Investive Sportförderung: Umwandlung eines Rasenplatzes zum Kunstrasenplatz bei der SpVgg Durlach-Aue

Vorlage: 2020/1303
Art: Beschlussvorlage
Datum: 12.11.2020
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Schul- und Sportamt
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Wolfartsweier

Beratungen

  • Gemeinderat Beratung Haushalt (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 15.12.2020

    TOP: 3

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mehrheitlich zugestimmt

Zusätzliche Dateien

  • Sportförderung Durlach-Aue
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2020/1303 Dez. 3 Investive Sportförderung: Umwandlung eines Rasenplatzes zum Kunstrasenplatz bei der SpVgg Durlach- Aue Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Sportausschuss 22.07.2020 2 x vorberaten Gemeinderat 15./16.12.2020 3 x Beschlussantrag Der Gemeinderat stimmt nach Vorberatung im Sportausschuss einer regulären Sportförderung in Höhe von 504.966 EUR und einer Sonderförderung in Höhe von 216.952 EUR für die Umwandlung eines Fußballrasenplatzes in einen Kunstrasenplatz bei der SpVgg Durlach-Aue im Jahr 2021 zu. Die Realisierung ist abhängig von der Finanzlage der Stadt. Eine Entscheidung erfolgt im Rahmen der Haushaltsberatung 2021. (Ergänzungen aus dem Sportausschuss sind kursiv hervorgehoben) Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Ja Nein 721.918 EUR im Jahr 2021 Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant x Nein Ja Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Hintergrund Die Spielvereinigung 1910 Durlach-Aue (SpVgg Durlach-Aue) hat in mehreren Gesprächen mit dem Stadtamt Durlach und dem Schul- und Sportamt auf die Dringlichkeit der Umwandlung eines beste- henden Rasenfußballplatzes zu einem Kunstrasenplatz hingewiesen. Mit Schreiben vom 05.03.2020 hat der Verein einen Antrag auf Regel- und Sonderförderung für die Umwandlung eines bestehen- den Rasenfußballplatzes zu einem Kunstrasenplatz, sowie die Ausstattung eines weiteren Platzes mit Flutlicht, gestellt. Die SpVgg Durlach-Aue ist ein Mehrspartenverein im Stadtteil Durlach. Das Sportangebot des Ver- eins ist vielfältig und beinhaltet neben den klassischen Sportarten wie Fußball und Tennis auch neue Angebote wie Padel-Tennis sowie Fitness- und Gesundheitssport. Insbesondere in der Sportart Fußball ist der Verein stark aufgestellt und verfügt mit ca. 420 aktiven Kindern und Jugendlichen und 23 Jugendmannschaften über die größte Jugendfußballabteilung aller Karlsruher Sportvereine. Dabei fördert der Verein sowohl ambitionierte Kinder und Jugendliche in seinen Leistungssportmannschaften, als auch Kinder und Jugendliche, die Fußball eher als Freizeit- sport betreiben. Die Trainingseinheiten und der Spielbetrieb der Mannschaften finden auf den drei vereinseigenen Fußball-Rasenplätzen statt. Die Rasenplätze sind aufgrund ihres Alters und der Frequentierung stark sanierungsbedürftig und müssen deshalb häufig gesperrt werden. Dadurch und wegen fehlender Beleuchtung ist der Trainings- und Spielbetrieb stark beeinträchtigt. Aus diesem Grund ist der Verein auf Basis einer Kooperation zeitweise auf die Plätze des ASV Wol- fartsweier ausgewichen. Ende 2018 hat der ASV Wolfartsweier die Kooperation aufgekündigt. Der Verein erwartet, dass sich der Bedarf durch potentielle Neumitglieder aus dem Neubaugebiet „Säuterich II“ und dem damit verbundenen Zuzug von Kindern und Jugendlichen noch einmal ver- schärfen wird. Aktuell sieht sich der Verein jedoch nicht in der Lage, zusätzliche Mitglieder in der Abteilung Fußball aufnehmen zu können. Mit der Umwandlung eines bestehenden Rasenplatzes zu einem Kunstrasenplatz, in Verbindung mit der Ausstattung eines weiteren Platzes mit Flutlicht, geht die SpVgg Durlach-Aue davon aus, ausrei- chend Kapazitäten zu haben, um den aktuellen und zukünftigen Bedarf für Training und Spielbetrieb, insbesondere in der kalten Jahreszeit, decken zu können. Die Neuanlage eines vierten Fußballplatzes wurde ebenfalls in Erwägung gezogen. Dies ist jedoch aufgrund fehlender Flächen und der räumlichen Situation nicht umsetzbar. Der Platz liegt im Land- schaftsschutzgebiet „Oberwald-Rißnert“. Notwendige investive Maßnahmen Die Gesamtmaßnahme setzt sich zusammen aus 1. Erstellung eines Kunstrasenplatzes inkl. Flutlichtanlage, Planungs- und Kompensationskosten. Die Nutzungskapazität eines Kunstrasenplatzes ist deutlich höher als bei einem Rasenplatz. Das bietet insbesondere im Winter erhebliche Vorteile. 2. Neubau einer Flutlichtanlage für den Hauptplatz unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Durch die Errichtung einer Flutlichtanlage wird auch hier die Nutzungskapazität deutlich erhöht. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Finanzielle Auswirkungen Maßnahme Kosten Regulärer Zuschuss 1. Kunstrasen 945.061 EUR 472.531 EUR 2. Flutlicht Hauptplatz 81.087 EUR 32.435 EUR 1.026.148 EUR 504.966 EUR Die SpVgg Durlach-Aue gibt für die Gesamtmaßnahme Kosten in Höhe von 1.026.148 EUR an. Da der Verein über keine Rücklagen verfügt und keine neuen Darlehen zur Finanzierung aufnehmen kann, soll die Maßnahme komplett über Spenden, Eigenleistungen und öffentliche Mittel finanziert werden. Nach Aussage der SpVgg Durlach-Aue fördert der Badische Sportbund das Vorhaben mit 99.000 EUR. Eine höhere Förderung des Badischen Sportbundes reduziert die Sonderförderung. Die noch verbleibende Differenz von 216.952 EUR entspricht der Höhe der beantragten Sonderför- derung der Stadt Karlsruhe. Dazu hat der Verein mit Antrag vom 05.03.2020 folgenden Finanzierungsplan aufgestellt: Betrag Anteil Gesamtaufwand 1.026.148 EUR 100,0% Finanzierung 1. Spenden 194.730 EUR 19,0% 2. Eigenleistungen 10.500 EUR 1,0% 3. Förderung Badischer Sportbund 99.000 EUR 9,6% 4. Regelförderung Stadt Karlsruhe 504.966 EUR 49,2% 5. Sonderzuschuss Stadt Karlsruhe 216.952 EUR 21,2% 1.026.148 EUR 100,0% Die Kosten für die Stadt Karlsruhe an der Maßnahme würden demnach 721.918 EUR betragen. Das entspricht einem Anteil von 70,4% an den Gesamtkosten. Bei einer Nichtberücksichtigung der Maßnahme „Flutlicht Hauptplatz“ würde sich der Sonderzu- schuss um 40.544 EUR verringern. Nicht berücksichtigt sind eventuell anstehende Kompensationsbedarfe, da die Umwandlung eines Rasenplatzes in Kunstrasen einen ökologischen Eingriff darstellt. Der geplante Baubeginn ist nach Aussage der SpVgg Durlach-Aue Anfang 2021. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Gesamteinordnung Neubau Kunstrasenplätze Die SpVgg Durlach-Aue hat schon seit mehreren Jahren Bedarf an zusätzlichen Trainings- und Spiel- kapazitäten im Fußball. Dies hat der Verein mehrfach deutlich gemacht. Aus sportfachlicher Sicht ist der Bedarf durch die hohe Anzahl an Mannschaften und die fehlenden Ausweichmöglichkeiten ge- geben. Da Kunstrasenplätze eine wetterunabhängig ca. 3-fach höhere Nutzungskapazität als Rasenplätze haben, würde die Umwandlung eines Rasenplatzes zum Kunstrasenplatz die Möglichkeiten für Trai- ning und Spielbetrieb für den Verein deutlich verbessern. Ob die zusätzlichen Kapazitäten den even- tuellen Mehrbedarf durch Mitglieder aus dem Neubaugebiet decken können, kann zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht beurteilt werden. Um eine diffuse Verteilung von Mikroplastik in die Umwelt zu vermeiden, ist auf Kunststoffgranulat zu verzichten und stattdessen auf umweltfreundliche Materialien zurückzugreifen. Die Gewährung eines Sonderzuschusses wäre gleichbedeutend mit der weitest gehenden Abkehr von der bewährten Praxis der besitzenden Sportvereine und der „Hilfe zur Selbsthilfe“. Darüber hinaus könnte hier ein Präzedenzfall geschaffen werden, der andere Vereine auf den Plan bringen und gegebenenfalls sogar Nachforderungen von Vereinen nach sich ziehen könnte, die für ähnliche Maßnahmen keinen Sonderzuschuss erhalten haben. Aus diesem Grunde muss die Gewährung eines Sonderzuschusses für Kunstrasenplätze an überprüf- bare Kriterien gekoppelt werden, wobei folgende Kriterien für den vorliegenden Antrag und alle zukünftigen Anträge gelten sollen: • Der beantragende Verein ist förderberechtigt gemäß den städtischen Sportförderungsricht- linien. • Der Verein kann einen Bedarf nachweisen, insbesondere im Kinder- und Jugendfußball. Da- für ist es notwendig, eine deutlich oberhalb des Durchschnitts einer normalen Fußballabtei- lung liegende Anzahl an Kindern und Jugendlichen in entsprechenden Mannschaften vorzu- weisen. • Die Nutzungskapazitäten der vorhandenen Fußballplätze sind nachweislich dauerhaft er- reicht. • Der Verein hat keine Möglichkeit, Spielfelder benachbarter Vereine zu nutzen. • Der Bedarf erstreckt sich auch auf den Stadtteil bzw. darüber hinaus bzw. kann dort nicht an- derweitig durch Kooperationen oder Ähnliches gedeckt werden (Stadtteilentwicklung). Die Prüfung der Kriterien bei der SpVgg Durlach-Aue: • Die SpVgg Durlach-Aue ist förderberechtigt gemäß den Sportförderungsrichtlinien. • Die SpVgg Durlach-Aue hat aktuell 1.290 Mitglieder, davon sind 837 in der Abteilung Fußball organisiert. • Die SpVgg Durlach-Aue hat 26 Mannschaften, davon sind 23 Kinder- und Jugendmannschaf- ten (inkl. Bambini). • Die SpVgg Durlach-Aue verfügt über drei Fußballplätze mit Rasenbelag. Zwei dieser Plätze sind stark sanierungsbedürftig. • Die Vereine in der Umgebung (ASV Wolfartsweier, PSV Karlsruhe und ASV Durlach und DJK Durlach) haben entweder selbst ein Kapazitätsproblem oder kein Interesse an einer Zusam- menarbeit. • In unmittelbarer Nähe zur SpVgg Durlach-Aue befindet sich das als Neubaugebiet Oberer Säuterich. In naher Zukunft werden hier ca. neue 400 Wohneinheiten entstehen. Die Zuzüge Ergänzende Erläuterungen Seite 5 in das Neubaugebiet werden in den umliegenden Sportvereinen voraussichtlich zu einer er- höhten Nachfrage nach Sport- und Bewegungsmöglichkeiten führen. Der ökologische Ausgleichsbedarf wird aktuell ermittelt und im Verfahren berücksichtigt. Da die SpVgg Durlach-Aue alle oben genannten Kriterien erfüllt, wird der Antrag aus sportfachlicher Sicht befürwortet. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat stimmt nach Vorberatung im Sportausschuss einer regulären Sportförderung in Höhe von 504.966 EUR und einer Sonderförderung in Höhe von 216.952 EUR für die Umwandlung eines Fußballrasenplatzes in einen Kunstrasenplatz bei der SpVgg Durlach-Aue im Jahr 2021 zu. Die Realisierung ist abhängig von der Finanzlage der Stadt. Eine Entscheidung erfolgt im Rahmen der Haushaltsberatung 2021.

  • Abstimmungsergebis TOP 3
    Extrahierter Text

  • Auszug Protokoll TOP 3
    Extrahierter Text

    Auszug Protokoll Haushaltsberatungen 15./16.12.2020 Tagesordnungspunkt 3: Investive Sportförderung: Umwandlung eines Rasenplatzes zum Kunstrasenplatz bei der SpVgg Durlach-Aue (Vorlage: 2020/1303) Stadträtin Rastätter (GRÜNE): Wir werden diesem Antrag auf Einrichtung des Kunstrasen- platzes zum jetzigen Zeitpunkt nicht zustimmen. Wir wissen, dass einerseits zwar bei den Kunstrasenplätzen die Bespielbarkeit deutlich besser ist, speziell auch im Winter, anderer- seits sind aus ökologischen Gründen Kunstrasenplätze sehr problematisch. Zwar wird künftig keine Mikroplastik mehr aufgebracht, sondern Alternativen. Aber trotzdem gibt es von der großen Kunststofffläche Abrieb. Es gibt trotzdem Mikroplastik, die in die Umwelt abgegeben wird. Es ist im Prinzip ein großes Problem, dass für Bodenlebewesen die Nutzung aus ökolo- gischer Sicht sehr problematisch ist. Wir wollen beantragen, dass im nächsten Jahr das The- ma Nachhaltigkeit im Sport intensiver diskutiert wird und gegebenenfalls unsere Sportför- derrichtlinien entsprechend verschärft werden. Denn das Bewusstsein innerhalb des Sports, dass Ökologie noch viel stärker als bisher im Einklang mit Sportaktivitäten gebracht werden muss, ist seit zwei Jahren deutlich angewachsen gegenüber der Zeit, als wir die Sportförder- richtlinien verabschiedet haben. Wenn wir heute in aller Schnelle einer solchen Umwand- lung zustimmen, dann hat es einen gewissen Präzedenzcharakter. Es werden dadurch noch stärkere Begehrlichkeiten geweckt. Deshalb sollten wir zuerst einmal alle Kriterien klären, schauen, wie gehen wir damit um, wie können wir die Nachhaltigkeit im Sport deutlich ver- bessern, und an welcher Stelle ist es dann unausweichlich, dass wir Sportrasenplätze gege- benenfalls genehmigen. Deswegen werden wir heute nicht zustimmen und bitten darum, erst einmal die Nachhaltigkeit im Sport viel stärker in den Blick zu nehmen, und das jetzt noch einmal vertagen bis zum Frühjahr nächsten Jahres, dass wir dann konzeptionell weiter- kommen. Stadtrat Müller (CDU): Die Spielvereinigung Aue ist der Verein mit der größten Jugendfuß- ballabteilung in ganz Karlsruhe mit 420 Kindern und Jugendlichen in 23 Jugend- und Kinder- mannschaften. Die Kapazitäten der Spielvereinigung Aue sind nicht erst seit heute und nicht erst seit diesem Jahr, sondern seit den letzten Jahren weit über ihre Grenzen hinaus ausge- lastet, so dass die Spielvereinigung Aue mittlerweile in der Konsequenz in einem Dilemma steckt. In einem Dilemma dahingehend, dass wiederholt und immer wieder Monat für Mo- nat der Aufnahmeantrag zum Kinder- und Jugendfußball bei der Spielvereinigung Aue abge- lehnt werden muss, weil die Platzkapazitäten hierzu nicht ausreichen. Damit einhergehend waren natürlich auch Synergieeffektvereinbarungen mit anderen Sportvereinen wie bei- spielsweise ASV Wolfartsweier immer eine Interimslösung. Aber auch diese Konstellationen sind nicht mehr aufrechtzuerhalten, weil der Sportverein in Wolfartsweier diese aufgekün- digt hat, so dass die Spielvereinigung in Aue in ein noch größeres Dilemma kommt, ihre Ju- gend- und Kindermannschaften gegebenenfalls weiter reduzieren zu müssen. Eine Auswei- tung der Sportflächen mit Naturrasen ist in dem Gebiet einfach nicht möglich, so dass auf die Möglichkeit eines Kunstrasenplatzes zurückgegriffen werden muss. Auch vor dem Hinter- grund, dass weitere Wohnbebauungen in Aue, Oberer Säuterich, aber auch in Wolfartsweier an der Wendeschleife in der nächsten Zeit umgesetzt werden, so dass damit zu rechnen ist, dass ein weiterer Zulauf auf die Spielvereinigung zukommen wird und die insgesamt prekäre Situation im Jugend- und Kinderfußballbereich weiter zunehmen wird. Deswegen stimmen wir in dieser Situation für die investive Sportförderung der Spielvereinigung Durlach-Aue zur Erstellung eines Kunstrasenplatzes umso mehr, da nicht mit Kunststoff oder Plastikgranulat gearbeitet wird, sondern die umweltfreundlichere Korkverfüllung stattfinden würde. Das ist verbindlich zugesichert worden Seitens der Spielvereinigung Aue. Ich bitte Sie, gerade für den Kinder- und Jugendfußball als einen Schwerpunkt im äußersten Osten dieser Stadt, um Zustimmung für dieses Projekt. Stadträtin Moser (SPD): Mein Kollege eben hat schon alle Punkte aufgezählt. Es gibt nichts hinzuzufügen. Wir stimmen dem zu, auch im Sinne der Kinder und Jugendlichen, wie gerade angesprochen. Stadtrat Jooß (FDP): Erstens, in Aue gibt es dieses Jahr ein Jubiläum. Zweitens, das meiste ist schon gesagt, die Flächenbedarfe sind größer. Dann kann man dort ganztags besser spielen, als auf einem Naturrasen. Deshalb stimmen wir dem Antrag zu. Stadtrat Kalmbach (FW|FÜR): Wir fahren Fahrrad und haben einen Abrieb. Da wird keiner auf die Idee kommen zu sagen, weil es dort Abrieb gibt, fahren wir nicht mehr Fahrrad. Des- wegen ist ein Kunstrasenplatz, weil er Abrieb hat, noch keinen Grund, ihn abzulehnen. Wenn wir mehr Gruppen auf der gleichen Fläche unterbringen, dann ist es ökologisch sinnvoller, als dass wir zwei Naturplätze machen. An dieser Stelle kann man nur sagen, das ist ökologisch höchst sinnvoll, was wir da machen. Deswegen stimmen wir sehr gerne zu. Bürgermeister Lenz: Ich darf die Debatte aus dem Sportausschuss noch einmal kurz zusam- menfassen. Die Gewährung eines Sonderzuschusses, Frau Stadträtin Rastätter, für die Errichtung eines Kunstrasenplatzes – das ist völlig richtig – muss an strenge Kriterien gebunden werden. Ich glaube wir haben uns damit eine ganze Stunde im Sportausschuss auseinandergesetzt. Prin- zipiell zum Kunstrasenplatz: Das Füllmaterial ist schon seit zwei Jahren nicht mehr das Plas- tik. Insofern kann ich für etwas Entwarnung sorgen. Dann wichtig, zunächst ist die Spielvereinigung Durlach-Aue förderberechtigt entsprechend unseren städtischen Sportförderrichtlinien. Daran sollten wir uns auch halten. Die Argumen- te sind schon ausgetauscht. Ein erheblicher Bedarf im Kinder- und Jugendsport ist nachweis- bar, vor allen Dingen, wenn das Neubaugebiet Oberer Säuterich kommt. Es ist für uns im gesamtstädtischen Interesse ein Stadtteilentwicklungsprojekt, das mit dem Sport als feder- führenden dann bewerkstelligt wird. Ich war gerade dieser Tage dort, weil überlegt wird, dort noch eine kleine Halle zu bauen. Auch da ist wieder großes Engagement, gibt es große eigene Investitionsbereitstellungen. Die sorgenvollen Gesichter, die ich jetzt schon sehe, den Bau in Systembauweise klären, dann geht es um 2 Mio. Euro und nicht um 4 oder 5 Mio. Euro. Wir werden sehen, was an der Stelle passiert. Deswegen bittet die Verwal- tung um Zustimmung des vorberatenen Ergebnisses unseres Sportausschusses. Der Vorsitzende: Jetzt stimmt mein Blutdruck wieder, Halle und Systembauweise. Damit haben wir das Thema ausgetauscht. Wir stellen jetzt unter Tagesordnungspunkt 3 der regulären Tagesordnung die Investive Sportförderung Spielvereinigung Durlach-Aue zur Ab- stimmung. – Das ist eine mehrheitliche Zustimmung.