Ortseingang Wolfartsweier Süd

Vorlage: 2021/0869
Art: Antrag
Datum: 05.07.2021
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Ortsverwaltung Wolfartsweier
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Wolfartsweier

Beratungen

  • Ortschaftsrat Wolfartsweier (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 13.07.2021

    TOP: 4

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP4_ORS_Antrag_FDP_Ortseingang
    Extrahierter Text

    Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Antrag: Ortseingang Wolfartsweier Süd FDP-Ortschaftsratsfraktion Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Wolfartsweier 13.07.2021 4 ☒ ☐ Wir bitten den Ortschaftsrat dem Antrag zuzustimmen und somit die Verwaltung zur weiteren Veranlassung zu ersuchen. Antrag: Die Ortsverwaltung solle mit dem Gartenbauamt bis zum Herbst ein Konzept vorlegen, wie mit einfachen, pflegeleichten Bepflanzungen z.B. mit jahreszeitlich blühenden Büschen und einer Blumenrabatte der Hang am Ortseingang Wolfartsweier Süd in einen ansehnlichen Zustand zu bringen ist. Begründung: Bis jetzt bietet der Ortseingang Süd hier eine Unkrautfläche und wild wuchernde Büsche. Vor anderen Bergdörfern wird man durch einen Ortseingang mit schöner Bepflanzung empfangen. Wolfartsweier stellt sich an beiden Eingängen wenig einladend vor. Es ist zu erwarten, dass der Ortseingang Nord im Zuge der Bebauung des Thielicke-Geländes in einen attraktiven Zustand gebracht wird, deshalb sollte der Eingang Süd ebenfalls ansehnlich gestaltet werden. Stellvertretend für die FDP-Ortschaftsratsfraktion Lara Sophie Ziegler

  • TOP4_ORS_Stellungnahme_FDP_Ortseingang
    Extrahierter Text

    Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Stellungname der Ortsverwaltung Wolfartsweier zum Antrag Ortseingang Wolfartsweier Süd FDP-Ortschaftsratsfraktion Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Wolfartsweier 13.07.2021 4 ☒ ☐ Kurzfassung Der ökologische Nutzen einer Stauchpflanzung ist gerade in dem von den intensiv genutzten Wiesen und Feld geprägten Teil Wolfartsweirers von hohem Nutzen hinsichtlich Rückzugs-, Nist- und Nahrungsangebot für die heimische Fauna. Das immer seltener werdende Feldbegleitgrün in Form solcher Heckenstreifen sollte nicht aus ästhetischen Gründen weichen müssen. Um Ihrem Bedürfnis der Aufwertung im Sinne des Erscheinungsbildes entgegen zu kommen, wäre es aus unserer Sicht denkbar, diese Böschung mit einem Rückschnitt zu verjüngen und an mehreren Stellen mit Sträuchern verschiedener Blühzeitpunkte zu ergänzen. Die Ortsverwaltung erklärt sich bereit, mit dem Gartenbauamt Gespräche aufzunehmen, ob bei Verjüngung des Bestands und zeitgleicher Ersatzbepflanzung der ökologische Wert der Böschung beibehalten bleiben würde. Im positiven Falle würde sie mit dem Gartenbauamt die begehrten Maßnahmen durchführen. Ob dies bereits im Herbst 2021 geschehen kann, muss erst geklärt werden. – 2 – Ergänzende Erläuterungen In der Ortschaftsratssitzung am 24. Oktober 2017 wurde unter Tagesordnungspunkt 4 eine Anfrage des Ortschaftsrats Jürgen Morlock (FDP) zur Bepflanzung der Böschung am südlichen Ortseingang aufgerufen. Unter anderem wurde angefragt, ob die Böschung „pflegeleichter und ansehnlicher“ bepflanzt werden kann. Konkret wurde eine Wildblumensaat vorgeschlagen. Die fachliche Stellungnahme des Stadtamts Durlach rieht von einer Bepflanzung aus unterschiedlichen Gründen ab, die im Nachfolgenden dargestellt werden (Zitat aus der damaligen Stellungnahem): „Die Idee einer Blumenwiese käme im Ansatz dem ökologischen Pflegekonzept, welches wir in Zusammenarbeit mit dem Gartenbauamt und Umweltamt praktizieren zwar entgegen, jedoch sollten Sie sich dabei nicht das Bild von Blumenwiesen im Sinne des "Mössinger Sommers" vorstellen. Die Blumenwiese im derzeit praktizierten Konzept ist eine größtenteils selbst begrünte, gelegentlich durch eine Initialeinsaat mit heimischen, autochthonen Saatgut geimpfte Wiese. Diese Wiesen werden 1-2 mal im Jahr teilweise mit Aufnahme gemäht und bieten häufig nur für den ökologischen Fachmann einen ästhetischen Mehrwert. Viele würden behaupten es handelt sich um größere Ansammlungen von Unkraut. Aber gerade der Aspekt der Selbstbegrünung bietet der heimischen Flora sowie in Wechselbeziehung dazu auch der auflaufenden Fauna die Möglichkeit sich genau an diesem Standort, zu den dort vorherrschenden Bedingungen zu existieren. Dabei wird unter anderem gezielt darauf verzichtet ein künstliches Biotop zu schaffen, um die Nachhaltigkeit einer solchen Fläche zu gewährleisten. Die Nachteile einer Einsaat mit im Handel erhältlichen Blumenwiesenmischungen sind unter anderem die hohen Herstellungskosten der Neuanlage, keine Nachhaltigkeit, da die Flächen im zweiten Jahr verunkrauten und eine Neuanlage nötig wird, Verbreitung nicht heimischer Arten in die umliegende Pflanzenwelt, etc.. Der ökologische Nutzen einer Stauchpflanzung ist gerade in dem vom intensiv genutzten Wiesen und Feld geprägten Teil Wolfartsweirers von hohen Nutzen hinsichtlich Rückzugs-, Nist- und Nahrungsangebot für die heimische Fauna. Das immer seltener werdende Feldbegleitgrün in Form solcher Heckenstreifen sollte nicht aus ästhetischen Gründen weichen müssen. Um Ihrem Bedürfnis der Aufwertung im Sinne des Erscheinungsbildes entgegen zu kommen, wäre es aus unserer Sicht denkbar, diese Böschung mit einem Rückschnitt zu verjüngen und an mehreren Stellen mit Sträuchern verschiedener Blühzeitpunkte zu ergänzen.“ Der vorliegende Antrag nimmt in Teilen die in der Stellungnahme aufgeführten Rückschnitt und Ersatzbepflanzung auf. Der Ortschaftsrat hat in unterschiedlichen Beschlüssen (z.B. Etablierung eines Energiequartiers in Wolfartsweier, Förderung des Carsharings, Ausbau der Fotovoltaik auf städtischen Dächern und nachhaltige Begrünung) die Ortsverwaltung mehrfach beauftrag, der Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz eine große Rolle in der Entwicklung der Ortschaft zuteilwerden zu lassen. In diesem Sinne empfiehlt die Ortsverwaltung auch bei der Bepflanzung der südlichen Ortseinfahrt die Ökologie als höchste Planungsprämisse zu betrachten. – 3 – Die Ortsverwaltung erklärt sich bereit, mit dem Gartenbauamt Gespräche aufzunehmen, ob bei Verjüngung des Bestands und zeitgleicher Ersatzbepflanzung der ökologische Wert der Böschung beibehalten bleiben würde. Im positiven Falle würde sie mit dem Gartenbauamt die begehrten Maßnahmen durchführen. Ob dies bereits im Herbst 2021 geschehen kann, muss erst geklärt werden.