Aussegnungshalle Wolfartsweier, Neubau

Vorlage: 2021/0328
Art: Informationsvorlage
Datum: 31.03.2021
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft
Erwähnte Stadtteile: Wolfartsweier

Beratungen

  • Bauausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.05.2021

    TOP: 3

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Aussegnungshalle Wolfartsweier - ohne Beschluss
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2021/0328 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: HGW Aussegnungshalle Wolfartsweier, Neubau Vorstellung der fertiggestellten Maßnahme Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Bauausschuss 20.05.2021 3 x Information (Kurzfassung) Auf dem Friedhof in Wolfartsweier im Gewann Mergeläcker wurde eine Aussegnungshalle errichtet, die die provisorisch genutzte alte Kapelle im Ortskern ablöst. Im Rahmen des gemeinderätlichen Kostenkontrollverfahrens wurde das Bauvorhaben mit Gesamt-kosten von 1.110.000,00 Euro am 18.07.2014 im Bauausschuss und am 07.10.2014 im Hauptausschuss vorberaten, wurde jedoch nicht in die Haushaltsberatungen 2013/2014 auf-genommen. Am 07.07.2017 wurde das Projekt erneut im Bauausschuss vorgestellt und die indizierten Gesamtkosten der Maßnahme von 1.300.000 Euro im DHH 2017/2018 auf 1.076.000 Euro reduziert. Das Projekt wurde im DHH 2017/2018 umgesetzt. Der Baubeginn war im April 2018, die Fertigstellung im September 2019. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☒ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☐ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☐ Ja ☒ durchgeführt am 9.05.2017, nö 21.06.2017 Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterung der Aufgabenstellung Die Aufgabenstellung sah die Planung einer Aussegnungshalle mit überdachtem Außenbereich, einem Abschiedsraum und den erforderlichen Räumen für Technik und Sanitär vor. Über eine Mehrfachbeauftragung aus dem Jahr 2009 wurde das Büro Kränzle + Fischer-Wasels aus Karlsruhe mit dem erstplatzierten Entwurf ausgewählt. Dieser Entwurf wurde im Frühjahr 2017 überarbeitet, um die Kosten zu reduzieren. Der Kapellenraum befindet sich im Zentrum der baulichen Anlage und wird u-förmig von kleineren Raumeinheiten eingefasst. Durch diese Anordnung wird der Kapellenraum wirksam vor den störenden Lärmemissionen der in der Nähe befindlichen Autobahn geschützt. Durch große Fensterflächen können im überdachten Vorbereich Trauerfeierlichkeiten von außen mitverfolgt werden. Die Belichtung und Beleuchtung sind dem Anlass entsprechend indirekt und natürlich. Die Flachdächer sind extensiv begrünt. Die im überarbeiteten Entwurf eingeflossenen Kostenreduzierungen beinhalteten folgende Punkte: - Flächenreduzierung des Kapellenraumes durch Verringerung der Sitzplätze von 100 auf 70, - Erhöhung der Außenstehplätze von 40 auf 75, - Reduzierung der Sarganzahl im Kühlraum von drei auf zwei, - Entfall des Personalraums mit Dusche, - Reduzierung der drei doppelflügeligen Glastüren im Eingangsbereich auf eine doppelflügelige Tür und zwei Festverglasungen. – 3 – Außenansicht Innenansicht Projektvorstellung mit Reduzierungen 7. Juli 2017 Haushaltseinstellung DHH 2017/2018 Baubeginn April 2018 Fertigstellung Auszeichnung „Hugo-Häring“ September 2019 September 2020 Kostenberechnung 1.076.020 Euro Kostenberechnung (indiziert) 1.124.400 Euro Kostenfeststellung 1.195.106 Euro Prozentuale Abweichung + 6,28 % Erläuterung Abweichung zu Kosten Die Kostenfeststellung liegt mit 1.195.106 Euro im Bereich von plus 6,28 % über der indizierten Kostenberechnung (Kostenberechnung vom Mai 2017, hochgerechnet mit einem Baupreisindex von 4,5 % auf das 2. Quartal 2018 entsprechend mittlerem Vergabezeitpunkt). Die Abweichung entstand überwiegend aus den Gewerken Rohbau und Elektro, die konjunkturbedingt in der Vergabe deutlich höher ausfielen, Erhöhung der Honorarkosten aufgrund zusätzlich erforderlicher statischer Berechnungen zum Holzbau und Überplanung des Entwurfs nach Reduzierungsmaßnahmen. In den Außenanlagen kam es zu Mehrungen. Betrachtung der CO 2 -Relevanz Das Gebäude wird durch eine Luft-Wärme-Pumpe beheizt. Der Jahreswärmeverbrauch lag für das Jahr 2020 bei 169 kWh/m². Die Aussegnungshalle fällt unter § 1 Abs. 3 EnEV Gebäude für „andere religiöse Zwecke“. Somit ist die EnEV hier nicht anzuwenden, sondern es ist nur ein Mindestwärmeschutz erforderlich. Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) des ausgeführten Aufbaus (Wände, Dach) liegt zwischen dem Mindestwärmeschutz der DIN 4108 (U<0,78W/m²K) und dem Referenzwert der EnEV (U<0,28W/m²K) und stellt somit für die vorgesehene Nutzung einen sinnvollen Aufbau dar. Gesamtwert 2-fach verglaste Fenster (Uw = 1,3W/m²K) Derzeit wird eine Temperaturverlaufsmessung durchgeführt, um zu prüfen, ob das Nutzungsverhalten nachgesteuert werden muss.