Sachstand Umsetzung Augsburger Modell in Karlsruhe/Regulierung der Taubenpopulation
| Vorlage: | 2020/0523 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 05.05.2020 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Waldstadt |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 30.06.2020
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2020/0523 Sachstand Umsetzung Augsburger Modell in Karlsruhe/Regulierung der Taubenopulation Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 30.06.2020 46 x 1. Welche (bisherigen) Maßnahmen, wie z. B. Taubenzählung, Öffentlichkeitsarbeit u. .a. wurden im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Augsburger Modells bereits umgesetzt? Mit der Bitte um Angabe einer Zeitschiene, wann die einzelnen Maßnahmen umgesetzt wurden/ werden. 2. Wurden bereits weitere, sog. Hotspots wie z. B. Stephanplatz, Europaplatz, Marktplatz oder Hauptbahnhof identifiziert, bei denen es noch keine Taubentürme/ Taubenschläge gibt? Hält die Stadtverwaltung die Einrichtung weiterer Taubenschläge, Taubentürme zur Regulierung der Taubenpopulation im Stadtgebiet für zielführend? Wenn ja, an welcher Stelle? Wenn nein: warum nicht? 3. Welche Überlegungen gibt es für den Taubenturm an der B36/ Lindenallee, der nur wenigen Tauben Platz bietet? 4. Welche Veranlassung sah die Stadtverwaltung, die Tauben am Waldstadtzentrum umzusiedeln? Wohin wurden diese Tauben umgesiedelt? Warum wurde am Waldstadtzentrum kein Taubenturm/ Taubenschlag errichtet? Was waren die Entscheidungsgründe für die Umsiedlung und gegen die Errichtung eines Taubenschlages? 5. Welches externe Büro für die wissenschaftliche Begleitung des Augsburger Modells wurde mittlerweile eingebunden? 6. Ist der ehrenamtliche Tierschutz aktuell in die Umsetzung des Tauben-konzeptes eingebunden? Wenn nein, warum nicht? 7. Ist angedacht, dass dem Gemeinderat der Stadt Karlsruhe regelmäßig diese Unter- suchungsergebnisse dargelegt und mit ihm besprochen werden? Wenn nein, warum nicht? Sachverhalt / Begründung: Die Entscheidung des Gemeinderates im Jahre 2018, für das Augsburger Modell und gegen das Basler Modell ist aus GRÜNER Sicht eine richtige Entscheidung zur Kontrolle der Traubenpopulation in Karlsruhe. Mit der angedachten wissenschaftlichen Begleitung des Augsburger Modells werden die Karlsruher Erfahrungen evaluiert und können anderen Kommunen Ergänzende Erläuterungen Seite 2 zur Verfügung gestellt werden. Damit würde Karlsruhe zur Vorreiterin beim kommunalen Taubenschutz in Deutschland. Einige der vorgesehenen Schritte, wie z. B. die Öffentlichkeitsarbeit, wurden noch nicht angegangen. Weitere unerlässliche Handlungsfelder sind flächendeckende, gut betreute Taubentürme mit ausreichend und artgerechtem Futter. Tierschützer*innen gehen davon aus, dass aus dem Verlauf des Projektes weitere Maßnahmen identifiziert werden. Ziel der Anfrage ist, den Umsetzungsstand des Augsburger Modells und der dazu gehörenden wissenschaftlichen Begleitung zu erfahren. Unterzeichnet von: Michael Borner Christine Großmann Renate Rastätter Zoe Mayer
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2020/0523 Dez. 2 Sachstand Umsetzung Augsburger Modell in Karlsruhe/Regulierung der Taubenpopulation Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 30.06.2020 46 x Die Verwaltung nimmt zu den Fragen der GRÜNE-Gemeindefraktion wie folgt Stellung: 1. Welche (bisherigen) Maßnahmen, wie z. B. Taubenzählung, Öffentlichkeitsarbeit u. a. wurden im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Augsburger Modells bereits umgesetzt? Mit der Bitte um Angabe einer Zeitschiene, wann die einzelnen Maßnahmen umgesetzt wurden/werden. Die Populationsermittlungen werden vom Unternehmen Bioplan, Dr. Boschert, 77815 Bühl (http://www.bioplan-buehl.de/) durchgeführt. Die erste Zählung hat am 28. Oktober 2019 stattgefunden. Zählstandorte sind die von der Stadt eingerichteten Fütterungsstellen (insgesamt sechs Taubentürme/Taubenschläge) sowie drei von der Verwaltung benannte kritische Stellen („Hotspots“). Vorgesehen sind über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt 42 Zähltage. Die letzten Zählungen erfolgen im Jahr 2024. Mit einem Abschlussbericht wird gegen Ende des Jahres 2024 gerechnet. Erste Zwischenergebnisse sollten der Verwaltung bis Mitte des Jahres 2020 berichtet werden. Aufgrund der derzeitigen Krisenlage (Corona-Pandemie) hat sich das Unternehmen jedoch entschlossen, die in den Monaten März und April 2020 vorgesehenen Zählungen auszusetzen, so dass mit einem verzögerten Zwischenbericht zu rechnen ist. Konzertierte Informationen der Öffentlichkeit haben bisher nicht stattgefunden, da zunächst ein valider Ist-Zustand der Taubenpopulationen erhoben werden soll. Mit dem Verein Stadttaubenkonzept Karlsruhe e. V. abgestimmte Veröffentlichungen erfolgen sobald erste Zwischenergebnisse zu den Populationen vorliegen. 2. Wurden bereits weitere, sog. Hotspots wie z. B. Stephanplatz, Europaplatz, Marktplatz oder Hauptbahnhof identifiziert, bei denen es noch keine Taubentürme/Taubenschläge gibt? Hält die Stadtverwaltung die Einrichtung weiterer Taubenschläge, Taubentürme zur Regulierung der Taubenpopulation im Stadtgebiet für zielführend? Wenn ja, an welcher Stelle? Wenn nein: warum nicht? Ja. Folgende Hotspots (Örtlichkeiten mit möglicherweise kritischer Populationsdichte) werden vermutet: Europaplatz, Kronenplatz, Ostring/Kreuzungsbereich Wolfartsweierer Straße. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Verwaltung orientiert sich bei der Einrichtung weiterer Fütterungseinrichtungen an den Empfehlungen des Vereins Stadttaubenkonzept Karlsruhe e. V. Bisher hat dieser der Verwaltung keinen weiteren Bedarf an Taubentürmen/Taubenschlägen mitgeteilt. (Anmerkungen zum Verein Stadttaubenkonzept Karlsruhe e. V. siehe auch unter der Antwort zu Frage 6). 3. Welche Überlegungen gibt es für den Taubenturm an der B36/Lindenallee, der nur wenigen Tauben Platz bietet? Seit Beginn der Betreuung sämtlicher Fütterungseinrichtungen durch den Verein Stadttaubenkonzept Karlsruhe e. V. im November 2019 werden Stadttauben an diesem Turm wieder betreut. Der betreuende Verein sieht hier derzeit keinen Handlungsbedarf. 4. Welche Veranlassung sah die Stadtverwaltung, die Tauben am Waldstadtzentrum umzusiedeln? Wohin wurden diese Tauben umgesiedelt? Warum wurde am Waldstadtzentrum kein Taubenturm/ Taubenschlag errichtet? Was waren die Entscheidungsgründe für die Umsiedlung und gegen die Errichtung eines Taubenschlages? Nach Besichtigung vor Ort und Gesprächen mit Vertretenden des Bürgervereins Waldstadt e. V. im Oktober 2017 hatte die Verwaltung die Errichtung eines Taubenturmes am Waldstadtzentrum befürwortet. Hierfür waren entsprechende Finanzmittel im Haushalt eingestellt. Auf Empfehlung des Vereins Stadttaubenkonzept Karlsruhe e. V. wurde der Taubenturm nicht errichtet. Aufgrund der Größe der Population in diesem Gebiet favorisierte der Verein die Umsiedlung der Tauben in den Schlag im Schul- und Sportamt (Blumenstraße 2a), der aus diesem Grund im Sommer 2019 baulich erweitert wurde. Bisher wurden etwa 350 Tauben aus dem Gebiet im Waldstadtzentrum in den Schlag in der Blumenstraße umgesiedelt. 5. Welches externe Büro für die wissenschaftliche Begleitung des Augsburger Modells wurde mittlerweile eingebunden? Die Untersuchungen werden durch das Unternehmen Bioplan Bühl durchgeführt (siehe Antwort unter Nummer 1). 6. Ist der ehrenamtliche Tierschutz aktuell in die Umsetzung des Taubenkonzeptes eingebunden? Wenn nein, warum nicht? Ja. Das Stadttaubenkonzept wird seit dem 1. November 2018 vom Verein Stadttaubenkonzept Karlsruhe e. V. umgesetzt. Die Betreuung der Fütterungseinrichtungen durch die Vereinsmitglieder erfolgt ehrenamtlich. Der Verein handelt eigenverantwortlich und ist nicht an fachliche Anweisungen der Verwaltung gebunden. Wenn von anderen Tierschutzorganisationen Informationen zur Umsetzung des Stadttaubenkonzeptes gewünscht werden, informiert die Verwaltung im Rahmen des Runden Tisches Tierschutz. 7. Ist angedacht, dass dem Gemeinderat der Stadt Karlsruhe regelmäßig diese Untersuchungsergebnisse dargelegt und mit ihm besprochen werden? Wenn nein, warum nicht? Ja. Laut Vergabevereinbarung hat das Unternehmen die Ergebnisse der Untersuchungen in Gremien vorzustellen und zu vertreten. Bisher haben fünf Zählungen stattgefunden (Oktober, November, Dezember 2019 und Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Januar, Februar 2020). Da die Datenlage bisher noch keine validen Schlussfolgerungen zulässt, wurde von Berichten abgesehen. Sobald diese vorliegen, wird berichtet.
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Niederschrift 11. Plenarsitzung des Gemeinderates 30. Juni 2020, 15:30 Uhr öffentlich Gartenhalle, Kongresszentrum Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 27. Punkt 46 der Tagesordnung: Sachstand Umsetzung Augsburger Modell in Karlsru- he/Regulierung der Taubenpopulation Anfrage: GRÜNE Vorlage: 2020/0523 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 46 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellung- nahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmel- dung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 10. Juli 2020