Standsicherheit von Bäumen

Vorlage: 2020/0895
Art: Anfrage
Datum: 20.07.2020
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Ortsverwaltung Wolfartsweier
Erwähnte Stadtteile: Wolfartsweier

Beratungen

  • Ortschaftsrat Wolfartsweier (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 27.07.2020

    TOP: 7

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • ORS-Anfrage FDP Standsicherheit von Bäumen
    Extrahierter Text

    Anfrage FDP Ortschaftsratsfraktion vom 29.05.2020 Gremium Termin TOP Öffentliche Sitzung des Ortschaftsrates Wolfartsweier 27.07.2020 7 Standsicherheit von Bäumen Die Ortsverwaltung möge, nach Rücksprache mit der Forstverwaltung, diese Anfrage in der nächsten öffentlichen Ortschaftsratssitzung beantworten. Anfrage Wann wurde der Waldabschnitt am Eingang des Zündhütle und links der Albert-Einstein-Straße zuletzt auf Baumschäden und Standsicherheit kontrolliert? Wann wurden die Bäume zuletzt zurückgeschnitten? Begründung Einige der Bäume, die am Rande dieses Abschnittes stehen, wachsen recht schief. Desweitern ragen diese Bäume, die teilweise an der Hanglage stehen, über die Straßen. Bei einem stärkeren Sturm können die Bäume, sofern sie nicht standhaft sind, auf die Straße fallen oder Häuser beschädigen. Für die FDP-Fraktion Lara Sophie Ziegler

  • ORS-Stellungnahme Standsicherheit FDP
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zur Anfrage der FDP-Ortschaftsratsfraktion vom 29.05.2020 Gremium Termin TOP Öffentliche Sitzung des Ortschaftsrates 27.07.2020 8 Standsicherheit von Bäumen 1. Wann wurde der Waldabschnitt am Eingang des Zündhütle und links der Albert- Einstein-Straße zuletzt auf Baumschäden und Standsicherheit kontrolliert? Wann wurden die Bäume zuletzt zurückgeschnitten? Zusammenfassung: Der Waldbestand südlich und östlich der Albert-Einstein-Str. wird vom städtischen Forstamt betreut. Die letzte Regelkontrolle durch die Fachkraft für Verkehrssicherheit des Forstamtes fand am 11. April 2019 statt, die nächste Regelkontrolle findet spätestens am 11. Oktober 2020 statt. Nach extremen Wetterereignissen (zum Beispiel Sturm „Sabine“ am 10. Februar 2020) erfolgten zusätzliche Sichtkontrollen. Erläuterungen: Bei dem Waldbestand südlich und östlich der Albert-Einstein-Str. handelt es sich um einen Sukzessionswald, der nach Aufgabe und dem Abriss der dortigen Munitionsfabrik natürlich entstanden ist. Der Bestand wird im Forsteinrichtungswerk als Waldentwicklungstyp „Buntlaubbaum Mischwald“ h5 in der Abteilung 6 im Distrikt 8, Bergwald geführt. Wie alle Waldränder entlang von Straßen und Bebauung unterliegt auch dieser Waldrand der Kontrollpflicht der Waldbesitzerin Stadt Karlsruhe. Dabei werden alle Bäume bis ca. 35 m (einfache Baumlänge) Entfernung vom Straßenrand kontrolliert. Aufgrund des Bestandsalters (hier ca. 50 Jahre), der vorkommenden Baumarten (hier überwiegend Robinie, Hainbuche, Ahornarten) und der Bestandsstruktur werden Kontrollintervalle festgelegt. Der Waldrand entlang der Albert-Einstein-Str. wird regelmäßig im Abstand von längstens 1,5 Jahren kontrolliert, abwechselnd im belaubten und im unbelaubten Zustand. Zusätzliche Kontrollen werden nach extremen Wetterereignissen durchgeführt (zum Beispiel Sturmtief „Sabine“ am 10. Februar 2020). Die letzte Regelkontrolle des betroffenen Bestandes fand am 11. April 2019 statt, die nächste Regelkontrolle erfolgt bis spätestens 11. Oktober 2020. Am Hang östlich der Albert-Einstein-Str. stehen hauptsächlich Robinien (robinia pseudoacacia). Die Robinie ist als Pionierbaumart Erstbesiedler von Brachflächen, wie der hier entstandenen Industriebrache nach Aufgabe der Munitionsfabrik in den 1970er Jahren. Als extreme Lichtbaumart wächst die Robinie immer dem Licht entgegen, an Waldrändern entlang von Straßen in der Regel Richtung Straße. Dadurch entsteht oft ein Schiefstand, den der Baum durch entsprechende Halte- und Stützwurzeln „statisch“ absichert und somit trotz Schiefstand standfest ist. Im Wald erfolgt in der Regel kein Rückschnitt von Bäumen, sondern es werden Bäume im Rahmen von Durchforstungen durch Fällung komplett entnommen. Den verbleibenden Bäumen wird dadurch eine bessere Kronen- und Wurzelentwicklung ermöglicht. In den nächsten 2 bis 3 Jahren ist in diesem Bestand eine Durchforstung geplant, bei der besonders schräg stehende Bäume an der Straße entnommen werden.