Weitere Calisthenics-Anlagen realisieren

Vorlage: 2020/1074
Art: Antrag
Datum: 16.09.2020
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Mühlburg, Neureut, Oststadt, Südstadt, Weiherfeld-Dammerstock, Weststadt

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 17.11.2020

    TOP: 23

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: keine Abstimmung

Zusätzliche Dateien

  • Antrag
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANTRAG SPD-Gemeinderatsfraktion Eingang: 16.09.2020 Vorlage Nr.: 2020/1074 Weitere Calisthenics-Anlagen realisieren Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 17.11.2020 23 x Die Verwaltung wird beauftragt: 1. weitere Calisthenics-Anlagen im Norden und Westen der Stadt zu planen und dabei unten- stehende Standorte zu priorisieren. 2. 70.000 Euro aus den Mitteln des Gartenbauamts für Spielplätze hierfür bereitzustellen, da- mit im nächsten Jahr wenigstens eine Anlage verwirklicht werden kann. Begründung: In den letzten Jahren lässt sich beobachten, dass die Menschen verstärkt Bewegung im Freien bevor- zugen. Sei es Lauf- oder Ballsport, Radfahren, um hier nur einige Bewegungsmöglichkeiten zu nen- nen. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend im letzten halben Jahr verstärkt und vermutlich geht der Trend weiter. In Karlsruhe wurden in den letzten Jahren drei Calisthenics-Anlagen gebaut und vor Ort konnten wir uns in Hagsfeld-Geroldsäcker davon ein Bild machen, wie sinnvoll es ist, solche Anlagen jungen, aber auch älteren Menschen zur Verfügung zu stellen. Die bestehenden Calisthenics-Anlagen sind in Geroldsäcker, in der Oststadt und der Südstadt. Es fehlen noch solche Sportmöglichkeiten im Westen und Norden der Stadt. Deshalb beantragt die SPD-Gemeinderatsfraktion zwei bis drei weitere Anlagen zu planen und aus der untenstehenden Liste zu priorisieren. Die Reihenfolge stellen wir uns wie folgt vor: 1. Grünzug „Fanny Hensel Anlage“ in Karlsruhe Mühlburg bei der Drais-GMS 2. Neureut auf dem Grünzug hinter dem Schulzentrum 3. Nottingham Anlage unter der überdachten Fläche 4. Gelände des Budo-Clubs und der Dragonerhalle in der Weststadt 5. Günter Klotz Anlage zwischen dem Volleyballfeld und Basketballplatz 6. Otto-Dullenkopf-Park in der Oststadt 7. City-Park Karlsruhe Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Wir beantragen daher 70.000 Euro aus den Mitteln des GBA für Spielplätze bereitzustellen, damit im nächsten Jahr zumindest eine neue Anlage realisiert werden kann. Unterzeichnet von: Parsa Marvi Irene Moser Michael Zeh

  • StN SPD Weitere Calisthenics-Anlagen realisieren
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2020/1074 Dez. 5 Weitere Calisthenics-Anlagen realisieren Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 17.11.2020 23 x Kurzfassung Die Verwaltung erarbeitet derzeit bereits ein Gesamtkonzept für das Karlsruher Stadtgebiet mit dem Ziel einer guten Verteilung bestehender und künftiger Anlagen. Dieses Konzept, das auch die Reali- sierung weiterer Calisthenics-Anlagen zur Komplettierung des Gesamtkonzeptes beinhaltet, wird im Fachausschuss präsentiert. Auf dieser Grundlage soll die Beantragung erforderlicher Haushaltsmittel ab DHH 2022/2023 erfolgen. Dies ist von der Finanzsituation der Stadt abhängig und muss daher im Rahmen der Haushaltsberatungen zum Doppelhaushalt 2022/23 entschieden werden. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Ja Nein noch nicht bezifferbar Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Eine Etatisierung ist von der Finanzsituation der Stadt abhängig. IQ-relevant Nein x Ja Korridorthema: Grüne Stadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Calisthenics-Anlagen werden derzeit sehr stark nachgefragt. Seitens der Bevölkerung und der Akteu- re wurde bereits mehrfach ein zusätzlicher Bedarf mit entsprechenden Standortvorschlägen gegen- über dem Gartenbauamt artikuliert. Aktuell ist in der Südstadt – nach einem vorgeschalteten intensiven Beteiligungsprozess - auf dem Seminarplatz (Ranke- / Luisenstraße) ein weiteres Angebot in Realisierung und steht kurz vor der Fertigstellung. Eine weitere Anlage ist in Kooperation mit dem Deutschen Turnerbund in Weiherfeld- Dammerstock bei den Sportvereinen (FC Südstern / Post Südstadt Karlsruhe) in der Realisierung. Darüber hinaus wird gerade in Hohenwettersbach eine Anlage realisiert. Im Haushaltsplan für 2021 sind Mittel für eine weitere Anlage für Durlach-Aue beantragt. Derzeit prüft das Gartenbauamt alle eingegangenen Standortvorschläge, die sich vorwiegend auf die westlichen Stadtteile beziehen, hinsichtlich ihrer Realisierungsmöglichkeit. Diese Vorschläge decken sich zum großen Teil mit den im SPD-Antrag vorgeschlagenen Standorten. In einer gesamtstädtischen Betrachtung soll die sinnvolle Verteilung der Anlagen im Stadtgebiet ge- funden werden, um eine gleichmäßige Versorgung zu schaffen. In einem ergänzenden Zeitplan wer- den Vorschläge zur stufenweisen Realisierung gemacht, damit die Finanzierung weiterer Anlagen in die Haushaltsplanungen aufgenommen werden kann. Die Konzeption wird im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen den gemeinderätlichen Mitgliedern vorgestellt. Das Ergebnis soll anschließend unter Einbindung der Fachstelle „Beteiligung“ beim Stadt- jugendausschuss mit den Jugendlichen und sonstigen Akteuren in geeigneter Form diskutiert und abgestimmt werden. Die vorgeschlagene Bereitstellung von 70.000 € aus den für das Haushaltsjahr angemeldeten Mitteln kann seitens der Verwaltung nicht befürwortet werden, da im Sammelkonto Freizeit- und Spielanla- gen die Projektmittel schon für konkrete Projekte verplant sind. Aufgrund des großen Sanierungs- staus bei den Spielanlagen sollten von dem beantragten Budget keine Mittel für eine weitere Ca- listhenics-Anlage verwendet werden. Die Verwaltung schlägt vor, dass über die weiteren Mittelbeantragungen auf der Basis des vorge- stellten Gesamtkonzeptes für die Folgehaushalte im Rahmen der Haushaltsberatungen zum DHH 2022/2023 entschieden wird.

  • Protokoll GR TOP 23
    Extrahierter Text

    Niederschrift 17. Plenarsitzung des Gemeinderates 17. November 2020, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 24. Punkt 23 der Tagesordnung: Weitere Calisthenics-Anlagen realisieren Antrag: SPD Vorlage: 2020/1074 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 23 zur Behandlung auf. Stadträtin Moser (SPD): In dem vorliegenden Antrag fordert die SPD-Fraktion weitere Calisthe- nics-Anlagen im Norden und Westen von Karlsruhe zu planen, damit eine Ausgewogenheit hin- sichtlich der Verteilung der Anlagen im Stadtgebiet herrscht. Es gibt bereits Anlagen in Geroldsäcker, in der Oststadt und der Südstadt. Wie aus der Antwort ersichtlich ist, sind auch Anlagen beim FC Südstadt in der Realisierung sowie in Hohenwetters- bach und in Durlach-Aue in Planung. Hat man einen Stadtplan vor seinem geistigen Auge, lässt sich leicht erkennen, wo der Calisthenics-Sport ausgeübt werden kann und wo nicht. Wir wer- den in unserer Forderung meiner Meinung nach bestärkt. Wir sind in keiner Weise mit der Ant- wort der Verwaltung zufrieden. Das Missverhältnis ist offensichtlich und die westlichen und nördlichen Stadtteile sind benachteiligt. Ich bedauere sehr, dass man dies nicht im Blick hatte und kann das nicht nachvollziehen. Vielleicht wäre es zielführend, Kooperationspartner in den nicht berücksichtigten Stadtteilen, wie bei den Sportanlagen in Weiherfeld/Dammerstock mit dem Deutschen Turnerbund zu suchen. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, dass man Koopera- tionspartner sucht und bestimmt, glaube ich, auch finden kann. – 2 – Die Pandemie hat uns fest im Griff und es ist außerordentlich wichtig und sinnvoll, Sport drau- ßen treiben zu können. Die meisten Menschen haben dies verstanden und suchen verstärkt Be- wegung im Freien. Sehr überrascht hat mich der Satz Ihrer Antwort, das Ergebnis soll anschlie- ßend unter Einbindung der Fachstelle Beteiligung beim Stadtjugendausschuss mit den Jugendli- chen und sonstigen Akteuren in geeigneter Form diskutiert und abgestimmt werden. Ich bin im sehr engen Austausch, seit 2015, seitdem ich im Gemeinderat 2014 war, mit den Jugendlichen in der Jugendkonferenz, mindestens zwei bis drei Mal im Jahr und deswegen überrascht mich das, da ich dachte, Sie wissen das auch, dass wir da in engem Kontakt sind. Natürlich ist der Vorschlag, wo die Calisthenics-Anlagen entstehen sollen auch mit den Jugendlichen abge- stimmt. Ich bitte alle Kolleginnen und Kollegen unserem Antrag zuzustimmen. Stadtrat Schmidt (GRÜNE): Liebe SPD, wir sind uns durchaus einig, Calisthenics-Anlagen sind eine Spitzensache. Ich war da selber vor kurzem und habe da die Dinger glühen lassen. Ich war nicht der einzige, da ist wirklich viel los. Von daher glauben wir, dass diese Calisthenics-Anlage eine gute Ergänzung ist, zum Sportangebot insgesamt für alle Karlsruherinnen und Karlsruher, junge und alte. Wir haben nur ein kleines Problem mit diesem Antrag, so wie er jetzt hier von der SPD gestellt wurde. Und zwar habe ich so ein bisschen den Eindruck, dass es gewisserma- ßen ein Haushaltsantrag durchs Hintertürchen ist. Ich habe die Vermutung, dass die SPD sich vielleicht einfach nicht getraut hat, an dieser Stelle, hier einen ganz normalen Haushaltsantrag zu stellen, weil sie sich lieber vielleicht so als eiserne Sparerin präsentieren wollte. Aber Sie kön- nen mir später vielleicht erklären, wenn das anders gesehen wurde an der Stelle. Ich glaube, dass eine Sache wichtig ist. Ich glaube nicht, dass das Gartenbauamt irgendwo 100.000 oder keine Ahnung 70.000 Euro sind gefordert, in einem silbernen Köfferchen rumlie- gen hat und einfach nur darauf wartet, dass die dann für Calisthenics-Anlagen ausgegeben wer- den. Wir glauben, wenn man da jetzt anfängt, Geld umzuschichten, dann wird das Geld eben an anderen Stellen fehlen. Dann könnte vielleicht, ich weiß nicht, eine Rutsche nicht gebaut wer- den, die bereits irgendwie vorgesehen ist. Oder es könnten Dinge, die vorgesehen sind, zu sa- nieren, nicht saniert werden. Von daher ist es ganz wichtig zu sagen, wir sind nicht gegen Ca- listhenics-Anlagen. Wir sind aber für den Vorschlag der Verwaltung, erst mal abzuwarten, dann ein Gesamtkonzept zu entwickeln, um dann genau zu wissen, wo kommen diese Calisthenics- Anlagen hin, wo ist es sinnvoll und wo ist es nicht sinnvoll, statt hier jetzt im Hau-Ruck-Verfah- ren 70.000 Euro - ich weiß gar nicht, wo die Zahl eigentlich her kommt - da bereitzustellen. Wir glauben, dass es eine schöne Möglichkeit ist, zum kommenden Doppelhaushalt, wenn man dann einmal einen Blick ins Portemonnaie geworfen hat und gesehen hat, da sind vielleicht noch ein paar Scheinchen drin, die wir da springen lassen können, darüber zu sprechen, wo wollen wir es hin haben. Und dann können wir auch einen richtigen Haushaltsantrag stellen, so wie es sich gehört, und nicht irgendwie versuchen, Geld von irgendwelchen anderen Projekten abzuzwacken, um da jetzt so eine Calisthenics-Anlage durchdrücken zu können. Aber, wie gesagt, Calisthenics-Anlagen, Spitzensache. Ich finde es gut, wir finden es gut, davon soll es gerne mehr geben und dann reden wir einfach nächstes Jahr noch mal drüber. Stadtrat Hofmann (CDU): Ja, ich kann ein bisschen langsamer sprechen, nachdem der Kollege Schmidt wirklich in einem Dieter-Thomas-Heck-Tempo von früher hier ein Ding runtergerasselt – 3 – hat, dem ich zum Großteil zustimmen kann. Er hat wirklich fast alles richtig gesagt. Auch wir sind mit der Verwaltungsantwort sehr zufrieden. Das ist genau der richtige Weg, das muss man ganz klar sagen. Zuerst mal ein Gesamtkonzept zu bilden und sich dann Gedanken machen. Und Calisthenics ist eine hervorragende Sportart, die sich großer Beliebtheit erfreut und da sind wir sicherlich nicht dagegen. Aber, wie hat es der Fraktionsvorsitzende der SPD gerade gesagt, zu uns, ein guter Antrag, aber natürlich völlig zur falschen Zeit und vielleicht auch falscher Anlass. Sorry, aber, auch bei aller Liebe, bei aller Liebe zum Sport und ich bin doch sicher einer der größten Sportlobbyisten hier drin, flächendeckend werden wir doch auch gar nicht alles ma- chen können. Oder bauen wir dann auch den Rheinhafen noch quer durch Karlsruhe, dass man überall Kanu machen kann? Das geht doch nicht. Lassen Sie uns ein vernünftiges Konzept ma- chen und dann bin ich mir ganz sicher, dann wird auch gerade diese begeisterte Calisthenics- Community, die werden wir damit auch sehr zufrieden stellen. Ich denke, den Antrag nehmen wir in den Sportausschuss. Wir warten auf das Konzept und dann können wir im nächsten Dop- pelhaushalt diese Mittel, die hierfür erforderlich sind, auch bereitstellen. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD): Ja, Entschuldigung, ich war so gebannt von den Redebeiträgen, ins- besondere, dem von Herrn Schmidt. Blick ins Portemonnaie, erst mal ordentlich Geld ausgeben - wir wissen ja, was die GRÜNEN alles vorhaben im nächsten Jahr. Da soll sehr viel Geld für CO2- Vermeidung, das letzte Fitzelchen, ausgegeben werden und dann hinterher der Blick ins Porte- monnaie. Herr Schmidt, das Portemonnaie wird dann leer sein, das wissen Sie doch. Das heißt, wenn Sie sagen, Sie machen es vom Blick ins Portemonnaie im nächsten Jahr abhängig, dann heißt es, verschoben auf den Sankt Nimmerleinstag. Und dafür ist es eigentlich zu schade. Weil, wir sind auch der Meinung, dass es ein sehr guter Antrag ist. Unser Problem war, dass das Geld von den Spielplätzen abgezweigt werden sollte. Damit haben wir ein Problem, denn die Spiel- plätze müssen unterhalten und ausgebaut werden. Das ist ganz eindeutig. Gerade jetzt in Corona-Zeiten ist es ganz besonders wichtig und deswegen sind wir an der Stelle auch froh über diese Teilantwort in der Antwort der Verwaltung, dass eben da kein Geld zur Verfügung steht und damit ist auch klar, was meine Vorredner schon gesagt haben. Wir haben also nicht nur in der Zukunft kein Geld dafür, wenn die GRÜNEN ihre Anträge durch- bekommen, sondern wir haben im Moment auch kein Geld dafür. Und deswegen hätte man es eigentlich als Haushaltsantrag stellen sollen und dann kann man nämlich in den Haushaltsbera- tungen abwägen, was jetzt wirklich wichtig ist. Und darauf wird es hinauslaufen bei den Haus- haltsberatungen. Da können wir uns jetzt schon mal alle drauf einstimmen. Was ist wirklich wichtig? Ist es wichtig, das letzte Kilo CO2 einzusparen oder ist es wichtig, Spielplätze oder Ca- listhenics-Anlagen zur Verfügung zu stellen? Darum geht es letztendlich. Und an dieser Stelle werden Sie sich noch mal fragen müssen, wie wichtig CO2 ist, das weltweit wirkt und wo wir aufgrund der Pariser Verträge wissen, dass die Chinesen die nächsten Jahre immer noch mehr und mehr CO2 produzieren dürfen. Sehr viel mehr, als das, was wir hier einsparen. Deswegen, das, was für CO2 gespart werden soll, steht in keinem Verhältnis zu irgendetwas, auch, wenn die Chinesen gleichzeitig noch Kohlekraftwerke dazu bauen. Dementsprechend sollten wir uns wirklich auf unsere Aufgaben hier in der Stadt konzentrieren und da gehören Calisthenics-Anla- gen genauso dazu wie Spielplätze und deswegen hoffen wir, dass dieser Antrag bald realisiert werden kann. Stadtrat Bimmerle (Die LINKE): Ich hatte ja immer das Klischee, dass die GRÜNEN bei jedem Thema über Klimaschutz sprechen müssen. Das bestätigt sich in dem Gemeinderat tatsächlich nicht so ganz. Also, ganz kurz, unsere Position dazu. Wir finden das alles richtig. Calisthenics- – 4 – Anlagen sind sehr gut, das wurde alles gut ausgeführt. Dass es auch ein Haushaltsantrag ist, wurde auch dargestellt. Ich denke, das passt soweit. Nur, wo ich nicht ganz mitgehen kann, bei der Antwort der Verwaltung, ist mit diesem Vorgehen, wir machen jetzt ein Gesamtkonzept und dann können wir in zwei Jahren im Doppelhaushalt darüber sprechen. Also, wir reden ja bei 70.000 Euro oder selbst wenn es 150.000 Euro sind, über zwei oder drei Anlagen im Jahr und ich glaube nicht immer, dass wir ein bis ins letzte Detail ausgefeiltes Gesamtkonzept brauchen, bevor wir eine Calisthenics-Anlage irgendwohin machen können. Ich weiß nicht, ob die SPD ei- nen Haushaltsantrag gestellt haben. Wir haben einen gestellt zu diesem Thema, dann können wir im Laufe dessen auch für den nächsten Haushalt noch mal diskutieren, ob wir da neben die- ser einen, anscheinend eingeplanten Anlage, noch mal Budget für etwas anderes haben. Ich glaube, das ist der Zeitpunkt dafür. Ich glaube, das wäre der richtige Weg und nicht immer war- ten, bis wir das letzte Konzept im Detail ausgefeilt haben. Ich glaube, das wird das Thema auch ein bisschen überfrachtet. Stadtrat Cramer (KAL/Die Partei): Meine Fraktion findet den Antrag der SPD prinzipiell gut. Wir finden ihn vor allem deshalb gut, weil Sie das Thema sozusagen zeitnah wieder aufgerufen ha- ben. Nachdem in Geroldsäcker oder jetzt in der Südstadt, dann die große Diskussion, wo welche Anlagen kommen können oder ob sie auch eine Beleuchtung bekommen. Von daher ein guter Antrag. Wo wir allerdings Probleme damit haben, ist einfach, dass sie schon eine ganz klare Hausnummer eines Betrages hier benannt haben. Da wurde ja schon von Vorrednern von mir etwas dazu gesagt. Das sehen wir auch so. Wir gehen an sich jetzt mit der Verwaltung soweit klar mit der Antwort, dass wir jetzt erst mal schauen sollten, wo man die nächsten ein oder zwei Anlagen bauen könnte. Aber da würde ich absolut auch das, was Herr Kollege Bimmerle gesagt hat, unterstützen, dass wir nicht warten wollen, bis irgendein Gesamtkonzept erarbeitet worden ist. Denn, das bedeutet letztendlich, dass, nach meiner Erfahrung, nicht wirklich viel passieren wird, sondern, dass man jetzt schaut, wo im Norden und im Westen. Von Neureut ha- ben nämlich auch Jugendliche geschrieben, die dort Vorstellungen haben, dass man da mal schaut und in Neureut was macht. Wo kann man es machen? Was würde das kosten? Und dass man es irgendwo im Norden dann auf den Weg bringt. Ich hoffe, Herr Kollege Hofmann, dass der Sportausschuss der richtige Ort ist. Jetzt sage ich mal ein bisschen was ketzerisch. Ich meine, er ist schon ganz stark geprägt durch Vereinsvertreter. Und ich weiß nicht, ob die immer so den Blick haben auf Freizeitsport. Ich würde es mir wünschen, dass das dann auch so gleichberechtigt wie die Angebote der Ver- eine aufgenommen wird. Und es ist ja auch so, dass es auch schon Vereine gibt, die auf ihrem Gelände Calisthenics-Anlagen bauen. Vielleicht wäre das auch ein Weg, Herr Bürgermeister Lenz, dass man mit den Vereinen, mal abklopft, was könnten die machen auf ihren Geländen. Dies dann auch für die Jugendlichen, die nicht unbedingt Mitglied werden wollen im Verein. Also, mit den Einschränkungen würden wir der Antwort der Verwaltung folgen. Stadträtin Moser (SPD): Also eine Frage habe ich noch. Wieso soll ein Konzept erstellt werden, wenn es schon sechs Anlagen entweder gibt oder in der Planung sind? Müsste das nicht vorher passieren? Bürgermeisterin Lisbach: Ich bin so ein bisschen überrascht über diese negative Reaktion, bloß, weil jetzt hier Konzept drinsteht. Normalerweise sind wir ja auch nicht so, dass wir sagen, wir müssen jedes Mal ein ewig langes Konzept machen. Ich kann Ihnen aber sagen, das Gartenbau- amt ist schon ziemlich weit mit den Standortvorschlägen. Das heißt, wir werden in den – 5 – nächsten Monaten hier in den Ausschuss gehen können. Wir hatten Ihnen jetzt hier in der Ant- wort der Verwaltung dargestellt, dass wir in den Ausschuss für öffentliche Einrichtungen gehen möchten. Wir können aber gerne auch noch zusätzlich in den Sportausschuss gehen, da spricht überhaupt nichts dagegen. Dann können wir diese Vorschläge diskutieren. Wir haben Ihnen ja auch zugesagt, dass alle vorgeschlagenen, auch von der SPD-Antrag vorgeschlagenen Standorte, als mit geprüft hier mit enthalten sind und dann können Sie in den nächsten Haushaltsberatun- gen, die schon in einem Jahr sind, auf diesem Fundamt gute Anträge stellen. Wir haben Ihnen auch dargestellt, dass in der Zwischenzeit ja auch noch Anlagen realisiert werden. Also insge- samt, denke ich, sind wir da auf einem guten Weg und auch auf einem zügigen Weg und ich wundere mich ein bisschen, dass hier so viel Kritik kommt, weil ich glaube, wir sind da alle auch gemeinsam mit dem Kollegen Lenz dabei, hier weitere Calisthenics-Anlagen im Stadtgebiet vo- ran zu treiben. Der Vorsitzende: Ich möchte mal bei aller Begeisterung für Calisthenics-Anlagen die Frage stel- len, dass wir doch im Hinblick auf die Zukunft klären müssen, was ist ein selbstverständliches Menschenrecht und was ist es nicht. Und Menschenrecht ist für mich, dass es angemessene Bil- dungsangebote gibt, die werden uns die nächsten Jahre noch teuer genug kommen. Ich habe heute gelernt, dass Sauna-Besuche anscheinend auch ein Menschenrecht sind, was für jeden umsonst zur Verfügung stehen muss und jetzt stelle ich auch noch fest, dass wir jede neue Trendsportart sofort in unseren Grünflächen umsetzen sollen. Ich bin da ein bisschen ratlos, ehrlich gesagt, welche Anspruchshaltung Sie da hier zum Teil an den Tag legen. Deswegen, wir können gerne das Konzept machen, wir können auch schauen, wo wir es umset- zen, aber wir haben im Moment Mühe, unsere Spielplätze überhaupt in einigermaßen tech- nisch sauberem Zustand zu halten. Wir müssen eine ganze Generation von Spielplätzen austau- schen, weil die Dinger alle marode sind und Sie kritisieren darüber hinaus ja auch, durchaus be- rechtigt, dass wir viele Grünanlagen und viele andere Freizeitanlagen nicht in dem Zustand hal- ten und dass da manches dann am Ende sehr versifft ist und dass es dann Millionen kostet, wenn man es wieder sanieren will, das hat dann ja eben auch was damit zu tun. Aber jetzt gibt es eine neue Trendsportart und die können anscheinend die Vereine nicht machen, sondern das muss nur von uns sichergestellt werden. Also, ich bin ein bisschen ratlos irgendwie, wenn wir in den nächsten Jahren klarkommen wol- len, wenn wir diese Erwartungshaltung an uns selbst haben. Das will ich hier jetzt einfach mal so formulieren. Aber ich glaube, es ist jetzt ein Kompromiss vielleicht gefunden. Es wird in den nächsten Monaten ein Konzept geben, so habe ich das verstanden. Dann können Sie sich die Punkte rauspicken und ich habe auch so verstanden, dass die Vorschläge aus der SPD, aus dem SPD-Antrag auch darin aufgenommen werden und auch entsprechend verarbeitet werden. In- sofern würde ich jetzt einfach vorschlagen, dass wir diesen Weg gemeinsam weitergehen und dann schauen, dass wir das relativ zügig zu einer Entscheidung bringen. Ob die Verwaltung, die das Konzept dann erstellt hat, Ihnen bei jedem Standort empfiehlt, das zu bezahlen, da bin ich noch ein bisschen skeptisch. Aber, das haben Sie natürlich letztlich in der Hand und wenn der Herr Schmidt in dem Portemonnaie noch ein paar Scheine findet, dann gucken wir mal. Dann können wir vielleicht so verbleiben, jetzt mal, für einen Moment. Dann würde ich sagen, wir unterbrechen mal für 10 Minuten Lüften, weil wir die anderthalb Stunden schon überschritten haben. – 6 – (Unterbrechung der Sitzung von 19:42 – 19:54 Uhr) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 4. Januar 2021