Vorgezogene Maßnahmen zur Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs im Abschnitt der Kriegsstraße zwischen Weinbrennerplatz und Brauerstraße

Vorlage: 2019/1316
Art: Antrag
Datum: 18.12.2019
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 28.04.2020

    TOP: 12

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: vertagt

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 26.05.2020

    TOP: 24

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: erledigt

Zusätzliche Dateien

  • Antrag
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANTRAG GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2019/1316 Vorgezogene Maßnahmen zur Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs im Abschnitt der Kriegsstraße zwischen Weinbrennerplatz und Brauerstraße Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 26.05.2020 24 x 1. In der Kriegsstraße werden im Abschnitt zwischen Weinbrennerplatz und Brauerstraße Radverkehrsanlagen in beide Richtungen auf der Fahrbahn eingerichtet. 2. Die geteilten Geh- und Radwege im Seitenraum werden zu Gehwegen umgewidmet. 3. Für eine sicherere und schnellere Überquerung der Kriegsstraße insbesondere für Fußgänger*innen werden an geeigneten Stellen Verkehrsinseln eingerichtet. Diese können zunächst mit Hilfe von temporären Elementen eingerichtet werden. 4. Im Zuge der nächsten Deckenerneuerung der Fahrbahn werden die Verkehrsinseln als dauerhafte Lösungen umgesetzt. Dabei wird geprüft, inwieweit überbreite Spuren für den Radverkehr möglich wären. 5. Diese Verkehrsinseln werden so ausgestaltet, dass sie ein sicheres und direktes Linksabbiegen des Radverkehrs ermöglichen. Sachverhalt/Begründung Die westliche Kriegsstraße zwischen Weinbrennerplatz und Brauerstraße ist Teil des Hauptnetzes für den Radverkehr in dem im Jahr 2005 vom Gemeinderat beschlossenen Radverkehrsnetz. Die dort geplanten Maßnahmen sind bis heute nicht umgesetzt. Sie sind spätestens für den Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Autounterführung der Kriegsstraße im Rahmen der Kombilösung umzusetzen, um eine durchgehende Achse für den Radverkehr zu schaffen. Eine vorgezogene provisorische Umsetzung mit temporären Elementen bzw. neuen Markierungen ist einfach durchzuführen und verhindert unklare Situationen, die bei einer zeitlich gestaffelten Umsetzung auftreten würden. Dadurch wird auch die Situation für den Fußverkehr auf dem derzeitigen geteilten Geh- und Radweg deutlich entspannt. Die derzeitige Breite des geteilten Geh- und Radwegs ist für das Verkehrsaufkommen an Rad- und Fußverkehr deutlich zu schmal; die Fahrbahnbreite reicht jedoch für die Einrichtung von beidseitigen Radverkehrsanlagen in jede Richtung aus. Durch Verkehrsinseln an den einmündenden Straßen wird die Querung vor allem auch für mobilitätseingeschränkte Personen deutlich erleichtert, ohne Lichtsignalanlagen installieren zu müssen. Zudem ermöglichen diese ein sicheres direktes Linksabbiegen des Radverkehrs. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Gegebenenfalls muss dafür das Linksabbiegen des Kfz-Verkehrs insbesondere auf Höhe Scheffelstraße/Steinhäuserstraße aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Verkehrsflusses eingeschränkt werden. Unterzeichnet von: Aljoscha Löffler Renate Rastätter Zoe Mayer Jorinda Fahringer Johannes Honné

  • Stellungnahme Radweg Kriegsstraße Weinbrennerplatz
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2019/1316 Dez. 6 Vorgezogene Maßnahmen zur Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs im Abschnitt der Kriegsstraße zwischen Weinbrennerplatz und Brauerstraße Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 26.05.2020 24 x Kurzfassung Der Gemeinderat beschließt, die im Planungsausschuss vom 5. Juli 2018 vorgestellten Querungsinseln für den Fußverkehr über die Kriegsstraße im Verlauf der Scheffel- und Lessingstraße bereits jetzt mit Recyclingelementen umzusetzen. Verkehrlich wären überbreite Radfahrstreifen auf der Radhauptroute in der westlichen Kriegsstraße wünschenswert. Die dazu notwendige Verbreiterung des Querschnittes würde es auch ermöglichen, zukünftig im dadurch entstehenden Querschnitt eine Straßenbahntrasse straßenbündig ohne eigenen Gleiskörper zu integrieren. Für die Sparten Gas und Wasser der Stadtwerke wäre die Verschiebung der Baumreihe auf der Nordseite weiter nach Norden sogar vorteilhaft. Durch die Maßnahme müssten ca. 30 Bäume gefällt und neu gepflanzt werden. Diesen Eingriff lehnt die Verwaltung ab. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein 40.000 Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant Nein X Ja Korridorthema: Mobilität Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) X Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften X Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Der grundsätzlichen Planung wurde im Planungsausschuss am 5. Juli 2018 zugestimmt. 1. In der Kriegsstraße werden im Abschnitt zwischen Weinbrennerplatz und Brauerstraße Radverkehrsanlagen in beide Richtungen auf der Fahrbahn eingerichtet. Die Kriegsstraße wird durchgehende Radfahrstreifen im o.g. Abschnitt erhalten. Diese werden in den bestehenden baulichen Bestand eingefügt und mit jeweils 1,5m Netto-Breite um 0,1m schmaler als die Regelbreite ausfallen. Ein Überholen zwischen Radelnden (z.B. zwischen Pedelec und „normalem“ Fahrrad) wird bei diesem Mindermaß nicht möglich sein. Eine Deckenerneuerung in diesem Straßenabschnitt ist aus technischer Sicht derzeit noch nicht erforderlich, bei einer Realisierung des Radfahrstreifens zur Vermeidung von "Phantommarkierungen" jedoch zwingend. Die Maßnahme soll im Zusammenhang mit der Fertigstellung der Kriegsstraße, voraussichtlich erst im DHH 2023/ 2024 umgesetzt werden, wenn aufgrund der starken verkehrlichen Frequentierung der Straße ohnehin eine Deckschichterneuerung anstehen würde. 2. Die geteilten Geh- und Radwege im Seitenraum werden zu Gehwegen umgewidmet. Die bisherigen Geh-und Radwege werden zu Gehwegen. 3. Für eine sichere und schnellere Überquerung der Kriegsstraße insbesondere für Fußgänger*innen werden an geeigneten Stellen Verkehrsinseln eingerichtet. Diese könnten zunächst mit Hilfe von temporären Elementen eingerichtet werden. Für den Fußverkehr werden im Verlauf der Scheffel- und Lessingstraße Querungsinseln über die Kriegsstraße eingerichtet. Diese wurden bereits in der Planung von 2018 vorgesehen. Diese Querungsinseln lassen sich unabhängig von den geplanten Radfahrstreifen realisieren und können zunächst mit Hilfe von temporären Elementen eingerichtet werden. Diese Provisorien würden mit Anpassungen 40.000 € kosten. 4. Im Zuge der nächsten Deckenerneuerung der Fahrbahn werden die Verkehrsinseln als dauerhafte Lösung umgesetzt. Dabei wird geprüft, inwieweit überbreite Spuren für den Radverkehr möglich wären. Im Zusammenhang mit den erforderlichen Umbaumaßnahmen (DHH 2023/24) zur Einrichtung der durchgehenden Radfahrstreifen werden die Querungsinseln als Dauerlösung installiert. Überbreite Streifen für den Radverkehr von 2,0m Breite, die auch Überholvorgänge ermöglichen würden, sind grundsätzliches Ziel der Verkehrsplanung in Karlsruhe. Insbesondere sollten Sie bei Radhauptrouten, wie der westlichen Kriegsstraße Anwendung finden. Dieses Maß resultiert aus einer verwaltungsinternen Analyse des ADFC-Fahrradklimatestes. Dieses Ziel lässt sich in der westlichen Kriegsstraße erreichen, wenn die Fahrbahn um 1,0m verbreitert würde. Auf Grund der Leitungssituation bietet sich die Nordseite an. Die bestehende Baumreihe müsste durch etwa 1,0m weiter nördlich liegende Neupflanzungen ersetzt werden. Verkehrlich wären überbreite Radfahrstreifen auf der Radhauptroute in der westlichen Kriegsstraße wünschenswert. Die dazu notwendige Verbreiterung des Querschnittes würde es auch ermöglichen, zukünftig im dadurch entstehenden Querschnitt eine Straßenbahntrasse straßenbündig ohne eigenen Gleiskörper zu integrieren. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Auf der Nordseite der Kriegsstraße betreiben die Stadtwerke noch eine Wasserversorgungsleitung von 1891. Diese sollte erneuert werden. Für die Sparten Gas und Wasser wäre die Verschiebung der Baumreihe auf der Nordseite weiter nach Norden sogar vorteilhaft. Durch die Maßnahme müssten ca. 30 Bäume gefällt und neu gepflanzt werden müssten. Diesen Eingriff lehnt die Verwaltung ab. Es soll der bisher abgestimmte Querschnitt (siehe 1.) weiterverfolgt werden. 5. Diese Verkehrsinseln werden so ausgestaltet, dass sie ein sicheres und direktes Linksabbiegen des Radverkehrs ermöglichen. Die Verkehrsinseln /Querungsinseln ermöglichen ein gesichertes direktes Linksabbiegen für den Radverkehr in die Scheffel- und Lessingstraße.