Beteiligung der Stadt Karlsruhe an rechtlich selbständigen wirtschaftlichen Unternehmen und Stiftungen; Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019
| Vorlage: | 2020/0944 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 30.07.2020 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Stadtkämmerei |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Grünwinkel, Hohenwettersbach, Knielingen, Neureut, Nordstadt, Oberreut, Palmbach, Rintheim, Stupferich |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 29.09.2020
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: mehrheitlich zugestimmt
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2020/0944 Dez. 4 Beteiligung der Stadt Karlsruhe an rechtlich selbständigen wirtschaftlichen Unternehmen, Eigenbetrie- ben und Stiftungen; Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 15.09.2020 15 x vorberaten Gemeinderat 29.09.2020 8 x Beschlussantrag Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Hauptausschuss - von dem Beteiligungsbericht 2019 Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Ja Nein Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant x Nein Ja Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein x Ja abgestimmt mit KVVH GmbH u.a. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Stadt Karlsruhe betreibt seit Jahren ein aktives Beteiligungsmanagement (Steuerung und Über- wachung) hinsichtlich ihrer direkten und indirekten Beteiligungen. Neben dem strategischen und operativen Beteiligungscontrolling, dem Vertragsmanagement, der Wahrnehmung von Gesellschaf- terrechten und der Mandatsbetreuung ist der Beteiligungsbericht ein zentraler Baustein des Beteili- gungsmanagements. Er stellt für alle Entscheidungsträger der Stadt Karlsruhe eine umfassende In- formationsbasis für die Aktivitäten des Konzerns Stadt Karlsruhe dar. Hierfür sind im Bericht (II. Überblick) die Verflechtungen der Stadt Karlsruhe mit den Beteiligungsgesellschaften sowie die we- sentlichen Kenndaten der Stadt im Vergleich dargestellt. Neu hinzugekommen im Vergleich zum letzten Beteiligungsbericht ist die Rubrik Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Für den eilig Lesenden sind die wesentlichen Entwicklungen in Kürze im Bericht auf den Seiten 9 bis 11 aufgezeigt. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Hauptausschuss - von dem Beteiligungsbericht 2019 Kenntnis.
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Stadtkämmerei Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 2 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 Impressum Stadt Karlsruhe Stadtkämmerei Karl-Friedrich-Straße 10 76133 Karlsruhe stk@karlsruhe.de Herausgegeben von Finanzdezernat und Stadtkämmerei – Abteilung Vermögen und Schulden, Beteiligungsmanagement – der Stadt Karlsruhe Ansprechpersonen: Torsten Dollinger Telefon: 0721 133-2000 Udo Bäuerlein Telefon: 0721 133-2020 Pascal Broßart Telefon: 0721 133-2021 Frank Binder Telefon: 0721 133-2022 Carola Reich Telefon: 0721 133-2024 Petra Petermann Telefon: 0721 133-2025 Cindy Rimmelspacher Telefon: 0721 133-2026 Sina Gießler Telefon: 0721 133-2028 Stand: Juli 2020 Layout: Sina Gießler, Cindy Rimmelspacher Druck: Rathausdruckerei auf 100 Prozent Recyclingpapier. Stadtkämmerei | 3 Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 4 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis ........................................................................................................................................................... 4 I. Einführung ................................................................................................................................................................ 7 Vorwort ...................................................................................................................................................................................................................... 8 1. Wesentliche Entwicklungen in Kürze .................................................................................................................................................................... 9 1.1 Gesellschaften und Stiftungen .............................................................................................................................................................................. 9 1.2 Beschäftigungsquote von Beschäftigten mit Behinderungen ............................................................................................................................... 10 1.3 Chancengleichheit in den städtischen Beteiligungsgesellschaften ........................................................................................................................ 10 II. Überblick ................................................................................................................................................................. 13 1. Beteiligungsübersicht ......................................................................................................................................................................................... 15 2. Unmittelbare Beteiligungen der Stadt Karlsruhe und deren Tochtergesellschaften – Stand 31. Dezember 2019 .................................................... 18 3. Wesentliche Verträge innerhalb des Konzerns Stadt Karlsruhe ............................................................................................................................ 20 4. Personalentwicklung bei der Stadt Karlsruhe und bei den Beteiligungsgesellschaften .......................................................................................... 21 5. Entwicklung der Investitionen, Abschreibungen, Zahlungsströme und Rückstellungen der Stadt und der Beteiligungsgesellschaften .................... 23 6. Entwicklung der Darlehensverbindlichkeiten ....................................................................................................................................................... 29 7. Übersicht Abschlussprüfer 2019 ......................................................................................................................................................................... 31 8. Erläuterung der wichtigsten Bilanzkennzahlen .................................................................................................................................................... 32 III. Kapital- und Personengesellschaften ..................................................................................................................... 33 Ver- und Entsorgung, Verkehr und Bäder .................................................................................................................... 35 1. KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH ............................................................................................................................ 36 2. KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH ........................................................................................................................................................... 43 3. KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH ............................................................................................................................... 47 4. VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH ........................................................................................................................................................... 51 5. Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH ...................................................................................................................................................................... 56 6. TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) ......................................................................................................................................... 62 7. Stadtwerke Karlsruhe GmbH .............................................................................................................................................................................. 67 8. Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH ............................................................................................................................................................ 73 9. SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH ................................................................................................................................................................ 77 10. SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I ................................................................................................................................................. 80 11. SWK-NOVATEC GmbH ....................................................................................................................................................................................... 83 12. EOS Windenergie GmbH & Co. KG ..................................................................................................................................................................... 87 13. Stadtwerke Rastatt Service GmbH ...................................................................................................................................................................... 90 14. KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH ................................................................................................................................ 93 15. BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH ................................................................................................................................................ 97 16. Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH ............................................................................................................................................................... 100 17. TelemaxX Telekommunikation GmbH ............................................................................................................................................................... 103 18. Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG ......................................................................................................................................................... 108 19. Fächerbad Karlsruhe GmbH ............................................................................................................................................................................. 111 20. Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) ......................................................................................................................................................... 116 21. Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH .................................................................................................................................................... 122 Wohnungswesen und Stadtentwicklung ................................................................................................................... 127 22. VOLKSWOHNUNG GmbH ................................................................................................................................................................................ 128 23. VOLKSWOHNUNG Service GmbH ..................................................................................................................................................................... 136 24. Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH ............................................................................................................................................................ 141 25. VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH ................................................................................................................................................................ 144 26. Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH ......................................................................................................................................................................... 147 27. Entwicklungsgesellschaft Cité mbH .................................................................................................................................................................. 152 28. KES – Karlsruher Energieservice GmbH ............................................................................................................................................................. 157 29. Karlsruher Fächer GmbH .................................................................................................................................................................................. 161 30. Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG ...................................................................................................................................... 166 Stadtkämmerei | 5 Gesundheit und Soziales ............................................................................................................................................ 171 31. Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH ............................................................................................................................................................ 172 32. Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD) ................................................................................................. 179 33. MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH....................................................................................... 184 34. AFB – Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH ......................................................................................................................................................... 189 Messe, Touristik, Wirtschaftsförderung, Marketing, Event und Sportstätten .......................................................... 195 35. Karlsruher Messe- und Kongress GmbH ............................................................................................................................................................ 196 36. Messe Karlsruhe GmbH ................................................................................................................................................................................... 202 37. Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG ........................................................................................................................................................... 205 38. KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH ..................................................................................................................................................... 209 39. KTG Karlsruhe Tourismus GmbH ...................................................................................................................................................................... 216 40. Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i. L. ............................................................................................................................................................... 220 41. Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH ............................................................................................................................................................ 224 42. TechnologieRegion Karlsruhe GmbH ................................................................................................................................................................ 228 IV. Rechtlich selbstständige Stiftungen ..................................................................................................................... 233 1. ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ............................................................................................................................................... 234 2. Heimstiftung Karlsruhe .................................................................................................................................................................................... 240 3. Wirtschaftsstiftung Südwest ............................................................................................................................................................................. 247 4. Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe ......................................................................................................................................... 251 5. Majolika-Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe .............................................................................................................................. 254 V. Eigenbetriebe ....................................................................................................................................................... 257 1. Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark ......................................................................................................................................................... 258 Einführung | Stadtkämmerei | 7 I. Einführung 8 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Einführung Vorwort Die Stadt Karlsruhe hat einen Teil ihrer Aufgaben auf eigenständige Unternehmen, Stiftungen, Eigenbetriebe und Zweckverbände übertragen, an denen sie entweder als Gesellschafterin beteiligt ist oder die ihr als Alleingesellschafterin zu 100 Prozent gehören. Das Aufgabenspektrum umfasst insbesondere die Versorgung, den Verkehr, das Wohnungswesen, die Gesundheit, die Messen und Kongresse, den Tourismus sowie das Stadtmarketing. Ziel des vorliegenden Beteiligungsberichtes ist es, durch eine komprimierte und übersichtliche Darstellung eine Informationsbasis für die Entscheidungsträger und den Gemeinderat, aber auch für die interessierte Öffentlichkeit zu schaffen. Der vorliegende Beteiligungsbericht der Stadt Karlsruhe beinhaltet alle wesentlichen Unternehmensdaten der städtischen Beteiligungsgesellschaften und Stiftungen und dokumentiert die hohe wirtschaftliche und finanzielle Bedeutung für die Stadt Karlsruhe. Darüber hinaus berichten alle Gesellschaften erstmalig in der neuen Rubrik Klimaschutz und Nachhaltigkeit über die durchgeführten und geplanten Maßnahmen in diesem Bereich. Ein sich quer durch fast alle Gesellschaften ziehendes Risiko ist die Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19). Wie sich die Folgen der Ausbreitung des Infektionsgeschehens auf die Geschäfte der Gesellschaften auswirken werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend abschätzbar. In den jeweiligen Rubriken „Ausblick“ wird darauf separat eingegangen. Der Bericht ist nicht nur als Druckwerk erhältlich, er kann auch über das Internetportal der Stadt Karlsruhe abgerufen werden unter: www.karlsruhe.de/b4/stadtverwaltung/stadtfinanzen/beteiligungsbericht .de Karlsruhe, im August 2020 Gabriele Luczak-Schwarz Erste Bürgermeisterin Einführung | Stadtkämmerei | 9 1. Wesentliche Entwicklungen in Kürze 1.1 Gesellschaften und Stiftungen Einen maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH (S . 36 ff) nehmen insbesondere die Beteiligungsergebnisse der Tochtergesellschaften und die weitere Entwicklung der Dividendenerträge aus dem EnBW-Aktienbesitz. Aufgrund der Corona-Pandemie ist von einem drastischen Anstieg des Fehlbetrages in 2020 auszugehen. In den kommenden Jahren werden deutlich mehr Transfermittel aus dem Haushalt der Stadt Karlsruhe zur Stabilisierung der Konzerngruppe KVVH benötigt. Darüber hinaus sind Konsolidierungsanstrengungen zur Verbesserung der Ergebnissituation in den jeweiligen Tochtergesellschaften unerlässlich. Die Bautätigkeit der KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (S. 47 ff) als Bauherrin der Kombilösung war in 2019 für das Teilprojekt Stadtbahn- und Straßenbahntunnel auf den Innenausbau fokussiert. Die Arbeiten am zweiten Teilprojekt der Kombilösung, dem Umbau der Kriegsstraße mit einem Autotunnel und einer darüber liegenden neuen Gleistrasse, haben in 2019 den planmäßigen Baufortschritt erreicht. Die Bautätigkeit im Geschäftsjahr 2020 wird sich im Wesentlichen auf den Ausbau der unterirdischen Haltestellen im Stadtbahntunnel sowie die Rohbauarbeiten in der Kriegsstraße konzentrieren. Um Wohnumfelder attraktiver zu gestalten, investierte die VOLKSWOHNUNG GmbH (S. 128 ff) neben dem Wohnungsneubau auch in Infrastrukturaktivitäten. Sie führte ihr umfangreiches Mietneubauprogramm im Karlsruher Stadtgebiet auch 2019 weiter. Aufgrund der Lage und der anhaltenden Nachfrage für attraktive Mietobjekte sieht die VOLKSWOHNUNG GmbH keine Vermarktungsschwierigkeiten. Für das Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH (S. 172 ff) ergibt sich vor dem Hintergrund der Coronakrise eine wirtschaftlich sehr kritische Situation mit dringendem Handlungsbedarf. Zusätzlich führt das zum 01.07.2019 in Kraft getretene Pflegepersonalstärkungsgesetz zu einer wesentlichen Veränderung der Krankenhausfinanzierung, da die Pflegepersonalkosten aus den DRG-Fallpauschalen ausgegliedert werden. Die finanziellen Auswirkungen sind noch nicht kalkulierbar. Im Jahr 2019 erwirtschaftete die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) (S. 196 ff) neben einem neuen Umsatzrekord in allen Geschäftsbereichen auch ihr bisher bestes operatives Ergebnis. Die Corona-Krise im Jahr 2020 führt trotz starker Gegenmaßnahmen zu einem deutlichen Anstieg des prognostizierten Fehlbetrages. Die KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (S. 209 ff) hat die erfolgreiche Bewerbung der Stadt Karlsruhe um den Titel einer UNESCO City of Media Arts mit vorangetrieben. Das im Zuge der Corona-Pandemie erlassene Verbot von Großveranstaltungen bis Ende August 2020 führt zu Verschiebungen bzw. Absagen von zahlreichen Veranstaltungen. Die finanziellen Auswirkungen sind zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar. Mit der im September 2019 eröffneten modernen Pflegeeinrichtung „Pflege und Wohnen Alte Mälzerei“ schafft die Heimstiftung Karlsruhe (S. 240 ff.) als verlässlicher Partner mit langjähriger Erfahrung und hoher Fachkompetenz eine Einrichtung mit 100 Pflegeplätzen und 15 barrierefreien, größtenteils rollstuhlgerechten Wohnungen für Betreutes Wohnen mit Wohnberechtigungsschein. Mit dem Verlauf der seit November 2018 laufenden Vorabmaßnahmen im Karlsruher Wildpark ist der Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark (S. 258 ff) äußerst zufrieden. Der offizielle Spatenstich in der Ostkurve des Stadions am 9. Dezember 2019 war der Startschuss zum Vollumbau mit Übergabe des ersten Bauabschnittes an den Totalunternehmer BAM Sports GmbH. Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung am 26. Mai 2020 das Ergebnis der Kostenentwicklung und des ausgewiesenen Risikos zur Kenntnis genommen und der Fortführung des Projekts unter den geänderten Voraussetzungen zugestimmt. 10 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Einführung 1.2 Beschäftigungsquote von Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen mit Behinderungen Seit der Stellungnahme zum Antrag „Beschäftigungsquote von Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen“ vom 14. März 2014 wurde ermittelt, dass von den Gesellschaften mit städtischer Mehrheitsbeteiligung folgende Gesellschaften die gesetzliche Beschäftigungsquote von 5 Prozent nicht erfüllen: Die KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH, die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG), der Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) sowie die Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD). Daher wird seit 2014 jährlich über die Entwicklung bei diesen Gesellschaften berichtet. Gesellschaft Quote in % Ausgleichsabgabe in € Fehlende Pflichtplätze in Personen 2017 2018 2019 2017 2018 2019 2017 2018 2019 KBG 0,00 0,00 1,89 1.500 875 0 1 1 0 AVG 4,29 4,41 4,33 9.125 7.875 9.500 7 5 7 KVV 0,00 0,00 0,00 1.500 5.280 12.480 1 2 3 KVD 3,46 3,24 3,38 5.250 6.125 5.750 4 4 4 1.3 Chancengleichheit in den städtischen Beteiligungsgesellschaften Am 7. März 2017 wurde in einer öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses ein „Rahmenkonzept zur Förderung von Frauen in Führungspositionen in den Gesellschaften der Stadt Karlsruhe“ beschlossen. Das Konzept wurde unter Mitwirkung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt mit den Gesellschaften Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH, Stadtwerke Karlsruhe GmbH, VBK - Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH und VOLKSWOHNUNG GmbH entwickelt. In einem weiteren Schritt hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 16. Juli 2019 beschlossen, dass das Rahmenkonzept zur Förderung von Frauen in Führungspositionen in den Gesellschaften der Stadt Karlsruhe nunmehr von allen Beteiligungsgesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe angewandt werden soll. Diese Gesellschaften berichten erstmals für das Geschäftsjahr 2019. Die wesentlichen Bestandteile: Erhebung einer Personalstatistik Festlegung von Instrumenten/Maßnahmen zur Frauenförderung Berichterstattung über den Umsetzungsstand im Aufsichtsrat Berichterstattung über den Umsetzungsstand in den städtischen Gremien sind für alle städtischen Gesellschaften – soweit sinnvoll anwendbar – verbindlich. Einführung | Stadtkämmerei | 11 Zur Berichterstattung in den städtischen Gremien gehört auch die Veröffentlichung des Frauenanteils in den obersten drei Führungsebenen im Beteiligungsbericht. Gesellschaft 1. Ebene 2. Ebene 3. Ebene 2017 2018 2019 2017 2018 2019 2017 2018 2019 KVVH GmbH Geschäftsbereich Rheinhäfen 5) 5) 100 % 5) 5) 33 % 5) 5) 7) Stadtwerke Karlsruhe GmbH 0 % 0 % 0 % 7 % 13 % 24 % 15 % 15 % 18 % Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 5) 5) 0 % 5) 5) 0 % 5) 5) 10 % KEK - Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 5) 5) 0 % 5) 5) 50 % 5) 5) 78 % VBK - Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH und. KASIG 6) 0 % 0 % 0 % 13 % 13 % 13 % 10 % 12 % 13 % KBG - Karlsruher Bädergesellschaft mbH 5) 5) 0 % 5) 5) 100 % 5) 5) 0 % Fächerbad Karlsruhe GmbH 5) 5) 0 % 5) 5) 0 % 5) 5) 0 % Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 0 % 0 % 0 % 10 % 17 % 17 % 10 % 13 % 19 % Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 5) 5) 0 % 5) 5) 20 % 5) 5) 50 % VOLKSWOHNUNG GmbH 3) 0 % 0 % 0 % 20 % 20 % 20 % 36 % 36 % 41 % VOLKSWOHNUNG Service GmbH 5) - 5) 0 % 5) 5) 100 % 5) 5) 0 % Karlsruher Fächer GmbH 4) 5) 5) 0 % 5) 5) 100 % 5) 5) 4) Städtisches Klinikum gGmbH Verwaltung 1) 0 % 0 % 0 % 25 % 25 % 43 % 53 % 75 % 71 % Städtisches Klinikum gGmbH Med. Bereich 2) 5) 5) 5) 8 % 8 % 4 % 31 % 32 % 35 % Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 5) 5) 50 % 5) 5) 100 % 5) 5) 100 % MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH 5) 5) 33 % 5) 5) 50 % 5) 5) 7) KMK GmbH 5) 5) 100 % 5) 5) 57 % 5) 5) 30 % KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH 5) 5) 0 % 5) 5) 40 % 5) 5) 50 % KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 5) 5) 0 % 5) 5) 100 % 5) 5) 83 % Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH 5) 5) 100 % 5) 5) 50 % 5) 5) 0 % 1) 1. Ebene: Geschäftsführung, 2. Ebene: Geschäftsbereichsleitungen, 3. Ebene: Sachgebiets-/Abteilungsleitungen 2) 1. Ebene: der medizinische Geschäftsführer wird dem Verwaltungsbereich zugerechnet, 2. Ebene: Chefärztinnen/Chefärzte und Institutsleitungen, 3. Ebene: Oberärztinnen/Oberärzte/Pflegedienstleitungen 3) 1. Ebene: Geschäftsführung, 2. Ebene: Bereichsleitungen und Stabstellenleitungen, 3. Ebene: Teamleitungen 4) Die Geschäftsführung der Karlsruher Fächer GmbH (KFG) erbringt auch die Geschäftsführung für die Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs- KG (KFE). Die KFE hat keine eigenen Mitarbeitenden. Bei der KFG gibt es nur zwei Hierarchieebene. Darunter kommen direkt die Mitarbeitenden. 5) Gemeinderatsbeschluss vom 16. Juli 2019, Berichtspflicht ab 2019 6) Beschäftigte VBK inklusive abgeordnete Beschäftigte an die KASIG 7) Keine dritte Führungsebene vorhanden Überblick | Stadtkämmerei | 13 II. Überblick 14 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Überblick Überblick | Stadtkämmerei | 15 1. Beteiligungsübersicht Durch die Gemeindeordnung Baden-Württemberg (GemO) ist die Stadt Karlsruhe im Rahmen des Beteiligungsmanagements aufgefordert, eine aktive Beteiligungssteuerung und -überwachung zu implementieren. Hierzu gehört auch die Verpflichtung jährlich einen Beteiligungsbericht zu erstellen (§ 105 Abs. 2 GemO), der öffentlich bekannt zu geben und auszulegen ist (§ 105 Abs. 3 GemO). Die Stadt Karlsruhe hat sich zudem zum Ziel gesetzt, im Sinne einer gesamtheitlichen Konzernberichterstattung die wesentlichen Wechselwirkungen zum Kämmereihaushalt im Beteiligungsbericht darzustellen. In Tabelle 1 sind die jeweiligen Kapitalanteile der Stadt Karlsruhe an den dort aufgeführten Unternehmen, unabhängig von der Beteiligungsquote, dargestellt. Nachfolgend wird in Kurzform über die Unternehmen berichtet, an denen die Stadt Karlsruhe unmittelbar oder mittelbar mit mehr als 25 Prozent beteiligt ist. Über Stiftungen wird nur dann informiert, wenn die Stadt Karlsruhe aus eigenen Mitteln zum Stiftungskapital beigetragen hat. Zudem erfolgt ein Kurzbericht über den Geschäftsverlauf des Eigenbetriebs Fußballstadion im Wildpark. Die Mehrzahl der vorgelegten Jahresabschlüsse 2019 wurde bis zum Berichtszeitpunkt (30. Juni 2020) von den beauftragten Abschlussprüfern geprüft. Die abschließende Feststellung durch die Beschlussgremien steht zum Teil noch aus. Da dort keine Änderungen mehr zu erwarten sind, werden nachfolgend nur die noch nicht abschließend geprüften Jahresabschlüsse 2019 mit dem Vermerk „vorläufig“ versehen. 16 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Überblick Tabelle 1: Übersicht über sämtliche direkte städtische Beteiligungen, unabhängig von der jeweiligen Beteiligungsquote Städtische Beteiligungen Stand der Geschäftsanteile/ Stammeinlagen am 31. Dezember 2019 Stammkapitalanteil in € Beteiligungswert 1) in € 1 Abwasserverband „Mittleres Pfinz- und Bocksbachtal 857.519,33 857.519,33 2 AFB – Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH 52.000,00 52.000,00 3 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 420.000,00 420.000,00 4 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 14.400,00 9.871.628,00 5 Badischer Gemeinde-Versicherungs-Verband (BGV) 25.450,00 25.450,00 6 Eigenbetrieb Stadion im Wildpark 2.000.000,00 15.689.920,84 7 Fächerbad Karlsruhe GmbH 62.500,00 14.798.500,00 8 Regionales Rechenzentrum Karlsruhe VermietungsGdbR 1.423.205,71 1.423.205,71 9 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 12.500,00 12.500,00 10 Karlsruher Fächer GmbH 270.000,00 8.669.551,72 11 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 4.000.000,00 13.320.000,00 12 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 3.100.000,00 23.547.126,93 13 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 14.400,00 11.100,00 14 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 33.233,97 33.233,97 15 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH 475.000,00 475.000,00 16 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 50.000,00 50.000,00 17 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 25.000,00 275.000,00 18 Kunststiftung Baden-Württemberg GmbH 511,29 511,29 19 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 107.372.000,00 264.912.517,24 20 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 20 58.277.048,62 35.449.913,70 21 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 300.500,00 1.303.000,00 22 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 26.000.000,00 28.670.412,22 23 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I 500.000,00 176.993,03 24 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 1.200,00 1.200,00 25 VOLKSWOHNUNG GmbH 37.000.000,00 36.817.159,69 26 Zweckverband 4IT 394.202,49 394.202,49 Zusammen 242.680.671,41 457.257.646,16 1) Entsprechend den „Anschaffungs- und Herstellungskosten“, das heißt entsprechend den tatsächlichen Buchungen und Zugangsanordnungen. Aufgrund der Prüfungsfeststellungen der Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg zur Eröffnungsbilanz werden Stiftungen nicht mehr als Beteiligungen – sondern als verlorener Zuschuss – und Gesellschaften als Ausleihungen dargestellt. Überblick | Stadtkämmerei | 17 Tabelle 2: Übersicht über Unternehmen, an denen die Stadt Karlsruhe direkt 1) mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist Gesellschaft Beteili- gungs- quote Stadt Bilanz- summe Ergebnis 2019 Plan 2019 2) % T€ + Gewinn - Verlust T€ + Gewinn - Verlust T€ 1 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 100,00 443.286 -14.103 -8.412 2 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I 26,15 1.242 +167 +151 3 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 50,00 268 -81 -19 4 Fächerbad Karlsruhe GmbH 100,00 24.707 -3.196 -2.594 5 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 6) 52,00 41.430 -4.117 -4.618 6 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 43,90 44.559 -1.912 0 7 VOLKSWOHNUNG GmbH 100,00 762.223 +14.846 +3.630 8 Karlsruher Fächer GmbH 100,00 3) 19.826 +755 +187 9 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 100,00 54.713 -220 -279 10 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 100,00 500.122 -2.890 -2.937 11 AFB – Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH 100,00 1.587 -41 -299 12 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 100,00 31.214 -11.047 -11.115 13 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co.KG 69,90 78.140 -32.652 -33.061 14 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 95,00 2.159 -41 0 15 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 100,00 1.907 +4 0 16 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 5) 100,00 4) 1.422 1.143 1.096 17 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 48,00 1.018 +59 +11 1) Über deren Tochterunternehmen, an denen die Stadt Karlsruhe mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist (wie VBK GmbH und Stadtwerke Karlsruhe GmbH), wird nachfolgend in Kapitel III berichtet. 2) In der Regel der vom Beschlussgremium genehmigte Urplan; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 3) Hiervon hält die Gesellschaft eigene Anteile in Höhe von 28,2 % am Stammkapital. 4) Hiervon hält die Gesellschaft eigene Anteile in Höhe von 59,6 % am Stammkapital. 5) Die Gesellschaft befindet sich seit dem 01.01.2018 in Liquidation. Die Aufgaben wurden von der KME und der KTG übernommen. 6) Ergebnis 2019 und Plan 2019 nach Verlustausgleich Gesellschafter. 18 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Überblick 2. Unmittelbare Beteiligungen der Stadt Karlsruhe und deren Tochtergesellschaften 1 – Stand 31. Dezember 2019 Ver- und Entsorgung, Verkehr und Bäder Wohnungswesen und Stadtentwicklung KVVH-Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 100 % VOLKSWOHNUNG GmbH 100 % Stadtwerke Karlsruhe GmbH 80 % VOLKSWOHNUNG Service GmbH 100 % VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 100 % VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH 100 % KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH 100 % Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH 60 % KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH 100 % KES – Karlsruher Energieservice GmbH 50 % Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 94 % Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 50 % Fächerbad Karlsruhe GmbH 100 % Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 38,8 % Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 6 % Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 10 % Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 52 % Karlsruher Fächer GmbH 100 % Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 43,9 % Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 100 % KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 50 % 1 Ohne Beteiligungen unter 25 Prozent und ohne die Tochtergesellschaften der Stadtwerke Karlsruhe GmbH sowie der Albtal—Verkehrs-Gesellschaft mbH (siehe III. Ziff. 5 und Ziffer 7 ). Überblick | Stadtkämmerei | 19 Unmittelbare Beteiligungen der Stadt Karlsruhe und deren Tochtergesellschaften 2 – Stand 31.12.2016 Gesundheit und Soziales Messe, Touristik, Wirtschaftsförderung, Marketing, Event und Sportstätten Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 100 % Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 100 % Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 100 % Messe Karlsruhe GmbH 100 % MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH 100 % Neue Messe Karlsruhe GmbH Co. KG 69,90 % AFB – Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH 100 % KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 95 % KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 100 % Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 100 % Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 48 % 1 Ohne Beteiligungen unter 25 Prozent und ohne die Tochtergesellschaften der Stadtwerke Karlsruhe GmbH sowie der Albtal—Verkehrs-Gesellschaft mbH (siehe III. Ziff. 5 und Ziffer 7 ). 20 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Überblick 3. Wesentliche Verträge innerhalb des Konzerns Stadt Karlsruhe Gesellschaft Vertrag Vertragspartner KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge VBK, KBG, KASIG, AVG Ergebnisabführungsvertrag SWK KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag KVVH Fächerbad Karlsruhe GmbH Geschäftsbesorgungsvertrag SWK Erbbauvertrag Stadt Karlsruhe KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag KVVH Konzessionsvertrag Stadt Karlsruhe Stadtwerke Karlsruhe GmbH Konzessionsvertrag Stadt Karlsruhe Ergebnisabführungsverträge KVVH, SWK Netzservice, SWK Novatec Pachtvertag (bezüglich Strom- und Gasverteilnetz) SWK Netzservice SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I Geschäftsbesorgungsvertrag SWK-Regenerativ-Verw. GmbH KEK- Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH Geschäftsbesorgungsvertrag SWK VBK - Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH Konzessionsvertrag Stadt Karlsruhe Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag KVVH Verkehrs- und Einnahmeaufteilungsvertrag KVV Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH Verkehrsvertrag (über Angebote im SPNV im Land Baden- Württemberg) Land Baden-Württemberg Verkehrsvertrag (über Angebote im SPNV im Land Rheinland-Pfalz) Zweckverband SPNV Reinland-Pfalz Süd Verkehrsvertrag (über Angebote im SPNV im Landkreis Karlsruhe) Landkreis Karlsruhe Vereinbarungen über den Bau, Betrieb und Finanzierung von Stadtbahnverbindungen Betroffene Gebietskörperschaften Gewinnabführungsvertrag KVVH Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) Vereinbarungen über die weitere Finanzierung des KVV Länder BW + Rheinland-Pfalz, Landkreise Karlsruhe, Rastatt + Germersheim, Städte Karlsruhe + Baden-Baden Ergänzende Vereinbarung zum KVV- Gesellschaftsvertrag über die Finanzierung der Verbundorganisation sowie die verbundbedingten Lasten Landkreise Karlsruhe, Rastatt, Germersheim, Südliche Weinstraße, Städte Karlsruhe, Baden-Baden, Landau Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH Rahmenvereinbarung über die Weiterentwicklung des Gewerbeparks und des Flughafens (Baden Airpark GmbH) sowie Fortführungsvereinbarung Land Baden-Württemberg + Flughafen Stuttgart GmbH VOLKSWOHNUNG GmbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge VOWO Service + KGK Geschäftsbesorgungsvertrag VOWO Service + VOWO Bauträger + KGK + Cité + Wohnbau Wörth Karlsruher Fächer GmbH Mietverträge zum Ständehaus, Rathauserweiterung und Teilen des Technischen Rathauses Stadt Karlsruhe Pachtvertrag (Hauptbahnhof-Garage) Stadt Karlsruhe Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG Einbringungsvertrag (Einbringung von Grundstücken in die Gesellschaft) Stadt Karlsruhe Vertrag über den Verkauf der öffentlichen Flächen Stadt Karlsruhe Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Dienstleistungsvertrag (unter anderem Bezügerechnung, Personalbetreuung) Stadt Karlsruhe Besondere Vereinbarungen über den Umfang der Nebentätigkeit Leitende Ärzte am Klinikum Beteiligung des Klinikums als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg Land Baden-Württemberg Beherrschungsverträge KVD, MVZ Vertrag über die Durchführung der Gebäudereinigung KVD Budgetvereinbarung Krankenkassen Pflegesatzvereinbarung Krankenkassen Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Pachtverträge (Tiefgarage und städt. Hallen am Festplatz) Stadt Karlsruhe Facility Management-Vertrag VOWO Service Mietvertrag (Anmietung der Messe auf 29 Jahre) Neue Messe (NMK) Überlassungs- und Dienstleistungsvertrag (technische Anlagen auf dem Gelände der NMK) SWK Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG Erbbaurechtsvertrag Stadt Rheinstetten KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH Kooperationsvereinbarung bezüglich Baustellenmarketing KASIG Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH Mietvertrag (über die Anmietung diverser Sportstätten) Stadt Karlsruhe Überblick | Stadtkämmerei | 21 4. Personalentwicklung bei der Stadt Karlsruhe und bei den Beteiligungsgesellschaften Bei den Personalzahlen handelt es sich in der Regel um umgerechnete Vollkraftstellen. Die Stadt Karlsruhe arbeitet mit Stichtagszahlen (31.12.2019), während die Beteiligungsgesellschaften (hier sind auch die von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten erfasst) in der Regel Durchschnittszahlen verwenden. Nicht berücksichtigt sind die rechtlich selbständigen Stiftungen ZKM, Heimstiftung, Wirtschaftsstiftung Südwest, Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe sowie Majolika – Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe. Der Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark wurde bei der Personalentwicklung der Stadt Karlsruhe mitberücksichtigt. Diagramm 1: Personalentwicklung 2010 bis 2019 Der Anstieg bei der Stadt Karlsruhe gegenüber 2015 beträgt 400 Vollkraftstellen (+ 8,3 Prozent), während bei den Beteiligungsgesellschaften 793 Vollkraftstellen (+ 11,1 Prozent) hinzukamen. Rund 60 Prozent der gesamten Beschäftigten arbeiten in Beteiligungsgesellschaften. Diese Quote ist in den letzten Jahren nahezu konstant. 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 2010201120122013201420152016201720182019 Stadt KarlsruheBeteiligungsgesellschaften 10.915 11.915 13.108 6.591 (58%) 4.324 (42%) 7.113 (63%) 4.802 (37%) 7.906 (60%) 5.202 (40%) 22 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Überblick 1) Tabelle 3: Personalaufwand bei Stadt und Gesellschaften 2015 bis 2019 in T€ Gesellschaft 2015 2016 2017 2018 2019 1 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH (nur Personal Rheinhäfen) 2.549 2.575 2.660 2.817 2.946 2 KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH 1.876 1.905 1.994 2.274 2.318 3 KASIG- Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH 1) 1) 1) 1) 1) 4 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 68.995 73.353 76.203 80.430 82.095 5 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 47.913 49.135 54.203 63.904 61.092 6 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) 1.838 2.057 2.335 2.322 2.553 7 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 5) 51.390 53.352 55.406 57.799 59.704 8 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 29.393 29.940 30.718 31.424 32.837 9 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 10 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I 1) 1) 1) 1) 1) 11 SWK-NOVATEC GmbH 1) 1) 1) 106 486 12 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 4) 4) 4) 1) 1) 13 Stadtwerke Rastatt Service GmbH 5) 5) 5) 1) 1) 14 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 516 644 739 825 877 15 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 1) 1) 1) 1) 1) 16 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 17 TelemaxX Telekommunikation GmbH 4.613 5.033 5.832 6.202 8.043 18 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 1) 2) 1) 2) 1) 2) 1) 2) 1) 2) 19 Fächerbad Karlsruhe GmbH 1.186 1.294 1.569 1.704 1.968 20 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 2.314 2.426 2.927 3.031 3.554 21 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 12 12 13 12 12 22 VOLKSWOHNUNG GmbH 10.890 11.218 11.664 12.917 12.704 23 VOLKSWOHNUNG Service GmbH 2.893 2.988 3.150 4.927 3.686 24 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 1) 1) 1) 1) 1) 25 VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 26 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 898 900 888 993 1.083 27 Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 89 58 6 6 7 28 KES – Karlsruher Energieservice GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 29 Karlsruher Fächer GmbH 701 932 1.028 1.251 1.442 30 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 697 566 568 603 695 31 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 218.830 224.083 232.796 242.473 254.964 32 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial-und Gesundheitswesen GmbH 3.454 3.654 3.827 4.118 4.457 33 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum am städt. Klinikum Karlsruhe GmbH 833 994 1.008 1.217 1.317 34 AFB – Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH 2.273 2.336 2.512 2.745 3.029 35 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 8.658 8.752 9.016 9.766 11.001 36 Messe Karlsruhe GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 37 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 1) 1) 1) 1) 1) 38 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher: KEG) 901 1.048 1.167 1.805 1.897 39 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 1.665 1.557 1.624 1.706 1.594 40 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 1.490 943 891 15 10 41 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 196 194 179 178 169 42 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 4) 4) 4) 84 300 451 Personalaufwand Gesellschaften 467.063 481.943 505.007 535.053 556.991 Personalaufwand Stadt 6) 299.044 311.700 327.300 340.100 359.100 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat am 8. Oktober 2015 einen Kommanditanteil an der Gesellschaft in Höhe von einem Drittel erworben. 3) Die Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 07.04.2017 gegründet. 4) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat mit notariellem Kaufvertrag vom 06./07.06.2018 sämtliche Kommanditanteile der Gesellschaft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018 erworben. 5) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). 6) Seit 2018 ist der Personalaufwand des Eigenbetriebs Fußballstadion im Wildpark mitberücksichtigt. Überblick | Stadtkämmerei | 23 5. Entwicklung der Investitionen, Abschreibungen, Zahlungsströme und Rückstellungen der Stadt und der Beteiligungsgesellschaften Nicht berücksichtigt sind die rechtlich selbständigen Stiftungen ZKM, Heimstiftung, Wirtschaftsstiftung Südwest, Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe sowie Majolika – Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe, sowie der Eigenbetrieb Stadion im Wildpark. Der Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark wurde bei der Investitionsentwicklung der Stadt Karlsruhe mitberücksichtigt. Diagramm 2: Investitionsentwicklung 2007 bis 2019 in Mio. € Der größte Teil der Investitionen innerhalb des Konzerns Stadt Karlsruhe entfällt auf die Beteiligungsgesellschaften. Ihr Anteil schwankt zwischen 58,4 Prozent (2008) und 76 Prozent (2015). In den Jahren 2016 bis 2019 schlagen insbesondere die Investitionen der KASIG (Kombilösung), der Stadtwerke Karlsruhe GmbH in die Fernwärmeversorgung sowie die Baumaßnahmen des Städtischen Klinikums gGmbH zu Buche. 0,00 100,00 200,00 300,00 400,00 500,00 600,00 700,00 800,00 900,00 2007200820092010201120122013201420152016201720182019 Stadt KarlsruheBeteiligungsgesellschaften 552,7 134,4 (24 %) 418,3 (76 %) 321,2 150,0 (58,4% 106,7 (41,6% 767,7 495,7 (65%) 197,0 (35%) 24 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Überblick Tabelle 4: Entwicklung der Investitionen und Abschreibungen bei der Stadt und den Beteiligungsgesellschaften 2015 bis 2019 Gesellschaft 2015 1) 2016 1) 2017 1) 2018 1) 2019 1) Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio. € Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio. € Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio. € Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio. € Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio. € KVVH - Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 2,5 2,1 0,7 2,2 21,7 2,5 68,6 2,7 15,37 2,7 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 79,4 28,3 72,9 30,5 50,9 31,0 57,0 33,5 79,8 34,5 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 59,7 16,5 46,5 19,3 39,1 21,7 27,8 22,7 22,8 22,7 KASIG- Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft mbH 144,0 0,2 121,6 0,2 157,3 0,3 123,9 0,2 163,1 0,2 KBG - Karlsruher Bädergesellschaft mbH 1,8 1,8 0,8 1,8 0,2 1,8 1,5 1,8 0,3 1,9 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 46,1 6,7 13,4 7,5 30,4 29,3 151,2 11,6 58,9 10,8 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 2,2 1,9 3,3 1,9 2,4 2,3 3,0 3,2 4,3 3,4 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG- Solarpark I 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 SWK-NOVATEC GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 4) 4) 4) 4) 4) 4) 0,0 0,8 0,0 0,8 Stadtwerke Rastatt Sevice GmbH 5) 5) 5) 5) 5) 5) 0,0 0,0 0,0 0,0 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,5 0,0 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TelemaxX Telekommunikation GmbH 4,5 3,6 8,0 3,8 12,6 4,0 3,6 5,1 4,8 5,6 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 3,5 0,0 9,2 0,3 0,7 0,8 0,0 0,8 0,0 0,8 Fächerbad Karlsruhe GmbH 5,7 0,1 6,3 0,3 3,0 0,8 5,8 0,9 0,5 1,2 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,0 0,1 0,4 0,1 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 2,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,9 VOLKSWOHNUNG GmbH 32,8 15,7 59,4 14,3 66,2 15,0 54,5 20,3 60,1 16,2 VOLKSWOHNUNG Service GmbH 0,5 1,7 0,3 1,6 0,6 1,6 1,2 1,5 1,0 1,3 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,0 VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 6,4 0,7 9,9 0,9 4,3 0,9 0,9 1,0 5,2 1,1 Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 0,0 0,3 0,0 0,3 0,0 0,3 0,3 0,2 0,0 0,1 KES – Karlsruher Energieservice GmbH 0,0 0,3 0,0 0,3 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,3 Karlsruher Fächer GmbH 1,7 1,1 0,4 1,1 1,6 1,1 1,4 1,1 0,4 0,7 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs- KG 1,6 0,5 26,5 0,5 1,9 1,3 5,4 1,3 9,0 1,5 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 21,7 16,6 25,6 16,3 54,2 16,1 57,5 17,3 67,9 19,1 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial und Gesundheitswesen GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 AFB – Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Messe und Kongress GmbH 0,4 1,8 2,5 1,7 2,3 1,9 1,3 2,3 1,0 2,5 Messe Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 0,5 4,5 0,0 4,6 0,0 4,5 0,0 4,5 0,0 4,5 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 0,1 0,3 0,1 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 3) 3) 3) 3) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamt 418,2 104,6 407,5 109,8 449,5 137,7 565,1 133,5 495,7 134,2 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe 134,4 77,3 135,5 72,3 158,5 89,9 197,0 78,4 272,3 126,4 1) Stand 31. Dezember (Ausnahme: KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH, bis 30. September 2017) 2) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat am 8. Oktober 2015 einen Kommanditanteil an der Gesellschaft in Höhe von einem Drittel erworben. 3) Die Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 07.04.2017 gegründet. 4) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. 5) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). Überblick | Stadtkämmerei | 25 Diagramm 3: Entwicklung der Zahlungsströme 2007 bis 2019 in T€ zwischen Stadt und Beteiligungsgesellschaften Bei den Ausschüttungen handelt es sich im Wesentlichen um Konzessionsabgaben Versorgung und Verkehr. Unter die sonstigen Zuwendungen der Stadt fallen unter anderem (Ertrags-) Zuschüsse, Stammkapitalerhöhungen und zinslose Darlehen. Minuszahlen beim Saldo bedeuten eine Belastung des städtischen Haushalts. Die Zahlen im Geschäftsjahr 2019 sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich verschlechtert. Dies ist insbesondere auf die höheren sonstigen Zuwendungen an das Städtischen Klinikum (-27 Mio. €) zurückzuführen. Nähere Details können der folgenden Tabelle „Entwicklung der Zahlungsströme 2017 bis 2019“ entnommen werden. 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 -5.426 -1.925 7.365 -19 -2.910 -3.402 -20.529 -16.205 -5.338 -22.986 -18.479 -42.978 -72.166 -150.000 -125.000 -100.000 -75.000 -50.000 -25.000 0 25.000 50.000 75.000 Jahr Ausschüttungen an die StadtVerlustausgleiche und sonstige ZuwendungenSaldo 26 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Überblick Tabelle 5: Entwicklung der Zahlungsströme 2017 bis 2019 1) in T€ 2017 2018 2019 Ausschüt- tungen 2) Verlust- ausgleiche Sonstige Zuwen- dungen 3) Saldo Ausschüt- tungen 2) Verlust- ausgleiche Sonstige Zuwen- dungen 3) Saldo Ausschüt- tungen 2) Verlust- ausgleiche Sonstige Zuwen- dungen 3) Saldo Konzern KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 24.442 0 -3.758 20.684 22.509 0 -23.929 -1.420 28.748 c -35.047 -6.299 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 4) 984 0 0 984 0 0 0 0 0 0 0 0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG -Solarpark I 45 0 0 45 45 0 0 45 45 0 0 45 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0 0 -371 -371 0 0 -371 -371 0 0 -389 -389 Fächerbad Karlsruhe GmbH 18 -2.368 0 -2.350 29 -2.891 -263 -3.125 27 -3.196 -10.309 -13.478 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0 -1.567 -171 -1.738 0 -1.803 -179 -1.982 0 -2.219 -186 -2.405 VOLKSWOHNUNG GmbH 338 0 -3.367 -3.029 345 0 -3.848 -3.503 355 0 -169 186 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 2 0 0 2 2 0 0 2 2 0 0 2 Karlsruher Fächer GmbH 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 -2.528 -2.528 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 100 0 0 100 105 0 0 105 108 0 0 108 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 0 0 -11.600 -11.600 7 0 -12.500 -12.493 7 0 -27.457 -27.450 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 0 -11.212 0 -11.212 0 -11.996 0 -11.996 0 -11.047 0 -11.047 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 62 0 0 62 62 0 0 62 62 0 0 62 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH 0 0 -2.985 -2.985 0 0 -3.057 -3.057 0 0 -3.396 -3.396 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0 0 -2.677 -2.677 0 0 -2.902 -2.902 0 0 -2.956 -2.956 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH 0 0 -2.060 -2.060 0 0 0 0 0 0 0 0 AFB – Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH 0 0 -2.321 -2.321 0 0 -2.331 -2.331 0 0 -2.608 -2.608 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0 0 -13 -13 0 0 -12 -12 0 0 -13 -13 25.991 -15.147 -29.323 -18.479 23.104 -16.690 -49.392 -42.978 29.354 -16.462 -85.058 -72.166 1) Ohne Heimstiftung, Stiftung Kompetenzzentrum für Finanzierung und Beratung, Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe, Majolika – Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe sowie ohne Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM). 2) Im Wesentlichen Konzessionsabgabe Stadtwerke, Rückfluss Gesellschafterdarlehen sowie Bürgschaftsgebühren 3) Zum Beispiel Zuschüsse und Stammkapitalerhöhungen sowie Zahlungen aus Wohnraumförderprogrammen. 4) Ab dem 01.01.2018 Integration der AVG in den KVVH- Konzern Überblick | Stadtkämmerei | 27 Tabelle 6: Ergebnisübersicht 2015 bis 2019 über Unternehmen, an denen die Stadt Karlsruhe direkt 1) mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist in T€ Gesellschaft 2015 2016 2017 2018 2019 1 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH -3.227 -1.815 -10.536 -7.308 -14.103 2 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I +124 +110 +174 +182 +167 3 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH +53 -5 +39 -71 -81 4 Fächerbad Karlsruhe GmbH -98 -396 -2.368 -2.891 -3.196 5 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 2) +0 +0 +0 +0 +0 6 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH +0 +0 +0 +0 +0 7 VOLKSWOHNUNG GmbH +6.807 +6.805 +9.592 +16.433 +14.965 8 Karlsruher Fächer GmbH +429 +403 +279 +334 +755 9 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG -965 -501 -313 -439 -220 10 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH -1.535 -1.728 -7.503 -3.688 -2.890 11 AFB – Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH +399 +264 + 140 -141 -41 12 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH -11.396 -10.239 -11.212 -11.996 -11.046 13 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG -1.283 -1.177 -1.427 -1.522 -1.411 14 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH -3 +0 -69 -38 +106 15 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH -66 +1 +1 +0 +9 16 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. -17 -2 -156 -46 +1.143 17 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH +32 +36 +26 +50 +59 Summe Ergebnisse der Gesellschaften -2.009 -19.986 -17.464 +288 -15.784 Zum Vergleich: Jahresergebnis der Stadt Karlsruhe +10.357 +64.958 +204.904 +119.898 +30.696 Verlustausgleiche/Zuwendungen Stadt Karlsruhe an Gesellschaften -42.776 -47.544 -38.470 -66.082 -81.524 1) Über deren Tochterunternehmen, an denen die Stadt Karlsruhe mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist (wie VBK GmbH und Stadtwerke Karlsruhe GmbH), wird nachfolgend in Kapitel III berichtet. 2) Ergebnis nach Verlustausgleich Gesellschafter 28 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Überblick Tabelle 7: Entwicklung der Rückstellungen bei der Stadt und den Beteiligungsgesellschaften 2015 bis 2019 in Mio. € Gesellschaft 2015 1) 2016 1) 2017 1) 2018 1) 2019 1) Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen KVVH GmbH 7,3 3,0 6,6 3,4 5,1 3,5 6,3 3,7 4,7 3,6 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 45,0 6,6 45,3 7,6 49,4 7,4 43,0 6,9 49,8 7,3 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 61,9 16,4 62,6 19,3 61,8 21,4 59,4 25,7 61,6 27,1 KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur GmbH 3,0 0,0 1,9 0,0 4,0 0,0 10,7 0,0 9,9 0,0 KBG - Karlsruher Bädergesellschaft mbH 0,3 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,4 0,0 0,2 0,0 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 127,8 29,7 154,0 31,0 148,1 34,6 156,8 40,0 152,9 40,0 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe (TTK) 0,2 0,0 0,0 0,0 0,3 0,0 0,3 0,0 0,5 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 7,6 0,0 8,6 0,0 9,6 0,0 6,6 0,0 8,8 0,0 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 SWK-NOVATEC GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 5) 5) 5) 5) 5) 5) 0,2 0,0 0,2 0,0 Stadtwerke Rastatt Service GmbH 6) 6) 6) 6) 6) 6) 0,0 0,0 0,0 0,0 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 2) 2) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TelemaxX Telekommunikation GmbH 2,2 0,0 2,4 0,0 2,2 0,0 2,2 0,0 2,6 0,0 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 0,2 0,0 0,6 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,2 0,0 Fächerbad Karlsruhe GmbH 0,3 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 1,0 0,0 0,2 0,0 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0,2 0,0 0,2 0,0 0,4 0,0 0,3 0,0 0,4 0,0 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 VOLKSWOHNUNG GmbH 6,6 0,0 8,6 0,0 5,3 0,0 8,5 0,0 9,3 0,0 VOLKSWOHNUNG Service GmbH 0,6 0,0 0,7 0,0 0,6 0,0 2,1 0,0 2,1 0,0 Konversionsgesellschaft Karlsruhe (KGK) 6,8 0,0 6,1 0,0 5,4 0,0 11,4 0,0 8,6 0,0 VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 0,5 0,0 0,5 0,0 0,9 0,0 0,3 0,0 1,1 0,0 Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 0,3 0,0 0,3 0,0 0,2 0,0 0,1 0,0 0,7 0,0 KES – Karlsruher Energieservice GmbH 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Fächer GmbH 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,4 0,0 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs- KG 0,4 0,0 0,4 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 46,5 15,6 50,1 16,5 54,5 17,4 64,1 17,8 70,1 18,7 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 0,3 0,0 0,0 0,0 0,3 0,0 0,3 0,0 0,3 0,0 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 AFB – Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 Karlsruher Messe und Kongress GmbH 5,9 0,3 6,4 0,2 7,6 0,2 8,5 0,2 10,3 0,2 Messe Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 0,1 0,0 0,1 0,0 1,0 0,0 1,0 0,0 2,1 0,0 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 0,1 0,0 0,1 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0,8 0,0 0,3 0,0 0,4 0,0 0,6 0,0 0,2 0,0 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 0,4 0,0 0,3 0,0 0,3 0,3 0,2 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 4) 4) 4) 4) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamt 325,6 71,6 359,3 78,0 358,4 84,4 385,30 94,3 398,2 96,9 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe 5) 97,6 0,0 157,6 0,0 165,9 0,0 146,6 0,0 151,6 0,0 1) Stand 31. Dezember (Ausnahme: KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH, bis 30. September 2017) 2) Die Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 16. Juli 2016 gegründet. 3) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat am 8. Oktober 2015 einen Kommanditanteil an der Gesellschaft in Höhe von einem Drittel erworben. 4) Die Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 07.04.2017 gegründet. 5) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. 6) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). . Überblick | Stadtkämmerei | 29 6. Entwicklung der Darlehensverbindlichkeiten Tabelle 8: Darlehensverbindlichkeiten 2015 bis 2019 in Mio. € Gesellschaft 2015 1) 2016 1) 2017 1) 2018 1) 2019 1) Gesamt davon Gesell- schafter Gesamt davon Gesell- schafter Gesamt davon Gesell- schafter Gesamt davon Gesell- schafter Gesamt davon Gesell- schafter KVVH GmbH 80,0 0,0 78,3 0,0 76,8 0,0 107,0 0,0 104,6 0,0 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 252,7 0,0 279,7 0,0 289,2 0,0 275,8 0,0 293,5 0,0 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 69,1 10,7 65,5 10,7 108,8 0,0 104,2 0,0 134,5 0,0 KASIG- Karlsruher Schieneninfrastruktur GmbH 224,2 0,0 307,5 0,0 307,5 0,0 457,5 0,0 492,5 0,0 KBG- Karlsruher Bädergesellschaft mbH 15,7 0,0 21,3 0,0 16,6 0,0 15,7 0,0 14,7 0,0 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 68,9 0,0 63,9 0,0 80,5 0,0 106,7 0,0 141,1 0,0 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe (TTK) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG 0,8 0,0 0,6 0,0 0,5 0,0 0,4 0,0 0,3 0,0 SWK-NOVATEC GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 5) 5) 5) 5) 5) 5) 0,0 0,0 8,0 0,0 Stadtwerke Rastatt Service GmbH 6) 6) 6) 6) 6) 6) 0,0 0,0 0,1 0,1 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TelemaxX Telekommunikation GmbH 5,6 0,0 4,2 0,0 10,3 0,0 13,3 0,0 11,0 0,0 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 0,0 0,0 9,2 0,0 9,1 0,0 8,5 0,0 7,9 0,0 Fächerbad Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 13,5 0,0 12,6 0,0 11,7 0,0 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 VOLKSWOHNUNG GmbH 395,0 8,8 427,4 7,5 472,0 6,5 467,6 2,6 464,6 2,4 VOLKSWOHNUNG Service GmbH 19,8 12,3 18,4 11,3 18,3 11,8 16,0 11,4 14,8 11,0 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 1,3 1,3 29,7 29,7 45,1 30,1 16,0 0,0 0,0 0,0 VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 17,4 0,3 27,5 4,0 25,3 0,0 27,2 3,0 24,2 0,0 Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 4,7 0,0 2,5 0,0 0,9 0,0 0,8 0,0 0,6 0,0 KES – Energieservice GmbH 2,5 0,6 2,4 0,0 2,3 0,0 2,2 0,0 2,1 0,0 Karlsruher Fächer GmbH 11,5 0,0 11,3 0,0 11,0 0,0 11,6 0,0 11,2 0,0 Karlsruher Fächer GmbH & Co. KG 10,6 0,0 32,9 0,0 42,3 0,0 44,1 0,0 44,8 0,0 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 10,0 10,0 20,0 20,0 20,0 20,0 20,0 20,0 10,0 10,0 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 AFB – Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Messe und Kongress GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Messe Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 20,3 0,0 18,3 0,0 16,7 0,0 15,0 0,0 13,3 0,0 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH. 4) 4) 4) 4) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamt 1.210,1 44,0 1.420,6 83,2 1.566,7 68,4 1.722,2 37,0 1.805,5 23,5 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe 202,4 - 186,1 - 170,0 - 151,8 - 185,7 - 1) Stand 31. Dezember (Ausnahme: KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH, bis 30. September 2017) 2) Die Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 16. Juli 2016 gegründet. 3) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat am 8. Oktober 2015 einen Kommanditanteil an der Gesellschaft in Höhe von einem Drittel erworben. 4) Die Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 07.04.2017 gegründet. 5) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. 6) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG).). . Anmerkung: Die hier aufgeführten Darlehensverbindlichkeiten stellen nur einen Teil der Verbindlichkeiten der Gesellschaften dar. Hinzu kommen in der Regel weitere Verbindlichkeiten im Sinne des § 266 Handelsgesetzbuch (wie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung) sowie kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt. 30 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Überblick Tabelle 9: Zins- und Tilgungsleistungen 2015 bis 2019 in Mio. € Gesellschaft 2015 1) 2016 1) 2017 1) 2018 1) 2019 1) Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung KVVH GmbH 2,7 5,6 2,5 2,0 2,5 1,6 2,7 2,3 2,9 2,4 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 6,2 9,0 6,3 11,0 6,0 14,0 5,7 14,4 5,8 22,4 VBK- Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 1,7 4,1 1,7 3,6 2,4 14,8 2,1 4,6 2,1 4,6 KASIG- Karlsruher Schieneninfrastruktur GmbH 8,3 0,0 10,5 0,0 11,6 0,0 13,3 0,0 15,1 0,0 KBG- Karlsruher Bädergesellschaft mbH 0,7 0,5 0,6 4,4 0,6 4,6 0,4 0,9 0,3 1,0 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 1,4 4,5 1,4 5,1 1,6 7,8 2,2 14,0 2,4 11,5 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe (TTK) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 SWK-NOVATEC GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 5) 5) 5) 5) 5) 5) 0,3 0,8 0,2 0,8 Stadtwerke Rastatt Service GmbH 6) 6) 6) 6) 6) 6) 0,0 0,0 0,0 0,0 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 BES- Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TelemaxX Telekommunikation GmbH 0,3 1,5 0,2 1,4 0,2 1,9 0,2 2,0 0,2 2,3 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 0,0 0,0 0,3 0,0 0,2 0,1 0,2 0,6 0,2 0,6 Fächerbad Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,5 0,2 0,9 0,2 0,9 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 VOLKSWOHNUNG GmbH 10,8 18,9 10,0 36,3 8,5 28,2 8,1 29,0 7,4 29,9 VOLKSWOHNUNG Service GmbH 0,3 4,0 0,3 3,8 0,2 2,4 0,1 4,1 0,1 5,5 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 0,2 11,2 0,2 2,4 0,2 20,2 0,1 48,4 0,0 1,5 VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 0,3 1,2 0,3 1,0 0,3 1,3 0,3 1,8 0,3 4,0 Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 0,2 2,1 0,1 2,2 0,1 1,6 0,0 0,1 0,0 0,1 KES – Energieservice GmbH 0,1 0,1 0,0 0,3 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 Karlsruher Fächer GmbH 0,5 1,6 0,3 0,2 0,1 0,3 0,2 0,3 0,1 0,3 Karlsruher Fächer GmbH & Co. KG 0,4 0,1 0,4 0,1 0,8 0,7 0,9 0,9 0,9 0,7 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 AFB – Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Messe und Kongress GmbH 0,1 3,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Messe Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 0,4 2,0 0,4 2,0 0,4 1,6 0,3 1,7 0,3 1,7 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 4) 4) 4) 4) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamt 34,6 69,8 35,5 75,9 35,8 101,8 37,0 126,2 38,5 90,4 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe 5,9 14,5 5,5 25,4 4,8 16,1 4,2 18,2 3,5 16,2 1) Stand 31. Dezember (Ausnahme: KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH, bis 30. September 2017) 2) Die Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 16. Juli 2016 gegründet. 3) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat am 8. Oktober 2015 einen Kommanditanteil an der Gesellschaft in Höhe von einem Drittel erworben. 4) Die Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 07.04.2017 gegründet. 5) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat mit notariellem Kaufvertrag vom 06./07.06.2018 sämtliche Kommanditanteile der Gesellschaft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018 erworben. 6) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG) Überblick | Stadtkämmerei | 31 7. Übersicht Abschlussprüfer 2019 Laufende Nummer und Gesellschaft Abschlussprüfer Beauftragt seit Geschäftsjahr 1 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH Ernst & Young GmbH 2015 2 KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH Ernst & Young GmbH 2015 3 KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH Ernst & Young GmbH 2015 4 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH Ernst & Young GmbH 2015 5 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH Ernst & Young GmbH 2018 6 Stadtwerke Karlsruhe GmbH Ernst & Young GmbH 2015 7 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH Ernst & Young GmbH 2015 8 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH Ernst & Young GmbH 2015 9 SWK-NOVATEC GmbH Ernst & Young GmbH 2015 10 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH Ernst & Young GmbH 2015 11 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH Ernst & Young GmbH 2016 12 EOS Windenergie GmbH & Co. KG Ernst & Young GmbH 2018 13 Stadtwerke Rastatt Service GmbH Follner & Wild Treuhand Rastatt GmbH 2019 14 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH Ernst & Young GmbH 2015 15 TelemaxX Telekommunikation GmbH Warth & Klein Grant Thornton AG 2017 16 Windpark Bad Camberg GmbH & Co.KG BRV AG 2017 17 Fächerbad Karlsruhe GmbH Ernst & Young GmbH 2015 18 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH Residenz Treuhand 2018 19 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) KPMG AG 2017 20 VOLKSWOHNUNG GmbH KPMG AG 2019 21 VOLKSWOHNUNG Service GmbH KPMG AG 2019 22 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) KPMG AG 2019 23 VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH KPMG AG 2019 24 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH KPMG AG 2019 25 Entwicklungsgesellschaft Cité KPMG AG 2019 26 KES – Karlsruher Energieservice GmbH Ernst & Young GmbH 2015 27 Karlsruher Fächer GmbH Rechnungsprüfungsamt 2006 28 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG Rechnungsprüfungsamt 2006 29 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Wibera AG 2017 30 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH Wibera AG 2017 31 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum am städt. Klinikum Ka. GmbH Wibera AG 2017 32 AFB – Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH Rechnungsprüfungsamt 1988 33 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Ebner Stolz GmbH & Co. KG 2016 34 Messe Karlsruhe GmbH Ebner Stolz GmbH & Co. KG 2016 35 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG Ebner Stolz GmbH & Co. KG 2016 36 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KEG) Rechnungsprüfungsamt 2014 37 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH Rechnungsprüfungsamt 2014 38 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. Rechnungsprüfungsamt 2012 39 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH Rechnungsprüfungsamt 1975 40 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH Rechnungsprüfungsamt 2017 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe Rechnungsprüfungsamt 32 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Überblick 8. Erläuterung der wichtigsten Bilanzkennzahlen Kennzahl Erläuterung Anlagenintensität Formel: Anlagevermögen x 100 Bilanzsumme Die Kennzahl ermöglicht Aussagen zum Vermögensaufbau. Eine hohe Anlagenintensität ist ein Indiz für einen kostenintensiven (Fixkosten) Betrieb des Unternehmens. Umlaufintensität Formel: Umlaufvermögen x 100 Bilanzsumme Sie gibt Auskunft darüber, wie lange das Umlaufvermögen im Unternehmen verweilt. Eine hohe Umlaufintensität ermöglicht es, sich in stärkerem Umfang mit kurzfristigem Fremdkapital zu finanzieren. Eigenkapitalquote Formel: Eigenkapital x 100 Bilanzsumme Eine hohe Eigenkapitalquote gilt als wichtiger Indikator für die Bonität eines Unternehmens und verschafft Sicherheit und Handlungsfähigkeit. Anlagendeckungsgrad I Formel: Eigenkapital x 100 Anlagevermögen Es gilt als grundlegende Finanzierungsregel, dass langfristig gebundene Vermögenswerte auch durch langfristige Mittel finanziert werden; die Fristigkeit der Finanzierungsmittel soll der Nutzungsdauer der damit finanzierten Objekte entsprechen. Hieraus wird die Regel abgeleitet, dass zumindest das Anlagevermögen eines Unternehmens langfristig, also durch Eigenkapital zu finanzieren sei. Die Kennzahl Anlagendeckung sagt aus, in welchem prozentualen Umfang diese Regel tatsächlich eingehalten wurde. Umsatzrentabilität Formel: Jahresüberschuss nach Steuern x 100 Umsatzerlöse Der Betriebserfolg wird hier am Geschäftsumfang, nämlich der Umsatztätigkeit, gemessen. Die Umsatzrentabilität (auch Gewinnspanne) gehört damit zu den wichtigsten Kennzahlen für die Beurteilung der Ertragskraft. Eigenkapitalrentabilität Formel: Jahresüberschuss nach Steuern x 100 Eigenkapital Die Kennzahl gibt an, in welcher Höhe sich das eingesetzte Eigenkapital im Geschäftsjahr verzinst hat. Gesamtkapitalrentabilität Formel: (Jahresüberschuss nach Steuern + Zinsaufwand) x 100 Gesamtkapital Sie zeigt an, welche Rendite das im Unternehmen gebundene Kapital erbracht hat. Mit der Berücksichtigung des Zinsaufwandes wird die unterschiedliche Ausstattung der Unternehmen mit Eigen- und Fremdkapital bzw. die daraus resultierende unterschiedliche Zinsbelastung neutralisiert. Die Kennzahl bietet so vor allem im Branchenvergleich eine gute Grundlage zu einer von der Kapitalstruktur unabhängigen Beurteilung der Ertragskraft. Kostendeckung Formel: Umsatzerlöse x 100 Gesamtaufwand Die Kennzahl gibt an, in welchem Maße ein Unternehmen seine Aufwendungen am Markt über Umsatzerlöse decken kann. Cash-flow Formel: Jahresüberschuss + Abschreibungen + | - Änderung der langfristigen Rückstellungen Der Cash-flow beschreibt den Mittelzufluss (Einzahlungen) des Geschäftsjahres, dem kein unmittelbarer Mittelabfluss (Auszahlungen) gegenübersteht. Er zeigt, in welchem Umfang Finanzmittel für Investitionen, zur Schuldentilgung oder für Gewinnausschüttungen für das Folgejahr zur Verfügung stehen. Personalkostenintensität Formel: Personalkosten x 100 Gesamtaufwand Die Kennzahl gibt an, wie personalintensiv ein Unternehmen arbeitet. Anmerkungen: 1. Jahresüberschuss vor Abführung oder Verlustübernahme 2. Bilanzsumme = Gesamtkapital 3. Gesamtaufwand gemäß § 275 Abs. 2 Nrn. 5-8, 12-14, und 16 HGB 4. Mitarbeiterzahl entsprechend Tabelle „Personalentwicklung“ Überblick | Stadtkämmerei | 33 III. Kapital- und Personengesellscha ften 34 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KVVH Ver- und Entsorgung, Verkehr und Bäder 36 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KVVH 1. KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76127 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-1009 kvvh@stadtwerke-karlsruhe.de www.kvvh.de Gründung 1. Januar 1997 (vorm. Eigenbetrieb Stadtwerke) Unternehmensgegenstand Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit Elektrizität, Gas, Fernwärme, Wasser, das Anbieten von Telekommunikationsdienstleistungen und die Durchführung der Straßenbeleuchtung sowie die Verkehrsbedienung und das Betreiben der Rheinhäfen (GV vom 8. Dezember 2017). Geschäftsführung Michael Homann (Sprecher) Dr. Alexander Pischon Patricia Erb-Korn Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 107.372.000 € Aufsichtsrat 20 Mitglieder, davon 10 Vertreter der Anteilseigner und 10 Vertreter der Arbeitnehmer EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz) Dirk Gümpel (stellv. Vorsitz) StR Detlef Hofmann StR Dr. Paul Schmidt (ab 24.09.2019) StR Dr. Thomas Müller StR Johannes Honné StR Lukas Bimmerle (ab 24.09.2019) StR Parsa Marvi StR Thomas Hock StR Zoe Mayer StR Ina Wichmann (ab 24.09.2019) Jürgen Beutel Thorsten Dossow Martina Ganz Silke Gleitz Harald Klingler Prof. Dr. Matthias Maier Heidi Pfeiffer Vanessa Seth Udo Unger StR Thorsten Ehlgötz (bis 23.09.2019) StR Uwe Lancier (bis 23.09.2019) StR Yvette Melchien (bis 23.09.2019) Beteiligungen (mindestens 20 %) Stadtwerke Karlsruhe GmbH VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH Albtal-Verkehrs - Gesellschaft mbH Karlsruhe Anteile am Stammkapital 80 % = 100 % = 100 % = 100 % = 94 % = 93.428.400,00 € 100.000.000,00 € 3.200.000,00 € 5.500.000,00 € 6.580.000,00 € Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der VBK GmbH Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der KBG-Karlsruher Bädergesellschaft mbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft GmbH Ergebnisabführungsvertrag mit der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH KVVH | Stadtkämmerei | 37 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 12 12 13 14 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft (Abschlussprüfer im gesamten Konzern seit der Abschlussprüfung 2015). Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 4) 38 37 40 39 Beamte 4) 1 1 1 1 Gesamtbelegschaft (Geschäftsbereich Rheinhäfen) 39 38 41 40 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten und Beamten Leistungszahlen KVVH – Geschäftsbereich Rheinhäfen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Schiffsgüterumschlag (in Mio. Tonnen) Mineralölprodukte 4,9 5,0 4,2 4,7 andere Güter 1,8 2,3 2,3 2,3 Zusammen 6,7 7,3 6,5 7,0 2. Einnahmen aus Umschlag Gesamt (in Mio. €) 2,9 3,1 2,8 3,0 je Tonnen (in €) 0,44 0,44 0,43 0,43 3. Fahrgastschifffahrt Anzahl der Teilnehmenden 26.450 30.041 27.810 28.541 38 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KVVH Wichtigste Zahlungsströme zwischen Stadt Karlsruhe und KVVH-Konzern in den Jahren 2016 bis 2019 aus Sicht der Stadt Karlsruhe in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Konzessionsabgabe Versorgung 1) 2) +21.620 +22.041 +22.503 +23.327 2. Konzessionsabgabe Verkehr 3) +539 +539 +539 +1.288 3. Liquiditätszuschuss an KVVH GmbH -2.550 -2.122 -2.292 -2.042 4. Kostentragung „Verbundbedingte Lasten“ durch Stadt 4) -1.636 -1.636 -1.636 0 5. Kapitalerhöhungen 0 0 -20.001 -33.000 Zusammen +17.973 +18.822 -672 -10.427 1) Über Stadtwerke Karlsruhe GmbH an Stadt Karlsruhe 2) Anteil Stadt Karlsruhe (das heißt ohne Anteil Rheinstetten/Gasversorgung Hardt) 3) Über VBK- Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH an Stadt Karlsruhe 4) Ab 2019 erfolgt die Zahlung der Stadt Karlsruhe direkt an den KVV Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Das Ergebnis der KVVH GmbH weist im Jahresabschluss 2019 einen Verlust in Höhe von 14,1 Mio. € aus. Damit verschlechtert sich das Ergebnis der KVVH GmbH im Berichtsjahr um 6,8 Mio. €. Diagramm: Entwicklung der Ergebnisse 2009 bis 2019 Das KVVH-Gesamtergebnis umfasst im Einzelnen das Ergebnis des Finanzbereiches sowie des eigenständigen Geschäftsbereichs Rheinhäfen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr weist der Geschäftsbereich Rheinhäfen einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,7 Mio. € aus, dies sind 0,2 Mio. € weniger als im Vorjahr. Im Finanzbereich der KVVH GmbH, der insbesondere den Querverbund im Rahmen der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft beinhaltet, wird im Wirtschaftsjahr 2019 ein Fehlbetrag von 14,8 Mio. € ausgewiesen. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 6,6 Mio. €. Der Ergebnisbeitrag der Stadtwerke Karlsruhe GmbH bewegt sich dabei mit 22,7 Mio. € um 1,8 Mio. € unter dem Ergebnisniveau des Vorjahres mit 24,5 Mio. €. Der erzielte Ergebnisbeitrag setzt sich im Einzelnen aus der Gewinnabführung in Höhe von 19,2 Mio. € (Vorjahr 20,8 Mio. €) und der Organumlage in Höhe von 7,3 Mio. € (Vorjahr 7,9 Mio. €) zusammen. 5,5 2,6 2,4 1,6 0,1 -7,6 -3,2 -1,8 -10,5 -7,3 -14,1 -20 -15 -10 -5 0 5 10 20092010201120122013201420152016201720182019 in Mio. Euro Jahr KVVH | Stadtkämmerei | 39 Die Ergebnisse der übrigen Tochtergesellschaften, der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG), der Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH (VBK), der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (KASIG) und der Karlsruher Bädergesellschaft mbH (KBG) bewegten sich in Summe ihrer Ergebnisse mit insgesamt minus 40,4 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres mit minus 34,1 Mio. €. Eine positive Entwicklung für das Ergebnis der KVVH GmbH war im Berichtsjahr bei den Dividendenzahlungen aus dem Aktienpaket der EnBW zu verzeichnen. Mit einem Ausschüttungsbetrag in Höhe von 4,2 Mio. € lag die Dividende um 1,0 Mio. € über dem Dividendenertrag im Vorjahr. Die Ausschüttung je Aktie belief sich dabei auf 0,65 €/Aktie. Diagramm: Gesamtumschlag Rheinhafen 2004 bis 2019 Ausblick Einen maßgeblichen Einfluss auf die weitere Ergebnisentwicklung des Finanzbereichs der KVVH GmbH nehmen insbesondere die Prognosen für die Beteiligungsergebnisse der Tochtergesellschaften sowie die weitere Entwicklung der Dividendenerträge aus dem EnBW-Aktienbesitz. So rechnete die KVVH GmbH im Bereich der Beteiligungsergebnisse aus den Tochtergesellschaften im ÖPNV in ihrer Wirtschaftsplanung 2020 mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung. Insgesamt rechnete die KVVH GmbH für das Geschäftsjahr 2020 mit einem deutlichen Rückgang des Verlustes auf 3,1 Mio. €, was einer Ergebnisverbesserung gegenüber dem Berichtsjahr um 11,0 Mio. € entsprochen hätte. In den dargestellten Planungen für das Geschäftsjahr 2020 war die aktuelle Entwicklung in Deutschland aufgrund der durch die Weltgesundheitsorganisation WHO am 11. März 2020 zu einer Pandemie erklärten Ausbreitung des Infektionsgeschehens durch SARS-CoV-2 (COVID-19) nicht enthalten. Aktuell sind die sich hieraus ergebenden Auswirkungen noch nicht absehbar. Es zeichnet sich eine dramatische Ergebnisverschlechterung ab. Risiken Als größte Risiken werden die Abschaffung des steuerlichen Querverbundes durch gesetzliche Vorgaben, die steigenden Defizite beim ÖPNV und die Gefahr das die Stadt den Zuschuss nicht in voller Höhe leisten kann, das Ausbleiben einer Dividende aus dem Aktienpaket der EnBW sowie für den Bereich Rheinhafen das Risiko von Hoch- oder Niedrigwasser gesehen. 6,6 6,4 6,8 7,0 7,0 0,0 1,0 2,0 3,0 4,0 5,0 6,0 7,0 8,0 2004200520062007200820092010201120122013201420152016201720182019 in Mio. Tonnen Jahr 40 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KVVH Klimaschutz und Nachhaltigkeit Beim Geschäftsbereich Rheinhäfen wurde im Jahr 2019 ein Elektrofahrzeug angeschafft. Darüber hinaus beziehen die Rheinhäfen seit 2011 ausschließlich Ökostrom, wodurch bereits 2.700 Tonnen CO 2 eingespart werden konnten. Die komplette Uferbeleuchtung sowie Teile des Rheinhafens wurden bereits auf LED-Technik umgerüstet, wodurch ein CO 2 -neutraler Betrieb realisiert werden soll. Strom-Ladeanschlüsse für Schiffe an den entsprechenden Liegeplätzen führen ebenfalls zu einer erheblichen Reduktion klimaschädlicher Abgase. Die Maßnahmen aus einem Energieaudit aus 2015, wie bspw. bedarfsgesteuerte Umwälzpumpen, wurden bereits umgesetzt. Die Ergebnisse aus dem Energieaudit 2019 werden derzeit ebenfalls realisiert. Die Auswirkungen auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit aus dem Finanzbereich lassen sich aus den Passagen der einzelnen Tochtergesellschaften entnehmen. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Rechnungsabgrenzungsposten 8.220 67.738.288 322.958.496 47.735 52.224.848 7.726 300.999 443.286.312 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 107.372.000 123.322.720 0 - 14.103.493 216.591.227 4.715.398 221.904.057 75.630 443.286.312 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse 9.292 +10.295 +11.392 +10.880 +10.942 +10.692 2. Sonstige betriebliche Erträge +2.795 +2.235 +2.920 +2.806 +2.446 +2.691 3. Personalaufwand -2.575 -2.660 -2.817 -2.946 -2.790 -3.124 4. Materialaufwand -2.588 -2.858 -3.236 -3.260 -3.253 -3.178 5. Abschreibungen -2.178 -2.485 -2.725 -2.726 -2.598 -2.536 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.144 -1.374 -877 -946 -889 -829 7. Erträge aus anderen Wertpapieren u. a. +3.536 +0 +3.215 +4.179 +4.500 +4.179 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +698 +43 +287 +2 +250 9. Erträge aus Gewinnabführung 3) +17.481 +17.383 +24.891 +20.618 +27.025 +29.835 10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -30.490 -35.311 -42.410 -45.563 -45.397 -40.601 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.970 -4.007 -4.105 -4.349 -4.385 -4.032 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +7.201 +7.769 +6.693 +7.212 +6.274 +3.802 13. Ergebnis nach Steuern -1.640 -10.315 -7.016 -13.808 -8.123 -2.851 14. Sonstige Steuern -175 -221 -292 -295 -289 -294 15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1.815 -10.536 -7.308 -14.103 -8.412 -3.145 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“, eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 3) Nach Abzug der Abführung an außenstehende Gesellschafter der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. KVVH | Stadtkämmerei | 41 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 90,6 92,6 90,4 88,1 2. Umlaufintensität (in %) 9,3 7,4 9,5 11,8 3. Investitionen (in Mio. €) 0,7 21,7 68,6 15,4 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 41,6 36,9 47,3 48,9 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 46,0 39,8 52,3 55,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -19,5 -102,3 -64,2 -129,6 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -1,3 -8,5 -3,7 -6,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +0,4 -1,9 -0,8 -2,2 4. Kostendeckung (in %) 73,9 65,5 57,0 50,1 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +2.569 -7.720 -3.268 -11.471 5.2 nach Ertragsteuern 718 -7.917 -4.450 -11.579 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 6,1 5,4 5,0 4,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 66.029 70.011 68.697 73.654 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. Nachrichtlich: KVVH – Konzernabschluss 2019 Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Wertpapiere Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei der Stadt Karlsruhe Rechnungsabgrenzungsposten 23.298.548 1.846.327.395 131.901.632 51.009.339 214.901.783 15.338.700 456.559 25.196.720 2.503.373 2.310.934.049 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Andere Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Buchmäßiges Eigenkapital Empfangene Ertragszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 107.372.000 261.349.561 50.092.389 1.768 44.237.698 463.053.416 47.066.831 235.322.120 1.564.337.647 1.154.035 2.310.934.049 42 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KVVH Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2019 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 1. Umsatzerlöse +712.693 +716.899 +1.008.231 +1.157.951 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -5 +295 +1.983 +8.832 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +13.072 +13.564 +11.816 +12.485 4. Sonstige betriebliche Erträge +13.086 +16.598 +22.670 +24.905 5. Personalaufwand -161.126 -166.981 -233.164 -241.477 6. Materialaufwand -445.073 -456.747 -641.639 -800.349 7. Abschreibungen 1) -56.197 -59.801 -76.342 -76.432 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -61.152 -54.204 -79.575 -80.035 9. Erträge aus Beteiligungen3) +2.880 +3.147 +3.937 +2.727 10. Erträge aus anderen Wertpapieren +3.539 +2 +3.216 +4.180 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +209 +1.139 +1.795 +1.596 12. Aufwendungen aus Beteiligungen -53 -164 -59 -91 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -14.869 -18.555 -21.138 -22.735 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.593 -1.006 -1.956 -1.511 15. Ergebnis nach Steuer +4.411 -5.841 -225 -9.954 16. Sonstige Steuern -673 -816 -989 -1.014 17. Konzernergebnis +3.738 -6.630 -1.214 -10.968 18. Anteile anderer Gesellschafter -4.369 -4.344 -4.485 -3.819 19. Konzernüberschuss/-fehlbetrag (+/-) -631 -10.975 -5.699 -14.787 20. Konzerngewinnvortrag/-verlustvortrag +23.302 +22.671 +11.696 +5.997 21. Entnahme aus Kapitalrücklage +0 +0 +0 +8.792 22. Konzernbilanzgewinn/-verlust (+/-) +22.671 +11.696 +5.997 +2 1) Inklusive Abschreibungen auf Finanzanlagen. 2) Die Jahre 2016 bis 2017 wurden nachträglich an das GuV Gliederungsschema des BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 3) Inklusive Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen. KBG | Stadtkämmerei | 43 2. KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH Kontaktdaten Hermann-Veit-Straße 7, 76135 Karlsruhe Telefon: 0721 133-5200 Fax: 0721 133-5248 info@baeder.karlsruhe.de Gründung 17. April 2002 Unternehmensgegenstand Gegenstand der Gesellschaft ist die Planung, die Errichtung und der Betrieb von Hallen- und Freibädern, insbesondere in Karlsruhe (GV vom 25. September 2014). Geschäftsführung Oliver Sternagel Gesellschafter KVVH GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 3,2 Mio. € Aufsichtsrat 17 Mitglieder BM Martin Lenz (Vorsitz) Michael Homann (stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf StR Max Braun (ab 11.10.2019) StR Elke Ernemann StR Ellen Fenrich (ab 11.10.2019) StR Mathilde Göttel (ab 11.10.2019) StR Christine Großmann (ab 11.10.2019) StR Detlef Hofmann StR Karl-Heinz Jooß StR Friedemann Kalmbach StR Sven Maier StR Irene Moser StR Niko Riebel (ab 11.10.2019) StR Markus Schmidt (ab 11.10.2019) StR Karin Wiedemann (ab 11.10.2019) StR Marc Bernhard (bis 10.10.2019) StR Jan Döring (bis 10.10.2019) StR Nico Fostiropoulos (bis 10.10.2019) StR Ekkehard Hodapp (bis 10.10.2019) StR Johannes Krug (bis 10.10.2019) StR Hans Pfalzgraf (bis 10.10.2019) StR Renate Rastätter (bis 10.10.2019) StR Erik Wohlfeil (bis 10.10.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der KVVH GmbH. Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Karlsruhe. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2 2 2 2 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. 44 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KBG Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 4) 38 39 40 40 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 38 39 40 40 Auszubildende 1 1 1 1 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten und Beamten Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Besucherzahlen – nur öffentlicher Badebetrieb – 421.929 427.774 409.131 479.350 2. Durchschnittlicher Eintrittserlös pro Besucher (in Euro) 12,37 13,26 13,67 12,82 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Der Betrieb im Europabad lief im Jahr 2019 im Wesentlichen störungsfrei. An insgesamt 352 Öffnungstagen besuchten 479.350 Gäste (2018: 453.048 Gäste an 352 Öffnungstagen) das Europabad. Der Besucherschnitt pro Tag erhöhte sich von 1.287 Besucher im Vorjahr auf 1.362 Besucher. Dies entspricht bezogen auf die Gesamtbesucherzahlen einem Plus von 5,83 Prozent. Im wirtschaftlich ertragreichen Saunabetrieb betrug der Rückgang der Besucherzahlen 0,88 Prozent (2019: 113.494 Besucher; 2018 114.499 Besucher). Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich eine Steigerung der Umsatzerlöse um 551 T€ von 5.592 T€ auf 6.143 T€. Die Gesellschaft weist einen Jahresfehlbetrag (vor Verlustausgleich) in Höhe von 2.328 T€ (Vj. 2.604 T€) aus und liegt damit um 8 T€ unter dem bei der Planerstellung erwarteten Verlust. Die Abweichung gegenüber dem Wirtschaftsplan 2019 resultiert aus der voran genannten Besuchersteigerung, der durchgeführten Preiserhöhung ab dem 15. November 2019 (Erhöhung des Saunazuschlags um 0,50 Euro), den erhöhten Instandhaltungs- und Reparaturkosten, dem Anstieg der Kosten der Wasser- und der Fernwärmeversorgung und die Steigerung der Kosten für den Geschäftsbesorgungsvertrag. Betrachtet man nur die rein operativen Zahlen (EBITDA – ohne AfA, Zins und Steuern) vermindert sich der operative Verlust des Vorjahres vollständig um 316 T€ von -313 T€ auf 3 T€ (operativer Gewinn). Ausblick Das Besucherinteresse im Europabad war in den ersten beiden Monaten im Jahr 2020 bisher erfreulicherweise groß. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass aufgrund der momentanen Situation „Ausbruch des Corona-Virus“ mit einer längeren Schließzeit und somit mit einem starken Besucherrückgang gerechnet werden muss. Verlässliche Prognosen hinsichtlich finanzwirtschaftlicher Entwicklung bzw. Auswirkung können aus derzeitiger Sicht nicht getroffen werden. Risiken Das wirtschaftliche Risiko der Gesellschaft beschränkt sich im Wesentlichen auf ein nachlassendes Besucherinteresse sowie zunehmende Konkurrenzangebote in Karlsruhe und Umgebung und den damit verbundenen Einnahmeverlusten. Die KBG - Karlsruher Bädergesellschaft mbH muss zukünftig durch weitere Verbesserungen ihres Angebots dauerhaft Kundenbindung schaffen. Dies soll im Geschäftsjahr 2020 durch den Neubau der Stehrutsche im Europabad Karlsruhe erreicht werden. KBG | Stadtkämmerei | 45 Klimaschutz und Nachhaltigkeit Im Jahr 2019 erfolgte bei der KBG ein Energieaudit. Es wurde die Reduktion der Lüftungsleistung in der Badehalle durchgeführt. Weiterhin wurden Anpassungen der Attraktionen an die Besucherströme vorgenommen. Diagramm: Entwicklung des (prognostizierten) EBITDA 2009 bis 2020 Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 12.569 23.306.424 63.093 69.983 2.661.176 3.516.678 11.112 29.641.035 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresgewinn/-verlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 3.200.000 10.250.000 0 13.450.000 205.342 15.689.815 295.878 29.641.035 -1.039 -665 -131 -23 203 114 207 -102 142 -313 90 -254 -1.200 -1.000 -800 -600 -400 -200 0 200 400 200920102011201220132014201520162017201820192020 in T Euro Jahr 46 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KBG Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 3) 2017 3) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +5.219 +5.672 +5.592 +6.143 +5.685 +5.770 2. Sonstige betriebliche Erträge +65 +24 +29 +28 +25 +25 3. Materialaufwand -2.589 -2.691 -2.750 -2.938 -2.700 -2.850 4. Personalaufwand -1.905 -1.994 -2.274 -2.318 -2.095 -2.342 5. Abschreibungen -1.811 -1.810 -1.771 -1.855 -1.940 -1.950 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -896 -872 -915 -918 -830 -862 7. Erträge aus Beteiligungen +4 +3 +4 +5 +5 +5 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +8 +4 +19 +5 +5 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -626 -673 -435 -406 -404 -295 10. Ergebnis nach Steuern -2.539 -2.333 -2.516 -2.240 -2.249 -2.494 11. Sonstige Steuern -67 -87 -88 -88 -87 -87 12. Erträge aus Verlustübernahme 2) +2.606 +2.420 +2.604 +2.328 +2.336 +2.581 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0 0 0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ (das heißt nicht fortgeschrieben). 2) Verlustausgleich erfolgt über die KVVH GmbH. 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 89,7 89,6 88,6 78,9 2. Umlaufintensität (in %) 10,2 10,4 11,3 21,1 3. Investitionen (in T€) 823 204 1.459 290 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 11,5 12,2 12,3 45,4 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 12,8 13,7 13,8 57,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -49,9 -42,7 -46,6 -37,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -75,5 -70,1 -75,5 -17,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -6,6 -6,2 -7,7 -6,5 4. Kostendeckung (in %) 66,1 69,8 67,9 72,1 5. Cash Flow (in T€) -795 -610 -832 -473 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 32,2 32,7 36,4 35,4 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 66.809 68.072 74.872 75.447 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. KASIG | Stadtkämmerei | 47 3. KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH Kontaktdaten Kriegsstraße 100, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-5591 Fax: 0721 133-5599 kasig@karlsruhe.de www.kasig.info Gründung 25. Juli 2003 Unternehmensgegenstand Planung, Errichtung und Betrieb der insbesondere für die Entlastung der Kaiserstraße notwendigen Verkehrsinfrastruktureinrichtungen (GV vom 2. Juni 2005). Geschäftsführung Dr. Alexander Pischon Uwe Konrath (bis 18.04.2019) Frank Nenninger (ab 18.04.2019) Gesellschafter KVVH GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 5,5 Mio. € Aufsichtsrat 16 Mitglieder OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) GF Michael Homann (stellv. Vorsitz) StR Lukas Bimmerle (ab 01.11.2019) StR Dr. Clemens Cremer (ab 01.11.2019) StR Elke Ernemann Carl Maria Falck (ab 01.11.2019) StR Johannes Honné StR Tom Høyem Martin Keller Marc Andrew Kückmann (ab 01.11.2019) StR Aljoscha Löffler (ab 01.11.2019) StR Sven Maier StR Bettina Meier-Augenstein StR Dr. Paul Schmidt Udo Unger StR Michael Zeh Bernd Breidohr (bis 31.10.2019) StR Hermann Brenk (bis 31.10.2019) Angela Geiger (bis 31.10.2019) Tim Wirth (bis 31.10.2019) Sabine Zürn (bis 31.10.2019) Beteiligungen (mindestens 25%) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der KVVH. Konzessionsvertrag mit der Stadt Karlsruhe. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 14 14 12 11 1) Die Geschäftsführer erhalten keine unmittelbaren Bezüge von der Gesellschaft. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft. 48 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KASIG Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 4) 22,1 22,5 24,5 27,3 Beamte 4) 4,0 5,0 5,0 4,0 Gesamtbelegschaft 26,1 27,5 29,5 31,3 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe, VBK und AVG abgeordneten Beschäftigten Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Bautätigkeit in 2019 war für das Teilprojekt Stadtbahn- und Straßenbahntunnel auf den Innenausbau fokussiert: Einbau von Gleisen, Beginn der elektrischen Ausrüstung und die Ausstattung aller sieben neuen unterirdischen Haltestellen mit den Betonwerksteinplatten hatten Priorität. Der Aufwand, die einzelnen Unternehmen und ihre Arbeiten zu koordinieren ist erheblich, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ein sinnvolles Abarbeiten der unterschiedlichen Gewerke gewährleistet werden muss. Dazu gehört auch, die Reihenfolge der handwerklichen Tätigkeiten festzulegen, die nacheinander stattfinden müssen und nicht gleichzeitig stattfinden können. Für jedes Gewerk muss der Zugang und ungehindertes Arbeiten ebenso Bedingung sein wie fällige Materialtransporte über die drei Rampen Mühlburger Tor, Durlacher Tor und Ettlinger Straße/ Augartenstraße über die in 2019 sukzessive verlegten Gleise. An der Oberfläche wurde die zweitletzte größere Grünfläche – es handelt sich um die Grünanlage am Mühlburger Tor vor der Christuskirche – wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt. Die letzte größere Fläche – der aktuell als Baueinrichtungsfläche für den Innenausbau genutzte Bereich am Durlacher Tor – wird nach dem Ende aller Arbeiten am Stadtbahn- und Straßenbahntunnel in einen neu geplanten Zustand gebracht werden. Die Arbeiten am zweiten Teilprojekt der Kombilösung, dem Umbau der Kriegsstraße mit einem Autotunnel und einer darüber liegenden neuen Gleistrasse, wurde in 2019 planmäßig fortgeführt. Im Osten in den Baufeldern O 1 und O 2 – Ludwig-Erhard-Allee und Kriegsstraße inklusive Mendelssohnplatz – konnte der Tunnelrohbau bereits abgeschlossen und der Innenausbau mit dem Bau von Notwegen und Entwässerung begonnen werden. Im westlichsten Baufeld W 1 – der Bereich Karlstor bis zur Querung Ritterstraße – stand dagegen noch die Sicherung der Baugrube im Mittelpunkt der Arbeiten. Zwischen dem östlichsten und dem westlichsten Baufeld sind auf der 1,6 Kilometer langen Baustelle alle Zwischenzustände auf dem Weg von der Baugrube bis zum Ingenieurbau in Arbeit. Das Kombi-Bauwerk direkt unter der Kreuzung Ettlinger Tor, das im Rohbau seit 2013 „steht“ und im unteren Teil die Haltestelle Ettlinger Tor und im oberen Bereich etwa 20 Meter Autotunnel vereint, wird in der ersten Hälfte 2020 beidseitig an den Rohbau des Autotunnels angeschlossen. In der Ludwig-Erhard-Allee konnte wegen des abgeschlossenen Rohbaus mit der Gestaltung der endgültigen Oberfläche begonnen werden. Dazu gehören die Fahrbahnen für Autos und die Gehwege rechts und links der Tunnelrampe, das auf dem Mendelssohnplatz schon mit seinem Kernbereich verlegte Gleisviereck sowie die ersten Grünstreifen. Ausblick Die Bautätigkeit im Geschäftsjahr 2020 wird sich im Wesentlichen auf den Ausbau der unterirdischen Haltestellen im Stadtbahntunnel sowie die Rohbauarbeiten in der Kriegsstraße konzentrieren. Unter Berücksichtigung des gegenwärtigen Fertigstellungsgrades, des einkalkulierten Zeitbedarfs für den architektonischen und technischen Ausbau sowie des abschließenden Probebetriebs soll der Stadtbahntunnel nach derzeitigem Kenntnisstand im Juli 2021 in den Betrieb gehen. Die Fertigstellung des Kriegsstraßenumbaus KASIG | Stadtkämmerei | 49 mit der neuen oberirdischen Straßenbahntrasse und einem Straßentunnel ist nach aktueller Terminplanung für Ende 2021 vorgesehen. Risiken Risiken liegen in Kostensteigerungen über die derzeit prognostizierte Höhe hinaus, einem Anstieg der Kosten aufgrund Planungsanpassungen durch bautechnische und betriebliche Notwendigkeiten oder Änderung der Vorschriften. Daneben kann es zu durch die Marktsituation bedingten allgemeinen und speziellen Preissteigerungen kommen. Zudem fallen operative Risiken aus der Beauftragung und Finanzierungsrisiken, wie eine Reduzierung der anrechenbaren Kosten durch den Fördermittelgeber bei Kostenerhöhungen an. Derzeit nicht einschätzbar sind eventuelle Auswirkungen der Coronakrise, insbesondere angesichts der Komplexität und gegenseitigen Abhängigkeit der Ausbaugewerke im Teilprojekt Stadtbahntunnel Kaiserstraße mit Südabzweig. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Durch den Stadtbahntunnel und die Bahntrasse in der Kriegsstraße wird das Netz des KVV deutlich leistungsfähiger und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs. Damit können die Nahverkehrsunternehmen VBK und AVG weiterhin eine klimafreundliche Alternative für die Mobilität in Stadt und Region anbieten und somit zur Verringerung des Individualverkehrs beitragen. Das neue „Gesicht“ der Kriegsstraße mit einer begrünten Straßenbahntrasse zwischen Baumalleen sowie die schienenfreie Fußgängerzone erhöhen das Grün in der Stadt und tragen insgesamt zur Erhöhung Wohlfühlatmosphäre in der Stadt bei. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 274.134 627.280.437 0 0 7.660.180 4.420 258.712 635.477.883 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 5.500.000 0 5.500.000 9.881.479 620.096.404 0 635.477.883 50 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KASIG Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 3) 2017 3) 2018 2019 PLAN 2019 1) PLAN 2020 1) 1. Umsatzerlöse +13 +62 +131 +548 +380 +505 2. Andere aktivierte Eigenleistungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 4. Materialaufwand -285 -401 -415 -758 -815 -947 5. Personalaufwand +0 +0 +0 +0 +0 +0 6. Abschreibungen -227 -251 -207 -207 -250 -240 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -419 -500 -640 -778 -682 -675 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +7 +6 +3 +4 +4 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2 -5 -1 -1 -6 -6 10. Ergebnis nach Steuern -918 -1.088 -1.126 -1.193 -1.369 -1.359 11. Sonstige Steuern -2 -2 -3 -2 -3 -3 12. Erträge aus Verlustübernahme 2) +920 +1.090 +1.129 +1.195 +1.372 +1.362 13. Jahresüberschuss/- fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ (das heißt nicht fortgeschrieben). 2) Verlustausgleich erfolgt über die KVVH GmbH. 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 95,3 98,5 95,0 98,8 2. Umlaufintensität (in %) 4,6 1,5 4,9 1,2 3. Investitionen (in T€) 121.621 157.305 123.872 163.091 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 1,7 1,3 1,1 0,9 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 1,8 1,3 1,2 0,9 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -16,7 -19,8 -20,5 -21,7 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -0,3 -0,3 -0,2 -0,2 4. Kostendeckung (in %) - - - 5. Cash Flow (in T €) -693 -839 -921 -988 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. VBK | Stadtkämmerei | 51 4. VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH Kontaktdaten Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 6107-0 Fax: 0721 6107-5009 info@vbk.karlsruhe.de www.vbk.info Gründung 1. Juli 1997 Unternehmensgegenstand Bau und Betrieb von Verkehrsanlagen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und Erbringung von Nahverkehrsdienstleistungen in der Stadt Karlsruhe und deren Umland (GV in der Fassung vom 26. Juni 2002). Geschäftsführung Ascan Egerer Dr. Alexander Pischon Gesellschafter KVVH GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 100 Mio. € Aufsichtsrat 15 Mitglieder, davon 10 Vertreter des Anteilseigners und 5 Vertreter der Arbeitnehmer OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) StR Sibel Uysal (stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf StR Lukas Bimmerle (ab 11.10.2019) StR Karl-Heinz Jooß Aljoscha Löffler (ab 11.10.2019) StR Sven Maier StR Bettina Meier-Augenstein Johannes Rückert (ab 11.10.2019) Oliver Schnell (ab 11.10.2019) Volker Dürr Silke Gleitz Harald Klingler Stefan Oberacker Bertram Wagner Hermann Brenk (bis 10.10.2019) Uwe Lancier (bis 10.10.2019) Hans Pfalzgraf (bis 10.10.2019) Tim Wirth (bis 10.10.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der KVVH GmbH. Konzessionsvertrag mit der Stadt Karlsruhe über gegenseitige Rechte und Pflichten, die sich aus der Durchführung des ÖPNV mit Schienenbahnen ergeben. Verkehrs- und Einnahmeaufteilungsvertrag mit dem Karlsruher Verkehrsverbund. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 21 20 20 20 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. 52 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | VBK Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 4) 1.228 1.240 1.251 1.272 Beamte 4) 24 23 21 18 Zwischensumme 1.252 1.263 1.272 1.290 Abzüglich an AVG | KVV | KASIG zu 100 % abgeordnet Beschäftige -26 -21 -25 -29 Beamte -3 -3 -3 -2 Zwischensumme -29 -24 -28 -31 Gesamtbelegschaft 1.223 1.239 1.244 1.259 Auszubildende 31 30 30 34 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten und Beamten Leistungszahlen VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Anzahl der beförderten Personen (in Mio.) 1) 106,4 104,3 102,8 104,4- 2. Beförderungsdienstleistung (in Mio. Wagenkilometer) Straßenbahn 8,5 8,7 8,5 8,6 Omnibus 4,6 4,6 4,6 4,6 Zusammen 13,1 13,3 13,1 13,2 3. Zuschussbedarf je beförderter Person (in €) 0,25 0,30 0,38 0,40 4. Fahrgelderträge Gesamt (in Mio. €) 65,8 68,1 66,6 66,5 Je Fahrgast (in €) 0,62 0,65 0,65 0,64 1) Gesamtverkehr mit Freifahrern und Gelegenheitsverkehr „brutto“ ohne Schwerbehinderte. Geschätzte Werte aus den jeweiligen Lageberichten. VBK | Stadtkämmerei | 53 Diagramm: Entwicklung Fahrgäste (in Mio.) 1) und Defizit in Mio. Euro 2009 bis 2019 1) Gesamtverkehr (in Mio. Fahrgästen) mit Freifahrern und Gelegenheitsverkehr ohne Schwerbehinderten. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Betriebsleistung der VBK betrug 2019 13,2 Mio. Wagenkilometer (Vorjahr: 13,1 Mio.). Die Betriebsleistung auf der Schiene ist mit 8,6 Mio. Wagenkilometer (Vorjahr: 8,5 Mio.) ebenso wie im Omnibusverkehr mit 4,6 Mio. Wagenkilometer nahezu konstant. Der Personalaufwand stieg um 2,1 % auf 82,1 Mio. €, was vor allem durch tarifliche Entgelterhöhungen (3,09 %), einen leichten Anstieg der Mitarbeiterzahl sowie einen weiteren leichten Aufbau der Rückstellungen für Urlaub und Zeitguthaben bedingt ist. Dem stehen geringere Aufwendungen für Altersversorgung entgegen. Der Anteil des Personalaufwands am Gesamtaufwand beträgt 45,1 % (Vorjahr: 46,1 %) und stellt wie im Vorjahr den größten Posten dar. Die Beförderungserlöse sanken im Berichtsjahr um 0,1 Mio. € auf 81,3 Mio. € (Vorjahr: 81,4 Mio. €), aufgrund niedrigerer Tarifeinnahmen, niedrigeren Ausgleichszahlungen nach § 45a PBefG und sinkender Erstattungen SGB IX (Schwerbehinderte). Für Ausgleichszahlungen nach § 45a PBefG wurde ein Betrag von 10,9 Mio. € (Vorjahr 10,9 Mio. €) vereinnahmt. Die staatlichen Ausgleichszahlungen für die unentgeltlich beförderten Schwerbehinderten wurde ein Betrag von 10,9 Mio. € (Vorjahr 10,9 Mio. €) vereinnahmt. Die staatlichen Ausgleichszahlungen für die unentgeltlich beförderten Schwerbehinderten wurden mit dem betriebsindividuellen Satz von 3,41% (Vorjahr: 2,72 %) zu den Fahrgeldeinnahmen des Berichtsjahres hinzugerechnet. Die Steigerung der sonstigen Umsatzerlöse auf 53,5 Mio. € (+ 6,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr) beruht im Wesentlichen auf höheren Personalkostenverrechnungen und höheren Leistungen für Dritte. Ausblick Für das kommende Jahr rechnete die Gesellschaft in ihrer Wirtschaftsplanung mit einem negativen Ergebnis vor Verlustübernahme in Höhe von 36,7 Mio. € und weiteren Verschlechterungen des Kostendeckungsgrads von 72,5 % (Berichtsjahr: 74,1 %). Aufgrund der aktuellen Corona-Krise zeichnet sich hier eine weitere dramatische Ergebnisverschlechterung ab 104,3 104,4 23,4 42,0 0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0 120,0 20092010201120122013201420152016201720182019 in Mio. Fahrgäste (in Mio) Defizit (in Mio €) 54 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | VBK Risiken In 2018 hat der KVV ein neues Fahrgeldzuscheidungsmodell entwickelt und beschlossen, welches voraussichtlich ab 2021 schrittweise eingeführt werden soll. Wichtigste Neuerung zum aktuell angewendeten Fahrgeldzuscheidungsmodell ist eine andere Parametrierung. Die Fahrgeldeinnahmen der VBK werden im Verbundgebiet des KVV erwirtschaftet. Somit wirken sich Änderungen in der Fahrgeldzuscheidung direkt auf die Verkehrseinnahmen der Gesellschaft aus. Eine weitere Auswirkung auf die Fahrgeldeinnahmeentwicklung ist die in 2019 angelaufene Verbundvollerhebung des KVV. Die hierbei neu abgebildeten Fahrgastströme haben ebenso wie das neue Fahrgeldzuscheidungsmodell direkten Einfluss auf die Fahrgeldeinnahmenentwicklung der VBK. Zum jetzigen Zeitpunkt können weder positive noch negative Auswirkungen auf die Fahrgeldeinnahmen der Gesellschaft quantifiziert werden. Durch die weltweite Corona-Pandemie und die zur Eindämmung getroffenen politischen Entscheidungen, die das öffentliche Leben in Deutschland nahezu zum Erliegen bringen, wird auch die VBK als systemrelevantes Unternehmen von diesen Maßnahmen massiv betroffen sein. Die erwarteten negativen Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen und Erträge des Unternehmens können zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden. Die Gesellschaft erwartet aber aus heutiger Sicht nicht unerhebliche Folgen für die Ertragslage. Da die Dauer der zur Eindämmung getroffenen Maßnahmen nicht vorhersehbar ist, bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten. Klimaschutz und Nachhaltigkeit In 2011 erfolgte die Umstellung auf Öko-Strom für den Straßenbahnbetrieb sowie die Büros und Betriebshöfe. Seit Anfang 2016 wird ein eigenes Blockheizkraftwerks zur Verwertung von Deponiegas im Betriebshof West betrieben. Die Busflotte der Verkehrsbetriebe wird kontinuierlich modernisiert und alternative Antriebssysteme eingesetzt. Die Gesellschaft sieht sich in der Verantwortung stets die technischen und organisatorischen Markttrends zu beobachten und das Unternehmen zeitgemäß und marktgerecht zu führen. Um die externen Anforderungen zu verstehen, wird jährlich das Umfeld (der Kontext) des Unternehmens analysiert und eine sogenannte Stakeholderanalyse durchgeführt. Die VBK beteiligten sich aktiv am Klimaschutzkonzept der Stadt Karlsruhe. Sie bekennen sich ausdrücklich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung im System einer kommunalen Daseinsvorsorge. Dies gilt sowohl ökonomisch und ökologisch als auch sozial. Die Geschäftsleitung bekennt sich somit zur Nachhaltigkeit als strategisches Ziel des Unternehmens. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei der Stadt Karlsruhe Rechnungsabgrenzungsposten 1.248.647 300.536.363 25.294 32.710.275 65.342.662 982.425 0 400.845.666 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 100.000.000 38.864.426 138.864.426 61.629.229 200.257.146 94.865 400.845.666 VBK | Stadtkämmerei | 55 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 5) 2017 5) 2018 3) 2019 3) PLAN 2019 1) PLAN 2020 1) 1. Umsatzerlöse +134.028 +127.446 +128.487 +134.773 +138.750 +142.740 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +115 -272 +20 +370 +0 +21 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +1.082 +1.020 +1.010 +578 +1.021 +1.030 4. Sonstige betriebliche Erträge +4.447 +11.100 +9.070 +4.098 +3.453 +16.207 5. Personalaufwand -73.354 -76.203 -80.429 -82.095 -86.476 -90.361 6. Materialaufwand -57.083 -58.801 -57.550 -59.253 -55.900 -61.869 7. Abschreibungen -19.327 -21.662 -22.718 -22.683 -26.427 -24.547 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.350 -8.817 -10.528 -11.677 -12.581 -14.704 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4) +25 +104 +77 +129 +319 +239 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.438 -5.598 - 6.006 -6.146 -3.733 -5.294 11. Ergebnis nach Steuern -26.854 -31.685 -38.567 -41.906 -41.574 -36.537 12. Sonstige Steuern -109 -116 -110 -134 -117 -121 13. Erträge aus Verlustübernahme 2) +26.964 +31.801 +38.677 +42.040 +41.691 +36.658 14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 + 0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Verlustausgleich erfolgt durch KVVH GmbH. 3) In den Aufwendungen 2018 sind 1,65 Mio. € Tunnelkosten enthalten für den Schienenersatzverkehr in der Ettlinger Straße, aufgrund der Bauarbeiten für die Kombilösung sowie für die benötigten Mitarbeiter aufgrund des Tunnels. 4) Einschließlich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. 5) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 77,4 78,5 77,0 75,3 2. Umlaufintensität (in %) 22,6 21,5 23,0 24,7 3. Investitionen (in T€) 46.515 39.102 27.760 22.750 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 36,7 35,6 35,0 34,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 47,4 45,4 45,5 46,0 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -20,1 -24,9 -30,1 -31,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -19,4 -22,8 -27,9 -30,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -6,2 -6,7 -9,0 -9,0 4. Kostendeckung (in %) 80,4 74,4 73,7 74,1 5. Cash Flow (in T€) -3.510 -7.751 -12.638 -17.417 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 44,0 44,5 45,4 45,1 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 59.978 61.504 64.655 65.207 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 56 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | AVG 5. Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH Kontaktdaten Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 6107-0 Fax: 0721 6107-5009 info@avg.karlsruhe.de www.avg.info Gründung 9. Mai 1957 Unternehmensgegenstand Bau und Betrieb von Verkehrs- und artverwandten Unternehmen (Personen- und Güterverkehr) sowie die Beteiligungen an solchen (GV in der Fassung vom 8. Dezember 2017). Geschäftsführung Ascan Egerer Dr. Alexander Pischon Gesellschafter Stadt Karlsruhe KVVH GmbH Anteile Stammkapital 6 % = 94 % = 0,42 Mio. € 6,58 Mio. € Aufsichtsrat 15 Mitglieder, davon 10 Vertreter der Anteilseigner und 5 Vertreter der Arbeitnehmer OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) Joachim Sahner (stellv. Vorsitz) OB Johannes Arnold StR Elke Ernemann Oliver Heinzelmann Dirk Hofheinz StR Johannes Honné LR Toni Huber (ab 08.06.2019) StR Karl-Heinz Jooß (ab 11.11.2019) Kurt Lackinger StR Sven Maier LR Helmut Riegger LR Dr. Christoph Schnaudigel Carsten Strähle Daniel Van Vlem StR Thomas H. Hock (bis 10.11.2019) LR Jürgen Bäuerle (07.06.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Transport Technologie-Consult Karlsruhe GmbH (TKK) Anteile am Stammkapital 49 % = 49.000,00 € Wichtige Verträge Vertrag vom 26. Juli 1995 mit der Deutschen Bahn AG, Geschäftsbereich Netz, Regionalbereich KA, über die Verpachtung der Strecke Grötzingen-Bretten, Bretten-Eppingen und mit dem 2. Nachtragsvertrag vom 4. Dezember 1997 die Strecke Eppingen- Heilbronn sowie von Teilbereichen der Bahnhöfe Bretten, Grötzingen und Heilbronn und des gesamten Bahnhofs Eppingen. Mit Nachtragsvertrag Nr. 4 vom 20. Juni 2000 wurde die Vertragsdauer bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Mit dem Nachtragsvertrag Nr. 5 wurde die Vertragsdauer bis zum 31.12.2045 verlängert. Verkehrsvertrag mit dem Land Baden-Württemberg vom 29. November 2016 über Verkehrsleistungen auf den Linien Netz 7a im Raum Karlsruhe vom 9. Dezember 2015 bis 15. Dezember 2022. Verkehrsvertrag mit dem Landkreis Karlsruhe vom 08.03.2016 über Verkehrsleistungen im Raum Karlsruhe vom 15. Dezember 2015 bis 15. Dezember 2022. Vertrag vom 17. Juni 1999 mit der Deutschen Bahn AG, DB Netz, Niederlassung Südwest und der Stadt Maulbronn über die Verpachtung der zur DB-Strecke Maulbronn-Maulbronn-West gehörenden Grundstücke und Teilflächen, der sich hierauf befindlichen Betriebsanlagen sowie die Übernahme des Betriebes der Eisenbahninfrastruktur für den öffentlichen Verkehr durch die AVG. Die Vertragslaufzeit endet am 31. Dezember 2025. Mit dem Nachtragsvertrag Nr. 1 wurde die Vertragsdauer bis zum 31.12.2045 verlängert. Gewinnabführungsvertrag vom 08. Dezember 2017 mit der KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2018 AVG | Stadtkämmerei | 57 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 9,3 8,8 10,5 10,3 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Arbeiter 4) 183 184 206 211 Beschäftigte 4) 649 681 709 735 Beamte 4) 0 5 5 4 Zwischensumme 832 870 920 950 Zuzüglich über VBK zu 100 % an AVG abgeordnet Beamte +3 +2 +2 +2 Beschäftigte +2 +2 +2 +2 Zwischensumme +5 +4 +4 +4 Abzüglich über AVG an KASIG abgeordnet Beschäftige -4 -5 -5 -5 Gesamtbelegschaft 833 869 919 949 Auszubildende 15 19 22 29 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten und Beamten 58 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | AVG Diagramm: Entwicklung der Fahrgastzahlen 2009 bis 2019 (in Mio. Fahrgästen) Leistungszahlen Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH – AVG 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Fahrgastzahlen ÖPNV (in Mio.) 74,9 76,0 80,8 83,0 2. Beförderungsdienstleistung ÖPNV (in Mio. Wagenkilometer) Bahnverkehr 19,50 18,10 19,20 19,4 Kraftomnibusverkehr 2,24 2,30 2,30 1,7 Beförderungsdienstleistung zusammen 21,74 20,40 21,50 21,1 3. Durchschnittliche Fahrgeldeinnahmen im ÖPNV je beförderte Person (netto) in € 0,65 0,65 0,63 - 4. Omnibusgelegenheitsverkehr (Ausflugs- und Mietwagenverkehr) beförderte Personen 8.169 7.386 7.207 - km-Leistung (in Mio.) 0,04 0,03 0,03 0,03 5. Güterverkehr (Beförderungsleistung in to) Bahn 995.882 1.171.237 1.210.332 1.147.573 Lastkraftwagen 0 0 0 0 Güterverkehr zusammen 995.882 1.171.237 1.210.332 1.147.573 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Den Gesamtaufwendungen vor Gewinnabführung in Höhe von 239,6 Mio. € stehen Gesamterträge in Höhe von 244,8 Mio. € gegenüber. Die Umsatzerlöse verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Mio. € auf 219,6 Mio. €. Die Beförderungserlöse gingen um 11,9 Mio. €, bzw. um 7,7 % auf 143,5 Mio. € (Vorjahr: 155,4 Mio. €) zurück. Dabei sanken zum einen die Tarifeinnahmen um 5,4 Mio. € bzw. 9,5 % auf 51,7 Mio. € (Vorjahr: 57,1 Mio. €), vor allem aufgrund periodenfremder Abrechnungen im Vorjahr (in Summe Einnahmen von 6,3 Mio. €) im Vorjahr. Des Weiteren gingen die Aufgabenträgerzuschüsse um 5,6 Mio. € auf 61,0 Mio. € zurück, was überwiegend durch den Wegfall der Strecken S9 Bretten-Mühlacker und S5 Pforzheim- Bietigheim Bissingen begründet ist. Der Betrieb dieser Strecken ging im Juni des Berichtsjahres, durch die Vergabe der Stuttgarter Netze, an Abellio/Go Ahead über. Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die KVVH beträgt 5,2 Mio. € (Vj. 8,3 Mio. €). 70,0 70,3 70,4 67,1 73,9 76,0 83,0 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 20092010201120122013201420152016201720182019 Jahr AVG | Stadtkämmerei | 59 Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 29,5 Mio. € auf 411,2 Mio. € erhöht, dies resultiert v.a. aus der Zunahme des Anlagevermögens. Hier sind insbesondere die Anlagen im Bau, vornehmlich der Neubau Durlacher Allee mit rund 27,4 Mio. € zu nennen. Korrespondierend erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund der Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 30,0 Mio. € zur Finanzierung des Neubaus Durlacher Allee. Der Materialaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 10,6 Mio. € auf 136,2 Mio. €. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus höheren Fremdleistungen für Dritte, höheren Aufwendungen aus Leasingverträgen und höheren Aufwendungen für die Anmietung von Fahrzeugen. Die Personalaufwendungen sanken um 2,8 Mio. € auf 61,1 Mio. € (Vorjahr: 63,9 Mio. €). Ursächlich hierfür sind die geringeren Aufwendungen für Altersversorgung. Dem steht neben tariflichen Entgelterhöhungen ein geringer Anstieg der Mitarbeiterzahlen gegenüber. Die Abschreibungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr planmäßig um 6,8 %. Ausblick Für das kommende Jahr rechnete die Gesellschaft in ihrer Wirtschaftsplanung mit einer Verstetigung des positiven Ergebnisses. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise zeichnet sich hier allerdings eine dramatische Ergebnisverschlechterung ab. Risiken Im Jahr 2018 hat der KVV ein neues Fahrgeldzuscheidungsmodell entwickelt und beschlossen, welches voraussichtlich ab 2021 schrittweise eingeführt werden soll. Wichtigste Neuerung zum aktuell angewendeten Fahrgeldzuscheidungsmodell ist eine andere Parametrierung. Ein Großteil der Fahrgeldeinnahmen der AVG werden im Verbundgebiet des KVV erwirtschaftet (im Jahresabschluss 2018 rund 70%). Somit wirken sich Änderungen in der Fahrgeldzuscheidung direkt auf die Verkehrseinnahmen der AVG aus. Weitere Auswirkungen auf die Fahrgeldeinnahmeentwicklung hat die in 2019 angelaufene Verbundvollerhebung des KVV. Die hierbei neu abgebildeten Fahrgastströme haben ebenso wie das neue Fahrgeldzuscheidungsmodell direkten Einfluss auf die Fahrgeldeinnahmenentwicklung der Gesellschaft. Zum jetzigen Zeitpunkt können weder positive noch negative Auswirkungen auf die Fahrgeldeinnahmen der Gesellschaft quantifiziert werden. Wesentliche Risiken für die zukünftige Entwicklung sind die potenzielle Neuverteilung der Ausgleichszahlungen gemäß § 45a PBefG ab 2021, ein Rückgang der Fahrgastzahlen und fehlendes Fahrpersonal. Außerdem bestehen Finanzierungsrisiken aus der GVFG- und LGVFG-Förderung. Durch die weltweite Corona-Pandemie und die zur Eindämmung getroffenen politischen Entscheidungen, die das öffentliche Leben in Deutschland nahezu zum Erliegen bringen, wird auch die AVG als systemrelevantes Unternehmen von diesen Maßnahmen massiv betroffen sein. Die erwarteten negativen Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen und Erträge des Unternehmens können zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden. Die Gesellschaft erwartet aber aus heutiger Sicht nicht unerhebliche Folgen für die Ertragslage. Da die Dauer der zur Eindämmung getroffenen Maßnahmen nicht vorhersehbar ist, bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten. Klimaschutz und Nachhaltigkeit In 2011 erfolgte die Umstellung auf Öko-Strom für den Stadtbahnbetrieb sowie Büros und Betriebshöfe. Die Busflotte wird kontinuierlich modernisiert und alternative Antriebssysteme eingesetzt. Im Zuge des Förderaufruf für investive Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) wurde das Modellprojekt „AVG e-Cargo“ zur Treibhausgasreduktion im Schienengüterverkehr durch emissionsarme Traktion im kommunalen Umfeld der AVG“ forciert. 60 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | AVG Im Berichtsjahr wurde das Thema Nachhaltigkeit seitens der Stabsstelle Integriertes Managementsystem vorangetrieben. So wurde eine Veranstaltung zur Zukunft der nachhaltigen Mobilität organisiert, die für alle Mitarbeiter offen war und auch durch alle Führungskräfte unterstützt wurde. Um die externen Anforderungen zu verstehen, wird jährlich das Umfeld (den Kontext) des Unternehmens analysiert und eine sogenannte Stakeholderanalyse durchgeführt. Die AVG beteiligten sich aktiv am Klimaschutzkonzept der Stadt Karlsruhe. Die Geschäftsleitung der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein neues Leitbild erstellt. Dieses Unternehmensleitbild richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch an Kunden und an die Öffentlichkeit. Das Leitbild setzt wesentliche Akzente nun auch zum Thema Nachhaltigkeit. Dies bedeutet konkret, dass von Seiten der Geschäftsleitung am 11. Dezember beschlossen wurde, sich zur Nachhaltigkeit als strategisches Ziel des Unternehmens zu bekennen Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.723.479 297.138.657 246.271 6.355.852 89.323.245 16.341.601 47.414 411.176.519 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 7.000.000 28.249.235 29.326.019 0 64.575.254 152.888.172 193.025.432 687.661 411.176.519 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 3) 2017 3) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +218.489 +231.694 +228.883 +219.581 +227.090 +232.058 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +87 +103 +73 +4.879 +100 +73 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +243 +352 +749 +1.159 +352 +872 4. Sonstige betriebliche Erträge +6.350 +39.689 +10.761 +18.566 +10.417 +14.981 5. Materialaufwand -124.792 -134.756 -126.037 -136.198 -131.685 -131.790 6. Personalaufwand -49.135 -54.203 -63.904 -61.092 -60.744 -63.000 7. Abschreibungen -7.488 -29.348 -11.581 -10.799 -11.210 -13.149 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -27.068 -28.178 -29.774 -26.265 -17.753 -22.201 9. Erträge aus Beteiligungen, sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +79 +773 +1.974 +567 +780 +1.030 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.676 -6.592 -2.779 -4.350 -6.703 -5.400 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -24.782 -13.618 +0 -689 +0 +0 12. Ergebnis nach Steuern -11.693 +5.916 +8.365 +5.359 +10.644 +13.474 13. Sonstige Steuern -48 -48 -101 -138 -109 -101 14. Aufwendungen aus Gewinnabführung 2) - - -8.264 -5.221 -10.535 +13.372 15. Jahresüberschuss/- fehlbetrag -11.742 +5.869 +0 +0 +0 +0 16. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr +17.302 +5.560 +11.429 +0 +0 +0 17. Bilanzgewinn +5.560 +11.429 +11.429 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“, eine förmliche Fortschreibung des Planes erfolgte nicht. 2) Ab dem Jahr 2018 wird der Gewinn der Gesellschaft an die KVVH GmbH abgeführt. 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. AVG | Stadtkämmerei | 61 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 44,6 39,3 68,1 72,7 2. Umlaufintensität (in %) 55,4 60,7 31,9 27,2 3. Investitionen (in T€) 13.400 30.346 151.180 58.920 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 19,3 18,7 16,9 15,7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 43,2 47,6 24,9 21,6 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -5,4 +2,2 +3,4 +2,1 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -20,0 +9,1 +12,8 +8,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -2,6 +3,6 +2,9 +2,3 4. Kostendeckung (in %) 103,0 107,4 102,7 101,9 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +24.923 +42.848 +19.946 +16.487 5.2 nach Ertragsteuern +93 +29.183 +19.845 +16.020 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 23,2 21,4 27,3 25,5 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 58.986 62.231 69.461 64.579 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 62 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | TTK 6. TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) Kontaktdaten Gerwigstraße 53, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 62503-0 Fax: 0721 62503-33 info@ttk.de www.ttk.de Gründung 30. Juni 1996 Unternehmensgegenstand Beratung und Planung im Verkehrswesen mit ingenieurwissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Methoden unter Verwendung DV-gestützter Verfahren (GV in der Fassung vom 28. Juli 2017). Geschäftsführung Christian Höglmeier Dr. Ing. Rainer Schwarzmann Gesellschafter Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH PTV Planung Transport Consult GmbH Anteile Stammkapital 49 % = 51 % = 49.000,00 € 51.000,00 € 100 % = 100.000,00 € Gesellschafterversammlung Thomas Ferrero, Ilona Lange (PTV) Dr. Alexander Pischon, Ascan Egerer (AVG) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietvertrag mit Herlan Grundstücksgesellschaft GdbR vom 20. September 1996 sowie Anschlussmietvertrag vom 26. November 2002 über die Anmietung von Erweiterungsflächen in einem Neubau ab August 2003 am gleichen Standort. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Keine Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss wird nicht geprüft. Eine Prüfungspflicht besteht weder aus handelsrechtlicher noch aus kommunalrechtlicher Sicht. TTK | Stadtkämmerei | 63 Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 4) 29 32 33 37 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 29 32 33 37 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Betriebsleistung pro Mitarbeiter (in T€) 108 100 109 110 2. Auftragssumme (in T€) 1) 2.100 2.600 2.700 3.500 3. Auslandsanteil am Erlös (in %) 2) 52 38 45 33 1) Zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres 2) Rohertrag Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Insgesamt konnten Umsatz und Eigenleistung der TTK erneut gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Das Ergebnis beruht in erster Linie auf den erfolgreichen Aktivitäten im Tätigkeitsfeld Infrastrukturplanung. Im Tätigkeitsfeld Verkehrsplanung konnte das Ergebnis des Vorjahres nicht erreicht werden. Das war zum einen auf eine schwierige Personalsituation durch den Weggang mehrerer Mitarbeiter begründet und resultierte zum anderen aus Projektverzögerungen, die durch ausbleibende Entscheidungen einiger Auftraggeber bedingt waren. Nichtsdestotrotz erwies sich das Marktumfeld erneut angesichts der wachsenden Bedeutung des ÖPNV als gut. Das führte auch zu einem massiven Anstieg der Auftragseingänge. Insgesamt wurden in 2019 Aufträge mit einer Eigenleistung von ca. 5,79 Mio. € neu akquiriert. Davon entfielen 3,53 Mio. € auf den Bereich Infrastrukturplanung und 2,26 Mio. € auf den Bereich Verkehrsplanung. Diese Rekordwerte führen zu einem entsprechend hohen Auftragsbestand und zu einem nachhaltigen Arbeitsvorrat. Die TTK eröffnete in 2019 ein neues Büro in Paris sowie in Strasbourg. Dabei ging es nicht in erster Linie um die Gewinnung lokaler Kunden, sondern um die Verbesserung der Mitarbeiterbindung für französische Mitarbeiter sowie um die Fachkräftegewinnung (in Strasbourg für den deutschen Markt). Auch wenn die TTK im Bereich der Verkehrsplanung weiterhin in erster Linie in Frankreich tätig war, konnte der Anteil der Projekte in Deutschland weiter gesteigert werden. Darunter waren auch Projekte, die sich mit Zukunftsthemen wie das Thema Elektromobilität oder Mobility-On-Demand beschäftigen. Wie in den Vorjahren war das Partnernetzwerk der TTK sehr wichtig für den Erfolg bei der Projektarbeit bzw. der Akquisition. Besonders hervorzuheben ist hier die Zusammenarbeit mit der AVG in vielen Projekten für Dritte, wo die Expertise aus dem Betrieb vorteilhaft eingesetzt werden kann sowie die Zusammenarbeit mit der PTV. Daneben arbeitet die TTK mit vielen Ingenieurbüros, die spezielle Expertise einbringen und mit einigen Beratungsunternehmen, besonders in Frankreich, zusammen, mit denen wir auch sehr spezielle Fragestellungen, z.B. bei der Gestaltung von Verkehrsverträgen, bearbeiten können. 64 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | TTK Diagramm: Entwicklung des Auftragsbestandes 2002 bis 2019 (in T€) Ausblick Auf Basis des guten Auftragsbestandes und der generell geplanten Finanzausstattung im Öffentlichen Verkehr vor allem im Hinblick auf den Ausbau der Kapazitäten rechnet die TTK mit einem guten Ergebnis in 2020. Angesichts der Corona-Krise kann jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass die Rahmenbedingungen stabil bleiben. Es ist viel mehr damit zu rechnen, dass die Projekte zumindest verzögert werden. Trotz allem gehet die TTK davon aus, dass der Markt bestehen bleibt und sich weiterer Förderung erfreuen wird, auch vor dem Hintergrund, dass stattliche Investitionen eine noch höhere Bedeutung erlangen werden. Daher wird auch weiterhin daran gearbeitet, die Tätigkeitsfelder zu entwickeln und eine gute Mitarbeiterbasis zur Verfügung zu haben. Im Hinblick auf die Vergrößerung der Wertschöpfung soll auch weiterhin das Tätigkeitsfeld der Elektroplanung im Bahnverkehr mit eigenen Kapazitäten in einem Tochterunternehmen bearbeitet werden. Risiken In erster Linie Unwägbarkeiten der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die TTK versteht sich aufgrund Ihres Tätigkeitsfeldes als Förderer des Öffentlichen Nahverkehrs und damit unmittelbar dem Klimaschutz verbunden. Im Hinblick darauf legt die TTK besonderen Wert auf die Prüfung des eigenen Verhaltens und die Förderung umweltgerechter Verkehrsmittelnutzung. Dazu werden die Nutzung des Fahrrads und des ÖPNV bei den Mitarbeitern mit Jobtickets und Fahrradprämien besonders gefördert. 1.600 3.300 1.700 2.000 2.500 2.100 2.600 2.700 3.500 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 200220032004200520062007200820092010201120122013201420152016201720182019 TTK | Stadtkämmerei | 65 Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 25.560 101.988 900 911.100 1.106.885 717.739 35.845 2.900.017 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 100.000 200.000 633.766 245.815 1.179.581 447.495 1.272.941 2.900.017 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2019 in T€ 2016 1) 2017 1) 2018 2019 1. Umsatzerlöse +4.058 +2.420 +3.044 +4.490 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -848 +765 +611 -458 3. Sonstige betriebliche Erträge +12 +38 +26 +83 4. Personalaufwand -2.056 -2.335 -2.322 -2.553 5. Materialaufwand -255 -225 -504 -475 6. Abschreibungen -32 -45 -75 -60 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -560 -586 -627 -671 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -99 -9 -42 -110 11. Ergebnis nach Steuern +220 +23 +111 +246 12. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +220 +23 +111 +246 1) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 66 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | TTK Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 5,0 6,4 6,6 4,4 2. Umlaufintensität (in %) 93,8 92,1 91,8 94,3 3. Investitionen (in T€) 81 77 77 50 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 52,2 45,7 47,4 40,7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 1.048,1 714,5 716,8 918,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) + 6,8 +1,0 +3,0 +6,1 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 25,1 + 2,8 +11,8 +20,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 13,1 + 1,3 +5,6 +8,5 4. Kostendeckung (in %) 111,0 101,0 104,3 107,2 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern + 352 + 77 +228 +416 5.2 nach Ertragsteuern + 253 + 68 +185 +306 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 70,8 73,2 65,8 67,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 70.919 72.968 70.356 69.010 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. SWK | Stadtkämmerei | 67 7. Stadtwerke Karlsruhe GmbH Kontaktdaten Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de www.stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 1. Juni 1997 Unternehmensgegenstand Sichere, wirtschaftliche und umweltschonende Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit Energie, Trinkwasser, Telekommunikationsdienstleistungen und die Durchführung der Straßenbeleuchtung – letztere nach Maßgabe eines Beleuchtungsvertrages mit der Stadt Karlsruhe – im Versorgungsgebiet, insbesondere dem der Stadt Karlsruhe (GV vom 25. November 2010). Geschäftsführung Michael Homann (Vorsitzender) Dr. Olaf Heil (ab 01.01.2019) Gesellschafter KVVH GmbH EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH Anteile Stammkapital 80 % = 20 % = 100 % = 93.428.400 € 23.357.100 € 116.785.500 € Aufsichtsrat 14 Mitglieder, davon 9 Vertreter der Anteilseigner und 5 Vertreter der Arbeitnehmer EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz) Steffen Ringwald (stellv. Vorsitz) Nicole Amberger Dirk Gümpel Martina Ganz Uli Huener StR Max Braun (ab 01.11.2019) StR Dr. Clemens Cremer (ab 01.11.2019) StR Anton Huber (ab 01.11.2019) Prof. Dr. Matthias Maier StR Zoe Mayer StR Dr. Thomas Müller StR Dr. Paul Schmidt (ab 01.11.2019) Markus Schneider (ab 01.11.2019) Udo Unger StR Karl-Heinz Jooß (bis 31.10.2019) StR Sven Maier (bis 31.10.2019) StR Sibel Uysal (bis 31.10.2019) Karl-Heinz Spengler (bis 31.10.2019) StR Michael Zeh (bis 31.10.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH SWK-NOVATEC GmbH EOS Windenergie GmbH & Co. KG BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH, Karlsruhe KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH KES – Karlsruher Energieservice GmbH Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH Stadtwerke Rastatt Service GmbH TelemaxX Telekommunikation GmbH Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG Zweckverband für die Wasserversorgung des Hügellandes zwischen Alb und Pfinz, KA Anteile am Stamm-/ Kommanditkapital 100,00 % = 100,00 % = 100,00 % = 100,00 % = 66,00 % = 50,00 % = 50,00 % = 50,00 % = 50,00 % = 42,05 % = 33,33 % = 33,87 % = 100.000,00 € 25.600,00 € 25.000,00 € 4.000.000,00 € 66.000,00 € 12.500,00 € 50.000,00 € 15.000,00 € 50.000,00 € 840.900,00 € 50,00 € 879.778,44 € Wichtige Verträge Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der KVVH GmbH. Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Stadtwerke Netzservice GmbH. Konzessionsvertrag mit der Stadt Karlsruhe. Mit Vertrag vom 15. Dezember 2006 wurde das gesamte Strom- und Gasverteilnetz an die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH verpachtet. Dieser Vertrag wurde zum 31. Dezember 2013 beendet und durch einen neu abgeschlossenen Pachtvertrag vom 12. Dezember 2013 mit Wirkung ab 1. Januar 2014 ersetzt. 68 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | SWK Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 20 20 22 21 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Arbeiter 4) 232 228 224 221 Beschäftigte 4) 491 498 503 509 Beamte 4) 3 2 2 2 Gesamtbelegschaft 726 728 729 732 Auszubildende 66 67 66 67 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten und Beamten Leistungszahlen Stadtwerke Karlsruhe GmbH 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Stromversorgung 1) (Verkauf in MWh) Tarifkunden 454.752 435.978 418.356 400.316 Sondervertragskunden 602.052 585.109 566.609 534.390 Zusammen (nutzbare Abgabe) 1.056.804 1.021.087 984.965 934.706 2. Regenerative Energien (Verkauf in MWh) 25.855 27.543 29.541 29.597 3. Erdgasversorgung 1) (Verkauf in MWh) Tarifkunden 906.183 921.244 842.752 870.749 Sondervertragskunden 549.607 500.563 470.403 477.319 Zusammen (nutzbare Abgabe) 1.455.790 1.421.807 1.313.155 1.348.068 4. Wasserversorgung (Verkauf in Mio. m 3 ) 22,6 22,8 22,8 23,6 5. Fernwärmeversorgung 1) (Verkauf in MWh) 731.800 742.017 703.398 744.806 6. Erwirtschaftete Konzessionsabgabe (in T€) Strom 10.720 10.937 10.843 10.408 Erdgas 1.303 1.292 1.145 1.108 Wasser 5.270 5.370 5.709 5.831 Fernwärme 4.753 4.895 4.869 5.066 Zusammen 22.046 22.495 22.566 22.413 1) Verbräuche innerhalb des Stadtgebietes SWK | Stadtkämmerei | 69 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Im Geschäftsjahr 2019 haben die Stadtwerke Karlsruhe GmbH einen Gewinn vor Ertragsteuer und Gewinnabführung in Höhe von insgesamt 27,3 Mio. € erwirtschaftet und liegen damit unter dem Vorjahresergebnis von 29,4 Mio. €. Nach Abzug der Ertragsteuer ergibt sich ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 19,3 Mio. €, was einem Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mio. € entspricht. Im ausgewiesenen Ergebnis ist eine positive Ergebnisabführung von der Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr minus 5,2 Mio. €) sowie die erstmalig erfolgte Übernahme eines Fehlbetrages aus der Beteiligung an der SWK-Novatec GmbH in Höhe von 0,9 Mio. € enthalten. Die Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften werden im Rahmen bestehender Gewinnabführungsverträge mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH durchgeführt. Die Ertragsteuer beläuft sich im Berichtsjahr auf insgesamt 8,0 Mio. € und liegt damit um 0,6 Mio. € geringfügig unter der Steuerbelastung des Vorjahres. Der ausgewiesene Gewinn fließt entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag in voller Höhe der Muttergesellschaft KVVH GmbH zu, die wiederum eine anteilige Dividendenausschüttung an den Mitgesellschafter EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH, Stuttgart, vornimmt. Der Temperaturverlauf im Berichtsjahr war im Vergleich zum langjährigen Mittelwert wiederum deutlich zu warm, wenngleich etwas kälter als im Vorjahr. Insbesondere im 4. Quartal 2019 lagen die Temperaturen abermals deutlich über den normalen Temperaturerwartungen für diesen Zeitraum. Insofern zeigten sich aufgrund des Witterungsverlaufes bei den Absatzmengen der temperaturabhängigen Sparten Erdgas und Fernwärme entsprechende Absatzsteigerungen. Sowohl beim Erdgas als auch bei der Fernwärme schlugen sich neben den temperaturbedingten Absatzsteigerungen auch erhebliche Neukundenakquisitionen in den Absatzmengen wider. Während beim Erdgasverkauf außerhalb Karlsruhes infolge gezielter Vertriebsaktivitäten Absatzzuwächse erzielt werden konnten, profitierte das Neugeschäft der Fernwärme insbesondere durch weitere Kundengewinne insbesondere entlang und im Umfeld der neugebauten dritten Fernwärmetransportleitung sowie der zur Heizperiode 2018/19 erfolgten Inbetriebnahme der fernwärmetechnischen Erschließung des Stadtteils Durlach. Der Wasserabsatz in Karlsruhe und dem Umland bewegte sich mit 23,5 Mio. m³ um 0,4 Mio. m³ bzw. 1,8 Prozent unter dem Absatzwert des Vorjahres. Dennoch lag die Wasserabgabe weiterhin auf einem relativ hohen Absatzniveau, wozu der warme Witterungsverlauf im Berichtsjahr maßgeblich beigetragen hat. Im Bereich der Sparte Stromversorgung konnten die Vertriebsmengen im Berichtsjahr deutlich gesteigert werden. Mit insgesamt 2.240 GWh stiegen die Absatzmengen um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Insbesondere im B2B-Bereich waren erhebliche Neukundenzugänge zu verzeichnen. Die um die Energiesteuer bereinigten Umsatzerlöse der Stadtwerke Karlsruhe GmbH erhöhten sich im Berichtsjahr um 158,8 Mio. € und belaufen sich damit auf insgesamt 860,3 Mio. €. Dieser deutliche Anstieg bei den Umsatzerlösen der Stadtwerke Karlsruhe GmbH ist im Wesentlichen auf die Erlösentwicklung im Bereich der Stromversorgung zurückzuführen. Die Ursache hierfür liegt einerseits in einem erheblichen Anstieg der Strompreisnotierungen im Berichtsjahr begründet, welche sich gleichermaßen über gestiegene Handels- als auch Vertriebsumsatzerlöse in der vorliegenden Umsatzerlösentwicklung niederschlagen. Andererseits steigen die Stromumsatzerlöse auch infolge einer signifikanten Steigerung bei den Stromabsatzmengen deutlich an. Im Bereich des Materialaufwandes war im Berichtsjahr analog zu dem eingetretenen Umsatzerlösanstieg eine Aufwandssteigerung in Höhe von 160,8 Mio. € auf insgesamt 710,0 Mio. € zu verzeichnen. Hauptursachen des Aufwandsanstieges sind, wie bei den entsprechenden Umsatzsteigerungen, die mit den starken Kundenzugewinnen in Verbindung mit den angestiegenen Börsennotierungen beim Strom verbundenen höheren Beschaffungsaufwendungen. Der Personalaufwand legte gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Mio. € auf insgesamt 59,7 Mio. € zu. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Auswirkungen des Tarifabschlusses zurückzuführen, der eine Entgeltsteigerung zum 70 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | SWK 1. April 2019 um 3,09 Prozent vorsah. Aufwandssteigernd wirkten sich zudem weitere vorzunehmende Anpassungen bei den Rückstellungen im Bereich der Personalverpflichtungen aus. Das Investitionsvolumen der Stadtwerke Karlsruhe GmbH in das Sachanlagevermögen sowie immaterielle Vermögensgegenstände bewegte sich im Berichtsjahr bei 67,7 Mio. € und damit um 10,7 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Die Investitionsschwerpunkte lagen wiederum im Ausbau der Fernwärmeversorgung mit insgesamt 18,4 Mio. €. Ausblick Für das Wirtschaftsjahr 2020 erwarten die Stadtwerke Karlsruhe GmbH ein Ergebnis vor Ertragsteuer und Ergebnisabführung in Höhe von 30,2 Mio. €. In dem im Herbst 2019 erstellten Wirtschaftsplan für das Jahr 2020 wurden einerseits die erwarteten tariflich bedingten Aufwandssteigerungen im Personalbereich berücksichtigt, als auch die weitere Umsetzung konsequenter Kosteneinsparungen sowie eine marktorientierte Preispolitik. Darüber hinaus wurden die grundsätzlichen Planungsansätze hinsichtlich deren Eintrittswahrscheinlichkeit ausgewogen berücksichtigt. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise zeichnet sich hier allerdings eine deutliche Ergebnisverschlechterung ab. Risiken Starker Wettbewerbsdruck um die Energiekunden, steigende Bezugskosten, fallende Netznutzungsentgelte, die gesetzlichen Rahmenbedingungen durch die Energiewende sowie der Ausfall von Produktionsanlagen stellen die Hauptrisiken dar. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Wandel in der Energiewirtschaft durch technologische Entwicklungen, Digitalisierung und durch die Energiewende beschäftigt die Stadtwerke Karlsruhe bereits seit Jahren und beeinflusst sehr stark die heutigen und zukünftigen Unternehmensprozesse. Dabei sind für die Stadtwerke Karlsruhe neben Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltfreundlichkeit zwei Themen besonders wichtig: Klimaschutz und Nachhaltigkeit: Gerade in Karlsruhe ist der Klimawandel bereits deutlich spürbar und messbar. Nie zuvor haben die Karlsruherinnen und Karlsruher so viel Wasser verbraucht wie im Sommer 2018 bzw. 2019. Und die Durchschnittstemperatur in Deutschland und in Karlsruhe erreicht aktuell die höchsten Werte seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen 1881. Als eines der größten Stadtwerke in Deutschland sehen sich die Stadtwerke Karlsruhe in der gesellschaftlichen Verpflichtung, die Energiewende, vor allem lokal in Karlsruhe, voranzutreiben. Die Stadtwerke Karlsruhe sind auch Dank der fast 25 jährigen EMAS-Zertifizierung auf einem guten Weg und haben in den letzten Jahren mehr als 430 Umweltmaßnahmen angeschoben. Speziell die Wärmewende ist ein wirkungsvolles Instrument, um auf lokaler Ebene schädliche Emissionen zu vermeiden. So wird seit Jahren industrielle Abwärme für die Fernwärme genutzt, ohne dass zusätzliches CO2 entsteht. Im Jahr 2019 konnten so über 146.000 Tonnen CO2 der Karlsruher Luft erspart werden. Der Neubau des Wasserwerks Mörscher Wald hat im Herbst 2018 begonnen und läuft im Kosten- und Zeitplan. Das Gesamtprojekt gilt als Meilenstein für die zukünftige und nachhaltige Trinkwasserversorgung von Karlsruhe und hilft auch bei einem fortschreitenden Klimawandel, die Versorgungssicherheit mit dem Lebensmittel Nummer eins zu gewährleisten. In diesen Kontext passt auch sehr gut, dass seit Mitte 2018 das Karlsruher Trinkwasser komplett klimaneutral beim Kunden ankommt. Auch im Bereich der regenerativen Stromerzeugung geht es weiter voran. Auf dem Energieberg am Rheinhafen wurden zwei der alten Anlagen abgebaut und durch eine neue, leistungsstärkere 80 Meter hohe Windmühle ersetzt. Bereits seit 2010 sind die Stadtwerke aktives Mitglied im Verband der Klimaschutz-Unternehmen. Unter dem Motto „vordenken, vorleben, vorangehen“ sind alle Mitgliedsunternehmen Vorreiter und Vordenker in Sachen SWK | Stadtkämmerei | 71 Umwelt- und Klimaschutz. Passend dazu waren die Stadtwerke im Jahr 2018 Ausrichter des zweiten bundesweiten Klimaschutztages des Verbandes mit dem Titel „Aus der Praxis für die Praxis“. Und im Herbst 2019 beteiligten sich die Stadtwerke wieder an der gemeinsamen Klimaschutzwoche des Verbandes, um auf Klimawandel und Klimaschutz aufmerksam zu machen. Konkret greifbare Themen wie das Insektensterben oder der Plastikmüll rücken zunehmend in den gesellschaftlichen Fokus. Auch hier beteiligen sich die Stadtwerke verstärkt mit problemlösenden Maßnahmen. Neue blütenreiche Außenflächen, das Aufstellen von Wildbienenhotels und verschiedene Mitarbeiteraktionen zeigen den Willen zum aktiven Schutz der Insekten. Eine Wasserkampagne hat Mitte bis Ende 2019 die Nutzung des Leitungswassers vor allem im Kontext der Plastikmüllvermeidung präsentiert. Und im eigenen Umfeld sind die Einführung eines plastikfreien Bistros oder die konsequente Nutzung von Glaskaraffen mit Leitungswasser für Sitzungen kleine Meilensteine bei der Eindämmung von Plastikmüll. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Wertpapiere Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei der Stadt Karlsruhe Rechnungsabgrenzungsposten 18.405.682 500.031.430 48.522.609 7.982.489 122.774.591 15.338.700 4.800.348 __1.868.064 719.723.913 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Empfangene Ertragszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 116.785.500 68.123.996 624 0 184.910.120 47.315.009 49.846.756 437.652.028 0,00 719.723.913 72 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | SWK Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 4) 2017 4) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +587.916 +594.160 +701.483 +860.327 +971.202 +1.052.270 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -128 +393 +1.887 +3.143 0 0 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +1.328 +1.224 +805 +1.166 +1.901 +1.198 4. Sonstige betriebliche Erträge +17.430 +14.945 +15.678 +12.709 +12.126 +12.002 5. Personalaufwand -53.352 -55.406 -57.799 -59.704 -91.236 -96.288 6. Materialaufwand -433.267 -440.433 -549.209 -710.035 -763.228 -835.929 7. Abschreibungen 2) -30.447 -31.018 -33.870 -34.539 -38.669 -39.349 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -43.957 -40.809 -39.627 -43.233 -55.401 -56.898 9. Erträge aus Beteiligungen +1.349 +3.129 +3.056 +2.580 +1.768 +962 10. Erträge aus Gewinnabführung 0 0 0 +2.620 0 0 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3) +251 +499 +294 +1.317 +730 +330 12. Ergebnis aus Verlustübernahme Netzgesellschaft -7.285 -7.646 -5.239 -861 0 0 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.905 -8.214 -7.699 -7.885 -8.596 -7.760 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9.794 -8.775 -8.650 -8.036 -9.590 -9.601 15. Ergebnis nach Steuern +22.139 +22.049 +21.110 +19.569 +21.007 +20.937 16. Sonstige Steuern -288 -320 -327 -323 -393 -358 17. Abgeführte Gewinne Ergebnisabführungsvertrag -21.851 -21.729 +20.783 -19.246 -20.614 -20.579 18. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0 0 0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“, eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) einschließlich Abschreibungen auf Finanzanlagen. 3) einschließlich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. 4) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 80,0 79,8 80,7 77,3 2. Umlaufintensität (in %) 20,0 20,1 19,1 22,4 3. Investitionen (in Mio. €) 72,9 50,9 52,8 79,8 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 29,5 29,5 29,9 27,5 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 36,9 36,9 37,0 35,6 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) + 3,7 +3,7 +3,0 +2,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 13,2 +12,6 +11,6 +10,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 5,0 +4,8 +4,4 +3,8 4. Kostendeckung (in %) 103,3 103,1 101,9 100,5 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern + 59.013 +61.189 +62.460 +61,373 5.2 nach Ertragsteuern + 49.219 +52.414 +53.810 +53.337 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 9,4 9,6 8,4 7,0 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 73.488 76.107 79.286 81.563 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. SWK Netzservice | Stadtkämmerei | 73 8. Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-4109 netze@stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 30. Januar 2007 Unternehmensgegenstand Netzbetreiber gemäß dem Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz – EnWG), insbesondere der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau des Elektrizitäts- und des Gasversorgungsnetzes der Stadtwerke Karlsruhe GmbH sowie die Erfüllung von Verteilungsaufgaben. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau von Trinkwassernetzen sowie der Bau von Fernwärmenetzen. Eingeschlossen ist die Wahrnehmung aller dazugehörigen Aufgaben und Dienstleistungen (GV vom 13. Dezember 2013). Geschäftsführung Dr. Michael Becker (bis 29.02.2020) Stephan Bornhöft (ab 01.03.2020) Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 100.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH vom 2. Oktober 2014. Durch Vertrag vom 15. Dezember 2006 mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH wurde das gesamte Strom- und Gasverteilnetz einschließlich Messstellen gepachtet. Dieser Vertrag wurde zum 31. Dezember 2013 beendet und durch einen neu abgeschlossenen Vertrag vom 12. Dezember 2013 mit Wirkung ab 1. Januar 2014 ersetzt. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) - - - - 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. 74 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | SWK Netzservice Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Arbeiter 4) 211 205 205 204 Beschäftigte 4) 212 213 209 209 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 423 418 414 413 Auszubildende 35 36 37 36 1) Umgerechnete Vollkraftstellen. 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte. 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten. Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Netznutzung durch SWK-Vertrieb (in MWh) 2.512.594 2.442.894 2.298.120 2.282.774 2. Netznutzung durch Dritte (in MWh) 1.049.438 1.137.227 1.157.505 1.170.867 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 In Summe erwirtschaftete die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH (SWKN) Erträge in Höhe von 203,4 Mio. €. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr, in dem Gesamterträge in Höhe von 181,5 Mio. € erwirtschaftet wurden, einen Anstieg um rund 21,9 Mio. €. Die im Berichtsjahr vereinnahmten Erlöse aus Netzentgelten belaufen sich auf 97,4 Mio. € und liegen damit um 0,2 Mio. € über den aktuell ansetzbaren Erlösobergrenzen für das Strom- und Erdgasnetz. Gegenüber dem Vorjahr, mit Erlösen aus Netzentgelten in Höhe von 86,6 Mio. €, ist ein Anstieg in Höhe von 10,8 Mio. € zu verzeichnen. Ebenso ist bei den von der SWKN vereinnahmten Netzumlagen (z.B. KWKG, § 19 StromNEV) ein starker Anstieg zu verzeichnen. Diese belaufen sich im Berichtsjahr in Summe auf 12,8 Mio. € und liegen damit um rund 3,9 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Umlagen müssen von SWKN zum einen von den Netznutzern vereinnahmt und auf der anderen Seite an den vorgelagerten Netzbetreiber abgeführt werden. In der Regel ist das System für die SWKN ergebnisneutral. Etwaige kleinere Differenzen aus Nachberechnungen, Stornos oder der Testierung werden in den Folgejahren ausgeglichen. Dagegen fällt die an die Stadt Karlsruhe abzuführende Konzessionsabgabe in Höhe von 11,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr um rund 0,3 Mio. € geringer aus. Dem Anstieg bei den Erträgen steht eine Steigerung bei den Aufwendungen entgegen. Insgesamt stiegen die Aufwendungen der SWKN im Berichtsjahr auf 200,4 Mio. €, was gegenüber dem Jahr 2018, mit Gesamtaufwendungen in Höhe von insgesamt 186,5 Mio. €, einen Anstieg von 13,9 Mio. € bedeutet. Per Saldo ergibt sich damit für die SWKN ein Gewinn in Höhe von 2,6 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr, mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 5,2 Mio. €, verbesserte sich das Ergebnis vor Ergebnisabführung der SWKN um 7,8 Mio. €. Ausblick Dem Prognosebericht liegen die Daten des Wirtschaftsplans 2020 zugrunde. Der Wirtschaftsplan 2020 wurde bereits im Juli 2019 erstellt. Zu diesem Zeitpunkt waren die endgültigen Erlösobergrenzen für das Strom- und Erdgasnetz noch nicht bekannt. Insgesamt wird mit einer deutlich höheren Erlösobergrenze gerechnet. SWK Netzservice | Stadtkämmerei | 75 Ebenfalls nicht berücksichtigt zur Prognose 2020 sind die Auswirkungen der durch die Weltgesundheitsorganisation WHO am 11. März 2020 zu einer Pandemie erklärten Ausbreitung des Infektionsgeschehens durch SARS-COV-2.Die Reduzierung der Produktion in den Unternehmen, die Schließung von vielen Geschäften, sowie die notwendige Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger wird sich auf das Ergebnis der SWKN deutlich niederschlagen. Die Auswirkungen sind zum Zeitpunkt der Berichterstellung noch nicht quantifizierbar. Risiken Technische Risiken durch den Anlagen und Netzbetrieb, die energiepolitischen Ziele der Regierung, Fachkräftemangel im technischen Bereich sowie Entscheidungen der Regulierungsbehörden für genehmigte Erlösobergrenzen und Netzentgelte stellen die größten Risiken dar. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Wandel in der Energiewirtschaft durch technologische Entwicklungen, Digitalisierung und durch die Energiewende beschäftigt die SWKN bereits seit Jahren und beeinflusst sehr stark die heutigen und zukünftigen Unternehmensprozesse. Über die Einhaltung von Umweltschutznormen hinaus treiben die SWKN mit Hilfe moderner Technik die Minderung von Emissionen, den Schutz von Ressourcen und die Förderung der Energieeffizienz voran. Auch Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität spielen zunehmend eine wichtige Rolle. Zum Beispiel bei der extensiven Begrünung von Liegenschaften und der Gestaltung von Grünflächen rund um Netzinfrastrukturanlagen. Entsprechend häufig finden sich auch Umweltmaßnahmen im jährliche Umwelt- und Energieprogramm des Unternehmens. Die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH sind seit vielen Jahren EMAS, ISO 14001 und ISO 50001 zertifiziert. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Guthaben bei der Stadt Karlsruhe und bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.620.306 4.973.503 0 25.712.234 19.553.304 80 17.056 51.876.483 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 100.000 22.000.000 0 22.100.000 8.760.769 21.015.714 0 51.876.483 76 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | SWK Netzservice Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse 177.391 166.121 +173.720 +208.959 +182.654 +189.398 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -5.737 +6.090 +6.033 -6.290 +0 +0 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +44 +46 +253 +297 +163 +108 4. Sonstige betriebliche Erträge +371 +524 +1.500 +395 +66 +109 5. Personalaufwand -29.940 -30.718 -31.424 -32.837 -32.311 -34.032 6. Materialaufwand -133.262 -132.085 -136.512 -149.671 -138.307 -142.135 7. Abschreibungen -1.942 -2.311 -3.204 -3.354 -4.258 -3.846 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.185 -15.011 -15.322 -14.526 -14.675 -14.625 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +202 +152 +170 +138 +177 +65 10. Erträge aus Verlustübernahme +7.285 +7.646 +5.239 +0 +7.056 +5.464 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -196 -385 -383 -457 -495 -471 12 Aufwendungen aus der Gewinnabführung. +0 +0 +0 -2.621 +0 +0 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 13. Ergebnis nach Steuern +31 +69 +70 +33 +70 +35 14. Sonstige Steuern -31 -69 -70 -33 -70 -35 15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ (das heißt nicht fortgeschrieben) 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 20,1 16,4 13,2 12,7 2. Umlaufintensität (in %) 79,9 83,5 86,8 87,3 3. Investitionen (in T€) 3.269 2.377 2.972 4.269 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 34,3 27,8 23,3 42,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 170,7 169,5 176,7 335,2 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - 4,1 -4,6 -3,0 1,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - 72,1 -75,7 -51,9 11,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -24,1 -20,0 -11,2 5,9 4. Kostendeckung (in %) 98,8 92,0 92,9 104,0 5. Cash Flow (in T€) - 4.842 -4.996 -2.116 5.769 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 16,7 17,0 16,8 16,3 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 70.780 73.489 75.905 79.508 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH | Stadtkämmerei | 77 9. SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH Kontaktdaten c/o Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de www.stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 24. August 2005 Unternehmensgegenstand Beteiligung an und die Verwaltung von anderen Unternehmen als deren persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin, insbesondere von Projektgesellschaften, deren Gegenstand das Erstellen und Betreiben von Kraftanlagen im Bereich regenerativer Energien ist. Geschäftsführung Jürgen Schmidt Dr. Thomas Schnepf Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 25.600 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019 die in ihrem Gesellschaftsvertrag vorgesehene wirtschaftliche Betätigung durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 2 T€ (Vj. 3 T€) er- wirtschaftet. Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin – ohne Kapitaleinlage - der SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I, der SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark Zwei, der SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG - Solarpark III und der EOS Windenergie GmbH & Co. KG. Als Komplementärin übernimmt sie deren Geschäftsführung, die Vertretung und die Verwaltung und erhält hierfür eine jährliche Vergütung. Hierbei bedient sie sich zur Sicherstellung effizienter und qualifizierter Abläufe Mitarbeiter der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. 78 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | SWK-Regernativ-Verwaltungs-GmbH Ausblick Die Gesellschaft wird die Geschäftsführungstätigkeiten für die vier beschriebenen Kommanditgesellschaften auch im kommenden Geschäftsjahr weiter durchführen und geht für das Geschäftsjahr 2020 von einem geringen Jahresüberschuss aus. Risiken Risiken der Gesellschaft sind mögliche Inanspruchnahmen aus der unbeschränkten Haftung. Derartige oder andere potenziell bestandsgefährdende Risiken sind zum heutigen Zeitpunkt nicht erkennbar. Aufgrund der überschaubaren gesellschaftsrechtlichen Strukturen der zu betreuenden Kommanditgesellschaften sowie des geringen Geschäftsumfangs bestehen keine wesentlichen, bestandsgefährdenden Risiken aus der Geschäftstätigkeit der SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH übernimmt die Verwaltung von drei Solarparks mit einer Nennleistung von insgesamt 2.695 kW, die in 2019 2.724.028 kWh eingespeist haben. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0 0 0 5.835 47.093 52.928 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 25.600 16.417 2.493 44.510 1.500 6.918 52.928 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +29,9 +31,9 +35,3 +38,5 +33,4 +37,5 2. Sonstige betriebliche Erträge +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 3. Personalaufwand +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 4. Materialaufwand +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 5. Abschreibungen +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -31,7 -31,4 -31,6 -35,5 -32,0 -36,0 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0,0 +0,0 -0,3 -0,5 +0,0 -0,3 10. Ergebnis nach Steuern -1,8 +0,5 +3,7 +2,5 +1,4 +1,2 11. Sonstige Steuern +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1,8 +0,5 +3,4 +2,5 -1,4 +1,2 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH | Stadtkämmerei | 79 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0 0 0 0 2. Umlaufintensität (in %) 100,0 100,0 100,0 100,0 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 80,6 82,3 82,1 84,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - 6,0 + 1,7 9,6 6,5 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - 4,7 + 1,4 8,1 5,6 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - 3,8 + 1,2 6,7 4,7 4. Kostendeckung (in %) 94,4 101,8 111,8 108,3 5. Cash Flow nach Ertragsteuern (in T€) - 2 + 1 3 2 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 80 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I 10. SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I Kontaktdaten c/o Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de www.stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 2. Dezember 2005 Unternehmensgegenstand Errichtung und Betrieb von Gemeinschaftsanlagen zur Nutzung regenerativer Energieträger, insbesondere Photovoltaikanlagen. (GV in der Fassung vom 3. November 2005) Geschäftsführung Die Geschäftsführung liegt bei der SWK- Regenerativ-Verwaltungs-GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin). Diese ist am Kapital der SWK-Regenerativ-GmbH & Co.KG – Solarpark I nicht beteiligt und handelt durch ihre Geschäftsführer Jürgen Schmidt und Dr. Thomas Schnepf Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadtwerke Karlsruhe GmbH Weitere Kommanditisten Anteile Kommanditkapital 26,15 % = 14,33 % = 59,52 % = 500.000 € 274.000 € 1.138.000 € 100,00 % = 1.912.000 € Hiervon wurden im Jahr 2019 weitere rund 9 % an die Kommanditisten zurückgewährt. Der Beteiligungswert der Stadt Karlsruhe beträgt somit 192.266,76 €, das Haftkapital wird jedoch nicht reduziert. Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH und der SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2)- 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss wird nicht geprüft. Eine Prüfungspflicht besteht weder aus handelsrechtlicher noch aus kommunalrechtlicher Sicht. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I | Stadtkämmerei | 81 Wichtigste Zahlungsströme zwischen der Kommanditistin Stadt Karlsruhe und der Gesellschaft aus Sicht der Kommanditistin Stadt Karlsruhe in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gewinnausschüttung + 32 + 29 +45 +45 2. Rückfluss Kommanditanteil + 8 + 16 +0 +0 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Der Solarpark I erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 Einspeisevergütungen in Höhe von 404 T€ (Vorjahr: 423 T€). Die gesamte Stromerzeugung des Solarparks in 2019 lag bei 857.748 kWh (Vorjahr: 896.760 kWh). Die Gesellschaft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 167 T€ (Vorjahr: 182 T€) ausweisen. Risiken Keine. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Anlagenpark hat eine Gesamtnennleistung in Höhe von 840 kW und erzeugte in 2019 857,748 kWh. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 947.209 28.800 295.257 1.242.466 A. B. C. Eigenkapital Kommanditkapital Variables Kapital Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 1.912.000 -1.009.914 902.086 53.054 287.326 1.242.466 82 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 PLAN 2019 1) PLAN 2020 1) 1. Umsatzerlöse/Erlöse aus Einspeisung +371 +390 +423 +404 +361 +360 2. Sonstige betriebliche Erträge +3 +15 +7 +4 +0 +0 3. Materialaufwand -28 -17 -34 -24 +0 +0 4. Personalaufwand +0 +0 +0 +0 +0 +0 5. Abschreibungen -154 -135 -122 -141 -132 -132 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -54 -41 -55 -43 -52 -52 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +3 +3 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -13 -11 -9 -7 -7 -3 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15 -27 -28 -26 -22 -22 10. Ergebnis nach Steuern +110 +174 +182 +167 +151 +154 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +110 +174 +182 +167 +151 +154 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 82,3 80,5 78,7 76,2 2. Umlaufintensität (in %) 17,7 19,5 21,3 23,8 3. Investitionen (in T€) 25 0 29 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 55,5 60,6 65,6 72,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 67,4 75,3 83,4 95,2 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +29,5 +44,6 +43 +41,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +12,2 +19,4 +20 18,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +7,6 +12,5 +13,8 14,0 4. Kostendeckung (in %) 149,2 191,2 192,8 188,0 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern + 278 + 335 +332 +334 5.2 nach Ertragsteuern + 263 + 308 +303 +308 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. SWK-NOVATEC GmbH | Stadtkämmerei | 83 11. SWK-NOVATEC GmbH Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 22. Juni 2009 Unternehmensgegenstand Planung, Realisierung und Betrieb von Wärmeerzeugungs- und Wärmeversorgungsanlagen auf Basis innovativer Versorgungskonzepte im Bereich regenerativer Energien und die Erbringung der damit zusammenhängenden Dienstleistungen (GV vom 13. Juli 2016). Geschäftsführung Andreas Hallwachs Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Gewinnabführungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH vom 28.11.2018 (mit Wirkung zum 01.01.2019) Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) - - - - 1) Keine gesonderte Vergütung. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigt zum 31.12.2019 insgesamt 7 Mitarbeiter. Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Wärmeverkäufe (in T€) - - - - 2. Wärmeverkäufe (in kWh) 3.166.570 2.795.350 2.354.840 - Die Aktivitäten aus der bisherigen Wärmeversorgung der Raumfabrik Durlach wurden zum Ende des Geschäftsjahres 2018 eingestellt. 84 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | SWK-NOVATEC GmbH Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von 861 T€ (Vj. Jahresfehlbetrag in Höhe von 55 T€), der auf Grund des mit Wirkung ab 1 Januar 2019 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag vollständig von der Stadtwerke Karlsruhe GmbH übernommen wird. Die Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr (806 T€) beruht im Wesentlichen auf dem im Geschäftsjahr 2018 geänderten Geschäftsmodell der Gesellschaft. Die Aktivitäten aus der bisherigen Wärmeversorgung der Raumfabrik Durlach wurden zum Ende des Geschäftsjahres 2018 eingestellt. Aus diesem Grunde sind die Umsatzerlöse aus der Wärmeversorgung von 189 T€ im Vorjahr sowie die Bezugsaufwendungen von 130 T€ weggefallen. Gegenläufig erhöhten sich die Umsatzerlöse aus der Abrechnung von erbrachten Dienstleistungen gegenüber der alleinigen Gesellschafterin Stadtwerke Karlsruhe GmbH um 15 T€ von 155 T€ im Vorjahr auf 170 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich deutlich gegenüber dem Vorjahr um 139 T€ auf Grund eines von SWK einmalig im Geschäftsjahr 2018 bewilligten Zuschusses in Höhe von 137 T€. Der weitere Anstieg der Personalaufwendungen um 380 T€ von 106 T€ im Vorjahr auf 486 T€ im Berichtsjahr resultiert zum Einen daraus, dass die Personalkosten der im Laufe des Vorjahres eingestellten Mitarbeiter nunmehr für ein volles Geschäftsjahr angefallen sind sowie zum Anderen aus weiteren Personaleinstellungen, um die neuen Aufgabenstellungen in der Gesellschaft gegenüber der Muttergesellschaft SWK sowie der Schwestergesellschaft SWKN sachgerecht erbringen zu können. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich ebenso nochmals deutlich um 246 T€ von 292 T€ im Vorjahr auf 538 T€ auf Grund der Inanspruchnahme von Leistungen der SWK (485 T€; Vj. 272 T€), die gegenüber dem Vorjahr nunmehr für ein gesamtes Geschäftsjahr angefallen sind. Themen im Geschäftsjahr 2019 waren u.a die Betreuung des Themengebietes Mobilität, inkl. eMobility, koordinierend für die Stadtwerke Karlsruhe. Dieses Aufgabengebiet wurde mit Wirkung zum 1. November 2019 an den Bereich TD - digitale Lösungen der Stadtwerke Karlsruhe GmbH übergeben. Im Juni 2019 hat die Gesellschaft gemeinsam mit dem Bereich Infrastruktur der Stadtwerke Karlsruhe GmbH begonnen, im Themengebiet Smart City den Teilbereich „Dynamische Verkehrslenkung“ neu aufzubauen sowie entsprechende Partnerschaften abzuschließen. Im August 2019 erhielten sie hierzu den Zuschlag des Tiefbauamtes der Stadt Karlsruhe zur Durchführung des Projektes „Dynamisches Verkehrskonzept zur Entlastung der Kriegsstraße“, welches wir vom Oktober 2019 bis Januar 2020 umsetzten. Weiterhin hat die SWK-NOVATEC an der Steuerungsgruppe und am Arbeitskreis der Stadt Karlsruhe für den Förderantrag Smart City des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) mitgewirkt. Ausblick Die Gesellschaft bringt sich aktiv in aktuelle Projekte der Stadtwerke Karlsruhe ein und unterstützt diese. Die Gesellschaft erwartet im kommenden Geschäftsjahr 2020 ein negatives Jahresergebnis vor Verlustübernahme in Höhe von 465 T€. Risiken Aufgrund der überschaubaren gesellschaftsrechtlichen Struktur sowie des geringen Geschäftsumfangs bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken aus der Geschäftstätigkeit der SWK-NOVATEC GmbH. Seit 1. Januar 2019 besteht ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der alleinigen Gesellschafterin Stadtwerke Karlsruhe GmbH. SWK-NOVATEC GmbH | Stadtkämmerei | 85 Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die SWK-NOVATEC GmbH entwickelt innovative Technologien, Produkte und Dienstleistungen für die Stadtwerke Karlsruhe. Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind starke Innovationstreiber und beeinflussen die Projekte der NOVATEC maßgeblich. Als konkrete Beispiele sind hier vor allem die Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität und im Themenkomplex „Smart City“ zu benennen. So wurde in 2019 u.a. ein Pilotprojekt für ein intelligentes Verkehrslenkungssystem in Karlsruhe initiiert, das eine Entlastung des innerstädtischen Verkehrs zum Ziel hatte. Nach Abschluss der Innovationsprojekte wurden die Themen an den Fachbereich TD (Digitale Lösungen) der Stadtwerke Karlsruhe übergeben. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 5.511 3.639 861.655 16 870.821 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 25.000 12.399 833.422 0 870.821 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 4) 2017 4) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +242 +217 +344 +170 +636 +582 2. Sonstige betriebliche Erträge +0 +4 +139 +0 +312 +0 3. Materialaufwand -191 -176 -140 -3 -376 -539 4. Personalaufwand +0 +0 -106 -486 -914 -477 5. Abschreibungen +0 +0 +0 -3 -80 +0 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -35 -35 -292 -538 -74 -31 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Erträge aus Verlustübernahme 2) +0 +0 +0 +861 +479 -465 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 -3 -1 +0 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5 -3 +0 +2 +0 +0 11. Ergebnis nach Steuern +11 +7 -55 -861 0 -465 12. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +11 +7 -55 0 0 0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Ab 01.01.2019 Gewinnabführungsvertrag mit Stadtwerke Karlsruhe GmbH. 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 86 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | SWK-NOVATEC GmbH Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0 0 1,1 1,1 2. Umlaufintensität (in %) 100 100 98,8 98,9 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 60,8 59,4 7,2 2,9 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - 661,9 273,2 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) + 4,7 +3,3 -16,1 -503,8 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 15,5 +8,9 -221,7 -3443,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 9,4 +5,3 -15,8 -98,5 4. Kostendeckung (in %) 107,1 102,9 63,8 16,5 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern + 16 +10,6 -55,2 -857,6 5.2 nach Ertragsteuern + 11 +7,2 -55,2 -857,6 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - 19,7 47,0 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - 21.189 69.391 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. EOS Windenergie GmbH & Co. KG | Stadtkämmerei | 87 12. EOS Windenergie GmbH & Co. KG Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de Gründung Gesellschaftsvertrag vom 16. April 2009, Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. Unternehmensgegenstand Betrieb eines Windparks sowie die Erzeugung und Vermarktung von Energie am Standort Riedelberg II in Rheinland-Pfalz. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird durch Komplementärin SWK-Regenerativ- Verwaltungs-GmbH ausgeübt. Diese ist am Kapital der EOS Windenergie GmbH & Co. KG nicht beteiligt und handelt durch ihre Geschäftsführung Kommanditisten Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteil Kommanditkapital 4 Mio. € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 1) 2017 1) 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 2) 2) 2) 2) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 3) 3) 3) 3) 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. 2) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 3) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die EOS schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 302 T€ (Vj. 121 T€) ab. Der Ergebnisanstieg gegenüber dem Vorjahr um 181 T€ ist insbesondere auf die Erhöhung der Erträge aus Windeinspeisung um 147 T€ zurückzuführen. 88 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | EOS Windenergie GmbH & Co. KG Ausblick Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet die EOS mit einer Verringerung des Ergebnisses durch den vertraglich vorgesehenen Anstieg der Betriebsführungskosten. Risiken Risiken der Gesellschaft können aus dem Betrieb der Windkraftanlagen resultieren. Der Betrieb selbst ist durch einen langfristigen Betriebsführungsvertrag weitgehend gesichert. Ein weiteres Risiko resultiert aus einer Unterschreitung der erwarteten Windleistung. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Windpark umfasst vier Windkraftanlagen mit je 2,3 MW, die in 2019 insgesamt Strom in Höhe von 16,9 GWh erzeugt haben. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 25.334 10.366.955 272.853 936.540 132.359 11.734.041 A. B. C. Eigenkapital Kapitalanteile Kommanditisten Verlustvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 3.995.200 -760.106 301.520,08 3.536.614 185.020 8.012.407 11.734.041 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 1) 2017 1) 2018 2019 Plan 2019 3) Plan 2020 3) 1. Umsatzerlöse - - +1.458 +1.606 +1.548 +1.548 2. Sonstige betriebliche Erträge - - +39 +66 +0 +0 3. Personalaufwand - - +0 +0 +0 +0 4. Materialaufwand - - -162 -201 -182 -224 5. Abschreibungen 2) - - -763 -763 -763 -763 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen - - -193 -169 -157 -182 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - - +0 +0 +0 +0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - - -259 -237 -236 -224 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - - +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern - - +120 +302 +210 +155 11. Sonstige Steuern - - +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag - - +120 +302 +210 +155 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. 2) Die Nutzungsdauer der Windkraftanalagen wurde im Jahr 2018 von 16 Jahren auf 20 Jahre verlängert. 3) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. EOS Windenergie GmbH & Co. KG | Stadtkämmerei | 89 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 1) 2017 1) 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) - - 91,1 88,6 2. Umlaufintensität (in %) - - 8,2 10,3 3. Investitionen (in T€) - - 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) - - 26,4 30,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - 29,0 34,0 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - 8,3 18,8 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - - 3,7 8,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - - 3,1 4,6 4. Kostendeckung (in %) - - 105,9 117,2 5. Cash Flow nach Ertragsteuern (in T€) - - 883,1 1.064,3 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 90 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Stadtwerke Rastatt Service 13. Stadtwerke Rastatt Service GmbH Kontaktdaten Markgrafenstraße 7, 76437 Rastatt Gründung Gesellschaftsvertag vom 12.12.2000 Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). Unternehmensgegenstand Erbringung von Energiedienstleistungen an Kunden aus hocheffizienten und somit klimaschonenden Energieerzeugungsanlagen, sowie das Contracting dieser Anlagen. Geschäftsführung Olaf Kaspryk bis 07.05.2019 Volker Bunte ab 08.05.2019 Jürgen Disqué Gesellschafter Stadtwerke Rastatt GmbH Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 50 % = 50.000 € 50 % = 50.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorhanden. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 1) 2017 1) 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung - - 2) 2) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 3) 3) 3) 3) 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). 2) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 3) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Follner & Wild Treuhand Rastatt GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft . Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) Die Gesellschaft hat neben der Geschäftsführung keine Beschäftigten. Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 1) 2017 1) 2018 2019 1. Wärmeverkäufe (in T€) - - 0 2 2. Wärmeverkäufe (in kWh) - - 0 14.617 1) Gesellschaftsvertag vom 12.12.2000 Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Gesellschaft verzeichnet im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 24,1 T€. Die Erlöse ergeben sich aus der Energielieferung an Kunden, die Aufwände im Wesentlichen aus Energiebezug und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, wie Kosten für Marketing, Buchhaltung und Prüfungsaufwand. Stadtwerke Rastatt Service | Stadtkämmerei | 91 Ausblick Neben der Energielieferung aus dezentralen Energieanlagen sowie dem Betrieb dieser Anlagen im abgelaufenen Geschäftsjahr gilt es die Dienstleistungen weiter auszubauen. Die seit März 2020 durch die Pandemie bestehenden Einschränkungen erschweren zwar den Kundenkontakt, sollen jedoch durch eine verstärkte Nutzung digitaler Kanäle kompensiert werden. Risiken Die Risiken des operativen Geschäftsbetriebs sind aktuell gering. Die Energiebeschaffungs- und Energielieferverträge sind risikoavers fixiert; zudem ist der unter Vertrag stehende Kundenbestand stark diversifiziert. Hinzu kommt die Fokussierung auf zu Wohnzwecken dienende Gebäude, die konjunkturelle Risiken ebenfalls reduziert. Der Betrieb der Energieanlagen ist durch angemessene Versicherungen und Verträge ausreichend abgesichert. Die Gesellschaft bedient sich zur Sicherstellung effizienter und qualifizierter Abläufe der Mitarbeiter der Stadtwerke Rastatt GmbH und der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die SRS verfolgt die Absicht vorwiegend umweltschonende und klimafreundliche Anlagen zu bauen und zu betreiben. Alle Anlagen erfüllen das EWärmeG Baden-Württembergs, darüber hinaus wurden bisher in nahezu allen Heizungssanierungsfällen alte Ölheizungen abgelöst. Photovoltaik-Anlagen gehören ebenfalls wie Wärmepumpen-, Hybrid- und Brennstoffzellenheizungen zum Portfolio. In 2019 hat die SRS erst mit ihrer Arbeit angefangen, inzwischen konnten bereits 22 Aufträge generiert werden, die helfen rd. 70 t/Jahr CO2 einzusparen Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 55.310 9.772 101.453 1.418 167.953 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlage Rückstellungen Verbindlichkeiten 100.000 -29.356 70.644 6.700 90.609 167.953 92 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Stadtwerke Rastatt Service Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 1) 2017 1) 2018 2019 Plan 2019 Plan 2020 1. Umsatzerlöse/Erlöse aus Einspeisung - - +0,0 +2,9 +55,4 +262,8 2. Sonstige betriebliche Erträge - - +9,9 +0,0 +0,0 +0,0 3. Materialaufwand - - -0,0 -0,8 -83,8 -312,10 4. Personalaufwand - - -0,0 -0,0 -0,0 -0,0 5. Abschreibungen - - -0,0 -1,6 -13,7 -58,0 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen - - -15,6 -24,5 -10,7 -12,6 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - - +0,4 -0,0 +0,0 +0,0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - - -0,0 -0,1 -1,3 -5,4 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - - +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 10. Ergebnis nach Steuern - - -5,3 -24,1 -53,9 -125,3 11. Sonstige Steuern - - -0,0 +0,0 -0,0 -0,0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -5.3 -24,1 -53,9 -125,3 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). 2) Es wurde von der Gesellschaft kein Wirtschaftsplan für das Jahr 2018 erstellt. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 1) 2017 1) 2018 1) 2019 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) - - 2. Umlaufintensität (in %) - - 0 32,9 3. Investitionen (in T€) - - 100,0 66,20 II. Finanzlage 0 56,9 1. Eigenkapitalquote (in %) - - 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - 93,0 42,10 III. Ertragslage 0 127,70 1. Umsatzrentabilität (in %) - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - - 0,0 -841,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - - -5,6 -34,1 4. Kostendeckung (in %) - - -5,2 -14,3 5. Cash Flow (in T€) - - 0,0 10,6 5.1 vor Ertragsteuern - - 5.2 nach Ertragsteuern - - -5,3 -22,5 IV. Personal -5,3 -22,5 1. Personalkostenintensität (in %) - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - 0,0 0,0 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. KEK | Stadtkämmerei | 93 14. KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH Kontaktdaten Hebelstraße 15, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 48088-0 Fax: 0721 48088-19 info@kek-karlsruhe.de www.kek-karlsruhe.de Gründung 3. Juni 2009 Unternehmensgegenstand Förderung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (GV vom 12. Mai 2009). Geschäftsführung Dirk Vogeley Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 50 % = 50 % = 12.500 € 12.500 € 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH vom 1. Juni 2009 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Finanzielles Engagement der Mitgesellschafterin Stadt Karlsruhe 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Betriebsmittelzuschuss Stadt Karlsruhe 250 217 250 250 2. Zuschuss Stadt Karlsruhe (Projekt Stromsparpartner) 61 79 79 79 3. Zuschuss Stadt Karlsruhe (Projekt Kühlgerätetausch) 60 42 42 60 4. Zuschuss Stadt Karlsruhe (Projekt Quartierskonzepte) - 33 - - Zusammen 371 371 371 389 Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. 94 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KEK Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 4) 10,6 11,8 13,9 13,9 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 10,6 11,8 13,9 13,9 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte. 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 sowie Ausblick Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 81 T€ (Vj. 71 T€) erzielt. Das Ergebnis resultiert erlösseitig im Wesentlichen aus den erhaltenen Grundzuschüssen der beiden Gesellschafter Stadt Karlsruhe und Stadtwerke Karlsruhe GmbH in Höhe von 454 T€ (Vj. 454 T€), aus Zuschüssen für Projekte in Höhe von 74 T€ (Vj. 74 T€) sowie aus den um 37 T€ gestiegenen Umsatzerlösen (666 T€; Vj. 629 T€) aus Projekttätigkeiten. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 37 T€ auf 666 T€. Die Materialkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 14 T€ von 141 T€ auf 127 T€ gesunken, während sich gegenläufig projektbedingt die Personalkosten um 52 T€ (877 T€; Vj. 825 T€) weiter erhöhten. Die Gesellschaft erwartet im kommenden Geschäftsjahr 2020 ein negatives Jahresergebnis in Höhe von 89 T€. Dabei verfolgt die Gesellschaft das Ziel, die in den vorangegangenen Geschäftsjahren erwirtschafteten Finanzierungsüberschüsse in Klimaschutzprojekte zu investieren. Gleichzeitig haben die Gesellschafter ihre Bereitschaft erklärt, der KEK im Rahmen der Haushalts- und Budgetplanung der Stadt projektbezogene Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, die die KEK in die Lage versetzt, künftige Eigenanteile von Förderprojekten im gemeinwirtschaftlichen Bereich abzudecken und den Aufgabenschwerpunkt weiterhin auf Projekte des Zweckbetriebes zu legen. Die Finanzierung der Gesellschaft ist bei Aufrechterhaltung der Grundzuschüsse in dem von der Gesellschafterversammlung beschlossenen Rahmen sowie durch Zusicherung projektbezogener Zuschüsse gesichert. Risiken Der Fortbestand der Gesellschaft hängt mittel- und langfristig davon ab, dass die beiden Gesellschafter Stadt Karlsruhe und Stadtwerke Karlsruhe GmbH in ausreichendem Umfang Kapital und Liquidität zur Verfügung stellen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen. Insbesondere sollen der Verbrauch von Energie reduziert, die Energieeffizienz gesteigert und der Einsatz regenerativer Energien gefördert werden. Im Sinne des Gesellschaftszwecks initiiert, fördert, operiert und beteiligt sich die Gesellschaft insbesondere auf den Gebieten Netzwerkbildung und –betreuung, Realisierung von Pilotprojekten, kompetente Vermittlung von Know-How, Beratung, Konzeptentwicklung, Transfer von Wissenschaft zur Praxis sowie Bewusstseinsbildung durch Informations- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Gesellschaft betreibt seit 2011 ein freiwilliges Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS- Verordnung. UMS und Umweltbericht werden jährlich von einem Umweltgutachter validiert und verifiziert. Der Umweltbericht steht öffentlich zur Verfügung: http://www.kek-karlsruhe.de/ueber-uns/umweltmanagement . KEK | Stadtkämmerei | 95 Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 31.352 0 90.509 17.581 117.560 11.190 268.192 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 25.000 169.216 -81.195 113.021 126.077 29.094 0 268.192 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +192 +591 +628 +666 +630 +676 2. Bestandserhöhung an fertigen Erzeugnissen +189 -21 -51 -50 +105 +78 3. Sonstige betriebliche Erträge +713 +524 +541 +528 +527 +578 4. Materialaufwand -306 -122 -141 -127 -268 -182 5. Personalaufwand -644 -739 -825 -877 -833 -931 6. Abschreibungen -13 -20 -18 -16 -16 -16 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -164 -176 -198 -197 -164 -181 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +30 +2 -6 +0 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 -5 +0 +0 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2 +0 +0 -2 +0 +0 11. Ergebnis nach Steuern -5 +39 -70 -80 -19 -90 12. Sonstige Steuern +0 +0 -1 -1 +0 +0 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -5 +39 -71 -81 -19 -90 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst 96 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KEK Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 9,7 12,8 12,7 11,7 2. Umlaufintensität (in %) 87,6 84,5 84,0 84,1 3. Investitionen (in T€) 10 35 20 4 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 58,6 64,4 57,1 42,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 602,5 502,5 447,6 360,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -2,6 +6,6 -11,3 -12,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -2,2 +14,7 -36,5 -71,8 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -1,2 +9,6 -18,9 -28,4 4. Kostendeckung (in %) 17,0 55,9 52,8 54,4 5. Cash Flow (in T€) +10 +59 +89 -65 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 57,1 69,9 69,4 71,7 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 60.709 62.499 59.368 63.125 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. BES | Stadtkämmerei | 97 15. BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH Kontaktdaten BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH Daxlander Str. 72 76185 Karlsruhe Gründung 13.07.2016 Unternehmensgegenstand Energielieferung aus klimaschonenden Energieerzeugungsanlagen. Geschäftsführung Lars F. Ziegenbein Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Hoepfner Bräu Friedrich Hoepfner Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Anteile Stammkapital 66 % 34 % = 66.000 € = 34.000 € Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge keine Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 1) 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 2) 2) 2) 2) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 3) 3) 3) 3) 1) Die Gesellschaft wurde am 13. Juli 2016 gegründet. 2) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 3) Aufwandsentschädigungen. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Wärmeverkäufe (in T€) 10,2 40,7 43,4 57,5 2. Wärmeverkäufe (in kWh) 196.400 495.600 556,2 948.100 1) Die Gesellschaft wurde am 13. Juli 2016 gegründet. 98 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | BES Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Gesellschaft liefert über eine Strom Community grüne Energie aus lokaler Erzeugung für Wohnviertel, gemischte Quartiere und Industrieanlagen. Hierzu erarbeitet die Gesellschaft für Kunden der Immobilienwirtschaft und Industriebetriebe effiziente, innovative und smarte Lösungen zur Energieversorgung. Die Gesellschaft übernimmt die Planung, Realisierung und den Betrieb von Energieerzeugungs- und Energieversorgungsanlagen, um hieraus grüne Energie (Wärme, Kälte und Strom) zu verkaufen. Das erste Community Projekt ist zum Ende des Jahres 2018 in Betrieb gegangen. Ausblick Neben der Energielieferung aus dezentralen Energieanlagen sowie dem Betrieb dieser Anlagen im abgelaufenen Geschäftsjahr gilt es die Dienstleistungen weiter auszubauen. So wird die Gesellschaft zukünftig neben den Energieerzeugungsanlagen auch zunehmend die notwendige (Strom-) Infrastruktur wie Stromtransformatoren errichten lassen und betreiben. Weitere Investitionen in Energieanlagen stärkt die Werthaltigkeit der Gesellschaft. Grundsätzlich entwickelt sich die Auftragslage der jungen Gesellschaft gut. Weitere Projekte zur Erbringung verschiedener Energiedienstleistungen werden im nun laufenden Geschäftsjahr realisiert. Dabei kommen ausschließlich umweltfreundliche Energieerzeugungsanlagen zum Einsatz. Im weiteren Geschäftsverlauf und der Stabilisierung der Community-Projekte ist die Gesellschaft zuversichtlich auch 2020 eine positive Entwicklung aus dem operativen Cashflow zu ermöglichen und gleichzeitig ein operativ positives Ergebnis zu erwirtschaften. Risiken Die Risiken des operativen Geschäftsbetriebs sind aktuell gering. Die Energiebeschaffungs- und Energielieferverträge sind risikoavers fixiert. Auch der Betrieb der Energieanlagen ist durch angemessene Versicherungen und Verträge ausreichend abgesichert. Die Gesellschaft bedient sich zur Sicherstellung effizienter und qualifizierter Abläufe der Mitarbeiter der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Gesellschaft wurde mit dem Zweck gegründet, grüne Energie lokal zu erzeugen und direkt vor Ort zu verbrauchen. Somit trägt die Gesellschaft allein schon mit der Umsetzung der verschiedenen Projekte ihren Teil zum Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei. Darüber hinaus wird ein starker Fokus auf den Fortschritt der Digitalisierung gelegt. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 2.530 493.802 300 211.320 163.463 127.527 0 998.942 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 100.000 13.989 113.989 81.666 803.287 0 998.942 BES | Stadtkämmerei | 99 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 1)3) 2017 3) 2018 2019 Plan 2019 2) Plan 2020 2) 1. Umsatzerlöse +24,9 +181,9 +230,1 +339,0 +276,7 +343,6 2. Sonstige betriebliche Erträge +0,0 +0,4 +0,1 +0,4 +0,0 +0,0 3. Materialaufwand -20,7 -157,8 -212,9 -277,6 -212,8 -260,5 4. Personalaufwand +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 5. Abschreibungen -0,0 -0,0 -0,1 -20,0 -16,0 -42,4 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6,2 -23,2 -18,3 -19,8 -35,6 -26,0 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 -8,5 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0,0 +0,0 +0,0 -6,3 +0,0 +0,0 10. Ergebnis nach Steuern -2,0 +1,3 -1,0 +15,7 +12,3 +6,2 11. Sonstige Steuern +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 -3,5 -1,8 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -2,0 +1,3 -1,0 +15,7 +8,8 +4,4 13. Verlustvortrag -0,0 -2,0 -0,7 -1,7 - - 14. Bilanzgewinn/Bilanzverlust -2,0 -0,7 -1,7 +14,0 +17,6 +8,8 1) Die Gesellschaft wurde am 13. Juli 2016 gegründet. 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 1) 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0,0 0,0 2,5 49,7 2. Umlaufintensität (in %) 100,0 99,5 97,5 50,3 3. Investitionen (in T€) 0,0 0,0 4,0 513,0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 95,9 71,3 64,8 11,4 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 0,0 0,0 0,0 23,0 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -8,0 +0,7 -0,5 4,6 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -2,0 +1,3 -1,1 13,8 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -2,0 +1,0 -0,7 3,1 4. Kostendeckung (in %) 92,6 100,7 99,5 106,8 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern -2,0 +1,0 -1,0 42,0 5.2 nach Ertragsteuern -2,0 +1,0 -1,0 36,0 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 0,0 0,0 0,0 0,0 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 0,0 0,0 0,0 0,0 1) Die Gesellschaft wurde am 13. Juli 2016 gegründet. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 100 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Onshore 16. Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 Gründung 8. Mai 2014 Unternehmensgegenstand Halten von Beteiligungen an Gesellschaften, die Onshore-Windparks in Deutschland betreiben, insbesondere einer Beteiligung an der EnBW Onshore Portfolio GmbH mit Sitz in Stuttgart. Geschäftsführung Mario Dürr Jürgen Schmidt Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH NEV Erneuerbare Energien GmbH Anteile Stammkapital 50 % = 50 % = 15.000,00 € 15.000,00 € 100 % = 30.000,00 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) EnBW Onshore Portfolio GmbH (Anteil am Stammkapital: 16,66 %). Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Aufwandsentschädigungen. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft wird geprägt durch ihre Beteiligung an der EnBW Onshore Portfolio GmbH (EOP). Im Geschäftsjahr 2019 erfolgten wiederum neben Kapitalauskehrungen auch Gewinnausschüttungen durch die EOP. Damit konnten im Berichtsjahr Beteiligungserträge in Höhe von 481 T€ (Vj. 537 T€) erzielt werden. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 456 T€ (Vj. 512 T€) ab. Dieser Jahresüberschuss resultiert insbesondere aus den Beteiligungserträgen, denen wie im Vorjahr sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 24 T€ gegenüber stehen, die sich im Wesentlichen aus den Verwaltungskosten für die Geschäftsbesorgung durch die SWK, den Kosten für die Gestellung der Geschäftsführung sowie den Prüfungskosten zusammensetzen. Onshore | Stadtkämmerei | 101 Ausblick Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet die Gesellschaft mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 799 T€. Dieser enthält die anteilige Gewinnausschüttung für das durch die EOP prognostizierte Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019 (16,67 % des Gewinns 2019 in Höhe von 4.948 T€) in Höhe von rd. 824 T€. Den Beteiligungserträgen stehen Gesamtaufwendungen in Höhe von 25 T€ gegenüber. Risiken Risiken bestehen aus der Entwicklung der Beteiligungsgesellschaft EOP. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die OBG ist an einem Anlagenportfolio mit 17 Windparks beteiligt, die eine Gesamtnennleistung in Höhe von 156 MW besitzen. Diese haben in 2019 Strom in Höhe von 271,9 GWh erzeugt. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 22.221.534 166.239 21.046 0 22.408.819 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 30.000 21.915.267 456.087 22.401.354 2.975 4.490 0 22.408.819 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +0 +0 +0 0 0 0 2. Sonstige betriebliche Erträge +0 +0 +0 0 0 0 3. Materialaufwand +0 +0 +0 0 0 0 4. Abschreibungen +0 +0 +0 0 0 0 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -24 -24 -24 -24 -25 -25 6. Erträge aus Beteiligungen +299 +27 +536 +480 +475 +824 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 0 0 0 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 0 0 0 9. Ergebnis nach Steuern +275 +3 +512 +456 +450 +799 10. Sonstige Steuern +0 +0 +0 0 0 0 11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +275 +3 +512 +456 +450 +799 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 102 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Onshore Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 99,7 99,1 99,4 99,2 2. Umlaufintensität (in %) 0,3 0,9 0,6 0,8 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0,0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 100,0 100,0 100,0 100,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 100,3 100,8 100,5 100,8 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +1,0 +0,0 +2,1 2,0 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +1,0 +0,0 +2,1 2,0 4. Kostendeckung (in %) - - - 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +275,0 +3,0 +51,02 +456,0 5.2 nach Ertragsteuern +275,0 +3,0 +512,0 +456,0 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. TelemaxX | Stadtkämmerei | 103 17. TelemaxX Telekommunikation GmbH Kontaktdaten Amalienbadstraße 41 (Bau 61), 76227 Karlsruhe Telefon: 0721 13088-0 Fax: 0721 13088-77 info@telemaxx.de www.telemaxx.de Gründung 5. Februar 1999 Unternehmensgegenstand Planen, Errichten, Betreiben und Vermarkten eines vor allem in der TechnologieRegion Karlsruhe gelegenen Übertragungsnetzes sowie Angebot und Vermarktung von Telekommunikationsdienstleistungen. Geschäftsführung Raphael Bächle Rainer Müller Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Stadt/Stadtwerke Baden-Baden Stadtwerke Rastatt GmbH Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH Stadtwerke Ettlingen GmbH Stadtwerke Bretten GmbH Stadt/Stadtwerke Gaggenau Stadtwerke Bühl GmbH Stadt Stutensee Anteile Stammkapital 42,0 % = 9,1 % = 9,1 % = 8,0 % = 8,0 % = 6,8 % = 6,8 % = 5,7 % = 4,5 % = 840.900 € 181.800 € 181.800 € 159.100 € 159.100 € 136.350 € 136.350 € 113.700 € 90.900 € 100,0 % = 2.000.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH Anteile am Stammkapital 49 % = 49.000 € Wichtige Verträge Die Gesellschafter haben einen Konsortialvertrag geschlossen, der die Planung, den Aufbau, die Errichtung und den Betrieb eines Telekommunikationsnetzes vor allem in der Technologie Region Karlsruhe, die Vermarktung von Telekommunikationsinfrastruktur der Gesellschafter sowie das Entwickeln und Vermarkten von Telekommunikationsdienstleistungen aller Art zum Ziel der Zusammenarbeit hat. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2 5 8 7 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Frankfurt am Main geprüft. 104 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | TelemaxX Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Arbeiter 4) 0 0 0 0 Beschäftigte 4) 74 81 85 94 Beamte 4) 0 0 0 0 Gesamtbelegschaft 74 81 85 94 Auszubildende 24 21 26 28 1) Umgerechnete Vollkraftstellen. 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte. 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten. Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Erlöse aus Telekommunikation (in T€) 22.146 23.067 23.850 24.574 2. Erlöse aus Vermietung von Datenleitungen (in T€) 9.688 9.950 9.871 9.561 3. Anzahl der Kunden 1.226 1.193 1.142 1.185 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Gesellschaft kann für das Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 3,7 Mio. € ausweisen (Vorjahr: 5,4 Mio. €). Der Umsatz konnte mit 34,1 Mio. € (Vorjahr: 33,7 Mio. €) um rd. 1,2 % gesteigert werden. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die erfolgreiche Vermarktung der Netzinfrastruktur zurückzuführen. Die TelemaxX Telekommunikation GmbH hat durch eine solide Unternehmenspolitik auch in 2019 die erfolgreiche Entwicklung fortsetzen und die gute Marktposition weiter festigen können. Der anhaltende Preisverfall in der Telekommunikationsbranche konnte durch den Verkauf höherwertiger Produkte und durch die erfolgreiche Vermarktung von Rechenzentrumsdienstleistungen weitgehend ausgeglichen werden. Die Vermarktung von Rechenzentrumsdienstleistungen hat auch die Bereiche Datenleitungen, Netzinfrastruktur und Internet positiv beeinflusst, da Kunden im Rahmen eines Auftrags im Rechenzentrum oftmals auch weitere Dienstleistungen nachfragen. Diagramm: Erlöse Telekommunikation 2009 bis 2019 (in T€) 11.329 12.018 15.736 20.017 23.850 24.574 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 20092010201120122013201420152016201720182019 Jahr TelemaxX | Stadtkämmerei | 105 Die Investitionen im Geschäftsjahr 2019 betrugen rd. 4,81 Mio. €. Hierauf entfallen im Wesentlichen 2,31 Mio. € auf technische Anlagen und Maschinen und 1,87 Mio. € auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Diagramm: Entwicklung der Kundenzahlen 2009 bis 2019 Ausblick Die Geschäftsentwicklung der TelemaxX Telekommunikation GmbH konnte auch im Geschäftsjahr 2019 vor dem Hintergrund der Entwicklung des Gesamtmarktes stabil gehalten werden. Auch die künftige Entwicklung des Unternehmens wird durch die Geschäftsführung vorsichtig optimistisch eingeschätzt. Das Produktportfolio besteht aus den Bereichen Telekommunikationsdienstleistungen, Rechenzentrumsdiensten und sonstigen IT- Services. Ziel der Gesellschaft ist es, den Auftragseingang im Jahr 2020 zu steigern und ein Umsatzniveau von etwa 36,5 Mio. € zu erreichen. Die Umsätze und Auftragseingänge im ersten Quartal 2019 bestätigen diese Annahme, insbesondere vor dem Hintergrund, dass im Bereich IT-Services mit Cloud-Produkten zusätzlicher Umsatz erzielt werden soll. Gemäß Wirtschaftsplan strebt die Geschäftsführung an, im Jahr 2020 Investitionen in Höhe von 14,3 Mio. € zu tätigen. Der Schwerpunkt liegt hier im Bereich Neu- und Ausbau der Rechenzentren mit 7,7 Mio. €. Die Geschäftspolitik der TelemaxX Telekommunikation GmbH ist künftig verstärkt auf Wachstum ausgerichtet, sowohl hinsichtlich der Umsatzentwicklung, als auch in der Breite des Produktportfolios. Hier liegt der Fokus auf Produkten im Bereich Cloud-Hosting und Managed Cloud. Mit dieser strategischen Justierung sollen die Umsätze in diesen Bereichen in den nächsten fünf Jahren signifikant gesteigert werden. Risiken Die wesentlichen Risiken in der künftigen Entwicklung des Unternehmens liegen weiterhin im anhaltenden Preisdruck in den klassischen Telekommunikationsprodukten und in der zunehmend schwierigeren Vermarktung des Produktportfolios. Vor diesem Hintergrund ist der Erfolg der strategischen Neuausrichtung entscheidend. Im Bereich Rechenzentrum und den neuen Produktbereichen Managed Hosting und Managed Cloud ist weiterhin von einem Marktwachstum auszugehen, der auch für die TelemaxX Telekommunikation GmbH erfolgsversprechende Perspektiven bietet. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität der Gesellschaft und dem umsichtigen Umgang mit den zur Verfügung gestellten Mitteln sieht sich die Geschäftsführung für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Die bekannten Chancen und Risiken werden regelmäßig neu 1.058 1.253 1.226 1.185 0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 1.600 20092010201120122013201420152016201720182019 Jahr 106 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | TelemaxX bewertet und notwendige Maßnahmen umgehend eingeleitet. Existenzielle Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Firma TelemaxX Telekommunikation GmbH investiert stetig in technische Anlagen im Bereich Rechenzentrum, um die Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern. Weiterhin werden bei Bauprojekten die Möglichkeiten der Nutzung regenerativer Energien (z.B. Photovoltaikanlagen) geprüft und die Ausrichtung des Fuhrparks soll sukzessive auf elektrische Antriebe erfolgen. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 234.558 39.701.646 49.000 261.600 2.894.245 5.541.781 493.587 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzgewinn Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 2.000.000 28.873.858 30.873.858 2.554.768 15.160.043 587.748 49.176.417 49.176.417 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +31.834 +33.017 +33.720 +34.136 +34.254 +36.762 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +0 +0 +0 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +299 +930 +329 +895 +250 +410 4. Personalaufwand -5.033 -5.832 -6.202 -8.043 -8.001 -9.475 5. Materialaufwand -9.883 -10.218 -10.474 -11.009 -11.450 -11.887 6. Abschreibungen -3.827 -4.014 -5.065 -5.555 -5.470 -6.240 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.860 -3.402 -4.023 -4.577 -4.411 -5.280 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +35 +31 +32 +15 +15 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -209 -216 -225 -193 -182 -276 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.329 -3.128 -2.628 -1.902 -1.652 -1.325 11. Ergebnis nach Steuern +7.027 +7.168 +5.464 +3.766 +3.353 +2.689 12. Sonstige Steuern -23 -30 -25 -37 +0 +0 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +7.004 +7.138 +5.439 +3.729 +3.353 +2.689 14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr +27.017 +27.017 +27.015 +27.015 +27.015 +27.015 15. Gewinnausschüttung -3.502 -3.570 -2.720 -1.870 -1.677 -1.345 16. Bilanzgewinn +30.519 +30.585 +29.735 +28.874 +28.691 +28.360 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. TelemaxX | Stadtkämmerei | 107 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 74,8 81,6 77,3 81,3 2. Umlaufintensität (in %) 24,5 18,0 21,9 17,7 3. Investitionen (in T€) 8.013 12.649 3.570 4.812 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 72,1 62,8 60,1 62,8 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 96,5 77,0 77,8 77,2 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +22,0 +21,6 +16,1 +10,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +21,5 +21,9 +17,1 +12,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +16,0 +14,2 +10,7 +8,0 4. Kostendeckung (in %) 145,8 139,2 129,6 116,1 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +14.160 +14.280 +13.133 +11.186 5.2 nach Ertragsteuern +10.831 +11.152 +10.505 +9.284 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 23,0 24,6 23,8 27,3 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 68.012 71.996 72.968 85.568 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 108 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Windpark Bad Camberg 18. Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG Kontaktdaten Kleinoberfeld 5, 76135 Karlsruhe Telefon: 0721 986810 Fax: 0721 9868188 Gründung 26. Juni 2013 Unternehmensgegenstand Entwicklung, Realisierung und Betrieb eines Windparks sowie die Erzeugung und Vermarktung von Energie am Standort Bad Camberg in Hessen. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird durch Komplementärin EMG – EnergieManagement Verwaltungs- gesellschaft mbH ausgeübt. Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH ESWE Versorgungs AG Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG Anteile Stammkapital 33,33 % = 33,33 % = 33,33 % = 50,00 € 50,00 € 50,00 € 100,00 % = 150,00 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Gestattungsvertrag zur Errichtung und zum Betrieb von Windenergieanlagen. Werkliefervertrag über die Lieferung von drei Windkraftanlagen einschließlich Errichtung und Inbetriebnahme. Wartungsvertrag über die Wartung der Windkraftanlagen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 1) 2017 1) 2018 1) 2019 1) 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 2) 2) 2) 2) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 3) 3) 3) 3) 1) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH haben am 8. Oktober 2015 einen Kommanditanteil an der Gesellschaft in Höhe von einem Drittel erworben. 2) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 3) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der BRV AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Das Geschäftsjahr 2018 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 15 T€ ab. Der Jahresfehlbetrag wird auf den Kapitalkonten der Gesellschaft belastet. Die Umsatzerlöse aus dem Stromverkauf liegen mit 1.317 T€ unter den Planwerten. Windpark Bad Camberg | Stadtkämmerei | 109 Ausblick Die zukünftige Ertragslage hängt unmittelbar von dem tatsächlich am Standort der Windenergieanlagen zu verzeichnenden Windaufkommen und der daraus resultierenden Erzeugungsmenge an regenerativem Strom ab. Sofern die gemäß Windgutachten prognostizierten Erträge erzielt werden, wird sich die Gesellschaft zukünftig wirtschaftlich solide entwickeln. Risiken Das Eintreten des erwartenden Windaufkommens stellt das größte Risiko dar. Alles in allem trägt die Gesellschaft derzeit, soweit ersichtlich, keine bestandsgefährdenden Risiken. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Windpark umfasst 3 Windkraftanlagen mit je 2,4 MW, die in 2019 insgesamt Strom in Höhe von 15,3 GWh erzeugt haben. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 10.246.665 421.800 275.147 51.602 0 10.995.214 A. B. C. D. Eigenkapital Kapitalanteile der Kommanditisten Kapitalrücklagen Verlustkonten der Kommanditisten Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 10.246.665 421.800 0 10.668.465 275.147 51.602 0 10.995.214 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2015 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 3) 2018 2019 Plan 2019 Plan 2020 1. Umsatzerlöse +148 +1.182 +1.080 +1.317 +1.472 +1.421 2. Sonstige betriebliche Erträge +73 +10 +25 +72 +0 +0 3. Materialaufwand -71 -198 -231 -266 +0 +0 4. Abschreibungen -265 -809 -809 -809 -824 -809 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -127 -163 -149 -153 -387 -410 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -251 -201 -189 -176 -188 -162 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Ergebnis nach Steuern -493 -179 -273 -15 +73 +40 10. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -493 -179 -273 -15 +73 +40 1) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat am 8. Oktober 2015 einen Kommanditanteil an der Gesellschaft in Höhe von einem Drittel erworben. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 110 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Windpark Bad Camberg Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 93,3 98,1 98,3 97,0 2. Umlaufintensität (in %) 6,6 1,9 1,7 3,0 3. Investitionen (in T€) 9.187 651 1 50 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 25,0 25,2 24,8 26,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 26,6 25,7 25,3 26,9 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -333,1 -15,1 -25,3 -1,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -14,8 -5,6 -9,5 -0,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -1,8 -0,2 -0,7 1,5 4. Kostendeckung (in %) 20,7 86,2 78,4 93,7 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern -228 +630 +536 +794 5.2 nach Ertragsteuern -228 +630 +536 +794 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. Fächerbad | Stadtkämmerei | 111 19. Fächerbad Karlsruhe GmbH Kontaktdaten Am Sportpark 1, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 96701-0 Fax: 0721 96701-70 info@faecherbad.de www.faecherbad.de Gründung 20. Januar 2009 Neufassung Gesellschaftsvertrag mit Namensänderung, zuvor Sportpark Karlsruhe-Nordost GmbH Unternehmensgegenstand Betrieb des Fächerbades in Karlsruhe (GV vom 25. September 2014). Geschäftsführung Oliver Sternagel Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 62.500 € Aufsichtsrat 16 Mitglieder BM Martin Lenz (Vorsitz) StR Detlef Hofmann (stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf StR Max Braun (ab 24.07.2019) StR Elke Ernemann StR Ellen Fenrich (ab 24.07.2019) StR Mathilde Göttel (ab 24.07.2019) StR Christine Großmann (ab 24.07.2019) StR Karl-Heinz Jooß StR Friedemann Kalmbach StR Sven Maier StR Irene Moser StR Niko Riebel (ab 24.07.2019) StR Markus Schmidt (ab 24.07.2019) StR Karin Wiedemann (ab 24.07.2019) StR Marc Bernhard (bis 23.07.2019) StR Jan Döring (bis 23.07.2019) StR Nico Fostiropoulos (bis 23.07.2019) StR Ekkehard Hodapp (bis 23.07.2019) StR Johannes Krug (bis 23.07.2019) StR Hans Pfalzgraf (bis 23.07.2019) StR Renate Rastätter (bis 23.07.2019) StR Erik Wohlfeil (bis 23.07.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Erbbaurechtsvertrag vom 29.November 2017 mit der Stadt Karlsruhe. Geschäftsbesorgungsvertrag vom 13. November 2008 mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 3 3 3 2 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. 112 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Fächerbad Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 24 27 34 34 Beamte 0 0 0 0 Gesamtbelegschaft 24 27 34 34 Auszubildende 0 0 0 0 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Besucherzahlen 1.1 Badbesuche (Einzel-, Mehrfach- und Zeitkarten) 139.203 168.646 177.488 215.995 1.2 Sport (Schule, Verein, Gruppen) 96.782 112.504 103.463 114.278 1.3 Badbesuche mit Sauna 46.616 38.040 42.243 46.461 1.4 Freier Eintritt (Kinder unter 4 Jahre) 8.424 10.776 12.439 10.988 Zusammen 291.025 329.966 335.633 387.722 2. Durchschnittlicher Eintrittserlös pro Besucher (in €) 4,49 4,57 5,30 4,82 Finanzielles Engagement der Gesellschafterin Stadt Karlsruhe 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Erwerb Stammkapital 0 0 0 0 2. Aufstockung Kapitalrücklage 0 0 0 10.000 3. Zuschüsse 3.1 Betriebskostenzuschuss 2) 1.057 0 0 0 3.2 Sportfördermittel 1) 186 274 263 309 3.3 Investitionszuschüsse (X2-Maßnahmen) 144 0 0 0 3.4 Verlustausgleich 2) 0 2.368 2.891 3.196 Zuschüsse gesamt 1.387 2.642 3.154 13.505 Zusammen 1.387 2.642 3.154 13.505 1) Erstattung der Stadt Karlsruhe für Vereinssport (Mietertragsminderung ab 2017). 2) Ab dem Geschäftsjahr 2017 entfällt der städtische Betriebskostenzuschuss. Stattdessen erfolgt ein jährlicher Verlustausgleich. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Der Betrieb im Fächerbad lief im Jahr 2019 im Wesentlichen problemlos. An insgesamt 352 Öffnungstagen besuchten 387.722 Gäste (2018: 335.524 Gäste an 334 Öffnungstagen) das Fächerbad. Der Besucherschnitt am Tag erhöhte sich von 1.004 Besucher im Vorjahr auf nunmehr 1.101 Besucher. Dies entspricht bezogen auf die Gesamtbesucherzahlen einem Plus von 9,7 %. Im wirtschaftlich ertragreichen Saunabetrieb betrug der Anstieg der Besucherzahlen 9,99 % (2019: 46.461 Besucher; 2018: 42.243 Besucher). Themenschwerpunkte im Geschäftsjahr 2019 der Fächerbad Karlsruhe GmbH bildeten die erfolgreiche Fertigstellung und Abrechnung des Bauabschnittes 2 sowie Nachbesserungen im baulichen Bereich. Aufgrund der Umstellung des Kassensystems mussten die verschiedenen Einlässe der unterschiedlichen Interessensgruppen (Schulen, Vereine, Gäste) neu geregelt und angepasst werden. Um das Fächerbad wirtschaftlicher zu führen wurde die Auslastung dieser drei Hauptnutzergruppen optimiert und die Belegungsdichte durch Kurse, Vereine und Schulen erhöht. Fächerbad | Stadtkämmerei | 113 Diagramm: Entwicklungen der Besucherzahlen 2008 bis 2019 Die Gesellschaft weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 3.196 T€ (Vj. 2.891 T€) aus und liegt damit um 305 T€ unter dem Ergebnis für das Geschäftsjahr 2018. Im Geschäftsjahr 2019 haben sich die Umsatzerlöse aufgrund der Preismaßnahmen zum 1. November 2018 um 89 T€ von 1.778 T€ auf 1.867 T€ erhöht. Hierbei konnte der Rückgang bei den Umsatzerlösen im öffentlichen Badebetrieb (287 T€) durch die Steigerung bei den Umsatzerlösen im Saunabetrieb (289 T€) überkompensiert werden. Ebenso sind die sonstigen betrieblichen Erträge auf Grund von Zuschüssen sowie Versicherungsentschädigungen um 29 T€ von 22 T€ im Vorjahr auf 51 T€ gestiegen. Ergebnisbelastend wirkte sich insbesondere der Anstieg der Personalaufwendungen um 264 T€ von 1.704 T€ im Vorjahr auf 1.968 T€ aus. Dies wurde verursacht durch Höher- und Umgruppierungen, durch Tariferhöhungen und durch die Auszahlung von Überstunden. Darüber hinaus belasteten die um 278 T€ von 885 T€ im Vorjahr auf 1.163 T€ investitionsbedingt angestiegenen Abschreibungen das Ergebnis. Ausblick Die Fächerbad Karlsruhe GmbH wird weiterhin durch entsprechende Angebote an ihre Kunden ihre Position als Sportbad in Karlsruhe stärken und die Auslastung durch Schulen und Vereine weiterhin erhöhen. Dies erfolgte bereits durch viele erfolgreiche Schwimmveranstaltungen wie zum Beispiel „Deutsche Meisterschaften der Masters“, „internationale Schwimmsporttage“ und „Deutsche Meisterschaften der Synchronschwimmer“. Das Fächerbad wurde 2020 zum „Landesstützpunkt Schwimmen“ ernannt. Für die Folgejahre verbleibt als kostenintensive Aufgabe die Sanierung des Daches in der Hauptschwimmhalle. Das Besucherinteresse im Fächerbad ist im Jahr 2020 bisher erfreulicherweise groß. Es ist zu berücksichtigen, dass aufgrund der momentanen Situation „Ausbruch des Corona-Virus“ mit einer längeren Schließzeit und somit mit eine starken Besucherrückgang im Jahr 2020 gerechnet werden muss. Verlässliche Prognosen hinsichtlich finanzwirtschaftlicher Entwicklung bzw. Auswirkung können aus derzeitiger Sicht nicht getroffen werden. Die Gesellschaft geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2020 auch bedingt durch die Corona-Krise ein deutlich schlechteres Ergebnis 2019 erzielt wird. Risiken Die im Geschäftsjahr abgeschlossene Entwicklung des Fächerbades zum Kombibad sowie die Veränderung der Eintrittspreise bietet die langfristige Voraussetzung, den bereits vorgezeichneten Anstieg der Besuchszahlen im 349.236 348.347 340.926 291.025 335.633 387.722 0 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 350.000 400.000 450.000 200820092010201120122013201420152016201720182019 Jahr 114 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Fächerbad öffentlichen Bade- und Saunabetrieb fortzusetzen und durch entsprechende Angebote neue Besuchergruppen zu gewinnen. Dies soll in den Geschäftsjahren 2020 bis 2022 durch den dritten Bauabschnitt mit der Erneuerung der Saunalandschaft erreicht werden. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Im Hinblick auf Nachhaltigkeit und die Betriebskosten wurde bei den gewählten Konstruktionen auf langlebige und pflegeleichte Materialien geachtet. Die intelligente Anordnung von Zu- und Abluft gepaart mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung, der Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadt Karlsruhe und die Ausführung der Beleuchtung in energiesparender LED-Technik runden das Konzept ab. Die gültigen Vorgaben zum Wärmeschutz werden somit nicht nur eingehalten, sondern unterschreiten diese sogar größtenteils Diagramm: Entwicklungen der (prognostizierten) Ergebnisse Fächerbad 2011 bis 2020 Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 19.169.028 6.250 100.597 318.788 5.102.930 9.467 24.707.060 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 62.500 17.330.000 -2.070.491 -3.195.699 12.126.310 182.953 12.187.501 210.296 24.707.060 0,1 0,1 0,0 -0,2 -0,1 -0,4 -2,4 -2,9 -2,6 -3 -3,5 -3,0 -2,5 -2,0 -1,5 -1,0 -0,5 0,0 0,5 2011201220132014201520162017201820192020 in Mio. Euro Jahr Fächerbad | Stadtkämmerei | 115 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +1.360 +1.730 +1.778 +1.867 +1.900 +1.930 2. Sonstige betriebliche Erträge 2) +1.247 +3 +22 +51 +20 +20 3. Materialaufwand -1.032 -1.116 -1.344 -1.271 -993 -1.027 4. Personalaufwand -1.294 -1.569 -1.704 -1.968 -1.738 -1.989 5. Abschreibungen -267 -772 -885 -1.163 -1.003 -1.084 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -393 -456 -487 -469 -411 -480 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +6 +0 +13 +0 +0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9 -183 -262 -246 +0 -331 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern -388 -2.357 -2.881 -3.186 -2.582 -2.961 11. Sonstige Steuern -8 -11 -9 -10 -12 -12 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -396 -2.368 -2.891 -3.196 -2.594 -2.973 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 96,9 96,1 95,7 77,6 2. Umlaufintensität (in %) 3,1 3,9 4,3 22,4 3. Investitionen (in T€) 6.279 2.963 5.805 544 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) +20,5 +2,3 +8,8 49,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) +21,2 +2,4 +9,2 63,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -29,2 -136,9 -162,6 -171,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -14,5 -658,5 -158,0 -26,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -2,9 -14,0 -12,6 -11,9 4. Kostendeckung (in %) 45,3 42,1 37,9 36,4 5. Cash Flow (in T€) -127 -1.595 -2.006 -2.032 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 43,1 38,2 36,3 38,4 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 53.923 58.102 50.107 57.887 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 116 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KVV 20. Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) Kontaktdaten Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 6107-0 Fax: 0721 6107-7159 info@kvv.karlsruhe.de www.kvv.de Gründung 29. Juli 1994 Unternehmensgegenstand Die Gesellschaft dient den Zwecken des öffentlichen Personennahverkehrs. Sie wurde gegründet, um die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Karlsruhe vor allem durch die Einführung von einheitlichen Tarifen (Verbundtarif) für alle öffentlichen Verkehrsmittel und die Abstimmung der Fahrpläne der verschiedenen Verkehrsunternehmen zu verbessern (GV in der Fassung vom 14. Dezember 1998). Geschäftsführung Dr. Alexander Pischon Gesellschafter Stadt Karlsruhe Landkreis Karlsruhe Landkreis Germersheim Landkreis Rastatt Stadt Baden-Baden Landkreis Südliche Weinstraße Stadt Landau Anteile Stammkapital 52 % = 20 % = 8 % = 8 % = 8 % = 2 % = 2 % = 33.233,97 € 12.782,30 € 5.112,92 € 5.112,92 € 5.112,92 € 1.278,23 € 1.278,23 € 100 % = 63.911,49 € Aufsichtsrat 28 Mitglieder, davon 10 Vertreter der Stadt Karlsruhe, 5 Vertreter des Landkreises Karlsruhe, je 3 Vertreter der Landkreise Germersheim und Rastatt sowie der Stadt Baden-Baden, je ein Vertreter des Landkreises Südliche Weinstraße und der Stadt Landau und je ein Vertreter der Länder Baden- Württemberg und Rheinland-Pfalz. OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) LR Dr. Fritz Brechtel (stellv. Vorsitz) LR Dr. Christoph Schnaudigel (stellv. Vorsitz) Gerd Hickmann OB Thomas Hirsch StR Johannes Honné LR Toni Huber (ab 01.05.2019) BM Tony Löffler StR Sven Maier StR Bettina Meier-Augenstein OB Margret Mergen StR Yvette Melchien Michael Puschel LR Dietmar Seefeldt BM Robert Wein Tim Wirth Lukas Bimmerle (ab 01.10.2019) Andreas Zimmermann (ab 01.10.2019) Friedemann Kalmbach (ab 01.10.2019) Aljoscha Löffler (ab 01.10.2019) KR Karl-Heinz Hagenmeier (ab 01.10.2019) OB Cornelia Petzold-Schick (ab 01.10.2019) KR Carina Baumgärtner-Huber (ab 01.10.2019) KR Reiner Dehmelt (ab 01.10.2019) Cornelia von Loga (ab 01.10.2019) Dr. Fabrice Gireaud (ab 01.10.2019) Dr. Dennis Nitsche (ab 01.10.2019) Thorsten Rheude (ab 01.10.2019) KR Gerhard Rinck (bis 30.09.2019) StR Günter Seifermann (verstorben 05/2019) BM a.D. Harald Seiter (bis 30.09.2019) LR Jürgen Bäuerle (bis 30.04.2019) StR Hermann Brenk (bis 30.09.2019) KR Heinz-Jürgen Deckers (bis 30.09.2019) Sonja Döring (bis 30.09.2019) StR Karl-Heinz Jooß (bis 30.09.2019) Klaus Maas (bis 30.09.2019) KR Jürgen Nelson (bis 30.09.2019) OB a. D. Josef Offele (bis 30.09.2019) StR Hans Pfalzgraf (bis 30.09.2019) KVV | Stadtkämmerei | 117 Wichtige Verträge Vereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg, den Landkreisen Karlsruhe und Rastatt, den Städten Karlsruhe und Baden- Baden sowie der Karlsruher Verkehrsverbund GmbH über die weitere Finanzierung des Karlsruher Verkehrsverbundes. Die neue Vereinbarung trat zum 1. Januar 2010 in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2018. Eine Folgevereinbarung wurde bereits geschlossen. Ergänzende Vereinbarung zum KVV-Gesellschaftsvertrag über die Finanzierung der Verbundorganisation sowie der verbundbedingten Lasten des KVV zwischen dem KVV und der Stadt Karlsruhe, der Stadt Baden-Baden, den Landkreisen Karlsruhe, Germersheim und Südliche Weinstraße sowie der Stadt Landau vom 15. November 2013. Sie regelt die Zuwendungen des Landes Baden-Württemberg bis zum 31. Dezember 2018. Eine Folgevereinbarung wurde bereits geschlossen. Für das Land Rheinland-Pfalz wird die Vereinbarung vom 1. Januar 1996 derzeit jährlich prolongiert. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 13 13 13 13 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Arbeiter 4) - - - - Beschäftigte 4) 53 67 66 70 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 53 67 66 70 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 1) 2017 2018 2019 1. Zahl der Fahrgäste im Verbundgebiet (in Mio.) 172,0 171,6 166,0 166,7 2. Tarifeinnahmen im Verbundgebiet (in Mio. €) – ohne Schwerbehinderte und ohne Abgeltung Schüler nach § 45 a PBfG 144,0 145,4 146,5 151,4 3. Tarifeinnahmen je Fahrgast (in €) 0,84 0,85 0,88 0,91 1) Enthält einmalige Sondereffekte durch die LEA in Höhe von +0,9 Mio. €; ohne Sondereffekte 143,1 Mio. € Fahrgeldeinnahmen. 118 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KVV Finanzielles Engagement der Mitgesellschafterin Stadt Karlsruhe 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Verlustabdeckung (Anteil Stadt Karlsruhe) 1.314 1.567 1.803 2.219 2. Tarifausgleich für KVV/VRN-Übergangsregelung 159 171 179 182 3. Finanzierung Probebetrieb Buslinien 117 und 118 - 58 0 4 4: Kostentragung „Verbundbedingte Lasten“ durch Stadt Karlsruhe 1.636 1) Zusammen 1.473 1.796 1.982 4.041 1) Ab 2019 erfolgt die Zahlung der Stadt Karlsruhe nicht mehr über die VBK, sondern direkt an den KVV Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die im Rahmen der Verbundabrechnung auf die Verkehrsunternehmen des Verbunds zuzuscheidenden Fahrgeldeinnahmen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Mio. € bzw. 3,3 % auf insgesamt 151,4 Mio. € (Vorjahr: 146,5 Mio. €). Im Bereich der Ausgleichsleistungen nach § 45a PBefG gab es in Baden-Württemberg im Jahr 2018 Änderungen. Die langjährige gesetzliche Ausgleichsregelung und die hierauf aufbauenden Pauschalierungsvereinbarungen der Länder mit Verbünden bzw. Verkehrsunternehmen waren nicht mehr konform mit dem EU-Beihilferecht. Die Beteiligten gehen davon aus, dass im Rahmen der ÖPNV-Finanzierungsreform das Land Baden-Württemberg für die Mittelaufteilung in der Stufe 2 ab 2021 eine zukunftsfähige und rechtskonforme Lösung präsentiert. Im Jahr 2019 nutzten im KVV-Gebiet rund 0,4 Prozent mehr Fahrgäste als noch 2018 das Nahverkehrsangebot in der Region. Dies ist auf die insgesamt verbesserte Qualität im Angebot zu beziehen sowie auf den Zugewinn an Attraktivität des ÖPNV in der öffentlichen Wahrnehmung zurückzuführen . Diagramm: Entwicklung der Fahrgastzahlen 2009 bis 2019 (in Mio.) Im Jahr 2019 liegt das Ergebnis nach Steuern mit rund -4,1 Mio. € erneut unter den prognostizierten Plan von - 4,6 Mio. €. Seit 2011 werden die Fahrgelder auf der Grundlage der Ergebnisse der Fahrgasterhebung, die im Auftrag des KVV 2008 und 2009 im Verbundgebiet durchgeführt wurde, zugeschieden. Darauf haben sich die Gesellschafter des KVV im Jahr 2010 verständigt. Zum Fahrplanwechsel 2019/2020 wurde eine durchschnittliche Tariferhöhung von 1,8 % umgesetzt. Zum Fahrplanwechsel 2018/19 betrugen diese 2,7%. 175,0 177,0 172,0 166,7 160,0 162,0 164,0 166,0 168,0 170,0 172,0 174,0 176,0 178,0 180,0 20092010201120122013201420152016201720182019 Jahr KVV | Stadtkämmerei | 119 Diagramm: Entwicklung der Fahrgeldeinnahmen 2009 bis 2019 (in Mio. €) Der KVV erhielt auch im Jahr 2019 als Ausgleich für die verbundbedingten Lasten sowie für die Verbund- organisation Zuschüsse von den Ländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die EU-Verordnung 1370 zwingt die Bundesländer und die Verkehrsverbünde dazu, die Verbundförderung neu zu gestalten. Mit dem Land Baden-Württemberg hat der KVV darauf hin im Jahr 2010 eine Finanzierungsvereinbarung mit einer Laufzeit bis 2018 abgeschlossen. Diese wurde jeweils um ein weiteres Jahr verlängert. Das Angebot an Mobilitätsdienstleistungen wie Car- oder Bikesharing hat neben dem klassischen ÖPNV in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Insbesondere junge Menschen entscheiden heute flexibel, welches Mobilitätsangebot spontan zu ihren Bedürfnissen passt. Dieses inter- und multimodale Verhalten wird weiter zunehmen. Dem will die Gesellschaft mit dem Projekt „regiomove“ Rechnung tragen und die Angebote der einzelnen Anbieter für den Kunden vernetzen und über eine gemeinsame Plattform anbieten. Am 01.12.2017 fiel nach europaweiter Ausschreibung der offizielle „Startschuss“ für das Projekt. Nun stehen die ersten Schritte zur konkreten Umsetzung auf der Agenda der beteiligten Partner KVV, Regionalverband Mittlerer Oberrhein (RVMO), KIT, Hochschule Karlsruhe Wirtschaft & Technik, FZI Forschungszentrum Informatik, raumobil GmbH, PTV Group, INIT GmbH, Stadtmobil CarSharing, Stadt Karlsruhe und Landkreis Rastatt. Regiomove fokussiert sich auf drei Teilprojekte, die zusammen die Attraktivität der Mobilitätsangebote aller Anbieter steigern sollen und damit auch zum Klimaschutz in der Region beitragen. Das Projekt regiomove schafft die organisatorischen, technischen und infrastrukturellen Grundlagen für den Aufbau und den zukünftigen Betrieb eines inter-/multimodalen Mobilitätsverbundes für alle Bürger im KVV und im Gebiet der TechnologieRegion Karlsruhe. Ausblick Die Gesellschaft rechnet im Jahr 2020 mit einem negativen Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit in Höhe von 6,3 Mio. € welche durch Zuschüsse der Gesellschafter nach § 5 des Gesellschaftsvertrages abzudecken sind. Risiken Neben dem Risiko geringerer Einnahmen, zum Beispiel durch sinkende Schülerzahlen, stellt die nahezu vorherrschende Vollbeschäftigung in Baden-Württemberg ein Risiko bei der Nachbesetzung qualifizierter Wissensträger aufgrund natürlicher Fluktuation dar. Ebenso sorgt die derzeitige Coronakrise für viele Ungewissheiten hinsichtlich der Fahrgastzahlen 2020. 115,0 77,0 100,0 115,0 0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0 120,0 140,0 160,0 20092010201120122013201420152016201720182019 Jahr 120 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KVV Klimaschutz und Nachhaltigkeit Von Bedeutung für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung ist auch der geringe Flächenbedarf des öffentlichen Personennahverkehr sowie der schonende Umgang mit Umweltressourcen, der durch wesentlich weniger Schadstoffausstoß gegenüber dem motorisierten Individualverkehr erreicht wird. Um den öffentlichen Personennahverkehr noch attraktiver zu gestalten und dem multimodalen Verhalten der Fahrgäste gerecht zu werden initiiert der KVV Projekte wie regiomove, MyShuttle oder KVV.nextbike. Regiomove beispielsweise sieht vor, durch die Vernetzung vieler Mobilitätsangebote auf einer einzigen Plattform die Attraktivität dieser Angebote zu steigern und damit letztendlich auch zum Klimaschutz in der Region beizutragen. Neue Tarifprodukte wie die geplante Home Zone (Kunden können via Smartphone-App einen individuellen Mobilitätsradius festlegen) oder der bereits eingeführte BW-Tarif verfolgen das Ziel den ÖPNV langfristig für die Kunden attraktiver zu gestalten. Des Weiteren trägt die Gesellschaft durch den Einsatz leistungsfähiger Bahnen und Busse im Verbundgebiet, welche sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden, dem Gedanken des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit Rechnung. Doch auch der Betrieb des „Testfelds Autonomes Fahren“ durch den KVV und die zugehörigen Forschungsprojekte tragen letztendlich zur Weiterentwicklung des ÖPNV und in Folge dessen zum Klimaschutz bei. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand Rechnungsabgrenzungsposten 405.839 32.629 40.951.856 2.140 37.610 41.430.075 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Jahresüberschuss/-fehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 63.911 0 63.911 382.030 34.833.024 6.151.109 41.430.075 KVV | Stadtkämmerei | 121 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 3) 2017 3) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse 2) +3.848 +3.946 +4.472 +4.775 +4.771 +4.728 2. Sonstige betriebliche Erträge +10.149 +10.327 +12.021 16.795 +11.953 +13.120 3. Personalaufwand -2.426 -2.927 -3.032 -3.554 -3.597 -4.104 4. Abschreibungen -83 -95 -87 -77 -204 -478 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.938 -14.208 -16.781 -17.363 -17.569 -19.619 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +2 +71 +67 +88 +65 +65 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1 -31 -12 -7 -37 -37 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Ergebnis nach Steuern -2.449 -2.917 -3.352 -4.117 -4.618 -6.326 10. Sonstige Steuern -1 -0 -0 -4 0 0 11. Erträge aus Verlustübernahme Gesellschafter (§5 Gesellschaftsvertrag) +2.450 +2.917 +3.352 +4.121 +4.618 +6.326 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Vertriebskosten werden brutto verbucht, das heißt als Umsatzerlöse und als Aufwendungen aus Vertriebskostenübernahme (AVG/VBK/BBL). 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 1,0 0,6 0,5 1,1 2. Umlaufintensität (in %) 98,9 99,4 99,5 98,8 3. Investitionen (in T€) 82 53 8 398 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 0,3 0,2 0,2 0,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 26,8 32,5 54,6 14,6 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -63,7 -73,9 -75,0 -86,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -3.833 -4.565 -5.245 -6.447,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -10,1 -9,5 -13,1 -10,0 4. Kostendeckung (in %) 23,4 22,7 22,5 22,7 5. Cash Flow (in T€) -2.367 -2.822 -3.264 -4.198 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 14,8 17,0 15,2 16,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 45.778 43.689 45.930 50.772 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 122 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Baden Airpark 21. Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH Kontaktdaten Victoria Boulevard A 106, 77836 Rheinmünster Telefon: 07229 66-2125 Fax: 07229 66-2309 Amt11@Landkreis-Rastatt.de Gründung 20. März 2001 Unternehmensgegenstand Beteiligung von Kommunen, Landkreisen und sonstigen öffentlichen Körperschaften sowie ggf. Privaten aus der Region an der als Tochtergesellschaft der Flughafen Stuttgart GmbH gegründeten Baden Airpark Erwerbs GmbH heute Baden Airpark GmbH (GV in der Fassung vom 11. Juli 2007). Geschäftsführung Dieter Au Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadt Baden-Baden Landkreis Karlsruhe Landkreis Rastatt Stadt Bühl Gemeinde Hügelsheim Gemeinde Rheinmünster Stadt Rheinau Anteile Stammkapital 43,90 % = 15,55 % = 12,65 % = 12,65 % = 4,27 % = 4,88 % = 4,88 % = 1,22 % = 14.400 € 5.100 € 4.150 € 4.150 € 1.400 € 1.600 € 1.600 € 400 € 100,0 % = 32.800 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Baden Airpark GmbH Anteile am Stammkapital 34,17 % = 8,559 Mio. € Wichtige Verträge Die zwischen dem Land Baden-Württemberg, der Flughafen Stuttgart GmbH und der Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH am 22. Dezember 2015 unterzeichnete Fortführungsvereinbarung ergänzt die Rahmenvereinbarung vom 30. Juli 2003. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wird von der Residenz Treuhand in Karlsruhe geprüft. Baden Airpark | Stadtkämmerei | 123 Finanzielles Engagement der Gesellschafterin Stadt Karlsruhe 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Erhöhung der Kapitalrücklage 0 0 0 0 2. Verwaltungskostenumlage 12 13 12 13 Zusammen 12 13 12 13 Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 3) 0,0 0,0 0,0 0,0 Beamte 3) 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamtbelegschaft 0,0 0,0 0,0 0,0 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte Leistungszahlen Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) 2016 2017 2018 2019 1. Flugbewegungen 36.542 38.095 38.503 36.088 2. Passagiere 1.113.952 1.249.322 1.257.585 1.346.750 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die wirtschaftliche Entwicklung der Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH (BTG) ist an die Entwicklung der Baden Airpark GmbH (BAG) gekoppelt. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) war im Jahr 2019 für 1.346.750 Passagiere Partner für Privat- und Geschäftsreisen. Damit wurde das beste Ergebnis in der Passagiergeschichte des FKB erzielt. Das Jahr 2019 war geprägt von äußeren Einflüssen wie der Unsicherheit durch Handelskonflikte, der offenen Brexit- Frage und der Klimadebatte, sowie Veränderungen in der Luftverkehrswirtschaft wie der Konsolidierung im Airlinesmarkt, Insolvenz von Thomas Cook und Grounding der B 737 MAX. Den negativen Ereignissen mit der Verlagerung der Turkish Airline Flüge vom FKB nach Straßburg und der Einstellung der Berlinstrecke durch Eurowings, standen viele positive Ereignisse wie die Stationierung eines Flugzeuges der TUIfly zum Bedienen der Strecken auf die kanarischen Inseln und Hurghada sowie die Erweiterung des Angebots der Wizz Air entgegen. Dadurch wurde das Vorjahresergebnis nicht nur erreicht, sondern um rund 89.165 Passagiere übertroffen. Im Linien- und Pauschalverkehr entwickelte sich der internationale Verkehr mit 9,8 % Zunahme auf 1.185.140 Passagiere positiv. Das Fluggastaufkommen im innerdeutschen Verkehr verzeichnete jedoch einen weiteren Rückgang auf 67.303 Passagiere. Gründe hierfür waren die Einstellung der Berlinstrecke zum Winterflugplan 2019/2020, so dass im Jahr 2020 keine innerdeutschen Flugverbindungen am FKB angeboten werden. Das insgesamt gute Ergebnis schlug sich leider nicht entsprechend bei den Erlösen der BAG nieder. Dies lag zum einen an dem milden Winter mit weniger Flugzeugenteisungen und am Rückgang an Bodenverkehrsdienstleistungen an Airlines. Der Kostendruck der Airlines in Richtung Flughafen wird durch zusätzliche Belastungen des Staates (Luftverkehrssteuer) weiter erhöht. Aufgrund anhaltender Verluste der Baden Airpark GmbH wurden im Geschäftsjahr außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Beteiligung 1.912 T€ vorgenommen. Der Bereich Immobilien hat von dem Zuwachs der Passagiere deutlich profitiert und die Non-Aviation Erlöse (Gastronomie, Parkierung, Mietwagen etc.) haben deutlich zugelegt. Die Entwicklung im Gewerbepark verlief den Erwartungen entsprechend. 124 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Baden Airpark Diagramm: Entwicklung der Passagierzahlen 1997 bis 2019 Insgesamt weist im Jahr 2019 die Baden-Airpark GmbH, wie seit 2004 durchgehend, ein positives Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und sonstigen Steuern (EBITDA) von TEUR 2.894 aus. Das Geschäftsjahr 2019 insgesamt schließt aufgrund der hohen Abschreibungen mit einem Jahresverlust von TEUR 4.644. Ausblick Die aktuelle Corona-Krise wird massive Auswirkungen auf die künftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft haben, die im Detail aber noch nicht prognostiziert werden kann. Risiken Die Entwicklung der Gesellschaft ist an die Entwicklung der Baden Airpark GmbH (BAG) gekoppelt. Nach Einschätzung der Geschäftsführung der BAG sind derzeit keine Faktoren zu erkennen, die bestandsgefährdend sind oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAG wesentlich beeinträchtigen könnten. Diese Einschätzung wurde von der Geschäftsführung der Baden-Airpark GmbH vor der Zuspitzung der Corona Pandemie getroffen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Baden-Airpark versucht die technischen Anforderungen eines modernen zivilen Flughafenbetriebs und Sicherung von Umwelt, Klima und Natur miteinander in Einklang zu bringen. Aus diesem Grund führt die Baden- Airpark GmbH unter der Beteiligung von Wissenschaftlern eine zehn Jahre dauernde Erfolgskontrolle mit zahlreichen biologischen Untersuchungen durch. 1.101.733 1.126.500 1.073.911 1.064.348 1.249.322 1.346.750,0 0 200.000 400.000 600.000 800.000 1.000.000 1.200.000 1.400.000 1.600.000 20092010201120122013201420152016201720182019 Jahr Baden Airpark | Stadtkämmerei | 125 Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1 44.512.386 511 40.985 4.923 44.558.806 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Bilanzverlust Rückstellungen Verbindlichkeiten 32.800 46.424.539 -1.912.153 44.545.186 11.516 2.104 44.558.806 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 3) 2017 3) 2018 2) 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +0 +0 +0 +0 +0 +0 2. Sonstige betriebliche Erträge +28 +28 +28 +30 +29 +29 3. Materialaufwand +0 +0 +0 +0 +0 +0 4. Personalaufwand -12 -13 -12 -12 -13 -13 5. Abschreibungen +0 +0 +0 -1.912 +0 -1.912 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -16 -15 -16 -18 -16 -16 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 -1.912 +0 -1.912 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Vorläufige Zahlen 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 126 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Baden Airpark Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 99,9 99,9 99,9 99,9 2. Umlaufintensität (in %) 0,1 0,1 0,1 0,1 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 100,0 100,0 100,0 100,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 100,1 100,1 100,1 100,1 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 4. Kostendeckung (in %) - - - - 5. Cash Flow (in T€) +0 +0 +0 +0 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 42,7 44,6 38,1 40,5 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 6.036 6.332 6.048 5.993 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 127 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Baden Airpark Wohnungswesen und Stadtentwicklung 128 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | VOWO 22. VOLKSWOHNUNG GmbH Kontaktdaten Ettlinger-Tor-Platz 2, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3506-0 Fax: 0721 3506-100 info@volkswohnung.com www.volkswohnung.com Gründung 26. Juni 1922 Unternehmensgegenstand Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit Wohnraum. Dazu gehört auch die Versorgung einkommensschwacher Bevölkerungskreise. Die Gesellschaft errichtet und bewirtschaftet in eigenem Namen Wohnungen in allen Rechts- und Nutzungsformen. Sie kann auch die Errichtung solcher Wohnungen betreuen und fremde Wohnungen verwalten. In Erfüllung ihres öffentlichen Zwecks kann sie ebenfalls andere Bauten errichten, betreuen, bewirtschaften oder verwalten, soweit diese wohnungswirtschaftlich, städtebaulich oder infrastrukturell bedingt sind oder der Wirtschaftsförderung dienen. Sie kann auch Träger von Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen sein (GV in der Fassung vom 12. November 2007). Geschäftsführung Stefan Storz Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 37.000.000 € Aufsichtsrat Besteht aus 6 bis höchstens 11 stimmberechtigten Mitgliedern. BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Michael Borner (stellv. Vorsitz ab 25.09.2019) Marc Bernhard (ab 25.09.2019) Rudolf Bürgel (ab 25.09.2019) StR Dr. Clemens Cremer (ab 25.09.2019) Margot Döring StR Anton Huber StR Karl-Heinz Joos StR Bettina Meier-Augenstein StR Tilman Pfannkuch Anne Segor StR Dr. Raphael Fechler (bis 24.09.2019) StR Eduardo Mossuto (bis 24.09.2019) StR Hans Pfalzgraf (stellv. Vorsitz bis 24.09.2019) StR Katrin Wiedemann (bis 24.09.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) VOLKSWOHNUNG Service GmbH VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH KES – Karlsruher Energieservice GmbH Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH Entwicklungsgesellschaft Cité mbH Anteile am Stammkapital 100,0 % = 100,0 % = 60,0 % = 50,0 % = 50,0 % = 38,8 % = 1.100.000,00 € 1.000.000,00 € 300.000,00 € 50.000,00 € 2.600.000,00 € 2.000.000,00 € Wichtige Verträge Mit der VOLKSWOHNUNG Service GmbH und der Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH wurden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge (Organschaftsverträge) geschlossen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 17 19 17 17 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind 2) Aufwandsentschädigungen VOWO | Stadtkämmerei | 129 Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde erstmals von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. Finanzielles Engagement des Gesellschafters 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Zuschuss aus dem Karlsruher Wohnraumförderungsprogramm 1.617 3.367 3.359 154 2. Zuschuss SSP (Soziale Stadt Programm ) 582 246 489 10 Zusammen 2.197 3.511 3.848 164 Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Arbeiter 4) - - - - Beschäftigte 4) 168 174 169 171 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 168 174 169 171 Auszubildende 13 12 10 9 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten 130 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | VOWO Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Zahl der Mietinteressenten (Warteliste) 5.036 5.913 6.274 8.769. 2. Bestand an eigenen Objekten Mietwohnungen 12.850 13.087 13.105 13.258 Gewerbe 164 193 201 213 Garagen, Tiefgaragen und Abstellplätze 3.928 4.334 4.511 4.728 sonstige Mietverhältnisse 102 93 97 95 eigengenutzte Einheiten 48 49 49 48 Zusammen 17.092 17.756 17.963 18.342 3. Bautätigkeit eigene Objekte (fertiggestellt) Mietwohnungen 55 293 151 159 Gewerbe 3 6 7 1 Garagen, Tiefgaragen und Abstellplätze 70 322 192 221 Zusammen 128 621 350 381 4. Verwaltete Objekte Dritter Miet- und Eigentumswohnungen 1 3 15 14 Gewerbe 60 60 60 60 Garagen, Tiefgaragen und Abstellplätze 142 142 142 142 sonstige Mietverhältnisse 10 10 10 10 Zusammen 213 215 227 226 5. Eigentumswohnungen im Bau 19 34 29 21 verkauft 5 14 3 16 zum Verkauf angeboten 14 34 28 17 Mietkauf 0 0 0 0 Noch nicht verkauft 14 20 25 1 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die gestiegenen Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung resultieren im Wesentlichen aus Neuvermietungen und Mieterhöhungen. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Grundstücken reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der sich dem Ende zuneigenden Verkaufsaktivität bei den Mietkaufmodellen. Die Abnahme der sonstigen betrieblichen Erträge basiert vor allem auf dem Rückgang von Verkäufen aus dem Anlagevermögen, es wurden weniger Rückstellungen aufgelöst und die Zuschüsse waren rückläufig. Die Abschreibungen sind 2019 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Grund hierfür ist, dass die im Jahr 2018 erforderliche Sonderabschreibung ein Einmaleffekt war, der sich im Jahr 2019 nicht wiederholt. Die Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen VOLKSWOHNUNG Service GmbH und Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH haben sich 2019 im Vergleich zu 2018 verringert. Dieser Effekt resultiert vor allem aus der Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH, wo sich die Verkaufstätigkeit dem Ende zuneigt. Die Beteiligungs- und Finanzaufwendungen beinhalten ausschließlich Finanzaufwendungen. Im Vergleich zum Jahr 2018 haben sich im Jahr 2019 die vertraglich festgeschriebenen Verzinsungen für die Mietkaufmodelle reduziert, da ein Großteil der Mietkäufer von ihrer Kaufoption Gebrauch gemacht hatte. Weiter sind die Zinsen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch hohe Tilgungsanteile und vorteilhaften Darlehensprolongationen gesunken. VOWO | Stadtkämmerei | 131 Diagramm: Ergebnisentwicklungen 2009 bis 2019 (in Mio. €) Neben dem konsequenten Engagement in innovative Konzepte zur Energieeinsparung und -effizienz sowie zum Umweltschutz zählt die kontinuierliche Modernisierung des Bestandes nach wie vor zu den Hauptaufgaben der VOLKSWOHNUNG GmbH. Um Wohnumfelder attraktiver zu gestalten, investierte die VOLKSWOHNUNG GmbH neben dem Wohnungsneubau auch in Infrastrukturaktivitäten. Sie führte ihr umfangreiches Mietneubauprogramm im Karlsruher Stadtgebiet auch 2019 weiter. Aufgrund der Lage und der anhaltenden Nachfrage für attraktive Mietobjekte sieht die VOLKSWOHNUNG GmbH keine Vermarktungsschwierigkeiten. Ausblick Die VOLKSWOHNUNG GmbH tätigt auch weiterhin Investitionen wie beispielsweise den Neubau von in Karlsruhe nachgefragten Wohnungen. Damit reagiert das Unternehmen auf die Anforderungen des Marktes. Die VOLKSWOHNUNG GmbH garantiert bezahlbaren Wohnraum und sichert langfristig Arbeitsplätze in der Region. Die kontinuierliche Modernisierung des Wohnungsbestandes führt zu einer nachhaltigen Aufwertung und Attraktivität des Immobilienportfolios sowie stabilen Mietumsätzen. Für das Geschäftsjahr 2020 wird ein Jahresüberschuss nach Steuern vom Einkommen und Ertrag von rund 4,5 Mio. € erwartet. Der Wohnungsbestand wird aufgrund der geplanten Neubaufertigstellungen voraussichtlich um 58 Wohnungseinheiten zunehmen. Die Jahresplanung für 2020 sieht Investitionen aus der Bautätigkeit in Höhe von rd. 86,0 Mio. € vor. Darin enthalten sind 58,0 Mio. € für Neubauvorhaben und rund 11,0 Mio. € für Modernisierungen. Die geplanten Instandhaltungskosten werden deutlich gegenüber dem Vorjahr auf ca. 30,0 Mio. € steigen. Risiken Seit Anfang 2020 hat sich das Coronavirus (COVID-19) weltweit ausgebreitet. Auch in Deutschland hat die Pandemie seit Februar 2020 zu deutlichen Einschnitten sowohl im sozialen als auch im Wirtschaftsleben geführt. Von einer Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Die Geschwindigkeit der Entwicklung macht es schwierig, die Auswirkung zuverlässig einzuschätzen; es ist jedoch mit Risiken für den zukünftigen Geschäftsverlauf des Unternehmens zu rechnen. Zu nennen sind Risiken aus der Verzögerung bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen verbunden mit dem Risiko von 3,9 3,7 4,2 4,9 6,8 6,8 9,6 14,8 0,0 2,0 4,0 6,0 8,0 10,0 12,0 14,0 16,0 18,0 20092010201120122013201420152016201720182019 Jahr 132 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | VOWO Kostensteigerungen und der Verzögerung von geplanten Einnahmen. Darüber hinaus ist mit einem spürbaren Anstieg der Mietausfälle zu rechnen. Wesentliche Zinsänderungsrisiken oder Zahlungsschwankungen aus langfristigen Verbindlichkeiten sind derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist gut, es sind keine Engpässe zu erwarten. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Eine nachhaltige Unternehmensausrichtung ist in der VOLKSWOHNUNG tief verwurzelt. Die Vereinbarkeit von Ökonomie und Gesellschaft findet sich in deren Unternehmensauftrag. Die Ökologie bildet die Grundlage des Daseins und ihr Schutz ist daher für das Unternehmen alternativlos. Im vergangenen Jahr stellte das Unternehmen die Allgemeinstromversorgung des Bestandes auf Grünstrom um, wodurch jährlich ca. 950 t CO2-Emissionen eingespart werden. Auf den Grünflächen wird eine Reduzierung der Mähgänge (Mahd) getestet, sowie Blütenstreifen um den Insektenschutz zu unterstützen. Die Neubauten werden derzeit nach KfW 55 Standard erstellt und mit nachhaltigen Mobilitätskonzepten kombiniert. Da der Gebäudesektor einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, erarbeitet die VOLKSWOHNUNG aktuell eine umfassende Klimaschutzstrategie, die die notwendigen Sanierungen der nächsten zwei Jahrzehnte aufzeigen soll. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 456.375 631.810.697 26.335.775 38.336.392 19.904.313 45.146.015 233.682 762.223.249 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage Bilanzgewinn Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 37.000.000 166.682.457 14.845.893 218.528.350 9.326.733 517.209.918 17.158.248 762.223.249 VOWO | Stadtkämmerei | 133 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 4) 2017 4) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +94.096 +100.601 +108.720 +106.176 +102.380 +117.120 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an zum Verkauf bestimmten Grundstücken mit unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen +2.383 -818 +4.847 +4.105 +3.800 -30 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +448 +307 +271 +171 +200 +390 4. Sonstige betriebliche Erträge +4.559 +4.978 +7.021 +4.324 +3.460 +4.710 5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen 2) -60.684 -58.304 -62.898 -62.030 -62.720 -74.070 6. Personalaufwand -11.218 -11.664 -12.917 -12.704 -12.210 -13.010 7. Abschreibungen -14.298 -15.016 -20.273 -16.190 -18.640 -17.240 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.468 -5.383 -8.966 -4.138 -6.370 -6.310 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3) +6.055 +3.876 +10.876 +4.439 +3.980 +2.060 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.074 -9.006 -9.466 -7.860 -10.230 -7.600 11. Aufwand aus Ergebnisabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2) -6 +21 -782 -1.328 -20 -250 13. Ergebnis nach Steuern +6.793 +9.592 +16.433 +14.965 +3.630 +5.770 14. sonstige Steuern 2) +0 +0 +0 -119 +0 -40 15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +6.805 +9.592 +16.433 +14.846 +3.630 +5.730 16. Einstellung in Gewinnrücklagen -6.805 -9.592 -16.433 -14.846 +0 +0 17. Bilanzgewinn +0 +0 +0 +0 +3.630 +5.730 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Grundsteuer wird unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen, da auf Mieter umlegbar. 3) Einschließlich Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. 4) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 134 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | VOWO Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 89,7 88,5 84,7 86,4 2. Umlaufintensität (in %) 10,3 11,5 15,3 13,6 3. Investitionen (in T€) 59.423 66.169 54.474 60.119 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 26,4 25,6 27,2 28,7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 29,5 28,9 32,1 33,2 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) + 7,2 + 9,5 +15,1 +14,0 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 3,8 + 5,1 +8,1 +6,8 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 2,5 + 2,5 +3,5 +3,0 4. Kostendeckung (in %) 93,4 101,2 94,9 +103,3 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern + 19.867 + 23.918 +37.890 +36.228 5.2 nach Ertragsteuern + 19.874 + 23.939 +37.107 +32.426 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 11,1 11,7 11,3 12,4 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 66.773 67.034 76.432 74.291 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. Nachrichtlich: Volkswohnung – Konzernabschluss 2019 Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 456.375 641.231.725 21.597.271 49.684.138 9.207.141 49.738.157 250.474 772.165.281 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/-verlust Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Buchmäßiges Eigenkapital Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 37.000.000 161.545.976 15.984.685 200.000 214.730.661 999.999 20.007.201 519.153.037 17.274.383 772.165.281 VOWO | Stadtkämmerei | 135 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2019 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 1. Umsatzerlöse +100.019 +112.759 +180.197 +121.331 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an zum Verkauf bestimmten Grundstücken mit unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen +10.756 +20.681 -29.657 -3.375 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +497 +361 +353 +237 4. Sonstige betriebliche Erträge +9.220 +6.327 +8.011 +5.837 5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -67.306 -82.082 -82.928 -58.607 6. Personalaufwand -14.206 -14.814 -17.844 -16.389 7. Abschreibungen 1) -16.127 -16.798 -21.992 -17.642 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.000 -5.899 -9.453 -4.871 9. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen +783 +1.009 +560 +1.249 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +113 +100 +2.473 +363 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.305 -9.247 -9.634 -8.276 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +7 +20 -783 -1.329 13. Ergebnis nach Steuern +8.451 +12.417 +19.303 +18.528 14. Sonstige Steuern -2.174 -2.415 -2.411 -2.543 15. Konzernüberschuss/-fehlbetrag +6.277 +10.002 +16.892 +15.985 1) Einschließlich Abschreibungen auf Finanzanlagen 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 136 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | VOWO Service 23. VOLKSWOHNUNG Service GmbH Kontaktdaten Ettlinger-Tor-Platz 2, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3506-0 Fax: 0721 3506-100 Info@volkswohnung.com www.volkswohnung.com Gründung 20. Dezember 1989 Unternehmensgegenstand Die Gesellschaft übernimmt Bau- und Versorgungsaufgaben im Interesse der VOLKSWOHNUNG GmbH wie auch Aufgaben mit öffentlichem Zweck in wohnungswirtschaftlicher, städtebaulicher oder infrastruktureller Hinsicht sowie im Interesse der Wirtschaftsförderung. Sie ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar gefördert werden kann (GV in der Fassung vom 8. November 2012) Geschäftsführung Stefan Storz Gesellschafter VOLKSWOHNUNG GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 1.100.000 € Aufsichtsrat Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der VOLKSWOHNUNG GmbH BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Michael Borner (stellv. Vorsitz ab 25.09.2019) Marc Bernhard (ab 25.09.2019) Rudolf Bürgel (ab 25.09.2019) StR Dr. Clemens Cremer (ab 25.09.2019) Margot Döring StR Anton Huber StR Karl-Heinz Joos StR Bettina Meier-Augenstein StR Tilman Pfannkuch Anne Segor StR Dr. Raphael Fechler (bis 24.09.2019) StR Eduardo Mossuto (bis 24.09.2019) StR Hans Pfalzgraf (stellv. Vorsitz bis 24.09.2019) StR Katrin Wiedemann (bis 24.09.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der VOLKSWOHNUNG GmbH. Darüber hinaus erledigt die VOLKSWOHNUNG GmbH alle bei der VOLKSWOHNUNG Service GmbH anfallenden Aufgaben auf der Grundlage eines entgeltlichen Geschäftsbesorgungsvertrages. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind 2) Der Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der Muttergesellschaft VOLKSWOHNUNG GmbH. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde erstmals von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. VOWO Service | Stadtkämmerei | 137 Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Arbeiter 4) 45 44 52 51 Beschäftigte 4) 7 6 7 8 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 52 50 59 59 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten Bei der Durchführung ihrer Bauvorhaben wird die Gesellschaft von der VOLKSWOHNUNG GmbH technisch und kaufmännisch betreut. Des Weiteren erledigt die Muttergesellschaft alle anfallenden Verwaltungsarbeiten wie zum Beispiel Personalwesen und Buchführung. Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Bestand an eigenen Objekten Mietwohnungen 96 96 96 96 Gewerbe 44 44 44 44 Garagen, TG und Abstellplätze 110 110 110 110 sonstige Mietverhältnisse 7 7 7 7 eigengenutzte Einheiten 1 1 1 1 Zusammen 258 258 258 258 2. Verwaltete Objekte Verwaltete Wohnungen 1.144 1.214 1.420 1.408 Verwaltete Garagen, TG und Abstellplätze 1.230 1.078 1.140 1.140 Verwaltete Gewerbeeinheiten 38 43 42 40 Zusammen 2.412 2.335 2.602 2.588 3. Geschäftsfeld Wärmemessdienst angeschlossene Einheiten 10.965 11.296 11.496 11.508 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Im Geschäftsjahr 2019 konnte ein Jahresüberschuss von 2,3 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) erzielt werden. 138 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | VOWO Service Diagramm: Ergebnisentwicklungen 2002 bis 2019 (in Mio. €) Das im Geschäftsjahr erreichte Ergebnis vor Abführung (2.212 T€) fiel um 792 T€ höher aus als prognostiziert. Dies liegt darin begründet, dass in der Prognose mit höheren Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen gerechnet wurde. Die Geschäftsentwicklung verlief insgesamt positiv. Im Geschäftsjahr 2019 stieg die Anzahl der Breitbandkabel-Anschlüsse um sechs auf 15.609 Anschlüsse. Durch weitere Maßnahmen in den Konversionsgebieten Knielingen 2.0 und Kirchfeld-Nord sowie den Neubauaktivitäten wird sich die Anzahl der Anschlüsse auch 2020 weiter erhöhen und zu Umsatzsteigerungen in diesem Bereich führen. Ausblick Der im Oktober 2019 verabschiedete Wirtschaftsplan sieht für das Geschäftsjahr 2020 ein Rohergebnis von 13.828 T€ vor. Dem stehen betriebliche Kosten und Aufwendungen in Höhe von 12.029 T€ gegenüber. Es wird ein abzuführendes Ergebnis von 1.620 T€ prognostiziert. Für die Ergebnisse sind die positiven Entwicklungen der Geschäftsbereiche Immobilienbewirtschaftung, Kabel, Telemetrie, Haus-Service und Wohnumfeld-Service maßgeblich verantwortlich. Risiken Die Erträge aus der Hausbewirtschaftung sowie aus dem Breitbandkabel- und Telemetriegeschäft basieren auf langfristigen Verträgen und sichern damit nachhaltige Einnahmen. Ein Großteil der Verträge wurde mit der Muttergesellschaft abgeschlossen und stellt daher ein geringes Risiko dar. Seit Anfang 2020 hat sich das Coronavirus (COVID-19) weltweit ausgebreitet. Auch in Deutschland hat die Pandemie seit Februar 2020 zu deutlichen Einschnitten sowohl im sozialen als auch im Wirtschaftsleben geführt. Von einer Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Die Geschwindigkeit der Entwicklung macht es schwierig, die Auswirkung zuverlässig einzuschätzen; es ist jedoch mit Risiken für den zukünftigen Geschäftsverlauf des Unternehmens zu rechnen. Ein wesentliches Risiko ergibt sich aus der Verzögerung von geplanten Umsatzerlösen im Bereich des Technischen Gebäudemanagements. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Das Unternehmen ist in die Aktivitäten der VOLKSWOHNUNG GmbH eingebunden. 0,1 1,0 0,4 0,6 1,7 1,0 1,4 1,2 0,5 2,2 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 200220032004200520062007200820092010201120122013201420152016201720182019 Jahr VOWO Service | Stadtkämmerei | 139 Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 16.807.410 1.080.445 566.305 2.163.742 946.040 16.791 21.580.733 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 1.100.000 0 1.100.000 2.089.889 18.274.708 116.136 21.580.733 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +12.793 +12.641 +13.934 +12.698 +13.820 +13.750 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen +3 +24 +10 +12 +20 +20 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +41 +49 +67 +61 +50 +50 4. Sonstige betriebliche Erträge +48 +45 +242 +100 +30 +0 5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -6.354 -6.240 -6.722 -5.226 -6.590 -6.260 6. Personalaufwand -2.988 -3.150 -4.927 -3.686 -3.820 -3.930 7. Abschreibungen -1.644 -1.595 -1.527 -1.334 -1.310 -1.340 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -237 -391 -406 -257 -580 -500 9. Zinserträge +27 +26 +51 +24 +30 +20 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -282 -213 -164 -145 -190 -150 11. Ergebnis nach Steuern +1.407 +1.196 +558 +2.247 +1.460 +1.660 12. sonstige Steuern -35 -37 -37 -35 -40 -40 13. Aufwendungen aus Gewinnabführung -1.372 -1.159 -520 -2.212 -1.420 -1.620 14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 140 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | VOWO Service Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 85,5 82,4 80,7 82,9 2. Umlaufintensität (in %) 14,3 17,4 19,2 17,0 3. Investitionen (in T€) 321 619 1.211 1.028 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 4,8 4,9 4,9 5,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 5,6 5,9 6,0 6,1 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +10,7 +9,2 +3,7 +17,5 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +124,7 +105,4 +47,3 +201,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +7,2 +6,1 +3,0 +10,9 4. Kostendeckung (in %) 110,9 108,7 101,1 118,9 5. Cash Flow (in T€) +2.927 +2.683 +2.651 +3.507 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 25,9 27,1 35,7 34,5 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 57.466 63.007 83.512 62.468 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. KGK | Stadtkämmerei | 141 24. Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH Kontaktdaten c/o VOLKSWOHNUNG GmbH Ettlinger-Tor-Platz 2, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3506-0 Fax: 0721 3506-100 info@volkswohnung.com www.volkswohnung.com Gründung 16. Juni 1999 Unternehmensgegenstand Hauptaufgabe ist die Durchführung der Konversion von Liegenschaften, insbesondere im Raum Karlsruhe, durch Erwerb, Neuordnung und Verwertung, um eine Wohnraumversorgung für breite Schichten der Bevölkerung sicherzustellen. Die Gesellschaft unterstützt kommunal und regional die Städtebaupolitik und Maßnahmen der Infrastruktur und Wirtschaftsförderung und übernimmt städtebauliche Entwicklungs-, Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen. (GV in der Fassung vom 17. März 1999) Geschäftsführung Stefan Storz Gesellschafter VOLKSWOHNUNG GmbH Sparkasse Karlsruhe Ettlingen Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 60 % = 30 % = 10 % = 300.000 € 150.000 € 50.000 € 100 % = 500.000 € Aufsichtsrat 9 stimmberechtigte Mitglieder BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Anton Huber (stellv. Vorsitz ab 14.10.2019) StR Dr. Clemens Cremer (ab 14.10.2019) Margot Döring StR Karl-Heinz Joos (ab 14.10.2019) StR Bettina Meier-Augenstein Thomas Schroff Anne Segor Marc Sesemann StR Dr. Raphael Fechler (stellv. Vorsitz bis 13.10.2019) StR Eduardo Mossuto (bis 13.10.2019) StR Karin Wiedemann (bis 13.10.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der VOLKSWOHNUNG GmbH. Darüber hinaus erledigt die VOLKSWOHNUNG GmbH alle bei der KGK anfallenden Aufgaben auf der Grundlage eines entgeltlichen Geschäftsbesorgungsvertrages. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 4 4 4 3 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde erstmals von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. 142 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KGK Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Grundstücken stammen vor allem aus der Übergabe von Bau- und Gewerbegrundstücken in Knielingen (Am Sandberg) und Neureut (Gewerbegebiet Kirchfeld-Nord). Die Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke sinken im Vergleich zum Vorjahr stark. Der wesentliche Grund für die gesunkenen Aufwendungen ist der Rückgang der Bautätigkeit bedingt durch Fertigstellung und Übergabe der Bauträgerobjekte des Projekts Loswohnen in Knielingen. Ausblick Das Jahr 2020 wird vor allem von weiteren Aktivitäten im Grundstückshandel geprägt sein. Der Tätigkeitsschwerpunkt der Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) wird in 2020 auf dem Vertrieb der Wohnbaugrundstücke „Am Sandberg“ in Knielingen und der restlichen Gewerbeflächen in Neureut liegen. Für das Jahr 2020 wird mit einem Jahresergebnis vor Gewinnabführung von 340 T€ gerechnet. Risiken Seit Anfang 2020 hat sich das Coronavirus (COVID-19) weltweit ausgebreitet. Auch in Deutschland hat die Pandemie seit Februar 2020 zu deutlichen Einschnitten sowohl im sozialen als auch im Wirtschaftsleben geführt. Von einer Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Die Geschwindigkeit der Entwicklung macht es schwierig, die Auswirkung zuverlässig einzuschätzen; es ist jedoch mit Risiken für den zukünftigen Geschäftsverlauf des Unternehmens zu rechnen. Ein wesentliches Risiko stellt die Verzögerung von geplanten Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Grundstücken dar. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Das Unternehmen ist in die Aktivitäten der VOLKSWOHNUNG GmbH eingebunden. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel 0 896.242 1.408.886 10.781.44 1.923.218 3.601.259 18.611.047 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 500.000 0 500.000 8.584.482 9.526.565 18.611.047 KGK | Stadtkämmerei | 143 Gewinn-und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 3) 2017 3) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +2.918 +8.914 +66.584 +11.150 +6.720 +3.860 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen +8.359 +21.463 -34.526 -7.492 +500 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +4.619 +1.311 +755 +1.422 +300 +0 4. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -10.939 -28.725 -24.627 -2.349 -4.900 -3.250 5. Personalaufwand +0 +0 +0 +0 +0 +0 6. Abschreibungen -100 -100 -100 -19 -20 -20 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -311 -160 -137 -518 -230 -240 8. Zinsen und ähnliche Erträge 2) +50 +57 +2.399 +62 +30 +20 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -242 -166 -109 -328 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern +4.354 +2.594 +10.239 1.928 +2.400 +370 11. Steuern 0 -33 -12 -36 -30 -30 12. Abzuführender Überschuss -4.354 -2.561 -10.227 -1.892 -2.370 -340 13. Jahresabschluss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Einschließlich Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 11,4 6,1 7,3 12,4 2. Umlaufintensität (in %) 88,6 93,9 92,7 87,6 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 1,2 0,9 1,4 2,7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +149,2 +28,7 +15,4 +17,0 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +870,8 +512,2 +2.045,4 +387,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +10,7 +4,7 +29,1 +11,9 4. Kostendeckung (in %) 25,2 30,5 266,5 346,9 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +4.165 +2.438 +14.647 +1.885 5.2 nach Ertragsteuern +4.165 +2.436 +14.647 +1.884 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 144 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | VOWO Bauträger 25. VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH Kontaktdaten c/o VOLKSWOHNUNG GmbH Ettlinger-Tor-Platz 2, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3506-0 Fax: 0721 3506-100 info@volkswohnung.com www.volkswohnung.com Gründung 27. Oktober 1994 Unternehmensgegenstand Aufgabe der Gesellschaft ist eine sozial verantwortbare Wohnraumversorgung für breite Schichten der Bevölkerung sicherzustellen. Weiterhin unterstützt sie die kommunale und regionale Städtebaupolitik. Dazu gehören auch Infrastrukturmaßnahmen, städtebauliche Entwicklungs-, Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen. (GV in der Fassung vom 8. November 2012) Geschäftsführung Stefan Storz Gesellschafter VOLKSWOHNUNG GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 1.000.000 € Aufsichtsrat Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der VOLKSWOHNUNG GmbH BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Bettina Meier-Augenstein (stellv. Vorsitz ab 25.09.2019) Marc Bernhard (ab 25.09.2019) StR Michael Borner Rudolf Bürgel (ab 25.09.2019) StR Dr. Clemens Cremer (ab 25.09.2019) Margot Döring StR Anton Huber StR Karl-Heinz Joos StR Tilman Pfannkuch Anne Segor StR Dr. Raphael Fechler (bis 24.09.2019) StR Eduardo Mossuto (bis 24.09.2019) StR Hans Pfalzgraf (stellv. Vorsitz bis 24.09.2019) StR Katrin Wiedemann (bis 24.09.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Die VOLKSWOHNUNG GmbH erledigt alle bei der VOLKSWOHNUNG Bauträger GmbH anfallenden Aufgaben auf der Grundlage eines entgeltlichen Geschäftsbesorgungsvertrages. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aus Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der Muttergesellschaft VOLKSWOHNUNG GmbH. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde erstmals von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. VOWO Bauträger | Stadtkämmerei | 145 Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Seit dem Geschäftsjahr 2012 ruht die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Ausblick Die Gesellschaft verfügt, zumindest für die nächsten drei Jahre, über eine ausreichende Ausstattung an Liquidität und Eigenkapital. Risiken Keine Klimaschutz und Nachhaltigkeit Das Unternehmen ist in die Aktivitäten der VOLKSWOHNUNG GmbH eingebunden. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 0 0 44.843 0 44.843 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 1.000.000 -964.044 35.956 6.096 2.791 0 44.843 146 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | VOWO Bauträger Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +0 +0 +0 +0 +0 +0 2. Veränderung des Bestandes an unfertigen Leistungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +0 +3 +0 +0 +0 +0 4. Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke +0 +0 +0 +0 +0 +0 5. Aufwendungen für Hausbewirtschaftung +0 +0 +0 +0 -10 +0 6. Abschreibungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -26 -12 -10 -10 -10 -10 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern -26 -9 -10 -10 -20 -10 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresabschluss/-fehlbetrag -26 -9 -10 -10 -20 -10 13. Verlust-/Gewinnvortrag -906 -932 -942 -952 -952 -962 14. Bilanzgewinn/-Verlust -932 -941 -951 -962 -972 -972 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) - - - - 2. Umlaufintensität (in %) 100,0 100,0 100 100 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 94,5 93,5 89,9 80,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - 37,8 - 15,9 -21,1 -34,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - 35,8 - 14,9 -19,0 -27,5 4. Kostendeckung (in %) - - - - 5. Cash Flow (in T€) - 26 - 9 -10 -12 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. Wohnbau Wörth | Stadtkämmerei | 147 26. Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH Kontaktdaten Hanns-Martin-Schleyer-Straße 4, 76744 Wörth am Rhein Telefon: 0721 9226-0 Fax: 0721 9226-55 info@wohnbauwoerth.de www.wohnbauwoerth.de Gründung 17. Mai 1963 Unternehmensgegenstand Die Bereitstellung von Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen unter Berücksichtigung der Interessen der Gesellschafter ist Aufgabe der Gesellschaft. (GV in der Fassung vom 22. Oktober 2019). Geschäftsführung Petra Pfeiffer Gesellschafter VOLKSWOHNUNG GmbH Stadt Wörth Anteile Stammkapital 50,00 % = 50,00 % = 2.600.000 € 2.600.000 € 100,00 % = 5.200.000 € Aufsichtsrat Vier Mitglieder, davon zwei vom Gesellschafter VOLKSWOHNUNG GmbH sowie zwei vom Gesellschafter Stadt Wörth. . Stefan Storz (Vorsitz) BM Dr. Dennis Nitsche (stellv. Vorsitz) Mario Rösner Tobias Simon (ab 10.12.2019) LR Dr. Fritz Brechtel (bis 09.12.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages nimmt die VOLKSWOHNUNG GmbH kaufmännische und technische Betreuungsaufgaben für die Gesellschaft wahr. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde erstmals von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. 148 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Wohnbau Wörth Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Arbeiter 4) 6,0 6,0 7,0 8,0 Beschäftigte 4) 8,0 7,0 8,0 8,0 Gesamtbelegschaft 14,0 13,0 15,0 16,0 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Bestand an eigenen Objekten Mietwohnungen 827 827 827 827 Gewerbeeinheiten 3 13 13 13 Garagen, TG und Abstellplätze 516 516 516 516 sonstige Mietverhältnisse 7 7 7 7 eigengenutzte Einheiten 15 15 14 14 Zusammen 1.368 1.378 1.377 1.377 2. Verwaltete Objekte Dritter Miet- und Eigentumswohnungen 111 136 96 123 Gewerbeeinheiten 9 9 9 7 Garagen, Tiefgaragen und Abstellplätze 131 131 131 190 sonstige Mietverhältnisse 0 0 0 0 Zusammen 251 276 236 320 3. Eigentumswohnungen im Bau 25 0 25 0 Verkauft 21 4 0 25 zum Verkauf angeboten 25 0 25 0 Mietkauf 0 0 0 0 Noch nicht verkauft 4 0 25 0 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss von 1,4 Mio. € (2018: 0,6 Mio. €). Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung haben sich um 0,2 Mio. € auf nunmehr rund 6,6 Mio. € erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse wegen des Sondereffekts von Verkäufen aus dem Bauträgergeschäft erwartungsgemäß deutlich um rund 7,0 Mio. € gestiegen. Die Erlöse aus den Netto- Sollmieten betrugen 4,7 Mio. € (VJ: 4,6 Mio. €), davon entfielen auf die Wohnungen 4,3 Mio. € (VJ: 4,2 Mio. €). Die Erlöse für Wohnungsmieten sind damit um ca. 2,4 % zum Vorjahr gestiegen. Wohnbau Wörth | Stadtkämmerei | 149 Diagramm: Ergebnisentwicklungen 2009 bis 2019 (in Mio. €) Ausblick In den Jahren 2021 und 2022, mit Fertigstellung der Wohnungsneubauten Keltenstraße, werden sich die Mieteinnahmen weiter erhöhen. Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass das Projekt „Tullastraße“ mit rund 60 Wohnungen im Jahr 2022 realisiert werden kann. Für die Jahre 2020 – 2024 sind insgesamt rd. 28 Mio. € Investitionen für Neubauten und notwendige Sanierungen an den Bestandsgebäuden geplant. Die größte Einzelinvestition dabei ist der Neubau Tullastraße, der mit insges. rund 13,0 Mio. € veranschlagt ist. Die Umsatzerlöse werden bis 2024 deutlich auf rd. 8,1 Mio. € steigen. Der Jahresüberschuss 2020 ist mit 0,9 Mio. € prognostiziert und liegt wegen des Wegfalls der Erlöse aus den Verkäufen deutlich unter dem aktuellen Überschuss. Für 2021 – 2024 sind jährliche Überschüsse zwischen 0,8 und 1,2 Mio. € geplant. Risiken Seit Anfang 2020 hat sich das Coronavirus (COVID-19) weltweit ausgebreitet. Auch in Deutschland hat die Pandemie seit Februar 2020 zu deutlichen Einschnitten sowohl im sozialen als auch im Wirtschaftsleben geführt. Von einer Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Die Geschwindigkeit der Entwicklung macht es schwierig, die Auswirkung zuverlässig einzuschätzen; es ist jedoch mit Risiken für den zukünftigen Geschäftsverlauf des Unternehmens zu rechnen. Zu nennen sind Risiken aus der Verzögerung bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen verbunden mit dem Risiko von Kostensteigerungen und der Verzögerung von geplanten Einnahmen. Darüber hinaus ist mit einem Anstieg der Mietausfälle zu rechnen. Wesentliche Zinsänderungsrisiken oder Zahlungsschwankungen aus langfristigen Verbindlichkeiten sind derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist gut, es sind keine Engpässe zu erwarten. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit und Klimaschutz haben für die Gesellschaft bei allen Entscheidungen hinsichtlich Neubau, Modernisierungen und Bestandpflege eine wichtige Bedeutung. Seit 2010 werden die Verbräuche über gesicherte Benchmarks der Energiekosten erfasst, darauf aufbauend die erforderlichen Maßnahmen geplant und auch bereits weitgehend umgesetzt. Alle im Bestand durchgeführten 0,5 0,6 0,5 0,9 0,8 0,8 0,8 1,0 1,6 0,7 1,4 0,0 0,2 0,4 0,6 0,8 1,0 1,2 1,4 1,6 1,8 20092010201120122013201420152016201720182019 Jahr 150 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Wohnbau Wörth Modernisierungen waren stets darauf ausgerichtet Energie einzusparen. So konnte der Energieverbrauch pro qm seit 2010 von 1560 KHW/qm auf 1066 KHW /qm in 2018 reduziert werden. Ab 2020 bezieht die Wohnbau Wörth ausschließlich Öko- Strom. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 40.246.677 0 2.614.674 800.145 3.891.524 471 47.553.491 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 5.200.000 6.191.366 6.340.653 1.401.564 19.133.583 1.130.521 27.289.387 0 47.553.491 Gewinn und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +5.872 +14.288 +6.412 +13.565 +14.040 +6.730 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen +4.584 -5.165 +2.851 -2.700 -4.510 +60 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +153 +52 +0 +31 +80 +130 4. Sonstige betriebliche Erträge +887 +131 +201 +74 +20 +40 5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -8.039 -5.204 -6.169 -6.733 -5.630 -3.320 6. Personalaufwand -900 -888 -993 -1.083 -990 -1.160 7. Abschreibungen -890 -944 -1.008 -1.115 -1.010 -1.020 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -408 -388 -301 -300 -280 -280 9. Zinserträge +1 +2 +0 +1 +0 +0 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -289 -327 -330 -337 -340 -300 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Ergebnis nach Steuern +971 +1.557 +663 1.403 +1.380 +880 13. Sonstige Steuern -1 -1 -1 -1 +0 +0 14. Jahresüberschuss/fehlbetrag +970 +1.556 +662 1.402 +1.380 +880 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes, erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Wohnbau Wörth | Stadtkämmerei | 151 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 78,3 85,4 82,6 84,6 2. Umlaufintensität (in %) 21,7 14,6 17,4 15,4 3. Investitionen (in T€) 9.902 4.295 914 5.207 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 32,9 36,5 36,7 40,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 42,1 42,7 44,4 47,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +16,5 +10,9 +10,3 +10,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +6,3 +9,1 +3,7 +7,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +2,7 +4,0 +2,1 +3,7 4. Kostendeckung (in %) 55,8 184,3 72,9 141,8 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +1.860 +2.526 +1.602 +2.508 5.2 nach Ertragsteuern +1.860 +2.526 +1.602 +2.508 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 8,5 11,5 11,3 11,3 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 64.278 68.312 66.169 72.187 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 152 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Cité 27. Entwicklungsgesellschaft Cité mbH Kontaktdaten Pariser Ring 37, 76532 Baden-Baden Telefon: 07221 80954-0 Fax: 07221 80954-5 info@cite-baden-baden.de www.cite-baden-baden.de Gründung 27. Dezember 2001 Unternehmensgegenstand Die Hauptaufgabe der Gesellschaft ist die Konversion von Liegenschaften in Baden- Baden insbesondere durch Erwerb, Neuordnung und Verwertung. Weiterhin übernimmt sie städtebauliche Entwicklungs-, Erschließungs- und Sanierungs- und Infrastrukturmaßnahmen mit dem Ziel die kommunale und regionale Städtebaupolitik zu unterstützen. Durch die Ansiedlung von Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen trägt sie zur Wirtschaftsförderung in Baden-Baden bei. Sie stellt außerdem eine Wohnraumversorgung für breite Schichten der Bevölkerung sicher. (GV in der Fassung vom 19. Oktober 2010) Geschäftsführung Markus Börsig, EB Werner Friedrich Hirth, Stadt Baden-Baden Gesellschafter Stadt Baden-Baden VOLKSWOHNUNG GmbH Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung Baden-Baden mbH Baugenossenschaft Familienheim Baden-Baden e. G. Anteile Stammkapital 38,8 % = 38,8 % = 11,7 % = 10,7 % = 2.000.000 € 2.000.000 € 600.000 € 550.000 € 100,0 % = 5.150.000 € Aufsichtsrat 10 Mitglieder und 4 Gäste mit den Rechten eines beratenden Mitgliedes EB Alexander Uhlig * (Vorsitz) StR Tilman Pfannkuch (1. stellv. Vorsitz) StR Klaus Bloedt-Werner * (2. stellv. Vorsitz) *Vertreter der Stadt Baden- Baden Stadt Baden-Baden: StR, MdL Beate Böhlen StR Rainer Lauerhaß StR Werner Schmoll MdL Tobias Wald Stadt Karlsruhe: StR Michael Borner StR Anton Huber (ab 14.10.2019) StR Karl-Heinz Jooß StR Hans Pfalzgraf (bis 13.10.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mit der VOLKSWOHNUNG GmbH wurde ein Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen, in dem die technische und kaufmännische Zusammenarbeit vereinbart ist. Zwischen der Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung Baden-Baden mbH und der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH besteht ein Dienstüberlassungsvertrag. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 1 1 2 1 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Aufwandsentschädigungen Cité | Stadtkämmerei | 153 Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2019 wurde erstmals von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Arbeiter 4) - - - - Beschäftigte 4) 1 1 0 0 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 1 1 0 0 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Bestand an eigenen Objekten Mietwohnungen 0 0 0 0 Gewerbeeinheiten 16 16 16 16 Garagen, TG und Abstellplätze 85 85 85 85 Eigennutzung 25 25 25 25 sonstige Mietverhältnisse 1 1 1 1 Zusammen 127 127 127 127 2. Eigentumswohnungen im Bau 0 0 9 9 verkauft 0 0 9 0 zum Verkauf angeboten 0 0 0 0 noch nicht verkauft 0 0 0 0 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Im Geschäftsjahr 2019 erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 1,2 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Dies ist hauptsächlich auf den Verkauf unbebauter Grundstücke zurückzuführen. Zudem wurden die in 2018 verkauften Objekte der Bauträgermaßnahme in der Elsässer Straße in 2019 fertiggestellt und ertragswirksam übergeben. 154 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Cité Diagramm: Ergebnisentwicklungen 2009 bis 2019 (in Mio. €) Ausblick Die Entwicklung der Gesellschaft neigt sich dem Ende zu. Innerhalb der nächsten Jahre wird sich die Tätigkeit der Gesellschaft auf die laufende Instandhaltung, Modernisierung und Fortentwicklung der vier Bestandsobjekte konzentrieren. Des Weiteren engagiert sich die Gesellschaft für die Entwicklung des Quartiers Bretagne und kümmert sich um die Vermarktung der letzten beiden Mischgebietsgrundstücke entlang der Allee Cité. Auf Basis des noch vorhandenen Vermarktungspotentials wird für das Folgejahr von Umsatzerlösen aus dem Verkauf in Höhe von ca. 2,97 Mio. € und einem positiven Ergebnis ausgegangen. Sollte es kurz- und mittelfristig nicht zu Ersatztätigkeiten für die Gesellschaft kommen, müssen die im Anlagevermögen gehaltenen Bestandsobjekte weiter bewirtschaftet werden. In diesem Fall müssten die Kosten für Personal, Büro und sonstige Positionen deutlich reduziert werden. Risiken Seit Anfang 2020 hat sich das Coronavirus (COVID-19) weltweit ausgebreitet. Auch in Deutschland hat die Pandemie seit Februar 2020 zu deutlichen Einschnitten sowohl im sozialen als auch im Wirtschaftsleben geführt. Von einer Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Die Geschwindigkeit der Entwicklung macht es schwierig, die Auswirkung zuverlässig einzuschätzen; es ist jedoch mit Risiken für den zukünftigen Geschäftsverlauf des Unternehmens zu rechnen. Zu nennen sind Risiken aus der Verzögerung bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen verbunden mit dem Risiko von Kostensteigerungen und der Verzögerung von geplanten Einnahmen. Darüber hinaus ist mit einem spürbaren Anstieg der Mietausfälle zu rechnen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Ressourcen, Schutz des Klimas sowie nachhaltiges Handeln gehören zum Selbstverständnis der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH. Dies ist in der Satzung der Gesellschaft verankert und wird konsequent vom Aufsichtsrat, der Geschäftsleitung sowie den Mitarbeitern verfolgt. So wurden die letzten beiden Pool-Fahrzeuge als E-Mobile angeschafft. Bei der Umsetzung der Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres flossen folgende Aspekte in die Entscheidungsfindung ein: Bau einer Reihenhaus-Anlage im KfW 55-Standard, -0,9 0,1 1,5 1,5 1,2 1,0 0,6 0,5 0,2 0,3 1,2 -1,5 -1,0 -0,5 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 20092010201120122013201420152016201720182019 Jahr Cité | Stadtkämmerei | 155 Entwicklung des Baufeldes VII mit Schaffung eines Artenschutzhabitats, in das Zauneidechsen umgesiedelt wurden, Beim Aufbau der Erschließungsachse wurde vorhandenes Material vor Ort aufbereitet um An- und Abfahrten auf ein Minimum zu reduzieren, Bei der Vergabe der Mehrfamilienhaus-Grundstücke des Baufeldes wurde die Heizform, sowie die Verwendung von nachhaltigen Baumaterialien mitbewertet. Bei der Vergabe der Einfamilienhausgrundstücke wurden soziale Aspekte, wie die Zahl der Kinder, sowie ökologische Aspekte, wie die Heizform und der Arbeitsort (um ebenfalls Wegstrecken zu minimieren) berücksichtigt. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 1 3.076.676 0 2.919.599 89.778 4.829.448 24.928 10.940.429 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 5.150.000 2.888.316 1.211.504 9.249.820 667.108 1.020.359 3.142 10.940.429 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 c Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +2.617 +1.481 +1.800 +6.006 +8.280 +2.970 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +20 -4 +1.518 -1.505 -1.880 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +76 +52 +12 +20 +20 +0 4. Personalaufwand -58 -6 -6 -7 -10 -10 5. Materialaufwand -1.258 -497 -2.266 -2.308 -2.890 -1.530 6. Abschreibungen -252 -251 -193 -136 -130 -90 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -384 -358 -367 -330 -170 -160 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +4 +1 +10 +16 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -112 -57 -34 -31 -30 -30 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -138 -106 -117 -505 -920 -330 11. Ergebnis nach Steuern +515 +225 +357 +1.220 +2.270 +820 12. Sonstige Steuern -22 -11 -10 -8 -40 -30 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +493 +244 +347 +1.212 +2.230 +790 14. Gewinnvortrag +1.803 +2.297 +2.541 +2.888 +2.888 +4.100 15. Bilanzgewinn/-Verlust +1.803 +2.297 +2.541 +4.100 +5.118 +4.890 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 156 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Cité Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 32,1 34,5 29,7 28,1 2. Umlaufintensität (in %) 67,9 65,5 70,3 71,7 3. Investitionen (in T€) 3 3 304 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 71,3 85,6 74,2 84,5 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 222,3 248,0 250,2 300,6 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) + 18,8 +16,5 +19,3 +20,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 6,6 +3,2 +4,3 +13,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 5,8 +3,4 +3,5 +11,4 4. Kostendeckung (in %) 125,4 125,6 +62,6 +213,0 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern + 789 +581 +637 +1.852 5.2 nach Ertragsteuern + 651 +475 +531 +1.338 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 2,8 0,5 0,2 0,2 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 57.699 5.694 - 6.501 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. KES | Stadtkämmerei | 157 28. KES – Karlsruher Energieservice GmbH Kontaktdaten c/o Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de www.stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 4. Juli 2003 Unternehmensgegenstand Die Bereitstellung von Wärme und Kälte, insbesondere für die Liegenschaften der VOLKSWOHNUNG GmbH. Hierzu kann die Gesellschaft alle technischen Einrichtungen errichten und betreiben, die der Erzeugung und Lieferung von Wärme und Kälte dienen. Die Gesellschaft kann für die Gesellschafter und deren Gesellschaften sowie die Stadt Karlsruhe weitere energienahe Dienstleistungen wie beispielsweise die Verbrauchsablesung und Abrechnung von Energie, Wasser und Abwasser übernehmen (GV vom 19. Mai 2003). Geschäftsführung Dr. Manuel Rink Stefan Storz Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH VOLKSWOHNUNG GmbH Anteile Stammkapital 50 % = 50 % = 50.000 € 50.000 € 100 % = 100.000 € Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat. Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH (seit 16. Januar 2015) Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr kein eigenes Personal beschäftigt. 158 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KES Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Nahwärmenetze Nahwärmenetze gesamt 8 8 8 8 Nahwärmenetze im Eigentum der KES 3 3 8 8 Nahwärmenetze im Eigentum der VoWo 5 5 0 0 Angeschlossenes Einheiten (Hausanschlüsse) 872 882 976 980 2. Angeschlossene Hausanschlüsse je Nahwärmenetz Neureut 402 402 403 403 Rintheim 31 36 38 38 Knielingen 190 195 286 290 Edelbergstraße 31 31 31 31 Heidenstückersiedlung ) 16 16 16 16 Lindenallee 2 2 2 2 Oberreut 48 48 48 48 Smiley West 152 152 152 152 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 149 T€ (Vj.188 T€). Am 1. September 2018 hat die KES gemeinsam mit den beiden Gesellschaftern, dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Smartes Quartier KA-Durlach“ (Lohn-Lissen) begonnen. Ziel des Projekts ist, die Versorgung dieses Volkswohnungsareals in Karlsruhe Durlach mit überwiegend vor Ort erzeugter Wärme und Strom zur Reduzierung der Primärenergie und der CO2-Emissionen um bis zu 50%. Mitte des Jahres 2019 ist die Volkswohnung mit dem Wunsch an die KES herangetreten, geeignete Dächer ihrer Liegenschaften mit Photovoltaik-Anlagen auszustatten. Der in den PV-Anlagen erzeugte Strom soll als Mieterstrom vermarktet und zum Eigenverbrauch genutzt werden. Eine erste Auswahl geeigneter Dächer hat in Zusammenarbeit mit der Volkswohnung bereits stattgefunden. Für das Jahr 2020 ist der Bau von rund 25 PV- Anlagen mit jeweils ca. 40 kW Leistung geplant. Für den Bau der 25 PV-Anlagen auf den Dächern der Volkswohnungs-Liegenschaften rechnet die KES im Jahr 2020 mit Investitionen in Höhe von 1.100 T€. Ausblick Das operative Ergebnis wird in den Folgejahren durch das Projekt Lohnlissen deutlich belastet. Im Geschäftsjahr 2020 wird mit zusätzlichen Aufwendungen für das Forschungsvorhaben in Höhe von 300 T€ gerechnet. Die Gesellschaft rechnet daher im kommenden Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 67 T€ und damit einem Ergebnisrückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 216 T€. Risiken Bei der KES – Karlsruher Energieservice GmbH werden Versorgungsanlagen mit moderner Leittechnik betrieben. Dabei reduzieren regelmäßige Wartungen und Erneuerungsmaßnahmen das Risiko von Havarien und störungsbedingten Ausfällen. Dennoch können aus möglichen Versorgungsunterbrechungen und Anlagenschäden Risiken entstehen, die durch entsprechende Vorsorgemaßnahmen minimiert werden. KES | Stadtkämmerei | 159 Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die KES wird gemeinsam mit der Volkswohnung und den Stadtwerken weiter an der Energiewende arbeiten. Der Ausbau mit umweltschonender Fernwärme aus Abgas wird fortgeführt. Das Projekt PV-Rollout wird den Photovoltaik Ausbau in Karlsruhe beschleunigen. Hier erhalten die Mieter der Volkswohnung die Möglichkeit sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 1.836.038 0 0 278.479 2.382.923 4.210 4.501.650 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Verlustvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 100.000 1.000.000 235.698 149.038 1.484.736 69.866 2.947.048 0 4.501.650 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 1) 2017 1) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +3.010 +3.099 +3.223 +3.296 +3.150 +3.723 2. Sonstige betriebliche Erträge +33 +4 +0 0 +0 0 3. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -2.345 -2.361 -2.541 -2.606 -2.420 -3.070 4. Abschreibungen -254 -221 -224 -267 -260 -380 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -182 -195 -217 -224 -295 -300 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 7. Erträge aus Verlustübernahme +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -34 -32 -30 -29 -35 -30 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern +228 +294 +211 +170 +140 -57 11. Sonstige Steuern -15 -22 -23 -21 -10 -10 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +213 +272 +188 +149 +130 -67 1) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 160 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KES Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 44,4 37,4 45,7 40,8 2. Umlaufintensität (in %) 55,4 62,5 54,2 59,1 3. Investitionen (in T€) 0 0 650 122 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 22,1 27,9 30,8 33,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 49,7 74,6 67,5 80,9 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) + 7,1 +8,8 +5,8 +4,5 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 24,3 +23,7 +14,1 +10,0 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 6,2 +7,4 +5,0 +3,9 4. Kostendeckung (in %) 106,3 109,5 106,2 104,7 5. Cash Flow (in T€) + 467 +493 +412 +416 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. KFG | Stadtkämmerei | 161 29. Karlsruher Fächer GmbH Kontaktdaten Karlsruher Fächer GmbH Zähringerstraße 72, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2401 Fax: 0721 133-2409 kfg@karlsruhe.de Gründung 15. Dezember 2004 Neufassung Gesellschaftsvertrag mit Namensänderung, zuvor Ständehaus Bauträger und Verw. GmbH, eingetragen ins Handelsregister am 18. Februar 2005. Unternehmensgegenstand Unter anderem Planung, Errichtung und Modernisierung kommunaler und sonstiger öffentlicher Einrichtungen mit und ohne privatwirtschaftliche Randnutzungen auf eigene und fremde Rechnung im Stadtgebiet Karlsruhe, Verwaltung und Betrieb solcher Einrichtungen, Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Personengesellschaften, Projektmanagement, Organisation und Moderation von Projekten, die im öffentlichen Interesse liegen. In Erfüllung ihres öffentlichen Zwecks die Verwaltung eigener und fremder Grundstücke und baulicher Anlagen (GV in der Fassung vom 21. Januar 2016). Geschäftsführung Klaus Lehmann Gesellschafter Stadt Karlsruhe Karlsruher Fächer GmbH mit eigenen Anteilen Anteile Stammkapital 71,8 % = 28,2 % = 270.000 € 106.000 € 100,0 % = 376.000 € Aufsichtsrat 6 bis höchstens 13 Mitglieder BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Christine Weber (stellv. Vorsitz ab 25.09.2019) StR Anette Böhringer (ab 25.09.2019) StR Lüppo Cramer StR Thorsten Ehlgötz StR Mathilde Göttel (ab 25.09.2019) StR Tom Høyem StR Irene Moser StR Dirk Müller StR Berthe Obermanns (ab 25.09.2019) StR Markus Schmidt (ab 25.09.2019) StR Oliver Schnell (ab 25.09.2019) StR Michael Zeh (ab 25.09.2019) Beratend: StR Elke Ernemann (bis 24.09.2019) StR Lars Erhan Dragmanli (bis 24.09.2019) StR David Hermanns (bis 24.09.2019) StR Detlev Hofmann (bis 24.09.2019) StR Joshua Konrad (bis 24.09.2019 StR Dr. Ute Leidig (stellv. Vorsitz bis 24.09.2019) StR Jan Wettach (bis 24.09.2019) StR Sabine Zürn (bis 24.09.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietverträge mit der Stadt Karlsruhe zum Ständehaus, Rathauserweiterung und Teilen des Technischen Rathauses. Pachtvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Verpachtung des Grund und Bodens - Anwesen Fritz-Erler-Straße 7 - 11. Mietvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Vermietung der städtischen Grundstücke westlich der Brauerstraße zur Errichtung und zum Betrieb einer Tiefgarage. Pachtvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Verpachtung der Hauptbahnhof-Garage. Verwalterverträge mit der Stadt Karlsruhe über die kaufmännische und technische Verwaltung der Liegenschaften Greschbachstraße 1, 3b und 3c sowie Schwarzwaldstraße 78, 78a und 80 162 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KFG Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2 3 2 2 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 4) 10,0 10,9 14,2 15,7 Beamte 4) 1,6 1,6 1,6 1,6 Nebenberuflich Tätige 4) 4,1 5,5 4,2 5,3 Gesamtbelegschaft 15,7 18,0 20,0 22,6 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich geringfügig Beschäftigte, studentische Hilfskräfte sowie von der Stadt abgeordnete Beschäftigte/Beamte Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Parkhaus Kronenplatz/Auslastung (in %) Dauerparker (Verträge) 37,65 37,19 39,51 40,90 Kurzzeitparker (täglich) 40,90 48,77 53,55 51,85 2. ZKM-Garage/Auslastung (in %) Dauerparker (Verträge) 101,32 1) 101,49 1) 103,0 1) 102,34 1) Kurzzeitparker (täglich) 36,96 33,66 29,67 31,89 3. Hauptbahnhof-Garage/Auslastung (in %) Dauerparker (Verträge) 73,10 76,49 k. A. k. A. 2) Kurzzeitparker (täglich) 47,20 46,43 k. A. k. A. 2) 4. Immobilien (ohne Parkgaragen) Anzahl vermieteter Läden 12 13 16 18 Anzahl vermieteter Gastronomiebetriebe 9 8 12 11 Hauptnutzfläche vermieteter Büros 3.417 3.417 3.417 4.590 Hauptnutzfläche vermieteter öffentl. Einrichtungen 3.978 3.978 3.978 3.978 Anzahl vermieteter Wohngebäude/ Wohnungen 3 3 10 10 Anzahl vermieteter Kultureinrichtungen 0 0 1 1 5. Anteil der Grundmieten an den Gesamtumsätzen (in %) 52,8 52,2 56,6 53,0 1) Die Dauerparker sind nicht immer alle anwesend. Doppelbelegungen sind daher möglich. 2) Aufgrund diverser Einschränkungen im Zusammenhang mit der Baumaßnahme „Hauptbahnhof Süd“ gab es in den Jahren 2018 und 2019 stark schwankende Stellplatzkapazitäten. Eine statistische Vergleichbarkeit war somit nicht möglich. KFG | Stadtkämmerei | 163 Finanzielles Engagement 2016 - 2019 Stadt Karlsruhe in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Sacheinlagen 1) 2) 0 0 0 2.528 Zusammen 0 0 0 2.528 1) 1) Einbringung der städtischen Miteigentumsanteile am Objekt „Jubez“ (2.449 T€) und Einbringung Betriebsvorrichtung Bühnentechnik beim Kammertheater (79 T€). Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Im Jahr 2019 waren die Ladeneinheiten im Technischen Rathaus allesamt vermietet. Auf Grund der rückläufigen Entwicklungen im stationären Einzelhandel und den örtlichen Bedingungen (rückläufige Besucher- /Umsatzzahlen) wurde die zukünftige Ausgestaltung verschiedener Mietverhältnisse in der Textilbranche zum Verhandlungsgegenstand. Eine Steigerung der Umsatzerlöse ergab sich bei den drei gastronomischen Vermietungen im Zoologischen Stadtgarten. Trotz der steigenden Umsatzerlöse hat der Pächter des EXO das Mietverhältnis auf Ende Oktober 2019 gekündigt. Mit der WorKA gGmbH, dem Inklusionsunternehmen, wurde ein Nachmieter gefunden, der die Gastronomie und den Zoologischen Stadtgarten künftig mit einem inklusiven Projekt bereichern wird. Im Parkhaus am Hauptbahnhof ist ein Anstieg der Parkerlöse zu verzeichnen. Zum einen wurde die neue Parkierungsfläche P6 in der Fautenbuchstraße besser angenommen, zum anderen konnten Stellplätze in P1/P2, die in 2018 im Hinblick auf einen Umbau über einige Monate gesperrt waren, wieder freigegeben werden. Auch in anderen Parkierungseinrichtungen konnten die Umsätze verbessert werden. Vermehrt koordiniert die Gesellschaft im Auftrag der Stadt komplexe Stadtentwicklungsprojekte. Dazu gehörten im Jahr 2019 der Prozess „städtebauliches Entwicklungskonzept Ettlinger Tor – Südwestseite“, die zukünftige Entwicklung des Dragonerareals, das Projekt „Neue Bibliothek auf dem Kronenplatz“ sowie die Entwicklung des Majolikageländes. Auch Projekte wie ein neuer Standort für das Fanprojekt Karlsruhe oder die Umnutzung der Feuerwache in der Ritterstraße in ein Rettungszentrum wurden bearbeitet. „REGEKO“, das Bundesforschungsprojekt zur nachhaltigen Weiterentwicklung von Gewerbegebieten, konnte abgeschlossen werden. Im Zuge des strategischen Hinzuerwerbs von gewerblichen Objekten im Wege der Ausübung von Vorkaufsrechten aus Gründen der Stadtentwicklung hat der Gesellschafter die Objekte Greschbachstraße 1, 3b und 3c sowie Schwarzwaldstraße 78, 78a und 80 erworben. Diese werden treuhänderisch von der Gesellschaft betrieben. Ausblick Die geplante umfassende Sanierung der Mieteinheit Kaffeehaus Böckeler hat sich verschoben. Nach aktuellem Planungsfortschritt wäre ein Baubeginn im Sommer 2021 möglich. Hierzu bedarf es aber einer Einigung beider Vertragsparteien über die maßgeblichen baulichen Inhalte, deren Kostenverteilung und die Ausgestaltung des neu zu schließenden Mietvertrags. Bei der ZKM-Garage ist weiterhin von einer guten Auslastung und somit von Überschüssen auszugehen. Die Auslastung der Hbf-Garage wird ebenfalls weiterhin sehr gut prognostiziert. Die Garage bedarf jedoch einer Sanierung und Modernisierung. Hierzu steht die Gesellschaft mit dem Eigentümer in Austausch. Seit Januar 2020 ist die Gesellschaft mit der treuhänderischen Verwaltung der Liegenschaft Greschbachstraße 5 und 5d beauftragt. Seit Mai 2020 ist die Gesellschaft zusätzlich mit der treuhänderischen Verwaltung der im Zuge einer Vorkaufsrechtsausübung erworbenen Liegenschaft „Pfizer-Areal“ (An der Tagweide 5/ Pfizerstraße 1 und An der Tagweide 23) beauftragt. 164 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KFG Risiken Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die SARS-CoV-2-Pandemie sowie die damit einhergehenden Einschränkungen auf die Wirtschaft im Allgemeinen und auf die wirtschaftliche Situation der Einzelmieter und somit auf die Gesellschaft haben. Der Rückgang der Mieterumsätze führt zwangsläufig zu einem Rückgang der Mieterlöse. Nach derzeitigem Stand ist insgesamt davon auszugehen, dass die bisherigen positiven Prognosen für das Jahr 2020 hinfällig sind. Die derzeit negative Entwicklung wird nachwirken. Vor diesem Hintergrund bleibt abzuwarten, ob und in welchem Umfang sich der vorstehende beschriebene Ausblick tatsächlich einstellt. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die sukzessive Umrüstung der Parkhausbeleuchtung auf LED-Technologie trägt dazu bei, den Stromverbrauch der Parkhäuser zu reduzieren. Die Gesellschaft bezieht für die Parkhäuser ausschließlich NaturStrom (100% Ökostrom) der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Kurzbilanz 2019 (vorläufig) in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Flüssige Mittel Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 10.079 15.689.441 3.687.991 441.007 0 19.828.518 A. B. C. D. Eigenkapital Eingefordertes Kapital (ohne eigene Anteile) Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 270.000 1.811.459 91.400 4.534.506 754.775 7.462.140 361.555 11.981.292 23.531 19.828.518 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 3) 2017 3) 2018 2019 2) Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +5.380 +5.341 +5.431 +6.339 +5.960 +7.057 2. Aktivierte Eigenleistungen +26 +32 +69 +10 +10 +30 3. Sonstige betriebliche Erträge +95 +70 +208 +169 +48 +45 4. Materialaufwand -1.509 -1.715 -1.627 -1.913 -1.771 -1.975 5. Personalaufwand -932 -1.028 -1.251 -1.442 -1.518 -1.672 6. Abschreibungen -1.138 -1.138 -1.113 -705 -680 -770 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.012 -1.017 -1.017 -1.129 -1.540 -1.755 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +2 +23 +10 +13 +16 +14 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -344 -141 -151 -146 -145 -140 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -77 -50 -125 -341 -95 -227 11. Ergebnis nach Steuern +491 +377 +433 +854 +285 +607 12. Sonstige Steuern -88 -98 -99 -99 -98 -98 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +403 +279 +334 +755 +187 +509 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Vorläufige Angaben 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. KFG | Stadtkämmerei | 165 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 77,3 84,8 83,7 79,2 2. Umlaufintensität (in %) 20,7 15,2 16,3 20,8 3. Investitionen (in T€) 435 1.582 1.395 406 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 32,5 34,0 34,7 37,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 42,0 40,1 41,4 47,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) + 7,5 +5,2 +6,2 +11,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 6,7 +4,4 +5,0 +10,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 4,0 +2,4 +2,5 +4,5 4. Kostendeckung (in %) 107,1 104,0 103,3 116,6 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +1.706 +1.467 +1.573 +1.801 5.2 nach Ertragsteuern +1.541 +1.417 +1.447 +1.460 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 18,6 20,0 23,8 26,5 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 59.728 57.123 62.561 63.900 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 166 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KFE 30. Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG Kontaktdaten Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs KG Zähringerstraße 72, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2401 Fax: 0721 133-2409 kfg@karlsruhe.de Gründung 5. August 2005 Unternehmensgegenstand Der Besitz, der Erwerb, die Verwaltung und die Verwertung von bebautem und unbebautem Grundvermögen zum Zwecke der Stadtentwicklung auf der Gemarkung der Stadt Karlsruhe (GV vom 15. Dezember 2015). Geschäftsführung Karlsruher Fächer GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin. Diese handelt durch ihren Geschäftsführer Klaus Lehmann. Gesellschafter Gesellschafter sind die Stadt Karlsruhe als Kommanditistin und die Karlsruher Fächer GmbH als Komplementärin. Diese ist am Kapital nicht beteiligt. Anteile am Haftkapital 100 % = 4.000.000 € Aufsichtsrat 6 bis höchstens 13 Mitglieder BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Christine Weber (stellv. Vorsitz ab 25.09.2019) StR Anette Böhringer (ab 25.09.2019) StR Lüppo Cramer StR Thorsten Ehlgötz StR Mathilde Göttel (ab 25.09.2019) StR Tom Høyem StR Irene Moser StR Dirk Müller StR Berthe Obermanns (ab 25.09.2019) StR Markus Schmidt (ab 25.09.2019) StR Oliver Schnell (ab 25.09.2019) StR Michael Zeh (ab 25.09.2019) Beratend: Vertreter Verein „Ausgeschlachtet e.V.“ Jan Wettach StR Lars Erhan Dragmanli (bis 24.09.2019) StR David Hermanns (bis 24.09.2019) StR Detlev Hofmann (bis 24.09.2019) StR Joshua Konrad (bis 24.09.2019 StR Dr. Ute Leidig (stellv. Vorsitz bis 24.09.2019) StR Jan Wettach (bis 24.09.2019) StR Sabine Zürn (bis 24.09.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Einbringungsvertrag vom 26. Juli 2005, mit dem die Stadt Karlsruhe in Erfüllung ihrer Einlageverpflichtung als Kommanditistin im Einzelnen bezeichnete Grundstücke in die Gesellschaft eingebracht hat. Vertrag mit der Stadt Karlsruhe über den Verkauf der öffentlichen Flächen vom 29. November 2010. Mietverträge bezüglich Tollhaus (7. August 2009) und Substage (10. Oktober 2008). Kaufvertrag Grundstück AS 51 „Vollack-Gebäude“ vom 18. Dezember 2015/4. Oktober 2016. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 3 2 3 2 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind 2) Aufwandsentschädigungen KFE | Stadtkämmerei | 167 Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 5) Beschäftigte 4) 7,19 7,18 7,56 8,72 Beamte 4) 0,35 0,35 0,35 0,35 Nebenberuflich Tätige 4) 2,63 3,41 3,41 2,91 Gesamtbelegschaft 10,17 10,94 11,32 11,98 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich geringfügig Beschäftigte, studentische Hilfskräfte sowie von der Stadt abgeordnete Beschäftigte/Beamte. 5) Die KFE beschäftigt seit 01.01.2019 kein eigenes Personal mehr. Die Mitarbeitenden der KFG erledigen auch Aufgaben der KFE. Die Aufteilung des Personals auf die KFE erfolgt prozentual und stellt sich, wie vorstehend dargestellt, dar. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Im Jahr 2019 sind die Bauarbeiten im Konversionsgebiet „Alter Schlachthof“ weiter fortgeschritten. Im März wurde der erste von der KFE als Bauherrin realisierte vollständige Neubau, das Wachstums- und Existenzfestigungszentrums (AS 33), kurz „FUX“, fertiggestellt und von den Nutzern bezogen. Die Planung für den folgenden Neubau (AS 57) sind 2019 weiter vorangeschritten, so dass Ende des Jahres die Baugenehmigung erteilt werden konnte. Mit dem Rohbau wurde unmittelbar begonnen, die Fertigstellung ist für Ende 2021 geplant. Fertiggestellt wurde auch der Umbau des Pferdeschlachthauses (AS 27) mit einer Gesamtmietfläche von rund 1.400 qm. Der Nutzungsmix im Gebäude reicht dabei von Grafik- und Produktdesign über Architektur und Filmproduktion bis zu Fotografie, Kunsthandel und Softwareentwicklung. Im Sommer folgte außerdem die Wiedereröffnung der Fleischmarkthalle (AS 13) samt angrenzenden Seminarräumen in der ehemaligen Wursterei. Der Umbau des Gebäudekomplexes Kesselhaus/Schweineschlachthaus zum sogenannten „Haus der Produktionen“ ist weiter vorangeschritten. In 2019 erfolgte der Erwerb des Areals der Firma Alliance One ROTAG AG in der Hardeckstraße 2a. Das Areal liegt im Gewerbegebiet Grünwinkel, welches im Rahmen des REGEKO/EXWOST-Projektes aus Stadtentwicklungsperspektive näher betrachtet wurde. Das Areal hat Analogien zum Alten Schlachthof. Auch hier findet sich ein denkmalgeschützter, das Ambiente bestimmender Gebäudebestand, der durch industrielle Zweckbauten in den 60er und 70er Jahren ergänzt wurde. Ein ausgeglichenes Ergebnis kann nicht erreicht werden, da noch nicht alle Bestandsimmobilien modernisiert und vermietet sind und im Hinblick auf die laufenden Modernisierungen und Entwicklungsmaßnahmen des Areals derzeit noch höhere Personalaufwendungen anfallen. Ausblick Im Frühjahr/Sommer 2020 soll der 1. Bauabschnitt des Umbaus Kesselhaus/Schweineschlachthaus soweit fertiggestellt sein, dass die ersten beiden Mietbereiche übergeben werden können und die Nutzer mit dem Mieterausbau beginnen können. 168 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KFE Anfang 2020 starteten die Rohbauarbeiten für den Neubau AS 57. Ab voraussichtlich Mitte 2020 sollen erste Gespräche mit möglichen Mietern aufgenommen werden. Im Hinblick auf das große Interesse nach Mietobjekten auf dem Areal, das auch von der Wirtschaftsförderung bestätigt wird, sollen baldmöglichst weitere Neubaumaßnahmen realisiert werden. Als Grundlage hierfür erarbeitet der Gesellschafter derzeit entsprechende Konzepte. Die Firma Alliance One Rotag AG wird das neu erworbene Areal in der Hardeckstraße 2a bis längstens 31. März 2021 weiter nutzen. Nach Einschätzung der KFE hat das Gesamtareal, auch bei Erhalt der bestehenden Bausubstanz, ein hohes Entwicklungspotential. Konkrete Entwicklungsperspektiven gibt es derzeit noch nicht. Es bestehen allerdings diverse Ansätze, auch innerhalb der Verwaltung der Stadt Karlsruhe. Risiken Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen das Coronavirus SARS-CoV-2 auf die Wirtschaft im Allgemeinen und auf die wirtschaftlich Situation der Mieter auf dem Alten Schlachthof im Speziellen hat. Es ist jedoch mit einem kurz- bis mittelfristigen Rückgang der Mieterlöse zu rechnen. Es bestehen generelle Mietausfallrisiken aus der Vermietung sowie Risiken für die weiteren baulichen Maßnahmen auf dem Gelände, insbesondere Baugrundrisiken und die zukünftigen Preissteigerungen auf Grund der Entwicklung der Baukonjunktur. Da die Gesellschaft für ihre Darlehen günstige Zinskonditionen vereinbart hat, besteht mittelfristig kein Risiko steigender Zinsen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Bestandsgebäude auf dem Areal des Alten Schlachthof werden nicht klimatisiert vermietet. Bei den Neubauten sind lediglich die Besprechungsräume klimatisiert. Die Gebäude AS 33 und AS57 (derzeit im Bau) nutzen zur Temperaturregulierung die sog. thermische Bauteilaktivierung. Außerdem bezieht die Gesellschaft derzeit ausschließlich NaturStrom (100% Ökostrom) der Stadtwerke Karlsruhe. Kurzbilanz 2019 (vorläufig) in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Flüssige Mittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 2.323 54.208.685 0 341.150 136.392 24.270 54.712.820 A. B. C. D. Eigenkapital Kommanditkapital Rücklagen Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 4.000.000 176.330 - 220.009 3.956.321 74.586 50.681.913 0 54.712.820 KFE | Stadtkämmerei | 169 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 3) 2017 2018 2019 2) Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +1.152 +2.925 +3.073 +3.717 +3.954 +4.228 2. Aktivierte Eigenleistungen +185 +263 +139 +242 +180 +270 3. Sonstige betriebliche Erträge +19 +70 +10 +117 +78 +83 4. Materialaufwand -179 -509 -389 -550 -520 -609 5. Personalaufwand -566 -568 -603 -695 -672 -969 6. Abschreibungen -534 -1.286 -1.295 -1.549 -1.727 -1.754 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -226 -395 -399 -528 -535 -555 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -339 -754 -917 -916 -948 -964 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Ergebnis nach Steuern -488 -254 -381 -163 -190 -270 12. Sonstige Steuern -13 -59 -57 -57 -89 -94 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -501 -313 -439 -220 -279 -364 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Vorläufige Angaben 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 99,1 99,7 98,6 99,1 2. Umlaufintensität (in %) 0,8 0,3 1,4 0,9 3. Investitionen (in T€) 26.519 1.855 5.396 8.983 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 11,2 9,4 7,8 7,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 11,3 9,5 7,9 7,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -37,5 -9,8 -13,7 -5,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -10,2 -6,8 -10,5 -5,6 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -0,4 +0,9 +0,9 +1,3 4. Kostendeckung (in %) 62,0 93,7 86,4 86,5 5. Cash Flow (in T€) +33 +973 +856 +1.329 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 26,3 16,7 16,5 16,2 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 55.618 51.956 53.059 58.030 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. KFE | Stadtkämmerei | 171 Gesundheit und Soziales 172 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Klinikum 31. Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Kontaktdaten Moltkestraße 90, 76187 Karlsruhe Telefon: 0721 974-0 Fax: 0721 974-1009 geschaeftsfuehrung@klinikum-karlsruhe.de www.klinikum-karlsruhe.com Gründung 1. Januar 1994 (Umwandlungserklärung vom 9. Juni 1994) Unternehmensgegenstand Errichtung, Verwaltung und Betrieb des Städtischen Klinikums als Krankenhaus der Maximalversorgung mit Einrichtungen für eine hochdifferenzierte Diagnostik und Therapie einschließlich der organisatorisch und wirtschaftlich mit ihm verbundenen Einrichtungen und Nebenbetriebe sowie von Ausbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen (GV in der Fassung vom 8. Juni 2010). Geschäftsführung Markus Heming PD. Dr. med. Dr. h.c. Uwe Spetzger (seit 01.01.2019) Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 26 Mio. € Aufsichtsrat 14 Mitglieder (Oberbürgermeister oder ein von ihm beauftragter Beigeordneter + 10 Mitglieder des Gemeinderats + 3 vom Betriebsrat benannte Mitglieder). BM Bettina Lisbach (Vorsitz ab 01.02.2019) StR Tilman Pfannkuch (1. Stellv. Vorsitz ab 25.09.2019) StR Verena Anlauf (2. stellv. Vors. ab 25.09.2019) StR Rebeca Ansin (ab 25.09.2019) StR Karin Binder (ab 25.09.2019) StR Ellen Fenrich (ab 25.09.2019) StR Christine Großmann (ab 25.09.2019) StR Thomas H. Hock StR Niko Riebel (ab 25.09.2019) StR Sibel Uysal StR Karin Wiedemann (ab 25.09.2019) Thomas Förster (Betriebsrat) Marek Hintsches (Betriebsrat) Dr. Sandra Meinzer (Betriebsrätin ab 25.09.2019) StR Gisela Fischer (2. stellv. Vors. bis 24.09.2019) StR Dr. Klaus Heilgeist (1. stellv. Vors. bis 24.09.2019) Dr. Martina Hillesheimer (Betriebsrätin bis 24.09.2019) StR Tom Høyem (bis 24.09.2019) StR Uwe Lancier (bis 24.09.2019) StR Dr. Rahsan Dogan (bis 24.09.2019) StR Renate Rastätter (bis 24.09.2019) BM Klaus Stapf (Vorsitz bis 31.01.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD) MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH Anteile am Stammkapital 100 % = 100 % = 25.000,00 € 25.000,00 € Wichtige Verträge Mit den leitenden Ärzten bestehen besondere Vereinbarungen über den Umfang der Nebentätigkeit, die zu leistenden Abgaben und deren Abrechnung. Mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst besteht ein Vertrag über die Beteiligung des Klinikums als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg. Mit der KVD wurden sechs Verträge geschlossen (u. a. Vertrag über die Dienstleistung für Gebäudereinigung, Personalüberlassungsvertrag). Außerdem besteht ein Beherrschungsvertrag. Der Managementvertrag zwischen dem Klinikum und der KVD vom 18.02.2013 wurde zum 31.10.2018 beendet. Mit dem zum 1. April 2006 gegründeten MVZ wurden drei Verträge geschlossen (u.a. Vereinbarung über die Erbringung von ärztlichen Leistungen durch das MVZ sowie einen Vertrag über die Beteiligung der Ärzte an den Honoraranteilen der KV-Erlöse des MVZ). Budget- und Entgeltvereinbarung vom 20.November 2019 mit den Krankenkassen (Laufzeit 1 Jahr). Klinikum | Stadtkämmerei | 173 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 23,4 22,9 23,3 25,4 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WIBERA AG, Stuttgart, geprüft. Finanzielles Engagement des Gesellschafters Stadt Karlsruhe von 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Liquiditätsdarlehen (zinslos) 1) 0 0 0 0 2. Sanierungsfonds 2.500 3.500 2.500 3.500 3. Infrastrukturverzehrzuschuss (erfolgswirksame Abschreibungen) 2) 0 0 0 3.957 4. Energiezentrale Darlehen (zinslos) 3) 10.000 0 0 0 5. Investitionszuschüsse für Neubaumaßnahmen 4) 6.000 8.100 10.000 20.000 Zusammen 18.500 11.600 12.500 27.457 1) Im Jahr 2013 wurde ein Liquiditätsdarlehen von 10 Mio. € gewährt. Dieses Darlehen soll im Jahr 2020 in einen Zuschuss für die Neubaumaßnahmen umgewandelt werden. 2) Infrastrukturverzehrzuschuss für die erfolgswirksamen Abschreibungen aus dem Anlagevermögen in den Jahren 2019 und 2020 (Gemeinderatsbeschluss 10.12.2019) 3) Im Jahr 2016 wurde ein Darlehen zur teilweisen Finanzierung der Energiezentrale in Höhe von 10 Mio. € gewährt. Der Gemeinderat hat am 10.12.2019 die Umwandlung des Darlehens in einen Investitionszuschuss beschlossen. Die Umsetzung erfolgte auf Seiten der Stadt Karlsruhe im Haushaltsjahr 2020. 4) 2016: 6 Mio. € für die Energiezentrale, 2017: 8,1 Mio.€ für Neubaumaßnahmen, 2018: 10 Mio.€ Neubaumaßnahmen, 2019 20 Mio. €, davon 10 Mio. € aus 2017. Eine weitere Aufstockung um 5 Mio. € laut Gemeinderatsbeschluss vom 10.12.2019 wurde ebenfalls im Haushaltsjahr 2020 abgewickelt. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 4) 3.126 3.109 3.094 3.132 Beamte 4) 16 15 12 11 Gesamtbelegschaft 3.142 3.124 3.106 3.143 Sonstiges Personal 5) 131 158 150 308 Gesamtbelegschaft laut Prüfungsbericht 3.273 3.282 3.256 3.451 1) Umgerechnete Vollkraftstellen. 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte. 4) einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamten. 5) Bundesfreiwilligendienst sowie Auszubildende (ohne Pflegebereich). 174 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Klinikum Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Auslastung der aufgestellten Betten (in %) 87,0 88,9 82,7 84,4 2. Zahl der behandelten Patienten (stationär) 62.175 63.619 62.251 61.148 davon Krankenhausentgeltbereich 58.047 59.429 58.237 57.813 davon Psychiatrie 4.128 4.190 4.014 3.335 3. Durchschnittliche Verweildauer pro Patient (Tage) 7,3 6,9 6,95 6,95 davon Krankenhausentgeltbereich 6,1 5,7 5,66 6,01 davon Psychiatrie 24,2 24,0 25,6 23,31 4. Belegungstage 451.191 438.029 432.592 425.129 davon Krankenhausentgeltbereich 351.367 337.580 329.817 347.400 davon Psychiatrie 99.824 100.449 102.775 77.729 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Städt. Klinikum Karlsruhe gGmbH weist als Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2019 ein Defizit von ca. 2,9 Mio. € aus. In der Wirtschaftsplanung 2019 war ohne Bau- und Einsparmaßnahmen ein Defizit von 5,1 Mio. € bzw. mit diesen Maßnahmen ein Defizit von ca. 2,9 Mio. € erwartet worden. Durch die unterstützenden Maßnahmen der Stadt Karlsruhe konnte der Wirtschaftsplan 2019 im Gesamtergebnis eingehalten werden. Mit einem Gemeinderatsbeschluss Ende 2019 erhält das Klinikum in den Jahren 2019 und 2020 einen Infrastrukturverzehrzuschuss in Höhe der erfolgswirksamen Abschreibungen. Für 2019 beläuft sich dieser auf 3,9 Mio. €, ohne diesen Zuschuss wäre eine Verschlechterung in Höhe der erfolgswirksamen Abschreibungen um rd. -3,9 Mio. € eingetreten. Das Leistungsniveau liegt mit ca. -1.623 Punkten unter dem Wirtschaftsplan 2019, das entspricht etwa einem Fehlbetrag von ca. 5,2 Mio. €. Für die betrieblich-schulische Ausbildung erhält das Klinikum im Vergleich zum Vorjahr 3 Mio. € mehr. Die Auszubildenden im medizinisch-technischen Bereich wurden ab 2019 vertraglich und finanziell den Auszubildenden in der Pflege gleichgestellt. Dieses höhere Ausbildungsbudget begründet primär den Anstieg der Erlöse aus Krankenhausleistungen in Höhe von 3.606 T€ gegenüber dem Wirtschaftsplan 2019. Dem stehen entsprechende Steigerungen bei den Personalkosten und den Vollkräften im sonstigen Personal gegenüber. Die Personalaufwendungen liegen mit 6.704 T€ über dem Wirtschaftsplan 2019. Wie bereits bei den Erlösen erwähnt, machen sich die tarifvertraglichen Änderungen bei den MTA-Schülern im sonstigen Personal bemerkbar, die durch die Kostenträger direkt gegenfinanziert sind. Der deutliche Anstieg der Vollkräfte beim 2,0 2,0 0,2 -7,9 -3,5 -2,1 -1,5 -1,7 -7,5 -3,7 -2,9 -21,9 -1,6 -25,0 -20,0 -15,0 -10,0 -5,0 0,0 5,0 200920102011201220132014201520162017201820192020 Jahr Ergebnisentwicklung 2009 bis prognostiziertes Ergebnis 2020 in Mio.€ Klinikum | Stadtkämmerei | 175 ärztlichen Dienst zum Planansatz im Wirtschaftsplan 2019 erfolgt im Rahmen der Veränderungen bei der ZAS (Zentrale Aufnahmestation) und bei den Anpassungen durch das Arbeitszeitgesetz. Zusätzlich steigen die nicht zurechenbaren Personalkosten und -rückstellungen aufgrund des Anstieges der Überstunden. Die Materialaufwendungen liegen mit ca. +6,53 % bzw. +5.301 T€ über dem Wirtschaftsplan 2019. Der medizinische Bedarf umfasst knapp 70% dieser Kostenart. Das zum 01.01.2019 in Kraft getretene Pflegepersonalstärkungsgesetz führt zu einer wesentlichen Veränderung der Krankenhausfinanzierung, da die Pflegepersonalkosten aus den DRG-Fallpauschalen ausgegliedert werden. Die finanziellen Auswirkungen sind noch nicht kalkulierbar. Vom Gemeinderat wurden im Dezember 2019 zusätzlich folgende unterstützende Maßnahmen beschlossen. In Höhe der erfolgswirksamen Abschreibungen für die Jahre 2019 und 2020 wurde ein Infrastrukturverzehrzuschuss bewilligt, darüber hinaus wurde das gewährte Darlehen aus 2016 für die Energiezentrale im Jahr 2019 in einen Zuschuss umgewandelt. Zusätzlich zu dem bereits geplanten Zuschuss in 2019 über 20 Mio. € erhält das Klinikum für den Neubau eine Aufstockung in 2019 um 5 Mio. €. Im nächsten Haushalt 2021 wird vorgeschlagen, die Trägermittel für die Neubaumaßnahmen aufzustocken und damit eine Kreditaufnahme zu ersetzen (Bedarf ca. 21,4 Mio. €). Daneben soll der städtische Sanierungsfonds von 2,5 auf 3,5 Mio. € aufgestockt und bis 2025 verstetigt werden. Das in 2013 gewährte Darlehen zur Stärkung der Liquidität in Höhe von 10 Mio. € soll in 2020 in einen Zuschuss für den Neubau umgewandelt werden . Ausblick und Risiken Vor dem Hintergrund der Coronakrise ergibt sich eine wirtschaftlich sehr kritische Situation mit dringendem Handlungsbedarf. Das scheinbar großzügige Hilfspaket der Bundesregierung reißt de facto enorme Finanzlöcher auf, wenn der Gesetzgeber nicht gegensteuert. Das von der Deutschen Krankenhausgesellschaft entwickelte und sogar von einigen Krankenkassen mitgetragene Konzept eines „Garantiebudgets“ auf Basis von 2019 wäre durchaus eine vernünftige, solide und unbürokratische Lösung gewesen. Nun sind die Krankenhäuser mit einem bürokratischen Schutzschirm konfrontiert. Noch dazu ist der Schutzschirm bis Ende September befristet, was voraussetzt, dass die Pandemie im Oktober abrupt endet, aus heutiger Sicht eine eher unrealistische Annahme. Klimaschutz und Nachhaltigkeit In der „Qualitätspolitik und strategische Qualitätsziele im SKK“ sind selbstverständlich auch die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit enthalten. Das Klinikum verpflichtet sich zu einer kontinuierlichen Verbesserung ihrer Umweltleistungen. Die begrenzten Ressourcen - insbesondere Energie – sollen möglichst schonend, sparsam und umweltbewusst eingesetzt werden. Das Städtische Klinikum hat in 2016 das europäische Umweltmanagementsystem EMAS eingeführt. Auf dieser Grundlage erfolgt jährlich eine Überprüfung durch einen externen Umweltgutachter. Er bewertet, ob die durch das Unternehmen gesetzten Umweltziele eingehalten bzw. umgesetzt werden. Um das Thema breit in die Beschäftigtenstruktur zu tragen wurden Mitarbeiter zusätzlich zu Umweltbeauftragten geschult. Einige Ziele, die seither umgesetzt wurden: Umgang mit Leuchtstoffröhren Reduzierung von CO 2 -Emissionen im Bereich der Gebäude und des Fuhrparks z. B. Austausch von Fenstern, Umstellung der Beleuchtung auf LED, Dämmung von Dächern Umgang mit Gefahrstoffen optimieren Reduzierung von Kopierpapier Weitere umgesetzte Maßnahmen sowie Überlegungen und Ideen zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit Informationen an alle Beschäftigten zum Thema sommerliche Hitze am Arbeitsplatz. Um hitzebelastete Arbeitsplätze zu ermitteln, werden „Hitzemessungen“ durchgeführt, ggfs. werden dann Maßnahmen ergriffen, um die Hitzeeinwirkung zu eliminieren bzw. minimieren. Sensibilisierung von Pflegekräften (und Patientinnen und Patientinnen und Patienten) hinsichtlich Umgang mit Hitze in Verbindung mit der Patientensicherheit, z. B. Dehydrierung von Patienten und Lagerung von Medikamenten. 176 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Klinikum Bereitstellen von Umwelttipps im Intranet als Motivation zur Umsetzung durch die Beschäftigten. Überprüfung der Verkehrs- und Wegeführung hinsichtlich der Versiegelung bzw. Entsiegelung und Verbesserung der Bodenfunktionalität und -qualität, einhergehend mit Stärkung und Steigerung der Biodiversität, Umwandlung von Rasengrün in artenreiche und klimawirksamere Blumenwiesen incl. Anpassung Mahdverhaltens. Optimierung und Reduzierung des Energieverbrauchs, teilweise verbunden mit Wechsel des Energieträgers, um dadurch den CO 2 -Ausstoß zu reduzieren. Verschattungen optimieren, um Sonneneinstrahlung und somit Wärmeeintrag zu reduzieren. Prüfung, ob sich Flachdächer mit Kiesbelag zu „Gründächern“ umgestalten lassen. Untersuchung der Altbauten hinsichtlich sommerlichen Wärmeschutzes. Schutz gegen Hochwasser – Starkregen bzw. Rheinhochwasser Einrichtung von Schattenplätze im Freien, auch durch Bäume, zur Schaffung von kühlen Plätzen, speziell für Kinder und ältere Menschen Aufforstung des ehemaligen Baumbestandes Prüfung, ob sich Anzahl der „Trinkbrunnen“ (Wasserspender) erhöhen (evtl. auch im Außenbereich) und für alle (Patientinnen und Patienten, Besucher und Beschäftigte) nutzen lässt Prüfung zur Errichtung eines Aquiferspeichers, der als „Energiespeicher“ genutzt wird Grünflächenberegnung, bewirkt dadurch auch Abkühlung der Luft Fuhrpark: CO 2 -Reduzierung durch neuere Fahrzeuge und vermehrten Einsatz von E-Fahrzeugen Verpflegung von Patienten und Beschäftigten durch eigene Küche – regional, saisonal Diese Aussagen gelten für das gesamte Städtische Klinikum. Eine Differenzierung für die KVD bzw. das MVZ lä sst sich nicht formulieren. Kurzbilanz 2019 Aktiva Passiva A. B. C. D. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Ausgleichsposten nach dem KHG Rechnungsabgrenzungsposten 1.062.274 331.608.700 266.615 13.304.654 152.358.261 33.856 1.125.890 362.013 500.122.263 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens Rückstellungen Verbindlichkeiten einschließlich Ausgleichsposten aus Darlehensförderung Rechnungsabgrenzungsposten 26.000.000 17.174.422 5.408.596 -16.336.606 -2.890.391 29.356.021 277.984.697 70.136.024 122.566.563 78.958 500.122.263 Klinikum | Stadtkämmerei | 177 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 3) 2017 3) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +328.487 +334.565 +350.720 +365.777 +355.931 +378.913 2. Sonstige betriebliche Erträge +4.457 +5.771 +6.469 +5.499 +4.566 +5.533 3. Veränderungen des Bestands an unfertigen Leistungen +11 +325 +468 +1.742 +0 +0 4. Andere aktivierte Eigenleistungen +438 +522 +487 +854 +0 +487 5. Zuweisungen und Zuschüsse öffentliche Hand 2.681 +3.338 +2.558 +7.650 +2.681 +7.674 6. Personalaufwand -224.083 -232.796 -242.473 -254.964 -248.260 -264.650 7. Materialaufwand -76.892 -80.272 -82.655 -86.469 -81.168 -89.093 8. Sonder- und Ausgleichsposten n. d. KHG +13.222 +13.039 +13.581 15.092 +22.378 +27.151 9. Abschreibungen -16.280 -16.139 -17.300 -19.149 -27.327 -32.117 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -32.618 -34.699 -34.479 -38.051 -30.092 -33.683 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2) +20 +184 +146 +116 +0 +0 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.049 -1.030 -1.009 -973 -1.334 -1.529 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -107 -293 -183 +4 -292 -294 14. Ergebnis nach Steuern -1.713 -7.485 -3.670 -2.872 -2.917 -1.608 15. Sonstige Steuern -16 -18 -18 -18 -20 -20 16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1.729 -7.503 -3.688 -2.890 -2.937 -1.628 1) Aktueller, vom Beschlussgremium genehmigter fortgeschriebener Wirtschaftsplan 2) Einschließlich Erträge aus Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 57,4 53 60,1 66,6 2. Umlaufintensität (in %) 42,2 46,7 39,7 33,1 3. Investitionen (in T€) 25.568 54.222 57.547 67.908 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote inkl. Ausgleichsposten (in %) 11,8 7,6 6,6 5,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 20,5 14,3 11,0 8,5 3. Anlagendeckungsgrad incl. Sonderposten (in %) - 92,0 89,4 92,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -0,5 -2,2 -1,0 -0,7 2. Eigenkapitalrentabilität inkl. Ausgleichsposten (in %) -3,9 -20,3 -11,1 -9,5 3. Gesamtkapitalrentabilität inkl. Ausgleichsposten (in %) -0,2 -1,4 -0,6 -0,4 4.Kostendeckung (in %) 97,4 95,5 99,0 99,3 5.Cash Flow (in T€) 7.019 11.406 10.828 -30.563 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 63,9 63,8 64,1 63,8 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 68.453 70.924 74.466 73.887 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 178 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Klinikum Nachrichtlich: Klinikum – Konzernabschluss 2019 Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.350.677 331.691.536 216.615 13.325.506 152.921.946 87.329 362.012 499.955.621 A. B. C. D. E. F. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens Rückstellungen Verbindlichkeiten einschließlich Ausgleichsposten aus Darlehensförderung Rechnungsabgrenzungsposten 26.000.000 16.390.483 5.408.596 -15.926.986 -2.798.975 29.073.118 46.244 277.984.697 70.260.044 122.512.560 78.958 499.955.621 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2019 in T€ 1) 2016 3) 2017 3) 2018 3) 2019 1. Umsatzerlöse +326.095 +332.307 +348.603 +364.056 2. Sonstige betriebliche Erträge +4.638 +5.878 +6.619 +5.531 3. Veränderungen des Bestands an unfertigen Leistungen +12 +325 +468 +1.742 4. Andere aktivierte Eigenleistungen +438 +522 +487 +854 5. Zuweisungen und Zuschüsse öffentliche Hand +2.681 +3.338 +2.558 +7.650 6. Personalaufwand -228.711 -237.382 -247.500 -260.426 7. Materialaufwand -69.648 -73.067 -75.127 -78.606 8. Sonder- und Ausgleichsposten n.d. KHG +13.131 +12.957 +13.488 +15.012 9. Abschreibungen -16.326 -16.184 -17.319 -19.184 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -32.846 -34.984 -34.852 -38.510 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2) +20 +186 +149 +118 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.048 -1.030 -1.009 -973 13. Steuern vom Einkommen und Ertrag -119 -305 -203 -45 14. Ergebnis nach Steuern -1.683 -7.439 -3.638 -2.781 15. Sonstige Steuern -14 -18 -18 -18 16. Konzernüberschuss/-fehlbetrag (+/-) -1.697 -7.457 -3.656 -2.799 1) Konsolidierter Abschluss auf Grundlage der Krankenhausbuchführungsverordnung. 2) Einschließlich Erträge aus Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. KVD | Stadtkämmerei | 179 32. Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD) Kontaktdaten Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD) c/o Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Moltkestraße 90, 76187 Karlsruhe Telefon: 0721 974-1235, Fax: 0721 974-1282 kvd-geschaeftsfuehrung@klinikum-karlsruhe.de www.klinikum-karlsruhe.com Gründung 14. April 2003 Unternehmensgegenstand Erbringung von Servicedienstleistungen im Gesundheitswesen im Bereich der Wirtschafts- und Versorgungsdienste, insbesondere Reinigung, Wäscherei und Küche. Das Unternehmen arbeitet vorrangig für die Städt. Klinikum gGmbH und für die Stadt Karlsruhe sowie deren Gesellschaften und Stiftungen (GV in der Fassung vom 20. März 2003). Geschäftsführung Markus Heming (ab 01.11.2018) Birga Pagel (ab 01.05.2019) Gesellschafter Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Anteile Stammkapital 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat des Städtischen Klinikums. BM Bettina Lisbach (Vorsitz ab 01.02.2019) StR Tilman Pfannkuch (1. Stellv. Vorsitz ab 25.09.2019) StR Verena Anlauf (2. stellv. Vors. ab 25.09.2019) StR Rebeca Ansin (ab 25.09.2019) StR Karin Binder (ab 25.09.2019) StR Ellen Fenrich (ab 25.09.2019) StR Christine Großmann (ab 25.09.2019) StR Thomas H. Hock StR Niko Riebel (ab 25.09.2019) StR Sibel Uysal StR Karin Wiedemann (ab 25.09.2019) Thomas Förster (Betriebsrat) Marek Hintsches (Betriebsrat) Dr. Sandra Meinzer (Betriebsrätin ab 25.09.2019) StR Gisela Fischer (2. stellv. Vors. bis 24.09.2019) StR Dr. Klaus Heilgeist (1. stellv. Vors. bis 24.09.2019) Dr. Martina Hillesheimer (Betriebsrätin bis 24.09.2019) StR Tom Høyem (bis 24.09.2019) StR Uwe Lancier (bis 24.09.2019) StR Dr. Rahsan Dogan (bis 24.09.2019) StR Renate Rastätter (bis 24.09.2019) BM Klaus Stapf (Vorsitz bis 31.01.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Vertrag über die Durchführung der Gebäudeinnenreinigung zwischen KVD und Klinikum. Organschaftsvertrag vom 18. August 2004 zwischen KVD und Klinikum. Für die von der KVD genutzten Räume sowie für die vom Klinikum der KVD überlassenen Reinigungsgeräte sind Mietverträge abgeschlossen. Für die Durchführung der Aufgabe der gesamten Reinigung im Klinikum hat das Klinikum die dort beschäftigten Mitarbeiterinnen im Reinigungsdienst und die Hauswirtschaftsleiterinnen der KVD überlassen. Hierfür wurde ein Personalüberlassungsvertrag abgeschlossen. Die Personalangelegenheiten der KVD werden vom Klinikum verwaltet. Hierfür wurde ein Dienstleitungsvertrag abgeschlossen. Ab 1. Juni 2004 übernahm die KVD die Wohnheimverwaltung der klinikeigenen Wohnheime. Hierzu wurde zwischen der KVD und dem Klinikum ein Vertrag für Wohnheimverwaltung abgeschlossen. Am 1. April 2005 übernahm die KVD den Gardinenservice für das Klinikum. Hierzu wurde ein Vertrag „Dienstleistung Gardinenservice“ abgeschlossen. Der seit dem 18.02.2013 bestehende Managementvertrag zwischen KVD und SKK wurde zum 31.10.2018 gekündigt. Mit dem Weggang der vorherigen Geschäftsführerin zum 31.10.2018 wurde zur Sicherung der operativen Betriebsführung ein Managementvertrag mit dem Klinikdienst Süd GmbH (KDS) bis zur Besetzung der Betriebsleitenden Geschäftsführerin zum 01.05.2019 geschlossen. 180 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KVD Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind 2) Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der Muttergesellschaft Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH. Es erfolgt daher keine gesonderte Vergütung. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WIBERA AG, Stuttgart, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 4) 131,81 134,3 138,43 145,55 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 131,81 134,30 138,43 145,55 Auszubildende - - - -- 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Der Geschäftsverlauf kann auch im Geschäftsjahr 2019 als planmäßig beschrieben werden. Innerhalb des laufenden Jahres gab es Anpassungen der Reinigungsdienstleistung aufgrund von Nutzungsänderungen, Übernahme von Reinigungsleistungen (vorher Fremdreinigung) in die Eigenreinigung etc.: Inbetriebnahme des Institutsgebäudes ab August 2019 durch Nutzer aus Haus D (Apotheke) und Haus N (Mikrobiologie/Krankenhaushygiene) Übernahme der Eigenreinigung der Eugen-Richter-Straße (Wohnheim) Übernahme der Eigenreinigung von Haus Y Anpassung Reinigungsturnus von Büroräumen in Haus A, Y und B auf einmal wöchentlich Umstellung des Reinigungsverfahrens in Haus E Übernahme von Sonderarbeiten, Baureinigung Die Gesellschaftsanteile werden ausschließlich von der Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH gehalten. Mit der Wirkung ab dem 01.11.2018 wurden Herr Markus Heming zum Vorsitzenden Geschäftsführer und Frau Birga Pagel ab dem 01.05.2019 zur Betriebsleitenden Geschäftsführerin für die Dauer von jeweils fünf Jahren bestellt. Mit dem Weggang der vorherigen Geschäftsführerin zum 31.10.2018 wurde zur Sicherung der operativen Betriebsführung ein Managementvertrag mit dem Klinikdienst Süd GmbH (KDS) bis zur Besetzung der Betriebsleitenden Geschäftsführerin zum 01.05.2019 geschlossen. Ausblick Im Rahmen der natürlichen Personalfluktuation wird es auch in 2020 einen Zuwachs an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KVD und eine Abnahme der von der Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH überlassenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben. KVD | Stadtkämmerei | 181 Des Weiteren wird sich der Personalbedarf aufgrund der Übernahme weiterer Eigenreinigungen (vorher durch Fremddienstleister) und der Erhöhung der Beschäftigten im Bereich der Desinfektion erhöhen. Die Reinigungsorganisation der Karlsruher Versorgungsdienste wird sich an Veränderungen im Klinikum Karlsruhe in gewohnter Weise mit ihren Dienstleistungen anpassen. Aufgrund der aktuellen Corona Situation ergibt sich für die KVD ein höherer Reinigungsaufwand. Insbesondere in Bereichen, in denen Covid-Stationen ausgewiesen sind, müssen die Beschäftigten der KVD besondere Schutzmaßnahmen einhalten, die den zeitlichen Aufwand der Reinigung erhöhen. Weiter ist gemäß Lohntarifvertrag in besonderen Infektionsbereichen die Lohngruppe 2 des Gebäudereinigerhandwerks vorzusehen. Explizit das Haus D wird durch einen Fremddienstleister gereinigt, in dem Objekt befinden sich die meisten ausgewiesenen Covid-Bereiche. Die Kosten der Reinigung werden sich entsprechend erhöhen (Zeit, Lohngruppe). Die Einsätze der Desinfektoren sind im Monat April 2020 um fast 100% gestiegen, um das erhöhte Arbeitsaufkommen bewältigen zu können, wurden hier zwei weitere Mitarbeiter eingeplant. Des Weiteren waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KVD in folgende Tätigkeiten mit involviert: Ausgabe Mundschutz (Dienstplanung, personelle Besetzung, Koordinierung aller Schnittstellen) Materialport für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige (Dienstplanung und personelle Besetzung) Besucherport für Angehörige (ab 18.05.2020, Dienstplanung und personelle Besetzung) Einsammeln und Aufbereitung von FFP 2 + FFP 3 Masken Folgende Veränderungen werden für das laufende Jahr noch erwartet bzw. sind schon umgesetzt: Übernahme der Reinigung der Psychiatrie. Diese Leistung wurde bisher von einer Fremdfirma erbracht. Einführung „vision clean“ Übernahme der Reinigung Haus T - Neubauküche Planung Übernahme der Reinigung Haus D. Diese Leistung wird bisher von einer Fremdfirma erbracht. Ausweitung der Ausbildung zum Gebäudereiniger Gesellinnen und Gesellen Die KVD rechnet für das Geschäftsjahr 2020 mit einem positiven Ergebnis. Risiken Das wirtschaftliche Risiko der KVD hat sich gegenüber der Gründungssituation nicht verändert. Bestandsgefährdende Risiken sind durch die enge Bindung an die Muttergesellschaft nicht erkennbar. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Siehe Maßnahmen Klimaschutz und Nachhaltigkeit Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 182 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KVD Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 6.773 60.905 0 20.852 708.345 48.453 0 845.328 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten einschließlich Ausgleichsposten aus Darlehensförderung 25.000 233.228 103.996 362.224 271.580 211.524 845.328 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +8.562 +8.574 +8.974 +9.321 +9.235 +9.676 2. Sonstige betriebliche Erträge +27 +60 +56 +32 +15 +24 3. Materialaufwand -3.976 -3.906 -3.828 -3.620 -3.597 -3.381 4. Personalaufwand -3.654 -3.827 -4.118 -4.456 -4.594 -5.157 5. Abschreibungen -16 -15 -18 -1 8 -17 -24 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -908 -852 -1.015 -1.106 -967 -1.090 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +1 +1 +1 +1 +1 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2 -2 -1 -1 -2 -2 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -10 -12 -20 -49 -23 -14 10. Ergebnis nach Steuern +23 +21 +31 +104 +51 +33 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +23 +21 +31 +104 +51 +33 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. KVD | Stadtkämmerei | 183 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 8,7 6,9 8,4 8,0 2. Umlaufintensität (in %) 91,3 93,1 91,6 92,0 3. Investitionen (in T€) 5 6 28 28 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 30,7 32,2 37,1 42,9 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 354 463,6 441,7 535,2 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) 0,3 0,2 0,3 1,1 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) 11 9,4 11,7 28,7 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) 3,7 3,3 4,5 12,4 4. Kostendeckung (in %) 100,1 99,7 99,9 101,3 5. Cash Flow (in T€) 38 37 49 123 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 42,7 44,5 45,8 48,4 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 27.720 28.497 29.745 30.619 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 184 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | MVZ 33. MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH Kontaktdaten MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH c/o Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Moltkestraße 90, 76187 Karlsruhe Telefon: 0721 974-1001 Fax: 0721 974-1009 www.klinikum-karlsruhe.com Gründung 1. April 2006 Unternehmensgegenstand Der Betrieb eines Medizinischen Versorgungszentrums im Sinne des § 95 SGB V, insbesondere im Rahmen der vertragsärztlichen sowie der sonstigen ärztlichen Tätigkeiten (GV in der Fassung vom 10. Dezember 2008). Geschäftsführung PD .Dr. med. Dr. h. c. Uwe Spetzger (seit 01.04.2019) Dipl.-Betriebswirt Markus Heming (seit 01.04.2019) Rechtsanwältin Saskia Morakis Gesellschafter Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Anteile Stammkapital 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat 14 Mitglieder (Oberbürgermeister oder ein von ihm beauftragter Beigeordneter + 10 Mitglieder des Gemeinderats + 3 vom Betriebsrat bestimmte Mitglieder). BM Bettina Lisbach (Vorsitz ab 01.02.2019) StR Tilman Pfannkuch (1. Stellv. Vorsitz ab 25.09.2019) StR Verena Anlauf (2. stellv. Vors. ab 25.09.2019) StR Rebeca Ansin (ab 25.09.2019) StR Karin Binder (ab 25.09.2019) StR Ellen Fenrich (ab 25.09.2019) StR Christine Großmann (ab 25.09.2019) StR Thomas Hock StR Niko Riebel (ab 25.09.2019) StR Sibel Uysal StR Karin Wiedemann (ab 25.09.2019) Thomas Förster (Betriebsrat) Marek Hintsches (Betriebsrat) Dr. Sandra Meinzer (Betriebsrätin ab 25.09.2019) StR Dr. Klaus Heilgeist (1. stellv. Vors. bis 24.09.2019) StR Gisela Fischer (2. stellv. Vors. bis 24.09.2019) Dr. Martina Hillesheimer (Betriebsrätin bis 24.09.2019) StR Tom Høyem (bis 24.09.2019) StR Uwe Lancier (bis 24.09.2019) StR Dr. Rahsan Dogan (bis 24.09.2019) StR Renate Rastätter (bis 24.09.2019) BM Klaus Stapf (Vorsitz bis 31.01.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungsvertrag vom 25. Januar 2006 zwischen MVZ und Klinikum. Nutzungsvertrag über die Bereitstellung von Personal, Räumen, Einrichtungen und Material des Klinikums. Vereinbarung über die Erbringung von ärztlichen Leistungen durch das MVZ. Vertrag über die Beteiligung der Ärzte an den Honoraranteilen der KV-Erlöse des MVZ in den Gebieten Nuklear-, Labor-, Transfusionsmedizin, Mikrobiologie, Strahlentherapie , Pathologie, hausärztliche Praxis und Angiologie MVZ | Stadtkämmerei | 185 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Die Geschäftsführung bekam keine Bezüge vom MVZ. 2) Aufsichtsrat wird identisch mit dem Aufsichtsrat der Muttergesellschaft Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH gebildet. Es erfolgt daher keine gesonderte Vergütung. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WIBERA AG, Stuttgart, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 4) 6,58 6,93 7,40 7,94 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 6,58 6,93 7,40 7,94 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamten. Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 Umsatzzahlen MVZ in T€ 4.531 6.251 7.636 7.786 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss in Höhe von 14 T€ (VJ: 28 T€) aus und liegt damit in Folge eines Praxiserwerbs um rund 35 T€ unter dem Planansatz. Die Erlössteigerung im Jahresabschluss 2019 fällt dagegen höher aus geplant Diagramm: Umsatzentwicklung 2007 bis 2019 708 3.326 3.518 3.542 4.531 7.636 7.786 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 9.000 2007200820092010201120122013201420152016201720182019 Euro Jahr 186 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | MVZ Die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum liegen bei 7.785 T€ (VJ: 7.636 T€) und beinhalten Erlöse aus ambulanter ärztlicher Behandlung. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen im Berichtsjahr unter denen des Vorjahres bei 7 T€ (VJ: 104 T€) und resultieren im Wesentlichen aus periodenfremden Erträgen aus der Abrechnung des 4. Quartals 2018 der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Materialaufwendungen liegen bei 5.926 T€ (VJ 6.051 T€). Die Personalaufwendungen liegen bei 1.317 T€ (VJ: 1.217 T€), darin enthalten sind Löhne und Gehälter in Höhe von 1.191 T€ (VJ: 1.099 T€). Zum 01.10.2019 hat das MVZ eine bis dahin als Einzelpraxis geführte fachärztlich-internistische Praxis erworben, die seither als genehmigte Zweigpraxis des MVZ in der Bürgerstraße 16, Karlsruhe fortgeführt wird. Für den Erwerb der Praxis wurde von der Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH an das MVZ ein Darlehen bis zu einer Höhe von 382 T€ in Aussicht gestellt, das aufgrund der im zugrundeliegenden Praxisübernahmevertrag bestehenden Fälligkeitsregelung erst im Jahr 2020 zur Zahlung des Kaufpreises in Anspruch genommen wird. Der Kaufpreis wurde im Kaufvertrag auf 320 T€ festgesetzt. Die Lage der Gesellschaft darf als stabil bezeichnet werden. Ausblick und Risiken Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie für das Jahr 2020 sind bis heute nicht vollumfänglich abzuschätzen. Einhergehend mit der Pandemie rechnet die Gesellschaft mit deutlichen Erlösrückgängen. Gleichzeitig steigen die Kosten für Maßnahmen, die ergriffen werden mussten, um sicherzustellen, dass der Schutz der eigenen Mitarbeitenden gewährleistet ist, stark an. Hierbei wurden erhebliche Eingriffe in den Alltag der Gesellschaft vorgenommen mit großen finanziellen Auswirkungen. Dennoch wird davon ausgegangen, dass durch die Unterstützung des Gesetzgebers im Rahmen des COVID19-Krankenhausentlastungsgesetzes und der eigenen Liquiditätsausstattung eine Fortführung der Unternehmenstätigkeit jederzeit gewährleistet ist. Infolge der Corona-Pandemie ist der Praxisbetrieb im Medizinischen Versorgungszentrum stark verändert und eingeschränkt. Termine für elektive Eingriffe/Behandlungen mussten ausgesetzt werden, darüber hinaus haben Patientinnen und Patienten ihrerseits aus Angst vor Ansteckung Routine- und Kontrolltermine storniert. Darüber hinaus gab es Personalausfälle und Zuweisungen bleiben aus. Hierdurch entstehen zahlungswirksame Verluste, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Jahr 2020 beeinflussen. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg gewährt über einen Schutzschirm zwar einen Ausgleich in Höhe von 90 % des GKV-Kollektiv-Honorars des Vorjahresquartals von Umsatzeinbrüchen betroffenen vertragsärztlichen Leistungserbringern. Einen Ausgleich für den Wegfall von privatärztlichen Umsätzen gibt es jedoch nicht. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie können nicht sicher vorausgesagt werden, die konkreten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahr 2020 und in den Folgejahren ist zurzeit noch nicht hinreichend verlässlich prognostizierbar. Chancen sieht die Geschäftsführung in der Weiterentwicklung des Leistungsangebotes des MVZ, vor allem durch die in 2019 neu hinzugekommene fachärztlich-internistische (angiologische) Praxis. Bestandsgefährdende Risiken und Entwicklungen des Medizinischen Versorgungszentrums sind der Geschäftsführung nicht bekannt, allerdings sind die Vergütungen im vertragsärztlichen Bereich nicht leicht prognostizierbar. Durch die Optimierungsmaßnahmen und die Nutzung von Synergieeffekten wird eine Verbesserung des Jahresergebnisses 2020 erwartet. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Siehe Maßnahmen Klimaschutz und Nachhaltigkeit Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH. MVZ | Stadtkämmerei | 187 Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 281.630 21.931 0 0 1.121.178 5.020 0 1.429.759 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 25.000 538.282 13.725 577.007 10.800 841.952 1.429.759 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +4.531 +6.251 +7.636 +7.786 +7.383 +8.224 2. Sonstige betriebliche Erträge +153 +47 +104 +6 +102 +6 3. Materialaufwand -3.242 -4.864 -6.051 -5.926 -5.443 -6.194 4. Personalaufwand -994 -1.009 -1.217 -1.317 -1.531 -1.400 5. Abschreibungen -30 -30 +0 -16 +0 -72 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -383 -346 -446 -520 -464 -542 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +2 +1 +1 +1 +1 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern +35 +51 +28 +14 +49 +23 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag +35 +51 +28 +14 +49 +23 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 188 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | MVZ Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 3,2 0 0 21.2 2. Umlaufintensität (in %) 94,3 100 100 78,8 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 320 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 51,9 35,0 49,4 40,4 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 1.615,3 - - 190,1 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) 0,8 0,8 0,4 0,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) 7,2 9,5 4,9 2,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) 3,8 3,3 2,4 1,0 4. Kostendeckung (in %) 97,5 100,8 99,0 100,1 5. Cash Flow (in T€) 65 81 28 30 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 21,4 16,1 15,8 16,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 151.128 153.256 164.465 165.869 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. AFB | Stadtkämmerei | 189 34. AFB – Arbeitsförderungsbetriebe gGmbH Kontaktdaten Daimlerstraße 8, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 97246-0 Fax: 0721 755160 info@afb-karlsruhe.de Gründung 5. Juli 1988 Unternehmensgegenstand Die vorübergehende Beschäftigung und Betreuung von sozial benachteiligten, insbesondere jungen Menschen mit dem Ziel, ihre Vermittlungsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt zu erhöhen oder sie für eine Ausbildung zu befähigen (GV in der Fassung vom 13. Dezember 2016). Geschäftsführung Ariane Neumann Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 52.000 € Aufsichtsrat BM Martin Lenz (Vorsitz) StR Michael Borner (stellv. Vorsitz ab 01.11.19) StR Karin Binder ab 25.09.19 Stefan Glause ab 25.09.19 Daniel Gräber ab 25.09.19 Dietmar Heiden ab 25.09.19 StR Yvette Melchien StR Dr. Thomas Müller StR Niko Riebel ab 25.09.19 StR Dr. Iris Sardarabady ab 25.09.19 StR Max Braun bis 24.09.19 Jens Diefenbacher bis 24.09.19 StR Thorsten Ehlgötz bis 24.09.19 StR Gisela Fischer (stellv. Vorsitz bis 31.10.19) StR Joschua Konrad bis 24.09.19 StR Johannes Krug bis 24.09.19 Beratende Mitglieder Brigitte Dorwarth-Walter, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Karlsruhe Frau Wencke Kirchner, Bildungsreferentin IHK Karlsruhe Herr Andreas Reifsteck, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft der Region Karlsruhe Beteiligung (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 3,1 3,2 3,4 2,9 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. 190 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | AFB Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 4) 5) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 1,77 1,77 1,77 1,77 Beamte 3,21 3,00 3,00 3,00 Gesamtbelegschaft 4,98 4,77 4,77 4,77 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamten 5) Ohne geförderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Zahl der Arbeitsplätze a) Ungefördert sozialversicherungspflichtig 16,67 19,54 21,92 20,63 b) Gefördert sozialversicherungspflichtig (ABM u. a.) 51,00 53,54 48,58 53,13 c) Zusatzjobs (Mehraufwandsentschädigung) 38,08 27,00 15,66 15,58 d) Sonderprogramm „Beschäftigungsförderung Stadt KA“ 67,50 74,42 82,50 85,53 Gesamtzahl (Summe a bis d) 173,25 174,50 168,66 174,87 2. Bei Clearingstelle vorsprechende Personen a) Erstgespräche 19 28 25 19 b) Beratungsgespräche 91 353 295 511 3. Vermittlungsquote (1. Arbeitsmarkt in %) aus AFB-Zeitverträgen 32,26 30,23 50,00 37,5 aus AFB-Zusatzjobs 1,92 10,34 2,94 0 Clearingstelle 1) 1) 1) 1) 1) Hier liegt der Schwerpunkt auf Beratung und Coaching und nicht auf der Vermittlung. Finanzielles Engagement des Gesellschafters Stadt Karlsruhe und sonstiger öffentlicher Kassen 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Stadt Karlsruhe Pauschaler Zuschuss 1) 1.437 1.437 1.437 1.615 Zuschuss Beschäftigungs- und Ausbildungsinitiative ( BAI) 177 177 177 199 Beschäftigungsförderung Stadt Karlsruhe 103 115 127 127 Freiwillige Zuwendungen im Rahmen der Sozial- und Jugendhilfe 2) 574 592 590 668 Stadt Karlsruhe zusammen 2.291 2.321 2.331 2.608 2. Agentur für Arbeit 3) 567 631 511 650 3. Sonstige Stellen (wie EU) 307 263 268 275 Gesamt 3.165 3.215 3.110 3.533 1) Inklusive Zuschuss für arbeitstherapeutischer Montagebetrieb Hertzstraße 12 2) Findet nur teilweise Eingang in Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), inkl. Schulsozialarbeit, AV-Dualbegleitung etc. 3) Findet nur teilweise Eingang in Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) AFB | Stadtkämmerei | 191 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Zur Beurteilung der geförderten Beschäftigung sind die Daten des Arbeitsmarktes im Stadtkreis Karlsruhe und insbesondere die Daten zur Grundsicherung für Arbeitssuchende nach SGB II (Hartz IV) wichtig, da die AFB- Beschäftigungsangebote zu 95 % von SGB II-Kunden in Anspruch genommen werden. Durch die weiterhin sehr gute Beschäftigungssituation sank die Arbeitslosenquote im Stadtkreis Karlsruhe von 4,1 % im Jahresdurchschnitt 2018 auf 3,9 % im Jahresdurchschnitt 2019 und erreichte ein absolutes Rekordtief. Die Arbeitslosenzahlen gingen von 6.821 Personen im Jahresdurchschnitt 2018 auf 6.575 Personen im Jahresdurchschnitt 2019 um 3,6 % (= 246 Personen) zurück. Im Rechtskreis SGB II war mit 3.934 Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2019 gegenüber dem Vorjahr mit 4.259 Arbeitslosen ein Rückgang um 325 Personen (= 7,6 %) zu verzeichnen. Im Rechtskreis SGB III lag der Jahresdurchschnittswert 2019 mit 2.641 Arbeitslosen 3,1 % über dem Vorjahreswert mit 2.562 Arbeitslosen. Seit Bestehen der AFB wird das gesamte Maßnahmenangebot jedes Jahr mindestens zu 80 % mit öffentlichen Mitteln bezuschusst. Das Jahr 2019 wurde mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 41 T€ abgeschlossen. Die Gewinnrücklage verringert sich dadurch von 1.137 T€ auf 1.096 T€. Ausblick Größter Zuschussgeber bleibt die Stadt Karlsruhe, deren Betriebskostenzuschuss in Höhe von 1.814 T€ auch im Jahr 2020 rd. 50 % der wirtschaftlichen Gesamtleistung ausmachen wird. Die AFB erwarten aufgrund bereits bewilligter Maßnahmen und Projekte, im Jahr 2020 mehr als 600 T€ Fördermittel der Bundesagentur für Arbeit zu vereinnahmen. Hierzu zählen das Projekt „Geht Was?!“, die Coachingmaßnahme „BESTÄRKEN“, 19 bereits bewilligte Zeitverträge, die über das Teilhabechancengesetz gefördert werden und 22 Arbeitsgelegenheiten nach § 16 d SGB II. Die Trägerpauschalen für Arbeitsgelegenheiten nach § 16 d SGB II mit bis zu 160 Euro pro Platz und Monat decken die tatsächlichen Aufwendungen für Anleitungspersonal und sozialpädagogische Betreuung bei weitem nicht. Im Rahmen von Corona mussten Teilnehmende auf diesen Plätzen freigestellt werden, noch ist unklar, inwieweit das Jobcenter dennoch die Maßnahmenpauschalen für besetzte Plätze zahlt. Darüber hinaus akquirieren die AFB Fördermittel des Landes Baden Württemberg und Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds. Im Jahr 2020 rechnen die AFB mit rd. 275 T€ zur Kofinanzierung der Projekte „Durante“, „Bleib dran plus III“, „BiMAQ III“, „PIAF II“, „Geht was?!“ sowie zur Kofinanzierung der ESF- Geschäftsstelle. Ob bei diesen Projekten Kürzungen aufgrund nicht oder nur zum Teil geleisteter Betreuung wegen der Sicherheitsmaßnahmen von Corona vorgenommen werden, ist noch unklar. Im Bereich Schulsozialarbeit werden die vorhandenen Angebote an den acht Berufsschulen fortgeführt. Neu hinzukommen sollen ab September die Carl-Engler-Schule und die Friedrich-List-Schule. Weitere wichtige Einnahmeposten sind die Kostenersätze der Werkstätten. Allerdings ist durch die derzeitige Gesundheitskrise mit drastischen Einbrüchen zu rechnen, da derzeit die Werkstätten nur noch einige wenige Aufträge ausführen können. Unklar ist auch, wie es nach der Krise weitergeht, da sich die bisher gut funktionierenden Teams erst wiederfinden müssen. Größter Block auf der Ausgabenseite bleibt auch 2020 der Personalaufwand mit 3.605 T€, der voraussichtlich über 80 % des wirtschaftlichen Umsatzes ausmacht. Risiken Für die AFB ist es immer ein Risiko, wenn Fördermittel wegbrechen sollten. Trotz der Vielzahl an bereits bewilligten Projekten und Förderzusagen für Zeitverträge im Jahr 2020 befürchten die AFB wegen der Corona- Krise starke Einnahmeverluste. Die Kostenersätze der Werkstätten werden stark zurückgehen, da aufgrund der 192 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | AFB Sicherheitsvorgaben der Verkauf von Fahrrädern und Second-Hand-Möbel vorübergehend ausgesetzt ist, das Spülmobil mangels Großveranstaltungen nicht zum Einsatz kommt und viele Arbeiten wegen des Abstandsgebots nicht ausgeführt werden können. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Teilnehmende aufgrund vielfältiger gesundheitlicher Einschränkungen zu den Risikogruppen zählen und nur bedingt einsatz- und arbeitsfähig sind. Für die Jahre 2021 bis 2024 sind keine verlässlichen Prognosen möglich. Ebenfalls können aktuell keine realistischen Aussagen über die Ausgestaltung und die Finanzierungskonditionen künftiger Landesprogramme und Bundesprogramme gemacht werden. Ebenso wenig kann eingeschätzt werden, wie hoch die Zuweisungen an Eingliederungsmitteln für die gemeinsame Einrichtung Jobcenter Stadt Karlsruhe sein werden und welche Zielvorgaben das Jobcenter erhalten wird. Klimaschutz und Nachhaltigkeit In Kooperation mit der städtischen Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) führen die AFB gGmbH regelmäßig Energieaudits durch und setzen die Anregungen und Hinweise, soweit finanziell möglich, um. So wurde die Schreinerei komplett mit neuen stromsparenden Leuchten ausgestattet. Nachhaltigkeit fördert die AFB gGmbH insbesondere in ihren Gewerken Bär29, Schneiderei und Fahrradwerkstatt. Die AFB gGmbH betreiben ein Second-Hand-Möbelladen Bär29, der Möbelspenden abholt, diese aufbereitet und nach Verkauf im Stadtgebiet auch wieder ausliefert. Außerdem werden gespendete Kleidung und die Produkte aus den anderen Gewerken verkauft. In der Schneiderei werden gespendete Stoffe wie alte Bettwäsche, Vorhänge u. v. m. zu verschiedene Produkten weiterverarbeitet: Handtaschen, Tortenbehälter, Topflappen oder Kinderturnsäckchen werden je nach Fähigkeiten der Teilnehmenden hergestellt. Die Fahrradwerkstatt nimmt seit Jahren gespendete Fahrräder an. Entweder werden sie direkt gebracht oder sie werden bei Wohnungsgesellschaften und Wohnungseigentümergemeinschaften auf Anforderung abgeholt. Aus „drei mach‘ eins“ ist das Motto. Im Rahmen unserer Beschäftigungsprojekte werden die alten Fahrräder auseinandergebaut. Entweder können sie wieder aufbereitet und dann verkauft werden oder sie werden fachgerecht nach Materialien getrennt und entsorgt. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 3.768 85.825 9.184 1.398.292 51.128 38.894 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage Bilanzgewinn Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 52.000 1.095.605 0 1.147.605 155.502 283.984 0 1.587.091 1.587.091 AFB | Stadtkämmerei | 193 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 4) 2017 4) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse Pauschaler Zuschuss Stadt Karlsruhe 2) +1.614 +1.614 +1.614 +1.814 +1.614 +1.814 Beschäftigungsförderung Stadt Karlsruhe +103 +115 +127 +126 +114 +121 Zuschüsse Agentur für Arbeit +344 +375 +400 +505 +424 +610 Kostenersatz Werkstätten +528 +522 +514 +496 +509 +404 Sonstiges 3) +649 +632 +625 +752 +717 +983 Gesamt +3.238 +3.258 +3.280 +3.693 +3.378 +3.932 2. Sonstige betriebliche Erträge +12 +5 +12 +16 +7 +12 3. Materialaufwand -95 -99 -94 -119 -116 -96 4. Personalaufwand -2.337 -2.506 -2.745 -3.029 -2.967 -3.644 5. Abschreibungen -38 -35 -44 -34 -35 -38 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -517 -493 -557 -576 -574 -582 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1 +10 +8 +8 +8 +7 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Ergebnis nach Steuern +264 +140 -141 -41 -299 -409 10. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Jahresabschluss/-fehlbetrag +264 +140 -141 -41 -229 -401 12. Rücklageneinstellung(-)/-entnahme(+) -264 -140 +141 +41 +299 +401 13. Bilanzgewinn +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht 2) Einschließlich Zuschuss für Beschäftigungs- und Ausbildungsinitiative (BAI) 3) Inklusive Zuschüsse Land Baden-Württemberg und Europäischer Sozialfonds 4) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 5) Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 7,6 5,6 5,8 5,6 2. Umlaufintensität (in %) 89,0 90,9 93,9 94,4 3. Investitionen (in T€) 77 11 45 30 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 77,1 80,8 73,8 72,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 1.014,7 1.442,3 1.270,6 1.280,9 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +8,2 +4,3 -4,3 -1,1 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +22,2 +10,5 -11,9 -3,6 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +17,1 +8,5 -8,8 -2,6 4. Kostendeckung (in %) 180,4 103,0 95,1 98,4 5. Cash Flow (in T€) +302,2 +164,3 -97,1 -6,9 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 78,2 79,2 79,6 80,7 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 1) 43.470 43.476 51.459 52.316 1) Unter Berücksichtigung der gefördert sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitenden. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 194 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | AFB 195 | BETEILIGUNGSBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016 | AFB Messe, Touristik, Wirtschaftsförderung, Marketing, Event und Sportstätten 196 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KMK 35. Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Kontaktdaten Festplatz 9, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3720-0 Fax: 0721 3720-2116 info@kmkg.de www.messe-karlsruhe.de Gründung 27. September 1950 Unternehmensgegenstand Durchführung von Messen, Ausstellungen, Kongressen, Tagungen, Versammlungen, Kundgebungen sowie kulturellen, sportlichen, unterhaltenden und sonstigen Veranstaltungen. Vermietung und Verpachtung städtischer Hallen. Betrieb der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co.KG. Geschäftsführung Britta Wirtz Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 3,1 Mio. € Aufsichtsrat EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz) StR Thorsten Ehlgötz (stellv. Vorsitz) StR Bernd Belschner (ab 25.09.2019) Sonja Döring StR Detlef Hofmann StR Prof. Dr. Jürgen Morlok StR Renate Rastätter StR Christine Weber (ab 01.02.2019) Jan Wettach (ab 25.09.2019) StR Michael Zeh LR Dr. Christoph Schnaudigel StR Dr. Klaus Heilgeist (bis 24.09.2019) StR David Hermanns (bis 24.09.2019) StR Dr. Ute Leidig (bis 31.01.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Messe Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 130.000 € Wichtige Verträge Pachtvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Tiefgarage am Festplatz. Pachtvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die städtischen Hallen am Festplatz. Facility Management-Vertrag mit der VOLKSWOHNUNG Bauträger- und Verwaltungs-GmbH (jetzt: VOLKSWOHNUNG Service GmbH). Personalgestellungsvertrag mit der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co.KG. Mietvertrag mit der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG über die Anmietung der Messe auf 29 Jahre. Überlassungs- und Dienstleistungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH über das Nutzungsrecht der im Eigentum der Stadtwerke befindlichen technischen Anlagen auf dem Gelände der NMK. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 16 16 16 16 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wurde von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Karlsruhe geprüft. KMK | Stadtkämmerei | 197 Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 2016 2017 2018 2019 Angestellte/Beschäftigte 124,7 118,4 125,5 136,19 Beamte 1) 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamtbelegschaft 2) 124,7 118,4 125,5 136,19 Davon aktive Mitarbeiter 116,7 113,7 120,2 132,11 Davon passive Mitarbeiter 3) 8,0 4,7 5,3 4,08 Nicht voll beschäftigtes Garderobenpersonal 3,0 3,0 3,0 3,0 Auszubildende 8,0 8,0 9,0 14,0 1) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. 2) In 2018 sind hierin 38 Teilzeitbeschäftigte enthalten. In den Vorjahren waren dies 33 (2017), 26 (2016) 3) Altersteilzeit, Elternzeit, Erziehungsurlaub, Beurlaubte Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe von 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Verlustausgleich/Budget 10.239 11.212 11.996 11.047 2. Abdeckung Verlustvortrag 0 0 0 0 3. Zuschuss für Geschäftsbereich Tourismus 0 0 0 0 4. Weitere Veranstaltungszuschüsse 8 0 0 0 Zusammen 10.247 11.212 11.996 11.047 Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Zahl der Veranstaltungen Eigenveranstaltungen 12 13 13 13 Gastveranstaltungen 276 288 269 233 Zusammen 288 301 282 249 2. Anzahl der Besucher und Teilnehmer Regional 393.654 463.203 316.873 249.393 Überregional 382.135 336.971 430.358 481.548 Zusammen 775.789 800.174 747.231 793.814 3. Anzahl der Aussteller Inland 6.683 7.438 6.910 7.692 Ausland 921 575 737 643 Zusammen 7.604 8.013 7.647 7.921 4. Saalbelegungen (Belegungstage) 3.379 3.766 3.839 3.713 5. Umschlagshäufigkeit am Standort Neue Messe 13,06 13,17 12,55 13,94 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2019 ein Jahresergebnis von -11,0 Mio. € aus. Davon entfallen auf die Standorte Messe und Festplatz -9,9 Mio. € bzw. -1,1 Mio. €. Im Jahr 2019 erwirtschaftete die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) in allen Geschäftsbereichen ihr bisher bestes operatives Ergebnis. Der erzielte Umsatz und operative Deckungsbeitrag liegen sowohl im Geschäftsbereich Messe als auch im Geschäftsbereich Kongress & Kultur maßgeblich über dem Ansatz des Wirtschaftsplans. Ergebnisverbessernd gegenüber der Planung wirkten sich insbesondere auch geringere Personal- und Sachkosten aus. Mehrbelastungen resultieren aus dem Anstieg der Hallenkosten um 1.041 T€, 198 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KMK hauptsächlich verursacht durch die außerplanmäßige Zuführung zur Vorsorgerückstellung für die Messe, der Zuführung zur Risikovorsorge für Projekte des Folgejahres von 955 T€ sowie sonstigen Ergebnisbelastungen von 103 T€. Diagramm: Entwicklung der Jahresfehlbeträge 2013 bis 2019 in Mio. € Hohe Fixkosten aus dem Mietvertragsverhältnis mit der Neuen Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG (NMK) sowie weitere Instandhaltungsverträge belasten weiterhin das Ergebnis der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH. Besonders die vertragliche Verpflichtung zur Übernahme der Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen für die Messe sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur Gewährleistung der Betriebs- und Veranstaltungssicherheit bedingen zukünftige Vorsorge für erhöhten Finanzbedarf. Die Gewährleistungsfrist für die Messe ist abgelaufen. Der Alterungsprozess schreitet voran; daher ist mit höheren Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten zu rechnen, welche die Gesellschaft zu tragen hat. Diesem Risiko mit sehr hoher Eintrittswahrscheinlichkeit wurde im Geschäftsjahr durch eine gegenüber dem Durchschnitt der Vorjahre erhöhten Zuführung zur erstmals in 2009 gebildeten Instandhaltungsrückstellung von 0,6 Mio. € in 2019 Rechnung getragen. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Mio. € auf 39 Mio. € gestiegen. Hauptverantwortlich hierfür ist neben dem weit über den Erwartungen liegenden Abschluss des bestehenden Portfolios im turnusbedingt starken Eigenmessejahr auch die über Plan liegende Ertragskraft der Gastmessen. Aufgrund der überplanmäßigen Auslastung der Ausweichlocations Gartenhalle, Schwarzwaldhalle und Konzerthaus sowie des Messegeländes während des Schließungszeitraumes der Stadthalle schließt der Geschäftsbereich Kongress & Kultur ebenfalls über den Erwartungen ab. Das erfolgte Insourcing der Parkraumbewirtschaftung erstmals für ein volles Geschäftsjahr verbesserte die finanzielle Situation der Geschäftsbereiche Messe und Kongress & Kultur zusätzlich. Ausblick Der Wirtschaftsplan für 2020 sah vor der Ausbreitung des Corona-Virus einen Fehlbetrag von 11,6 Mio. € vor. Die Verlängerung der Bauzeiten beim Projekt Stadthallensanierung gegenüber der Mittelfristplanung des Vorjahres sowie die fehlende Planungssicherheit bezüglich des Eröffnungstermins erhöhen das Risiko, dass zum Zeitpunkt der Wiedereröffnung kein werthaltiges Veranstaltungsportfolio vorhanden ist. Die zuletzt im November 2019 vom Aufsichtsrat festgesetzte Mittelfristplanung geht von zyklisch steigenden Erlösen im Messebereich sowie einer verhaltener Planung im Kongressbereich aufgrund des damaligen Kenntnisstandes der Bauzeiten beim Projekt Stadthallensanierung aus. In 2024 wird, verursacht durch die stadthallenbedingte Abwertung der Ertragsprognose, mit einem Ergebnis von -12,0 Mio. € geplant. Die Mittelfristplanung ist in Abhängigkeit des tatsächlichen Eröffnungstermins der Stadthalle zu überarbeiten. -12,9 -11,2 -11,4 -10,2 -11,2 -12,0 -11,0 -14,0 -12,0 -10,0 -8,0 -6,0 -4,0 -2,0 0,0 2013201420152016201720182019 Jahr KMK | Stadtkämmerei | 199 Im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus hat die Landesregierung Baden-Württemberg am 16. März 2020 infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona- Verordnung) angeordnet. Die Auswirkungen auf die Qualität und Frequentierung der Veranstaltungen 2020 seitens der Aussteller und Besucher, das Stornierungsverhalten der Gastveranstalter bzw. behördliche Auflagen sowie das wirtschaftliche Ergebnis der in 2020 geplanten Veranstaltungen sind derzeit nicht abschätzbar. Diagramm: Entwicklung der (prognostizierten) Fehlbeträge nach Strukturkosten 2011 bis 2024 in Mio. € Risiken Aufgrund des temporären behördlichen Veranstaltungsverbots durch die Ausbreitung des Corona-Virus wird mit Umsatzeinbußen von mindestens 20 % gerechnet. Unter Berücksichtigung eines Messe- und Veranstaltungsbeginns ab September 2020 wird ein zusätzlicher Jahresfehlbetrag von ca. 1,7 Mio. € erwartet. Hierin berücksichtigt sind verschiedene Maßnahmen zur Ergebnissicherung wie restriktive Personaleinstellung, strikte Ausgabendisziplin und Ausschöpfen staatlicher Zuschüsse. Zu den wesentlichen Risiken zählen Folgeinvestitionen am Standort Messe, die Bereitstellung zeitgemäßer Infrastrukturen als Voraussetzung für die Durchführung wirtschaftlicher und für den Standort imagefördernder Veranstaltungen. Hinzu kommen ferner allgemeine Marktrisiken mit potenzieller Auswirkung auf das Portfolio. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH sieht sich den Pariser Klimaschutzzielen und dem städtischen Klimaschutzkonzept verpflichtet und legt größten Wert auf klimafreundliches und nachhaltiges Handeln. Um die Bedeutung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu unterstreichen, nachhaltiges Handeln bei der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH zu fördern, auf Chancen für Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen und alle nachhaltigen Maßnahmen transparent darzustellen, wird das Thema mit einem interdisziplinären Team bearbeitet. Angelehnt an die Handlungsfelder des städtischen Klimaschutzkonzeptes wurden bei der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH drei Felder für das systematische Voranbringen von nachhaltigem Handeln abgesteckt: das Handeln in Bezug auf das übergreifende Management (beispielsweise bei Mobilität der Mitarbeitenden, Beschaffung und Einkauf, Weiterbildung und modernes Arbeiten) das Handeln in Bezug auf nachhaltige Veranstaltungen (beispielsweise bei Ressourceneffizienz, Recycling, Partizipation, Bildung) -6,4 -6,5 -6,2 -4,3 -4,3 -3,3 -4,2 -4,4 -4,0 -4,3 -3,4 -5,3 -4,1 -5,7 -7,0 -6,0 -5,0 -4,0 -3,0 -2,0 -1,0 0,0 20112012201320142015201620172018201920202021202220232024 Jahr 200 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KMK das Handeln in Bezug auf nachhaltige Gebäudetechnik und Infrastruktur (beispielsweise bei Strom, Heizung & Kühlung, Abfall, Gastronomie, Mobilität)So wird beispielsweise zu 100% Öko-Strom genutzt. Aktuell untersucht das interdisziplinäre Team vertieft die Themen der Müllvermeidung, des vermehrten Einsatzes recycelbarer Materialien (bspw. Teppichboden bei Messen) oder auch das in Fragekommen von Upcycling bspw. beim Standbau. Das Management der Messe steht in ständigem Austausch mit seinen Dienstleistern wie Caterer, Standbauer, Personaldienstleister etc., um auch hier auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit hinzuwirken. Bspw. setzt der Caterer nur regionale und saisonale Produkte ein und verwendet möglichst Glas und Porzellan an Stelle von Einweggeschirr. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 3.711.525 3.458.554 152.250 431.712 23.268.342 191.436 0 31.213.818 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 3.100.000 20.451.675 11.046.815 12.504.860 10.297.160 8.175.298 236.500 31.213.818 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +30.568 +33.013 +32.875 +38.666 +33.445 +37.288 2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +348 -103 -30 +31 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +925 +1.227 +1.072 +1.339 +942 +1.071 4. Aufwendungen für bezogene Leistungen -21.028 -22.591 -22.693 -26.318 -20.717 -23.293 5. Personalaufwand -8.752 -9.016 -9.767 -11.005 -11.190 -12.464 6. Abschreibungen -1.677 -1.901 -2.319 -2.451 -2.478 -2.477 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.617 -11.956 -11.219 -11.442 -11.224 -11.330 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +6 +136 +93 +142 +107 +115 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -14 -21 -8 -8 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern -10.241 -11.212 -11.996 11.047 -11.115 -11.570 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/fehlbetrag -10.241 -11.212 -11.996 -11.047 -11.115 -11.570 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. KMK | Stadtkämmerei | 201 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 34,9 35,2 31,6 23,5 2. Umlaufintensität (in %) 65,1 64,8 68,4 76,5 3. Investitionen (in T€) 2.456 2.274 1.473 1.016 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) +54,7 +48,9 45,6 40,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) +156,6 +139,1 144,2 170,8 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -33,5 -34,0 -36,5 -28,6 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -76,9 -90,9 -103,8 -88,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -42,0 -44,3 -47,3 -35,4 4. Kostendeckung (in %) 72,6 72,6 71,5 75,5 5. Cash Flow (in T€) -8.557 -9.304 -9.669 -8.586 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 20,8 19,8 21,2 21,5 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 70.182 76.151 77.820 80.808 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 202 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Messe 36. Messe Karlsruhe GmbH Kontaktdaten c/o Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Festplatz 9, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3720-0 Fax: 0721 3720-2116 info@kmkg.de www.messe-karlsruhe.de Gründung 31. Juli 1996 Unternehmensgegenstand Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) der Kommanditgesellschaft Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG (NMK). In dieser Funktion übt sie die Geschäfte der NMK aus (GV in der Fassung vom 20. November 2001). Geschäftsführung Britta Wirtz Gesellschafter Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 130.000 € Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft ist alleinige Komplementärin (ohne Einlage) der Neuen Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wurde von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Messe Karlsruhe GmbH ist Komplementärin der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG. Sie übt keine operative Geschäftstätigkeit aus, sondern führt die Geschäfte der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG. Für die Übernahme der Aufgaben bei der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG erhält die Gesellschaft eine Vergütung. Für die Gestellung von Personal der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH an die Messe Karlsruhe GmbH zur Erledigung ihrer Aufgaben hat die Messe Karlsruhe GmbH Personalkostenersatz zu leisten. Messe | Stadtkämmerei | 203 Ausblick Erträge sowie Aufwendungen werden in den Folgejahren auf gleichem Niveau erwartet. Ein anhaltend niedriges Zinsniveau auf dem Clearingkonto wird gleichbleibende Ergebnisse bewirken. Risiken Aufgrund des ausschließlichen Gesellschaftszwecks der persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin) der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG, ist die Messe Karlsruhe GmbH von der Entwicklung der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG abhängig. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0 0 0 157.306 0 157.306 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 130.000 20.600 157 150.757 4.200 2.349 157.306 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2017 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +0 +0 +0 +0 +0 +0 2. Sonstige betriebliche Erträge +13 +15 +15 +15 +14 +14 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14 -15 -15 -16 -15 -15 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +1 +1 +1 +1 +1 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 7. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1 +1 +1 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan”; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 204 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Messe Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0,0 0,0 0,0 0,0 2. Umlaufintensität (in %) 100,0 100,0 100 100,0 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 97,1 95,2 95,8 95,8 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - 0,6 +0,7 +0,2 +0,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - 0,6 +0,7 +0,2 +0,1 4. Kostendeckung (in %) - - - - 5. Cash Flow (in T€) - 1 +1 +1 +0 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert NMK | Stadtkämmerei | 205 37. Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG Kontaktdaten Festplatz 9, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3720-0 Fax: 0721 3720-2106 info@kmkg.de www.messe-karlsruhe.de Gründung 31. Juli 2000 Unternehmensgegenstand Erarbeitung der Planung, Projektentwicklung, Finanzierung und Realisierung der Neuen Messe Karlsruhe auf dem Gelände des ehemaligen Verkehrslandeplatzes Karlsruhe- Forchheim zum Zwecke der anschließenden Vermietung an eine Messebetriebsgesellschaft. Geschäftsführung Die Geschäftsführung liegt bei der Messe Karlsruhe GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin. Diese ist am Kapital der NMK nicht beteiligt und handelt durch ihre Geschäftsführung. Gesellschafter Stadt Karlsruhe Landkreis Karlsruhe Stadt Baden-Baden Handwerkskammer Karlsruhe IHK Karlsruhe Landkreis Germersheim Landkreis Südliche Weinstraße Regionalverb. Mittlerer Oberrhein Stadt Landau Anteile Stamm-/ und Kommanditkapital 69,90 % = 28,51 % = 1,23 % = 0,12 % = 0,12 % = 0,03 % = 0,03 % = 0,03 % = 0,03 % = 58,277 Mio. € 23,775 Mio. € 1,022 Mio. € 0,102 Mio. € 0,102 Mio. € 0,021 Mio. € 0,021 Mio. € 0,021 Mio. € 0,021 Mio. € 100 % = 83,361 Mio. € Gesellschafterversammlung OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Rheinstetten über das zu bebauende Grundstück (Laufzeit 99 Jahre). Mietvertrag mit der KMK über die Anmietung der Neuen Messe auf 29 Jahre. Personalgestellungsvertrag mit der Karlsruhe Messe und Kongress GmbH.. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wurde von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Karlsruhe geprüft. 206 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | NMK Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Gesellschaft schließt 2019 mit einem Jahresergebnis von -1.411 T€ (Vorjahr: -1.522 T€) ab. Wie in den Vorjahren bestand im Geschäftsjahr 2019 der Geschäftszweck in der Vermietung der Gebäude und Außenanlagen an die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH. Darüber hinaus befasste sich die Gesellschaft mit der Beseitigung von nach der Fertigstellung aufgetretenen Mängeln sowie der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen. Es sind keine Verfahren mehr anhängig, an denen die Gesellschaft als Beklagte beteiligt ist. Ausblick Auch das geplante Ergebnis für 2020 (-2.714 T€) ist geprägt durch die Aufwendungen für Abschreibungen, Behebung von Baumängeln sowie Nachrüstungen wegen unterlassener Maßnahmen beim Neubau. Insbesondere erste Maßnahmen aus nicht bis zu einem Gerichtsurteil weiteraufschiebbaren Instandhaltungsarbeiten aus Baumängeln (Sanierung der Glasfugen) belasten das Ergebnis. Nach mittlerweile 16 Jahren Messebetrieb sind auch notwendige Sanierungsmaßnahmen an den Messehallen und die Ersatzbeschaffungen veralteter Infrastruktur berücksichtigt. Ziel ist es eine Verschlechterung des Gebäudezustands zu vermeiden und die Betriebsfähigkeit und die Betriebssicherheit der Messehallen zu gewährleisten. Dies ist für eine langfristige Entwicklung sowie weitere Auslastung des Messegeländes mit qualitativ hochwertigen und werthaltigen Veranstaltungen Voraussetzung. In 2020 ist die Vereinfachung der Beteiligungsstruktur der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG vorgesehen. Als alleinige Kommanditisten werden die Stadt Karlsruhe und der Landkreis Karlsruhe verbleiben. Risiken Ein Risiko ist der Ausgang der Rechtsstreitigkeiten bezüglich der Baumängel. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die NMK sieht ein wichtiges Handlungsfeld in ihrem Beitrag zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit. Eingebettet in das Karlsruher Klimaschutzkonzept 2030 ist die NMK bestrebt, klimafreundliche und nachhaltige Maßnahmen im Rahmen der Instandhaltung der Messe umzusetzen. Hier stehen Gebäudetechnik und Infrastruktur besonders im Fokus. Grundsätzlich werden Bauleister auch unter dem Aspekt des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit ausgewählt und beauftragt. Dies führt häufig dazu, dass aktuelle Verordnungen nicht nur eingehalten sondern übertroffen werden. Bereits beim Bau der Messe wurde großes Augenmerk auf den Klimaschutz gelegt: So erfolgt die Kühlung bspw. über Brunnenwasser, arbeitet die Lüftungsanlage mit Rotationswärmetauschern, wurde baulich auf hohen Tageslichteintrag geachtet, wird mit Niedertemperatur-Heizkessel geheizt etc. Aktuell wird die Beleuchtung sukzessive auf LED umgestellt, um den Stromverbrauch zu reduzieren. Der Strom ist zu 100% Ökostrom. Ebenfalls geplant ist die Sanierung im Hinblick auf die Lichtbänder in den Dächern, um den hohen Tageslichteintrag zu erhalten. NMK | Stadtkämmerei | 207 Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 73.097.494 0 5.042.446 0 0 78.139.940 A. B. C. D. E. Eigenkapital Kommanditkapital Variables Kapital Buchmäßiges Eigenkapital Sonderposten für Investitionszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 83.361.028 -32.652.536 50.708.492 11.796.603 2.119.500 13.515.345 0 78.139.940 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 2) 2017 2) 2018 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +4.204 +4.204 +4.204 +4.247 +4.298 +4.298 2. Sonstige betriebliche Erträge +1.088 +2.378 +1.723 +1.805 +1.098 +1.098 3. Abschreibungen -4.551 -4.549 -4.544 -4.524 -4.611 -4.610 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.192 -2.938 -2.240 -2.695 -1.963 -2.866 5. Zinsen und ähnliche Erträge +0 +182 +12 +404 +5 +0 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -389 -353 -324 -295 -294 -281 7. Steuern von Einkommen und vom Ertrag -0 -0 -0 -0 -0 -0 8. Ergebnis nach Steuern -839 -1.075 -1.169 -1.058 -1.467 -2.361 9. Sonstige Steuern -338 -353 -353 -353 -353 -353 10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1.177 -1.427 -1.522 -1.411 -1.820 -2.714 11. Belastung variables Kapital Gesellschafter -27.115 -28.292 -29.719 -31.241 -31.241 -32.652 12. Variables Kapital -28.292 -29.719 -31.241 -32.652 -33.061 -35.366 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 208 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | NMK Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 98,9 96,9 96,0 93,5 2. Umlaufintensität (in %) 1,1 3,1 4,0 6,5 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 42 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 62,8 63,3 64,5 64,9 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 63,5 65,3 67,2 69,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -28,0 -33,9 -36,2 -33,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -2,1 -2,7 -2,9 -2,8 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -0,9 -1,3 -1,5 -1,4 4. Kostendeckung (in %) 65,0 51,3 56,3 54,0 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern + 3.374 +3.122 +3.022 +3.122 5.2 nach Ertragsteuern + 3.374 +3.122 +3.022 +3.112 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. KME | Stadtkämmerei | 209 38. KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH Kontaktdaten Alter Schlachthof 11b 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 782045-0 Fax: 0721 782045-999 info@karlsruhe-event.de www.karlsruhe-event.de Gründung Die Gesellschaft ist entstanden infolge der Ausgliederung des Geschäftsbereichs „Das Fest“ aus dem Vermögen des Vereins „Stadtjugendausschuss e. V.“ nach Maßgabe des Spaltungsplans vom 16. Dezember 2009 und des Versammlungsbeschlusses vom 21. Januar 2010. Unternehmensgegenstand Die Konzeption, Vorbereitung, Durchführung und Weiterentwicklung von kulturellen, sportlichen, unterhaltenden und sonstigen Veranstaltungen, die im städtischen Interesse und im Rahmen einer strategischen Gesamtaufstellung der Stadt Karlsruhe erforderlich sind, insbesondere die Veranstaltung "DAS FEST", eine generations- und spartenübergreifende Kulturveranstaltung für Karlsruhe und die Region unter besonderer Berücksichtigung der Interessen von Kindern und Jugendlichen. Dabei trägt die Gesellschaft dazu bei, den Bekanntheitsgrad der Stadt Karlsruhe zu erhöhen und ihr identitätsstiftendes Profil zu fördern. (GV in der Fassung vom 10.01.2018). Weiterhin ist die KME verantwortlich für sämtliche operativen Tätigkeiten des allgemeinen Standortmarketings sowie für Sponsoring- und Kommunikationsmaßnahmen. Das Citymarketing setzt die KME im Auftrag der KASIG um, es beinhaltet die Innenstadtbezogenen Marketingaktivitäten, -kampagnen sowie Großveranstaltungen. Geschäftsführung Martin Wacker Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadtjugendausschuss e. V. Anteile Stammkapital 95 % = 5 % = 475.000 € 25.000 € 100 % = 500.000 € Aufsichtsrat Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 10. Januar 2018 wurde ein Aufsichtsrat gebildet. 13 Mitglieder OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) StR Detlef Hofmann (stellv. Vorsitz, bis 23.09.2019) StR Renate Rastätter (stellv. Vorsitz, ab 24.09.2019) StR Benjamin Bauer (ab 24.09.2019) StR Lukas Bimmerle (ab 24.09.2019) StR Dr. Rahsan Dogan StR Ellen Fenrich (ab 24.09.2019) StR Thomas H. Hock Jörg Lesser (ab 24.09.2019) StR Irene Moser (ab 24.09.2019) StR Markus Schmidt (ab 24.09.2019) Susanne Trauth (ab 24.09.2019) StR Sibel Uysal StR Christine Weber (ab 24.09.2019) StR Dr. Raphael Fechler (bis 23.09.2019) StR Michael Haug (bis 23.09.2019) StR Ekkehard Hodapp (bis 23.09.2019) StR Joschua Konrad (bis 23.09.2019) Daniel Melchien (Stadtjugendausschuss) (bis 23.09.2019) StR Tilman Pfannkuch (bis 23.09.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. 210 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KME Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2015/16 1) 2016/17 1) 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 2) 2) 2) 2) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung/Aufsichtsrat 3) - - 2 4 1) Die Geschäftsjahre beginnen jeweils am 1. Oktober eines Kalenderjahres und enden am 30. September des folgenden Jahres. Ab 01.01.2018: Geschäftsjahr = Kalenderjahr. 2) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 3) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wird vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3 ) 2016 2017 5) 2018 6) 2019 Arbeiter 4) 0,00 0,00 0,00 0,00 Angestellte 4) 10,67 11,60 17,63 21,75 Beamte 4) 0,00 0,00 0,85 1,00 Gesamtbelegschaft 10,67 11,60 18,48 22,75 Auszubildende 1,00 1,00 1,00 3,00 1) Umgerechnete Vollkraftstellen (ab 1. Mai 2014) 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten 5) Stand zum 30.09.2017 6) Zum 01.01.2018 teilweiser Personalübergang von der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe von 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 1) 2018 2019 1. Verlustausgleich 0 0 0 0 2. Erhöhung Stammkapitalanteil 0 400 0 0 3. Konsumtive Zuschüsse 2.615 2.585 2) 3.057 3.396 3) 4. Investive Zuschüsse 0 0 0 0 Zusammen 2.615 2.985 3.057 3.378 1) inkl. Rumpfgeschäftsjahr 01.10.2017 - 31.12.2017 2) 2.287.175,98 € (Wirtschaftsplan 2017) + 297.667 € (Wirtschaftsplan Rumpfgeschäftsjahr 2017) 3) inkl. Zuschuss für die Abwicklung „Böllerfreier Schlossplatz (Silvester)“ i.H.v. 18.000 €. KME | Stadtkämmerei | 211 Leistungszahlen Das Fest 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Besucherzahlen 1.1 Sport- und Familienbereich Vorwoche 26.000 35.000 30.000 26.000 Freitag 10.000 15.000 15.000 25.000 Samstag 30.000 25.000 18.000 30.000 Sonntag 45.000 40.000 40.000 40.000 Zusammen 111.000 115.000 103.000 121.000 1.2 Hügelbereich Freitag 28.000 38.000 40.000 40.000 Samstag 45.000 40.000 38.000 40.000 Sonntag 45.000 45.000 45.000 45.000 Zusammen 118.000 123.000 123.000 125.000 1.3 Gesamt 229.000 238.000 226.000 246.000 2. Getränkeerlös pro Kopf (in €) 3,82 4,23 3,96 4,38 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Neben dem o.g. Unternehmensgegenstand ist die KME im Bereich Marketing verantwortlich für sämtliche operativen Tätigkeiten des allgemeinen Standortmarketings sowie für Sponsoring- und Kommunikationsmaßnahmen. Das Citymarketing wird im Rahmen des Kooperationsmarketings im Auftrag der KASIG umgesetzt und gefördert. Es umfasst die Innenstadt bezogenen Marketingaktivitäten, -kampagnen sowie Großveranstaltungen. Zusammengenommen trägt die KME wesentlich dazu bei, den Bekanntheitsgrad der Stadt Karlsruhe zu erhöhen und ihr identitätsstiftendes Profil zu fördern. Ergänzend ist die KME in beratender und dienstleistender Funktion tätig. Ein besonders herausgehobener Schwerpunkt ist dabei das Thema „Sicherheit“. Hierin hat die KME über die Jahre eine fachliche Expertise entwickelt und wird vorrangig im kommunalen Kontext als zentraler Ansprechpartner wahrgenommen und angefragt. Nachfolgend werden die im Geschäftsjahr 2019 durchgeführten wesentlichen Veranstaltungen chronologisch erläutert: Die Eisfläche konnte in der Saison 2018/2019 fast durchgängig geöffnet bleiben und lockte 64.000 Wintersportlerinnen und Wintersportler aufs Eis. Ein neues Gastronomiekonzept wurde erfolgreich umgesetzt. Beim INDOOR MEETING Karlsruhe am 02. Februar 2019 erlebten 5.000 Besucherinnen und Besucher in der Messe Karlsruhe zahlreiche Weltjahresbestleistungen und Rekorde der internationalen Leichtathletikathleten mit. Das FEST der Sinne mit Genuss-, Bio-, Stoff- und Flohmarkt wurde am 4. und 5. Mai 2019 als Veranstaltung des Citymarketings der KME in Kooperation mit der KASIG und der CiK durchgeführt. Die Resonanz der innerstädtischen Unternehmen war trotz der schwierigen Wetterbedingungen überwiegend positiv. Wie in den Jahren zuvor verkehrte die Tram-Linie 1 kostenfrei zwischen Innenstadt und Durlach. Das VerfassungsFEST fand vom 22. bis 25. Mai 2019 statt und wurde von 40.000 Besucherinnen und Besuchern national als zentrale Veranstaltung zum Jubiläum des Grundgesetzes wahrgenommen. Das Fest war sowohl zu Beginn der Veranstaltung am 23. Mai sowie zum Abschluss am 25. Mai in der Tagesschau sowie den Tagesthemen präsent und hat Karlsruhe bundesweit präsentiert. Prominente Gäste würdigten die Feier zum 70. Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes in Karlsruhe. Rund 14.000 Besucherinnen und Besucher besuchten die 3. India Summer Days am 13. und 14. Juli 2019. Das Land Baden-Württemberg unterstützte die India Summer Days durch die Schirmherrschaft des 212 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KME Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann sowie durch eine Verdopplung des Zuschusses aufgrund des hohen kulturellen Wertes der Veranstaltung. 260.000 Besucherinnen und Besucher lockte im Juli DAS FEST 2019 wieder in die Günther-Klotz-Anlage. Neben einer ausgeglichenen Bilanz konnten auch inhaltlich alle von der KME gesetzten Jahresziele erreicht werden. Die neue Kooperation mit den Veranstaltern des Karlsruher Kunst- und Design-Weihnachtsmarktes „Lametta“ für das Kreativdorf hat sich bewährt. Fast 320.000 Besucherinnen und Besucher (im Schnitt 8.200 / Tag) kamen zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN 2019, dabei zumeist am Samstag. Diese Konzentration schafft zusätzliche Herausforderungen an die Infrastruktur. Änderungen im Bereich der Projektions- und Tontechnik sorgten für ein verbessertes Erlebnis unter Berücksichtigung der Anwohnerinnen und Anwohner, so dass keine Beschwerden über zu laute Musik eingingen. Hierzu wurden außerdem die Programmzeiten geändert, mit früheren Endzeiten von Sonntag- bis Donnerstagabend. Die Rahmenveranstaltungen „Goldene Gitarre“ des Radiosenders „die neue welle“, das Oldtimer-Event „Tribut an Carl Benz“ sowie die Foodtruck Convention verliefen erfolgreich und sorgten schon tagsüber für ein hohes Besucheraufkommen und für Anknüpfungspunkte bei weiteren Zielgruppen. Im zweiten Jahr der Koordination des Tags des offenen Denkmals durch die KME wurden erstmals thematische Routen zu Fuß, mit der Bahn und per Rad angeboten. Zudem wurden Persönlichkeiten aus Stadt und Kultur, die Akteure des Denkmaltags und die Bevölkerung zu einer Eröffnungsfeier am Vorabend des Denkmaltags eingeladen. Die Zusammenarbeit mit der KulturRegion wurde weiter intensiviert und die Auflage des auch an Umfang gewachsenen Programmhefts erhöht. Insgesamt wurden über 12.500 Besucherinnen und Besucher verzeichnet. Anhand des Stadtfestes am 12. und 13. Oktober 2019 zeigten sich deutlich die Synergieeffekte, die sich aus der Eingliederung des Citymarketings in die KME ergeben. Durch die Planungs- und Produktionskompetenzen „im Haus“ konnten Aufwand und Kosten für externe Dienstleister reduziert werden und gleichzeitig die Qualität gesteigert werden. Das dezentrale Veranstaltungskonzept des Stadtfestes mit der Einbindung der innerstädtischen Plätze und zusätzlichen Kleinkunststationen wurde gut angenommen. In diesem Jahr wurde auch der Kronenplatz als Veranstaltungsort einbezogen und mit einem eigenständigen und zum Umfeld bzw. zu den Anliegern passenden Konzept („Urban Art“) bespielt. Parallel fand der „Tag der offenen Baustelle“ der KASIG am Durlacher Tor statt, den die KME im Auftrag der KASIG durchführte. Rund 15.000 Besucherinnen und Besucher - und damit weit über den Erwartungen - nutzten die Gelegenheit und schauten sich die künftige unterirdische Haltestelle an. Oberirdisch luden Live-Musik, eine Aktionsfläche für Kinder sowie Gastronomie zum Verweilen ein. Mit dem traditionellen gemeinsamen Eröffnungsrundgang startete die Weihnachtsstadt Karlsruhe am 26. November 2019. Eigens für Karlsruhe geschaffene Lichtfiguren markierten die Verbindungsachsen der weihnachtlichen Highlights, Christkindlesmarkt und Stadtwerke EISZEIT. Bei letzterer wurden in der diesjährigen 17. Saison die Donnerstagabend-Eisdiscos „Beat Nights“ unter verschiedene Mottos gestellt. Das Gastronomiekonzept wurde nach den Erfahrungen aus der letzten Saison verbessert. Die Stadtwerke Eiszeit dauerten bis 2. Februar 2020 und wurden von über 75.000 Wintersportlerinnen und Wintersportler besucht. Zu Silvester 2019 richtete die Stadt Karlsruhe erstmals eine feuerwerksfreie Zone auf dem Karlsruher Schlossplatz ein. Die KME koordinierte in enger Absprache mit Polizei, Stadtwerke Karlsruhe, Ordnungsamt und Tiefbauamt sämtliche Sicherheitsmaßnahmen im Vorfeld sowie in der Silvesternacht zur Umsetzung des Vorhabens, das von der Bevölkerung fast ausnahmslos positiv aufgenommen wurde. Der Bereich Marketing füllt mehr und mehr die Rolle und Bedeutung als zweite namentliche Säule der KME aus. So wurden auch 2019 zahlreiche Marketingmaßnahmen (u.a. Messeauftritte, Monopol Sonderheft) für die KME- Veranstaltungen als auch verstärkt für den Gesamtstandort Karlsruhe umgesetzt. Direkt eingebunden und beratend tätig ist der Bereich Marketing in die Kommunikation bzw. in die Konzepte der IQ-Themen „Zukunft Innenstadt“, „Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt“ sowie „Moderne Verwaltung“. Dabei koordiniert und steuert die KME die beauftragten Werbeagenturen. Parallel dazu hat die KME die erfolgreiche Bewerbung der Stadt Karlsruhe um den Titel einer UNESCO City of Media Arts mit vorangetrieben und arbeitet im Executive KME | Stadtkämmerei | 213 Board an führender Stelle mit. Dem Bereich Marketing ist weiterhin das Sponsoring zugeordnet. Die KME ist intensiv bestrebt, seine Sponsoringakquise und -betreuung zu bündeln und somit veranstaltungsübergreifend zu konzipieren. Dies ermöglicht einen größeren Spielraum für die Akquise neuer Partner und sorgt für individuelle, den Partnerunternehmen angepasste Sponsoringpakete. Das Citymarketing der KME führt im Auftrag des Kooperationsmarketings Veranstaltungen und Projekte durch. Nach organisatorischer Neuaufstellung Anfang des Jahres wurden neben den o.g. Veranstaltungen im Geschäftsjahr Marketingkooperationen mit Printmedien, das Adventsmarketing, die Betreuung der Webseite www.karlsruhe-erleben.de (die in diesem Jahr zusammengeführt wurde mit www.karlsruhe-tourismus.de), das Zwischennutzungsmanagement sowie Maßnahmen rund um den Umbau des Marktplatzes in Kooperation mit dem Tiefbauamt umgesetzt. Das Citymarketing ist auch in den IQ-Prozess „Zukunft Innenstadt“ eingebunden. Darüber hinaus wurde ein informeller Gesprächskreis der acht größten Handelsunternehmen und Center der Innenstadt ins Leben gerufen. Das Citymarketing ist in die neu initiierten „Fachgruppe Handel“ der CIK sowie in der Gruppierung „Karlsruher Köpfe“ involviert. Ziel ist es, die Anliegen und Bedürfnisse der Unternehmen stärker als bislang bei den Maßnahmen für die Innenstadt berücksichtigen zu können. Mit den bereits bei den Veranstaltungen beschriebenen Einzelhandelsaktionen zum VerfassungsFEST und den SCHLOSSLICHTSPIELEN konnten dazu erste erfolgreiche Verknüpfungen umgesetzt werden. Im Rahmen ihrer Funktion als Geschäftsstelle für die Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen 2021 in Karlsruhe übernimmt die KME zentrale Tätigkeiten in Abstimmung mit dem kirchlichen Koordinierungsbüro und koordiniert zahlreiche Arbeitsgruppen zur Vorbereitung dieses Großevents. Weiterhin wurde die KME bei Veranstaltungen, die innerhalb Karlsruhes entweder von anderen kommunalen Dienststellen oder von externen Dritten durchgeführt werden, als Beratungsdienstleister „Sicherheit“ hinzugezogen. Ausblick Die KME hat mit der Verknüpfung von ihrer langjährigen Eventtätigkeit mit Marketingkompetenzen im lokalen Citymarketing bzw. überregionalem bis internationalem Stadt- und Standortmarketing ein rundes Geschäftsportfolio geschaffen. Die verstärkt synergetische Umsetzung dieses Profils gerade im letzten Jahr lässt vielversprechende Entwicklungen für die nächsten Jahren erkennen. Der Tätigkeitsbereich Sicherheit erfährt gerade in der aktuellen Coronasituation eine besondere Brisanz bzw. Relevanz. Die sich daraus weiter manifestierenden Strukturen differenzieren die KME als Gesamtunternehmen weiter aus. Risiken Die global auftretende Pandemie des Virus SARS-Cov-2 (Corona) sowie die entsprechenden Bundes- und Landesverordnungen über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus trifft die KME seit Mitte März 2020 unmittelbar in ihrer Geschäftstätigkeit. Insbesondere die Entscheidung, dass Großveranstaltungen bis zum 31. Oktober 2020 nicht gestattet sind, verändert die Planungen für das Geschäftsjahr 2020 grundlegend. Mittlerweile (Stand Juli 2020) wurden einige Veranstaltungen in den Herbst des laufenden Jahres bzw. in das Folgejahr 2021 verschoben. Nach wie vor besteht das Risiko, von Unwetter- und / oder Gefährdungsereignissen (Terroranschläge) betroffen zu sein. Nunmehr sind auch epidemiologische Aspekte als mögliches Risiko zu nennen. So können auftretende Änderungen an geltenden Verordnungen dazu führen, dass Sicherheitskonzepte kurzfristig maßgeblich geändert werden müssen, um entsprechende Hygiene- und Distanzierungsmaßnahmen umzusetzen. Dies führt weitergehend zu ungeplanten Kostensteigerungen und/oder zu Einnahmeausfällen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Für die KME sind die Aspekte Klimaschutz und Nachhaltigkeit von besonderer Bedeutung. Die Gesellschaft orientiert sich dabei an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN. Somit geht es nicht nur um den Einsatz von entsprechenden Materialien wie PLA-Becher oder Einweggeschirr aus Palmblatt / Zuckerrohr bei den Veranstaltungen. Vielmehr wurden insbesondere im Geschäftsjahr 2019 Weichen gestellt, um diese Bedeutung auch in der strategischen Unternehmensentwicklung zu implementieren sowie personell zu verankern. Die 214 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KME Verantwortung der KME für Nachhaltigkeit wurde wörtlich in die KME-Strategie aufgenommen. Weiterhin sind Offenheit, Toleranz und nachhaltiges Denken Basis des Handelns der KME. Das langfristige Ziel soll sein, umfassende Konzepte in Bezug auf nachhaltige Veranstaltungen umzusetzen sowie einen selbstverständlichen nachhaltigen Denkansatz bei jeglichen KME-Aktivitäten zu etablieren. Konkret wurden bei DAS FEST folgende Ziele erreicht und Maßnahmen durchgeführt: Mit Einführung der Klima-Akademie wurden bei DAS FEST unter Mitwirkung der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK), des Fraunhofer Instituts für Chemische Technologie (ICT), der Baden- Württemberg Stiftung, des NABU - Naturschutzbund Deutschland e.V. und dm-drogerie markt GmbH + Co. KG die FEST-Besucherinnen und -Besucher erstmals mittels Ausstellungen und interaktiven Modulen zum Thema Nachhaltigkeit im größeren Umfang informiert und zum aktiven Mitwirken animiert. Die Fahrradparkplätze wurden erweitert und durch weitere Serviceangebote (kostenlose Swapfiets- Fahrräder zwischen Hauptbahnhof und Festivalgelände, kostenlose E-Bike-Ladestationen) bereichert. Durch eine Ausweitung des Rollstuhlfahrer-Podestes vor der Hauptbühne konnte das Service-Angebot für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer ausgeweitet werden. An der Weiterverwendung der gebrauchten PLA-Becher bei DAS FEST wurde gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT) erforscht. Hierbei geht es um die Herstellung von Granulat aus den Bechern, aus denen dann z.B. Bumerangs, T-Shirtgarn o.ä. entstehen können. Erste Teststücke wurden bereits produziert. Durch ein von der KME erarbeitetes und ständig optimiertes Müllkonzept in Zusammenarbeit mit dem AfA konnte der Restmüll kontinuierlich reduziert werden. Der Einsatz von Kompost-Toiletten verringert die Anzahl der herkömmlichen Toilettenkabinen mit Chemie. Es erfolgte die jährliche Überprüfung und Zertifizierung durch ein unabhängiges europäisches Audit („A Greener Festival“ - Award). Kurzbilanz 2019 Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 8.495 400.891 131.030 1.385.841 153.106 79.241 2.158.604 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 500.000 40.869 459.131 227.037 1.350.059 122.376 2.158.604 KME | Stadtkämmerei | 215 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016/17 1)3) Rumpf- geschäfts- jahr 2017 4) 2018 2019 5) Plan 2019 2) Plan 2020 2) 1. Umsatzerlöse +4.920 +249 +4.776 +6.297 +5.940 +5.668 2. Bestandsveränderungen +0 +0 +0 -13 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +2.907 +321 +4.183 +3.773 +3.718 +4.548 7) 4. Materialaufwand -6.225 -242 -6.359 -7.069 -7.243 -7.451 5. Personalaufwand -1.167 -227 -1.805 -1.897 6) -1.698 -1.849 6. Abschreibungen -34 -12 -83 -106 -85 -80 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -473 -97 -751 -893 -632 -836 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +3 +0 +1 +1 +0 +0 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 -13 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern -69 -8 -38 +79 +0 +0 11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -69 -8 -38 +79 +0 +0 12. Verlustvortrag -5 -74 -82 -120 - - 13. Bilanzgewinn/-verlust -74 -82 -120 -41 +0 +0 1) Die Geschäftsjahre beginnen jeweils am 1. Oktober eines Kalenderjahres und enden am 30. September des folgenden Jahres. 2) Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr, vorläufiger Stand zum 31.12.2019. 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 4) Rumpfgeschäftsjahr 2017 umfasst den Zeitraum 01.10.2017 – 31.12.2017. 5) vorbehaltlich der verbindlichen Erstellung, Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2019 6) inkl. Aushilfen und projektbezogen Beschäftigten (sind in den Planwerten unter Materialaufwand enthalten) 7) darin städt. Zuschüsse i.H.v. 4.137 T€ Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 17,6 15,2 21,2 19,0 2. Umlaufintensität (in %) 81,7 84,1 76,5 77,4 3. Investitionen (in T€) 23 37 36 52 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 10,6 39,9 17,3 21,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 60,0 262,3 81,9 112,2 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +0,0 -1,4 -0,8 +1,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +0,5 -16,3 -10,0 +17,2 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +0,1 -6,5 -1,7 +3,7 4. Kostendeckung (in %) 57,7 62,3 53,1 63,2 5. Cash Flow (in T€) nach Ertragssteuern +33 -35 +45 +185 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 2) 12,4 11,9 18,0 16,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 2) 77.428 81.235 87.848 73.922 1) Bei der Berechnung der Kennzahlen wurden die Aushilfslöhne nicht berücksichtigt. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 216 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KTG 39. KTG Karlsruhe Tourismus GmbH Kontaktdaten Kaiserstraße 72-74, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 602997-580 Fax: 0721 602997-900 pascal.rastetter@karlsruhe-tourismus.de www.karlsruhe-erleben.de Gründung Die Gesellschaft wurde durch Abspaltung des Geschäftsbereiches Tourismus von der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH gegründet. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 4. Juni 2014. Unternehmensgegenstand Konzeption, Organisation und Abwicklung des Karlsruher Tourismus einschließlich Hotelvermittlung und Betrieb von touristischen Informationsstellen (GV in der Fassung vom 2. Mai 2016). Geschäftsführung Klaus Hoffmann Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat 13 Mitglieder EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz), StR Detlef Hofmann (stellv. Vorsitz) StR Benjamin Bauer (ab 25.09.2019) StR Lukas Bimmerle (ab 25.09.2019) StR Dr. Rahsan Dogan StR Ellen Fenrich (ab 25.09.2019) StR Thomas H. Hock (ab 25.09.2019) Jörg Lesser (ab 25.09.2019) StR Irene Moser (ab 25.09.2019) StR Renate Rastätter (ab 25.09.2019) StR Markus Schmidt (ab 25.09.2019) Frau Susanne Trauth (ab 25.09.2019) StR Sibel Uysa StR Christine Weber (ab 25.09.2019) StR Dr. Raphael Fechler (bis 24.09.2019) StR Michael Haug (bis 24.09.2019) StR Ekkehard Hodapp (bis 24.09.2019) StR Joschua Konrad (bis 24.09.2019) StR Eduardo Mossuto (bis 24.09.2019) StR Tilman Pfannkuch (bis 24.09.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 3 4 3 5 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) In der Gesellschaft ist seit dem 02.05.2016 ein Aufsichtsrat eingesetzt. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. KTG | Stadtkämmerei | 217 Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Angestellte 4) 21,25 20,53 21,65 21,33 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 21,25 20,53 21,65 21,33 Auszubildende, Volontäre 1,0 1,0 3,0 5 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe von 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Betriebskostenzuschuss 2.480 2.628 2.850 2.904 2. Projektzuschuss Auslandsmarktbearbeitung 50 49 52 52 3. Projektzuschuss Touristische Vermarktung Stadtgeburtstag - - - - 4. Projektzuschuss Städte- und Kulturtourismus 50 - - - 5. Projektzuschuss 150 Jahre Zoo - - - - Zusammen 2.580 2.677 2.902 2.956 Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Anzahl der Gästeankünfte 638.846 669.579 658.668 655.007 davon Ausland 140.777 151.882 149.365 144.249 2. Anzahl der Übernachtungen 1.101.223 1.168.584 1.139.836 1.149.181 davon Ausland 268.877 295.655 274.776 267.736 3. Verweildauer pro Gast in Tagen 1,72 1,75 1,73 1,75 davon Ausland 1,91 1,95 1,84 1,86 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresergebnis von +8 T€ Im Berichtsjahr 2019 konnte ein Anstieg der Übernachtungskennzahlen verzeichnet werden. Rund 655.000 Ankünfte und 1.149.181 Übernachtungen wurden 2019 in den Karlsruher Hotels registriert. Dies entspricht einem Zuwachs des Übernachtungsvolumens von 1% gegenüber dem Vorjahr. Im Quellmarkt Deutschland wurden im Jahr 2019 rund 881.500 Übernachtungen und damit ein Plus von 1,9% registriert. Aus den Auslandsmärkten wurden rund 267.800 Übernachtungen gebucht, 7% weniger als im Vergleich zum Vorjahresergebnis. 77% der Übernachtungen werden demnach aus Deutschland und 23% aus dem Ausland getätigt. Die wichtigsten ausländischen Quellmärkte sind Schweiz/Lichtenstein, Niederlande, Frankreich, USA, Österreich. Anschließend folgen Großbritannien, Italien, Belgien China, VR/Hongkong und wieder unter den ersten zehn Quellmärkten Israel. Im Oktober 2019 wurde Karlsruhe beim Award „European Capital of Smart Tourism“ in der Kategorie „Kulturelles Erbe & Kreativität“ mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Die Bewerbung erfolgte auf Initiative der KTG Karlsruhe Tourismus GmbH. Die Auszeichnung erlaubt neben der Nutzung des Titels auch die aktive Vertretung der Stadt Karlsruhe im Arbeitskreis der European Cities of Smart Tourism durch die Gesellschaft im Jahr 2020. Mit dem „Schaufenster Karlsruhe“ wurde am 18. November 2019 die digitalste Tourist-Information Europas am Marktplatz eröffnet. Die KTG Karlsruhe Tourismus GmbH hat für die Stadt Fördermittel aus dem 218 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KTG Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes Baden-Württemberg beantragt, die aufgrund des innovativen Konzepts auch bewilligt wurden. Ausblick Durch die neue Tourist-Information im „Schaufenster Karlsruhe“ wird mit einer höheren Kundenfrequenz und steigenden Einnahmen gerechnet. Mit der „Kaum-zu-Glauben“-Kampagne bündelt die KTG die Mittel, um gezielt innerhalb Deutschlands in folgenden Quellmärkten zu werben: Würzburg, Nürnberg, Frankfurt/Main, Wiesbaden, Mainz und Köln. Ziel ist es, potentielle Gäste zu einem Besuch von Karlsruhe zu inspirieren und zum Buchen zu animieren. Die komplette Tourismusbranche ist von der Corona-Pandemie existenziell betroffen. Aufgrund der behördlichen Anordnungen waren touristische Übernachtungen für ca. zwei Monate untersagt, weshalb von einem starken Rückgang der Anreise- und Übernachtungszahlen ausgegangen werden muss. Gleichermaßen werden die touristischen Umsätze der Gesellschaft aufgrund des reduzierten touristischen Aufkommens voraussichtlich im Jahr 2020 eine negative Entwicklung nehmen. Die KTG Karlsruhe Tourismus GmbH hat den Auswirkungen dieser Krise sehr schnell mit der Umsetzung einer smart@home-Kampagne entgegengewirkt. Diese wurde gemeinsam mit der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH sowie der City Initiative Karlsruhe e. V. Aktionen zur Unterstützung der Leistungsträger und Partner durchgeführt. Risiken Der Fortbestand der Gesellschaft hängt mittel- und langfristig davon ab, dass die Gesellschafterin Stadt Karlsruhe in ausreichendem Umfang Kapital und Liquidität zur Verfügung stellt. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Im Jahr 2019 hat die Gesellschaft den Arrondierungsprozess der Höhenstadtteile Grünwettersbach, Palmbach, Stupferich, Hohenwettersbach und Durlach zum Naturpark Schwarzwald Mitte / Nord e. V. unterstützt. Durch die Zugehörigkeit lassen sich neue touristische Kooperationen bilden und Potentiale ausschöpfen. Die KTG Karlsruhe Tourismus GmbH engagiert sich aktiv im IQ-Thema „Grüne Stadt Karlsruhe“ und schafft hier auch entsprechende Angebote. So ist die NaturRADtour Karlsruhe ein Produkt, mit dem Gäste und Einheimische Stadt und Naturschutz aktiv erleben können. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 78.807 343.266 1 32.709 1.335.701 48.465 68.381 1.907.330 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzgewinn Kapitalrücklage Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 25.000 4.090 250.000 279.090 227.275 1.394.947 6.017 1.907.330 KTG | Stadtkämmerei | 219 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 4) 2017 2) 4) 2018 2) 2019 Plan 2019 1) Plan 2020 1) 1. Umsatzerlöse +356 +3.112 +3.462 +3.795 +3.755 +3.970 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3) +0 +41 +11 -19 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +2.715 +94 +164 +78 +0 +0 4. Materialaufwand -151 -138 -134 -111 -120 -120 5. Personalaufwand -1.557 -1.624 -1.706 -1.594 -1.839 -1.899 6. Abschreibungen -18 -28 -91 -68 -71 -84 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.344 -1.456 -1.705 -2.073 -1.792 -1.867 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 -0 +0 +0 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 -1 -1 +1 +0 +0 11. Ergebnis nach Steuern +1 +0 +0 +9 +0 +0 12. Sonstige Steuern +0 +0 -0 -0 +0 +0 13. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag +1 +0 +0 +8 +0 +0 14. Gewinn-/Verlustvortrag -5 -4 -4 -4 - - 15. Bilanzgewinn/-verlust -4 -4 -4 +4 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan”; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Zuschüsse der Stadt Karlsruhe wurden ab dem Jahresabschluss 2017 den Umsatzerlösen zugeordnet. 3) Der Ausweis des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfolgte erstmals mit Jahresabschluss 2017. 4) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 9,4 13,0 8,8 22,1 2. Umlaufintensität (in %) 90,6 84,9 89,4 74,3 3. Investitionen (in T€) 42 57 165 335 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 3,7 3,3 1,2 14,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 39,3 25,4 13,5 66,1 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) + 0,1 + 0,0 +0,0 +0,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 2,6 + 1,2 + 2,3 +2,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 0,1 + 0,0 + 0,0 +0,4 4. Kostendeckung (in %) 11,6 95,9 95,2 98,7 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +19,5 + 29,5 + 92,5 +75,7 5.2 nach Ertragsteuern +19,1 + 28,1 + 91,3 +76,2 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 50,7 50,0 46,9 41,4 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 73.593 79.081 78.796 74.740 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 220 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Stadtmarketing 40. Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i. L. Kontaktdaten Kaiserstraße 72 – 74, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 602997-502 Fax: 0721 602997-900 Gründung 17. Dezember 2001 Unternehmensgegenstand Erarbeitung von Strategien und Konzepten zur Positionierung und Erhöhung des Bekanntheitsgrades für Karlsruhe, zur Förderung ihres identitätsstiftenden Profils einschließlich deren Umsetzung. Sie kann im Einzelfall eigene Veranstaltungen oder Veranstaltungen im Auftrage Dritter durchführen (GV in der Fassung vom 28. März 2011). Liquidator/ Liquidatorin bis 31.12.2019 Klaus Hoffmann (Liquidator) Ab 01.01.2020 Carola Reich (Liquidatorin) Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadtmarketing Karlsruhe GmbH mit eigenen Anteilen Anteile Stammkapital rund 40,4 % = rund 59,6 % = 300.500 € 442.500 € 100 % = 743.000 € Aufsichtsrat 13 Mitglieder OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) StR Lukas Bimmerle (ab 25.09.2019) StR Dr. Rahsan Dogan StR Ellen Fenrich (ab 25.09.2019) StR Thomas H. Hock (ab 25.09.2019) StR Detlef Hofmann Jörg Lesser (ab 25.09.2019) StR Irene Moser (ab 25.09.2019) StR Renate Rastätter (ab 25.09.2019) StR Markus Schmidt (ab 25.09.2019) Susanne Trauth StR Sibel Uysal StR Christine Weber (ab 25.09.2019) Gerhard Rastetter (bis 24.09.2019) StR Lüppo Cramer (bis 24.09.2019) StR Dr. Raphael Fechler (bis 24.09.2019) StR Ekkehard Hodapp (bis 24.09.2019) StR Joschua Konrad (bis 24.09.2019) StR Tilmann Pfannkuch (bis 24.09.2019) Herbert Arthen (dm-drogerie markt GmbH & Co. KG) (bis 24.09.2019) Lutz Boden (Sparkasse Karlsruhe) (bis 24.09.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge keine Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 2017 2018 3) 2019 3) 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 5 4 2 - 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen 3) Die Gesellschaft befindet sich in der Liquidation Abschlussprüfung Da sich die Gesellschaft seit dem 01.01.2018 in Liquidation befindet, wird bis zur Aufstellung der endgültigen Liquidationsabschlussbilanz auf eine Prüfung von Seiten des Rechnungsprüfungsamtes verzichtet. Die nächste Stadtmarketing | Stadtkämmerei | 221 Abschlussprüfung erfolgt mit Erstellung des Liquidationsabschlusses durch das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 5) 2019 5) Angestellte/Beschäftigte 4) 10,3 11,3 0 0 Beamte 4) 0,7 0,7 0 0 Gesamtbelegschaft 11,0 12,0 0 0 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten 5) Die Gesellschaft befindet sich in der Liquidation Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe von 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Grund- und Projektzuschüsse Stadt Karlsruhe 2.410 2.060 0 0 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Zum 01.01.2018 wurden sämtliche operativen Tätigkeiten der Stadtmarketing GmbH an die KTG Karlsruhe Tourismus GmbH, KEG Karlsruhe Event GmbH (seit 2018 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH) sowie an die Stadt Karlsruhe übertragen. Die Gesellschaft befindet sich in der Liquidation und ist daher operativ nicht mehr tätig. Die Liquidation wurde ordnungsgemäß angemeldet. Ausblick Die Betriebsprüfung für die Jahre 2010 - 2015 durch das Finanzamt Karlsruhe-Stadt ist abgeschlossen, die Bescheide für die Jahre 2016 und 2017 wurden unter dem Vorbehalt der Nachprüfung erlassen. Nach erfolgter Nachprüfung durch die Finanzverwaltung kann die Liquidation abgeschlossen werden. Chancen und Risiken Aus dem laufenden Geschäftsbetrieb können sich keine Chancen und Risiken mehr ergeben. Die Nachprüfung des Finanzamtes der Jahre 2016 und 2017 könnte theoretisch eine geänderte Steuerfestsetzung entstehen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Entfällt mangels operativer Tätigkeit. 222 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Stadtmarketing Kurzbilanz 2019 in € (vorläufig) Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 0 1.272.501 149.984 0 1.422.485 A. B. C. D. Eigenkapital Eingefordertes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Verlustvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 300.500 1.223.750 1.700 -1.354.223 1.143.809 1.315.536 18.300 88.649 0 1.422.485 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 3) 2017 3) 2018 4) 2019 Plan 2019 2) Plan 2020 2) 1. Umsatzerlöse +1.345 +1.611 +139 +0 - - 2. Bestandsveränderung an unfertigen Arbeiten +0 +0 +0 +0 - - 3. Sonstige betriebliche Erträge +1.846 +1.839 +0 +232 - - 4. Materialaufwand -1.992 -2.471 -139 +0 - - 5. Personalaufwand -943 -891 -14 -10 - - 6. Abschreibungen -29 -18 -0 +0 - - 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -228 -222 -28 -32 - - 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +230 - - 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1 -4 -4 -1 - - 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 -129 - - 11. Ergebnis nach Steuern -2 -156 -46 +289 - - 12. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +854 - - 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -2 -156 -46 +1.144 - - 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ (das heißt nicht fortgeschrieben). 2) Es liegt kein Wirtschaftsplan vor. 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 4) Vorläufige Angaben. Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. Stadtmarketing | Stadtkämmerei | 223 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 2,9 0,0 0,0 0,0 2. Umlaufintensität (in %) 92,5 93,8 99,9 100,0 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 27,3 9,9 23,6 92,5 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 924,4 - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -0,1 -9,7 -33,1 - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -0,5 -71,7 -26,9 86,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -0,1 -6,9 -5,7 80,5 4. Kostendeckung (in %) 42,1 44,7 75,1 0,0 5. Cash Flow (in T€) 5.1 nach Ertragsteuern 27 -138 -46 1.144 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 29,5 24,7 - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 85.750 74.243 - - 1) Vorläufige Angaben. Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 224 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KSBG 41. Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH Kontaktdaten Hermann-Veit-Straße 7, 76135 Karlsruhe Telefon: 0721 811016 Fax: 0721 133-5209 ksbg@karlsruhe.de www.europahalle.de Gründung 1975 Unternehmensgegenstand An- und Vermietung sowie Bau, bauliche Erweiterung von Anlagen und Einrichtungen in Sportstätten, Betrieb und Vermarktung von Sportstätten bzw. deren Einrichtungen sowie Förderung des Sports und Durchführung von Veranstaltungen (GV in der Fassung vom 20. November 2001). Geschäftsführung Britta Wirtz Gesellschafter Stadt Karlsruhe Frau Constanze Jopke Herr Erster Bürgermeister a.D. Siegfried König Herr Peter Mayer Herr Ralph-Jürgen Grotz Anteile Stammkapital 48 % = 13 % = 13 % = 13 % = 13 % = 14.400,00 € 3.900,00 € 3.900,00 € 3.900,00 € 3.900,00 € 100 % = 30.000,00 € hiervon insgesamt ca.50 % (15.000,02 €) einbezahlt Gesellschafterversammlung EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietvertrag mit der Stadt Karlsruhe vom 23. April 1975 über die Anmietung diverser Sportstätten (städtische Turn- und Sporthallen) in der Fassung des vierten Nachtragsvertrages vom 13. April /28. April 1994. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wird vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 4) 2,55 2,08 1,85 1,85 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 2,55 2,08 1,85 1,85 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamte. KSBG | Stadtkämmerei | 225 Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Anzahl der Veranstaltungen Europahalle 5 5 24 25 2. Veranstaltungstage Europahalle 5 5 23 24 3. Anzahl der Besucher Europahalle (2018 und 2019 inkl. Teilnehmer Marathon) 6.000 8.050 55.546 47.300 4. Anzahl der gepachteten Sportstätten 86 86 86 86 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss in Höhe von 59 T€ aus. Die Ergebnisverbesserung gegenüber der Planung 2019 (Jahresüberschuss in Höhe von 11 T€) resultiert insbesondere aus Mehreinnahmen im Vermietungsgeschäft (einschließlich Carl-Kaufmann-Stadion) sowie einem Anstieg der sonstigen Erlöse (Mobiliarvermietung etc.). Ausblick In der ersten Ergebnisvorausschau für 2020 rechnet die KSBG mit einem Jahresüberschuss von 3 T€ (Jahresüberschuss Ursprungsplanung 10 T€). Unter Berücksichtigung der Corona-Auswirkungen wird für 2020 ein gegenüber dem Vorjahr stark rückläufiges Ergebnis prognostiziert. Der Ergebnisprognose zugrunde gelegt ist u.a. der komplette Mietausfall im Zeitraum 14. März bis 15. Juni 2020. Bei den PSK Lions wird mit einem Ausfall von zwei Spielen in der 2. Basketball- Bundesliga im 1. Halbjahr 2020 und mit der Fortsetzung der Basketballspiele in der neuen Saison ab Anfang September 2020 gerechnet. Die Fortsetzung ist jedoch abhängig von den Entscheidungen der Politik über die Lockerung der Verbote. Vom städtischen Bauordnungsamt liegt eine Nutzungserlaubnis für die Spiele der Saison 2020/2021 in der Europahalle grundsätzlich vor. Die Eigentümerin Stadt Karlsruhe hat im März 2019 die Sanierung der Europahalle – große Variante – beschlossen. Der Beginn der Sanierung ist auf Mai 2021 festgelegt. Ab diesem Zeitraum ist die Fertigstellung der Ballsporthalle am Standort der Elisabeth-Selbert-Schule vorgesehen, um dort die Trainingszeiten im Vereinssport und die Basketballspiele der PSK Lions durchführen zu können. Ergänzend hierzu ergeben sich während der Sanierungsphase der Europahalle Mindereinnahmen aus der Vermietung der Nebenräume der Europahalle (insbesondere Karl-Benz-Säle) und in Folge dessen auch Reduzierungen bei den Pachterlösen aus der Gastronomie. Die Einnahmensituation nach der Sanierung der Europahalle wird maßgeblich durch das perspektivisch vorhandene Veranstaltungsportfolio beeinflusst. Risiken Die Nutzungsuntersagung der Europahalle vom 4. Juni 2014 als Versammlungsstätte ab 200 Personen bleibt weiterhin bestehen. In Ermangelung einer Ersatzspielstätte werden die Basketballspiele der PSK Lions in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A derzeit im Wege einer Einzelfallgenehmigung und unter strengen Auflagen mit einer Besucherbegrenzung auf maximal 1.500 Besucher zugelassen. Die weitere Geschäftsentwicklung der Gesellschaft bis zur Sanierung der Europahalle ist maßgeblich vom Verbleib des Vereines in dieser Spielklasse und in der Europahalle abhängig. Weitere Risiken bestehen aus der derzeitigen Sperrungen aller städtischen Turn- und Sporthallen sowohl für den Trainingsbetrieb als auch für den Veranstaltungsbetrieb aufgrund behördlicher Verbote im Zusammenhang mit der Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus (siehe auch Abschnitt Ausblicke). Die Bereitstellung zeitgemäßer Infrastrukturen in den 86 gepachteten Sportstätten ist Voraussetzung für die Durchführung von Vereinssport und Veranstaltungen. In den Versammlungsstätten sind Sanierungen zur Erfüllung der aktuellen Vorgaben der Versammlungsstätten-Verordnung und des Brandschutzes erforderlich. Es bestehen Mietausfallrisiken durch die Sperrung von Sporthallen wegen der dadurch notwendigen Sanierungszeiträume. 226 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | KSBG Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Gesellschaft wendet in ihrer Funktion als Vermieter der städtischen Sportstätten die städtischen Richtlinien an. Beim Bau und der Sanierung der städtischen Sportstätten werden von den städtischen Dienststellen die Grundsätze des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit der Stadt Karlsruhe berücksichtigt. Der Gastronomiepächter der Europahalle ist verpflichtet, bei der Abgabe von Speisen und Getränken Mehrweggeschirr zu verwenden. Ebenso hat er die Belange des Umweltschutzes und der Müllvermeidung besonders zu berücksichtigen. Bei der Sanierung der Europahalle wird in der Halle und im Karl-Benz-Saal die Beleuchtung in eine effiziente Beleuchtung in LED-Technik getauscht. Die vorhandenen Lüftungsanlagen in der Halle und der Süderweiterung werden erneuert und gemäß der RLT-Richtlinie mit Wärmerückgewinnungsanlagen versehen. Insgesamt ist hier mit einem größeren Einsparpotential zu rechnen. Die Gesellschaft nutzt beim Fuhrpark Fahrzeuge über Carsharing beim Anbieter Stadtmobil. Kurzbilanz 2019 (vorläufig) in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 38 17.947 44.696 936.650 18.829 1.018.160 A. B. C. D. Eigenkapital Eingefordertes Kapital Gewinnrücklage Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 15.000 743.388 59.109 817.497 104.554 94.799 1.310 1.018.160 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 3) 2017 3) 2018 1) 2019 Plan 2019 2) Plan 2020 2) 1. Umsatzerlöse +699 +649 +675 +699 +633 +642 2. Materialaufwand und Aufwand bezogene Leistungen -404 -381 -371 -381 -341 -348 3. Sonstige betriebliche Erträge +7 +2 +2 +8 +0 +0 4. Personalaufwand -194 -179 -178 -169 -181 -178 5. Abschreibungen -11 -4 -1 -1 -4 -8 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -43 -48 -50 -64 -91 -91 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -18 -13 -27 -33 -5 -7 9. Ergebnis nach Steuern +36 +26 +50 +59 +11 +10 10. sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +36 +26 +50 +59 +11 +10 1) Vorläufige Angaben 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. KSBG | Stadtkämmerei | 227 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 1,7 1,1 0,9 1,8 2. Umlaufintensität (in %) 97,4 98,9 99,1 98,2 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 11,0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 83,9 83,0 82,4 80,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 4.923,8 7.247,2 8.901,1 4.545,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) + 5,2 + 4,1 + 7,4 +8,5 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) + 5,3 + 3,7 + 6,6 +7,2 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 4,5 + 3,1 + 5,4 +5,8 4. Kostendeckung (in %) 107,3 106,2 112,5 113,5 5. Cash Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern + 66 + 43 + 78 +93 5.2 nach Ertragsteuern + 47 + 31 + 51 +60 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 29,7 29,4 29,6 27,4 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 2) 59.552 64.707 66.108 68.009 1) Vorläufige Angaben 2) Es werden nur Dauerarbeitsverhältnisse berücksichtigt. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 228 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | TechnologieRegion 42. TechnologieRegion Karlsruhe GmbH Kontaktdaten Emmy-Noether-Str. 11, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 40244-712 Fax: 0721 40244-718 jochen.ehlgoetz@technologieregion-karlsruhe.de Gründung 7. April 2017 Unternehmensgegenstand Die Förderung und Weiterentwicklung der Wirtschafts-, Wissenschafts-, Innovations- und Technologieregion Karlsruhe durch intensive Zusammenarbeit aller Gesellschafter und Gesellschaftergruppen untereinander. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Geschäftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Geschäftsführung Jochen Ehlgötz Gesellschafter Stadt Karlsruhe 25 weitere Mitgesellschafter aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand Anteile am Haftkapital 3,85 % = 1.200 € Aufsichtsrat Dr. Frank Mentrup (Vorsitzender) Michael Gutjahr (stellv. Vorsitzender) Johannes Arnold Dr. Fritz Brechtel Christof Florus Wolfgang Grenke Prof. Dr. Thomas Hirth Gerd Lutz Margret Mergen Dr. Christoph Schnaudigel Johann Soder Ralph Suikat Beteiligungen (mindestens 25 %) keine Wichtige Verträge Mietvertrag Büroräume Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2016 3) 2017 3) 2018 2019 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Aufwandsentschädigungen 3) Die Gründung der Gesellschaft erfolgte zum 7. April 2017. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wurde vom Rechnungsprüfungsamt Stadt Karlsruhe geprüft. Finanzielles Engagement der Gesellschafterin Stadt Karlsruhe von 2016 bis 2019 in T€ 2016 1) 2017 2018 2019 Kapitalaufstockung/Anteilserwerb - 1 0 0 Gesellschafterdarlehen (verzinslich) - 0 0 0 1) Die Gesellschaft wurde zum 7. April 2017 gegründet. TechnologieRegion | Stadtkämmerei | 229 Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 5) 2017 2018 2019 Beschäftigte 4) - 1,00 4,13 5,5 Beamte 4) - 0,00 0,00 0,00 Nebenberuflich Tätige 4) - 0,00 0,00 0,00 Gesamtbelegschaft 1,00 4,13 5,00 Auszubildende - 0,00 0,00 0,00 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. 5) Die Gesellschaft wurde zum 7. April 2017 gegründet. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Die TechnologieRegion Karlsruhe GmbH (TRK) fokussiert seit 2017 als regionaler, bundeslandübergreifender Standortvermarkter die Themen Energie, Mobilität und Digitalisierung. Bei Kooperationsprojekten agiert sie als Plattform, übernimmt die Steuerung unterschiedlicher Akteure, trägt zur Co-Finanzierung bei und macht die Ergebnisse im nationalen und internationalen Umfeld sichtbar. Durch diese strategische Verbindung von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kammern und öffentlicher Hand werden Pilotprojekte wie regiomove angestoßen und wie in 2019 auf dem Global Summit der UITP in Stockholm geschehen, weltweit vermarktet. Weitere Beispiele der Arbeit der TRK in 2019 sind u.a.: Durch den Beitritt des Départements Bas-Rhin ist die TechnologieRegion Karlsruhe GmbH binational aufgestellt Abschluss eines Kooperationsvertrags mit der Union Internationale des Transports Publics (UITP), dem weltweit agierenden Verband für Träger des öffentlichen (Nah-)Verkehrs (ÖPNV) mit Sitz in Brüssel Aufbau und Betriebsaufnahme des UITP Regional Trainings Center Karlsruhe Ausdehnung der Aktivitäten des Welcome Centers in die Region (u. a. Baden-Baden, Bruchsal, Bühl) Ausrichtung der 3. Regionalkonferenz Mobilitätswende in Ludwigshafen Ausdehnung des Mobilitätsportals der TechnologieRegion Karlsruhe nach Frankreich Unterstützung der Innovationsallianz der TechnologieRegion Karlsruhe/Cluster Regio Point bei Veranstaltungen in der Region, u. a. in Baden-Baden und Rastatt Kooperation mit der Industrie 4.0-Initiative der Stadt Bühl Einrichtung eines Energiebeirats für die Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe Verabschiedung der Regionalen Innovationsstrategie der TechnologieRegion Karlsruhe 2030 und erste Schritte zu deren Umsetzung Gemeinschaftsstand auf der EXPO REAL 2019, Rahmenthema „Künstliche Intelligenz“ Vergabe des NEO - Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe zum Thema „Künstliche Intelligenz“ Vergabe des GLOBAL - Außenwirtschaftspreis der TechnologieRegion Karlsruhe Ausblick Die TechnologieRegion Karlsruhe setzt in 2020 weiterhin auf ihre Schwerpunkthemen Energie, Mobilität und Digitalisierung sowie den weiteren Ausbau der Standortvermarktung der Region im nationalen wie internationalen Umfeld. Hinzu kommt der Ausbau der Finanzierungsgrundlagen (Fördermittel, Gewinnung Neugesellschafter). Ein Schwerpunkt der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH wird 2020 die Beteiligung am RegioWIN 2030-Prozess des Landes Baden-Württemberg zur Vergabe der EFRE-Mittel für die Periode 2021 – 2027 sein. Gedacht ist an den Aufbau eines regionalweiten Netzwerks von Innovationszentren. Weitere Schwerpunkte liegen in der Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem neuen Gesellschafter Département Bas-Rhin und der Etablierung des Regionalen Innovationsmanagement. Darüber hinaus soll das Welcome Center für internationale Fachkräfte und Unternehmen weiter ausgebaut und die Aktivitäten noch stärker in die Region ausgedehnt werden. 230 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | TechnologieRegion Risiken Es liegen keine außergewöhnlichen Risiken vor. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Mit der Verabschiedung der Regionalen Entwicklungsstrategie TechnologieRegion Karlsruhe 2030 und insbesondere der Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ wird für die Region festgelegt, dass die klimapolitischen Ziele der Pariser Klimaschutzkonferenz 2015 auf regionaler Ebene erreicht werden sollen, die TRK durch ihr Handeln zur Erreichung dieser Ziele zum Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften und die Gestaltung von Energiesystemen wird und ihren Bürgerinnen und Bürgern eine lebenswerte und attraktive Umwelt bietet. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Flüssige Mittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 90.315 38.804 0 60.282 205.754 20.209 415.364 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Summe Eigenkapital Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 32.400 560.409 -194.890 -31.573 1.200 367.546 23.577 24.241 0 415.364 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 1)4) 2017 1)4) 2018 2019 Plan 2019 2)3) Plan 2020 2)3) 1. Umsatzerlöse - +371 +1.020 +1.374 +1.341 +1.552 2. Grundstückerlöse - +0 +0 +0 +0 +0 3. Aktivierte Eigenleistungen - +0 +0 +0 +0 +0 4. Sonstige betriebliche Erträge - +0 +80 +156 +0 +9 5. Personalaufwand - -84 -300 -451 -457 -622 6. Materialaufwand - -195 -291 -250 -300 -141 7. Abschreibungen - -5 -27 -44 -20 -20 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen - -187 -577 -626 -519 -776 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - +0 +0 +0 +0 +0 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen - +0 +0 +0 +0 +0 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - +0 +0 +0 +0 +0 12. Ergebnis nach Steuern - -100 -95 -78 +45 +3 13. Sonstige Steuern - +0 +0 -46 +0 +0 14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag - -100 -95 -32 +45 +3 1) Die Gesellschaft wurde zum 7. April 2017 gegründet. 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 3) Die Unterscheidung in Materialaufwand und sonstigem betrieblichen Aufwand beruht auf einer überschlägigen Schätzung. 4) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. TechnologieRegion | Stadtkämmerei | 231 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 1) 2017 1) 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) - 11,9 28,6 31,1 2. Umlaufintensität (in %) - 88,1 71,4 68,9 3. Investitionen (in T€) - 72 88 45 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) - 87,3 88,6 88,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - 735,3 310 283,7 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - -27,0 -9,3 -2,8 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - -20,4 -23,8 -8,6 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - -17,8 -21,1 -7,6 4. Kostendeckung (in %) - 78,8 85,4 82,9 5. Cash Flow (in T€) - -95 -68 13 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - 17,8 25,1 32,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - 84.022 72.526 82.019 1) Die Gesellschaft wurde zum 7. April 2017 gegründet. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. TechnologieRegion | Stadtkämmerei | 233 IV. Rechtlich selbstständige Stiftungen 234 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | ZKM 1. ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe Kontaktdaten Lorenzstraße 19, 76135 Karlsruhe Telefon: 0721 8100-1200 Fax: 0721 8100-1139 info@zkm.de www.zkm.de Gründung 1989 als Stiftung des öffentlichen Rechts Stiftungszweck Zwecke der Stiftung einschließlich ihrer Betriebe gewerblicher Art sind die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung sowie von Kunst und Kultur. Die Stiftung einschließlich ihrer Betriebe gewerblicher Art hat die Aufgabe, als Einrichtung der Forschung, der Kulturvermittlung und der Weiterbildung eine umfassende Auseinandersetzung mit Kunst und Medien sowie Medientechnologie, insbesondere in den Bereichen Bild, Musik, Sprache und Verbindungen unter ihnen, zum Beispiel Performance, Objekt und Architektur, zu ermöglichen. Vorstand Künstlerisch-wissenschaftliches Vorstandsmitglied: Prof. Dr. h.c. mult. Peter Weibel Geschäftsführendes Vorstandsmitglied: Prof. Christiane Riedel Stifter Land Baden-Württemberg Stadt Karlsruhe Stiftungskapital 50 % = 50 % = 127.822,97 € 127.822,97 € 100 % = 255.645,94 € Stiftungsrat (stimmberechtigte Mitglieder) Staatssekretärin Petra Olschowski (Vorsitz) OB Dr. Frank Mentrup (stellv. Vorsitz) StR Dr. Klaus Heilgeist StR Renate Rastätter Ltd. MR Alfred Dietenberger MR Markus Wiedemann, ab Mitte 2019 MR Martin Neumaier Beratende Mitglieder StR Elke Ernemann, ab Mitte 2019 StR Tom Høyem Michael Salbeck Kuratorium Prof. Dr. Manfred Popp (Vorsitz) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Stiftung hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietvertrag vom 20. November 1997 mit der Stadt Karlsruhe über die Anmietung der Lichthöfe 1,2, 6 bis 9 und des Glaswürfels des ehemaligen IWKA-Hallenbaus in der Fassung vom 11./16. Oktober 2007. Mietvertrag über die Anmietung der ehemaligen G’Braun-Halle, die vom ZKM als Außenlager genutzt wird Stromliefervertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Betreibervertrag über den technischen Betrieb des Hallenbaus mit dem Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft der Stadt Karlsruhe ZKM | Stadtkämmerei | 235 Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte/Angestellte 78 84 85 89 Beamte 2 2 2 2 Gesamtbelegschaft 80 86 87 91 Volontäre 18 14 16 14 Sonstiges Personal 4) 18 14 16 14 Auszubildende 1 1 1 2 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Volontäre Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Anzahl der Besucher 212.539 221.865 255.153 258.690 2. Zuschuss pro Besucher (in €) 78 75 66 66 3. Finanzierung (in %) Eigenfinanzierungsquote 1) 7,47 5,43 5,08 5,33 Drittmittelfinanzierungsquote 2) 7,52 5,84 5,72 8,23 4. Zahl der Veranstaltungen Ausstellungen 17 18 12 9 Vorträge/Symposien 57 64 64 31 Musikveranstaltungen 30 35 20 12 Gruppenführungen 1.410 1.278 1.621 1283 Sonstiges 114 73 96 90 Zusammen 1.628 1.468 1.813 1.425 1) Verhältnis Umsatzerlöse – Summe der Aufwendungen 2) Verhältnis Zuwendungen Dritter – Summe der Aufwendungen Finanzielles Engagement der Stifter in den Jahren von 2016 bis 2019 in T€ 1) 2016 2017 2018 2019 1. Land Baden-Württemberg 8.237 8.343 8.421 8.499 2. Stadt Karlsruhe 8.237 8.343 8.421 8.499 Zusammen 16.474 16.686 16.842 16.998 1) In den Zuwendungen nicht berücksichtigt sind die zusätzlichen Mittel für den sogenannten Baukorridor. Hierfür stehen jährlich pro Stifter je 600 T€ bzw. 350 T€ seit 2017 zur Verfügung. Der Abruf der Mittel erfolgt bedarfsgerecht, nicht abgerufene Mittel werden auf das Folgejahr vorgetragen. Geschäftsverlauf 2019 Das Jahr 2019 war ein besonderes Jahr für das ZKM – sowohl publizistisch als auch publikumsmäßig – denn es feierte das Jubiläum 30 Jahre ZKM nach seiner Gründung 1989. Dieses Jubiläum nahm die New York Times, die wichtigste Zeitung der Welt zum Anlass, dem ZKM einen ausführlichen und sehr positiven Artikel Celebrating 30 Years. Ahead of the Curve in Art (30-jähriges Jubiläum. Der Kunst voraus) zu widmen. Im Jubiläumsjahr erreichten die Besucherzahlen des ZKM mit rund 260.000 Besucherinnen und Besuchern Rekordniveau. Damit kann sich das ZKM in Karlsruhe in einem Vergleich mit den Berliner Museen durchaus sehen lassen, verzeichneten doch im gleichen Jahr das Pergamon-Museum mit seinem neuen Panorama- Gebäude 276.000 Besucherinnen und Besuchern, das Bode-Museum 260.000 und das Alte Museum 204.000 236 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | ZKM Besucherinnen und Besuchern. Auch in der Akquise von Drittmitteln war das ZKM mit eingeworbenen Mitteln in Höhe von 1.731.738,28 € in seinem 30. Jahr Spitzenreiter. Einen wesentlichen Teil seines Programms muss das ZKM durch Drittmittel, d. h. durch Fördermittel der Forschungs-, Produktions- und Ausstellungsförderung finanzieren. Nach 30 Jahren permanenter Drittmittelakquise mit zahlreichen Förderanträgen pro Jahr meldete die EU-Kommission in Brüssel: Im Zeitraum von 2014 bis 2019 hat das ZKM im deutschlandweiten Vergleich die meisten Kooperationsprojekte bewilligt bekommen. An zweiter Stelle rangierte das Goethe-Institut, welches enger Partner des ZKM ist. Das Jubiläum 30 Jahre ZKM war Anlass, ab dem Frühjahr 2019 die renommierte Medienkunstsammlung des ZKM neu zu präsentieren. Unter dem Titel Writing the History of the Future dient die ZKM Sammlung dazu, die Entwicklung der Medienkunst seit den 1960er-Jahren und die Migration der Bildinhalte/-gattungen von Medium zu Medium didaktisch und publikumswirksam vorzustellen. Der Präsentation voraus gingen umfangreiche restauratorische Maßnahmen, um die technik- und computerbasierten Kunstwerke wieder in Betrieb nehmen zu können. Für diese spezielle Expertise wird das ZKM weltweit nachgefragt. Wegen ihrer Bedeutung für die Kunstgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts sowie für die Restaurierung von Medienkunst wurde die neue Sammlungspräsentation von der Kulturstiftung der Länder und von der Baden-Württemberg Stiftung finanziell unterstützt. Das ZKM wird seit 20 Jahren von einem der wichtigsten Medienkunstpioniere geleitet. Deshalb sollte auf Wunsch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ZKM und vieler Menschen außerhalb des Hauses im Rahmen des Jubiläums 30 Jahre ZKM mit der Ausstellung respektive Peter Weibel auch das Werk des künstlerischen Vorstands des ZKM einer breiten Öffentlichkeit gezeigt werden. Am ersten Oktoberwochenende hat das ZKM dann mit einem Festival „30 Jahre ZKM“ in 30 Stunden an 3 Tagen die Geschichte des ZKM von seiner Gründung bis zu den aktuellen Forschungs- und Ausstellungsthemen vorgestellt, mit Gründerinnen und Gründern und ehemaligen Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleitern deren Leistungen diskutiert und mit den Bürgerinnen und Bürgern gefeiert. Neben seinem Jubiläumsprogramm hat das ZKM verschiedene Projekte für Stadt und Land umgesetzt. Gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) hat das ZKM zwei große, partizipative Kongresse zur Digitalität in der Kultur konzipiert und ausgerichtet. Bereits 2018 wurde vom MWK der Dialogprozess Kulturpolitik BW mit vier Themen-Foren gestartet. Das Forum Digitale Welten sollte mit und im ZKM weiterentwickelt werden. Für die Aufnahme der Stadt Karlsruhe in das UNESCO-Netzwerk Media Art Cities hat das Kulturamt der Stadt Karlsruhe gemeinsam mit dem ZKM den Antrag konzipiert und formuliert. Parallel dazu hat das ZKM den Auftakt zu dem Medienkunstfestival Seasons of Media Art (8.8.–15.9.2019) realisiert sowie zur Unterstützung der Bewerbung Kontakte zu Institutionen der Media Art Cities intensiviert und neu aufgebaut. Ende Oktober hat die Jury der UNESCO über den Antrag positiv entschieden. Seitdem ist Karlsruhe die erste und einzige UNESCO City of Media Art in Deutschland! Weitere Informationen zu dem umfangreichen Portfolio des ZKM im Jahr 2019 und zu den Jubiläumsveranstaltungen finden sich im Jahresbericht auf der ZKM-Webseite unter www.zkm.de. ZKM | Stadtkämmerei | 237 Diagramm: Entwicklung der Besucherzahlen 2009 bis 2019 (ohne Schlosslichtspiele) Ausblick Im ersten Halbjahr 2020 steht das große Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt "Critical Zones. Horizonte der Erdpolitik" im Mittelpunkt der ZKM-Aktivitäten. Thematisiert werden in einem breiten Netzwerk von internationalen Experten und Forschungseinrichtungen sowie mit zahlreichen lokalen Initiativen der Klimawandel und seine ökologischen, ökonomischen, politischen, gesundheitlichen und sozialen Effekte. Weiterhin auf Reisen sind die Ausstellungen "Open Codes. Leben in digitalen Welten", (nächste Station: Mexico City) und "Kunst in Bewegung" (CAFA Art Museum, Peking) sowie "Games and Politics", die in Kooperation mit dem Goethe- Institut durch Afrika tourt. Zudem laufen intensive Vorbereitungen für eine Präsentation der ZKM-Sammlung in Gwangju, Südkorea, ein wichtiger Partner im Netzwerk "UNESCO Creative City of Media Arts". Das Hertz-Labor des ZKM startet zu seinen Forschungsschwerpunkten Deep Learning und Künstliche Intelligenz zwei große, mehrjährige Drittmittelprojekte: "Das intelligente Museum" gemeinsam mit dem Deutschen Museum München und dem Fraunhofer-Institut IOSB Karlsruhe, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, und das von der EU geförderte Projekt "Beyond Matters" mit Partnern wie der Aalto University in Helsinki, dem Ludwig Museum in Budapest, dem Centre Pompidou in Paris. Während der Erstellung des Beteiligungsberichts hat sich die Corona-Pandemie auch in Deutschland ausgebreitet. Die unter "Risiken" aufgeführten Szenarien des Besucherrückgang bzw. der fehlenden Einnahmen durch Besucher und durch abgesagte Vermietungen, sind damit für das ZKM bereits im laufenden Jahr 2020 Realität geworden. Die daraus resultierenden Einnahmeverluste können nur teilweise kompensiert und das ursprünglich geplante Jahresergebnis 2020 dadurch nicht mehr erreicht werden. Risiken Die bisherigen Risiken bleiben in einer möglichen Kürzung der Grundfinanzierung von Stadt und Land, in ausbleibenden Drittmitteleinnahmen sowie in einem unvorhersehbaren Besucherrückgang und rückläufigen Vermietungen bestehen. Weiter steigende Gebäudekosten sowohl im Betrieb als auch in der Bauunterhaltung können zu Lasten des inhaltlichen Programms gehen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Im ZKM werden bereits seit dem Umbau des Hallenbaus Dachflächen für eine Photovoltaikanlage der Stadtwerde zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus ist das ZKM ständig bemüht, die gebäudetechnischen Anlagen (speziell Heizung, Lüftung und Klima) so zu regeln bzw. im Falle eines Re-Invests so zu konzipieren, dass - auch im eigenen Interesse - Energiekosten eingespart werden können. Dasselbe gilt für die Beleuchtung im 218.204 258.690 223.838 221.865 0 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 20092010201120122013201420152016201720182019 Jahr 238 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | ZKM ZKM. Im Lauf der nächsten Jahre soll speziell in den Ausstellungsräumen sowie im Foyer auf eine energiesparende Technologie umgestellt werden. Der Fuhrpark im ZKM wurde weiter reduziert, bei zusätzlichem Bedarf bedient sich das ZKM eines örtlichen Car-Sharing Betreibers. Vorläufige Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanalgen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen Kassenbestand, Forderungen gegenüber der Stadt Karlsruhe Rechnungsabgrenzungsposten 77.116 16.718.291 0 63.797 575.305 256.891 1.655.912 34.215 A. B. C. D. E. F. Eigenkapital Stiftungsstock Zuführung durch Schenkungen Gewinnvortrag Vorjahre Rücklagen Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Erhaltene Anzahlungen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt Verbindlichkeiten aus L + L Rückstellungen Rechnungsabgrenzungsposten 255.646 2.795.433 14.075.984 250.000 -11.912 17.365.151 0 9.282 855.069 287.356 864.669 19.381.527 19.381.527 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 5) 2017 5) 2018 1) 2019 Plan 2019 2) Plan 2020 2) 1. Umsatzerlöse +1.466 +1.012 +995 +1.263 +900 +975 2. Bestandveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4 -4 +0 +0 +0 +0 3. Sonstige Zuwendungen Dritter +18.667 +18.709 +18.712 +19.472 +18.458 +19.259 4. Sonstige betriebliche Erträge +533 +350 +380 +295 +350 +350 5. Personalaufwand -6.460 -6.764 -7.100 -7.468 -7.300 -7.700 6. Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.795 -8.769 -8.427 -9.617 -8.330 -8.685 7. Abschreibungen -504 -488 -570 -577 -525 -600 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.649 -3.553 -3.464 -3.380 -3.310 -3.355 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1 +9 +5 +8 +3 +4 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5 -4 -5 -5 -4 -4 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3 +0 +0 -3 +0 +0 12. Ergebnis nach Steuern +250 +498 +526 -12 +242 +244 13. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 14. Neutraler Ertrag 3) +0 +0 +0 +0 +0 +0 15. Neutraler Aufwand 3) +0 -0 +0 +0 +0 +0 16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 4) +247 +498 +526 -12 +242 +244 1) Vorläufige Angaben 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan” (das heißt nicht fortgeschrieben) 3) Nach den neuen Bilanzierungsrichtlinien sind die neutralen Aufwendungen und Erträge unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge zu subsumieren. Dies wurde bei den Abschlusszahlen ab 2016 berücksichtigt 4) Der Jahresüberschuss wird zusammen mit den Abschreibungen zur Deckung des Liquiditätsbedarfs für die vorgesehenen Investitionen benötigt. 5) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. ZKM | Stadtkämmerei | 239 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 82,8 85,2 84,7 86,7 2. Umlaufintensität (in %) 17,2 14,8 15,3 13,3 3. Investitionen (in T€) 742 809 969 607 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 86,9 88,9 89,6 89,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 104,9 104,4 105,8 103,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +16,9 +43,0 +43,9 -0,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +1,5 +3,0 +3,0 -0,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +1,4 +2,7 +2,7 0,0 4. Kostendeckung (in %) 7,2 5,9 6,1 6,0 5. Cash Flow (in T€) 751 986 1.095 565 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 31,6 34,5 36,3 35,5 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 45.816 45.705 45.330 51.149 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 240 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Heimstiftung 2. Heimstiftung Karlsruhe Kontaktdaten Karlstraße 54, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-5437 Fax: 0721 133-5109 www.heimstiftung-karlsruhe.de Gründung 17. August 1994 Stiftungszweck Zweck der Stiftung ist die Errichtung und der Betrieb von Kinder- und Jugendheimen, Alten- und Pflegeheimen, betreuten Seniorenwohnungen sowie stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen der Sozialhilfe und der Jugendhilfe. Zu den Einrichtungen der Jugendhilfe zählt auch eine private staatlich anerkannte Schule (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung). Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ (§§ 51ff) der Abgabenordnung (Stiftungssatzung vom 27. Juli 2010). Vorstand BM Martin Lenz (als ständiger Vertreter des Oberbürgermeisters) Stifter Stadt Karlsruhe Stiftungskapital ca. 6,2 Mio. € Stiftungsrat (stimmberechtigte Mitglieder) BM Martin Lenz (Vorsitz) StR Yvette Melchien (stellv. Vorsitz bis 23.09.2019) StR Dr. Thomas Müller (stellv. Vorsitz ab 24.09.2019) StR Verena Anlauf StR Rebecca Ansin (ab 24.09.2019) StR Michael Borner StR Niko Riebel (ab (24.09.2019) StR Jürgen Wenzel StR Karin Wiedemann Alexandra Ries, beratendes Mitglied Karina Langeneckert, beratendes Mitglied StR Max Braun (bis 23.09.2019) StR Sibel Uysal (bis 23.09.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Stiftung hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge - Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Beschäftigte 4) 276,4 301,7 307,7 304,3 Beamte 4) 5) 11,9 12,4 12,0 16,3 Gesamtbelegschaft 288,3 314,1 319,7 320,6 Auszubildende 28,3 23,5 23,0 27,25 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamte 5) Einschließlich vom Land Baden-Württemberg abgeordneter Lehrerinnen und Lehrer an der Augartenschule Heimstiftung | Stadtkämmerei | 241 Leistungszahlen 2016 bis 2019 in Prozent Auslastung der Einrichtungen 2016 2017 2018 2019 1. Seniorenzentrum am Klosterweg Betreutes Wohnen 95,00 95,00 95,14 91,44 Pflegeheim 92,95 94,76 94,46 93,81 2. Seniorenzentrum Parkschlössle Betreutes Wohnen 100,00 95,00 90,53 85,42 Pflegeheim 95,56 94,80 95,06 96,26 3. Kinder- und Jugendhilfezentrum Sybelcentrum Vollstationäre Gruppen 78,37 76,33 88,25 81,50 Tagesgruppen 90,82 97,12 92,06 92,85 Plätze im betreuten Wohnen 82,08 75,20 100,00 100,00 4. Wohnungslosenhilfe (Langzeitwohngruppe) 93,30 95,00 98,56 95,20 5. Seniorenresidenz am Wetterbach (Pflegeheim) 89,19 83,74 80,73 81,53 Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe in den Jahren 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Investitionszuschüsse (Wohnungslosenhilfe) 0 0 0 0 2. Leistungsentgelte 45 81 82 64 3. Sonstige Zuschüsse (u.a. Augartenschule/Fundraising-Zuschuss 2017) 5 55 55 5 4. Leistungsentgelte IGLU 121 121 121 121 5. Leistungsentgelte NOKU 75 76 79 80 6. Leistungsentgelte JUNO 74 76 77 78 7. Leistungsentgelte Projekt Esperanza 66 76 90 95 8. Zuschuss Schulkoordination 60 60 60 60 Zusammen 446 545 564 503 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Das Jahr 2019 wurde mit einem Fehlbetrag von rund 368 T€ abgeschlossen. Im Bereich der Pflege konnte die Ertragslage gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessert werden, da ab 01.04.2019 die erhöhten Entgeltsätze abgerechnet wurden und die Pflegeheime sehr gut ausgelastet waren. Die Seniorenresidenz am Wetterbach hat ihr negatives Ergebnis weiter verringert. Der Umzug vom Seniorenzentrum am Klosterweg in Pflege und Wohnen Alte Mälzerei hat sich verschoben und dadurch konnten auch die Verwaltung und die vollstationären Gruppen des Sybelcentrums in 2019 nicht wie geplant in den Klosterweg umziehen. Die Senioren-WG in Grötzingen konnte aufgrund mangelnder Nachfrage nicht eröffnet werden. 242 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Heimstiftung Diagramm: Entwicklung der Ergebnisse 2009 bis 2019 (in T€) Die vollstationäre Pflege des Seniorenzentrums am Klosterweg wurde zum 01.09.2019 in Pflege und Wohnen Alte Mälzerei umgezogen. Bedingt durch die hohen Umzugs- und Anschaffungskosten errechnete sich im Berichtsjahr ein Fehlbetrag von 410 T€. Die Einrichtung war im Jahr 2019 zu 93,81 Prozent ausgelastet. Das ist ein sehr gutes Ergebnis, da das Haus im Klosterweg die letzten Monate vor dem Umzug nicht mehr so gut belegt war, und zeigt, dass Pflege und Wohnen Alte Mälzerei sehr gut angenommen wird. Das Seniorenzentrum Parkschlössle schloss das Berichtsjahr mit einem Überschuss von 133 T€ ab. Dabei erzielte das Seniorenzentrum eine Belegungsquote von 96,26 Prozent. Das ist eine nochmalige Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren. Das zeigt, dass die Einrichtung sehr nachgefragt ist, was auch die vorhandene Warteliste belegt. Die Seniorenresidenz am Wetterbach schloss mit einem Fehlbetrag von 5 T€ ab. Die Auslastung betrug 81,53 Prozent. Diese Steigerung im Vergleich zu 2019 und die Kooperation mit dem Seniorenzentrum Parkschlössle zur Personalunterstützung führten zu einer erheblichen Verringerung des Fehlbetrages. Durch die Kooperation konnte ab dem 2. Quartal auf den Einsatz einer Personalleasingfirma verzichtet werden. Der geplante Umbau konnte aufgrund von Planungsverzögerungen immer noch nicht realisiert werden. Der Fehlbetrag beim ambulanten Pflegedienst (Mobile Pflege Fidelitas) betrug 3 T€. Die ambulante Pflege unterliegt starken Nachfrageschwankungen. Zudem ist es im ambulanten Bereich noch schwieriger Personal zu gewinnen, so dass eine Ausweitung des Leistungsangebotes derzeit nicht möglich ist. Auch ist es durch die wechselnden Pflegegrade der Kunden schwierig, die Einsätze kostendeckend zu planen. Beim Betreuten Wohnen betrug das Minus 61 T€. Im Jahr 2019 zeigte sich, dass der Markt für Betreutes Wohnen schwieriger geworden ist. Die Wohnungen im Bestand der Heimstiftung Karlsruhe im Klosterweg sind zwar sehr preisgünstig, entsprechen aber nicht mehr dem Anspruch der nachfragenden Senioren und Seniorinnen. Deshalb standen mehrere Wohnungen längerfristig leer. Die angemieteten Wohnungen im Betreuten Wohnen in der Alten Mälzerei konnten nicht alle weitervermietet werden, da die sozialgebundenen Wohnungen teilweise um 1-2 Quadratmeter zu groß für eine Einzelperson sind und die Nachfrage von Paaren eher gering ist. Die Tagespflege schließt mit einem Überschuss von 5 T€ ab. Sie ist inzwischen ein stabiler und auch wirtschaftlich positiver Baustein. Das Sybelcentrum erzielte ein positives Ergebnis in Höhe von 96 T€. Der geplante Umzug von Verwaltung und Gruppen in den Klosterweg, musste aufgrund der ständigen Verzögerungen beim Bau für die Alte Mälzerei in -624 -54 26 -374 451 -147 -178 -242 241 -35 -267 -800 -600 -400 -200 0 200 400 600 20092010201120122013201420152016201720182019 Jahr Heimstiftung | Stadtkämmerei | 243 das Jahr 2020 verlegt werden. Das heißt, die für 2019 geplanten Kosten werden auf das Folgejahr verschoben. Instandhaltungen im Gebäude Sybelstraße 11-13 wurden im Hinblick auf die Sanierungsmaßnahmen auf ein Mindestmaß begrenzt. Der Bereich Wohnen Leben Perspektiven schloss mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 46 T€ ab. Dieser Fehlbetrag ist der Anlaufphase für die Wohngruppe Passagehof für Menschen in Substitution geschuldet. Die Miete für das Objekt musste bereits seit April 2019 bezahlt werden, die Belegung erfolgte sukzessiv ab Juni. Ebenso mussten Anschaffungen für die Ausstattung der Zimmer getätigt werden. Die Mieten für den Bereich Adler und Außenstellen haben sich erhöht, da die Räume in der Augartenstraße 75 seit 01.12.2018 von Wohnen Leben Perspektiven übernommen wurden. Diese Wohnung wurde vom Sybelcentrum für eine Inobhutnahmegruppe für UMA angemietet und konnte nach einer Reduzierung der Platzzahlen nicht mehr von den Kinder- und Jugendhilfen genutzt werden. Die Kosten für die Arbeitsprojekte sind nicht vollständig über Wohnen Leben Perspektiven refinanzierbar. Für die Senioren-Wohngruppe Grötzingen entstanden Kosten in Höhe von 76 T€. Die Wohngruppe konnte aufgrund mangelnder Nachfrage nicht eröffnet werden und so können die Aufwendungen auch nicht in den Folgejahren refinanziert werden. Ausblick Das Jahr 2020 wird nach aktueller Einschätzung geprägt sein durch die Corona-Krise. Bereits jetzt ist abzusehen, dass hohe Kosten durch die Bestellung zusätzlicher Schutzausrüstung entstehen werden. Ebenso werden sich die Ertragsausfälle durch die Schließung der Tagespflege und der Schule sowie der Tagesgruppen in der Jugendhilfe negativ auf das Ergebnis auswirken. Zudem gibt es einen Rückgang der Nachfrage in der ambulanten Pflege sowie im Bereich der ambulanten Jugendhilfe. Eine weitere Verschärfung der wirtschaftlichen Lage würde entstehen, wenn ein Aufnahmestopp oder sogar die Schließung einer Einrichtung angeordnet wird, falls bei Bewohnerinnen und Bewohnern Infektionen mit Covid- 19 festgestellt werden. Die Einrichtungen halten sich strikt an die Vorgaben von Gesundheitsamt und Robert- Koch-Institut hinsichtlich der erforderlichen Maßnahmen für Hygiene, Schutzkleidung und Besuchsverbot, um die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohnern zu schützen. Aktuell ist jedoch nicht abzusehen, welche Auswirkungen für die Heimstiftung Karlsruhe entstehen. Bedingt durch die Corona-Krise musste zusätzlich in die IT-Infrastruktur investiert werden, um Möglichkeiten für Arbeitsplätze im Home-Office und für Video-Konferenzen zu schaffen, sowie Video-Kontakte der Bewohnerinnen und Bewohnern zu ihren Angehörigen zu ermöglichen. Erforderlich war die außerplanmäßige Anschaffung von Tablets, der Kauf neuer und zusätzlicher Softwarelizenzen sowie die Unterstützung durch einen EDV Dienstleister, da dies mit dem vorhandenen Personal nicht umsetzbar war. Risiken Die bereits zum Jahresende 2018 genannten Risiken der Rückzahlungsverpflichtung der Fördergelder des Landes für den Anbau am Klosterweg im Jahr 1999/2000 bestehen weiterhin und sind abhängig von der weiteren Nachnutzung für den Gebäudekomplex. Für die Möglichkeit diese wieder den Förderkriterien anzupassen, werden bereits verschiedene Ideen entwickelt. Die Sanierung des Sybelcentrums beginnt in 2020. Im Rahmen der Projektsteuerung erfolgt eine strenge Kostenkontrolle. Jedoch muss auch gesehen werden, dass bei dem denkmalgeschützten Gebäude im Verlauf der Sanierung durchaus noch zusätzliche Ausgaben entstehen können. Das Hauptrisiko für das Jahr 2020 besteht in der unabsehbaren Entwicklung in der Corona-Krise. 244 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Heimstiftung Klimaschutz und Nachhaltigkeit Für das Gebäude Pflege und Wohnen Alte Mälzerei wurde ein Energiekonzept entwickelt, das auf vor Ort produzierte Sonnenenergie, Blockheizkraftwerke (BHKW) und industrielle Abwärme setzt. Zusätzlich nimmt die Heimstiftung Karlsruhe regelmäßig am Energieaudit der Stadt Karlsruhe teil. Bei Einkauf und Anschaffungen werden nach einer Kosten – Nutzen - Analyse nachhaltig produzierte Produkte erworben. Vorläufige Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 51.254 26.056.448 21.411 86.132 4.121.817 309.793 13.152 30.660.007 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage Verlustvortrag Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Sonderposten Fördermittel für Investitionen Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 6.219.919 1.163 -1.522.742 -367.280 4.331.060 6.149.448 1.008.205 19.171.294 0 30.660.007 Heimstiftung | Stadtkämmerei | 245 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 3) 2017 3) 2018 2019 1) Plan 2019 2) Plan 2020 2) 1. Erträge aus allg. Pflegeleistungen +8.457 +9.141 +9.675 +10.029 +10.182 +10.244 2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung +2.429 +2.548 +2.629 +2.774 +2.759 +2.708 3. Erträge aus Weiterberechnung von Investitionskosten +1.389 +1.380 +1.379 +1.584 +1.600 +1.935 4. Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten +1.408 +1.568 +1.687 +1.809 +1.210 +1.534 5 Sonstige betriebliche Erträge +9.587 +9.827 +10.088 +10.648 +11.206 +11.519 = Summe der Erlöse und Erträge +23.270 +24.464 +25.458 +26.844 +26.957 +27.940 6. Personalaufwand -16.796 -17.394 -18.702 -19.550 -20.299 -19.360 7. Materialaufwand -3.648 -3.566 -3.592 -4.094 -3.573 -4.624 8. Steuern, Abgaben, Versicherungen -109 -115 -114 -119 -124 -75 9. Sachaufwendungen für Nebenbetriebe -22 -23 -21 -25 -18 -15 10. Mieten, Pacht und Leasing -1.102 -1.010 -927 -1.190 -1.350 -1.983 = Zwischenergebnis I +1.593 +2.354 +2.102 +1.866 +1.593 +1.883 11. Erträge aus öffentlicher/nichtöffentlicher Förderung +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Erträge aus Auflösung von Sonderposten +277 +286 +397 +376 +218 +317 13. Aufwendungen für Zuführung zu Sonderposten -145 -365 -505 -570 -36 -566 14. Abschreibungen -1.013 -1.006 -1.003 -1.088 -1.182 -930 15. Aufwendungen für Instandsetzungen -616 -707 -744 -714 -589 -520 = Zwischenergebnis II +96 +562 +247 -130 +4 +184 16. Zinsen und ähnliche Erträge +1 +11 +12 +13 +2 +3 17. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -339 -332 -294 -251 -330 -219 = Zinssaldo -338 -321 -282 -238 -328 -216 18. Ergebnis nach Steuern -242 +241 -35 -368 -324 -32 19. Außerordentliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 20. Außerordentliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 21. Weitere Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 22. Außerordentliches Ergebnis +0 +0 +0 +0 +0 +0 23. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -242 +241 -35 -368 -324 -32 1) Vorläufige Angaben 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan” (das heißt nicht fortgeschrieben). 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 246 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Heimstiftung Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 87,3 85,7 85,0 85,2 2. Umlaufintensität (in %) 12,7 14,3 14,9 15,0 3. Investitionen (in T€) 552 3.443 630 2.222 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 17,1 16,0 16,0 14,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 19,6 18,7 18,8 16,6 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -1,0 +1,0 -0,1 -1,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -5,4 +5,1 -0,7 -8,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) + 0,4 +1,9 -0,2 -1,5 4. Kostendeckung (in %) 98,4 101,0 99,9 98,7 5. Cash Flow (in T€) + 726 +1.253 +968 +805 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 72,2 71,1 73,6 73,3 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 58.265 55.377 58.498 60.979 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. Wirtschaftsstiftung | Stadtkämmerei | 247 3. Wirtschaftsstiftung Südwest Kontaktdaten Zähringer Straße 65 a, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-7330 Fax: 0721 133-7339 info@wirtschaftsstiftung.de www.wirtschaftsstiftung.de Gründung 19. Dezember 2000 Stiftungszweck Förderung der Volks- und Berufsbildung der Allgemeinheit im Wirtschaftsraum Südwest (Stiftungssatzung vom 14. Dezember 2011). Vorstand Michael Kaiser (Vorsitz) Marc Sesemann Andreas Lorenz Dr. Olaf Sauer Gesellschafter Stadt Karlsruhe Sparkasse Karlsruhe Volksbank Karlsruhe eG Stiftungskapital 98 % = 1 % = 1 % = 250.000 € 2.500 € 2.500 € 100 % = 255.000 € Stiftungskuratorium OB Dr. Frank Mentrup Michael Huber (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Karlsruhe) Hubert Meier (Vorstandsmitglied Volksbank Karlsruhe) Beteiligungen (mindestens 25 %) An der Gesellschaft für Beratungen und Beteiligungen mbH (GfBB) ist die Stiftung mit nominal 64.500 € (10 %) beteiligt. Die übrigen Anteile halten Sparkasse Karlsruhe und Volksbank Karlsruhe eG mit jeweils 290.250 € (45 %). Abschlussprüfung Die Bestellung eines Abschlussprüfers ist nach § 9 Abs. 3 Stiftungsgesetz Baden-Württemberg nicht zwingend notwendig und daher nicht erfolgt. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Arbeiter 4) - - - - Angestellte 4) 3,0 3,0 3,0 3,0 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 3,0 3,0 3,0 3,0 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamten. Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 Betriebsmittelzuschuss 53 60 60 60 248 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Wirtschaftsstiftung Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Aufgabe der Wirtschaftsstiftung Südwest ist gemäß der Stiftungssatzung die Förderung des Grundwissens zur erfolgreichen Führung und Finanzierung kleinerer und mittelgroßer Unternehmen im Wirtschaftsraum Südwest. Sie wird insoweit auf dem Gebiet der Volks- und Berufsbildung tätig. Die allgemeine Bildungsarbeit ist in der Satzung als Hauptzweck der Wirtschaftsstiftung Südwest festgeschrieben. Ziel ist es, bereits in Schulen ein positives Unternehmensumfeld durch Aufklärungsarbeit zu schaffen und Wege zur Selbstständigkeit aufzuzeigen. Mit der Unterstützung von Frauen bei der Berufs- und Lebensplanung durch die Kontaktstelle Frau und Beruf nimmt die Stiftung eine Scharnierfunktion zwischen den Anforderungen der Wirtschaft nach gut qualifizierten Frauen und den Potenzialen und Interessen von Frauen wahr. Darüber hinaus bündelt die Stiftung das beraterische Know-how der Region, um kleinen und mittleren Unternehmen in besonderen Situationen schnell zur Seite zu stehen. Ihr angeschlossen sind Wirtschafts-, Technologie-, Finanz-, Steuer- und Rechtsberaterinnen und -berater. Sie unterstützen Unternehmen in Phasen der Gründung, der Umstrukturierung, des schwierigen Wachstums, der Qualifizierung und Personalentwicklung oder in Krisensituationen sowie Firmen bei anstehendem Generationswechsel. Der Erfolg liegt in der Neutralität und Unabhängigkeit dieses Netzwerkes aus sachverständigen, selbstständigen Beraterinnen und Beratern. Ihr Wissen zu betriebswirtschaftlichen und technischen Fragestellungen stellen sie permanent in die Wissensdatenbank www.beraternetz-karlsruhe.de ein und vermitteln es bei Veranstaltungen für Unternehmen. Die Beratungsvermittlung wird in der angeschlossenen GfBB Gesellschaft für Beratungen und Beteiligungen mbH vorgenommen. Gemäß der Satzung unterstützte die Wirtschaftsstiftung Südwest im Berichtsjahr das Beraternetz Karlsruhe. Unternehmen können auf der Seite www.beraternetz-karlsruhe.de gezielt Unternehmerwissen nach Themen und Schlagworten abfragen oder Online-Anfragen an dafür bereitstehende Experten richten. Je nach betriebswirtschaftlicher Fragestellung finden Firmen aus ca. 100 Einträgen die passende Beraterin bzw. den passenden Berater. Insgesamt nahmen an den Projekten und Veranstaltungen der Kontaktstelle Frau und Beruf ca. 700 Frauen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen teil. Da die Wirtschaftsstiftung Südwest eine Verbrauchsstiftung ist, wurde 2019 ein weiteres Zehntel des Stiftungskapitals abgeschmolzen. Die verauslagten Gelder flossen 2019 verschiedenen Bildungsprojekten zu: Ausblick Erneut werden 25.500 Euro in diverse Bildungsprojekte fließen. Auch im Jahr 2020 wird es weiterhin Angebote Unternehmerwissen wie zum Beispiel das Frühstück 4.8 zum Thema „Digitalisierung im Recruiting“ geben. Die Kontaktstelle Frau und Beruf plant unter anderem Veranstaltungen für Gründerinnen, Unternehmensbesuche und Fachgespräche mit Unternehmen. Die Workshops werden größtenteils in Form von Webinaren stattfinden. Außerdem finden individuelle Einzelberatungen und Kurzberatungen statt. Die Förderung durch das Land Baden-Württemberg läuft noch bis 31.12.2020. Im Laufe des Jahres 2020 wird über eine Fortführung der Kontaktstelle entschieden. Risiken Laut der Stiftung liegen derzeit keine Risiken vor. Wirtschaftsstiftung | Stadtkämmerei | 249 Vorläufige Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 2.982 1.151 70.510 120 427.139 0 501.902 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 178.500 107.726 106.565 392.791 3.429 105.682 0 501.902 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2019 in T€ 2016 3) 2017 3) 2018 2019 2) 1. Umsatzerlöse 1) +228 +320 +320 +326 2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +2 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +0 +0 +0 +0 4. Personalaufwand -160 -268 -275 -226 5. Abschreibungen -9 -9 -9 -3 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -65 -82 -81 -85 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1 +1 +1 +1 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 9. Ergebnis nach Steuern -3 -38 -44 +13 10. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -3 -38 -44 +13 12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr +133 +122 +104 +79 13. Entnahme Stiftungskapital +0 +26 +26 +25 14. Entnahme aus Gewinnrücklagen +0 +0 +0 +0 15. Einstellung in Gewinnrücklagen -8 -6 -6 -10 16. Bilanzgewinn +122 +104 +80 +107 1) Hierin enthalten ist der Betriebsmittelzuschuss der Stadt Karlsruhe. 2) Vorläufige Angaben 3) Die Jahre 2016-2017 wurden rückwirkend entsprechend BiLRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) angepasst. 250 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Wirtschaftsstiftung Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 2017 2018 2019 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 15,6 18,9 19,9 14,9 2. Umlaufintensität (in %) 84,4 81,1 80,1 85,1 3. Investitionen (in T€) 19 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 79,9 98,8 97,8 78,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 513,6 524,2 492,3 524,9 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - 1,5 - 11,8 -13,7 -3,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - 0,7 - 8,9 -11,5 3,2 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - 0,6 - 8,8 -11,2 2,5 4. Kostendeckung (in %) 97,2 89,2 87,6 118,3 5. Cash Flow (in T€) + 6 - 29 -34 15 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 68,4 74,7 75,2 68,2 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 53.393 89.264 79.584 62.552 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. Centre Culturel | Stadtkämmerei | 251 4. Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe Kontaktdaten Karlstraße 16 b, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 16038-0 Fax: 0721 16038-29 info@ccfa-ka.de www.ccfa-ka.de Gründung 23. Januar 2002 Stiftungszweck Die Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen, die Verbreitung der französischen Sprache und Kultur in Karlsruhe und die Herstellung und Pflege der Beziehungen und des Austauschs zwischen französischen und deutschen Wissenschaftlern, Künstlern, Wirtschaftsleuten sowie in den sonstigen Bereichen der Gesellschaft (Stiftungsurkunde vom 23. Januar 2002). Vorständin Marlene Rigler (seit 01.03.2017) Stifter Republik Frankreich Stadt Karlsruhe Stiftungskapital 50 % = 50 % = 12.800 € 12.800 € 100 % = 25.600 € Stiftungsrat Dr. Albert Käuflein, Bürgermeister der Stadt Karlsruhe (Vorsitz) Catherine Briat, Kulturgesandte der franz. Botschaft in Berlin (stellv. Vorsitz) Dr. Susanne Asche, Leiterin des Kulturamtes der Stadt Karlsruhe Suzan Bacher, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (ständig vertreten durch Dr. Astrid Volmer, Referentin „Internationale Bodenseekonferenz, Oberrheinkonferenz und deutsch-französische Zusammenarbeit“) Peter Dangelmaier, Abteilungsleiter Vorstandssekretariat der Sparkasse Karlsruhe Nicolas Eybalin, Generalkonsul der Republik Frankreich in Stuttgart Gérard Jollit, Geschäftsführer des Restaurants „Zum Ochsen“ in Karlsruhe-Durlach Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Stiftung hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Räumlichkeiten im Gebäude Karlstraße 16 b. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wird vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 2017 2018 2019 Angestellte/Beschäftigte 3,3 3,4 3,4 3,9 Beamte - - - - Gesamtbelegschaft 3,3 3,4 3,4 3,9 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 252 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Centre Culturel Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe in den Jahren 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 1. Betriebsmittelzuschuss Stadt Karlsruhe 1) 195 190 190 194 2. Projektzuschüsse 13 13 2 8 3. Sonderzuschuss Stadt Karlsruhe für Erneuerung EDV 26 0 0 0 4. Sonderzuschuss Stadt Karlsruhe für Gestaltung des Empfangsbereiches - - 5 - 5. Sonderzuschuss Stadt Karlsruhe für Steuernachzahlungen 2012-2017 - - - 13 Zusammen 234 203 197 215 1) Betriebsmittelzuschuss stellt nur die Infrastruktur wie Miete und Personalkosten für die Direktorin und die stellvertretende Leiterin sicher. Leistungszahlen 2016 bis 2019 2016 2017 2018 2019 1. Sprachkurse 92 80 51 75 2. DELF-Prüfungen 472 488 814 777 3. Bibliothek 1) 27 35 65 101 4. Ausstellungen 8 5 4 6 5. Konzerte 6 1 1 0 6. Vorträge, Lesungen 17 5 11 9 7. Theater 2 0 1 2 8. Film 1 4 2 3 9. Diverse Veranstaltungen 3 6 11 6 Zusammen 628 624 960 979 1) Ausleihungen (keine Anmeldung mehr notwendig, gegen Pfand kann jeder ausleihen). Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Neben den traditionell erfolgreichen Veranstaltungen wie beispielsweise dem Deutsch-Französischen Tag, besucht von 1.200 Schülern, und der Ausstellungsreihe „Retour de Paris“, fand das erste Festival für junges Publikum statt. Langfristige Kooperationen mit der VHS, Kinemathek, Literarischen Gesellschaft brachten Publikumserfolge. Mit Schulen gestalteten wir eine Umfrage zum Europa der jungen Generation, in Kooperation mit den BNN. Als neuen schulischen Partner konnten wir das Lessing-Gymnasium gewinnen, dort findet ein von der Stiftung ins Leben gerufene, internationale Sprachencafé statt. Künstlerisch standen die Wochen gegen Rassismus im Vordergrund, die Frankophonie, die wir im Rahmen unseres Tages der offenen Türe vorstellten. Ausblick 2020 steht unter dem Zeichen der Frankophonie: Zum Auftakt gab SOKAN TRIO aus Burkina Faso ein Neujahrskonzert. Im März war ein Festival afrikanischer Literaturen in Kooperation mit Stadtbibliothek und VHS geplant. Im Juni gab es eine Neuproduktion für Kinder in Kooperation mit dem jungen Staatstheater mit Tournée durch ganz Baden-Württemberg. Jugendliche im Hort in der Nordstadt sowie Schülerinnen und Schüler der Sophie-Scholl Realschule sind zu einem kostenfreien Workshop zum Thema Bauhaus eingeladen. Abschließend findet eine Ausstellung im Architekturschaufenster statt. Liaisons stehen wie die europäischen Architekturtage, zu denen zwei Veranstaltungen geplant sind, in diesem Jahr unter dem Titel „hausgemacht“. Einige der geplanten Angebote in der ersten Jahreshälfte mussten aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt bzw. verschoben werden. Centre Culturel | Stadtkämmerei | 253 Risiken Risiken sieht die Stiftung sowohl durch mögliche Kürzungen der öffentlichen Zuschüsse, durch Forderungen mehrjähriger Miet-Nebenkostenrückstände sowie durch Verdienstausfälle im Bereich der Präsenz-Kurse aufgrund der Corona-Pandemie. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Verzicht auf Plastikflaschen stiftungsintern und bei Veranstaltungen. Sparsame Verwendung von Papier- Ressourcen, zugunsten virtueller Dokument-Speicherung. Neue Buchbestände in der Bibliothek zur kollektiven Nutzung. Jahresabschlüsse in den Jahren von 2016 bis 2020 in T€ Das Rechnungswesen erfolgt durch eine Einnahmen-/Überschussrechnung. Eine Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung ist daher nicht zu erstellen. 2016 2017 1) 2) 2018 1) 2) 2019 Plan 2019 Plan 2020 1. Übertrag liquide Mittel Vorjahr +37 +35 +28 +11 +11 +17 2. Kurse, Prüfungsgebühren +103 +95 +113 +124 +120 +132 3. Mitgliedsbeiträge +3 +2 +2 +2 +2 +2 4. Zuschüsse (allgemein) +274 +241 +240 +256 +243 +260 5. Allgemeine Spenden +11 +3 +0 +0 +0 +0 6. Projektzuschüsse +109 +47 +43 +37 +29 +50 7. Sonstiges +13 +12 +8 +2 +5 +5 8. Zinserträge +0 +0 +0 +0 +0 +4 Gesamteinnahmen +550 +435 +434 +432 +410 +470 9. Personalausgaben (inkl. Aushilfen) -195 -167 -167 -191 -191 -250 10. Sachausgaben lfd. Betrieb -226 -196 -197 -188 -190 -186 11. Ausgaben für Projekte -94 -44 -59 -36 -29 -34 Gesamtausgaben -515 -407 -423 -415 -410 -470 Ergebnis +35 +28 +11 +17 +0 +0 1) Ergebnisverbesserung 2018 gegenüber der Planung durch Einsparungen bei den Personalkosten bedingt durch die Inanspruchnahme von Elternzeit seitens der Direktorin und der Projektkoordinatorin. Insgesamt wurden die Ausgaben den geringeren Einnahmen (bedingt durch den Wegfall wichtiger Geldgeber) angepasst. 2) In der Abrechnung 2018 fehlen Dozentenhonorare in Höhe von -5 T€ und eine nicht bezahlte Rechnung in Höhe von -4 T€ . Weitere nennenswerte erst im Folgejahr vorzunehmende Nachzahlungen für 2018 waren zum Prüfungszeitpunkt nicht zu erwarten. Ausgangsrechnungen in Höhe von + 2 T€ waren zum Jahresende noch offen. Unter Hinzurechnung dieser Einnahmen und Ausgaben, die wirtschaftlich zum Geschäftsjahr 2018 gehören, hätte sich deshalb ein bereinigter rechnerischer Überschuss zum 31. Dezember 2018 von + 4 T€ ergeben. 3) In der Abrechnung 2019 wurden die Personalkosten i. H. von 18.000 € für Dezember 2019 nicht an die Stadt erstattet. Das führt dazu, dass diese 2020 erstattet werden. Dies verzerrt sowohl die Personalkosten 2019 als auch 2020. Bei vollständiger Rückzahlung wären 209 T€ angefallen. Dass die Personalkosten 2020 bei gleichem Personal wie 2019 höher liegen, liegt daran, dass 2020 erstmals alle Mitarbeiterinnen aus der Elternzeit zurückgekehrt sind (eine Mitarbeiterin allerdings vorläufig in Teilzeit) und die Gehälter über das ganze Jahr bezahlt werden. Somit ergibt sich ein Defizit von -1 T€. Im Vergleich zu 2018 bedeutet dies eine Verschlechterung von -5T€. Bei der Einnahmen-/Überschussrechnung werden die Einnahmen und Ausgaben nicht periodengerecht, sondern nach dem Zufluss- und Abflussprinzip den einzelnen Geschäftsjahren zugeordnet. Genaue Aussagen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse werden dadurch erschwert. 254 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Majolika 5. Majolika-Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe Kontaktdaten Geschäftsstelle, Rathaus am Marktplatz, 76124 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2023 Fax: 0721 133-95-2023 www.majolika-stiftung.de Gründung 15. August 2011 Stiftungszweck Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Betreuung freischaffender Künstler bei der Herstellung von Kunstkeramiken sowie durch die Bewahrung historischer keramischer Produktionsverfahren, historischer Formen und Glasuren. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (Stiftungssatzung vom 15. August 2011). Vorstand Klaus Lindemann Stifter Stadt Karlsruhe Land Baden-Württemberg Sparkasse Karlsruhe, Volksbank Karlsruhe, Unternehmen und Privatpersonen mit insgesamt Summe Stiftungskapital 50.000 € 50.000 € 186.100 € 286.100 € Stiftungsrat Klaus-Dieter Rohlfs (Vorsitz) Professor Edgar Bohn (stellv. Vorsitz) Wolfram Jäger Rigo Fay Dr. Gottfried Greschner Volker Fink Eberhard Oehler Andreas Lorenz Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Stiftung ist Alleingesellschafterin der Staatlichen Majolika Manufaktur Karlsruhe GmbH. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wird von der Treuhand Südwest GmbH, Karlsruhe geprüft. Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 Zuschuss 360 350 300 300 Personalentwicklung Die Stiftung hat im Berichtsjahr kein eigenes Personal beschäftigt. Majolika | Stadtkämmerei | 255 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2019 Zum traditionellen Empfang auf der Messe „art Karlsruhe“ und der Messe „Loft – Das Designkaufhaus“ lud die Stiftung wichtige Multiplikatoren und Majolika-Interessenten ein und warb für eine Unterstützung aller Bemühungen für eine Stabilisierung und Weiterentwicklung der Keramik-Manufaktur mit ihrer langen Tradition in der Fächerstadt. Wichtig war der Stiftung auch, den direkten Dialog zwischen Publikum und Majolika- Künstlerinnen und - Künstler zu vertiefen. Auch im Jahr 2019 erfuhr das schon zur Tradition gewordene Openair-Konzert des Polizeimusikkorps Karlsruhe starken Zuspruch. Zum dritten Mal wurde der Carl-Laemmle-Preis, eine Majolika-Skulptur in Form eines Lämmle vergeben. Sie ging an den erfolgreichen Berliner Filmproduzent Stefan Arndt. Der Künstler Markus Lüpertz hat Ende des Jahres mit der Reliefierung des ersten großen Testbildes für die unterirdischen Haltestellen der Kombi-Lösung begonnen. Die Stiftung führte die Recherche und Bestandsaufnahme der Kunst-am-Bau-Arbeiten im öffentlichen Raum konsequent weiter fort und veröffentlichte die neuen Ergebnisse auf ihrer Web-Seite in einer eigenen Rubrik. Ausblick Um insbesondere Anfragen aus ganz Deutschland beantworten zu können, ist die Erschließung des Majolika- Archivs im Generallandesarchiv Karlsruhe im Bereich Kunst-am-Bau ein wichtiges Anliegen, ebenso wie die Förderung der Innovation der Majolika Manufaktur im Bereich des 3D-Drucks, der die technische Weiterentwicklung der Manufaktur manifestiert, von der der künstlerische Bereich nachhaltig profitieren wird. Die Staatliche Majolika Manufaktur Karlsruhe feiert in 2021 ihr 120jähriges Bestehen, die Majolika-Stiftung im selben Jahr ihr 10jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen auf diese Jubiläen sollen Anfang des Jahres 2020 begonnen werden. Risiken Die Stiftung sieht derzeit keine Risiken. Kurzbilanz 2019 in € vorläufig Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 2 51.927 1 0 304.101 0 A. B. C. D. Eigenkapital Stiftungskapital Rücklagen Mittelvortrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 286.100 43.019 25.603 354.722 1.309 0 0 356.031 356.031 256 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Majolika Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 (in T€) 2016 2017 2018 2019 1) Plan 2020 2) 1. Ideeller Bereich Einnahmen +21,9 +20,3 +63,1 +53,4 Ausgaben -66,3 -17,5 -62,7 -44,7 Ergebnis -44,4 +2,8 +0,4 +8,7 2. Vermögensverwaltung Einnahmen +0,3 +0,0 +0,4 +0,1 Ausgaben -3,5 -3,9 -3,7 -3,1 Ergebnis -3,2 -3,9 -3,3 -3,0 3. Sonstige Geschäftsbetriebe Einnahmen +6,2 +4,9 2,6 +2,9 Ausgaben -3,5 -0,2 -0,3 -0,9 Ergebnis +2,7 +4,7 +2,3 +2,0 4. Stiftungsergebnis -44,9 +3,6 -0,6 +7,7 5. Mittelvortrag aus Vorjahr +26,9 +29,5 +30,6 +23,5 6. Einstellung in Rücklagen -2,5 -2,5 -6,5 -5,5 7. Entnahme von Rücklagen +50,0 +0,0 +0,0 +0,0 8. Mittelvortrag +29,5 +30,6 +23,5 +25,7 1) Vorläufige Angaben 2) Die Stiftung erstellt keinen Wirtschaftsplan. 257 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2017 | Majolika V. Eigenbetriebe 258 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark 1. Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark Kontaktdaten Kaiserstraße 99, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2801 Fax: 0721 133-2809 eibs@karlsruhe.de Gründung 1. April 2017 Eigenbetriebszweck Bau, Betrieb und Finanzierung des Fußballstadions im Wildpark und seiner Außenflächen sowie der Infrastruktur. Betriebsleitung Werner Merkel Stammkapital 100.000 € Betriebsausschuss OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) Herr BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Lukas Bimmerle (ab 23.07.2019) StR Michael Borner StR Max Braun StR Jorinda Fahringer (ab 23.07.2019) StR Ellen Fenrich (ab 23.07.2019) StR Detlef Hofmann StR Anton Huber (ab 23.09.2019) StR Karl-Heinz Jooß (ab 19.11.2019) StR Friedemann Kalmbach StR Aljoscha Löffler (ab 23.07.2019) StR Sven Maier StR Dirk Müller (ab 23.07.2019) StR Markus Schmidt (ab 23.07.2019) StR Sibel Uysal (ab 23.07.2019) StR Dr. Raphael Fechler (bis 22.07.2019) StR Niko Fostiropoulos (bis 22.07.2019) StR Dr. Klaus Heilgeist (bis 22.07.2019) StR Thomas H. Hock (bis 18.11.2019) StR Ekkehard Hodapp (bis 22.07.2019) StR Johannes Honné (bis 22.07.2019) StR Parsa Marvi (bis 22.07.2019) StR Dr. Paul Schmidt (bis 22.07.2019) StR Karin Wiedemann (bis 22.07.2019) Beteiligungen (mindestens 25 %) keine Wichtige Verträge Mietvertrag Wildparkstadion vom 30.08.1993 und 8. Zusatzvereinbarung vom 16.11.2016 mit dem KSC Geschäftsbesorgungsvertrag mit der KASIG Diverse Beraterverträge zum Vollumbau Vertrag zur Vorabmaßnahme „Provisorien und temp. Spielbetrieb“ mit Nüssli (Deutschland) GmbH vom 20.08.2018 Vertrag zur Vorabmaßnahme „Kampfmittelerkundung“ mit der Arbeitsgemeinschaft PORR Umwelttechnik Deutschland GmbH und BST Becker Sanierungstechnik GmbH vom 20.07.2018 Vertrag zum Vollumbau des Stadions im Wildpark mit dem Totalunternehmer BAM Sports GmbH vom 19.11.2018 Personalentwicklung (durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer) 1) 2) 3) 2016 4) 2017 2018 2019 Beschäftigte/Angestellte - 1,65 7,90 8,46 Beamte - 0,00 1,00 1,00 Gesamtbelegschaft - 1,65 8,90 9,46 Nachrichtlich Sonstiges Personal - - - - Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Der Eigenbetrieb wurde zum 1. April 2017 gegründet. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2019 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark | Stadtkämmerei | 259 Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe in den Jahren von 2016 bis 2019 in T€ 2016 2017 2018 2019 Verlustausgleich - - - 7.220 Überstellung Eigenkapital - 2.000 8.000 9.950 Sacheinlagen - - 7.872 8.000 Zusammen - 2.000 15.872 25.170 Geschäftsverlauf 2019 Im Anschluss an den Start der sogenannten Vorabmaßnahmen im Wildparkstadion am 5. November 2018 in der dortigen Nordkurve, wurden Anfang Januar 2019 zunächst vier provisorische Flutlichtmasten errichtet. Diese dienen der Sicherung einer ausreichenden Beleuchtung für den Spielbetrieb während der gesamten Bauzeit. Die vier alten, höheren Masten wurden anschließend sukzessive rückgebaut. Überdies wurden Anfang 2019 die im vorangegangenen Jahr gestarteten Vorabmaßnahmen mit kontinuierlicher Kampfmittelprüfung, Aufbereitung und Wiedereinbau des Wallmaterials samt Modellierung des neuen Walls fortgesetzt und mit der Nordkurve relativ zeitnah im ersten Bereich des Stadions abgeschlossen. Daraufhin konnte im März 2019 der Aufbau der provisorischen Nordtribüne mit rund 5.000 Stehplätzen erfolgen. Diese provisorische Nordtribüne erhielt, nach Zustimmung des Gemeinderats eine Überdachung. Mit der Installation des Daches wurde die Firma Nüssli (Deutschland) GmbH beauftragt. Auf der zweiten, im Sommer 2019 in der Südkurve errichteten, provisorischen Tribüne wurde hingegen keine Überdachung installiert. Der Gemeinderat hatte sich aufgrund der deutlich kürzer veranschlagten Standzeit des zweiten Provisoriums gegen eine weitere Nachrüstung entschieden. Der Karlsruher SC wurde infolgedessen dazu aufgefordert, eine Ausnahmegenehmigung bei der DFL Deutsche Fußball Liga bezüglich der fehlenden Überdachung der Südtribüne zu stellen. Diesem Ausnahmeantrag wurde stattgegeben. Im April 2019 begann die Bauphase II der Vorabmaßnahmen mit dem Abbruch der Blöcke E1 bis E4 in der Südkurve des Stadions. Analog der Arbeiten in der Nordkurve, wurde das dortige Erdmaterial kontinuierlich vom ehemaligen Wall abgetragen, gesiebt, sortiert und durch Experten auf Kampfmittel überprüft. Auch in diesem Bereich wurde ein neuer, nun kampfmittelbefreiter Wall modelliert und im Anschluss auf diesen die zweite, unüberdachte provisorische Tribüne errichtet. Durch die Errichtung der beiden provisorischen Tribünen kann die Stadt Karlsruhe die Lizenzierungsvorgaben der DFL für die Zweite Bundesliga gewährleisten, während der Bauzeit durchgehend mindestens 15.000 Zuschauerplätze zur Verfügung zu stellen. Im August 2019 begannen die Arbeiter mit dem Abbruch der Tribüne in der Ostkurve. Der Gemeinderat im Oktober 2019 die Erhöhung des Eigenkapitals des Eigenbetriebs Fußballstadions im Wildpark in den Haushaltsjahren 2019 und 2020 um jeweils 5,0 Mio. Euro beschlossen. Die Aufstockung der Mittel war langfristig geplant und wurde benötigt, um die Liquidität kontinuierlich sicherzustellen. Mit dem Verlauf der seit November 2018 begonnen Vorabmaßnahmen zeigten sich die Verantwortlichen der Stadt Karlsruhe äußerst zufrieden. Bei den rund 13 Monate andauernden Rückbau und Kampfmittelerkundungsmaßnahmen gab es keine nennenswerten Schwierigkeiten. Auch wurden kaum deponierelevante Schadstoffe gefunden, sodass nahezu das gesamte Wallmaterial nach Aufbereitung vor Ort wieder eingebaut werden konnte. Der offizielle Spatenstich in der Ostkurve des Stadions erfolgte am 9. Dezember 2019 vor Vertretern aus Politik, Sport und Presse. Es war der Startschuss zum Vollumbau mit Übergabe des ersten Bauabschnittes an den Totalunternehmer BAM Sports GmbH. Baurechtliche Grundlage bildet eine Teilbaugenehmigung, da die angestrebte Gesamtbaugenehmigung aufgrund offener Klärungspunkte zur neuen Haupttribüne nicht erreicht werden konnte. Dieser erste 260 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark Bauabschnitt soll im Herbst 2020 fertiggestellt und dem Karlsruher SC zur Inbetriebnahme übergeben werden. Im weiteren Verlauf wird die derzeitige temporäre Tribüne SÜD rückgebaut und das Baufeld zur Erstellung der neuen Heimfantribüne vorbereitet. Ausblick Mit Übergabe an den Totalunternehmer BAM Sports GmbH laufen seit 9. Dezember 2019 die Arbeiten für den Bau der neuen Tribüne in der Ostkurve, der ersten Bauphase des Vollumbaus. Der Vollumbau ist in drei Bauabschnitte unterteilt. Bevor BAM Sports mit den Fundamentarbeiten für die neue Osttribüne beginnen konnte wurden Maßnahmen zur Baustelleneinrichtung ausgeführt. Auf diese Fundamente werden die Fertigbauteile der neuen Tribüne montiert. Im derzeitigen Eingangsbereich OST der Gästefans wurden im Januar 2020 außerdem die alten Kassen abgebro- chen, um ausreichend Platz für die Zulieferung der Fertigbetonteile zu schaffen. Im Februar 2020 wurde dann mit der Montage der ersten Fertigbetonteile für die neue Tribüne begonnen. Um trotz der Baumaßnahmen einen reibungslosen Spielbetrieb zu gewährleisten, werden parallel zu den Arbeiten am neuen Stadion Provisorien für die Versorgungs- und Sicherheitseinrichtungen, den Fanshop und die Mannschaftsbereiche errichtet. Der Fertigstellungstermin der Osttribüne, der für September 2020 avisiert ist, kann aller Voraussicht nach eingehalten werden. Im Zuge der Lizenzierung 2019/20 für die DFL wurden ursprünglich Beschleunigungsmaßnahmen festgelegt, um bis Juli 2020 eine Fertigstellung zu ermöglichen. Diese konnten im Ergebnis leider nicht gehalten werden. Deshalb hat der Karlsruher SC in Absprache mit dem Totalunternehmer BAM Sports und der Stadt Karlsruhe zwischenzeitlich einen Ausnahmeantrag im Lizenzierungsverfahren der Saison 2020/21 für Liga 2 bei der DFL gestellt. Nach Fertigstellung der Osttribüne im Herbst 2020 werden der Neubau der Südtribüne und der Abbruch der Haupttribüne (Bauphase II) erfolgen. Die abschließende Bauphase III beinhaltet den Neubau der Nord- und der Haupttribüne. Die Fertigstellung des Stadions soll bis voraussichtlich Mitte des Jahres 2022 vollendet sein (Ende Mai 2022). Im Anschluss kann das neue Fußballstadion im Wildpark in Gänze an den Pächter, die KSC Betriebsgesellschaft Stadion mbH, übergeben werden und die ligaabhängige Pachtzinszahlung beginnt. Risiken Der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am 26. Mai 2020 das Ergebnis der Kostenentwicklung und des ausgewiesenen Risikos zur Kenntnis genommen und der Fortführung des Projekts unter den geänderten Voraussetzungen zugestimmt. Demnach könnten sich aus den Risikosphären Stadt Karlsruhe als Bauherrin, KSC BG Stadion aus Sonderwünschen sowie Nachträgen des beauftragten Totalunternehmers BAM Sports Mehrkosten in einem Korridor von rund 10 bis 30 Millionen Euro ergeben. In diesem Kostenkorridor enthalten sind sicherheitsrelevante Positionen, die zu Mehrkosten im Bereich Entfluchtung und Brandschutz führen, erhebliche Risiken im Bereich des Baupreisindex, aber auch Mehrkosten aus Sonderwünschen des KSC für die Ausstattung des neuen Stadions. Diese sind grundsätzlich vom Pächter selbst zu tragen, dennoch wurden sie fürsorglich als Risiko identifiziert. Verlässlich lassen sich die obengenannten Mehrkosten erst beziffern, wenn die ersten Ausschreibungsergebnisse vorliegen. Zuvor werden die Verantwortlichen der Stadt Karlsruhe alle Einsparmöglichkeiten intensiv prüfen. Auch die Aufteilung der Mehrkosten zwischen der Stadt als Bauherrin und der KSC BG Stadion mbH als Pächter ist Inhalt intensiver gemeinsamer Gespräche beider Parteien. In den obengenannten Risiken für die Kostenentwicklung noch nicht enthalten sind die Folgen des seit Anfang des Jahres 2020 grassierenden Virus COVID-19 (Corona-Pandemie). Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark | Stadtkämmerei | 261 Zudem ist grundsätzlich bei jedem Bauprojekt dieser Größenordnung von allgemeinen Kostensteigerungen und Unwägbarkeiten im Baubereich auszugehen, etwa vom negativen Einfluss widriger Witterungsbedingungen auf den Bauablauf, wie durch extreme Kälte, Starkregen oder Sturm. Das Hauptertragsrisiko besteht während der gesamten Bauzeit lediglich in einer eingeschränkten Vermarktung des sich im städtischen Besitz befindlichen Birkenparkplatzes. Der Entfall dieser Einnahmequelle war jedoch hinlänglich bekannt, da der Birkenparkplatz grundsätzlich nur für Vermietungen bis Ende des Jahres 2019 freigegeben war. Nach diesem Zeitpunkt genehmigte Nutzungen, etwa durch den regelmäßig freitags stattfindenden Flohmarkt auf dem Birkenparkplatz, müssen im Einzelfall geprüft werden. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Es ist vorgesehen, künftige Anlagen zur Beleuchtung der öffentlichen Wege im Bereich des Stadions so zu errichten und zu betreiben, dass schädliche Umwelteinwirkungen durch Licht nach dem Stand der Technik vermieden oder zumindest auf ein Mindestmaß beschränkt werden Das Beleuchtungsniveau soll möglichst auf die Mindestvorgaben der aktuell gültigen Norm für die Straßenbeleuchtung beschränkt bleiben. Durch die Verwendung moderner, hocheffizienter LED-Leuchten kann somit der Stromverbrauch auf ein notwendiges Minimum reduziert werden. Im Fall des Bezuges von Öko-Strom, wäre somit ein weitestgehend CO2-neutraler Betrieb der öffentlichen Straßenbeleuchtung möglich. Eine Klimatisierung des neuen Stadions ist zurzeit nur in Teilbereichen vorgesehen. Auf die Klimatisierung von weiteren Bereichen wie z.B. Spielbetrieb (Umkleiden usw.) wurde verzichtet. Es besteht für den Warmbau ein Dämmkonzept zur Einsparung von Wärmeenergie sowie eine Montage einer 500 m² große Photovoltaikanlage. Die stadioneigene PV-Anlage wird durch weitere Anlagen auf städtischen Gebäuden ergänzt. Die EnEV wird eingehalten und in Bereichen unterschritten. Die einzubauende Lüftungsanlage wird mit einer Wärmerückgewinnung versehen. Im Hauptgebäude wird eine Sonnenschutzverglasung verbaut, um eine unnötige Aufheizung der dahinterliegenden Räume zu vermeiden. Für die Spielfeldbewässerung wird das Regenwasser genutzt. Für die Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs werden in Teilbereichen wasserlose Urinale geliefert und verbaut. Kurzbilanz 2019 in € Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.245 22.171.028 3.640.323 97.354 25.913.950 A. B. C. Eigenkapital Stammkapital Allgemeine Rücklage Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 100.000 32.522.755 -1.657.027 -7.218.273 23.747.455 89.885 2.076.610 25.913.950 262 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 | Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2016 bis 2020 in T€ 2016 1) 2017 1) 2018 2019 Plan 2019 3) Plan 2020 2) 1. Umsatzerlöse - +0 +258 +307 +89 +181 2. Andere aktivierte Eigenleistungen - +89 +147 +184 +170 +257 3. Sonstige betriebliche Erträge - +0 +1 +1 +0 +25 4. Materialaufwand - +0 -457 -340 -518 -337 5. Personalaufwand - -112 -621 -678 -822 -898 6. Abschreibungen - -2 -100 -507 -930 -748 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - -65 -801 -6.296 -4.982 -1.292 8. Zinsen und ähnliche Erträge - +1 +5 +10 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - +0 -1 -1 +0 -156 10. Ergebnis nach Steuern - -89 -1.568 -7.320 -6.993 -2.968 11. Sonstige Steuern - +0 +0 +0 -23 -23 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag - -89 -1.568 -7.320 -7.016 -2.991 1) Der Eigenbetrieb wurde zum 1. April 2017 gegründet. 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan” (das heißt nicht fortgeschrieben) 3) Nachtragswirtschaftsplan 2019 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2016 1) 2017 1) 2018 2019 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) - 34,5 59,7 85,6 2. Umlaufintensität (in %) - 65,5 40,3 14,4 3. Investitionen (in T€) - 744 9.451 12.720 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) - 87,3 95,9 91,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - 253,5 160,6 107,1 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - -641,2 -2.893,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - -4,7 -10,2 -37,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - -4,1 -9,8 -34,2 4. Kostendeckung (in %) - 0,0 13,4 4 5. Cash Flow (in T€) - -62 -1.404 -6.621 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - 62,7 31,4 8,8 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) - 67.163,29 69.810,80 71.655,94 1) Der Eigenbetrieb wurde zum 1. April 2017 gegründet. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 32 erläutert. 7
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Niederschrift 15. Sitzung Gemeinderat 29. September 2020, 15:30 Uhr öffentlich Bürgerssaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 10. Punkt 8 der Tagesordnung: Beteiligung der Stadt Karlsruhe an rechtlich selbständigen wirt- schaftlichen Unternehmen und Stiftungen; Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2019 Vorlage: 2020/0944 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Hauptausschuss - von dem Beteiligungsbericht 2019 Kenntnis. Abstimmungsergebnis: Bei 43 Ja-Stimmen und 1 Nein-Stimme mehrheitlich zugestimmt Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 8 zur Behandlung auf verweist auf die erfolgte Vorbe- ratung im Hauptausschuss. Stadtrat Honné (GRÜNE): Die GRÜNE-Fraktion bedankt sich für diesen umfangreichen Bericht. Der hier ist der ältere von 2016. Warum ich den hochhalte? Der neue ist noch dicker. Der wichtigste Punkt ist, welchen Verlustausgleich gibt nun die Stadt an die Gesellschaften. Da gibt es die erschreckende Zahl. Gegenüber 2018 mit 34 Mio. Euro ist es jetzt auf 72 Mio. Euro insgesamt gestiegen, was die Stadt bezahlen muss. Das hört sich ziemlich schlimm an und schreit danach, dass man schaut, wie könnte man einsparen. Aber wenn man dann schaut, was sind die Gründe dafür, was sind die großen Brocken, dann ist das die KVVH, also Busse und Bahnen, und es ist das Klinikum. Bei beiden wollen wir nicht sparen, weil wir die als ganz wichtig ansehen. Deshalb haben wir ein Problem, das wir aber auch nicht so ohne weiteres lösen können. Ich möchte einen Blick auf eine ganz kleine Gesellschaft werfen. Das ist die Beteiligungsgesell- schaft Baden-Airpark. Die hat ein Ergebnis von minus 2 Mio. Euro, das die Stadt ausgeglichen hat. Da hieß es immer, der Airpark trägt sich selbst, die Stadt braucht keine Zuschüsse mehr zu geben. Das ist jetzt der erste Fall, dass doch wieder einer gegeben wurde. Das ist auch nur der Anfang. Es gilt für alle Gesellschaften. Aber ganz besonders für den Flughafen, dass sich das Geschäft in – 2 – Corona-Zeiten noch deutlich verschlechtern wird. Da müssen wir dann demnächst einmal ran, da noch einmal nachhaken. Die wichtigste Änderung im Bericht ist, dass auf Bitte der CDU jetzt ein Abschnitt zum Klima- schutz in den einzelnen Gesellschaften vorkommt. Da sieht man deutlich, fast überall wurde an- gefangen, etwas zum Klimaschutz zu machen. Aber es ist noch längst nicht so, dass wir zufrieden sein können. Da ist noch sehr viel zu tun bis zur Klimaneutralität auch bei den Gesellschaften. Beim Blick auf die Tabelle zur Chancengerechtigkeit fällt auf, es sind weiter nur ganz wenige Frauen in den Führungsebenen vertreten. Das ist noch eine Hausaufgabe, die wir auf jeden Fall noch weiter verfolgen sollten. Aber wenn als Ziel schon lediglich der Status Quo in manchen Ge- sellschaften angegeben wird, dann wird es schwierig, noch etwas herauszuholen. Ein kleiner po- sitiver Punkt ist mir aufgefallen. Die Beschäftigungsquote der Arbeitnehmer*innen mit Behinde- rung wird von der Karlsruher Bädergesellschaft erstmalig eingehalten. Sie muss jetzt keine Aus- gleichsabgabe mehr zahlen. Das ist doch eine positive Sache. Frau Erste Bürgermeisterin, ich habe jetzt auch einen Wunsch an Sie, nachdem die CDU beim letzten Mal einen Wunsch erfüllt bekommen hat. Ich hätte gerne, dass Sie ein einziges Wort streichen. In Ihrem Vorwort steht, der Bericht ist nicht nur als Druckwerk erhältlich, sondern auch im Internet. Wenn Sie das „nur“ streichen, dann heißt der Satz: Dieser Bericht ist nicht als Druckwerk sondern nur im Internet zu erhalten. Das ist der Grund, warum ich auch den alten hochgehalten habe. Stadtrat Pfannkuch (CDU): Der Beteiligungsbericht ist in der Tat im Zusammenhang mit dem Vorbericht vor einem Jahr anzusprechen. Insofern gebe ich dem Kollegen Honné durchaus Recht. Ich möchte aber auch an dieser Stelle allen Beteiligten meinen herzlichen Dank im Namen der Fraktion aussprechen. Das ist eine Riesenarbeit. Es ist auch ein wichtiges Instrument. Aber es muss noch mehr aus dieser Information gezogen werden. Das will ich ganz deutlich sagen. Es ist schon klar, dass man 42 Gesellschaften nicht in drei Minuten hier würdigen kann. Das will ich gleich sagen. Nur ein paar Kernzahlen: 557 Mio. Euro Personalaufwendungen allein in diesem Bereich. Die Stadt im Vergleich hat 359 Mio. Euro. Ich sage das im Hinblick auf die anstehenden Haushalts- überlegungen, nicht nur für 2021, sondern für die nächsten Jahre. Ich spreche nur am Rande an – das kann jeder lesen – 20 % Umsatzeinbußen bei der KMK. Warum auch? Wir wissen, das sind ganz normale Dinge. Die Stadthallenproblematik brauche ich hier auch nicht ansprechen. Sie muss jetzt irgendwann einmal gelöst werden. Instandhaltungsrisiken werden angesprochen. Da- mit müssen wir umgehen, keine Frage. Volkswohnung: 58 Wohnungen haben wir ihm Jahr 2019 hingebracht. Das ist nicht überragend, aber es ist erwähnenswert. Die Volkswohnung ist der einzige Akteur in diesem Bereich. Über die Schieflage des Klinikums brauchen wir nicht reden. Ich glaube es ist von der Stadtspitze erforder- lich, dass wir jetzt einmal auf die Barrikaden gehen. Denn so geht es nicht weiter. Wir fahren ge- gen die Wand. Das muss man deutlich sagen. Ich erwähne in diesem Zusammenhang auch die Strategie Haus M. Wer davon abweichen will, der hat mit mir wirklich Ärger. Wer jetzt anfangen will, das alte Klinikum wieder hochzuziehen, der hat ihn auch. Das will ich an dieser Stelle einmal erwähnen. – 3 – Umweltbericht: Wunderbar. Die GRÜNEN jubeln. Aber mit diesen Aussagen kann man noch nicht viel anfangen. Da müssen Zahlen hinterlegt werden. Was steht hinter den einzelnen Positionen? Dann muss man nämlich auch über Relevanz und Priorisierung reden. Auch ein Wort, das Sie gerne vermeiden wollen, wenn es um diese Dinge geht. Ich habe jetzt nur drei Player angesprochen. Ich glaube, wir müssen uns näher damit befassen. Das ist gar keine Frage, gerade im Hinblick auf die angespannte Haushaltsentwicklung. Ich mache deshalb am Schluss den Vorschlag, dass wir uns den Beteiligungsbericht in einer der künftigen Strukturkommissionen einmal etwas näher vornehmen. Stadtrat Zeh (SPD): 263 Seiten, neuer Rekord, hat dieser Beteiligungsbericht. Es geht aber um die Geschäftsberichte 2019. Da war von Corona noch nicht die Rede. Die Ausblicke der einzelnen Gesellschaften zeigen, es kommen größere Fehlbeträge und ähnliches auf uns zu. Der städtische Haushalt wird stärker belastet. 2019 erwirtschafteten auch nur die KVVH-Tochter Stadtwerke und die Volkswohnung real deutliche Überschüsse. Wichtig ist das neue Kapitel „Gesellschaften und Klimaschutz“. Eigentlich müssten die VBK wich- tiger Eckpfeiler sein. Aber seit rund zehn Jahren sind die Fahrgastzahlen nahezu konstant bei 104 Mio. Fahrgästen. Der Strom der Straßenbahn ist bereits 100 % Ökostrom. Die Busflotte hat noch Potential zur Verbesserung. Aber es muss alles getan werden, dass die Zahl der Nutzer des ÖPNV steigt. Die Stadtwerke: Hier zeigt sich bei der stetigen Zunahme der Fernwärme, ebenso der stetigen Zunahme der regenerativen Energien, dass sich die Stadtwerke der Verantwortung für den Kli- maschutz bewusst sind. Gerade die Fernwärme spart rund 146.000 CO 2 ein, ein wichtiger Beitrag. Die KEK, die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur: Sie widmet sich neuen Energiekonzep- ten, Energieeinsparung und dem Klimaschutz. Sie ist aber ganz auf Zuschüsse und Projektmittel der Stadt und der Stadtwerke angewiesen. Ohne diese kann die Gesellschaft nicht arbeiten. Wir müssen aber die Kompetenz der Mitarbeiter in diesem Bereich erhalten. Die Volkswohnung stellte 2019 den allgemeinen Strom der Häuser auf Grünstrom um, ein guter Schritt. Ebenso werden viele Grünflächen der Häuser seltener gemäht und Grünstreifen angelegt. Die Neubauten werden nach KfW-Standard 55 gebaut. Energieeffiziente Neubauten und Sanie- rung von Gebäuden tragen wesentlich zum Klimaschutz bei. Beim Klimaschutz des Klinikums sind zwar Maßnahmen angelegt, aber sehr kleinteilig. Ich bin überzeugt, dass das das nächste Mal ein größerer Schritt ist. Auch das Haus M trägt deutlich bei zum besseren Klimaschutz. Herr Honné hat es schon angesprochen, die Verschuldung ist neben den Investitionen ein deutli- cher Anstieg. 2015 waren es noch 1,2 Mrd. Euro, jetzt 1,8 Mrd. Euro. Das hängt auch mit den rund 500 Mio. Euro der Investitionen zusammen, von Neubau Fernwärme, Volkswohnung Woh- nungen, barrierefreie Haltestellen und das neue Klinikum. Letztendlich brauchen wir hier auch einen deutlichen Blick. Wir bedanken uns als SPD für diesen Bericht. Stadträtin Böringer (FDP): Auch die FDP-Fraktion sagt Danke an die Mitarbeitenden der Stadt- verwaltung für die Zusammenstellung des Beteiligungsberichts. Das ist immer eine ganz große – 4 – Aufgabe für die Verwaltung. Danke auch, dass erstmalig der Bereich Nachhaltigkeit und Klima- schutz aufgenommen wurde. Wir begrüßen auch, dass erstmalig für alle relevanten Gesellschaf- ten der Frauenanteil in den Führungsebenen aufgelistet wurde. Da ist in der oberen Ebene noch viel Luft nach oben. Das sage ich auch als FDP-Mitglied. Für uns Stadträtinnen und Stadträte ist es eine Herausforderung, aus diesem Beteiligungsbericht die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ich stelle fest, dass die Entwicklung und insbesondere der Ausblick doch zum Teil dramatisch und verhee- rend ist. Es werden immer wieder Stabilisierungsmittel benötigt, die Einnahmen gehen zurück. Die städtischen Zuschüsse müssen immer wieder geleistet werden. Ich möchte nicht schwarzma- len, aber dennoch ausdrücklich warnen, heute mit allem zufrieden zu sein. Wir werden aufgrund der Corona-Krise hohe Fehlbeträge ausgleichen müssen. Es gibt einige positive Entwicklungen, die Kollegen haben das schon aufgezeigt, insbesondere die Volkswohnung. Der Wohnungsmarkt ist stabil. Wir würden uns natürlich noch weiteren Miet- wohnungsbau wünschen. Die Volkswohnung tätigt Investitionen. Ich möchte mit Blick auf den Haushalt 2021 jetzt schon warnen, bei dieser wichtigen Gesellschaft einen Zapfhahn einzubauen. Die Investitionen müssen in Wohnen und Infrastruktur fließen und dürfen nicht die Klimaschutz- aufgaben der Stadt übernehmen. Leider gibt es auch negative Seiten. Ich möchte einmal die Frage stellen, warum das städtische Klinikum so lange als GmbH erfolgreich lief und in den letzten Jahren so tief und schnell absank. Ich verstehe diese Entwicklung nicht. Die Corona-Krise gab dem Ganzen eigentlich nur den Rest. Hier müssen wir achtsam sein und nicht nur Patronatserklärungen abgeben, sondern ich möchte, dass auch das zuständige Dezernat Lösungen aufzeigt. Ich fasse zusammen, ganz kurz: Mit Wohnen den Klimaschutz zu zahlen und das Klinikum als ewi- ges Groschengrab weiterzuführen, kann nicht der Weg sein, (Der Vorsitzende: Frau Stadträtin!) - Ich bin jetzt durch. den wir mit unserer Wirtschaft und unseren Finanzen gehen wollen. Stadtrat Schnell (AfD): Auch wenn der Bericht aufgrund der Folgewirkung der Maßnahmen im Zuge des Corona-Virus in Teilen bereits als überholt anzusehen ist, muss dennoch konstatiert werden, dass bei etlichen Betrieben bereits 2019 eine negative Entwicklung eingetreten war, die sich aktuell dann deutlich verschlechtert hat. Herr Zeh hatte schon darauf hingewiesen: noch zwei Betriebe, die Gewinn erwirtschaften. Letztes Jahr – haben Sie gesagt – sind es noch fünf gewesen. Es werden immer weniger. Die Schulden steigen dafür an. Aber umso bezeichnender finde ich daher, dass Sie als Vertreter der Altparteien in diesem Gemeinderat die Zeichen an der Wand – Sie haben alle Vertreter in den einzelnen Aufsichtsräten – völlig ignoriert haben und wei- ter in den letzten 12 Monaten hemmungslos in Ihren Anträgen Mehrausgabe um Mehrausgabe forderten, nur um sich bei Ihren potentiellen Wählern beliebt zu machen. Ein Wort zum Baden-Airpark: Die Luftverkehrsindustrie leidet ganz besonders unter den Auswir- kungen des Corona-Virus. Man muss sagen, dass der Baden-Airpark weniger drastische Passa- gierrückgänge hatte, als andere Flughäfen in Deutschland. Es war ihm sogar gelungen, im Som- mer drei neue Strecken einzuführen. Das ist etwas, womit man nicht hätte rechnen können. Ob – 5 – die dauerhaft bleiben, das muss man sehen. Aber der Grund dafür liegt ganz einfach darin, dass der ethnische Verkehr von allen Verkehren – also Geschäftsreiseverkehr oder Citytourismus – am wenigsten stark von Rückgängen betroffen war. In diesem Segment ist der Baden-Airpark relativ stark. Darum sind die Ergebnisse des Flughafens nicht ganz so schlecht wie an anderen Standor- ten. Stadtrat Kalmbach (FW|FÜR): Eigentlich sollen die Gesellschaften zum städtischen Haushalt ei- nen Beitrag leisten. Ich kann mich noch entsinnen, als ich damals Stadtrat wurde, haben wir im- mer etwas überwiesen, weil die Stadtwerke sozusagen unsere Milchkuh waren. Wir hatten den- noch einen Beitrag geleistet. Wenn ich das sehe und die Aussichten, die wir vor uns haben, dann ist es genau umgekehrt. Der städtische Haushalt verschuldet sich immer mehr, um die Ausgleiche für die Gesellschaft zu machen. Das ist besorgniserregend. Ich sage aber, es ist nicht nur die Corona-Krise. Es ist tatsächlich auch der Fall, dass wir Personal eingestellt haben. Wir haben nachgeschaut. Wir haben von 2015 bis 2019 über 1.000 Mitarbeiter eingestellt im Gesamtkon- zern Stadt. Bei der Investitionslage haben wir 2,3-fach investiert gegenüber von vor 10 Jahren. Wenn dem gegenübersteht, dass wir mehr Umsatz machen, wenn demgegenüber mehr Gewinne an anderer Stelle stehen, dann kann man das natürlich machen. Aber wir machen es eben nicht. Das heißt, wir haben nicht sinnvoll gewirtschaftet. Ich kann nur warnen, so weiterzumachen. Für mich klingeln alle Glocken, die klingeln können. Wir müssen nicht nur ein bisschen korrigieren. Wir müssen richtige, schmerzhafte Einschnitte machen. Wir können nicht einfach so weiterma- chen. Ich habe das Gefühlt, das Gefüge fliegt auseinander. Es gibt kein „weiter so“. Wir als Freie Wähler|FÜR Karlsruhe nehmen das zur Kenntnis. Aber ein „weiter so“ kann es nicht geben. Wir fordern auf zu einer Klausur, einem In-sich-gehen. Wir müssen überlegen, wo können wir uns begrenzen. Das müssen wir. Der Vorsitzende: Lassen Sie mich noch drei, vier Sätze sagen. Herr Stadtrat Honné, wir haben keinen Ausgleich für den Baden-Airpark in dem Jahr gezahlt. Das operative Betriebsergebnis war positiv im Jahr 2019. Das erwirtschaftet aber nicht die Abschreibung. Das, was die Differenz ist, die Sie richtig angegeben haben, wird dann aus der Kapitalrücklage genommen. Die Kapitalrück- lage ist aufgefüllt worden seinerzeit von den verschiedenen Gesellschaftern, sowohl von der Stadt Stuttgart über ihre Flughafengesellschaft, als auch von den Kommunen. Insofern ist da durchaus Geld von uns drin. Das will ich gar nicht bestreiten. Aber die direkte Konstellation, die 2 Mio. Euro Ausgleich hat die Stadt Karlsruhe erbracht, die ergibt sich nicht. Das Thema, Herr Stadtrat Pfannkuch, können wir gerne in die Strukturkommission geben. Auf der anderen Seite ist jeder Aufsichtsrat alleine aufgefordert, mit seiner entsprechenden Gesellschaft angesichts der Haushaltslage, Herr Stadtrat Kalmbach, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sofern das möglich ist. Wir haben vor allem zwei Bereiche, in denen wir Ihnen seit Jahren voraussagen, dass wir in ein zunehmendes Defizit geraten. Das eine sind die Verkehrsbetriebe, weil hier seit Jahren bekannt ist, dass die ergänzende Finanzierung über Bund und Land nicht auskömmlich sein wird, um die anstehenden Sanierungen, Instandhaltungen, Neubeschaffungen von Fahrzeugen usw. aufzufan- gen. Es ist eben so, dass uns das schon heftig ins Kontor schlägt, bevor wir überhaupt über die zusätzlichen Kosten durch die Kombilösung reden. Der zweite Punkt ist das Klinikum. Das sind die beiden großen, bei denen es sich besonders ent- wickelt hat im Jahr 2019. Beim Klinikum ist das klar. Wenn ich das richtig im Kopf habe, über 50 – 6 – % der Kliniken in Baden-Württemberg sind defizitär. Das hat etwas mit dem DRG-System zu tun und der zugrunde gelegten Personalkostenpauschale vor allem für das Pflegepersonal, die bun- desweit, wenn ich das richtig im Kopf habe, einheitlich ist. Da haben Sie einfach das Problem, dass Ihnen jemand in Baden-Württemberg möglicherweise mehr Geld kostet als in Mecklenburg- Vorpommern oder anderswo. Das sind Dinge, die hier ins Kontor schlagen. Zudem kommen die Belastungen aus der Altbausubstanz. Da wird im Moment zusätzlich durch die Neubauten ver- sucht, den Turn-Around zu schaffen. Der dritte Punkt ist, dass wir durch die Anforderung eines Hauses der Maximalversorgung natür- lich auch Bereiche aufrechterhalten und vorhalten müssen, die sich nicht refinanzieren. Ich will nur das Thema Zentrale Notaufnahme als ein Beispiel nennen. So lange sich strukturell in keinem dieser Bereiche etwas ändert, werden wir auch beim Klinikum unternehmen können, was wir wollen. Wir werden nicht wieder in diese Zeiten kommen, wo wir am Ende einen positiven Ab- schluss haben. Die Fragen, Frau Stadträtin Böringer, die Sie gestellt haben, kann Ihnen sicherlich Ihr Vertreter der Zählgemeinschaft im Aufsichtsrat beantworten. Wenn nicht, dann steigen Sie da bitte noch einmal auf die Füße. Das wäre das zum Beteiligungsbericht. Das ist jetzt doch eine Beschlussvorlage. Insofern müssen wir abstimmen. – Herr Stadtrat Jooß, Sie haben es doch zur Kenntnis genommen, oder? Sie ha- ben doch den Beteiligungsbericht auch gelesen? Ich stelle fest, dass ihn alle zur Kenntnis ge- nommen haben. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten- 21. Oktober 2020