Bemusterung Beleuchtung und Möblierung Marktplatz sowie Änderung des Beleuchtungskonzepts in der Kaiserstraße
| Vorlage: | 2019/1173 |
|---|---|
| Art: | Änderungs-/Ergänzungsantrag |
| Datum: | 15.11.2019 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Stadtplanungsamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 10.12.2019
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: keine Abstimmung
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ERGÄNZUNGSANTRAG FW|FÜR-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2019/1173 Bemusterung Beleuchtung und Möblierung Marktplatz sowie Änderung des Beleuchtungskonzepts in der Kaiserstraße Gremium Termin TOP ö nö Hauptausschuss 03.12.2019 30 X Gemeinderat 10.12.2019 23 x Die Stadtverwaltung prüft den Einsatz von Photovoltaik-Sitzbänken mit - USB-Ladeanschlüssen - Kontaktlose Ladeflächen für Smartphones - KA-WLAN Mesh - Sitzheizung - Beleuchtung als Alternative zum Mobilisierungskonzept aus Sitzbänken aus Iroko Holz auf dem Marktplatz und der Kaiserstraße. Begründung Die ausgestellten Sitzbänke auf dem neugestalteten Marktplatz stehen wegen ihres Einsatzes von Tropenholz unter heftiger Kritik. In Blick auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Res- sourcen wie seltenen Tropenhölzern, sollte nach Alternativen Ausschau gehalten werden, die unsere Stadt repräsentieren. Sitzbänke mit Photovoltaik bieten hier eine sinnvolle Alternative, die auch das Bild einer digita- len, zukunftsorientierten Stadt und unseren Wirtschaftsstandort für die Digitalwirtschaft hervor- hebt. Darüber hinaus kosten diese in der Anschaffung deutlich weniger als die vorgeschlagenen Holzbänke. Solche Bänke werden in verschiedenen Varianten auf dem Markt angeboten, unter anderem mit Ladefunktion per USB oder kontaktlos für Smartphones, einer Sitzheizung für den Winter und einer indirekten Beleuchtung. Der nötige Strom speist sich aus den verbauten Photovoltaik- Modulen. Einige dieser Bänke bieten auch die Möglichkeit ein WLAN Signal anzubieten. Unterzeichnet: Jürgen Wenzel Friedemann Kalmbach Petra Lorenz Anhang Beispiele finden sich bspw. hier: https://www.include.eu
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Ergänzungs- antrag FW|FÜR-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2019/1173 Dez. 6 Bemusterung Beleuchtung und Möblierung Marktplatz sowie Änderung des Beleuchtungs- konzepts in der Kaiserstraße Gremium Termin TOP ö nö Hauptausschuss 03.12.2019 30 x Gemeinderat 10.12.2019 23 x Kurzfassung Auf die Vorberatungen im September, Oktober und November wird verwiesen. Photovoltaik-Sitzbänke sind aus Sicht der Verwaltung keine flächendeckende Alternative für den öffentlichen Raum, da der Sitzkomfort eingeschränkt ist, die Anschaffungskosten derzeit noch hoch und Unterhaltungs- bzw. Wartungskosten aufgrund der relativen Neuheit und der hohen technischen Ausstattung des Produkts nicht abschätzbar sind. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant Nein x Ja Korridorthema: Zukunft Innenstadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 (Der Planungsausschuss hat am 23. Oktober über die auf dem Marktplatz aufgestellten Bänke beraten Eine Alternative können aus Sicht der Verwaltung Solarsitzbänke nicht darstellen. Sie werden derzeit noch von wenigen Herstellern angeboten und beinhalten monokristalline Solarzellen, die leistungsstark, aber teuer sind. Aufgrund der schwarzen Farbe der Photovoltaikzellen erhitzen die Bänke im Sommer schneller und die Leistungsfähigkeit nimmt bei zunehmender Temperatur ab, weswegen sie mit einem integrierten Lüftungssystem ausgestattet sind. Bei diffusem Licht, insbesondere in den Wintermonaten, büßen die Zellen an Leistungsfähigkeit ein, so dass sich die Bank nach Aussage der Hersteller dann ausschalten kann. Die bisher auf dem Markt angebotenen Modelle bestehen aus einer durchgehenden, planen Sitzfläche aus Plexi-/Acrylglas über den Solarzellen und haben keine Rückenlehne, da ein mögli- cher Schattenwurf der Lehne auf die Sitzfläche die Leistungsfähigkeit ebenfalls einschränken würde. Der Komfort der Bank ist daher begrenzt. Als Energiespeicher beinhalten die Bänke Batterien. Sie werden mit USB-Anschluss, induktivem Laden, Beleuchtung und weiteren Extras wie WLAN Router, Online-Monitoring; Beheizung oder Werbemöglichkeit mit Display angeboten. Es handelt sich um ein innovatives, smartes, aber auch hochtechnisches und derzeit noch hochpreisiges Produkt, das aus Sicht der Verwaltung nicht flächendeckend im öffentlichen Raum einsetzbar und nur an ausgewählten Standorten sinnvoll ist. Die Anschaffungskosten für eine zweisitzige Bank liegen je nach Hersteller und Ausstattung bei 4.000 bis 8.000 Euro. Da es sich um ein relativ neues Produkt handelt, liegen der Verwaltung noch keine Langzeiter- fahrungen zu den anfallenden Unterhaltungskosten, ggf. zur Anfälligkeit der Technik und der damit verbundenen Erfordernis der Soft-/Hardware-Wartung sowie zur Vandalismussicherheit vor. Die Verwaltung sieht daher eine solche Art von Bank eher in einem nicht öffentlichen bzw. halböffentlichen Umfeld, wie z.B. auf einem Firmen-, Messe-, Krankenhaus- oder Unigelände.