Neuer Liniennetzplan
| Vorlage: | 2020/0955 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 07.08.2020 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Verkehrsbetriebe Karlsruhe |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach, Waldstadt |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 29.09.2020
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE FDP-Gemeinderatsfraktion Eingang: 05.08.2020 Vorlage Nr.: 2020/0955 Neuer Liniennetzplan Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 29.09.2020 38 x 1. Warum können entgegen der früheren Aussagen keine 8 Linien durch den Tunnel fahren? 2. Weshalb gibt es entgegen früherer Aussagen nicht 2 Tramlinien mehr, sondern eine weni- ger? 3. Warum können zur Entzerrung des Gleisdreiecks Marktplatz die Linien S7 und S8 nicht am Stumpfgleis Marktplatz enden und dadurch ggf. eine Linie zusätzlich den Tunnel nutzen? 4. Aus welchen Gründen verliert entgegen früherer Aussagen die Waldstadt sowohl die Anbin- dung an den Marktplatz als auch an den Hauptbahnhof? Gibt es die Möglichkeit oder Über- legung hier zu einer besseren Lösung im Sinne der Fahrgäste und der Streckenführung zu kommen? 5. Wieso gibt es entgegen vorheriger Aussagen keine zweite Linie nach Durlach-Turmberg? Sowohl im Sinne der Menschen in Karlsruhe und Umland, die auf den öffentlichen Nahverkehr an- gewiesen sind, um ihren Alltag zu meistern als auch für die Bürgerinnen und Bürger, für die echte Anreize geschaffen werden sollen, den öffentlichen Nahverkehr intensiver zu nutzen, sollte beim neuen Liniennetzplan in Teilen nochmals nachgebessert werden. Viele Jahre und hohe Summen mit großen Entbehrungen für die innerstädtische Mobilität der Menschen wurden investiert, um das Projekt Kombilösung für die Bürgerinnen und Bürger zukunftsstark zu verwirklichen. Deshalb sollten frühere Aussagen und Vorhaben dem kommenden Liniennetzplan erneut gegenübergestellt und Verbesserungen vorgenommen werden. Unterzeichnet von: Tom Høyem Thomas H. Hock Sachverhalt / Begründung:
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2020/0955 Dez. 1 Neuer Liniennetzplatz Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 29.09.2020 38 x 1: Warum können entgegen der früheren Aussagen keine 8 Linien durch den Tunnel fahren? Bei einer reinen Linienbetrachtung in der gesamten Tunnelanlage werden in dem zukünftigen Li- niennetz 9 Linien im Tunnel verkehren. Diese sind: S1/11, S2, S4, S5/51, S52, S7, S8, Tram 1 und 2. 2. Weshalb gibt es entgegen früherer Aussagen nicht 2 Tramlinien mehr, sondern eine weniger? Im Standi-Netz werden zahlenmäßig 7 Tram-Linien in der Innenstadt ausgewiesen. Hierbei ist anzu- merken, dass die Tram-Linien 6 und 7 im Linienwechsel verkehren (Wechselpunkt: Hauptbahnhof), was bedingt durch die Doppelbedienung der Kriegsstraße notwendig war. Das neue Linienkonzept macht einen solchen Linienwechsler nicht notwendig, weshalb eine Liniennummer weniger ausge- wiesen wird. Hinzu kommt, dass die Tram-Linie 7 nur zu den Hauptverkehrszeiten montags bis frei- tags verkehrt wäre. Zusätzlich gab es im Liniennetz der letzten Jahrzehnte einen ähnlich aufgebauten Linienwechsel am Hauptbahnhof mit den Tram-Linien 3 und 4. Dieser wurde baustellenbedingt in den letzten Jahren als Parallelverkehr zwischen Europaplatz und Tivoli abgewandelt. Im zukünftigen Netz ist ein solcher Linienwechsel nicht erforderlich, weshalb fünf Tram-Linien- Nummern ausreichend sind. Dies zeigt sich auch darin, dass keine der Tram-Linien im neuen Netz am Hauptbahnhof oder Tivoli enden. 3: Warum können zur Entzerrung des Gleisdreiecks Marktplatz die Linien S7 und S8 nicht am Stumpfgleis Marktplatz enden und dadurch ggf. eine Linie zusätzlich den Tunnel nutzen? Die Stadtbahn-Linie S4 verkehrt im 20-Minuten-Takt. Die Fahrten der Stadtbahn-Linien S7 und S8 nutzen die um 10 Minuten versetzten freien Trassen der Stadtbahn-Linie S4. Somit würde sich bei einer Einkürzung zum Marktplatz keine freie Trasse ergeben. Die Fahrplanzeiten für die Stadtbahn-Linien S7 und S8 werden durch die NVBW vorgegeben. Aus den Fahrplanvorgaben ergeben sich die entsprechenden Wendezeiten. Hier käme es zu dem Konflikt, dass beide Linien im Bereich des Stumpfgleises zeitgleich abstellen müssten. Zusätzlich kommt noch die Stadtbahn-Linie S52 hinzu, welche fahrplanmäßig am Marktplatz endet. Jedoch kann im Stumpfgleis am Marktplatz nur ein Zugverband abgestellt werden. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 4: Aus welchen Gründen verliert entgegen früherer Aussagen die Waldstadt sowohl die Anbindung an den Marktplatz als auch an den Hauptbahnhof? Gibt es die Möglichkeit oder Überlegung hier zu einer besseren Lösung im Sinne der Fahrgäste und der Streckenführung zu kommen? Bis zur Haltestelle Durlacher Tor gibt es keine Änderungen bei der Tramlinie 4. Ab Durlacher Tor wird dann die Kriegsstraße mit dem künftigen Potenzial durchfahren. Marktplatz und Europaplatz wird mit genau der gleichen Fahrzeit wie heute erreicht und die Gesamtreisezeit zum Hauptbahnhof ver- kürzt sich um zwei Minuten. Selbst bei einer Streckenführung durch den Tunnel können nicht alle bisherigen Hauptziele (Marktplatz, Europaplatz und Hauptbahnhof) erreicht werden. Wie die nachfolgende Aufstellung zeigt, ist die Waldstadt nicht generell schlechter gestellt. Die wich- tigsten Relationen haben wir hier zusammengestellt: Waldstadt Zentrum => Hauptbahnhof Heute: 26 Minuten / Zukünftig: 24 Minuten einschließlich Umsteigezeit Waldstadt Zentrum => Ettlinger Tor Heute: 32 Minuten mit 2 x umsteigen, alternative: 42 Minuten mit 1 x umsteigen / Zukünftig: 15 Minuten ohne umsteigen Waldstadt Zentrum => Marktplatz Heute: 15 Minuten / Zukünftig: 17 Minuten mit 1 x umsteigen Waldstadt Zentrum => Europaplatz Heute: 19 Minuten / Zukünftig: 19 Minuten Ab 2023 ist der komplette barrierefreie Ausbau im Bereich Waldstadt vorgesehen. Nach deren Ab- schluss können mittelfristig auch Zugverbände auf der Linie 4 eingesetzt werden. Somit ist auch hier die Waldstadt bei stark wachsenden Fahrgastzahlen zukunftssicher aufgestellt. 5: Wieso gibt es entgegen vorheriger Aussagen keine zweite Linie nach Durlach-Turmberg? Im Rahmen des kombinatorischen Verfahrens wurden mehr als 100.000 verschiedene Netz- Varianten erstellt. Diese konnten nicht im Einzelnen gegenseitig verglichen werden, sondern wurden über mathematische Verfahren bewertet. Für die wesentlichen Ergebnisse wurde betrachtet: Um- steigehäufigkeit, mittlere empfundene Reisezeit und Kosten. Zusätzlich wurden folgende Netz-Qualitätsanforderungen von Seiten der VBK eingebracht: • Weiterhin 10-Minuten-Takt für alle Stadtteillinien (keine Überlagerung von zwei 20-Minuten- Takt-Linien in den Stadtteilen mit unterschiedlichen Fahrwegen in der Innenstadt) • Aufhebung der Takt-Einkürzungen bei den Linien 4 (Europäische Schule) und 5 (Sommerferi- en) • Jeweils mindestens eine Direktverbindung zum Hauptbahnhof auf den Achsen Karlstraße, Ettlinger Straße und Rüppurrer Straße Hieraus entstand das vorgelegte Netz ZIB/VBK Qualität. Dieses Netz weist nicht nur den gleichen Nutzen (Reisezeit, etc.) wie eine Standi-Variante auf, sondern erfüllt auch die oben genannten An- forderungen der Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH. Hinzu kommt, dass dieses Netz auch kosten- günstiger als eine mögliche Standi-Variante betrieben werden kann. Vor diesem Hintergrund hat sich gezeigt, dass für den Bereich Durlach die Linie Tram 1, die auch durchgehend mit Zugverbänden bedient werden kann, eine ausreichende Kapazität bietet, gleichzeig aber auch Fahrgastpotenziale ab Bahnhof Durlach Richtung Karlsruhe vorhanden sind.
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Niederschrift 15. Plenarsitzung des Gemeinderates 29. September 2020, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 37. Punkt 38 der Tagesordnung: Neuer Liniennetzplan Anfrage: FDP Vorlage: 2020/0955 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 38 zur Behandlung auf, und stellt fest, die Stellung- nahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmel- dung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 6. Oktober 2020