Vorstellung Siegerentwurf Nahversorgungszentrum Grünwettersbach
| Vorlage: | 2021/0111 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 01.02.2021 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Wettersbach |
| Erwähnte Stadtteile: | Grünwettersbach |
Beratungen
- Ortschaftsrat Wettersbach (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 09.02.2021
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 103 Verantwortlich: Dez. Dienststelle: Vorstellung Siegerentwurf Nahversorgungszentrum Grünwettersbach Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gestaltungsbeirat 05.02.2021 Ortschaftsrat Wettersbach 09.02.2021 1 x Beschlussantrag (Kurzfassung) Der Ortschaftsrat nimmt die Ausführungen und Erläuterungen zum Siegerentwurf für das Nahversorgungszentrum Grünwettersbach zur Kenntnis und stimmt dem weiteren Planungsverfahren zu. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☐ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☐ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☐ Ja ☒ durchgeführt am 09.02.2021 Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☐ abgestimmt mit
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Extrahierter Text
Wettbewerb_Erläuterung_1. Preis_ J M N Architekten PartmbB Städtebauliche Idee Leitidee des Entwurfes ist es, das Gebäude so in die Topografie des Hanges einzubetten, dass zum einen die natürliche Topografie des Querweges (wichtige Radverkehr und Fußgängerverbindung) erhalten bleibt, zum anderen die Stellplätze problemlos in angemessener Neigung von der Straße aus angefahren und benutzt werden können. Außerdem soll die grundsätzliche Idee des in den Hang „eingegrabenen“ Supermarktes erhalten bleiben. Somit liegt die Fertigfußbodenoberkante (OKFFB bei 232.00 mNN ) des Supermarktes, im Bereich der Zufahrt der Parkplätze, bei ca. 45cm über der vorhanden Bordsteinoberkante an der Wiesenstraße. Durch die intensive Begrünung des Daches setzt sich der Hang über die Verkaufsräume des Supermarktes fort - hangseitig gesehen bleibt die Bebauung somit nahezu „unsichtbar“. Allein die Zufahrt zur Anlieferung, schneidet in den Hang, wird jedoch durch eine begrünte Pergola optisch in das Gelände eingebettet. Zur Straße hin orientiert sich der Parkplatz mit insgesamt 77 Stellplätzen. Dahinter zeigt sich parallel zur Straße die Eingangsfassade des Supermarktes. Erschließung/Verkehr Die Verkehrsführung auf dem Parkplatz erfolgt über eine einzelne Ein- und Ausfahrt „im Rund“ und vermeidet Sackgassen, um auch bei hoher Auslastung ein störungsfreies und rasches Ein- und Ausparken, sowie Zu- und Abfahren zu gewährleisten. Auch ermöglicht diese Verkehrsführung ein effizientes und rangierarmes Anliefern, trotz rückwärtigem anfahren der LKW an die Entladerampe. Die Fläche des Parkplatzes steigt von der Straße aus minimal an, um die unterschiedlichen Niveaus von Straße und Verkaufsräumen zu überbrücken. Das Gefälle jedoch kann so gering ausgebildet werden, dass die Gefahr des spontanen „Wegrollens“ von Einkaufswägen minimiert wird. Gleichzeitig ermöglicht das gleichmäßige, lineare Gefälle, ein effizientes Linienentwässerungssystem (über Rinnen) quer zum Hang zu implementieren, so dass Oberflächenwasser ohne Pfützenbildung rückstaulos über eine Rigole abgeführt werden kann. Gestaltungskonzept/Materialität/Fassade Die Fassadenfront des Supermarktes nimmt sich in Ihrer Grundstruktur dezent zurück. Bei klarer Rasterung wird durch zwei unterschiedliche, proportional aufeinander abgestimmte Stützenraster zwischen Eingangszone und Verkaufsraumfassade differenziert. Der darüber hinaus überdachte Zugang zum Supermarkt wird somit wie selbstverständlich ablesbar. Die massiven Fassadenteile werden in hellbeige eingefärbtem Infraleicht-Sichtbeton vorgesehen. Durch die gewünscht lebhafte Sichtbetonoberfläche des Werkstoffes wird die Fassade somit ein menschlich geschaffener, jedoch optisch wie ein „natürlicher, aus Felsen gehauener Teil“ des Hanges. Die einseitig angeschrägten Leibungen verleihen der Fassade Tiefe und führen gestalterisch „hinein in den Hang“. Dieses Prinzip wird durch den „überdachten“ Eingangsbereich noch zusätzlich unterstützt. Die mechanisch verstellbaren Stoffmarkisen in den Stützenzwischenräumen dienen der Verschattung und ermöglichen darüberhinaus eine individuelle Farbaktzentuierung durch potenziellen Nutzer. Somit könnten sie auch zum „Branding“ oder als „CI“ genutzt und ihre Bespannung saisonal ausgetauscht werden, wodurch auf ein Bekleben der Fensterflächen verzichtet werden könnte. Die auf dem Supermarktdach locker gestreuten Dachfenster ermöglichen eine bewußte Lichtaktzentuierung der Verkaufsräume. Konstruktion/Ökologisches Konzept/Klimakonzept Der Entwurf hat den Anspruch klimaneutral realisiert zu werden. Dem wird sowohl konstruktiv, als auch klimakonzeptionell und energetisch Rechnung getragen. Das Tragwerk wird aus WU-Recycling-Beton hergestellt. Sichtbare Fassadenteile werden mit dem entsprechendem Dämmwert aus eingefärbtem Infraleicht-Sichtbeton hergestellt. Erdberührende Bauteile und die Bodenplatte werden in WU-Recycling-Beton ausgeführt und zusätzlich mit Recycling-Schaumglas gedämmt. Eine Wärmepumpe mit Erdkollektoren sorgt ebenso für die nötige Wärmezufuhr im Winter, wie für den Abtransport der internen Wärmegewinne im Sommer. Durch das Grundkonzept der Wärmepumpe sind sowohl Erwärmung als auch Kühlung des Gebäudes möglich. Die Integration in den Hang und die extensive Begrünung am Dach sorgen generell für niedrige externe Wärmeerträge im Sommer. Die variablen Stoffmarkiesen der Fassade sorgen zudem für externe Verschattung und dienen gleichzeitig als Vogelschutz vor den Glasflächen.