Bewässerung der Baumneupflanzungen auf dem Neubau des Spielplatzes "Alter Friedhof" in Durlach
| Vorlage: | 2020/1399 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 01.12.2020 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Stadtamt Durlach |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach |
Beratungen
- Ortschaftsrat Durlach (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 09.12.2020
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Stadtamt Durlach ANTRAG B ́90/DIE GRÜNEN-OR-Fraktion vom: 01.11.2020 eingegangen am: 02.11.2020 Gremium: Termin: TOP: Verantwortlich: Ortschaftsrat Durlach 09.12.2020 12 öffentlich GBA / Dez. 5 Thema: Bewässerung der Baumneupflanzungen auf dem Neubau des Spielplatzes „Alter Friedhof“ in Durlach Antrag: Das Gartenbauamt möge bitte die nachfolgend detailliert beschriebene Alternative zur Überflur- bewässerung mit LKW prüfen. Möglicherweise könnte die zu erneuernde Unterflurwasserleitung (zum Anschluss von Spielgeräten) auf dem Spielplatz Alter Friedhof um Abgänge zur Bewässe- rung der Baumneupflanzungen ergänzt werden. Bitte prüfen Sie außerdem, ob dieses techni- sche Konzept eventuell auf ähnliche Anwendungsfälle übertragbar ist. Kontext und Erläuterung: In der Sitzung des OR Durlach am 07.10.2020 hatte das Gartenbauamt einen sehr ansprechen- den Entwurf die Neugestaltung des Spielplatzes am „Alten Friedhof“ in Durlach vorgestellt. U. a. zur Befahrbarkeit durch LKW sollen zwei (größere) Tore für die Erschließung eingebaut werden, ebenso wird eine relativ breite Wegeführung auf dem Spielplatz vorgesehen. Beides vermutlich wesentlich motiviert durch die erforderliche Befahrbarkeit mit LKW zur Bewässerung von Baumneupflanzungen. Möglicherweise können diese Elemente kleiner dimensioniert wer- den, wenn die Bewässerung alternativ durchgeführt wird. In einem Erfahrungsbericht aus einer Branchenzeitschrift ist beschrieben, wie eine ähnliche Prob- lemstellung in einer anderen Gemeinde gelöst wurde. Der Unterschied zur Situation in Durlach besteht u. a. darin, dass dort kein direkter Anschluss ans Trinkwassernetz erfolgt (sondern ledig- lich an eine Regenwasserzisterne). Die Verwendung von Drainageschläuchen könnte auch für unseren Anwendungsfall eine grundsätzliche Möglichkeit darstellen; die Trennung vom Trink- wassersystem könnte über einen Systemtrenner erfolgen, wie er auch bei Heizungsinstallationen zum Einsatz kommt, dies muss durch Sachverständige geklärt werden. Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Referenz 1: https://www.this- magazin.de/artikel/tis_Bewaesserung_fuer_historische_Promenade_2607847.html Auch ein Sickersystem mit unterirdischem Vorratsbehälter und Schwimmer könnte geeignet sein, anbei ein beispielhaftes Produkt: Beispielprodukt 1: https://www.kresko.de/page/download/dl/49311500xx_RWS.pdf Bei der Gelegenheit (Tiefbauarbeiten) sollte auch der Anschluss der Bestandsbäume an eine un- terirdische Bewässerungsanlage geprüft werden; z. B. in der Ausführung Drainage-schläuche. Die Vorteile wären: - eingesparte Personal- und Sachkosten, keine Bewässerungsfahrten (verbesserte Klimabi- lanz der Bewässerungsmaßnahme), weniger Beschränkungen bei der Anlage der Wege (Kurvenradien, Breiten usw.) - kein Befahren des Spielplatzes mit den 3,5-Tonnern - dann reicht eventuell auch 1 brei- tes Tor für die Wegeerschließung (Befahren nur bei Wartungsarbeiten) - Bewässerung unterirdisch mit Anreiz einer Wurzelbildung in größerer Tiefe -> wirkt sich positiv auf mechanische Stabilität der Bäume aus, bessere Vorbereitung auf Trockenpha- sen - (fast) keine Angriffspunkte für Vandalismus - wartungsfrei bzw. wartungsarm Das Bewässern z. B. auf dem Durlacher Schlossspielplatz durch das GBA ist sicherlich aus der Not geboren aber (zumindest aktuell) wenig effektiv und wenig kosteneffizient: - für 2 neu gepflanzte Bäume werden ca. 15-20 min benötigt. - das Wasser läuft regelmäßig aus den Bewässerungströgen aus und versickert weit weg vom Stamm. - vielleicht eine Übergangslösung für Ballendurchmesser von 30-60 cm unterzeichnet von: Johannes Ruf und die Fraktion B90/Die Grünen im OR Durlach
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Stadtamt Durlach STELLUNGNAHME zum Antrag B ́90/DIE GRÜNEN-OR-Fraktion eingegangen am: 02.11.2020 Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2020/1399 GBA / Dez. 5 Thema: Bewässerung der Baumneupflanzungen auf dem Neubau des Spielplatzes „Alter Friedhof“ in Durlach Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Durlach 09.12.2020 12 X Kurzfassung Eine automatische Baumbewässerung ist im Bereich des Kinderspielplatzes Durlach nicht vorge- sehen und auch nicht erforderlich, da die Bäume in einer Grünfläche mit Bodenanschluss und ausreichendem Wurzelraum stehen. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein x Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant Nein x Ja Korridorthema: Grüne Stadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein x Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein x Ja Stadtwerke Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Automatische Baumbewässerungssysteme bei Baumpflanzungen sind in innerstädtischen Lagen mit hohem Versiegelungsgrad sinnvoll und werden auch aktuell bei Neubauprojekten realisiert. Solche Bewässungssysteme bedeuten auch an Unterhaltungsaufwand und erfordern viel Tech- nik im Untergrund. Derzeit sind zum Beispiel in der Kriegstraße, in der Kaiserstraße und auch am Durlacher Tor und am Berliner Platz Baumbewässerungen vorgesehen. Diese sind im Straßenraum und auch auf öffentlichen Verkehrsplätzen sehr sinnvoll. Es handelt sich dabei um eine große Anzahl von Bäu- men, die in ihrem Wurzelraum stark beengt sind und keinen direkten Bodenanschluss haben. Auch das Beispiel in Ansbach zeigt eine Bewässerung in städtischem Kontext. Wie in der Kaiser- straße stehen die Bäume hier in einem beengten Baumquartier. Im Falle der Baumpflanzungen beim Kinderspielplatz Gärtnerstraße verhält sich die Situation et- was anders. Die Bäume stehen in einer Grünfläche mit Bodenanschluss und ausreichendem Wurzelraum. Für solche Fälle ist es nicht erforderlich, eine dauerhafte Bewässerung vorzusehen. Es wird davon ausgegangen, dass an solchen Standorten die Bäume nach dem erfolgten An- wachsen sich eigenständig mit der erforderlichen Wassermenge versorgen können. Hier ist die Zusatzbewässerung nach der Neupflanzung für die darauffolgenden fünf Standjahre im Rah- men der Entwicklungspflege erforderlich. Die geplanten Toranlagen sind in erster Linie für sämtliche Pflege- und Unterhaltungsarbeiten, wie zum Beispiel Sandwechsel oder Mäh- und Schnittarbeiten, notwendig und daher unver- zichtbar. Der Erschließungsweg soll körperlich beeinträchtigten Menschen den Zugang zum Spielplatz leichter ermöglichen.