Einkaufsverhalten und Image der Karlsruher City während der COVID-19-Pandemie

Vorlage: 2021/0152
Art: Informationsvorlage
Datum: 12.02.2021
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Amt für Stadtentwicklung
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Oststadt, Südstadt

Beratungen

  • Hauptausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 09.03.2021

    TOP: 1

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Einkaufsverhalten und Image der Karlsruher City während der Covid-19-Pandemie
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2021/0152 Verantwortlich: Dez. 2 Dienststelle: AfSta Einkaufsverhalten und Image der Karlsruher City während der COVID-19-Pandemie Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 09.03.2021 1 X Information (Kurzfassung) Das IFH Köln hat im Auftrag der Stadt Karlsruhe im Herbst 2020 während der COVID-19-Pandemie eine Passantenumfrage in der Innenstadt durchgeführt. Die Karlsruher City kann in der Bewertung ihrer Besucher*innen – auch im Vergleich zu anderen deutschen Städten ähnlicher Größe – sehr gute Ergebnisse erzielen. Gleichzeitig lassen sich die Auswirkungen des Online-Handels und der COVID-19-Pandemie auf das Einkaufsverhalten in der Innenstadt quantifizieren. Die so gewonnenen Erkenntnisse fließen in die strategische Arbeit der AG Innenstadt ein. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☒ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☐ Nein ☒ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Innenstadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Die Stadt Karlsruhe hat zum ersten Mal bei der seit dem Jahr 2014 im zweijährigen Turnus vom IFH Köln durchgeführten Städtevergleichsstudie zur Attraktivität der Innenstädte teilgenommen und kann sich in der relevanten Ortsgrößenklasse von 200.000 bis 500.000 Einwohner*innen mit zwölf anderen Städten im Bundesgebiet messen. Die Passantenbefragung im Herbst 2020 erfolgte zeitgleich in über 100 Innenstädten, um das Einkaufsverhalten zu untersuchen. Von Interesse waren dabei die Themen Besuchsverhalten, Einkaufsverhalten sowie Änderungen im Einkaufsverhalten durch die COVID-19- Pandemie und den Online-Handel. Außerdem wurden den Besucher*innen der Karlsruher Innenstadt detaillierte Fragen zur Attraktivität und zum Image der Karlsruher City gestellt. Da die COVID-19-Pandemie den ohnehin laufenden Strukturwandel in den Innenstädten beschleunigt, sind die vorliegenden Befragungsergebnisse besonders aufschlussreich. Die so gewonnenen Informationen werden in die Arbeit der AG Innenstadt einfließen und damit als Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung zukunftsweisender Innenstadt-Lösungen dienen, um die Attraktivität der Karlsruher Innenstadt dauerhaft zu sichern. Beschluss: Antrag an den Hauptausschuss: Der Hauptausschuss nimmt die Informationsvorlage zur Kenntnis.

  • Stadtentwicklung aktuell – Vitale Innenstädte 2020
    Extrahierter Text

    © Timon Studler | Unsplash.com Stadtentwicklung aktuell – Einkaufsverhalten und Image der Karlsruher City während der COVID-19-Pandemie Ergebnisse der deutschlandweiten Passantenumfrage „Vitale Innenstädte“ im Herbst 2020 durch das Institut für Handelsforschung (IFH Köln) Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung 2 | Stadtentwicklung aktuell – Einkaufsverhalten und Image der Karlsruher City während der COVID-19-Pandemie Impressum Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Zähringerstraße 61 76133 Karlsruhe Leiterin: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Bereich: Stadtentwicklung Dr. Andrea Hammer Bearbeitung: Benedikt Dierßen Datenaufbereitung: Kai Rohweder Layout: Kai Rohweder Auskunftsdienst und Bestellung: Telefon: 0721 133-1220 Fax: 0721 133-1209 E-Mail: stadtentwicklung@afsta.karlsruhe.de Internet: www.karlsruhe.de/stadtentwicklung Stand: Februar 2021 Gedruckt in der Rathausdruckerei auf 100 Prozent Recyclingpapier © Stadt Karlsruhe Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche Genehmigung des Herausgebers ist es nicht gestattet, diese Veröffentlichung oder Teile daraus zu vervielfältigen oder in elektronischen Systemen anzubieten. Amt für Stadtentwicklung | 3 Inhalt 1. Hintergrund und Methodik 4 2. Attraktivität der Karlsruher Innenstadt 5 3. Änderungen im Einkaufsverhalten durch die COVID-19-Pandemie 7 4. Image der Karlsruher Innenstadt 8 5. (Leit-)Funktionen der Karlsruher City 9 6. Änderungen im Einkaufsverhalten durch den Online-Handel 10 7. Verkehrsmittelwahl beim Innenstadtbesuch 11 4 | Stadtentwicklung aktuell – Einkaufsverhalten und Image der Karlsruher City während der COVID-19-Pandemie 1. Hintergrund und Methodik „ Das Institut für Handelsforschung (IFH KÖLN) untersucht in der Studie „Vitale Innenstädte 2020“ bereits zum vierten Mal die Stellschrauben für lebendige Stadtzentren. „ Bei der Städtevergleichsstudie befindet sich Karlsruhe erstmals im Kreis der 107 untersuchten Städte. „ Die Befragungszeit war von Ende September bis Mitte Oktober 2020, also zwischen den beiden Corona- Shutdowns. Donnerstags und samstags wurden Passanten und Passantinnen an mehreren Standorten in der Innenstadt befragt. „ Neben der Erörterung der Besuchs- und Einkaufsgewohn- heiten sowie detaillierten Fragen zur Bewertung der Innenstadt wurde explizit auch das Einkaufsverhalten im Kontext zur COVID-19-Pandemie thematisiert. „ Die typische Innenstadtbesucherin ist weiblich, in Karlsruhe wohnhaft, 43,4 Jahre alt und mit dem Öffentlichen Nahverkehr in die Innenstadt gekommen. Außerhalb 44,6 Karlsruhe 55,4 Männlich 40,4 Weiblich 59,6 Abbildung 1 Demografie der Besucherschaftder Karlsruher Innenstadt %% GeschlechtWohnort 11,29,726,215,124,413,4 0102030405060708090100 Bis 20 Jahre21 bis 25 Jahre26 bis 40 Jahre41 bis 50 Jahre51 bis 65 JahreÜber 65 Jahre Altersgruppe % Ø 43,4 Quelle: IFH Köln GmbH. Basis: 1.025 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell – Vitale Innenstädte. Amt für Stadtentwicklung | 5 2. Attraktivität der Karlsruher Innenstadt „ Die Attraktivität der Karlsruher Innenstadt wird von den Besucher*innen insgesamt mit der Schulnote 2,4 bewertet (Vergleichsstädte: 2,6). „ Die Karlsruher City schneidet in fast allen Kategorien besser ab als der Durchschnitt der anderen 12 Städte der Größenklasse 200.000 bis 500.000 Einwohner (Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Braunschweig, Kassel, Krefeld, Lübeck, Magdeburg, Mannheim, Mönchengladbach und Rostock). „ TOP-Bewertungen erhält die Innenstadt für die Erreichbarkeit mit Fahrrad (Note: 1,6; Vergleichsstädte: 2,0) und mit ÖPNV (Note: 1,8; Vergleichsstädte: 2,0), für Apotheken (Note: 1,6; Vergleichsstädte: 1,8) und Drogerien (Note: 1,6; Vergleichsstädte: 1,8) sowie für das Gastronomieangebot (Note: 2,0; Vergleichsstädte: 2,1). „ Verbesserungspotentiale zeigen sich vor allem bei den Parkmöglichkeiten (Note: 3,1), bei der Erreichbarkeit mit dem motorisierten Individualverkehr (Note: 2,9) sowie in puncto Sauberkeit und Erlebniswert (jeweilige Note: 2,5). „ Datenanalysen zeigen hohe Korrelationen für die Bewertung der Attraktivität der Innenstadt mit der Beurteilung von „Ambiente, Flair“, „Gebäuden, Fassaden“, Erlebniswert, Bekleidung, Bequemlichkeit und Einzelhandelsangebot. Abbildung 2 Bewertung der Karlsruher Innenstadt aus Passantensicht „Wie bewerten Sie die Attraktivität dieser Innenstadt im Hinblick auf die folgenden Aspekte?“ OGK Ortsgrößenklasse: 200.000 bis 500.000 Einwohner (Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Braunschweig, Karlsruhe, Kassel, Krefeld, Lübeck, Magdeburg, Mannheim, Mönchengladbach, Rostock). Quelle: IFH Köln GmbH. Basis: 1.035 / 10.979 Befragte mit mindestens einer Antwort (Karlsruhe / Ortsgrößenklasse 200.000 bis 500.000 Einwohner). Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell – Vitale Innenstädte. Gastronomieangebot: 2,0 Freizeit- und Kulturangebot: 2,1 Dienstleistungsangebot: 2,1 Einzelhandelsangebot: 2,1 Veranstaltungsangebot: 2,3 Apotheken: 1,6 Körperpflege, Kosmetik, Drogerie: 1,7 Bekleidung: 2,1 Schuhe, Lederwaren: 2,1 Unterhaltungselektronik: 2,1 Büro, Schreibwaren: 2,1 Bücher: 2,1 Lebensmittel: 2,2 Uhren, Schmuck: 2,2 Sport, Spiel, Hobby: 2,3 Wohnen, Einrichten: 2,4 Erlebniswert: 2,5 Sauberkeit: 2,5 Ambiente, Flair: 2,4 Bequemlichkeit: 2,3 Sicherheit: 2,3 Lebendigkeit: 2,2 Parkmöglichkeiten: 3,1 Erreichbarkeit PKW / Motorrad: 2,9 Sehenswürdigkeiten: 2,4 Gebäude, Fassaden: 2,4 Plätze, Wege, Grünflächen: 2,2 Orientierung: 2,2 Erreichbarkeit ÖPNV: 1,8 Erreichbarkeit Fahrrad: 1,6 KarlsruheOrtsgrößenklasse 1,0 2,0 3,0 4,0 6,0 Infrastruktur Qualität Angebot Einzelhandel OGK 5,0 6 | Stadtentwicklung aktuell – Einkaufsverhalten und Image der Karlsruher City während der COVID-19-Pandemie „ Viele Passanten und Passantinnen empfehlen den Innen- stadtbesuch in Karlsruhe an Freunde und Bekannte weiter. „ 44,4 Prozent der Besucher und Besucherinnen bezeichnen eine Weiterempfehlung als äußerst wahrscheinlich und haben damit Promoter- und Promoterinnen-Status. Knapp ein Fünftel der Befragten (18,7 %) bewertet die Weiter- empfehlung auf der zehnstufigen Skala nur von eins bis sechs und zählt somit zu den Kritikern und Kritikerinnen. „ Der Net-Promoter-Score gibt als Kennwert den Anteil der Promotor und Promoterinnen abzüglich der Kritiker und Kritikerinnen an. Dabei erreicht die Karlsruher Innenstadt gegenüber anderen Städten ähnlicher Größe einen überdurchschnittlich hohen Net-Promoter-Score von 25,6 (Vergleichsstädte 22,2). „ Die Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung ist vor allem unter den Frauen (Net-Promoter-Score: 28,9) und den über 50-Jährigen (Net-Promoter-Score: 27,9) hoch. Abbildung 3 Weiterempfehlungswahrscheinlichkeit und Net-Promoter-Score NPS „Wiewahrscheinlich ist es, dass Sie diese Innenstadt Freunden oder Bekannten weiterempfehlen?“ NPS Berechnung des Net-Promoter-Scores: Promoter -Kritiker = Net-Promoter-Score. OGK Ortsgrößenklasse: 200.000 bis 500.000 Einwohner (Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Braunschweig, Karlsruhe, Kassel, Krefeld, Lübeck, Magdeburg, Mannheim, Mönchengladbach, Rostock). Quelle: IFH Köln GmbH. Basis: 1.024 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –Vitale Innenstädte. 0,61,23,52,63,27,611,125,828,416,0 1,71,63,03,44,49,710,519,827,718,2 Karlsruhe Ortsgrößenklasse OGK 23,8 30,3 45,9 18,7 36,9 44,4 %% Net-Promoter-Score: 25,6Net-Promoter-Score: 22,2 KarlsruheOrtsgrößenklasse OGK UnwahrscheinlichÄußerst wahrscheinlich KritikerIndifferentePromoter % Amt für Stadtentwicklung | 7 3. Änderungen im Einkaufsverhalten durch die COVID-19-Pandemie „ Mehr als die Hälfte (52,0 %) der Besucher und Besucher- innen gibt weniger Geld für Waren, Gastronomie und Dienstleistungen aus als vor Beginn der COVID-19- Pandemie. 42 Prozent besuchen die Innenstadt aufgrund der Pandemie generell seltener. „ Bewusstes „local shopping“ wird von 41,6 Prozent der Befragten als Unterstützung für den durch Corona beeinträchtigten Handel vor Ort betrieben. „ Über die Hälfte der über 50-Jährigen (51,4 %) forciert die Stärkung des lokalen Einzelhandels durch Einkauf in der Karlsruher Innenstadt. „ Befragte unter 25 Jahren kaufen aufgrund der Pandemie- lage verstärkt online ein (45,2 %), auf großen Plattformen (38,7 %), aber auch bei lokalen Händlern (16,8 %). 8,0 13,7 17,4 51,4 40,7 50,5 9,2 32,7 37,2 38,3 40,4 54,8 16,8 38,7 45,2 26,7 44,9 46,3 10,8 27,0 31,8 41,6 42,0 52,0 0102030405060 Ich kaufe verstärkt online bei lokalen Händlern oder Marktplätzen ein. Ich kaufe verstärkt bei großen Online-Marktplätzen oder -Händlern (zum Beispiel Amazon, Ebay, Otto, Zalando) ein. Ich kaufe verstärkt online ein. Ich kaufe bewusst mehr in dieser Innenstadt ein, um die lokalen Anbieter zu stärken. Ich besuche diese Innenstadt generell seltener. Ich gebe aktuell weniger Geld für Waren, Gastronomie und Dienstleistungen aus als vor der Corona-Krise. Bis 25 Jahre26 bis 50 Jahre51 Jahre und mehrGesamt Abbildung 4 Änderung im Einkaufsverhalten durch die COVID-19 Pandemie nach Altersgruppen „Wie hat sich Ihr Einkaufsverhalten durch die Corona-Krise generell verändert?“ – Anteile „Ja“ % Quelle: IFH Köln GmbH. Basis: 1.028 Befragte mit mindestens einer Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell – Vitale Innenstädte. 8 | Stadtentwicklung aktuell – Einkaufsverhalten und Image der Karlsruher City während der COVID-19-Pandemie 4. Image der Karlsruher City „ Die Karlsruher City wird von den Passanten und Passant- innen als Ort zum Bummeln und Shoppen, Ort der kurzen Wege, zum Wohlfühlen und Leute treffen sowie zum Ausgehen wertgeschätzt. „ Die Zukunftsfähigkeit (Zustimmung: 76,8, Vergleichsstädte: 56,5) und der gute Online-Auftritt (Zustimmung: 65,1, Vergleichsstädte: 54,5) der Karlsruher Innenstadt zeigen sich als Aushängeschilder im Ortsgrößenklassenvergleich. „ Passanten und Passantinnen unter 25 Jahren sehen die Karlsruher City zu 93,3 Prozent als Ort zum Bummeln und Shoppen und zu 88,6 Prozent als Ort zum Ausgehen (Cafés, Bars, Restaurants und weitere). Über 50-Jährige bescheinigen der Innenstadt zu fast zwei Dritteln (65,1 %) den Status als Ausflugsziel für Touristen. 37,1 58,3 54,5 56,5 81,3 80,1 85,8 85,5 33,1 59,7 65,1 76,8 81,3 82,8 84,1 87,3 0102030405060708090100 ... der Ort für den täglichen Einkauf. ... ein touristisches Ausflugsziel. ... online gut vertreten/digital gut aufgestellt. ... zukunftsorientiert aufgestellt. ... ein Ort zum Ausgehen (Cafés, Bars, Kneipen, Restaurants und weitere). ... ein Ort zum Wohlfühlen und Leute treffen. ... ein Ort der kurzen Wege. ... ein Ort zum Bummeln und Shoppen. KarlsruheOrtsgrößenklasse Abbildung 5 Image der Karlsruher Innenstadt nach Wohnort der Befragten „Inwiefern stimmen Sie den folgenden Aussagen zu? Diese Innenstadt ist für mich persönlich ...“ –Anteile „Ja“ % OGK Ortsgrößenklasse: 200.000 bis 500.000 Einwohner (Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Braunschweig, Karlsruhe, Kassel, Krefeld, Lübeck, Magdeburg, Mannheim, Mönchengladbach, Rostock). Quelle: IFH Köln GmbH. Basis: 1.025 Befragte mit mindestens einer Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell – Vitale Innenstädte. OGK Amt für Stadtentwicklung | 9 5. (Leit-)Funktionen der Karlsruher City „ Einkaufen und Einkaufsbummel sind mit Abstand der wichtigste Grund für den Besuch der Innenstadt, sowohl am Wochenende als auch werktags. „ Die Besuchsanlässe variieren mit dem Befragungstag: Gastronomische Angebote sind samstags für ein Drittel (35,3 %) der Besucher und Besucherinnen der Grund zum Besuch. Behördengang/Arzt/Arbeit/Ausbildung erlangen vor allem unter der Woche mit 29,6 Prozent Bedeutung. „ Bei den Besuchsgründen zeigen sich auch Geschlechter- unterschiede: Einkaufen/Einkaufsbummel (Frauen: 84,8 %; Männer: 74,7 %) und Gastronomie (Frauen: 39,7 %; Männer: 29,9 %) werden häufiger von Besucherinnen angeführt. 6,5 8,5 7,8 29,6 20,6 66,3 4,1 4,3 15,0 8,4 35,3 80,3 5,3 6,4 11,4 19,0 28,0 73,3 0102030405060708090100 Wohnen Dienstleistungen (zum Beispiel Friseur) Freizeit-/Kulturangebot/Sightseeing Behördengang/Arzt/Arbeit/Ausbildung Gastronomie (zum Beispiel Restaurant, Café) Einkaufen/Einkaufsbummel SamstagDonnerstagDurchschnitt Abbildung 6 Gründe für den Innenstadtbesuch nach Befragungstag MFN „Warum sindSie heute in dieser Innenstadt?“ % MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Quelle: IFH Köln GmbH. Basis: 1.032 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell – Vitale Innenstädte. 10 | Stadtentwicklung aktuell – Einkaufsverhalten und Image der Karlsruher City während der COVID-19-Pandemie 6. Änderungen im Einkaufsverhalten durch den Online-Handel „ Zusammengefasst shoppen fast drei Viertel (72,2 %) der Karlsruher Innenstadtbesucher und -besucherinnen auch online, 27,7 Prozent tätigen keine Online-Einkäufe. „ Im Laufe der vergangenen zwei bis drei Jahre legt gut die Hälfte der Passanten und Passantinnen (50,8 %) ein gleichbleibendes Einkaufsverhalten trotz Online-Shopping- Angeboten an den Tag. „ Etwas mehr als ein Fünftel (21,5 %) gibt an, die Karlsruher Innenstadt in den letzten zwei bis drei Jahren aufgrund der Möglichkeit des Online-Handels seltener zu besuchen. 34,354,011,725,654,419,910,444,944,7 21,5 50,8 27,8 0 10 20 30 40 50 60 Ja, Online-Einkauf, Besuche seltenerNein, Online-Einkauf, Besuche gleichNein, kein Online-Einkauf bis 25 Jahre26 bis 50 Jahre51 Jahre und mehrKarlsruhe Abbildung 7 Änderung im Einkaufsverhalten durch Online-Handel nach Altersgruppen „Hat sich Ihr Einkaufsverhalten in der Innenstadt durch das Angebot, online einkaufen zu können, in den letzten zwei bis dreiJahren verändert?“ % Quelle: IFH Köln GmbH. Basis: 1.022 Befragte mit mindestens einer Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell – Vitale Innenstädte. Amt für Stadtentwicklung | 11 7. Verkehrsmittelwahl beim Innenstadtbesuch „ Insgesamt ist der ÖPNV mit 38,9 Prozent das am häufigsten gewählte Verkehrsmittel beim Innenstadtbesuch. Karlsruher und Karlsruherinnen nutzen öffentliche Verkehrsmittel zu 33,8 Prozent bei der Anfahrt. „ Besucher*innen von außerhalb greifen mit 48,1 Prozent am häufigsten auf den motorisierten Individualverkehr zurück. Karlsruher und Karlsruherinnen geben mit 34,3 Prozent dem Fahrrad den Vorzug, um in die City zu gelangen. „ Die Wochentage haben einen starken Einfluss bei der Verkehrsmittelwahl. Unter der Woche sind ÖPNV (43,4 %) und Fahrrad (26,1 %), samstags das Auto (48,1 %) stark vertreten. „ Deutschlandweit wurde der ÖPNV beim Innenstadtbesuch durch COVID-19 gebremst. 11,7 26,1 18,8 43,4 10,2 17,9 37,5 34,3 10,9 22,0 28,2 38,9 051015202530354045505560 Zu Fuß Fahrrad Pkw/Motorrad Öffentliche Verkehrsmittel SamstagDonnerstagGesamt Abbildung 8 Verkehrsmittelwahl für den Innenstadtbesuch nach Wohnort und Befragungstag „Mit welchem Verkehrsmittel sind Sie heute in diese Innenstadt gekommen?“ % Quelle: IFH Köln GmbH. Basis: 1.020 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell – Vitale Innenstädte. 19,6 34,3 12,3 33,8 0,9 7,2 48,1 43,8 10,9 22,0 28,2 38,9 051015202530354045505560 Zu Fuß Fahrrad Pkw/Motorrad Öffentliche Verkehrsmittel AußerhalbKarlsruheGesamt %

  • Protokoll Sitzungseröffnung und TOP 1 HA
    Extrahierter Text

    Niederschrift 17. Sitzung Hauptausschuss 9. März 2021, 16:30 Uhr öffentlich Bürgerssaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 1. Punkt 1 der Tagesordnung: Einkaufsverhalten und Image der Karlsruher City während der CO- VID-19-Pandemie Vorlage: 2021/0152 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung, begrüßt die Anwesenden und teilt die Namen der entschul- digten Stadträtinnen und Stadträte mit. Die Tagesordnung sei unverändert. Anschließend ruft er Tagesordnungspunkt 1 zur Behandlung auf. Stadträtin Mayer (GRÜNE) zeigt sich erfreut über die positiven Rückmeldungen zum ÖPNV und der Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Fahrrad. Das schlechtere Abschneiden bei der Erreich- barkeit mit dem Auto sei für die GRÜNEN derzeit hinnehmbar. Es müsse aber weiterhin daran ge- arbeitet werden, wie die Innenstadt attraktiv gehalten werden könne. Stadtrat Pfannkuch (CDU) liest aus der Vorlage heraus, dass die Ergebnisse der Umfrage auch in die aktuellen Prozesse zum öffentlichen Raum in der Innenstadt einfließen werden. Er stellt au- ßer Frage, dass der Verkehr in der Innenstadt auch vor dem Hintergrund der Attraktivitätssteige- rung betrachtet werden müsse. Es müsse ein vernünftiger Mix entstehen. Die Elemente, die für eine lebendige Geschäftswirtschaft von Bedeutung sind, müssten lebensfähig erhalten werden. Dazu müsste die überdachte Parkraumsituation optimiert und für alle Verkehrsbeteiligten eine neue Leichtigkeit erreicht werden. Er plädiert dafür, dass die Zahlen unvoreingenommen aufge- nommen werden sollen. Stadtrat Marvi (SPD) ist erfreut, dass sich diese Studie positiv von dem düsteren Szenario ab- hebt, welches derzeit von den Innenstädten gezeichnet werde. Er fragt, weshalb nur die Passan- ten und Passantinnen befragt worden seien, die sich in der Innenstadt aufhalten. Spannend sei – 2 – auch zu wissen, weshalb manche gar nicht erst den Weg in die Innenstadt suchen. Auch schlägt er vor, die B-Zentren wie z. B. Durlach zu messen und zu vergleichen. Stadtrat Hock (FDP) dankt der Verwaltung für die Umfrage. Die Umfrage zeige deutlich, dass während der Corona-Zeit Entscheidungen getroffen worden seien, die dem Onlinehandel Vor- schub geleistet hätten und verweist hierzu auf die Erhöhung der Parkgebühren. Er fragt danach, woher die in der Umfrage gennannte Gruppe der Radfahrerinnen und Radfahrer kommen würde. Es müsse darauf geachtet werden, dass die Einzelhändler auch für die Gruppe der Autofahrerin- nen und Autofahrer erreichbar bleibe und verweist dazu auf die Aussagen in der Umfrage, wo- nach hier noch Optimierungsbedarf bestehe. Stadtrat Kalmbach (FW|FÜR) zeigt sich erstaunt über die Aussagen der Studie zum Thema Er- reichbarkeit. Er plädiert dafür, die Autofahrerinnen und Autofahrer nicht zu vergrätzen, sondern eine gute Verknüpfung zum ÖPNV und einen guten Mix zu erreichen. Der Vorsitzende teilt mit, dass in der regelmäßig stattfindenden Regionalumfrage auch die Per- sonen, die nicht in die Stadt kommen, befragt werden. Hierbei habe sich gezeigt, dass die Leute weniger häufig nach Karlsruhe kommen, als sie es in den letzten Jahren getan haben und ihren Besuch stärker bündeln auch mit Veranstaltungen oder der Nutzung des gastronomischen Ange- bots. Mit dem Citymarketing und dem Citymanagement sei Karlsruhe im Vergleich zu anderen Städten sehr gut aufgestellt. Dadurch seien die Strukturen bereits vorhanden, um auch Wege aus der momentanen Corona-Krise zu finden. Die Rückkehr der Menschen nach dem ersten Lock- down in den Einzelhandel sei im Verglich zu anderen Städten sehr gut gewesen. Stadtrat Cramer (KAL/Die PARTEI) bittet darum auch die B-Zentren sowie die Südstadt, West- stadt, Oststadt zu betrachten und nicht nur das Augenmerk auf die Citylage zu legen. Der Vorsitzende stellt, nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, die erfolgte Kennt- nisnahme fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten- 25. März 2021