Entwicklung der Bäder - Bäderkonzept 2020, 3. Fortschreibung des Bäderkonzeptes 2000

Vorlage: 2020/1110
Art: Beschlussvorlage
Datum: 29.09.2020
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtamt Durlach
Erwähnte Stadtteile: Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Nordweststadt, Rüppurr, Südstadt, Waldstadt, Wolfartsweier

Beratungen

  • Ortschaftsrat Durlach (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 07.10.2020

    TOP: 1

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig zugestimmt

Zusätzliche Dateien

  • Bäderkonzept_2020_V17 Stand 11.09.2020 Durlach
    Extrahierter Text

    bäderkonzept_2020_v17 stand 11.09.2020 durlach.docx 1 INHALTSVERZEICHNIS 1.EINLEITUNG.........................................................................................................................................................................................................1 2.ENTWICKLUNG.................................................................................................................................................................................................4 2.1 Besucherzahlen der Freibäder..................................................................................................................................4 2.2 Besucherzahlen der Hallenbäder.............................................................................................................................5 2.3 Entwicklung Bäderzuschüsse...................................................................................................................................7 3.INVESTITIONEN...............................................................................................................................................................................................8 4.WIRTSCHAFTLICHKEIT...............................................................................................................................................................................11 5.POSITIONIERUNG DER BÄDER..............................................................................................................................................................12 5.1 Freibäder.......................................................................................................................................................................14 5.1.1 Rheinstrandbad Rappenwört.............................................................................................................................14 5.1.2 Sonnenbad............................................................................................................................................................16 5.1.3 Freibad Rüppurr...................................................................................................................................................18 5.1.4 Turmbergbad.......................................................................................................................................................20 5.1.5 Freibad Wolfartsweier.......................................................................................................................................22 5.2 Hallenbäder.................................................................................................................................................................24 5.2.1 Weiherhofbad......................................................................................................................................................24 5.2.2 Adolf-Ehrmann-BadNeureut..........................................................................................................................26 5.2.3 Hallenbad Grötzingen.......................................................................................................................................28 5.3 Europabad Karlsruhe................................................................................................................................................29 5.4 Fächerbad...................................................................................................................................................................32 5.5 Therme Vierordtbad.................................................................................................................................................35 5.6 Sonstige Bäder...........................................................................................................................................................38 5.6.1 Albschule Nichtschwimmerbecken................................................................................................................38 5.6.2 Oberwaldbad.......................................................................................................................................................39 5.6.3 Universitätsbad KIT.........................................................................................................................................40 5.6.4 HallenbadSchöneck..........................................................................................................................................41 5.7 Bädervergleich...........................................................................................................................................................42 6.TARIFE.................................................................................................................................................................................................................43 7.BÄDER-AUSBLICK.....................................................................................................................................................................................44 7.1 Rheinstrandbad Rappenwört..................................................................................................................................44 7.2 Sonnenbad..................................................................................................................................................................45 7.3 Freibad Rüppurr........................................................................................................................................................45 7.4 Turmbergbad Durlach.............................................................................................................................................45 7.5 Weiherhofbad Durlach.............................................................................................................................................46 7.6 Adolf-Ehrmann-Bad Neureut.................................................................................................................................46 7.7 Hallenbad Grötzingen..............................................................................................................................................48 7.8 Therme Vierordtbad................................................................................................................................................48 7.9 EuropabadKarlsruhe...............................................................................................................................................48 7.10 Fächerbad.................................................................................................................................................................49 8.SAUNEN..............................................................................................................................................................................................................50 9.SCHULSCHWIMMEN....................................................................................................................................................................................52 10.SCHWIMMFIX UND SCHWIMM-REGION.........................................................................................................................................53 11.VEREINSSCHWIMMSPORT.....................................................................................................................................................................54 12.EHRENAMT......................................................................................................................................................................................................58 13.FAZIT...................................................................................................................................................................................................................59 AbkürzungsverzeichnisBäder RARheinstrandbad Rappenwört SOSonnenbad RÜFreibad Rüppurr TMTurmbergbad WHWeiherhofbad NTAdolf-Ehrmann-Bad Neureut GRHallenbadGrötzingen VBTherme Vierordtbad EPEuropabad Karlsruhe FBFächerbad 1 1. EINLEITUNG „Wennman ins Wasser kommt, lernt man schwimmen“–dieseAussagevon Johann Wolfgang von Goethe aus dem 18. Jahrhunderthatin den vergangenen Jahrenerneut an Bedeutung gewonnen.Denn so einfach ist das Schwimmen lernen denn doch nicht. Viele Kinder verlassen die Grundschule ohne ausreichende Schwimmkenntnisse. Schwimmen,aber auch die (Nah-)Erholung in dafür geeigneten Einrichtungen,sindlängst Themenvon gewichtigem Interesse.Das Thema„Schwimmen lernen können“istebensowichtigwie Freizeit-und Erho- lungszonenbereitzustellen oder die aktive Gesundheitsvorsorge zu fördern und einausgewogenes Ver- hältnis zwischen Angeboten für „aktives Schwimmen“ und „passives Baden“herzustellen.Darüber hinaus fließenFaktoren wie „Grünflächen und Gewässer/Naherholung“Jahr für Jahr ins Ranking der Economist Intelligence Unit (EIU) zum Thema „Die lebenswertesten Städte der Welt“ ein;hierzu zählenHallen-und Freibäder sowie Badeseen. Der Werteiner ausgewogenen und attraktiven Bäderlandschaftfüreine Stadt und derenRegionsowie die Bedeutung für Einwohnerinnen und Einwohner,wird damitdeutlichunterstri- chen. Mit dem„Bäderkonzept 2000“wurde die Karlsruher Bäderlandschaft neuaufgestellt, entwickelt und definiert.Mit dem Grundsatzbeschlusszum Neubau eines modernenFreizeitbades in Karlsruhe, dem Euro- pabad Karlsruhe,wurde der Startschuss zu einer zeitgemäßen und attraktiven Bäderlandschaftgegeben. Der Verwaltungsführung und dem Gemeinderat wurdenmit diesem KonzeptDaten und Faktenfürnotwen- dige Baumaßnahmen, überEntwicklungsmöglichkeiten bishinzuPositionierung der einzelnenBäder auf- gezeigt. Mit dem Bäderkonzept 2000 wurde die Schließung des Tullabades, des HallenbadesWettersbach und die Abgabe desFreibads Wolfartsweier an einen Fördervereinbeschlossenunddiezielgruppenorientierte Neuausrichtungen und bauliche Weiterentwicklungen der anderen Karlsruher Bäderfestgelegt. Ebenso gingdie Umwandlung des HallenbadesGrötzingen in ein Gruppenbad für Schulen und Vereinedamit ein- her. Zehn Jahre späterwurde, durch den Gemeinderat,mit dem„Bäderkonzept 2010“die1.Fortschreibung auf den Weg gebracht.Ziel war es, Klarheit bezüglich der zu erwartenden Investitionen innerhalb derfol- gendenzehnJahre zu schaffen und gleichzeitig die Karlsruher Bäderweiterzielgruppenorientiert und merkmalsbezogen auszurichten.Auch die Grundlagenfür dieorganisatorische und strukturelleWeiterent- wicklung der Bäderlandschaftwurden dargestellt. Nach der ersten Partnerschaftsvereinbarung der StadtKarlsruheim Jahr 2008, dieanlässlich der Beteili- gung der Stadt an der Fächerbad Karlsruhe GmbH mit denBetreiberVereinen der Waldstadt geschlossen wurde,dokumentierte die1. Fortschreibung des Bäderkonzeptes im Jahr 2010diestärkereZusammenar- beit mit demFächerbad,einsvon den zwei festgelegtenSchwerpunktbädernin Karlsruhe.In diesem Zuge wurdenZiele für die bauliche Instandsetzung unddiezukunftsweisende Weiterentwicklung des Fächerba- des definiert. Am17.12.2013hat der Gemeinderat die2. Fortschreibung des Bäderkonzeptes2000beschlossen. Schwerpunkt dieser Fortschreibung war dievorgesehene Übernahme sämtlicher Anteile an der Fächerbad Karlsruhe GmbH durch die Stadt Karlsruhe zum 01.01.2014und die Entscheidung zur Sanierung und Wei- terentwicklungzum Kombi-Bad.Innerhalbder2. Fortschreibungwurde zudemdie Investitionsliste überar- beitetund angepasst, umeinemdrohenden Sanierungs-und Investitionsstau der Bäderentgegenzuwirken und einen Anstieg der operativen Defizite,im Sinne einer stetigen Verbesserung des wirtschaftlichen Ge- samtergebnisses,weiter erfolgreichzu verhindern. 2 Mit der3. Fortschreibungdes Bäderkonzeptes 2000 im Jahr2020wird ein aktueller Überblick über die KarlsruherBäderlandschaftgegeben, ein Rückblickauf dieEntwicklunggeworfenund einezukunftsorien- tierteBetrachtungfür dienächsten Jahredargestellt. DieKarlsruher Bäderwerden,wie bisher,ordentlichbewirtschaftet, notwendige Reparaturenwerdenauch kurzfristig durchgeführtund eineVernachlässigungbzw. Verlotterungwirdvermieden.Dieseordentliche Weiterbewirtschaftung, der gute bauliche Zustand und die attraktiven Schwimm-und Badeangeboteder Karlsruher Bäder,spiegelnsich auch in Bürgerumfragen des Amtes für Stadtentwicklung wider. Dererfolg- reicheKurs, den die Bäderpolitik verfolgt, wird regelmäßigsomitbestätigt. In derRegionsumfrage aus dem Jahr 2019wurde nach Anlässen für einen Besuch in Karlsruhe gefragt,hier nanntenrund 33% der befragtenPersonenden Besuch des Europabades Karlsruhe (noch2012warenesca. 22%) und rund25% den Besuch der anderen Frei-oder Hallenbäder (2012 ca. 16%)als Anlass für einen Besuch in Karlsruhe. Auch das Ergebnis zum Image Karlsruhes bei der Bevölkerung in der Region zeigt, dass dieBäder und der Sport in Karlsruhe gleichauf mit dem KSCan fünfter Stelle bei den Assoziationen zu Karlsruhe genannt werden.DieKarlsruherBädererfahreneinegroßeWertschätzungausder Regionund sind demnach ein wichtigerImagefaktor für die Stadt. Die EntwicklungdesEuropabadesKarlsruhezeigt denbeispielhaftenErfolg einerkonsequentenAusrich- tungund Positionierung.Mithilfe vonInvestitioneninAttraktionen,wiebeispielswiesedieWasserrutschen "Aquarocket"oder„Tarantula“undNeubautenimSPA-Bereich,könnendieBesucherzahlenunter Berück- sichtigung von Wettereinflüssen gehaltenund eine Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit verhindert werden.Es konntensogarpositive operative Ergebnisseerzieltwerden. Hieranzeigt sich, dass Investitio- nen sinnvolle Instrumente zur Minderung desDefizitausgleichs zu Lasten des städtischen Haushaltssein könnenund die Voraussetzung für einen wirtschaftlicheren Betriebdarstellen. Das Fächerbad wurdein den vergangenen Jahrenerfolgreich saniert und zum Kombi-Badweiterentwi- ckelt. Das neue Cabrio-Beckenund die umfassende Sanierung haben dasBad zukunftsfähig gemacht.In denkommenden Jahren,folgtdieErneuerung der Saunalandschaftund die Weitergestaltung der Freiflä- chen im Frei-bzw. Außenbereich,diedas Angebotfür Badegästeabrunden.Diesist die Voraussetzung, um die schleichend sinkende Wirtschaftlichkeitaufzufangenund das Profil desSchwerpunktbadeszu stärken. Diehistorische Therme Vierordtbad und dasRheinstrandbad Rappenwört sind Bäder mit besonderer,über- regionaler Bedeutung.Entsprechende Konzepte,um die Bäder attraktiver undsomitwirtschaftlicherauf- zustellen, wurden in denvergangenenJahrenebenfallsentwickeltund sind in den nächsten Jahren stetig umzusetzen undweiterzuführen.Die Ansprüche der Bevölkerung nach neuen Wohlfühlangeboten und Freizeitwerten sind in der Therme Vierordtbad und dem direkt am Rhein gelegenen Rheinstrandbad Rap- penwörthierbeizuberücksichtigen. Auch das Sonnenbad am Karlsruher Rheinhafen, ist mit seiner außer- gewöhnlich langen Freibad-Saison vonEnde Februar bis zum 1. Advent weit über die Grenzen von Karlsru- he hinaus bekannt. DurchaußergewöhnlicheVeranstaltungen wie etwa „Beats in der Therme“, dem „12- Stunden-Schwimmen“als größte integrativeSchwimmsportveranstaltung Süddeutschlands,bis hinzum „Hundeschwimmen“ nach Ende der Freibadsaison im Rheinstrandbad Rappenwört, werden zudem Mehr- werte für Badegäste geschaffen unddie Bekanntheitder verschiedenen Bäder und ihrer Angebotegestei- gert. Die zuerwartendenGesamtinvestitionenfür alle Karlsruher Bäder(2020bis 2030)vonca.49,4Mio. Eurosindgrobe Kostenannahmenund dennochrealistischeSchätzungen,die inSumme dem Betrag der 1. Fortschreibungdes Bäderkonzeptesentsprechen.Zubeachtenist, dass die Entwicklung des Baukostenin- dexes nichtberücksichtigt wurde.DiesbezüglicheKostenerhöhungen und Kostenberechnungensind erst auf Grundlage von konkreten Planungsunterlagen möglich.DieMaßnahmenfür SanierungundModernisie- rung werdenin der3. Fortschreibung 2020aktualisiert.Der ZeitpunktzukünftigerInvestitionen wirdder Haushaltslageund der Investitionsplanung der Stadtverwaltungentsprechend angepasst. Die vergangene Dekade war sehr erfolgreich. Die Besucherzahlen liegen mit Ausnahme 2011 immer über 1,5 Millionen. 2018 war mit 1,698Millionen Gästendas beste Jahr seit 1976. Der Kostendeckungsgrad liegt 3 operativ seit 2011 über 60 %, zuletzt 2019 bei 63,42 %. Einschließlich Abschreibung und kalkulatorischem Zins liegt der Kostendeckungsgrad seit 2015 bei 50 %, zuletzt 2019 bei 49,59 %.Diesen erfolgreichen Weg gilt es nun mit der 3. Fortschreibung fortzuführen. 4 2.ENTWICKLUNG 2.1 BesucherzahlenderFreibäder Seit über 100 Jahren werden die Besucherzahlen der Karlsruher Bäder erfasst. In den 1970er Jahren lagen die Gesamtbesucherzahlen in den städtischen Freibädern,in guten Jahren,bei übereinerMillion Badegäs- ten.Bereits anfangsder 1980er Jahre sind die Besucherzahlenjedochtendenziell rückläufig. Selbst der “Jahrhundertsommer 2003“und der ebenso gute Sommer 2018,diebeidemit 107Tagen die meisten Sommertage über 25 °Cseit1946vorweisen,konntennur bedingt an diezurückliegenden,besucherstar- ken Jahre anknüpfen.Dass dieser Negativtrend wahrscheinlich anhält, zeigendie Besucherzahlen im hei- ßen Sommer 2018, dieum knapp 150.000Besucher unter den Zahlen vom heißen Sommer 2003 lagen. Lediglich das Turmbergbad in Durlach lag 2018bei den Besucherzahlenaufgrund von Sanierung und At- traktivitätssteigerung (Rutschen)gleichauf mit 2003. Die Gründe für den Besucherrückgang sind vielfältig:Das größere Angebot an Freizeitmöglichkeiten, das geänderte Freizeit-und Urlaubsverhalten und auch die seit den 1970er/1980erJahren stark zugenomme- neNutzungumliegenderBaggerseenals offizielleBadeseen. Die Zahlen im Diagrammlassendie Summen der Besucherzahlen derstädtischenFreibäderund dem Frei- bad Wolfartsweiererkennen.Die Besucher der Badestelle bei dem im Naturschutzgebiet gelegenen Bag- gersee Grötzingen sind hierin nicht enthalten. Von Oktober 2006 bis April 2008 wurde im RheinstrandbadRappenwört dasin die Jahre gekommene 50m-Mehrzweckbecken zu einem attraktivenErlebnisbeckenmit drei Rutschen umgebaut.Die Besucher- zahllag daherim Jahr des Umbaus(2007),mit rund76.000 Badegästen,bei weniger als der Hälfte des durchschnittlichen Besucheraufkommens. 5 Das Turmbergbad wurde vonSeptember 2010 bis April 2012umfangreichsaniert und war im Jahr2011 lediglichin Teilengeöffnet.In dieser Saisonkonntenmit rund51.000Besucherinnen und Besuchernca. zwei Drittel derüblichenAnzahlan Badegästen begrüßt werden. DieJahre 2007 und 2011waren somitdiebesucherschwächstenJahre, wie auch im Diagramm zu erken- nen ist.Das ebenfalls besucherschwache Jahr 2014, das in weiten Teilen verregnet war, fällt ebenfalls deutlich auf. Dieseitder Sanierung des Turmbergbadesab 2012überproportional gestiegenen Besucherzahlen(ca. 40 % Steigerung,über 100.000Besucherund mehr)zeigen jedochauchdeutlich, wie sehr die Attraktivierung eines Freibades Einfluss auf das Besucherverhaltenund die Generierung neuer Zielgruppen nehmen kann. Dasseit1999von Ende Februar bis 1. Advent fast durchgängig geöffnete Freibad Sonnenbad hat hingegen vergleichsweise konstante Besucherzahlen und unterliegt somit nicht ganz so stark denSchwankungen durch dasWetter. Auch das Freibad Wolfartsweier hat mit Besucherzahlen zwischen 20.000 und 30.000 Besuchern eine gleichbleibende Beliebtheit. Weiterhinbleibt zu beachten,dass dasBesucherverhalten nicht nur von der Tagestemperatur abhängigist. Entscheidende Faktoren sind auch die Sonnenscheindauer und insbesondere die Periodenlänge der Som- mertage.Bundesweit steigtdas Besucheraufkommenerst nach drei aufeinander folgenden, sommerlichen Tagenwahrnehmbaran.Insbesondere dieheißeste Zeit im Hochsommer,ab Ende Juli,fälltin ihrer Länge und Häufigkeit im Vergleich zu früheren Sommerngeringer aus. Die Sommer dervergangenenJahre sind stärker durch ihre Wechselhaftigkeit als durch Konstanzdes Wettersgeprägt.Allerdings sind in den letz- ten Jahren konstantere und länger anhaltende Sonnentage in den Monaten MaibisJuli zu verzeichnen. Neben dem Wetter hat auch die Schul-und Ferienzeit, insbesonderedie Verlegung der SommerferienMitte der 1990er Jahrevon Ende Julibis Mitte September,einen Einfluss auf das Besucherverhalten. Die vergangenen zwei Dekaden weisen acht Freibadesaisons aus, die zu den schlechtesten Freibadesaisons seit 1970 gehören. Betriebswirtschaftlich sind Freibäder inihremvier-bis fünfmonatigen Saisonbetrieberheblichdefizitär. Aufgrund des hohen Fixkostenanteils ist dieZuschusshöhe nicht so stark besucher-und damiteinnahme- abhängig wie oft vermutet. So lag der Kostendeckungsgrad der Freibäder im “Jahrhundertsommer“ 2003 lediglichbei rund 33% und im heißen Sommer 2018 bei rund 37 %. 2.2 BesucherzahlenderHallenbäder DiefolgendeGrafik zeigt, dass die Besucherzahlen der städtischen Hallenbäder sowiedesEuropabades KarlsruheunddesFächerbadesmit der Eröffnung des EuropabadesKarlsruhe2008 stark angestiegen sind.Regelmäßig besuchen mehr als 1MillionBadegästedie Karlsruher Hallenbäder. Damit werden in den HallenbädernBesucherzahlen erreicht,die denfrüherenFreibadebesuchen ähneln. Es hat demnach ein „switch“stattgefunden von den Frei-in die Hallenbäder. In der Bedeutung und Beliebtheit bei den Besuchern spielen somit die Hallenbäder einegrößere Rolle. 2019konntenalleKarlsruherFrei-und Hallenbäderknapp1,66Mio. Besucher(ohne Freibäder: 1,14Mio. Besucher)begrüßen, 2018 warenes sogar knapp 1,7 Mio. Besucher inallen Hallen-und Freibädern (ohne Freibäder: 1,06 Mio. Besucher).Auch in den Jahren 2012, 2013 und 2015 könnenbeachtliche Besucherzahlen von über 1,6 Mio. Besuchern(alle Bäder) vorgezeigt werden. 6 DasEuropabadKarlsruheverzeichnet seitseinerEröffnunghoheBesucherzahlen. Im Fächerbad bewegten sich die BesucherzahlendervergangenenJahreinnerhalb einer Marge von ca. 10.000bis 20.000Besu- chern und liegen bei rund 340.000 Gästen pro Jahr.Lediglichim Jahr 2016 sanken die Besucherzahlen im Rahmen des 1. Bauabschnittes und Bau des Cabrio-Beckensunter die Zahl von 300.000 Besuchern.Nach Fertigstellung des 2. Bauabschnittes im Spätjahr 2018 erreichten die Besucherzahlen 2019 im Fächerbad einenAnstiegvon rund390.000 Besuchern, das sind fast 50.000 Besucher mehr,im Vergleich zum Durchschnittswert von 340.000 Besuchern. Damit besuchen über 70% derKarlsruherBadegäste eines derbeidenSchwerpunktbäder, wasdie Bedeu- tung desEuropabades KarlsruheunddesFächerbadesfür die Karlsruher Bäderlandschaft eindrucksvoll unterstreicht. 7 2.3Entwicklung Bäderzuschüsse Die nachfolgende TabellebildetdieEntwicklung der Umsätze,derZuschüsseund derKostendeckungsgra- de in den Jahren2008bis 2019, ab. Die Entwicklung der operativen Zuschusshöhe gestaltet sich seit Neubau des Europabades im Jahr 2008 positivund bewegte sichbis 2017im Zielkorridor zwischen 5 und 6 Mio.Euro, trotz des gestiegenen Ver- braucherpreisindexes (Basis 2015 = 100) von 86,5%-Punkten (2008) auf 117,8 %-Punkte (Mai 2020). Gründehierfürsinddie Umsetzung des Bäderkonzept 2000,die erfolgreiche Etablierung des Europabades Karlsruhesowie zeitnahe Anpassungen der Eintrittstarifeund die hohe Attraktivität durch fortlaufende Investitionen. 2018lag der operative Zuschuss erstmals seit vielen Jahrenzwischen 6 und 7 Mio. Euro. Dies setzte sich 2019 fort, Grund hierfürsind insbesondere die Besuchereinbußenund damit einhergehende Einbußen bei den Umsatzerlösen währendlänger andauernden Schließzeiten im Fächerbad und Europabad für Sanie- rungenund Instandsetzungen unddie dadurcherhöhtenAufwendungen im betrieblichen Bereich. Hinzu kommen die Einschränkungen im Fächerbad während der gesamten Bauzeit des 2. Bauabschnittes und anschließende Umstrukturierungen im Kassen-und Eintrittstarifbereich sowie im personellen Bereich nach Umbau zum Kombi-Badmit neuem Cabrio-Beckenzur Ausrichtung auf einen erweiterten Freibad Betrieb während der Sommermonate.Die Besucherzahlen lassen jedoch erkennen, dass die Karlsruher Bäderland- schaft insgesamtimmermehr angenommenwird. Der Mittelwert des operativen Zuschusses lag von 2009 bis 2019 bei 5,59 Mio. Euro und somit insgesamt im Zielkorridor zwischen 5 und 6 Mio. Euro und spricht für eine erfolgreicheAusrichtungder 11 Bäder (inkl. Freibad Wolfartsweier) innerhalb der Karlsruher Bäderlandschaft.Die Inflation ist hierbei unberücksichtigt. Der Kostendeckungsgrad liegt operativ bei über 60 % und einschließlich Abschreibung und kalkulatori- schem Zins bei rund 50 %. Fazit, die Entwicklung der Bäder ist positiv und verknüpft hohe Beliebtheit (Besucherzahlen) mit großer Wirtschaftlichkeit (Kostendeckungsgrad, Zuschüsse). 200820092010201120122013201420152016201720182019 Besucherentw icklung1.401.9391.556.3141.580.9601.499.2991.605.3001.676.1731.472.5561.659.1011.573.1771.554.3951.698.2401.660.415 Umsatz Netto5.909.025 €7.573.867 €7.599.243 €7.836.831 €8.678.724 €9.471.728 €9.109.587 €9.978.989 €10.239.404 €10.642.446 €11.045.505 €11.555.114 € Umsatz pro Gast4,21 €4,87 €4,81 €5,23 €5,41 €5,65 €6,19 €6,01 €6,51 €6,85 €6,50 €6,96 € Kosten operativ12.122.554 €13.710.369 €12.841.827 €12.794.291 €13.899.821 €14.323.133 €14.935.884 €15.184.102 €15.484.827 €16.188.071 €17.645.814 €18.220.840 € Af A2.517.415 €2.781.649 €2.746.138 €2.746.992 €2.872.458 €2.996.670 €2.972.897 €2.918.261 €3.062.086 €3.814.128 €3.739.608 €4.044.850 € kalk.Zins1.793.187 €1.758.845 €1.728.144 €1.730.759 €1.685.173 €1.619.436 €1.553.993 €1.501.778 €1.146.161 €1.361.898 €1.129.268 €1.035.755 € Kosten inkl. Af A / kalk.Zins16.433.156 €18.250.863 €17.316.109 €17.272.043 €18.457.452 €18.939.239 €19.462.775 €19.604.141 €19.693.074 €21.364.097 €22.514.690 €23.301.445 € Summe Af a/Zins4.310.602 €4.540.493 €4.474.282 €4.477.751 €4.557.631 €4.616.106 €4.526.891 €4.420.039 €4.208.247 €5.176.026 €4.868.876 €5.080.605 € Zuschuss operativ6.213.529 €6.136.502 €5.242.584 €4.957.460 €5.221.097 €4.851.405 €5.826.297 €5.205.113 €5.245.423 €5.545.625 €6.600.309 €6.665.725 € Zuschuss inkl. AfA / kalk.Zins10.524.131 €10.676.996 €9.716.866 €9.435.211 €9.778.728 €9.467.511 €10.353.188 €9.625.152 €9.453.671 €10.721.651 €11.469.185 €11.746.330 € Zuschuss / Gast operativ4,43 €3,94 €3,32 €3,31 €3,25 €2,89 €3,96 €3,14 €3,33 €3,57 €3,89 €4,01 € Zuschuss / Gast inkl. Af A / kalk.Zins7,51 €6,86 €6,15 €6,29 €6,09 €5,65 €7,03 €5,80 €6,01 €6,90 €6,75 €7,07 € Kostendeckungsgrad operativ48,74 %55,24 %59,18 %61,25 %62,44 %66,13 %60,99 %65,72 %66,13 %65,74 %62,60 %63,42 % Kostendeckungsgrad inkl. Af A / kalk.Zins35,96 %41,50 %43,89 %45,37 %47,02 %50,01 %46,81 %50,90 %51,99 %49,81 %49,06 %49,59 % JEr gebnisse Bäder 2000 bis 2019 Gr aphiken BäKo2020.xls Zuschuss operativ5,59 Mio.€ Zuschuss inkl. AfA / kalk.Zins10,22 Mio.€ Mittelw ert 2009 bis 2019 => Mittelw ert 2009 bis 2019 => Städtische Bäder + Europabad + Fächerbad 8 3.INVESTITIONEN Seitder2. Fortschreibung des Bäderkonzepts 2013 wurden folgende größereInvestitionen umgesetzt: RheinstrandbadRappenwört2014–Neubau Sportflächen 2015–Neubau Werkstatt 2017–Blitzschutz Umkleiden 2018–ErneuerungMSR (Mess-/Steuer-& Regeltechnik) Wellenbecken 2018–Erneuerung Zaunanlage Süd 2018–Neubau Kiosk (in alter Werkstatt) Sonnenbad2014–ModernisierungSanitärbereich 2015–Neugestaltung Spielplatz / Beachvolleyball 2016–Erneuerung Beckenabdeckung 2018–Erneuerung Saunadeck 2018–Erneuerung Zaunanlage Freibad Rüppurr2018–Blitzschutz 2019–ErneuerungGrundwasserbrunnen Turmbergbad2014–Neugestaltung Sanitärbereich für Vor-/Nachsaison 2014–Dachsanierung und Photovoltaik 2014–Beckenabdeckung Schwimmerbecken 2017–Großrutsche „RedblaXX“ Weiherhofbad2015–Sanierung Sanitärbereich 2016–Erneuerung Heizungsanlage 2016–Erneuerung Trinkwasserverteilung Adolf-Ehrmann-Bad2015–Erneuerung Heizung 2016–Neubau Gerätehaus Therme Vierordtbad2014–Dachsanierung (Gartenhalle/Ettlinger Straße) 2015–Erneuerung Saunakabinen 2016–Umbau Kasse auf Chip-Coin-System 2017–Umbau Warmwasserbereitung 2017–Neugestaltung Meditationshof(Innenhof Ost) 2018/19–Rotunde und Querriegel, Dach-und Fassaden- sanierung 2018/19–Bauphysikalische Untersuchung Rotunde 2018/19–Gutachten Wandmalerei KuppelRotunde 2019–Dachsanierung und Neugestaltungabsoluter Ruheraum EuropabadKarlsruhe2015–Schlafhaus und Ruhehaus 2015–Neubau Großrutsche „Green Viper“ 2016–KAi-der-Hai Kinderlandschaft 2016–Excalibur-und Druidensauna 2016–Erneuerung Erlebnisbecken 2017–Erneuerung Dampfbad 2017–Erneuerung Schwyzhuus 2018–Neubau Trichterrutsche „Tarantula“ 2018–Neubau Massage-und Spa-Bereich 9 2018–Außenanlage Rutschen, Hangsicherung 2018–Neugestaltung 100°-Sauna 2019–Ice-Lounge FächerbadKarlsruhe2015–Erneuerung der Saunakabine im Untergeschoss 2015–Neubau der Gartensauna 2015/16–Neubau Cabrio-Becken 1. Bauabschnitt Neubau Cabrio-Becken mit anliegenderSitzlandschaft, bau- lich getrenntes Kursbecken mit Hubboden,Umkleidetrakt, Sanitär-/ Duschbereich, Kleinkinderpflegebereich 2017/18–Umbau Kasse auf Chip-Coin-System 2. Bauabschnitt Sanierung, Vergrößerung der Eingangshalle mit Badeshop undGastroBetrieb, zusätzlichesObergeschoß für Verwaltungs-und Perso- nalräume sowie einen Seminarraum, SanierungDach und Fassade Saunat- rakt, Umbau Kassenanlage und Umkleidekabinen auf Chip-Coin-System. 10 Badgeplante Investitionsmaßnahmen Kosten- annahmen Finanzvolumen_X1_X2_X3_V66_Stand 2020.08.26.xls RA Rappenwört Restaurant, Instandsetzung, Umbau, Eingangs-/Kassen-gebäude mit Technikkeller 8.500.000 € RA Blitzschutz und Plattenbeläge Terrasse Restaurant i.V.m. Restaurant Umbau und Modernisierung 120.000 € RA Plattenbelag/Abdichtung Erneuerung - Dach Wellenmaschinengebäude100.000 € RA Wasserspiele i.V.m. bisherigem Eingangsbereich350.000 € RA Umbau DLRG-Wachhaus am Rhein in Milchhäusle300.000 € RA Entwässerungs-/Versorgungsleitungen zum neuen Milchhäusle130.000 € RA Floating Game Court Naturbecken am Rhein300.000 € RA Umkleidegebäude WB/Herrenseite: San. Solaranlage, Duschwasservor- erwärmung, San. Sanitär-u.Duschräume, Zentralheizung Betriebsräume 900.000 € RA Attraktivierung Planschbecken - Kinderwasserspielplatz beim MZB2500.000 € RA Instandsetzung Ein- und Auslassbauwerk beim Naturbecken1.000.000 € SO Sanierung Schwimmerbecken und Nichtschwimmerbecken, barrierefreier Eingangsbereich 4.000.000 € RÜ Sanierung Umkleiden und Eingangsbereich500.000 € RÜ Neubau Kiosk-Pavillonbau400.000 € RÜ Erneuerung Solarabsorbermatte + Dach400.000 € TM Parkplatzsanierung650.000 € TM Betriebshof100.000 € WH Schaltschrank Aufsicht100.000 € NT Neubau Hallenbad15.000.000 € GR Erneuerung Dach Schwimmhalle, Lüftung200.000 € VB Rotunde Restaurierung Wandmalerei / Umnutzung3.000.000 € VB Sanierung Kopfbau West400.000 € EP Erneuerung Drehkreuze, Nachzahl-Automat etc.400.000 € EP Neugestaltung Goldgrotte200.000 € EP (Sauna) Bierbad Kalevala100.000 € EP Außenbecken800.000 € EP Liegefläche im Kinderbereich (Wintergarten)700.000 € EP Startpodest für weitere Rutschen200.000 € EP neue Rutsche, Half Pipe500.000 € EP neue Rutsche, Black Hole500.000 € EP Erweiterung karelisches Saunadorf, Saunaerweiterung im Saunagarten300.000 € FÄ Sanierungsmaßnahmen, Glasfront, 50m Becken200.000 € FÄ Sanierungsmaßnahmen, Haustechnik250.000 € FÄ Saunaerneuerung5.000.000 € FÄ Dachsanierung1.800.000 € FÄ Teilsanierung Fassade500.000 € FÄ Attraktivierung Planschbeckenflächen (mit Technik + Schwallwasserbehälter) zum Aqua-Splash-Park, Schätzkosten 1.000.000 € Summe49.400.000 € Investitionsliste 2020-2030 11 4.WIRTSCHAFTLICHKEIT In Bezug aufdieWirtschaftlichkeitist dieKarlsruherBäderlandschaft,für diegroßeAnzahl an unterschied- lichenHallen-und Freibädern, sehr gutaufgestellt(s. Tabelle Seite 9).Vorrausetzung hierfürsind kontinu- ierlicheInvestitionen, umim bisherigen Zielkorridor zu bleiben unddiebisherigeZuschusshöhe zu halten. Die vergangenen Jahre zeigen eindrücklich, dass die Balance zwischen Investment und Zuschusshöhe er- reichtund gehaltenwurde. Darüber hinaus sind in den kommenden Jahren weitere Aspekte von grundsätzlicher wirtschaftlicher Be- deutung zu prüfen. Rheinstrandbad Rappenwört Das Rheinstrandbad Rappenwört ist ein Freibad mit einer Saisonöffnungszeit von rund 4 Monaten.Im Herbst, Winter und Frühjahristdie Liegefläche desBades als Parkanlage fürBesucherinnen und Besucher geöffnet;dientangrenzend an das Naturschutzzentrum Rappenwörtals Naherholungsgebiet am Rhein und lädt zum Verweilen und Entspannen ein.Die Anlagewirdganzjährig durch die Bäderbetriebe bewirtschaf- tet und finanziert.KarlsruherParkanlagengehören zum VerantwortungsbereichdesstädtischenGarten- bauamtes. Da die Parkanlageam Rheinstrandbad Rappenwört ganzjährig auch außerhalb der Freibade Saison Unterhaltung undPflege benötigt, welche im eigentlichenSinne nichts mit einemFreibadbetriebzu tun hat, sehen die Bäderbetriebe hier das Gartenbauamtin dessen Aufgabenbereichin der Pflicht diese Naherholungsmöglichkeit für die Karlsruher Bevölkerung bereitzustellen. Das vorhandene Personal der Bäderbetriebekönnte weiterhin die Grünflächen bewirtschaften,Spazierwege freihalten, die Müllentsor- gung und andere anfallenden Tätigkeiten übernehmen, um Personalressourcen beim Gartenbauamtzu schonen. Eine verwaltungsinterne Verrechnung mitdem Gartenbauamtist zuprüfen. BadestelleBaggersee Grötzingen Für den im Naturschutzgebiet liegenden Baggersee Grötzingen bestand bis 2013 einwasserrechtliches Badeverbot.Im Jahr 2014 wurde mit derEinrichtungeiner Badestelle das Baden im Baggersee Grötzingen erlaubt. Die Aufwendungen für das damalig erstellte Gutachtensowie die seither anfallenden Aufwendun- gen des Betriebes der Badestelle werden über das Budget der Bäderbetriebe verrechnet, die organisatori- sche und finanzwirtschaftliche Verantwortungfür die Bewirtschaftungund den Betrieb der Badestelleliegt jedochalleinig beider Ortsverwaltung Grötzingen, eineMissachtungdes Konnexitätsprinzips, dass derjeni- ge der bestellt auch bezahlt.Die Badestelle kann kostenfrei genutzt werden, den Aufwendungen stehen also keine Einnahmen gegenüber. Lediglich bei naturschutzrechtlichen Verstößen werden von der Orts- verwaltung Grötzingen Bußgelder erhoben, die dort vereinnahmt werdenund nichts mit dem Badebetrieb an sich zu tun haben.Somit fallen im Haushalt der Bäder Kosten an, welche in das wirtschaftliche Ergebnis der Karlsruher Bädereinfließenund die Zuschusshöhe für die Bäderlandschaft insgesamt beeinflussen.Es ist das Ziel Betriebs-und Budgetverantwortung in einer Hand bei der Ortsverwaltung zu bündeln, Rei- bungsverluste zu reduzieren und Effektivität und Effizienz zu steigern. 12 5.POSITIONIERUNG DER BÄDER DasRheinstrandbad Rappenwört–Familien-und Urlaubsfreibad–ist eines der landschaftlich schönsten und größten FreibäderDeutschlands. Inmitten einesLandschaftsschutzgebietes am Rhein gele- gen, ist das Bad eine Freizeit-und Erholungsoase für die ganze Familie. Die abwechslungsreiche Becken- landschaftsorgt mit Wellen-, Erlebnis-, Mehrzweck-und Kinderbeckenfür eine großeVielfalt.Mit verschiedenen Wasserrutschen, Kinderspiel-und Sportplätzenistdie „Karlsruher Perle am Rhein“das „Urlaubsbad“.An heißen Wochenendenist es,mit Besucherspitzen (> 10.000), das am stärksten frequentierteBadin Karlsruhe.Außerhalb der Freibadsaisonrund um das „Naturbecken“undentlang des Rheins,ist das Bad ein wichtiges Naherholungsgebiet daskostenfreigenutzt werden kann. Das sanierteTurmbergbad–Freibad im Osten–mitverschiedenenSchwimmbecken, weitläufigenLiege- flächen,Erlebnis-und 50-Meter-Becken,Abenteuer-und Planschbeckensowie deraußergewöhnlichen „RedblaXX-Wettkampfrutsche“,bietet ein vielfältiges Angebot. EineweitereBesonderheitist derBarfuß- pfad.In Nachbarschaft liegt derCampingplatz Durlach.EinestärkereVerknüpfung beider Freizeiteinrich- tungen und gemeinsameVermarktungwird derzeit umgesetzt. DasFreibad Rüppurr–Freibad im Süden–dieErholungsinselan der Alb,bietet neben demsolarbeheiz- ten50-Meter-Becken eingroßzügigesNichtschwimmerbecken mit verschiedenen Rutschen und Wasserfall sowie das Kinderplanschbecken mit Rutschbahn. Beachvolleyball-, Badminton-, Ringtennis-oder Fußball- felder laden zur sportlichen Betätigungein;großzügige Liegeflächen. DasSonnenbad–Allwetterfreibad im Westen–öffnetalserstes Freibad Deutschlands bereitsEndeFeb- ruarund bleibtbis zum 1. Advent geöffnet. Neben dieser besonders langen Freibad-Saison schätzen Bad- besucherinnen und-besucher die angenehmen Wassertemperaturen im 50-Meter-Becken. Stets der Luft- temperatur angepasst, lässt es sich bei wirklich jedem Wetter gut unter freiem Himmel schwimmen. Ein Nichtschwimmerbecken mit Rutsche, ein Planschbecken, ein Wasserpilz und ein moderner Kinderspielplatz unddas Saunahaus mit 2 Saunakabinenund Saunaliegeterrasserunden das Angebot ab. Die ungewöhnlich lange Freibad-Saison und der rege Freundeskreis machen das Sonnenbad zum Kultbad mit überregionaler Ausstrahlungskraft. DasEuropabad Karlsruhe–Schwerpunkt-und Erlebnisbad–das besucher-und wirtschaftsstärksteBad mit spektakulärem Rutschenpark,Wildwasserfluss,KAi-der-Hai Kinderwelt, Kletterparcoursund großzügi- gemSauna-und Spa-Bereichsowie Ice-Lounge,bietet einzigartigen Erlebnis-und Actionspaß sowie Well- ness-und Entspannungsmöglichkeitenfür alle Altersklassenundist weit über die Grenzen von Karlsruhe hinausbekannt und ein wichtiger Imagefaktor für Karlsruhe. DasFächerbad–Schwerpunkt-, Sport-/Familienbad und Kombi-Bad–ist das Bad für denLeistungs-und Wettkampfsportmit 50-Meter-HallenbeckenundTribüne.Das Cabrio-Becken mit auffahrbarem Dachund SchiebetürenzurangrenzendenLiegewiesesowie das Außenbecken,erweiterndas Bad zum Kombi-Bad für einen Freibad Sommerbetrieb. Zusätzlich erfüllt das Cabrio-Becken alle Anforderungen des Vereins- sportes an eine ideale Trainings-und Wettkampfstätte. Bei einer Wassertiefe von 2,50 m sind Synchron- schwimmenund Flossentauchen problemlos möglich. Mehrzweckbecken, Sprungbecken, Planschbecken undeingroßerAußenbereich mit Kinderspielplatzund Sportflächenergänzen das Badzum beliebten Bad für Familien und Freizeitschwimmer/-innen.Eine Großsaunarundetdas Angebot im Wohlfühl-und Ent- spannungsbereich ab. DasVierordtbad–historische Thermeund Day Spa–mit großem vielfältigen Sauna-undSpaAngebot bietet durch ein Zusammenspiel aus Wasser, Wärme und Wohlbefinden den Ort für einen entspannten Kurzurlaubim Herzen der Stadt.UmfangreicheMassage-, Kosmetik-und Physioanwendungen runden das Wohlfühlerlebnis ab.Mit Fertigstellungdesbarrierefreien Westbereiches undSolehofes(Innenhof West) und Errichtung eines Saunagebäudes im Südriegel der Therme,werden künftig Sole-und Salzanwendun- gen das Angebot erweitern. 13 DasWeiherhofbad–BezirkshallenbadinDurlach–mit Schwimmer-und separatem Nichtschwimmer- becken sowie Planschbecken und Kräuterdampfkabine, ist besonders bei Familienmit Kleinkindernbeliebt. Blockhaussauna, Kota-Sauna und Saunagarten ergänzen das Wohlfühlangebot im Freien. DasAdolf-Ehrmann-Bad–Bezirkshallenbadin Neureut–ein indie Jahre gekommenes zu kleines Hallen- badmitSprungturmundkleiner Saunaanlage, das nicht mehr zeitgemäß und wirtschaftlich zufriedenstel- lend betrieben werden kannund einer großen Liegewiese dieteilweise ungenutzt bleibt. DasHallenbad Grötzingen–Gruppenbad–für Schulen und Vereine mit eingeschränktemöffentlichen Badebetrieb. Aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit (Personalkosten Kasse bzw. Investition Kassenau- tomat) kann zu denÖffnungszeiten kostenlos geschwommen werden. Insbesondere wegen der geringen Personalkosten ist es eines der wirtschaftlichsten Bäder. 14 5.1 Freibäder 5.1.1Rheinstrandbad Rappenwört PositionierungFamilien-und Urlaubsfreibad AllgemeinesLage:Stadtteil Daxlanden–Hermann-Schneider-Allee 54 Erbaut:1929 denkmalgeschützt, Freifläche 16 ha 1968 Betrieb im Naturbeckeneingestellt 1964 Neubau Wellenbecken&Mehrzweckbecken 1 1974 Neubau Planschbecken 1979 Neubau Mehrzweckbecken 2 1995 Sanierung Wellenbecken 2008Neubau Erlebnis-und Sprungbecken 2014 Neubau Sportflächen (Basketball, Tischtennis, Fußball) 2017 Kiosk beimWellenbecken Endhaltestelle:Rappenwört Parkmöglichkeit:1.600 Parkplätze ZielgruppeFamilien, alle Bevölkerungsschichten und Altersklassen BesonderheitenDie riesige Freifläche steht außerhalb der Saisonim Herbst, Winter und Frühling denSpaziergängerinnen und Spaziergängerals Park am Rhein zur Verfügung. ZustandUmkleide-und Sanitärbereiche, Restaurant und Planschbeckenund das Mehr- zweckbeckenhaben einen hohen Sanierungsstau, die übrigen Becken sind ingutem bis sehr gutemZustand. Ausstattung WassertiefeWasserfläche Wellenbecken(unbeheizt)0,10 m–2,50 mtrapezförmig1.217qm Erlebnisbecken(beheizt)0,60 m–1,25 mfreie Form690qm Sprungbecken(beheizbar)3,80 m–3,85 m11,7 m x11,1 m130qm Mehrzweckbecken 2(solar beheizt)0,50 m–1,60 m6 Bahnen50x25m1.250qm Planschbecken(solar beheizt)0,10 m–0,56 m19 m x 13 m230qm Gesamt3.517qm 15 Wasserattraktionen2 Riesenrutschen(87m und 56m) und eine Breitrutsche 5m Sprungturm, 1m und 3m Sprungbretter Strömungskanal,Sprudelliegen und Massagedüsen Freizeit-undFreifläche16 ha SportmöglichkeitenPanoramaweg rund ums Naturbecken und am Rhein Kinderspielplatz, Mehrzweckfeld, Tischtennis (4Platten), je ein Beachvolleyball-, Basketball-undFußballplatz Gastronomie/Restaurant mit großer Terrasse und Balkon(derzeit sanierungsbedürftig) BadeshopGrillmöglichkeit Kiosk(verpachtet) Milchhäusle(verpachtet) EisKiosk(verpachtet) BadeartikelKiosk(verpachtet) Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Rheinstrandbad Rappenwört Das Bad hat von allen Freibädern den höchsten Zuschussbedarf. Die Bereiche Restaurant und Eingang werden technischund baulich saniert. Das DLRG-Wachhaus am Rhein wird zum Milchhäusle umgebaut. 16 5.1.2Sonnenbad PositionierungAllwetterfreibadim Westen AllgemeinesLage:Stadtteil Mühlburg–Am Sonnenbad 3 Erbaut:1915 1970generalsaniert 2009 Errichtung einer Blockhaussauna mit zwei Schwitzräumen Haltestelle:“Rheinhafen“, unbefriedigende Parkplatzsituation ZielgruppeSport-, Freizeit-und Gesundheitsschwimmer/-innen, sowieFamilien imSommer BesonderheitenDer Freundeskreis Sonnenbade.Vmitca. 650Mitgliedern zahlt 50% der Betriebs- kostenin der Nebensaison Teilüberdachtes Allwetterfreibad, Saison vonEndeFebruarbis1. Advent; dienstags und donnerstags “late-night“ bis 22.00 Uhr Kinderbetreuung Dienstag bis Freitag 11:00Uhr bis 12:30 Uhr Das 12-Stunden Schwimmen im Oktober ist die größte regelmäßige integrative Sportveranstaltung in Südwestdeutschland. ZustandDachsaunabereich in sehr gutem Zustand, Umkleidebereich, Sanitär-und Wasser- technik und Schwimmerbecken sindumfassend zu sanieren. Ausstattung WassertiefeFläche Schwimmbecken(beheizt)1,40 m–2,00 m6 Bahnen, 50 m x 15 m750qm Nichtschwimmbecken(beheizt)0,60 m–1,25 m3 Bahnen, 30 m x 17 m510qm Planschbecken(beheizt)0,10 m–0,40 m12 m x 7,8 m96qm Gesamt1.356qm SaunenKapazität in Pers.TemperaturenLuftfeuchtigkeit Heublumensauna1260 °C15 % Finnische Sauna15–2090 °CAutomat.Aufguss WasserattraktionenJeeine Kinderrutsche im Nichtschwimmer-und imPlanschbecken, großer Massagepilz; (28°C) Freizeit-undFreifläche 1,2 ha SportmöglichkeitenKinderspielplatz 17 Tischtennis (2 Platten) 2 Volleyballfelder Saunadachgarten GastronomieKiosk mit Terrasse(verpachtet) Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Sonnenbad Aufgrundder Teilüberdachung und der angepassten Wassertemperatur hat das Bad im Vergleich zu den übrigen Freibädern deutlich geringere Schwankungen im Besucheraufkommen. Der Freundeskreis hat durch sein langjähriges Engagementrund 900.000Euro anBetriebskostenzuschüs- sen und Zuschüssen für Ausstattungen und Investitionenin das Bad eingebracht.Durch die besondere Ausrichtung hat das Bad Kultstatus. 18 5.1.3Freibad Rüppurr PositionierungFreibadim Süden AllgemeinesLage:Stadtteil Rüppurr–Heidelberger Straße 1 Erbaut:1953 1989/90 generalsaniert 1997/98 Sanierung der Sanitätsräume Haltestelle:Schloss Rüppurr Parkmöglichkeit:Bei Hochbetrieb insbesondere an Wochenenden nichtausreichend ZielgruppeFreizeitschwimmerund Freizeitschwimmerinnen, Familienund Jugendliche BesonderheitenDas Bad wird als Insel von der Alb und dem Reiherbach umflossen ZustandImAllgemeinengut Ausstattung WassertiefeFläche Schwimmbecken(solar beheizt)1,55m–1,95m6 Bahnen, 50 m x 19,4 m1.000qm Nichtschwimmbecken mitRut- sche(solar beheizt) 0,40 m–1,30 m61,2 mx 19,3 m1.200qm Planschbecken(solar beheizt)0,10 m–0,30 m14,9 m x9,6 m112qm Gesamt2.312qm WasserattraktionenRiesenrutsche (79m) Freizeit-undFreifläche 4,5 ha SportmöglichkeitenGrillplatz Kinderspielplatz Beachvolleyballfeld (2 Felder) Mehrzweckfeld (3 Plätze) Fußballkleinfeld Tischtennis (6 Platten) Gastronomie2 Kioske(verpachtet) 19 Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Rüppurr Klassisches Freibad mit zufriedenstellendem Besucheraufkommen und akzeptabler Wirtschaftlichkeit. Fehlendes Alleinstellungsmerkmalverhinderteinegroße Aufmerksamkeit und Wahrnehmung in der Bevöl- kerung. Mittelfristigwäreeine Aufwertung der Insellage und eine stärkere Einbindung der Alb bzw. des Reiher- baches zu prüfen. Bei einer Veränderung der Parkplätze beim Schloss Rüppurr muss gewährleistet bleiben, dass die Park- plätze ersetzt werden, um nicht den gleichen Zustand der knappen Parksituation wie beimTurmbergbad zu schaffen. 20 5.1.4 Turmbergbad PositionierungFreibadim Osten AllgemeinesLage:Stadtteil Durlach–Alte Weingartener Straße 40 Erbaut:1907 1955 Umbau Schwimmerbecken, Nichtschwimmerbecken, Planschbecken und Technik 1978 Sanierung 1985 Sanierung 2010/2011 Umbau Planschbecken, Errichtung Barfußpfad 2012 Neubau Planschbecken, Umkleidegebäude, Babystation so- wie Barfußpfad. Endhaltestelle:Durlach Turmberg Parkmöglichkeit:Unbefriedigend,selbst bei Normalbetriebzu wenig ZielgruppeSport-und Freizeitschwimmer/-innen, Familien BesonderheitenFrühschwimmen, Mondscheinschwimmen Ausstattung WassertiefeFläche Schwimmbecken(beheizt)1,60 m–1,90 m8 Bahnen, 50 m x 21 m1.050qm Nichtschwimmbecken(beheizt)0,55 m–1,30 m52 m x 25 m1.000qm Babyplanschbecken(beheizt)0 m–0,40 moval88qm Kinderplanschbecken(beheizt)0,40 m–0,80 moval155qm Gesamt2.293qm WasserattraktionenRiesenrutsche (100m) Breitrutsche Massagepilz Massagedüsen Spaßfontäne Brustduschen Wasser-Igel Kleiner Wasserpilz Spritzfontäne Freizeit-undFreifläche 5 ha SportmöglichkeitenBoule Barfußpfad Kinderspielplatz Fußballkleinfeld 21 Tischtennis (5 Platten) Beachvolleyball (2 Felder) GastronomieMilchhäusle(verpachtet) Kiosk(verpachtet) Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Turmbergbad DurchSanierung und Investitionen,insbesondere im Rutschen-Bereich,deutlich gestiegene Besucher- zahlen. Teilweise ist es beliebter als das Rheinstrandbad Rappenwört. Dadurch konnten dieRutschen bereits in zwei Jahren amortisiert werden. Der zu geringe Parkraum ist eingroßes Problem und verhindert eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit durch suboptimale Nutzung des Bades wegen des Wegbleibens von weiteren Besuchern. Verbotswidriges Parken verschärft die Prob- lematik. Mit dem Betrieb desangrenzendenCampingplatzes werden sich Synergien ergeben. 22 5.1.5FreibadWolfartsweier PositionierungNischenFreibad AllgemeinesLage:Stadtteil Wolfartsweier–Schloßbergstr. 12 Erbaut:1935 1992 Generalsanierung Haltestelle:Bus: Wolfartsweier Mitte Parkmöglichkeit:Gut ZielgruppeFamilien insbesondere mit Kleinkindern, Freizeitschwimmernund Freizeitschwimme- rinnen BesonderheitenUnentgeltliche Überlassung des „Wölfle“ an den FördervereinFreibad Wolfartsweier e.V. Ausstattung WassertiefeFläche Mehrzweckbecken(solar beheizt)1,20 m–2,00 m25 m x 16 m450qm Planschbecken0,00 m–0,40 munregelmäßig105qm Gesamt555qm WasserattraktionenSchwallduschen; Massagedüsen Planschbecken Freizeit-undFreifläche4ha SportmöglichkeitenSpielplatz Boule-Bahn Tischtennis (2Platten) GastronomieKiosk(verpachtet) Im März 2001 beschloss der Gemeinderatdas Bäderkonzept 2000, das unter anderem die Schließung des Freibades mit der Eröffnung des Neuen Freizeitbades (Europabad) vorsah. Bis dahin hatte derFörderver- ein Wolfartsweier e.V. mit Zuschüssen der Stadt die Chance, mit seiner Arbeit das Bad soweit zu ertüchti- gen, um es selbstständig und in eigener Verantwortung weiter betreiben zu können. Mit dem Grundsatzbe- schluss zum Bau des Europabades am 18. Mai2004 wurde dieser Beschluss bestätigt. Dem Förderverein wurdejedochnach Inbetriebnahme des Europabades die Option eingeräumt, auf seinen Wunsch hin das Freibad Wolfartsweier in eigener Verantwortung weiter zu betreibenund die Infrastruktur kostenneutral zu nutzen. Hierzu wurde zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Förderverein eine Vereinbarung über die Nutzungsüberlassung des Freibades Wolfartsweier geschlossen. Seit 2011 erhält der Förderverein einen weiteren städtischen Zuschuss. Dieser Zuschuss richtet sich nach den Einnahmen (Spenden und Mitglieds- beiträge) des Vereins, d.h.dassjeder eingenommene Euro bis maximal 25.000 Eurovon der Stadt verdop- pelt wird („Doppeleuro“). 23 Finanzergebnis und Besucherzahlen Freibad Wolfartsweier DasFreibad „Wölfle“ nimmt aufgrund seines ehrenamtlichen Betriebes eine herausragende Stellung in der Karlsruher Bäderlandschaft einund leistet einen wichtigen Beitrag neben den übrigen städtischen vier Freibädern.Mit einer durchschnittlichenBesucherzahl von rd. 25.000 Besuchernjährlichund einemZu- schuss je Besucher von0,87Euro im Jahr 2018und 1,24Euro im Jahr 2019,zeigt sich ein hoher Grad an Wirtschaftlichkeit mit dem das Freibad betrieben wird(im Vergleichübrige vier Freibäder: 2018–3,86Euro und 2019–5,46Euro).Investive Kosten trägt der Verein aus Spenden und angespartem Eigenkapital grundsätzlich alleine. Das Finanzergebnis finanziert sich somit aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen, Eintritts- entgelten und weiteren EinnahmendesFördervereins sowiedemjährlichenBetriebszuschuss der Stadt. Der Zuschuss der Stadtbeträgt grundsätzlich25.000 Eurojährlich.Beigrößeren Investitionenhat die Stadt in der Vergangenheit Investitionszuschüsse gewährt(2015: 50.000 Euro für Elektrolyseanlage; 2019: 30.000 Euro für Sanierung Kinderplanschbecken), s.nachstehendeÜbersicht: Zuschüsse der Stadt Karlsruhe an Freibad Wolfartsweier 24 5.2Hallenbäder 5.2.1 Weiherhofbad PositionierungBezirkshallenbadinDurlach AllgemeinesLage:Stadtteil Durlach-Weiherhof 13 Erbaut:1975 2001 Blockhaussaunamit Saunagarten,Umkleiden 2004 Ruhehaus 2011 Kota-Sauna Haltestelle:Schlossplatz Parkmöglichkeit:Kostenpflichtige Parkmöglichkeiten im Einkaufszentrum (fürBadegäste = 2h kostenfrei) ZielgruppeFamilien, alle Bevölkerungsschichten und Altersklassen, Sport-und Freizeitschwimmer/-innen BesonderheitenFamilien-Sauna-Tag 85°C: Donnerstag (auch Textilsauna möglich) Damensauna: Montag Dampfkabine ZustandGut Duschen,Sanitärtrakt,Warmwasser-Bereitung,Wasseraufbereitung,Heizungneu Ausstattung WassertiefeFläche Schwimmbecken1,40 m–1,90 m5 Bahnen, 25 m x 12,5 m313qm Nichtschwimmbecken0,70 m–1,35 m12,5 m x 8 m100qm Planschbecken0 m–0,3 m3,3 m x 3 m10qm Gesamt423qm SaunenKapazität in Pers.TemperaturenLuftfeuchtigkeit Blockhaussauna3090 °CAufgüsse Dampfkabine745 °C100 % Kota Sauna765 °C20 % 25 RuhebereichLiegen Ruhehaus15–20 Ruhebereich im Saunahaus6-10 Saunagarten10 Liegewiese10 Freizeit-, Wohlfühl-Massagen(derzeit nicht verpachtet) undSolarium SportmöglichkeitenKurse (Schwimm-und Aquafitnesskurse), Vereinsschwimmen Wasserspieltisch+ Spielzeug im Planschbecken Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Weiherhofbad Das Bad hat trotz des Rückgangs derBesucherzahlen eine gute Auslastung als Bezirkshallenbad. 26 5.2.2Adolf-Ehrmann-BadNeureut PositionierungBezirkshallenbadin Neureut AllgemeinesLage:Stadtteil Neureut-Unterfeldstraße 46 Erbaut:1964 1985 generalsaniert Haltestelle:Adolf-Ehrmann-Bad Parkmöglichkeit:Gut, kostenfrei (14 dem Bad zugeordnet, 28 freie Parkplätze da- von 2 Behindertenparkplätzesowie ca. 50 Plätze auf dem Fest- platz) ZielgruppeÖrtliche Bevölkerung, Familien, Kleinkinder, Sportschwimmerinnen und Sportschwimmer BesonderheitenMassagen (derzeit nicht verpachtet) Nur 3 Bahnen Therapiebecken Damensauna:Mi (14-21 Uhr),Fr (14-22 Uhr) Herrensauna:Montag (16-21 Uhr), Donnerstag (14-21 Uhr) Gemischt:Dienstag (14-22 Uhr), Donnerstag (7–12Uhr), Samstag (8-18 Uhr), Sonntag (8-13 Uhr) ZustandKompletteTechnik ist sanierungsbedürftig,Stil der80erJahre Ausstattung WassertiefeFläche Schwimmbecken0,90 m–3,50 m3 Bahnen, 25 m x 8 m200qm Therapiebecken1,40 machteckig18qm Mutter-und Kindbecken0,50 machteckig22qm Tauchbecken(Sauna)1,30 m1qm Gesamt241qm SaunenKapazität in Pers.TemperaturenLuftfeuchtigkeit Sauna2590 °CAufgüsse 27 RuhebereichLiegen Ruheraum6 Saunahof7 Freiliegefläche10 Freizeit-, Wohlfühl-undSolarien SportmöglichkeitenGroße LiegewieseBolzplatz Sprungturm 1-3 m GastronomieCafeteria(stillgelegt wegen mangelnder Rentabilität) Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Adolf-Ehrmann-Bad–Hallenbad Neureut DasBadhat die geringste Wirtschaftlichkeit und einen seit vielen Jahren schleichenden Besucherrück- gang. Es verfügt über keine Entwicklungsmöglichkeit aufgrund des kleinen Schwimmbeckens mit lediglich 3 Bahnen. 28 5.2.3 Hallenbad Grötzingen PositionierungGruppenbad AllgemeinesLage:Stadtteil Grötzingen-Kirchstraße 13 Erbaut:1974 Haltestelle:Oberausstraße oder Bahnhof Grötzingen Parkmöglichkeit:Begrenzt, nur auf der Straße/Umgebung ZielgruppeVereine, Schule, Kurse BesonderheitenGruppenbad mit lediglich12Stunden öffentlichem Badebetrieb ZustandUmfassende Sanierung erforderlich Ausstattung WassertiefeFläche Becken mit Teilhubboden0,30 m–3,40 m5 Bahnen, 25 m x 12,5 m313qm Hubboden 12,5 m x 10 m Gesamt313qm Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Hallenbad Grötzingen DasSchaubild zeigt, dass das Bad im Vergleich zu den anderen Hallenbädern wirtschaftlich gut aufgestellt ist. Das Konzept Gruppenbad, dassdas Badin erster Linie Schulen und Vereinenund nachrangig für wenig Stunden in der Woche der Öffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung steht, funktioniert. 29 5.3 Europabad Karlsruhe PositionierungSchwerpunktbad,Erlebnisbad für Karlsruhe und die Region AllgemeinesLage:Stadtteil SüdweststadtHermann-Veit-Str. 5 Erbaut:2007/2008 Haltestelle:Europahalle/Europabad Parkmöglichkeit:Parkdeck (3,50Eurofür Badnutzer, Fremdnutzer 10 Euro), Park- plätze vor Ort (teils frei, teils kostenpflichtig–Tagespauschale 6 Eurofür Badnutzer) ZielgruppeErlebnis-und Ruhesuchende (Sauna), alle Altersklassen BesonderheitenAnspruchsvoller Wildwasserfluss, Aquacross,vier Erlebnisrutschen,thematische Saunalandschaft,Ice-Lounge,Schlaf-u. Ruhehaus ,Stehrutsche Sky Surfer(IV.2020) ZustandGut Ausstattung WassertiefeFläche Schwimmbecken1,40 m–1,80 m6 Bahnen, 25 m x 15 m398qm Nichtschwimmbecken0,70 m–1,20 munregelmäßig111qm Erlebnisbecken1,35 m462qm Außenbecken1,35 m153qm Kinderbecken0 m–0,60 m73qm Planschbecken0 m–0,25 m32qm Schiffchenkanal-31qm Geysirbecken1,30 m55qm Tauchbecken1,30 m11qm Warmwasserbecken1,20m17qm Kaltwasserbecken1,20 m6qm Gesamt1.349qm 30 SaunenKapazität in Pers.TemperaturenLuftfeuchtigkeit Finnische Sauna2585°CAufgüsse Schwyzhuus8090°CAufgüsse Ice-Lounge6-814-16 °C Römerbad1440°C100 % Arena Sauna35100°CAufgüsse ExcaliburSauna6085 °CAufgüsse Druiden Sauna2055 °C Vitha Sauna2080°CAufgüsse/ Ritual Kalevala Sauna8080 °CAufgüsse Dampfbad (textil)3550 °C100 % RuhebereichLiegen Wintergarten20 Saunagarten50 Sonnenterrasse20 Raum der Stille15 Ruhehaus10 Schlafhaus11 WasserattraktionenReifenrutsche (170m) Wildwasserfluss (100m) Tarantula(111 m) Green Viper (120 m) Aquarocket (66 m /14 m freier Fall) Familienbreitrutsche(10 m) Massagedüsen Strömungskanal Aquacross Rutsche in der Kinderwelt (ca. 14 m ) Stehrutsche Sky Surfer (61 m) 31 Freizeit-, Wohlfühl-Spa-Bereich mitMassage & Kosmetik undSolarien SportmöglichkeitenKurse Badeshop(verpachtet) Veranstaltungen und Events (Saunarituale, Mitternachtssauna, LadiesDay) GastronomieSauna-und Badbistro (beide verpachtet) Operativer Zuschuss und Besucherzahlen Europabad DasEuropabad ist mit Abstand das besucherstärkste und wirtschaftlich bedeutendsteBad. Die obigen Zah- len belegen dies eindrücklich. Durch stetige Investitionen ist es gelungen,sowohl Besucherzahlenals auch Wirtschaftlichkeit zu halten. Ein Hotel mit„Sky Walk“in unmittelbarer Nachbarschaft würde die Wirt- schaftlichkeit weiter verbessern. 32 5.4Fächerbad PositionierungSchwerpunktbad,Sport-und Familienbad,Kombi-Bad AllgemeinesLage:Stadtteil Waldstadt/Hagsfeld, Am Sportpark 1 Erbaut:1982 Haltestelle:Fächerbad, Hagsfeld Süd Parkmöglichkeit:Gut, kostenfrei ZielgruppeSport-und Freizeitschwimmer/-innen, Familien Besonderheit50m-Becken mit Zuschauertribüne Cabrio-Becken ZustandNach Abschluss der Sanierung 1. und 2. BauabschnittNovember2018 ist das Fä- cherbad zum Kombi-Bad mit Cabrio-Becken erweitert worden. Die Badewassertech- nik und die Umkleiden wurden komplett saniert. Der Eingangsbereich ist neu gestal- tetund wurde um 1. OG für die Verwaltung erweitert. Ausstattung WassertiefeFläche Sportbecken1,80m8 Bahnen, 50 m x 21 m1.050qm Springerbecken3,90 m10,6 m x 12,5 m134qm Mehrzweckbecken0,80 m–1,35m4 Bahnen, 16,6 m x 14 m233qm Planschbecken0,30 m4,3 m x 4,3 m18,5qm Außen-Attraktionsbecken1,35 mDurchmesser 9m78,5qm Cabrio-Becken2,50 m6 Bahnen 25 m x 16 m400qm Kursbecken0 m–1,80 m18 m x 6 m108qm Sauna-Außenbecken1,30 m10 m x 3,8 m38qm Sauna-Tauchbecken1,20 m2,5 m x 1,5 m4qm Gesamt2.064qm 33 SaunenKapazität in Pers.TemperaturenLuftfeuchtigkeit Holzsauna2095 °CAufgüsse Gartensauna7590 °CAufgüsse Schwätzsauna4090°CAufgüsse Kräutersauna1280°C30 % Meditationssauna1555 °C Aromasauna (Duft,Dampf)1555 °C40 % Meerklimasauna1530 °C Dampfbad1450°C100 % RuhebereichLiegen Ruheraum UG12 Schlafraum10 Ruheraum Saunahaus14 Leseraum Saunahaus21 WasserattraktionenSprungbretter 1m und 3m Kinderrutsche Freizeit-, Wohlfühl-Massagen(verpachtet) undSolarien SportmöglichkeitenTribüne Spielstube Kinderspielplatz Beachvolleyball (3 Felder) GastronomieCafeteriaBistro(beide verpachtet) 34 Operativer Zuschuss und BesucherzahlenFächerbad DurchSanierung und Weiterentwicklung zum Kombi-Bad konnte der Trend des schleichenden Besucher- rückgangs gedrehtwerden. Allerdings sind die Zuschüsse durch die Baumaßnahmenund die Umstellung des Tarifsystems mit einer erheblichen Rabattierung,deutlich in die Höhe gegangen. Die hohen Besucher- zahlen und der Anstieg der Durchschnittserlöse Anfang des Jahres, deuten jedoch die geplante Trendum- kehr an. 35 5.5 Therme Vierordtbad PositionierungHistorischeThermeund Day Spaim Herzen der Stadt AllgemeinesLage:Innenstadt-Ettlinger Straße 4 Erbaut:1873 Kurbad 1900 Badehaus(denkmalgeschützt) 2002–2004 Umbau Haltestelle:Kongreßzentrum Parkmöglichkeit:Gut, im Kongresszentrum (Tiefgarage mit Rabattf.Therme Gäste) ZielgruppeRuhe-und Erholungsuchende BesonderheitenKombination aus Wellness,Day Spa,Kosmetik, Massageund Physiotherapie Badehaus mitUnterwassermusikund Events,textilfreiesSchwimmen ZustandAllgemein gut, Technik neu,sanierteInnenhöfeWest-Solehof(Dez. 2020) und In- nenhof Ost-Meditationshof (Okt. 2017), Einbau Lüftungsanlage im Umkleidebereich (dringend erforderlich), bauliche und energetische Sanierung der Rotunde notwen- dig, Fassaden-und Dachsanierung einschließlich Rotunde Kuppeldachumgesetzt Ausstattung WassertiefeFläche Schwimmbecken1,40 m–1,88 m20 m x 10 m169qm Bewegungsbecken0,90 m–1,35 m7,6 m x 10 m76qm Warmwasserbecken1,20 m4,8 m x 3,8 m18qm Tauchbecken1,20 m2,8 m x 3,8 m10qm Kaltwassertretbecken0,60 m8,6 m x 1,4 m12qm Solebecken (12/2020)1,20 m4m x5m20qm Warmwasserbecken (12/2020)1,20 m4m x5m20qm Lithiumbecken (12/2020)1,20 m4m x3m12qm Gesamt337qm 36 SaunenKapazität in Pers.TemperaturenLuftfeuchtigkeit Große Sauna6090°CAufgüsse Kleine Sauna4085°CAufgüsse Dampfbad1245°C100 % Großraumsauna (12/2020)6090°CAufgüsse Soleraum (12/2020)5-- RuhebereichLiegen Rotunde12 Liegebereiche Ost/Mitte/West19/20/12 Warmluftraum6 Absoluter Ruheraum10 Solehof(12/2020)8 Meditationshof16 Badehaus13 Freizeit-, Wohlfühl-Meditationshof undSolehof, Sole-/Salzraum undSportmöglichkeitenVitalraum für Klangschalenmassage,Schwimmen für Menschen mit undohne Handicap, Watsu Massage-und Krankengymnastikpraxis(verpachtet) Kosmetikinstitut(verpachtet) GastronomieBistro (verpachtet) 37 Operativer Zuschuss und BesucherzahlenThermeVierordtbad Die Zahlen belegen eindrücklich wie wichtig die derzeitige Baumaßnahmein der Therme Vierordtbad ist. Derneue Innenhof (Solehof) mit Solebecken und die neue Großraumsauna werdendie Attraktivität stei- gern und so die Voraussetzung schaffen die Besucherzahlen zu steigern und dieZuschusshöhe zu reduzie- ren. 38 5.6 Sonstige Bäder 5.6.1AlbschuleNichtschwimmerbecken PositionierungTherapiebecken AllgemeinesLage:Stadtteil Rüppurr-Scheibenhardter Weg 23 Erbaut:1983 Haltestelle:Belchenplatz (Bus) Parkmöglichkeit:Mäßig ZielgruppeAlbschule und der dazugehörige Kindergarten BesonderheitenNichtschwimmerbeckenfür behinderte Kinder. Sanierungen finden durch das Amt für Hochbau-und Gebäudewirtschaft statt. Die Betreuung der Badewassertechnikerfolgtdurch das Personal des Freibades Rüppurr. ZustandOrdentlicher Zustand Ausstattung WassertiefeFläche Therapiebecken0 m-1,60 m6 m x 10 m 60qm Hubboden6m x 10 m0 m-1,60 m Gesamt60qm Das Therapiebecken der Albschule ist ein Miniatur-Hallenbad für einengeschlossen Nutzerkreis (Albschule und Kindergarten). Es findet weder öffentlicher Badebetrieb noch Schul-und Vereinsschwimmen statt. 39 5.6.2Oberwaldbad PositionierungErgänzungs-Hallenbad im Stadtteil Rüppurr AllgemeinesLage:Stadtteil Rüppurr-Erlenweg 2 Erbaut:1970 Einzugsgebiet:ca. 10 Min. Fahrzeit Haltestelle:Schloss Rüppurr Parkmöglichkeit:Gut ZielgruppeSenioren, Reha, Bewohner/-innen des WohnstiftsResidenz Rüppurrund Kursteil- nehmer für Baby-/Bambini Schwimmen, Wassergewöhnung,Seepferdchenkurse, Bronzekurse, Aquafit, Aqua-Zumba BesonderheitenDas Oberwaldbad wird jährlich mit95.500Eurovon der Stadt Karlsruhe bezuschusst ZustandGuter Erhaltungszustand, Sanierung Hubboden steht an Ausstattung WassertiefeFläche Lehrschwimmbecken0,3 m–3,40 m3 Bahnen, 16,6 m x 8 m133qm Hubboden bis1,80m Gesamt133qm SaunenKapazität in Pers.TemperaturenLuftfeuchtigkeit Sauna1085Aufgüsse RuhebereichLiegen Terrasse10 Das Oberwaldbad ist ein kleines Hallenbad,mitöffentlichemBadebetrieb. Einen großen Anteil der Nutzer bilden die Bewohnerinnenund Bewohnerder Residenz Rüppurr. Es finden viele Kurse und Gesundheitsan- wendungen statt undauch 5Schulen nutzen das Bad fürdasSchulschwimmen. Die Stadt zahlteinen Betriebskostenzuschuss von 95.560Euroandas Wohnstift Karlsruhe e.V..Betreiber istder Post Südstadt Karlsruhe e.V. 40 Das kleine Oberwaldbad erfüllt eine Nischenfunktion(Residenzbewohner/-innen, Senioren/-innen, Gesund- heitssport, z.B.Osteoporoseund Schulschwimmen),dasdurch die anderen Bäder nichttangiert wird.Der öffentliche Badebetrieb wird auch künftig nur eine geringe Rolle spielen. DieBesucherzahlenlagen inden vergangenen5 Jahren zwischen 45.000 und 50.000 und werden sich auch in Zukunftvoraussichtlich nicht signifikant verändern. 5.6.3Universitätsbad KIT PositionierungHallenbad beim KIT Campus Süd AllgemeinesLage:Stadtmitte-Engler-Bunte-Ring 15 Erbaut:1980 Haltestelle:- Parkmöglichkeit:Mäßig ZielgruppeStudierende, Beschäftigte der HochschulenundLandesbeschäftigte(Polizei etc.) BesonderheitenBetreiber: KIT Kein öffentlicher Badebetrieb ZustandSanierungsbedarf AusstattungSauna WassertiefeFläche Schwimmbecken3,80 m5 Bahnen, 25 m x 12,5 m 313qm Teilhubboden 0 m-1,80 m Gesamt 313qm Das Bad steht allen Karlsruher Studierenden(KIT, BA, FH, PH, usw.)sowie den Beschäftigten aller Hoch- schulenoffen.Zusätzlich wird das Bad noch durch denUniversitätssport, denDienstsport der Landespoli- zei, durch1 Schule (Kant-Gymnasium) sowie 1 Verein (DLRG-Stadtgruppe)und der Sport-und Gymnastik- schuleKarlsruhegenutzt.Die Belegungsgrenze isterreicht.DerJahresdurchschnitt der Besucher (Studie- rende, Beschäftigteusw.) liegt bei ca. 40.000 Personen. Die fortlaufende InstandhaltungerfolgtüberdasUniversitätsbauamt bzw.dasstaatliche Vermögens-und Hochbauamt.Das Universitätsbad ist nur für einen geschlossenen Personenkreis zugänglich, esistals rei- nes Sportbad gebaut undwird sogenutzt. Maßnahmen im Rahmen dieses Bäderkonzepts sind nichtmög- lich. 41 5.6.4Hallenbad Schöneck PositionierungSpezial-Hallenbad AllgemeinesLage:Stadtteil Durlach-SportschuleSchöneck Erbaut:1969 1988 Sanierung Einzugsgebiet:Karlsruhe Endhaltestelle:Durlach/Turmberg Parkmöglichkeit:Mäßig, ca. 30 Parkplätze ZielgruppeSportlerinnenund Sportler Nutzer: BadischerSportbund, DLRG, Tauchclubs, Unterwasserrugby BesonderheitenKein öffentlicher Badebetrieb ZustandErheblicher Sanierungsbedarf, Betreiber:Badischer Fußballverband e.V. Ausstattung WassertiefeFläche Schwimmbecken3,40 m5 kleine Bahnen, 16,6 m x 8 m 133 qm Hubboden bis 3,40 m Gesamt133qm Das Hallenbad in der Sportschule Schöneck umfasst 1 Becken und dient den Sportlerninnenund Sportler und z.B. auch den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmerder Sportschule zumSchwimmen undÜben. Es spielt für die Karlsruher Bäderlandschaftnur eine untergeordnete Rolleim Rahmen der Sportbelegun- gen. 42 5.7Bädervergleich StadtMünster KarlsruheAugsburgBonn Einwohnerzahl315.000310.000300.000320.000 Hallenbäder Anzahl der Bäder6654 Wasserfläche gesamt 2.626qm4.872qm2.341qm2.656qm davon mit 50m-Becken 0101 davon mit Sauna 0610 Besucherzahl Hallenbäder (2019) 607.3671.014.871316.000152.367 Wasserfläche je Tsd. Einwohner 8,3qm15,7qm7,8qm8,3qm Besuche pro Einwohner 1,93,31,10,5 Freibäder Anzahl der Bäder3546 Wasserfläche gesamt 4.295qm10.066qm5.726qm12.261qm davon mit 50m-Becken 3424 Besucherzahl Freibäder (2019) 342.671609.858275.000558.732 Wasserfläche je Tsd. Einwohner 13,6qm32,5qm19,1qm38,3qm Besuche pro Einwohner 1,12,00,91,7 Wirtschaftliche Kennzahlen aus den anderen Städten wurden leider nicht zur Verfügung gestellt. Die Zah- len belegen eindrücklich wie attraktiv dieBäderlandschaft in Karlsruhe im Vergleich zu anderen Städten vergleichbarer Größe ist. 43 6.TARIFE Die unterschiedliche Positionierung der Karlsruher Bäder spiegelt sich unter anderem in deren Tarifstruk- tur wieder. Die Schwerpunktbäder Europabad, Fächerbadund die Therme Vierordtbad verfügen aufgrund ihrer Größe und Bedeutung über eine eigene Tarifstruktur. DembesucherstärkstenKarlsruherSchwimmbad, demEuropabad Karlsruhe,gelingt es, einenGroßteil seiner Gäste weit außerhalb der Stadtgrenzensowie im benachbarten Frankreich anzusprechen. Auch aufgrund dessen ist das größte Familien-und Freizeitbad der Region, inbetriebswirtschaftlicher Hinsicht, von besonderer Wichtigkeit für die Karlsruher Bäderlandschaft. Die Bedeutung entsprechende Einnahmen zu generieren ist verhältnismäßig groß,konsequenterweiseorientieren sichdieEintrittspreiseam attrakti- ven Angebotim Erlebnis-und Saunabereich und sind daher vergleichsweisehochangesetzt. Der soziale Aspekt tritt dadurch im Vergleich zu den anderen Bädernetwas zurück,gleichwohl bietet der Karlsruher Passund Kinderpass die Möglichkeit eines stark reduzierten Eintritts. Dieses Angebot ist im Vergleich zu anderen Bädern in dieser Kategorie ungewöhnlich. Im Gegenzug ist esdeshalb zielführend, die Familienkarteim Europabadnicht-wie bisher-geringer zu erhöhen,als die Einzeleintritte, sondern analog den städtischen Bädern fix an die Einzeleintritte zu koppeln.Dennansonstenöffnet sich die Schere zwischen den ermäßigten Tarifen im Verhältnis zu den regulären Tarifen immer weiter und konterkariert damit nachdrücklich den geforderten wirtschaftlichen Betrieb des Bades.Grundsätzlich werden jedoch angemessene Ermäßigungen und Rabattaktionen auch in Zukunft eine wichtige Rollefür das Europabad Karlsruhespielen, um das gleichfalls für die Wirtschaftlichkeit erforderliche Besucheraufkommen zu erzie- len. Im FächerbadKarlsruhespielt aufgrund der Positionierung als Sport-und Familienbad sowie für den Leis- tungssport, der soziale Aspekt eine deutlichgrößereRolle. Hierist die Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und dem AngeboteinerattraktivengünstigenSchwimmmöglichkeitfür alle Bevölkerungsschichtenanders imVergleich zum Europabad austariert. Da sich ein schleichender Niedergang der Wirtschaftlichkeitab- zeichnete, wurde mit der Integration des Fächerbades unter der Dachmarke „Karlsruher Bäder“ die Struk- tur der Zeittarifierung analog den anderen Schwerpunktbädern eingeführt. Hier wurde trotz leichter Erhö- hung der Eintrittspreisefür die Tageskartedas Preisgefüge deutlich geringer gehalten,um somit dievor- herigekomplizierte Tarifstruktur weiter zu vereinfachen.Der Preis für den 2-Stunden-Tarif wurde darüber hinaus sogar vergünstigt. Das Rheinstrandbad Rappenwört verfügt als einziges„Großbad“nichtüber eine eigene Tarifstruktur, son- dern ist in dem Tarifverbund der kleinen Hallenbäder und den anderen Freibädern eingebunden, obwohl es sichdurchseineGröße und Ausstattung deutlich von diesenunterscheidet. Eine eigene Tarifstruktur wäre eine Möglichkeitdas Bad wirtschaftlicher zu betreiben. Dieshätte jedoch den Nachteil, dass neue Tarife entstünden, die wiederrum nicht in den übrigen Hallen-und Freibädern genutzt werden könnten. Verbund-Geldwertkarte | Badecard Mitder„Badecard“wurdeeinbäderübergreifendes und bargeldlosesBezahlmedium eingeführt. Die indivi- duell aufladbareGeldwertkartekannin allen Bädern mit gleichen Kassensystemenzum Zahlen genutzt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Rabatte, die sich wiederrum ander Höhe des aufgeladenen Geldbetrages orientieren, für Gäste zu gewähren und somit ein attraktives Angebot für beide Seiten zu schaffen. Die technischen Voraussetzungen um eventuell weitere Bäder (Rheinstrandbad Rappenwört, Turmberg- bad, Freibad Rüppurr)in diesen Verbund einzugliedern, werden geprüft. Die Badecard ist ein Mittelzur Kundenbindung undträgt dazu bei,die Karlsruher Bäderlandschaft in ihrer Gesamtheit deutlich stärkerin der Wahrnehmung des Gastes zu positionieren. Hierauf können wirksame Vermarktungsmöglichkeiten aufgebaut werden. 44 Weitere Vorteile: -Ermöglichtbargeldlosen Schwimmbadbesuch. -Kann beiVerlust gesperrt und ersetzt werden. -Karte ist übertragbar, mehrere Personen können sich somit den Rabatt teilen. -Weitere Tarife(z.B. Sauna) können rabattiert bezahlt werden. -Nicht an Kauf-bzw. Kalenderjahrdes Erwerbesgebunden 7. BÄDER-AUSBLICK 7.1 Rheinstrandbad Rappenwört Das1929 eingeweihteRheinstrandbad Rappenwört feiert2029sein100-jähriges Jubiläum.Die Jahre bis dahin werden genutzt, den Sanierungsstau weiter aufzulösen. Dem Neubau des Erlebnis-und des Springerbeckens im Jahr 2008,folgten die Erneuerung der Sportflä- chen im Jahr 2014, die Verlagerungder Werkstatt in 2015sowie derUmbauder alten Werkstatt in einen Kiosk im Jahr 2017. Als nächster Schritt istdiedringende Sanierungund ModernisierungdesdenkmalgeschütztenRestaurant- gebäudesnotwendig. Das Restaurantgebäude ist in seiner Funktionals Restaurantzu ertüchtigen. Die Anforderungen des Denkmalschutzes, des Hochwasserdammschutzes und die Auswirkungen durch die geänderte Grundwassersituation infolge deskünftigen Projektes „Rückhalte-und Retensionsraum Bellen- kopf“sind zu berücksichtigen. Die Wiederherstellung der Fassade nach historischem Vorbild ist wesentli- cheAnforderungdes Denkmalschutzes. Bei den Rückbauarbeitenzur Sanierung des Restaurantgebäudes 2019wurden massive Schäden an den tragenden Gründungsbauteilen festgestellt, was eine aufwendige Betonsanierung erforderlich macht,um das Gebäude zuerhalten. Erst im Anschluss kann mit der Modernisierung des Restaurantsfüreinen Som- merbetrieb begonnen werden. Entsprechend den gesamtstädtischen Konzepten in Zusammenhang mit dem Thema „Bauhaus in Karlsru- he“ und den Anliegen des Denkmalschutzes,soll die Fassade wiederhergestellt werden.Für den Badbetrieb wird im Erdgeschoss ein„Free-Flow-Bereich“einschließlich aller erforderlichen Nebenräume vorgesehen. Im Obergeschoss wird eine Anrichtküche mit Tresen installiert. Auf Grundder baulichen Gegebenheiten kann im Gebäudebestand die neue Lüftungsanlage für die Küche nicht untergebracht werden. Nördlich desRestaurantsist ein Technikkeller vorgesehen, der die gesamte Technik für das Restaurantge- bäude aufnehmen soll, daseitens des Denkmalschutzes eine Unterbringung der Technik im Untergeschoss nicht möglich ist.Auf diesem Technikkeller ist die neue Zugangskontrolle vorgesehen, da der bestehende Eingangsbereich mit dem Kassengebäude nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht. Mit der Modernisierung und Neugestaltung des Bereichs „Eingang und Restaurant“ entsteht eine anspre- chende Eingangssituation, die allen Anforderungen eines modernen Kassensystems entspricht. Das alte Kassenhäuschen mit seinem mediterranen Flair könnte das Angebot mit einer Speiseeisverkaufsstelle er- gänzen. Das abgängige „Milchhäusle“ wird durch eine Verkaufsstelle imbisherigenDLRG-Wachhausam Rhein ersetzt und könnte soganzjährigAngebote für Spaziergänger außerhalb der Saisonzur Verfügung stellen. IndiesemZusammenhang ist das Einlaufbauwerk entsprechend den gültigen Sicherheitsstandards zu ertüchtigen.Anstelledesnicht mehr den heutigen Normen entsprechendenPlanschbeckenssoll eine Wasserspiellandschaft für Kleinkinder entstehenund in Verbindung mit dem Schwimmerbecken das Ange- bot für junge Familien abrunden. 45 7.2Sonnenbad Im Sonnenbad steht mittelfristig eine Großinvestition an. DieSanierungendes Schwimmerbeckens und des Massagepilzes, sowie eine Modernisierung der Badewas- sertechniksinderforderlich.Durchgerostete Stahlrohre der Badewasserleitungen sind immer wieder Ursa- che für Störungen im Badbetrieb und Absenkungen des Plattenbelags im Beckenumgang.DasNicht- schwimmerbeckenist zeitgemäß zum Kombi-Becken mit beispielsweise Massagedüsen und/oder Schwall- duschen umzubauen, um das Becken bedarfsgerecht als Massagebecken bzw. wie bisher zum Bahnen schwimmen oder für Kurse unterschiedlich nutzen zu können. Um Barrierefreiheit zu schaffen, werden Alternativen zur Verlagerung desjetzigenEingangs geprüftbzw. bauliche Maßnahmen zurSchaffung einer massiven Konstruktion die sich nördlich vom Schwimmerbecken bis zum Eingangsbereich erstreckt und die Möglichkeit bietet eine Behindertenrampe aufzunehmen. 7.3 Freibad Rüppurr DasFreibad Rüppurr ist in die Jahre gekommen und bedarf einer Angebotsanpassung an die Bedürfnisse der Badegäste. Für das Familienfreibad ist ein Alleinstellungsmerkmal zwischen den Angeboten im RheinstrandbadRappenwörtund TurmbergbadDurlachzu entwickeln.Dies könnte die Insellage des Bades und eine stärkere Einbeziehung der Alb bzw. des Reiherbaches sein.Zielgruppesindfür dasinnenstadtna- heFreibad,Familien mit Kindern. Ein verbessertes Angebot an Wasserattraktionen und ein attraktiverer Spielbereichsind Aufgaben für die nächsten Jahre.Im Zuge von Umbaumaßnahmen im Kassenbereich ist der komplette Eingangsbereich neu zu gestalten und die Bodenbeläge zu erneuern. Die Duschanlagen sind auf den Stand der Technik zu brin- gen. Die AbsorberAnlage zur Erwärmung des Beckenwassers ist mittelfristig zu erneuern. Dieser Erneue- rung vorgelagert ist die Erneuerung der Dachabdichtung. 7.4 Turmbergbad Durlach An der Stelle des heutigen Turmbergbads wurde 1906/07,unter Bürgermeister Philipp Reichardt nach modernsten Grundsätzen,das „Schwimm-, Luft-und Sonnenbad” errichtet. Es war zu jener Zeit in Deutschland einzigartig. Das Wasser kam aus der Pfinz, wurdegefiltert undmit Hilfe der Sonne in einem mäanderförmigen Betonkanalvorgewärmt. 1955 wurde es zum Turmbergbad erweitert, um ein Nicht- schwimmerbecken ergänzt und am 6. August 1955 von Oberbürgermeister Günther Klotz eröffnet. Das Turmbergbad hat in den zurückliegenden Jahren durch Modernisierungen und Erweiterungen eine Aufwertung als Familienfreibad erfahren. Die Neugestaltung des Eingangsbereichs trägt diesemAspekt Rechnung, um durch geordnete Verkehrsführung und Stellflächen für mehr Sicherheit für Familien mit Kindern zu sorgen. Entsprechend dem sich verändernden Individualverkehrsinddie erforderlichen Stellflä- chen anzupassen und dieAusstattung mit Elektroladestationenzu prüfen. Durch die Übernahme des Campingplatzes durch die Stadt Karlsruhe ergeben sich für das Turmbergbad Synergieeffekte. Die positiven Erfahrungen beim Fächerbad zeigen, Kombi-Bäder können ein wesentlicher Bestandteil der zukünftigen Bäderlandschaft sein. Die Überlegung einesweiterenKombi-Bades auf dem Freibadgelände sollte in den kommenden Jahren ernsthaft geprüft werden.Die Hallenbäder im Weiherhof und in Grötzin- gen könntendannzu Gunstendesneuen, mit rund 50 Jahren veralteten Badesim Turmbergbadaufgege- ben werden. 46 7.5 Weiherhofbad Durlach Nach den Investitionen der letzten Jahre ist die Technik des Weiherhofbades auf einem akzeptablen Stand. Erweiterungen und Anpassungen (z.B. Planschbecken) an den Bedarf sind auf dem beengten Gelände nicht realisierbar. Die großen Fensterflächen aus den 80er Jahren entsprechen nicht den heutigen Standards gemäßdesEEG. Durch die Aufgabe desHallenbades im Weiherhof und den Bau eines Kombi-Bades auf dem Gelände des Turmbergbades könnte neben einem verbesserten Angebot für die Badegäste auch im Hinblick auf die CO2 neutrale Stadt Karlsruhe die Energiebilanz wesentlich verbessert werden.Die freiwerdenden innerstädti- schen Flächen wären für andere Nutzungen verfügbar. 7.6 Adolf-Ehrmann-BadNeureut Durch die Weiterentwicklung der Wohnbebauung rückt der jetzige Festplatz Neureut mehr ins Zentrum der Ortsteile Neureut, Kirchfeld und Heide. Durch dieEntwicklung des ÖPNV–vor allem die Weiterführung der Linie 6-kann das neue Hallenbad mit der Straßenbahn aus allen Neureuter Ortsteilen und der Nordstadt sowie der Nordweststadt gut erreicht werden.Zudem kann somit ein Großteil des Schulschwimmens im Nordwesten Karlsruhesentsprechendabdeckt werden. Um ein Nebeneinander von Schul-undVereins- schwimmensowieöffentlichem Badebetrieb zu ermöglichen,ist ein Schwimmerbecken mit6Bahnener- forderlich. Die Lage der Liegenschaft innerhalb eines gültigen Bebauungsplanes sowie die Eigentumsverhältnisse (Stadt Karlsruhe) ermöglichen es,die Strukturänderungzeitnahanzugehen. Entsprechend der Weiterent- wicklung kann als erste Maßnahme der Neubau des Hallenbades realisiert werden,beigleichzeitigerAuf- rechterhaltung des Badebetriebes im Adolf-Ehrmann-Bad. AufGrundlage der Standortuntersuchung vom Juni 2017 hat der Ortschaftsrat Neureut am 26. Juni 2018 den Neubau eines neuenHallenbades,nördlich des bestehenden Bades,auf dem derzeitigen Festplatz Neureutbeschlossen.Für das neue Hallenbadwirdeine Grundstücksfläche von ca. 7.100qmund Gebäude- fläche von ca.2.300qmvorgesehen. Die Größenordnung des neuen Hallenbades entspricht einem Hallenbad mit6 Bahnen, Sauna, Kinderbe- reich und Freibereich. 47 Auf derGrundlage der KOK-Richtlinienwurdeein Flächenbedarf überschlägig ermittelt, der der künfti- gen Ausrichtung des Hallenbades entspricht: Schwimmerbecken,6Bahnen375qm Nichtschwimmer-/Kursbecken200qm Planschbecken50qm Beckenumgang und Aufsicht300qm Eingangshalle100qm Nebenräume50qm Umkleidebereich (ca. 200 Spinde)150qm Sanitärbereiche60qm Vereins-/Kurslagerräume60qm Saunabereich–ohne Außenbereich150qm Fläche1.495qm Verkehrsfläche800qm Gesamtfläche2.295qmgerundet ca. 2.300qm DasAdolf-Ehrmann-Badist aktuell das Bad,mit dem schlechtesten Kostendeckungsgrad und dem höchs- ten Pro-Kopf-Zuschuss je Badegast. Die geringe Beckenbreite sowie die kleine Saunakabinewerdenhaupt- sächlichdurchStammgästegenutzt,Besucherinnen und Besucher aus der Umgebungnutzen das Bad sel- ten.Durch den Neubau und somit auch derdeutlichenVerbesserung des Angebotes wird sich ändern. Größere Beckensindfür Schwimmerinnen und Schwimmerattraktiverund Kursangebote können parallel zum öffentlichen Badebetrieb stattfinden.Auf Grund der neuen und attraktiven Saunaverbessert sich das Angebot und das Image des Bades. Im Weiherhofbadhat seinerzeit dieErrichtung der Sauna eine Steige- rung um ca. 20.000Besucher bewirkt.Der schleichende Niedergang der Besucherzahlen im alten Bad wird der Vergangenheit angehören,eine Erhöhung in Richtung 75.000 Badegäste pro Jahr wird angestrebt. Die Wirtschaftlichkeit wird nicht nur durch ein erhöhtes Besucheraufkommen,sondernauchdadurch, dass das neue Bad energetisch auf dem neusten Stand der Technikist, verbessert. 48 7.7 Hallenbad Grötzingen Eine Generalsanierung ist aufgrund der maroden technischen Anlagemittelfristigzwingend angezeigt. Die großen Fensterflächenaus den 80-er Jahren entsprechen nicht denheutigen Standards gemäß EEG.Auf- grund deszu erwartendenhohen Aufwands wurde 2014 eine Machbarkeitsstudie erstellt für einen Kosten- vergleich zu einem Neubau. Die Studie kommt zu dem Ergebnis,dass ein Neubau jedoch ohne zusätzliche Attraktionen nurunwesent- lich (ca. 10%) teurer ist als eine Sanierung. Vorteilhaft wäre auchdie bei einem Neubau mögliche Optimie- rung der Funktionen im Bad, die anders als beider Sanierungsvariante zu geringeren Betriebskosten füh- ren würde. Ungeachtet der zusätzlichenInvestitionen ist eine grundlegende Verbesserung des Angebotes am derzeitigenStandort nicht möglich und das Bad ist nicht barrierefrei. Durch die Aufgabe des Hallenbades Grötzingen und den Bau eines Kombi-Bades auf demGelände des Turmbergbades könnte neben einemverbesserten Angebot für die Badegäste auch im Hinblick auf die CO2 neutrale Stadt Karlsruhe die Energiebilanz wesentlich verbessert werden. 7.8 Therme Vierordtbad Mit dem Abschluss der Sanierungen von Fassaden und Dächern wird diehistorischeTherme Vierordtbad ihrer städtebaulichen Bedeutung an der „via triumphalis“ wieder gerecht und ein wichtiger Teil des neuen Festplatzes.Als letzte außenwirksame Maßnahme werden,in Abstimmung mit dem Denkmalschutz,die Fenster der Rotunde nach historischem Vorbild ersetzt. Mit der Neugestaltung des Solehofes wurden die letzten räumlichen Kapazitäten für die Therme Vierordt- bad erschlossen und das Angebot um das Thema „Salz“ erweitert. Insgesamt runden drei neue Außenbe- cken–Warmwasser, Sole und Lithium–das Angebot ab und unterstreichen die Einzigartigkeit der histori- schen Wellnessoase im Herzen von Karlsruhe. Zur Steigerung der Attraktivität konnte ein Karlsruher Künstler gewonnen werden,um mitLicht-Ton-Kompositionen für ein einzigartiges Flair in der Rotundezu sorgen. Zusammen mit dem Stadtplanungsamt werden zudem noch Möglichkeiten untersucht, um über eine Bewirtschaftung des Vorplatzes die Rotunde und somit auch die Attraktivität des Festplatzes zu ver- bessern. Durch die Investitionen wird sich die Besucheranzahl wieder erhöhen und die Verweildauer verlängert. Dieswirdzu einem steigenden Kostendeckungsgradführenund die Wirtschaftlichkeit der Therme Vierord- tbadwirddeutlich verbessert.Auch derAbschluss der Bauarbeiten auf der Ettlinger Straße wird sich in diesem Zuge positiv auswirken. 7.9 Europabad Karlsruhe Das Europabad Karlsruhe hat sich auf demMarkt sehr gut etabliert,es ist einBesuchermagnet mitgroßer Angebotsvielfalt im Erlebnis-, Sauna-und Wellness-Bereich–inner-und außerhalb derRegionund einigen Alleinstellungsmerkmalen. Diese positive Entwicklung ist die Folge einer angemessenen und transparenten Tarifgestaltung in Verbindung mit einer permanenten Ausweitung der Angebote und stetigen Verbesse- rungen der Aufenthaltsqualität. Als vergleichbare Einrichtungen im größeren Umkreis von Karlsruhe können das Aqua-Toll in Neckarsulm, das Miramar in Weinheimunddas Fildorado in Filderstadt genannt werden. 49 Mit knapp einer halben Million Besucher im Jahr hat das Europabad Karlsruhe eine Besucherzahl erreicht, die sich nursehr schwer steigern lässt. Daher ist es dasZiel,die Aufenthaltsdauer der Gäste weiter zu erhöhen. Um dies zu realisierensindweitere Verbesserungen (Investitionen)sowohl im Bade-, imSauna- als auch im SPA-Bereicherforderlich. Interne Vorplanungen haben gezeigt, dass die Integration von zwei weiteren Rutschen im Bestand des jetzigen Außengeländes mit Andienungan den Rutschenturm möglich ist.Bauvoranfragen bezüglich der Erweiterung der Liegeflächen an der KAi-der-Hai Kinderlandschaft sowie zur Errichtung neuer Außensau- nenmit entsprechenden Erholungsflächen sind zurzeit in Prüfung. Ein zusätzliches Außenbecken würde die ungewöhnlich hohe Nutzung des Bades an heißen Sommertagen imJuli undAugust unterstützen um so die Badesituation zu entzerren und die Badegäste auf mehr Wasserfläche zu verteilen. 7.10 Fächerbad Als letzter Bauabschnitt der Modernisierungsmaßnahmen ist die Neugestaltung derSaunaanlage geplant. Um der Barrierefreiheit öffentlicherGebäuden gerecht zu werden, werden die Einrichtungen im Unterge- schoß aufgegeben. Im Erdgeschoßsowieim Außenbereich werden neue Saunenentstehen, ebensoeine neue Beckenanlage mit Tauch-und Warmbecken mit Wasserattraktionen. Mittelfristig ist die gesamte Dachdeckung zu erneuern. Im Rahmen der CO2-Diskussion ist eine energeti- sche Sanierung der gesamten Außenhülle vorgesehen,einschließlich der Installation von Photovoltaikan- lage und Absorberfeldern. Die Überprüfungder Statik des Daches2019 ergab, dass keinakuterHandlungsbedarf für eine Sanierung besteht. Zusätzlich zum Umbau der „Saunalandschaft, soll ein neuer „Textilsauna-Bereich“ geschaffen werden. Für Badegäste, dieeinen kurzen Saunaaufenthalt zur Muskelentspannung nach der sportlichen Betätigung suchen,wirddieser Bereich für einen geringen Aufpreis über ein Drehkreuz von derSchwimmhalle aus zugänglich gemacht werden. Gleichzeitigwirdauch weiterenZielgruppen, wieFamilien mit Kindern,die Möglichkeitgegeben,sich in warmer Umgebung zu entspannen. Ein Sanarium könnte hier auch für die Babysauna genutzt werden. Insgesamtwirddie neue Saunalandschaft so konzipiert, dass eine Erweiterung zu einem späteren Zeitpunkt, während deslaufenden Betriebes,problemlos möglich sein wird. Durch dieSchaffungeiner „Aqua-Splash“ Wasserspielfläche im Außenbereichwird dasAngebot für Fami- liendeutlich verbessert. Dies wird den Sommerbetrieb stärken und die Wirtschaftlichkeiterhöhen. 50 8. SAUNEN Die Karlsruher Bäderlandschaftzeichnet sich dadurch aus, dass alle 5 Hallenbäder und das Sonnenbad über Saunaanlagen verfügen. 2019 lag die Besucherzahl aller Saunen bei 284.001 Personen. Um die Besucherzahlen wieder zu erhöhen, werden in der Therme Vierordtbad größere Maßnahmen durchgeführt und sind im Fächerbad größere In- vestitionen geplant. Ziel ist einedeutliche Steigerung um rund 20.000 Saunagäste. Die Einnahmen aus diesem Bereich sind deutlich zu erhöhen. Die durchschnittlichenjährlichenBesucherzahlenvon2015–2019zeigt folgende Tabelle: Europabad Karlsruhe120.084 Fächerbad43.357 Therme Vierordtbad101.760 Weiherhofbad7.725 Hallenbad Neureut4.852 Sonnenbad10.413 Gesamt288.191 Durch die hohe Anzahl an Saunen ist es den Karlsruher Bädern möglich, ein großes Spektrum anzubieten. Die Auswahl reicht von kleinen Saunen mitsiebenSitzplätzen bis zur Großraumsauna mit einer Kapazität vonüber80 Personen.UnterschiedlicheKombinationen vonTemperaturen zwischen 30 und 100°Cund Luftfeuchtigkeithalten für jedenInteressenteinpassendesAngebot bereit. Saunaanlagensinddie„Cash-Cow“im Bäderbereich, denn hier können höhere Eintrittsentgelte erzielt werden,als imreinen Schwimmbetrieb.Die Nachfrage ist durch die Entwicklung in Richtung Spa und Well- ness steigend.Daher giltesbei Investitionsmaßnahmen und Attraktivierungen nicht nur den Badebereich zu betrachten, sondern auch die Saunalandschaftenmit einzubeziehen.Die Entwicklung im Spa-Bereich ist dynamisch.Dahergiltesnicht nur den Fokus auf die Optik der Schwitzräume zu legen, sondernauchneue kreativeKonzepte zur Bespielung der einzelnen Räumlichkeiten zuentwickeln.Eine solche ist beispielwei- sedie neue Ice-Loungeim Europabad Karlsruhe:mit nur 13°C,einer Videowand in kristallklarerUltraHigh Definition (4K)-Bildqualitätsowie einem Eisbrunnen mit nachwachsenden Stalagmitenistdiesein alterna- tives Gegenangebotzu den Schwitzräumen. Ein weiteres Highlight in der Saunalandschaftdes Europabad Karlsruhe. In der SaunaanlagedesFächerbadesbesteht ein großer Handlungsbedarf.Die Besucherzahlen und damit die Einnahmen sind zu gering.Die Saunaräume liegen teils in ungünstiger Kellerlage, sind nicht barrierefrei undteilweisenicht mehr zeitgemäß.Daherwirdim3.Bauabschnitt die Saunalandschaft eine große Verän- derung und Erneuerung erfahren.Die Räumlichkeitenwerdenoffenerund barrierefreigestaltet.Themen- basierte Schwitzräume, dieteilweiseinunmittelbaremBezugzumSportbad stehen und den Wohlfühlfak- tor erhöhen, dienen nicht nur der Kundenbindung,sondern verlängern auch die Verweildauer der Sau- nagäste.Holzhütten im Saunagarten und eine Textilsauna für die (Leistungs-)Schwimmer runden das An- gebot ab.Durch diegravierendeVeränderung des alten Saunabereiches können höhere Besucherzahlen 51 erreichtund die Einnahmensomiterhöht werden.Aufgrund derErweiterungenund Vergrößerungender Schwitzräumekannsich die Saunalandschaftpreislichnach oben orientieren,umdenschleichendenRück- gang derWirtschaftlichkeitzu beenden.Auch dieSaunagastronomiewird attraktiver,umdadurchdie Ver- weildauerder Gäste zuverlängernund die Umsatzpacht zu erhöhen. Das Thema„Sole &Salz“ wird durch dieNeugestaltung des Solehofes in der Therme Vierordtbadnun auch in dieKarlsruherSaunalandschaft integriert.Neben einemSalzraumwerdenSoleaußenbecken angeboten und erschließeneine neue Besucherklientel. Die Errichtung einer Großraumsauna, welche die alten kleinen Saunahütten ersetzt, bietet den Gästen eine neue Räumlichkeit.Durch die Optimierung des Flächenange- botes,konnten zusätzliche Ruhebereiche erschlossen werden, die sich in einer höheren Verweildauer nie- derschlagen und sodieBesucherzahlen wieder auf das angestrebte Niveau von jährlich rund120.000 Saunabesucherinnen und Saunabesuchernanheben. 52 9.SCHULSCHWIMMEN DasSchwimmenist in den Bildungsplänen dereinzelnen Schularten verankert, als elementare Kulturtech- nik, diedas Element Wasser erfahrbar macht.Die Bildungspläne sind im Internet im Detail einsehbar: http://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/6555804 Die Bäder können den Bedarf an Schulschwimmen vollständig abdecken. Insbesondere dieGrundschulen führen Schulschwimmen durch. Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler, die am Schulschwimmen teilnehmen bewegt sich innerhalb einer Marge von ca.96.000 bis ca. 109.000 Schülern proJahr. Entwicklung desSchulschwimmens von 2009–2019 Im Europabadund Fächerbad findet rund die Hälfte des Schulschwimmens statt. Die Durchführung des Schulschwimmensin Karlsruhe ist gegenwärtig und zukünftig gewährleistet. Verän- derungen können innerhalb eines gewissen Rahmens aufgrund der freien Kapazitäten aufgefangen wer- den. 53 10.SCHWIMMFIXUND SCHWIMM-REGION SchwimmFix Seit dem Schuljahr 2011/12 wird„SchwimmFix“in Karlsruhe durchgeführt.Mit starker Unterstützung des Forschungszentrum für denSchulsport und für den Sport für Kinder und Jugendliche(FoSS) am KIT, dem Förderverein Schwimm-Region Karlsruhe e.V. und dem Sportbeauftragten des Staatlichen Schulamtes für Karlsruher Grundschüler werden interessierte Studenten, Schüler der Sport-und Gymnastikschule Karls- ruhe sowie Kursleiter der Schwimm-Region zu Lehrassistenten ausgebildet. Sie begleiten in 15 Schul- schwimmstunden die reguläre Lehrkraft und unterstützen diese bei der Anfängerschwimmausbildung. An diesem Programm beteiligten sich im Schuljahr2019/20insgesamt 36Schulenmit385Kindern. Schwimm-Region Der Förderverein Schwimm-Region Karlsruhe e.V. bietetin allen städtischen Bädern sowieim Europabad Karlsruhe ein umfangreiches Kursprogramm mit Schwimm-und Aqua-Fit-Kursen an. Mit der Wasserge- wöhnung wird bereits beim Babyschwimmen,ab dem 3. Lebensmonat,gestartet. Vom Babyschwimmen, über„Bambinischwimmen“,„Kaulquappe“und„Wasserfrosch“geht es dann mit 6 Jahren an die„Seepferdchenkurse“.Anschließendbesteht die Möglichkeit bis zum Jugendschwimmabzei- chen Bronze, Silber und Gold weitere Kurse zu belegen. Auch für erwachsene Nichtschwimmer gibt es An- fänger-Schwimmkurse. Ebenso wird dasInteresse der Sportschwimmerzur Optimierung der Schwimm- technikabgedeckt und ein sehr umfangreiches Programm an Aqua-Fit-Kursen angeboten.Auch Entspan- nungskurse werden angeboten. Pro Jahr werden ca. 350 verschiedene Kursemit etwa3.400 Teilnehmernüberdie Schwimm-Regionan- geboten.Karlsruhe hat damit deutschlandweit eines der größten Kursangebote. Neben der Schwimm- Region bieten der SSC im Fächerbad und die DLRG Ortsgruppen Kurse an. Alle Kurse sind kostenpflichtig. Für Kinder mit dem Karlsruher Kinderpass besteht die Möglichkeit durch die Abgabe von Bildungsscheinen die Kurse kostenfrei zu besuchen. 54 11.VEREINSSCHWIMMSPORT Europabad Karlsruhe: Freie Spiel-und SportvereinigungKarlsruhe (FSSV)e.V. Post Südstadt Karlsruhee.V. (PSK), Abt. Triathlon Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)Kandel e.V. Karlsruher Turnverein1846 e.V.(KTV) Rheinbrüder Karlsruhe e.V. Bahnbelegung pro Woche, Angabe in Stunden SchulenVereine 92,75 + 33 (NSB*) 151,25 Insgesamt:277Stunden pro Woche * Nichtschwimmerbecken Fächerbad: Sport-und Schwimm-ClubKarlsruhe–Waldstadt (SSC)e.V. 1.Durlacher Schwimmverein 1906(DSV)e.V. FördervereinSchwimm-Region Karlsruhee.V. KITSport-Club 2010 e.V.Tauchsportgruppe AquanautenKarlsruhe-Durlach e.V. Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) OrtsgruppeNeureut Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)StadtgruppeKarlsruhe Uferlos-Schwul-lesbischerSportverein1996 Karlsruhe e.V. Vereinigte TurnerschaftKarlsruhe-Hagsfeld1895 e.V. Ski-Club Karlsruhee.V. Bahnbelegung pro Woche, Angabe in Stunden SchulenVereine 197,75314,25 Insgesamt:512Stunden pro Woche Hallenbad Grötzingen: Taucher-Club Muräne1968 e.V. Sport-und Schwimm-Club Karlsruhe–Waldstadt (SSC) e.V. 1.Durlacher Schwimmverein1906 e.V. Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Durlach Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) OrtsgruppeEttlingen, Abt. Wettersbach 55 Behinderten-und FreizeitsportKarlsruhe e.V. LichtbundKarlsruhee.V. Tauchschule „to dive“ Karlsruhe Spielevereinigung 1910 Durlach-Auee.V. Eisenbahner-SportgemeinschaftFrankonia Karlsruhe(ESG)e.V. Turn-und SportvereinGrötzingen 1890(TSV)e.V. Karlsruher Lemminge e.V. Tauchsportschule Walzbachtal Bahnbelegung pro Woche,Angabe in Stunden SchulenVereine 35,75197,75 Insgesamt:233,5 Stunden pro Woche Weiherhofbad: Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Durlach 1.Durlacher Schwimmverein 1906(DSV)e.V. Karlsruher Lemmingee.V. Post SüdstadtKarlsruhe e.V. (PSK), Abt. Triathlon Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Ettlingen, Abt. Wettersbach Sport-und GymnastikschuleKarlsruhe (SGKA) Bahnbelegung pro Woche, Angabe in Stunden SchulenVereine 62 + 33 (NSB*) 251 Insgesamt:346 Stunden pro Woche * Nichtschwimmerbecken Hallenbad Neureut: Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Neureut Schwimmclub Neureut(SC)e.V. SVBlau-Weiß-RotKarlsruhevon 1922 e.V. Bahnbelegung pro Woche, Angabe in Stunden SchulenVereine 39158,25 Insgesamt:197,25 Stunden pro Woche 56 Sonnenbad: Freundeskreis Sonnenbade.V. Rheinbrüder Karlsruhe e.V. SSCSchwimm-Sport-ClubSparta Pforzheim 1929 e.V. Taucher-Club Muräne 1968 e.V. KTVKarlsruher Turnverein 1846(KTV)e.V. Karlsruher Lemmingee.V. Freie Spiel-und Sportvereinigung Karlsruhe (FSSV) e.V. Bahnbelegung pro Woche, Angabe in Stunden SchulenVereine 26 Insgesamt:26 Stunden pro Woche Turmbergbad: 1.Durlacher Schwimmverein 1906 (DSV) e.V. Sport-undSchwimm-Club Karlsruhe–Waldstadt (SSC) e.V. Bahnbelegung pro Woche, Angabe in Stunden SchulenVereine 11,5 Insgesamt:11,5 Stunden pro Woche Freibad Rüppur: Post Südstadt Karlsruhe e.V. (PSK), Abt. Triathlon Sport-und Schwimm-Club Karlsruhe–Waldstadt (SSC) e.V. Bahnbelegung pro Woche, Angabe in Stunden SchulenVereine 15,5 Insgesamt:15,5 Stunden pro Woche Jedem Verein ist ein „Heimatbad“ zugeordnet. Dies hat sich wegen teilweise vorhandenen Befindlichkeiten zwischen den Vereinen undden eng bemessenen Lagermöglichkeiten für die Schwimm-und Sportgeräte der Vereine bewährt. Als Ausweichquartier steht das Hallenbad Grötzingen als Gruppenbad zur Verfügung. 57 Entwicklung des Vereinsschwimmens, Besucher von 2009–2019 58 12. EHRENAMT Eine besondere Stärke der Karlsruher Bäderlandschaft ist die ehrenamtliche Einbindung der Bevölkerung. Die Ehrenamtsstruktur hat sich mit dem Bäderkonzept 2000 fest etabliert.Die ehrenamtlich agierenden Freundeskreise Hallenbad Neureut e.V. und Freundeskreis Sonnenbad e. V. unterstützen die Bäderbetriebe der Stadt Karlsruhe mit unterschiedlichsten Maßnahmen.So hatte der Freundeskreis Hallenbad Neureut e.V. in den vergangenen Jahren Sonnenliegen und Sonnenschirmefür den Außenbereich gespendet, die Erneuerung der Saunabänke undSaunaliegen übernommen, die Errichtung und Pflege der „Bücheroase“ initiiert und weitere Spendenfür die Übernahme der Unterhaltungskosten eines Wasserspenders der Stadtwerke im Foyer des Bades eingebracht. Der Freundeskreis Sonnenbad e.V.brachteseit seiner Gründungim März 2001 rund 550.000Eurofür di- verse Bau-und Ausstattungsprojekte auf. Darunteru.a.für den Bau des Kinderspielplatzes, den Sauna- Neubau,der Saunasonnenterrasse,die Sanierung des Sanitärbereichs oder das Schildkrötenbiotop. Zudem gingen bislang rund 350.000EuroBetriebskostenzuschüssezum Zweck der verlängerten Freibadsaison, von Ende Februar bis zum 1. Advent, an die Bäderbetriebe der Stadt Karlsruhe. Der Freundeskreis Sonnen- bad e.V. unterstützte die Stadt Karlsruhe somitin 20 Jahrenmitbislangrund 900.000Euro. Darüber hinausführenbeide FreundeskreiseregelmäßigVeranstaltungendurch.Darunter das„Sommer- fest in Neureut“, das „Dinner in Weiß“oder das überregional beliebte „12-Stunden-Schwimmen“im Son- nenbad, diegrößte integrative Schwimmsportveranstaltung in Süddeutschland. Auch Hilfe durch Personaleinsatz bei „Saunanächten“, diversen „Spielefesten“ oder die „Kinderbetreuung“ wurde und wird von Mitgliedern der beiden Freundeskreise erbracht. DerFörderverein Freibad Wolfartsweiere.V.betreibterfolgreichdas Familienfreibad "Wölfle" seit dem Jahre 2002eigenverantwortlich. Der Verein besteht aus rund 400 Mitgliedern. Der Verein hat das Bad erfolgreich alsNischenfreibad etabliertund führt zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen durch. DieDLRGOrtsgruppen sindim Hallenbad Grötzingen, demTurmbergbad und dem Rheinstrandbad Rap- penwörtaktiv.So wird die Öffnungszeit an Sonntagen im Hallenbad Grötzingen durch Ehrenamtliche der DRLGOrtsgruppe Durlachrealisiert,diedie Wasseraufsicht durch Mitglieder des Vereinsgewährleisten.In den beiden genannten Freibädern unterstützt die DLRGStadtgruppe und Ortsgruppe Durlachdas Personal der Karlsruher Bäder im Bereich des Sanitärdienstes sowie bei der Beckenaufsicht. Im Jahr 2019 leisteten die Ehrenamtlichen der DLRG721Stundenfreiwillige Arbeit in den Freibädern und entlasteten somit das Personal der Karlsruher Bäder signifikant.Darüber hinaus veranstaltet die DLRG sechs kostenfreie „Bade- partys“ pro Jahr im Hallenbad Grötzingen. 59 13.FAZIT DieKarlsruher Bäderlandschaftistsehr gut aufgestellt.Die Bädersindunterschiedlich ausgerichtet und ergänzensich inihrenAngeboten.Von Familien mit Kindern über entspannungssuchende Saunagäste bis hin zusportorientierten Schwimmerinnen und Schwimmern. Mit außergewöhnlichen Angeboten,wie dem „kostenfreien Schwimmen“ oder einer Freibadsaison von EndeFebruar bis zum 1. Advent,wirdBadegästen zudemAußergewöhnlichesgeboten. Somit heben sich die einzelnen Bäder nicht nur voneinander ab,sondern unterscheiden die Karlsruher Bäderlandschaft zu- sätzlich von anderen Städten. Der Bädervergleich mit Städteninvergleichbarer Größe unterstreicht dies eindrücklich.Umfragen in der Region belegen, die Bäderlandschaft ist ein wichtiger Imagefaktorfür die Stadt. Einige HighlightsdereinzelnenBäderim Überblick: Europabad KarlsruheWirtschaftlichstes Bad, Themen-Saunen, Aquacross, Rutschenpark Fächerbad Karlsruhe50m Hallenbecken, Sprunganlage, Cabrio-Becken Therme VierordtbadHistorisches Bad,Sole-Bereich,Massagepraxis/Kosmetikinstitut Hallenbad GrötzingenKostenloser Eintritt, Frauenbadezeit, viele Kursangebote Hallenbad NeureutSprunganlage,Herrensauna WeiherhofbadWitzesauna,Blockhaussauna RheinstrandbadRappenwörtWellenbecken, Sprunganlage, Parkanlageim Winter TurmbergbadRacer-Rutsche, Barfußpfad Sonnenbad(fast) Ganzjahresfreibad, Freundeskreis Freibad RüppurrGroßrutsche Um auch weiterhin denoperativenZuschuss dieserelfBäder (mit Freibad Wolfartsweier)im Bereich von nur rund 5,5 Mio. Eurobis 6 Mio. Eurozu halten, sindregelmäßige Investitionen undregelmäßige Preisan- passungen, gerade auch in Bezug auf steigende Personal-und Energiekosten unabdingbar. DieseInvestiti- onen in die Bädersubstanz und die kontinuierliche Weiterentwicklung in Funktionalität und Attraktivität ermöglichen denErfolg der Karlsruher Bäderlandschaft. Investitionsschwerpunkte werden in den kommenden Jahren der Ersatzbau für das Adolf-Ehrmann-Bad, die Weiterentwicklungder Saunalandschaft im Fächerbadund dasRheinstrandbad Rappenwört (Eingang und Restaurant)sein. Mittelfristig stehen größere Investitionen im Sonnenbad (Generalsanierung)und in der Therme Vierordtbad (Rotunde und Kopfbau West)an.ZudemistdieEntwicklung eines Kombi-Badesin Durlachintensivzuprüfen. Die Bäderlandschaft wird im Durchschnitt mit rund 1,5 Millionen Badegästen pro Jahr sehr gut angenom- men,was sich auch darin zeigt, dass jeder Karlsruher im Durchschnittdie BäderfünfMalim Jahrbesucht, waseinendeutschlandweiten Spitzenwert darstellt.Wie erfolgreich die Philosophie der regelmäßigen In- vestitionenist,zeigennicht nur der stabile Bäderzuschussbedarf, sondern auch die erfreulich hohekon- stanteInanspruchnahme der Bäder durch Schulen und Vereine. Vor dem Erfolg kommt dieInvestition!

  • TOP 1 Vorlage Bäderkonzept 3.Fortschreibung 2020 V04
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2020/1110 Dez. 3 Entwicklung der Bäder - Bäderkonzept 2020, 3. Fortschreibung des Bäderkonzeptes 2000 Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Ortschaftsrat Durlach 07.10.2020 1 x Bäderausschuss 21.10.2020 2 x Gemeinderat 17.11.2020 X Beschlussantrag Der Ortschaftrat Durlach empfiehlt dem Gemeinderat nach Vorberatung im Bäderausschuss das Bäderkonzept 2020, die 3. Fortschreibung des „Bäderkonzeptes 2000“ zu beschließen. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant x Nein Ja Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein x Ja durchgeführt OR Grötz.,Neureut,Durlach,Wolfartsw. Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein x Ja abgestimmt mit KBG, FBK Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Nach dem Bäderkonzept 2000 und dessen 1. Fortschreibung 2010 und der 2. Fortschreibung 2013 wurde mit der 3. Fortschreibung das beigefügte Bäderkonzept 2020 erarbeitet. Die Aufrechterhaltung des Betriebs der Karlsruher Bäder und deren Weiterentwicklung ist ein dynamischer Prozess, der sich an den aktuellen Entwicklungen im Bäderwesen, den Besucher- strömen in der Karlsruher Bäderlandschaft und der wirtschaftlichen Entwicklung der Karlsruher Bäder orientiert. Dies macht die regelmäßige Fortschreibung des Bäderkonzeptes im Sinne eines begleitenden Berichtswesens und einer strategischen Ausrichtung unabdingbar. Darüber hinaus erfordert die im Bäderkonzept definierte Zielgruppenausrichtung der einzelnen Bäder die Überprüfung und die etwaige Neufestsetzung der Prioritäten und damit verbunden auch die Anpassungen im investiven Bereich. Mit der 1. Fortschreibung des Bäderkonzeptes im Jahr 2010 wurde für einen 10-Jahreszeitraum eine Investitionsliste mit einem Gesamtvolumen von rund 50 Mio. Euro erarbeitet und in der 2. Fortschreibung im Jahr 2013 konkretisiert. Mit der 3. Fortschreibung wird nunmehr eine neue und fortgeschriebene Investitionsliste mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 49,4 Mio. Euro für einen weiteren 10-Jahreszeitraum vorgelegt. Dieser Mittelbedarf von 49,4 Mio. Euro erstreckt sich über einen Zeitraum von 10 Jahren. Des- halb ist wie in den vergangenen Jahren eine kontinuierliche Haushaltsbelastung vergleichbarer Größenordnung zu erwarten. Ausnahme hiervon bilden die Investitionskosten für das Restau- rant Rappenwört und für den Neubau des Hallenbades Neureut. Vorrangiges Ziel ist auch weiterhin für die nächste Dekade einen gravierenden Sanierungs- und Investitionsstau in den Karlsruher Bädern zu verhindern und einem Anstieg der operativen Defi- zite entschieden entgegen zu treten. Voraussetzung hierfür ist eine attraktive und stark nachge- fragte Bäderlandschaft. Mit dem Bäderkonzept 2000, der strategischen Festlegung auf zwei Schwerpunktbäder und der Positionierung der übrigen Bäder, hat sich die Bäderlandschaft grundlegend verändert. Die Verknüpfung einer vielfältigen, abgestimmten und attraktiven Bäderlandschaft mit einem wirt- schaftlichen Betrieb, wurde erfolgreich umgesetzt. Bedingung für diesen Erfolg sind Investitio- nen. Sowohl strategische Großinvestitionen, wie der Neubau Europabad, die Sanierung und Weiterentwicklung des Fächerbads zum Kombi-Bad, als auch laufende mittelgroße Bäderinvesti- tionen im siebenstelligen Bereich für Teilsanierungen und Weiterentwicklung, beispielsweise im Rheinstrandbad Rappenwört, Turmbergbad, Weiherhofbad und in der Therme Vierordtbad. Durch diese Investitionen war die vergangene Dekade sehr erfolgreich. Die Besucherzahlen lie- gen mit Ausnahme 2011 immer über 1,5 Millionen. 2018 war mit 1,698 Millionen Besucherin- nen und Besuchern das beste Jahr seit 1976. Auch im Städtevergleich nimmt Karlsruhe einen Spitzenwert ein. Umfragen in der Region bestätigen, dass die Bäder für die Stadt ein wichtiger Imagefaktor sind. Der Kostendeckungsgrad liegt operativ seit 2011 über 60 %, zuletzt 2019 bei 63,42 %. Ein- schließlich der Investitionsabschreibungen und den kalkulatorischen Zinsen, liegt der Kostende- ckungsgrad seit 2015 bei 50 %, zuletzt 2019 bei 49,59%. Die zu erwartenden Gesamtinvestitionen für alle Karlsruher Bäder (2020 bis 2030) von ca. 49,4 Mio. Euro sind grobe Kostenannahmen, die in Summe dem Betrag der 1. bzw. 2. Fortschrei- bung des Bäderkonzeptes entsprechen. Die Entwicklung des Baukostenindexes wurde nicht berücksichtigt. Diesbezügliche Kostenerhöhungen und Kostenberechnungen sind erst auf Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Grundlage von konkreten Planungsunterlagen möglich. Der Zeitpunkt der Ausführung der In- vestitionen wird der Haushaltslage und der Investitionsplanung der Stadtverwaltung entspre- chend angepasst. Diese Mittel sind deshalb auch nicht in der Investitionsplanung des Haushaltes enthalten. Eine Einplanung der Maßnahmen in den Haushalt der Stadt erfolgt erst, wenn die Finanzierbarkeit und die Möglichkeit der Umsetzung im Vollzug der Dienststellen geschaffen ist. Investitionsschwerpunkte werden in den kommenden Jahren der Ersatzbau für das Adolf- Ehrmann-Bad, die Weiterentwicklung der Saunalandschaft im Fächerbad und das Rheinstrand- bad Rappenwört (Eingang und Restaurant) sein. Mittelfristig stehen größere Investitionen im Sonnenbad (Generalsanierung) und in der Therme Vierordtbad (Rotunde und Kopfbau West) an. Zudem ist die Entwicklung eines Kombi-Bades in Durlach intensiv zu prüfen. Hierbei wird auch der benachbarte Campingplatz konzeptionell mit eingebunden. Das Bäderkonzept 2020 bestätigt den erfolgreichen Ansatz des Bäderkonzeptes 2000 und schafft die strategische Voraussetzung für eine weitere wirtschaftlich erfolgreiche Dekade mit hohen Besucherzahlen. Beschluss: Der Ortschaftrat Durlach empfiehlt dem Gemeinderat nach Vorberatung im Bäderausschuss das Bäderkonzept 2020, die 3. Fortschreibung des „Bäderkonzeptes 2000“ zu beschließen.