Öffentliche Wallboxen
| Vorlage: | 2021/0680 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 02.06.2021 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Grötzingen |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach, Grötzingen |
Beratungen
- Ortschaftsrat Grötzingen (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 16.06.2021
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Öffentliche Wallboxen GLG-Ortschaftsratsfraktion Vorlage Nr.: 182 Verantwortlich: Dez. 1 Dienststelle: OV Grö. Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Grötzingen 16.06.2021 5 ☒ ☐ Schnellladestationen (> 22 kW) für Elektroautos sind teuer und für Betreiber nur dann rentabel, wenn sie zum Beispiel in Innenstädten oder an Autobahnraststätten ständig ausgelastet sind. In Grötzingen wird daher das Aufladen von Elektroautos hauptsächlich über im Vergleich günstigeren Wallboxen stattfinden müssen. Deren private Installation ist bei Ein- und Zweifamilienhäusern relativ einfach zu regeln. Bewohner von Hochhäusern, Wohnanlagen oder Mehrfamilienhäusern stehen dagegen oftmals vor größeren Problemen, bevor Wallboxen installiert werden können. Häufig scheitern die Bemühungen. Deshalb bietet es sich an, an verschiedenen Stellen im Ort Gruppen von „öffentlichen“ Wallboxen zu installieren. Denkbar wäre die Tiefgarage der Begegnungsstätte, Parkplätze an den Hochhäusern oder im Wohnpark „Im Speitel“ und am Bahnhof. Erstrebenswert ist dabei eine Kooperation mit vor Ort tätigen Carsharing-Anbietern. Wir beantragen: Die Ortsverwaltung nimmt mit den zuständigen Stellen und dem Carsharing-Anbieter Kontakt auf, damit an sinnvollen Stellen im Ort öffentliche Wallboxgruppen für das Laden von Elektroautos installiert werden. Die möglichen Orte sind abzustimmen Antrag
-
Extrahierter Text
Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier GLG- Ortschaftsratsfraktion Vorlage Nr.: 182 Verantwortlich: Dez. 1 Dienststelle: OV Grö. Öffentliche Wallboxen Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Grötzingen 16.06.2021 5 x Kurzfassung Durch die seit kurzem erweiterten Möglichkeiten für E-Fahrzeughalter, sich eigene Wallboxen einzurichten, erscheint die Notwendigkeit von öffentlicher Hand unterstützend tätig zu werden weniger dringlich. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☒ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☐ Nein ☒ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☒ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☐ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Die Ortsverwaltung hat verschiedene Nutzer beziehungsweise Betreiber von E-Ladesäulen kontaktiert. Stadtmobil Karlsruhe Die Ortsverwaltung hat mit Stadtmobil Karlsruhe Kontakt aufgenommen und folgende Anfragen gestellt: 1) Besteht von Stadtmobil Karlsruhe Interesse einen E- Mobil Standort mit Ladesäule in der Tiefgarage der Begegnungsstätte oder am Rathausplatz (vor der Niddastr. 6) einzurichten? 2) Könnte diese Ladesäule auch von andern E Mobil Fahrzeughaltern genutzt werden? 3) Würde Stadtmobil Karlsruhe auch nur eine Ladesäule betreiben? Eine Stellungnahme steht noch aus. Stadtwerke und Umweltamt Auf die Stellungnahme zur Anfrage der SPD-Gemeinderatsfraktion im Gemeinderat am 18. Mai 2021 zur E-Ladestationen Konzeption wird verwiesen. Unter anderem heißt es in dieser: „Die Stadtwerke Karlsruhe haben gemeinsam mit der EnBW bis dato 4 DC-Ladesäulen (Schnellladesäulen) und 15 AC-Ladesäulen (Normalladesäulen) im öffentlichen Raum verwirklichen können. Zudem wurde eine DC-Ladesäule auf dem öffentlich zugänglichen Grundstücksteil der Stadtwerke am Messplatz installiert und der Ladepark am Durlach Center mit 6 DC-Ladesäulen in Betrieb genommen. Weitere 5 Standorte wurden genehmigt und werden aufgebaut. Die Ladesäulen werden Leistungen von 50-300 kW aufweisen. Die schnelleren DC-Ladesäulen ermöglichen eine von der Stadtverwaltung gewünschte, geringe Inanspruchnahme des öffentlichen Raums dank kurzer Inanspruchnahme von Parkplätzen. Im Gegensatz zu den mehrstündigen Ladezeiten an den AC-Ladesäulen, dauert eine Ladung an DC-Ladesäulen zwischen 15 Minuten und 1 ½ Stunden. Im Jahr 2018 lag der Bestand an Elektrofahrzeugen in Karlsruhe bei 274 (+171 Plug-in-Hybride = PHEV). Zu dieser Zeit gab es nur sehr wenige Fahrzeugmodelle auf dem Markt, der Bedarf an Ladeinfrastruktur war gemäß wissenschaftlicher Empfehlung in Karlsruhe mit den vorhandenen 15 AC-Ladesäulen der SWK-EnBW Kooperation und vereinzelten anderen Ladestandorten sehr gut gedeckt. Ende des Jahres 2020 lag der Bestand an Elektrofahrzeugen bei 1515 (+1327 PHEV). In der Zwischenzeit hat neben dem Aufbau durch SWK/EnBW unter anderem der Einzelhandel auf den privaten Grundstücken weitere Ladepunkte aufgebaut. Somit stehen ca. 130 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Karlsruhe zur Verfügung. Die neuen Empfehlungen der „NOW GmbH“ und der „Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM)“ werden somit eingehalten. Von der Stadtverwaltung, aber auch den Stadtwerken Karlsruhe und der EnBW ist ein weiterer bedarfsgerechter Ausbau angestrebt. Daher wird in enger Absprache mit dem Tiefbauamt, Stadtplanungsamt und Umwelt- und Arbeitsschutz bereits nach weiteren 10 Standorten gesucht. Mittelfristig werden auch Tankstellen intensiv mit einem eigenständigen Ausbau von Ladesäuleninfrastruktur beginnen. Dazu sind die Stadtwerke mit den Tankstellenbetreibern im Gespräch. Die Stadtwerke stehen als Partner für den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur gerne zur Verfügung und können Expertise über die gesamte Wertschöpfungskette (Planung, Bau, – 3 – Betrieb, Abrechnung) zusammen mit dem Partner EnBW vorweisen. Die Wirtschaftlichkeit muss jedoch gegeben sein. Ein Ladeinfrastrukturkonzept für Karlsruhe wird vom Umwelt- und Arbeitsschutz in Zusammenarbeit mit den städtischen Ämtern und SWK/EnBW entwickelt.“ Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft. Das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft sieht - auch im Hinblick auf das vor Kurzem verabschiedete Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) - sowohl die Notwendigkeit als auch den Bedarf für Ladestationen in und an städtischen Gebäuden. In den nächsten Jahren sollen die Möglichkeiten zum Aufbau von Ladestationen geprüft und eine gesamtstädtische Strategie entwickelt werden. Bislang gibt es diese noch nicht. Ausblick für Privatnutzer: Seit dem 01.12.2020 ist das Gesetz zur Förderung der Elektromobilität und zur Modernisierung des Wohnungseigentumsgesetzes und zur Änderung von kosten- und grundbuchrechtlichen Vorschriften (Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG) in Kraft getreten. Dort wird in § 20 geregelt, dass jeder Wohnungseigentümer die Genehmigung für den Einbau einer Ladevorrichtung in der Tiefgarage oder auf seinem Parkplatz auf dem Gelände der Wohnanlage verlangen kann. Die anderen Mitglieder der Wohnungseigentümergemeinschaft können lediglich über die Art der Durchführung der Baumaßnahme mitbestimmen. Doch nicht nur für Eigentümer, auch für Mieter ist es nun deutlich leichter, den Einbau einer Wallbox durchzusetzen. Dafür sorgen Anpassungen und Harmonisierungen im Mietrecht. Die Ortsverwaltung sagt zu, dass die Einrichtung eines E Mobil Standortes in Grötzingen über Stadtmobil Karlsruhe weiterverfolgt wird. Ebenso unterstützen wir die Entwicklung einer gesamtstädtischen Strategie für die Einrichtung von Wallboxen an öffentlichen Gebäuden. Gerade im Hinblick auf die Verkehrsplanung der Sanierung der Ortsmitte sind hier verschiedene Standorte näher zu prüfen – ob mit Stadtmobil oder öffentlich.