Chancengleichheit Medienausstattung für Schüler*innen und Schulen im digitalen Heimunterricht
| Vorlage: | 2020/0485 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 24.04.2020 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 26.05.2020
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2020/0485 Chancengleichheit Medienausstattung für Schüler*innen und Schulen im digitalen Heimunterricht Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 26.05.2020 53 x 1. Welche Erkenntnisse hat die Verwaltung zu bestehenden Problemen bei der häuslichen Ausstattung mit digitalen Endgeräten (insbesondere Computer, Laptop oder, Tablet) sowie der Internetanbindung von Schüler*innen in Karlsruhe? 2. Sind der Stadt Initiativen oder Angebote in Karlsruhe oder von Landesseite bekannt, die darauf ausgerichtet sind, in entsprechenden Mangelsituationen zu unterstützen? Wenn ja, bestehen bereits Kooperationen oder Unterstützungsangebote von Seiten der Verwaltung? 3. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, mit eigenen Ressourcen (z.B. aktuell ungenutzte Laptops und Tablets an den Karlsruher Schulen), in Zusammenarbeit mit dem Stadtmedienzentrum oder mit privatwirtschaftlichen Partner*innen schnell und unkompliziert Haushalte mit fehlender technischer Ausstattung oder Internetanbindung in der aktuellen Situation z.B. durch Leihangebote zu unterstützen? 4. Sieht die Verwaltung Möglichkeiten, den Karlsruher Schulen in der aktuellen Situation zusätzliche Software zum kollaborativen Arbeiten (z.B. Microsoft Office 365 mit Teams) zur Verfügung zu stellen und ggf. mit externen Partner*innen die Einrichtung zu unterstützen? Welche Kosten würde diese Implementierung verursachen? 5. Wie kann die Stadt sozial benachteiligte Eltern von Grundschulkindern unterstützen, denen aktuell hohe zusätzliche Kosten durch ein großes Druckaufkommen von digital zugesendeten Aufgabenblättern entstehen? Besteht die Möglichkeit, aktuell wegfallende Kostenstellen wie z. B. die Kopierkosten an den Schulen, zu diesem Zweck einzusetzen? Mit dem stufenweisen Wiedereinstieg in den Schulbetrieb ab 4. Mai 2020 wird eine angemessene technische Ausstattung aller Schüler*innen zur Teilnahme am digitalen Unterricht von zuhause aus in ihrer Notwendigkeit deutlich zunehmen. Während in der Phase vor Ostern und in den restlichen April-Wochen das schulische Angebot an vielen Stellen einen unverbindlicheren Charakter hatte, ist davon auszugehen, dass nun auch wieder zunehmend neuer Unterrichtsstoff im Zuge des digitalen Unterrichts vermittelt wird, der nachhaltige Relevanz für den Lernerfolg der Schüler*innen haben wird. Selbst bei einem zunehmend regulär verlaufenden Schulbetrieb wird die digitale Unterrichtsversorgung für Schüler*innen in häuslicher Quarantäne oder als Teil einer Risikogruppe auch auf lange Sicht von großer Bedeutung bleiben. Digitale Ausstattung mit technischen Endgeräten wie PC, Laptop oder Tablet sowie eine zuverlässige Internetanbindung sind daher elementarer Bestandteil einer chancengleichen Beschulung in Zeiten der Corona-Krise. Smartphones eignen sich aufgrund ihrer geringen Größe nur sehr bedingt zum produktiven Sachverhalt / Begründung: Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Arbeiten. Daher sind Unterstützungsangebote für Eltern mit mehreren Kindern oder sozial benachteiligte Familien von größter Bedeutung. Die Stadt Karlsruhe kann hierbei auf vielen Ebenen Unterstützung leisten. Zum einen sollten bereits bestehende Angebote und Initiativen innerhalb der Stadt oder z.B. von Seiten des Landes gebündelt, unterstützt und in der Stadtgesellschaft beworben werden. Zudem sollten die bereits bestehenden ungenutzten Ressourcen in dieser besonderen Ausnahmesituation schnell und unkompliziert für Personen mit entsprechendem Bedarf mobilisiert werden, sofern dies nicht bereits geschehen ist. Dabei könnten z.B. aktuell ungenutzte Laptops oder Tablets, die an den Schulen mitunter in Klassensätzen vorhanden sind, für die Dauer der Krise für den Verleih umgenutzt werden. Zum anderen sollte die Verwaltung die Möglichkeiten ihrer vielfältigen Partner*innen wie dem Stadtmedienzentrum oder Unternehmen aus der Privatwirtschaft nicht ungenutzt lassen und in Kooperationen eintreten, um weitere Leihangebote zu schaffen. Auch das mitunter immens gesteigerte private Druckaufkommen von Aufgabenblättern besonders im Grundschulbereich stellt sozial benachteiligte Eltern angesichts der hohen Preise für Druckerpatronen und -toner vor finanzielle Probleme. Hier könnte mit den eingesparten Mitteln durch die aktuell wegfallenden Kopien an den Schulen weiter unterstützt werden. Auch auf Seiten der Schulen, denen es aktuell häufig an zuverlässigen und funktional umfassenden Softwarelösungen für den digitalen Unterricht fehlt, könnte eine Kooperation aus Verwaltung und privaten Anbietern unterstützend wirken und gegebenenfalls kurzfristig entsprechende Software zum kollaborativen Arbeiten (z.B. Microsoft Office 365 mit Teams) bereitstellen – sofern der Gemeinderat die außerplanmäßigen Mehrausgaben bewilligt. Diese Implementierung könnte auch schrittweise, bei den höheren Klassenstufen der Sekundarstufe beginnend, erfolgen. unterzeichnet von: Benjamin Bauer Zoe Mayer Renate Rastätter Christine Großmann Dr. Iris Sardarabady Verena Anlauf Christina Bischoff
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2020/0485 Dez. 3 Chancengleichheit Medienausstattung für Schüler*innen und Schulen im digitalen Heimunterricht Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 26.05.2020 53 x 1. Welche Erkenntnisse hat die Verwaltung zu bestehenden Problemen bei der häuslichen Ausstattung mit digitalen Endgeräten (insbesondere Computer, Laptop oder Tablet) sowie der Internetanbindung von Schüler*innen in Karlsruhe? Dem Schul- und Sportamt liegen vereinzelt Meldungen über das Stadtmedienzentrum zu bestehenden Problemen bei der häuslichen Ausstattung mit digitalen Endgeräten vor. Diese konnten durch Leihgeräte des Stadtmedienzentrums behoben werden. Das Stadtmedienzentrum stellt den Schulen Leihgeräte (Notebooks und Tablets) zur Verfügung. Die Schulen geben diese Geräte dann an die Eltern oder Schülerinnen und Schüler aus. Von Schulen wird auch die Problematik unzureichender Internetanbindung im häuslichen Umfeld angesprochen. 2. Sind der Stadt Initiativen oder Angebote in Karlsruhe oder von Landesseite bekannt, die darauf ausgerichtet sind, in entsprechenden Mangelsituationen zu unterstützen? Wenn ja, bestehen bereits Kooperationen oder Unterstützungsangebote von Seiten der Verwaltung? Das Stadtmedienzentrum verleiht aufgrund von Abfragen der Schulen bei Eltern mobile Endgeräte an die Schulen. Die Schulen und das Stadtmedienzentrum sind bemüht, die Geräte nur an Familien auszugeben, die entweder kein mobiles Endgerät zur Verfügung haben oder bei denen die Anzahl der verfügbaren Endgeräte in der Familie nicht ausreichend ist. 3. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, mit eigenen Ressourcen (z.B. aktuell ungenutzte Laptops und Tablets an den Karlsruher Schulen), in Zusammenarbeit mit dem Stadtmedienzentrum oder mit privatwirtschaftlichen Partner*innen schnell und unkompliziert Haushalte mit fehlender technischer Ausstattung oder Internetanbindung in der aktuellen Situation z.B. durch Leihangebote zu unterstützen? Zurzeit befinden sich 4580 mobile Endgeräte an den Schulen. Eine Verleihung von mobilen Endgeräten der Schulen an Familien wird von der Verwaltung geprüft. Hierbei sind rechtliche Fragen sowie Bedingungen des Verleihs zu prüfen und festzulegen. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Das Kultusministerium hat am 6. Mai 2020 einen Stufenplan für die weitere Öffnung des Schulbetriebs vorgelegt. Danach werden die Präsenzangebote deutlich ausgeweitet. Das Bürgermeisteramt begrüßt diese Entwicklung, da hiermit eine bessere Förderung der Schülerinnen und Schüler erreicht wird. Damit haben Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit, die in der Schule vorhandene Infrastruktur zu nutzen. 4. Sieht die Verwaltung Möglichkeiten, den Karlsruher Schulen in der aktuellen Situation zusätzliche Software zum kollaborativen Arbeiten (z.B. Microsoft Office 365 mit Teams) zur Verfügung zu stellen und ggf. mit externen Partner*innen die Einrichtung zu unterstützen? Welche Kosten würde diese Implementierung verursachen? Das Schul- und Sportamt ermöglicht es allen Schulen, Microsoft O365 einzusetzen. Die Schulen werden dabei von der Technischen Supporteinheit Karlsruher Schulen (TeSKA) unterstützt. Kosten für die Implementierung entstehen hierbei nicht. Es entsteht lediglich ein erhöhter Zeitaufwand bei den Lehrkräften und der TeSKA zur Einrichtung und Anlage der Accounts. Die bisherigen Rückmeldungen der Schulen zum Einsatz von Microsoft O365 und der Möglichkeit, mit Teams Videokonferenzen durchzuführen, sind durchweg positiv. 5. Wie kann die Stadt sozial benachteiligte Eltern von Grundschulkindern unterstützen, denen aktuell hohe zusätzliche Kosten durch ein großes Druckaufkommen von digital zugesendeten Aufgabenblättern entstehen? Besteht die Möglichkeit, aktuell wegfallende Kostenstellen wie z. B. die Kopierkosten an den Schulen, zu diesem Zweck einzusetzen? Gerade an den Grundschulen werden in der Regel von den Lehrkräften für die Schülerinnen und Schüler Arbeitspakete zusammengestellt und in Papierform verteilt. Sofern die Arbeitspakete digital zugestellt werden, ist es sinnvoll, den Eltern auch die Papierform anzubieten. Das Kultusministerium hat in einem Schreiben an die Grundschulen am 7. Mai 2020 deutlich gemacht, dass die Lehrkräfte die Möglichkeit nutzen sollen, „Aufgaben und Texte für die Schülerinnen und Schüler auszudrucken und in Papierform zur Verfügung zu stellen und ihnen auch dazu zeitnah eine Rückmeldung zu geben.“
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Niederschrift 10. Plenarsitzung des Gemeinderates 26. Mai 2020, 15:30 Uhr öffentlich Gartenhalle, Kongresszentrum Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 27. Punkt 53 der Tagesordnung: Chancengleichheit Medienausstattung für Schüler*innen und Schulen im digitalen Heimunterricht Anfrage: GRÜNE Vorlage: 2020/0485 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 53 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 3. Juni 2020