1000 Schulen für unsere Welt: Beteiligung der Stadt Karlsruhe am Projekt der nph Kinderhilfe Lateinamerika e. V. "Eine Schule für Haiti"

Vorlage: 2019/1209
Art: Beschlussvorlage
Datum: 26.11.2019
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Dezernat 5
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 10.12.2019

    TOP: 19

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig beschlossen

Zusätzliche Dateien

  • 1000 Schulen für unsere Welt
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2019/1209 Dez. 5 1000 Schulen für unsere Welt: Beteiligung der Stadt Karlsruhe am Projekt der nph- Kinderhilfe Lateinamerika e. V. "Eine Schule für Haiti" Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 10.12.2019 19 x Beschlussantrag Der Gemeinderat befürwortet das Projekt „1000 Schulen für unsere Welt – eine Schule für Hai- ti“ des Vereins „Nuestros Pequenos Hermanos“ (nph) und spricht sich im Rahmen vorhandener Personalkapazitäten für eine begleitende Unterstützung des Projektes durch die Stadt Karlsruhe aus. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant x Nein Ja Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Das internationale Kinderhilfswerk „Nuestros Pequenos Hermanos“ (nph) hilft Kindern und Fa- milien in Lateinamerika und der Karibik. Das Mutterhaus der Organisation wurde 1954 von Pad- re William Wasson in Mexiko gegründet. Die Gemeinschaftsinitiative „1000 Schulen für unsere Welt“ wurde vom Deutschen Städtetag, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund entwickelt. Sie startete bereits im Herbst 2018 gemeinsam mit dem Schirmherren Dr. Gerd Müller, Bundesmi- nister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Informationen: https://www.1000schulenfuerunserewelt.de/ ). In diesem Rahmen entwickelte der Verein nph das aktuelle Projekt „1 Schule für Haiti“ mit dem Ziel, eine bestehende Schule in Haiti, die St. André-Schule, bis zur 13. Klasse (Abitur) auszubau- en. Eine grobe Schätzung der beteiligten Ingenieure geht von Kosten in der Höhe von 180.000 € für die bauliche Ertüchtigung des Schulgebäudes aus. Diese Kosten will der Verein durch ei- gene Aktivitäten in Karlsruhe aufbringen. Hierfür hat nph einen umfangreichen Aktionsplan für 2020 aufgestellt, der neben Konzerten unter anderem einen Spendenlauf, eine Kooperation mit „DAS FEST“, Aufrufe für Bürgerspen- den und ein Benefiz-Fußballspiel des KSC vorsieht. Auftakt für das Aktionsjahr 2020 wird eine Pressekonferenz am 13. Januar, dem 10. Jahrestag des Erdbebens in Haiti, sein. Zum Jahresende 2020 sollen durch die genannten Aktivitäten die benötigte Spendensumme von 180.000 € eingeworben worden sein. Die Stadt Karlsruhe wird dabei als Partnerin um eine grundsätzliche Zustimmung und Unterstüt- zung gebeten. Eine Zusage des Deutschen Städtetages, das Projekt unter das Dach der Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“ zu stellen, liegt vor. Folgende Aktivitäten der Stadt sind vorgesehen: - Unterstützung bei einzelnen Veranstaltungen der geplanten Kampagne durch Präsenz und ggf. Grußworte des Oberbürgermeisters oder einer Vertretung inklusive begleiten- der Medienarbeit - Unterstützung beim Ansprechen von Multiplikator/innen, potentiellen Spender/innen und Netzwerkpartner/innen in Wirtschaft und Stadtgesellschaft Eine Unterstützung des nph-Projektes durch die Stadt Karlsruhe erfolgt auf freiwilliger Basis und kann nur im Rahmen der jeweils zur Verfügung stehenden Personalressourcen zugesagt wer- den. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat befürwortet das Projekt „1000 Schulen für unsere Welt – eine Schule für Hai- ti“ des Vereins „Nuestros Pequenos Hermanos“ (nph) und spricht sich im Rahmen vorhandener Personalkapazitäten für eine begleitende Unterstützung des Projektes durch die Stadt Karlsruhe aus.

  • Abstimmungsergebnis_Top19
    Extrahierter Text

  • Protokoll TOP 19
    Extrahierter Text

    Niederschrift 5. Plenarsitzung des Gemeinderates 10. Dezember 2019, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 20. Punkt 19 der Tagesordnung: 1000 Schulen für unsere Welt: Beteiligung der Stadt Karlsruhe am Projekt der nph-Kinderhilfe Lateinamerika e. V. „Eine Schule für Haiti“ Vorlage: 2019/1209 Beschluss: Der Gemeinderat befürwortet das Projekt „1000 Schulen für unsere Welt – eine Schule für Haiti“ des Vereins „Nuestros Pequenos Hermanos“ (nph) und spricht sich im Rahmen vorhandener Personalkapazitäten für eine begleitende Unterstützung des Projektes durch die Stadt Karlsruhe aus. Abstimmungsergebnis: Bei 44 Ja-Stimmen einstimmig zugestimmt Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 19 zur Behandlung auf. Stadträtin Großmann (GRÜNE): Dass der Städtetag, die Landkreise und Gemeinden die Initiative 1000 Schulen für unsere Welt unterstützen, begrüßen wir GRÜNE sehr. Nun will die Stadt Karlsruhe den Verein nph für das Projekt „Eine Schule für Haiti“ begleitend unterstützen. Der Ausbau einer Schule, die eine Schulausbildung bis hin zum Abitur ermöglicht, ist eine notwendige Voraussetzung für das berufliche Fortkommen der jungen, zum Teil schwer traumatisierten Menschen. Es wertet auch die Schullandschaft enorm auf. Auch in Haiti, wie überall auf der Welt, werden Menschen mit Visionen und guter Ausbildung gebraucht. Hier geht es um bauliche Maßnahmen, aber es geht im Grunde genommen auch darum, dass die Kinder und Jugendliche eine Ganztagsbetreuung genießen können, dass sie eine warme Mahlzeit bekommen und ein Dach über dem Kopf haben, wenigstens tagsüber. Schulen sind also noch mehr als bei uns in Haiti ein Ort zum Lernen. Und nicht nur zum Lernen, sondern auch zum Leben. Die Bevölkerung dort leidet seit langem unter den Folgen einer – 2 – Naturkatastrophe und leidet noch immer unter schwierigsten politischen Verhältnissen. Das Fortkommen des Landes aus eigener Kraft wird auch durch die Investition in Bildung unterstützt. Ohne die Unterstützung von Hilfsorganisationen und Spendengeldern kann das Land die große Herausforderung der Zukunft nicht bewältigen. Dass die Stadt Karlsruhe das Projekt und somit den Verein mit Personalkapazität mitsichern wird, ist für uns der richtige Schritt und ein klares Zeichen für die Bevölkerung Haitis. Deshalb begrüßen wir den Antrag ausdrücklich. Stadtrat Jooß (FDP): Schulen und Bildung sind das A und O für die ganze Welt, nicht nur für Südamerika. Wir begrüßen deshalb die Unterstützung aller Aktionen im süd- und mittelamerikanischen Raum, vor allem die Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit. Wir hoffen, dass die Stadt ihre Ressourcen problemlos zur Verfügung stellen kann. Viele humanitäre Aktionen laufen schon durch DRK, Caritas, Brot für die Welt und durch Harald Denecken im südamerikanischen Raum. Ein Kompliment an Harald Denecken, der das schon lange macht. Wir hoffen, dass die Stadt dort weitermachen kann. Stadtrat Wenzel (FW|FÜR): Eines der ärmsten Länder der Welt erhält Unterstützung durch eines der reichsten Länder der Welt, auf freiwilliger Basis, durch freiwillige Aktionen. Denn uns ist bewusst, eine Aktion, wie diese, wo man weiß, Bildung ist das Brot für die Zukunft, ist nur unterstützendwürdig. Wir und alle Teilnehmer machen das freiwillig. Deshalb auch unserer Unterstützung. Stadträtin Fenrich (AfD): Auch meine Fraktion unterstützt dieses Projekt sehr nachhaltig. Wir haben es insbesondere als sehr wohltuend und angenehm empfunden, dass Sie, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sich besonders engagieren möchten und bei verschiedenen Veranstaltungen für diese sehr gute Sache auch die Werbetrommel rühren möchten. Von daher herzlichen Dank an Sie. Wir wünschen dem Projekt einen guten Verlauf. Wir sind der Überzeugung, dass Hilfe, wenn es nicht immer mit Millionenbeträgen ist, sondern auch in ideeller Hinsicht, auf alle Fälle eine Wirkung erzeugt und die Spendenbereitschaft der Privaten und der Unternehmen fördern wird. Deshalb, meine Fraktion – wie gesagt – stimmt dem Antrag zu. Der Vorsitzende: Wir kommen damit zur Abstimmung. – Das ist einstimmige Zustimmung. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 28. Januar 2020