Erweiterung der autofreien Bereiche im östlichen Altstadtbereich Durlachs

Vorlage: 2021/0278
Art: Antrag
Datum: 02.03.2021
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtamt Durlach
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Knielingen

Beratungen

  • Ortschaftsrat Durlach (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 10.03.2021

    TOP: 4

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mehrheitlich zugestimmt

Zusätzliche Dateien

  • TOP 4 - Antrag Erweiterung autofreie Bereiche im östlichen Altstadtbereich
    Extrahierter Text

    Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Erweiterung der autofreien Bereiche im östlichen Altstadtbereich Durlachs B ́90/DIE GRÜNEN-, SPD- und DIE LINKE-OR-Fraktionen eingegangen am: 18.01.2021 Vorlage Nr.: 2021/0278 Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Durlach 10.03.2021 4 ☒ ☐ Antrag: Die Verwaltung erstellt ein Konzept zur Erweiterung des autofreien Bereichs in der Durlacher Altstadt: a) um die Marstallstraße zwischen Pfinztalstraße und Prinzessenstraße b) um die Pfinztalstraße zwischen Karlsburgstraße und Amtshausstraße c) sowie um die Prinzessenstraße Im Anhang zum Antrag befinden sich zwei Skizzen zum aktuellen Stand sowie zu den vorgeschlagenen Ände- rungen. Wir schlagen vor, die Ergänzungen der Fußgängerzone um die angeführten autofreien Bereiche als Verkehrsversuch umzusetzen. Neben dem Vorteil einer zügigen Realisierung können so auch für die finale Aus- gestaltung die Erfahrungen der unterschiedlichen Akteursgruppen mit einbezogen werden. Begründung: Im Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzepts Karlsruhe 2030 wird Förderung zu Fuß Gehender als ein Bau- stein gesehen zur Erreichung des Ziels „Jeder zweite Weg selbstaktiv zu Fuß oder mit dem Rad“. Ausdrücklich werden hier Fußgängerzonen als Förderungsinstrumente für den Fußverkehr gesehen. In Karlsruhe wird deshalb verstärkt über autofreie Bereiche diskutiert, ob im Zusammenhang mit der Erstellung eines räumlichen Leitbildes des Stadtplanungsamts oder bei der Entwicklung eines integrierten Stadtteilkonzeptes Knielingen 2030. Auch die Durlacher Altstadt wird nach Meinung der antragstellenden Fraktionen von einer Ausweitung der autofreien Bereiche profitieren. Nicht nur in Bezug auf CO 2 -Reduktion, Sicherheit, Lärm und Gefährdung von zu Fuß Gehenden und Radfahrenden, sondern auch zur Belebung des Durlacher Geschäftslebens [1], das mit dem hoffentlich baldigen Ende der Corona-Pandemie einen hohen Nachholbedarf hat. Für Letztgenanntes fin- den sich in der Literatur zahlreiche Nachweise: so weisen zwei Drittel aller in einer Fußgängerzone ansässigen Betriebe seit Bestehen ebendieser Fußgängerzone Umsatzsteigerungen auf (Abel, Junker, Hatzfeld 1996), un- terstützen Fußgängerzonen die Belebung der Innenstadt (Schubert 2008) sowie die Bindung der Bewohner zur Stadt (Logemann 2006) (zusammengetragen in der Dissertation von Stepper 2015 [1]) Deshalb schlagen wir Interfraktioneller Antrag – 2 – vor, diese Maßnahme aus dem zu erarbeitenden Konzept zur Verbesserung der Verkehrsführung vorzuziehen und kurzfristig umzusetzen. Damit ergeben sich aus unserer Sicht folgende Vorteile: - schnelle Reaktion auf die drängenden Probleme Klimaschutz, Lärmschutz, Belebung der Innenstädte und Pandemieverarbeitung - kaum Änderungen und keine Beeinträchtigung für den motorisierten Individualverkehr (MIV), nur ge- ringe Auswirkungen auf das Parkraumangebot im öffentlichen Raum - Die Anfahrbarkeit von Zielen im Altstadtbereich bleibt für den motorisierten Individualverkehr unverän- dert. - Der Verkehrsraum vor dem Haupteingang der Schlossschule wird übersichtlicher und sicherer; gleich- zeitig verlagert sich das Problem der „Eltern-Taxis“ weg vom Haupteingang der Schule hin zu dem bislang nicht angenommenen Elternhalt in der Karlsburgstraße - Eine Entlastung der Ochsentorstraße und des Kreuzungsbereichs Pfinztalstraße / Ochsentorstraße / Mar- stallstraße, da auf die Ochsentorstraße nur noch der Besucherverkehr für die Ochsentorstraße selbst sowie (voraussichtlich) der Anwohnerverkehr für Ochsentor- und Rebenstraße entfällt. - In der nördlichen Marstallstraße stellt der Fußverkehr die wichtigste Verkehrsform dar. Die aktuelle Verteilung der öffentlichen Flächen wird dem Gewicht des Fußverkehrs nicht gerecht. eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität im Altstadtbereich und damit längere Verweildauer und höhere Kundenbesuchsfrequenz im Einzelhandel Bereits im Jahr 2000 gab es eine Verkehrsplanung in Durlach, bei der das Stadtplanungsamt eine ähnlich ge- staltete Fußgängerzone vorgeschlagen hatte. unterzeichnet von: Sonja Klingert, Ralf Köster, Johannes Ruf und die Fraktion B‘90/Die Grünen im OR Durlach Dr. Jan-Dirk Rausch, Susanne Oppelt, Herbert Siebach (SPD-Fraktion) Anna Frey (Die Linke) – 3 – Situation Altstadtring 2020 MIV hat viele Zufahrtswege zum Altstadtring Verkehrsführung führt zu Parksuchverkehr Zu große Verkehrsmengen für Verkehrsberuhigte Bereich – 4 – Konzept autofreie Bereiche Altstadtring 2021 Neue Fußgängerzonen reduzieren Parksuchverkehr und Verkehrsmengen in den übrigen verkehrsberu- higten Bereichen. Die konsequente Erweiterung der Fußgängerzone in dem Bereich, der heute schon vorwiegend von Fußgängern genutzt wird, reduziert die Verkehrsmengen, die in den Altstadtring ein- fahren, und damit den Parksuchverkehr im verkehrsberuhigten Bereich des Altstadtrings. Quelle [1] https://kluedo.ub.uni-kl.de/frontdoor/index/index/docId/3994

  • TOP 4 - Stellungnahme Erweiterung autofreie Bereiche im östlichen Altstadtbereich
    Extrahierter Text

    Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Erweiterung der autofreien Bereiche im östlichen Altstadtbereich Durlachs B ́90/DIE GRÜNEN-, SPD- und DIE LINKE-OR-Fraktionen eingegangen am: 18.01.2021 Vorlage Nr.: 2021/0278 Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Durlach 10.03.2021 4 ☒ ☐ Die autofreien Bereiche in der Durlacher Altstadt sind Bestandteil und Ergebnis des Sanierungsgebietes "SEP Durlach-Altstadt", das zwischen 1984 bis 2003 auch die verkehrlichen Fragestellungen im Hinblick auf die Erreichbarkeit der Altstadt in Form eines "Verkehrskonzeptes Durlach 2000" beinhaltete. Ende des vergangenen Jahres hat der Ortschaftsrat in einer Klausurtagung zusammen mit der Verwaltung über die verkehrliche Situation in Durlach beraten. Es bestand große Übereinstimmung, die verschiedenen Fragestellungen wie eine Anpassung der Verkehrsführung im Altstadtbereich, mögliche Änderungen beim Parkierungskonzept und den Umgang mit den verkehrsberuhigten Bereichen im Rahmen einer Aktualisierung des Verkehrskonzeptes unter Beteiligung der Öffentlichkeit und der betroffenen Akteure untersuchen und verschiedene Optionen bewerten zu lassen. Hierfür erarbeitet die Verwaltung derzeit eine Projektskizze. Wegen des engen Sachzusammenhangs der einzelnen Fragestellungen wird der Umgang mit den autofreien Bereichen Bestandteil des zu untersuchenden Gesamtkonzeptes. Die dargestellten Lösungsansätze werden dabei berücksichtigt. In diesem Zusammenhang kann auch über vorgezogene Maßnahmen diskutiert werden. Die Erarbeitung des Gesamtverkehrskonzeptes erfolgt in enger Abstimmung mit dem Ortschaftsrat und orientiert sich an den rechtlichen Möglichkeiten der Straßenverkehrsordnung. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☒ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☐ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit Stellungnahme zum Antrag