquartals betreffen lediglich die vertragsärztliche Leistungserbringung. Einen Ausgleich für den Wegfall von privatärztlichen Umsätzen gibt es nicht. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie können nicht sicher vorausgesagt werden, die konkreten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahr 2021 und in den Folgejahren sind zurzeit noch nicht hinreichend verlässlich prognostizierbar. Als weitere Risiken werden durch die Geschäftsführung die Personalentwicklung sowie die Tarifsteigerung gesehen. Chancen sieht die Geschäftsführung in der Weiterentwicklung des Leistungsangebotes des MVZ, vor allem durch die in 2019 neu hinzugekommene fachärztlich-internistische (angiologische) Praxis, insbesondere durch die Zulassung der Kardiologie, die Ende 2020 noch zugunsten des MVZ erlangt werden konnte. Da diese Leistungen aus rechtlichen Gründen allerdings nur am Sitz der Betriebsstätte des MVZ und nicht in der Zweigpraxis erbracht und abgerechnet werden dürfen, hat dies kurzfristig keine Auswirkungen auf die Erlöse. Bestandsgefährdende Risiken und Entwicklungen des Medizinischen Versorgungszentrums sind der Geschäftsführung nicht bekannt, allerdings sind die Vergütungen im vertragsärztlichen Bereich nicht leicht prognostizierbar. Durch die Optimierungsmaßnahmen und die Nutzung von Synergieeffekten wird eine Verbesserung des Jahresergebnisses 2021 erwartet. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Siehe Maßnahmen Klimaschutz und Nachhaltigkeit Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH. 178 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | MVZ Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 222.339 16.507 0 0 757.457 9.551 0 1.005.854 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 25.000 552.007 23.983 600.990 29.400 375.464 1.005.854 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +6.251 +7.636 +7.786 +7.022 +7.383 +7.940 2. Sonstige betriebliche Erträge +47 +104 +6 +169 +102 +67 3. Materialaufwand -4.864 -6.051 -5.926 -5.030 -5.443 -5.984 4. Personalaufwand -1.009 -1.217 -1.317 -1.611 -1.531 -1.423 5. Abschreibungen -30 +0 -16 -65 0 -66 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -346 -446 -520 -456 -464 -519 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +2 +1 +1 +1 +1 +1 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 -6 -6 +0 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern +51 +28 +14 +24 +42 +16 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +51 +28 +14 +24 +42 +16 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0 0 21.2 23,7 2. Umlaufintensität (in %) 100 100 78,8 76,3 3. Investitionen (in T€) 0 0 320 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 35,0 49,4 40,4 59,7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - 190,1 251,6 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) 0,8 0,4 0,2 0,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) 9,5 4,9 2,4 4,0 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) 3,3 2,4 1,0 3,0 4. Kostendeckung (in %) 100,8 99,0 100,1 98,0 5. Cash-Flow (in T€) 81 28 30 89 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 16,1 15,8 16,9 22,5 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) 153.256 164.465 165.869 148.928 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. afka | Stadtkämmerei | 179 32. Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) Kontaktdaten Daimlerstraße 8, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 97246-0 Fax: 0721 755160 info@af-ka.de Gründung 5. Juli 1988 Unternehmensgegenstand Die vorübergehende Beschäftigung und Betreuung von sozial benachteiligten, insbesondere jungen Menschen mit dem Ziel, ihre Vermittlungsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt zu erhöhen oder sie für eine Ausbildung zu befähigen (GV in der Fassung vom 8. September 2020). Geschäftsführung Ariane Neumann Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 52.000 € Aufsichtsrat BM Martin Lenz (Vorsitz) StR Michael Borner (stellv. Vorsitz) StR Karin Binder Stefan Glause Daniel Gräber Dietmar Heiden StR Yvette Melchien StR Dr. Thomas Müller StR Niko Riebel StR Dr. Iris Sardarabady Beratende Mitglieder Brigitte Dorwarth-Walter, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Karlsruhe Frau Wencke Kirchner, Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbildung Herr Andreas Reifsteck, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft der Region Karlsruhe Beteiligung (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 3,2 3,4 2,9 4,0 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. 180 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | afka Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 4) 5) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 1,77 1,77 1,77 1,77 Beamte 3,00 3,00 3,00 3,00 Gesamtbelegschaft 4,77 4,77 4,77 4,77 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamten 5) Ohne geförderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Zahl der Arbeitsplätze a) Ungefördert sozialversicherungspflichtig 19,54 21,92 20,63 22,25 b) Gefördert sozialversicherungspflichtig (ABM u. a.) 53,54 48,58 53,13 60,09 c) Zusatzjobs (Mehraufwandsentschädigung) 27,00 15,66 15,58 14,83 d) Sonderprogramm „Beschäftigungsförderung Stadt KA“ 74,42 82,50 85,53 90,08 Gesamtzahl (Summe a bis d) 174,50 168,66 174,87 186,25 2. Bei Clearingstelle vorsprechende Personen a) Erstgespräche 28 25 19 20 b) Beratungsgespräche 353 295 511 486 3. Vermittlungsquote (1. Arbeitsmarkt in %) aus AFB-Zeitverträgen 30,23 50,00 37,5 35,29 aus AFB-Zusatzjobs 10,34 2,94 0 7,69 Finanzielles Engagement des Gesellschafters Stadt Karlsruhe und sonstiger öffentlicher Kassen 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Stadt Karlsruhe Pauschaler Zuschuss 1) 1.437 1.437 1.615 1.615 Zuschuss Beschäftigungs- und Ausbildungsinitiative ( BAI) 177 177 199 199 Beschäftigungsförderung Stadt Karlsruhe 115 127 127 131 Freiwillige Zuwendungen im Rahmen der Sozial- und Jugendhilfe 2) 592 590 668 916 Stadt Karlsruhe zusammen 2.321 2.331 2.608 2.856 2. Agentur für Arbeit 3) 631 511 650 676 3. Sonstige Stellen (wie EU) 263 268 275 318 Gesamt 3.215 3.110 3.533 3.850 1) Inklusive Zuschuss für arbeitstherapeutischer Montagebetrieb Hertzstraße 12 2) Findet nur teilweise Eingang in Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), inkl. Schulsozialarbeit, AV-Dualbegleitung etc. 3) Findet nur teilweise Eingang in Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) afka | Stadtkämmerei | 181 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Zur Beurteilung der geförderten Beschäftigung sind die Daten des Arbeitsmarktes im Stadtkreis Karlsruhe und insbesondere die Daten zur Grundsicherung für Arbeitssuchende nach SGB II (Hartz IV) wichtig, da die afka- Beschäftigungsangebote zu 95 % von SGB II-Kunden in Anspruch genommen werden. Durch die Corona-Pandemie stieg die Arbeitslosenquote im Stadtkreis Karlsruhe vom absoluten Rekordtief mit 3,9 % im Jahresdurchschnitt 2019 auf 4,9 % im Jahresdurchschnitt 2020. Die Arbeitslosenzahlen stiegen von 6.575 Personen im Jahresdurchschnitt 2019 auf 8.408 Personen im Jahresdurchschnitt 2020 um 28 % (= 1.833 Personen). Im Rechtskreis SGB II war mit 4.504 Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber dem Vorjahr mit 3.934 Arbeitslosen ein Anstieg um 570 Personen (= 14,5 %) zu verzeichnen. Besonders betroffen waren Jüngere unter 25 Jahren (Anstieg um 22,1 %) und Langzeitarbeitslose (Anstieg um 23,5 %). Im Rechtskreis SGB III lag der Jahresdurchschnittswert 2020 mit 3.904 Arbeitslosen 47,8 % (= 1.263 Personen) über dem Vorjahreswert mit 2.641 Arbeitslosen. Seit Bestehen der afka wird das gesamte Maßnahmenangebot jedes Jahr mindestens zu 80 % mit öffentlichen Mitteln bezuschusst. Das Jahr 2020 wurde mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 190 T€ abgeschlossen. Ausblick Größter Zuschussgeber bleibt die Stadt Karlsruhe, deren Betriebskostenzuschuss in Höhe von 1.814 T€ im Jahr 2021 über 40 % der wirtschaftlichen Gesamtleistung ausmachen wird. Die afka erwartet aufgrund bereits bewilligter Maßnahmen und Projekte, im Jahr 2021 mehr als 580 T€ Fördermittel der Bundesagentur für Arbeit zu vereinnahmen. Hierzu zählen das Projekt „Geht was?!“, die Coachingmaßnahme „BESTÄRKEN“, 24 bereits bewilligte Zeitverträge, die über das Teilhabechancengesetz gefördert werden, und 22 Arbeitsgelegenheiten nach § 16 d SGB II. Die Trägerpauschalen für Arbeitsgelegenheiten nach § 16 d SGB II mit bis zu 180 Euro pro Platz und Monat decken die tatsächlichen Aufwendungen für Anleitungspersonal, sozialpädagogische Betreuung und pandemiebedingte Zusatzkosten für die Arbeitssicherheit (OP-Masken, Selbsttests etc.) bei weitem nicht. Auch im Jahr 2021 wird die afka Fördermittel des Landes Baden-Württemberg und Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds akquirieren und rechnet mit rd. 288 T€ zur Kofinanzierung der Projekte „Durante“, „Bleib dran plus III“, „BiMAQ III“, „PIAzA“, „Geht was?!“, sowie zur Kofinanzierung der ESF-Geschäftsstelle. Zu Jahresbeginn neu hinzugekommen, ist das Projekt „Wegweiser“, ein Coaching- und Beratungsprojekt für Suchtkranke, das im Wesentlichen über Mittel des Europäischen Sozialfonds und der Stadt Karlsruhe finanziert wird. Im Bereich Schulsozialarbeit werden die vorhandenen Angebote an den acht Berufsschulen fortgeführt. Neu hinzukommen werden im Laufe des Jahres die Carl-Engler-Schule und die Ludwig-Erhard-Schule. Auch hier sind die Personalkostenerstattungen durch die Stadt Karlsruhe sichergestellt. Weitere wichtige Einnahmeposten sind die Kostenersätze der Werkstätten. Allerdings ist durch die derzeitige Gesundheitskrise schwer abzuschätzen, welche Aufträge ausgeführt werden können. Unklar ist auch, wie sich die Verkaufssituation für die Fahrradwerkstatt und den Bär29 entwickelt. Größter Block auf der Ausgabenseite bleibt auch 2021 der Personalaufwand mit rd. 3.800 T€, der voraussichtlich ca. 90 % des wirtschaftlichen Umsatzes ausmacht. 182 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | afka Risiken Für die afka ist es immer ein Risiko, wenn Fördermittel wegbrechen. Trotz der Vielzahl an bereits bewilligten Projekten und Förderzusagen für Zeitverträge im Jahr 2021 befürchtet die afka wegen der Corona-Krise Einnahmeverluste und Mehrkosten (bspw. Testpflicht für Unternehmen). Die Kostenersätze der Werkstätten sind schwer zu kalkulieren, da aufgrund der Sicherheitsvorgaben der Verkauf von Fahrrädern und Second-Hand- Möbel häufig vorübergehend ausgesetzt ist, das Spülmobil mangels Großveranstaltungen nicht zum Einsatz kommt und viele Arbeiten wegen des Abstandsgebots nicht ausgeführt werden können. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Teilnehmende aufgrund vielfältiger gesundheitlicher Einschränkungen zu den Risikogruppen zählen und nur bedingt einsatz- und arbeitsfähig sind. Aus diesem Grund ist auch die Nachbesetzung frei gewordener Teilnehmer*innenplätze aktuell schwierig. Ein weiteres Risiko ist die Akquise von Fachpersonal insbesondere im handwerklichen Bereich. Sollte es nicht gelingen, geeignetes qualifiziertes Anleitungspersonal für die Werkstätten zu bekommen, ist mit Einnahmeverlusten bei den Werkstatterlösen und bei den Fördermitteln zu rechnen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit In Kooperation mit der städtischen KEK - Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH führen die afka regelmäßig Energieaudits durch und setzen die Anregungen und Hinweise, soweit finanziell möglich, um. Nachhaltigkeit fördert die afka insbesondere in ihren Gewerken Bär29, Schneiderei und Fahrradwerkstatt. Die afka betreiben ein Second-Hand-Möbelladen Bär29, der Möbelspenden abholt, diese aufbereitet und nach Verkauf im Stadtgebiet auch wieder ausliefert. Außerdem werden gespendete Kleidung und die Produkte aus den anderen Gewerken verkauft. In der Schneiderei werden gespendete Stoffe wie alte Bettwäsche, Vorhänge u. v. m. zu verschiedenen Produkten weiterverarbeitet: Handtaschen, Tortenbehälter, Topflappen oder Kinderturnsäckchen werden je nach Fähigkeiten der Teilnehmenden hergestellt. Die Fahrradwerkstatt nimmt seit Jahren gespendete Fahrräder an. Entweder werden sie direkt gebracht oder sie werden bei Wohnungsgesellschaften und Wohnungseigentümergemeinschaften auf Anforderung abgeholt. Aus „drei mach‘ eins“ ist das Motto. Im Rahmen unserer Beschäftigungsprojekte werden die alten Fahrräder auseinandergebaut. Entweder können sie wiederaufbereitet und dann verkauft werden oder sie werden fachgerecht nach Materialien getrennt und entsorgt. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 2.075 64.694 14.717 1.438.653 50.759 34.017 1.604.915 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage Bilanzverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 52.000 1.095.605 -189.623 957.981 178.318 468.616 0 1.604.915 afka | Stadtkämmerei | 183 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse Pauschaler Zuschuss Stadt Karlsruhe 2) +1.614 +1.614 +1.814 +1.814 +1.814 +1.814 Beschäftigungsförderung Stadt Karlsruhe +115 +127 +126 +131 +121 +131 Zuschüsse Agentur für Arbeit +375 +400 +505 +580 +610 +539 Zuschüsse Land Baden-Württemberg +158 +127 +145 +164 +184 +146 Zuschüsse Europäischer Sozialfond +82 +112 +112 +129 +120 +102 Kostenersatz Werkstätten +522 +514 +496 +476 +404 +480 Sonstige Zuschüsse u. a. Schulsozialarbeit +392 +386 +495 +712 +679 +908 Gesamt +3.258 +3.280 +3.693 +4.012 +3.932 +4.150 2. Sonstige betriebliche Erträge +5 +12 +16 +17 +12 +7 3. Materialaufwand -99 -94 -119 -120 -96 -111 4. Personalaufwand -2.506 -2.745 -3.029 -3.470 -3.644 -3.817 5. Abschreibungen -35 -44 -34 -54 -38 -32 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -493 -557 -574 -576 -582 -600 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +10 +8 +8 +7 +7 +3 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Ergebnis nach Steuern +140 -141 -41 -190 -409 -400 10. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Jahresabschluss/-fehlbetrag +140 -141 -41 -190 -401 -400 12. Rücklageneinstellung(-)/-entnahme(+) -140 +141 +41 +190 +401 +400 13. Bilanzgewinn +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht 2) Einschließlich Zuschuss für Beschäftigungs- und Ausbildungsinitiative (BAI) 3) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 5,6 5,8 5,6 4,2 2. Umlaufintensität (in %) 90,9 93,9 88,7 90,4 3. Investitionen (in T€) 11 45 30 31 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 80,8 73,8 72,3 59,7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 1.442,3 1.270,6 1.280,9 1.434,8 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +4,3 -4,3 -1,1 -4,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +10,5 -11,9 -3,6 -19,8 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +8,5 -8,8 -2,6 -11,8 4. Kostendeckung (in %) 103,0 95,1 101,3 94,8 5. Cash-Flow (in T€) +164,3 -97,1 -6,9 -135,7 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 79,2 79,6 83,1 82,1 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) 1) 43.476 51.459 52.316 53.513 1) Unter Berücksichtigung der gefördert sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitenden. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 184 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KEK 33. KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH Kontaktdaten Hebelstraße 15, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 48088-0 Fax: 0721 48088-19 info@kek-karlsruhe.de www.kek-karlsruhe.de Gründung 3. Juni 2009 Unternehmensgegenstand Förderung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (GV vom 12. Mai 2009). Geschäftsführung Dirk Vogeley Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 50 % = 50 % = 12.500 € 12.500 € 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH vom 1. Juni 2009 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Finanzielles Engagement der Mitgesellschafterin Stadt Karlsruhe 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Betriebsmittelzuschuss Stadt Karlsruhe 217 250 250 300 2. Zuschuss Stadt Karlsruhe (Projekt Stromsparpartner) 79 79 79 79 3. Zuschuss Stadt Karlsruhe (Projekt Kühlgerätetausch) 42 42 60 60 4. Zuschuss Stadt Karlsruhe (Projekt Quartierskonzepte) 33 - - - Zusammen 371 371 389 439 Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart geprüft. KEK | Stadtkämmerei | 185 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 4) 11,8 13,9 13,9 13,9 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 11,8 13,9 13,9 13,9 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte. 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 sowie Ausblick Die KEK hat im Geschäftsjahr 2020 einen Jahresüberschuss in Höhe von 35 T€ (Vj. Jahresfehlbetrag in Höhe von 81 T€) erzielt. Das Ergebnis resultiert erlösseitig im Wesentlichen aus den erhaltenen Grundzuschüssen der beiden Gesellschafter Stadt Karlsruhe und Stadtwerke Karlsruhe GmbH in Höhe von 505 T€ (Vj. 454 T€), aus Zuschüssen für Projekte in Höhe von 75 T€ (Vj. 74 T€) sowie aus den um 89 T€ gestiegenen Umsatzerlösen (755 T€; Vj. 666 T€) aus Projekttätigkeiten. Die Materialkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 21 T€ von 127 T€ auf 106 T€ gesunken, während sich gegenläufig projektbedingt die Personalkosten um 40 T€ (917 T€; Vj. 877 T€) weiter erhöhten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (202 T€; Vj. 197 T€) sowie investitionsbedingt die Abschreibungen (28 T€; Vj. 16 T€) erhöhten sich. Die Gesellschaft erwartet im kommenden Geschäftsjahr 2021 ein positives Jahresergebnis in Höhe von 5 T€. Dabei verfolgt die Gesellschaft das Ziel, die in den vorangegangenen Geschäftsjahren erwirtschafteten Finanzierungsüberschüsse in Klimaschutzprojekte zu investieren. Gleichzeitig haben die Gesellschafter ihre Bereitschaft erklärt, der KEK im Rahmen der Haushalts- und Budgetplanung der Stadt projektbezogene Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, die die KEK in die Lage versetzt, künftige Eigenanteile von Förderprojekten im gemeinwirtschaftlichen Bereich abzudecken und den Aufgabenschwerpunkt weiterhin auf Projekte des Zweckbetriebes zu legen. Die Finanzierung der Gesellschaft ist bei Aufrechterhaltung der Grundzuschüsse in dem von der Gesellschafterversammlung beschlossenen Rahmen sowie durch Zusicherung projektbezogener Zuschüsse gesichert. Die Finanzierung der neuen Aufgaben der KEK aus dem Klimaschutzkonzept 2030 der Stadt Karlsruhe ist abhängig von der Freigabe der kommunalen Haushaltsmittel. In Folge der Corona-Pandemie können in 2021 nicht alle Projekte wie geplant durchgeführt werden. Kürzungen der Projektmittel seitens der Fördergeber sind bislang nicht angekündigt, können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Risiken Der Fortbestand der Gesellschaft hängt mittel- und langfristig davon ab, dass die beiden Gesellschafter Stadt Karlsruhe und Stadtwerke Karlsruhe GmbH in ausreichendem Umfang Kapital und Liquidität zur Verfügung stellen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen. Insbesondere sollen der Verbrauch von Energie reduziert, die Energieeffizienz gesteigert und der Einsatz regenerativer Energien gefördert werden. Im Sinne des Gesellschaftszwecks initiiert, fördert, operiert und beteiligt sich die Gesellschaft insbesondere auf den Gebieten Netzwerkbildung und –betreuung, Realisierung von Pilotprojekten, kompetente Vermittlung von Know-How, Beratung, Konzeptentwicklung, Transfer von Wissenschaft zur Praxis sowie Bewusstseinsbildung durch Informations- und Öffentlichkeitsarbeit. 186 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KEK Die Gesellschaft betreibt seit 2011 ein freiwilliges Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS- Verordnung. UMS und Umweltbericht werden jährlich von einem Umweltgutachter validiert und verifiziert. Der Umweltbericht steht öffentlich zur Verfügung: http://www.kek-karlsruhe.de/ueber-uns/umweltmanagement . Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 43.120 0 51.089 122.469 176.540 8.724 401.942 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 25.000 88.021 34.859 147.880 107.162 146.900 0 401.942 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2) 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +591 +628 +666 +754 +676 +730 2. Bestandserhöhung an fertigen Erzeugnissen -21 -51 -50 -39 +78 -18 3. Sonstige betriebliche Erträge +524 +541 +528 +579 +578 +654 4. Materialaufwand -122 -141 -127 -107 -182 -174 5. Personalaufwand -739 -825 -877 -917 -931 -970 6. Abschreibungen -20 -18 -16 -28 -16 -16 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -176 -198 -197 -200 -181 -201 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +2 -6 +0 +0 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 -5 -5 +0 +0 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 -2 -1 +0 +0 11. Ergebnis nach Steuern +39 -70 -80 +36 -90 +5 12. Sonstige Steuern +0 -1 -1 -1 +0 +0 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +39 -71 -81 +35 -90 +5 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. KEK | Stadtkämmerei | 187 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 12,8 12,7 11,7 10,7 2. Umlaufintensität (in %) 84,5 84,0 84,1 87,1 3. Investitionen (in T€) 35 20 4 40 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 64,4 57,1 42,1 36,8 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 502,5 447,6 360,5 342,9 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +6,6 -11,3 -12,2 4,6 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +14,7 -36,5 -71,8 23,6 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +9,6 -18,9 -28,4 10 4. Kostendeckung (in %) 55,9 52,8 54,4 59,9 5. Cash-Flow (in T€) +59 +89 -65 63 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 69,9 69,4 71,7 72,8 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) 62.499 59.368 63.125 65.965 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Wirtschaft, Freizeit und Sport 190 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KMK 34. Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Kontaktdaten Festplatz 9, 76137 Karlsruhe Fax: 0721 3720-2116 Telefon: 0721 3720-0 info@kmkg.de www.messe-karlsruhe.de Gründung 27. September 1950 Unternehmensgegenstand Durchführung von Messen, Ausstellungen, Kongressen, Tagungen, Versammlungen, Kundgebungen sowie kulturellen, sportlichen, unterhaltenden und sonstigen Veranstaltungen. Vermietung und Verpachtung städtischer Hallen. Betrieb der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co.KG. Geschäftsführung Britta Wirtz Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 3,1 Mio. € Aufsichtsrat EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz) StR Thorsten Ehlgötz (stellv. Vorsitz) Bernd Belschner Sonja Döring StR Detlef Hofmann Prof. Dr. Jürgen Morlok StR Renate Rastätter StR Christine Weber Jan Wettach StR Michael Zeh LR Dr. Christoph Schnaudigel Beteiligungen (mindestens 25 %) Messe Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 130.000 € Wichtige Verträge Pachtvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Tiefgarage am Festplatz. Pachtvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die städtischen Hallen am Festplatz. Facility Management-Vertrag mit der VOLKSWOHNUNG Bauträger- und Verwaltungs-GmbH (jetzt: VOLKSWOHNUNG Service GmbH). Personalgestellungsvertrag mit der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co.KG. Mietvertrag mit der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG über die Anmietung der Messe auf 29 Jahre. Bewirtschaftungsvertrag mit der GAULS Catering GmbH & Co. KG über die Erbringung von Gastronomieleistungen für sämtliche ausgewiesenen Innen- und Außenstandorte. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 16 16 16 16 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wurde von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. KMK | Stadtkämmerei | 191 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 2017 2018 2019 2020 Angestellte/Beschäftigte 118,4 125,5 136,19 140,4 Beamte 1) 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamtbelegschaft 2) 118,4 125,5 138,19 140,4 Davon aktive Mitarbeiter 113,7 120,2 132,11 135,19 Davon passive Mitarbeiter 3) 4,7 5,3 4,08 5,21 Nicht voll beschäftigtes Garderobenpersonal 3,0 3,0 3,0 3,0 Auszubildende 8,0 9,0 14,0 15,0 1) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. 2) In 2018 sind hierin 38 Teilzeitbeschäftigte enthalten. In den Vorjahren waren dies 33 (2017), 26 (2016) 3) Altersteilzeit, Elternzeit, Erziehungsurlaub, Beurlaubte Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe von 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Verlustausgleich/Budget 11.212 11.996 11.047 14.758 2. Abdeckung Verlustvortrag 0 0 0 0 3. Zuschuss für Geschäftsbereich Tourismus 0 0 0 0 4. Weitere Veranstaltungszuschüsse 0 0 0 0 Zusammen 11.212 11.996 11.047 14.758 Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Zahl der Veranstaltungen Eigenveranstaltungen 13 13 13 4 Gastveranstaltungen 288 269 233 132 Zusammen 301 282 249 136 2. Anzahl der Besucher und Teilnehmer Regional 463.203 316.873 249.393 112.304 Überregional 336.971 430.358 481.548 105.394 Zusammen 800.174 747.231 793.814 217.698 3. Anzahl der Aussteller Inland 7.438 6.910 7.692 1.952 Ausland 575 737 643 287 Zusammen 8.013 7.647 7.921 2.239 4. Saalbelegungen (Belegungstage) 3.766 3.839 3.713 1.851 5. Umschlagshäufigkeit am Standort Neue Messe 13,17 12,55 13,94 4,31 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2020 ein Jahresergebnis von -20,8 Mio. € aus. Davon entfallen auf die Standorte Messe und Festplatz -19,1 Mio. € bzw. -1,7 Mio. €. Im Jahr 2020 war der Geschäftsverlauf der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH in allen Geschäftsbereichen durch Veranstaltungseinschränkungen und Verbotsverfügungen aufgrund der Corona Virus-Pandemie geprägt. In einer nie zuvor dagewesenen Situation der Unsicherheit wurden zur Abwendung des daraus resultierenden wirtschaftlichen Schadens umgehend Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet. 192 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KMK Im Rahmen der Pandemiebewältigung ist die Gesellschaft intensiv mit der Organisation des seit 27. Dezember 2020 in Betrieb genommenen Zentralen Impfzentrums (ZIZ) befasst. Zum 24. Januar 2021 ist auch am Standort Festplatz das kommunale Impfzentrum (KIZ) in Betrieb gegangen. Diagramm: Entwicklung der Jahresfehlbeträge 2013 bis 2020 in Mio. € Hohe Fixkosten aus dem Mietvertragsverhältnis mit der Neuen Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG (NMK) sowie weitere Instandhaltungsverträge belasten weiterhin das Ergebnis der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH. Besonders die vertragliche Verpflichtung zur Übernahme der Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen für die Messe sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur Gewährleistung der Betriebs- und Veranstaltungssicherheit bedingen zukünftige Vorsorge für erhöhten Finanzbedarf. Die Gewährleistungsfrist für die Messe ist abgelaufen. Der Alterungsprozess schreitet voran; daher ist mit höheren Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten zu rechnen, welche die Gesellschaft zu tragen hat. Diesem Risiko mit sehr hoher Eintrittswahrscheinlichkeit wurde im Geschäftsjahr durch eine gegenüber dem Durchschnitt der Vorjahre erhöhten Zuführung zur erstmals in 2009 gebildeten Instandhaltungsrückstellung von 0,5 Mio. € in 2020 Rechnung getragen. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 21,2 Mio. € auf 17,4 Mio. € gesunken. Die Abweichungen resultieren fast ausschließlich aus dem coronabedingten Einbruch des operativen Geschäftes aufgrund der Veranstaltungsverbote. Seit Mitte März mussten zahlreiche Projekte kurzfristig abgesagt oder in die Folgejahre verschoben werden. Die damit nicht realisierten Sekundärerlöse aus Gastronomie sowie der Parkraumbewirtschaftung belasten das Ergebnis zusätzlich. Im Bereich Kongress & Kultur konnten Veranstaltungen zur Aufrechterhaltung relevanter Funktionen des öffentlichen Lebens unter Wahrung der jeweils gültigen Hygienevorschriften den Ausfall teilweise kompensieren. Ausblick Der im Oktober 2020 vom Aufsichtsrat mit einem Jahresfehlbetrag von 15,6 Mio. € verabschiedete Wirtschaftsplan 2021 ging davon aus, dass das Infektionsgeschehen weitgehend unter Kontrolle ist und der Veranstaltungsbetrieb unter strengen Hygieneauflagen möglich ist. Diese grundlegenden Prämissen der Wirtschaftsplanung sind nicht eingetreten. Aufgrund fehlender verlässlicher Öffnungsperspektiven rechnet die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH nicht mit einer schnellen Rückkehr zur Normalität. Trotz tragfähiger und permanent weiter entwickelter Hygiene- und Schutzkonzepte sind aufgrund der aktuellen Corona-Situation sowie Verbotsverfügungen keine der geplanten Eigenmessen und nur ein minimaler Anteil an Gastveranstaltungen im 1. Halbjahr 2021 im Präsenzformat durchführbar. Daher wird mit einem Einbruch des operativen Geschäfts auch in 2021 gerechnet. Durch kompensierende Effekte wie Kurzarbeit, strikte Ausgabendisziplin, die Inanspruchnahme staatlicher -12,9 -11,2 -11,4 -10,2 -11,2 -12,0 -11,0 -20,8 -25,0 -20,0 -15,0 -10,0 -5,0 0,0 20132014201520162017201820192020 Jahr KMK | Stadtkämmerei | 193 Hilfsprogramme, den Betrieb der Impfzentren sowie die weitere Umsetzung von digitalen Lösungen geht die KMK derzeit davon aus, den Wirtschaftsplan 2021 mit einem Fehlbetrag in Höhe von 15,6 Mio. € einhalten zu können. Trotz der sich aus der seit 28. Juni 2021 geltenden neuen Corona-Verordnung für Veranstaltungen und Messen ergebenden operativen Verbesserungspotentiale verbleibt bei der KMK ein unkalkulierbares Risiko: Die Lockerungen werden nach wie vor ausschließlich in Abhängigkeit von Inzidenzzahlen vorgenommen. Damit ist zum jetzigen Zeitpunkt eine verlässliche Planung nicht möglich. Unter Berücksichtigung der äußerst volatilen Rahmenbedingungen ist in der vom Aufsichtsrat im Oktober 2020 festgesetzten Mittelfristplanung mit einem Wiedererreichen des Geschäftsniveaus von vor der Corona-Pandemie frühestens im Jahr 2023 zu rechnen. Risiken Trotz täglich steigender Impfzahlen und einer erheblichen Ausweitung der Testungen werden seitens der Politik weiterhin keine Öffnungsschritte für die Messe- und Veranstaltungswirtschaft beschlossen, da der Landesregierung vor dem Hintergrund der Infektionslage und insbesondere der Verbreitung von Virusmutanten derzeit keine abschließende Bewertung von Öffnungsszenarien möglich ist. Ohne kurzfristige Klarheit über verbindliche Öffnungsperspektiven im Herbst droht das Geschäftsjahr in Gänze auszufallen. Des Weiteren sind die zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Messebetriebes gültigen Rahmenbedingungen noch nicht abschätzbar. Es muss neben fehlender Marktakzeptanz seitens der Besucher und Aussteller auch damit gerechnet werden, dass nicht alle Eigenveranstaltungen an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden können und durch neue Themen ersetzt werden müssen. Aufgrund der weiteren Verlängerung der Bauzeiten beim Projekt Stadthallensanierung kann die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH gegenüber ihren Kunden derzeit keinen verbindlichen Eröffnungstermin kommunizieren und somit keine vollumfängliche Vermarktung der Halle vornehmen. Es besteht zunehmend das Risiko, dass zum Zeitpunkt der Wiedereröffnung kein werthaltiges Veranstaltungsportfolio vorhanden ist. Zu den weiteren wesentlichen Risiken zählen Folgeinvestitionen am Standort Messe sowie die Bereitstellung zeitgemäßer Infrastrukturen als Voraussetzung für die Durchführung wirtschaftlicher und für den Standort imagefördernder Veranstaltungen. Hinzu kommen ferner allgemeine Marktrisiken mit potenzieller Auswirkung auf das Portfolio. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH sieht sich den Pariser Klimaschutzzielen und dem städtischen Klimaschutzkonzept verpflichtet und legt größten Wert auf klimafreundliches und nachhaltiges Handeln. Es besteht Übereinkunft, dass dies strategische Bedeutung für das Messe-, Kongress- und Eventgeschäft hat. Orientierung bieten vor allem die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele. Um die Bedeutung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu unterstreichen, nachhaltiges Handeln bei der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH zu fördern, auf Chancen für Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen und alle nachhaltigen Maßnahmen transparent darzustellen, wird das Thema mit einem interdisziplinären Team bearbeitet, welches als eine erste Aufgabe eine Vision zur Nachhaltigkeit entwickelt und mit der Führung abgestimmt hat. Auf dieser Grundlage beteiligt sich die Gesellschaft bis zum Herbst 2021 an der Erstellung eines städtischen Nachhaltigkeitsberichts. Angelehnt an die Handlungsfelder des städtischen Klimaschutzkonzeptes wurden bei der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH drei Handlungsfelder für das systematische Voranbringen von nachhaltigem Handeln abgesteckt: das Handeln in Bezug auf das übergreifende Management (beispielsweise bei Mobilität der Mitarbeitenden, Beschaffung und Einkauf, Weiterbildung und modernes Arbeiten). das Handeln in Bezug auf nachhaltige Veranstaltungen (beispielsweise bei Ressourceneffizienz, Recycling, Partizipation, Bildung). 194 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KMK das Handeln in Bezug auf nachhaltige Gebäudetechnik und Infrastruktur (beispielsweise bei Strom, Heizung & Kühlung, Abfall, Gastronomie, Mobilität). So wird beispielsweise zu 100% Öko-Strom genutzt. Weiterhin steht das Management der Messe in ständigem Austausch mit seinen Dienstleistern wie Caterern, Standbauern, Personaldienstleistern etc., um auch hier auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit in den Lieferketten hinzuwirken. Bspw. setzt der Caterer nur regionale und saisonale Produkte ein und verwendet möglichst Glas und Porzellan an Stelle von Einweggeschirr. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das unter Federführung von Frau Bürgermeisterin Lisbach durchgeführte Projekt „Klimaneutrale Verwaltung 2040“ der Stadt Karlsruhe eingebunden. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 2.554.518 3.928.658 152.250 130.805 12.695.425 214.453 ________0 19.676.110 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 3.100.000 20.451.675 20.788.967 2.762.708 13.832.199 2.910.703 ___170.500 19.676.110 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +33.013 +32.875 +38.666 +17.444 +37.288 +32.879 2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -103 -30 +31 -301 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +1.227 +1.072 +1.339 +1.889 +1.071 +862 4. Aufwendungen für bezogene Leistungen -22.591 -22.693 -26.318 -17.102 -23.293 -22.173 5. Personalaufwand -9.016 -9.767 -11.005 -10.346 -12.464 -12.962 6. Abschreibungen -1.901 -2.319 -2.451 -2.211 -2.477 -2.530 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.956 -11.219 -11.442 -10.299 -11.330 -11.752 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +136 +93 +142 +142 +115 +97 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -21 -8 -8 -8 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern -11.212 -11.996 11.047 -20.789 -11.570 -15.579 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -11.212 -11.996 -11.047 -20.789 -11.570 -15.579 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. KMK | Stadtkämmerei | 195 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 35,2 31,6 23,5 33,7 2. Umlaufintensität (in %) 64,8 68,4 76,5 66,3 3. Investitionen (in T€) 2.274 1.473 1.016 1.524 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) +48,9 45,6 40,1 14,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) +139,1 144,2 170,8 41,6 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -34,0 -36,5 -28,6 -119,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -90,9 -103,8 -88,3 -752,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -44,3 -47,3 -35,4 -105,6 4. Kostendeckung (in %) 72,6 71,5 75,5 43,7 5. Cash-Flow (in T€) -9.304 -9.669 -8.586 -18.573 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 19,8 21,2 21,5 25,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) 76.151 77.820 80.808 73.686 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 196 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Messe 35. Messe Karlsruhe GmbH Kontaktdaten c/o Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Festplatz 9, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3720-0 Fax: 0721 3720-2116 info@kmkg.de www.messe-karlsruhe.de Gründung 31. Juli 1996 Unternehmensgegenstand Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) der Kommanditgesellschaft Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG (NMK). In dieser Funktion übt sie die Geschäfte der NMK aus (GV in der Fassung vom 20. November 2001). Geschäftsführung Britta Wirtz Gesellschafter Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 130.000 € Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft ist alleinige Komplementärin (ohne Einlage) der Neuen Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wurde von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Messe Karlsruhe GmbH ist Komplementärin der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG. Sie übt keine operative Geschäftstätigkeit aus, sondern führt die Geschäfte der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG. Für die Übernahme der Aufgaben bei der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG erhält die Gesellschaft eine Vergütung. Für die Gestellung von Personal der Karlsruher Messe - und Kongress GmbH an die Messe Karlsruhe GmbH zur Erledigung ihrer Aufgaben hat die Messe Karlsruhe GmbH Personalkostenersatz zu leisten. Messe | Stadtkämmerei | 197 Ausblick Erträge sowie Aufwendungen werden in den Folgejahren auf gleichem Niveau erwartet. Ein anhaltend niedriges Zinsniveau auf dem Clearingkonto wird gleichbleibende Ergebnisse bewirken. Risiken Aufgrund des ausschließlichen Gesellschaftszwecks der persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin) der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG, ist die Messe Karlsruhe GmbH von der Entwicklung der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG abhängig. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0 0 0 156.687 0 156.687 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 130.000 20.757 164 150.921 4.100 1.666 156.687 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +0 +0 +0 +0 +0 +0 2. Sonstige betriebliche Erträge +15 +15 +15 +15 +14 +15 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15 -15 -16 -16 -15 -16 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1 +1 +1 +1 +1 +1 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 7. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +1 +1 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan”; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 198 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Messe Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0,0 0,0 0,0 0,0 2. Umlaufintensität (in %) 100,0 100 100,0 100,0 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 95,2 95,8 95,8 96,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +0,7 +0,2 +0,1 +0,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +0,7 +0,2 +0,1 +0,1 4. Kostendeckung (in %) - - - - 5. Cash-Flow (in T€) +1 +1 +0 +0 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert NMK | Stadtkämmerei | 199 36. Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG Kontaktdaten Festplatz 9, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3720-0 Fax: 0721 3720-2106 info@kmkg.de www.messe-karlsruhe.de Gründung 31. Juli 2000 Unternehmensgegenstand Erarbeitung der Planung, Projektentwicklung, Finanzierung und Realisierung der Neuen Messe Karlsruhe auf dem Gelände des ehemaligen Verkehrslandeplatzes Karlsruhe-Forchheim zum Zwecke der anschließenden Vermietung an eine Messebetriebsgesellschaft. Geschäftsführung Die Geschäftsführung liegt bei der Messe Karlsruhe GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin. Diese ist am Kapital der NMK nicht beteiligt und handelt durch ihre Geschäftsführung. Gesellschafter Stadt Karlsruhe Landkreis Karlsruhe Anteile Stamm-/ und Kommanditkapital 71,48 % = 28,52 % = 59,586 Mio. € 23,775 Mio. € 100,00 % = 83,361 Mio. € Gesellschafterversammlung OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Rheinstetten über das zu bebauende Grundstück (Laufzeit 99 Jahre). Mietvertrag mit der KMK über die Anmietung der Neuen Messe auf 29 Jahre. Personalgestellungsvertrag mit der Karlsruhe Messe und Kongress GmbH. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wurde von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Karlsruhe geprüft. 200 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | NMK Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Gesellschaft schließt 2020 mit einem Jahresergebnis von -2.623 T€ (Vorjahr: -1.411 T€) ab. Wie in den Vorjahren bestand im Geschäftsjahr 2020 der Geschäftszweck in der Vermietung der Gebäude und Außenanlagen an die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH. Darüber hinaus befasste sich die Gesellschaft mit der Beseitigung von nach der Fertigstellung aufgetretenen Mängeln sowie der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen. Es sind keine Verfahren mehr anhängig, an denen die Gesellschaft als Beklagte beteiligt ist. Ausblick Das Ergebnis für 2021 wird mit -2.779 T€ geplant. Dies ist weiterhin durch die Aufwendungen für Abschreibungen, die laufende Behebung von Baumängeln, Nachrüstungen wegen unterlassener Maßnahmen beim Neubau, Ersatzbeschaffungen sowie die hierfür notwendigen Personalkosten aus dem Personalgestellungsvertrag mit der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH geprägt. Insbesondere erste Maßnahmen aus nicht bis zu einem endgültigen Gerichtsurteil weiter aufschiebbaren Instandhaltungsarbeiten aus Baumängeln (Sanierung der Glasfugen) belasten das Ergebnis. Nach mittlerweile 17 Jahren Messebetrieb sind auch notwendige Sanierungsmaßnahmen an den Messehallen und die Ersatzbeschaffungen veralteter Infrastruktur berücksichtigt. Nach derzeitiger Einschätzung ist eine Verlängerung der Betriebsdauer des Zentralen Impfzentrums (ZIZ) in der Messe Karlsruhe über das 2. Quartal hinaus möglich. Risiken Ein Risiko ist der Ausgang der Rechtsstreitigkeiten bezüglich der Baumängel. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG sieht sich den Pariser Klimaschutzzielen und dem städtischen Klimaschutzkonzept verpflichtet und legt größten Wert auf klimafreundliches und nachhaltiges Handeln. Eingebettet in das Karlsruher Klimaschutzkonzept 2030 ist sie bestrebt, klimafreundliche und nachhaltige Maßnahmen im Rahmen der Instandhaltung der Messe umzusetzen. Hier stehen Gebäudetechnik und Infrastruktur besonders im Fokus. Grundsätzlich werden Bauleister auch unter dem Aspekt des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit ausgewählt und beauftragt. Dies führt häufig dazu, dass aktuelle Verordnungen nicht nur eingehalten sondern übertroffen werden. Aktuell wird die Beleuchtung sukzessive auf LED umgestellt, um den Stromverbrauch zu reduzieren. Der Strom ist zu 100% Ökostrom. Ebenfalls geplant ist die Sanierung im Hinblick auf die Lichtbänder in den Dächern, um den hohen Tageslichteintrag zu erhalten. Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie zur möglichen Ausstattung des Messegeländes mit Photovoltaik und Kleinwindanlagen erstellt. NMK | Stadtkämmerei | 201 Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 68.799.897 0 6.032.190 0 0 74.832.087 A. B. C. D. E. Eigenkapital Kommanditkapital Variables Kapital Buchmäßiges Eigenkapital Sonderposten für Investitionszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 83.361.028 -35.275.383 48.085.645 11.066.120 3.854.000 11.826.322 0 74.832.087 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +4.204 +4.204 +4.247 +4.247 +4.298 +4.247 2. Sonstige betriebliche Erträge +2.378 +1.723 +1.805 +1.960 +1.098 +1.083 3. Abschreibungen -4.549 -4.544 -4.524 -4.524 -4.610 -4.757 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.938 -2.240 -2.695 -3.718 -2.866 -2.643 5. Zinsen und ähnliche Erträge +182 +12 +404 +31 +0 +5 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -353 -324 -295 -266 -281 -361 7. Steuern von Einkommen und vom Ertrag -0 -0 -0 -0 -0 -0 8. Ergebnis nach Steuern -1.075 -1.169 -1.058 -2.270 -2.361 -2.426 9. Sonstige Steuern -353 -353 -353 -353 -353 -353 10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1.427 -1.522 -1.411 -2.623 -2.714 -2.779 11. Belastung variables Kapital Gesellschafter -28.292 -29.719 -31.241 -32.652 -32.652 -35.276 12. Variables Kapital -29.719 -31.241 -32.652 -35.275 -35.366 -38.055 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 202 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | NMK Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 96,9 96,0 93,5 91,9 2. Umlaufintensität (in %) 3,1 4,0 6,5 8,1 3. Investitionen (in T€) 0 0 42 226 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 63,3 64,5 64,9 64,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 65,3 67,2 69,4 69,9 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -33,9 -36,2 -33,2 -61,8 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -2,7 -2,9 -2,8 -5,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -1,3 -1,5 -1,4 -3,1 4. Kostendeckung (in %) 51,3 56,3 54,0 47,9 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +3.122 +3.022 +3.122 +1.901 5.2 nach Ertragsteuern +3.122 +3.022 +3.112 +1.901 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. KME | Stadtkämmerei | 203 37. KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH Kontaktdaten Alter Schlachthof 11b 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 782045-0 Fax: 0721 782045-999 info@karlsruhe-event.de www.karlsruhe-event.de Gründung Die Gesellschaft ist entstanden infolge der Ausgliederung des Geschäftsbereichs „Das Fest“ aus dem Vermögen des Vereins „Stadtjugendausschuss e. V.“ nach Maßgabe des Spaltungsplans vom 16. Dezember 2009 und des Versammlungsbeschlusses vom 21. Januar 2010. Unternehmensgegenstand Die Konzeption, Vorbereitung, Durchführung und Weiterentwicklung von kulturellen, sportlichen, unterhaltenden und sonstigen Veranstaltungen, die im städtischen Interesse und im Rahmen einer strategischen Gesamtaufstellung der Stadt Karlsruhe erforderlich sind, insbesondere die Veranstaltung "DAS FEST", eine generations- und spartenübergreifende Kulturveranstaltung für Karlsruhe und die Region unter besonderer Berücksichtigung der Interessen von Kindern und Jugendlichen. Dabei trägt die Gesellschaft dazu bei, den Bekanntheitsgrad der Stadt Karlsruhe zu erhöhen und ihr identitätsstiftendes Profil zu fördern. (Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 10.01.2018). Weiterhin ist die KME verantwortlich für sämtliche operativen Tätigkeiten des allgemeinen Standortmarketings sowie für Sponsoring- und Kommunikationsmaßnahmen. Das Citymarketing setzt die KME im Auftrag der KASIG um, es beinhaltet die Innenstadtbezogenen Marketingaktivitäten, -kampagnen sowie Großveranstaltungen. Geschäftsführung Martin Wacker Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadtjugendausschuss e. V. Anteile Stammkapital 95 % = 5 % = 475.000 € 25.000 € 100 % = 500.000 € Aufsichtsrat Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 10. Januar 2018 wurde ein Aufsichtsrat gebildet. 13 Mitglieder OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) StRin Renate Rastätter (stellv. Vorsitz) StRin Christine Weber StR Markus Schmidt StR Benjamin Bauer StR Detlef Hofmann StRin Dr. Rahsan Dogan StRin Sibel Uysal StRin Irene Moser StR Thomas H. Hock Susane Trauth Jörg Lesser StRin Ellen Fenrich StR Lukas Bimmerle Daniel Melchien (Stja e.V.) Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. 204 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KME Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016/17 1) 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 2) 2) 2) 2) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung/Aufsichtsrat 3) - 2 4 3 1) Die Geschäftsjahre beginnen jeweils am 1. Oktober eines Kalenderjahres und enden am 30. September des folgenden Jahres. Ab 01.01.2018: Geschäftsjahr = Kalenderjahr. 2) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 3) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wird vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3 ) 2017 2018 5) 2019 6) 2020 Arbeiter 4) 0,00 0,00 0,00 0,00 Angestellte 4) 11,60 17,63 21,75 24,00 Beamte 4) 0,00 0,85 1,00 1,00 Gesamtbelegschaft 11,60 18,48 22,75 25,00 Auszubildende 1,00 1,00 3,00 2,75 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten 5) Stand zum 30.09.2017 6) Zum 01.01.2018 teilweiser Personalübergang von der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe von 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 1) 2019 2020 1. Verlustausgleich 0 0 0 0 2. Erhöhung Stammkapitalanteil 400 0 0 0 3. Konsumtive Zuschüsse 2.585 1) 3.057 3.396 2) 3.612 4. Investive Zuschüsse 0 0 0 0 Zusammen 2.985 3.057 3.396 3.612 1) 2.287.175,98 € (Wirtschaftsplan 2017) + 297.667 € (Wirtschaftsplan Rumpfgeschäftsjahr 2017) 2) inkl. Zuschuss für die Abwicklung „Böllerfreier Schlossplatz (Silvester)“ i.H.v. 18.000 €. KME | Stadtkämmerei | 205 Leistungszahlen Das Fest 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1) 1. Besucherzahlen 1.1 Sport- und Familienbereich Vorwoche 35.000 30.000 26.000 - Freitag 15.000 15.000 25.000 - Samstag 25.000 18.000 30.000 - Sonntag 40.000 40.000 40.000 - Zusammen 115.000 103.000 121.000 - 1.2 Hügelbereich Freitag 38.000 40.000 40.000 - Samstag 40.000 38.000 40.000 - Sonntag 45.000 45.000 45.000 - Zusammen 123.000 123.000 125.000 - 1.3 Gesamt 238.000 226.000 246.000 - 2. Getränkeerlös pro Kopf (in €) 4,23 3,96 4,38 - 1) Aufgrund der Coronapandemie fand im Jahr 2020 kein DAS FEST statt, sondern wurde in das Folgejahr verschoben. Somit sind keine Leistungszahlen DAS FEST darstellbar. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Das Geschäftsjahr 2020 war für die KME ein besonderes Geschäftsjahr. Die global auftretende Corona-Pandemie sowie die entsprechenden Bundes- und Landesverordnungen über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus traf die KME seit Mitte März 2020 unmittelbar in ihrer Geschäftstätigkeit. Insbesondere die Entscheidung, dass Großveranstaltungen zunächst bis zum 31. August 2020 sowie fortdauernd bis Jahresende nicht gestattet waren, veränderte die Planungen für das Geschäftsjahr 2020 grundlegend. Das INDOOR MEETING konnte als eines der letzten Events im Jahr 2020 wie geplant durchgeführt werden. Alle nachfolgenden Projekte und Veranstaltungen standen im Zeichen der dynamischen Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen und Begleiterscheinungen. So wurden einige Veranstaltungen (FEST der SINNE, Lichterfest, Ehrungsfeier der Arbeitsjubilare, Vor-Fest und DAS FEST) abgesagt bzw. in das Folgejahr 2021 verschoben. Einige Veranstaltungen (India Summer Days, SCHLOSSLICHTSPIELE, Tag des offenen Denkmals) wurden in neuer, digitaler Form umgesetzt. Völlig neue Formate (DAS FEST-Citymobil, Eröffnung Marktplatz) und Marketingkampagnen („Danke allen Helferinnen und Helfern“, „Maske tragen – Abstand halten“, „Das Herz von Karlsruhe schlägt wieder“) wurden entwickelt und umgesetzt. Das umsatzstarke DAS FEST war zusätzlich im Fokus. Die bereits verkauften Tickets behielten zunächst für 2021 ihre Gültigkeit, können auf Wunsch jedoch gegen Rückzahlung des Ticketpreises zurückgegeben werden. Nahezu alle Künstler haben ihre geplanten Auftritte ins Folgejahr verschoben. Alle Projekte und Veranstaltungen der KME mussten stets konzeptionell weiterentwickelt und der sich dynamisch entwickelnden Pandemiesituation mit jeweils dann geltenden Verordnungsgrundlagen angepasst werden. Die gewohnten jährlichen Arbeitsabläufe bei der KME mit dem Höhepunkt des Festivalsommers gab es in diesem Jahr nicht. Das bedeutete für die Geschäftsführung und erweiterte Geschäftsführung der KME sowie für die Beschäftigten eine Umlenkung der frei gewordenen Kapazitäten auf Themen und Aufgaben, die stattdessen verstärkte Aufmerksamkeit erforderten. Der Bereich Citymarketing agierte gesteigert darin, die ansässigen Einzelhändler zu unterstützen. Durch die verordneten Ladenschließungen, Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen haben die innerstädtischen Anrainer (nach wie vor) massive existenzielle Sorgen. Mit der Entwicklung von besonderen Marketingkampagnen für Abhol- und Lieferdienste (smart@home) gemeinsam mit der KTG Karlsruhe Tourismus GmbH (KTG) und der Cityinitiative Karlsruhe e.V. (CIK) sowie für die gesamtgesellschaftliche Ansprache hat die KME rasch auf die veränderten Anforderungen reagiert und wurde ihrem Gesellschaftszweck gerecht. Mit der unternehmenseigenen Expertise in Sicherheitsangelegenheiten wirkte 206 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KME die KME maßgeblich im Krisenstab der Verwaltung mit. Im Mittelpunkt standen dabei die Entwicklung und Umsetzung von Distanzierungsmaßnahmen bei städtischen Dienststellen und auch bei Einzelhändlern sowie die Kontaktnachverfolgung bei Besucherinnen und Besuchern. Die KME hat sich dieser Krisensituation erfolgreich gestellt und konnte durch inhaltliche Schwerpunktverlagerungen sowie organisatorischer und innerbetrieblicher Flexibilität das Wirtschaftsjahr 2020 ohne die Inanspruchnahme von Kurzarbeitsregelungen oder staatlichen, finanziellen Hilfen durchlaufen. Städtische Zuschüsse wurden in geringerem Umfang als geplant angefordert. Nachfolgend werden einiger der im Geschäftsjahr 2020 neu konzipierten und umgesetzten Projekte und Maßnahmen beispielhaft erläutert: „Karlsruhe hilft“ Vereinsversammlungen im Lichthof der BGV Im September und Oktober stellte die KME in Kooperation mit dem Badischen Gemeinde-Versicherungsverband (BGV) Karlsruher Vereinen kostenfrei Räumlichkeiten für ihre jährliche Mitgliederversammlung zur Verfügung. Insgesamt 33 Vereine nutzten diese Möglichkeit coronagerecht die Pflichtveranstaltung für Vereine durchzuführen. Von Seiten des BGV wurde die komplette Präsentationstechnik, Bestuhlung für 100 Personen und Parkplätze zur Verfügung gestellt, die KME übernahm die Betreuung im Vorfeld und vor Ort. Karlsruher Stadtfest - Neue lange Einkaufsnacht / Marktplatzeröffnung Mitte August musste das Karlsruher Stadtfest und damit auch der verkaufsoffene Sonntag am 11. Oktober 2020 abgesagt werden. Aufgrund zu diesem Zeitpunkt etwas gelockerter Coronabestimmungen und aufgrund des Planungsvorlaufs konnte jedoch ein abwechslungsreiches Programm rund um die offizielle Eröffnung des Karlsruher Marktplatzes am 10. Oktober 2020 entwickelt werden. Kombiniert mit einer mit dem Handel angestimmten langen Einkaufsnacht sowie einem Tag der offenen Baustelle der KASIG in der künftigen U-Strab Haltestelle Lammstraße wurde somit eine dezentrales Veranstaltungskonzept umgesetzt, welches in anhaltenden Pandemiezeiten für Erlebnismomente sorgte. Weihnachtsstadt Karlsruhe / Stadtwerke EISZEIT Auch die winterliche Eislaufbahn musste nach Prüfung verschiedener Szenarien und letztlich aufgrund der wieder verschärften pandemischen Entwicklungen ganz abgesagt werden. Statt eines zentralen Christkindlesmarktes erwartete die Besucherinnen und Besucher 2020 eine „strahlende Weihnachtsstadt“. Das Lichtermeer erstreckte sich in diesem Advent über die gesamte Innenstadt und lud zum Corona-gerechten Spaziergang ein. Die Marke „Weihnachtsstadt Karlsruhe“ wurde in digitaler Form kommuniziert. Marketing Der Bereich Marketing setzte weitere – veranstaltungsunabhängige – Projekte um. Das waren im Jahr 2020 vor allem pandemiegeprägte Aktionen wie z.B. allen Helferinnen und Helfern „DANKE" zu sagen. Anfang Mai, zur Begleitung der ersten Lockerungsmaßnahmen, konnte erneut auf das bewährte Netzwerk zurückgegriffen und eine Plakatkampagne umgesetzt werden. Über 3.000 Plakate auf den städtischen und Partnerflächen wiesen auf die wichtigsten Grundregeln „Maske tragen und Abstand halten“ hin. Im weiteren Verlauf folgte die Kampagne „Das Herz von Karlsruhe schlägt wieder“ zur Wiederbelebung der Stadt. Zeitgleich wurde die Aktion „smart@home“ von KTG, CiK und KME auf der gemeinsamen Webseite karlsruhe-erleben.de werblich begleitet. Ebenfalls in Kooperation wurde die zentrale „Sommer in Karlsruhe“-Kampagne ins Leben gerufen. Citymarketing Bereits kurz nach den angeordneten Schließungen der Einzelhandelsunternehmen und der Gastronomie hat der Bereich gemeinsam mit der KTG, der CiK und der städtischen Wirtschaftsförderung innerhalb von wenigen Tagen die Seiten shop@home und food@home auf karlsruhe-erleben.de realisiert. Zusätzlich wurden Onlinemarketing-Maßnahmen und Partneraktionen z.B. mit ka-news lanciert. Ergänzend können die Einzelhändler einen Lieferdienst der Fahrradkuriere Karlsruhe kostenfrei in Anspruch nehmen, um Bestellungen im Stadtgebiet an die Kunden noch am gleichen Tag ausliefern zu lassen. Die Kosten hierfür werden vom Kooperationsmarketing und der Wirtschaftsförderung übernommen. Den innerstädtischen Unternehmen wurden seitens der KME als weitere Maßnahme kostenlose Bodenaufkleber zur Abstandswahrung sowie die unternehmenseigene Expertise im Bereich Besucherlenkung angeboten. Anfang September startete die neue Cross-Marketing Plattform „MatchWork“ auf karlsruhe-erleben.de. Die Plattform zur Vernetzung von KME | Stadtkämmerei | 207 Unternehmen aus den Bereichen Handel und Gastronomie sowie Kultur, Freizeit und der Kreativwirtschaft bietet unkompliziert die Möglichkeit, Kooperationen und gemeinsame Aktionen umzusetzen. Ausblick Die KME stand und steht vor der großen Herausforderung, Stadt- und Standortmarketing sowie imagefördernde und verbindende Veranstaltungserlebnisse trotz der Pandemie umzusetzen. Auch für 2021 ist vorgesehen, aus der bestehenden Situation heraus, den Standort als innovative Region mit entsprechenden Konzepten zur Realisierung von Begegnungen und Erlebnissen zu präsentieren. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor wird darin liegen, dass sich die KME eine größtmögliche Flexibilität erhält, um einerseits auf dynamische Entwicklungen der Pandemie angemessen reagieren zu können und um andererseits bereits von Anfang an verschieden mögliche Szenarien und Alternativkonzepte mitzudenken. Visionär und zugleich umsetzungsorientiert geht es darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, um andere städtische Akteure der Kultur- und Veranstaltungsbranche zu unterstützen und darum, beispielhafte Konzepte und Szenarien zu entwickeln, die Events ermöglichen und diese kommunikativ zu vermarkten. Die neu erarbeiteten und erfolgreich durchgeführten Konzepte zum Infektionsschutz könnten auch auf künftige Veranstaltungen in Karlsruhe angewandt werden und Vorbild für einen Neustart der Branche sein. Ab dem Jahr 2022 wird der Bereich Citymarketing ohne die Zwischeninstanz KASIG Kooperationsmarketing seine Projekte und Maßnahmen konzipieren und umsetzen. Diese direkte Einbindung in die KME einschließlich eines noch konkret zu definierenden Beratungsgremium gibt die Steuerungsmöglichkeit ausschließlich in die Hand der KME und ihres Aufsichtsrats. Risiken Mit Genehmigung des städtischen Haushalts 2021 sind deutliche Einsparungen von allen städtischen Diensteinheiten eingefordert. Auch die KME wird ihren Beitrag zur Haushaltssicherung leisten müssen und wollen. Dabei besteht sehr konkret das Risiko, das einzelne Veranstaltungen ohne städtischen Zuschuss nicht mehr umgesetzt werden können. Bereits jetzt reagiert die KME auf diesen sich abzeichnenden Konflikt für das INDOOR MEETING. Hier müssen frühzeitig Lösungen verwaltungsintern und mit den politischen Entscheidungsträgern erarbeitet werden, um die finanzielle Sicherung zu erreichen. Zugleich besteht mit dem Auslaufen des KASIG Kooperationsmarketings zum Ende des Jahres 2021 das Erfordernis, die Fortführung des Citymarketings strukturell und finanziell neu auszurichten. Die direkte Einbettung in den Wirtschaftsplan der KME ist ab 2022 vorgesehen. Hierüber wurde der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 24. März 2021 informiert. Zugleich wurde dabei jedoch deutlich, dass das angestrebte Budgetvolumen mittelfristig voraussichtlich nicht auf dem Niveau bleiben kann. Mit einer Reduzierung der zur Verfügung stehenden Mittel wird jedoch eine Maßnahmenreduzierung einhergehen müssen. Es ist davon auszugehen, dass auch im laufenden Jahr 2021 Großveranstaltungen nicht in der gewohnten Form umgesetzt werden können. Da dieser Umstand bereits zu Planungsbeginn bekannt ist, können die anstehenden Veranstaltungsformate von Beginn an so konzipiert werden, dass sie die entsprechenden Hygiene-, Distanzierungs- und Testungsmaßnahmen mit umfassen. Noch mehr als zuvor werden die Veranstaltungen im Freien stattfinden und längere Zeiträume umfassen, um die verringerte Zahl an zeitgleich möglichen Besucherinnen und Besucher kompensieren zu können. Umso mehr besteht nach wie vor das Risiko, von Unwetter- und / oder Gefährdungsereignissen (Terroranschläge) betroffen zu sein. Weitergehend sind erneut auftretende epidemiologische Aspekte als Risiko zu nennen. So können auftretende Änderungen an geltenden Verordnungen dazu führen, dass Konzepte dennoch kurzfristig zu ändern sind oder Veranstaltungen kurzfristig doch ganz abgesagt werden müssen. Dies führt weitergehend zu ungeplanten Kostensteigerungen und/oder zu Einnahmeausfällen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Für die KME sind die Aspekte Klimaschutz und Nachhaltigkeit von besonderer Bedeutung. Die Gesellschaft orientiert sich dabei an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Die Verantwortung 208 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KME der KME für Nachhaltigkeit ist wörtlich in die KME-Strategie verankert. Weiterhin sind Offenheit, Toleranz und nachhaltiges Denken Basis des Handelns der KME. Im Jahr 2020 lag aufgrund der Coronapandemie und dem Wegfall von Veranstaltungen der Fokus auf betrieblichen Aspekten in Bezug auf Nachhaltigkeit. Sämtliche Stromversorgungen wurden – soweit noch nicht erfolgt – auf Ökostrom umgestellt. Der Umzug und die Zusammenführung aller KME-Lagerkapazitäten zu einem zentralen Großlager erfolgte auch mit dem Ziel, die erforderlichen Transportfahrten künftig zu reduzieren und aufgrund der zentraleren Lage des Lagers im Stadtgebiet Karlsruhe zu verkürzen. Kurzbilanz 2020 Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 5.589 € 356.612 € 0 € 138.454 € 1.154.412 € 144.094 € 78.028 € 1.877.189 € A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 500.000 € 31.308 € 468.692 € 141.362 € 1.256.459 € 10.676 € 1.877.189 € Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ Rumpf- geschäfts- jahr 2017 1) 2018 2019 2020 2) Plan 2020 2) Plan 2021 2) 1. Umsatzerlöse +249 +4.776 +6.297 +1.423 +5.668 +4.544 2. Bestandsveränderungen +0 +0 -13 +103 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +321 +4.183 +3.773 +3.883 +4.548 4) +4.490 4) 4. Materialaufwand -242 -6.359 -7.069 -2.936 -7.451 -6.212 5. Personalaufwand -227 -1.805 -1.897 -1.753 3) -1.849 -1.946 6. Abschreibungen -12 -83 -106 -90 -80 -90 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -97 -751 -893 -618 -836 -787 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +1 +1 +3 +0 +0 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 -13 -5 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern -8 -38 +79 +10 +0 +0 11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -8 -38 +79 +10 +0 +0 12. Verlustvortrag -74 -82 -120 -41 - - 13. Bilanzgewinn/-verlust -82 -120 -41 -31 +0 +0 1) Rumpfgeschäftsjahr 2017 umfasst den Zeitraum 01.10.2017 – 31.12.2017. 2) vorbehaltlich der verbindlichen Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2020 3) inkl. Aushilfen und projektbezogen Beschäftigten (sind in den Planwerten unter Materialaufwand enthalten) 4) darin städt. Zuschüsse i.H.v. 4.137 T€ KME | Stadtkämmerei | 209 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 15,2 21,2 19,0 19,3 2. Umlaufintensität (in %) 84,1 76,5 77,4 76,5 3. Investitionen (in T€) 37 36 52 42 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 39,9 17,3 21,3 25,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 262,3 81,9 112,2 129,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -1,4 -0,8 +1,3 +0,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -16,3 -10,0 +17,2 +2,0 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -6,5 -1,7 +3,7 +0,5 4. Kostendeckung (in %) 62,3 53,1 63,2 26,4 5. Cash Flow (in T€) nach Ertragssteuern -35 +45 +185 +99 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 2) 11,9 18,0 16,9 32,3 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) 2) 81.235 87.848 73.922 69.737 1) Bei der Berechnung der Kennzahlen wurden die Aushilfslöhne nicht berücksichtigt. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 210 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KTG 38. KTG Karlsruhe Tourismus GmbH Kontaktdaten Kaiserstraße 72-74, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 602997-580 Fax: 0721 602997-900 pascal.rastetter@karlsruhe-tourismus.de www.karlsruhe-erleben.de Gründung Die Gesellschaft wurde durch Abspaltung des Geschäftsbereiches Tourismus von der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH gegründet. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 4. Juni 2014. Unternehmensgegenstand Konzeption, Organisation und Abwicklung des Karlsruher Tourismus einschließlich Hotelvermittlung und Betrieb von touristischen Informationsstellen (GV in der Fassung vom 2. Mai 2016). Geschäftsführung Klaus Hoffmann (01.01. – 16.01.2020) Torsten Dollinger (16.01. – 30.09.2020) André Lomsky (seit 01.10.2020) Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat 13 Mitglieder EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz), StR Detlef Hofmann (stellv. Vorsitz) StR Benjamin Bauer StR Lukas Bimmerle StR Dr. Rahsan Dogan StR Ellen Fenrich StR Thomas H. Hock Jörg Lesser StR Irene Moser StR Renate Rastätter StR Markus Schmidt Susanne Trauth StR Sibel Uysal StR Christine Weber Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 4 3 5 7 3) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. KTG | Stadtkämmerei | 211 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Angestellte 4) 20,53 21,65 21,33 22,95 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 20,53 21,65 21,33 Auszubildende, Volontäre 1,0 3,0 5,0 7,0 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe von 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Betriebskostenzuschuss 2.628 2.850 2.904 3.092 2. Projektzuschuss Auslandsmarktbearbeitung 49 52 52 45 Zusammen 2.677 2.902 2.956 3.137 Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Anzahl der Gästeankünfte 669.579 658.668 655.007 299.611 davon Ausland 151.882 149.365 144.249 46.897 2. Anzahl der Übernachtungen 1.168.584 1.139.836 1.149.181 559.658 davon Ausland 295.655 274.776 267.736 81.384 3. Verweildauer pro Gast in Tagen 1,75 1,73 1,75 1,9 davon Ausland 1,95 1,84 1,86 1,7 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 2 T€. Die positive Entwicklung der Gästezahlen setzte sich in den Monaten Januar/Februar 2020 fort. Die seit März 2020 auf Grund der Corona-Pandemie in Kraft getretenen politischen und gesellschaftlichen Einschränkungen, wirkten sich in hohem Maße auf die Tourismuswirtschaft aus. Im Zeitraum 21.3. bis 28.5.2020 sowie erneut seit dem 1. November 2020 galt ein Beherbergungsverbot, mit Ausnahme geschäftlicher, dienstlicher sowie in besonderen Härtefällen privater Zwecke. Trotz der Ausnahme geschäftlicher Reisen, war auch der Geschäftsreisebereich von massiven Rückgängen betroffen. Fehlende Messen/Kongresse sowie durch Firmen ausgesprochene Dienstreiseverbote für Mitarbeitende zum Gesundheitsschutz sowie weltweite Reisewarnungen waren deutlich spürbar. Im Berichtsjahr 2020 wurden daher 54,3% weniger Gästeankünfte, insgesamt 299.611, sowie 51,3% weniger Übernachtungen, insgesamt 559.658, verzeichnet. Bei den Gästeankünften/Übernachtungen aus dem Ausland spiegelt sich die Corona-Pandemie noch deutlicher wider. Aus den Auslandsmärkten wurden rund 81.384 Übernachtungen gezählt, 69,6% weniger im Vgl. zum Vorjahr. Bei den Gästeankünften ausländischer Gäste sank die Zahl um 67,5% auf 46.892. Die wichtigsten ausländischen Quellmärkte sind Schweiz/Lichtenstein, Niederlande, Frankreich, Österreich. Anschließend folgen Italien, Belgien, Großbritannien. Die Übersehmärkte gingen massiv zurück, was auf die sehr umfassenden Reisewarnungen zurückzuführen ist. Die Corona-Pandemie hatte auch Auswirkungen auf alle geplanten Marketingmaßnahmen. Positiv hervorzuheben ist die Entwicklung im Rahmen der Digitalisierung: Digitale Branchentreffen, digitales Tourismus- Barcamp und die deutschlandweit erste Kampagne zur Bündelung digitaler touristischer Angebote „smart@home“ in Zusammenarbeit mit KME, Cityinitiative und Wirtschaftsförderung. 212 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KTG Zum Jahresende hat sich die KTG am Wettbewerb „Destinationen die bwegen“ von TMBW und bwegt, der Mobilitätsmarke des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg beteiligt. Als eine von fünf Destinationen aus Baden-Württemberg wird Karlsruhe in 2021 in einer umfangreichen Mobilitätskampagne beworben. Ausblick Nach wie vor beherrscht die Corona-Pandemie das persönliche und wirtschaftliche Geschehen. Trotz einiger Modellversuche fehlt für die Tourismus- und Veranstaltungsbranche jegliche Öffnungsperspektive. Das Beherbergungsverbot gilt voraussichtlich noch bis Ende Mai. Derzeit ist noch nicht ersichtlich, wie viele touristische Betriebe die lange Schließzeit mit Hilfe der Überbrückungshilfen überleben können. Neben der wirtschaftlich prekären Lage ist der in der Branche ohnehin hohe Fachkräftemangel durch die Pandemie weiter verschärft worden. Es ist auch für 2021 mit deutlich geringeren Ankünften/Übernachtungen im Vergleich zum Zeitraum vor Corona zu rechnen. Unter Berücksichtigung der Öffnungsszenarien wird mit langsam wachsenden Einnahmen und höherer Kundenfrequenz in der Tourist-Information frühestens ab den Sommerferien gerechnet. Auf Grund der späten Öffnung von Hotellerie, Gastronomie und Kultur- und Veranstaltungsbranche erst ab der zweiten Jahreshälfte, ist erneut mit einer negativen Entwicklung der touristischen Umsätze zu rechnen. Die KTG wirkt dem mit einer Bündelung der Mittel in verschiedene eigene wie auch übergeordnete RE-Start-Kampagnen entgegen. Dies sind u.a. die Kampagne „Kaum zu glauben. Karlsruhe“, wobei die Bewerbung in 2021 auf einen Radius von ca. 150 – 200 km eingeschränkt wird. Darüber hinaus profitiert die KTG vom Gewinn der Mobilitätskampagne, von einer zusätzlichen Kampagne des Städtekreises sowie den RE-Start-Kampagnen von TMBW und STG. Alle Kampagnen werden durch Mittel des Landes finanziert und sollen potentielle Gäste zum Besuch von Karlsruhe inspirieren und zum Buchen animieren. Zeitgleich liegt das Hauptaugenmerk auf digitalen Angeboten zur Unterstützung von touristischen Leistungsträgern und Partnern. Risiken Der Fortbestand der Gesellschaft hängt mittel- und langfristig davon ab, dass die Gesellschafterin Stadt Karlsruhe in ausreichendem Umfang Kapital und Liquidität zur Verfügung stellt. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Arrondierungsprozess für die Erweiterung des Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord wurde zum Jahresanfang 2021 abgeschlossen. Mit der Aufnahme der Höhenstadtteile Grünwettersbach, Palmbach, Stupferich, Hohenwettersbach und Durlach in den Naturpark Schwarzwald Mitte / Nord e. V. kann der begonnene Prozess der regionalen Kooperation nun in eine neue Phase eintreten. Die dazugehörigen Konzepte werden in Zusammenarbeit mit den betroffenen Ortsteilen sowie den Fachdienststellen unter Federführung des Forstamts entwickelt. Die KTG unterstützt diesen Prozess unter dem Aspekt der nachhaltigen touristischen Destinationsentwicklung. Die KTG Karlsruhe Tourismus GmbH engagiert sich aktiv im IQ-Thema „Grüne Stadt Karlsruhe“ und schafft hier auch entsprechende Angebote. So ist die NaturRADtour Karlsruhe ein Produkt, mit dem Gäste und Einheimische Stadt und Naturschutz aktiv erleben können. Der Aufsichtsrat der KTG hat die KTG mit der Erstellung eines Nachhaltigkeitskonzeptes beauftragt. Zielsetzung ist die Zertifizierung als nachhaltige Destination mit dem TourCert-Siegel, das auf EMAS und ISO-Standards basiert und zeitgleich die Einbindung der touristischen Leistungsträger vorsieht. KTG | Stadtkämmerei | 213 Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 68.967 317.192 1 19.271 174.610 38.934 72.157 691.132 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzgewinn Kapitalrücklage Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 25.000 6.096 250.000 281.096 138.812 268.741 2.483 691.132 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 4) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +3.112 +3.462 +3.795 3.603 +3.970 +4.147 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3) +41 +11 -19 -13 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +94 +164 +78 +25 +0 +0 4. Materialaufwand -138 -134 -111 -50 -120 -105 5. Personalaufwand -1.624 -1.706 -1.594 -1.701 -1.899 -2.011 6. Abschreibungen -28 -91 -68 -121 -84 -98 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.456 -1.705 -2.073 -1.741 -1.867 -1.933 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 0 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 -0 0 +0 +0 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1 -1 +1 +1 +0 +0 11. Ergebnis nach Steuern +0 +0 +9 +2 +0 +0 12. Sonstige Steuern +0 -0 -0 0 +0 +0 13. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag +0 +0 +8 +2 +0 +0 14. Gewinn-/Verlustvortrag -4 -4 -4 +4 - - 15. Bilanzgewinn/-verlust -4 -4 +4 +6 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan”; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Zuschüsse der Stadt Karlsruhe wurden ab dem Jahresabschluss 2017 den Umsatzerlösen zugeordnet. 3) Der Ausweis des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfolgte erstmals mit Jahresabschluss 2017. 4) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 214 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KTG Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 13,0 8,8 22,1 55,9 2. Umlaufintensität (in %) 84,9 89,4 74,3 33,7 3. Investitionen (in T€) 57 165 341 89 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 3,3 1,2 14,6 40,7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 25,4 13,5 66,1 72,8 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) + 0,0 +0,0 +0,2 0,1 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 1,2 + 2,3 +2,9 0,7 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 0,0 + 0,0 +0,4 0,3 4. Kostendeckung (in %) 95,9 95,2 98,7 99,7 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern + 29,5 + 92,5 +75,7 +122,4 5.2 nach Ertragsteuern + 28,1 + 91,3 +76,2 +123,4 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 50,0 46,9 41,4 47,1 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 79.081 78.796 74.740 74.120 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Stadtmarketing | Stadtkämmerei | 215 39. Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i. L. Kontaktdaten Kaiserstraße 72 – 74, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 602997-502 Fax: 0721 602997-900 Gründung 17. Dezember 2001 Unternehmensgegenstand Erarbeitung von Strategien und Konzepten zur Positionierung und Erhöhung des Bekanntheitsgrades für Karlsruhe, zur Förderung ihres identitätsstiftenden Profils einschließlich deren Umsetzung. Sie kann im Einzelfall eigene Veranstaltungen oder Veranstaltungen im Auftrage Dritter durchführen (GV in der Fassung vom 28. März 2011). Liquidator/ Liquidatorin Ab 01.01.2020 Carola Reich (Liquidatorin) Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadtmarketing Karlsruhe GmbH mit eigenen Anteilen Anteile Stammkapital rund 40,4 % = rund 59,6 % = 300.500 € 442.500 € 100 % = 743.000 € Aufsichtsrat 13 Mitglieder OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) StR Lukas Bimmerle StR Dr. Rahsan Dogan StR Ellen Fenrich StR Thomas H. Hock StR Detlef Hofmann Jörg Lesser StR Irene Moser StR Renate Rastätter StR Markus Schmidt Susanne Trauth StR Sibel Uysal StR Christine Weber Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge keine Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 3) 2020 3) 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 4 2 0 0 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen 3) Die Gesellschaft befindet sich in der Liquidation Abschlussprüfung Da sich die Gesellschaft seit dem 01.01.2018 in Liquidation befindet, wird bis zur Aufstellung der endgültigen Liquidationsabschlussbilanz auf eine Prüfung von Seiten des Rechnungsprüfungsamtes verzichtet. Die nächste Abschlussprüfung erfolgt mit Erstellung des Liquidationsabschlusses durch das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe. 216 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Stadtmarketing Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 5) 2020 5) Angestellte/Beschäftigte 4) 11,3 0 0 0 Beamte 4) 0,7 0 0 0 Gesamtbelegschaft 12,0 0 0 0 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten 5) Die Gesellschaft befindet sich in der Liquidation Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe von 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Grund- und Projektzuschüsse Stadt Karlsruhe 2.060 0 0 0 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Zum 01.01.2018 wurden sämtliche operativen Tätigkeiten der Stadtmarketing GmbH an die KTG Karlsruhe Tourismus GmbH, KEG Karlsruhe Event GmbH (seit 2018 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH) sowie an die Stadt Karlsruhe übertragen. Die Gesellschaft befindet sich in der Liquidation und ist daher operativ nicht mehr tätig. Die Liquidation wurde ordnungsgemäß angemeldet. Ausblick Die Betriebsprüfung für die Jahre 2010 - 2015 durch das Finanzamt Karlsruhe-Stadt ist abgeschlossen, die Bescheide für die Jahre 2016 und 2017 wurden unter dem Vorbehalt der Nachprüfung erlassen. Nach erfolgter Nachprüfung durch die Finanzverwaltung kann die Liquidation abgeschlossen werden. Chancen und Risiken Aus dem laufenden Geschäftsbetrieb können sich keine Chancen und Risiken mehr ergeben. Die Nachprüfung des Finanzamtes der Jahre 2016 und 2017 könnte theoretisch eine geänderte Steuerfestsetzung entstehen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Entfällt mangels operativer Tätigkeit. Stadtmarketing | Stadtkämmerei | 217 Kurzbilanz 2020 in € (vorläufig) Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 1.241.313 40.957 44.457 0 1.326.727 A. B. C. D. Eigenkapital Eingefordertes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Verlustvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 300.500 1.223.750 1.700 -210.414 -7.426 1.308.110 18.367 250 0 1.326.727 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 20017 3) 2018 2019 4) 2020 4) Plan 2020 2) Plan 2021 2) 1. Umsatzerlöse +1.611 +139 +0 +0 - - 2. Bestandsveränderung an unfertigen Arbeiten +0 +0 +0 +0 - - 3. Sonstige betriebliche Erträge +1.839 +0 +232 +0 - - 4. Materialaufwand -2.471 -139 +0 +0 - - 5. Personalaufwand -891 -14 -10 -5 - - 6. Abschreibungen -18 -0 +0 +0 - - 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -222 -28 -32 -9 - - 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +230 +7 - - 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4 -4 -1 +0 - - 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 -129 +0 - - 11. Ergebnis nach Steuern -156 -46 +289 -7 - - 12. Sonstige Steuern +0 +0 +854 +0 - - 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -156 -46 +1.144 -7 - - 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ (das heißt nicht fortgeschrieben). 2) Es liegt kein Wirtschaftsplan vor. 3) Das Jahr 2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 4) Vorläufige Angaben. Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. 218 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Stadtmarketing Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0,0 0,0 0,0 0,0 2. Umlaufintensität (in %) 93,8 99,9 100,0 100,0 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 9,9 23,6 92,5 98,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -9,7 -33,1 - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -71,7 -26,9 86,9 -0,6 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -6,9 -5,7 80,5 -0,6 4. Kostendeckung (in %) 44,7 75,1 0,0 0,0 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 nach Ertragsteuern -138 -46 1.144 -7 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 24,7 - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 74.243 - - - 1) Vorläufige Angaben. Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. KBG | Stadtkämmerei | 219 40. KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH Kontaktdaten Hermann-Veit-Straße 7, 76135 Karlsruhe Telefon: 0721 133-5200 Fax: 0721 133-5248 info@baeder.karlsruhe.de Gründung 17. April 2002 Unternehmensgegenstand Gegenstand der Gesellschaft ist die Planung, die Errichtung und der Betrieb von Hallen- und Freibädern und sonstigen kommunalen Infrastruktureinrichtungen in Karlsruhe (GV vom 05.November 2020). Geschäftsführung Oliver Sternagel Gesellschafter KVVH GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 3,2 Mio. € Aufsichtsrat 14 Mitglieder BM Martin Lenz (Vorsitz) Michael Homann (stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf StR Max Braun StR Elke Ernemann StR Ellen Fenrich StR Mathilde Göttel StR Christine Großmann StR Detlef Hofmann StR Karl-Heinz Jooß StR Friedemann Kalmbach StR Sven Maier StR Irene Moser StR Niko Riebel StR Markus Schmidt StR Karin Wiedemann Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der KVVH GmbH. Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Karlsruhe. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2 2 2 3 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart geprüft. 220 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KBG Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 4) 39 40 54 52 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 39 40 54 52 Auszubildende 1 1 1 1 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten und Beamten Leistungszahlen 2017 bis 2020 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Der Betrieb des Europabads war durch die angeordneten Schließungen eingeschränkt. Vom 14. März 2020 bis 18. Juni 2020 war das Bad komplett geschlossen. Ab 19. Juni 2020 konnten zumindest der Spa- und der Saunabereich für die Gäste des Europabades wieder geöffnet werden. Zum 16. Juli 2020 wurde der komplette Betrieb wieder aufgenommen. Eine erneute Schließung des gesamten Bades für die Öffentlichkeit erfolgte ab 2. November 2020. Seit diesem Zeitpunkt ist es coronabedingt nur noch dem Leistungssport und den Schulen erlaubt zu schwimmen. Der Besucherschnitt pro Tag minderte sich von 1.362 Besucher im Vorjahr auf nun mehr 815 Besucher. Dies entspricht bezogen auf die Gesamtbesucherzahlen einem Rückgang von 40,16 %. Im wirtschaftlich ertragreichen Saunabetrieb betrug der Rückgang der Besucherzahlen 54,67 % (2020: 51.445 Besucher; 2019: 113.494 Besucher). Im Jahr 2020 erfolgte im Europabad Karlsruhe eine Neufestsetzung der Tarife zum 16. November 2020, die jedoch aufgrund der Schließung bis dato (außer Webshop Europabad) nicht zum Tragen kam. Die Schließzeiten aufgrund der Pandemie wurden genutzt, um notwendige Instandhaltungen, Reparaturen und Verschönerungsmaßnahmen (Grundsanierung von 4 Duschen inkl. WC, Überarbeitung der Rutschen, Fliesen- und Verfugungsarbeiten, Wand- und Illusionsmalerei im Badbereich etc.) durchzuführen. Die dringend notwendige Beschichtung des Schwallwasserbehälters wäre ohne die lange Schließzeit nicht möglich gewesen. Die Gesellschaft weist einen Jahresfehlbetrag (vor Verlustausgleich) in Höhe von 5.058 T€ (Vj. 2.328 T€) aus und liegt damit um 2.477 T€ (Vj. 8 T€) über dem bei der Planerstellung erwarteten Verlust. Die Abweichung gegenüber dem Wirtschaftsplan 2020 resultiert aus der angesprochenen Corona-Pandemie und der damit einhergehenden angeordneten Schließung des Europabads. Betrachtet man nur die rein operativen Zahlen (EBITDA – ohne AfA, Zins und Steuern) mindert sich der operative Gewinn des Vorjahres um 2.732 T€ von 3 T€ auf - 2.729 T€ (operativer Verlust). 2017 2018 2019 2020 1. Besucherzahlen – nur öffentlicher Badebetrieb – 427.774 409.131 479.350 192.354 2. Durchschnittlicher Eintrittserlös pro Besucher (in Euro) 13,26 13,67 12,82 15,96 KBG | Stadtkämmerei | 221 Diagramm: Entwicklung der Besucherzahlen 2010 - 2020 Ausblick Die KBG übernimmt zum 1. Februar 2021 von der Stadt Karlsruhe, Liegenschaftsamt, den zukünftigen Betrieb des Campingplatzes Durlach. Bis zur Übertragung wurde ein entsprechender Betriebsführungsvertrag mit der Gesellschaft geschlossen. Es ist zu berücksichtigen, dass sich der aufgrund des Corona-Virus angeordnete Lockdown auch im Kalenderjahr 2021 fortsetzt und daher auch im Jahr 2021 mit einer längeren Schließzeit und somit mit einem starken Besucherrückgang im Europabad Karlsruhe zu rechnen ist. Verlässliche Prognosen hinsichtlich finanzwirtschaftlicher Entwicklung bzw. Auswirkung können aus derzeitiger Sicht nicht getroffen werden. Die KBG geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2021 ein ähnliches Ergebnis wie im Jahr 2020 erreicht wird. Risiken Das wirtschaftliche Risiko der Gesellschaft beschränkt sich im Wesentlichen auf die weiter anhaltende Schließung des Bades aufgrund der Corona-Pandemie, auf ein nachlassendes Besucherinteresse sowie zunehmende Konkurrenzangebote in Karlsruhe und Umgebung und den damit verbundenen Einnahmeverlusten. Die KBG - Karlsruher Bädergesellschaft mbH muss zukünftig durch weitere Verbesserungen ihres Angebots dauerhaft Kundenbindung schaffen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Im Jahr 2020 wurden bei der KBG einige Maßnahmen umgesetzt, die den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit zum Ziel hatten. Darunter fielen die Nachjustierung der Lüftungsanlagen hinsichtlich Einsatzzeiten, Temperaturen und Luftfeuchtigkeit sowie die Überarbeitung des Lastmanagement in den Saunabereichen um Lastspitzen zu vermeiden. Auch wurden in Teilbereichen des Bades die Leuchtmittel auf nachhaltige LED-Lampen gewechselt. Zusätzlich wurde die Beleuchtungsanlage teilautomatisiert. 400.661 401.658 429.042 447.433 442.292 421.929 409.131 479.350 192.354 0 100.000 200.000 300.000 400.000 500.000 600.000 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr 222 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KBG Diagramm: Entwicklung des (prognostizierten) EBITDA 2010 bis 2021 Kurzbilanz 2020 in € -665 -131 -23 203 114 207 -102 142 -313 3 -2.729 -2.407 -3.000 -2.500 -2.000 -1.500 -1.000 -500 0 500 201020112012201320142015201620172018201920202021 in T Euro Jahr Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 12.885 21.887.433 60.709 86.317 5.339.200 25.555 3.248 27.415.347 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresgewinn/-verlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 3.200.000 250.000 0 3.450.000 202.390 23.475.624 287.333 27.415.347 KBG | Stadtkämmerei | 223 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 3) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +5.672 +5.592 +6.143 +2.926 +4.062 +6.317 2. Sonstige betriebliche Erträge +24 +29 +28 +37 +25 +25 3. Personalaufwand -1.994 -2.274 -2.318 -2.046 -2.659 -2.733 4. Materialaufwand -2.691 -2.750 -2.938 -2.939 -2.900 -2.970 5. Abschreibungen -1.810 -1.771 -1.855 -1.894 -1.945 -1.990 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -872 -915 -918 -711 -940 -966 7. Erträge aus Beteiligungen +3 +4 +5 +4 +5 +5 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +8 +4 +19 +22 +5 +5 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -673 -435 -406 -369 -355 -290 10. Ergebnis nach Steuern -2.333 -2.516 -2.240 -4.970 -4.702 -2.597 11. Sonstige Steuern -87 -88 -88 -88 -92 -97 12. Erträge aus Verlustübernahme 2) +2.420 +2.604 +2.328 +5.058 - - 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0 -4.794 -2.694 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ (das heißt nicht fortgeschrieben). 2) Verlustausgleich erfolgt über die KVVH GmbH. 3) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 89,6 88,6 78,9 80,1 2. Umlaufintensität (in %) 10,4 11,3 21,1 19,9 3. Investitionen (in T€) 204 1.459 290 476 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 12,2 12,3 45,4 12,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 13,7 13,8 57,5 15,7 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -42,7 -46,6 -37,9 -172,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -70,1 -75,5 -17,3 -146,6 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -6,2 -7,7 -6,5 -17,1 4. Kostendeckung (in %) 69,8 67,9 72,1 36,4 5. Cash-Flow (in T€) -610 -832 -473 -3.164 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 32,7 36,4 35,4 34,4 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 68.072 74.872 75.447 53.165 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 224 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Fächerbad 41. Fächerbad Karlsruhe GmbH Kontaktdaten Am Sportpark 1, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 96701-0 Fax: 0721 96701-70 info@faecherbad.de www.faecherbad.de Gründung 20. Januar 2009 Neufassung Gesellschaftsvertrag mit Namensänderung, zuvor Sportpark Karlsruhe-Nordost GmbH Unternehmensgegenstand Betrieb des Fächerbades in Karlsruhe (GV vom 25. September 2014). Geschäftsführung Oliver Sternagel Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 62.500 € Aufsichtsrat 14 Mitglieder BM Martin Lenz (Vorsitz) StR Detlef Hofmann (stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf StR Max Braun StR Elke Ernemann StR Ellen Fenrich StR Mathilde Göttel StR Christine Großmann StR Karl-Heinz Jooß StR Friedemann Kalmbach StR Sven Maier StR Irene Moser StR Niko Riebel StR Markus Schmidt StR Karin Wiedemann Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Erbbaurechtsvertrag vom 29.November 2017 mit der Stadt Karlsruhe. Geschäftsbesorgungsvertrag vom 13. November 2008 mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 3 3 3 3 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2020 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart geprüft. Fächerbad | Stadtkämmerei | 225 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 27 34 34 64 Beamte 0 0 0 0 Gesamtbelegschaft 27 34 34 Auszubildende 0 0 0 0 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Besucherzahlen 1.1 Badbesuche (Einzel-, Mehrfach- und Zeitkarten) 168.646 177.488 215.995 105.232 1.2 Sport (Schule, Verein, Gruppen) 112.504 103.463 114.278 55.540 1.3 Badbesuche mit Sauna 38.040 42.243 46.461 24.028 1.4 Freier Eintritt (Kinder unter 4 Jahre) 10.776 12.439 10.988 6.822 Zusammen 329.966 335.633 387.722 191.622 2. Durchschnittlicher Eintrittserlös pro Besucher (in €) 4,57 5,30 4,82 6,31 Finanzielles Engagement der Gesellschafterin Stadt Karlsruhe 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Erwerb Stammkapital 0 0 0 0 2. Aufstockung Kapitalrücklage 0 0 10.000 0 3. Zuschüsse 3.1 Betriebskostenzuschuss 2) 0 0 0 0 3.2 Sportfördermittel 1) 274 263 309 209 3.3 Investitionszuschüsse (X2-Maßnahmen) 0 0 0 0 3.4 Verlustausgleich 2) 2.368 2.891 3.196 3.360 ZUSCHÜSSE GESAMT 2.642 3.154 13.505 3.569 1) Erstattung der Stadt Karlsruhe für Vereinssport (Mietertragsminderung ab 2017). Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Der Betrieb des Fächerbads war durch die angeordneten Schließungen eingeschränkt. Vom 14. März 2020 bis einschließlich 31. Mai 2020 war das Bad komplett geschlossen. Ab 1. Juni 2020 konnte das Fächerbad wieder für Schwimmlernkurse, Leistungssport sowie für den Schulsport geöffnet werden. Am 6. Juni 2020 wurde die Bad- und Saunalandschaft für die Öffentlichkeit geöffnet. Durch eine hohe Belegungsauslastung in den Sommermonaten konnte die vorausgegangene Schließzeit kompensiert werden. Eine erneute Schließung des gesamten Bades für die Öffentlichkeit erfolgte ab 2. November 2020. Seit diesem Zeitpunkt ist es Corona bedingt nur noch dem Leistungssport und den Schulen erlaubt zu schwimmen. Der Besucherschnitt am Tag verringerte sich von 1.105 Besucher im Vorjahr auf nunmehr 682 Besucher. Dies entspricht bezogen auf die Gesamtbesucherzahlen einem Minus von 38,28 %. Im wirtschaftlich ertragreichen Saunabetrieb betrug die Minderung der Besucherzahlen 48,28 % (2020: 24.028 Besucher; 2019: 46.461 Besucher). Themenschwerpunkte im Geschäftsjahr 2020 der Fächerbad Karlsruhe GmbH bildeten die allgemeine Situation rund um Corona und die Planung des 3. Bauabschnittes (Saunaerneuerung). 226 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Fächerbad Im Jahr 2020 erfolgte im Fächerbad Karlsruhe eine Neufestsetzung der Tarife zum 16. November 2020, die aufgrund der Schließung bis dato jedoch nicht zum Tragen kam. Diagramm: Entwicklungen der Besucherzahlen 2010 bis 2020 Die Gesellschaft weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 3.360 T€ (Vj. 3.196 T€) aus und liegt damit um 164 T€ unter dem Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019 sowie um 387 T€ unter der Planung für das Geschäftsjahr 2020. Die Abweichungen gegenüber dem Wirtschaftsplan 2020 resultiert aus der angesprochenen Corona-Pandemie und der damit einhergehenden angeordneten Schließung des Fächerbads. Im Geschäftsjahr 2020 haben sich die Umsatzerlöse um 738 T€ von 1.867 T€ auf 1.129 T€ gemindert. Die Materialaufwendungen sind hauptsächlich aufgrund von geringerem Energiebedarf (Strom, Wasser, Fernwärme) um 244 T€ gesunken (2020: 1.027 T€; 2019: 1.271 T€). Die Personalaufwendungen sanken aufgrund von geringeren Zulagen (keine Schichtzulage, Wochenend-, Feiertagsarbeit) sowie Kurzarbeitergeld ab Dezember um 177 T€ von 1.968 T€ auf 1.791 T€. Ausblick Mit Ende des zweiten Bauabschnittes wurde die Entwicklung des Fächerbades hin zu einem modernen und zukunftsfähigen Schwerpunktbad für Sport abgeschlossen. Die Fächerbad Karlsruhe GmbH wird weiterhin durch entsprechende Angebote an ihre Kunden ihre Position als Sportbad in Karlsruhe stärken und die Auslastung durch Schulen und Vereine weiterhin erhöhen. Für die Folgejahre verbleiben als kostenintensive Aufgaben die Erneuerung der Saunalandschaft und die Sanierung des Daches in der Hauptschwimmhalle. Es ist zu berücksichtigen, dass sich der aufgrund des Corona-Virus angeordnete Lockdown auch im Kalenderjahr 2021 fortsetzt und daher auch im Jahr 2021 mit einer längeren Schließzeit und somit mit einem starken Besucherrückgang im Fächerbad Karlsruhe zu rechnen ist. Verlässliche Prognosen hinsichtlich finanzwirtschaftlicher Entwicklung bzw. Auswirkung können aus derzeitiger Sicht nicht getroffen werden. Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die Gesellschaft mit einem Fehlbetrag von 3.747 T€ eine Verschlechterung um 387 T€ gegenüber dem vorliegenden Jahresergebnis. Risiken Das wirtschaftliche Risiko der Gesellschaft beschränkt sich im Wesentlichen auf die weiter anhaltende Schließung des Bades aufgrund der Corona-Pandemie. 348.347 338.959 325.581 335.633 191.622 0 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 350.000 400.000 450.000 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr Fächerbad | Stadtkämmerei | 227 Die im Geschäftsjahr 2019 abgeschlossene Entwicklung des Fächerbades zum Kombibad sowie die Veränderung der Eintrittspreise im Jahr 2020 bietet die langfristige Voraussetzung, den bereits vorgezeichneten Anstieg der Besuchszahlen im öffentlichen Bade- und Saunabetrieb fortzusetzen und durch entsprechende Angebote neue Besuchergruppen zu gewinnen. Dies soll im Geschäftsjahr 2021 durch die Erneuerung der Saunalandschaft erreicht werden. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Im Hinblick auf Nachhaltigkeit und die Betriebskosten wurde bei den gewählten Konstruktionen auf langlebige und pflegeleichte Materialien geachtet. Die intelligente Anordnung von Zu- und Abluft gepaart mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung, der Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadt Karlsruhe und die Ausführung der Beleuchtung in energiesparender LED-Technik runden das Konzept ab. Die gültigen Vorgaben zum Wärmeschutz werden somit nicht nur eingehalten, sondern unterschreiten diese sogar größtenteils. Diagramm: Entwicklungen der (prognostizierten) Ergebnisse Fächerbad 2011 bis 2021 Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.265 18.092.491 2.650 85.406 251.923 4.696.005 6.293 23.136.033 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 62.500 17.329.000 -2.070.491 -3.360.158 11.960.851 87.391 10.900.085 187.706 23.136.033 0,1 0,1 0,0 -0,2 -0,1 -0,4 -2,4 -2,9 -2,6 -3,4 -3,7 -4,0 -3,5 -3,0 -2,5 -2,0 -1,5 -1,0 -0,5 0,0 0,5 20112012201320142015201620172018201920202021 in Mio. Euro Jahr 228 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Fächerbad Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2) 2018 2019 2020 Plan 2020 1) Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +1.730 +1.778 +1.867 +1.129 +1.400 +2.100 2. Sonstige betriebliche Erträge 2) +3 +22 +51 +51 +30 +30 3. Materialaufwand -1.116 -1.344 -1.271 -1.027 -1.070 -1.085 4. Personalaufwand -1.569 -1.704 -1.968 -1.790 -2.048 -2.110 5. Abschreibungen -772 -885 -1.163 -1.145 -1.350 -1.450 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -456 -487 -469 -382 -486 -495 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +6 +0 +13 +26 +15 +15 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -183 -262 -246 -212 -225 -280 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern -2.357 -2.881 -3.186 -3.350 -3.734 -3.275 11. Sonstige Steuern -11 -9 -10 -10 -13 -13 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -2.368 -2.891 -3.196 -3.360 -3.747 -3.288 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 96,1 95,7 77,6 78,2 2. Umlaufintensität (in %) 3,9 4,3 22,4 21,8 3. Investitionen (in T€) 2.963 5.805 544 89 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) +2,3 +8,8 49,1 51,7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) +2,4 +9,2 63,3 66,1 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -136,9 -162,6 -171,2 -297,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -658,5 -158,0 -26,4 -28,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -14,0 -12,6 -11,9 -13,6 4. Kostendeckung (in %) 42,1 37,9 36,4 24,7 5. Cash-Flow (in T€) -1.595 -2.006 -2.032 -2.215 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 38,2 36,3 38,4 39,2 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 58.102 50.107 27.721 27.987 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. KSBG | Stadtkämmerei | 229 42. Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH Kontaktdaten Hermann-Veit-Straße 7, 76135 Karlsruhe Telefon: 0721 811016 Fax: 0721 133-5209 ksbg@karlsruhe.de www.europahalle.de Gründung 1975 Unternehmensgegenstand An- und Vermietung sowie Bau, bauliche Erweiterung von Anlagen und Einrichtungen in Sportstätten, Betrieb und Vermarktung von Sportstätten bzw. deren Einrichtungen sowie Förderung des Sports und Durchführung von Veranstaltungen (GV in der Fassung vom 20. November 2001). Geschäftsführung Britta Wirtz Gesellschafter Stadt Karlsruhe Frau Constanze Jopke Herr EBM a.D. Siegfried König Herr Peter Mayer Herr Ralph-Jürgen Grotz Anteile Stammkapital 48 % = 13 % = 13 % = 13 % = 13 % = 14.400,00 € 3.900,00 € 3.900,00 € 3.900,00 € 3.900,00 € 100 % = 30.000,00 € hiervon insgesamt ca.50 % (15.000,02 €) einbezahlt Gesellschafterversammlung EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietvertrag mit der Stadt Karlsruhe vom 23. April 1975 über die Anmietung diverser Sportstätten (städtische Turn- und Sporthallen) in der Fassung des vierten Nachtragsvertrages vom 13. April /28. April 1994. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wird vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 4) 2,08 1,85 1,85 1,85 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 2,08 1,85 1,85 1,85 Auszubildende - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamte. 230 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KSBG Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Anzahl der Veranstaltungen Europahalle 5 24 25 14 2. Veranstaltungstage Europahalle 5 23 24 14 3. Anzahl der Besucher Europahalle (2018 und 2019 inkl. Teilnehmer Marathon) 8.050 55.546 47.300 7.400 4. Anzahl der gepachteten Sportstätten 86 86 86 86 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2020 nach aktuellem Stand einen Jahresüberschuss in Höhe von 25 T€ aus. Die Ergebnisverbesserung gegenüber der Planung 2020 (Jahresüberschuss in Höhe von 10 T€) resultiert insbesondere aus einer Reduzierung der Kosten. Corona-Pandemiebedingte Mindereinnahmen aufgrund von Hallensperrungen konnten teilweise durch die erfolgreiche Bewilligung der beantragten Corona Bundeshilfe kompensiert werden. Ausblick In der aktuellen Ergebnisvorausschau für 2021 rechnet die KSBG mit der Einhaltung des Wirtschaftsplanes und somit mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis 2021 (Jahresüberschuss Ursprungsplanung 0,3 T€). Dieses Ergebnis ist jedoch nur möglich, wenn im Bereich der Gastveranstaltungen die Basketballspiele der PSK Lions in der 2. BB-Bundesliga in der Pro A Herren im 2. Halbjahr 2021 in der Lina-Radke-Halle planmäßig stattfinden und im Vermietungsgeschäft der coronabedingte Lockdown (Sperrung aller Turn- und Sporthallen mit Ausnahme der Trainingszeiten für den Profi- und Spitzensport) maximal einen Zeitraum von 5 Monaten umfasst. Die Eigentümerin Stadt Karlsruhe hat im März 2019 die Sanierung der Europahalle beschlossen. Mit der Sanierung wurde planmäßig Mitte Mai 2021 begonnen. Ab dem 7. Juni 2021 steht die neue Ballsporthalle am Standort der Elisabeth-Selbert-Schule (= Lina-Radke-Halle) für eine Belegung durch den Schul- und Vereinssport zur Verfügung. Dort sind schwerpunktmäßig die Trainingszeiten und Spiele der Basketballabteilung der PSK Lions konzentriert. Die Einnahmensituation nach der Sanierung der Europahalle wird maßgeblich durch das perspektivisch vorhandene Veranstaltungsportfolio beeinflusst. Risiken Die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und der daraus resultierende Erlass von Verordnungen und Verbotsverfügungen mit der möglichen Folge der Sperrung aller städtischen Turn- und Sporthallen sowohl für den Trainingsbetrieb als auch für den Veranstaltungsbetrieb stellen weiterhin ein nicht kalkulierbares und nicht steuerbares Risiko für die Gesellschaft dar. Die weitere Geschäftsentwicklung der Gesellschaft bis zum Abschluss der Sanierung der Europahalle mit Beginn des Schuljahres 2023/2024 ist maßgeblich vom Verbleib des Vereines PSK Lions in der Spielklasse Pro A abhängig. Die Bereitstellung zeitgemäßer Infrastrukturen in den 87 gepachteten Sportstätten ist Voraussetzung für die Durchführung von Vereinssport und Veranstaltungen. In den Versammlungsstätten sind Sanierungen zur Erfüllung der aktuellen Vorgaben der Versammlungsstätten-Verordnung und des Brandschutzes erforderlich. Es bestehen Mietausfallrisiken durch die Sperrung von Sporthallen wegen der dadurch notwendigen Sanierungszeiträume. KSBG | Stadtkämmerei | 231 Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Gesellschaft wendet in ihrer Funktion als Vermieter der städtischen Sportstätten die städtischen Richtlinien an. Beim Bau und der Sanierung der städtischen Sportstätten werden von den städtischen Dienststellen die Grundsätze des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit der Stadt Karlsruhe berücksichtigt. Beim Neubau der Lina-Radke-Halle wurden die Leitlinien für Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen der Stadt Karlsruhe umgesetzt. Das Gebäude entspricht dem energetischen Standard der Passivhausbauweise. Auf der Dachfläche wurde eine Photovoltaikanlage installiert, die Lüftungsanlage läuft mit Wärmerückgewinnung, das komplette Gebäude wurde mit LED-Beleuchtung ausgerüstet und die Halle wird über einen Fernwärmeanschluss versorgt. Im Bereich Catering wurden alle Möglichkeiten für den Einsatz von Mehrweggeschirr geschaffen. Bei der Sanierung der Europahalle wird in der Halle und im Karl-Benz-Saal die Beleuchtung in eine effiziente Beleuchtung in LED-Technik getauscht. Die vorhandenen Lüftungsanlagen in der Halle und der Süderweiterung werden erneuert und gemäß der RLT-Richtlinie mit Wärmerückgewinnungsanlagen versehen. Insgesamt ist hier mit einem größeren Einsparpotential zu rechnen. Der Gastronomiepächter der Europahalle ist verpflichtet, bei der Abgabe von Speisen und Getränken Mehrweggeschirr zu verwenden. Ebenso hat er die Belange des Umweltschutzes und der Müllvermeidung besonders zu berücksichtigen. Die Gesellschaft nutzt beim Fuhrpark Fahrzeuge über Carsharing beim Anbieter Stadtmobil. Kurzbilanz 2020 (vorläufig) in € Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 3) 2018 ) 2019 2020 Plan 2020 2) Plan 2021 2) 1. Umsatzerlöse +649 +675 +699 +421 +642 +517 2. Sonstige betriebliche Erträge +2 +2 +8 +56 +0 +0 3. Materialaufwand und Aufwand bezogene Leistungen -381 -371 -381 -231 -348 -278 4. Personalaufwand -179 -178 -169 -169 -178 -172 5. Abschreibungen -4 -1 -1 -2 -8 -3 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -48 -50 -64 -46 -91 -64 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -13 -27 -33 -4 -7 -0 9. Ergebnis nach Steuern +26 +50 +59 +25 +10 -0 10. sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +26 +50 +59 +25 +10 -0 1) Vorläufige Angaben 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 3) Das Jahr 2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 38 14.381 0 113.684 888.483 7.321 1.023.907 A. B. C. D. Eigenkapital Eingefordertes Kapital Gewinnrücklage Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 15.000 801.368 24.581 840.949 89.344 92.304 1.310 1.023.907 232 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | KSBG Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 1,1 0,9 1,8 1,4 2. Umlaufintensität (in %) 98,9 99,1 98,2 98,6 3. Investitionen (in T€) 0 0 11,0 9.572 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 83,0 82,4 80,3 82,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 7.247,2 8.901,1 4.545,4 5.832,2 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) + 4,1 + 7,4 +8,5 +5,8 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 3,7 + 6,6 +7,2 +2,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 3,1 + 5,4 +5,8 +2,4 4. Kostendeckung (in %) 106,2 112,5 113,5 +93,7 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern + 43 + 78 +93 +31 5.2 nach Ertragsteuern + 31 + 51 +60 +27 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 29,4 29,6 27,4 37,7 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 2) 64.707 66.108 68.009 69.902 1) Vorläufige Angaben 2) Es werden nur Dauerarbeitsverhältnisse berücksichtigt. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. TechnologieRegion | Stadtkämmerei | 233 43. TechnologieRegion Karlsruhe GmbH Kontaktdaten Emmy-Noether-Str. 11, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 40244-712 Fax: 0721 40244-718 jochen.ehlgoetz@technologieregion-karlsruhe.de Gründung 7. April 2017 Unternehmensgegenstand Die Förderung und Weiterentwicklung der Wirtschafts-, Wissenschafts-, Innovations- und Technologieregion Karlsruhe durch intensive Zusammenarbeit aller Gesellschafter und Gesellschaftergruppen untereinander. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Geschäftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Geschäftsführung Jochen Ehlgötz Gesellschafter Stadt Karlsruhe 28 weitere Mitgesellschafter aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand Anteile am Haftkapital 3,85 % = 1.200 € Aufsichtsrat Dr. Frank Mentrup (Vorsitzender) Michael Gutjahr (stellv. Vorsitzender) Johannes Arnold Dr. Fritz Brechtel Christof Florus Wolfgang Grenke Prof. Dr. Thomas Hirth Gerd Lutz Margret Mergen Dr. Christoph Schnaudigel Johann Soder Ralph Suikat Beteiligungen (mindestens 25 %) keine Wichtige Verträge Mietvertrag Büroräume Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2017 3) 2018 2019 2020 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Die Mitglieder des Aufsichtsrats bekommen keine Aufwandsentschädigungen 3) Die Gründung der Gesellschaft erfolgte zum 7. April 2017. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wurde vom Rechnungsprüfungsamt Stadt Karlsruhe geprüft. Finanzielles Engagement der Gesellschafterin Stadt Karlsruhe von 2017 bis 2020 in T€ 2017 1) 2018 2019 2020 Kapitalaufstockung/Anteilserwerb 1 0 0 0 Gesellschafterdarlehen (verzinslich) 0 0 0 0 1) Die Gesellschaft wurde zum 7. April 2017 gegründet. 234 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2018 | TechnologieRegion Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 5) 2018 2019 2020 Beschäftigte 4) 1,00 4,13 5,50 6,20 Beamte 4) 0,00 0,00 0,00 0,00 Nebenberuflich Tätige 4) 0,00 0,00 0,00 0,00 Gesamtbelegschaft 1,00 4,13 5,50 6,20 Auszubildende 0,00 0,00 0,00 0,00 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. 5) Die Gesellschaft wurde zum 7. April 2017 gegründet. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Die TechnologieRegion Karlsruhe GmbH (TRK) fokussiert seit 2017 als regionaler, bundeslandübergreifender Standortvermarkter die Themen Energie, Mobilität und Digitalisierung. Bei Kooperationsprojekten agiert sie als Plattform, übernimmt die Steuerung unterschiedlicher Akteure, trägt zur Co-Finanzierung bei und macht die Ergebnisse im nationalen und internationalen Umfeld sichtbar. Durch diese strategische Verbindung von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kammern und öffentlicher Hand werden Pilotprojekte wie regiomove angestoßen und wie 2019 auf dem Global Summit der UITP in Stockholm geschehen, weltweit vermarktet. Zudem steht über das Welcome Center der TechnologieRegion Karlsruhe die internationale Fachkräftegewinnung im Fokus. In besonderer Weise hat die Corona-Pandemie die Arbeit der Geschäftsstelle der TRK beeinflusst. Beispiele der Arbeit der TRK im Jahr 2020 sind u.a.: RegioWIN 2030 – Federführung und Koordination zur Erarbeitung der Wettbewerbsunterlagen (Regionale Entwicklungsstrategie; 3 Leuchtturmprojekte; 4 Schlüsselprojekte) unter dem Titel „Region in Bewegung – Transformation gemeinsam gestalten“. Beitritt der Stadt Landau als 29.-te Gesellschafterin. Damit ist die gesamte Südpfalz Mitglieder der TRK. Betrieb des UITP Regional Trainings Centers Karlsruhe – Durchführung von Weiterbildungsveranstaltungen in Form von Webinaren mit Teilnahme von ÖPNV-Vertreterinnen und Vertretern aus der ganzen Welt. Vergabe des NEO - Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe zum Thema „Bioökonomie“. Diverse Veranstaltungen zur Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe. Aufnahme der Städte Landau, Gaggenau und Waghäusel in das Mobilitätsportal der TechnologieRegion Karlsruhe. Beteiligung an der Erarbeitung der EDIH-Antragsunterlagen. Weiterführung der Kooperation mit der Industrie 4.0-Initiative der Stadt Bühl. Vergabe des „KULT“, dem Kulturpreis der TechnologieRegion Karlsruhe. Ausblick Die TechnologieRegion Karlsruhe setzt 2021 weiterhin auf ihre Schwerpunkthemen Energie, Mobilität und Digitalisierung sowie den weiteren Ausbau der Standortvermarktung der Region im nationalen wie internationalen Umfeld. Hinzu kommt der Ausbau der Finanzierungsgrundlagen (Fördermittel, Gewinnung Neugesellschafter). Ein Schwerpunkt der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH wird 2021 die Umsetzung der erfolgreichen Beteiligung am RegioWIN 2030-Prozess des Landes Baden-Württemberg zur Vergabe der EFRE- Mittel für die Periode 2021 – 2027 sein. Ziel ist es, als Kernpartner in allen drei Leuchtturmprojekten vertreten zu sein. Damit kann zudem dem Ziel „Aufbau eines regionalweiten Netzwerks von Innovationszentren“ als Schlüsselprojekt zur weiteren europäischen Positionierung der TRK Rechnung getragen werden. Weitere Schwerpunkte liegen in der Intensivierung der Zusammenarbeit mit den französischen Partnern. Die TRK wird ihre Aktivitäten insbesondere im Hinblick auf die Zukunftstechnologie Wasserstoff intensivieren. Zudem strebt die TRK an, bundesweite Modellregion für Bioökonomie zu werden. TechnologieRegion | Stadtkämmerei | 235 Das Welcome Center für internationale Fachkräfte und Unternehmen soll weiter ausgebaut und dessen Aktivitäten noch stärker in die Region ausgedehnt werden. Die Kooperationsvereinbarung mit der UITP soll um den Baustein „Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung erweitert werden. Risiken Es liegen keine außergewöhnlichen Risiken vor, sofern von den nicht vorhersehbaren Entwicklungen der Corona- Pandemie abgesehen wird. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Mit der Verabschiedung der Regionalen Entwicklungsstrategie TechnologieRegion Karlsruhe 2030 und insbesondere der Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe „Smart Energy – TRK Mission 1.5 Grad“ wurde für die Region festgelegt, dass die klimapolitischen Ziele der Pariser Klimaschutzkonferenz 2015 auf regionaler Ebene erreicht werden sollen, die TRK durch ihr Handeln zur Erreichung dieser Ziele zum Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften und die Gestaltung von Energiesystemen wird und ihren Bürgerinnen und Bürgern eine lebenswerte und attraktive Umwelt bietet. Mit der Umsetzung wurde begonnen, u.a. über: - Spatenstich des CO2-freien Quartiers „Neue Mitte“ in Graben-Neudorf - Erarbeitung Antragsstellung zur „Modellregion Wasserstoff Baden-Württemberg“ - Förderung für das Leuchtturmprojekt regioKArgoTramTrain in Karlsruhe und der Region zur Entlastung der Innenstädte von fossil betriebenen Lieferfahrzeugen - Förderung für das Leuchtturmprojekt LastMileCityLab in Bruchsal zum CO2-freien Güterverkehr auf der letzten und vorletzten Meile - Positionierung für eine mögliche „Modellregion Industrielle Bioökonomie“ auf Bundesebene Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Flüssige Mittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 53.693 34.896 0 51.903 6.567 447.955 2.158 597.172 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Summe Eigenkapital Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 34.800 560.408 226.463 144.673 1.200 513.418 55.618 28.136 0 597.172 236 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2018 | TechnologieRegion Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 1)4) 2018 2019 2020 Plan 2020 2)3) Plan 2021 2)3) 1. Umsatzerlöse +371 +1.020 +1.374 +982 +1.552 +1.142 2. Grundstückerlöse +0 +0 +0 0 +0 +0 3. Aktivierte Eigenleistungen +0 +0 +0 0 +0 +0 4. Sonstige betriebliche Erträge +0 +80 +156 +297 +9 +311 5. Materialaufwand -195 -291 -250 -238 -141 -138 6. Personalaufwand -84 -300 -451 -581 -622 -547 7. Abschreibungen -5 -27 -44 -46 -20 -20 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -187 -577 -626 -278 -776 -734 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Ergebnis nach Steuern -100 -95 -78 136 +3 +14 13. Sonstige Steuern +0 +0 -46 -8 +0 +0 14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -100 -95 -32 +145 +3 +14 1) Die Gesellschaft wurde zum 7. April 2017 gegründet. 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 3) Die Unterscheidung in Materialaufwand und sonstigem betrieblichen Aufwand beruht auf einer überschlägigen Schätzung. 4) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 1 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 11,9 28,6 31,1 14,8 2. Umlaufintensität (in %) 88,1 71,4 68,9 85,2 3. Investitionen (in T€) 72 88 45 40 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 87,3 88,6 88,2 86,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 735,3 310 283,7 579,6 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -27,0 -9,3 -2,8 14,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -20,4 -23,8 -8,6 28,2 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -17,8 -21,1 -7,6 24,2 4. Kostendeckung (in %) 78,8 85,4 82,9 94,1 5. Cash-Flow (in T€) -95 -68 13 190 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 17,8 25,1 32,9 55,7 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 84.022 72.526 82.019 86.751 1) Die Gesellschaft wurde zum 7. April 2017 gegründet. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. TechnologieRegion | Stadtkämmerei | 237 IV. Rechtlich selbstständige Stiftungen 238 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | ZKM 1. ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe Kontaktdaten Lorenzstraße 19, 76135 Karlsruhe Telefon: 0721 8100-0 Fax: 0721 8100-1139 info@zkm.de www.zkm.de Gründung 1989 als Stiftung des öffentlichen Rechts Stiftungszweck Zwecke der Stiftung einschließlich ihrer Betriebe gewerblicher Art sind die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung sowie von Kunst und Kultur. Die Stiftung einschließlich ihrer Betriebe gewerblicher Art hat die Aufgabe, als Einrichtung der Forschung, der Kulturvermittlung und der Weiterbildung eine umfassende Auseinandersetzung mit Kunst und Medien sowie Medientechnologie, insbesondere in den Bereichen Bild, Musik, Sprache und Verbindungen unter ihnen, zum Beispiel Performance, Objekt und Architektur, zu ermöglichen. Vorstand Künstlerisch-wissenschaftliches Vorstandsmitglied: Prof. Dr. h.c. mult. Peter Weibel Geschäftsführendes Vorstandsmitglied: Prof. Christiane Riedel (bis 30.09.2020) Stifter Land Baden-Württemberg Stadt Karlsruhe Stiftungskapital 50 % = 50 % = 127.822,97 € 127.822,97 € 100 % = 255.645,94 € Stiftungsrat (stimmberechtigte Mitglieder) Staatssekretärin Petra Olschowski (Vorsitz) OB Dr. Frank Mentrup (stellv. Vorsitz); Wechsel im Vorsitz ab 17.07.2020 Dr. Klaus Heilgeist StR Renate Rastätter Ltd. MR Alfred Dietenberger MR Martin Neumaier Beratende Mitglieder StR Elke Ernemann, StR Tom Høyem Michael Salbeck MdL Alexander Salomon StR Bettina Meier-Augenstein MdL Martin Rivoir MdL Dr. Rainer Balzer Prof. Dr. Manfred Popp Dr. Susanne Asche Kuratorium Prof. Dr. Manfred Popp (Vorsitz) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Stiftung hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietvertrag vom 20. November 1997 mit der Stadt Karlsruhe über die Anmietung der Lichthöfe 1,2, 6 bis 9 und des Glaswürfels des ehemaligen IWKA-Hallenbaus in der Fassung vom 11./16. Oktober 2007. Mietvertrag über die Anmietung der ehemaligen G.Braun-Halle, die vom ZKM als Außenlager genutzt wird Stromliefervertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Betreibervertrag über den technischen Betrieb des Hallenbaus mit dem Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft der Stadt Karlsruhe ZKM | Stadtkämmerei | 239 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte/Angestellte 84 87 89 90 Beamte 2 2 2 3 Gesamtbelegschaft 86 89 91 93 Volontäre 12 13 14 12 Sonstiges Personal (Praktikanten und Hilfskräfte) 47 49 39 41 Auszubildende 3 3 4 2 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Volontäre, Auszubildende, FSJ-Stellen, Praktikanten und Aushilfskräfte Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Anzahl der Besucher (virtuelle Besucher über digitale Angebote) 221.865 255.153 258.690 69.908 (122.536) 2. Zuschuss pro Besucher (in €) (virtuelle Besucher über digitale Angebote) 75 66 66 245 (89 3. Finanzierung (in %) Eigenfinanzierungsquote 1) 5,43 5,08 5,33 2,94 Drittmittelfinanzierungsquote 2) 5,84 5,72 8,23 3,57 4. Zahl der Veranstaltungen Ausstellungen 18 12 9 4 Vorträge/Symposien 64 64 31 52 Musikveranstaltungen 35 20 12 8 Gruppenführungen 1.278 1.621 1283 470 Sonstiges 73 96 90 36 Zusammen 1.468 1.813 1.425 570 1) Verhältnis Umsatzerlöse – Summe der Aufwendungen 2) Verhältnis Zuwendungen Dritter – Summe der Aufwendungen Finanzielles Engagement der Stifter in den Jahren von 2017 bis 2020 in T€ 1) 2017 2018 2019 2020 1. Land Baden-Württemberg 8.343 8.421 8.499 8.549 2. Stadt Karlsruhe 8.343 8.421 8.499 8.549 Zusammen 16.686 16.842 16.998 17.098 1) In den Zuwendungen nicht berücksichtigt sind die zusätzlichen Mittel für den sogenannten Baukorridor. Hierfür stehen jährlich pro Stifter 350 T€ zur Verfügung. Der Abruf der Mittel erfolgt bedarfsgerecht, nicht abgerufene Mittel werden auf das Folgejahr vorgetragen. Geschäftsverlauf 2020 Das Jahr zeigte in einer besonderen Art und Weise die strukturellen Vorteile des ZKM gegenüber zahlreichen anderen Kulturinstitutionen. Nicht nur konnte mit neuen Formaten auf die Bedürfnisse des Publikums weltweit adäquat und schnell reagiert werden, auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten schnell „umschalten“ und sich – mitunter aufgrund flexibler Strukturen – den neuen Umständen anpassen, um Projekte agil, kompetent und mit Weitblick umzusetzen. Und obgleich es dem ZKM gelang – mit einem vielfältigen und umfangreichen, an die neuen Gegebenheiten angepassten Programm – nicht nur bestehende Besucherinnen und Besucher zu halten, sondern neue zu gewinnen und ein neues internationales Publikum auf das Haus und auf Karlsruhe als „UNESCO City of Media 240 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | ZKM Arts“ aufmerksam zu machen, führte doch das Jahr zum Wegfall und zu Verschiebungen von Ausstellungen und Veranstaltungen. So wurde die Realisierung der großen Anselm Kiefer Ausstellung, in der erstmals seine großen Vitrinenarbeiten präsentiert werden sollten, unmöglich. Verschoben werden musste u. a. die große Retrospektive des baden-württembergischen Künstlers und Jazzmusikers Walter Giers, die nun hoffentlich ab September 2021 stattfinden kann. Auch konnten die Hörspieltage in Kooperation mit dem ARD in diesem Jahr nicht durchgeführt werden. Unübersehbar bleibt der finanzielle Einbruch der Umsätze. Von geplanten Einnahmen über Eintritte, Führungen und Workshops in Höhe von 350.000 € für das Jahr 2020 konnten lediglich knapp 198.000 € eingenommen werden. Der Shop des ZKM erlitt einen Umsatzrückgang von knapp 80.000 € im Vergleich zu den geplanten Einnahmen. Noch härter traf es die Bereiche der Vermietung der ZKM-Räumlichkeiten sowie der Verpachtung der Gastronomie: von den anvisierten und teilweise bereits vertraglich gesicherten rund 300.000 € konnten lediglich 108.000 € erwirtschaftet werden. Kompensiert werden konnten diese Einnahmerückgänge durch die genannten Streichungen und Verschiebungen von Ausstellungen und Veranstaltungen. Zugleich zeigte der hohe Zuspruch für die digitalen Inhalte des ZKM, der in Veranstaltungen von Besucherinnen und Besuchern immer wieder formuliert wurde, und uns über weitere Kanäle stetig erreicht, dass das digitale Format für das internationale aber auch nationale Publikum nun einen festen und geschätzten Stellenwert im Programm des ZKM einnimmt und nach Öffnung des Hauses nicht weitergeführt werden kann. Diese hybride Ausrichtung der Institution ZKM erfordert zukünftig nicht nur programmatische Erweiterungen, sondern impliziert in erster Linie finanzielle Berücksichtigung. Das Digitale ist eine effektive Erweiterung des Zugangs zur Kultur und ihren Inhalten und muss – vor dem Hintergrund des Bildungsauftrags – inhaltlich und finanziell gesichert werden. Das ZKM leistet hier seinen Beitrag: Im EU-Programm Kreatives Europa KULTUR wurden in der Programmlaufzeit 2014–2020 225 Projekte mit deutscher Beteiligung gefördert. Das ZKM ist die erfolgreichste – am meisten – geförderte Organisation aus Deutschland und war/ist insgesamt an acht geförderten Kooperationsprojekten beteiligt. Diagramm: Entwicklung der Besucherzahlen 2010 bis 2020 (ohne Schlosslichtspiele) Ausblick Auch für das Jahr 2021 geht das ZKM davon aus, dass pandemie- und lockdownbedingt zu Beginn des Jahres mit weiter anhaltenden Einschränkungen gerechnet werden muss. Im Vermietungsgeschäft wird mit einer Erholung frühestens im zweiten Halbjahr 2021 zu rechnen sein. Das große Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt "Critical Zones. Horizonte der Erdpolitik" steht trotz und gerade wegen der Corona-Krise weiterhin im Mittelpunkt der ZKM-Aktivitäten. In einem breiten Netzwerk von internationalen Experten und Expertinnen und Forschungseinrichtungen sowie mit zahlreichen lokalen Initiativen 233.264 258.690 206.632 69.908 (122.536) 0 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 20102011201220132014201520162017201820192020 Jahr ZKM | Stadtkämmerei | 241 sollen der Klimawandel und seine ökologischen, ökonomischen, politischen, gesundheitlichen und sozialen Effekte thematisiert werden. Die Aktualität des Themas "Critical Zones" ist durch die Corona-Pandemie noch deutlicher geworden - wie verletzlich das organische Leben in der sog. kritischen Zone von der Atmosphäre bis zum Grundwasser ist. Mit dem Shutdown hat das ZKM ein umfangreiches digitales und partizipatives Programm in den digitalen Raum verlegt, um auch weiterhin permanent für die Öffentlichkeit präsent zu sein. Die Realisierung von "Critical Zones" entwickelte sich somit entlang der politisch-medizinischen Bedingungen in der Corona-Zeit und wird aufgrund der verspäteten Eröffnung und der reduzierten Anzahl von Besuchenden bis Mitte des Jahres 2021 verlängert. Im Herbst 2021 geht das ZKM mit der Ausstellung BioMedien (BioMimetische Medien) aktuellen Entwicklungen der biogenetischen, algorithmischen und AI-basierten Kunst, der Robotik, Quanteninformatik und Biowissenschaften nach, die sich mit computersimulierten Lebewesen, künstlichem Leben und künstlicher Intelligenz befassen. Coronabedingt können derzeit leider keine Ausstellungen auf Reisen geschickt werden, dennoch laufen die Vorbereitungen für die Ausstellung "Kunst in Bewegung" in Peking, China und eine Präsentation der ZKM- Sammlung in Gwangju, Südkorea, ein wichtiger Partner im Netzwerk "UNESCO Creative Cities of Media Arts", weiter. Eine Präsentation dieser Ausstellungen wird nun aber erst Ende des Jahres 2021 oder erst 2022 möglich sein. Risiken Das Risiko einer möglichen Kürzung der Grundfinanzierung von Stadt und Land in den künftigen Jahren, insbesondere vor dem Hintergrund der coronabedingten Auswirkungen auf die Haushalte der beiden Stifter, bleibt bestehen. Ausbleibende Drittmitteleinnahmen sowie ein weiterer Besucherrückgang und rückläufige Vermietungen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen nicht nur ein Risiko dar, sondern sind bereits für das erste Halbjahr 2021 absehbar. Ein sich abzeichnender Anstieg der Gebäudekosten sowohl im Betrieb als auch in der Bauunterhaltung, können zu Lasten des inhaltlichen Programms gehen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Zu den bereits erfolgten Maßnahmen sollen im Lauf der nächsten Jahre speziell in den Ausstellungsräumen sowie im Foyer auf energiesparende Technologien umgestellt werden. Aufgrund des denkmalgeschützten Gebäudes, sind jedoch nicht alle Maßnahmen im Hinblick auf Klimaschutz umsetzbar. Neben der Nutzung eines örtlichen Car-Sharing Betreibers wird das ZKM 2021 seine Flotte mit einem reinen Elektro- sowie einem Hybridfahrzeug ergänzen, dafür jedoch 3 Bestandsfahrzeuge abgeben. Grundsätzlich ist das ZKM dabei, alle Bereiche im Hinblick auf Nachhaltigkeit zu überprüfen. 242 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | ZKM Vorläufige Kurzbilanz 2020 in € Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 5) 2018 2019 1) 2020 Plan 2020 2) Plan 2021 2) 1. Umsatzerlöse +1.157 +1.198 +1.263 +637 +975 +600 2. Bestandveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4 -9 +2 +0 +0 +0 3. Sonstige Zuwendungen Dritter +18.564 +18.395 +19.484 +18.505 +19.259 +19.113 4. Sonstige betriebliche Erträge +350 +470 +336 +621 +350 +350 5. Personalaufwand -6.764 -6.935 -7.470 -7.804 -7.700 -7.850 6. Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.769 -8.655 -9.565 -7.370 -8.685 -8.405 7. Abschreibungen -488 -569 -581 -536 -600 -550 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.553 -3.480 -3.421 -3.443 -3.355 -3055 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +9 +5 +8 +8 +4 +4 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4 -5 -5 -3 -4 -4 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 -3 +0 +0 +0 12. Ergebnis nach Steuern +498 +416 +51 +618 +244 +203 13. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 14. Neutraler Ertrag 3) +0 +0 +0 +0 +0 +0 15. Neutraler Aufwand 3) +0 +0 +0 +0 +0 +0 16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 4) +498 +416 +51 +618 +244 +203 1) Vorläufige Angaben 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan” (das heißt nicht fortgeschrieben) 3) Nach den neuen Bilanzierungsrichtlinien sind die neutralen Aufwendungen und Erträge unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge zu subsumieren. Dies wurde bei den Abschlusszahlen ab 2016 berücksichtigt 4) Der Jahresüberschuss wird zusammen mit den Abschreibungen zur Deckung des Liquiditätsbedarfs für die vorgesehenen Investitionen benötigt. 5) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Aktiva Passiva Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanalgen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen Kassenbestand, Forderungen gegenüber der Stadt Karlsruhe Rechnungsabgrenzungsposten 184.821 17.183.830 0 65.309 776.664 2.734 1.764.136 56.718 20.034.212 A. B. C. D. E. F. Eigenkapital Stiftungsstock Zuführung durch Schenkungen Gewinnvortrag Vorjahre Rücklagen Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Erhaltene Anzahlungen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt Verbindlichkeiten aus L + L Rückstellungen Rechnungsabgrenzungsposten 255.646 2.795.431 14.127.101 0 618.286 17.796.464 0 2.841 707.818 88.770 1.438.317 20.034.212 ZKM | Stadtkämmerei | 243 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 85,2 84,3 86,3 86,7 2. Umlaufintensität (in %) 14,8 15,7 13,7 13,3 3. Investitionen (in T€) 809 968 607 983 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 88,9 88,0 89,6 88,8 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 104,4 104,3 103,8 102,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +43,0 +34,7 +4,0 +97,0 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +3,0 +2,4 +0,3 +3,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +2,7 +2,2 +0,3 +3,1 4. Kostendeckung (in %) 5,9 6,1 6,0 3,3 5. Cash Flow (in T€) 986 984 632 1.154 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 34,5 36,3 35,5 40,7 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 45.705 45.035 50.470 52.731 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 244 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Heimstiftung 2. Heimstiftung Karlsruhe Kontaktdaten Karlstraße 54, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-5437 Fax: 0721 133-5109 www.heimstiftung-karlsruhe.de Gründung 17. August 1994 Stiftungszweck Zweck der Stiftung ist die Errichtung und der Betrieb von Kinder- und Jugendheimen, Alten- und Pflegeheimen, betreuten Seniorenwohnungen sowie stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen der Sozialhilfe und der Jugendhilfe. Zu den Einrichtungen der Jugendhilfe zählt auch eine private staatlich anerkannte Schule (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung). Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ (§§ 51ff) der Abgabenordnung (Stiftungssatzung vom 27. Juli 2010). Vorstand BM Martin Lenz (als ständiger Vertreter des Oberbürgermeisters) Stifter Stadt Karlsruhe Stiftungskapital ca. 6,2 Mio. € Stiftungsrat (stimmberechtigte Mitglieder) BM Martin Lenz (Vorsitz) StR Dr. Thomas Müller (stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf StR Rebecca Ansin (ab 24.09.2019) StR Michael Borner StR Yvette Melchien StR Niko Riebel StR Jürgen Wenzel StR Karin Wiedemann Alexandra Ries, beratendes Mitglied Karina Langeneckert, beratendes Mitglied Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Stiftung hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge - Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte 4) 301,7 307,7 304,3 311,18 Beamte 4) 5) 12,4 12,0 16,3 16,83 Gesamtbelegschaft 314,1 319,7 320,6 328,01 Auszubildende 23,5 23,0 27,25 33,00 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamte 5) Einschließlich vom Land Baden-Württemberg abgeordneter Lehrerinnen und Lehrer an der Augartenschule Heimstiftung | Stadtkämmerei | 245 Leistungszahlen 2017 bis 2020 in Prozent Auslastung der Einrichtungen 2017 2018 2019 2020 1. Seniorenzentrum am Klosterweg Betreutes Wohnen 95,00 95,14 91,44 92,00 Pflegeheim 94,76 94,46 93,81 98,00 2. Seniorenzentrum Parkschlössle Betreutes Wohnen 95,00 90,53 85,42 91,00 Pflegeheim 94,80 95,06 96,26 97,00 3. Kinder- und Jugendhilfezentrum Sybelcentrum Vollstationäre Gruppen 76,33 88,25 81,50 77,00 Tagesgruppen 97,12 92,06 92,85 98,00 Plätze im betreuten Wohnen 75,20 100,00 100,00 82,00 4. Wohnungslosenhilfe (Langzeitwohngruppe) 95,00 98,56 95,20 97,00 5. Seniorenresidenz am Wetterbach (Pflegeheim) 83,74 80,73 81,53 79,00 Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe in den Jahren 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Investitionszuschüsse (Sybelcentrum) 0 795 570 1.083 2. Sonstige Zuschüsse (u.a. Augartenschule/ Fundraising-Zuschuss) 55 55 5 15 3. Zuschuss Schulkoordination 60 60 60 60 Zusammen 115 910 635 1.158 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Im Jahr 2020 wurde ein Überschuss in Höhe von 85 T€ erwirtschaftet. Durch die sehr gute Auslastung in den großen Seniorenzentren sowie einer Zunahme der Belegung in den höheren Pflegestufen konnten hier die Erträge gesteigert werden. In der Seniorenresidenz in Wetterbach konnten wegen der Corona-Pandemie die Doppelzimmer nur einzeln belegt werden, was in dieser Einrichtung Ertragsausfälle zur Folge hatte. Im Frühjahr 2020 sind Gruppen und die Verwaltung des Sybelcentrums in den Klosterweg gezogen und in den Sommerferien fand der Umzug der Augartenschule und von 2 Tagesgruppen in die Kimmelmannschule statt. 246 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Heimstiftung Diagramm: Entwicklung der Ergebnisse 2010 bis 2020 (in T€) Die neue Einrichtung Pflege und Wohnen Alte Mälzerei war im Jahr 2020 trotz Corona sehr gut ausgelastet und erzielte ein Ergebnis von 48 T€. Das Hausgemeinschaftsmodell mit Elementen wie z.B. gemeinsames Kochen wird gut angenommen und auch von außen positiv wahrgenommen. Gleiches gilt für das Seniorenzentrum Parkschlössle. Inzwischen wird aber deutlich, dass nach der Generalsanierung, die im Jahr 2009 beendet wurde, größere Instandhaltungsmaßnahmen, z. Bsp. bei den Toiletten oder beim Außenaufzug, notwendig werden. Da die Aufzugsreparaturen sehr kostenintensiv sind, gibt es Überlegungen, ob und inwieweit er durch eine Rampe ersetzt werden könnte. Die Seniorenresidenz am Wetterbach schloss mit einem Fehlbetrag von 55 T€ ab. Durch den hohen Anteil an Doppelzimmern, die im Corona-Jahr 2020 meistens nur einzeln belegt werden konnten, ist die Belegungsquote auf 78,5% gesunken. Die für 2020 geplanten Umbaumaßnahmen haben sich durch die Pandemie weiter verzögert und sollen nun in 2021 umgesetzt werden. Der ambulante Dienst schloss mit einem Plus in Höhe von 34 T€ ab. Die Angebote der mobilen Pflege wurden in 2020 nach dem ersten Lockdown verstärkt nachgefragt, da durch Corona Pflegeeinrichtungen oft keine neuen Bewohner und Bewohnerinnen aufnehmen konnten oder Angehörige aus Sorge vor Ansteckung die Pflege länger zu Hause organisiert haben. Durch den Sanierungsstau im Betreuten Wohnen Klosterweg konnten die Wohnungen teilweise nicht vermietet werden. Zur Jahresmitte wurden deshalb 5 Wohnungen von Wohnen Leben Perspektiven übernommen. Zusätzlich hat die Vorgabe, dass einige Wohnungen in der Haid-und-Neu-Straße, die der Alten Mälzerei angegliedert sind, nur mit 2 Personen belegt werden dürfen, die Vermietung stark verzögert. Diese Wohnungen konnten erst im Laufe des Jahres vollständig vermietet werden. Die Tagespflege schließt mit einem Überschuss von 25 T€ ab. Sie musste wegen Corona einige Zeit schließen, und kann aufgrund der Hygiene- und Schutzverordnungen auf unabsehbare Zeit nur eine eingeschränkte Anzahl an Gästen aufnehmen. Bislang können die dadurch bedingten Ertragsausfälle allerdings noch durch die Corona- Hilfen aufgefangen werden. Das Sybelcentrum schloss mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 21 T€ ab. Die geplanten Umzüge in den Klosterweg und die Kimmelmannschule erfolgten in 2020. Der Bereich Wohnen Leben Perspektiven erzielte ein positives Ergebnis in Höhe von 71 T€. Die Wohngruppe Passagehof für Menschen in Substitution war in 2020 sehr gut ausgelastet und hat so, nach den nicht 26 -374 451 -147 -178 -242 241 -35 -367 85 -500 -400 -300 -200 -100 0 100 200 300 400 500 2011201220132014201520162017201820192020 Jahr Heimstiftung | Stadtkämmerei | 247 refinanzierten Anlaufkosten in 2019, zu einem großen Teil zu dem positiven Ergebnis beigetragen. Ebenso wie die Übernahme von 5 Wohnungen vom betreuten Wohnen im Klosterweg . Ausblick Das Jahr 2021 wird nach aktueller Einschätzung (Stand der Berichtserstellung April 2021) weiterhin geprägt sein durch die Corona-Krise. Es bleibt unklar, wie lange und in welchem Umfang für die bisher angeordneten Schutzmaßnahmen Corona-Ausgleichszahlungen weiter geleistet werden. Auch für die IT-Infrastruktur werden für die durch die Pandemie beschleunigten Prozesse für die Gestaltung von Video-Konferenzen, Home-Office, Digitalisierung der Schule weiterhin hohe Investitionen nötig sein. 2021 soll der Umbau in der Seniorenresidenz am Wetterbach durchgeführt werden. Risiken Die bereits zum Jahresende 2018 genannten Risiken der Rückzahlungsverpflichtung der Fördergelder des Landes für den Anbau am Klosterweg im Jahr 1999/2000 bestehen weiterhin und sind abhängig von der weiteren Nachnutzungsplanung für den Gebäudekomplex. Die Sanierung des Sybelcentrums hat im September 2020 begonnen. Im Rahmen der Projektsteuerung erfolgt eine strenge Kostenkontrolle. Jedoch muss auch gesehen werden, dass bei dem denkmalgeschützten Gebäude im Verlauf der Sanierung durchaus noch zusätzliche Ausgaben entstehen können. Zum Beispiel konnte erst jetzt festgestellt werden, dass der Zustand der Decken im Gebäude teilweise so schlecht ist , dass der Aufwand für die Sanierung nach Einschätzung der Fachplaner und der Projektsteuerung größer werden wird als geplant. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Für das Gebäude Pflege und Wohnen Alte Mälzerei wurde ein Energiekonzept entwickelt, das auf vor Ort produzierte Sonnenenergie, Blockheizkraftwerke (BHKW) und industrielle Abwärme setzt. Zusätzlich nimmt die Heimstiftung Karlsruhe regelmäßig am Energieaudit der Stadt Karlsruhe teil. Bei Einkauf und Anschaffungen werden nach einer Kosten-Nutzen-Analyse nachhaltig produzierte Produkte erworben. Ein in Auftrag gegebenes Gutachten soll klären, ob und in welchem Ausmaß Solaranlagen für das Seniorenzentrum Parkschlössle und die Seniorenresidenz am Wetterbach möglich wären. Vorläufige Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 165.375 26.127.215 21.411 88.688 4.315.891 443.314 20.576 31.182.470 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage Verlustvortrag Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Sonderposten Fördermittel für Investitionen Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 6.219.919 1.163 -1.890.022 85.474 4.416.534 6.079.689 1.294.398 19.391.849 0 31.182.470 248 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Heimstiftung Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 3) 2018 2019 2020 1) Plan 2020 2) Plan 2021 2) 1. Erträge aus allg. Pflegeleistungen +9.141 +9.675 +10.029 +10.596 +10.244 +10.572 2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung +2.548 +2.629 +2.774 +2.870 +2.708 +2.927 3. Erträge aus Weiterberechnung von Investitionskosten +1.380 +1.379 +1.584 +2.006 +1.935 +1.973 4. Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten +1.568 +1.687 +1.809 +2.549 +1.534 +1.839 5 Sonstige betriebliche Erträge +9.827 +10.088 +10.648 +12.105 +11.519 +11.503 = Summe der Erlöse und Erträge +24.464 +25.458 +26.844 +30.126 +27.940 +28.814 6. Materialaufwand -3.566 -3.592 -4.094 -4.981 -4.624 -4.501 7. Personalaufwand -17.394 -18.702 -19.550 -20.635 -19.360 -20.244 8. Steuern, Abgaben, Versicherungen -115 -114 -119 -83 -75 -75 9. Sachaufwendungen für Nebenbetriebe -23 -21 -25 -11 -15 -15 10. Mieten, Pacht und Leasing -1.010 -927 -1.190 -1.994 -1.983 -2.233 = Zwischenergebnis I +2.354 +2.102 +1.866 +2.422 +1.883 +1.746 11. Erträge aus öffentlicher/nichtöffentlicher Förderung +0 +0 +0 +0 12. Erträge aus Auflösung von Sonderposten +286 +397 +376 478 +317 +441 13. Aufwendungen für Zuführung zu Sonderposten -365 -505 -570 -905 -566 -553 14. Abschreibungen -1.006 -1.003 -1.088 -1.205 -930 -1.166 15. Aufwendungen für Instandsetzungen -707 -744 -714 -486 -520 -677 = Zwischenergebnis II +562 +247 -130 +304 +184 -209 16. Zinsen und ähnliche Erträge +11 +12 +13 +13 +3 +3 17. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -332 -294 -251 -232 -219 -164 = Zinssaldo -321 -282 -238 -216 -161 18. Ergebnis nach Steuern +241 -35 -368 +85 -32 -370 19. Außerordentliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 20. Außerordentliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 21. Weitere Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 22. Außerordentliches Ergebnis +0 +0 +0 +0 +0 +0 23. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +241 -35 -368 +85 -32 -370 1) Vorläufige Angaben 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan” (das heißt nicht fortgeschrieben). 3) Das Jahr 2017 wurde rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst.. Heimstiftung | Stadtkämmerei | 249 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 85,7 85,0 85,2 84,4 2. Umlaufintensität (in %) 14,3 14,9 15,0 15,6 3. Investitionen (in T€) 3.443 630 2.222 1.406 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 16,0 16,0 14,0 14,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 18,7 18,8 16,6 16,8 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +1,0 -0,1 -1,3 0,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +5,1 -0,7 -8,5 1,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +1,9 -0,2 -1,5 1 4. Kostendeckung (in %) 101,0 99,9 98,7 98,7 5. Cash Flow (in T€) +1.253 +968 +805 1.223 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 71,1 73,6 73,3 67,6 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 55.377 58.498 60.979 62.529 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 250 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Wirtschaftsstiftung 3. Wirtschaftsstiftung Südwest Kontaktdaten Zähringer Straße 65 a, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-7330 Fax: 0721 133-7339 info@wirtschaftsstiftung.de www.wirtschaftsstiftung.de Gründung 19. Dezember 2000 Stiftungszweck Förderung der Volks- und Berufsbildung der Allgemeinheit im Wirtschaftsraum Südwest (Stiftungssatzung vom 14. Dezember 2011). Vorstand Michael Kaiser (Vorsitz) Marc Sesemann Andreas Lorenz Dr. Olaf Sauer Gesellschafter Stadt Karlsruhe Sparkasse Karlsruhe Volksbank Karlsruhe eG Stiftungskapital 98 % = 1 % = 1 % = 149.940 € 1.530 € 1.530 € 100 % = 153.000 € Stiftungskuratorium OB Dr. Frank Mentrup Michael Huber (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Karlsruhe) Hubert Meier (Vorstandsmitglied Volksbank Karlsruhe) Beteiligungen (mindestens 25 %) An der Gesellschaft für Beratungen und Beteiligungen mbH (GfBB) ist die Stiftung mit nominal 64.500 € (10 %) beteiligt. Die übrigen Anteile halten Sparkasse Karlsruhe und Volksbank Karlsruhe eG mit jeweils 290.250 € (45 %). Abschlussprüfung Die Bestellung eines Abschlussprüfers ist nach § 9 Abs. 3 Stiftungsgesetz Baden-Württemberg nicht zwingend notwendig und daher nicht erfolgt. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Arbeiter 4) - - - - Angestellte 4) 3,0 3,0 3,0 2,2 Beamte 4) - - - 0,6 Gesamtbelegschaft 3,0 3,0 3,0 2,8 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamten. Wirtschaftsstiftung | Stadtkämmerei | 251 Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 Betriebsmittelzuschuss 60 60 60 60 Zuschuss für die Kontaktstelle Frau und Beruf 80 80 90 60 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Aufgabe der Wirtschaftsstiftung Südwest ist gemäß der Stiftungssatzung die Förderung des Grundwissens zur erfolgreichen Führung und Finanzierung kleinerer und mittelgroßer Unternehmen im Wirtschaftsraum Südwest. Sie wird insoweit auf dem Gebiet der Volks- und Berufsbildung tätig. Die allgemeine Bildungsarbeit ist in der Satzung als Hauptzweck der Wirtschaftsstiftung Südwest festgeschrieben. Ziel ist es, bereits in Schulen ein positives Unternehmensumfeld durch Aufklärungsarbeit zu schaffen und Wege zur Selbstständigkeit aufzuzeigen. Mit der Unterstützung von Frauen bei der Berufs- und Lebensplanung durch die Kontaktstelle Frau und Beruf nahm die Stiftung bis 31.12.2020 eine Scharnierfunktion zwischen den Anforderungen der Wirtschaft nach gut qualifizierten Frauen und den Potenzialen und Interessen von Frauen wahr. Darüber hinaus bündelt die Stiftung das beraterische Know-how der Region, um kleinen und mittleren Unternehmen in besonderen Situationen schnell zur Seite zu stehen. Ihr angeschlossen sind Wirtschafts-, Technologie-, Finanz-, Steuer- und Rechtsberaterinnen und -berater. Sie unterstützen Unternehmen in Phasen der Gründung, der Umstrukturierung, des schwierigen Wachstums, der Qualifizierung und Personalentwicklung oder in Krisensituationen sowie Firmen bei anstehendem Generationswechsel. Der Erfolg liegt in der Neutralität und Unabhängigkeit dieses Netzwerkes aus sachverständigen, selbstständigen Beraterinnen und Beratern. Die Beratungsvermittlung wird in der angeschlossenen GfBB Gesellschaft für Beratungen und Beteiligungen mbH vorgenommen. Gemäß der Satzung unterstützte die Wirtschaftsstiftung Südwest im Berichtsjahr das Beraternetz Karlsruhe, das für Unternehmen betriebswirtschaftliches Wissen anbietet. Aus dem Netzwerk entstand die Idee eines Vereins, der Ende 2020 unter dem Namen regBRAINs e.V. mit Sitz in Karlsruhe von Beraterinnen und Beratern gegründet wurde. Zweck der Körperschaft ist die Förderung und Beratung Selbständiger sowie kleiner und mittlerer Unternehmen. Insgesamt nahmen an den Projekten und Veranstaltungen der Kontaktstelle Frau und Beruf ca. 450 Frauen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen teil. Ausblick Erneut werden 25.500 € in diverse Bildungsprojekte fließen. Die Kontaktstelle Frau und Beruf wird zukünftig von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Karlsruhe betrieben. Die Wirtschaftsstiftung Südwest hat sich deshalb nicht um die Förderperiode 2021 bis 2023 beworben. Risiken Laut der Stiftung liegen derzeit keine Risiken vor. 252 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Wirtschaftsstiftung Vorläufige Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.353 2 70.510 202 396.202 63 468.332 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 153.000 114.373 59.463 326.836 53.030 88.467 0 468.332 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2020 in T€ 2017 3) 2018 2019 2020 2) 1. Umsatzerlöse 1) +320 +320 +326 +239 2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +0 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +0 +0 +0 +0 4. Personalaufwand -268 -275 -226 -219 5. Abschreibungen -9 -9 -3 -2 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -82 -81 -85 -88 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1 +1 +1 +3 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 9. Ergebnis nach Steuern -38 -44 +13 -66 10. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -38 -44 +13 -66 12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr +122 +104 +80 +108 13. Entnahme Stiftungskapital +26 +26 +25 +25 14. Entnahme aus Gewinnrücklagen +0 +0 +0 +0 15. Einstellung in Gewinnrücklagen -6 -6 -10 -7 16. Bilanzgewinn +104 +80 +108 +60 1) Hierin enthalten ist der Betriebsmittelzuschuss der Stadt Karlsruhe. 2) Vorläufige Angaben 3) Das Jahr 2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Wirtschaftsstiftung | Stadtkämmerei | 253 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 18,9 19,9 14,9 2. Umlaufintensität (in %) 81,1 80,1 85,1 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 98,8 97,8 78,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 524,2 492,3 524,9 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - 11,8 -13,7 -3,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - 8,9 -11,5 3,2 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - 8,8 -11,2 2,5 4. Kostendeckung (in %) 89,2 87,6 118,3 5. Cash Flow (in T€) - 29 -34 15 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 74,7 75,2 68,2 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 89.264 79.584 62.552 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 254 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Centre Culturel 4. Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe Kontaktdaten Karlstraße 16 b, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 16038-0 Fax: 0721 16038-29 info@ccfa-ka.de www.ccfa-ka.de Gründung 23. Januar 2002 Stiftungszweck Die Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen, die Verbreitung der französischen Sprache und Kultur in Karlsruhe und die Herstellung und Pflege der Beziehungen und des Austauschs zwischen französischen und deutschen Wissenschaftlern, Künstlern, Wirtschaftsleuten sowie in den sonstigen Bereichen der Gesellschaft (Stiftungsurkunde vom 23. Januar 2002). Vorständin Marlene Rigler Stifter Republik Frankreich Stadt Karlsruhe Stiftungskapital 50 % = 50 % = 12.800 € 12.800 € 100 % = 25.600 € Stiftungsrat Dr. Albert Käuflein, Bürgermeister der Stadt Karlsruhe (Vorsitz) Cyril Blondel, Kulturgesandter der franz. Botschaft in Berlin (stellv. Vorsitz) Dr. Susanne Asche, Leiterin des Kulturamtes der Stadt Karlsruhe Peter Dangelmaier, Abteilungsleiter Vorstandssekretariat der Sparkasse Karlsruhe Gérard Jollit, Geschäftsführer des Restaurants „Zum Ochsen“ in Karlsruhe-Durlach Catherine Veber, Generalkonsulin der Republik Frankreich in Stuttgart Matthias Wolf, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Stiftung hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Räumlichkeiten im Gebäude Karlstraße 16 b. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wird vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 2018 2019 2020 Angestellte/Beschäftigte 3,4 3,4 3,9 4,17 Beamte - - - - Gesamtbelegschaft 3,4 3,4 3,9 4,17 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte Centre Culturel | Stadtkämmerei | 255 Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe in den Jahren 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1. Betriebsmittelzuschuss Stadt Karlsruhe 1) 190 190 194 194 2. Projektzuschüsse 13 2 8 26 3. Sonderzuschuss Stadt Karlsruhe für Erneuerung EDV 0 0 0 0 4. Sonderzuschuss Stadt Karlsruhe für Gestaltung des Empfangsbereiches - 5 0 0 5. Sonderzuschuss Stadt Karlsruhe für Steuernachzahlungen 2012-2017 - - 13 0 Zusammen 203 197 215 220 1) Betriebsmittelzuschuss stellt nur die Infrastruktur wie Miete und Personalkosten für die Direktorin und die stellvertretende Leiterin sicher. Leistungszahlen 2017 bis 2020 2017 2018 2019 2020 1. Sprachkurse 80 51 75 113 2. DELF-Prüfungen 488 814 777 634 3. Bibliothek 1) 35 65 101 87 4. Ausstellungen 5 4 6 4 5. Konzerte 1 1 0 0 6. Vorträge, Lesungen 5 11 9 0 7. Theater 0 1 2 0 8. Film 4 2 3 0 9. Diverse Veranstaltungen 6 11 6 7 Zusammen 624 960 979 845 1) Ausleihungen (keine Anmeldung mehr notwendig, gegen Pfand kann jeder ausleihen). Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Neben den traditionell erfolgreichen Veranstaltungen wie beispielsweise dem Deutsch-Französischen Tag, besucht von 1.200 Schülern, und der Ausstellungsreihe „Retour de Paris“, fand das erste Festival für junges Publikum statt. Langfristige Kooperationen mit der VHS, Kinemathek, Literarischen Gesellschaft brachten Publikumserfolge. Mit Schulen gestalteten wir eine Umfrage zum Europa der jungen Generation, in Kooperation mit den BNN. Als neuen schulischen Partner konnten wir das Lessing-Gymnasium gewinnen, dort findet ein von der Stiftung ins Leben gerufene, internationale Sprachencafé statt. Künstlerisch standen die Wochen gegen Rassismus im Vordergrund, die Frankophonie, die wir im Rahmen unseres Tages der offenen Türe vorstellten. Ausblick 2020 steht unter dem Zeichen der Frankophonie: Zum Auftakt gab SOKAN TRIO aus Burkina Faso ein Neujahrskonzert. Im März war ein Festival afrikanischer Literaturen in Kooperation mit Stadtbibliothek und VHS geplant. Im Juni gab es eine Neuproduktion für Kinder in Kooperation mit dem jungen Staatstheater mit Tournée durch ganz Baden-Württemberg. Jugendliche im Hort in der Nordstadt sowie Schülerinnen und Schüler der Sophie-Scholl Realschule sind zu einem kostenfreien Workshop zum Thema Bauhaus eingeladen. Abschließend findet eine Ausstellung im Architekturschaufenster statt. Liaisons stehen wie die europäischen Architekturtage, zu denen zwei Veranstaltungen geplant sind, in diesem Jahr unter dem Titel „hausgemacht“. Einige der geplanten Angebote in der ersten Jahreshälfte mussten aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt bzw. verschoben werden. 256 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Centre Culturel Risiken Bei unveränderten Rahmenbedingungen ist eine Überschuldung der Stiftung wahrscheinlich. Der drohenden Überschuldung muss von Seiten der Stiftungsverwaltung bzw. den Trägern der Stiftung gegengesteuert werden durch Erhöhung deren Einnahmen und/oder Senken deren Ausgaben. Risiken sieht die Stiftung sowohl durch mögliche Kürzungen der öffentlichen Zuschüsse, durch Forderungen mehrjähriger Miet-Nebenkostenrückstände sowie durch Verdienstausfälle im Bereich der Präsenz-Kurse aufgrund der Corona-Pandemie. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Verzicht auf Plastikflaschen stiftungsintern und bei Veranstaltungen. Sparsame Verwendung von Papier- Ressourcen, zugunsten virtueller Dokument-Speicherung. Neue Buchbestände in der Bibliothek zur kollektiven Nutzung. Jahresabschlüsse in den Jahren von 2017 bis 2021 in T€ Das Rechnungswesen erfolgt durch eine Einnahmen-/Überschussrechnung. Eine Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung ist daher nicht zu erstellen. 2017 1) 2) 2018 1) 2) 2019 2020 Plan 2020 Plan 2021 1. Übertrag liquide Mittel Vorjahr +35 +28 +11 +17 +17 +39 2. Kurse, Prüfungsgebühren +95 +113 +124 +110 +132 +90 3. Mitgliedsbeiträge +2 +2 +2 +2 +2 +1 4. Zuschüsse (allgemein) +241 +240 +256 +269 +260 +288 5. Allgemeine Spenden +3 +0 +0 +0 +0 +0 6. Projektzuschüsse +47 +43 +37 +91 +50 +40 7. Sonstiges +12 +8 +2 +1 +5 +5 8. Zinserträge +0 +0 +0 +0 +4 +4 Gesamteinnahmen +435 +434 +432 +490 +470 +467 9. Personalausgaben (inkl. Aushilfen) -167 -167 -191 -194 -250 -260 10. Sachausgaben lfd. Betrieb -196 -197 -188 -191 -186 -180 11. Ausgaben für Projekte -44 -59 -36 -66 -34 -80 Gesamtausgaben -407 -423 -415 -451 -470 -520 Ergebnis +28 +11 +17 +39 +0 -53 1) In der Abrechnung 2018 fehlen Dozentenhonorare in Höhe von -5 T€ und eine nicht bezahlte Rechnung in Höhe von -4 T€ . Weitere nennenswerte erst im Folgejahr vorzunehmende Nachzahlungen für 2018 waren zum Prüfungszeitpunkt nicht zu erwarten. Ausgangsrechnungen in Höhe von + 2 T€ waren zum Jahresende noch offen. Unter Hinzurechnung dieser Einnahmen und Ausgaben, die wirtschaftlich zum Geschäftsjahr 2018 gehören, hätte sich deshalb ein bereinigter rechnerischer Überschuss zum 31. Dezember 2018 von + 4 T€ ergeben. 2) In der Abrechnung 2019 wurden die Personalkosten i. H. von 18.000 € für Dezember 2019 nicht an die Stadt erstattet. Das führt dazu, dass diese 2020 erstattet werden. Dies verzerrt sowohl die Personalkosten 2019 als auch 2020. Bei vollständiger Rückzahlung wären 209 T€ angefallen. Dass die Personalkosten 2020 bei gleichem Personal wie 2019 höher liegen, liegt daran, dass 2020 erstmals alle Mitarbeiterinnen aus der Elternzeit zurückgekehrt sind (eine Mitarbeiterin allerdings vorläufig in Teilzeit) und die Gehälter über das ganze Jahr bezahlt werden. Somit ergibt sich ein Defizit von -1 T€. Im Vergleich zu 2018 bedeutet dies eine Verschlechterung von -5T€. 3) In der Abrechnung 2020 fehlen Dozentenhonorare in Höhe von -14 T€ , -1 T€ für ein Projekt sowie nicht bezahlte Rechnungen in Höhe von 7 T€ Weiterhin fehlen in der Abrechnung der Personalkostenersatz für November und Dezember 2020 von 37 T€. Hingegen mussten Projekte, die für 2020 geplant waren, aufgrund der Corona-Pandemie ins nächste Jahr verschoben werden, teilweise wurden Gelder für Projekte 2021 bereits im Dezember 2020 bewilligt und ausbezahlt. Der Saldo beträgt 30 T€. Unter Hinzurechnung dieser Ausgaben und Einnahmen zum Geschäftsjahr 2020 sowie nach Abzug o.g. Zuschüsse von 30T€ für 2021 hätte sich deshalb ein Defizit von -36T€ ergeben. Dieses bereinigte Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr (-1T€) um 35 T€ verschlechtert. Bei der Einnahmen-/Überschussrechnung werden die Einnahmen und Ausgaben nicht periodengerecht, sondern nach dem Zufluss- und Abflussprinzip den einzelnen Geschäftsjahren zugeordnet. Genaue Aussagen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse werden dadurch erschwert. Majolika | Stadtkämmerei | 257 5. Majolika-Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe Kontaktdaten Geschäftsstelle, Rathaus am Marktplatz, 76124 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2023 Fax: 0721 133-95-2023 www.majolika-stiftung.de Gründung 15. August 2011 Stiftungszweck Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Betreuung freischaffender Künstler bei der Herstellung von Kunstkeramiken sowie durch die Bewahrung historischer keramischer Produktionsverfahren, historischer Formen und Glasuren. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (Stiftungssatzung vom 15. August 2011). Vorstand Klaus Lindemann Stifter Stadt Karlsruhe Land Baden-Württemberg Sparkasse Karlsruhe, Volksbank Karlsruhe, Unternehmen und Privatpersonen mit insgesamt Summe Stiftungskapital 50.000 € 50.000 € 186.100 € 286.100 € Stiftungsrat Klaus-Dieter Rohlfs (Vorsitz) Professor Edgar Bohn (stellv. Vorsitz) Wolfram Jäger Rigo Fay Dr. Gottfried Greschner Volker Fink Eberhard Oehler Andreas Lorenz Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Stiftung ist Alleingesellschafterin der Staatlichen Majolika Manufaktur Karlsruhe GmbH. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wird von der Treuhand Südwest GmbH, Karlsruhe geprüft. Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 Zuschuss 350 300 300 300 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Stiftung hat im Berichtsjahr kein eigenes Personal beschäftigt. 258 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Majolika Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2020 Kurz vor dem ersten Lockdown, der wegen der Corona-Pandemie verordnet wurde, konnte der traditionelle Empfang auf der Messe „art Karlsruhe“ noch stattfinden. Die Stiftung lud wichtige Multiplikatoren und Majolika-Interessenten ein und warb für eine Unterstützung aller Bemühungen für eine Stabilisierung und Weiterentwicklung der Keramik-Manufaktur mit ihrer langen Tradition in der Fächerstadt. Wichtig war der Stiftung auch, den direkten Dialog zwischen Publikum und Majolika-Künstlerinnen und - Künstler zu vertiefen. Sämtliche anderen geplanten Veranstaltungen konnten wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die Stiftung führte die Recherche und Bestandsaufnahme der Kunst-am-Bau-Arbeiten im öffentlichen Raum konsequent weiter fort und veröffentlichte die neuen Ergebnisse auf ihrer Web-Seite in einer eigenen Rubrik. Ausblick Um insbesondere Anfragen aus ganz Deutschland beantworten zu können, ist die weitere Erschließung und Aufbereitung des Majolika-Archivs im Generallandesarchiv Karlsruhe im Bereich Kunst-am-Bau ein wichtiges Anliegen, ebenso wie die Förderung der Innovation der Majolika Manufaktur im Bereich des 3D-Drucks, der die technische Weiterentwicklung der Manufaktur manifestiert, von der der künstlerische Bereich nachhaltig profitieren wird. Die Staatliche Majolika Manufaktur Karlsruhe feiert in 2021 ihr 120jähriges Bestehen, die Majolika-Stiftung im selben Jahr ihr 10jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen auf das Jubiläum sollen fortgeführt und soweit es die Corona-Pandemie zulässt, realisiert werden. Risiken Risiken bestehen grundsätzlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Staatl. Majolika Manufaktur Karlsruhe GmbH. Kurzbilanz 2020 in € vorläufig Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 2 51.926 1 0 330.230 0 382.159 A. B. C. D. Eigenkapital Stiftungskapital Rücklagen Mittelvortrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 286.100 47.638 47.112 380.850 1.309 0 0 382.159 Majolika | Stadtkämmerei | 259 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 (in T€) 2017 2018 2019 2020 1) Plan 2021 2) 1. Ideeller Bereich Einnahmen +20,3 +63,1 +53,4 +46,2 Ausgaben -17,5 -62,7 -44,8 -17,6 Ergebnis +2,8 +0,4 +8,6 +28,6 2. Vermögensverwaltung Einnahmen +0,0 +0,4 +0,1 +0,1 Ausgaben -3,9 -3,7 -3,1 -2,5 Ergebnis -3,9 -3,3 -3,0 -2,4 3. Sonstige Geschäftsbetriebe Einnahmen +4,9 2,6 +2,9 0,0 Ausgaben -0,2 -0,3 -0,9 0,0 Ergebnis +4,7 +2,3 +2,0 0,0 4. Stiftungsergebnis +3,6 -0,6 +7,6 +26,1 5. Mittelvortrag aus Vorjahr +29,5 +30,6 +23,5 25,6 6. Einstellung in Rücklagen -2,5 -6,5 -5,5 -4,6 7. Entnahme von Rücklagen +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 8. Mittelvortrag +30,6 +23,5 +25,6 47,1 1) Vorläufige Angaben 2) Die Stiftung erstellt keinen Wirtschaftsplan. 261 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2017 | Majolika V. Eigenbetriebe 262 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark 1. Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark Kontaktdaten Kaiserstraße 99, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2801 Fax: 0721 133-2809 eibs@karlsruhe.de Gründung 1. April 2017 Eigenbetriebszweck Bau, Betrieb und Finanzierung des Fußballstadions im Wildpark und seiner Außenflächen sowie der Infrastruktur. Betriebsleitung Werner Merkel Stammkapital 100.000 € Betriebsausschuss OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) Herr BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Lukas Bimmerle StR Michael Borner StR Max Braun StR Jorinda Fahringer StR Ellen Fenrich StR Detlef Hofmann StR Anton Huber StR Karl-Heinz Jooß StR Friedemann Kalmbach StR Aljoscha Löffler StR Sven Maier StR Dirk Müller StR Markus Schmidt StR Sibel Uysal Beteiligungen (mindestens 25 %) keine Wichtige Verträge Mietvertrag Wildparkstadion vom 30.08.1993 und 8. Zusatzvereinbarung vom 16.11.2016 mit dem KSC Geschäftsbesorgungsvertrag mit der KASIG Diverse Beraterverträge zum Vollumbau Vertrag zum Vollumbau des Stadions im Wildpark mit dem Totalunternehmer BAM Sports GmbH vom 19.11.2018 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2017 4) 2017 2018 2019 2020 Beschäftigte/Angestellte 1,65 1,65 7,90 8,46 10,00 Beamte 0,00 0,00 1,00 1,00 1,00 Gesamtbelegschaft 1,65 1,65 8,90 9,46 11,00 Nachrichtlich Sonstiges Personal - - - - - Auszubildende - - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Der Eigenbetrieb wurde zum 1. April 2017 gegründet. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark | Stadtkämmerei | 263 Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe in den Jahren von 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 Überstellung Eigenkapital (inkl. Stammkapital) 2.000 8.000 5.000 5.000 Verlustausgleich (inkl. Vorschuss) - - 4.000 3.218 Einzahlung TBA für Infrastrukturmaßnahmen innerhalb der FLB - - 4.950 - Sacheinlagen - 7.872 800 378 Zusammen 2.000 15.872 14.750 8.596 Geschäftsverlauf 2020 Das Jahr 2020 war vor allem geprägt durch den Baufortschritt im Bereich der Osttribüne, gegen Ende des Jahres zudem durch den sichtbaren Fortschritt im Bereich der neuen Fantribüne im südlichen Gebiet des Stadionrunds. Gleichzeitig hat die weltweite Corona-Pandemie auch vor dem neuen Fußballstadion im Wildpark nicht Halt gemacht. Die zuständigen Gremien wurden mehrfach über den aktuellen Kostenstatus unterrichtet. Hinsichtlich des Neubauprojekts zeichnet sich ab, dass unter anderem bedingt durch den Baupreisindex und Nachträge die bislang kalkulierten Kosten für das Projekt überschritten werden könnten. Auf der Baustelle im Wildpark sind über Frühjahr und Frühsommer die Arbeiten an der Osttribüne vorangeschritten. Nach dem Einbau der Y-Stützen konnte mit der Dachkonstruktion begonnen werden. Die Stahlteile dafür wurden am Boden vormoniert und im Anschluss per Kran eingehoben. Zur gleichen Zeit schritt der Innenausbau der Sanitärgebäude und Verkaufsstellen voran. Da die Entwicklung der Corona-Pandemie es zu dieser Zeit bereits absehbar machte, dass in nächster Zeit keine Zuschauer zu Fußballspielen zugelassen werden sein, wurde vorzeitig mit dem Abbau der temporären Südtribüne begonnen. Im Spätsommer wurden die Arbeiten an der Osttribüne und an der Südtribüne parallel durchgeführt. Während bei der Osttribüne die Arbeiten am Dach fortgesetzt und die Stahlteile in einen den Vorgaben entsprechenden Zustand versetzt wurden, begann im Bereich der neuen Fantribüne im Süden die Arbeiten zum Modellieren des Walls und im Anschluss für die Leitungen und Fundamente. Zudem wurde der Innenausbau der Funktionsgebäude unter der Osttribüne vorangetrieben. Im Bereich der Osttribüne wurden im Spätjahr die Sitze montiert, Teile der Einrichtung in die Kioskanlagen und Sanitärräume eingebaut und die Promenade unter der Tribüne gepflastert. Parallel wurden die für den Spielbetrieb notwenigen Provisorien vorangetrieben. Eine vollständige Inbetriebnahme der Osttribüne konnte im Jahr 2020 allerdings nicht mehr erreicht werden. Um die Arbeiten an nun drei Tribünenseiten parallel durchführen zu können, wurde ein erneuter Antrag für eine Ausnahmegenehmigung zur Unterschreitung der in der Lizenz geforderten Zuschauerplätze gestellt und vom DFL auch befristet gewährt. Ausblick Der Bau der Südtribüne, die später rund 10.000 Stehplätze für die Fußballfans bieten soll, konnte vorzeitig begonnen werden. Nach dem Abschluss der Arbeiten an der Südtribüne soll umgehend mit dem Abbau der provisorischen Stehplatztribüne im Norden des Stadions begonnen werden. Dann sollen hier die Arbeiten parallel zum Bau der Haupttribüne laufen. Mit einer Fertigstellung der Nordtribüne – und damit verbunden auch weitere Sitzplätze für die Gästefans – kann gegen Jahresbeginn 2022 gerechnet werden. Mit dem beginnenden Rückbau der Haupttribüne Ende 2020 wurde nun auch das letzte Bestandsgebäude des Wildparkstadions in die Bauarbeiten mit einbezogen. Dieses Baufeld steht aber noch mitten im Rückbau, eine Prognose über den Bauablauf lässt sich daher noch schwer einschätzen. Hinzu kommt, dass die neue 264 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark Haupttribüne durch seine umfangreiche Innenausstattung im Vergleich zu den anderen Tribünen aufwendiger fertigzustellen ist. Die Haupttribüne kann daher als „Herzstück des Vollumbaus“ bezeichnet werden. Nach aktuellem Stand ist weiterhin von einer Fertigstellung der Tribüne im Sommer 2022 auszugehen – was mit der Gesamtfertigstellung des Stadions zum gleichen Zeitpunkt einhergeht. Um den laufenden Spielbetrieb im Wildparkstadion auch während der Zeit des Vollumbaus garantieren zu können, ist die Einrichtung von verschiedenen provisorischen Bauten notwendig gewesen. Erst nach deren Inbetriebnahme konnten die entsprechenden Funktionsbereiche aus den Bestandsgebäuden ausgelagert werden. Im Januar 2021 konnte dabei nahezu alle Provisorien in Betrieb genommen werden. Die Inbetriebnahme der Provisorien war nicht in jedem Fall ganz problemfrei, weil zum Teil noch nachgebessert werden musste, bevor dort der Betrieb aufgenommen werden konnte. Ein Beispiel ist das temporäre Zelt, das als Aufenthaltsraum für Business-Gäste an Spieltagen genutzt werden soll. Bedingt durch notwendige Nachbesserungen im Bereich des Brandschutzes mussten hier kurzfristig Änderungen in den Planungen vorgenommen werden. Angepeilt ist nun, die volle Kapazität des VIP-Provisoriums ab dem Saisonstart im Spätsommer 2021 anbieten zu können. Risiken Es zeichnet sich ab, dass unter anderem bedingt durch den Baupreisindex und Nachträge die bislang kalkulierten Kosten für das Neubauprojekt überschritten werden. Verlässlich lassen sich die Mehrkosten erst beziffern, wenn die Nachträge verhandelt sind. Zuvor werden die Verantwortlichen der Stadt Karlsruhe alle Einsparmöglichkeiten intensiv prüfen und wenn ausführbar nutzen. Auch die Aufteilung der Mehrkosten zwischen der Stadt als Bauherrin und dem Karlsruher SC als Pächter ist Inhalt intensiver gemeinsamer Gespräche beider Parteien. Weitere Mehrkosten entstehen durch Änderungen im Vertragsverhältnis zwischen der Stadt als Bauherrin und dem Karlsruher SC als Pächter. So hat der Verein beispielsweise mitgeteilt, dass er die Finanzierung des Business- Parkdecks im südlichen Bereich des Stadions nicht leisten kann. Um die für den Spielbetrieb notwendige Lizenz stellen zu können, sind allerdings entsprechende Stellplatznachweise erforderlich. Aus diesem Grund übernimmt die Stadt die Kosten für die Erstellung eines ebenerdigen Parkplatzes für 300 Fahrzeuge sowie die Ertücktigung des bestehenden Parkplatzes „Birkenwald“ für rund 700 Fahrzeuge. Bislang konnte der Baubetrieb ohne pandemiebedingte Unterbrechungen am Laufen gehalten werden. Es kam nur vereinzelt zu Schwierigkeiten in Lieferketten, einzelne Gewerke sind zeitweise bedingt durch Quarantäne ausgefallen. Die Situation erfordert vom beauftragten Totalunternehmer ein hohes Maß an Flexibilität. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Es ist vorgesehen, künftige Anlagen zur Beleuchtung der öffentlichen Wege im Bereich des Stadions so zu errichten und zu betreiben, dass schädliche Umwelteinwirkungen durch Licht nach dem Stand der Technik vermieden oder zumindest auf ein Mindestmaß beschränkt werden Das Beleuchtungsniveau soll möglichst auf die Mindestvorgaben der aktuell gültigen Norm für die Straßenbeleuchtung beschränkt bleiben. Durch die Verwendung moderner, hocheffizienter LED-Leuchten kann somit der Stromverbrauch auf ein notwendiges Minimum reduziert werden. Im Fall des Bezuges von Öko-Strom, wäre somit ein weitestgehend CO 2 -neutraler Betrieb der öffentlichen Straßenbeleuchtung möglich. Eine Klimatisierung des neuen Stadions ist zurzeit nur in Teilbereichen vorgesehen. Auf die Klimatisierung von weiteren Bereichen wie z.B. Spielbetrieb (Umkleiden usw.) wurde verzichtet. Es besteht für den Warmbau ein Dämmkonzept zur Einsparung von Wärmeenergie sowie eine Montage einer 500 m² große Photovoltaikanlage. Die stadioneigene PV-Anlage wird durch weitere Anlagen auf städtischen Gebäuden ergänzt. Die EnEV wird eingehalten und in Bereichen unterschritten. Die einzubauende Lüftungsanlage wird mit einer Wärmerückgewinnung versehen. Im Hauptgebäude wird eine Sonnenschutzverglasung verbaut, um eine unnötige Aufheizung der dahinterliegenden Räume zu vermeiden. Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark | Stadtkämmerei | 265 Für die Spielfeldbewässerung wird das Regenwasser genutzt. Für die Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs werden in Teilbereichen wasserlose Urinale geliefert und verbaut. Kurzbilanz 2020 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 7.850 52.224.884 0 12.000.339 1.926.029 65.797 66.224.899 A. B. C. Eigenkapital Stammkapital Allgemeine Rücklage Verlust aus Vorjahren Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 100.000 41.119.228 -8.875.300 32.343.928 172.161 33.708.810 66.224.899 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 2017 2018 2019 2020 Plan 2020 Plan 2021 1) 1. Umsatzerlöse +0 +258 +307 +283 +181 +153 2. Andere aktivierte Eigenleistungen +89 +147 +184 +249 +250 +310 3. Sonstige betriebliche Erträge +0 +1 +1 +2.418 +1 +1 4. Materialaufwand +0 -457 -340 -366 -351 -328 5. Personalaufwand -112 -621 -678 -795 -989 -1.061 6. Abschreibungen -2 -100 -507 -540 -816 -1.866 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -65 -801 -6.296 +1.343 -1.739 -1.142 8. Zinsen und ähnliche Erträge +1 +5 +10 +93 +50 +148 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 -1 -1 +0 +0 -635 10. Ergebnis nach Steuern -89 -1.568 -7.320 +0 -3.413 -4.420 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 -23 -25 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -89 -1.568 -7.320 +0 -3.436 -4.445 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan” (das heißt nicht fortgeschrieben) 266 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 2018 2019 2020 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 34,5 59,7 85,6 78,9 2. Umlaufintensität (in %) 65,5 40,3 14,4 21 3. Investitionen (in T€) 744 9.451 12.720 30.675 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 87,3 95,9 91,6 48,8 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 253,5 160,6 107,1 61,9 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - -641,2 -2.893,7 -3.135,8 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -4,7 -10,2 -37,4 -27,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -4,1 -9,8 -34,2 -13,4 4. Kostendeckung (in %) 0,0 13,4 4 9,2 5. Cash Flow (in T€) -62 -1.404 -6.621 711 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 62,7 31,4 8,8 25,8 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 67.163,29 69.810,80 71.655,94 72.244,45 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Eigenbetrieb Gewerbeflächen | Stadtkämmerei | 267 2. Eigenbetrieb Gewerbeflächen Kontaktdaten Karl-Friedrich-Straße 10, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2000 Fax: 0721 133- 2009 Gründung 1. Dezember 2020 Eigenbetriebszweck Städtebauliche Bevorratung von Gewerbe- und Industriegrundstücken innerhalb des Stadtgebiets von Karlsruhe. Betriebsleitung Torsten Dollinger Stammkapital 2.000.000 € Gremien Der Eigenbetrieb verfügt über keinen eigenen Betriebsausschuss Notwendige Gemeinderatsbeschlüsse werden im Hauptausschuss vorbereitet Beteiligungen (mindestens 25 %) keine Wichtige Verträge Treuhandvertrag mit der Karlsruher Fächer GmbH vom 30.04.2020. Verwaltervertrag mit der Karlsruher Fächer GmbH vom 30.04.2020. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Der Eigenbetrieb beschäftigt kein eigenes Personal Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2020 wird vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe in den Jahren von 2017 bis 2020 in T€ 2017 2018 2019 2020 1) Überstellung Eigenkapital - - - 2.000 Zusammen - - - 2.000 1) Der Eigenbetrieb wurde zum 1. Dezember 2020 gegründet. Geschäftsverlauf 2020 Das Rumpfgeschäftsjahr 2020 war geprägt durch die zum 1. Dezember 2020 erfolgte Gründung des Eigenbetriebs und die damit verbundene Übertragung der bebauten Grundstücke mit den Flurstück-Nr. 56180 und Nr. 56180/1 (Pfizer-Areal). Der Eigenbetrieb wird das Rumpfgeschäftsjahr voraussichtlich mit einem Jahresüberschuss in Höhe von ca. 189 T€ abschließen. 268 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2020 | Eigenbetrieb Gewerbeflächen Ausblick Für das Geschäftsjahr 2021 ist die Sanierung der Entwässerungsanlage auf dem Pfizer- Areal zur Vermeidung von Haftungsrisiken gegenüber den Mietern bei Starkregenereignissen geplant. Im August 2021 hat der Eigenbetrieb Gewerbeflächen ein Gewerbegrundstück in Mühlburg im Rahmen eines Vorkaufsrechts zu einem Kaufpreis von 7,5 Mio.€ erworben. Für das Geschäftsjahr 2021 rechnet der Eigebetrieb Gewerbeflächen mit einem positiven Ergebnis in Höhe von voraussichtlich ca. 1.457 T€. Risiken Die Ergebnisentwicklung hängt im Wesentlichen von der Vermietungssituation und der Bonität der Mieter ab. Aufgrund der vorliegenden Informationen rechnet die Eigenbetriebsleitung nicht mit größeren Leerständen oder Mietausfällen für die bestehenden Grundstücke. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Es wird geprüft, ob eine Bebauung des Daches des Logistik-Gebäudes mit Photovoltaikanlagen wirtschaftlich darstellbar ist . Sollte dies der Fall sein, könnten hierdurch weitere Erträge erzielt werden und ein Betrag zur Energiewende und zum Klimaschutz geleistet werden. Des Weiteren soll im Jahr 2022 die Beleuchtung auf dem Areal durch LED Lampen ausgetauscht werden. Kurzbilanz 2020 in € 1) Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.885 139.456.375 0 3.387.844 9.989 142.859.094 A. B. C. D. Eigenkapital Stammkapital Allgemeine Rücklage Verlustvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung 2.000.000 0 0 189.414 2.189.414 100.000 140.373.280 196.400 142.859.094 1) Vorläufige Zahlen Eigenbetrieb Gewerbeflächen | Stadtkämmerei | 269 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2017 bis 2021 in T€ 3) 2017 1) 2018 1) 2019 1) 2020 1)3) Plan 2020 1) Plan 2021 2) 1. Umsatzerlöse - - - +665 +712 +8.606 2. Andere aktivierte Eigenleistungen - - - +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge - - - +0 +0 +0 4. Materialaufwand - - - +0 -191 -2.294 5. Personalaufwand - - - +0 +1 -11 6. Abschreibungen - - - -260 -250 -3.000 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - - -212 -102 -558 8. Zinsen und ähnliche Erträge - - - +0 +1 +10 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - - - -5 +0 -375 10. Ergebnis nach Steuern - - - +189 +97 -2.378 11.Steuern vom Einkommen und Ertrag -714 12. Sonstige Steuern - - - +0 -17 -207 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag - - - +189 +80 +1.457 1) Der Eigenbetrieb wurde zum 1. Dezember 2020 gegründet. 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan” (das heißt nicht fortgeschrieben) 3) vorläufige Zahlen Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2017 1) 2018 1) 2019 1) 2020 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) - - - 97,6 2. Umlaufintensität (in %) - - - 2,4 3. Investitionen (in T€) - - - 139.461 II. Finanzlage - - 1. Eigenkapitalquote (in %) - - - 1,4 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - 1,4 III. Ertragslage - - 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - 28,5 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - - - 9,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - - - 0,1 4. Kostendeckung (in %) - - - 139,8 5. Cash-Flow (in T€) - - - 548,93 IV. Personal - - 1. Personalkostenintensität (in %) - - - 0,0 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - 0,0 1) Der Eigenbetrieb wurde zum 1. Dezember 2020 gegründet.- Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert.
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Niederschrift 28. Plenarsitzung des Gemeinderates 28. September 2021, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 22. Punkt 23 der Tagesordnung: Beteiligung der Stadt Karlsruhe an rechtlich selbständigen wirt- schaftlichen Unternehmen, Eigenbetrieben und Stiftungen: Beteiligungsbericht für das Ge- schäftsjahr 2020 Vorlage: 2021/0931 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt – nach Vorberatung im Hauptausschuss – von dem Beteiligungsbericht 2020 Kenntnis. Abstimmungsergebnis: Einstimmige Zustimmung. Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 23 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Hauptausschuss. Es gab Kritik an der Drucklegung dieses Beteiligungsberichts. Ich sage Ihnen für die nächsten Jahre zu, dass der dann nur als PDF versandt wird. So hatten wir es ursprünglich auch mal mit- einander vereinbart, das vielleicht mal vorab. Jetzt die Frage, ob es hier Wortmeldungen gibt? Frau Stadträtin Fahringer auch nicht, okay. Dann können wir gleich hier in den Beschluss kom- men. Ich habe jetzt keine Wortmeldung übersehen, weil hier einige mich jetzt so entsetzt angu- cken? Nein, okay. Dann kommen wir zur Abstimmung, und ich bitte um Ihr Votum. – Das ist eine Einstimmigkeit. Jetzt haben wir genau eineinhalb Stunden wieder getagt. Ich unterbreche für 20 Minuten. (Pause 18:52 bis 19: 20 Uhr) – 2 – Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 29. Oktober 2021