Karlsruhe aus Sicht der Region - Regionsumfrage 2019

Vorlage: 2019/1099
Art: Beschlussvorlage
Datum: 04.11.2019
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Amt für Stadtentwicklung
Erwähnte Stadtteile: Durlach

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 10.12.2019

    TOP: 10

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig beschlossen

Zusätzliche Dateien

  • Anlage HEFT 57_Regionsumfrage 2019
    Extrahierter Text

    Regionsumfrage 2019 Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Beiträge zur Stadtentwicklung Nr. 57 2 | Regionsumfrage 2019 Impressum Stadt Karlsruhe Amt für Stadtenwicklung Zähringerstraße 61 76133 Karlsruhe Leiterin: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Bereich: Stadtentwicklung Dr. Andrea Hammer Bearbeitung: Dr. Andrea Hammer Datenanalyse und -aufbereitung: Kai Rohweder Layout: Stefanie Groß Bildnachweis: © Monika Müller-Gmelin, Stadtplanungsamt Karlsruhe Auskunftsdienst und Bestellung: Telefon: 0721 133-1220 Fax: 0721 133-1209 E-Mail: stadtentwicklung@afsta.karlsruhe.de Internet: www.karlsruhe.de/stadtentwicklung Stand: Oktober 2019 Gedruckt in der Rathausdruckerei auf 100 Prozent Recyclingpapier © Stadt Karlsruhe Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche Genehmigung des Herausgebers ist es nicht gestattet, diese Veröffentlichung oder Teile daraus zu vervielfältigen oder in elektronischen Systemen anzubieten. Amt für Stadtentwicklung | 3 Inhalt 1. Zusammenfassung und Methodik ............................................................................................................. 4 Einführung und Zusammenfassung .......................................................................................................................................4 Methodik .............................................................................................................................................................................6 2. Besuchsverhalten der Regionsbevölkerung ............................................................................................... 8 Besuchshäufi gkeit .................................................................................................................................................................8 Benutzte Verkehrsmittel ......................................................................................................................................................12 Besuchsanlässe ...................................................................................................................................................................15 3. Image von Karlsruhe in der Region ......................................................................................................... 21 Spontane Assoziationen zu Karlsruhe .................................................................................................................................21 Besonderheiten von Karlsruhe ............................................................................................................................................26 Karlsruhes Vor- und Nachteile .............................................................................................................................................29 4. Die City aus Sicht der Regionsbevölkerung .................................................................................................... 32 Bewertung einzelner Eigenschaften der Karlsruher City .......................................................................................................32 Bewertung der Karlsruher City als attraktives Stadtzentrum ................................................................................................34 Verbesserungsvorschläge für die Karlsruher Innenstadt .......................................................................................................36 Besuch von Einkaufslagen innerhalb der City ......................................................................................................................38 Online-Shopping und Besuch der City .................................................................................................................................42 5. Besuch anderer Mittel- und Oberzentren ....................................................................................................... 45 Karlsruher Beiträge zur Stadtentwicklung ........................................................................................................... 51 4 | Regionsumfrage 2019 1. Zusammenfassung und Methodik Einführung und Zusammenfassung Die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der Stadt Karlsruhe benötigen nicht nur regelmäßig verlässliche Einschätzungen und Meinungen der Bürgerinnen und Bürger über ihre Stadt, sondern darüber hinaus auch Einschätzungen der Bevölkerung in der Region Karlsruhe, für die Karlsruhe als Oberzentrum der Bezugspunkt ist. Seit 1997 führt das Amt für Stadtentwicklung in dreijährigen Abständen repräsentative Befragungen unter den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadtregion durch. Seit den ersten Regionsumfragen wird ein identischer Fragenkanon zu Besuchshäufi gkeit, Besuchsanlässen, Image und dem Besuchsverhalten in Bezug auf andere Städte erhoben. So liefern die Umfragen ein langjähriges Profi l des Images und der Attraktivität der Stadt Karlsruhe bei der Regionsbevölkerung. Sie zeigen inwieweit insbesondere der Strukturwandel im Einzelhandel, aber auch das Baugeschehen im Rahmen der Kombilösung sowie die Entwicklungen der regionalen Mittelzentren Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Fächerstadt in der Region und das Besuchsverhalten der Regionsbevölkerung haben. Die aktuell vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die hochgerechneten Besucherzahlen aus der Region in den letzten drei Jahren stark zugenommen haben. Ein Grund hierfür ist die zunehmende Bedeutung Karlsruhes als Arbeitsort. Die Regionsbevölkerung kommt vor allem zum Einkaufen nach Karlsruhe, besucht aber auch zunehmend die hiesigen Freizeitangebote wie Kinos und Bäder. Das Baugeschehen in der Fächerstadt ist für das Image Karlsruhes in der Region von abnehmender Bedeutung. Gleichzeitig hat sich die Erreichbarkeit der Karlsruher City mit Straßenbahn, Bus oder Pkw in den letzten drei Jahren deutlich verbessert. Die Attraktivität von Karlsruhe als Einkaufsstadt ist weiterhin sehr hoch. Die Haupteinkaufslagen in der City sind die Fußgängerzone in der Kaiserstraße und das Einkaufszentrum Ettlinger Tor. Sie werden häufi g in Kombination besucht. Allerdings sieht sich die Karlsruher City als Einzelhandelsstandort zunehmender Konkurrenz durch Online-Shopping und durch andere Städte – insbesondere Baden-Baden, Stuttgart und Mannheim – gegenüber. Nichtsdestotrotz liefern die Antworten die begründete Aussicht, dass nach Ende der Bauphase im Zuge der Kombilösung und der damit einher gehenden Reduktion von Baustellen und der (Wieder-)Herstellung eines ansprechenden Stadtbilds, wieder eine stärkere Zuwendung zur Karlsruher Innenstadt erfolgen wird. Karlsruhe wird als Arbeitsort zunehmend relevant. Der Anteil der täglichen oder mehrmals pro Woche nach Karlsruhe – meist zur Arbeit – fahrenden Regionsbewohnerinnen und -bewohner ist in den letzten drei Jahren deutlich gestiegen (2016: 12,4 %, 2019: 20,5 %). Dagegen haben sich die Anteile der „periodischen“ Besucherinnen und Besucher – Besuche einmal pro Woche, zwei- bis dreimal pro Monat oder einmal im Monat – nicht erhöht. Gerade diese Besuche fi nden häufi g im Zusammenhang mit Einkäufen oder dem Besuch von (Kultur-)Veranstaltungen statt. In Summe steigen die hochgerechneten Besucherzahlen der Einwohnerinnen und Einwohner in der Region, die mindestens einmal im Monat in die Fächerstadt fahren, von rund 445.800 (2016) auf 522.300 (2019). Dies entspricht einem Anstieg um 17%. Besonders deutliche Zunahmen sind für die Teilräume Landkreis Karlsruhe (+63.500 Fahrten beziehungsweise +27,7 %) sowie Landkreis Rastatt und Baden-Baden (+25.700 beziehungsweise +29,5 %) festzustellen. Die rechnerische Zunahme ergibt sich vor allem aufgrund des erhöhten Anteils täglicher oder mehrmals pro Woche statt fi ndender Fahrten. Das Auto ist für Fahrten nach Karlsruhe nach wie vor das meistgenutzte Verkehrsmittel der Regionsbevölkerung. Der Anteil der Pkw-Nutzerinnen und Nutzer unter denjenigen, die in den letzten zwölf Monaten in die Fächerstadt gefahren sind, liegt seit dem Jahr 2006 nahe 60 %. Im Zusammenhang mit den höheren Besucherfrequenzen nimmt die Zahl derjenigen Regionsbewohnerinnen und -bewohner, die mindestens einmal im Monat mit dem Pkw nach Karlsruhe fahren, von 268.300 (2016) auf 310.200 (2019) zu. Das Baugeschehen ist für das Image der Fächerstadt in der Region von abnehmender Bedeutung. Karlsruhe hat das Image als Beamtenstadt abgelegt. Ausgehend von 61 % im Jahr 2016, hat sich der Anteil derjenigen, die bei der Beschreibung Karlsruhes auf das Vokabular „Baustellen, Staus, Chaos, Verkehrsprobleme, Umleitungen“ bei der Beschreibung Karlsruhes zurückgreifen, auf 30 % (2019) halbiert. Dennoch stehen die Baustellen an erster Stelle der Assoziationen. Die im Zeitverlauf deutlichste Entwicklung zeichnet sich im Hinblick auf die Wahrnehmung Karlsruhes als Beamtenstadt ab: Während 2012 9,7 % der Regionsbevölkerung dieses Stichwort nannten, liegt dieser Anteil aktuell bei nur noch 0,6 %. Die Attraktivität von Karlsruhe als Einkaufsstadt ist weiterhin sehr hoch. Kinos und Bäder gewinnen an Bedeutung. Jeweils etwa 80 % der Regionsbewohnerinnen und -bewohner, die die Fächerstadt binnen Jahresfrist besucht haben, waren in der Fußgängerzone oder im Einkaufszentrum Ettlinger Tor einkaufen. Im Zeitvergleich wird deutlich, dass das Einkaufen in der Fußgängerzone etwas an Bedeutung verloren hat (2006: 89,8 %, 2019: 80,7 %). Seit 2006 an Bedeutung gewonnen haben dagegen der Besuch des Filmpalasts am ZKM (2006: 44 %, 2019:53,1 %), anderer Kinos und Filmveranstaltungen (2006: 25,4 %, 2019: 35,4 %), des Europabads (2012: 22,9 %, 2019: 32,8 %) sowie anderer Frei- und Hallenbäder (2006: 11,1 %, 2019: 25,1 %). Amt für Stadtentwicklung | 5 Die Erreichbarkeit der Innenstadt mit Straßenbahn und Bus sowie mit dem Pkw hat sich in den letzten drei Jahren deutlich verbessert. Nach einem Tiefpunkt im Befragungsjahr 2016 steigt der Anteil sehr guter und guter Bewertungen bei der Erreichbarkeit mit Straßenbahn und Bus von 57,6 % (2016) auf 72,6 % (2019), reicht jedoch nicht an das hohe Niveau der Jahre 2006 (91,8 %), 2009 (91,5 %) und 2012 (82,9 %) heran. Bei der Erreichbarkeit mit dem Auto steigt der Anteil der sehr guten und guten Bewertungen von 42,9 % (2012) beziehungsweise 40 % (2016) auf 57,3 % (2019) und erreicht damit wieder in etwa das Niveau der Befragungsjahre 2006 (62,2 %) und 2009 (59,7 %). Für etwa die Hälfte der Regionsbevölkerung entspricht die Karlsruher City ihren Vorstellungen eines attraktiven Stadtzentrums. Auf die Frage, was sie einem auswärtigen Besucher oder einer auswärtigen Besucherin in Karlsruhe unbedingt zeigen würden, nennt die Regionsbevölkerung in erster Linie Schloss, Schlossgarten (74,7 %), gefolgt von Zoo, Stadtgarten (23,7 %) und Innenstadt, Kaiserstraße, Einkaufszentrum Ettlinger Tor, Postgalerie (23,3 %). Während 2016 noch 37,1 % der Einwohnerinnen und Einwohner in der Region die Innenstadt mit ihren Einkaufslagen nannten, hat sich der Anteil in der aktuellen Umfrage um etwa 14 Prozentpunkte auf 23,3 % reduziert. Die Frage, ob die Karlsruher City ihren Vorstellungen von einem attraktiven Stadtzentrum entspricht, beantworten 46,1 % der Einwohnerinnen und Einwohner in der Region mit ja. Dieser Anteil hat seit 2012 (63,3 %) deutlich abgenommen. Als Maßnahmen zur Verbesserung der Attraktivität der Innenstadt nennt die Regionsbevölkerung die Reduktion der City-Baustellen, ein attraktiveres Einzelhandelsangebot sowie mehr Flair, ruhigere Plätze, ein schöneres Stadtbild und Sitzgelegenheiten. An erster Stelle der Verbesserungsvorschläge wurde von 35,7 % der Befragten, der Vorschlag gemacht, die Baustellen in der City zu reduzieren. Damit ist das Thema Baustellen wie in den Befragungsjahren 2012 und 2016 das dominierende Thema aus Sicht der Regionsbevölkerung. Allerdings wurde in der aktuellen Befragung nicht mehr der hohe Wert des Jahres 2016 (77,9 %) erreicht. An zweiter und dritter Stelle folgen nahezu gleichauf Verbesserungsvorschläge bezüglich des Einzelhandelsangebots (24,6 %) sowie mehr Flair, ruhigere Plätze, schöneres Stadtbild und Sitzgelegenheiten (24,2 %). Die Antworten liefern die begründete Aussicht, dass nach Ende der Bauphase im Zuge der Kombilösung und der damit einher gehenden Reduktion von Baustellen und der (Wieder-) Herstellung eines ansprechenden Stadtbilds, wieder eine stärkere Zuwendung zur Karlsruher Innenstadt erfolgen wird. Die Haupteinkaufslagen in der Karlsruher Innenstadt sind die Fußgängerzone in der Kaiserstraße und das Einkaufzentrum Ettlinger Tor. Die häufi g vermutete Besuchs-Konkurrenz zwischen den beiden Einkaufsorten Kaiserstraße und Einkaufszentrum Ettlinger Tor lässt sich nicht bestätigen. Die Fußgängerzone in der Kaiserstraße wird von 87,5 % der Regionsbesucherinnen und -besucher zum Einkaufen besucht. Der entsprechende Wert für das Einkaufszentrum Ettlinger Tor liegt bei 82,3 %. Bei einem Einkaufsbummel in der City besuchen 71,2 % sowohl die Fußgängerzone in der Kaiserstraße als auch das Einkaufs- zentrum Ettlinger Tor. Die Postgalerie wird regelmäßig von 33,5 % der Regionsbevölkerung besucht. Bei der Regionsbevölkerung hat sich das Online- Shopping als Einkaufsformat in den letzten drei Jahren weiter etabliert. Etwa 40 % derjenigen, die Produkte online einkaufen, besuchen die Karlsruher City und auch andere Innenstädte aufgrund der Online-Einkäufe seltener. Mittlerweile bestellt rund jede beziehungsweise jeder Zehnte (9,8 %) mindestens einmal wöchentlich Produkte im Internet. Weitere 18,8 % kaufen im Durchschnitt einmal alle zwei Wochen online ein. Einmal im Monat beziehen 30,6 % Ware über das Internet. In Summe liegt der Anteil derjenigen, die mindestens einmal im Monat online einkaufen bei 59,2 %. Im Jahr 2016 lag dieser Anteil noch bei 41,5 %. Er ist damit innerhalb von drei Jahren um etwa 18 Prozent- punkte gestiegen. Die Frage, ob sie aufgrund der Möglichkeit online einkaufen zu können, die Karlsruher Innenstadt oder auch andere Innenstädte seltener besuchen, beantworten 41,6 % der Befragten mit ja. Mit zunehmender Häufi gkeit von Online-Einkäufen sinkt die Besuchsfrequenz der Innenstädte. Die Mittelzentren Bruchsal, Baden-Baden, Rastatt und Landau konnten die regionale Bindung in den letzten Jahren erhöhen. Der Anteil der regelmäßigen Besucherinnen und Besucher Bruchsals aus dem übrigen Landkreis Karlsruhe, Bad Herrenalb steigt von 20,7 % im Jahr 2012 auf aktuell 49,6 %. Baden-Baden wird sowohl von Bewohnerinnen und Bewohnern des nördlichen Landkreises Rastatt (2016: 38,5 %, 2019: 53,4 %) und von Wissembourg (2016: 34 %, 2019: 46,2 %) wesentlich häufi ger besucht als noch vor drei Jahren. Rastatt kann Besucherzuwächse aus Baden-Baden und dem südlichen Landkreis Rastatt (2016: 5,6 %, 2019: 26,1 %) sowie aus Wissembourg (2016: 28 %, 2019: 59 %) verzeichnen. Für Landau ergeben sich vor allem aus dem Raum Landau selbst (2009: 47,2 %, 2019: 74,6 %) und aus der übrigen Südpfalz (2012: 54,8 %, 2019: 71,7 %) aber auch aus Wissembourg (2016: 16 %, 2019: 28,2 %) kurz- bis mittelfristig Besuchergewinne. Einkaufen ist der Hauptanlass für den Besuch anderer Städte. Besonders das Einzelhandelsangebot in Baden- Baden, Stuttgart und Mannheim ist attraktiv. Bei der Frage nach den Gründen für den Besuch anderer Städte steht mit 51 % der Nennungen das Thema Einkaufen/Shoppen an erster Stelle. An zweiter Stelle nennen die Befragten die Faktoren Entfernung/in der Nähe/gute Erreichbarkeit (38,6 %) als Besuchsgrund. Baden-Baden wird überdurchschnittlich häufi g zum Einkaufen/Shoppen besucht (62,8 %). Gleichzeitig nennen überdurchschnittlich viele Besucherinnen und Besucher Baden-Badens die dortige Atmosphäre (35,3 %) sowie das kulturelle Angebot (37,2 %) als Besuchsgründe. Stuttgart wird von den Besucherinnen und Besuchern auffallend häufi g wegen der (besseren) Angebote/Auswahl an Geschäften/Einkaufsmöglichkeiten (23,5 %) sowie des kulturellen Angebots (29,6 %) besucht. Mannheim wird überdurchschnittlich häufi g wegen der (besseren) Angebote/Auswahl an Geschäften/Einkaufsmöglichkeiten (23,5 %) aufgesucht. 6 | Regionsumfrage 2019 Methodik Für die Regionsumfrage 2019 wurden 1.202 repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren in der Region im Sommer 2019 telefonisch befragt. Die Verteilung der Interviews erfolgte quotiert entsprechend der Verteilung der Wohnbevölkerung in den Gemeinden der Region sowie unter Beachtung der Alters- und Geschlechtsverteilung. Gleichzeitig wurden Quoten bezüglich der Haushaltsgröße berücksichtigt. Befragt wurden Personen im Landkreis Karlsruhe plus Bad Herrenalb, im nördlichen Enzkreis, in der Südpfalz (Teile der Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße sowie Stadt Landau plus Verbandsgemeinde Landau-Land), im Landkreis Rastatt, in Baden-Baden sowie im gesamten Canton Wissembourg (Abbildung 1.1). Amt für Stadtentwicklung | 7 Abbildung 1.1 Untersuchungsgebiet der Regionsumfrage 2019 mit Abgrenzung der Teilräume Karlsruhe Rheinstetten Ettlingen Waldbronn Karlsbad Marxzell 2ƂP\VCN Weingarten (Baden) Stutensee Eggenstein- Leopolds- hafen Linkenheim- Hochstetten Canton Wissembourg Wissembourg Landau in der Pfalz VG Landau- Land VG Bad Bergzabern VG HerxheimVG Rülzheim VG Jockgrim VG Kandel Wörth am Rhein VG Hagenbach Keltern Remchingen Kämpfel- bach Ispringen Eisingen Königsbach- Stein Neulingen Ölbronn-Dürrn Maulbronn Knittlingen Sternenfels Walzbachtal Bretten Gondelsheim Bruchsal Oberderdingen Sulzfeld Zaisen- hausen Kürnbach Kraichtal Östringen Ubstadt-Weiher Waghäusel Philippsburg Dettenheim Graben- Neudorf Bad Schönborn Kronau Hambrücken Forst Karlsdorf- Neuthard Durmersheim Au am Rhein Elchesheim- Illingen Bietigheim Malsch Rastatt Steinmauern Ötigheim Gaggenau Muggensturm Kuppenheim Bischweier Bad Herrenalb Loffenau Gernsbach Weisenbach Forbach Baden-Baden Iffezheim Hügelsheim Rheinmünster Lichtenau Ottersweier Bühl Bühlertal Ottersweier Sinzheim Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. Staats- beziehungsweise Landesgrenze Grenze der (Verbands-) Gemeinden beziehungsweise Cantons Zeichenerklärung Gemeinden des Nachbarschaftsverbands Übriger Landkreis Karlsruhe, Bad Herrenalb Nördlicher Enzkreis Nördlicher Landkreis Rastatt Baden-Baden, südlicher Landkreis Rastatt Stadt Landau und Verbandsgemeinde Landau-Land Übrige Südpfalz Wissembourg und übriger Canton Wissembourg Teilräume der Region Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. Staats- beziehungsweise Landesgrenze Grenze der (Verbands-) Gemeinden beziehungsweise Cantons Zeichenerklärung Gemeinden des Nachbarschaftsverbands Übriger Landkreis Karlsruhe, Bad Herrenalb Nördlicher Enzkreis Nördlicher Landkreis Rastatt Baden-Baden, südlicher Landkreis Rastatt Stadt Landau und Verbandsgemeinde Landau-Land Übrige Südpfalz Wissembourg und übriger Canton Wissembourg Teilräume der Region 8 | Regionsumfrage 2019 2. Besuchsverhalten der Regionsbevölkerung Besuchshäufi gkeit Insgesamt zeigen die in Abbildung 2.1 dargestellten Auswertungen der Besuchshäufi gkeit, dass in etwa die Hälfte der Regionsbevölkerung (50,4 %) mindestens einmal im Monat in das Oberzentrum Karlsruhe fährt. Etwa jeder beziehungsweise jede Fünfte (20,5 %) fährt sogar täglich oder mehrmals pro Woche nach Karlsruhe. Diese Gruppe besteht hauptsächlich aus Berufspendlern. Im Zeitvergleich hat sich die Besuchsfrequenz nach einem Einbruch im Jahr 2016 – in dem der Anteil der mindestens monatlichen Besucherinnen und Besucher bei 44,7 % lag – wieder etwas erholt. Das Niveau der Jahre 2006 (60,9 %) und 2009 (63,3 %) konnte jedoch nicht erreicht werden. Auffällig ist auch, dass der Anstieg der Besuchshäufi gkeiten ausschließlich auf einen Zuwachs der täglich oder mehrmals pro Woche nach Karlsruhe Fahrenden zurück zu führen ist. Dies ist ein Indiz dafür, dass der Anstieg der Besucherfrequenzen vor allem berufs- oder ausbildungsbedingte Gründe hat. Die Anteile „periodischer“ Besuchsfrequenzen (einmal im Monat, zwei- bis dreimal pro Monat, einmal pro Woche) haben im Vergleich zu den Vorjahren nicht zugenommen. Abbildung 2.1 Besuchshäufi gkeit der Regionsbevölkerung 2006 bis 2019 „Wie häufi g fahren Sie nach Karlsruhe?“ 19,0 19,0 17,6 12,4 20,5 8,6 9,5 10,1 6,7 6,2 16,2 19,2 8,9 12,6 11,9 17,1 15,6 25,4 13,0 11,8 35,3 35,438,0 29,3 29,3 3,8 1,4 0,0 26,0 20,3 20062009201220162019 täglich oder mehrmals pro Wocheeinmal pro Wochezwei- bis dreimal pro Monat einmal im Monatweniger als einmal im Monatnie in den letzten 12 Monaten 100 75 50 25 0 % Basis: 1.146 | 1.108 | 1.099 | 953 | 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2006 | 2009 | 2012 | 2016 | 2019. Amt für Stadtentwicklung | 9 männlichweiblich 18 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 45 bis unter 60 Jahre 60 bis unter 75 Jahre 75 Jahre und älter täglich oder mehrmals pro Woche20,520,820,229,925,415,418,5--- einmal pro Woche6,27,05,510,23,64,68,23,7 zwei- bis dreimal pro Monat11,911,512,317,510,411,710,97,4 einmal im Monat11,811,112,411,37,911,115,318,5 weniger als einmal im Monat29,328,130,415,827,536,529,244,4 nie in den letzten zwölf Monaten20,321,419,215,325,420,818,025,9 Anzahl Befragte insgesamt 1.202 583 619 177 280 351 367 27 davon im Alter von Befragte insgesamt davon in Prozent „Wie häufig fahren Sie nach Karlsruhe?" Basis: 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. Anders als in vergangenen Regionsumfragen lassen sich bezüglich der Besuchshäufi gkeit keine geschlechterspezifi schen Unterschiede feststellen (Tabelle 2.1). Dagegen zeigt sich in Abhängigkeit des Alters der Regionsbevölkerung, dass vor allem Befragte der Altersgruppen 18 bis unter 30 Jahre (29,9 %) und 30 bis unter 45 Jahre (25,4 %) täglich oder mehrmals nach Karlsruhe fahren. Insbesondere für die 30 bis unter 45-Jährigen ist der Anteil im Vergleich zu den Befragungsjahren 2012 (22,2 %) und 2016 (15,9 %) gestiegen. Analog hierzu ist der Anteil derjenigen, die weniger als einmal im Monat oder nie in den letzten 12 Monaten nach Karlsruhe gefahren sind, mit 31,1 % in der jüngsten Altersgruppe am niedrigsten. In den Altersgruppen von 30 bis unter 75 Jahren schwankt er um 50 Prozent und nimmt dann für die Altersgruppe „75 Jahre und älter“ auf 70,3 % zu. Tabelle 2.1 Besuchshäufi gkeit nach Geschlecht und Altersgruppen 2019 10 | Regionsumfrage 2019 In Abbildung 2.2 sind die Besuchshäufi gkeiten nach Teilräumen dargestellt. Nahezu 80 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner des Nachbarschaftverbands (79,2 %) fahren mindestens einmal im Monat in die Fächerstadt. An zweiter Stelle folgt der übrige Landkreis Karlsruhe mit 56,5 % monatlicher Besucherinnen und Besucher. Im nördlichen Teil des Landkreises Rastatt (48,3 %), dem nördlichen Enzkreis (43,3 %) und der übrigen Südpfalz (40,3 %) liegt der entsprechende Wert zwischen 40 und 50 Prozent. Etwa ein Drittel der Bevölkerung in Wissembourg und dem übrigen Canton Wissembourg (33,9 %), der Stadt Landau und der Verbandsgemeinde Landau-Land (32,8 %) sowie von Baden-Baden, südlicher Landkreis Rastatt (32,7 %) fährt mindestens einmal im Monat in das Oberzentrum Karlsruhe. Mit Ausnahme der Teilräume Wissembourg, übriger Canton Wissembourg (2016: 57,6 %) sowie Stadt Landau und Verbandsgemeinde Landau-Land (2016: 39 %) haben die Besuchshäufi gkeiten in der Region seit dem Jahr 2016 deutlich zugenommen. Ähnlich wie bei der Gesamtbetrachtung ist jedoch auffällig, dass diese Zunahmen insbesondere aufgrund der täglich oder mehrmals wöchentlich getätigten Fahrten zu verzeichnen sind. Diese wiederum deuten auf eine Zunahme der Bedeutung Karlsruhes als Arbeitsort sowie eine zunehmende Suburbanisierung bei der Wohnstandortwahl insbesondere in der Familiengründungsphase, das heißt in den Altersgruppen bis 45 Jahre, hin. Abbildung 2.2 Besuchshäufi gkeit der Regionsbevölkerung in Karlsruhe Karlsruhe Rheinstetten Ettlingen Waldbronn Karlsbad Marxzell 2ƂP\VCN Weingarten (Baden) Stutensee Eggenstein- Leopolds- hafen Linkenheim- Hochstetten Canton Wissembourg Wissembourg Landau in der Pfalz VG Landau- Land VG Bad Bergzabern VG HerxheimVG Rülzheim VG Jockgrim VG Kandel Wörth am Rhein VG Hagenbach Keltern Remchingen Kämpfel- bach Ispringen Eisingen Königsbach- Stein Neulingen Ölbronn-Dürrn Maulbronn Knittlingen Sternenfels Walzbachtal Bretten Gondelsheim Bruchsal Oberderdingen Sulzfeld Zaisen- hausen Kürnbach Kraichtal Östringen Ubstadt-Weiher Waghäusel Philippsburg Dettenheim Graben- Neudorf Bad Schönborn Kronau Hambrücken Forst Karlsdorf- Neuthard Durmersheim Au am Rhein Elchesheim- Illingen Bietigheim Malsch Rastatt Steinmauern Ötigheim Gaggenau Muggensturm Kuppenheim Bischweier Bad Herrenalb Loffenau Gernsbach Weisenbach Forbach Baden-Baden Iffezheim Hügelsheim Rheinmünster Lichtenau Ottersweier Bühl Bühlertal Ottersweier Sinzheim Basis: 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. Staats- beziehungsweise Landesgrenze Grenze der (Verbands-) Gemeinden beziehungsweise Cantons Zeichenerklärung 70 % und mehr 60 % bis unter 70 % 50 % bis unter 60 % 40 % bis unter 50 % 30 % bis unter 40 % 'KPOCNQFGTJÀWƂIGTKO/QPCV nach Karlsruhe Basis: 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. Staats- beziehungsweise Landesgrenze Grenze der (Verbands-) Gemeinden beziehungsweise Cantons Zeichenerklärung 70 % und mehr 60 % bis unter 70 % 50 % bis unter 60 % 40 % bis unter 50 % 30 % bis unter 40 % 'KPOCNQFGTJÀWƂIGTKO/QPCV nach Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung | 11 Die Zunahme der insbesondere täglich oder mehrmals in der Woche nach Karlsruhe fahrenden Besucherinnen und Besucher führt zu einer deutlichen Steigerung der hochgerechneten Besucherzahlen aus der Region: Während im Jahr 2016 rechnerisch 445.800 Menschen aus der Region mindestens einmal im Monat nach Karlsruhe fuhren, liegt die errechnete Besucherzahl für das Jahr 2019 bei rund 522.300 Personen. Dieser Anstieg um rund 17 % ist vor allem auf die steigenden täglichen oder mehrmals wöchentlichen Besuchshäufi gkeiten, aber auch auf ein Bevölkerungswachstum in der Region um zwei Prozent binnen drei Jahren zurück zu führen. Besonders deutliche absolute und prozentuale Zunahmen der Besucherzahlen im Vergleich zu 2016 sind für die Teilräume Landkreis Karlsruhe, Bad Herrenalb (+63.500 Fahrten beziehungsweie +27,7 %) sowie Landkreis Rastatt und Baden- Baden (+25.700 beziehungsweise +29,5 %) zu verzeichnen. Abbildung 2.3 Hochgerechnete Besucherzahlen der Regionsbevölkerung 2009 bis 2019 „Wie häufi g fahren Sie nach Karlsruhe?“ – Befragte, die einmal pro Monat oder häufi ger nach Karlsruhe fahren. 32.600 17.200 66.900 112.700 292.900 24.100 29.700 75.600 87.000 229.400 0 13.500 76.600 116.700 275.700 0 10.300 85.100 132.800 258.500 0100.000200.000300.000 Westlicher Enzkreis** Wissembourg und übriger Canton Wissembourg* Südpfalz Landkreis Rastatt und Baden-Baden Landkreis Karlsruhe, Bad Herrenalb 2009201220162019 * Seit 2016 erweiterter Gebietszuschnitt aufgrund der Gebietsrefrom in Frankreich, Befragungsgebiete 2009 und 2012: Wissembourg, Lauterbourg und Seltz. ** Erstmalige Erhebung im Jahr 2016. Basis: 1.108 | 1.099 | 953 | 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2009 | 2012 | 2016 | 2019. ab hier eingeschränkte Vergleichbarkeit 12 | Regionsumfrage 2019 1,5 0,9 8,8 29,4 59,4 1,9 0,8 5,8 31,2 60,2 0,2 0,8 5,4 38,2 55,4 0,5 0,8 4,4 37,9 56,4 0,2 1,1 3,2 35,4 60,2 0 1020304050607080 Mofa | Roller | Motorrad Fahrrad Pkw als Mitfahrer Öffentlicher Verkehr Pkw als Selbstfahrer 20062009201220162019 % Basis: 1.103 | 1.097 | 1.100 | 701 | 958 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2006 | 2009 | 2012 | 2016 | 2019. Benutzte Verkehrsmittel Von denjenigen, die innerhalb der letzten zwölf Monate nach Karlsruhe gefahren sind, wurde für die Fahrt in die Fächerstadt überwiegend das Auto genutzt: 59,4 % fahren in der Regel selbst, weitere 8,8 % kommen als Mitfahrer. Etwas weniger als ein Drittel (29,4 %) nutzt öffentliche Verkehrsmittel (Abbildung 2.4). Im Zeitvergleich lässt sich für die Region insgesamt eine Verschiebung in der Verkehrsmittelwahl hin zum Pkw erkennen. So steigt der Anteil der Pkw-Nutzerinnen und Nutzer von 60,8 % (2012) auf 68,2 % (2019). Analog sinkt im selben Zeitraum der Anteil der Nutzerinnen und Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln von 38,2 % auf 29,4 %. Abbildung 2.4 Benutzte Verkehrsmittel bei Fahrten nach Karlsruhe 2006 bis 2019 „Welches Verkehrsmittel benutzen Sie dabei in der Regel?“ – Befragte, die in den letzten zwölf Monaten nach Karlsruhe gefahren sind. Amt für Stadtentwicklung | 13 Zusätzlich lassen sich Unterschiede in der Verkehrsmittelwahl im Hinblick auf die Besuchsfrequenz feststellen. So ist der Anteil der Pkw-Nutzerinnen und Nutzer als Selbst- oder Mitfahrer in der Gruppe der täglich oder mehrmals pro Woche Fahrenden mit 62,4 % ähnlich hoch wie in der Gruppe derjenigen, die zwei- bis dreimal im Monat nach Karlsruhe fahren (61,9 %). Dagegen sind die Anteile der Pkw-Nutzerinnen und Nutzer bei denjenigen, die einmal im Monat (72 %) oder weniger als einmal im Monat (73 %) nach Karlsruhe fahren, deutlich höher. Die Auswertung nach Teilräumen (Abbildung 2.5) macht deutlich, dass der Anteil der Pkw-Nutzerinnen und Nutzer als Selbst- oder Mitfahrer im Nachbarschaftsverband Karlsruhe mit 59,4 % am geringsten ist, gefolgt von den Teilräumen Baden-Baden, südlicher Landkreis Rastatt (64,7 %), übriger Landkreis Karlsruhe, Bad Herrenalb (65,5 %) sowie nördlicher Enzkreis (68,9 %). In den anderen Teilräumen der Region liegt der Anteil der Pkw-Nutzerinnen und Nutzer jeweils deutlich über 70 Prozent. Eine Entsprechung dieser Werte fi ndet sich in den Anteilen der Nutzerinnen und Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese liegen in den Teilräumen Baden- Baden, südlicher Landkreis Rastatt (35,3 %), übriger Landkreis Karlsruhe, Bad Herrenalb (33,3 %), Nachbarschaftsverband Karlsruhe (33,2 %) deutlich über 30 Prozent und sind vor allem in den Befragungsgebieten der Pfalz und des Nordelsass deutlich geringer ausgeprägt. Im Zeitvergleich fällt auf, dass der Anteil der Pkw-Nutzerinnen und Nutzer für Fahrten in die Fächerstadt im nördlichen Landkreis Rastatt zugenommen hat (2016: 50,8 %, 2019: 60,3 %). Analog sank der Nutzeranteil an öffentlichen Verkehrsmitteln in diesem Teilraum stark von 37,7 % (2016) auf 25 % (2019). Abbildung 2.5 Benutzte Verkehrsmittel bei Fahrten nach Karlsruhe nach Teilräumen 2019 „Welches Verkehrsmittel benutzen Sie dabei in der Regel?“ – Befragte, die in den letzten zwölf Monaten nach Karlsruhe gefahren sind. 59,6 73,7 60,3 54,7 60,3 60,9 59,0 54,5 28,8 3,4 19 10,0 12,5 8,0 6,5 4,9 11,5 22,0 19 35,3 25,0 28,7 33,3 33,2 0,8 1,6 2,2 1,1 0,6 1,2 1,1 0,6 6,1 0 102030405060708090100 Wissembourg und übriger Canton Wissembourg übrige Südpfalz Stadt Landau und Verbandsgemeinde Landau-Land Baden-Baden, südlicher Landkreis Rastatt Landkreis Rastatt nördlicher Teil nördlicher Enzkreis übriger Landkreis, Karlsruhe, Bad Herrenalb Gemeinden des Nachbarschaftsverbands Pkw als SelbstfahrerPkw als MitfahrerÖffentlicher VerkehrMofa | Roller | MotorradFahrrad Basis: 958 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. % 14 | Regionsumfrage 2019 Die hochgerechneten Besucherzahlen des Jahres 2019 nach Verkehrsmitteln zeigen einen deutlichen Anstieg der Fahrten für nahezu alle Verkehrsmittel im Vergleich zum Jahr 2016 (Abbildung 2.6). Aktuell fahren aus dem gesamten Untersuchungsgebiet im Laufe eines Monats mehr als eine halbe Million Regionsbesucherinnen und Regionsbesucher (522.300) mindestens einmal in die Fächerstadt. Davon fahren rund 310.200 selbst mit dem Pkw, weitere 46.000 nutzen das Auto als Mitfahrerin oder Mitfahrer. Öffentliche Verkehrsträger werden mindestens einmal monatlich von 153.600 Besucherinnen und Besuchern genutzt. Das Fahrrad sowie Mofa/Roller/Motorrad werden dagegen nur von 7.800 sowie 4.700 Personen genutzt. Abbildung 2.6 Hochgerechnete Besucherzahlen nach Verkehrsmitteln 2016, 2019 „Welches Verkehrsmittel benutzen Sie dabei in der Regel?“ – Befragte, die einmal pro Monat oder häufi ger nach Karlsruhe fahren. 4.700 7.800 46.000 153.600 310.200 8.600 4.000 25.900 139.000 268.300 0100.000200.000300.000 Mofa | Roller | Motorrad Fahrrad Pkw als Mitfahrer Öffentlicher Verkehr Pkw als Selbstfahrer 20162019 Basis: 953 | 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2016 | 2019. Amt für Stadtentwicklung | 15 Besuchsanlässe Die Anlässe für die Regionsbevölkerung nach Karlsruhe zu fahren, sind vielfältig. Etwas über 80 Prozent derjenigen, die Karlsruhe binnen Jahresfrist besucht haben, waren in der Fußgängerzone einkaufen (80,7 %). Ein ähnlich hoher Anteil (77,3 %) nennt das Einkaufen im Ettlinger Tor als Besuchsanlass. Jedoch steht – wie in allen anderen Regionsumfragen seit dem Jahr 2006 – das Einkaufen weiterhin an erster Stelle der Besuchsanlässe für die Regionsbevölkerung. Jeweils deutlich über die Hälfte der Regionsbevölkerung besucht das Oberzentrum Karlsruhe wegen des Schlosses/Schlossgartens (74,7 %), der Weihnachtsstadt Karlsruhe (69,4 %), des gastronomischen Angebots (64 %), des Zoos/Stadtgartens (63,5 %), des Filmpalasts am ZKM (53,1 %), der Events auf dem Schlossplatz (52,9 %) und der medizinischen Versorgung (52,7 %). Die Anteile weiterer Besuchsanlässe können Abbildung 2.7 entnommen werden. Obwohl Einkaufen den Hauptanlass der Fahrten nach Karlsruhe darstellt, verdeutlicht der Zeitvergleich, dass die Bedeutung des Einkaufens in der Fußgängerzone seit dem Jahr 2006 (89,8 %) etwas abgenommen hat, wenngleich sich das Niveau von 2016 (79,9 %) stabilisiert hat. Seit 2006 an Bedeutung zugenommen haben die Kinos, konkret der Filmpalast am ZKM (2006: 44 %, 2019: 53,1 %) sowie der Besuch anderer Kinos oder Filmveranstaltungen (2006: 25,4 %, 2019: 35,4 %). Auch dem Besuch von Bädern als Anlass für Fahrten in die Fächerstadt kommt eine im Zeitverlauf höhere Bedeutung zu. So steigt der Anteil der Europabadbesucher aus der Region von 22,9 % (2012) auf 32,8 % (2019) und der Anteil der Besucherinnen und Besucher anderer Frei- und Hallenbäder von 11,1 % (2006) auf 25,1 % (2019). Ein weiterer wichtiger Punkt sind die berufsbedingten Fahrten nach Karlsruhe. Wie sich bereits bei der Analyse der Besuchshäufi gkeiten abgezeichnet hat, steigt der Anteil der arbeitsbedingten Fahrten als Besuchsanlässe von 13,5 % (2006) sukzessive auf 23,8 % (2019). 16 | Regionsumfrage 2019 Abbildung 2.7 Anlässe für Fahrten nach Karlsruhe 2006 bis 2019 „Denken Sie einmal daran, was Sie im Laufe eines Jahres bei einem Besuch in Karlsruhe so alles unternehmen oder erledigen. Sagen Sie mir bei den folgenden Dingen jeweils einfach „ja“ oder „nein“, ob das auf Sie zutrifft?“ – Befragte, die in den letzten zwölf Monaten nach Karlsruhe gefahren sind. 3,8 13,8 21,3 21,3 23,8 25,1 29,8 30,5 32,8 33,0 34,3 35,4 35,9 40,9 41,9 44,7 45,6 46,9 47,1 49,3 52,7 52,9 53,1 63,5 64,0 69,4 74,7 77,3 80,7 0 20406080100 gehe in Karlsruhe zur Berufsausbildung/Lehre/Schule/Hochschule Besuch anderer Sporteinrichtungen (Tennis, Fitnesscenter etc.) Behördengänge Aufsuchen von Anwälten, Steuerberatern, Banken, Bausparkassen arbeite in Karlsruhe Besuch anderer Frei- oder Hallenbäder Besuch von Sportveranstaltungen (KSC, Stadtmarathon o.ä.) Besuch von Diskotheken, Clubs, Tanzlokalen, Kneipen Besuch des Europabades Besuch des Open-Air-Konzerts „Das Fest“ Besuch der Karlsruher Mess‘ Besuch eines anderen Kinos oder einer Filmveranstaltung (z.B. Schauburg) Besuch von Veranstaltungen (Tollhaus, Sandkorntheater usw.) Besuch von Events auf dem Marktplatz (Stadtfest usw.) Besuch des ZKM-Museums/Städtische Galerie Besuch von Freunden, Verwandten, Bekannten Besuch von Museen und Ausstellungen Einkaufen in Fachmärkten oder Supermärkten außerhalb der Innenstadt Besuch von Theaterveranstaltungen, Konzerten, Musikveranstaltungen Besuch von Messen (Offerta, INVENTA, ART-Karlsruhe usw.) Aufsuchen von Krankenhäusern, Ärzten, Fachärzten Besuch von Events auf dem Schlossplatz (Schlosslichtspiele usw.) Besuch des Filmpalasts am ZKM Besuch von Zoo/Stadtgarten Essen gehen, Kneipenbesuch Besuch der Weihnachtsstadt Karlsruhe (z.B. Christkindlesmarkt) Besuch von Schloss/Schlossgarten Einkaufen im Einkaufszentrum Ettlinger Tor (ECE-Center) Einkaufen in der Fußgängerzone 20062009201220162019 % Basis: 1.103 | 1.097 | 1.100 | 701 | 958 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2006 | 2009 | 2012 | 2016 | 2019. Amt für Stadtentwicklung | 17 Die Anlässe für Fahrten nach Karlsruhe unterscheiden sich deutlich in Abhängigkeit des Alters der befragten Regionsbevölkerung (Tabelle 2.2). In der Gruppe der 18 bis unter 30-Jährigen werden die Besuchsanlässe Essen gehen, Kneipenbesuch (74,7 %), Besuch von Freunden, Verwandten, Bekannten (60,7 %), sowie der Besuch von Sportveranstaltungen (36 %) überdurchschnittlich häufi g genannt. Deutliche Abnahmen der Nennungen bei zunehmendem Alter der Befragten lassen sich feststellen für Besuche von Diskotheken und ähnlichem (von 58,7 % bei den 18 bis unter 30-Jährigen bis 21,2 % bei den 60 bis unter 75-Jährigen), Besuch des Europabades (von 57,3 % bei den 18 bis unter 30-Jährigen bis 10 % bei den über 74-Jährigen), anderer Frei- und Hallenbäder (von 40,7 % bei den 18 bis unter 30-Jährigen bis 20 % bei den über 74-Jährigen), der Karlsruher Mess‘ (von 44 % bei den 18 bis unter 30-Jährigen bis 29,3 % bei den 60 bis unter 75-Jährigen), von „Das Fest“ (von 49,3 % bei den 18 bis unter 30-Jährigen bis 5 % bei den über 74-Jährigen) sowie von Sporteinrichtungen (von 22 % bei den 18 bis unter 30-Jährigen bis 5 % bei den über 74-Jährigen). Dagegen werden Zoo und Stadtgarten (von 58 % bei den 18 bis unter 30-Jährigen bis 70 % bei den 60 bis unter 75-Jährigen), medizinische Einrichtungen (von 44,7 % bei den 18 bis unter 30-Jährigen bis 60,3 % bei den 60 bis unter 75-Jährigen) und Messen (von 38,7 % bei den 18 bis unter 30-Jährigen bis 55,9 % bei den 60 bis unter 75-Jährigen) mit zunehmendem Alter tendenziell häufi ger besucht. Hervorzuheben ist außerdem, dass sich im Hinblick auf die Besuche von Schloss, Schlossgarten sowie von Events auf dem Schlossplatz keine altersabhängigen Muster abzeichnen und diese Attraktionen für nahezu alle Altersgruppen gleichermaßen attraktiv sind. 18 | Regionsumfrage 2019 Tabelle 2.2 Anlässe für einen Besuch in Karlsruhe nach Geschlecht und Altersgruppen 2019 männ- lich weib- lich 18 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 45 bis unter 60 Jahre 60 bis unter 75 Jahre 75 Jahre und älter* Einkaufen in der Fußgängerzone 80,776,884,284,079,380,879,190,0 Einkaufen im Einkaufszentrum Ettlinger Tor (ECE-Center) 77,372,182,083,378,878,674,145,0 Besuch von Schloss/Schlossgarten 74,773,276,072,069,276,179,165,0 Besuch der Weihnachtsstadt Karlsruhe (z. B. Christkindlesmarkt) 69,464,473,976,068,367,069,070,0 Essen gehen, Kneipenbesuch 64,063,764,374,762,058,365,760,0 Besuch Zoo/Stadtgarten 63,560,466,358,063,560,170,055,0 Besuch des Filmpalasts am ZKM 53,150,055,963,361,550,447,85,0 Besuch von Events auf dem Schlossplatz (Schlosslichtspiele usw.) 52,949,855,754,756,752,550,245,0 Aufsuchen von Krankenhäusern, Ärzten, Fachärzten 52,750,055,144,745,254,760,350,0 Besuch von Messen (Offerta, INVENTA, ART-Karlsruhe usw.)49,349,149,538,745,251,155,950,0 Besuch von Theaterveranstaltungen, Konzerten, Musikveranstaltungen 47,142,051,741,335,651,154,250,0 Einkaufen in Fachmärkten oder Supermärkten außerhalb der Innenstadt 46,948,545,547,352,447,842,835,0 Besuch von Museen und Ausstellungen 45,642,548,545,338,943,553,530,0 Besuch von Freunden, Verwandten, Bekannten 44,744,544,960,744,738,842,835,0 Besuch des ZKM-Museums/Städtische Galerie 41,941,442,340,039,438,848,525,0 Besuch von Events auf dem Marktplatz (Stadtfest usw.) 40,939,841,953,338,534,842,830,0 Besuch von Veranstaltungen (Tollhaus, Sandkorntheater usw.)35,932,538,928,734,638,439,710,0 Besuch eines anderen Kinos/einer Filmveranstaltung (z. B. Schauburg) 35,430,839,743,327,933,041,15,0 Besuch der Karlsruher Mess‘ 34,334,134,544,039,430,129,340,0 Besuch des Open-Air-Konzerts „Das Fest“ 33,031,234,749,338,528,327,35,0 Besuch des Europabades 32,830,834,757,341,327,920,510,0 Besuch von Diskotheken, Clubs, Tanzlokalen, Kneipen 30,527,433,358,735,623,621,2--- Besuch von Sportveranstaltungen (KSC, Stadtmarathon etc.) 29,835,025,136,028,829,727,625,0 Besuch anderer Frei- oder Hallenbäder 25,123,226,940,725,022,819,920,0 arbeite in Karlsruhe 23,825,222,424,036,522,817,2--- Aufsuchen von Anwälten, Steuerberatern, Banken, Bausparkassen 21,319,922,623,322,118,122,920,0 Behördengänge 21,319,922,620,722,617,425,310,0 Besuch anderer Sporteinrichtungen (Fitnesscenter usw.) 13,815,012,622,015,912,010,45,0 gehe in Karlsruhe zur Berufsausbildung/Lehre/Schule/Hochschule 3,83,83,822,70,5---0,3--- Anzahl Befragte insgesamt 951 452 499 150 208 276 297 20* Befragte insgesamt davondavon im Alter von in Prozent „Denken Sie einmal daran, was Sie im Laufe eines Jahres bei einem Besuch in Karlsruhe so alles unternehmen oder erledigen. Sagen Sie mir bei den folgenden Dingen jeweils einfach „ja“ oder „nein“, ob das auf Sie zutrifft?" – Befragte, die in den letzten zwölf Monaten nach Karlsruhe gefahren sind. * Eingeschränkte Aussagekraft wegen geringer Grundgesamtheit. Basis: 951 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. 1 Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. Amt für Stadtentwicklung | 19 Die Auswertung nach Einkommensklassen legt weitere interessante Details bezüglich der Besuchsanlässe der Regionsbevölkerung offen. Dies betrifft insbesondere Anlässe, die kaum oder wenig durch die Altersstruktur beeinfl usst sind. So lässt sich feststellen, dass trotz der hervorgehobenen Bedeutung des Einkaufens als Besuchsanlass in allen Altersklassen, die Bedeutung dieses Besuchsgrundes mit höherem Einkommen abnimmt. In der höchsten Einkommensklasse mit einem Nettoäquivalenzeinkommen 1 von mehr als 4.000 € nennen jeweils nur 63,9 % (Einkaufen in der Fußgängerzone) beziehungsweise 61,1 % (Einkaufen im Einkaufszentrum Ettlinger Tor) einkaufsbezogene Motive für den Besuch der Fächerstadt. Ähnlich verhält es sich beim Besuch der Weihnachtsstadt Karlsruhe. Diese nennen in den Einkommensklassen 3.000 € bis unter 4.000 € und 4.000 € und mehr 58 % beziehungsweise 47,2 % als Besuchsanlass. Auch Events auf dem Marktplatz werden von diesen Einkommensgruppen seltener besucht (3.000 € bis unter 4.000 €: 35,3 %, 4.000 € und mehr: 27,8 %). Ein anderes Bild zeigt sich beim Besuch des ZKM-Museums/ Städtische Galerie sowie von Museen und Ausstellungen allgemein: Hier liegen die Anteile der Nennungen in der höchsten Einkommensgruppe von mehr als 4.000 € bei 47,2 % beziehungsweise 61,1 % und damit deutlich über den jeweiligen Durchschnittswerten. Bezüglich des Besuchsverhaltens nach Teilräumen lässt sich feststellen, dass vor allem Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinden des Nachbarschaftsverbandes überdurchschnittlich häufi g freizeitbezogene sowie versorgungsbezogene Besuchs- motive nennen (Tabelle 2.3). Unter die überdurchschnittlich häufi g genannten freizeitbezogenen Besuchsmotive fallen gastronomische Angebote (Essen gehen, Kneipenbesuch: 72,6 %), Kinos (Filmpalast am ZKM: 68,9 %, anderes Kino oder Filmveranstaltung: 55,8 %), Veranstaltungen (Schlossplatz: 65,8 %, Marktplatz: 50,5 %) sowie Frei- und Hallenbäder (36,8 %). Besonders häufi g genannte versorgungsbezogene Besuchsanlässe der Bewohnerinnen und Bewohner des Nachbarschaftsverbands sind außerdem das Aufsuchen von Krankenhäusern, Ärzten, Fachärzten (73,2 %), Einkaufen in Fachmärkten oder Supermärkten außerhalb der Innenstadt (66,3 %), Aufsuchen von Anwälten, Steuerberatern, Banken, Bausparkassen (40,5 %) sowie Behördengänge (36,3 %). Bei Besucherinnen und Besuchern aus Wissembourg und dem übrigen Canton Wissembourg treten die meisten Besuchsanlässe deutlich in den Hintergrund. Hauptattraktionen beziehungsweise Hauptanlässe sind hier das Einkaufen in der Fußgängerzone (76,7 %), der Besuch des Zoos, Stadtgartens (69,8 %) und der Besuch der Weihnachtsstadt Karlsruhe (65,1 %). Darüber hinaus zeigt die Analyse nach Teilräumen in der Region, dass die Bevölkerung der Stadt Landau und der Verbandsgemeinde Landau-Land das Einkaufen sowohl in der Fußgängerzone (88,9 %) als auch im Einkaufszentrum Ettlinger Tor (86,7 %) überdurchschnittlich häufi g als Besuchsgrund nennt. Gemeinden des Nachbarschaftsverbandsübriger Landkreis Karlsruhe Bad Herrenalbnördlicher EnzkreisLandkreis Rastattnördlicher TeilBaden-Baden, südlicher Landkreis RastattStadt Landau und VG Landau-Landübrige SüdpfalzWissembourg und übriger Canton Wissembourg Einkaufen in der Fußgängerzone 80,783,783,275,081,173,888,977,776,7 Einkaufen im Einkaufszentrum Ettlinger Tor (ECE-Center) 77,385,375,573,577,473,086,776,762,8 Besuch von Schloss/Schlossgarten 74,779,580,776,562,377,077,866,053,5 Besuch der Weihnachtsstadt Karlsruhe (z.B. Christkindlesmarkt) 69,475,372,675,064,260,757,868,965,1 Essen gehen, Kneipenbesuch 64,072,667,263,263,251,662,260,255,8 Besuch Zoo/Stadtgarten 63,561,168,673,555,760,755,660,269,8 Besuch des Filmpalasts am ZKM 53,168,949,354,449,148,460,057,311,6 Besuch von Events auf dem Schlossplatz (Schlosslichtspiele usw.) 52,965,860,945,646,245,931,146,630,2 Aufsuchen von Krankenhäusern, Ärzten, Fachärzten 52,773,256,650,051,932,042,256,34,7 Besuch von Messen (Offerta, INVENTA, ART-Karlsruhe usw.)49,350,054,752,950,945,942,245,627,9 Besuch von Theaterveranstaltungen, Konzerten, Musikveranstaltungen 47,158,953,635,339,644,340,043,714,0 Einkaufen in Fachmärkten oder Supermärkten außerhalb der Innenstadt 46,966,341,642,649,145,933,336,937,2 Besuch von Museen und Ausstellungen 45,650,054,742,643,440,231,138,825,6 Besuch von Freunden, Verwandten, Bekannten 44,752,645,351,541,544,335,642,718,6 Besuch des ZKM-Museums/Städtische Galerie 41,948,449,641,239,635,237,833,014,0 Besuch von Events auf dem Marktplatz (Stadtfest usw.) 40,950,544,241,239,638,528,929,127,9 Besuch von Veranstaltungen (Tollhaus, Sandkorntheater usw.) 35,947,442,329,426,432,028,932,04,7 Besuch eines anderen Kinos/einer Filmveranstaltung (z.B. Schauburg) 35,455,835,830,929,228,726,731,14,7 Besuch der Karlsruher Mess‘ 34,337,939,136,836,832,026,722,320,9 Besuch des Open-Air-Konzerts „Das Fest“ 33,038,935,426,532,128,733,335,011,6 Besuch des Europabades 32,832,131,832,434,935,226,732,039,5 Besuch von Diskotheken, Clubs, Tanzlokalen, Kneipen 30,536,332,832,434,927,026,718,418,6 Besuch von Sportveranstaltungen (KSC, Stadtmarathon o.ä.) 29,834,733,632,426,433,620,021,47,0 Besuch anderer Frei- oder Hallenbäder 25,136,823,426,520,826,220,011,727,9 arbeite in Karlsruhe 23,831,629,619,120,814,88,921,414,0 Aufsuchen von Anwälten, Steuerberatern, Banken, Bausparkassen 21,340,522,620,617,08,26,717,52,3 Behördengänge 21,336,330,720,611,39,82,25,811,6 Besuch anderer Sporteinrichtungen (Fitnesscenter etc.) 13,820,011,710,315,118,011,18,74,7 gehe in Karlsruhe zur Berufsausbildung/Lehre/Schule/Hochschule 3,83,73,62,97,54,94,41,0--- Anzahl Befragte insgesamt 951 190 274 68 106 122 45 103 43 Befragteinsgesamt davon aus in Prozent „Denken Sie einmal daran, was Sie im Laufe eines Jahres bei einem Besuch in Karlsruhe so alles unternehmen oder erledigen. Sagen Sie mir bei den folgenden Dingen jeweils einfach „ja“ oder „nein“, ob das auf Sie zutrifft?“ – Befragte, die in den letzten zwökf Monaten nach Karlsruhe gefahren sind. Basis: 951 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. 20 | Regionsumfrage 2019 Tabelle 2.3 Anlässe für einen Besuch in Karlsruhe nach Teilräumen 2019 Amt für Stadtentwicklung | 21 3. Image von Karlsruhe in der Region Spontane Assoziationen zu Karlsruhe Das Baugeschehen in und um die Fächerstadt bestimmt nach wie vor das Image von Karlsruhe in der Region – wenn auch mit abnehmender Bedeutung. Auf die Frage, was ihnen spontan einfällt, wenn sie Karlsruhe beschreiben sollen, nennen 30 % der Regionsbevölkerung Stichworte wie Baustellen, Staus, Chaos, Verkehrsprobleme, Umleitungen. An zweiter Stelle mit nahezu gleich vielen Nennungen (27,4 %) folgen Schloss, Schlossgarten, Botanischer Garten. Rund ein Fünftel (19,1 %) denkt bei der Beschreibung Karlsruhes an die Einkaufsmöglichkeiten; 16,2 % nennen kulturelle Einrichtungen, Ausgehmöglichkeiten oder gastronomische Angebote. An fünfter Stelle folgen mit 10,9 % KSC, Sport, Bäder. Weitere Assoziationen können Abbildung 3.1 entnommen werden. Im Zeitverlauf lässt sich feststellen, dass seit 2016 die Nennung von Baustellen, Staus, Chaos, Verkehrsproblemen, Umleitungen deutlich abgenommen hat: Während 2016 noch 61 % auf dieses Vokabular bei der Beschreibung Karlsruhes zurück griffen, hat sich dieser Anteil mehr als halbiert (30 %). Für alle anderen Assoziationen lässt sich im Zeitvergleich keine derart deutliche Entwicklung feststellen. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass der Bedeutungsverlust des Themas Baustellen, Staus, Chaos, Verkehrsprobleme, Umleitungen nicht pauschal mit einem Bedeutungsgewinn anderer Assoziationen einhergeht. Dennoch lassen sich im Zeitvergleich einige interessante Tendenzen feststellen:  Die deutlichste Entwicklung zeichnet sich im Hinblick auf die Wahrnehmung Karlsruhes als Beamtenstadt ab. Während 2012 noch rund zehn Prozent der Regionsbevölkerung (9,7 %) bei der Beschreibung Karlsruhes das Stichwort Beamtenstadt nannten, liegt der aktuelle Anteil nur noch bei 0,6 %.  An Bedeutung gewonnen haben bei der Beschreibung Karlsruhes auch die Aspekte KSC, Sport, Bäder. Hier steigt der Anteil der Nennungen ausgehend von 2,7 % (2012) um 8,2 Prozentpunkte auf 10,9 % (2019).  Leichte Bedeutungsverluste zeichnen sich für das Thema Einkaufsmöglichkeiten (2012: 24,4 %; 2019: 19,1 %) sowie den Zoo, Stadtgarten (2012:14,7 %; 2019: 9,3 %) ab. 22 | Regionsumfrage 2019 Abbildung 3.1 Spontane Assoziationen zu Karlsruhe 2012 bis 2019 „Wenn Sie Karlsruhe beschreiben sollen, was fällt Ihnen da spontan ein?“ 8,2 0,6 1,2 1,5 1,7 1,8 2,0 2,7 3,1 3,9 4,2 4,4 5,8 6,1 6,4 9,3 10,0 10,5 10,9 16,2 19,1 27,4 30,0 0 10203040506070 Sonstiges Beamtenstadt Wirtschaftszentrum, TechnologieRegion angenehmes Arbeiten, Wohnen, Leben meine Heimatstadt, habe da gewohnt, Familie schlechte Parkmöglichkeiten, schlechte Erreichbarkeit Fahrradstadt laut, schmutzig, langweilig, unattraktiv Bundesgerichtshof, Bundesverfassungsgericht eigener Arbeits-/Ausbildungs-/Studienort gutes Verkehrsnetz, guter ÖPNV viel Grün, Grünflächen, Parks Marktplatz, Pyramide Studentenstadt/Hochschulstandort Großstadt Zoo, Stadtgarten schöne Stadt, überschaubar, vielseitig Fächerstadt KSC, Sport, Bäder Kultur, Museen, Ausgehmöglichkeiten, Gastronomie gute Einkaufsmöglichkeiten, Kaiserstraße, ECE-Center Schloss, Schlossgarten, Botanischer Garten Baustellen, Staus, Chaos, Verkehrsprobleme, Umleitungen 201220162019 % Basis: 1.098 | 697 | 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2012 | 2016 | 2019. Amt für Stadtentwicklung | 23 In Tabelle 3.1 sind die Assoziationen mit Karlsruhe nach Geschlecht und Alter der Befragten dargestellt. In Summe zeigen sich kaum Auffälligkeiten. Lediglich für Schloss, Schlossgarten, Botanischer Garten legt das Antwortverhalten einen Einfl uss des Alters der Befragten nahe. Hier steigt der Anteil derjenigen, welche diese Begriffe nennen, von 19,8 % in der Altersgruppe der 18 bis unter 30-Jährigen auf etwa 30 Prozent in den Altersgruppen ab 45 Jahren. Die Untersuchung nach Teilräumen legt deutlichere Unterschiede offen (Tabelle 3.2). So nennen Bewohnerinnen und Bewohner des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe überdurchschnittlich häufi g (43,6 %) Baustellen, Staus, Chaos, Verkehrsprobleme, Umleitungen bei ihren spontanen Beschreibungen der Fächerstadt. Ebenfalls häufi ger genannt werden in diesem Teilraum Stichworte rund um die Themen Kultur, Museen, Ausgehmöglichkeiten, Gastronomie (21,8 %). Im nördlichen Enzkreis ist der Anteil derjenigen, die die Einkaufsmöglichkeiten in Karlsruhe nennen, mit 14,8 % am niedrigsten. Bemerkenswert ist, dass dieser Wert in der Regionsumfrage 2016 noch bei 33,8 % lag. Dies kann als Indiz dafür gewertet werden, dass Karlsruhe als Einkaufsdestination in diesem Teilraum innerhalb der letzten drei Jahre an Bedeutung verloren hat. Die Regionsbevölkerung des Landkreises Rastatt und von Baden-Baden nennt Baustellen, Staus, Chaos, Verkehrsprobleme, Umleitungen mit 20,8 % beziehungsweise 21,1 % weniger als der Durchschnitt der Regionsbevölkerung. Besonderheiten im Antwortverhalten zeichnen sich auch für Bewohnerinnen und Bewohner aus Wissembourg und dem übrigen Canton Wissembourg ab: Die Einkaufsmöglichkeiten sind hier – wie in vergangenen Regionsumfragen auch – mit 41,9 % von außergewöhnlich hoher Bedeutung, ebenso wie die Assoziationen von Karlsruhe als Großstadt (45,2 %) und als schöne, überschaubare und vielseitige Stadt (30,6 %). Eine zusätzliche Auswertung der Assoziationen in Abhängigkeit der Besuchshäufi gkeit zeigt, dass die Themen Baustellen, Staus, Chaos, Verkehrsprobleme, Umleitungen in etwa gleich häufi g genannt werden; unabhängig davon, ob die Befragten zwischen täglich oder mehrmals die Woche und weniger als einmal im Monat nach Karlsruhe fahren. Lediglich bei Personen, die in den letzten zwölf Monaten nicht nach Karlsruhe gefahren sind, spielen diese Themen eine nachrangige Rolle (16 %). 24 | Regionsumfrage 2019 männlich weiblich 18 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 45 bis unter 60 Jahre 60 bis unter 75 Jahre 75 Jahre und älter Baustellen, Staus, Chaos, Verkehrsprobleme, Umleitungen30,028,531,527,127,929,334,125,9 Schloss, Schlossgarten, Botanischer Garten27,425,728,919,825,030,829,429,6 gute Einkaufsmöglichkeiten, Kaiserstraße, ECE-Center19,116,321,816,917,124,516,125,9 Kultur, Museen, Ausgehmöglichkeiten, Gastronomie16,214,417,918,618,917,712,53,7 KSC, Sport, Bäder10,914,47,68,512,913,78,7--- Fächerstadt10,511,89,25,110,410,313,114,8 schöne Stadt, überschaubar, vielseitig10,09,310,713,07,97,711,422,2 Zoo, Stadtgarten9,37,511,04,510,09,710,97,4 Großstadt6,46,06,810,75,45,45,218,5 Studentenstadt/Hochschulstandort6,16,35,810,75,06,64,43,7 Marktplatz, Pyramide5,86,75,03,43,28,56,37,4 viel Grün, Grünflächen, Parks4,43,94,81,75,44,65,2--- gutes Verkehrsnetz, guter ÖPNV4,24,83,76,82,14,64,43,7 eigener Arbeits-/Ausbildungs-/Studienort3,94,33,61,13,95,14,13,7 Bundesgerichtshof, Bundesverfassungsgericht3,13,13,11,12,13,14,9--- laut, schmutzig, langweilig, unattraktiv2,72,62,74,02,12,33,0--- Fahrradstadt2,01,52,41,71,13,41,6--- schlechte Parkmöglichkeiten, schlechte Erreichbarkeit1,71,91,6---2,92,01,6--- meine Heimatstadt, habe da gewohnt, Familie1,71,51,81,11,82,31,4--- angenehmes Arbeiten, Wohnen, Leben1,51,91,11,12,11,11,6--- Wirtschaftszentrum, TechnologieRegion1,21,50,82,30,71,11,1--- Beamtenstadt0,60,90,3---0,70,31,1--- Sonstiges8,28,18,29,07,98,87,9--- Anzahl Befragte insgesamt 1.202 583 619 177 280 351 367 27 Befragte insgesamt davondavon im Alter von in Prozent „Wenn Sie Karlsruhe beschreiben sollen, was fällt Ihnen da spontan ein?“ Basis: 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. Tabelle 3.1 Spontane Assoziationen zu Karlsruhe nach Geschlecht und Altersgruppen 2019 Amt für Stadtentwicklung | 25 Tabelle 3.2 Spontane Assoziationen zu Karlsruhe nach Teilräumen 2019 Gemeinden des Nachbarschaftsverbandsübriger Landkreis Karlsruhe Bad Herrenalbnördlicher EnzkreisLandkreis Rastattnördlicher TeilBaden-Baden, südlicher Landkreis RastattStadt Landau und VG Landau-Landübrige SüdpfalzWissembourg und übriger Canton Wissembourg Baustellen, Staus, Chaos, Verkehrsprobleme, Umleitungen30,043,633,134,120,821,128,632,88,1 Schloss, Schlossgarten, Botanischer Garten27,434,229,027,327,526,125,723,99,7 gute Einkaufsmöglichkeiten, Kaiserstraße, ECE-Center19,115,818,314,822,115,018,620,941,9 Kultur, Museen, Ausgehmöglichkeiten, Gastronomie16,221,812,010,217,418,918,618,79,7 KSC, Sport, Bäder10,912,98,514,812,115,610,08,21,6 Fächerstadt10,512,912,310,211,47,814,38,2--- schöne Stadt, überschaubar, vielseitig10,010,49,810,28,15,614,36,030,6 Zoo, Stadtgarten9,35,99,112,510,112,22,914,23,2 Großstadt6,42,03,55,74,77,87,12,245,2 Studentenstadt/Hochschulstandort6,18,45,72,38,19,4---5,2--- Marktplatz, Pyramide5,86,95,04,56,76,15,77,51,6 viel Grün, Grünflächen, Parks4,48,94,74,52,03,3---3,73,2 gutes Verkehrsnetz, guter ÖPNV4,26,93,51,14,73,97,13,03,2 eigener Arbeits-/Ausbildungs-/Studienort3,94,56,31,10,73,94,33,71,6 Bundesgerichtshof, Bundesverfassungsgericht3,15,42,22,32,73,32,93,01,6 laut, schmutzig, langweilig, unattraktiv2,71,51,91,12,05,62,94,51,6 Fahrradstadt2,03,03,21,10,71,7---2,2--- schlechte Parkmöglichkeiten, schlechte Erreichbarkeit1,70,50,92,30,72,82,93,73,2 meine Heimatstadt, habe da gewohnt, Familie1,73,52,21,1------2,92,2--- angenehmes Arbeiten, Wohnen, Leben1,53,01,6---0,71,12,91,5--- Wirtschaftszentrum, TechnologieRegion1,21,51,31,10,71,1---0,73,2 Beamtenstadt0,60,50,6---0,71,11,4------ Sonstiges8,27,96,38,08,79,422,96,7--- Anzahl Befragte insgesamt 1.202 202 317 88 149 180 70 134 62 Befragteinsgesamt davon aus in Prozent „Wenn Sie Karlsruhe beschreiben sollen, was fällt Ihnen da spontan ein?“ Basis: 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. 26 | Regionsumfrage 2019 Besonderheiten von Karlsruhe Diejenigen Einwohnerinnen und Einwohner in der Region, die Karlsruhe binnen Jahresfrist mindestens einmal besucht haben, wurden gefragt, was Sie einem auswärtigen Besucher unbedingt zeigen würden, wenn er Karlsruhe richtig kennen lernen soll. An erster Stelle der genannten Attraktionen stehen mit großem Abstand und 74,7 % aller Nennungen das Schloss und der Schlossgarten. Darauf folgen Zoo, Stadtgarten (23,7 %) und Innenstadt, Kaiserstraße, ECE, Postgalerie (23,3 %) mit jeweils etwa einem Viertel der Nennungen. Etwa jede beziehungsweise jeder Neunte würde einem auswärtigen Besucher Museen (12 %) oder den Marktplatz, Pyramide (11,9 %) zeigen. Auf alle weiteren Besonderheiten und Attraktionen entfallen jeweils weniger als zehn Prozent der Nennungen (Abbildung 3.2). Im Vergleich zu den Regionsumfragen 2012 und 2016 haben die Befragten 2019 insgesamt jeweils weniger Sehenswürdigkeiten genannt: Die durchschnittliche Anzahl der erwähnten Attraktionen lag 2012 bei 2,5 und 2016 bei 2,4; 2019 hat jede beziehungsweise jeder Befragte im Durchschnitt genau zwei Attraktionen genannt. Dies kann als Hinweis dafür gewertet werden, dass die Destinationswirkung Karlsruhes als Ausfl ugsort in den letzten drei Jahren abgenommen hat. Besonders deutliche Einbußen zeichnen sich für den Bereich Innenstadt, Kaiserstraße, ECE, Postgalerie ab. Während in der Regionsumfrage 2016 noch 37,1 % der Regionsbevölkerung auswärtigen Besucherinnen und Besuchern die City mit den entsprechenden Einkaufsorten unbedingt zeigen würden, liegt der Anteil 2019 bei nur noch 23,3 %. Amt für Stadtentwicklung | 27 3,4 0,8 1,1 1,4 1,7 1,7 2,4 2,4 2,9 3,8 4,5 4,5 4,5 5,0 6,4 6,9 11,9 12,0 23,3 23,7 74,7 0 20406080100 Sonstiges Umgebung Karlsruhes, andere Städte Natur um Karlsruhe Majolika Rhein(ufer) Bäder Universität, KIT, Campus KSC/Stadion einzelne Stadtteile (z.B. Durlach) Bundesgerichtshof, Bundesverfassungsgericht Grünflächen, Günther-Klotz-Anlage Fächergrundriss, Architektur, einzelne Plätze und Gebäude Ausgehmöglichkeiten, Nachtleben, Gastronomie Theater, Konzerte Turmberg in Durlach ZKM Marktplatz, Pyramide Museen Innenstadt, Kaiserstraße, ECE, Postgalerie Zoo, Stadtgarten Schloss, Schlossgarten 201220162019 % Basis: 1.051 | 663 | 958 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2012 | 2016 | 2019. Abbildung 3.2 Besonderheiten von Karlsruhe 2012 bis 2019 „Was würden Sie einem auswärtigen Besucher in der Stadt unbedingt zeigen, wenn er Karlsruhe richtig kennen lernen soll – also welche Besonderheiten, welche Orte oder Plätze?" – Befragte, die in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal in Karlsruhe waren. 28 | Regionsumfrage 2019 In Tabelle 3.3 ist das Antwortverhalten der Regions- bevölkerung nach Alter und Geschlecht dargestellt. Auffällig ist, dass die Zahl der genannten Besonderheiten mit zunehmendem Alter steigt und vor allem in den Altersgruppen ab 60 besonders hoch ist (2,2 beziehungsweise 2,4). Deutliche altersabhängige Verläufe im Antwortverhalten sind für das Schloss, Schlossgarten und den Zoo, Stadtgarten festzustellen. Diese werden mit zunehmendem Alter der Befragten häufi ger genannt. So steigt der Anteil der Nennungen von Schloss, Schlossgarten von 68 % bei den 18 bis unter 30-Jährigen auf 75 % oder mehr in den Altersklassen ab 45 Jahren. Zoo und Stadtgarten werden nur von 15,3 % der 18 bis unter 30-Jährigen genannt, jedoch stärker in den Altersklassen ab 45 Jahren. Die Auswertung nach Teilräumen legt offen, dass Bewohner- innen und Bewohner des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe deutlich mehr Besonderheiten nennen (2,4) als die Regionsbevölkerung in den anderen Teilräumen. Hier ist die Fächerstadt mit ihren Besonderheiten also präsenter. Dagegen zeigt die Bevölkerung von Wissembourg und dem Canton Wissembourg zu 64,4 % einem auswärtigen Besucher die Innenstadt mit den jeweiligen Einkaufsorten. Dies deckt sich mit dem Antwortverhalten bei den spontanen Assoziationen zu Karlsruhe. Auch bei dieser Frage wurden von Befragten des Teilraums Wissembourg und Canton Wissembourg überdurchschnittlich häufi g die Einkaufsmöglichkeiten genannt. Tabelle 3.3 Besonderheiten von Karlsruhe nach Geschlecht und Altersgruppen 2019 männlich weiblich 18 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 45 bis unter 60 Jahre 60 bis unter 75 Jahre 75 Jahre und älter* Schloss, Schlossgarten74,771,677,668,070,877,778,175,0 Zoo, Stadtgarten23,723,424,015,321,126,625,645,0 Innenstadt, Kaiserstraße, ECE, Postgalerie23,322,723,827,322,520,123,640,0 Museen12,012,012,04,75,315,817,35,0 Marktplatz, Pyramide11,99,414,212,012,910,412,020,0 ZKM6,96,17,66,75,77,67,6--- Turmberg in Durlach6,47,25,66,03,84,010,65,0 Theater, Konzerte5,03,36,68,03,35,44,7--- Ausgehmöglichkeiten, Nachtleben, Gastronomie4,52,86,08,74,33,24,0--- Fächergrundriss, Architektur, einzelne Plätze und Gebäude4,55,23,81,35,34,05,610,0 Grünflächen, Günther-Klotz-Anlage4,54,84,28,71,45,43,75,0 Bundesgerichtshof, Bundesverfassungsgericht3,84,43,22,04,84,03,310,0 einzelne Stadtteile (z.B. Durlach)2,93,32,62,02,42,24,35,0 KSC/Stadion2,42,22,63,31,92,22,35,0 Universität, KIT, Campus2,42,42,46,71,01,82,0--- Bäder1,71,32,03,30,51,41,75,0 Rhein(ufer)1,72,80,60,72,40,72,7--- Majolika1,41,11,60,71,01,12,3--- Natur um Karlsruhe1,11,11,20,70,51,81,3--- Umgebung Karlsruhes, andere Städte0,81,30,40,71,01,40,3--- Sonstiges3,43,33,62,75,32,53,35,0 Anzahl Befragte insgesamt 958 458 500 150 209 278 301 20* in Prozent „Was würden Sie einem auswärtigen Besuche in der Stadt unbedingt zeigen, wenn er Karlsruhe richtig kennen lernen soll – also welche Besonderheiten, welche Orte oder Plätze?“ – Befragte, die in den letzten zwölf Monaten nach Karlsruhe gefahren sind. Befragte insgesamt davondavon im Alter von * Eingeschränkte Aussagekraft wegen geringer Grundgesamtheit. Basis: 958 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. Amt für Stadtentwicklung | 29 Karlsruhes Vor- und Nachteile Auf die Frage, was ihnen in Karlsruhe besonders gut gefällt, nennt ein Drittel (34,6 %) der Bewohnerinnen und Bewohner in der Region wiederum die guten Einkaufsmöglichkeiten (Abbildung 3.3). An zweiter Stelle folgen die Nennung von Schloss und Schlossgarten mit 29,2 %. Das kulturelle Angebot wird von 18,6 % der Befragten als ein Vorzug Karlsruhes empfunden. Anteile von über zehn Prozent werden auch von Zoo, Stadtgarten (14 %) und der Innenstadt (11,9 %) erreicht (Abbildung 3.3). Im Zeitverlauf lässt sich seit 2003 für keinen der genannten Vorzüge ein eindeutiger Trend erkennen. Tendenziell haben die Anteile der Nennungen für die Vorzüge Einkaufsmöglichkeiten, Schloss und Schlosspark sowie Zoo und Stadtgarten im Zeitraum von 2003 bis 2016 zugenommen, im Jahr 2019 aber wieder ein niedrigeres Niveau erreicht. Besonders deutlich wird dies im Bereich der guten Einkaufsmöglichkeiten (2016: 44,4 %, 2019: 34,6 %) sowie der Nennungen von Schloss, Schlossgarten (2016: 47,1 %, 2019: 29,2 %). Die Frage, was ihnen an Karlsruhe weniger gut gefällt, beantworten 65 % derjenigen, die die Fächerstadt binnen Jahresfrist besucht haben, mit Baustellen, Umleitungen, Verkehrssituation und Stau (Abbildung 3.4). Interessant ist, dass die Nennung dieser Themen im Vergleich zu 2016 (81 %) abgenommen hat. Dies deckt sich mit dem Bedeutungsverlust dieses Themas, der auch schon bei der Frage nach den spontanen Assoziationen zu Karlsruhe deutlich wurde; wenngleich das Thema an sich nach wie vor prägend für die Wahrnehmung Karlsruhes in der Region ist. Alle anderen Nachteile werden jeweils von weniger als zehn Prozent der Befragten genannt. Ähnlich wie bei den Besonderheiten von Karlsruhe dominiert also auch hier das Baugeschehen die (negative) Wahrnehmung Karlsruhes. Bei den anderen Nachteilen der Fächerstadt haben die Befragten in diesem Jahr erstmalig neue Aspekte genannt. So wurde bei der Nennung von Hektik, Stress etc. bei der aktuellen Befragung insbesondere auch auf Probleme mit dem Radverkehr und damit verbundene Gefahren für Fußgängerinnen und Fußgänger hingewiesen. Der Aspekt Hitze in Zusammenhang mit zu wenig Grün, wurde in der Regionsumfrage 2019 ebenfalls erstmalig genannt. 30 | Regionsumfrage 2019 Abbildung 3.3 Karlsruhes Vorzüge aus Sicht der Region 2003 bis 2019 „Was gefällt Ihnen an Karlsruhe besonders gut?" – Befragte, die in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal in Karlsruhe waren. 8,4 2,0 0,5 1,1 1,3 1,6 1,9 2,1 2,3 2,4 3,0 4,0 4,4 4,4 6,3 7,0 9,5 9,7 11,9 14,0 18,6 29,2 34,6 0 1020304050 fällt mir nichts ein, nichts, keine Angabe Sonstiges kinderfreundlich, Spielplätze diverse Stadtteile Radmöglichkeiten, Radnetz Infrastruktur, Ärzte, Banken etc. Uni, Studentenstadt, Schulen schöne Umgebung, Lage, Landschaft die Menschen, die Mentalität, nette Leute, Vielfalt an Menschen zentrale Lage, gut erreichbar Verkehrsanbindung, Erreichbarkeit mit dem Auto, Parkplätze Flair, angenehme, saubere Stadt gute Stadtgröße, übersichtlich, alles vor Ort, kurze Wege gute Stadtbahnverbindung, öffentliche Verkehrsmittel KSC, Stadion,Bäder, Sport viel Grün, Grünflächen, Parks Freizeitangebote, Gastronomie, Feste, Weihnachtsmarkt schöne Stadt Innenstadt, Plätze, Fächerstadt, Gebäude Zoo, Stadtgarten kulturelles Angebot (Kinos, Museen, Messen, ZKM, Theater...) Schloss, Schlossgarten gute Einkaufsmöglichkeiten, Ettlinger Tor, Kaiserstraße 20032009201220162019 % Basis: 1.060 | 1.108 | 1.100 | 705 | 958 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2003 | 2009 | 2012 | 2016 | 2019. Amt für Stadtentwicklung | 31 Abbildung 3.4 Karlsruhes Nachteile aus Sicht der Region 2003 bis 2019 „Was gefällt Ihnen an Karlsruhe weniger gut?" – Befragte, die in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal in Karlsruhe waren. 11,0 2,7 0,7 0,8 0,8 0,8 0,9 1,0 1,4 1,6 2,1 2,6 2,8 3,2 5,0 6,1 9,0 65,0 0 20406080100 fällt mir nichts ein, nichts, keine Angabe Sonstiges Bahnhof, Bahnhofsvorplatz wenig Freizeit-, Ausgehmöglichkeiten, kulturelles Angebot Unzufriedenheit mit Entscheidungen der Politik Wohnungssituation, Mietpreise unfreundliche Menschen, unpersönlich Bau der U-Strab/ Kombi-Lösung (nicht erwünscht) Straßenbahn stört in der Innenstadt, ist gefährlich zu wenig Grün, Hitze, zu wenig Ruhezonen Einkaufsmöglichkeiten schlecht, keine Fachgeschäfte, zu viele Ketten keine schöne Stadt, wenig Flair Innenstadt, Fußgängerzone, allgemein unsicher, Kriminalität, hoher Ausländeranteil, komisches Publikum, Bettler schlechte ÖPNV-Verbindung, Verspätungen, Fahrpreise Hektik/Stress/Schmutz/ Lärm, zu viele Menschen, Radfahrer zu wenig Parkplätze, hohe Parkgebühren Baustellen, Umleitungen, Verkehrssituation, Stau 20032009201220162019 % Basis: 1.060 | 1.108 | 1.100 | 705 | 958 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2003 | 2009 | 2012 | 2016 | 2019. 32 | Regionsumfrage 2019 4. Die City aus Sicht der Regionsbevölkerung Bewertung einzelner Eigenschaften der Karlsruher City Die Karlsruher City ist die Visitenkarte Karlsruhes in der Region. Hier konzentrieren sich Einzelhandelsangebote, Gastronomie und Dienstleistungen. Gleichzeitig ist die Innenstadt Sitz öffentlicher und kultureller Institutionen sowie Veranstaltungsort. Vor allem aufgrund der Umgestaltungen im Zuge der Kombilösung, aber auch wegen des Strukturwandels im Einzelhandel, sieht sich die City massiven Veränderungsprozessen gegenüber. Gerade vor diesem Hintergrund ist die Bewertung der Innenstadt durch die Regionsbevölkerung ein wichtiger Gradmesser für deren Weiterentwicklung. In Tabelle 4.1 ist dargestellt, wie die Regionsbevölkerung einzelne Eigenschaften der City im Durchschnitt auf einer Schulnotenskala von 1 („sehr gut“) bis 6 („ungenügend“) bewertet. Insgesamt bewegen sich die Bewertungen einzelner Eigenschaften im Wertebereich zwischen 2 („gut“) und 3 („befriedigend“) und zeigen damit eine relativ geringe Schwankungsbreite. Sowohl das Warenangebot als auch die Ausstattung mit Cafés und Restaurants werden im Durchschnitt mit 2,1 bewertet. Darauf folgen die Erreichbarkeit mit Straßenbahn und Bus sowie die Gestaltung der Geschäfte mit einem Notendurchschnitt von 2,3. Ebenfalls eine gute Bewertung (2,4) gibt die Regionsbevölkerung für die Beratung durch das Verkaufspersonal, öffentliche Sicherheit auf den Straßen und Plätzen der Innenstadt, Service der Geschäfte rund ums Einkaufen sowie Gestaltung der Verbindungswege und Passagen. Im Wertebereich zwischen 2,5 und 2,7, also „befriedigend“, bewegen sich die Aspekte Erreichbarkeit mit dem Auto (2,5), Gesamteindruck der Straßen, Plätze und Gebäude (2,5), Sauberkeit auf den Straßen, Plätzen und Grünanlagen (2,6), Ruhezonen, Sitzmöglichkeiten, Treffpunkte im Freien (2,6) und Ausgestaltung der Fußgängerzone (2,7). Die sehr guten und guten Bewertungen einzelner Aspekte der City sind in Abbildung 4.1 im Zeitvergleich dargestellt. Seit 2006 sind die Bewertungen relativ stabil mit jeweils über 70 Prozent sehr guter oder guter Einschätzungen für das Warenangebot der City und die Ausstattung mit Cafés und Restaurants. Eine positive Entwicklung zeichnet sich nach einem Tiefpunkt im Befragungsjahr 2016 bei der Erreichbarkeit der Innenstadt sowohl mit Straßenbahn und Bus als auch mit dem Auto ab: Der Anteil sehr guter und guter Bewertungen bei der Erreichbarkeit mit Straßenbahn und Bus steigt von 57,6 % (2016) auf 72,6 % (2019), reicht jedoch nicht an das hohe Niveau der Jahre 2006 (91,8 %), 2009 (91,5 %) und 2012 (82,9 %) heran. Bei der Erreichbarkeit mit dem Auto steigt der Anteil der sehr guten und guten Bewertungen von 42,9 % (2012) bzw. 40 % (2016) auf 57,3 % (2019) und erreicht damit wieder in etwa das Niveau der Befragungsjahre 2006 (62,2 %) und 2009 (59,7 %). Für alle weiteren Aspekte lassen sich keine eindeutigen Entwicklungen ablesen. Es kann jedoch festgehalten werden, dass vor allem Aspekte des Erscheinungsbilds der City 2019 im Vergleich zum Befragungsjahr 2016 etwas schlechter eingeschätzt werden. Eine Abweichung um mehr als fünf Prozentpunkte nach unten ergeben sich für den Gesamteindruck der Straßen, Plätze und Gebäude (2016: 59,8 %, 2019: 54,5 %), die Sauberkeit auf den Straßen, Plätzen und Grünanlagen (2016: 58,8 %, 2019: 52,4 %), Ruhezonen, Sitzmöglichkeiten, Treffpunkte im Freien (2016: 56,2 %, 2019: 48,4 %) und die Ausgestaltung der Fußgängerzone (2016: 51,5 %, 2019: 42,2 %). Die Auswertung des Anteils sehr guter und guter Bewertungen nach Teilgruppen zeigt insgesamt wenige Auffälligkeiten. Jedoch sind die oberen Einkommensgruppen deutlich kritischer: Mit einem gewichteten Pro-Kopf- Einkommen ab 3.000 Euro werden nahezu für alle Eigenschaften gute und sehr guter Einschätzungen seltener genannt. Besonders deutlich wird dies bei den Themen der Beratung durch Verkaufspersonal (Abweichung nach „unten“ um neun bis 11 Prozentpunkte), der Gestaltung der Verbindungswege und Passagen (Abweichung nach „unten“ um neun bis zehn Prozentpunkte) und der Sauberkeit auf den Straßen, Plätzen und Grünanlagen (Abweichung nach „unten“ um acht bis zehn Prozentpunkte). Die Einschätzungen dieser Aspekte weisen keine altersabhängigen Muster auf, so dass ein „Alterseffekt“ in der Einkommensverteilung hier ausgeschlossen werden kann. Tabelle 4.1 Durchschnittsnoten wichtiger Eigenschaften der Karlsruher Innenstadt 2019 Warenangebot2,1 Ausstattung mit Cafes, Restaurants2,1 Erreichbarkeit mit Straßenbahn und Bus2,3 Gestaltung der Geschäfte2,3 Beratung durch Verkaufspersonal2,4 Öffentliche Sicherheit auf den Straßen und Plätzen2,4 Service der Geschäfte rund ums Einkaufen2,4 Gestaltung der Verbindungswege und Passagen2,4 Erreichbarkeit mit dem Auto2,5 Gesamteindruck der Straßen, Plätze und Gebäude2,5 Sauberkeit auf den Straßen, Plätzen und Grünanlagen2,6 Ruhezonen, Sitzmöglichkeiten, Treffpunkte im Freien2,6 Ausgestaltung der Fußgängerzone2,7 Anzahl Befragte insgesamt 1.202 „Sagen Sie mir doch bitte, wie Sie die folgenden Dinge in der Karlsruher Innenstadt bewerten. Verteilen Sie dazu Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend).“ Mittel- wert Basis: 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. Amt für Stadtentwicklung | 33 Abbildung 4.1 Anteile der sehr guten und guten Bewertungen wichtiger Eigenschaften der Karlsruher Innenstadt 2009 bis 2019 „Sagen Sie mir doch bitte, wie Sie die folgenden Dinge in der Karlsruher Innenstadt bewerten.“ 42,2 48,4 52,4 54,5 57,3 57,3 62,9 64,0 64,0 64,6 72,6 73,8 74,6 0 20406080100 Ausgestaltung der Fußgängerzone Ruhezonen, Sitzmöglichkeiten, Treffpunkte im Freien Sauberkeit auf den Straßen, Plätzen und Grünanlagen Gesamteindruck der Straßen, Plätze und Gebäude Erreichbarkeit mit dem Auto Gestaltung der Verbindungswege und Passagen Beratung durch Verkaufspersonal Service der Geschäfte rund ums Einkaufen (z.B. Geschenkgutscheine, Kinderbetreuung, Bonus-Münze „KARLSRUHER“) Öffentliche Sicherheit auf den Straßen und Plätzen der Innenstadt Gestaltung der Geschäfte Erreichbarkeit mit Straßenbahn und Bus Ausstattung mit Cafes, Restaurants Warenangebot 20062009201220162019 % Basis: 1.084 | 1.072 | 1.085 | 680 | 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2006 | 2009 | 2012 | 2016 | 2019. 34 | Regionsumfrage 2019 Bewertung der Karlsruher City als attraktives Stadtzentrum Die Frage, ob die Karlsruher City ihren Vorstellungen von einem attraktiven Stadtzentrum entspricht, beantworten 46,1 % der Einwohnerinnen und Einwohner in der Region mit ja (Abbildung 4.2). Weitere 38,4 % sind der Meinung, es fehle einiges und es seien Verbesserungen nötig. Rund ein Sechstel (15,5 %) macht keine Angabe, insbesondere deshalb, weil sie die Fächerstadt nicht „gut genug“ kennen. Betrachtet man die Bewertungen im Zeitverlauf, zeigt sich, dass der Anteil derjenigen, die angeben, dass die Karlsruher Innenstadt ihren Vorstellungen von einem attraktiven Stadtzentrum entspricht, seit 2012 (63,3 %) deutlich abgenommen hat. Im selben Zeitraum ist im Gegenzug vor allem der Anteil derjenigen, die keine Angabe machen (2012: 2,7 %) deutlich gestiegen. Dies kann als Hinweis auf abnehmende (Innenstadt-) Besucherfrequenzen und eine damit einhergehende abnehmende Bekanntheit bzeziehungsweise Wahrnehmung der Karlsruher City in der Region gewertet werden. Abbildung 4.2 Einschätzung der Karlsruher Innenstadt als attraktives Stadtzentrum 1997 bis 2019 „Entspricht die Karlsruher Innenstadt Ihren Vorstellungen von einem attraktiven Stadtzentrum, oder gibt es da noch Dinge, die fehlen oder verbessert werden müssten?“ 51,0 54,5 55,1 60,0 51,2 63,3 56,7 46,1 38,7 38,0 40,6 35,9 43,5 34,0 28,2 38,4 10,3 7,54,34,15,3 2,7 15,0 15,5 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 19972000200320062009201220162019 entspricht den Vorstellungenes fehlt einiges, Verbesserungen nötigkeine Antwort, kenne Karlsruhe kaum Basis: 662 | 1.028 | 1.060 | 1.103 | 1.108 | 1.100 | 705 | 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 1997 | 2000 | 2003 | 2006 | 2009 | 2012 | 2016 | 2019. % Insbesondere die jüngeren Befragten im Alter von 18 bis unter 30 Jahren und die älteren Befragten im Alter von 75 Jahren und älter haben einen etwas unkritischeren Blick auf die City. Hier geben 61 % beziehungsweise 59,3 % an, die Karlsruher Innenstadt entspräche ihren Vorstellungen von einem attraktiven Stadtzentrum (Tabelle 4.2). Amt für Stadtentwicklung | 35 Tabelle 4.2 Einschätzung der Karlsruher Innenstadt als attraktives Stadtzentrum nach Geschlecht und Altersgruppen 2019 männlichweiblich 18 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 45 bis unter 60 Jahre 60 bis unter 75 Jahre 75 Jahre und älter entspricht den Vorstellungen46,147,544,761,042,943,343,159,3 es fehlt einiges, Verbesserungen nötig38,436,440,424,938,639,645,022,2 keine Angabe15,516,114,914,118,617,112,018,5 Anzahl Befragte insgesamt 1.202 583 619 177 280 351 367 27 Befragte insgesamt davondavon im Alter von in Prozent „Entspricht die Karlsruher Innenstadt Ihren Vorstellungen von einem attraktiven Stadtzentrum, oder gibt es da noch Dinge, die fehlen oder verbessert werden müssten?“ Basis: 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. Bei der Betrachtung nach Teilräumen (Abbildung 4.3) zeigt sich, dass vor allem die Regionsbevölkerung in den Gemeinden des Nachbarschaftsverbandes kritisch auf die Karlsruher Innenstadt blickt. In diesem Teilraum sind 55,9 % der Befragten der Auffassung, es seien Verbesserungen nötig. Überdurchschnittlich kritisch äußern sich auch Einwohnerinnen und Einwohner des Befragungsgebiets übrige Südpfalz mit 47,8 %, die Verbesserungsbedarf sehen. Ein deutlich positiveres Bild hat die Regionsbevölkerung aus Wissembourg und dem übrigen Canton Wissembourg: Hier geben 82,3 % der Befragten an, dass die Karlsruher City ihren Vorstellungen von einem attraktiven Stadtzentrum entspricht. Auffällig ist außerdem, dass die Anteile derjenigen, die aufgrund mangelnder Ortskenntnis keine Angabe machen, im Landkreis Rastatt, Baden-Baden und im Raum Landau bei deutlich über 20 Prozent liegen. Vor allem im nördlichen Teil des Landkreises Rastatt hat sich dieser Wert seit der Regionsumfrage 2016 (6,9 %) erhöht (2019: 22,8 %). Dagegen ist er im Raum Landau gesunken (2016: 53,6 %, 2019: 22,9 %). Abbildung 4.3 Einschätzung der Karlsruher Innenstadt als attraktives Stadtzentrum nach Teilräumen 2019 „Entspricht die Karlsruher Innenstadt Ihren Vorstellungen von einem attraktiven Stadtzentrum, oder gibt es da noch Dinge, die fehlen oder verbessert werden müssten?“ 46,1 37,6 50,2 43,2 47,0 43,3 45,7 37,3 82,3 38,4 55,9 38,8 36,4 30,2 32,8 31,4 47,8 6,5 15,5 6,4 11,0 20,5 22,8 23,9 22,9 14,9 11,3 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 GesamtGemeinden des Nachbar- schaftsver- bands übriger Landkreis Karlsruhe, Bad Herrenalb nördlicher Enzkreis Landkreis Rastatt nördlicher Teil Baden- Baden, südlicher Landkreis Rastatt Stadt Landau und Verbands- gemeinde Landau- Land übrige Südpfalz Wissembourg und übriger Canton Wissembourg entspricht den Vorstellungenes fehlt einiges, Verbesserungen nötigkeine Angabe Basis: 1.202 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. % 36 | Regionsumfrage 2019 Verbesserungsvorschläge für die Karlsruher Innenstadt Diejenigen, die angegeben hatten, dass sie bezüglich der Karlsruher Innenstadt Verbesserungspotenziale sehen, wurden in einer Folgefrage gebeten, konkrete Verbesserungs- vorschläge zu nennen (Abbildung 4.4). An erster Stelle der Verbesserungsvorschläge wurde von 35,7 % der Befragten, der Vorschlag gemacht, die Baustellen in der City zu reduzieren. Damit ist das Thema Baustellen wie in den Befragungsjahren 2012 und 2016 das dominierende Thema aus Sicht der Regionsbevölkerung. Allerdings wurde in der aktuellen Befragung nicht mehr der hohe Wert des Jahres 2016 (77,9 %) erreicht. An zweiter und dritter Stelle folgen nahezu gleichauf Verbesserungsvorschläge bezüglich des Einzelhandelsangebots (24,6 %) sowie mehr Flair, ruhigere Plätze, schöneres Stadtbild und Sitzgelegenheiten (24,2 %). Alle weiteren Verbesserungsvorschläge wurden jeweils von weniger als zehn Prozent der Befragten genannt. Im Zeitvergleich ist das Thema „zu viele Straßenbahnen, ...“ in den Hintergrund gerückt. Die Attraktivierung des Einzelhandelsangebots hat an Bedeutung gewonnen und liegt nach den Befragungen 2012 und 2016 erstmals auf Rang 2 der Nennungen unmittelbar nach den Baustellen. Eine differenzierte Analyse der Antworten zeigt, dass diejenigen, die Verbesserungsbedarfe sehen, mit der aktuellen Angebotsstruktur im Einzelhandel unzufrieden sind. Konkret genannt werden: zu viele Billigläden/“Ramschläden“ („zu viel fast fashion“), zu viele Filialisten, fehlende Angebote/ Marken, unattraktives Warenangebot („zu viel Mainstream“), eine abnehmende Qualität des Beratungsangebots sowie ein unzureichendes Marktangebot („zu klein“, „fehlt auf dem Marktplatz“, „Qualität Blumenmarkt schlecht“). Auch die Themen zunehmende Fluktuation und Leerstände in den Einkaufslagen werden als Probleme identifi ziert. Konkrete Maßnahmen und Wünsche der Regionsbevölkerung sind mehr kleine, individuellere (Fach-)Geschäfte oder Boutiquen, insgesamt hochwertigere Angebote („gutes Geld für gute Kleidung“, „exklusivere Mode“) sowie ein höheres Warenangebot in den Bereichen Young Fashion, Fair Trade, Herrenmode, Bücher, Spielwaren und Kinderkleidung. Die Forderung nach mehr Flair, ruhigeren Plätzen, einem schöneren Stadtbild und Sitzgelegenheiten liegt in der Bedeutung nahezu gleichauf wie der Wunsch nach einem attraktiveren Einzelhandelsangebot. Häufi g wird in den Antworten der Befragten die Forderung nach mehr Flair, Atmosphäre, Ambiente allgemein formuliert. Wenn zu diesem Punkt Maßnahmenvorschläge formuliert werden, dann in vielen Fällen in Verbindung mit der Schaffung von Sitzgelegenheiten/Möglichkeiten des (konsumfreien) Verweilens oder Aufenthalts. Ein positiver Einfl uss auf Flair, Atmosphäre, Ambiente könnte nach Einschätzung der Befragten auch durch die Reduktion störenden Publikums (insbesondere Bettler), von Baustellen sowie Verschmutzungen erreicht werden. In Summe besteht der Wunsch nach verstärkten Möglichkeiten zum gemütlichen Flanieren. Räumlich betrachtet sind die Befragten vor allem mit der Fußgängerzone in der Kaiserstraße unzufrieden („unattraktiv“, „keine angenehme Einkaufsstraße“, „gefl ickschustert“). Beim Thema Stadtbild besteht vor allem der Wunsch nach schöneren und gepfl egteren Gebäuden in der City. Amt für Stadtentwicklung | 37 Abbildung 4.4 Verbesserungsvorschläge für die Karlsruher Innenstadt 2006 bis 2019 „Sie haben gesagt, es sind Verbesserungen nötig. An was denken Sie vor allem?“ – Befragte, die meinen es seien Verbesserungen nötig. 3,1 0,4 0,4 2,2 2,2 3,3 3,5 3,9 4,8 5,2 6,3 7,2 7,4 7,4 24,2 24,6 35,7 0 20406080 Sonstiges keine Tieferlegung der Straßenbahn bessere ÖPNV-Anbindung mehr Kultur, Veranstaltungen/Ausgehmöglichkeiten Angebote für bzw. Rücksichtnahme auf bestimmte Personengruppen zu viel Verkehr/Stau Verkehrssituation, -führung, -beschilderung verbessern unangenehme Personengruppen, Sicherheit erhöhen mehr Parkmöglichkeiten, günstigere Parkgebühren zu hektisch, laut, voll, unübersichtlich mehr, attraktivere (Straßen-)Cafés, (Außen-)Gastronomie Sauberkeit verbessern/zu wenig gepflegt zu viele Straßenbahnen, mit Kombi-Lösung besser mehr Grün mehr Flair, ruhigere Plätze, schöneres Stadtbild, Sitzgelegenheiten attraktiveres Einzelhandelsangebot Baustellen reduzieren 20062009201220162019 % Basis: 390 | 472 | 362 | 199 | 459 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2006 | 2009 | 2012 | 2016 | 2019. 38 | Regionsumfrage 2019 Besuch von Einkaufslagen innerhalb der City Die Haupteinkaufslagen in der Karlsruher Innenstadt sind die Fußgängerzone in der Kaiserstraße und das Einkaufzentrum Ettlinger Tor. Diese Orte werden von 87,5 % beziehungsweise 82,3 % der Regionsbesucherinnen und -besucher zum Einkaufen besucht (Abbildung 4.5). Dem Einkaufszentrum Postgalerie statten in der Regel 33,5 % einen Besuch ab. Im Vergleich zum Jahr 2016 ist die Bedeutung der Kaiserstraße als Einkaufsort leicht gestiegen; das Einkaufszentrum Ettlinger Tor konnte um etwa sieben Prozentpunkte von 75,6 % (2016) auf 82,3 % (2019) zulegen. Einen deutlichen Bedeutungsverlust muss dagegen die Postgalerie hinnehmen. Während 2016 noch etwas über die Hälfte (52,7 %) der Regionsbevölkerung angab, dort bei Besuchen in der City regelmäßig einzukaufen, reduzierte sich dieser Anteil um rund 20 Prozentpunkte auf 33,5 % (2019). Abbildung 4.5 Besuch von Einkaufsgebieten in der Karlsruher City 2016, 2019 „Wenn Sie zum Einkaufen in die Karlsruher Innenstadt kommen, wohin gehen Sie da in aller Regel – in die Fußgängerzone Kaiserstraße, in die Postgalerie oder ins Einkaufszentrum Ettlinger Tor (ECE-Center)?“ – Befragte, die in der City einkaufen. 33,5 82,3 87,5 52,7 75,6 84,1 0255075100 Einkaufszentrum Postgalerie Einkaufszentrum Ettlinger Tor Fußgängerzone Kaiserstraße 20162019 Mehrfachnennungen waren möglich, daher Summe mehr als 100%. Basis: 655 | 1.012 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2016 | 2019. % Amt für Stadtentwicklung | 39 Die Auswertung des Besucherverhaltens nach Geschlecht, Alter, Herkunftsregion und gewichtetem Pro-Kopf-Einkommen zeigt für die Kaiserstraße keine eindeutigen Verläufe. Sie ist also für alle soziodemografi schen Gruppen gleichermaßen ein beliebter Einkaufsort. Für das Einkaufszentrum Ettlinger Tor lässt sich ein leichter altersabhängiger Verlauf feststellen. Hier sinkt der Besucheranteil von 88,8 % in der Altersgruppe der 18 bis unter 30-Jährigen sukzessive auf 79,2 % in der Altersgruppe der 60 bis unter 75-Jährigen. Nach Teilräumen betrachtet liegt der Besucheranteil des Einkaufszentrums Ettlinger Tor mit 65,5 % aus Wissembourg und dem übrigen Canton Wissembourg deutlich unter dem Durchschnitt (79,9 %). Die Postgalerie ist vor allem für jüngeres Publikum attraktiv. Der Besucheranteil liegt bei 48 % in der Altersgruppe der 18 bis unter 30-Jährigen. Er sinkt mit zunehmendem Alter deutlich ab und liegt in den Altersgruppen ab 45 Jahren unter 30 Prozent. Sowohl das Einkaufszentrum Ettlinger Tor als auch die Postgalerie werden – ähnlich wie die Kaiserstraße – von allen Einkommensgruppen gleichermaßen besucht. In Abbildung 4.6 ist dargestellt, inwieweit einzelne Einkaufsgebiete in der City bei einem Einkaufsbummel von der Regionsbevölkerung kombiniert werden. Am häufi gsten besucht die Regionsbevölkerung sowohl die Kaiserstraße als auch das Einkaufszentrum Ettlinger Tor (43,4 %). Weitere 27,8 % besuchen die Kaiserstraße, das Einkaufszentrum Ettlinger Tor und die Postgalerie. Die häufi g vermutete Besuchs-Konkurrenz zwischen den beiden Einkaufsorten Kaiserstraße und Einkaufszentrum Ettlinger Tor lässt sich aus diesen Zahlen nicht ablesen: Zusammengefasst werden beide Einkaufsorte von 71,2 % der Regionsbevölkerung bei ihren Einkäufen in der City gleichermaßen besucht. Die Kombinationen „Kaiserstraße und Postgalerie“ sowie „Einkaufszentrum Ettlinger Tor und Postgalerie“ sind dagegen mit jeweils 2,2 % wenig beliebt. Der Anteil derjenigen, die ausschließlich die Kaiserstraße besuchen liegt bei 14,1 %. Für das Einkaufszentrum Ettlinger Tor und die Postgalerie liegen die Anteile der „Exklusivbesucher“ bei 9 % beziehungsweise 1,4 %. Abbildung 4.6 Kombination von Einkaufsgebieten in der Karlsruher City nach Einkaufsorten 2019 | Angaben in Prozent „Wenn Sie zum Einkaufen in die Karlsruher Innenstadt kommen, wohin gehen Sie da in aller Regel – in die Fußgängerzone Kaiserstraße, in die Postgalerie oder ins Einkaufszentrum Ettlinger Tor (ECE-Center)?“ – Befragte, die in der City einkaufen. nur Post- galerie: 1,4 nur ECE- Center: 9,0 ECE-Center und Postgalerie: 2,2 Kaiserstraße und ECE-Center: 43,4 Kaiserstraße und Postgalerie: 2,2 Kaiserstraße, ECE- Center und Postgalerie: 27,8 nur Kaiserstraße: 14,1 Graphische Darstellung der Kaiserstraße: nur 1A-Lage. Basis: 1.012 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. 40 | Regionsumfrage 2019 Der Anteil derjenigen, die angeben, ausschließlich die Kaiserstraße zum Einkaufen zu besuchen, ist seit dem Jahr 2006 deutlich zurückgegangen (Abbildung 4.7). Während er 2009 noch bei 56,9 % lag, ist er seither um rund 40 Prozentpunkte auf 14,1 % gesunken. Die Anteile der „exklusiven“ Centerbesucherinnen und -besucher sind in etwa gleich geblieben. Abbildung 4.7 Anteile der „Exklusivbesucher“ in den Einkaufsgebieten 2006 bis 2019 „Wenn Sie zum Einkaufen in die Karlsruher Innenstadt kommen, wohin gehen Sie da in aller Regel – in die Fußgängerzone Kaiserstraße, in die Postgalerie oder ins Einkaufszentrum Ettlinger Tor (ECE-Center)?“ – Befragte, die in der City einkaufen. 1,4 9,0 14,1 1,4 12,2 19,2 14,7 29,5 11,4 39,3 7,9 56,9 0 10203040506070 nur Postgalerie nur ECE-Center nur Kaiserstraße 20062009201220162019 Basis: 1.074 | 1.091 | 1.085 | 655 | 1.012 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2006 | 2009 | 2012 | 2016 | 2019. --- keine Angaben verfügbar --- % Amt für Stadtentwicklung | 41 Die Analysen in Tabelle 4.3 zeigen deutlich, dass das räumliche Besuchsverhalten in Abhängigkeit des Alters der Befragten variiert. Vor allem die jüngeren Altersgruppen der 18 bis unter 30-Jährigen und 30 bis unter 45-Jährigen kombinieren mit 41,4 % beziehungsweise 34,4 % überdurchschnittlich häufi g alle drei Einkaufsorte. Die Kombination von Kaiserstraße und Einkaufszentrum Ettlinger Tor ist vor allem in den Alters- gruppen 45 bis unter 60 Jahre (49 %) sowie 60 bis unter 75 Jahre (46,9 %) eine attraktive Option. Der Anteil derjenigen, die bei einem Einkaufsbummel ausschließlich die Kaiserstraße besuchen, steigt mit zunehmenden Alter von 8,6 % (18 bis unter 30 Jahre) auf 18,3 % (60 bis unter 75 Jahre). Tabelle 4.3 Kombination von Einkaufsgebieten in der Karlsruher City nach Geschlecht und Altersgruppen 2019 männlichweiblich 18 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 45 bis unter 60 Jahre 60 bis unter 75 Jahre 75 Jahre und älter* Kombinationen Kaiserstraße und ECE-Center43,439,746,736,837,449,046,926,1 Kaiserstraße, ECE-Center und Postgalerie27,826,728,741,434,423,621,413,0 Kaiserstraße und Postgalerie2,22,71,70,70,93,51,913,0 ECE-Center und Postgalerie2,23,31,13,92,21,02,24,3 Ausschließliche Besuche nur Kaiserstraße14,115,712,88,610,612,818,343,5 nur ECE-Center9,010,27,96,612,38,78,7--- nur Postgalerie1,41,71,12,02,21,40,6--- Anzahl Befragte insgesamt 1.012 479 533 152 227 288 322 23* Befragte insgesamt davondavon im Alter von in Prozent „Wenn Sie zum Einkaufen in die Karlsruher Innenstadt kommen, wohin gehen Sie da in aller Regel – in die Fußgängerzone Kaiserstraße, in die Postgalerie oder ins Einkaufszentrum Ettlinger Tor (ECE-Center)?“ – Befragte, die in der City einkaufen. * Eingeschränkte Aussagekraft wegen geringer Grundgesamtheit. Basis: 1.012 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. 42 | Regionsumfrage 2019 Online-Shopping und Besuch der City Einkaufen ist für die Regionsbevölkerung nach wie vor der wichtigste Anlass für den Besuch der Karlsruher Innenstadt. Mit zunehmenden Möglichkeiten, Produkte online zu erwerben, sinkt der Anreiz insbesondere notwendige „Versorgungseinkäufe“ in Innenstädten zu tätigen. Um konkurrenzfähig zu bleiben muss das Angebot in Innenstädten auch andere Aspekte um das Einkaufen herum – wie Erlebnisse, Veranstaltungen, Flanierqualität, Treffpunkte, und andere – bedienen. Bei der Regionsbevölkerung hat sich das Online-Shopping als Einkaufsformat in den letzten drei Jahren weiter etabliert (Abbildung 4.8). Mittlerweile bestellt rund jede beziehungsweise jeder Zehnte (9,8 %) mindestens einmal wöchentlich Produkte im Internet. Weitere 18,8 % kaufen im Durchschnitt einmal alle zwei Wochen online ein. Einmal im Monat beziehen 30,6 % Waren über das Internet. In Summe liegt der Anteil derjenigen, die mindestens einmal im Monat online einkaufen bei 59,2 %. Im Jahr 2016 lag dieser Anteil noch bei 41,5 %. Er ist damit innerhalb von drei Jahren um etwa 18 Prozentpunkte gestiegen. Abbildung 4.8 Häufi gkeit des Online-Shoppings 2016, 2019 „Wie häufi g kaufen Sie Produkte auch online im Internet ein?“ 17,4 2,4 7,7 13,2 30,6 18,8 9,8 26,5 7,7 9,6 14,7 24,7 12,9 3,9 0 10203040 nie einmal im Jahr und seltener einmal im halben Jahr einmal im Vierteljahr einmal im Monat einmal in zwei Wochen mindestens einmal wöchentlich 20162019 Basis: 936 | 1.162 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2016 | 2019. % Aus Tabelle 4.4 ist ersichtlich, dass vor allem jüngere Befragte zu denjenigen gehören, die überdurchschnittlich häufi g Produkte im Internet kaufen: Die Anteile derjenigen, die einmal im Monat oder häufi ger online shoppen, liegen in den Altersgruppen 18 bis unter 30 Jahre sowie 30 bis unter 45 Jahre mit 76,1 % und 72,1 % deutlich über dem Durchschnitt. Interessant ist auch, dass der Anteil derjenigen, die mindestens einmal wöchentlich online einkaufen in der Gruppe der 30 bis unter 45-Jährigen mit 14 % am höchsten ist. Bezüglich der Gruppe der „intensiven“ Online- Shopper gibt es also keinen eindeutigen altersabhängigen Frequenzverlauf. Amt für Stadtentwicklung | 43 Tabelle 4.4 Häufi gkeit des Online-Shoppings nach Geschlecht und Altersgruppen 2019 männlichweiblich 18 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 45 bis unter 60 Jahre 60 bis unter 75 Jahre 75 Jahre und älter mindestens einmal wöchentlich9,810,49,26,814,08,49,68,0 einmal in zwei Wochen18,820,417,427,823,217,613,14,0 einmal im Monat30,629,431,841,534,928,325,412,0 einmal im Vierteljahr13,211,714,618,87,013,015,216,0 einmal im halben Jahr7,76,58,94,54,88,711,14,0 einmal im Jahr und seltener2,42,52,30,61,52,34,14,0 nie17,419,115,7---14,721,721,652,0 Anzahl Befragte insgesamt 1.162 565 597 176 272 346 343 25 „Wie häufig kaufen Sie Produkte auch online im Internet ein?“ Befragte insgesamt davondavon im Alter von in Prozent Basis: 1.162 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. Die Frage, ob sie aufgrund der Möglichkeit online einkaufen zu können, die Karlsruher Innenstadt oder auch andere Innenstädte seltener besuchen, beantworten 41,6 % der Befragten mit ja (Abbildung 4.9). Etwas über die Hälfte (54,6 %) gibt an, trotz der Möglichkeit online einzukaufen noch genauso häufi g die Innenstädte zu besuchen. Die Anteile haben sich – trotz der oben beschriebenen Zunahme der Online-Einkaufsfrequenzen – seit der letzten Regionsumfrage 2016 nur geringfügig geändert. Nichtsdestotrotz lässt eine Detailauswertung erkennen, dass mit zunehmender Häufi gkeit von Online-Einkäufen die Besuchsfrequenz von Innenstädten sinkt (Tabelle 4.5). So geben 64,9 % derjenigen, die mindestens einmal pro Woche online einkaufen, an, dass sich ihr Einkaufsverhalten zu Ungunsten der Innenstädte verändert hat. Dieser Anteil sinkt sukzessive mit abnehmender Online- Einkaufsfrequenz. Abbildung 4.9 Veränderung der City-Besuchsfrequenz durch Online-Shopping 2016, 2019 „Wie hat sich Ihr Einkaufsverhalten durch die Möglichkeit, online einkaufen zu können, verändert? Besuchen Sie die Karlsruher Innenstadt oder auch andere Städte dadurch seltener zum Einkaufen oder genauso oft?“ – Befragte, die im Internet einkaufen. 3,9 41,6 54,6 3,6 38,7 57,7 0 10203040506070 weiß nicht seltener genauso oft 20162019 Basis: 388 | 960 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2016 | 2019. % 44 | Regionsumfrage 2019 Tabelle 4.5 Veränderung der City-Besuchsfrequenz und Häufi gkeit des Online-Shoppings 2019 mindestens einmal wöchentlich einmal in zwei Wochen einmal im Monat einmal im Vierteljahr einmal im halben Jahr einmal im Jahr und seltener seltener41,664,958,042,722,211,17,1 genauso oft54,633,338,852,273,285,692,9 weiß nicht3,91,83,25,14,63,3--- Anzahl Befragte insgesamt 960 114 219 356 153 90 28 „Wie hat sich Ihr Einkaufsverhalten durch die Möglichkeit, online einkaufen zu können, verändert – besuchen Sie die Karlsruher Innenstadt oder auch andere Städte dadurch seltener zum Einkaufen oder genauso oft?“ – Befragte, die im Internet einkaufen. Befragte insgesamt in Prozent Häufigkeit des Online-Shoppings Basis: 960 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. In der Folge ist der Anteil derjenigen, die aufgrund der Möglichkeit online einzukaufen die Innenstädte weniger besuchen, in der Altersgruppe der 30 bis unter 45-Jährigen mit 52,2 % am höchsten (Tabelle 4.6). Diese Altersgruppe bestellt, wie oben beschrieben, zu überdurchschnittlich hohen Anteilen mindestens einmal wöchentlich Produkte im Internet. Dagegen liegt der Anteil derjenigen, welche die Innenstädte weniger besuchen, insbesondere in der Altersgruppe der 45 bis unter 60-Jährigen mit 35,1 % unter dem Durchschnitt von 41,6 %. Tabelle 4.6 Veränderung der City-Besuchsfrequenz durch Online-Shopping nach Geschlecht und Altersgruppen 2019 männlichweiblich 18 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 45 bis unter 60 Jahre 60 bis unter 75 Jahre 75 Jahre und älter* seltener41,639,243,743,252,235,139,016,7 genauso oft54,657,152,350,645,360,958,075,0 weiß nicht3,93,74,06,32,64,13,08,3 Anzahl Befragte insgesamt 960 457 503 176 232 271 269 12* „Wie hat sich Ihr Einkaufsverhalten durch die Möglichkeit, online einkaufen zu können, verändert – besuchen Sie die Karlsruher Innenstadt oder auch andere Städte dadurch seltener zum Einkaufen oder genauso oft?" – Befragte, die im Internet einkaufen. Befragte insgesamt davondavon im Alter von in Prozent * Eingeschränkte Aussagekraft wegen geringer Grundgesamtheit. Basis: 960 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. Amt für Stadtentwicklung | 45 5. Besuch anderer Mittel- und Oberzentren Im Einzugsgebiet des Oberzentrums Karlsruhe befi nden sich die Mittelzentren Baden-Baden, Ettlingen und Rastatt auf baden-württembergischer sowie Landau auf rheinland- pfälzischer Seite. Darüber hinaus liegen die Oberzentren Mannheim, Pforzheim und Heidelberg in unmittelbarer Nähe. Außerdem ist die Entfernung zur Landeshauptstadt Stuttgart relativ gering. Wesentliche Punkte, die das Besuchsverhalten beeinfl ussen, sind zum einen der sich aktuell vollziehende Strukturwandel im Einzelhandel – insbesondere der Online-Handel – und zum anderen das lokale Einzelhandelsangebot und dessen komplementäre Strukturen – wie Veranstaltungen, Aufenthalts- qualitäten, kulturelle Angebote – in den Innenstädten. Die Analysen in den vorangegangenen Kapiteln haben gezeigt, dass die periodischen Besucherzahlen Karlsruhes (das heißt, Besuchshäufi gkeiten einmal pro Woche, zwei- bis dreimal im Monat oder einmal im Monat), die typischerweise mit einem Einkaufsbummel in der Innenstadt verbunden sind, stagnieren bzw. abnehmen. Gleichzeitig sind große Teile der Regionsbevölkerung mit dem Baugeschehen insbesondere in der Karlsruher City unzufrieden. Gerade vor diesem Hintergrund ist besonders interessant, welche Städte von der Regionsbevölkerung zu welchem Zweck aufgesucht werden. Konkret gilt es den Fragen nachzugehen, inwieweit andere Städte für die Regionsbevölkerung an Bedeutung gewonnen oder verloren haben und welche Faktoren bei eventuellen Besuchergewinnen zu Lasten Karlsruhes eine Rolle spielen. Insgesamt geben 82,4 % der Einwohnerinnen und Einwohner in der Region an, dass sie neben Karlsruhe auch andere Städte regelmäßig aufsuchen, um dort Einkäufe oder Erledigungen zu machen oder um sich dort aufzuhalten. An erster Stelle dieser häufi g besuchten Städte steht Baden-Baden (Abbildung 5.1): 22,4 % der Regionsbevölkerung besuchen Baden-Baden regelmäßig. Darauf folgen mit Rastatt (17,4 %), Bruchsal (15,6 %) und Landau (14,6 %) die weiteren Mittelzentren im Untersuchungsgebiet. Mannheim (12,6 %), Pforzheim (11,5 %) und Heidelberg (10,5 %) – also die Ober- zentren in unmittelbarer Nähe des Untersuchungsgebiets – werden jeweils von etwas über zehn Prozent der Befragten besucht. Darauf folgen Ettlingen mit 8,3 % und Stuttgart mit 8,2 %. Alle weiteren Städte werden jeweils von weniger als fünf Prozent der Befragten regelmäßig besucht. Im Zeitvergleich zeigt sich, dass vor allem die Mittelzentren Rastatt – südlich von Karlsruhe – und Bruchsal – nördlich von Karlsruhe – für die Regionsbevölkerung insgesamt an Bedeutung gewonnen haben. 46 | Regionsumfrage 2019 Mehrfachnennungen möglich, daher Summen größer als 100%. Nur Städte mit einem Besucheranteil > 5 % im Jahr 2019. Basis: 798 | 758 | 707 | 991 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2009 | 2012 | 2016 | 2019. Baden-Baden Baden-BadenBaden-BadenBaden-Baden Bruchsal Bruchsal Bruchsal Bruchsal Ettlingen Ettlingen Ettlingen Ettlingen HeidelbergHeidelberg Heidelberg Heidelberg Landau Landau Landau Landau Mannheim Mannheim Mannheim Mannheim Pforzheim Pforzheim Pforzheim PforzheimRastatt Rastatt RastattRastatt Stuttgart Stuttgart StuttgartStuttgart 2009201220162019 20,4 21,8 18,4 16,7 14,4 11,8 8,4 8,1 6,9 6,6 20,3 16,9 11,6 10,9 9,4 7,1 5,9 5,7 23,8 22,4 15,7 13,0 12,7 12,2 10,6 10,5 9,9 7,9 17,4 15,6 14,6 12,6 11,5 10,5 8,3 8,2 Abbildung 5.1 Andere regelmäßig besuchte Städte 2009 bis 2019 | Angaben in Prozent „Gibt es eine andere Stadt/andere Städte, die Sie regelmäßig aufsuchen, um Einkäufe oder Erledigungen dort zu machen oder um sich dort aufzuhalten?“ – Befragte, die regelmäßig andere Städte aufsuchen. Amt für Stadtentwicklung | 47 Dabei hat die Nähe zu den jeweiligen Städten – mit Ausnahme der Nähe zu Stuttgart – einen großen Einfl uss auf das Besuchsverhalten (Tabelle 5.1). Bewohnerinnen und Bewohner des Nachbarschaftsverbands besuchen überdurchschnittlich häufi g Ettlingen (30,6 %) und Stuttgart (15 %). Die Regionsbevölkerung des übrigen Landkreises Karlsruhe und von Bad Herrenalb besucht zu 49,6 % Bruchsal und zu 26,6 % Heidelberg. Von den Einwohnerinnen und Einwohnern des nördlichen Enzkreises werden Pforzheim (77,5 %) und Stuttgart (21,3 %) besonders häufi g besucht. Für die Bevölkerung des nördlichen Landkreises Rastatt sind vor allem Baden-Baden (63 %) und Rastatt (26,1 %) wichtige Destinationsstädte. Befragte in den rheinland-pfälzischen Teilräumen besuchen überdurchschnittlich häufi g die Stadt Landau (74,6 % beziehungsweise 71,7 %). Bewohnerinnen und Bewohner des elsässischen Befragungsgebiets besuchen überdurchschnittlich häufi g Rastatt (59 %), Baden-Baden (46,2 %) und Landau (28,2 %). Tabelle 5.1 Andere regelmäßig besuchte Städte nach Teilräumen 2019 Gemeinden des Nachbarschaftsverbandsübriger Landkreis Karlsruhe, Bad Herrenalbnördlicher EnzkreisLandkreis Rastattnördlicher TeilBaden-Baden, südlicher Landkreis RastattStadt Landau und VG Landau-Landübrige SüdpfalzWissembourg und übriger Canton Wissembourg Baden-Baden22,410,93,91,353,463,0---2,846,2 Rastatt17,46,83,11,363,426,1---3,859,0 Bruchsal15,612,249,65,0---2,43,0------ Landau14,62,01,6---0,8---74,671,728,2 Mannheim12,615,619,53,85,34,828,411,37,7 Pforzheim11,517,07,077,52,32,4------5,1 Heidelberg10,58,226,65,02,33,09,05,7--- Ettlingen8,330,63,93,87,64,2---1,912,8 Stuttgart8,215,04,721,38,46,73,01,910,3 Anzahl Befragte insgesamt 991 147 256 80 131 165 67 106 39 „Gibt es eine andere Stadt/andere Städte, die Sie regelmäßig aufsuchen, um Einkäufe oder Erledigungen dort zu machen oder um sich dort aufzuhalten?“ – Befragte, die regelmäßig andere Städte aufsuchen. Befragteinsgesamt davon aus in Prozent Mehrfachnennungen möglich, daher Summen größer als 100%. Nur Städte mit einem Besucheranteil > 5 % im Jahr 2019. Basis: 991 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. 48 | Regionsumfrage 2019 Im Zeitvergleich wird deutlich, dass die Mittelzentren Bruchsal, Baden-Baden, Rastatt, und Landau die regionale Bindung in den letzten Jahren deutlich erhöhen konnten:  So stieg der Anteil der regelmäßigen Besucherinnen und Besucher Bruchsals aus dem übrigen Landkreis Karlsruhe, Bad Herrenalb von 20,7 % im Jahr 2012, über 28,3 % im Jahr 2016 auf aktuell 49,6 %.  Baden-Baden wird sowohl von Bewohnerinnen und Bewohnern des nördlichen Landkreises Rastatt (2016: 38,5 %, 2019: 53,4 %) und des Teilraums Wissembourg (2016: 34 %, 2019: 46,2 %) wesentlich häufi ger besucht als noch vor drei Jahren.  Rastatt kann Besucherzuwächse aus Baden-Baden und dem südlichen Landkreis Rastatt (2009: 9,8 %, 2012: 7,3 %, 2016: 5,6 %, 2019: 26,1 %) sowie aus dem Teil- raum Wissembourg (2016: 28 %, 2019: 59 %) verzeichnen.  Für Landau ergeben sich vor allem aus dem Raum Landau selbst (2009: 47,2 %, 2012: 47,1 %, 2016: 65,5 %, 2019: 74,6 %) und aus der übrigen Südpfalz (2012: 54,8 %, 2016: 59,4 %, 2019: 71,7 %) aber auch aus dem Teilraum Wissembourg (2016: 16 %, 2019: 28,2 %) kurz- bis mittelfristig Besuchergewinne.  Dagegen hat Ettlingen nach einem sukzessiven Bedeutungsgewinn ausgehend von 2009 erstmals deutliche Besucherverluste aus den Gemeinden des Nachbarschaftsverbands hinnehmen müssen (2009: 16,2 %, 2012: 25,2 %, 2016: 46,6 %, 2019: 30,6 %). In Tabelle 5.2 ist dargestellt, wie sich das Besucheraufkommen der anderen Städte nach gewichteten Pro-Kopf-Einkommens- klassen gliedert. Baden-Baden wird überdurchschnittlich häufi g von der Regionsbevölkerung mit einem gewichteten Pro-Kopf-Einkommen von 3.000 Euro oder mehr besucht: Für die gewichteten Pro-Kopf-Einkommensklassen von 3.000 bis unter 4.000 Euro (30,6 %) sowie von mehr als 4.000 Euro (31,7 %) liegen die Besucheranteile jeweils etwas über 30 % und damit über dem Durchschnitt von 22,4 %. Dies hängt auch damit zusammen, dass das verfügbare Einkommen der Haushalte in Baden-Baden mit 31.018 Euro 2 einen der höchsten Werte Baden-Württembergs (Durchschnitt: 24.552 Euro 3 ) erreicht. Gleichzeitig wird Baden-Baden jedoch auch verstärkt von der Bevölkerung des nördlichen Landkreises Rastatt (verfügbares Haushaltseinkommen im Landkreis Rastatt: 23.235 4 ) sowie des Teilraums Wissembourg besucht. Auffällig ist auch, dass die Landeshauptstadt in überdurchschnittlichem Maße von Regionsbewohnerinnen und -bewohnern mit einem höheren Einkommen besucht wird. Während der Besucheranteil Stuttgarts insgesamt bei 8,2 % der Regionsbevölkerung liegt, ist er in den gewichteten Pro-Kopf-Einkommensklassen von 3.000 bis unter 4.000 Euro sowie von mehr als 4.000 Euro mit 16,7 % und 19,5 % wesentlich höher. 2 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen des Bundes und der Länder (2019): Einkommen der privaten Haushalte in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland – Revision 2014 (WZ 2008), Reihe 2, Band 3. 3 ebenda 4 ebenda Amt für Stadtentwicklung | 49 Tabelle 5.2 Andere regelmäßig besuchte Städte nach gewichtetem Pro-Kopf-Einkommen 2019 unter 750 Euro/Kopf* 750 bis unter 1.500 Euro/Kopf 1.500 bis unter 2.250 Euro/Kopf 2.250 bis unter 3.000 Euro/Kopf 3.000 bis unter 4.000 Euro/Kopf mehr als 4.000 Euro/Kopf Baden-Baden22,440,020,719,627,930,631,7 Rastatt17,420,018,315,718,921,512,2 Bruchsal15,630,014,817,811,114,612,2 Landau14,6---16,013,016,810,42,4 Mannheim12,6---13,013,511,69,712,2 Pforzheim11,510,012,411,310,512,57,3 Heidelberg10,5---6,512,28,99,79,8 Ettlingen8,3---4,17,46,810,49,8 Stuttgart8,2---7,18,37,916,719,5 Anzahl Befragte insgesamt 991 10* 169 230 190 144 41 „Gibt es eine andere Stadt/andere Städte, die Sie regelmäßig aufsuchen, um Einkäufe oder Erledigungen dort zu machen oder um sich dort aufzuhalten?“ – Befragte, die regelmäßig andere Städte aufsuchen. Befragte insgesamt davon mit einem Einkommen von in Prozent * Eingeschränkte Aussagekraft wegen geringer Grundgesamtheit. Mehrfachnennungen möglich, daher Summen größer als 100%. Nur Städte mit einem Besucheranteil > 5 % im Jahr 2019. Basis: 991 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. In Tabelle 5.3 ist dargestellt, weshalb die Regionsbevölkerung die meist genannten anderen Städte aufsucht. An erster Stelle steht mit 51 % der Nennungen das Thema Einkaufen/ Shoppen. Wie auch für Fahrten nach Karlsruhe selbst (siehe Kapitel 2), ist Einkaufen der Hauptanlass für den Besuch einer anderen Stadt. An zweiter Stelle nennen die Befragten die Faktoren Entfernung/in der Nähe/gute Erreichbarkeit (38,6 %) als Besuchsgrund. Darauf folgen soziale Bindungen (Familie/ Freunde/Bekannte besuchen, 28,1 %) als Anlass für Besuche anderer Städte. Rund ein Viertel (25,9 %) nennt berufs- oder ausbildungsbezogene Gründe. Für 20,5 % sind einige der genannten Städte (Baden-Baden, Rastatt, Bruchsal, Landau, Ettlingen) der Wohnort. Alle anderen Besuchsgründe werden jeweils von weniger als 20 % der Befragten genannt. 50 | Regionsumfrage 2019 Baden-BadenRastattBruchsalLandauMannheimPforzheimHeidelbergEttlingenStuttgart Einkaufen/Shoppen51,062,854,736,839,642,153,128,834,253,1 Entfernung/in der Nähe/gute Erreichbarkeit38,631,229,452,040,319,050,425,025,36,2 Familie/Freunde/Bekannte besuchen28,121,617,112,513,219,021,224,024,124,7 Arbeitsplatz/Studium25,914,238,89,916,017,420,48,713,924,7 Wohnort20,518,321,219,124,3---------27,8--- schöne Stadt/(Gegend) gefällt mir19,422,95,310,59,09,95,338,522,89,9 Atmosphäre (ruhig, gepflegt, macht Spaß...)18,135,34,17,913,92,58,816,320,39,9 bummeln/spazieren gehen16,330,78,25,313,25,013,316,313,99,9 Kultur (Museum, Veranstaltungen, Konzert...)14,937,22,92,64,27,45,39,62,529,6 (bessere) Angebote/Auswahl an Geschäften/Einkaufsmöglichkeiten 14,111,010,07,26,922,36,29,62,523,5 Arzt, Behörden etc.13,719,316,54,67,63,315,99,66,38,6 Stadt besichtigen/Sehenswürdigkeiten/Sightseeing8,28,75,32,63,50,80,912,516,56,2 Größe der Stadt/Struktur6,04,64,15,36,35,02,71,910,12,5 Nachtleben/Ausgehen5,13,72,93,93,57,41,86,71,36,2 Ausflug/Wandern/Natur/Schwarzwald4,27,32,41,32,81,75,32,92,52,5 zur Abwechslung/mal was anderes sehen2,62,32,41,31,46,60,91,92,57,4 Sonstiges3,40,92,42,02,15,83,52,92,51,2 Anzahl Befragte insgesamt 991 218 170 152 144 121 113 104 81 79 „Warum suchen Sie die Stadt ... auf?“ – Befragte, die regelmäßig andere Städte aufsuchen. alle besuchtenanderen Städte darunter in Prozent Mehrfachnennungen möglich, daher Summen größer als 100%. Basis: 991 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Regionsumfrage 2019. Tabelle 5.3 Gründe für den Besuch anderer Städte 2019 Vergleicht man die Häufi gkeiten der genannten Besuchsgründe für die einzelnen Städte, so bilden sich Profi le dieser Städte aus Sicht der Regionsbevölkerung heraus:  Baden-Baden wird überdurchschnittlich häufi g zum Einkaufen/Shoppen besucht (62,8 %). Gleichzeitig nennen überdurchschnittlich viele Besucherinnen und Besucher Baden-Badens die dortige Atmosphäre (35,3 %) sowie das kulturelle Angebot (37,2 %) als Besuchsgründe. Auch bummeln/spazieren gehen ist für überdurchschnittlich viele Besucherinnen und Besucher (30,7 %) ein Besuchsanlass.  Das Mittelzentrum Rastatt wird von einem verhältnismäßig hohen Anteil der Besucherinnen und Besucher (38,8 %) aufgrund seiner Funktion als Arbeitsort besucht.  Bei Bruchsal nennen 52 % der Besucherinnen und Besucher die Entfernung/Nähe/gute Erreichbarkeit als wichtigen Besuchsgrund.  Mannheim wird überdurchschnittlich häufi g aufgesucht wegen der (besseren) Angebote/Auswahl an Geschäften/ Einkaufsmöglichkeiten (23,5 %).  Ähnlich wie bei Bruchsal ist auch in Pforzheim in erster Linie die Entfernung/Nähe/gute Erreichbarkeit ein über- durchschnittlich häufi g genannter Besuchsgrund (50,4 %).  Die Besucherinnen und Besucher Heidelbergs weisen überdurchschnittlich häufi g darauf hin, dass Heidelberg ihnen als Stadt gut gefällt (schöne Stadt/(Gegend) gefällt mir: 38,5 %).  Stuttgart wird verhältnismäßig häufi g wegen der (besseren) Angebote/Auswahl an Geschäften/ Einkaufsmöglichkeiten (23,5 %) sowie des kulturellen Angebots (29,6 %) besucht. Amt für Stadtentwicklung | 51 Karlsruher Beiträge zur Stadtentwicklung Mai 2007 Zukunftsfähige Innenstadt Entwicklung der Karlsruher City Projektleitung: Otto Mansdörfer | Sigrun Hüger (StPlA) In Zusammenarbeit mit: Wirtschaftsförderung und Stadtplanungsamt Heft 23 | 2007 Einkaufen und Nahversorgung in Karlsruhe 2007 Aktuelle Trends und Gestaltungsmöglichkeiten Bearbeitung: Christian Fulda | Andreas Mangold (Wifö) In Zusammenarbeit mit: Wirtschaftsförderung Heft 24 | 2008 Demografi scher Wandel in Karlsruhe 4 Lebensverhältnisse der Jugendlichen in Karlsruhe 2008 Ergebnisse der Jugendumfrage Bearbeitung: Dr. Hans-Heinrich Hartung In Zusammenarbeit mit: Sozial- und Jugendbehörde | Stadtjugendausschuss e. V. | Gartenbauamt Polizeipräsidium Karlsruhe Heft 25 | 2008 Wohnen und Bauen in der Stadt 7. Sachstandsbericht 2008 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz In Zusammenarbeit mit: Gutachterausschuss | Liegenschaftsamt | Sozial- und Jugendbehörde | Stadtplanungsamt | VOLKSWOHNUNG GmbH Heft 26 | 2009 Demografi scher Wandel in Karlsruhe 5 Zu- und Fortzüge über die Stadtgrenzen 1999 – 2008 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz Heft 27 | 2010 Das Sicherheitsempfi nden der Bevölkerung in Karlsruhe 2009 2. Sachstandsbericht zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Nadia Kasper-Snouci Heft 28 | 2010 Die Nutzung kultureller Einrichtungen in Karlsruhe 2009 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Nadia Kasper-Snouci | Christian Fulda | Daniel Götz Heft 29 | 2010 Image von Karlsruhe aus Sicht der Region 2009 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda | Andrea Hammer Heft 30 | 2011 Unternehmens- und Betriebsumfrage 2010 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer 52 | Regionsumfrage 2019 Heft 31 | 2011 Demografi scher Wandel in Karlsruhe 6 Zurück in die Stadt – Motive der Zu- und Fortziehenden 2010 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Maria Mertens | Nadia Kasper-Snouci Heft 32 | 2011 Wirtschaft und Arbeit 1 Analyse wichtiger Zukunftsbranchen 2011 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer Heft 33 | 2011 Lebensqualität in Karlsruhe aus Bürgersicht 2011 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda | Nadia Kasper-Snouci | Andrea Hammer Heft 34 | 2012 Wirtschaft und Arbeit 2 Forschung und Entwicklung in der Region Mittlerer Oberrhein 2012 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer Heft 35 | 2012 Bevölkerungsvorausrechnung Karlsruhe 2030 Neue Prognose 2012 – Grundlegende Ergebnisse Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz Heft 36 | 2012 Bürgerumfrage 2012 Kommunalpolitik, Bürgerengagement, Bürgerbeteiligung Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer | Christian Fulda | Benedikt Dierßen Heft 37 | 2012 Konzept zur systematischen Bürgerbeteiligung in Karlsruhe Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer Heft 38 | 2013 Regionsumfrage 2012 Karlsruhe aus Sicht der Region Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda | Benedikt Dierßen Heft 39 | 2013 Bürgerumfrage 2013 Sport, Bewegung, Bäder Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda | Daniel Götz | Nadia Kasper-Snouci Heft 40 | 2013 Der zentrale Citybereich Einschätzungen aus Passantensicht 2013 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen | Martin Noth Amt für Stadtentwicklung | 53 Heft 41 | 2013 Die Attraktivität der Durlacher Innenstadt Ergebnisse der Bürger- und Passantenumfrage 2013 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz | Nadia Kasper-Snouci Heft 42 | 2013 Sozialdaten 2013 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen In Zusammenarbeit mit: Sozial- und Jugendbehörde Heft 43 | 2014 Essen und Trinken im Zoo Umfrage zum gastronomischen Angebot und den Verzehrgewohnheiten Der Besucherinnen und Besucher im Karlsruher Zoo 2014 – Ergebnisbericht Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen | Ann Janin Waltemathe Heft 44 | 2015 Sicherheitsempfi nden der Bevölkerung 3. Sachstandsbericht zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung 2014 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen In Zusammenarbeit mit: Ordnungs- und Bürgeramt | Sozial- und Jugendbehörde Heft 45 | 2015 Wohnen und Bauen in Karlsruhe 8. Sachstandsbericht 2015 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz | Thorsten Ach | Lieselotte Kluckhohn | Andrea Rosemeier | Juliane Schaber In Zusammenarbeit mit: Liegenschaftsamt | Sozial- und Jugendbehörde | Stadtplanungsamt | Gutachterausschuss in Karlsruhe | Wirtschaftsförderung | VOLKSWOHNUNG GmbH Heft 46 | 2015 Bürgerumfrage 2015 Grüne Stadt Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer | Benedikt Dierßen Heft 47 | 2015 Evaluationsbericht | Stadtgeburtstag Karlsruhe 2015 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: KA300-Team | Stadtmarketing Karlsruhe – Gesamtleitung Martin Wacker (Cathrin Batzner | Sascha Binoth | Manuel Brenneisen | Natalie Jacob | Norbert Käthler | Dr. Oliver Langewitz | Franziska Pfaff | Markus Pommerening | Sebastian Schneider | Hendrikje Schwarze | Anna Weißhaar | Daniel Wensauer-Sieber, Das Ziel führt zum Weg) Amt für Stadtentwicklung (Benedikt Dierßen | Daniel Götz | Andrea Hammer | Otto Mansdörfer | Willi Pradl | Andrea Rosemeier | Juliane Schaber | Alexander Süß) Karlsruhe Tourismus GmbH (Stefan Theysohn) Heft 48 | 2016 Lebensqualität in Karlsruhe 2015 im Städtevergleich Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Otto Mansdörfer | Lara Schillinger 54 | Regionsumfrage 2019 Heft 49 | 2016 Regionsumfrage 2016 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer In Zusammenarbeit mit: Ordnungs- und Bürgeramt | Sozial- und Jugendbehörde Heft 50 | 2016 Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2035 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz Heft 51 | 2016 Generation 55plus in Karlsruhe 2015 Umfrage im Rahmen des Kosis-Projekts „Aktiv Altern“ Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen In Zusammenarbeit mit: Sozial- und Jugendbehörde | Fachplanung für die ältere Generation Heft 52 | 2017 Bürgerumfrage 2017 Bürgerbeteiligung und Bürgerschaftliches Engagement Projektleitung: Christian Fulda Bearbeitung: Nadia Kasper-Snouci | Jens Jägle Heft 53 | 2017 Nahversorgung in den Stadtteilen 2006 bis 2016 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen | Johannes Zech Heft 54 | 2018 Familienumfrage 2017 Lebenssituation, Einschätzungen und Kinderbetreuungsbedarf Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Manuela Cretu | Benedikt Dierßen | Daniel Götz | Otto Mansdörfer | Johannes Zech In Zusammenarbeit mit: Sozial- und Jugendbehörde Heft 55 | 2018 Unternehmens- und Betriebsumfrage 2017 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Dr. Andrea Hammer In Zusammenarbeit mit: Wirtschaftsförderung Karlsruhe Heft 56 | 2018 Sicherheitsempfi nden der Bevölkerung 2018 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen | Otto Mansdörfer | Alexander Süß In Zusammenarbeit mit: Ordnungs- und Bürgeramt Karlsruhe Heft 57 | 2019 Regionsumfrage 2019 Projektleitung: Dr. Andrea Hammer Bearbeitung: Dr. Andrea Hammer

  • Regionsumfrage 2019
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2019/1099 Dez. 2 Karlsruhe aus Sicht der Region - Regionsumfrage 2019 Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 03.12.2019 10 x Gemeinderat 10.12.2019 10 x Beschlussantrag Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der Regionsumfrage 2019 zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die gewonnenen Erkenntnisse bei der Weiterentwicklung des IQ Korridorthe- mas „Zukunft Innenstadt“, der Entwicklung des Aktionsprogramms für die Karlsruher City und der zukünftigen Evaluierung des „Gutachtens zur Zukunftsfähigkeit zur Karlsruher City als Ein- zelhandelsstandort 2030“ zu berücksichtigen. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant Nein x Ja Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der Stadt Karlsruhe benötigen nicht nur regelmäßig verlässliche Einschätzungen und Meinungen der Bürgerinnen und Bürger über ihre Stadt, sondern darüber hinaus auch Einschätzungen der Bevölkerung in der Region Karlsruhe, für die Karlsruhe als Oberzentrum der Bezugspunkt ist. Seit 1997 führt das Amt für Stadtent- wicklung in dreijährigen Abständen repräsentative Befragungen unter den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadtregion durch. Seit den ersten Regionsumfragen wird ein identischer Fra- genkanon zu Besuchshäufigkeit, Besuchsanlässen, Image und dem Besuchsverhalten in Bezug auf andere Städte erhoben. So liefern die Umfragen ein langjähriges Profil des Images und der Attraktivität der Stadt Karlsruhe bei der Regionsbevölkerung. Sie zeigen inwieweit insbesondere der Strukturwandel im Einzelhandel, aber auch das Baugeschehen im Rahmen der Kombilösung sowie die Entwicklungen der regionalen Mittelzentren Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Fächerstadt in der Region und das Besuchsverhalten der Regionsbevölkerung haben. Die aktuell vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die hochgerechneten Besucherzahlen aus der Region in den letzten drei Jahren stark zugenommen haben. Ein Grund hierfür ist die zuneh- mende Bedeutung Karlsruhes als Arbeitsort. Die Regionsbevölkerung kommt vor allem zum Einkaufen nach Karlsruhe, besucht aber auch zunehmend die hiesigen Freizeitangebote wie Kinos und Bäder. Das Baugeschehen in der Fächerstadt ist für das Image Karlsruhes in der Regi- on von abnehmender Bedeutung. Gleichzeitig hat sich die Erreichbarkeit der Karlsruher City mit Straßenbahn, Bus oder Pkw in den letzten drei Jahren deutlich verbessert. Die Attraktivität von Karlsruhe als Einkaufsstadt ist weiterhin sehr hoch. Die Haupteinkaufslagen in der City sind die Fußgängerzone in der Kaiserstraße und das Einkaufszentrum Ettlinger Tor. Sie werden häufig in Kombination besucht. Allerdings sieht sich die Karlsruher City als Einzelhandelsstandort zuneh- mender Konkurrenz durch Online-Shopping und durch andere Städte – insbesondere Baden- Baden, Stuttgart und Mannheim – gegenüber. Nichtsdestotrotz liefern die Antworten die be- gründete Aussicht, dass nach Ende der Bauphase im Zuge der Kombilösung und der damit ein- her gehenden Reduktion von Baustellen und der (Wieder-) Herstellung eines ansprechenden Stadtbilds, wieder eine stärkere Zuwendung zur Karlsruher Innenstadt erfolgen wird. Karlsruhe wird als Arbeitsort zunehmend relevant. Der Anteil der täglichen oder mehrmals pro Woche nach Karlsruhe – meist zur Arbeit – fahrenden Regionsbewohnerinnen und -bewoh- ner ist in den letzten drei Jahren deutlich gestiegen (2016: 12,4 %, 2019: 20,5 %). Dagegen haben sich die Anteile der „periodischen“ Besucherinnen und Besucher – Besuche einmal pro Woche, zwei- bis dreimal pro Monat oder einmal im Monat – nicht erhöht. Gerade diese Besu- che finden häufig im Zusammenhang mit Einkäufen oder dem Besuch von (Kultur-) Veranstal- tungen statt. In Summe steigen die hochgerechneten Besucherzahlen der Einwohnerinnen und Ein- wohner in der Region, die mindestens einmal im Monat in die Fächerstadt fahren, von rund 445.800 (2016) auf 522.300 (2019). Dies entspricht einem Anstieg um 17 %. Besonders deutliche Zunahmen sind für die Teilräume Landkreis Karlsruhe (+63.500 Fahrten beziehungs- weise +27,7 %) sowie Landkreis Rastatt und Baden-Baden (+25.700 beziehungsweise +29,5 %) festzustellen. Die rechnerische Zunahme ergibt sich vor allem aufgrund des erhöhten Anteils täglicher oder mehrmals pro Woche statt findender Fahrten. Das Auto ist für Fahrten nach Karlsruhe nach wie vor das meistgenutzte Verkehrsmit- tel der Regionsbevölkerung. Der Anteil der Pkw-Nutzerinnen und Nutzer unter denjenigen, die in den letzten 12 Monaten in die Fächerstadt gefahren sind, liegt seit dem Jahr 2006 nahe 60 %. Im Zusammenhang mit den höheren Besucherfrequenzen nimmt die Zahl derjenigen Regionsbewohnerinnen und -bewohner, die mindestens einmal im Monat mit dem Pkw nach Karlsruhe fahren, von 268.300 (2016) auf 310.200 (2019) zu. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Das Baugeschehen ist für das Image der Fächerstadt in der Region von abnehmender Bedeutung. Karlsruhe hat das Image als Beamtenstadt abgelegt. Ausgehend von 61 % im Jahr 2016, hat sich der Anteil derjenigen, die bei der Beschreibung Karlsruhes auf das Voka- bular „Baustellen, Staus, Chaos, Verkehrsprobleme, Umleitungen“ bei der Beschreibung Karls- ruhes zurückgreifen, auf 30 % (2019) halbiert. Dennoch stehen die Baustellen an erster Stelle der Assoziationen. Die im Zeitverlauf deutlichste Entwicklung zeichnet sich im Hinblick auf die Wahrnehmung Karlsruhes als Beamtenstadt ab: Während 2012 9,7 % der Regionsbevölkerung dieses Stichwort nannten, liegt dieser Anteil aktuell bei nur noch 0,6 %. Die Attraktivität von Karlsruhe als Einkaufsstadt ist weiterhin sehr hoch. Kinos und Bäder gewinnen an Bedeutung. Jeweils etwa 80 % der Regionsbewohnerinnen und –be- wohner, die die Fächerstadt binnen Jahresfrist besucht haben, waren in der Fußgängerzone oder im Einkaufszentrum Ettlinger Tor einkaufen. Im Zeitvergleich wird deutlich, dass das Ein- kaufen in der Fußgängerzone etwas an Bedeutung verloren hat (2006: 89,8 %, 2019: 80,7 %). Seit 2006 an Bedeutung gewonnen haben dagegen der Besuch des Filmpalasts am ZKM (2006: 44 %, 2019: 53,1 %), anderer Kinos und Filmveranstaltungen (2006: 25,4 %, 2019: 35,4 %), des Europabads (2012: 22,9 %, 2019: 32,8 %) sowie anderer Frei- und Hallenbäder (2006: 11,1 %, 2019: 25,1 %). Die Erreichbarkeit der Innenstadt mit Straßenbahn und Bus sowie mit dem Pkw hat sich in den letzten drei Jahren deutlich verbessert. Nach einem Tiefpunkt im Befragungs- jahr 2016 steigt der Anteil sehr guter und guter Bewertungen bei der Erreichbarkeit mit Stra- ßenbahn und Bus von 57,6 % (2016) auf 72,6 % (2019), reicht jedoch nicht an das hohe Ni- veau der Jahre 2006 (91,8 %), 2009 (91,5 %) und 2012 (82,9 %) heran. Bei der Erreichbarkeit mit dem Auto steigt der Anteil der sehr guten und guten Bewertungen von 42,9 % (2012) be- ziehungsweise 40 % (2016) auf 57,3 % (2019) und erreicht damit wieder in etwa das Niveau der Befragungsjahre 2006 (62,2 %) und 2009 (59,7 %). Für etwa die Hälfte der Regionsbevölkerung entspricht die Karlsruher City ihren Vor- stellungen eines attraktiven Stadtzentrums. Auf die Frage, was sie einem auswärtigen Be- sucher oder einer auswärtigen Besucherin in Karlsruhe unbedingt zeigen würden, nennt die Regionsbevölkerung in erster Linie Schloss, Schlossgarten (74,7 %), gefolgt von Zoo, Stadtgar- ten (23,7 %) und Innenstadt, Kaiserstraße, Einkaufszentrum Ettlinger Tor, Postgalerie (23,3 %). Während 2016 noch 37,1 % der Einwohnerinnen und Einwohner in der Region die Innenstadt mit ihren Einkaufslagen nannten, hat sich der Anteil in der aktuellen Umfrage um etwa 14 Pro- zentpunkte auf 23,3 % reduziert. Die Frage, ob die Karlsruher City ihren Vorstellungen von einem attraktiven Stadtzentrum entspricht, beantworten 46,1 % der Einwohnerinnen und Ein- wohner in der Region mit ja. Dieser Anteil hat seit 2012 (63,3 %) deutlich abgenommen. Als Maßnahmen zur Verbesserung der Attraktivität der Innenstadt nennt die Regions- bevölkerung die Reduktion der City-Baustellen, ein attraktiveres Einzelhandelsangebot sowie mehr Flair, ruhigere Plätze, ein schöneres Stadtbild und Sitzgelegenheiten. An erster Stelle der Verbesserungsvorschläge wurde von 35,7 % der Befragten, der Vorschlag ge- macht, die Baustellen in der City zu reduzieren. Damit ist das Thema Baustellen wie in den Be- fragungsjahren 2012 und 2016 das dominierende Thema aus Sicht der Regionsbevölkerung. Allerdings wurde in der aktuellen Befragung nicht mehr der hohe Wert des Jahres 2016 (77,9 %) erreicht. An zweiter und dritter Stelle folgen nahezu gleichauf Verbesserungsvorschlä- ge bezüglich des Einzelhandelsangebots (24,6 %) sowie mehr Flair, ruhigere Plätze, schöneres Stadtbild und Sitzgelegenheiten (24,2 %). Die Antworten liefern die begründete Aussicht, dass nach Ende der Bauphase im Zuge der Kombilösung und der damit einher gehenden Reduktion von Baustellen und der (Wieder-) Herstellung eines ansprechenden Stadtbilds, wieder eine stär- kere Zuwendung zur Karlsruher Innenstadt erfolgen wird. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Die Haupteinkaufslagen in der Karlsruher Innenstadt sind die Fußgängerzone in der Kaiserstraße und das Einkaufzentrum Ettlinger Tor. Die häufig vermutete Besuchs- Konkurrenz zwischen den beiden Einkaufsorten Kaiserstraße und Einkaufszentrum Ettlinger Tor lässt sich nicht bestätigen. Die Fußgängerzone in der Kaiserstraße wird von 87,5 % der Regionsbesucherinnen und -besucher zum Einkaufen besucht. Der entsprechende Wert für das Einkaufszentrum Ettlinger Tor liegt bei 82,3 %. Bei einem Einkaufsbummel in der City besuchen 71,2 % sowohl die Fußgängerzone in der Kaiserstraße als auch das Einkaufszent- rum Ettlinger Tor. Die Postgalerie wird regelmäßig von 33,5 % der Regionsbevölkerung be- sucht. Bei der Regionsbevölkerung hat sich das Online-Shopping als Einkaufsformat in den letzten drei Jahren weiter etabliert. Etwa 40 % derjenigen, die Produkte online einkau- fen, besuchen die Karlsruher City und auch andere Innenstädte aufgrund der Online- Einkäufe seltener. Mittlerweile bestellt rund jede beziehungsweise jeder Zehnte (9,8 %) min- destens einmal wöchentlich Produkte im Internet. Weitere 18,8 % kaufen im Durchschnitt ein- mal alle zwei Wochen online ein. Einmal im Monat beziehen 30,6 % Ware über das Internet. In Summe liegt der Anteil derjenigen, die mindestens einmal im Monat online einkaufen bei 59,2 %. Im Jahr 2016 lag dieser Anteil noch bei 41,5 %. Er ist damit innerhalb von drei Jahren um etwa 18 Prozentpunkte gestiegen. Die Frage, ob sie aufgrund der Möglichkeit online ein- kaufen zu können, die Karlsruher Innenstadt oder auch andere Innenstädte seltener besuchen, beantworten 41,6 % der Befragten mit ja. Mit zunehmender Häufigkeit von Online-Einkäufen sinkt die Besuchsfrequenz der Innenstädte. Die Mittelzentren Bruchsal, Baden-Baden, Rastatt und Landau konnten die regionale Bindung in den letzten Jahren erhöhen. Der Anteil der regelmäßigen Besucherinnen und Besucher Bruchsals aus dem übrigen Landkreis Karlsruhe, Bad Herrenalb steigt von 20,7 % im Jahr 2012 auf aktuell 49,6 %. Baden-Baden wird sowohl von Bewohnerinnen und Bewohnern des nördlichen Landkreises Rastatt (2016: 38,5 %, 2019: 53,4 %) und von Wissembourg (2016: 34 %, 2019: 46,2 %) wesentlich häufiger besucht als noch vor drei Jahren. Rastatt kann Besu- cherzuwächse aus Baden-Baden und dem südlichen Landkreis Rastatt (2016: 5,6 %, 2019: 26,1 %) sowie aus Wissembourg (2016: 28 %, 2019: 59 %) verzeichnen. Für Landau ergeben sich vor allem aus dem Raum Landau selbst (2009: 47,2 %, 2019: 74,6 %) und aus der übrigen Südpfalz (2012: 54,8 %, 2019: 71,7 %), aber auch aus Wissembourg (2016: 16 %, 2019: 28,2 %) kurz- bis mittelfristig Besuchergewinne. Einkaufen ist der Hauptanlass für den Besuch anderer Städte. Besonders das Einzel- handelsangebot in Baden-Baden, Stuttgart und Mannheim ist attraktiv. Bei der Frage nach den Gründen für den Besuch anderer Städte steht mit 51 % der Nennungen das Thema Einkaufen/Shoppen an erster Stelle. An zweiter Stelle nennen die Befragten die Faktoren Entfer- nung/in der Nähe/gute Erreichbarkeit (38,6 %) als Besuchsgrund. Baden-Baden wird über- durchschnittlich häufig zum Einkaufen/Shoppen besucht (62,8 %). Gleichzeitig nennen über- durchschnittlich viele Besucherinnen und Besucher Baden-Badens die dortige Atmosphäre (35,3 %) sowie das kulturelle Angebot (37,2 %) als Besuchsgründe. Stuttgart wird von den Besucherinnen und Besuchern auffallend häufig wegen der (besseren) Angebote/Auswahl an Geschäften/Einkaufsmöglichkeiten (23,5 %) sowie des kulturellen Angebots (29,6 %) besucht. Mannheim wird überdurchschnittlich häufig wegen der (besseren) Angebote/Auswahl an Ge- schäften/Einkaufsmöglichkeiten (23,5 %) aufgesucht. Ergänzende Erläuterungen Seite 5 Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der Regionsumfrage 2019 zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die gewonnenen Erkenntnisse bei der Weiterentwicklung des IQ Korridorthe- mas „Zukunft Innenstadt“, der Entwicklung des Aktionsprogramms für die Karlsruher City und der zukünftigen Evaluierung des „Gutachtens zur Zukunftsfähigkeit zur Karlsruher City als Ein- zelhandelsstandort 2030“ zu berücksichtigen.

  • Abstimmungsergebnis_Top10
    Extrahierter Text

  • Protokoll GR TOP 10
    Extrahierter Text

    Niederschrift 5. Plenarsitzung des Gemeinderates 10. Dezember 2019, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 11. Punkt 10 der Tagesordnung: Karlsruhe aus Sicht der Region – Regionsumfrage 2019 Vorlage: 2019/1099 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der Regionsumfrage 2019 zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die gewonnenen Erkenntnisse bei der Weiterentwicklung des IQ Korridorthemas „Zukunft Innenstadt“, der Entwicklung des Aktionsprogramms für die Karlsruher City und der zukünftigen Evaluierung des „Gutachtens zur Zukunftsfähigkeit zur Karlsruher City als Einzelhandelsstandort 2030“ zu berücksichtigen. Abstimmungsergebnis: Bei 46 Ja-Stimmen einstimmig zugestimmt Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 10 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Hauptausschuss. Stadtrat Schmidt (GRÜNE): Seit der Regionsumfrage 2016 hat sich die Lage zwar deutlich entspannt, aber ich bin noch nicht so weit, dass ich voller Optimismus von einer deutlichen Verbesserung sprechen möchte. Ich würde lieber den Begriff der Novalisierung wählen. Zum einen, weil die Begriffe Chaos und Baustelle immer noch ganz oben auf dem Treppchen stehen, wenn man Menschen aus der Region befragt, was sie mit Karlsruhe assoziieren, und zum anderen, weil der Anteil an der Regionsbevölkerung, die innerhalb der letzten zwölf Monate keinen Fuß nach Karlsruhe gesetzt hat, immer noch deutlich über dem Anteil von 2006 bis 2012 liegt. Ich habe auch gleich schlechte Nachrichten. Einen Teil dieser Bevölkerung werden wir auch nicht mehr zurückgewinnen. Woran liegt das? Zum einen natürlich am Onlinehandel. Es wird mittlerweile immer häufiger online bestellt, Tendenz steigend. Je häufiger online bestellt wird, desto seltener geht man dann natürlich auch in die Stadt und kauft dort ein. Da aktuell – 2 – allerdings noch das Einkaufen der häufigste Grund ist für einen Besuch von Karlsruhe, jedoch aber weiter abnehmen wird, denken wir, dass Karlsruhe mittelfristig andere Dinge, andere Wege finden muss, wie man Besucherinnen und Besucher nach Karlsruhe locken kann. Da habe ich jetzt die gute Nachricht. Ich habe den Eindruck, wir sind als Stadt auf einem ganz guten Weg. Zum einen, weil Frei- und Hallenbäder an Bedeutung dazugewonnen haben und zum anderen auch, was ich mit Freude gestehe, dass sich die Kinos gegenüber der Onlinekonkurrenz von Netflix und Co. doch ganz gut behaupten konnten, und damit auch häufiger ein Grund sind, um Leute nach Karlsruhe zu locken. Jetzt habe ich noch einen zweiten Punkt, über den ich ganz kurz sprechen möchte. Wie kommen die Leute, die wir in Zukunft auch weiter bei uns in der Stadt haben möchten, eigentlich nach Karlsruhe? Wenn man schaut, wie es aktuell ist, dann sieht man, dass immer noch das Auto das meistgenutzte Verkehrsmittel ist. Auch, oder insbesondere für die Regionsbevölkerung. Das ist seit 2006 ungefähr auf einem gleichbleibenden Niveau. Ich glaube, es ist keine Überraschung, dass wir das natürlich nicht ganz so spitze finden. Denn Autos bringen außer Besuchern auch Abgase nach Karlsruhe, Lärm nach Karlsruhe und nehmen viel öffentlichen Platz von den Straßen, den wir vielleicht ganz gerne anders nutzen würden. Die Alternative liegt relativ deutlich auf der Hand. Was wollen wir? Wir denken, dass es sinnvoll wäre, wenn Karlsruhe in Zukunft vielleicht noch vehementer als ohnehin schon in der Region dafür plädiert, weiter regionale und multimodale Verkehrskonzepte zu entwickeln und so zumindest diesen Teil, der uns an der Regionsumfrage nicht so gut gefallen hat, dieses Ergebnis etwas abzumildern. Deswegen hoffe ich – ich träume jetzt ein bisschen -, dass bei der nächsten Regionsumfrage, die, wenn ich richtig gerechnet habe, 2022 veröffentlicht werden müsste, vielleicht drin steht, dass der Großteil jetzt mit Bus und Bahn kommt, weil wir uns wahnsinnig dafür in der Region eingesetzt haben, dass die Leute eine schöne Zeit am Schloss hatten, eine schönen Zeit im Schlossgarten, in der Postgalerie shoppen gegangen sind, und dass man dann letzten Endes nicht nur von einer Normalisierung sondern tatsächlich von einer Verbesserung sprechen kann. Stadtrat Pfannkuch (CDU): Wir haben hier eine Regionsumfrage, verbunden mit dem Auftrag, die Konzeption der Innenstadtentwicklung weiterzutreiben. Das Letztere lasse ich einmal außer Betracht, weil ich der Meinung bin, dass der Gemeinderat die Verwaltung und IQ-Querschnittsstruktur schon lange beauftragt hat, etwas zu unternehmen. Sie tun jetzt gerade so, als ob es einer Erneuerung des Auftrags bedürfte. Aber das Wesentliche ist doch, dass wir als Karlsruher stolz sein können auf diese Region, die letztlich, wenn auch mit dem einen oder anderen Punkt, der noch verbesserungsfähig ist, zu Karlsruhe hält. Das ist eine ganz wichtige Botschaft, die durch die vielen Regionsumfragen auch immer wieder bestätigt wird. Wir sind ein attraktiver Arbeitsplatzstandort. Das ist das Allerwichtigste, was hier auch einmal öffentlich verkündet werden muss. Den brauchen wir auch. Von daher brauchen wir uns nicht bange machen lassen. Das gilt auch für die Einkaufsattraktivität. Auch da werden sich die Dinge verbessern. Ich mahne allerdings die Experten ab, dass sie endlich so etwas wie eine Countdown-Strategie einleiten, dass man auch das von außen richtig griff und plastisch merkt. Jeder Platz, der aufgegeben wird von den Bauunternehmen, der sollte gefeiert werden, damit jeder miterleben kann, dass sich die Dinge langsam abschließen lassen. – 3 – Noch etwas zum Online-Handel. Da finde ich es jetzt sehr pessimistisch, wie Sie das darstellen. Da würde ich von Ihrer Seite eigentlich einen Aufruf erwarten, dass Sie sagen, lasst diesen Online-Handel, der ist doch umweltschädlich. Diese ganze Vertriebsstruktur ist doch mehr als rückschrittlich. Aber da höre ich von Ihnen keinen Ansatz. Ich bin davon überzeugt, wenn wir mit Mut an das Thema herangehen, werden die Kundinnen und Kunden wieder betasten, anprobieren wollen und umweltfreundlich in die Innenstadt kommen wollen, um dort wieder ein Einkaufserlebnis auf Kosten der KVV zu haben. Stadträtin Böringer (FDP): Erst einmal möchte ich dem Amt für Stadtentwicklung danken. Denn die aufgeführten Ergebnisse helfen uns als Grundlage für die gemeinderätliche Arbeit. Wir könnten zufrieden sein mit dem Bericht, wäre Zufriedenheit nicht so häufig auch der Anfang der Nachlässigkeit. Deshalb möchte ich einige Punkte genauer beleuchten. Einerseits sagt die Befragung aus, der ÖPNV aus der Region werde immer besser, andererseits häufen sich Beschwerden über Fahrtausfälle in allen Richtungen. Gleichermaßen fordert die Befragung, das Auto sei immer noch das meist genutzte Verkehrsmittel. Hier liegt für uns eine Diskrepanz. Traurig sollte man daraus schließen, man müsse das Auto noch stärker verhindern. Dies würde einen anderen Aspekt, den wir als Gemeinderat dringend im Auge behalten sollten, konterkarieren. So sagt die Befragung, das Einkaufen in der Innenstadt habe an Bedeutung verloren. Dies, liebe Kolleginnen und Kollegen, sollte uns ein deutliches Warnsignal sein. Der inhabergeführte Einzelhandel muss weiterhin seinen Platz in unserer Mitte, in der Stadtmitte haben. So die Region das Auto benötigt, um den Handel zu erreichen, müssen wir auch hierfür Platz schaffen. Wenn wir der Gefahr erliegen, dass wir eine dieser austauschbaren Innenstädte mit Billigläden und vielen Filialen werden, werden wir auch an Attraktivität verlieren. Die Befragung nennt bereits Mannheim, Baden-Baden und leider Stuttgart als direkte Konkurrenz. Hier wünschen wir uns ein stärkeres und zielgerichtetes Engagement der Wirtschaftsförderung, zügiges Abräumen erledigter Baustellen durch die KASIG und die KVV und, ich möchte es noch einmal sagen, ein Ende der Polemik gegen den motorisierten Individualverkehr, zumal auch die berufstätigen Pendlerinnen und Pendler das Auto benötigen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir können froh sein, dass wir derart von der Region profitieren und sollten unsere Entscheidungen für die Stadt auch immer mal wieder mit den Erwartungen und Anschauen der Regionalbevölkerung abgleichen. Ich möchte noch persönlich anmerken, dass ich zur Abnahme des Rufes von Karlsruhe als Beamtenstadt als Bundesbeamtin nichts sagen möchte. Stadtrat Haug (KAL/Die PARTEI): Karlsruhe ist eine lebenswerte Stadt. Das durften wir bereits in der letzten Gemeinderatssitzung bestätigt wissen. Jetzt liegt uns die Regionsumfrage vor, die zeigt, dass auch Karlsruhe für das Oberzentrum eine attraktive Stadt ist. Die Menschen kommen gerne und häufig in unsere Stadt, zum Arbeiten, zum Shoppen. Sie genießen Ausflüge zum Schloss, in den Zoo, ins ZKM, ins Staatstheater, Tollhaus oder eine der vielen anderen Kultureinrichtungen. Trotzdem zeigt die Regionsumfrage deutliche Potentiale, die Karlsruhes Attraktivität steigern könnten. Zunächst kommt der ÖPNV. Noch immer kommen zu viele Menschen aus der Region mit dem Auto nach Karlsruhe. Für viele ist die Stadt immer noch schneller und bequemer mit dem Pkw – 4 – zu erreichen als mit dem ÖPNV. Hier muss sich dringend etwas ändern, das heißt, die Verbindungen aus dem Umland stärken, schnelle und vor allem verlässliche Angebote machen. Wie wäre es zum Beispiel mit Schnellbussen in die Gewerbegebiete der Stadt, um auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus dem Umland den Umstieg auf den ÖPNV schmackhafter zu machen. Oder zum Shopping. Das ist ein weiterer Grund, warum Menschen aus der Region nach Karlsruhe kommen. Obwohl die Stadt immer noch als attraktiver Einkaufsort gesehen wird, gibt es auch hier Potentiale, die ausgeschöpft werden können. Neben dem Trend, immer mehr Einkäufe im Internet zu tätigen, sehen wir auch den gegenläufigen Wunsch, nachhaltig und vor allem lokal einzukaufen. Das Angebot an großen Einzelhandelsketten in Karlsruhe ist bekannt. Wir denken hier aber vor allem an die inhabergeführten Geschäfte, die es in Karlsruhe dankenswerterweise noch gibt. Eine zukünftige Marketingstrategie kann hier anknüpfen und das individuelle Angebot dieser lokalen Anbieter in den Fokus nehmen. Karlsruhe wird als Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität gesehen. Die Menschen genießen die Feste, die Veranstaltungen auf den Plätzen und kommen zu den Schlosslichtspielen oder in die Weihnachtsstadt. Was offenbar fehlt, sind Ruheräume. Ob Besucherinnen und Besucher oder Karlsruherinnen und Karlsruher, alle wünschen sich ruhige Orte in der Stadt. Für uns ist deshalb von zentraler Bedeutung, dass der Friedrichsplatz als Ruheoase der Stadt zurückgewonnen wird. Feste und Veranstaltungen werden künftig auf dem Marktplatz stattfinden können. Und ganz in der Nähe, um die Ecke am Friedrichsplatz kann man sich dann ausruhen vom Einkaufstrubel, lauten Veranstaltungen, von dem ganzen bunten Leben unserer schönen Stadt. Zum Schluss auch von unserer Fraktion ein herzliches Dankeschön an das Team, das diesen umfangreichen und interessanten Bericht erstellt hat. Stadtrat Schnell (AfD): Auch von der AfD zunächst einen herzlichen Dank für diesen Bericht. In Ergänzung zu den Ausführungen von Frau Kollegin Böringer möchte ich noch zum Einkaufsverkehr ergänzen, ich kann mir sehr gut vorstellen, was der Kollege Schmidt sich erträumt. Dass wir zukünftig einen deutlich höheren ÖPNV-Anteil hier haben, und auch der Radanteil wird sicherlich zunehmen. Die Kröte, die wir dabei aber schlucken werden müssen, ist, dass die Gesamtzahl der Besucher, die nach Karlsruhe kommen, sinken wird, wenn wir so weiter machen, den motorisierten Individualverkehr zu verteufeln und Konzepte wie die autofreie Innenstadt zu forcieren. Das sind ein Paar Schuhe. Man kann das eine nicht haben, ohne das andere mitnehmen zu müssen. Stadtrat Kalmbach (FW|FÜR): Eigentlich haben wir alles schon gewusst. Was aber trotzdem lohnt anzudeuten, ist die Tatsache, dass Menschen wegen der Arbeit nach Karlsruhe pendeln. Das sagt uns eigentlich, wir dürfen nicht aufhören, Wohnungsbau in Karlsruhe zu betreiben. Denn viele Leute wollen gar nicht in die Umgebung auswandern, sondern die würden gerne in Karlsruhe bleiben, an ihrem Arbeitsplatz, so dass Arbeitsplatz und Wohnort zusammenfällt. Das muss man gesamt sehen. Deshalb dürfen wir an der Stelle nicht nachlassen. Ebenso beim Einkaufen. Die Leute kommen, das haben wir gehört, hauptsächlich mit dem Auto nach Karlsruhe. Hier müssen wir uns anstrengen, Modelle zu entwickeln, wie Leute nicht in die Innenstadt kommen, dass sie am Rande der Stadt Park & Ride oder Park & Bike oder was auch immer haben, damit sie es erleichtert bekommen, ihr Auto vor der Innenstadt – 5 – abzustellen. Ich glaube, dass wir hier noch Potentiale haben, die wir nutzen müssen. Da müssen wir uns noch mehr anstrengen. Der ÖPNV ist schon angesprochen worden. Das ist gar keine Frage, die Qualität, die Dichte, alles müssen wir erhöhen. Dann werden wir auch manche Leute zum Umstieg bringen. Allerdings nicht alle. Das Auto werden wir nicht wegbekommen. Es soll auch nicht wegkommen. Aber wir müssen die Verhältnisse verändern. Insofern sage ich Danke schön für die Erkenntnisse aus der Umfrage. Sie ist hilfreich. Vor allem bei der Innenstadt wurde bestätigt, wir müssen eine richtig gute Innenstadt bekommen. Eine Innenstadt, die attraktiv ist, wo man sich richtig freut, in die Innenstadt zu gehen. Wenn wir da hinkommen, dann kommen auch die Leute zum Einkaufen. Das ist die Frage, warum die Leute in die Stadt kommen. Weil es cool ist, weil es schön ist, weil es toll ist. Dann werden sie auch einkaufen. Ware in die Hand zu nehmen, ist immer attraktiver als über Online-Handel zu kaufen. Deswegen bin ich nicht negativ. Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird. Wir werden auch dann wieder höherwertige Geschäfte nach Karlsruhe bekommen. Der Mix von Geschäften ist oft zu sehr von der Stange. Ich glaube, wir müssen wirklich nachbessern und attraktive Geschäfte nach Karlsruhe bekommen. Aber ich bin zuversichtlich, dass es gelingt, und bedanke mich herzlich. Der Vorsitzende: Das waren alle Wortbeiträge. Damit kommen wir zum Beschluss. – Ich stelle Einstimmigkeit fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 28. Januar 2020