Angebot von Schwimmkursen in Karlsruhe
| Vorlage: | 2021/0261 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 24.02.2021 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Neureut |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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Interfraktionelle Anfrage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier FDP-Gemeinderatsfraktion GRÜNE-Gemeinderatsfraktion CDU-Gemeinderatsfraktion KAL/Die PARTEI-Gemeinderatsfraktion Eingang: 23.02.2021 Vorlage Nr.: 2021/0261 Angebot von Schwimmkursen in Karlsruhe Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 20.04.2021 18.2 x 1. Wie viele Kurse mit wie vielen Plätzen zum Erlernen von Schwimmen werden für Kinder im entsprechenden Alter von den Karlsruher Sport- und Schwimmvereinen jährlich (außerhalb der Pandemieeinschränkungen) angeboten? Sind diese Plätze ausreichend oder gibt es einen höheren Bedarf? Bestehen Wartelisten für die Kurse und wenn ja, wie lange muss im Schnitt auf einen Platz gewartet werden? 2. Wie ist das reservierte Zeitfenster für Schwimmkurse in den jeweiligen Hallenbädern organisiert? Sind diese Zeitfenster ausreichend oder scheitern mögliche Schwimmkurse daran? 3. Wie viele geschulte Kursleiter*innen stehen für das professionell angeleitete Schwimmen zur Verfügung und wie werden diese gewonnen? 4. Wie ist die finanzielle Unterstützung der Stadt für Sport- und Schwimm-vereine, die diese lebensnotwendigen Kurse mit pädagogisch und professionell geschultem Personal ermöglichen möchten, ausgestaltet? 5. Welche Möglichkeiten werden von Kindergärten, Schulen und Vereinen genutzt, um über die Relevanz und das Angebot von Schwimmkursen in Karlsruhe zu informieren und aufzuklären? 6. Wie viel Prozent der Schwimmkurse fielen im Jahr 2020 pandemiebedingt ungefähr aus? 7. Wie viel Prozent des Schwimmunterrichts der Schulen fielen pandemiebedingt 2020 ungefähr aus? 8. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung bzw. was kann sie dafür tun, um nach der Pandemie die ausgefallenen Schwimmkurse nachzuholen, damit kein Kind wegen der Pandemie nicht schwimmen kann? Zu den überlebensnotwendigen menschlichen Fähigkeiten gehört auch das richtig erlernte und sichere Schwimmen im Wasser. Dabei sollte jedem Kind im Alter von ca. 5-7 Jahren die Teilnahme an einem Schwimmkurs ermöglicht werden, um Langzeitfolgen vermeiden und somit potentielle Gefahrensituationen souverän meistern zu können. Insbesondere in der seit mittlerweile über einem Jahr existierenden Corona- Pandemie und deren Auswirkungen auch auf den Schwimmunterricht in den Schulen und das Karlsruher Vereinsleben konnten zahlreiche Kurse zum Erlernen von professionell angeleitetem Schwimmen nicht Sachverhalt / Begründung: – 2 – stattfinden. Auch hier waren die jüngsten Bürger*innen die Leidtragenden und die teilweise auf Jahre bestehende Warteliste für den wichtigen Schwimmunterricht wurde noch länger. Daher sollten gemeinsame Gespräche angegangen werden, wie nach dem Lockdown mehr Kurse im Vorschulalter mit dem Angebot der Weiterführung in den Grundschulen realisiert werden können. Unterzeichnet von: Tom Høyem Thomas H. Hock Verena Anlauf Niko Riebel Christine Großmann Detlef Hofmann Lüppo Cramer
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Stellungnahme zur interfraktionellen Anfrage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier FDP-Gemeinderatsfraktion GRÜNE-Gemeinderatsfraktion CDU-Gemeinderatsfraktion KAL/Die PARTEI-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2021/0261 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: BB Angebot von Schwimmkursen in Karlsruhe Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 20.04.2021 18.2 x 1. Wie viele Kurse mit wie vielen Plätzen zum Erlernen von Schwimmen werden für Kinder im entsprechenden Alter von den Karlsruher Sport- und Schwimmvereinen jährlich (außerhalb der Pandemieeinschränkungen) angeboten? Sind diese Plätze ausreichend oder gibt es einen höheren Bedarf? Bestehen Wartelisten für die Kurse und wenn ja, wie lange muss im Schnitt auf einen Platz gewartet werden? Die Anzahl der Kurse kann aufgrund der unterschiedlichen Organisationen und Durchführungen der Anbieter (Schwimm-Region, DLRG, Schwimmvereine) nur geschätzt werden. Ca. 300 Kurse mit insgesamt ca. 2.500 Kindern werden angeboten. In den meisten Bädern übersteigt die Nachfrage das Angebot und nicht alle Anbieter führen Wartelisten. Die Wartezeit kann somit viele Monate betragen. 2. Wie ist das reservierte Zeitfenster für Schwimmkurse in den jeweiligen Hallenbädern organisiert? Sind diese Zeitfenster ausreichend oder scheitern mögliche Schwimmkurse daran? Die Belegung in den Bädern hat allen Nutzergruppen gerecht zu werden. Es können nicht alle Bahnen bzw. dauerhaft das Nichtschwimmerbecken für Kurse und Vereine belegt werden. Die Badegäste, die den regulären Eintritt bezahlen, möchten dafür auch alle Becken nutzen können. Die Vormittags- und frühen Nachmittagsstunden stehen prioritär dem Schulschwimmunterricht zur Verfügung. Durch Ganztagesbetreuung der Schulkinder sind die frühen Mittagsstunden zwischen 13 und 15 Uhr nicht mehr attraktiv für die Kinderkurse. Das Zeitfenster hat sich damit verkürzt auf 15 – 19 Uhr. Dies ist einer der wesentlichen Gründe warum in vielen Bädern die Nachfrage das Angebot übersteigt. 3. Wie viele geschulte Kursleiter*innen stehen für das professionell angeleitete Schwimmen zur Verfügung und wie werden diese gewonnen? Aufgrund der vielen Anbieter kann über die Anzahl der Kurs- und Übungsleitenden keine Angabe gemacht werden. Die Akquise erfolgt in der Regel anbieterintern, durch Ausschreibungen und an den Hochschulen. 4. Wie ist die finanzielle Unterstützung der Stadt für Sport- und Schwimmvereine, die diese lebensnotwendigen Kurse mit pädagogisch und professionell geschultem Personal ermöglichen möchten, ausgestaltet? Die Unterstützung der DLRG und der Schwimmvereine erfolgt im Rahmen der Sportförderung. Die Kurse des größten Anbieters, der Schwimm-Region, werden nicht finanziell unterstützt, sondern erfolgen in enger Abstimmung (Kurszeiten, Personalakquise) mit den Bädern. – 2 – 5. Welche Möglichkeiten werden von Kindergärten, Schulen und Vereinen genutzt, um über die Relevanz und das Angebot von Schwimmkursen in Karlsruhe zu informieren und aufzuklären? Die Karlsruher Bädergesellschaft mbH führt außerhalb der Corona-Pandemie regelmäßige Infoveranstaltungen in den Kindergärten durch. Dort werden die Kinder spielerisch in die Baderegeln eingeführt und erhalten Infos über die angebotenen Kurse. 6. Wie viel Prozent der Schwimmkurse fielen im Jahr 2020 pandemiebedingt ungefähr aus? Je Anbieter sehr unterschiedlich. Wenige Kurse konnten noch im Fächerbad durchgeführt werden, während alle anderen Bäder geschlossen hatten. Im Schnitt fielen 2020 ca. 2/3 des Kinderanfängerschwimmens aus. 7. Wie viel Prozent des Schwimmunterrichts der Schulen fielen pandemiebedingt 2020 ungefähr aus? Rund 2/3 des Schulschwimmens ist ausgefallen. 8. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung bzw. was kann sie dafür tun, um nach der Pandemie die ausgefallenen Schwimmkurse nachzuholen, damit kein Kind wegen der Pandemie nicht schwimmen kann? Die Bäderverwaltung greift die Idee des „runden Tisches“ (SPD-Antrag) zu dem Thema „Kinderanfängerschwimmen“ auf und wird die Ergebnisse dem Bäderausschuss vorstellen. Ungeachtet dessen wird im Rahmen des Schwimm-Fix-Programmes, soweit möglich, in den Pfingstferien „Kinderanfängerschwimmen“ durchgeführt.
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Niederschrift 24. Plenarsitzung des Gemeinderates 20. April 2021, 15:30 Uhr öffentlich Gartenhalle, Kongresszentrum Der Vorsitzende: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 18 Punkt 18 der Tagesordnung: Angebote zur Förderung der Schwimmfähigkeit: Punkt 18.1 der Tagesordnung: Förderung der Schwimmfähigkeit Antrag: SPD Vorlage: 2021/0253 Punkt 18.2 der Tagesordnung: Angebot von Schwimmkursen in Karlsruhe Interfraktionelle Anfrage: FDP, GRÜNE, CDU, KAL/Die PARTEI Vorlage: 2021/0261 Beschluss: Einverstanden mit der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 18 zur Behandlung auf und verweist auf die vorlie- genden Stellungnahmen der Verwaltung. Stadträtin Moser (SPD): Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, vielen Dank dafür, dass unser Antrag, Förderung der Schwimmfähigkeit, heute auf der Tagesordnung steht und behandelt wird, denn er wurde in der Sitzung im März, am 23. März, vertagt. Vier Wochen sind vergangen, und in der Zwischenzeit hat sich einiges getan, um die Schwimmfähigkeit von Kindern zu för- dern, wie wir aus den BNN entnehmen konnten. Unser umtriebiger Bäderchef Oliver Sternagel und Bürgermeister Martin Lenz tun alles, um Schwimmkurse in den Pfingstferien zu ermögli- chen, offensichtlich durch unseren Antrag ermuntert, vielen Dank dafür. Ich möchte kurz den Inhalt des Antrages erläutern. Aufgrund Corona und der in der Folge ge- schlossenen Bäder ist im letzten Jahr das Schulschwimmen größtenteils ausgefallen, und das droht auch in diesem Jahr so zu sein. Aus der Bürgerschaft ist der Wunsch an die SPD-Fraktion herangetragen worden, eine Lösung herbeizuführen. Wir haben dies gerne aufgegriffen und wir Sozialdemokraten beantragen, dass noch vor den Sommerferien ein Konzept vorgelegt wird, wie auch die Kinder, die dieses und letztes Jahr wegen Corona nicht angeleitet schwimmen ler- – 2 – nen konnten, dies nachholen können und entsprechende Zeitfenster in den Bädern dafür frei- gehalten werden. Auch die Kinder müssen berücksichtigt werden, für die in der nächsten Klasse kein Schwimmunterricht mehr im Lehrplan vorgesehen ist. In diesem Konzept muss auch be- dacht werden, dass es zu weiteren Bäderschließungen kommen kann und wie dies aufgefangen wird. So stark, wie unsere Bäderlandschaft aufgestellt ist, gehen wir davon aus, dass dies erfolg- reich umgesetzt werden kann. Das werden wir auch im Blick behalten. Es muss unbedingt ver- mieden werden, dass die Anzahl der Kinder, die nicht schwimmen können, weiter zunimmt. Der DLRG warnt seit Jahren davor, rund ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind Nichtschwimmer. Schon vor der Pandemie haben wir uns damit beschäftigt, Corona hat den Zustand noch verschärft. Vielen Dank der Verwaltung für die Zusage, einen Runden Tisch, gemeinsam mit der Schwimmregion, dem DLRG, anderen Vereinen und Akteuren einzurichten. Dies entspricht einem Punkt in unserem Begehren. Im Übrigen würde sich der DLRG Neureut sehr freuen, wenn sie unterstützend in den Pfingstferien die Schwimmkurse begleiten dürften. Nach unserem Verständnis bedeutet die Antwort, eine klare Zusicherung der Umsetzung des- sen, sodass ich nur den Punkt 4 abstimmen lassen möchte, dass noch vor den Sommerferien ein Konzept vorgelegt wird. Stadtrat Riebel (GRÜNE): Mit der Anfrage der FDP gemeinsam mit der CDU, KAL/Die PARTEI und uns Grünen sowie dem Antrag der SPD wird deutlich, wie wichtig uns allen die Schwimmförderung von Kindern ist. Das Erlernen von Schwimmen ist essenziell, es kann Leben schützen. Das Schwimmen selbst dient der Gesundheitsförderung und neben anderer Bewe- gung auch der motorischen Förderung. Dies haben die Fraktionen in diesem Haus treffend er- kannt. Wie Frau Moser richtig dargestellt hat, sind aber viele Schwimmkurse wegen Corona ausgefallen. Dies hat uns eben alle aktiv werden lassen. Die Grundlage für alles ist erst einmal die Analyse, um zu erkennen, wie die Ausgangslage ist, was notwendig und was möglich ist. Blindlings Politik zu machen, ist nicht nur nicht zielführend, sondern können wir uns in der der- zeitigen finanziellen Lage auch gar nicht mehr leisten. Mit der Anfrage wurde der erste Schritt in der Analyse getan, und mit dem beantragten Runden Tisch wird der nächste Schritt began- gen, um zielgerichtet handeln zu können. Mit den SchwimmFix-Kursen in den Pfingstferien wird auch dafür gesorgt, dass Kinder nicht ohne schwimmen zu können, die Grundschule verlassen. Dennoch kann uns Corona hier leider auch wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Wir freuen uns auf den Bericht vom Runden Tisch im Bäderausschuss und würden eigentlich den Antrag eher als erledigt betrachten. Ich denke auch, ob das jetzt vor dem Sommer noch alles wirklich analysiert werden kann, halte ich mal für schwierig, weil wir ja gar nicht wissen, wie die Corona-Lage sich weiterentwickelt. Stadtrat Hofmann (CDU): Ich kann mich nahtlos an Herrn Kollegen Riebel anschließen. Ich den- ke, das Thema ist extrem wichtig, deswegen sind auch alle Fraktionen dort angesprochen wor- den. Ob man jetzt da einen Antrag stellen muss oder eine Anfrage beantworten kann, denke ich, ist auch egal. Ich bin mir auch sicher, dass nicht aufgrund des Antrags nur der SPD eben dann der Bäderchef tätig geworden ist, sondern dass alle sich eben an ihn gewandt haben und ich glaube, das ist auch wichtig und auch in dem Thema muss man dranbleiben, das ist ganz klar. Ich bin aber auch der Meinung von Herrn Riebel, wie ich eben schon gesagt habe, dass es zu verfrüht wäre, bereits jetzt für die Pfingstferien Planungen zu machen. Bis jetzt ist alles fast abgesagt. Man kann zumindest mal versuchen, die ersten Schritte in die Wege zu leiten, aber ich denke, das wird enorm schwierig werden, dort schon Weichen zu stellen. Von daher würde ich auch darum bitten, erst mal diesen Runden Tisch einzuführen und dann mit diesem Runden Tisch entsprechend ein Konzept zu erarbeiten. Ich denke, das reicht auch, wenn man dies ins- – 3 – besondere dann im nächsten Schuljahr zusammen versucht, mit reinzubekommen und jetzt nicht unbedingt da einen Schnellschuss machen, denn wir wissen alle nicht, was Corona noch bringt. Grundsätzlich freue ich mich vor allem, dass dieser Runde Tisch stattfindet. Das ist wirk- lich auch dem Antrag der SPD rauszunehmen. Das freut mich sehr. Ich denke, das ist ein guter Schritt in diese Richtung und wir sollten da weitergehen, denn wie eben auch schon gesagt, es können leider immer weniger Kinder schwimmen. Das war aber auch schon vor Corona so und die Lage hat sich jetzt extrem verschärft, dass das Thema wirklich eminent wichtig ist. Wir müs- sen uns aber auch klar sein, dass wir sicher nicht alles abdecken können. So wie es in der Ant- wort der Verwaltung wirklich auch sehr gut steht, ist es natürlich ein Problem, allein personell schon so etwas zu stemmen. Hier sind tolle Angebote, gerade über SchwimmFix, aber auch durch die DLRG, durch viele Ehrenamtliche, aber hier muss man sicher versuchen, auch in Zu- sammenarbeit mit allen Kräften die Anzahl der Schwimmkurse für die nächsten Jahre deutlich zu steigern und das dann zusammen mit unseren Bädern entsprechend auch mit freien Flächen umzusetzen, damit wir dort den entsprechenden Erfolg wieder bekommen. Ich freue mich auf den nächsten Runden Tisch oder auf den ersten Runden Tisch und denke auch, dass das Thema bis dahin erledigt sein sollte. Stadtrat Jooß (FDP): Schwimmen ist essenziell, das ist ganz klar. Auch heute noch können lei- der, leider viele Kinder überhaupt nicht schwimmen. Das ist tragisch und problematisch, aber man muss natürlich erst mal eruieren, welche Kinder nicht schwimmen können, und die muss man zuerst ansprechen. Bedingt ist diese ganze Geschichte durch die Ganztagsschulen. Der Ganztagsunterricht muss dann unter Umständen zum Schwimmunterricht gemacht werden, weil das Zeitfenster einfach fehlt. Was Irene Moser schon gesagt hat, es ist natürlich problema- tisch, dass wir das alles nicht abdecken können. Das muss eruiert werden, wie und wann das alles gemacht werden kann. Wir stimmen also der Vorlage und den Anträgen zu, dass die Kin- der gut versorgt werden und wir sind dafür verantwortlich, dass das passiert. Stadträtin Fenrich (AfD): Die AfD-Fraktion unterstützt diesen Antrag der SPD sehr gerne. Der Situation, dass immer weniger Kinder schwimmen können, muss natürlich entgegengewirkt werden. Ich selber war leidenschaftliche Schwimmerin in jungen Jahren. Deshalb denke ich, kann man Kinder vielleicht auch durch diese Kurse gewinnen, dass sie den Schwimmsport als was Schönes, Bereicherndes entdecken und vielleicht da auch dabei bleiben, vielleicht auch der eine oder andere Leistungsschwimmer sich daraus entwickelt. Wir freuen uns mit dem Dezer- nat 3 und insbesondere mit unserem Bäderchef Herrn Sternagel, einen kompetenten, versier- ten Fachmann zu haben, der die Sache federführend begleiten wird, der die Sachen aufgreifen wird. Noch eine Anmerkung sei erlaubt, das ist ja bisher noch nicht zur Sprache gekommen. Die Stadt wird vermutlich auch hierüber keinerlei Zahlen haben, aber wir, die AfD-Fraktion, sind der Auffassung, dass im Bereich der Kinder aus Migrantenfamilien die Schwimmfähigkeit überpro- portional nicht gegeben sein wird. Wir erachten es deshalb als besonders vordringliche Aufga- be, diese Familien bzw. Kinder zu erreichen. Wir regen daher an, dass das Büro für Integrati- on/Migration hier ein Konzept entwickelt, wie diese Kinder erreicht werden können und das auch dann in den Runden Tisch, oder wie immer man diese Sache dann nennen will, einbringen will. Vielleicht noch einen Appell an die Öffentlichkeit, an die Eltern. Zu meiner Zeit waren diese Schwimmkurse gar nicht möglich, das Geld war gar nicht vorhanden. Nach dem Krieg hat man andere Sorgen gehabt. Deswegen der Appell auch an die Eltern, zeigt euren Kindern, wie man – 4 – schwimmt, das können Eltern nämlich auch, sodass ein Grundstein gelegt werden kann für künftig schwimmbegeisterte Erwachsene, danke schön. Stadträtin Lorenz (FW|FÜR): Ja, vieles ist schon gesagt, ich kann mich in vielem anschließen. Einen Punkt möchte ich eben auch noch anführen, die Kollegin Fenrich hat es gerade gesagt. In erster Linie sehe ich die Verantwortung bei den Eltern, dem Kind schwimmen beizubringen, genauso wie das Radfahren, das in Karlsruhe auch essenziell ist. Nichtsdestotrotz, die Fähigkeit, schwimmen zu können, rettet Leben. Mein Augenmerk mit den Schwimmkursen oder den Öff- nungen der Schwimmbäder sind wir natürlich stark von der Entwicklung der Pandemie und von der Bundes- und Landespolitik abhängig, von daher wird es schwierig sein, dann ad hoc, wenn es losgeht, das Konzept aus dem Ärmel zu zaubern, wenn wir dann nach vier Tagen wieder schließen müssen. Ich möchte noch zu bedenken geben, dass es natürlich schwierig ist, wenn die Kinder in einem gewissen Alterscluster das Schwimmen nicht erlernen, dass es oft später zu Scham kommt, wenn sie jetzt als Teenager dann mit der Klasse irgendwie in das Freibad gehen, und oft möchte man dann nicht zugeben, dass man das Schwimmen nicht erlernt hat und nicht machen kann. Deswegen ist es wichtig, dass die Kinder das eben von klein auf lernen. Wir wer- den dem Antrag der SPD sehr gerne zustimmen. Der Vorsitzende: Ja, vielen Dank. Ich hatte das jetzt so verstanden, dass der Antrag sich wei- testgehend erledigt hat, ich glaube, bis auf die Ziffer 4. Soll die Ziffer 4 noch mal zur Abstim- mung gestellt werden, Frau Moser? Stadträtin Moser (SPD): Also ich kann mich damit einverstanden erklären, wenn wir das im Oktober, im nächsten Bäderausschuss behandeln werden, denn ich möchte nicht, dass es ver- gessen wird. Deswegen bin ich für vor den Sommerferien, aber ich sehe natürlich die Situation mit der Pandemie ein. Deswegen würde ich es gerne im Bäderausschuss im Oktober behandeln. Bürgermeister Lenz: Zunächst einmal herzlichen Dank für den Rückenwind aus dem Karlsruher Gemeinderat. Herr Oberbürgermeister und ich haben uns ja was Neues einfallen lassen. Wir haben eigentlich völlig unaufgeregt, ich darf das mal so sagen, die Idee einer Sondergenehmi- gung erfunden und genau das beim Gesundheitsministerium beantragt, und zwar einfach mit der Begründung, Schwimmen ist ein Kulturgut und so wichtig wie Rechnen und Schreiben, so endet auch unser Brief an den zuständigen Minister Lucha. Herr Stadtrat Hofmann, es ist alles bereitet, wir hatten das schon für die Osterferien geplant. Also, wir haben überhaupt kein Prob- lem, die Kurse starten zu lassen. Auf der Seite 76 Bäderkonzept können Sie alles nachlesen, wie das geht. SchwimmFix hat dieses Jahr 10-jähriges Jubiläum. Wir haben die Lehrassistenten, wir haben das ganze Netzwerk dafür, brauchen natürlich die Grundschulen und, Frau Stadträtin Fenrich, genauso kommen wir an die Zielgruppe heran und wissen auch, wie die Zielgruppe sich zusammensetzt. Das können wir al- les beantworten, machen wir dann gerne im Oktober. Jetzt heißt es halt Daumen drücken, ob der Idee. Das ist jetzt eher zufällig an die BNN durchgesickert, weil die nämlich angerufen haben und wegen dem Antrag noch mal nachgefragt hatten beim Herrn Sternagel, sonst wäre das gar nicht öffentlich. Wir hatten eigentlich versucht, auf leisen Sohlen vielleicht eine Sondergeneh- migung zu bekommen, auch eingedenk dessen, welche Stadt hat denn seine Bäder jetzt oder auch bestimmte Sportgelegenheiten so am Start, dass wir jederzeit loslegen können. Deswegen wäre das eigentlich ein Weg der Sondergenehmigung, und deswegen bleiben wir mal verhalten optimistisch. Der Brief ist bereits gelesen vom Herrn Minister, wir haben den am Freitag abge- – 5 – schickt. Ich weiß, er ist bereits in Bearbeitung und jetzt heißt es halt Daumen drücken, aber wie gesagt, vielen Dank für den Antrag und gerne im Oktober und hoffentlich dann doch in den Pfingstferien. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 11. Mai 2021