Sporthalle für Durlacher Vereine und Schulen – neue Kindertagesstätte

Vorlage: 2021/0552
Art: Antrag
Datum: 05.05.2021
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtamt Durlach
Erwähnte Stadtteile: Durlach

Beratungen

  • Ortschaftsrat Durlach (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 12.05.2021

    TOP: 4

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • TOP 4 - Antrag Sporthalle für Durlacher Vereine und Schulen- neue Kita
    Extrahierter Text

    Sporthalle für Durlacher Vereine und Schulen – neue Kindertagesstätte B ́90/DIE GRÜNEN-OR-Fraktion eingegangen am: 27.03.2021 Vorlage Nr.: 2021/0552 Verantwortlich: Dez.6 Dienststelle: Stadtplanungsamt Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Durlach 12.05.2021 4 ☒ ☐ Präambel: Wir, die Ortschaftsratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen stellen fest, dass wir, vorbehaltlich der in der OR- Sitzung vom 10.02.2021 zu Protokoll gegebenen Fragen und Ergängzungsvorschlägen, weiterhin hinter der Zustimmung zur Erstellung eines Sportparks „Untere Hub“ stehen. Dieser Antrag kann nicht dahin- gehend gewichtet werden, diese Entscheidung auszuhöhlen. Vielmehr hat dieser Antrag die Zielsetzung, den Flächenverbrauch in der Unteren Hub nochmals zu reduzieren und den ökologischen Herausforde- rungen der Gegenwart gerecht zu werden. Zudem kann dieser Antrag auch ein Zeichen sein, die städte- bauliche Entwicklung in Durlach mit neuen Ideen und Vorschlägen voranzubringen. Antrag: Die Verwaltung prüfe, unter Abklärung aller maßgeblichen baurechtlichen Vorgaben, ob im Rahmen einer ko- operativen Baulandentwicklung oder öffentlich-privaten Partnerschaft eine Umwidmung bestehender Fabrikhal- len der Fa. Wilmar Schwabe auf dem BMD Areal in eine Mehrfachporthalle und/oder die Einrichtung einer Kin- dertagesstätte möglich ist. Diese könnten als Alternative zum geplanten Hallenneubau und dem Neubau einer Kindertagesstätte im ge- planten Sportpark „Untere Hub“ dienen und zu einer Verringerung des Flächenverbrauchs für den geplanten Sportpark führen. Antragsbegründung: In der OR-Sitzung am 20.01.2021 stellte die Fa. Wilmar Schwabe GmbH & Co KG eine Konzeption zur Entwick- lung des firmeneigenen Flächenanteils im ehemaligen BMD-Gelände vor. In den vorgestellten Plänen wurde dargestellt, dass die ehemaligen Produktionshallen bestehen bleiben sollen und sich über eine zukünftige Nut- zung Gedanken gemacht wird. Detaillierte Pläne oder Ideen liegen noch nicht vor. Antrag – 2 – Weitere Flächen innerhalb des Geländes sollen für Gewerbe weitergenutzt und zur Wohnraumnutzung umge- wandelt werden. Bei der in den Plänen als Halle I bezeichneten alten Fabrikhalle handelt es sich um ein größenmäßig durchaus geeignetes Objekt, um hier durch geeignete Um- und ggfs. Anbauten eine Mehrfachporthalle entstehen zu lassen. Das Umfeld einer solchen Sporthalle kann dann durch geeignete Gastronomie und Handel ergänzt wer- den. Eine Sporthalle an dieser Stelle wäre so zentral gelegen, dass sie für alle Vereinssporttreibenden und die Schü- lerinnen und Schüler der Durlacher Schulen sehr gut erreichbar ist. Gleiches gilt für die Einrichtung einer Kinder- tagesstätte. Auch hier könnten bestehende Fabrikgebäude baulich umgenutzt werden. Eine Kindertagesstätte innerhalb des Geländes ist für zukünftige Eltern, Kinder und MitarbeiterInnen ebenfalls sehr gut erreichbar. Derzeit ist das Gelände als Gewerbegebiet ausgewiesen und somit nicht für Wohnbebauung frei verfügbar. Für eine Wohnbebauung auf dem Areal der ehemaligen BMD muss der prozentuale Anteil für eine Wohnbebauung mit den zuständigen Stellen der Stadt Karlsruhe verhandelt und von den politischen Gremien festgelegt werden. Im Rahmen einer kooperativen Baulandentwicklung oder auch einer öffentlich-privaten Partnerschaft ist es z. B. vorstellbar, ein städtisches Interesse an in Privateigentum befindlichen Gebäude- und Grundstücksflächen, durch eine Erhöhung der Wohnbauanteils auszugleichen. Erläuterung: Unter Berücksichtigung der rechtlichen Schranken können Modelle zur kooperativen Baulandentwicklung un- terschiedliche Ziele verfolgen. Dies können städtebauliche Ziele sein, wie Wettbewerbsdurchführung, Bauverpflichtung, städtebauliche Standards oder Um- weltstandards. Ebenso kann ein derartiges Modell auf ökonomische Ziele, das heißt auf die Übernahme von Planungskosten, Kosten für Ordnungsmaßnahmen, Erschließungskosten einschließlich Bereitstellung der Grundstücke oder eben auf die Übernahme von Kosten der Herstellung der sozialen Infrastruktur abstellen. unterzeichnet von: Elke Frey für die Fraktion B90/Die Grünen im OR Durlach

  • Extrahierter Text

    Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Sporthalle für Durlacher Vereine und Schulen – neue Kindertagesstätte B ́90/DIE GRÜNEN-OR-Fraktion eingegangen am: 27.03.2021 Vorlage Nr.: 2021/0552 Verantwortlich: Dez.6 Dienststelle: Stadtplanungsamt Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Durlach 12.05.2021 4 ☒ ☐ Kurzfassung Die Errichtung einer der Mehrfeldsporthallen mit entsprechender Infrastruktur wie z.B. Parkplatzflächen ist aufgrund des Platzbedarfs auf dem BMD-Gelände bei Beibehaltung des derzeitigen Planungskonzeptes mit weitreichendem Erhalt der bestehenden Architektur nicht realisierbar. Eine Kindertageseinrichtung ist Bestandteil der Konzeption. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☒ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☐ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit Stellungnahme zum Antrag – 2 – Ergänzende Erläuterungen Der Vorschlag zur Reduktion des Flächenbedarfs des "Sport- und Freizeitcampus Durlach, Untere Hub" wird generell begrüßt. Beantragt ist die Prüfung, ob durch Umnutzung bestehender Hallen auf dem BMD-Areal eine Mehrfachsporthalle und/ oder eine Kindertagesstätte errichtet werden könne. Dies auch vor dem Hintergrund einer damit einhergehenden möglichen Flächenersparnis auf dem Areal des in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes „Sport- und Freizeitcampus Durlach, Untere Hub“, wenn die Planung alternativ vorgenommen werden könnte. Das Konzept der Firma Schwabe zur Neuordnung der firmeneignen Flächen auf dem BMD-Areal sieht einen weitreichenden Erhalt der Bestandshallen und deren Umnutzung vor. Ein Nutzungskonzept wird derzeit parallel zur Entwurfsplanung durch den Eigentümer erarbeitet. Grundsätzlich wird eine Nutzungsmischung von Wohnen und Gewerbe im Verhältnis von 40 zu 60 angestrebt. Daher ist die Ansiedlung einer Mehrfachsporthalle und einer Kita auf dem BMD Areal bauplanungsrechtlich in der erzielten Gebietstypologie zulässig. Im Antrag wird die Umnutzung der Halle 1 hierfür vorgeschlagen. Eine Mehrfeldsporthalle, wie auf der Unteren Hub geplant, hat Außenmaße von 50 m x 60 m (Innenmaß Dreifeldsporthalle 27 m x 45 m). Die Halle 1 weist eine Tiefe von ca. 15 m auf; Halle 3 und Halle 5 sind zwischen 18 und 22 m tief. Eine Halle, entsprechend der auf der Unteren Hub geplanten Sporthalle, ist somit nicht in die bestehende Gebäudestruktur der Bestandsbauten der Firma Wilmar Schwabe zu integrieren, sondern wäre nur durch An- bzw. Umbau oder Neubau zu realisieren. Derzeit steht der Erhalt der bestehenden Hallenstruktur und des damit einhergehenden spezifischen identitätsbildenden Ortsbildes im Vordergrund der Planung. Die Verlagerung der Mehrfeldsporthalle mit entsprechender Infrastruktur wie z.B. Parkplatzflächen ist daher auf dem BMD-Gelände bei Beibehaltung des Planungskonzeptes mit weitreichendem Erhalt der bestehenden Architektur aufgrund des Platzbedarfs nicht realisierbar. Hinzu kommt, dass das Nebeneinander die korrelierenden Nutzungen von Außensportanlagen und Sporthalle auf der Unteren Hub für die Vereinsnutzung zweckdienlich sind. Eine Kindertageseinrichtung ist Bestandteil der Konzeption.