Entwicklung der Bäder - Bäderkonzept 2020, 3. Fortschreibung des Bäderkonzeptes 2000

Vorlage: 2020/1047
Art: Beschlussvorlage
Datum: 10.09.2020
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Bäderbetriebe
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Grötzingen, Neureut, Waldstadt

Beratungen

  • Bäderausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 21.10.2020

    TOP: 2

    Rolle: Vorberatung

    Ergebnis: Keine Angabe

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 17.11.2020

    TOP: 14

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig zugestimmt

Zusätzliche Dateien

  • Anlage Bäderkonzept_2020
    Extrahierter Text

    200820092010201120122013201420152016201720182019 Besucherentwicklung1.401.939 1.556.314 1.580.960 1.499.299 1.605.300 1.676.173 1.472.556 1.659.101 1.573.177 1.554.395 1.698.2401.660.415 Umsatz Netto5.909.025 € 7.573.867 € 7.599.243 € 7.836.831 € 8.678.724 € 9.471.728 € 9.109.587 € 9.978.989 € 10.239.404 € 10.642.446 € 11.045.505 € 11.555.114 € Umsatz pro Gast4,21 €4,87 €4,81 €5,23 €5,41 €5,65 €6,19 €6,01 €6,51 €6,85 €6,50 €6,96 € Kosten operativ12.122.554 € 13.710.369 € 12.841.827 € 12.794.291 € 13.899.821 € 14.323.133 € 14.935.884 € 15.184.102 € 15.484.827 € 16.188.071 € 17.645.814 € 18.220.840 € AfA2.517.415 € 2.781.649 € 2.746.138 € 2.746.992 € 2.872.458 € 2.996.670 € 2.972.897 € 2.918.261 € 3.062.086 € 3.814.128 € 3.739.608 € 4.044.850 € kalk.Zins1.793.187 € 1.758.845 € 1.728.144 € 1.730.759 € 1.685.173 € 1.619.436 € 1.553.993 € 1.501.778 € 1.146.161 € 1.361.898 € 1.129.268 € 1.035.755 € Kosten inkl. AfA / kalk.Zins16.433.156 € 18.250.863 € 17.316.109 € 17.272.043 € 18.457.452 € 18.939.239 € 19.462.775 € 19.604.141 € 19.693.074 € 21.364.097 € 22.514.690 € 23.301.445 € Summe Afa/Zins 4.310.602 € 4.540.493 € 4.474.282 € 4.477.751 € 4.557.631 € 4.616.106 € 4.526.891 € 4.420.039 € 4.208.247 € 5.176.026 € 4.868.876 € 5.080.605 € Zuschuss operativ6.213.529 €6.136.502 € 5.242.584 € 4.957.460 € 5.221.097 € 4.851.405 € 5.826.297 € 5.205.113 € 5.245.423 € 5.545.625 € 6.600.309 € 6.665.725 € Zuschuss inkl. AfA / kalk.Zins10.524.131 €10.676.996 € 9.716.866 € 9.435.211 € 9.778.728 € 9.467.511 € 10.353.188 € 9.625.152 € 9.453.671 € 10.721.651 € 11.469.185 € 11.746.330 € Zuschuss / Gast operativ4,43 €3,94 €3,32 €3,31 €3,25 €2,89 €3,96 €3,14 €3,33 €3,57 €3,89 €4,01 € Zuschuss / Gast inkl. AfA / kalk.Zins7,51 €6,86 €6,15 €6,29 €6,09 €5,65 €7,03 €5,80 €6,01 €6,90 €6,75 €7,07 € Kostendeckungsgrad operativ48,74 % 55,24 % 59,18 % 61,25 % 62,44 % 66,13 % 60,99 % 65,72 % 66,13 % 65,74 % 62,60 %63,42 % Kostendeckungsgrad inkl. AfA / kalk.Zins35,96 % 41,50 % 43,89 % 45,37 % 47,02 % 50,01 % 46,81 % 50,90 % 51,99 % 49,81 % 49,06 %49,59 % JErgebnisse Bäder 2000 bis 2019 Graphiken BäKo2020.xls Zuschuss operativ5,59 Mio.€ Zuschuss inkl. AfA / kalk.Zins10,22 Mio.€ Mittelwert 2009 bis 2019 => Mittelwert 2009 bis 2019 => Städtische Bäder + Europabad + Fächerbad Badgeplante Investitionsmaßnahmen Kosten- annahmen Finanzvolumen_X1_X2_X3_V66_Stand 2020.08.26.xls RA Rappenwört Restaurant, Instandsetzung, Umbau, Eingangs-/Kassen-gebäude mit Technikkeller 8.500.000 € RA Blitzschutz und Plattenbeläge Terrasse Restaurant i.V.m. Restaurant Umbau und Modernisierung 120.000 € RA Plattenbelag/Abdichtung Erneuerung - Dach Wellenmaschinengebäude100.000 € RA Wasserspiele i.V.m. bisherigem Eingangsbereich350.000 € RA Umbau DLRG-Wachhaus am Rhein in Milchhäusle300.000 € RA Entwässerungs-/Versorgungsleitungen zum neuen Milchhäusle130.000 € RA Floating Game Court Naturbecken am Rhein300.000 € RA Umkleidegebäude WB/Herrenseite: San. Solaranlage, Duschwasservor- erwärmung, San. Sanitär-u.Duschräume, Zentralheizung Betriebsräume 900.000 € RA Attraktivierung Planschbecken - Kinderwasserspielplatz beim MZB2500.000 € RA Instandsetzung Ein- und Auslassbauwerk beim Naturbecken 1.000.000 € SO Sanierung Schwimmerbecken und Nichtschwimmerbecken, barrierefreier Eingangsbereich 4.000.000 € RÜ Sanierung Umkleiden und Eingangsbereich500.000 € RÜ Neubau Kiosk-Pavillonbau400.000 € RÜ Erneuerung Solarabsorbermatte + Dach400.000 € TM Parkplatzsanierung650.000 € TM Betriebshof100.000 € WH Schaltschrank Aufsicht100.000 € NT Neubau Hallenbad15.000.000 € GR Erneuerung Dach Schwimmhalle, Lüftung200.000 € VB Rotunde Restaurierung Wandmalerei / Umnutzung3.000.000 € VB Sanierung Kopfbau West400.000 € EP Erneuerung Drehkreuze, Nachzahl-Automat etc.400.000 € EP Neugestaltung Goldgrotte200.000 € EP (Sauna) Bierbad Kalevala100.000 € EP Außenbecken800.000 € EP Liegefläche im Kinderbereich (Wintergarten)700.000 € EP Startpodest für weitere Rutschen200.000 € EP neue Rutsche, Half Pipe500.000 € EP neue Rutsche, Black Hole500.000 € EP Erweiterung karelisches Saunadorf, Saunaerweiterung im Saunagarten300.000 € FÄ Sanierungsmaßnahmen, Glasfront, 50m Becken200.000 € FÄ Sanierungsmaßnahmen, Haustechnik250.000 € FÄ Saunaerneuerung5.000.000 € FÄ Dachsanierung1.800.000 € FÄ Teilsanierung Fassade500.000 € FÄ Attraktivierung Planschbeckenflächen (mit Technik + Schwallwasserbehälter) zum Aqua-Splash-Park, Schätzkosten 1.000.000 € Summe49.400.000 €

  • Bäderkonzept 3. Fortschreibung 2020
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2020/1047 Dez. 3 Entwicklung der Bäder - Bäderkonzept 2020, 3. Fortschreibung des Bäderkonzeptes 2000 Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Bäderausschuss 21.10.2020 2 x vorberaten Gemeinderat 17.11.2020 14 x Beschlussantrag Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Bäderausschuss das Bäderkonzept 2020, die 3. Fortschreibung des „Bäderkonzeptes 2000“. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Ja Nein Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant x Nein Ja Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein x Ja durchgeführt am OR Grötz., Neur., Durl., Wolfartsw. Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein x Ja abgestimmt mit KBG, FBK Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Nach dem Bäderkonzept 2000 und dessen 1. Fortschreibung 2010 und der 2. Fortschreibung 2013 wurde mit der 3. Fortschreibung das beigefügte Bäderkonzept 2020 erarbeitet. Die Aufrechterhaltung des Betriebs der Karlsruher Bäder und deren Weiterentwicklung ist ein dyna- mischer Prozess, der sich an den aktuellen Entwicklungen im Bäderwesen, den Besucherströmen in der Karlsruher Bäderlandschaft und der wirtschaftlichen Entwicklung der Karlsruher Bäder orientiert. Dies macht die regelmäßige Fortschreibung des Bäderkonzeptes im Sinne eines begleitenden Be- richtswesens und einer strategischen Ausrichtung unabdingbar. Darüber hinaus erfordert die im Bäderkonzept definierte Zielgruppenausrichtung der einzelnen Bä- der die Überprüfung und die etwaige Neufestsetzung der Prioritäten und damit verbunden auch die Anpassungen im investiven Bereich. Mit der 1. Fortschreibung des Bäderkonzeptes im Jahr 2010 wurde für einen 10-Jahreszeitraum eine Investitionsliste mit einem Gesamtvolumen von rund 50 Mio. Euro erarbeitet und in der 2. Fort- schreibung im Jahr 2013 konkretisiert. Mit der 3. Fortschreibung wird nunmehr eine neue und fort- geschriebene Investitionsliste mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 49,4 Mio. Euro für einen weiteren 10-Jahreszeitraum vorgelegt. Dieser Mittelbedarf von 49,4 Mio. Euro erstreckt sich über einen Zeitraum von 10 Jahren. Deshalb ist wie in den vergangenen Jahren eine kontinuierliche Haushaltsbelastung vergleichbarer Größenord- nung zu erwarten. Ausnahme hiervon bilden die Investitionskosten für das Restaurant Rappenwört und für den Neubau des Hallenbades Neureut. Vorrangiges Ziel ist auch weiterhin für die nächste Dekade einen gravierenden Sanierungs- und In- vestitionsstau in den Karlsruher Bädern zu verhindern und einem Anstieg der operativen Defizite entschieden entgegen zu treten. Voraussetzung hierfür ist eine attraktive und stark nachgefragte Bäderlandschaft. Mit dem Bäderkonzept 2000, der strategischen Festlegung auf zwei Schwerpunktbäder und der Posi- tionierung der übrigen Bäder, hat sich die Bäderlandschaft grundlegend verändert. Die Verknüpfung einer vielfältigen, abgestimmten und attraktiven Bäderlandschaft mit einem wirtschaft- lichen Betrieb, wurde erfolgreich umgesetzt. Bedingung für diesen Erfolg sind Investitionen. Sowohl strategische Großinvestitionen, wie der Neubau Europabad, die Sanierung und Weiterentwicklung des Fächerbads zum Kombi-Bad, als auch laufende mittelgroße Bäderinvestitionen im siebenstelligen Bereich für Teilsanierungen und Weiterentwicklung, beispielsweise im Rheinstrandbad Rappenwört, Turmbergbad, Weiherhofbad und in der Therme Vierordtbad. Durch diese Investitionen war die vergangene Dekade sehr erfolgreich. Die Besucherzahlen liegen mit Ausnahme 2011 immer über 1,5 Millionen. 2018 war mit 1,698 Millionen Besucherinnen und Besuchern das beste Jahr seit 1976. Auch im Städtevergleich nimmt Karlsruhe einen Spitzenwert ein. Umfragen in der Region bestätigen, dass die Bäder für die Stadt ein wichtiger Imagefaktor sind. Der Kostendeckungsgrad liegt operativ seit 2011 über 60 %, zuletzt 2019 bei 63,42 %. Einschließlich der Investitionsabschreibungen und den kalkulatorischen Zinsen, liegt der Kostendeckungsgrad seit 2015 bei 50 %, zuletzt 2019 bei 49,59%. Die zu erwartenden Gesamtinvestitionen für alle Karlsruher Bäder (2020 bis 2030) von ca. 49,4 Mio. Euro sind grobe Kostenannahmen, die in Summe dem Betrag der 1. bzw. 2. Fortschreibung des Bä- derkonzeptes entsprechen. Die Entwicklung des Baukostenindexes wurde nicht berücksichtigt. Dies- Ergänzende Erläuterungen Seite 3 bezügliche Kostenerhöhungen und Kostenberechnungen sind erst auf Grundlage von konkreten Pla- nungsunterlagen möglich. Der Zeitpunkt der Ausführung der Investitionen wird der Haushaltslage und der Investitionsplanung der Stadtverwaltung entsprechend angepasst. Diese Mittel sind deshalb auch nicht in der Investitionsplanung des Haushaltes enthalten. Eine Einplanung der Maßnahmen in den Haushalt der Stadt erfolgt erst, wenn die Finanzierbarkeit und die Möglichkeit der Umsetzung im Vollzug der Dienststellen geschaffen ist. Investitionsschwerpunkte werden in den kommenden Jahren der Ersatzbau für das Adolf-Ehrmann- Bad, die Weiterentwicklung der Saunalandschaft im Fächerbad und das Rheinstrandbad Rappenwört (Eingang und Restaurant) sein. Mittelfristig stehen größere Investitionen im Sonnenbad (Generalsan- ierung) und in der Therme Vierordtbad (Rotunde und Kopfbau West) an. Zudem ist die Entwicklung eines Kombi-Bades in Durlach intensiv zu prüfen. Hierbei wird auch der benachbarte Campingplatz konzeptionell mit eingebunden. Das Bäderkonzept 2020 bestätigt den erfolgreichen Ansatz des Bäderkonzeptes 2000 und schafft die strategische Voraussetzung für eine weitere wirtschaftlich erfolgreiche Dekade mit hohen Besucher- zahlen. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Bäderausschuss das Bäderkonzept 2020, die 3. Fortschreibung des „Bäderkonzeptes 2000“.

  • Abstimmungsergebnis top 14
    Extrahierter Text

  • Protokoll GR TOP 14
    Extrahierter Text

    Niederschrift 17. Plenarsitzung des Gemeinderates 17. November 2020, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 16. Punkt 14 der Tagesordnung: Entwicklung der Bäder - Bäderkonzept 2020, 3. Fortschreibung des Bäderkonzeptes 2000 Vorlage: 2020/1047 Beschluss: Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Bäderausschuss das Bäderkonzept 2020, die 3. Fortschreibung des „Bäderkonzeptes 2000“. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 14 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Bäderausschuss. Bürgermeister Lenz: Wir legen Ihnen die dritte Fortschreibung unseres Bäderkonzeptes, das ja aus dem Jahr 2000 stammt, wie Sie wissen, vor, das heißt, wir haben im vergangenen Jahrzehnt drei Fortschreibungen mit drei Schwerpunktthemen Ihnen referiert. Ich brauche die im Einzel- nen nicht noch zu wiederholen, aber es war schon wesentlich, dass wir vor zehn Jahren ge- meinsam gesagt haben, ok, es gibt eine Investitionsliste. Die hat fast 50 Millionen Euro umfasst und Sie alle wissen über die weitere Fortschreibung, die zweite, das z. B. das Fächerbad, aber auch die anderen Bäder, nicht nur saniert, sondern auch richtig erneuert wurden. Die aktuelle Fortschreibung öffnet Ihnen jetzt den Horizont für das kommende Jahrzehnt. Lassen Sie mich vielleicht mal auf noch was Wesentliches eingehen, nämlich unser Oberwald- bad, das natürlich neben Europabad und anderen Bädern nie das Licht der Öffentlichkeit wirk- lich erblickt. Aber es ist eigentlich das Beispiel, wie umfassend die Daseinsversorgung unserer Bäderlandschaft funktioniert und im Oberwaldbad hat es wirklich alle Zielgruppen von 0 bis 100 Jahre angegliedert an das Wohnstift getragen von einem Sportverein, dem PSK. Also ich glaube, auch im Kleinen sind wir an der Stelle ganz groß. – 2 – Mein Dank gilt natürlich allen Bäder- oder Badbegeisterten, da sind die Schwimmerinnen und Schwimmer aber auch die Badenden mit drin, natürlich dem Team um Olli Sternagel und vor allem Ihnen, die die Bäderpolitik so gestaltet haben, dass wir aktuell uns eines leisten können, nämlich das Schulschwimmen. Karlsruhe ist ja eine der wenigen Städte, wo das Schulschwim- men gewährleistet wird, was ganz wichtig ist, weil alle Bäder zurzeit offen sind. Nein, wir kön- nen sogar die Schulen fragen, wollt ihr nicht noch mehr schwimmen, da der öffentliche Badebe- trieb wegen der Pandemie natürlich geschlossen ist. Insofern vielen herzlichen Dank auch für Ihr engagiertes Mitwirken im Bäderausschuss, und jetzt freue ich mich auf Ihre Rückmeldungen und das kommende Jahrzehnt. Stadtrat Riebel (GRÜNE): Die Karlsruher Bäder sind beliebt. Sie sind somit auch ein Besu- cher*innen-Magnet für unsere Stadt. Beim Deutschlandtest von Fokus Money, belegten die Karlsruher Bäder sogar Platz 2 unter den besten Bädern in Deutschland. Das liegt sicherlich an der tollen und vorausschauenden Arbeit bei den Bädern. So möchte ich und meine Fraktion besonders dem Geschäftsführer der Bäder, Herrn Sternagel danken. Auch den tatkräftigen Mit- arbeitenden möchte ich herzlich danken. So hat man sich auch während des Lockdowns nicht zur Ruhe gesetzt, sondern geschaut, wie man die Zeit nutzen kann. Reparaturen, Verschöne- rungen und vieles mehr wurden in dieser Zeit geleistet. Dank eines hervorragenden Hygiene- konzepts, gelang es zur Freude der Karlsruher*innen die Bäder dann auch wieder zu eröffnen. Der jetzige erneute Lockdown für Bäder und Sport ist sicherlich ein herber Schlag. Die Kontakt- reduktion ist ein wichtiges Mittel zur Eindämmung des Virus und bei der Abwägung der ver- schiedenen Maßnahmen wurde es sich sicherlich nicht leicht gemacht. Mit einem so tollen Team wird auch eine erneute Wiedereröffnung dann erfolgreich gelingen. Mit dem hier vorge- legten Bäderkonzept wird der Weg in eine erfolgreiche Zukunft bereitet. An meine Kolle- gen*innen hier im Gemeinderat und im Bäderausschuss möchte ich die Botschaft richten, wie wichtig es ist, Investitionen nicht zu sehr und nicht alle auf die lange Bank aufzuschieben, denn ein Investitionsstau wird unterm Strich teurer. Trotz aller Haushaltsdisziplin in dieser finanziell schwierigen Situation müssen wir künftig besonnen und vorausschauend handeln und nicht alles zulasten der kommenden Generation auf die lange Bank schieben. Wichtig ist so, die Mo- dernisierung der Sauna im Fächerbad. Zudem begrüßen wir die Planung zum Neubau des Bades in Neureut. Auch wenn die Haushaltssituation schwieriger wird, dürfen wir künftig nicht einfach blind die Eintrittspreise erhöhen, sondern müssen auch in Zukunft mit Bedacht vorgehen. Schwimmbäder dienen der Bewegung und somit der Gesundheitsförderung. Daher müssen auch Menschen mit dem Karlsruher Pass und Kinderpass weiterhin ausreichend entlastet wer- den. Zudem ist zu beachten, dass die Besucher*innenzahl bei einer übermäßigen Erhöhung si- cherlich zurückgeht. Das Bad in Rappenwört hat eine lange Geschichte und uns liegt es am Her- zen, diese Anlage mit ihren Gebäuden im Bestand zu erhalten. Die Stadt hat beim Denkmal- schutz auch eine Vorbildfunktion. Der Campingplatz in Durlach geht mit einem guten Konzept und Tiny-Häusern in die Zukunft und somit auch gut an den Start. Kombibäder sind Hallenbad und Freibad an einer Stelle. So kann bei jedem Wetter an einem Ort geschwommen werden. Das hat sicherlich Zukunft. Dennoch liegt uns, bei der Erschaffung eines Kombibades in Durlach, auch wenn es noch in sehr weiter Zukunft liegen wird, die Einbindung der Bevölkerung in den betroffenen Stadtteilen Durlach und Grötzingen am Herzen. Stadtrat Hofmann (CDU): Diese dritte Fortschreibung ist absolut ein gelungenes Werk. Ich den- ke, vor allem auch eine hervorragende Bestandsaufnahme aller Bäder, vor allem aber auch die – 3 – Entwicklung der Besucherzahlen in den letzten Jahren, die Zuschüsse und auch die dazugehöri- gen Tarife. Denn hier kann man sehen, dass wirklich mit einem absoluten Augenmaß auch vor- gegangen wurde. Der Dank geht natürlich auch von unserer Fraktion an Oliver Sternagel und sein Team. Ich denke, das ist wirklich ein Geschäftsführer, der auch etwas versteht von dem, was er macht. Er hat Ahnung davon und er macht wirklich hier eine sehr, sehr gute Arbeit. Während anderenorts nämlich, Sie haben es gesagt, Herr Bürgermeister Lenz, Bäder geschlos- sen werden, kann Karlsruhe im Prinzip seinen Bürgerinnen und Bürgern ein flächendeckendes starkes Angebot einer Bäderlandschaft bieten. Ich glaube, hier sind wir absolut vorbildlich in ganz Deutschland. Bäder gehören natürlich zu einer Daseinsfürsorge. Das haben wir auch immer wieder im Bäder- ausschuss betont. Und daher können Sie auch niemals kostendeckend sich das ganze erwirt- schaften. Das ist ganz klar. Aber ein Kostendeckungsgrad wie in der Vorlage beschrieben von operativ über 60 Prozent und Besucherzahlen von über 1,5 Millionen sind im Vergleich mit an- deren Kommunen meiner Ansicht nach, sogar rekordverdächtig und sind auch wiederum die- sem besonderen Engagement des Bäderteams auch gutzuschreiben. Visionen sind wichtig, und ich denke, wir haben das schon seit dem ersten Bäderkonzept ge- macht. Die sind immer aber auch gefährlich. Vor allem, wenn der ein oder andere dann denkt, alt Lieb gewonnenes zu verlieren. Von daher denke ich, muss man das nicht immer gleich so ernst nehmen, sondern man muss trotzdem eine Entwicklung mitnehmen. Aber, natürlich nach dem Motto, wasch mich, aber mach mich nicht nass, geht es auch nicht. Wir können nicht sa- gen, einerseits wir investieren immer wieder oder die Vorbildfunktionen und der Denkmal- schutz sind uns wichtig, aber andererseits wollen wir dafür nichts verlangen. Ich denke, das muss uns auch allen klar sein. Deswegen ist es auch für uns, mit Blick auf den Haushalt der nächsten Jahre 2020 bis 2030 klar, dass, auch wenn es nur Kostenschätzungen sind, wir sicher- lich hier nicht allem zustimmen können. Wir sehen vor allem auch, und wir haben alle unser Rappenwörter Bad extrem lieb, ja, diese Renovierung des Restaurants in Rappenwört mit über 10 Millionen als sehr fragwürdig an, wenn andererseits teilweise gerade ein riesen Investitions- stau in Schulen oder in Turnhallen besteht. Und so sehr ich mich auch als Neureuter diesen Er- satzneubau des Adolf-Ehrmann-Bads wünsche, so realistisch versuche ich auch, eine Umset- zung zu sehen. Die sehen wir vor allem in der Umsetzung der Bebauung des Zentrums 3. Und zwar nicht über den städtischen Haushalt und auch nicht über den Bäderhaushalt, sondern dies muss in diesem Zusammenhang realisiert werden, denn Neureut gibt da auch entsprechende Flächen her, und das muss in einem Gesamtkonzept auch entsprechend realisiert werden dann. Stadträtin Moser (SPD): In dieser Zeit der Pandemie sind die Bäder unverzichtbar für die Da- seinsfürsorge. Kinder, Jugendliche und Erwachsene ebenso wie Schulen und Vereinsschwim- men können sich in Karlsruhe darauf verlassen, dass es attraktive kommunale Bäder gibt. Das Bäderkonzept ist ein Erfolgsmodell für Karlsruhe. Vielen Dank an dieser Stelle an unseren Ge- schäftsführer Oliver Sternagel, an alle Beteiligte und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Bädern vor Ort die wichtige Arbeit leisten. Das lässt sich die Stadt auch viel Geld kosten. Immerhin sind in 20 Jahren, also von 2010 bis dann 2030, 100 Millionen Euro in die Bäder geflossen. Bei einem solchen Betrag darf und muss erwartet werden, dass die Bäder gut in Schuss und so attraktiv sind, dass die Besucher angezo- gen werden. Und das gelingt auch. Mit circa 1,5 Millionen Besuchern, wir haben es schon ge- hört, pro Jahr, gehören wir zu den Spitzenreitern in Deutschland. Trotzdem müssen wir ein Mi- – 4 – nus von 5 Millionen Euro mitnehmen. Trotzdem halten wir an den Bädern fest und das ist auch gut so. Liebe Kolleginnen und Kollegen, der SPD-Fraktion ist es wichtig, dass der Eintritt für die Men- schen bezahlbar ist. Vor allem für Familien mit Karlsruher Pass und Kinderpass Inhaber. Wir werden dies, wie bisher, genau im Blick behalten und ggf. gegen eine Erhöhung der Eintritts- preise stimmen. Ob wir uns in den kommenden zehn Jahren alles Wünschenswerte werden leisten können und vor allem wollen, möchte ich hinterfragen. Die Haushaltssituation ist alles andere als rosig und sieht eher düster aus, wie wir immer wieder hören von Ihnen, Frau Luczak- Schwarz. Ich gehe davon aus, dass wir vor der Umsetzung der einzelnen Projekte, diese auf eine Finanzierbarkeit hin überprüfen. Die Instandsetzung des Restaurants Rappenwört gehört dazu, zum Hinterfragen. Immerhin betragen die Investitionskosten 9,5 Millionen Euro. Das ist mit der SPD zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu machen. Es steht außer Frage, dass das denkmalge- schützte Gebäude so saniert werden muss, dass die Standsicherheit gewährleistet ist. Dies be- deutet immerhin noch 5,6 Millionen Euro Investition. Alles Weitere ist nice to have. Für das Verpflegungsangebot müssen andere Konzepte angedacht werden, wie zum Beispiel mobile Food-Trucks. Hervorheben möchte ich noch das überaus große Engagement im Freibad Wölfle, deren ehren- amtliches Engagement beachtenswert ist. Die scheinbar nimmer müde, das Bad im Frühjahr für die Badesaison fit machen und im Herbst für den Winter herrichten. Auch im Sonnenbad wird bürgerschaftliches Engagement gepflegt. Vielen Dank an dieser Stelle von meiner Seite. Ab- schließend möchte ich betonen, dass es sehr erfreulich ist, dass der Campingplatz Durlach bei den Bäderbetrieben angesiedelt wurde, nun in seiner Entwicklung auf einem guten Weg ist und wir uns auf die Eröffnung im Jahr 2021 freuen. Stadtrat Jooß (FDP): Es kommt fast dieselbe Schallplatte wieder. Das Karlsruher Bäderkonzept ist eine Erfolgsgeschichte ohne gleichen. Wir brauchen keine Bäder schließen. Wir entwickeln sie weiter. Ob Freibäder, Hallenbäder, Sport- oder Erlebnisbäder, wir sind überall bestens auf- gestellt und entwickeln das Konzept weiter. Auf der Agenda steht als Nächstes das Ehrmannbad im Norden, nämlich in Neureut, das wir auch als Fächerbad gerne hätten. Denn, Kombi-Bäder, das wurde vorhin auch schon gesagt, sind die richtige Zukunft in unseren Breitengraden, das kann im Sommer und Winter angeboten werden und das ist für uns ein absolut richtiges Kon- zept, wie wir es auch in der Waldstadt sehen, beim Fächerbad und im Westen natürlich das Rappenwört. Da muss natürlich auch etwas passieren, bevor alles zusammenbricht. Was dort passiert, wissen wir noch nicht. Das „Rappele“ ist natürlich das Lieblingsbad der Karlsruher, auch Nostalgiegrün- den, ich habe das schon mehrfach erwähnt. Es geht der Ellen Fenrich ähnlich, sie hat auch schon gesagt, es wäre schade, das zu schließen. Wir hatten ja vorher ein Konzept vom Turm- berg bis zum Rhein. Und da wird es ganz genau passen. Wir kriegen jetzt eine neue Turmberg- bahn und das ist für Durlacher wichtig. Aber wir brauchen dann im Westen auch ein gutes neu- es „Rappele“ für die Daxlander und generell für den Westen. Das würde uns gut zu Gesicht ste- hen. Vielleicht finden wir auch sogar einen privaten Investor, der dort draußen einsteigt, dass es nicht unbedingt die Stadt machen muss oder sonst was. Das wäre das Ideale, wenn wir hier anknüpfen könnten. Sie werden jetzt wieder sagen, natürlich FDP, FDP privat. Aber wir haben kein Geld mehr, wir müssen dort zurückgreifen auf andere Ressourcen und das wäre uns sehr wichtig. Grundsätzlich, es ist Gesundheitsvorsorge, es ist Daseinsvorsorge und es wurde schon – 5 – alles gesagt und ich glaube, wir stehen hinter den großen Visionen auch in Durlach, vielleicht mit der Hub, mal sehen, was da passiert ist. Das erlebe ich zwar voraussichtlich nicht mehr, aber wir werden das alles befürworten. Wir haben einen tollen Geschäftsführer mit dem Herrn Sternagel, der zieht die verrücktesten Sachen durch und sieht, was notwendig ist. Martin Lenz sagt immer wieder, vor dem Erfolg kommt der Invest und den müssen wir machen und natürlich in der Waldstadt. Die Saunen sind nur attraktiv, wenn sie entsprechend renoviert werden und ziehen Besucher an. Deswegen, sofort anfangen ohne Verzögerung, denn es wird alles teurer und das Bad und die Saunen wer- den eher immer schlechter statt besser. Stadtrat Cramer (KAL/Die Partei): Ich möchte mich nur auf einen Punkt jetzt beschränken und zwar als Reaktion auf Aussagen zum Eingangsbereich Rappenwört. Da wurden ja im Hauptaus- schuss schon Dinge angesprochen und Dinge gefordert, die Sie so gar nicht umsetzen dürfen in Anführungszeichen, Herr Hofmann und auch Herr Jooß. Der Eingangsbereich ist ein Kultur- denkmal nach dem Denkmalschutzgesetz. Die Verwaltung sieht das genauso, das Denkmal- schutzamt, die Bäder GmbH und ich habe auch den Herrn Oberbürgermeister so verstanden, ja die Verwaltung auch. Er hat ja einen Vorschlag gemacht, wie wir einen ersten Schritt gehen, den würde meine Fraktion absolut mitgehen, aber das, was jetzt hier von Seiten, hauptsächlich von der CDU, gefordert wird, das tragen wir nicht mit, weil es gar nicht geht. Es ist gerechnet von der Kosten-Controllerin, das müssten Sie vielleicht alles mit einbeziehen. Also wir können hier nicht sagen, das Ding abreißen. Das ist rein rechtlich, gar nicht zulässig. Stadträtin Fenrich (AfD): Das Pech oder das Glück einer kleinen Fraktion ist immer, dass alles schon gesagt ist. Das man fast gar nichts mehr Neues dazu bringen kann. Ich wollte, für meine Fraktion, zuerst mal vielen herzlichen Dank sagen an das Dezernat 3 natürlich, an den Oliver Sternagel als Bäderchef der Karlsruher Bäder und an alle Beteiligten. Auch diese Vorlage, die Sie gemacht haben, Entwicklung der Bäder, das ist toll. Da sind tolle Fotos drin und Bilder und Fo- tos sagen ja manchmal mehr als tausend Worte. Was noch nicht angesprochen wurde, in diesem Kompendium ist Karlsruhe verglichen mit zwei, drei anderen Städten. Und zwar mit Münster, Augsburg und Bonn und da schneidet Karlsruhe recht gut ab mit 6 Hallenbädern und 5 Freibädern mit einer der höchsten Besucherzahl und mit den meisten Besuchern pro tausend Einwohnern. Zum Kostendeckungsgrad wurde leider nichts gesagt, zu den Vergleichsstädten nicht, aber auch zu Karlsruhe nicht. Aber ich glaube, das ist auch gar nicht so wichtig, weil, wie schon hier vielfach, fast von jedem, glaube ich, gesagt wor- den ist, der Betrieb von Bädern gehört zur kommunalen Daseinsvorsorge im weitesten Sinne. Insoweit ist der Blick auf die Kosten, und wir reden hier von 49,4 Millionen Euro, ohne den Preiskostenindex, der ist noch gar nicht da reingerechnet. Aber, es ist einfach wichtig, dass die Bäder instandgehalten werden, dass sie modernisiert werden, erweitert werden, denn, der Kunde von heute verlangt ein bisschen mehr als nur das Schwimmen. So, das Beispiel Rappenwört, da muss ich Herrn Cramer widersprechen. Soweit ich das mitge- kriegt habe, ist der Eingangsbereich zwar unter Denkmalschutz, aber da soll, wenn ich es richtig noch in Erinnerung habe, irgendein Eishäuschen oder was Ähnliches gebaut werden und die Kassenanlage soll in eine moderne Anlage umgewandelt werden. Was sehr wichtig ist und was hier auch jetzt einmal angesprochen worden ist, die Ehrenamtlichen. Wir haben den Freundes- kreis Hallenbad Neureut, wir haben den Freundeskreis Sonnenbad, Förderverein Freibad Wol- – 6 – fartsweier. DLRG Ortsgruppen unterstützen tatkräftig, indem sie Wasseraufsicht machen oder indem sie im Sanitätsbereich tätig sind. Das zeigt, dass unsere Karlsruher Bäder erhalten und modernisiert werden müssen. Ich will nicht verhehlen, ich war als junge Frau begeisterte Schwimmerin und für mich war im Winter das Tullabad, jetzt leider geschlossen, und im Som- mer das Rappenwört einfach das Bad, in dem man schwimmen konnte, Spaß haben konnte, sich mit jungen Leuten getroffen hat. Mit Bädern verbindet sich also einmal der Spaßfaktor, aber was wir nicht vergessen dürfen, natürlich auch der Aspekt für unsere Gesundheit. Von daher, alles zusammen, über das Rappenwört werden wir an anderer Stelle noch mal intensiver sprechen, meine Fraktion steht dafür und wir stimmen da natürlich mit ja. Wir sehen das als sehr positiv an dieses Bäderkonzept. Stadträtin Göttel (DIE LINKE.): Noch mal vielen Dank an die Beteiligten, die dieses Konzept er- arbeitet habe. Es liefert neben einigen trockenen Zahlen natürlich auch einen Fundus für viele Entdeckungen, angesichts auch dieser Vielfalt, die wir in Karlsruhe haben und auf die wir auch zu Recht stolz sein können. Und wir sind sehr gerne als Fraktion dabei, den Weg kontinuierli- cher Investitionen weiter zu gehen, denn ein Investitionsstau macht nicht nur die Bäder unat- traktiver und weniger frequentiert, sondern ist auch nichts anderes als versteckte Schulden für kommende Generationen. In diesem Kontext will ich aber noch ganz kurz auf den Erhalt für dieses besondere Kulturdenkmal in Rappenwört plädieren. Das ist nicht nur wichtig für die Identität dieses Schwimmbads, sondern auch, es ist wirklich ein sehr einzigartiges und besonde- res Zeugnis der 20er Jahre in Karlsruhe und ich konnte mich auch persönlich bei einer Bauauf- nahme mit Wasserwaage und Fadenkreuz davon überzeugen, was für ein besonderes, bis ins Detail großartiges Gebäude das ist. Aber für uns natürlich Priorität bei dem Weg, die Bäder wei- terzuentwickeln, hat natürlich die Eintrittspreisentwicklung, die wir immer im Blick behalten wollen. Denn, neben der Betrachtung von Zielgruppen wie Vereinsschwimmen oder Familien auf der Suche nach Badespaß, ist es eben auch wichtig, Gruppen mit verschiedenen finanziellen Möglichkeiten mit einzubeziehen aber auch Vielschwimmer*innen zu beachten und da auch attraktive Angebote zu machen. Und aus diesem Grund haben wir eben auch einen Antrag für diesen Haushalt gestellt, um eben eine Reduzierung der Eintrittspreise für Kinder und Erwach- sene mit Karlsruher Pässen zu erwirken, und in dieser Zeit weckt das Bäderkonzept auf jeden Fall viel Vorfreude und Sehnsucht für eine Zeit nach dem Lockdown. Stadtrat Kalmbach (FW|FÜR): Ich habe mich vorher gefragt, ob ich schon mal im Bad war im letzten Jahr. Ich muss gestehen, ich war kein einziges Mal dort und trotzdem ist der Schnitt so hoch, dass Karlsruher Bürger und Bürgerinnen 5 x im Schnitt dort waren, hervorragend. Ich bin total begeistert, Frau Fenrich, wenn schon alles gesagt ist. Man kann den Dank wiederholen. Denn, Dank baut immer auf, deswegen kann man das des Öfteren machen. Also, 60 Prozent Kostendeckungsgrad, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. 60 Prozent, wo in der Stadt haben wir so einen hohen Kostendeckungsgrad? Also, das kann man wirklich loben. Und an der Stelle stimmt wirklich diese Aussage, vor dem Erfolg steht der Invest. Also, wir haben klug investiert in den letzten Jahren, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auch die zukünf- tigen Investitionen, glaube ich, werden gut gesetzt sein. Aber, natürlich einfach jetzt Rappenwört, dieses denkmalgeschützte Gebäude, für 10 Millionen zu ertüchtigen und wiederherzustellen, ich weiß schon, Denkmalschutz alles, aber ich sage es trotzdem: 10 Millionen. Die Leute fragen sich, warum geben die 10 Millionen aus und an ande- rer Stelle, eben warum können sie sich 30.000 Euro nicht leisten? Also da ist einfach die Waage – 7 – aus dem Gleichgewicht gekommen. Deswegen an der Stelle, also unsere große Anfrage, gibt es kreative Lösungen an dieser Stelle, dass man das anders machen kann? Zur Preisgestaltung, ich glaube, das ist mehrmals angesprochen worden, da sage ich den einen Punkt. Ich glaube, es hat sich bewährt, regelmäßig und angemessen zu erhöhen. Also, nicht Preise aussetzen und zu sagen, man tut den Leuten was Gutes. Dadurch kommt nur der ganze Haushalt, das ganze Bäderkonzept, unter Druck. Wenn wir in einer guten Weise immer ange- passt erhöhen, dann gewöhnen sich die Leute dran. Da darf ich Lüppo Cramer daran erinnern, das war immer die Aussage von Eberhard Fischer, das war seine große Aussage, zu der stehe ich total. Also, regelmäßig Preise erhöhen, aber moderat. Das führt dazu, dass die Preise akzeptiert werden. Wir sind stolz auf Karlsruher Bäder und wir werden zukünftig auch gute Bäder haben, herzlichen Glückwunsch. Der Vorsitzende: Vielen Dank, dann kommen wir zur Abstimmung und ich bitte Sie um Ihr Vo- tum - das ist einstimmig. Damit noch mal ein sehr starkes Signal auch der Anerkennung der Leistung, die da hinter dem Bäderkonzept in seinen verschiedenen Fortschreibungen steht. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 8. Dezember 2020