Abwasserbeseitigung, Kanalsanierung Landgraben im Schlauchlingverfahren

Vorlage: 2020/0048
Art: Beschlussvorlage
Datum: 17.01.2020
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Tiefbauamt
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Bauausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 06.02.2020

    TOP: 2

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Kanalsanierung Landgraben
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 23 Dez. 6 Abwasserbeseitigung, Kanalsanierung Landgraben im Schlauchliningverfahren Vergabe der Tiefbauarbeiten Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Bauausschuss 06.02.2020 2 x Beschlussantrag Der Bauausschuss genehmigt die Vergabe folgender Arbeiten: Abwasserbeseitigung, Kanalsanierung Landgraben im Schlauchliningverfahren Vergabe der Tiefbauarbeiten an die Firma Jeschke Umwelttechnik GmbH, Stutensee zum Angebot vom 10. Dezember 2019 abschließend mit 1.190.000 Euro Die Verwaltung wird ermächtigt, den Zuschlag zu erteilen. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein 1.240.000 Euro Betrieb/Unterhaltung: 1.100 Euro/a. Kalk. Kosten: 36.000 Euro/a. Die Kosten sind gebührenfähig. Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Projekt 7.740004 Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant x Nein Ja Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Kurzbeschreibung des Bauvorhabens und der Leistungen Bei den TV-Untersuchungen im Rahmen der Eigenkontrollverordnung wurde festgestellt, dass der Sammelkanal Landgraben DN 1750 mm im Bereich zwischen der Zufahrt zu den Kleingärten und der Zufahrt zur ESG Frankonia auf einer Länge von rund 200 m schadhaft ist und saniert werden muss. Die erforderliche Sanierungsmaßnahme steht in der baulichen Abwicklung in direktem Zusammenhang mit den Erschließungsmaßnahmen IKEA. IKEA selbst ist verantwortlich für die Verbreiterung der Durlacher Allee und erstellt zur teilweisen Lastabtragung neben dem Kanal eine Bohrpfahlwand mit Kragarm. Außerdem erfolgt eine Aufschüttung über dem bestehenden Kanal. Der Fahrweg zur ESG Frankonia und die Verlegung der dazu gehörigen Zufahrt zum Vereinsgelände werden von IKEA hergestellt. Eingetaktet in diese Baumaßnahme soll die Kanalsanierung der Stadt grabenlos mittels Schlauchlining-Verfahren mit Lichthärtung erfolgen; sie geht nicht zu Lasten von IKEA. Schlauchlining mit Lichthärtung ist ein Verfahren, das sich am Markt bewährt hat und teilweise bereits im Ausland für Kanäle DN 1750 mm erfolgreich ausgeführt wurde. Alternative Sanierungsverfahren wie z. B. Erneuerung in offener Bauweise oder Kurzrohrrelining scheiden aufgrund von wirtschaftlichen oder technischen Gründen aus. Die Ausführung der Arbeiten soll von März bis Mai 2020 erfolgen. Ausschreibung nach VOB Art der Vergabe Freihändige Vergabe nach Aufhebung der beschränkten Ausschreibung Jeschke Umwelttechnik GmbH 1.190.000 Euro Ende Zuschlagsfrist 28.02.2020 Das Tiefbauamt hatte die Arbeiten zunächst unter vier Bietern beschränkt gemäß § 3a Abs. 3 Nr. 1 VOB/A ausgeschrieben, da nur sehr wenige Firmen Fachkenntnisse und die erforderliche Ausstattung zum Einbau von größeren Dimensionen bei Schlauchlinern vorweisen können. Die Kostenberechnung des Tiefbauamtes lag bei 580.000 Euro. Zur Submission der beschränkten Ausschreibung am 20. August 2019 ging nur ein Angebot der Jeschke Umwelttechnik GmbH aus Stutensee i. H. v. 1.373.783 Euro ein. Damit lag kein wirtschaftliches und annehmbares Angebot vor, so dass die Ausschreibung gemäß § 17 Absatz 1 Nummer 1 VOB/A aufgehoben wurde. Das Tiefbauamt forderte die Firma Jeschke im Rahmen der freihändigen Vergabe erneut zur Abgabe eines Angebots auf, nachdem zuvor in Gesprächen die Risiken des Projektes nochmals bewertet wurden. Aufgrund von fehlenden Erfahrungen für Schlauchlinersanierungen mit Lichthärtung in dieser Dimension hatte das Tiefbauamt den Ansatz für die Kostenberechnung zunächst zu niedrig gewählt. Die Jeschke Umwelttechnik GmbH hat ihr ursprüngliches Angebot intensiv geprüft und überarbeitet und die Ausführung der Arbeiten nun für 1.190.000 Euro inkl. MWSt. angeboten. Der Preis ist nachvollziehbar und annehmbar. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Angebotsbeurteilung und Wertung des Angebotes: Der Zuschlag wird nach § 16d Abs. 1 Nummer 4 VOB/A auf das einzige Angebot der Firma Jeschke Umwelttechnik GmbH aus Stutensee erteilt. Die Firma ist bekannt und wird als leistungsfähige, fachkundige und zuverlässige Firma eingeschätzt. Finanzierung Die zur Umsetzung der Maßnahme erforderlichen Mittel stehen im Deckungskreis „Kanalbau“ zur Verfügung.